Zróbmy to zatem sami

Christine Ziegler

Dann machen wir’s halt selbst – 40 Jahre selbstorganisierte Räume in Berlin

Herzliche Einladung zur Eröffnung am
Do., 28.08.2021 | 19 Uhr

Mit: Casa Kuà, HeileHaus, Kinderbauernhof am Mauerplatz, Regenbogenfabrik, Schokofabrik

Eröffnung Donnerstag, 26. August, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 27. August bis 12. Dezember 2021

Öffnungszeiten: Di-Do 12 – 18 Uhr / Fr – So 10 – 20 Uhr

www.dann-machen-wir-es-selbst.org

Bitte beachten Sie die aktuellen Covid-19 Regelungen.

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstr. 95a
10999 Berlin
fhxb-museum.de

In selbstverwalteten Initiativen drücken wir unsere Wünsche und Hoffnungen auf eine Stadt für alle aus. Fünf selbstorganisierte Projekte blicken zurück auf ihre bewegte, manchmal auch noch sehr junge, Geschichte, auf interne Konflikte und die gesellschaftlichen Kämpfe, in denen sie sich positionieren. Mit “Dann machen wir’s halt selbst” fragen wir in Form einer Ausstellung, wie in dieser ökonomisch unter Druck geratenen Stadt selbstorganisierte Räume politische Möglichkeiten offenhalten.

Projektgruppe “Dann machen wir’s halt selbst”: Heike Böziger, Barbara Bohl, Anke Peterssen, Hermann Schlegel, Andy Wolff, Christine Ziegler
Kuratiert von: Inga Zimprich
Websitegestaltung: Judith Fehlau
Ausmalbilder von: Burcu Türker
Ausstellungsdesign: Inga Zimprich

“Dann machen wir’s halt selbst” wird unterstützt von Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt, Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin, Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

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We’ll do it ourselves, then

– 40 years of self-organised spaces in Berlin

With: Casa Kuà, HeileHaus, Kinderbauernhof am Mauerplatz, Regenbogenfabrik, Schokofabrik

Opening: 26 August, 7pm
Exhibition duration: 27 August – 12 December 2021
Opening hours: Tue – Thu, 12 – 6pm / Fri – Sun, 10 – 8pm

www.dann-machen-wir-es-selbst.org

Please note the current Covid-19 regulations.

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstr. 95a
10999 Berlin
fhxb-museum.de

In taking part in self-organised projects, we express our wishes and our hopes for a city belonging to all. Here five self-managed projects look back on their eventful, sometimes still very young, histories, on internal conflicts, and on the social struggles in which they position themselves. With “We’ll do it ourselves, then” we ask, in the form of an exhibition, how self-organised spaces keep political possibilities alive in a city under huge economic pressure.

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Zróbmy to zatem sami

– 40 lat samorządnych przestrzeni w Berlinie

Pięć projektów: Casa Kuà, HeileHaus, Kinderbauernhof am Mauerplatz, Regenbogenfabrik, Schokofabrik

Otwarcie: 26 sierpnia o godzinie 19
Czas ekspozycji: 27 sierpnia – 12 grudnia 2021
Godziny zwiedzania: Wt – Czw, 12 – 18 / Pią – Nie, 10 – 20

www.dann-machen-wir-es-selbst.org

Prosimy o przestrzeganie aktualnie obowiązujących przepisów Covid-19.

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstr. 95a
10999 Berlin
fhxb-museum.de

Biorąc udział w samorządnych projektach, dawaliśmy wyraz naszym potrzebom i nadziejom, że nasze miasto należy do wszystkich. Pięć takich samozarządzających się projektów ocenia swoją pełną wydarzeń historię, niekiedy całkiem niedawną, w której pomiędzy konfliktem wewnątrz grupy, a walką o realizację celów społecznych, kształtuje się ich osobowość. Poprzez wystawę “Zróbmy to zatem sami” próbujemy zastanowić się nad pytaniem, jak samorządne zarządzanie przestrzenią może wspierać politykę komunalną w mieście w czasach silnych nacisków ekonomicznych.

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Die längste Sekunde meines Lebens (Erkundung der Stadt)

Christine Ziegler

Die längste Sekunde meines Lebens, sagt man so.

Jetzt weiß ich, dass das stimmt. Dieses subjektive Gefühl, das so gar nichts mit dem zu tun hat, was rings um dich abläuft. In stiller Verwunderung stellst du fest, dass du jetzt bremsen musst und realisierst, dass das nicht stattfindet.

Und nun? Werde ich wieder aufs Rad steigen können?

Na ja, erst mal lernen, wieder ordentlich zu schreiben, eines nach dem anderen, nicht zu ungeduldig sein.

Berlin, Ende November, ein trüber Tag. Ich bin auf dem Heimweg von Steglitz, mit dem Rad. Woher kommt plötzlich dieses Auto vor mir? Falsche Frage. Warum hab ich nicht gebremst? Weiß ich nicht. Handschuhe zu dick? Sicht behindert? Einfach geträumt?

Der Blinker splittert. Irgendein Instinkt hat mich bewogen, das Rad noch am Auto vorbei zu lenken. Nicht dass da noch Platz gewesen wäre, da stand ja noch ein Auto auf dem Parkstreifen.

Woran hatte ich gedacht? Wie schön der Winterabend ist? Wo ich heute noch Briefmarken herbekomme? Was ich am Abend noch machen will? Ist auch alles weg aus meinem Kopf.

Die Hand erhoben, ein Versuch, den Aufprall noch abzufangen. Sieht erst mal erfolgreich aus. Ich komme zum Stehen.

Was ist das jetzt? Weshalb kann ich mit der Linken mein Rad nicht halten? Wie komme ich jetzt runter vom Rad?

Ab sofort geht nichts mehr ohne Hilfe. Der Rettungswagen wird gerufen, Polizei kommt hinzu, ich sitze verstört neben der Trage im roten Auto, die Rettungssanitäter als Hüter um mich herum. Nach einer Weile fahren sie mich ins Krankenhaus.

Das Rad bleibt zurück, angeschlossen an ein Straßenschild, die Nachbarin wird es später abholen.

Sie fädeln mich ein ins Hilfesystem, Daten werden aufgenommen, der Blutdruck gemessen, von irgendwo her kommt ein Kühlpad. Wie groß sind die Schmerzen auf einer Skala von null bis zehn? Was kann ich da sagen?

Nun denn. Erfahrene Rettungsleute sehen meinem Handgelenk schon an, was passiert ist, doch die Röntgenaufnahme bringt dann endgültig die genaue Auskunft: Bruch der Speiche direkt am Handgelenk.

