Frauenblick Prag 4

Moi drodzy Czytelnicy, Sąsiedzi Teresy Rudolf powrócą za tydzień.

Monika Wrzosek-Müller

Lagebericht aus einer belagerten Stadt

Der Titel des Gedichts von Zbigniew Herbert Raport z oblężonego miasta [Lagebericht aus einer belagerten Stadt] kam mir fast automatisch in den Sinn; Anfang der achtziger Jahre haben wir ihn überall gelesen, vor allem erinnere ich mich an den Umschlag der Hefte der Pariser „Kultura“, die das Gedicht in Umlauf gebracht hat. Natürlich spielte es auf die politische Situation des Kriegszustandes in Polen an, aber durch die literarische Form der Ballade, die dann auch Gientrowski für sein Lied genutzt hat, war es, als ob ein Barde eine Situation für viele Generationen besingen würde.

Der Titel kam mir jetzt immer wieder in den Sinn, hier in Prag, in Zeiten der Coronavirus-Krise, auch wenn sie weniger politisch belastet ist und die Belagerung sich auf die Maßnahmen zum eigenen Schutz beschränken. Die Situation ist manchmal doch ähnlich bedrohlich und man weiß nicht, wie und vor allem wann sie zu Ende gehen wird. Wir kämpfen gegen einen Feind, den wir gar nicht kennen, nicht einschätzen, nicht sehen und nicht riechen können. Damals in Polen war vieles klar und obwohl die Niederlage auch für viele bitter und böse hätte ausgehen können, war die Situation vielleicht besser abschätzbar.

Vor allem wurde mir einfach bewusst, dass wir älter geworden sind und zu den besonders bedrohten, schutzbedürftigen Personen gehören. Bei einem Spaziergang im Letna-Park auf der Kleinseite in Prag hielten uns junge Leute an und fragten, ob wir denn Schutzmasken bräuchten, wir müssten uns doch schützen, oder. Dazu muss man sagen, dass in Prag alle mit den Schutzmasken herumlaufen müssen und auch wenn diese Maßnahmen vielleicht nicht viel helfen, so machen sie doch sichtbar, dass etwas anders ist als sonst, dass man Abstand halten soll, dass wir alle um unser Durchkommen ringen. Also, die beiden jungen Menschen haben gesehen, dass wir mit unseren Schals vor dem Gesicht nicht ganz glücklich waren. (Natürlich sind die Masken normal in Apotheken oder Drogerien längst nicht mehr zu bekommen.) Wir haben schnell E-Mails ausgetauscht, den Abstand ständig im Blick, und am nächsten Tag standen sie vor unserer Tür und brachten 6 wunderschöne selbstgenähte Schutzmasken in einem Plastikbeutel fest verschlossen, mit der Anweisung, sie vor dem ersten Gebrauch noch mit heißem, kochendem Wasser zu spülen. Daraufhin fühlte ich mich so geschützt und vor allem nicht allein gelassen, dass ich kurz auf die leere Karlsbrücke rausgeschlüpft bin und die Stadt hat mich mit den wunderschönsten Ausblicken und Wärme für vieles entschädigt und für diesen Abend reichlich belohnt.

Zurück zu dem Gedicht von Herbert; es ist mit meiner Jungend und der folgenschweren Geschichte Polens verbunden. In jedem Satz wiegt der Dichter das Schicksal des Landes und seine eigene Rolle darin ab und beschreibt die Zustände, die er Tag für Tag im Land erlebt. Und so könnte ich auch versuchen, die ersten Wochen der Quarantäne in Prag zu beschreiben. Montag: noch viele Menschen bewegen sich auf den Straßen und einige Restaurants räumen ihre Vorräte und Viktualien aus, man kann noch Kaffee und eine Pizza um die Ecke bestellen. Am Dienstag ist schon merklich leerer, sogar weniger Autos fahren durch die Straßen. Am Mittwoch kann man immer noch die Pizza an der Ecke to go kaufen Am Donnerstag kommt die Aufforderung, in den öffentlichen Verkehrsmitteln Masken zu tragen, und am Freitag sind dann alle Geschäfte, Cafés und Restaurants um uns herum geschlossen. Es wird stiller, klarer und unheimlicher. Es fahren Straßenbahnen mit kaum Menschen drin, sogar Hundebesitzer sind kaum auf dem Stückchen Rasen vor dem Rudolfinum zu sehen.

Doch der Frühling kommt, die Tage werden länger, die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt, im Park darf man zu zweit und mit dem Hund sowieso spazieren gehen. Die Osterglocken blühen zusammen mit Forsythien und Stiefmütterchen, auch manche Obstbäume sind mit weißen Blüten besprenkelt, die Vögel singen aus voller Kraft. Die Natur ruft zur Aktion, der Mensch muss Vernunft walten lassen und zu Hause bleiben.

Die zweite Woche der Quarantäne ist wesentlich monotoner, es stellt sich ein klarer Rhythmus ein und die Tage gleichen einander, bis auf das Leben im Handy und in den Mails; da brodelt es und blüht von der Kreativität. Es werden Videos mit Witzen, mit originellsten Darstellungen, Bildern, Fotos, Konzerten und Gedanken ausgetauscht. Alte Freunde melden sich plötzlich, neue sind auch besorgt, wie es uns in der Ferne und Fremde geht. Irgendwann streikt das Handy, es kann das alles nicht mehr speichern und verarbeiten.

Die dritte Woche der Quarantäne beginnt mit Schneefall und der Sorgen, wie lange es noch dauern und wie das Leben danach wird. Wie viel von der EU uns noch erhalten bleiben wird, warum hören wir so wenig aus Brüssel? Unter den Schutzmasken kann man die Gesichtszüge nicht erkennen, manche tragen dazu noch dunkle Sonnenbrillen, und wenn dazu noch eine Mütze auf den Kopf kommt, ist man total maskiert; man spürt den Ausnahmezustand, er ist überall angekommen. Dazwischen gibt es lange Zeiten mit Lesen, Arbeiten, Yoga-Üben und kleine Perioden, um mit dem Hund Gassi zu gehen und dem Ausblick auf das Weltkulturerbe auf der anderen Seite der Moldau zu schauen. Reicht das, wird das für die nächste Zeit ausreichend sein?

Nur der Frühling wenn auch zaghaft, der kommt, es legt sich ein grüner Schimmer über die Wiesen in den Parks und auf die Bäume. Die Magnolien sind schon fast verblüht, die Kälte hat auch ihnen zugesetzt. Die Sträucher der Forsythien stehen ganz in Gelb getaucht, der Flieder zeigt kleine Blättchen und Ansätze der Blüten. Wir warten auf die blühenden Kirschbäume, von denen es hier unheimlich viele in den Sady gibt. Das wird ein Fest, vielleicht auch der Befreiungsschlag. Jeder macht seine Gewissensprüfung, Zeit dazu ist reichlich vorhanden. Doch immer öfters drängt sich die Frage auf, wie lange können wir noch abseits von allem, in häuslicher Abgeschiedenheit ausharren. Natürlich bilden wir uns weiter und lesen, und hören und sehen; aber alles das geschieht auf einem anderen Gleis, so als ob der Zug, der früher mit voller Geschwindigkeit fuhr, jetzt plötzlich auf ein Abstellgleis geleitet wurde.

Doch wir tragen es mit Ruhe und Gelassenheit, denn irgendwann wird es vorbei sein und wir werden wieder aufleben und uns mit anderen unterhalten, treffen und sprechen können – und vielleicht auch denken, das hat mir gut getan, diese Pause.

Blog w czasach corony (koty i inne tematy)

 

 

 

 

 

 

 

Tibor Jagielski, Comic Erna

Wahałam się długo, czy w czasach tak skomplikowanych, jak dzisiejsze, mam i ja pisać o kotach, bo przecież koty łażą po tym blogu i tak wszędzie – w czwartki wychodzi zza węgła czarny kot, nazywany przez autora Księciem Ciemności, w piątki są aż dwa koty Teresy, podobne jak dwie krople wody do kota z opakowań Whiskasa (ale jedzą, jak się zdaje, Shebę) – Salcia i Salomon, u mnie oczywiście w domu jest Rysia, młoda, ale już stateczna dama, która 5 maja skończy dwa lata i wtedy… Ale nie uprzedzajmy wypadków, jak mawiali autorzy groszowych powieści (i ich postmodernistyczni naśladowcy) i na razie powiedzmy sobie, że skoro nawet najpoważniejszy z nas – Tibor – przysłał mi właśnie rysunki i wiersz o kocicy Ernie (i o sobie, i o coronie), pomyślałam, że jednak pokażę te koty, które mi się zawsze zbierają, przychodzą nie wiadomo skąd, choć o tych akurat wiadomo, kiedy – koty, które przyszły w marcu. Nawet pomyślałam, że to w sam raz wpis na Prima Aprilis.

No ale potem w sieci zaczął krążyć taki rysunek i już przestało być tak do śmiechu. Choć z drugiej strony, czy to ważne, czy to był kot w laboratorium, czy zupa z łuskowca, czy pieczony nietoperz. Jak wszystkie inne epidemie w historii ludzkości, ta też przyszła z Chin, i czy jest to zemsta Ziemi, czy wirus, który uciekł z laboratorium, to chyba wszystko jedno. I tak jest to lepsza wizja, niż ta, którą wpisałam kilka dni temu w komentarzu, czyli niż spiskowa wizja dziejów. Bo wtedy to nie kot wypuścił wirusa na Chiny, tylko Chińczyk na koty i resztę świata (zob. TU, komentarz nr 6).

Tibor Jagielski

eindringlinge in neheimer str. 2

irgendwie bin ich mir sicher,
dass mit so einen dreckskerl wie ich,
kann nur eine gemeine, wie erna,
verweilen, aber kein gekröntes haupt.

***
Ten piękny ogród letni w szarościach, błękitach i zieleniach został namalowany przez Nikolaja Bogdanowa-Bielskiego. Okno na ogród powstało w roku 1940 i bardzo przypomina wcześniejszą o 10 lat, złocistą Wiosnę w Gościeradzu Leona Wyczółkowskiego. Ile razy jestem w Muzeum w Bydgoszczy, zastanawiam się, czy nie dałoby się tego obrazu wynieść.

 

 

 

 

 

 

Puste te pokoje, “państwo wyszło”, zostały tylko koty, fotele, kapelusze. U Bogdanowa-Bielskiego za oknem siedzi dziewczyna i czyta, u Wyczółkowskiego ten kto czytał, przed chwilą i na pewno tylko na chwilę opuścił pokój, skoro okno zostało otwarte, a książka leży na parapecie. Na obrazach Jarosława Łukasika zawsze jest pusto, ale zawsze widać, że przed chwilą jeszcze ktoś tu był. Ktoś już wyszedł, kot wciąż jeszcze jest. Kontempluje swoją samotność. Teraz, gdy patrzę na ten obraz, myślę, że ten ktoś być może odszedł na zawsze. Tego się nie robi kotu, ale zdaje się, że kot tego jeszcze nie wie.

