Schody / Stairs/ Treppen

Tanja & Joasia

Piranesi, Escher, Squid Games and Indian architects


Tanja & Joasia fotos from

BUNDI 

RANI KI JI BAORI & DABHAI KUND

in the Indian state of Rajasthan.

It was built in 1699 by Rani Nathavati Ji (Solanki) who was the younger queen of the ruling Rao Raja Anirudh Singh of Bundi. It is a 46 meter deep stepped well with some superb carvings on its pillars and a high arched gate. It is a multistoreyed structure with places of worship on each floor. The step well has a narrow entrance marked by four pillars. Stone elephant statues that face each other stand in the corners. Ogee brackets decorate all the archways of 46 m deep Raniji ki Baori, which is reputedly the largest Baori of Bundi. Baoris were significant social constructions in the medieval Bundi since they acted as assembly areas for the townsfolk. Raniji ki Baori has superb carvings on its pillars and a high arched gate.

It was constructed during the reign of his son Maharao Raja Budh Singh who ruled Bundi from 1695 AD to 1729 AD. (Wikipedia)

Der bittere Donnerstag

Joasia Rubinroth

Po polsku

SWEET THURSDAY

SŁODKI CZWARTEK

DER SÜSSE DONNERSTAG

Weiterhin bitter.

Weil: so süß und nach Regenbogen hat der Kaffee geschmeckt auf dem Balkon in Odessa, letzten August.

Vor 17 Wochen noch ein Erlebnis:

Im Restaurant mit Krankenhausbetten, im Garten mit Villa, im ehemaligen Sanatorium…

… die weiße Pavlova: die so heißt, weil die Schlagsahne im Idealfall aussieht wie das Tütü von Anna Pavlova, wenn es im Pas de deux schwebt.

Heute hingegen vielleicht die Rettung:

Die ukrainische Spezialität: der Speck SALO.

Es gibt ihn auch mit Schokolade. Von anderen Nationen auch ungesündestes Essen der Welt genannt, von der Popsängerin Ruslana bevorzugt.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/3825221.stm

Bis vor zwei Wochen noch in Odessa auf dem Markt zu kaufen gewesen.

Auch zum Verkauf standen: Nackthunde.

Heute? Nacktes Grauen statt Nackthunde.

Eigentlich sollte es um Zuckertüten in Petersburger Hängung gehen.

Statt dessen eine Erinnerung an eines der schönsten Museen der Welt…

… dessen Petersburger Hängung abgehängt im Keller vor den Bomben Schutz sucht.

Humor, durch alte ernste, gewichtige Meister neben modernen Grafiken.

Heute Kellerluft und Artillerie-Beschuss statt Kenner-Blicke und Museums-Selfies.

Heute Sturmgewehr in die Hand, statt Höschen aus und Tanz mit Matisse.

Matisse in der Sonne, auf dem Weg zur Bar am Luxusstrand, wo die Botox-Frauen ihre Silicon-Brüste spazieren führten.

Heute? Kugelsichere Weste statt Botox und Molotov-Cocktails statt Sex on the Beach und Bier am Strand.

Vor 17 Wochen feierte die Ukraine seine Unabhängigkeit.

Damals schon bitter, mit Kampfmitteln zu feiern.

Eigentlich sollte es um SUCHT nach ZUCKER gehen.

Abhängigkeit, genannt auch SUCHT bezeichnet das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es können die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und die sozialen Chancen eines Individuums beeinträchtigt werden. (Zitat Internet)

Heutiger Mittelpunkt: Putins Imperialismus, die Besessenheit nach dem Zarenreich.

Es sollte um Süßes gehen, es ist abscheulich .

Haiku w Berlinie

Joasia Rubinroth (+ Eva Strasser, Tania Krüger)

Heute ist der merkwürdigste Tag in unserem Jahrhundert: 22.02.2022. Nur ein Punkt stört die (nie erreichbare) vollkommene Symetrie dieses Datums.

