War die Welt früher schwarz-weiß?

Brigitte von Ungern-Sternberg

Ich habe ein schönes Video aufgetrieben – eine Fahrt mit der Linie 4, einer schrappigen Trambahn, durch dasMünchen der 60iger Jahre. In den Trambahnwagen bewegten sich damals noch ein Schaffner oder eine Schaffnerin. Die Stimmung dieser Trambahnfahrt mit der Linie 4 in schwarz-weiß Farben – eher Nicht-Farben – gefällt mir besonders. Damals war München (Berlin, Warschau, London ….) auch noch nicht so bunt wie heute. Es gab viele graue Häuser, manche noch mit den Einschusslöchern des letzten Krieges. Wenig Grünes, wenig Bäume. Irgendwie war die Welt früher eher schwarz-weiß, so wie die Fotos, die gemacht wurden – jedenfalls in meiner Erinnerung. Grellbunte Farben haben mit der Popkultur eingesetzt.

Besonders wichtig waren für mich und meine Altersgenoss*innen im Münchner Stadtteil Schwabing, in dem ich meine Kindheit und Schulzeit verbrachte, die Kinos, allen voran das Kino in der Occamstraße. Man konnte in ihnen der etwas spießigen Welt der 50-er Jahre ff entkommen in andere Welten. Ich habe ein paar Fotos von diesen zauberhaften Orten gefunden, an denen alle paar Tage ein anderer künstlerisch anspruchsvoller Film aus Italien, Frankreich, England, Amerika, auch Filme der 20iger, 30iger und 40iger Jahre liefen – viele in schwarz-weiß, Tore zur Welt!

Wichtiger als die eher langweilige Schule!

Mank oder Hearst? Wer ist hier Don Quijote?

Für Tomasz, den ich nicht kenne, der mich aber in einem Kommentar auf diesen Film aufmerksam gemacht hat

Mank, ein Film darüber, wie ein sturer Drehbuchautor ein Drehbuch über einen Sturer Zeitungsverleger durchboxt. Eine wahre Geschichte. Am Ende des Kampfes bekommt der Schriftsteller einen Oskar, einen einzigen den der Film bekommen hat, obwohl er in neun Kategorien nominiert war.

Alles alte Geschichte, über Kreativität, Freundschaft, Sturheit, Loyalität, Treue den Anderen und sich selbst und Armut des Sturen in der Welt der reichen Opportunisten.

Auf Wikipedia liest man:

Mank ist eine US-amerikanische Filmbiografie von David Fincher, die am 4. Dezember 2020 von Netflix veröffentlicht wurde. Der Regisseur widmet sich in seinem Film der wahren Geschichte des Hollywood-Drehbuchautors Herman J. Mankiewicz, gespielt von Gary Oldman, und dessen Streitigkeiten mit Regisseur Orson Welles über das Drehbuch für Citizen Kane, ein Film aus dem Jahr 1941. Das Drehbuch schrieb Jack Fincher, der verstorbene Vater des Regisseurs. Im Rahmen der Oscarverleihung 2021 erhielt der Film in zehn Kategorien eine Nominierung, so als bester Film, David Fincher für die beste Regie und Gary Oldman als bester Hauptdarsteller. (…) Der Protagonist des Films ist Zeitungsverleger William Randolph Hearst, dem der Drehbuchautor vorwirft, seine eigene Jugendideale verraten zu haben und mit dem Nationalsosialismus in Deutschland zu sympathisieren.

Manks Drehbuch, zunächst America betitelt und dann von Oskar Welles als Citizen Kane verfilmt, ist zu einer ganz persönlichen Abrechnung mit Hearst und einem anti-liberalen Hollywood geworden. Die Gerüchte um das Drehbuch kochen in Hollywood hoch, Hearst und Mayer (der Chef von MGM – Metro Goldwyn Meyer) versuchen eine Verfilmung zu verhindern und Mank mit Versprechungen des Geldes und Einflusses zum Rückzug zu überreden, doch er bleibt standfest. Mankiewicz verlangt schließlich auch, neben Welles in den Credits zum Drehbuch des Films genannt zu werden, was Welles widerwillig hinnimmt. Citizen Kane wird in neun Sparten für den Oscar nominiert und erhält die Auszeichnung für das beste Originaldrehbuch.

Schon vor ein paar Wochen schrieb hier auf dem Blog ein Kommentator, dass der Film eine moderne Version der Don Quijote-Geschichte ist:

In dem Film von David Fincher, der gerade für Oscar nominiert wurde (in zehn verschiedenen Kategorien!) Mank, die Hauptfigur – gespielt von Gary Oldman – zitiert und paraphrasiert nicht nur, sondern ist es auch! DQ. Und sein Sancho ist eine Frau, oder es sind gar die Frauen. Der in Schwarz-Weiß gedrehte Film bezieht sich auf Citizen Kane (Gewinner des Oscar für das beste Originaldrehbuch von 1941 und nominiert in neun Kategorien), dessen Drehbuch von Herman J. Mankiewicz (Spitzname Mank) geschrieben wurde und hier eben von Oldman gespielt. Die Handlung basiert auf Manks wahrer Geschichte und seinen Auseinandersetzungen mit Regisseur Orson Welles. Der Charakter von Kane war – wie wir wissen – dem Geschäftsmann William Randolph Hearts nachempfunden, dem Verleger und Pressemagnaten, den Mank kennengelernt und mit dem er sich angefreundet hatte. Diese Freundschaft hat sich – wie es manchmal bei Freundschaften der Fall ist – verschlechtert. Citizen Kane – so offiziell, distanziert und cool benannt – wurde aus der Manks Perspektive geschrieben, dazu auch seine persönliche Beziehungen mit Hearst und seine Ansichten des antiliberalen Hollywoods gehören. In der Ära von #meetoo, #fakenews, Ausbeutung und Regierungspropaganda werden beide Filme mit vage Freude betrachtet.
Und in welchen Kategorien Mank-DQ gewonnen hat, werden wir wahrscheinlich am 25. April während der Oskar-Preisverleihung herausfinden
.

Also gerade eben.

Ich habe den Film schon gesehen und “mache es hiermit kund”, dass es eine doppelte Don Quijote Geschichte ist. Einerseits sagt Mank, dass es der Hearst ist, der Don Quijote verkörpert. Andererseits aber ist es der Mank selber…

***
Also Hearst.

Am Ende des Films findet ein Empfang statt, bei dem alle wie Zirkussartisten verkleidet sind. Zirkus der Reichen und Schönen. Mank kommt zu spät, ist nicht verkleidet und sichtlich besoffen. Er wird reden. Er beginnt seine Rede damit, dass er mit dem Messer absichtlich so stark in ein Glas voller Wein stösst, dass das Glas zerbricht und Wein und Glassplitter in alle Richtungen springen. Der Wein ist rot. Mank steht auf.

– Ich habe eine fabelhafte Idee für einen Film, Louis (gemeint ist Hearst, der Gastgeber des Empfangs). Ein Film, den ihr alle lieben werdet. Eine moderne Version von Don Quijote. Ich weißt zwar, dass keine von ihnen liest, aber sie wissen worum es in der Story geht. Um einen alten verrückten Adliger, der gegen den Windmühlen kämpft. Also, wie übertragen wir diese Geschichte in unsere moderne Zeit? Wie wäre es, wenn wir aus unserem Quijote einen Zeitungsmann machen? Wer sonst verdient sein Lebensunterhalt mit dem Kampf gegen die Windmühlen? Aber das reicht nicht! Er will nicht nur die Leserschaft. Er will mehr als nur Bewunderung. Er will Liebe. Deshalb kandidiert er für einen öffentlichen Amt und weil er reich ist, gewinnt er. Bemerken wir es, ein, der reich und mächtig ist, kann kein Publikum gewinnen. Es sei denn, er bekennt sich in letztem Akt zu seiner Fehler. Merken wir es uns dazu noch, dass wenn man reich und mächtig ist und braucht sich nie für seinen Taten zu entschuldigen, ist nur in echtem Leben bewunderswert. Habe ich nicht recht, Louis?

Er zündet sich eine Zigarette von einem großen offenen Kaminfeuer.