O tym pisze Zbigniew Milewicz. O samotności w czasach corony. Pierwszy felieton z cyklu Z domowego aresztu

Pochwała samotności

Były naczelny redaktor „Dziennika Zachodniego” w Katowicach, srogi Bronisław Schmidt – Kowalski, u którego terminowałem w latach 70 ubiegłego stulecia jako szpunciarz, czyli zbieracz i autor informacji do kroniki miejskiej, był zagorzałym zwolennikiem zwięzłości treści. Mawiał, że absolutnie każdy temat dziennikarski można zmieścić na jednej stronie maszynopisu, przeciwko czemu buntowali się najczęściej publicyści, którym pozwalano wprawdzie pisywać dłuższe teksty, ale te nadmiernie rozgadane szły nieodmiennie pod gilotynę sekretarza redakcji. Wyjątek stanowiły pryncypialne materiały partyjne, pisane na zamówienie nieboszczki PZPR, ale to już inna historia. Gadulstwo nie wyszło jej na dobre, wiadomo, jak skończyła, a ja jeszcze żyję, bo mało gadałem i tego się będę dalej trzymał.

Zatem krótko: ludzie, przestańcie się nad sobą użalać, że z powodu korona wirusa siedzicie w domu, izolacja ma wiele zalet. W nieustannym, coraz większym pędzie po sukces, sławę i pieniądze, nie mieliście czasu na medytację, na zastanowienie się, po co ten cały stress. Szczurzy wyścig musiał wyhamować i niechcący dołączyliście do emerytów, od lat samotnie spędzających czas w swoich domach, do skazanych z wyrokami odsiadki, do chorych przykutych do łóżek. Zapytajcie ich, co czują, jak organizują sobie czas i dlaczego wielu z nich mimo wszystko zachowuje pogodę ducha i mogłoby swoim optymizmem obdzielić połowę świata? Paradoksalnie im jest teraz łatwiej, przyzwyczaili się do samotności, do swoich ograniczonych ruchów i duchowo sprawniej przyjdzie im przetrwać czas zarazy.

Kiedy okazało się, że wirus zbiera swoje śmiertelne żniwo zwłaszcza u ludzi starszych, zadzwonił do mnie mój młodszy syn i żartobliwie zapytał, czy sporządziłem już testament i nie zapomniałem tam o nim. Odpowiedziałem przecząco, w tonie równie lekkim. Zawsze – powiedział – mogę na niego liczyć, ale jak będzie ze mną źle, to mam wsiąść do auta i jechać po pomoc. Adresu niestety nie dostałem, sam go nie znał, więc póki co staram się dbać o zdrowie i chodzę na gimnastykę leczniczą do Eleny, która męczy się z moim stawem barkowym, oczywiście w obowiązkowej maseczce ochronnej na twarzy.

Dzisiaj jest to artykuł deficytowy, trudno dostępny na niemieckim rynku, jakiś czas temu zamówiła w Amazone trzy sztuki, do swojego prywatnego użytku, ale podała adres firmowy. Maseczki przyleciały z Hongkongu i… wylądowały w Urzędzie Celnym w Lipsku, który wystosował do Eleny pismo, że będzie musiała zapłacić cło za zamówiony towar i dopiero wtedy go otrzyma. Dokładnie w tym samym czasie media odtrąbiły wspaniałomyślny pakiet pomocowy niemieckiego budżetu dla gospodarki, dotkniętej pandemią koronawirusa. Pieniądze jeszcze nie zostały wypłacone, a już trzeba je zwracać, więc budżet za bardzo nie ucierpi, a Elena może. Twarda z niej jednak sztuka, wysłała odwołanie do Lipska i liczy na to, że może trafi na jakiegoś mądrego urzędnika. Mądrość urzędnicza jest jak legendarny potwór z Loch Ness, wszyscy o nim słyszeli, ale kto go tak naprawdę widział?

PS od Adminki: Od tego tygodnia poczynając będę co środę publikowała teksty, które z domowego aresztu będzie nadsyłał Zbychu, czyli Zbigniew Milewicz.

Ten kawałek sztuki ulicznej znalazłam na Facebooku, a podpisany był: academia-lorenense-de-letras-e-artes, Akademia literatury i sztuki w Sao Paulo, w Brazylii.

Tibor Jagielski, twierdzi, że TEN kot to Kot morski. No nie wiem, koty morskie to jednak małpki, o czym TU już kiedyś pisałam, a to ewidentnie kot.

 

Wśród kocich znalezisk są też trzy, które nie dają się nijak połączyć w jakąś myślową całość, ale dla porządku dodam je tu, bo inaczej będą się przez następne miesiące dopominały o swoje miejsce na blogu. Zresztą skarpetki są w końcu bardzo fajne.

O jednym z tych kotów pamiętajmy tak, jak na to zasługuje, jeśli rzeczywiście 10 maja Czytelnicy z Polski rzeczywiście będą mieli głosować. My, Polacy mieszkający i przebywający poza Polską, zostaliśmy wykluczeni już jakiś czas temu podczas głosowania w sejmie 28 marca o 3 nad ranem. Nie chcę nikogo do niczego namawiać, ale może warto by się zastanowić nad bojkotem tych wyborów. No, ale może Unia zmusi Polskę  do ich odwołania z powodu corony. Na razie przedstawiciele samorządów odmawiają ich zorganizowania. To słynne nieposłuszeństwo obywatelskie. Chwała im za to!
Zdjęcie szarego kota na szarej rzeźbie zrobił Elliot Erwitt, (właśc. Elio Romano Erwitt, ur. 26 lipca 1928 w Paryżu) – amerykański fotograf i filmowiec, słynący z ironicznych czarno-białych zdjęć przedstawiających codzienne życie. Tak pisze Wikipedia. Ale takie znowu codzienne to to zdjęcie nie jest.

Alte und neue Amerika oder Amerika als Utopiemuster

Brigitte von Ungern-Sternberg

Slubfurt, die Hauptstadt von Nova Amerika (Nowa Ameryka)
Am 29. Februar habe ich in einer kleinen Galerie im Graefekiez Michael Kurzwellys Vortrag zu seiner ’sozialen Plastik’ in Slubfurt und Umgebung gehört.
Slubfurt? Was soll das sein? Es ist ein ‚realer Ort‘, der Name ist eine Schöpfung aus Slubice und Frankfurt und besagt, dass diese kleine Region zwischen den beiden Städten links und rechts der Oder  weder polnisch noch deutsch ist …  eine schöne Utopie! Diese  aber bleibt kein Traum, sondern wird konkret verwirklicht und das in einer östlichen Gegend, von der man hört und liest, dass sich des öfteren Nazis und Antifas feindlich konfrontieren und Asylsuchende und Migranten sehen müssen, wo sie bleiben.
Ich war sehr beeindruckt.
Im Video führt Kurzwelly anschaulich aus, wie man sich das vorzustellen hat, wer die Mitspieler in diesem real existierenden Territorium mit Nationalfahne, Währung, Regierung sind, das sich in der Grenzregion entlang der Oder ausweitet zu ’Nowa Amerika’.

Ewa Maria Slaska

Amerika als ein Utopie-Projekt

The Church of John F. Kennedy, Roman von Thomas Meinecke (Suhrkamp, 1997)

Der Verleger schrieb zu diesem merkwürdigen postmodernen Buch:

Auf der Suche nach den transatlantischen Luftwurzeln der europäi­schen – und vor allem auch: der deutschen – Kultur in Amerika bewahrheitet sich dem Reisenden Wenzel Assmann die These, daß die USA zwar imstande sind, die ganze Welt über den Einheitskamm ihres »Way of Life« zu scheren, dass sie nach innen jedoch eine bis heute äußerst heterogene Kulturlandschaft voller weißer Flecken und schwarzer Löcher aufweisen. Jene Kadenzen, die von den einzelnen ethnischen Gruppierungen der Salatschüssel U.S.A. auf die europäische Nationalstaatlichkeit, der sie einst entflohen sind, angestimmt werden, erscheinen dabei als nach wie vor utopischer Vielklang, der in krassem Gegensatz zu den engstirnigen Bestrebungen des während seines sogenannten Einigungsprozesses in lärmende National- und wütende Kleinstaaterei zerfallenden Europas steht.

Zugegeben, der obige Text scheint einfach geschrieben zu werden im Vergleich mit dem Roman, den er beschreibt. Ellenlange Sätze von Meinecke sind verschnörkelt, modern baroque und zum Teil vollkommen unverständlich. Dafür aber ist die Materie des Meineckes Buches unheimlich unbekannt und daher auch sehr interessant. Es ist Frühling 1990. In Deutschland wird alles durch die Vereinigung gewendet bzw durch die Wende vereinigt.  Wenzel Assman, einem jungen deutschen privat Forschern, gefällt das, was in seiner Heimat passiert, überhaupt nicht. Er ist einer an die Utopie glaubender Kommunist und glaubt zu wissen, dass die utopischen Gedanken, mit denen man sich an die Vereingung ranmachte, wie etwa die blühenden Landschaften von Helmut Kohl, von dem Kapitalismus locker verschluckt werden. Er flieht nach Amerika und hat es überhaupt nicht vor, zurück zu kommen. In Amerika sammelt Assman Informationen über die Deutschen ebendort, seine Studienreisen finanziert er mit Hilfe Deutscher Telefonbücher, die er in kleinen immer noch sehr deutschen Ortschaften in den Südstaaten zu kostenpflichtigen Durchblättern und Kopieren anbietet. Wenn er aber den Süden Richtung New York verlässt und über die blühende Landschaften der protestantischen Utopie Pennsylwania fährt, nutzen ihn seine Telefonbücher nicht mehr. Die Amische, in dessen Land er sich gerade bei dem beginnenden Winter begibt, sind an ihre europäischen Wurzel nicht interessiert. Sie haben auf dem alten Kontinent Verfolgungen erlitten, müssten fliehen und um ihr Leben bangen, dies unterstützt keine Nostalgie nach die alten guten Zeiten daheim.  Sie machten sich nach Übersee, um endlich so zu leben, wie es ihnen ihre strenge protestantische Religion oktroyiert hat. Dort gründeten sie Pennsylvanien, einen Paradies auf der Erde

Dieser Bundesstaat im Osten der Vereinigten Staaten von Amerika wurde von William Penn (1644 – 1718), einen wohlhabenden und einflussreichen Engländer, gegründet. Er war Theologe, Jurist und erfolgreicher Verwalter seiner zahlreichen Güter. Noch in England gesellte er sich der Sekte der Quaker und erarbeitete ein Modell für eine neue quakersche Siedlung in Nordamerika. Nach dem Tod von Penns Vater, berühmten Admiral, Sir William Penn, beglich König Karl II. im Jahre 1681 eine größere Geldschuld, indem er Penn Junior ein riesiges Gebiet in der nordamerikanischen Wildnis vermachte und ihn zum dortigen Gouverneur ernannte. Das neue Land wurde zuerst „Sylvania“ (Waldland) und dann Pennsylvania als Ehrung für Penn-Papa genannt. Noch im gleichen Jahr, 1681, gründete Penn die Hauptstadt Philadelphia, die damit zu den ältesten Städten der USA zählt.

Und jetzt endlich zum Buch! Zum Buch! Seite 196 und drei weitere.