Foto Tanja Krüger
Foto aus dem Netz
Haiku von Eva Strasser
Haiku und Foto von Tanja Krüger

Wyjaśnienia dla polskich Czytelników:

Drzewa

Bardzo niepokojące w tych wichurach, które latają przez miasto przez zmiany klimatyczne, jest to, że już coraz mniej bywa Złotej Jesieni ze złotymi i czerwonymi liściami na drzewach, ponieważ jak tylko te liście kolorowieją, to robią się słabsze i wichury je zganiają i łamią duże gałęzie drzew, więc miasto wizualnie robi się coraz bardziej nieprzyjemne i niepokojące z takimi sterczącymi drzewo-badylami.

Pod mostem

Rosjanie tu i Rosjanie tam – to most przy Stuttgart Platz, pod którym mieszkają polscy i rosyjscy bezdomni, a za mostem jest sklep rosyjski otwarty 24 godziny na dobę, gdzie o 2:00 w nocy alfonsi rosyjscy z portfelami napchanymi banknotami po 500 € kupują kawior.

Noce między świętami a dniem Trzech Króli

Naprawdę można się zmartwić, gdy jedna Babcia mówi, że w żadnym razie nie wolno prać między rokiem i rokiem, w te specjalne dni, bo przecież złe duchy mogą się w praniu zawieruszyć i na pewno ktoś umrze, a druga babcia mówił, że w żadnym razie nie wolno iść w Nowy Rok z brudnym praniem. Życie jest po prostu niesprawiedliwe i czasami jesteśmy po jednej, czasami po drugiej stronie.

Basen na zewnątrz

Basen znajduje się na wyspie Hermanswerder w hotelu. W hotelu niby było fajnie, ale jednak koleżanka miała dziwne uczucie. Takie samo, jakie miała, kiedy się uczyła na Uniwersytecie, a potem się okazało, że właśnie pod tym budynkiem, w którym się uczyła i studiowała, znaleziono szkielety tych, na których eksperymentował doktor Mengele (jak jeszcze żyły).

Krogulec

Joasia: To się Tani zdarzyło kilka dni temu!!!!
Ewa: O matko. No, ale krogulec też musi coś jeść.
Joasia: No tak, bo w Rewe nikt mu nic nie sprzeda bez pieniędzy.
Ewa: Ale nawet za pieniądze musiałby kupić mięso, czyli niewidoczną dla kupującego krew. Bo to zapach krwi sprawia, że również my, ludzie tak lubimy jeść mięso. Nie kolor krwi, nie smak – zapach krwi.
Joasia: Na pewno kiedyś będzie dział z żywnością dla krogulców i dla wampirów, gdzie będą mogły kupić mięso z krwią i krew.
Ewa: Sztuczną krew, jak w tym filmie z Tildą Swinton, Only Lovers Left Alive.

Der süsse Donnerstag

Joasia Rubinroth

DER SÜSSE DONNERSTAG

SWEET THURSDAY

SŁODKI CZWARTEK

Bevor es in die Askese geht, schnell noch ein Lobgesang auf den Zucker!

ZUCKER IST etwas göttliches, Zucker ist etwas tröstliches, Zucker ist ein Sehnsuchtsort, Zucker bedeutet Wärme, Vertrauen, Geborgenheit, geradezu Glück. Der lang ersehnte Lolli, der rosa Kaugummi, die Schokolade die Tränen trocknet.

Marcel Proust, der sein ganzes Leben lang auf der Suche nach dem Geschmack der Madelaine war. Ein Geschmack aus der Kindheit, der wir unser Leben lang nachjagen.

Manche behaupten, jeder Mensch suche sein Leben lang seine eigene private Madelaine…

Angeblich kommen in der Bibel und im Koran kein Zucker vor. Der indische Gott Krishna hingegen ist vernarrt in die Süßigkeit Laddu, süss, buttrig, mit dem exotischen Geschmack von Kardamon:

(c) public domain

Wie unterschiedlich fällt der Vergleich des sinnlichen Happy Buddha der mit seinem dicken Bauch aussieht, als würde er von morgens bis abends kichernd süß, sweet und umami in sich reinstopfen, gegen den armen ausgemergelten Jesus aus…

Zucker bedeutet das Gegenteil von bitter, also von giftig, Zucker bedeutet Vertrauen. Das Gehirn hat die Erfahrung aus der Steinzeit noch gespeichert. Fruchtwasser und Muttermilch schmecken süß.

Mit Zucker verbinden wir Lob, Belohnung, Geselligkeit. Ein Geburtstag ohne Torte? Ein Namenstag? Eine Hochzeit? Weihnachten ohne Zimtstern und Ostern ohne Mazurki und Zuckerlamm?