– Also was tun wir? Wir geben ihm Idealen, mit denen sich das bettelarme, wirtschaftskrisemüde Publikum identifizieren kann. Er, unser Don Quijote, ist gegen die Großkonzerne, für den achtstundigen Arbeitstag, für faire Einkommensteuer, bessere Bildung und sogar Verstaatlichung der Eisenbahn. Und wie nennen wir solche Menschen?
– Kommunisten!
– Sozialisten!

– Nein! Unser Don Quijote ist ein schlagfertiger Skandalreporter. Manche prophezeien, dass er eines Tages die Präsidentschaft gewinnt, also Präsident wird und als solcher Initiative unternimmt, dass es dazu kommt, Achtung! dass er die sozialistische Revolution einleitet!

Er lacht.

– Was für ein Schwachsinn!
– Ach ja? (…) Unser Don Quijote, er hungert, er giert, dürstet danach, dass die Wähler ihn lieben. Ihn genug lieben, um ihn zu Präsidenten zu machen. Aber das tun sie nicht. Sagen Sie, wie konnte das passieren? Könnte es sein, dass sie im tiefsten Inneren ihrer Herzen wissen, dass ihm die Macht mehr wert ist als die Menschen? Vom Kongress enttäuscht…

Die Empfangteilnehmer erheben sich nacheinander und gehen.

– Ist er nicht imstande in zwei Amtszeiten ein einziger Gesetz einzubringen. Können Sie das fassen? Sowas muß gut geschreieben werden.
Er wird als Präsidentschaftskandidat nomniniert, aber… er ist zu radikal für Hintermänner. Er scheitert, aber wir erreichen etwas. Und daraus können wir etwas machen. Wir bauen Sympathie auf. Zurückgewiesen flüchtet er ins Paradies. Ins Lotusland, wo sein treuer Troll Sancho ein Märchenreich vorbereitet hat. Der treue, treue Sancho, der wunderbare mythisches Königsreich… Warten sie mal, die romantische Heldin habe ich vergessen. Ihr Name… Dulcinea. Witzig, abenteuerlustig, klüger als sie sich gibt. Sie ist ein Revue-Girl, gesellschaftlich unter seine Schicht, aber es passt. Denn die wahre Liebe auf der Leinwand ist, wie wir alle wissen, ideal also… blind. Und sie… ja… sie liebt ihn auch. Also nimmt er sie mit in sein mythisches Märchenland.
Und jetzt, Auftritt von Nemesis. Das ist griechisch für “schwarzer Hut”.

Die Partygäste verliessen den Saal. Und ich weiß, dass der Paradies Barataria heißt.

Aber Mank hat noch eine Parabel im Ärmel. Eine Geschichte, die ein paar Jahre vorher passiert ist, als ein sozialistisch veranlagter Schriftsteller, Upton Sinclair, fürs Amt des Gubernators Kaliforniens kandidierte. Damals hat die gemeinsame Aktion von Hearst and Mayer seine Chancen zunichte gemacht.

– Es kommt Nemesis! Nemesis kandidiert als Gouverner und hat beste Chancen zu gewinnen. Wieso? Weil er exact so ist, wie unserer Don früher mal gewesen ist. Ein Idealist. Verstehen Sie? Und nicht nur das. Er ist auch derselbe Bursche, der mal vorausgesagt hat, dass unser Don Quijote eine sozialistische Revolution einleiten würde. Unser Quijot sieht in den Spiegel seiner Jugend ein und beschließt, diesen Spiegel zu zerbrechen. Und somit den Mann zu zerbrechen, den er einmal war. Mithilfe seiner getreuen Sanchos. Und mit allen Mittel der Schwarzen Magie (gemeint ist der Film als Medium), die ihm zur Verfügung stehen, tut er genau das. Und damit vernichtet er nicht nur einen Mann, sondern zwei.

Der Partyraum ist schon fast leer.
Mank ergibt sich.
Hearst begleitet ihn zum Ausgang und erzählt ihm eine Anekdote. Anekdote über den Affen des Leierkastenspielers. Der Affe denkt, dass er entscheidet und der Spieler dann spielt, wenn er, der Affe, Lust hat, zu tanzen. In der Tat aber ist es natürlich umgekehrt.

Nemesis, das sei aber im Film nicht gesagt, Nemesis war eine griechische Göttin des gerechten Zorns.

Ist also Hearst der Don Quijote? In einem gewissen Sinne – ja, aber andererseits ist vor allem Mank selber der Don Quijote, ein Mann von einer festen Überzeugung geleitet, dass es seine Mission ist, die Machenschaften der Film- und Zeitungsindustrie zu enthüllen und an Pränger zu stellen. Ein allein kämpfender Ritter der verlorenen Sache: Der Warheit, Treue und sozialer Gerechtigkeit.

Ein sehr guter Film. Möge er alle seine Oskars bekommen, zu denen er nominiert wurde.

PS am Montag früh: Nix hat er bekommen bei Oskarverleihung, nicht Mal eine müde Statuete für Make-up.

“Upload” i “Idiokracja”

czyli wybierając dziś, wybieramy przyszłość naszych wnuków

Oba te filmy należą do kategorii “inspiracje konradowskie” 🙂

Ewa Maria Slaska

Kwiecień 2021 roku. Niemcy znajdują się w ciekawym stanie przygotowań… do gorączki przedwyborczej. To taka staropolska “prolegomena do wstępu”. CDU szarpie się między Markusem trojga imion Thomasem Theodorem Söderem a Arminem jednoimiennym Laschetem. Söder się nie podoba, ale krążą pogłoski, że na tle Lascheta jest boski. Ale z kolei kanclerz z Bawarii, tego w Niemczech jeszcze nie było! Wprawdzie Ludwig Erhard, drugi kanclerz Niemiec, urodził się w Bawarii, ale nie był bawarskim politykiem. Studiował w Hesji, a szlify polityczne zdobywał w Badenii Wirtembergii.

Söder czy Laschet, cóż oni biedacy mogą, że nie są Angelą i że nie tylko wyborcy CDU, ale całe Niemcy, a może i świat boi się czasu, gdy Angela przestanie nami rządzić.

Muszę sprawdzić w sieci, kogoż to nam oferuje biedna niemiecka SPD, partia socjaldemokratyczna, bo nie pamiętam (Olaf Scholz). Ta partia jest obecnie strasznie i totalnie bez znaczenia. Od dawna się nad tym zastanawiam, jak to się stało, że taka świetna i prężna demokratyczna partia, jaką była kiedyś SPD, zmieniła się w pozbawiony znaczenia klubik polityczny. Czy naprawdę jest możliwe, że szkody jakie tej partii wyrządził Gerhard Schröder, i w czasie swej kadencji, i potem, były aż tak nieodwracalne?

No i Zieloni, partia, która w sondażach pędzi do góry jak stado kozic. Dziś się zadecyduje, które z dwojga szefów partii (Zieloni zawsze mają dwoje szefów) zostanie kandydat/em/ką: Annalena Baerbock czy Robert Habeck? Ona jest fajna i młoda, może za młoda nawet (ma 40 lat), on trochę przypomina Trzaskowskiego, ma 52 lata i urodził się 2 września. To mój dzień urodzin, ale to oczywiście bez znaczenia.

A więc: Scholz 62, Laschet 61, Söder 54, Habek 52 i Baerbock 40.

Które z nich ma szansę sprostać wyzwaniom, jakie niesie ze sobą świat po pandemii? Sercem skłaniam się ku jedynej kobiecie na tej liście, również dlatego, że jest taka młoda, ale rozum mówi mi, że to zadanie, które ją zniszczy.

Tu ciekawy artykuł z dzisiejszego Tagesspiegel nt. roweru (dziś Dzień Roweru), zilustrowany zdjęciem Annalene, jak jedzie do pracy na rowerze. A pracuje w końcu w niemieckim parlamencie. Dziękuję Christine Ziegler za “podrzucenie” tego artykułu do bloga. Niestety nie da się inaczej – trzeba sobie ten tekst otworzyć w folderze Downloads. Sorki.

Bo co czeka ją, czy jednego z tych pięciu mężczyzn?