Der Körper ist ein Wunder! Gleich nach dem Bruch fängt die Gesamtheit der Zellen schon an, aufzuräumen. Die Chirurgen helfen „nur“, dem Umbau ein bisschen Struktur zur Seite zu stellen. Wieso weiß so ein Knochen, wie er wieder zusammen kommen soll? Da kommen die Fresszellen und hauen weg, was an Durcheinander entstanden ist. Großes Räumkommando. Dann kommen die Aufbauer und wuchern erst mal wild vor sich hin, um die beiden Teile zu verbinden, ein Kallus entsteht. Erst später kommt Struktur in die Sache. Druck und Zug erzeugen die wunderbare Architektur des Knochens. Wo braucht es noch Material, wo kann es wieder weg.

Das geht nicht von heute auf morgen, jetzt die richtige Balance finden. Nicht überfordern, doch auch nicht nur stillhalten.

Wann sitze ich wohl wieder auf dem Fahrrad?

Eigentlich wollte ich doch eine Jubelgeschichte schreiben auf das Radfahren. Ein Emanzipationsgerät viele mutige Frauen haben davon profitiert. Jetzt muss ich einen Neuanfang wagen, den ich mir jetzt noch nicht vorstellen kann.

Das Radfahren kam nicht so leicht zu mir. Die ersten Übungen auf einer Terrasse, immer direkt auf die Treppe nach unten zu. Ich hatte schon auch Angst. Und irgendwann der Triumph, die Balance funktioniert, es braucht keine Halter und keine Stützräder. Ich fahre, ich fliege!

Ein Können, das erst mal nicht zum Zuge kam. Bis ich die Fähigkeit als Möglichkeit erkannte, mich vom unzulänglichen Busverkehr in der niedersächsischen Pampa unabhängig zu machen. Kampf gegen den Wind, der im Norden immer von vorne kommt. Nächtliche Touren, um die Freiheit auszubauen. Große Ermöglichung.

In der großen Stadt war damit erst mal Ende. So viel Verkehr, wie abschreckend. Und außerdem eine U-Bahn, die einen überall hinbringt, wie bequem.

Dann der gute Weg nach Wilmersdorf, der Verkehr konnte mir egal sein. Und ich hatte wenigstens ein bisschen Ausgleichssport.

Studium, der weite Weg nach Zehlendorf, kein Gedanke dran, das mit dem Rad zu bewältigen. Und sowieso musste ich immer noch Lektüre nachholen.

Sheffield, die großen Steigungen haben mich erst entmutigt, doch dann war es das beste Mittel, um durch die Stadt zu kommen. Bis das Rad unter die Räder gekommen ist, zum Glück ohne mich. Der Landlord hat es repariert, wie großartig!

Am Ende des Jahres die Tour durchs Land nach Harwich, um dort die Fähre nach Hamburg zu erreichen. Die Straßen gehörten mir, was für eine Freiheit.

Fahrrad im Urlaub, die Flüsse entlang. Der wunderbare Wechsel von Natur und Stadt, Staunen an Ökologie und Kultur.

Fahrrad für die kleinen Wege im Alltag. Kreuzberg liegt so manchmal doch noch in der Sackgasse, die Nachbarbezirke sind oft nur mit Umwegen erreichbar.

Die BVG hat mir wieder aufs Rad geholfen! Eine Woche Streik und ich musste doch nach Siemensstadt. Wieder eine Schneise durch Berlin gefunden, der großartige Weg über Charlottenburg und immer entlang der Spree. Freiheit!

Ja und wieder ein Rückschlag. Die Operation am Magen hat mich ängstlich gemacht, vom Rad wollte ich lange nichts wissen. Dann keine Zeit, dauernd anderes zu tun.

Ausgerechnet Corona hat mir wieder in den Sattel geholfen. Die Abstände waren einzuhalten, die U-Bahn war ein spooky place geworden. Freiheit und Genuss, die Gedanken machten Luftsprünge, das lüftete durch.

Ja, da schließt sich der Kreis. Jetzt ich bin sicher, ich werde wieder auf den Sattel steigen. Ich habe so oft wieder angefangen. Und jetzt weiß ich, was es mir Gutes getan hat.

O pewnej niedzieli w Berlinie / Über einen Sonntag in Berlin

Anna Kuzio

Niedziela 25 kwietnia 2021

Wstałam dziś przed siódmą rano. Czemu? Sama nie wiem. Podeszłam do okna w kuchni i zobaczyłam krążące nad drzewami ptaszyska. Sześć wron i dwie sroki, z wrzaskiem okrążały lewy narożnik hali. Widzę ją z okien.
O, kuna, pomyślałam. Tym razem to nie one, tylko ktoś inny wyjada wronom małe.
Za chwilę zobaczyłam coś szarego, co sobie spokojnie szło trasą, którą normalnie o tej porze przemierza wiewiórka w wielkim pędzie. Tylko, że ona pokonuje tę odległość z prawej na lewą. A to coś szło z lewej strony. Coś co wyglądało z daleka na wielkiego kota, okazało się jednak szopem-praczem.

Wszystkie zdjęcia autorka

Tydzień temu, jak sroki zrobiły przelot i inspekcję drzew, to cały ptasi świat umilkł. Zapanowała śmiertelna cisza. Wszystkie stworzenia się pochowały, a dwie sroki w ogromnym tempie przelatywały po drzewach z lewej na prawo, latając od góry do dołu i szukając gniazd, z których mogłyby powybierać jajka i pisklaki. Ptasi świat zamarł z przerażenia. Dziś te paskudy połączyły się z wronami i w obliczu grożącego im niebezpieczeństwa poszukały współpartnera w celu odstraszania wroga.

A szop-pracz, nic sobie z tych wrzeszczących nad jego głową ptaszydeł nie robiąc, powędrował dalej, na drugi koniec hali.

Po kilku minutach tam zrobiło się głośno. Ptaki przy innych drzewach wzbiły się w powietrze i krążyły nad głową napastnika, próbując go odgonić. Tymczasem wiewiórka, która zawsze o tej porze pokonuje dach z prawej na lewo, ostrzeżona tumultem, po cichutku przebiegła jezdnią.

Jak już się wszystko uspokoiło i natura wróciła do jako takiej równowagi, to zaniosłam wróblom ich śniadanie i dzień potoczył się jak co dzień.

Muszę przyznać, że mnie ten szop-pracz zaskoczył, wdrapując się na komin, bo nigdy nie widziałam żadnego ptaka, który by tam szukał schronienia, więc i gniazda tam nie podejrzewałam. A jednak coś tam musiało być fascynującego. W jego mniemaniu przynajmniej.

No tak, kto rano wstaje, ten… ogląda ciekawe zdarzenia.

Serdecznie pozdrawiam z centrum Berlina.

