Monika Wrzosek-Müller
Algerien-Frankreich
Wie alles zusammenkommt, eins zum anderen, und dann von selbst weiterläuft und nicht stehen bleibt; man sieht etwas, liest etwas, denkt nach. Diese kreisförmigen Bewegungen, Assoziationen gibt es in der Literatur wie im Leben und es wird dabei etwas geschichtlich aufgearbeitet, bewegt, was vielleicht auch durch wissenschaftliche historische Forschung nicht möglich ist. Dann greifen andere Künste auch darauf zu, es gibt Theaterstücke oder Filme und die Aufarbeitung erreicht breitere Massen, geht sozusagen unter die Menschen und, wenn es gut gemacht ist, unter die Haut. Es wird darüber gesprochen, debattiert, mal auch gestritten, das Problem fängt an zu existieren; das ist gut so und es muss immer wieder sichtbargemacht, über Leid gesprochen werden. Vielleicht kommt man irgendwann zu einem Konsens, irgendwann versöhnt man sich wirklich.
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