Rozbite, zatomizowane społeczeństwo, od roku czynnie lub biernie sprawdzające, do jakich granic można bezkarnie wypróbowywać nieposłuszeństwo obywatelskie. Dzieci i młodzież, które się dowiedziały, że nikogo nie obchodzi, czego się uczą i czy w ogóle się uczą. Gospodarka, w której wszystkie stare struktury straciły sens, bo po co nam auta i autostrady, a rosną do potęgi zyski firm przewozowo-wysyłkowych, producentów maseczek FFP2 i laboratoriów chemicznych. Katastrofa klimatyczna, której nic już nie jest w stanie zatrzymać, mimo iż rok temu myśleliśmy, że przestaniemy śmiecić, latać samolotami i kupować auta, zbudujemy bikestrady, zostaniemy weganami i nie będzie nam żal pieniędzy na produkty powstające w sposób zrównoważony. Naprawdę w to wierzyliśmy? To to, co czeka nas już jutro, nazywa się rozczarowanie.

Dwa filmy, które obejrzałam w ostatnich tygodniach, a raczej jeden serial i jeden film, pokazują, że pojutrze będzie jeszcze gorzej. Upload opowiada historię człowieka, który z łaski bogatej narzeczonej zostaje po śmierci “załadowany” do wirtualnego raju. W raju czają się co najmniej trzy węże – pieniądze, brak wolnej woli i nuda na wieczność. Po kilku odcinkach wiemy, że bohatera uratuje tylko miłość (która jednak, przecież to też wiemy, nie będzie trwała wiecznie), ale dowiemy się i tego, że ludzki sen o nieśmiertelności jest głupi, a nic nie ma sensu, jeśli życie nie kończy się śmiercią. Wirtualny raj jest komercyjno-konsumpcyjnym piekłem. Ale nie możemy zbyć tego serialu i tego przesłania tylko machnięciem ręki – bo świat (nauka? technika? komercja?) podejmuje wysiłki w tym kierunku. Czy twórcy serialu świadomie traktują go jak ostrzeżenie, czy stworzyli historyjkę “ku uciesze gawiedzi”, a tymczasem okazała się ona kasandrycznym krzykiem?

Idiokracja to kolejne ostrzeżenie, tym razem jednak z całą pewnością świadome. Idiokracja to władza głupoty. W filmie świat zostanie powoli ale systematycznie ogarnięty potworną głupotą, głupienie będzie przebiegało równolegle do całkowitego zniszczenia środowiska, a proces ten będzie trwał 500 lat.

I otóż nie. Nie potrzebujemy 500 lat, żeby skutecznie zniszczyć i ludzi, i świat. Może tak się wydawało w roku 2005, kiedy Mike Judge i Etan Cohen pisali scenariusz Idiokracji (to film z roku 2006, ale scenariusz musiał być przecież choć trochę wcześniejszy). Dziś wiemy, że zniszczenie postępuje znacznie szybciej niż myśleliśmy jeszcze dziesięć lat temu. Bohater filmu zostaje zahibernowany w naszych czasach i budzi się po 500 latach, ale to, co pokazuje film, będzie miało miejsce nie za lat 500, lecz za co najwyżej 50. Joe próbuje przekazać w przeszłość przesłanie, które może uratuje naszą przyszłość od głupoty (“uczcie się i twórzcie sztukę”), ale nie zna przesłania, które uratowałoby nas od katastrofy klimatycznej.

Cezary Graf zrecenzował ten film na youtubie.

Obejrzyjcie koniecznie Idiokrację i zastanówcie się, czy mamy jakąś szansę, żeby Annalena Baerbock została dziś wybrana na kandydatkę Zielonych na kanclerkę, żeby 26 września została wybrana na kanclerkę i żeby w międzyczasie obejrzała ten film, bo wtedy zrozumie, co ją czeka jako kanclerkę.

***

PS. Nie przejmujcie się zakończeniem tego filmiku – ten facet prowadzi kanał o tym, jak zarabiać pieniądze i zawsze każe wszystkim myśleć o pieniądzach.

The Room in Barataria

Ewa Maria Slaska (z inspiracji Konrada)

Tommy Wiseau. Słyszeliście o tym reżyserze? Słyszeliście o tym filmie? Słyszeliście, że można zrobić karierę, nakręcając najgorszy film na świecie?

No tak, można, tyle tylko, że trzeba mieć siedem milionów dolarów. Albo więcej. Nikt nie wie, ile, ale sam film kosztował 6,5 miliona.

Może zresztą słyszeliście o tym, że reżyser jest Polakiem, pochodzi z Poznania i nazywa się Tomasz Wieczór albo Wieczorkiewicz.

Tu jest link do filmu The Room: https://youtu.be/wOKW0PeHVDE (na youtubie został on okrojony o pięć scen seksu, w tym jedną – seksu oralnego)

Tu z kolei link do filmu o tym, jak powstał film The Room – The Disaster Artist: My Life Inside The Room, the Greatest Bad Movie Ever Made: https://www.werstreamt.es/film/details/1126688/the-disaster-artist/ (choć nie wiem, czy nie trzeba będzie zapłacić za streaming); na youtubie można obejrzeć różne fragmenty filmu.

A tu jeszcze do fimu, który był, wydaje mi się inspiracją dla reżysera The Room, choć (chyba) nikt o tym nie wspomina: Okno na podwórze / The rear window; genialny film Alfreda Hitchcocka z Jamesem Stuartem i Grace Kelly; jeden ze stu najlepszych filmów na świecie: https://youtu.be/YEgpkHWECKs

Obejrzyjcie wstystkie te trzy filmy i wtedy tu wróćcie, to Wam powiem, co o tym myślę i dlaczego Tommy Wiseau chciał być (chyba) Don Kichotem, ale jak zaczął kręcić The Room, stał się Sancho Pansą własnej szalonej fantazji.

Bo tak to chyba jest, nie możesz być i marzycielem, i bezwzględnym egzekutorem obowiązków tych, których chciałeś porwać za sobą. Dlatego Marzyciel (podobnie zresztą jak arystokrata) zawsze MUSI mieć towarzysza, tego, który wykona za niego każdą robotę. I tę normalną (wyleje nocnik przez okno w gospodzie), i tę bardziej skomplikowaną (zarezerwuje bilety w Orient Expressie), i tę nużąco codzienną (ktoś przecież musi to wszystko trzymać w garści), i tę wreszcie najbardziej nieprzyjemną, czasem zwaną też brudną, bo przecież czasem trzeba zasztyletować Hoprynę i szlachetny szlachcic, np. Wołodyjowski, sam nie będzie tego robił, od tego ma Rzędziana, Zagłobę, Falstafa czy Sancho Pansę.

Te rozmyślania prowadzą mnie przez chwilę na manowce, przypominam sobie bowiem, że przez całe moje dorosłe życie z zainteresowaniem czytałam o tym, że ktoś komuś towarzyszył w podróżach i do jego obowiązków należało wylewanie nocników, rezerwowanie biletów lub wielbłądów, wykłócanie się z oberżystą, że w pokoju są pluskwy, a w śmietanie mysz. I zawsze wtedy myślałam, że ja też bardzo bym tak chciała. No i popatrzcie, jak pięknie się spełniają takie myśli. Od kilku lat towarzyszę czasem w podróżach mojej najbardziej hojnej i niezwykłej przyjaciółce, Iwonce. Dziękuję, Kochana!

I nie muszę wykonywać żadnych z tych czynności!

Bo naprawdę, marzenia się spełniają, trzeba tylko dokładnie wiedzieć, czego się chce, jeśli bowiem się ich nie sprecyzuje, to można wyjść na tym jak Eryk w powieści Terry Pratchetta Faust Eryk. Chłopak ma 14 lat i trzy standardowe marzenia – żyć wiecznie, panować nad światem, spotkać najpiękniejszą kobietę w historii. Przeczytajcie tę książkę i wtedy wróćcie do dalszej lektury tego tekstu.

Książka ukazała się po polsku w roku 1997 w tłumaczeniu Piotra Cholewy. Jest na portalu chomikuj jako epub i audiobook, znajdźcie ją tam sobie, albo kupcie na Merlinie.