Gołąbek został przez autorkę nazwany gołąbkiem pokoju, te natomiast dostały tytuł fucking pigeons 🙂

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Christine Ziegler

Sonntag, 25. April 2021. Handschuhwetter

Ende April – immer noch Handschuhwetter. Bin auf dem Weg zum Flughafen Tegel. Hier fliegen nur noch die Raben. Wir Menschen reihen uns still in die geschickt angelegte Schikane ein. Es ist erst mal gar nicht sichtbar, wie lang die Schlange ist. Ist aber auch nicht schlimm, es geht zügig voran. Seit der BVG-Bus uns fünf Passagiere an der ehemaligen Auskunftstafel ausgespuckt hat, sind wir perfekt betreut. Freundliche Securitymenschen schauen nach der Einladung, um sicherzugehen, dass wir zur rechten Zeit am rechten Ort sind. Die Maschine läuft von Anfang an perfekt geölt.

Wir besteigen einen kleinen Shuttlebus, der Flughafen ist nicht für Fußgänger*innen gemeint. Das Ziel ist der Terminal C.

Es ist Sonntag Morgen, kurz nach Aufstehen, so sind die Menschen still, keine Gespräche. Nächste Station ist Fiebermessen und der zweite Check der Einladung. Prima, ich Möchtegern-Perfektionistin hab jeden doofen Fragebogen dabei aber nicht das Einladungsschreiben mit dem Buchungscode. Doch das System läuft stabil und ohne Ausschlag. Sie finden mich in ihren Computern auch ohne den praktischen QR-Code. Ich werde weitergeschickt und mein Fragebogen wird neu ausgefüllt. Sogar Zeit ist noch für einen Schwatz über ALDI in der Markthalle Neun, weil ich unter all meinen Zetteln auch einen Aufruf zur Trauerkundgebung hab.

Check-in 13, mir scheint davon gibt es über einhundert. Kurze Frage, weshalb ich eigentlich schon dran bin in meinem Alter. Verrückt, dass da Nervosität ausbricht. Bitte kein Stoppschild so kurz vor dem Ziel!

Als ich meinen Laufzettel endlich habe, stehen gefühlt zwanzig Menschen bereit, dafür zu sorgen, dass ich mich im Labyrinth nicht verliere. Noch dreimal um die Ecke, dann der Wartebereich, sie werden platziert! First in, first out, es soll nicht sein wie an der Transitstrecke, wo du gefühlt IMMER in der langsamsten Schlange standest.

Und dann die Aufforderung zum Weitergehen. Jetzt hat der Staff schon andere Signaljacken an, wir nähern uns dem medizinischen Bereich. Vorhang auf, Kabine betreten, Laufzettel abgeben. Von der anderen Seite wird mir ein Arzt zugewiesen. Es ist wie in einer Fertigungsstraße, von links die Impflinge, von rechts das medizinische Personal. Ein routiniertes Aufklärungsgespräch, dabei werden schon alle Vorbereitungen getroffen. Aufkleberchen für den Impfpass, Stempel, Unterschrift, Impfstoff aufziehen, Ärmel hoch. Routiniert und trotzdem zugewandt. Fragen? Nein, nach Wochen von Infos aller Art hab ich keine Fragen mehr. Die mRNA kann kommen und ihren Job machen.

So viele Leute im Einsatz, unglaublich. Und alle sind überaus freundlich. Die eigentliche Sache also vielleicht fünf Minuten, dann geht es wieder auf gewundenen Wegen nach draußen. Vorher noch Gelegenheit, für ein Viertelstündchen auszuruhen und auch abzuwarten, ob die fiesen Nebenwirkungen schon jetzt kommen. Doch alle sitzen ruhig und zufrieden und schauen sich die Halle an. Ich bin erfreut, dass es nun geschafft ist!

Vom Flughafen ist nicht mehr viel zu bemerken. Doch die Halle hat den gleichen Zweck wie vorher: dafür sorgen, dass viele Menschen so schnell wie möglich von A nach B kommen. Nette junge Leute gehen durch die Reihen und fragen nochmal, ob alles in Ordnung ist und ob wir was zu trinken haben wollen. Seltsam, noch gar keinen Bekannten getroffen…

Und dann ab ins Freie. Zur Haltestelle. Wo ist die denn? Seltsam, wir sind entlassen aus der Maschine, plötzlich wieder die normale Welt. Kein Schild, kein wegweisender Mensch, erstaunlich.

Die Sonne wärmt, ich genieße das Gefühl der Hoffnung auf bessere Zeiten.

Verschwindende Frauen (und Männer)

Nachdem ich ein paar Mal über Frauen berichtet habe, die noch vor ein paar Monaten oder ein paar Jahren in unserem Berliner Leben mitgemacht haben und durch den Tod verschwanden, haben wir uns letztens via Zoom getroffen und darüber diskutiert, wie wir, die, die noch leben, gegen diesen unvermeidlichen Gang des Seins und Verschwindens wirken können. Wir hatten ein paar kluge, weiterführende Ideen, die ich hier nach und nach präsentieren werde. Heute erste Kommentare.

Christine Ziegler schrieb mir per Email:

Liebe Ewa,

jetzt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll.

Was tun, um Menschen vor dem Vergessen werden zu bewahren?

Eigentlich kommen wir in unserer Daseinsform plötzlich „auf die Welt“ in der wir vorher schon „irgendwie“ waren. Und wenn wir wieder gehen und sie davon nicht schlechter geworden ist, ist das schon viel. Das Problem sind ja nicht die Bescheidenen, sondern die geltungsbedürftigen Dickärsche. Wie kann es uns gelingen, denen die Luft rauszulassen? Dann käme automatisch mehr Balance in die Sache.

Ich mag das in den Vordergrund schieben eigentlich nicht und denke dann wiederum, dass „sie“ einen dann schon haben, wo sie einen haben wollen. Damit sie ungestört ihr Zerstörungswerk tun können. Zerstörung von Welt, von Potentialen, die andere entwickeln könnten. Bin also gezwungen, mich zu wehren. Meinen Standpunkt zu wahren, mich nicht wegschieben zu lassen.

Dann wieder: die Welt ist voll von Botschaften, niemand kann sie auch nur annähernd verfolgen. Will ich da noch etwas dazutun? Oder ist es schon eine gute Sache, Raum zu schaffen, damit Entwicklungen jenseits des Mainstreams möglich sind? (Fettschrift überall stammt von mir, ebenso wie das Minzegrünschrift – EMS)

Ein Nukleus könnte sein, diesen Abend fortzusetzen. Und zum Einstieg jedes Mal eine so tolle Präsentation wie Karina sie über Maria (Maryla) Gast-Ciechomska gemacht hat. Einerseits ein Gedenken für uns und dann ein entspanntes Brainstorming. Dann eine behutsame Erweiterung um weitere Zuhörerinnen und Beitragende.