Der Nachmittag begann bereits diesig zu werden, am Horizont tauchten weitere Schneefall verheißenden Wolken auf, Wenzel hatte bestimmt noch siebzig Meilen durch Pennsylvania vor sich, bis er endlich im gelobten Land der geheimnisvollen Amischen einrollen würde. Links eine Abzweigung nach East Berlin, dann eine nach Weigelstown, rechts ging es nach Hanover und dem Lake Marburg, dazwischen New Oxford, York, ein weiteres Manchester und, schließlich, Lancaster. Wo es dort links nach Mannheim abging, hielt er sich rechts, um wenige Meilen weiter südlich in den Highway 340 einzubiegen. Windige, überdachte Pferdewagen, deren dreieckig fluoreszierende Heckmarkierungen in Assmanns Scheinwerferkegeln aufleuchteten, trabten vor dem zerbeulten Chevrolet her, beachtliche Ackergaul-Gespanne zogen, zu beiden Seiten der Landstrasse, diverses, vorsintflutlich anmutendes Bauerngerät in die stattlichen Scheunen, und hinter den Fenstern der großen, weißgestrichenen Gutshäuser wurden die ersten Kerzen angezündet. Wenzel hielt den Atem an und war tatsächlich etwas erleichtert, als ihm, auf der verschneiten Gegenfahrbahn, eine Kolonne benzinbetriebener Kraftfahrzeuge begegnete, welche ihrerseits, wie Assmann, hinter einem Pferdebuggy klebte. Halleluja, dachte Wenzel, und schlug mit der flachen Hand auf das Lenkrad. Er war nunmehr ein paar Autostunden von New York City entfernt, wenn er sich hierbei nicht gerade um einen weißen Flecken der Karte handelte, so doch, ganz offensichtlich, auf ein weiteres schwarzes Loch in American Dream gestoßen!

Wenzel Assmann beschlos eine Reihe von Tagen im Landkreis der sogennanten utopischen Gemeinden zu verbringen, und bog zwischen den Dörfern Bird-in-Hand und Intercourse, auf deutsch hieß das Geschlechtsverkehr, in die südliche Harvest Straße Richtung Orchard View Motel ein.
Das hübsche Gasthaus wurde von einer Familie abgefallener Amischer betrieben; das hieß, sie waren lediglich noch die reguläre Mennoniten, durften mit der Welt verhandeln, zum Beispiel Gastgewerbe treiben und sogar schwarzlackierten Autos fahren, vorausgesetzt, dass sie an diesen auch alle Chromteile, Zeugen irdischer Eitelkeit, schwarz einfärbten. Ein solchermasse komplett schwarz geschwärzter Chevy Impala parkte dann auch im Hof des Orchard View Motel; dem gewöhnlichen Kinogänger wäre er wie Killer-Limousine aus einem Carpenter’schen Siebziger-Jahre Film vorgekommen, allein der Eingeweihte wußte von dem schicken Design tiefdemütiges Täufertum altdeutscher Zunge auszumachen. Gut nacht! Motelbesitzer Stauffer schlurfte in sein Haus zurück: wahrscheinlich legte er sich schon um acht zu Bett. Assmann dagegen machte sich putzmunter daran, sein Auto auszupacken. Neben ihm logierte ein älteres Ehepaar aus Manhattan, das seine eigenen, lange zurückliegende Hochzeitsreise, vom deutschen Pennsylvanien bis zu den beinahe kosmisch rauschenden Niagara-Fällen, noch einmal über die Weihnachtstage nachvollzog. Zwar waren die beiden extra ins abgelegene Orchard View Motel gegangen, aber daß dessen menonnitischer Besitzer absichtlich keine Fernsehgeräte in die Zimmer gestellt hatte, hielten sie doch für übertrieben und kaum erträglich. Zweiter Themenschwerpunkt der New Yorker, wann immer Assman einen neuen Karton Bücher in sein Zimmer schleppte: Die USA würden von Rechtsanwälten regiert und also ruiniert; auch diese durchaus einleuchtende Verschwörungstheorie hatte Assmann schon des öfteren gehört. Ihm war nun aber weder nach einer leichten Seifenoper noch nach gravierendenr Rechtsprechung zumute, also wunschte er den Yankees einen schönen Abend, holte, bei Stauffer war schon alles dunkel, seine Yuengling-Sechserpackung aus dem Kofferraum und schloß sich in der frommen Stubbe ein. Auf dem Kopfkissen des voluminösen Federbett, wie aus einem Wilhelm-Busch-Bogen, dachte Assmann, lag ein winziges Brustbild des täuferischen Theologen Menno Simons inklusiver rückwärtiger Kurzbiografie; der Mann war 1496 in Witmarsum geboren worden sowie Anfang 1561 bei Bad Oldesloe gestorben; und auf dem Nachtschrank lag, Wenzel hochwillkommen, ein buntes Büchlein mit dem vielversprechenden Titel 20 Most Asked Questions, verlegt in Lancaster im Jahre 1979 nach des Herren Geburt.

Naturgemäß drehten sich alle zwanzig Fragen um die verschiedenen Täufer Gruppen, welche sich in pennsylvania, Dutch Country, Dutch immer für Deutsch, niedergelassen hatten; mit unüberhörbar begünstiegender Betonung der Mennoniten-Sekte, in welche Stauffer gewissermaßen zurückgestoßen worden war. Da aber die Amischen mit der Wißbegirige weitgehend mit mennonitischen Abhandlungen über deren fundementalistischen Glaubensbrüder vorliebnahmen. Frage Nummer Eins hielt sich den auch gleich mit dem Unterschied zwischen Amischen und Mennoniten auf; wobei die ersteren, von denen sich einige Gruppen auch Mennoniter alter Verfassung nannten, als schrullig-archaische Ausgabe der letzten durchgingen. Wo der Mennonit in die Carpenter-Chaise stieg, schwang sich der Amische auf den harten Kutschbock, wo dieser den Lichtschalter drückte, machte jener eine Kerze an, wo Menno Simons’ Anhänger in ihrem kargen, pseudoprotestantischen Kirchenschiff beteten, blieb die Gefolgschaft Jacob Ammans gleich im Bauernstübchen, und so weiter. So etwas läßt sich merken, dachte Assmann und blätterte weiter. Punkt zwei: Zuerst mit Luther und Zwingli gegen die korrupten, alten Katholen, dann die wiedertäuferische Abspaltung in Deutschland, Holland und der Schweiz; anarchistische Anabaptisen-Kommunen kämpfen einen apokalyptischen Dreifrontenkrieg gegen Staat, Katholizismus und Reformation zugleich. Verdachtsmomente der Kriegskommunisten, nach denen Luther die Wucherer in erster Linie aus antisemitischen Beweggründen verurteilt hatte, erhärten sich; Assmann kannte diese geschichten aus seiner eigenen Anarchistenzeit. Frage Drei; Jawohl, die Amischen und Mennoniten sind Christen wie Sie, liebr Motelbesucher, oder wie Dirk Willems, der dem Büttel, welcher ihm nachsetzte und dabei durch die dünne Eisdecke des Dorftümpels gebrochen war, das Leben rettete und daraufhin trotzdem festgenommen sowie 1569 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

Märtyrer, notierte Assmann, spielen offenbar eine zentrale Rolle in den utopischen Kommunen.

Nun ja…

Z lamusa

Tibor Jagielski

na razie internet znajduje się nadal w powijakach
ten oblepiony spamem bobasek wygraża nam piąstką hejtera
i oznajmia, że jak dorośnie, to nam dokopie,
bo nie ma większego filozofa niż google, a filozofki jak wikipedia
te dwie niańki to wektory w przyszłość kiedy to do okna zastuka drona,
uprzejmie ostrzeże, że w przypadku użycia fałszywej karty kredytowej zacznie natychmiast strzelać,
i uprzejmie zapyta
– kto zamówił pizzę, a kto fryty?

Wisława Szymborska

Der Hass

Schaut, wie er immer noch tüchtig,
wie gut er sich hält
in unserem Jahrhundert der Hass.
Wie leicht nimmt er die hohen Hindernisse.
Wie einfach für ihn – springen, zupacken.

Anders als die anderen Gefühle.
Gleichzeitig älter und jünger als sie.
Gebiert selbst Ursachen,
die ihn zum Leben erwecken.
Sein Schlaf wird nie Ewiger Schlaf.
Schlaflosigkeit nimmt ihm keine Kräfte,
sonern vermehrt sie.

Die Religion oder nicht
– in den Startlöchern zu knien, drauf kommt es an.
Die Heimat hin oder her
– Sturmlaufen, das ist es.
Und selbstgerecht von anfang an rennt er alleine.
Der Hass. Der Hass.
Sein Gesicht verzehrt durch Grimmase
einer Liebesekstaze.

Ah, diese anderen Gefühle
– schwächlich und lahmarschig.
Seit wann kann die Bruderschaft
auf die Menge rechnen?
Ist Mitleid jemals
als erstes ans Ziel angelangt?
Wieviele hat Zweifel mit sich gerissen?
Er reisst nur, der seins weiss.

Begabt, aufnahmefähig, emsig.
Braucht man darüber zu sprechen wieviele Lieder er schuf?
Wieviele Seiten der Geschichte er schrieb?
Wieviele Teppiche aus Menschen breitete er aus,
auf wievielen Plätzen und Stadien?

Belügen wir uns nicht:
er kann die Schönheit schaffen.
Prächtig sind seine Brände in der dunklen Nacht.
Ausgezeichnet das Gewimmel der Explosionen
in rostiger Morgendämmerung.
Es ist schwer den Trümmerrn das Pathos abzusprechen,
und den derben Witz, einer, ins Himmel ragenden, Kollonade.

Er ist ein Meister des Kontrasts
zwischen Lärm und Stille
zwischen rotem Blut und weissem Schnee.
Aber vor allem langweilt ihn nie
das Motiv der geplegten Häscher
mit seinen geschändeten Opfern.

Zu neuen Aufgaben immer bereit.
Wartet er mit Geduld.
Man sagt er sei Blind. Blind?
Er hat rege Augen eines Scharfschützen
und blickt brav in die Zukunft
– er allein.

aus dem Polnischen von Tibor Jagielski (1996)

 


Kongres owadów – W Francji nazywają nas Prusakami, w Prusach – Francuzami

naprawdę nie wiem, co mnie pozytywnie nastroi, może to, że żeby się zalogować tutaj, nie potrzebuję wieczności; może z tego powodu, że szelowska wieś (otoczona drutem z kolczastych bajkopisarzy – dorn 😉 ) pochrapuje nadal spokojnie (podczas gdy medialne haubice szeryfowej angeli po przeoraniu grecji, dobrały się do węgier), a jej prezydent czyta uśmiechając się łagodnie, a wręcz dziewiczo na tle zramolałej sceny politycznej zaścianka; polskiej lewicy nie pozostanie nic innego jak poprosić o azyl w chile

(chiny nie wchodzą w rachubę – nie ma gdzie się spowiadać), a najbardziej krewcy udadzą się, pod przywództwem millera, do boliwii, aby założyć tam rodziny z indiankami i plantacje koki

być moze dopiero tam, w cieniu andyjskich wulkanów i w słodkiej melodii fletów, narodzi się nowa lewica aby, najpóźniej za dwieście lat, obalić totalną dyktaturę happytalizmu; venceremos!