***

Film The Room, zgodnie z moim własnymi przewidywaniami, nie podobał mi się, historia wydawała mi się prosta jak slogan na plakat, charaktery niczym nie zaskakiwały, gra aktorska była na poziomie teatrzyku szkolnego w Dąbrowie Leśnej. Natomiast bardzo podobał mi się film The Disaster Artist, opowiadający historię o tym, jak Tommy Wiseau nakręcił swój film. Jest to historia o przyjaźni dwóch mężczyzn, przyjaźni która przetrwała wiele lat, wiele kłótni, wiele porażek i sukcesów, ale przede wszystkim jest to niezwykła historia mistyfikacji, która praktycznie rzecz biorąc nigdy nie została wyjaśniona.

Tommy Wiseau jest prawdziwą postacią, ale jednocześnie pojawia się z nikąd i do dziś nikt nie wie, skąd się wziął on sam i skąd wziął pieniądze, żeby nakręcić swój pierwszy film? W Disaster Artist od początku ma pieniądze, ma drogi samochód, drogie mieszkanie, i jeszcze drugie mieszkanie w Hollywood.

Ma, a mimo to wydaje się biedny, niespełniony, rozpaczliwie samotny. Zakompleksiały, sfrustrowany.

W mieścinie pewnej, prowincji Manchy, której nazwiska nie powiem, żył niedawnymi czasy hidalgo pewien, z liczby tych, co to prócz spisy u siodła, szabliska starego, szkapy chudziny i paru gończych, niewiele co więcej mają. Rosolina powszednia, z baraniny częściej niż z wołowiny wygotowana na obiad, bigosik z resztek obiadu prawie co wieczór na kolację, co piątek soczewica, co sobota jaja sadzone po hiszpańsku, a na niedzielę gołąbeczek jakiś w dodatku do codziennej strawy, zjadały mu corocznie trzy czwarte części całego dochodu. Reszta szła na przyodziewek: na opończę z sukna cienkiego, hajdawery aksamitne z takimiż łapciami i na świtkę z krajowego samodziału dobornego, którą się w powszednie dni tygodnia obchodził.

To początek Don Kichota. Nic o nim nie wiemy, ani co dotąd robił, ani jak żył, ani kto go rodził. Pojawia się znikąd i jest dziwakiem. Czyta książki, rycerskie romanse i to one go kształtują. Czasy się zmieniły. Minęło przecież 400 lat. Wiseau ogląda filmy i to one go kształtują.

Obu ich prowadzi marzenie. Don Kichot chce zażyć sławy, uwalniając uciśnionych, a zwłaszcza uciśnione, Wiseau – nakręcając film o miłości i zdradzie. I o sobie. Jego bohater jest kolejnym wcieleniem Don Kichota. Wierzą w Miłość tej Jedynej. W jej Piękność i Wierność. W Przyjaźń. Zostają okrutnie zdradzeni. Są Marzycielami-Nieudacznikami. Nic, co robią, im nie wychodzi. Nic nie jest takie, jak sobie zamarzyli. Wszystkim trzem się nie udaje, jednego odwożą w klatce do domu, drugi zabija się dramatycznie, trzeciego wyśmiewają. A jednak i Don Kichot, i Tom Wiseau dostąpili sławy, jakiej każdy może im pozazdrościć.

Zaimponował mi ten Wiseau.

Miłość, starość, śmierć

Ewa Maria Slaska

Love, being old, death

For Łucja Fice

Od jakiegoś czasu “chodziła za mną” pewna piosenka. Słyszałam ją w głowie, jak to zazwyczaj jest, najpierw kawałek melodii, potem strzęp wersu, potem jeszcze trochę melodii. I dość szybko całą linijkę: If you want to be free, be free… Znalezienie, co to za piosenka to był już niewielki problem. If you want to sing out, sing out, If you want to be free, be free, if you want to be high, be high…

Sorry, the rest of that post is in English.

Cat Stevens

You Want To Sing Out, Sing Out

Well, if you want to sing out, sing out
And if you want to be free, be free
‘Cause there’s a million things to be
You know that there are

And if you want to live high, live high
And if you want to live low, live low
‘Cause there’s a million ways to go
You know that there are

[Chorus:]
You can do what you want
The opportunity’s on
And if you can find a new way
You can do it today
You can make it all true
And you can make it undo
you see ah ah ah
its easy ah ah ah
You only need to know

Well if you want to say yes, say yes
And if you want to say no, say no
‘Cause there’s a million ways to go
You know that there are
And if you want to be me, be me
And if you want to be you, be you
‘Cause there’s a million things to do
You know that there are

[Chorus]

Well, if you want to sing out, sing out
And if you want to be free, be free
‘Cause there’s a million things to be
You know that there are
You know that there are
You know that there are
You know that there are
You know that there are

But of course, when I found that song, I knew, that I was also seeing pictures, and it was no Cat Stevens, whom I saw, but of course Ruth Gordon, one of the most beautiful old ladies in the history of cinema. Ruth Gordon in unforgettable Harold and Maude.

Well, such a wonderful movie and so unrealistic love story. But it does not matter. It is an amazing movie with amazing life messages. Do not think, it is about love between a teenager and an old woman, or a movie about the the age difference. No! It is love story saying us, that real love transcends all our limitations. If you are bigger than what you have ever learned is proper. There’s always something new to learn. And it never ends, because long after you die, everyone else still will go that way, trying to be free and to sing out. The old age does not matter and the death does not matter. We shall die and you stay and still try to be free… If you want to be free, be free…

Film im Lockdown


DAS NEUE EVANGELIUM

Digitaler Filmstart mit Beteiligung der Kinos

PORT AU PRINCE PICTURES startet DAS NEUE EVANGELIUM von Milo Rau am 17. Dezember 2020 digital. Aufgrund der Verlängerung des Lockdowns der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, werden neben anderen Kultureinrichtungen auch die Kinos weiter geschlossen bleiben.

Um aber dennoch einen Beitrag für die Kultur- und Filmlandschaft zu leisten, hat der Filmverleih Port au Prince Pictures beschlossen, den Film DAS NEUE EVANGELIUM von Milo Rau am 17. Dezember auch im Lockdown zu starten: Als sogenannte digitale Kinoauswertung und mit Beteiligung der Kinos, die konkret und unmittelbar an den Streaming-Umsätzen beteiligt werden.

„Mit DAS NEUE EVANGELIUM starten wir einen hochpolitischen Film, der thematisch offenkundig in diese Zeit gehört. Die Entscheidung, den Filmstart nicht zu verschieben, sondern den Film in jedem Fall digital und unter Beteiligung der Kinos zugänglich zu machen, hat also gewichtige inhaltliche Gründe. Außerdem wollen wir zeigen, dass auch in Lockdown-Zeiten neue Filme mit relevanten Themen erfolgreich starten können und wir wollen mit dem Film dazu beitragen, dass das Kino in diesen auch für die Kinos schweren Monaten nicht gänzlich aus den Köpfen seiner Fans verschwindet“, erklärt Jan Krüger von Port au Prince Pictures.   

Und so funktioniert es:
Unter http://www.dasneueevangelium.de/ erwirbt der Zuschauer sein Online-Kinoticket und wählt gleichzeitig ein Kino aus, das er am Erlös beteiligen möchte. Dieses Kino erhält dann 30% des Preises eines digitalen Tickets. Der Film DAS NEUE EVANGELIUM ist nach Bezahlung und anschließender Aktivierung der Ticket-ID 24 Stunden streambar. Zusätzlich wird als Bonusmaterial ein Q&A mit Regisseur Milo Rau und dem Hauptdarsteller und Politaktivisten Yvan Sagnet abrufbar sein.
So wird Port au Prince Pictures an dem geplanten und langfristig vorbereiteten Filmstart festhalten.

Der Vorverkauf ist ab 01. Dezember 2020 möglich.