Ich habe wieder bemerkt, wie ich selbst das nicht wahrnehmen kann, was ich unbedingt wahrnehmen möchte. Erst heute Nacht habe ich deinen wunderbaren Artikel über Anette gefunden.

Nun gut, ich tröste mich in meiner Blindheit damit, dass ich mit unserem Start in den Alltag der Bloggerinnen mehr als erfüllt war. Auch andere Anforderungen, Aufgaben, Möglichkeiten habe ich einfach zur Seite geschoben, die Nacht zum Tage gemacht und das trotz aller Erschöpfung auch ganz und gar genossen. Doch es zeigt mir auch, dass meine Aufnahmekapazität nur begrenzt ist. Wie hab ich dich gestern bewundert, dass du noch für Magda und mich gesorgt hast (Anm. der Administratorin – EMS – gemeint ist, dass ich während des Zoomgesprächs für Magda kurze Zusammenfassung des auf Deutsch Gesagten im Polnischen schrieb; für Christine – umgekehrt). Und das, wo du doch eine Agenda hattest, die du verfolgen wolltest.

Wie schaffst du das?

Ich bewundere Anias (Anna Krenz) Kreativität! Und wie sie z.B. die Performance am 8. März gerettet hat, obwohl die Technik sie im Stich gelassen hat.

Dein Blog ist schon eine Gedenkhalle, ein Lesesaal. Es ist die Frage, ob es irgendwo noch einen in der „echten“ Welt geben muss. Ein guter Gedanke war die Vernetzung in den Strukturen, die es von feministischer Seite bereits gibt. Andererseits sind wir weiterhin nur wirklich lebendig in der Begegnung „in real life“, jede Video-Konferenz ist nur ein „besser als nichts“.

Liebe Grüße

***

Monika Wrzosek-Müller schrieb ebenfalls per E-Mail:

Ich wachte heute mit einer Idee, vielleich für Anna Krenz, die sich mit dem Schicksal von Irena Bobowska auseinandersetzt, villeicht aber für uns alle, dass die KZ Ravensbrück über riesiege Archive verfügt betreffend Polinnen, die dort inhaftiert wurden, insbesondere deren, die nach dem Warschauer Aufstand dorthin deportiert wurden. Sicher gibt es da mehrere Persönlichkeiten, Frauen die schrieben, die kämpften und über die sie eine Performance machen könnte. Und ich dachte daran, dass man vielleicht doch diese Kriegs-Vergangenheit mit der unseren verbinden soll, weil je tiefer die Wurzel reichen, desto authentischer ist das, was wir über die Gegenwart zu sagen versuchen.

Tibor Jagielski schrieb (auch per E-Mail), dass eine Büchereihe, so wie ich / wir sie gerade gestartet haben, vielleicht am meisten den Sinn hat. Also ein regelmässiges Zoomtreffen, ein Eintrag mit Unterseiten auf der Wikipedia, eine Veranstaltungsreihe in der Regenbogenfabrik (ggf. mit Performances), eine Zusammenarbeit mit dem Frauenarchiv (Frauenarchiven), digitaler Leseraum, Bürcherreihe, realer Lesesaal. Huh! Viel!

Vom ICH zum WIR

Christine Ziegler

So lautet oft der Slogan, wenn wir über Solidarität nachdenken. Doch wie geht das überhaupt, wo wir immer weiter um das ICH kämpfen, kämpfen müssen und wollen.

Was weiß ich, ob es stimmt, ich war nicht dabei, aber nein, bin es gerade jetzt doch:
Einstmals gab es ein WIR, doch auch dieses erst, als WIR begriffen, dass wir eine besondere Art Lebewesen sind, die sich nicht mehr so ganz einordnen kann in das Leben an und für sich, dem wir aber doch weiter angehören.

Dann ein ER, SIE, ES? Oder doch als erster Schritt ein ICH? Was machen die Kinder? Wenn sie sprechen lernen, ist es mit ICH noch kompliziert. Und dann kommt auch noch ein DU dazu?  Und DU ist ICH und ICH ist DU?

Und wer darf von ICH sprechen? Weshalb sind Frau, Kind, Knecht, Magd, Vieh und alles was seins ist, erst mal nur Eigentum? Oder gab es ein Dasein ohne Eigentum? Hatten wir dann Personalpronomen?

Was für ein Glück, wenn das ICH bestimmen kann, dass es ein ER ist? Eine SIE ist. Das ES im Kind, ganz kurz ist es MENSCH egal, was mensch ist, dann kommt der Zwang zum ER und SIE. Wieso DAS Mädchen, na ja, alles was seins ist, kann wohl kein SIE sein, erst recht kein ICH. Kein Wunder, dass wir alle um die Selbstbestimmung des Personalpronomens kämpfen. Und staunend lernen, wie viele Personalpronomen es in Wirklichkeit gibt.

Gelingt da ein Weg zurück zum WIR, zur Solidarität? Wo doch auch noch das IHR da ist. Denen ist sowieso nicht zu  trauen. Vielleicht ist dieses Mistrauen erst zu überwinden, wenn es welche gibt, die SIE über uns sagen und uns alle meinen?

 

Pożegnanie z rokiem 2020

Teresa Rudolf
Co znaczy dla mnie ten trudny, ostatni rok?

Ważne było ciagle świadome  spostrzeganie każdego dnia, gdyż nikt nie wie, co jest mu dane, a co mu zabrane będzie… i kiedy.
Podam tutaj przemądry cytat:
 “Żyj tak, jakbyś miał umrzeć jutro. Naucz się, jakbyś miał żyć wiecznie.”
Mahatma Gandhi
 
Ważne też było dla mnie potwiedzenie wartości przeróżnych form stosunków międzyludzkich, np. tak ważnej dla mnie przyjaźni.
I tu znów przepiękny tekst:
“Nie idź za mną, bo nie umiem prowadzić. Nie idź przede mną, bo mogę za Tobą nie nadążyć. Idź po prostu obok mnie i bądź moim przyjacielem.”
Albert Camus

 
Janina Kowalska
Tak bym chciała przespać ten odchodzący rok.
 

Tabor Regresywny
W rok 2020 weszliśmy z widmem katastrofy klimatycznej i ekologicznej na horyzoncie i niemocą kolejnych szczytów klimatycznych. I wtedy pojawiła się pandemia. Gospodarka zaczęła się zatrzymywać, a przyroda odżywać. A wtedy pojawiło się widmo recesji. Rok się kończy mamy szczepionkę, Unia Europejska uchwaliła budżet odnowy gospodarczej. Ruszy budowa zbiorników retencyjnych, powstaną fermy wiatrowe, u mnie na wsi już pojawiło się ogłoszenie – wynajmę pole pod fotowoltaikę. Samochody wymienimy na elektryczne, zainstalujemy klimatyzację, powstaną nowe drogi, nowe lotniska i znów ruszymy na wakacje do egzotycznych krajów.
 