In Zucker eingelegt wurden die ersten exotischen Obstsorten nach Europa gebracht und 1412 hat ein Kalif eine Moschee aus Zucker bauen lassen, die die Bettler verspeisen durften.

Und des Zuckers Formel, die chemische Formel von Saccharose, diese zwei sich an den Händchen lieblich haltenden Kügelchen!

Ach, Zucker, wenn er doch nicht diese verfluchte andere, finstere, Seite hätte… die Seite die zerstört, und manche von uns zu willenlosen Zombies verwandelt…

PS.

Vielleicht war Eva auch einfach nur von der Süße der Apfelfrucht angelockt, vielleicht ging es gar nicht um die Erkenntnis…

PPS.

Ein Lied, das mit Zucker lockt, in black & white.

White:

Black:

PPPS a propos black:

Das Gedicht von OGLALA LAKOTA:

“When I’m born I’m black, when I grow up I’m black, when I’m in the sun I’m black, when I’m sick I’m black, when I die I’m black, and you… when you’re born you’re pink, when you grow up you’re white, when you’re cold you’re blue, when you’re sick you’re blue, when you die you’re green and you dare call me colored”

Sweet Thursday

A tu po polsku

Von der Administratorin: Von heutigem Donnerstag her wird Joasia Rubinroth vom Zucker schreiben. Donnerstag und Zucker ergaben gemeinsam den von ihr vorgeschlagenen Titel der Reihe: Sweet Thursday. Ich freute mich sehr, als ich das hörte, weil ich das gleichnamige Buch von John Steinbeck sehr mag. Ich bin mir sogar sicher, dass wenn ich etwas an Amerika liebe, ich es eben diesen drei Steinbecks Büchern verdanke, die ich als junges Mädchen im Original las: Tortilla Flat, Cannery Row und eben Sweet Thursday.
Wonniger Donnerstag ist übrigens, laut John Steinbeck, der Tag nach dem lausigen Mittwoch (Lousy Wednesday).

Was ist aber Wonniger Donnerstag? Steinbeck beschreibt ihn im Kapitel 19.:

Schaut man zurück, so vermag man in der Regel den Tag festzustellen, an dem etwas angefangen hat, den Tag von Sarajewo, den Tag von München, den Zeitpunkt von Stalingrad oder Valley Forge. Man prägt sich Tag und Stunde mittels eines Vorfalls ein, der einem selbst zugestoßen ist. Man entsinnt sich genau, was man getan hat, als die Japaner Pearl Harbour bombardierten. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß an diesem Donnerstag sich in Cannery Row bestimmte Kräfte in Bewegung gesetzt hatten. Gewisse Ursachen und Zielrichtungen sind schon seit Generationen in Wirkung. Es gibt immer Leute, die behaupten, sie hätten deren Herannahen gespürt. Diejenigen, die sich dessen erinnern, sagen, es sei gewesen, als habe ein Erdbeben in der Luft gelegen. Es war ein Donnerstag und einer jener Tage in Monterey, an dem die Luft wie gewaschen und geputzt ist, daß man wie durch eine Linse die Häuser in Santa Cruz zwanzig Meilen über der Bucht drüben und die Rotholzbäume auf dem Berg über Watsonville sehen kann. Die Felsspitze des Frémont’s Peak jenseits Salinas hebt sich edel gegen den Osthimmel ab. Die Sonne schimmerte in goldenem Schein, und rote Geranien versengten gleichsam die sie umgebende Luft. Die Ritterspornblüten waren wie kleine Löcher im Himmel. Tage gleich diesem kommen nirgendwo viele vor. Die Menschen halten sie wert gleich seltenen Schätzen. Kleine Kinder geben grundlos Schreie wie aus Blechpfeifen von sich, und Geschäftsleute finden es plötzlich notwendig, eine Fahrt zu einem Grundstück hin zu unternehmen. Greise sitzen da, schauen in die Ferne und erinnern sich verschwommen daran, dass die sämtlichen Tage ihrer Jugendzeit so gewesen seien wie dieser. Pferde wälzen sich auf den Weiden an einem solchem Tag, und Hennen brechen in gräßliches Freudengegacker aus. Ein zauberischer Tag war dieser Donnerstag, ein Wundertag.