Die Preise für die digitale Auswertung:
Einzelticket: 9,99 Euro
Ab 20 Karten bei Gruppen: 7,99 Euro
Ab 50 Karten für Gruppen: 5,99 Euro

DAS NEUE EVANGELIUM 
Ein Film von MILO RAU mit YVAN SAGNET als Jesus
Digitale Kinoauswertung: 17. Dezember 2020
2020 | Länge: 107 Minuten

Regisseur Milo Rau inszeniert in der süditalienischen Stadt Matera, in der sowohl Pier Paolo Pasolini als auch Mel Gibson ihre legendären Filme über das Leben Jesus’ gedreht haben, DAS NEUE EVANGELIUM. Gemeinsam mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet schafft er einen hochpolitischen Jesus-Film, in dem biblische Erzählung und verzweifelte Revolte ineinanderfließen. Entstanden ist ein hybrider Film: eine Verschmelzung von Dokumentarfilm, Spielfilm, politischer Aktionskunst und Passionsspiel. DAS NEUE EVANGELIUM ist ein Manifest für die Opfer des westlichen Kapitalismus das angesichts der europäischen Flüchtlingskrise und der weltweiten Black Lives Matter-Bewegung aktueller nicht sein könnte. Ein authentisch politisches wie auch theatralisches und filmisches neues Evangelium für das 21. Jahrhundert.

DAS NEUE EVANGELIUM feierte eine vielbeachtete Weltpremiere beim diesjährigen Filmfestival in Venedig und lief im diesjährigen Wettbewerb der IDFA (International Documentary Filmfestival Amsterdam). Port au Prince Pictures startet den Film am 17. Dezember 2020.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.dasneueevangelium-film.de

“To ja wymyśliłem nowoczesność”

Ewa Maria Slaska

Tesla, nieoczywista ikona popkultury

Sformułowanie “nieoczywista ikona” zaczerpnęłam z artykułu Jakuba Demiańczuka, opublikowanego tydzień temu w Polityce (niestety poza poniższym cytatem przeczytać go mogą tylko ci, którzy wykupili prenumeratę).

Genialny serbski wynalazca, przez lata zapomniany, stał się dziś nieoczywistą ikoną kultury popularnej. Gdyby ktoś pokusił się o napisanie biografii Nikoli Tesli opartej wyłącznie na powieściach fantastycznych, komiksach, filmach i grach wideo, okazałoby się, że Serb był nie tylko błyskotliwym wynalazcą. Na zlecenie cara badał tajemnicę meteorytu tunguskiego. Wraz z Marią Curie, Zygmuntem Freudem i Karolem Darwinem tworzył grupę naukowców superbohaterów walczących ze złem. Konstruował roboty i był członkiem tajnych stowarzyszeń. Walczył ze złem u boku Sherlocka Holmesa i Supermana. Poleciał nawet na Marsa w towarzystwie Marka Twaina i słynnego iluzjonisty Harry’ego Houdiniego.

W dalszej części tekstu pojawi się termin “teslomania”. Tym samym dowiedziałam się, że moje zainteresowanie Teslą wcale nie jest moje, a Tesla nie jest osobą, a częścią popkultury. Zobaczyłam też, że właśnie wszedł na ekrany film pt. Tesla. Zaprawdę, powiadam wam, nie ma się co silić na oryginalność.

Nie wiem, może mi się wydaje, ale pierwszy raz świadomie przeczytałam o Tesli w powieści Dukaja, Lód. Był rok 2007. To niezwykła książka, być może najlepsza nowoczesna powieść polska, nie skoncentrowana na cierpiącym polskim Ja i nieszczęsnym bolesnym kompleksie polskim. Ta powieść powinna była zmienić Polskę, a udało jej się zmienić tylko mnie, moje animozje i upodobania. Prawdziwą bohaterką powieści jest bowiem Syberia, kraina, która wcześniej budziła we mnie niechęć, zwykłam nawet byłam mówić, że po co my, Polacy, mamy jeździć na Syberię za własne pieniądze, skoro prędzej czy później Rosjanie i tak nas wszystkich tam wyślą za darmo. Od czasu lektury Lodu Syberia stała się jednak moją skrytą tęsknotą. Marzyło mi się, że pojechałabym do pracy np. do Omska. Nic zresztą nie robiłam w tym kierunku, nie ruszyłam się z miejsca, tylko czas posunął się do przodu i już nikt nie przyjmie mnie do pracy, nie tylko w Omsku czy Irkucku. W międzyczasie zresztą Syberia się ogrzała i spłonęła, i już nic nie pozostało z zimnego kraju, dokąd zesłano mojego wujecznego pradziadka, Feliksa, w którym z lodu Dukaja wstają potworne lute, a ludzie jak Aleister Crowley potrafią poruszać się pod ziemią, wędrując przez wieczną zmarzlinę.

No, ale Tesla, Tesla… Co ja na miłość boską wiedziałam o nim przed Dukajem? Elektryczność, prąd zmienny, emigrant. Fantastyczny facet. Prawdziwy nowoczesny człowiek. A co wiem teraz, zanim jeszcze pójdę do kina? Przeczytałam jeden artykuł, obejrzałam jeden film dokumentalny i wiem, że jego postać wchłonął i pożarł Elon Musk, który założył fantastyczną firmę PayPal (korzystam z niej bez przerwy), chce zrealizować Kroniki marsjańskie Raya Bradbury’ego i buduje w Brandenburgii gigafabrykę, jakiej jeszcze świat nie widział (a na pewno Brandenburgia nie widziała), a i tak go nie lubię. Nie lubię go za wiele rzeczy, ale najbardziej chyba za to, że wyciera sobie pysk Teslą, jakby to była ściereczka irchowa.

Występują: Ethan Hawke, Kyle Maclachlan, Eve Hewson
Reżyseria: Michael Almereyda

***
Film jest marny i kręci się w kółko wokół tezy, że Tesla jest genialny, czego jednak nie udaje się pokazać, trzeba po prostu wierzyć w to, co słyszymy. Ethan Hawke gra jak kij od miotły i ma tylko dwie miny do dyspozycji, smutną i bardzo smutną. Gdy gra młodego Teslę, jest już zawczasu stary i pofałdowany, jak ma być naprawdę stary, to, wciąż pofałdowany, wygląda jeszcze dość młodo. W pewnym momencie, nie wiadomo dlaczego, wszyscy jeżdżą na wrotkach. Piękna Eve Hewson, która gra zakochaną w Tesli córkę J. P. Morgana, miliardera z brzydkim nosem, odkochuje się nie wiadomo dlaczego, może z zazdrości o Sarę Bernhardt, ale nie jest to jasne. Tesla jest wizjonerem i robi wynalazki, ale właściwie wcale nie wiadomo jakie, a im bliżej końca filmu, tym bardziej jego opowieści o wynalazkach przypominają majaczenie wariata. I z takim uczuciem wychodzimy z kina – Tesla to był szurnięty maniak, który na pustyni przy pomocy złotej kuli zdołał wyprodukować błyskawice.
A więc, jeśli chcecie dowiedziec się czegoś o Tesli, to obejrzyjcie na youtubie ten film i nie  zawracajcie sobie głowy kinem.

Billy Wilder

Tak się czasem zdarza, że nasze myśli spotykają się gdzieś poza nami. W książce, którą akurat czytałam (Judith Schalansky, Verzeichnis einiger Verluste), której fragment we wtorek TU cytowałam, była na stronie 108 maleńka wzmianka o Billym Wilderze, a w indeksie osób informacja, że urodził się w Suchej. Pomyślałam, że muszę zapytać Elę Kargol, czy chodzi o tę Suchą, do której ona co roku jeździ, bo stamtąd pochodzi jej rodzina. Ale nie zdążyłam. Weszłam bowiem na Facebooka, a tam…

Ela Kargol o nim napisała. Potem kilkakrotnie ten tekst przerabiała, aż  powstał taki wpis:

Billy Wilder ze Suchej

Fejsbuka używam aktywnie od kilku lat. W Suchej Beskidzkiej bywam trzy razy w roku, czasem częściej, ale nie przyszło mi nigdy do głowy, aż do lipca 2020 roku, żeby oznajmić światu, że Sucha była miejscem, gdzie na świat przyszedł Samuel Wilder, nazwany przez swoją mamę Billiem, prawdopodobnie na cześć Buffalo Billa. W 1906 roku widowisko, które wyreżyserował Buffalo Bill Wild West Show pokazywano na terenach dzisiejszej Polski, między innymi w Krakowie, Tarnowie, Bielsku-Białej. Jest prawdopodobne, że Eugenia, już chyba wtedy Wilder, oglądała z zachwytem to przedstawienie o Dzikim Zachodzie. Do Samuela mówiła z niemiecka Billie, później dopiero został Billym. Po krótkiej fejsbukowej notce, że Billy Wilder jest ze Suchej, odezwali się fejsbukowi przyjaciele z komentarzami, że nie tylko Billy jest z Polski, wtedy jeszcze Austro-Węgier, ale wielu innych artystów i twórców Hollywood i z Hollywood ma polskie lub zaborowe korzenie. Najbardziej zaskakującym zdarzeniem i komentarzem były słowa adminki, która w momencie, gdy ja pisałam o Billym, o nim czytała i chciała mnie właśnie zapytać, czy ja to wiem, że Billy Wilder urodził się w Suchej Beskidzkiej: „Ela! To niemożliwe! Ja dziś rano odkryłam, że Wilder urodził się w Suchej i chciałam Ci to napisać, wchodzę więc na FB, a tam Ty o tym piszesz!!!!“

Wyprzedziłam jej pytanie fejsbukową odpowiedzią.