Tylko czy nie można by inaczej?
***
Ta pandemia może nie odpuścić, bo jak tylko trochę odpuszcza to premier od razu ogłasza, że wygraliśmy z pandemią i ona wtedy wraca. Owszem, premier może zmądrzeć, ale na to się nie zanosi. Jeśli pandemia nie odpuści, to czeka nas taka recesja gospodarcza, że nawet Fundusz Odbudowy nie pomoże. Co w tej sytuacji robić? Jeśli chodzi o mnie to idę do Ewy Marii zagrać w scrabble.
 

Tibor Jagielski

19/20
taka konstelacja
jowisz saturn
15
śmierć i śmiech
celtyckie pancerze
snute przez druidow
gazeta w rynsztoku
pozostaje
trans
form
akcja
fly!


Christine Ziegler

Hoffen wir drauf, dass uns dieses verflixte jahr 2020 genug an lehren um die ohren gehauen hat und wir gelassener ins neue jahr aufbrechen können.

Nehmen wir die ruhigen tage und schöpfen etwas kraft und füttern unsere geduld und unsere empathie, dann wird es uns schon gut ergehen, so hoffe ich.

Sham, my “very own news curator” hat mir was zu denken gegeben, was ich dir für den blog geben will: “today, I wanted us both to leave 2020 with the reminder that 2020 wasn’t special and that we need to think further ahead.” https://www.whathappenedlastweek.com/


Margaret (Małgorzata) Kowalska
25 grudnia 2020, Ottawa, Kanada

Ten dziwny rok dobiega już końca, czas na retrospekcje i podsumowanie. W sumie nie było tak źle, chociaż inaczej. Szybko przystosowaliśmy się do „social distancing”, maseczek i kolejek przed sklepami. Co prawda jak pierwszy raz włożyłam maseczkę, idąc do sklepu, pomyślałam, że wyglądam idiotycznie, ale w sklepie wszyscy mieli maseczki, więc przestałam się przejmować. Nauczyłam się również oceniać te przepisowe dwa metry odległości i czuję fizyczny niepokój, jak ktoś stoi za blisko.

Tuż przed wybuchem pandemii zdołaliśmy z rodziną mojej córki zaliczyć dziesięć dni na Florydzie. Wróciliśmy na tydzień przed zamknięciem granic. W mojej pracy zawodowej nic się nie zmieniło, ponieważ i tak pracowałam z domu i do biura jeździłam raz w tygodniu, żeby się pokazać. No to przestałam jeździć.

Z wnuczką najpierw widywałam się na odległość – ona na ganku, ja koło samochodu. Stopniowo, w miarę ocieplania się, zaczęłyśmy spotykać się u córki w ogródku. A pewnego dnia moja córka pozwoliła mi wejść do ich domu, ale tylko do jednego pokoju. No a potem stałam się częścią ich bąbla (buble) i już wszystko było w porządku. Zainicjowałam również czytanie książek na dobranoc przez video. Moja wnuczka to uwielbia.

W czerwcu miałam trochę nerwówki, bo dostałam gorączki i bolały mnie kości. Typowe objawy grypy, ale w tych czasach… Pognałam oczywiście zrobić wymaz (trzy godziny stania w kolejce na zewnątrz – miałam ze sobą składany stołeczek), potem dwa dni czekania na wynik i radość, że negatywny.

Zrobiłam się niestety nietolerancyjna – w stosunku do ludzi, którzy narzekają na niewygodę i obostrzenia, którzy twierdzą, że się nie zaszczepią. Wojuję z takimi wypowiedziami i na FB, i osobiście, tłumacząc, że w czasie wojny ludziom było znacznie gorzej i jakoś nikt nie protestował. Bo to jest przecież nasza mała wojna, która kiedyś się skończy i naprawdę nic się nikomu nie stanie, jak w tym roku nie pójdzie do knajpy czy na mecz. A te szczepionki nie zmienią nas w długłowe potwory czy roboty.

Patrzę z nadzieją na rok 2021, chociaż wiem, że daleka jeszcze droga przed nami.
A od córki dostałam pod choinkę taką oto zawieszkę, którą 1 stycznia powieszę na drzwiach mieszkania!


Maria Marucelli (Włoszczyzna)

Zdjęcie Ponte Vecchio we Florencji to najsmutniejsze, dla mnie, zdjęcie tego roku; wygląda jakby to była makieta, nie ma ludzi, a tak jak już pisałam – miasto musi żyć!

Zdjęcie Warszawy, to skrzyżowanie Alei Jerozolimskich z Marszałkowską podczas pierwszej manifestacji Strajku Kobiet! Zdjęcie które wypełnia serce nadzieją!

Krystyna Koziewicz
Goodbye Stary Roku

Rok 2020 sporo namieszał w naszym życiu codziennym, dopadła nas śmiercionośna pandemia, która wszystkim bez wyjątku zmieniła styl życia, także nasze nawyki, przyzwyczajenia. Pomimo problemów, jakie przysporzył wirus jestem wdzięczna losowi, że dane mi było przeżyć kolejny rok bez wielkich wstrząsów. Miałam cudowny czas z rodziną podczas świąt wielkanocnych, także urlopu w Małopolsce i Karkonoszach. Było wiele innych okazji do celebrowania życia doceniając każdą chwilę korzystając z dobrodziejstw kulturalnych Berlina. Tegoroczne święta Bożego Narodzenia wprawdzie bez fizycznej obecności najbliższych, pomimo tego nie brakowało mi bliskości za pomocą spotkań na Messengerze. No cóż, takie mamy czasy!

Rok 2020 obfitował w smutne wydarzenia, odeszła do wieczności wspaniała duchowa koleżanka Joanna, która służyła życzliwą radą, potrafiła szczerze pocieszyć i doradzić w trudnych sytuacjach. Co było bezcenne u Joanny – to skromność, takt i dyskrecja. Brakuje mi Jej ciepła, spokojnego dystansu, rozmów telefonicznych, smsów, postów na WhatsAppie.

Żegnaj Joanno!

Trudno mi było uwierzyć, że zmarła w zupełnym zaciszu Wiktoria Korb, która ze swoim talentem i dorobkiem publicystyczno-literackim należała niewątpliwie do grona berlińskiej bohemy. Wszędzie, gdzie pojawiała się, przyciągała wzrok, robiło się barwniej i weselej, świetnie się spędzało wspólny czas podczas rozmaitych spotkań polonijnych.

Cześć Jej pamięci!

Tuż przed świętami Bożego Narodzenia, 22 grudnia 2020 odszedł w Warszawie Wojtek Borowik – prezes ze Stowarzyszenia Wolnego Słowa, działacz opozycji antykomunistycznej, który wielokrotnie brał udział w polonijnych projektach w Berlinie. Wojtek łączył ludzi, nie dzielił, posiadał dobre umiejętności komunikacyjne.