Eure Ewa Maria Slaska

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Joasia Rubinroth

DER SÜSSE DONNERSTAG
SWEET THURSDAY
SŁODKI CZWARTEK

In seinem Video HOW DO I LOVE MYSELF (link s.u. im PS) spricht Thích Nhất Hạnh davon, was für ein WUNDER unser Körper ist, und wie wichtig es ist, dieses Wunder, dieses Meisterstück des Kosmos, zu würdigen, und sich dieses Wunders Bewusst zu sein.

Und so entschließe ich mich: um das Wunder meines Körpers, der ein Meisterstück des Kosmos ist, zu würdigen, starte ich ein 8 – Wochen – Zucker – Entwöhnungsprogramm.

Auch wenn Zucker so wunderschön sein kann, wie diese Süssigkeiten aus Vietnam, aus Hue, der Stadt, in der Thích Nhất Hạnh am 22.01.2022 gestorben ist:


Ich bin zuckersüchtig. Unfassbar zuckersüchtig.

Ich liege stundenlang auf dem Sofa, nicht irgendeinem Sofa, auch nicht der Psychoanalytikercouch sondern auf dem wunderschönen Riesenkolonialsofa namens Maharadscha und träume von Kuchen, Torten, Eis, Milchreis, Grießbrei, von Schüsseln voller Tiramisu, von Lastwagen voller Doughnuts, die ich nicht mal mag, aber es ist egal, HAUPTSACHE SÜSS WEIL AUS ZUCKER.

Übrigens: Kolonial-sofa, also überhaupt „Kolonialmöbel“ und „Kolonialstyl“ sollten vielleicht als Begriff ausdienen… wäre es nicht treffender zu sagen Unterwerfung-Rassismus-Mord-Möbel?

Zurück zum Zucker: Wer also seinen Körper wertschätzen will, kann ihn logischerweise nicht mit Zucker vollstopfen, nur für diesen kurzen Dopamin-Kick.

In Amerika baut ein Reverend in seine Predigt den berühmten Zucker-Coca-Cola-Vergleich ein: er stellt 33 Zuckerwürfel neben einer Cola-Dose auf, um aufzuklären, wieviel Zucker eine Cola enthält. Um dann, nach dem Begräbnis des Nächsten Diabetes-Toten mit der Gemeinde den Leichenschmaus bei Donuts und Riesen-Cola-Flaschen zu begehen.

In seinem Film „Voll verzuckert“ macht der Regisseur Damon Gemeau einen Selbstversuch: 60 Tage lang 40 Teelöffel Zucker täglich essen. (die WHO empfiehlt 6 Teelöffel pro Tag). Nach 60 Tagen ist er nicht nur 8 kg schwerer – er hat eine Fettleber.

Was wird mit mir in 8 Wochen geschehen? Wird es mir gelingen, den Wolf in mir zu bändigen? (((An dieser Stelle noch eine Buchempfehlung: DER WILDE! – der Wolf ist dem meinem sehr ähnlich…)) Und was alles wird mir zum Thema Zucker so einfallen?

PS. Thích Nhất Hạnh, er ruhe in Frieden
HOW DO I LOVE MYSELF?

PPS. In Vietnam wohnen die Toten oben im Himmel, in einer Parallelwelt, und die Verbliebenen verbrennen Papier-Motorräder, Papier-Visa-Karten, Papier-Lacoste-Hemden, Papier-Handys – in dem Glauben, dass der Rauch alles zu den Verstorbenen bringt – und diese es brauchen. Auch TNH?


Palermo 2021

Johanna Rubinroth

Ale ci bogowie tu nie mają fajnie, strasznie muszą się męczyć. / Aber diese Götter hier, die haben es nicht gut, sie leiden schrecklich. / But these gods here don’t have it nice, they are in terrible pain.

Szczęśliwym się człowiek staje wtedy, jak się nogę złamie. / Man wird glücklich, wenn man sich das Bein bricht. /One becomes happy when one’s leg is broken.

A poza tym to w Palermo jest tak: / Außerdem sieht es in Palermo so aus: / But never mind, Palermo is OK:

Drzewa w Palermo. / Bäume in Palermo. / Trees in Palermo.

I… / Und…/ And…