O tym, że Billy Wilder, mistrz światowego kina, urodził się w Suchej (Suchą Beskidzką została dopiero 1965 roku) wiedziałam od zawsze, a na pewno od roku 1996, od wtedy, gdy cały świat się o tym dowiedział, a jedną z ulic w Suchej Beskidzkiej nazwano ulicą Billy’ego Wildera.
Pamiętam dzień, gdy tata usłyszał o tym ważnym dla bliskiego mu miasta wydarzeniu w jakichś telewizyjnych wiadomościach. Byłam wtedy w pokoju, ale nie słuchałam głosu z telewizora. Ojciec powiedział, że bardzo znany amerykański aktor przyjedzie do Suchej i może da jakieś pieniądze miastu.
Billy Wilder do Suchej nie przyjechał.Już wtedy miał 90 lat, a miasto Sucha niewiele od niego starsze obchodziło setny jubileusz nadania praw miejskich. Odłożył przyjazd na wiosnę następnego roku, ale zdrowie nie pozwoliło mu przylecieć do miasteczka, w którym “wszystko się zaczęło. Podobno był bardzo wzruszony faktem, że w rodzinnym mieście nazwano ulicę jego imieniem i nazwiskiem. Wtedy w Suchej reprezentował go jego przyjaciel, Zbigniew Karol Rogowski, dziennikarz, publicysta, i krytyk filmowy, który całą sprawę nagłośnił i doprowadził do końca, albo początku, jak kto woli.

Ulica Billy’ego Wildera znajduje się niedaleko suskiego dworca, w górnej Suchej, tam gdzie Billy spędził dzieciństwo, a jego rodzice prowadzili dworcową restaurację albo tam gdzie mieszkali i mieli może cukiernię i prawdopodobnie tam, gdzie Billy przyszedł na świat. Pewnych faktów nie znam, w internecie krążą sprzeczne wiadomości. Często wymieniany jest budynek dworca w Suchej Beskidzkiej jako miejsce restauracji dworcowej Wilderów. Jeśli rzeczywiście to ta restauracja, to pamiętam jej elegancki jeszcze wystrój, kelnerów jakby przedwojennych i to, że rzadko tam zaglądaliśmy ze względu na wysokie ceny. Do autorki jednego z rozdziałów książki Billy Wilder, mistrz kina z Suchej Beskidzkiej, pani Barbary Woźniak, nie mogłam dotrzeć, z muzeum suskiego otrzymałam kopię artykułu, z którego pani Woźniak prawdopodobnie korzystała. I, jak sama pisze, jedynym namacalnym dowodem, że Billy Wilder urodził się w Suchej Beskidzkiej, są notatki suskiego lekarza, doktora Karola Spannbauera, który leczył małego Samuela.

billy trybuna ślaska

Matka Billy’ego pochodziła z Nowego Targu, jej rodzice pracowali w branży restauracyjno-hotelarskiej, Ojciec był z Krakowa. Po ślubie zaczął prowadzić interesy z rodziną żony, otwierali kawiarnie i restauracje przy dworcach i na trasie Galicyjskiej Kolei Transwersalnej. Otwarcie tej linii kolejowej, w której budowie uczestniczyli też mój prapradziadek i jego koń, przyczyniło się do wszechstronnego rozwoju miejscowości przy trasie kolejowej, szczególnie przy dworcach, gdzie zatrzymywał się pociąg. Powstawały mieszkania dla pracowników kolejowych, rozwijał się handel. A ponieważ pociągi stały dłużej, niż jest to praktykowane obecnie, choć jeszcze dzisiaj przepina się na niektórych przystankach lokomotywę, podróżni chętnie korzystali z dworcowych jadłodajni, restauracji, kawiarni. Mały Billy pamięta, że Sucha musiała być dużym węzłem kolejowym, że postoje na dworcu podróżni wykorzystywali na krótki posiłek, a pracownik dworca dzwonkiem oznajmiał koniec postoju, a tym samym i posiłku. Billy oprócz Suchej zapamiętał Kraków i hotel, w którym grał w bilard, Nowy Targ, gdzie spędzał wakacje u dziadków, już po wyjeździe do Wiednia. Być może, że wracał do Suchej, albo przez nią przejeżdżał lub zatrzymywał się na krótki posiłek w dworcowej restauracji.

Billy Wilder zmarł w 2006 roku w Los Angeles i został tam pochowany. Do Suchej Beskidzkiej już nie przyjechał. Sucha o nim pamięta i jest dumna z faktu, że Billy Wilder tu się właśnie urodził. Organizuje się festiwale filmowe i wystawy. W stulecie urodzin oprócz przeglądu filmowego odbyły się też wybory sobowtóra Marylin Monroe, aktorki nie do końca lubianej przez reżysera Pół żartem, pół serio. W 105 urodziny reżysera wmurowano płaskorzeźbę w płytę suskiego rynku, upamiętniającą Wildera, a obok niej postawiono drogowskaz na którym wymienione zostały cztery miejsca: Wiedeń, Berlin, Paryż i Hollywood.

Szukając śladów Samuela Wildera spotkałam panią, która dokładnie wiedziała, gdzie mieszkała Maria Konopnicka, ale też przypomniała sobie opowieści swojej babci, która znała Billy’ego Wildera i opowiadała, jak przyjeżdżał do Suchej z żoną i ta żona była taka… i tu nie umiała jej określić, albo nie umiała przypomnieć sobie słów babci, ale wiem, że chciała powiedzieć coś sympatycznego o żonie Billy’ego.
Ale nie wiem, czy pani miała bujną wyobraźnię, czy po swojemu interpretowała wspomnienia babci, czy też jeszcze wiele tajemnic kryje życiorys Wildera. Pokazała mi też miejsce, gdzie była bożnica, której nadaremnie szukałam i żydowskie kamienice. Bożnica była nad rzeką Młynówką, częściowo zasypaną, a częściowo schowaną za Karczmą Rzym, którą to karczmę Billy musiał znać. Dom modlitwy zbudowano dopiero w 1914 roku, a więc już po wyjeździe Wilderów do Wiednia. Przedtem suscy Żydzi należeli do Gminy Wyznaniowej Żywiec-Zabłocie. Billy musiał znać zamek, wtedy niedostępny, ze wspaniałą biblioteką ówczesnych właścicieli Branickich, może bywał z mamą na suskim jarmarku, tak jak mój dziadek ze swoją mamą.

Naprzeciwko dworca jest stary budynek, pamiętający jeszcze czasy zaborów. Od zawsze była w nim karczma, restauracja. W tej chwili też, Kebab Ahmed, najbliższa jadłodajnia przy dworcu. Czy prowadzili ją Wilderowie albo ktoś z ich rodziny?

Kto mógł przypuszczać, że te pięć lat życia Billy’ego i te pięć lat z życia miasta będą tak ważne dla ustalenia faktów z życia artysty.

Może lepiej wszystkiego nie wiedzieć i dalej szukać.