Żegnaj Wojtku!

Koronowirus wywrócił do góry nogami nasze życie, całkowicie zdominował naszą codzienność. W internecie mamy zalew sprzecznych informacji, chaos zapanował wszędzie i w dużym natężeniu, nasza codzienność to plątanina spraw i emocji. To, co mnie wewnętrznie definiuje, to prawo życia w zgodzie z sobą i swoimi wartościami, a nie kogoś innego. Mam pełne zaufanie do profesjonalnych zaleceń medycznych, ufam wiedzy i ekspertyzom naukowców, tylko ich zalecenia mogą nas wszystkich uchronić przed nieszczęściem! Powszechnie dostępną szczepionkę przeciw Covid-19 traktuję jako dobro publiczne, z którego zamierzam naturalnie skorzystać.

Nie ubolewam specjalnie z powodu narzuconych ograniczeń w kontaktach społecznych, także braku bliskości z rodziną. Na szczęście media społecznościowe Facebook, WhatsApp czy Skype, czyli tzw. cyfrowa rzeczywistość umożliwia nam kontakt ze sobą. Sądzę, że ta sytuacja wzmocniła jeszcze bardziej nasze relacje interpersonalne, chociaż najważniejszą wartość stanowią jednak spotkania twarzą w twarz.

Prawdą jest, że na świecie nagromadziło się sporo zła, choć zawsze wydawało mi się, że żyjemy w najlepszym z możliwych światów i dalej tak uważam. Świat potrzebuje od nas dobra, które tkwi w naszym sercu, musimy kierować się zasadami miłości, wiary i nadziei w stosunku do drugiego człowieka.

Nie skarżę się na los, wierzę mocno w to, że jeszcze będzie pięknie, jeszcze będzie normalnie. Cieszę się z faktu, że jestem zdrowa, że święta spędziłam w domowym ciepełku, a nie w szpitalu, pod respiratorem, w trumnie czy na cmentarzu. W sytuacji pandemicznej nic mi więcej nie potrzeba, żyję według własnego scenariusza w przyjaznym otoczeniu, uwielbiam to, co mnie otacza.

Często słucham refleksyjnej piosenki Johna Lennona „Wyobraź sobie”, którą Państwu dedykuję z okazji Nowego Roku 2021

WYOBRAŹ SOBIE (IMAGINE)

Pomyśl, że nie ma nieba
To przecież proste tak
Pod nami nie ma piekła
Nad głową – tysiące gwiazd.
Wyobraź sobie ludzi
Gdy pokój ogarnia świat
Pomyśl, że nie ma granic
To takie proste…wiesz
Nikt nie zabija za nic
Religii nie ma też.
Wyobraź sobie, że ludzie
Żyją dzisiejszym dniem
Powiesz że to marzenia
Lecz przecież nie jestem sam.
Któregoś dnia staniesz ze mną
Bo to jest nasz wspólny świat
Pomyśl, że nie ma głodu
To łatwe, przecież wiesz
Już nie ma żadnej biedy
Chciwości ani łez.
Wyobraź sobie ludzi
Dbających o cały świat
Powiesz, że to marzenia
Lecz przecież nie jesteś sam
Któregoś dnia staniesz ze mną
Jeden jest nasz wspólny świat.

tłum. Michał Worgacz


Ela Kargol
Ten rok był wyjątkowy, zaczął się dobrze, kończy mniej dobrze. W tym całym “mniej dobrze” jest dużo dobrego. Na wiele rzeczy pozwala inaczej spojrzeć, inne rzeczy docenić. W moim przypadku nie tylko pandemia namieszała.
Gdy zachodziło słońce na czerwono, moja babcia zawsze mówiła, że będzie wojna, albo coś gorszego. Nie zawsze spełniały się przepowiednie babci.
Ta czerwień powstaje z rozproszenia światła na zawieszonych pyłach. Nawet nie wiem, czy to o te smogowe pyły chodzi. Jakby tak było, to im gorzej tym piękniej?


Zbigniew Milewicz
Nie będzie to specjalnie odkrywcze, co napiszę, ale na przekór trendom starałem się nie myśleć za dużo o wirusie, tylko robiłem swoje, czyli żyłem. Jak corona człowiekowi spadnie z głowy, to żyje mu się lżej. Poza tym układałem nowe rymy, ale nawet totalnie niemuzyczne ucho do słowa Biontec dobrałoby “majątek”, a więc faktycznie nie był to dla mnie zbyt odkrywczy rok. Mam nadzieję, że pod tym względem Nowy będzie lepszy, czego i Państwu życzę.

 


Brigitte von Ungarn-Sternberg
Einen Gruß zur Jahreswende!
Das Video hat mich sehr fasziniert, wie man nämlich per Videokonferenz einen ‚Götterfunken‘ erzeugen kann, bzw. Freude.
Wie die das wohl gemacht haben!?!

Ein gesundes, frohes 2021 wünsche ich allen!
Brigitte

Da diese Melodie zur Europahymne geworden ist, kann mit ihrer Aufführung möglichst eine ‚Europabegeisterung‘ neu angefacht werden. Das hat unser Kontinent auch wirklich immer wieder nötig, nämlich dass wir unseren Zusammenhalt stärken.

Die Völker und Nationen in Europa werden immer sie selbst bleiben mit ihrer Sprache, Geschichte und Kultur. Man braucht keine Angst zu haben ein Schmelztiegel oder schlimmer noch ein Einheitsbrei zu werden. Außerdem gab es in allen Jahrhunderten der Geschichte ständig europaweite Entwicklungen zusammen oder auch gegeneinander. Wenn man mit offenen Augen durch europäische Städte geht, kann man das ablesen z.B. in Stadtplanung und Architektur.

Der Dirigent Christian Thielemann hat einmal gesagt, dass er an Beethoven besonders bewundert, dass er niemals aufgegeben hat trotz Taubheit und abnehmender Gesundheit.

Ich glaube, dass das als Energie zu uns über die Musik kommt:

Niemals aufgeben!


Ewa Maria Slaska
I na końcu życzenia i podziękowania ode mnie, Adminki i Redaktorki tego bloga. Dziękuję Wam wszystkim za Wasze teksty, ale jeszcze bardziej za przyjaźń, jaką od Was otrzymuję. Niech ten Nowy Rok 2021 pozwoli nam zachować to, co udało się nam ocalić w minionym roku, czyli właśnie Przyjaźń, Miłość i Solidarność.

Nie damy się!

Als Redakteurin und Administratorin dieses Blogs möchte ich mich bei Euch allen für Eure Texte bedanken, aber vielmehr sogar für die Freundschaft, die ich mit den Texten von Euch bekomme. Ich hoffe, dass das Neujahr 2021 uns erlaubt, dies zu bewahren, das wir vom vergangenen Jahr rübergerettet haben: Freundschaft, Liebe, Solidarität.