Mit Corona im Kopf

Autorin wohnt in der berühmten Berliner Regenbogenfabrik, wo sie z.Z. das Kulturprogramm verantwortet. Aber zu Regenbogenfabrik gehört so viel – Wohnhaus (vor 40 Jahren ein bestztes Haus), Hostel, Kantine, Kita, Fahrradwerkstatt, Tischlerei, Kino, Kiezcafè, Austellungen, Lesungen, Konzerte... Wie oft haben wir vom WIR e.V., aber auch von Städtepartner Stettin e.V. in der Fabrik Veranstaltungen und Workshops organisiert, Filme gezeigt, unsere Gäste übernachten lassen.

Christine Ziegler

Liebe Ewa

Es ist erst eine woche her, dass ich begriffen habe, wie sehr dieses virus in mein leben eingreift. Meine letzte renitenz ist die fahrt zur steglitzer arbeitsstelle mit dem rad, die mir persönlich vergnügen und viel nachdenklichkeit beschert hat.

Die entscheidungen, die jeden tag in neuem gewand auf einen zukommen, sind nicht immer einfach. Auf der hygienischen und medizinischen seite hab ich schon viel gelernt und für mich persönlich bin ich auch wenig ängstlich. In der gesamtverantwortung ist es dann schon anders. Und die spaltet sich dann auch auf in die verschiedenen teile. Schutz von menschen, die ein höheres risiko haben als ich, aber auch den zusammenhalt der menschen nicht endlos unterminieren. Und wir als regenbogenfamily sind sowieso nicht in den „little boxes on the hillside“ verpackt und unsere grenzen sind sehr fluid. Dazu kommt dann auch noch das tiefe finanzielle loch, dass sich nun schon wieder und in bisher nie gekanntem ausmaß auftut, nachdem alle gäste storniert und alle vier kitas, die von der kantine bekocht werden, nun kein mittagessen mehr brauchen. Und soll die kultur als lebensmittel und stimmungsaufheller aufhören, wenn bei uns sowieso in der regel weniger als 50 menschen kommen? aber wollen wir wirklich mit anwesenheitsliste dastehen und alle erfassen? Aber die künstlerinnen, die bei uns auftreten, leben ja auch oft von der hand in den mund, wie sollen die jetzt satt werden? Aber wer kommt überhaupt, wenn wir die tür auflassen?

Nun denn, das haben so viele andere auch, so wird es auch was gemeinsam rettendes geben.

Die morgendliche fahrt mit dem rad zur arbeit nach steglitz war dann ganz wunderbar. Es ist ein genuss, bei diesem schönen wetter durch die stadt zu fahren und alles ist so entspannt, denn das motorisierte verkehrsaufkommen ist unvergleichlich viel kleiner als sonst und da hat die rücksichtnahme deutlich mehr chancen.

Dabei gab es für mich noch einen erinnerungsflash: als das akw in tschernobyl hochging, da war die sonne auch so brilliant und wir standen auch einer ganz und gar unsichtbaren gefahr gegenüber. Und als wir sie langsam kapierten, da war es erst auch eine gefahr, „weit weg“ und „nur dort“ ganz akut tödlich. Hatte das wirklich was mit uns zu tun? Dies mal ist china viel weiter weg, doch ist heut alles noch viel näher. Der große unterschied: Wir werden in den heutigen zeiten so viel besser informiert, da haben wir einen echten fortschritt erlebt. Der sich aber manchmal auch in sein gegenteil verkehren kann, wenn ungesicherte fakten und undgebremste meinungen aufeinanderprallen.

Und ich denke viel darüber nach, was wir hoffentlich gelernt haben werden, wenn die krise vorbei ist. es sind die kleinen risse und feinheiten. Wenn sie erst die kitas ganz zumachen und dann merken, dass die „systemrelevanten“ menschen nun noch weniger arbeitsfähig sind, weil die kinder versorgt werden müssen. Da könnte dann für die zeit danach die liste der systemrelevanten berufe ein guter katalog sein, wenn es um die nächsten tarifverhandlungen geht. In der liste stehen einige berufe, die verdammt schlecht bezahlt werden. So hoffe ich, dass die welle der dankbarkeit, die sich zurzeit und erfreulicherweise in den sozialen medien breitmacht, dann später in konkrete solidarität umgemünzt wird. Und das muss ja mehr sein, als die unterstützung von beschäftigten und ihren gewerkschaften, da muss auch die politik umsteuern und dieses billig, billig nicht mehr unterstützen. In der taz gab es heute auch die erinnerung, wer alles dafür sorgt, dass informationen auch zirkulieren und das sind eben nicht nur die journalist*innen, sondern auch die zeitungsausträger*innen und systemadmins etc.

Und studien wie die von bertelsmann im letzten jahr, mit dem tenor, dass wir uns die hälfte der krankenhäuser sparen können, werden hoffentlich auch so schnell nicht wieder geschrieben.

Und vielleicht steigt auch die einsicht, dass privatisierung in der daseinsvorsorge nichts zu suchen hat.

Ja, das waren so meine gedanken auf dem weg von kreuzberg nach steglitz. Normalerweise mache ich nicht viel in den sozialen medien, doch diese gedanken will ich noch mal unterbringen. Die situation der geflüchten und die fragen zu rassismus habe ich da noch gar nicht mit ins spiel bringen können. Der rest der sorgen macht ja nicht halt, auch wenn nix anderes als corona mehr in der zeitung steht.“

Inzwischen haben wir in der regenbogenfabrik alle veranstaltungen bis zum 30.4. abgesagt, der betrieb in den anderen bereichen ist auf ein minimun reduziert und es gibt auch keine besucher*innen mehr. wir wenden uns nach innen und betreiben krisenmanagement. Und halten auf abstand, was sich komisch anfühlt, aber ohne abstand würde sich auch komisch anfühlen.

Liebe grüße

Christine

Frauenblick, Prag und Corona

Monika Wrzosek-Müller

Weiterhin Prag, Prag und noch mal Prag

„Prag ist bis heute dank seiner Anlage und als Metropole eines recht kleinen Staates eine intime Großstadt. Es verkörpert die endlose Reihe unserer Träume und Wünsche, verwoben mit der bestehenden Wirklichkeit, für die wir jedoch mitverantwortlich sind.“ So Lenka Reinerova.

Prag als Anlage ist wirklich einmalig, auf wie vielen Hügeln die Stadt liegt, hat niemand gezählt. Doch es sind ganz viele und deshalb sind auch wunderbare Aussichtspunkte vorhanden. Fast alle Parks, die hier übrigens sady [Obstgärten] heißen und es oft auch sind, wie das Wort im polnischen gebraucht wird; sind mit Obstbäumen bepflanzt und liegen auf Anhöhen. Prag verpflichtet, ist vielleicht fast zu märchenhaft schön. Man fühlt sich mit eigenen Beschreibungen überfordert und gerät immer wieder in den Ton eines Fremdenführers, auch wenn man es vermeiden möchte.

In Zeiten der Coronavirus-Krise eignen sich gerade diese Hügel zu längeren Spaziergängen wunderbar; noch dürfen wir ausgehen und in der frischen Luft, im Wind die dunklen Gedanken lüften. Außerdem, auf solchen Spaziergängen hält man meistens 1,5 Meter Abstand von potenziellen Virusträgern, ganz automatisch, es sei denn alle anderen kommen genau auf denselben Gedanken. Den Italienern ist das auch untersagt, sie kommen nur um 18.00 Uhr auf die Balkone und singen zusammen, um sich etwas Mut zu machen. Man fragt sich schon, wo eigentlich der Europagedanke in so einer Krise geblieben ist, warum helfen wir uns nicht viel mehr gegenseitig und denken uns eine gemeinsame Vorgehensweise aus.

Zurück zu den Hügeln und Ausblicken; es gibt nicht nur den Hradschin mit den Schlössern, Palästen und dem Veitsdom und den Petrin mit einem Mini-Eifelturm, einer Seilbahn, Wald und Obstgärten, sondern man hat auch noch den sehr langgezogenen Letna-Park, von dem aus fast die schönsten Fotos der Prager Stadtlandschaft gelingen. Prag ist sehr fotogen, aus allen Blickwinkeln kann man schöne Aufnahmen machen. Der Letna-Park mit seinem riesigen Metronom, das als künstlerische Installation von K.V. Novak 1991 entstand und auf den Sockel des 1962 zerstörten Stalin-Denkmals gestellt wurde. Normalerweise gibt das Metronom den Takt an, jetzt steht es still. Im Moment steht alles still, wo vor drei Tagen noch Massen von Touristen die Wege kreuzten, ist alles leer und irgendwie unheimlich. Zwar kommt einem die Stadt jetzt viel freundlicher, sanfter und, ja klar, ruhiger vor. Doch es ist die Ruhe vor dem Sturm, niemand weiß, wie lange die Quarantäne dauern wird und wer wen besiegt.

Der Hund fordert seinen Tribut und das ist gut so, er zwingt zum Laufen, zum Rausgehen. Die nächsten Hügel sind auch nicht sehr weit: Vysehrad mit seiner barocken Festung hoch über der Moldau auf einem felsigen Vorsprung, auf dem rechten Flussufer gelegen. Das Gelände hat sehr viel zu bieten, aber vor allem einen einzigartigen, atemberaubenden Ausblick auf Prag. Man gelangt durch eines der vielen schweren, riesigen Tore (Chotek Tor, Spitzes Tor, Tábor Tor, Leopolds Tor) hinein und arbeitet sich weiter nach oben an der Martinsrotunde aus dem 11 Jh. vorbei, die aber sehr unecht und herausgeputzt wirkt. Es gibt dann verschiedene alte Gebäude und eine im neugotischen Still errichtete St. Peter und Paul-Kirche mit zwei riesigen Türmen. Es existiert hier auch der oft besuchte Vysehrader Friedhof, auf dem berühmte Künstler begraben liegen, wie z.B. die Komponisten A. Dvorak, B. Smetana und R. Kubelik, aber auch die Familie von Kafka und Jan Neruda und viele andere mehr. In den Kasematten der Festung stehen die Originale der Barockstatuen der Karlsbrücke. Natürlich gibt es viele Cafés und Bierkneipen und Restaurants. Der sorgfältig angelegte Park ist wunderschön und wird minuziös gepflegt; es wachsen ganz viele Rosen mit Lavendelbüschen und viel Spalierobst. Um die Festung herum führt ein Weg, von dem aus man diesen wunderbaren Blick mit sich immer verändernden Perspektiven genießen kann.

Jetzt sind wir gerade von der Insel Strelecky Ostrov zurück; es ist der zweite Tag der totalen Quarantäne wegen Coronavirus in Prag und die Stadt ist wie leergefegt und auf der Insel fehlen sogar die Schwäne und die dicken Nutrias, die hier immer von den Touristen gefüttert wurden. Oder sind sie wegen dem Coronavirus untergetaucht? Wir konnten keine Schutzmasken mehr kriegen, so laufen wir mit dem Schal über dem Gesicht, was sehr warm und unangenehm sein kann.