A tu ów tekst autorki z Facebooka: Billy Wilder urodził się w Suchej Beskidzkiej. Jego rodzice prowadzili restaurację dworcową. Jeśli była to restauracja na piętrze, to jeszcze ją pamiętam, oczywiście tę dużo późniejszą. Inne źródła podają, że mieli cukiernię przy dworcu, którą chcieli przekazać w przyszłości synom.
Skończyło się na planach.
Wyjechali do Wiednia, a synowie nie wyrażali chęci sprzedaży ciastek.
Billy Wilder mieszkał jakiś czas w Berlinie, później wyjechał do Hollywood. W Suchej Beskidzkiej obok płaskorzeźby wmurowanej w płytę suskiego rynku, upamiętniającej reżysera, stoi drogowskaz wskazujący miejsca, z którymi związany był twórca takich filmów jak “Słomiany wdowiec”, “Pół żartem, pół serio”,”Garsoniera”, “Bulwar Zachodzącego Słońca” i wielu innych.
W Suchej jest też ulica Wildera, imię nadano jej w 1995 roku, Wildera zaproszono, ale z powodów zdrowotnych nie przyjechał. Podobno się wzruszył.
W Suchej odbywają się festiwale z jego filmami, od jakiegoś czasu Sucha jest dumna z Wildera, choć jeszcze dzisiaj na murach domów można zobaczyć antysemickie bazgroły.

Wikipedia: Nazywał się Samuel Wilder. Urodził się 22 czerwca 1906 roku. Zmarł 27 marca 2002 roku w Los Angeles. Jego ojciec Max Wilder był właścicielem krakowskiego hotelu „City“ i wielu restauracji dworcowych w okolicach Krakowa.
Uważa się go za twórcę pewnego nader indywidualnego stylu komedii filmowej. Jednak najbardziej znane jego filmy to nie tylko komedie jak Pół żartem pół serio, Raz, dwa, trzy czy Słodka Irma, lecz również dramaty: Bulwar Zachodzącego Słońca, Stracony weekend, Świadek oskarżenia, Garsoniera.
W ciągu pół wieku stworzył ponad 60 filmów. Był 21 razy nominowany do Oscara, a sześć razy otrzymał tę nagrodę, w tym w roku 1961 jednocześnie jako producent, scenarzysta i reżyser filmu Garsoniera.

Jeden z komentatorów na FB: Na Victoria-Louise-Platz w Berlinie jest tablica na domu, w którym mieszkał “odkrywca” Marylin Monroe… 🤔

Ela: podobno bardzo jej nie lubił. Spóźniała się, była rozkapryszona, zapominała tekstu. Wątpił w jej talent i intelekt. Po nakręceniu z MM filmu Pół żartem… miał powiedzieć: “Rozmawiałem z moim lekarzem i psychiatrą – obaj powiedzieli mi, że jestem zbyt stary i zbyt bogaty, by ponownie przez to przechodzić”.

Adminka: W każdym razie ma w Berlinie i tablicę pamiątkową, i ulicę, a raczej promenadę.

Frauenblick: Im Sumpf

Monika Wrzosek-Müller

Die Coronazeit, die Quarantäne hat uns auf die neuen Fernsehmöglichkeiten aufmerksam gemacht, vor allem in Prag, wo wir von öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten nur ARD in unserem Appartement empfangen konnten. So lernten wir Netflix kennen, manchmal auch schätzen, und schauten uns einige Produktionen an, die sonst wahrscheinlich an uns vorbeigegangen wären.

Unter den unendlich langen, in vielen Staffeln und Folgen (ja, man lernte das entsprechende Vokabular dazu kennen) und immer wieder neu gedrehten Filmen stach für mich eine kurze und spannende polnische Serie (mit nur 5 Folgen) heraus. Zugegeben, zuerst haben mich vor allem die Namen auf dem Abspann neugierig gemacht – lauter Söhne bekannter polnischen Film- und Theaterleute: Jan Holoubek, der Sohn vom Gustav Holoubek, und Magda Zawadzka (an die beiden kann sich meine Generation wunderbar erinnern), Kasper Bajon, Sohn von Filip Bajon; als Hauptdarsteller Andrzej Seweryn. Es handelt sich um eine polnische Produktion für Netflix, gedreht 2018, in Deutschland zu sehen erst ab 2020: Rojst, Witaj w polskim bagnie, [Im Sumpf] unter der Regie von Jan Holoubek.

Auch wenn ich sagen würde: der polnische Sumpf war damals vielleicht nicht so sumpfig, ist die Produktion durchaus gelungen. Man fühlt sich richtig in die frühen 80er Jahre versetzt, mit ihrer Tristesse, Hoffnungslosigkeit und Hässlichkeit; fast kam mir der Gedanke, ob es denn wirklich so schrecklich um uns herum war oder ob es um eine gewollte Überhöhung für filmische Zwecke ging, und dann gab ich mir die Antwort selbst; meine fast krankhafte Liebe und Aufmerksamkeit für das Schöne, für die Schönheit stammt wahrscheinlich daher. Im Film spielen brutale menschlichen Beziehungen, wo der Sinn für Wahrheit und moralische Normen und Menschlichkeit längst verschwunden ist (wo war denn die viel beschworene polnische katholische Kirche?) eine große Rolle. Die Natur um die Kleinstadt in Schlesien, wo die Handlung spielt, ist auch morastig und undurchdringlich, zwar nicht sumpfig (wäre noch besser), doch auf jeden Fall geheimnisvoll. Es waren die Jahre der Dunkelheit, des Kriegszustandes, in denen viele Leute aus dem Land emigrierten, fortgingen. Das alles wird fast bis ins Surreale gesteigert, dazu kommt eine Handlung, die sich für einen Krimi vielleicht zu langsam und unspektakulär entwickelt, aber die mit Fetzen der Erzählung aus der Vergangenheit, aus den direkten Nachkriegsjahren durchsetzt ist und dadurch noch geheimnisvoller wirkt. Die Geschichte von den vertriebenen Deutschen, die in einer Nacht und Nebel-Aktion aus den Häusern geholt wurden, in einen Wald, in ein Lager gezwängt und da ihrem Schicksal überlassen, litten, ist vielleicht auch zugespitzt, doch sie macht neugierig. Darüber herrscht natürlich im Film, wie tatsächlich auch in der Nachkriegswirklichkeit, großes Schweigen, nur die Namen, im Film in die Rinde der Bäume eingeritzt, mit den Jahren fast unsichtbar geworden, zeugen von den Ereignissen und das Leuchten über den Feuchtgebieten, im Wald, sendet ihre Botschaften.

Noch mal von vorne: die Handlung spielt in einer kleinen Stadt, irgendwo in Schlesien, Anfang der 80er Jahre. Im Wald nahe dem Städtchen werden ein Sportfunktionär für Jugendliche und eine Prostituierte tot aufgefunden. Die Ermittlungen dauern nicht lange und die Polizei nimmt einen Verdächtigen fest, den Mann der Prostituierten, der, mit dubiosen Methoden verhört, die Tat gesteht, so dass die Miliz den Fall ad acta legen kann. Man nimmt den angeblichen Täter fest und liefert in die geschlossene Psychiatrie ein. Doch zwei Journalisten der lokalen Zeitung, die darüber berichten wollen, stoßen auf Ungereimtheiten und neue Verdachtsmomente; wie es der Zufall will, kommt ein junger Praktikant aus Kraków, dessen Vater ein bekannter politischer Apparatschik ist, bei der Lokalzeitung zum Einsatz. Er wird von einem älteren, profilierten Kollegen betreut. Die beiden ermitteln gegen die Anweisung des Chefredakteurs in dem Fall weiter. Letztlich beschäftigt sich damit nur noch der junge, unerfahrene und naive Journalist auf eigene Faust und stößt auf einen Sumpf von Verflechtungen, Verwicklungen und bedrohlichen Situationen. Es sterben noch zwei Jugendliche und ein Metzger wird aufgehängt, der Fall endet mit einer richtig sumpfigen Lösung, die ich hier nicht verraten will.

Es ist aber nicht die kriminalistische Handlung, die für die Story den Ausschlag gibt. Es ist die Szenerie, die dunklen Bilder, die oft so düster sind, als ob sie durch einen Grauschleier gedreht worden seien; auch die Musik untermalt die dunklen Momente. Sogar die jugendliche Liebe muss diesem fatalistischen und hoffnungslosen Hauptstrang geopfert werden, sie fügt sich in die Reihe der Katastrophen, die auf dem Bildschirm passieren. Einzig der junge Journalist aus Kraków und seine schwangere Frau kommen unversehrt, wenn auch mitgenommen, aus der Geschichte heraus; sie sind der einzige Lichtblick, die einzigen Hoffnungsträger in der Geschichte. In dem ganzen Film scheint niemals Sonne über die Landschaft, es ist finster, düster aber stimmungsvoll und, wie ich am Anfang gesagt habe, wahrscheinlich so, wie es am Anfang der 80er Jahre in Polen wirklich war.