Niemals aufgeben!


Ciąg dalszy – Fortsetzung

Nach Marienfelde

Wanderung in der Zeiten der Seuche. Muss man sehr nah Wandern. Berliner Umgebung habe schon längst Entscheidung getrofen, man wünscht sich uns, die Berliner überhaupt nicht. Dan kam gestern weitere harte Corona Entscheidung, Leute die aus fünf polnische Voivodschaften nach Berlin kommen, werden in die Quarantäne geschickt. Darunter ist auch Danzig, Hart, hart, hart geht die Corona an uns zurück.

Text: Christine Ziegler, Fotos: Martin Cames

Ein neues Kapitel aus der Geschichte: Da war ich ja noch nie!

Die Pandemie hat genügend Schattenseiten, die sind auch des längeren beklagt und nicht so leicht auszuhalten. Desto wichtiger ist es, auch den Gewinn sich vor Augen zu führen. Seit März sind Martin und ich unterwegs im eigenen Kiez und darüber hinaus und probieren neue Wege aus. Nur ein Schritt zur Seite und schon öffnet sich eine unbekannte Welt. Wie verblüffend das immer wieder ist!

Nun sind wir aufgrund eines freundschaftlichen Tipps bis Marienfelde gefahren, das war mit hinreichender Sicherheit ein Ort, an dem wir Beide noch niemals waren. Anlass ist das 800 jährige Bestehen des Ortes.

Das wurde natürlich angemessen gefeiert und in diesem Zusammenhang hat das Künstlerduo Maria Vill und David Mannstein mit haushohen Fotos an wichtige Stationen und Personen der Marienfelder Geschichte herausgehoben.

Was haben wir gefunden?

Gleich zu Beginn stoßen wir auf eine freundliche Parole: Die Barmherzigkeit erhebt sich über das Gericht. Wo sind wir gelandet? Wir stehen in der Beyrodtstraße 4 vor der Kirche St. Alfons.

Was hat es damit auf sich? Wir lernen aus dem Begleittext: Der Heilige Alfons war bereits mit 16 Jahren promovierter Jurist. Weil er der Gerechtigkeit noch stärker dienen wollte, studierte er zusätzlich Theologie. Als Seelsorger widmete er sich den Ärmsten, als Theologe entwickelte er eine auf der göttlichen Barmherzigkeit gegründete Moraltheologie, die noch heute aktuell ist.

Da hab ich mich schon gewundert, dass jemand mit 16 Jahren promovierter Jurist sein kann, doch da reden wir auch vom 18 Jahrhundert.

Weiter gings und wir standen gleich darauf an der Marienfelder Allee 6 vor einem Haus, an das nichtwenige unserer Mitberliner:innen eine wahrscheinlich bittersüße Erinnerung haben werden. Marienfelde im geteilten Berlin: Eine Familie ist aus der DDR geflohen und findet Unterkunft im Notaufnahmelager. Das Bild erinnert uns, dass es eine Zeit gab, in der auch Deutsche Flüchtlinge waren – und schafft eine Nähe zu den geflüchteten Menschen, die heute hier aufgenommen sind.

Wir Frühaufsteher:innen waren noch vor der Öffnungszeit angekommen und so ging es gleich weiter zur Kaiserallee 33.

Das alte Preußen lässt grüßen. Aber was ist die Profession der Herren? Das Fahrrad bringt mich auf die richtige Spur, es sind die Männer von der Poststelle. Das Gebäude befindet sich gegenüber vom früheren Kaiserlichen Postamt, Kaiserallee 32. Die Postbeamten aus der Kaiserzeit waren so, wie sie hier stehen, 1905 in einem Gruppenportrait vor dem Postamt positioniert. Wäre es noch da, würden die Beamten von hier aus ihre Post betrachten.

Ok, statt des sicher stattlichen Postamts steht da ein eher unansehnlicher Zweckbau aus den 1970er Jahren und wir machen uns schnell wieder auf, um ein paar Meter weiter auf die Bibliothek zu treffen.

Das Mädchen scheint zu träumen. Es symbolisiert den Zustand der Ruhe, den wir brauchen, um uns von der Muse küssen zu lassen – in Form von Literatur, Musik, Kunst. Erst wenn man die Rückseite des Gebäudes betrachtet, sieht man eine fliegende Eule, Symbol der Weisheit und Tiefgründigkeit. Dem Nachtvogel haftet etwas nicht Greifbares an, so wie es auch in der Literatur immer einen unbegreiflichen „Rest“ gibt.

Von der Marienfelder Allee 107 geht es weiter zu einem Bild, das auch das Fliegen zum Thema hat. Hier hat leider der Zahn der Zeit schon am Motiv genagt.

Über das Motiv am Haus an der Budesstraße 101, am südlichen Einfallstor nach Berlin: Durch den nahen Flughafen ist hier nicht nur der Straßen-, sondern auch der Flugverkehr sehr lebendig.
Das Bild stellt unseren gewohnten Fortbewegungsmöglichkeiten auf humorvolle Weise klimafreundliche Alternativen zur Seite. Wie die Leute das wohl so finden, dass der Flugverkehr sehr lebendig ist? Schade um den Kranich, von dem nur noch der Kopf zu ahnen ist.
Also schnell weiter zu diesen zwei ehrwürdigen Personen. Wir sind ganz ratlos, wer das sein könnte.

Und lernen: Das Ehepaar Adolf und Emilie Kiepert prägte Marienfelde wie kaum jemand anderes. Adolf Kiepert erwarb das Rittergut Marienfelde 1844, baute einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb auf und schaffte Erwerbsmöglichkeiten für viele Menschen. Er engagierte sich
vorbildlich für das Gemeinwohl in Marienfelde. Wir finden Adolf und Emilie am Gutshof klebend und alles gehört heute zum Bundesinstitut für Risikobewertung.

So langsam kriegen wir Hunger, doch noch sind nicht alle Stationen gesehen und Vollständigkeit ist
schließlich angestrebt. So finden wir den Weg zur Alten Feuerwache, Al ‐Marienfelde 36.

Das Bild finde ich wunderbar skurril.

Das helle Feuer oben, was mir der Turm der Feuerwache suggeriert ist in Wirklichkeit ein Koi und die Menschen der Räuberleiter findet ihn oben statt unten im Wasser. Was schreiben uns die Künstler:innen?
Ein Motiv mit hohem symbolischem Charakter: Die Räuberleiter steht als Bild für das Zusammenspiel im Sport. Wie so oft im Leben sind es nicht zuletzt soziale Kompetenzen wie Teamgeist und Zuverlässigkeit, die auch Ziele erreichbar machen, die alleine unerreichbar sind.