Einen anderen Hügel haben wir am Sonntag entdeckt, da war die Stadt noch nicht so entschleunigt und still, wie jetzt. Vinohrady – die königlichen Weinberge, eigentlich lange Zeit eine selbständige Stadt, die mit fast 100 000 Einwohnern, als drittgrößte Stadt zählte. Erst 1922 wurde sie nach Prag eingemeindet. Jetzt erheben sich um den Friedensplatz Namesti Miru die schönsten, sehr sorgfältig renovierte Jugendstil- und Art déco-Bürgerhäuser, die auch um den Riegrovy Sady Park stehen. Der Park breitet sich auf dem Hügel aus, viele kleine Wege führen rundherum, es gibt Sportanlagen, Cafés und Biergärten. Von einem bestimmten Punkt hat man eine gute Aussicht auf die unten liegende Stadt. Es ist offensichtlich ein sehr beliebtes Wohnviertel für schicke, junge und reiche Leute (mit vielen außergewöhnlichen Hunden).

Das beste Verkehrsmittel für mich, für uns sind die Straßenbahnen, sie durchziehen eigentlich die ganze Stadt. Klar, man ist mit der U-Bahn schneller, doch unterirdisch sieht man nichts und die Stationen gehen unheimlich steil nach unten, so dass es einem schwindlig wird.

Mit der Straßenbahn Nummer 22 kann man auch Bílá Hora (den Weiße Berg) erreichen. Mit seinen 381xm Höhe und seiner markanten Geschichte der Schlacht von 1620 ist der kleine Hügel auch eine Besichtigung wert. Es war die für Böhmen entscheidende Schlacht des Dreißigjährigen Krieges, bei der die Truppen der protestantischen böhmischen Stände der katholischen Liga unterlagen. Nach der Schlacht musste der sog. Winterkönig aus Böhmen fliehen, was eindrucksvoll in dem Buch von Daniel Kehlmann „Tyll“ beschrieben ist. 27 Standesherren wurden auf dem Altstädterring exekutiert und Tausende von Protestanten (90% der Bewohner waren Protestanten) mussten fliehen. Es war ein bedeutender Sieg für die katholische Kirche und Böhmen blieb für lange Zeit eine einfache Provinz der Habsburger Monarchie. Zwar kann man auf dem kleinen Hügel wenig von der Vergangenheit erkennen doch es existiert unweit des Ortes ein im Mittelalter angelegtes Gehege, in dem Wild gehalten wurde. Das Hvezda-Gehege ist mit einer hohen Mauer umgeben und wurde bis Anfang des 19. Jhs. als solches benutzt; in dem Gehege steht ein Renaissanceschloss mit einem sternförmigen Grundriss , Letohradek-Hvezda. Erst später wurde die Anlage in einen englischen Park umgestaltet.

Es gibt noch mehrere weitere Hügel und Erhebungen, die ja nach Bewegungsmöglichkeit zu besichtigen wären. Noch fahren Autos und man trifft einzelne Menschen, der Hund ist ein guter Vorwand!

Wenus z Catalhüyuk (Reblog +)

Niedawno świat (w każdym razie ten złapany w sieć) obiegło zdjęcie “nowej Wenus” neolitycznej, Wenus z Catalhüyuk. To niewielka miejscowość w Turcji.

Wykopaliska w tureckiej miejscowości Catalhüyuk zaczęto prowadzić 50 lat temu, jak jeszcze byłam studentką archeologii. Była to osada neolityczna, udowadniająca zaskakującą (wówczas) tezę, że rolnictwo nie narodziło się w żyznych, mlekiem i miodem płynących dolinach słynnych rzek starożytnych – Eufratu, Tygrysu, Nilu, lecz na górzystych terenach wysoko nad rzekami. Autor strony wykopalisk informuje, że Catalhüyuk jest jednym z najbardziej imponujących stanowisk archeologicznych na świecie.

Figurynka wykonana została z surowego marmuru i waży około kilograma. Została okrzyknięta sensacyjnym znaleziskiem, choć po prawdzie nie ma w niej nic sensacyjnego. Znalezisko nie otwiera nowej perspektywy badawczej, lecz potwierdza dawną, że mianowicie przedstawiciele kultur neolitycznych (młodszej epoki kamienia) na całym świecie tworzyli figurki kobiet o obfitych kształtach, symbolizujące rodzącą boginię matkę. Nazywa się je “Wenus”, a najsłynniejsza jest oczywiście Wenus z Willendorfu, co sprawia, że człowiek myśli, że jest jedyna. Tymczasem jest ich dużo.

W samym Catalhüyuk znaleziono już bardzo podobną kobiecą postać, siedzącą na tronie lwów, datowaną na okres 6 – 5,5 tysiąca lat przed naszą erą, co zresztą widać na załączonym wyżej obrazku.

Neolityczne kobiety…

Reblog für Marta

For Marta J.L.
with two pics she made in USA

William Merrit Chase (1849-1916), The Yield of the waters, Carnegie Museum of Art

Rebecca Hahn

Tinte, Tarnung und Tentakel

Ihre größten Vertreter hielt man einst für Meeresungeheuer, heute diskutiert man die Möglichkeit, sie könnten aus dem All gekommen sein. Ein Blick auf die Erforschung der Tintenfische.

Ein prächtiger Pharao-Tintenfisch (Sepia pharaonis). Gut sichtbar ist sein Hyponom, die Düse, durch welche ein Kopffüßer Wasser aus seiner Mantelhöhle presst und damit beschleunigen kann wie kaum ein anderes Meerestier. Foto: Mauritius

Eine unheimliche Begegnung hatten Wissenschaftler der amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration im Juni vergangenen Jahres im Golf von Mexiko. Etwa 160 Kilometer vor New Orleans hatten sie eine Spezialkamera im Wasser versenkt. Mit rotierenden Lichtimpulsen sollte das Gerät Tiefseebewohner anlocken. 120 Stunden Filmmaterial hatten die Forscher schon gesammelt, als sich plötzlich ein heller Wurm aus dem Dunkel schlängelte. Erst im Näherkommen fächerte das Tier seine Arme auf und gab sich als drei bis vier Meter langer junger Riesenkalmar zu erkennen. Seine Arme umwickelten den Lichtköder und umspielten ihn mit ihren Saugnäpfen. Dann aber erkannte das Tier, dass es nicht auf essbare Beute gestoßen war und schoss zurück in die Schwärze.

Über Architeuthis dux, den Riesenkalmar, ist nur wenig bekannt; und auch seine anderen Verwandten aus der Klasse der Kopffüßer, wie Kraken und Sepien, muten zuweilen recht außerirdisch an. Dabei leben die sogenannten Cephalopoden in allen Weltmeeren bis hinunter zur Antarktis. Sie bewohnen flache Korallenriffe, die freie Wassersäule der Tiefsee und die Räume unter dem Meereis der Polargebiete. Sie sind Meister der Tarnung, haben drei Herzen und blaues Blut, werden selten älter als zwei Jahre und verfügen dennoch – als einzige Weichtiere – über ein großes und komplexes Gehirn. „Sie sind intelligent, bunt, schnell, raffiniert, merkwürdig und inspirierend“, schreiben die Meeresbiologen Roger Hanlon, Mike Vecchione und Louise Allcock in ihrem Buch „Octopus, Squid & Cuttlefish“. Neurowissenschaftler und Biologen erhoffen sich von der Erforschung der Kopffüßer tiefgreifende Einblicke in die Evolution, aber auch Astrobiologen interessieren sich für die irdischen Aliens.

Der Riesenkalmar spukte schon durch die Phantasie der Menschen, als noch lange nicht wissenschaftlich gesichert war, dass er überhaupt existiert. Verborgen im Dunkel der Tiefsee, so erzählten sich die frühen nordischen Seefahrer, lauere „der Krake” – ein Monster, so gewaltig und furchterregend wie kein anderes Meeresungeheuer. Von Norwegen über Island bis nach Grönland erstrecke sich sein Reich. Die Kreatur sei so groß wie eine Insel und könne ganze Schiffe packen und in den Abgrund reißen. Oder sie umkreise ihre Beute so lange, bis sich ein Strudel auftäte, in dem Mann und Schiff versänken.

Schon in einer um das Jahr 1180 verfassten Saga über den norwegischen König Sverre Sigurdsson kämpft dieser – neben weiteren Meeresungeheuern – gegen einen Riesenkraken. Über die Jahre wurde die Legende von dem vielarmigen Monster so oft wiederholt, dass der Krake sogar Eingang in Carl von Linnés 1735 erstmals veröffentlichte Systema Naturae fand. In der ersten Ausgabe seines Werks zur wissenschaftlichen Klassifizierung von Tieren, Pflanzen und Mineralien hielt der schwedische Naturforscher den Riesenkraken unter der Bezeichnung Microcosmus marinus fest. Im Bemühen zur Wissenschaftlichkeit entfernte von Linné das mystische Wesen in den späteren Ausgaben jedoch wieder. Erst über hundert Jahre später sollte sich herausstellen, dass der Krake durchaus ein Teil der realen Tierwelt ist.

26.08.2018, Neuseeland, Wellington: Taucher Jack Aplin liegt am Strand nahe Wellington neben einem toten Riesenkalmar. Foto: dpa

Im 19. Jahrhundert sammelte der dänische Forscher Japetus Steenstrup alle Hinweise auf den Riesenkraken, die er nur finden konnte. Aus heutiger Sicht war Steenstrup damit einer der ersten Kryptozoologen, die versuchen, die Existenz von Fabelwesen zu beweisen. Obwohl die anderen Wissenschaftler seiner Zeit den Riesenkraken für ein Hirngespinst hielten, ließ Steenstrup nicht von der Sache ab. Er stöberte alte Bilder von seltsam unförmigen großen „Fischen“ auf, die er als Kopffüßer identifizierte. Um seine Theorie zu belegen, reichten ein paar alte Gemälde aber nicht aus.

1854 spülte der Zufall schließlich den entscheidenden Beweis an: Fischer entdeckten an einem Strand in Jütland den Kadaver eines riesigen unbekannten Tieres. Sein Fleisch verarbeiteten sie zu Fischfutter, aber der Schnabel gelangte in Steenstrups Hände. Damit konnte dieser in einem Vortrag vor der Dänischen Naturhistorischen Gesellschaft erstmals die Existenz des sagenumwobenen Riesenkraken belegen, der seither unter seinem wissenschaftlichen Namen Architeuthis dux bekannt ist.

Taxonomisch gesehen handelt es sich allerdings nicht um einen Kraken, sondern um einen Kalmar. Erkennen lässt sich das an der Anzahl der Arme: Kraken sind achtarmig, Kalmare haben neben ihren acht Armen noch zwei lange Tentakel. Beide gehören, wie auch die zehnarmigen Sepien, zur Unterklasse der Tintenfische. Zur entfernteren Kopffüßer-Verwandtschaft zählen die ausgestorbenen Ammoniten und Bactriten sowie die Perlboote, die einzigen noch heute lebenden Cephalopoden, die ihren Körper mit einer Schale schützen. Zu ihnen gehört unter anderem Nautilus mit seinem charakteristischen, spiralförmig aufgedrehten Gehäuse. Diese Art bewohnt die Hänge von Korallenriffen und bewegt sich zwischen siebzig und siebenhundert Meter Tiefe – noch weiter unten würde der Wasserdruck ihre Schale zerbrechen.

Ihre schalenlosen Verwandten sind da flexibler: Selbst im Abyssal, jenem lichtlosen Bereich der Tiefsee zwischen zweitausend und sechstausend Meter unter dem Meeresspiegel, kommen noch Oktopus-Arten vor. Die größte Vielfalt an Kopffüßern ist tagsüber zwischen zweihundert und tausend Meter zu finden. Dort leben die meisten Kalmar-Arten nebst einigen anderen Cephalopoden. Auch Architeuthis dux bewohnt diese lichtlose, schwer zugängliche Zone, weshalb Wissenschaftler bisher meist nur Reste angespülter Kadaver untersuchen konnten. Seit Schleppnetze bis in die tieferen Stockwerke der Ozeane vordringen, verfangen sich auch Riesenkalmare darin. Für Seafood-Liebhaber sind sie indes kein lohnender Fang. Wie fast jede zweite Kalmar-Art lagern die Riesenkalmare Ammoniak in ihrem Gewebe ein, das ihnen anstelle einer Schwimmblase Auftrieb verleiht.

Über frischen Architeuthis im Beifang freuten sich aber kürzlich Wissenschaftler der Universität Kopenhagen aus anderen Gründen. Dank der unverdorbenen Gewebeproben konnten sie erstmals das Genom eines Riesenkalmars sequenzieren und mit Gendaten aus Gewebeproben anderer, verwandter Kalmarspezies vergleichen. Die Forscher trieb die Frage um, wie der Riesenkalmar zu seiner gewaltigen Größe kam. Ausgewachsen wird Architeuthis dux vermutlich zwischen zehn und zwölf Meter lang. Genau lässt sich das wegen der Dehnbarkeit seiner Arme schlecht bestimmen. Allein der Kopf aber wird einen Meter lang und bietet Platz für zwei tellergroße Augen.

Wie die Mitte Januar in GigaScience veröffentlichte Studie der Kopenhagener Forscher zeigte, besteht das Genom des Riesenkalmars aus rund 2,7 Milliarden Basenpaaren, das sind 90 Prozent der Größe des menschlichen Erbgutes. Über die Körpergröße des Tiers sagt das aber noch nichts. Zwar half vielen Wirbeltieren die Verdopplung ihres Genoms im Verlauf der Evolution, größer zu werden. Ein ähnlicher Prozess scheint sich bei Riesenkalmaren aber nicht vollzogen zu haben, ergab die Untersuchung.

Das Geheimnis der Größe des Riesenkalmars lüfteten die Forscher zwar nicht, dafür entdeckten sie etwas anderes: über hundert Gene aus der Familie der Protocadherine. Diese seien wichtig, um ein komplexes Gehirn korrekt zu verdrahten, so die Autoren der Studie. Bis vor einigen Jahren war man noch davon ausgegangen, dass diese Gene nur bei Wirbeltieren vorkommen. Die Wissenschaftler hoffen nun, dem Riesenkalmar-Genom durch weitere Analysen noch mehr Informationen über die Entwicklung der Kopffüßer zu entlocken.

Die meisten Cephalopoden sind deutlich kleiner als Architeuthis dux. Einige Oktopoden etwa werden nur wenige Zentimeter groß. Ob winzig oder riesig, alle Kopffüßer teilen grob den gleichen Körperbauplan: Wie ihr Name vermuten lässt, hängen die Füße beziehungsweise Arme der Cephalopoden direkt am Kopf. In ihrer Mitte liegt der Mund, der mit einem papageienartigen Schnabel bewehrt ist. Die meisten Kopffüßer ernähren sich von kleineren Weichtieren, Fischen oder Krustentieren. Dabei kauen sie ihre Nahrung nicht, sondern raspeln sie klein: Ihre Zunge ist mit vielen kleinen Zähnen besetzt und sorgt dafür, dass die Nahrung als feiner Brei im Magen ankommt. Und das ist auch nötig, denn die Speiseröhre führt mitten durch das Gehirn. Ein zu hastig verschlungener Brocken könnte da leicht stecken bleiben.

Der zentrale Teil des Gehirns macht bei Kopffüßern aber nur etwa ein Drittel des Nervensystems aus. Der Rest erstreckt sich bis an die äußersten Spitzen ihrer Tentakel. Etwa sechzig Prozent der Neuronen verteilen sich auf Arme, Haut und andere Organe. Es wurden schon abgetrennte Krakenarme beobachtet, die dank ihrer Ausstattung mit Nervenzellen noch einige Zeit eigenständig ihrer Wege gingen – ein guter Täuschkörper, wenn der Rest des Tiers gerade vor einem Angreifer flüchten muss. Für die Cephalopoden ist die weiträumige Verteilung ihres Nervensystems aber auch aus anderen Gründen sinnvoll. Ihre Arme sind regelrechte Multifunktionswerkzeuge. Sie können Gegenstände ergreifen und festhalten; manche Arten laufen damit auch über den Meeresboden; und die Saugnäpfe an den Armen sind mit Sinneszellen ausgestattet, mit denen die Tiere fühlen und schmecken können.

Das Leben der meisten Kopffüßer – den auch sonst gemächlichen Nautilus, der bis zu zwanzig Jahre alt werden kann, ausgenommen – ist schnell und kurz. Kaum eine Spezies wird älter als zwei Jahre. Um ihre teils beachtliche Größe zu erreichen, müssen manche Arten ihr Gewicht daher anfangs jede Woche verdoppeln. Ihr Stoffwechsel läuft auf Hochtouren; ein hoher Blutdruck ist bei Cephalopoden nicht krankhaft, sondern der Normalzustand. Zwei zusätzliche kleine Kiemenherzen pumpen das Blut zu den Kiemen, wo es mit Sauerstoff angereichert wird. Dieser bindet bei Kopffüßern nicht an eisenhaltiges Hämoglobin, sondern an Hämocyanin, ein Proteinkomplex, der um zwei Kupferatome gebaut ist. Daher ist das Blut eines Kopffüßers blau gefärbt. Das dritte, sogenannte systemische Herz pumpt das sauerstoffreiche Blut anschließend in den Rest des Körpers.

Anders als Wirbeltiere sind Kopffüßer in ihrer Bewegungsfreiheit nicht durch Gelenke und ein starres Skelett eingeschränkt. Sie können ihre Arme in jede erdenkliche Richtung bewegen. Das gelingt ihnen dank einer Technik, die sich „muskuläres Hydrostat“ nennt. Das Prinzip ist das gleiche wie bei der menschlichen Zunge oder dem Rüssel von Elefanten. Statt an einem Knochen verankert zu sein, verdrehen sich die Muskeln umeinander und ermöglichen so eine Vielzahl von Bewegungen. Doch wie koordinieren Tintenfische ihre vielen Arme? Entscheidend hierfür ist wieder das komplizierte Nervenkostüm der Cephalopoden: Die Arme scheinen über einen eigenen Nervenring zu verfügen, der am zentralen Gehirn vorbeiführt. So können die Anhängsel untereinander kommunizieren, ohne dass es dem Gehirn immer bewusst sein muss. Selbst wenn Letzteres gerade nicht weiß, wo sich einer der Arme befindet, wissen es die anderen Arme, so dass sich die Tentakel nicht versehentlich verknoten.

Feinabstimmung ist auch bei der Tarnung gefragt. Viele Oktopus-Arten leben in flachen Gewässern, in Korallenriffen etwa oder Seegraswiesen. Um Angreifern zu entgehen, haben sie gelernt, sich perfekt zu tarnen. Oktopoden können zum Beispiel die Textur ihrer Haut ändern, indem sie kleine Regionen darin, die sogenannten Papillae, zusammenziehen oder wieder entspannen. An diesen Stellen verlaufen die Muskelfasern wie in einem runden Spinnennetz. Werden sie zusammengezogen, stülpt sich das weiche Gewebe im Zentrum der Papillae zu kleinen Beulen auf. So können Oktopoden sich zum Beispiel optisch an die komplexe Oberfläche einiger Korallenarten anpassen.

Forscher der Cornell University ließen sich vor drei Jahren von der Haut der achtarmigen Tintenfische inspirieren und entwickelten ein Material, das sich ähnlich flexibel verformen lässt. Gesponsert wurde das Projekt durch das Recherchebüro der U.S. Army – wohl in der Hoffnung, mit dem Material künftig Militärfahrzeuge besser tarnen zu können. Aber auch Frachtkosten könnten durch die künstliche Oktopus-Haut verringert werden, sagte Robert Shepherd, der die Forschung leitete. Material könne als flaches Tuch transportiert werden und sich erst am Einsatzort zu seiner dreidimensionalen Form auffalten. Ganz so ausgefeilt wie die Haut der Kopffüßer ist das künstliche Gewebe aber noch nicht: Bislang kann das Material nur eine einzige, vorbestimmte Form annehmen.

Der Zwergtintenfisch (Euprymna berryi) wird höchstens so lang wie ein Daumen. Foto: Biosphoto

Cephalopoden ahmen bei ihrer Tarnung nicht nur die Gestalt des Untergrunds nach, sondern auch dessen Farbe. Ähnlich den Pixeln eines Bildschirms enthält die Haut von Tintenfischen Millionen von Farbzellen, die sogenannten Chromatophoren. Im Grunde handelt es sich dabei um kleine elastische Farbbeutel, die durch Muskelzellen je nach Bedarf zusammengezogen oder ausgedehnt werden können. Je nach Spezies können die Farbpigmente rot, braun oder gelb sein. Dank einer zweiten Hautschicht stehen den Tintenfischen aber noch viel mehr Farben zur Verfügung: Unter den Farbzellen liegen die sogenannten Iridophoren. Sie werfen – ähnlich wie eine metallische Oberfläche – das Umgebungslicht zurück und beeinflussen damit den Kontrast und die Farben der Chromatophoren. Eine dritte, tiefer liegende Schicht aus weißen Zellen kann den Kontrast zusätzlich verstärken.

Die gesamte Umfärbung dauert oft nur den Bruchteil einer Sekunde – ein Chamäleon ändert seine Musterung im Vergleich dazu in Zeitlupe. Entscheidend für die farbliche Tarnung ist das Sehvermögen der Kopffüßer. Ihre Augen sind ähnlich aufgebaut wie die der Wirbeltiere einschließlich des Menschen und liefern präzise Bilder der Umgebung. Auch im Dunkeln können Cephalopoden gut sehen. Wie eine 2015 im Journal of Experimental Biology veröffentlichte Studie zeigte, enthält zusätzlich zu den Augen auch die Kopffüßer-Haut lichtempfindliche Moleküle. Die Haut liefert dadurch zwar kein detailgetreues Bild der Umgebung, hilft aber vermutlich dabei, das Umgebungslicht wahrzunehmen und so die Tarnung noch besser abzustimmen. Wie genau den Kopffüßern allerdings der Farbenmix gelingt, ist unklar. Denn die Tiere sind wahrscheinlich farbenblind.