Ein Schluck Tee zum Aufwärmen, die Augen schon auf dem Weg nach nettem Unterschlupf fahndend, doch noch sind zwei Stationen zu finden:

Herrn Jacobsohn fehlt schon der Kopf, auch da hat das Wetter schon einen Teil der Kunst geraubt. Wenn es nur das Wetter wäre, an diesem Ort wurde schon ganz anderes geraubt: Das Bild zeigt einen durch einen Riss in der Fassade verschwindenden Arzt. Es symbolisiert den Riss im Leben Moritz Jacobsohns, der hier sein Zuhause und seinen Wirkungskreis hatte. Er war in Marienfelde verwurzelt und hoch angesehen. Mittellose Patient_innen behandelte er stets kostenlos, und er und seine Frau unterstützten Hilfesuchende, wo immer sie konnten. Wegen seiner jüdischen Herkunft waren er und seine Familie 1938 zur Flucht in die USA gezwungen.

Noch einmal am Weiher vorbei durch eine kleine Grünanlage stehen wir vor einer Schule. Doch da ist noch mehr zu entdecken. Szenen aus dem Klosterleben: Das Kloster Vom Guten Hirten nahm viele Mädchen und junge Frauen auf, die Opfer von Armut, Kriminalität, Prostitution oder Obdachlosigkeit waren. Durch Fürsorge, Schule und Ausbildung wurden sie auf einen Neuanfang im Leben vorbereitet.

Was ich erst aus begleitendem Material erfahre: Die schwarz gekleidete Schwester macht grad Sport. Turnmutter Hildegard statt Turnvater Jahn?

Heute ist hier noch immer eine Schule.

Es lohnt sich auf jeden Fall, diesen Pfad nachzugehen, wir hoffen, dass die Bilder noch eine Weile erhalten bleiben.

Noch einen Grund haben wir, euch vorzuschlagen, den Weg nach Marienfelde zu suchen. Unsere Rast haben wir bei „Erna und Else“ gehalten, dem Café vom Bauernhof Lehmann. Köstlicher Pflaumenkuchen, das wissen wir schon. Alle anderen Sorten müssen noch probiert werden! Sahen aber schon mal gut aus. Das alles gegenüber der alten Dorfkirche.

https://www.berlin.de/ba‐tempelhof‐schoeneberg/ueber‐den‐bezirk/veranstaltungen/800‐jahre‐ marienfelde/artikel.965959.php

https://www.berlin.de/ba‐tempelhof‐schoeneberg/ueber‐den‐bezirk/ortsteile/marienfelde/

Auf dem Fahrrad und zu Fuß 3

Christine Ziegler

Liebe Ewa,

letzte woche sind wir nur ganz profan zum einkaufen nach havelberg gefahren, um uns in unserem feriendomizil gut einzurichten. Doch nun haben wir die stadt durchstreift und die wucht des doms auf uns wirken lassen.

wie seltsam, dass mensch sich heute streitet, ob der dom 946 oder 948 begründet wurde. lustig daran ist nur, dass schon früh die dokumente gefälscht wurden, um sich einen vermeintlichen vorteil zu verschaffen. Hat dann wohl nicht ganz so geklappt, das gleichaltrige magdeburg hat sich als stadt dann ganz anders entwickelt als havelberg.

der dom st. marien wird über die straße der romanik erreicht und viel romanisches ist auch noch erhalten, wenn auch der gotische umbau 1279 begann. Im grundriss sowie im baulichen kern blieb die romanische basilika erhalten. rings um den dom steht als extra bezirk eine kleine bischofsstadt. unten, umflossen von der havel steht die eigentliche stadt rund um die stadtkirche st. laurentius. und weil die havel, träge wie sie ist, zu mäandern neigt und sich gerne verzweigt, gehört zur stadt auch noch die petroleumsinsel, die ihren namen daher hat, dass aus feuerschutzgründen das petroleum da draußen gelagert wurde.

heute ist dort ein neuer schatz gebunkert. der NABU, in der ganzen prignitz fleißig, hat dort ein informationszentrum, das haus der flüsse, etabliert. und so wird deutlich, wie sehr in zeiten der industrialisierung die landschaft verändert wurde. heute werden zugeschüttetel havelarme wieder freigelegt und die fahrrinne kleiner gehalten und das leben kehrt ans naturbelassene ufer zurück.

unerwarteterweise ist havelberg schon sachsen-anhalt, obwohl es teil der historischen landschaft der prignitz ist und die havelberger bischöfe bis nach wittstock regierten. doch die grenzziehung zwischen den bezirken war in der ddr so, über elbe und havel hinweg. nach der wende haben die havelberger diese zugehörigkeit bestätigt.

mir gefällt dieser ungeheure turmbau sehr. Uund ich bin immer wieder beeindruckt, wenn ich landwärts hier ankomme und von dort in die havelniederung schauen kann. eine unglaubliche weite tut sich auf, der blick reicht bis stendal. da hat die eiszeit auch wieder was schönes gebaut.

liebe grüße

Christine

ps: Ich weiß noch nicht, wohin es uns diese tage noch verschlägt. Auf dem land ist viel los, die getreideernte wird eingefahren. die störche schlagen sich nochmal so richtig den bauch voll, bevor sie uns schon bald verlassen. Also schnell noch nach Rühstädt, damit sie nicht schon weg sind.

Auf dem Fahrrad und zu Fuß 2

Er hatte über seine Wanderungen so viel geschrieben. Ob unsere Autorin uns auch so viel zuschickt?

Christine Ziegler

briefe aus dem urlaub

liebe ewa,

die kraft hat gereicht, um nach kyritz zu fahren und wieder zurückzukommen. viel weiter wird der radius um klein-leppin nicht reichen, aber das macht ja nix.

dann gibt es eben nicht so viele häuser und statt dessen mehr eichen und föhren und birken zu sehen und noch immer die felder voller weizen und mais, manchmal auch kartoffeln.

unverhofft haben wir auf dem weg nach kyritz dann den ort demerthin entdeckt mit einem echten renaissance-schloss. 

das ist die heutige auswahl.
der sommer ist voller farben mit großer schönheit. ganz dunkles grün von den wäldern, ganz helles vom straßenrand, wo sie vor kurzen gemäht hatten und manches jetzt neu sprießt. weißgold die felder wenn die sonne scheint, überwältigend rot der klatschmohn, begleitet von kornblumen und kamille, die sich mit ihrem duft ankündigt, bevor sie zu sehen ist. der himmel kann alle schattierungen von grau bis weiß und blau, was für ein grandios wechselhaftes wetter! manchmal ist der wind unser freund, manchmal muss ich schon stöhnen, doch überwiegend ist das reisen mit dem rad ein großer genuss.

liebe grüße
christine

ps. die fotos sind von martin.