Schlägt die Täuschung doch einmal fehl, strecken Cephalopoden entweder ihre Arme aus und machen sich groß, um ihre Feinde abzuschrecken. Oder sie setzen auf einen schnellen Rückzug: Angreifer werden in diesem Fall mit einer großen Portion Tinte im Wasser abgelenkt, die in einem in Darmnähe befindlichen Tintenbeutel gespeichert ist. Zugleich starten die Kopffüßer ihren körpereigenen Düsenantrieb. Dazu füllen sie ihre Mantelhöhle mit Wasser, das sie durch einen Trichter mit Hochdruck wieder hinausschießen. So können sie auf kurzen Strecken enorm beschleunigen und sich in Sicherheit bringen.

Jules Verne (1828-1905). 20.000 Meilen unter dem Meer. Holzstiche nach Zeichnung von A. de Neuville

Angriffslustige Monster sind Kopffüßer – anders als in den Legenden – also offenbar nicht. Aber Aliens vielleicht doch? Erst 2018 setzten sich 33 Astrobiologen unterschiedlicher Universitäten und Institutionen im Fachjournal Progress in Biophysics and Molecular Biology ganz im Ernst mit der Frage auseinander, ob die ersten Kraken, Sepien und Kalmare möglicherweise aus dem All kamen. Die noch junge Erde sei möglicherweise durch Panspermie befruchtet worden. Asteroiden und Kometen müssten demnach das Leben durch kosmische Keime auf die Erde gebracht haben. Befruchtete Cephalopoden-Eier könnten in kleinen Eisklümpchen durch das All geflogen sein. Nach Ansicht der Autoren sprechen dafür unter anderem die komplexen Nervensysteme der Cephalopoden (siehe „Köpfchen mit Füßen“), deren Auftreten für die irdische Evolution viel zu plötzlich stattgefunden habe. Wirklich belastbar ist die Alien-Theorie allerdings nicht. Denn würde es sich bei Cephalopoden wirklich um Außerirdische handeln, dürften sie eigentlich keine Abstammungslinie zu anderen Vorfahren haben – es sei denn, diese würden ebenfalls aus dem All stammen.

Doch Vorfahren der Cephalopoden sind in fossilen Spuren bereits im frühen Erdaltertum belegt. Als erster, noch primitiver Kopffüßer gilt Plectronoceras cambria, ein Tierchen aus dem späten Kambrium, das ein kaum zwei Zentimeter hohes, hornförmiges Schalenhaus mit sich herumtrug. Im Unterdevon tauchten dann die Nautilida und die Ammoniten auf. Erstere waren die Vorfahren der heute noch lebenden Nautilus. Ammoniten sahen im Prinzip ähnlich aus, und die größten von ihnen konnten vermutlich Durchmesser von bis zu zweieinhalb Metern erreichen. In flachen Gewässern bildete sich eine Vielzahl verschiedener Ammoniten-Arten, die über 350 Millionen Jahre Bestand hatten.

Im Karbon oder Perm traten vermutlich die ersten Tintenfische auf, zu denen auch die inzwischen ausgestorbenen Belemniten zählten. Sie sahen ähnlich aus wie die heutigen Kalmare, nur dass ihre Fangarme statt mit Saugnäpfen mit Haken ausgestattet waren. Anders als ihre Vorgänger entwickelten die Tintenfische keine äußeren Schalen mehr und konnten sich somit flexibler bewegen. Kopffüßer können also – trotz ihrer vielen ungewöhnlichen Eigenschaften – wissenschaftlich plausibel in den Tierstamm der Weichtiere eingeordnet werden, zu dem auch Schnecken und Muscheln gehören. Viel eher als um Außerirdische handelt es sich bei Cephalopoden deshalb einfach um ein besonderes Experiment der Evolution: Lebewesen, die unabhängig von den Wirbeltieren ein komplexes Nervensystem entwickelt haben und einen beweglichen Körper voller Möglichkeiten.
(…)
So mögen Cephalopoden zwar nicht nach klassischen menschlichen Maßstäben intelligent sein, ein Beispiel für Intelligenz als evolutionäre Errungenschaft sind sie aber doch. Ob sie sich in ihrem Fall aber so weit fortführen lässt, dass sie dereinst bis in unsere ökologische Nische vordringen, ist nicht ausgemacht, bleibt aber eine reizvolle Vorstellung.

Frauenblick. Prag 2. Barataria.

Monika Wrzosek-Müller

„Man braucht in Prag nicht verwurzelt zu sein; es ist eine Heimat für Heimatlose“ schrieb Joseph Roth.

Sie war in Prag und fühlte genau das, was ihr der berühmte österreichisch-europäisch-jüdische Schriftsteller ins Ohr geflüstert hatte und ging, spazierte und bummelte weiterhin durch die prunkvollen Straßen und die prächtigen Gassen, dabei schaute sie sich neben den wunderschönen, manchmal wirklich traumhaften Fassaden genauer die Passanten an.
Plötzlich hatte sie eine Eingebung, einen Geistesblitz: ihre Reisen nach Indien, Tunesien, Sri Lanka, Marokko, Italien, Frankreich immer und immer wieder, war das nicht auch die Suche nach Don Quixotes legendärer Insel Barataria; jedes Leben war von einer Suche und den Kämpfen mit Windmühlenflügeln bestimmt, auch solchen, die im Kopf stattfanden: nur man musste den Mut haben, sich gegen sie zu stellen und etwas für sich zu finden. Aber letzten Endes suchte jeder seine glückliche Insel, sein persönliches Barataria, wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer. Insofern schrieben wir alle an einem Thema!
All die Menschen, die hier in Prag herumschwirrten, wie Heuschrecken die Baudenkmäler belagerten, von einem Baudenkmal zum anderen hinzogen: sie alle suchten offensichtlich auch nach Erlösung, nach Antworten, nach etwas, was sie ablenken würde. Sie sah das in ihren Gesichtern, in ihren Blicken; an dem manchmal hastigen und nervösen und dann wieder ganz verträumten, phlegmatischen Gesichtsausdruck. Schon die Art, wie sie gingen, ihre Gangart verriet oft, ob sie Touristen oder Einheimische waren, oder woher sie kamen: zugegeben echte Prager waren äußerst selten zu finden. Vielleicht waren sie, die echten Prager, alle emigriert, wie Madeleine Albright oder Ivana Trump oder Milan Kundera und Milos Forman, um nur die berühmtesten zu nennen. Der Gang der Touristen war schlendernd, stockend und sie waren eher in Sneakers, Doc Martens und anderen Sportschuhen bekleidet. Anders die Tschechen, die tschechischen Frauen trugen eher Stiefel, manchmal sogar mit ziemlich hohen Absätzen; sie gingen energisch, zielsicher und schnell. Viele der jungen Frauen waren auch sehr hübsch.
Meistens zogen sie die puppenhaften Gesichter der asiatischen Mädchen magisch an; sie gingen oft zu zweit oder aber auch in kleinen Gruppen, sehr schick angezogen, mit dem Handy in der Hand. Der Blick war eigentlich eher in sich gekehrt. Sie schienen die Außenwelt nur bedingt wahrzunehmen, auch wenn sie ständig Fotos, hauptsächlich aber eigentlich Selfies schossen, für die sie peinlich genau aufpassten, wie sie aussahen. Sie konnten ganz lange und geduldig ihren Schal, ihre Haare zurechtmachen, die Schminke ihrer Lippen noch mal korrigieren, sich sprichwörtlich die Nase pudern, bevor dann ein Foto gemacht wurde. Diese Mädchen kauften in den Souvenirläden und in anderen Läden, von denen es hier tausende gab, alles Mögliche ein; liefen dann mit ganz vielen Einkaufstüten herum, schauten immer wieder in die Tüten rein, so als ob sie sich vergewissern wollten, was sie denn alles eingekauft hätten. Sie versuchte herauszukriegen, was es war, doch es ging nicht, es handelte sich um ganz unterschiedliche Sachen. Manche kauften einfach neue Kleidung, andere irgendwelches Kristallglas, wieder andere etwas Bijouterie: die tschechischen Granatsteine und andere Halbedelsteine waren sehr begehrt, doch durchaus auch Mützen und Schals wurden in großen Mengen gekauft. Es gab unter ihnen Kundschaft für die ganz teuren italienischen MarkenLäden, aber nicht nur; als Verkäufer bei Gucci, Fendi, Ferragamo, Dior, Bulgari, Hogan, Geox, Luisa Spagnioli, Dior, Chanel, Escada usw… standen auch oft asiatisch aussehende junge Menschen. Es war offensichtlich ein großes Geschäft, diese Mädchen zufrieden zu stellen. Sie hatte den Eindruck, Prag bildete eine angemessene Kulisse, um so viel Geld auszugeben. Dasselbe hatte sie in Florenz, Rom und Mailand erlebt, dabei aber gedacht, es ginge um italienische Mode.
Dann gab es ganze Gruppen von hauptsächlich Chinesen, die sehr brav und diszipliniert dem Führer durch das Labyrinth der Gassen folgten. An den Gesichtern konnte sie keine Müdigkeit aber auch keine Neugierde, eigentlich sehr wenig Rührung erkennen, manchmal sahen sie etwas verschreckt aus. Sie wurden zu sechs oder siebt in die old cars gesteckt und durch die Altstadt kutschiert; die richtigen Pferdekutschen kamen offensichtlich erst im Frühjahr zum Einsatz. Wie viel sie wirklich von den historischen Verwicklungen der tschechischen Geschichte verstanden, konnte man nicht wissen. Aber man sah sie überall, auch auf dem jüdischen Friedhof und in den Synagogen, das war auch ein Teil des Pflichtprogramms. Sie dachte an sich selbst in den indischen Tempel und an die verwunderten Blicke der Einheimischen, wahrscheinlich waren sie auch überrascht, warum sie da herumging und so völlig fehl am Platz wirkte.
Erstaunlich viele Gruppen von Italienern gingen durch diese Hollywood-Kulisse, meistens mit ihren eigenen Reiseführern, die ihnen alles erklärten – wo sie zu frühstücken hätten, wo es den besten Kaffee gebe, was und wo sie zum Lunch essen sollten, und letztendlich dass alles sowieso italienisch sei, denn es seien doch die italienischen Architekten gewesen, die diese Wunder an Bauwerken vollbracht hätten. Offensichtlich liebten die Italiener sich selbst in dieser Rolle, nie hat sie so viele andächtig zuhören gesehen. Sie strömten auch in die diversen Konzertsäle der Stadt. Kauften dafür weniger, sorgten aber mit ihrer aufgeregten und empathischen Art zu reden, zu lachen, sich zu unterhalten für ein sehr fröhliches Straßenbild.
Noch eine Nationalität war ihr aufgefallen, leider sehr negativ; sie war aber so sichtbar, dass man kaum die Augen zu machen konnte, und so laut, dass man sie auch mit Ohropax noch hörte: das waren die schottischen Jungs, die manchmal in Kilts, und T-Shirts, johlend schon am Vormittag, wahrscheinlich vom Bier betrunken, über das Kopfsteinpflaster stolperten. Abends waren sie dann kaum mehr fähig ihren aufrechten Gang zu halten, doch dafür laut genug, um gehört zu werden. Die suchten wirklich nur günstige Möglichkeiten, sich volllaufen zu lassen und viel zu essen.
Es gab auch Paare, die offensichtlich ihre Flitterwochen hier verbrachten; sie machten dann auch romantische Fotos am Moldauufer, mit Aussicht auf den Hradschin, vor der atemberaubenden Kulisse der Burg. Manche brachten dann schicke Schuhe, manchmal einen besonderen Hut mit, kleideten sich schnell auf der Bank um und ein Freund aber oft auch ein professioneller Fotograf machte dann Fotos in verschiedenen Posen.
Es gab auch Nachtbesichtigungstouren durch das magische Prag; da stand plötzlich, während sie mit ihrem Hund Gassi ging, ein junger Mann mit Hellebarde und Laterne vor ihr, mit großem schwarzen Hut und Umhang bekleidet, der meistens auf Englisch die Geschichten vom Golem, vom Ghetto, dem Rabbi Löw, dem Kaiser Rudolf II erzählte. Eine Gruppe junger, meistens aus verschiedenen Länder stammenden Menschen hörten ihm zu, lachten, fragten. Der Ausflug endete meistens in einer der vielen traditionsreichen Bierkneipen

Błędne mapy (nie ma Baratarii)

Wiadomo Komu w podziękowaniu za wieczór filmowy i film

Ewa Maria Slaska

Obejrzałam film Błędne mapy w reżyserii Szymona Uliasza na podstawie scenariusza Magdaleny Barbaruk, kulturoznawczyni, zajmującej się współczesnym trwaniem dziedzictwa Cervantesa
i nowymi obliczami donkichotyzmu. Film został wyprodukowany już kilka lat temu, po hiszpańsku i po polsku, w ramach projektu badawczego realizowanego dla Narodowego Centrum Nauki. Niestety mimo iż film był sponsorowany przez NCN, a od czasu jego produkcji minęło już siedem lat, nadal nie ma go na youtubie, w cda i na zalukaj.

Szkoda. Opowiem więc wam o tym filmie.

Autorzy wyszli od pierwszego zdania powieści: W pewnym miejscu w La Manchy, którego nazwy nie chcę pamiętać… „W pewnym miejscu”, czyli właściwie gdzie? Od dawna wiele miejscowości w tym regionie Hiszpanii pretenduje do miana „tego miejsca”. Twórcy filmu postanowili to wyjaśnić.

Film jest esejem antropologiczno-kulturoznawczym. Jego twórcy wędrują po La Manchy w poszukiwaniu Don Kichota, próbując powtórzyć słynną podróż literacką zrealizowaną w trzechsetlecie powieści Cervantesa (1905) przez Azorína, którą nazywa się “starą trasą Don Kichota”. Polacy wędrują już jednak po “nowej trasie”. Spotkane przez ekipę filmową postaci, obserwowane wydarzenia (np. Madryt podczas strajku śmieciarzy) stają się okazją do zaktualizowania wzorca podróży sprzed stu lat. Za stolicę nowej trasy, która powstała z okazji czterechsetlecia powieści (2005), uznać można prowincję Ciudad Real, gdzie do 2012 roku zapowiadano utworzenie „Królestwa Don Kichota” i zbudowano lotnisko „Don Kichota”. La Mancha z miejsca tranzytowego miała stać się regionem docelowym setek tysięcy turystów. W obliczu idei budowy gigantycznego parku tematycznego, opartego na figurze błędnego rycerza, spór o to, gdzie leży prawdziwe un lugar de la Mancha nabrał nowego sensu. Podróż stała się również refleksją nad przemianami krajobrazu La Manchy – nie ma już bowiem krajobrazu, który widział Cervantes i po którym wędrował jego bohater. Więc już z góry wiadomo, że nie da się wędrować po śladach Don Kichota. Podobnie jak tak naprawdę nie ma Baratarii, bo baratarystyczna wędrówka prowadzi przez obszary psychologii. Stąd specjaliści w dziedzinie marketingu wymyślili hiszpański narodowy Disneyland  – Królestwo Don Kichota i Park Rozrywki.
***
Ale mimo to wciąż ktoś szuka miejsc, które zdaniem Cervantesa odwiedzili Don Kichot i jego giermek. Kilka lat temu na trasę ruszyli Aron Moses i jego ojciec. Zaczęli za Madrytem. Przeszli tysiąc kilometrów. (Kto zna niemiecki może zajrzeć TU.)
Ale i oni nie dotarli do Baratarii. I… w swej relacji nie zamieścili żadnej mapy 🙂

Mapę znajdę dopiero na oficjalnej stronie rządowej, promującej Hiszpanię.
Trasa obejmuje następujące etapy:

Dzień 1. Alcala de Henares (miejsce urodzin Cervantesa)
Dzień 2. Madryd
Dzień 3. Esquivias – Toledo
Dzień 4. Consuegra – Alcazar de San Juan
Dzień 5. Campo de Criptana – El Toboso
Dzień 6. Argamasilla de Alba – Ossa de Montiel – Villa Nueva de los Infantes
Dzień 7. Ciudad Real – Almagro

Tata i syn Mosesowie zaczynają od wędrówki przez mesetę, bezdrzewną równinę Hiszpanii, świetnie znaną każdemu, kto kiedyś szedł trasą francuską do Santiago de Compostela. Nie tłumaczę opisu ich wędrówki, jest za długi, ale postaram się w skrócie opowiedzieć o ich trasie.

Już z daleka widzimy Toledo, kościoły i domy na wysokiej skale nad Tagiem. Cervantes uważał, że Toledo jest najpiękniejszym miastem hiszpańskim. Być może dlatego cała historia Don Kichota zaczyna się właśnie tu, na targu w Toledo, gdzie narrator kupuje od pewnego młodzieniaszka zapisane po arabsku szpargały, które okazują się ni mniej ni więcej, tylko historią Don Kichota napisaną przez niejakiego Sidi Haméta Benengelíego. Narrator jest więc zaledwie tłumaczem.
Na południe od Toledo Mosesowie powędrują przez la Manczę. To arbskie słowo al-Mansha, które oznacza “suchy kraj”. Latem jest to rzeczywiście archaiczny suchy kraj, podzielony na czerwone i brunatne  kwadraty pól. Na wzgórzu w Consuegra fotografują jedenaście wiatraków, które są prawdziwym cudem techniki, jaki Arabowie zostawili w spadku Hiszpanom. Podobnie jednak jak nie wiadomo, w jakim miasteczku w la Manczy zaczyna się opowieść o Don Kichocie i skąd obaj, on i jego giermek, pochodzą, tak nie wiadomo też, które zachowane jeszcze z czasów Cervantesa wiatraki, stały się wyimaginowanymii wrogami błędnego rycerza. Może właśnie te? Nieważne, ważne że już na zawsze weszły do historii kultury, stając się symbolem wszystkiego, z czym kiedykolwiek przyszło walczyć idealistom.

Wiele scen powieści rozgrywa się w oberżach i zajazdach – w La Manchy niemal w każdym miasteczku można więc zobaczyć blaszane sylwetki Rycerza o Smętnym Obliczu i jego giermka. Tak też jest w Puerto Lápice. Wg powieści tu właśnie, w “Venta de Don Quijote”, Don Kichot został przez złośliwego oberżystę pasowany na rycerza, stoczywszy jednak najpier zaciekłą walkę z bukłakami czerwonego wina.

Wzorem Don Kichota i Sancho Pansy Mosesowie często gęsto śpią na świeżym powietrzu, czasem jednak korzystają z gościny w pensjonatach. Pewnego dnia docierają do Villanueva de los Infantes, małego miasteczka, pełnego domów z czasów reneansu i baroku, jednogo z tych, skąd pochodzić miał błędny rycerz. W Ruidera, gdzie kilkanaście jezior rozciąga się jedno za drugim schodzą do podziemnego labiryntu jaskiń, w którym zbłąkali się też 400 lat temu nasi bohaterowie. Don Kichot wierzył, że znalazł tam kryształowy pałac i spotkał bohaterów legend o Królu Arturze.

W Argamasilla de Alba, w podziemnym więzieniu miał spędzić jakiś czas nie tyle nasz chudy szaleniec, ile sam autor opowieści o nim. Podobno wtedy właśnie zaczął pisać tę historię. Mieszkańcy wioski i pracownicy muzeum wierzą bez zastrzeżeń, że tak właśnie było. Podobno nie ma na to żadnych dowodów. No i co? Idźcie do muzeum, zobaczcie stół, krzesło, kamienną ławę przykrytą matą słomianą, obejrzyjcie, jak przez małe okienko wpadają promnienie słońca i oświetlają stół. Jeszcze macie wątpliwości, że to tu? Doprawdy jesteście niepoprawnymi realistami, jak owi historycy, przykuci do skały dokumentu i dowodu, a całkowicie pozbawieni fantazji.

El Toboso, miasto Dulcynei, wędrowcy uważają z jedno z najpiękniejszych miasteczek La Manczy. W El Toboso mieszkała przed ponad 400 laty Ana Zorca de Morales, z którą Cervantes przeżył podobno gorącą hiszpańską miłostkę. Jej dom to kolejne muzeum na trasie: “Museo Casa Dulcinea”, a parę ulic dalej można jeszcze odwiedzić “Biblioteca Cervantina” – zbiór dzieł sztuki, wydawnictw, karykatur oraz ponad 300 wydań książkowych w 50 językach, w tym po galijsku, arabsku, chińsku, persku, hebrajsku i esperanto. W księdze gości znajdują się podpisy znamienitych osobistości, króla Juana Carlosa, Margaret Thatcher, Ronalda Reagana, Richarda von Weizsäckera i Paula von Hindenburg. Franco, Mussolini i Hitler też się tu wpisali.

Pewnego popołudnia wędrowców zaskakuje burza. Całkowicie przemoknięci spotykają na drodze Frederica, starego wieśniaka z krzywym wąsem, w połatanym kaszkiecie na głowie. Frederico oferuje im nocleg w starej szopie, a potem przynosi im dzban wina i kolację – pieczonego kurczaka z kartoflami. Burza się skończyła, przez ciemne chmury prześwituje wieczorne słońce.

W zamku Belmonte Don Kichot stoczył pojedynek z rycerzem luster, a trasa prowadzi Mosesów dalej, przez pola wyschniętych słoneczników i porośnięte sosnami wzgórza do casas colgadas, wiszących domów w Cuenca. Dalej przez góry i wąwozy docierają do Ocana i Aranjuezu. To miasto letnich rezydencji hiszpańskich królów, malowniczo rozsianych nad brzegiem Tagu. Ani Ocany ani Aranjuezu nie ma na oficjalnej propozycji trasy Don Kichota. Ale co tam, każda trasa i tak doprowadzi wędrowca do  Madrytu i na Plaza de Espana, gdzie stoi wspaniały pomnik Cervantesa i jego błędnych bohaterów.

Tu się zaczyna albo tu się kończy każda wędrówka po błędnych trasach błędnych rycerzy.

PS. Gdy szukałam w internecie wspomnianego na początku filmu, ze zdumieniem stwierdziłam, że istnieje w sieci cała subkultura błędnych map – błędnych celowo i przez przypadek.