Ich kann die Serie guten Gewissens empfehlen, nicht nur polnischen Zuschauern.

Don Quijote… Don Qui… jote (Barataria)

Elem und German Klimow
Spiegel 19.08.1991

Ein russischer Don Quijote

Gefunden von Arkadiusz Łuba. Danke!

Der Regisseur Elem Klimow hat gemeinsam mit seinem Bruder German ein Drehbuch über Michail Bulgakows berühmten Roman „Der Meister und Margarita“ geschrieben. Für den SPIEGEL porträtieren die Brüder den Schriftsteller und russischen Volkshelden, der gegenwärtig auch in Deutschland eine Renaissance erlebt.

Kaum zu glauben, daß in diesem Jahr ein volles Jahrhundert vergangen ist, seit Michail Afanassijewitsch Bulgakow geboren wurde: In seiner Heimat noch immer einer der meistgelesenen und beliebtesten Schriftsteller. Woran liegt es, daß seine Werke, die in den zwanziger und dreißiger Jahren geschrieben wurden, auch heute noch so zeitgenössisch und aktuell sind? Wie konnte es geschehen, daß all das, was er voraussah, eintraf – was erst wir, die Menschen einer nachfolgenden Generation, bestätigen können? Unzweifelhaft ist Bulgakow mehr als nur ein hochbegabter Schriftsteller. Er ist ein Phänomen.

Bulgakows Aufstieg und Sturz waren einzigartig und dramatisch. Nach seinem strahlenden Auftauchen am Literaturhorizont, nach einer unglaublichen Popularität in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre, trat in seinem Leben 1929 eine Katastrophe ein. Gedungene Kritiker erklärten Bulgakow zum Feind des Systems. Dann wurde sein Name ganz aus dem Verkehr gezogen. Der Schriftsteller war noch am Leben, aber er war lebendig begraben.

Erst 1962, 22 Jahre nach dem Tod Bulgakows, erscheint die Moliere-Biographie, die er schon 1933 geschrieben hat. Erzählungen, Theaterstücke und der Roman “Die weiße Garde” folgen. Der Bekanntheitsgrad Bulgakows steigt ständig und erreicht seinen Höhepunkt, als die Zeitschrift Moskwa Ende 1966 den Roman “Der Meister und Margarita” zu drucken beginnt. Die Publikation wirkt als Sensation. Schon am Erscheinungstag sind die beiden Moskwa-Nummern, in denen der Roman abgedruckt ist, ausverkauft. Bald sind sie eine bibliographische Rarität und gehen von Hand zu Hand. Man liest buchstäblich Löcher hinein.
Das phantastische Sujet, wie Satan persönlich inmitten seiner unglaublich farbenprächtigen Truppe in Moskau eintrifft, begeistert die Leser. Ebenso die Phantasmagorie der sowjetischen Lebensweise, deren “Besonderheit” bis auf den heutigen Tag kein Mensch, der seine fünf Sinne beisammen hat, begreifen oder erklären kann. Die sogenannten antiken Kapitel mit ihrer großen Überzeugungskraft und der sehr eigenwilligen Beschreibung, wie Pilatus Jesus Christus verhört, und die Hinrichtung am Kreuz. Und natürlich die beklemmend traurig stimmende Liebesgeschichte zwischen dem Meister und Margarita.
Man rühmt Bulgakows Sprache, genießt seinen glänzenden Humor, ist von der Handlung gefesselt: Urplötzlich wurde das ganze Land wie von einer Epidemie von dem ergriffen, woran Bulgakow während der letzten zehn Jahre seines Lebens gearbeitet hatte, als viele ihn schon nicht mehr unter den Lebenden wähnten. So erfüllte sich der prophetische Satz, den eine der Figuren seines Werkes sagt: “Manuskripte brennen nicht.”
Schnell wurden die Romane, Erzählungen und Theaterstücke Bulgakows in viele Weltsprachen übersetzt, sein Ruhm drang über die Grenzen der Sowjetunion hinaus. Gabriel GarcIa Marquez nannte den Roman “Der Meister und Margarita” sein Lieblingsbuch und erklärte ihn zur bedeutendsten Erscheinung in der Literatur des 20. Jahrhunderts.
Mitten in Moskau, an den “Patriarschije Prudy”, dort, wo die Handlung des Romans “Der Meister und Margarita” spielt, finden seit zwei Jahren grandios inszenierte Bulgakow-Feste in allen erdenklichen Kostümierungen statt. Dann versammeln sich an jenem Ort so viele Leute, daß buchstäblich “keine Stecknadel zu Boden fallen kann”: So wird nur ein echter Volksschriftsteller verehrt.
Zum erstaunlichsten Zeugnis für die Liebe des ganzen Volkes zu diesem Schriftsteller ist aber vielleicht das Haus am “Sadowoje Kolzo” geworden, und zwar das Treppenhaus im Hof, dort, wo in der Wohnung Nummer 50, in einem der Zimmer, Bulgakow zu Beginn der zwanziger Jahre lebte und darbte und wo er in seiner Phantasie Voland (Satan) und seine verrückte Truppe ansiedelte.
Das Treppenhaus verwandelte sich in einen Klub eigener Art. Dann fingen die Hausbewohner an, sich zur Wehr zu setzen. Sie überstrichen die Wandmalereien mit Ölfarbe, aber vergebens, denn in kurzer Zeit begann alles wieder von neuem. Auf den Wänden des Treppenhauses ging es wieder lebhaft zu, Zeichnungen und Aufschriften erschienen nacheinander.
Nach einer gewissen Zeit drangen sie dann sogar nach außen und erschienen auf den Wänden des Hauses. Charakteristische Aufschriften lauteten: “Voland, hilf Gorbatschow, er kommt nicht klar”, “Die sowjetischen Kater (Zuhälter) sind die fortschrittlichsten: Sie sind für die Perestroika”, “Haltet die Erde an, ich will aussteigen”. Aus den Adressen konnte man ungefähr die gesamte Geographie des Landes lernen.
Auf Bitten der geplagten Einwohner wurde am Eingang des Portals ein Milizkordon postiert, aber der Kordon wurde durchbrochen, die Wände und jetzt auch die Fenster wurden unerbittlich bemalt und beschrieben. So wurde das Treppenhaus auf Eigeninitiative in ein Volksmuseum umgewandelt. Durch Bemühungen der Künstlerverbände und vieler Enthusiasten kämpft man jetzt dafür, daß das gesamte Haus, in dem noch viele andere bekannte Maler, Dichter, Schriftsteller lebten und arbeiteten, in ein Kulturzentrum mit Museen, Bibliotheken, Theatern und Cafes umgewandelt wird. Wenn wir uns durchsetzen, entsteht auf der Karte Moskaus ein neuer Begriff: “Das Bulgakow-Haus”.
Der Schriftsteller wurde am 15. Mai 1891 in Kiew in einer Familie von Geistlichen geboren. Sein Vater war Dozent, später Professor an der Geistlichen Akademie. Der junge Michail Afanassijewitsch plagt im Gymnasium die Mitschüler und Lehrer mit Satiren und Epigrammen. Seine Begeisterung für die Literatur nimmt er jedoch selbst noch nicht ernst. Er wird Arzt und amputiert 1916 an der Front Beine von Verwundeten. Nach der Revolution arbeitet er als Landarzt, fühlt sich aber immer stärker zur Literatur hingezogen.
Die ersten fünf Stücke, die er im Norden des Kaukasus verfaßt, vernichtet der Autor anschließend unbarmherzig selbst. Schließlich zieht er 1921 nach Moskau und sucht sich Wohnung und Arbeit. Er verdingt sich als Zeitungsjournalist, Conferencier, Schauspieler, wird Feuilletonist bei der Zeitung der Eisenbahner, Gudok. Er schreibt immer sicherer, zeitweilig glänzend und sehr leicht.
Als Meister der Mystifikationen und des spontan inszenierten Spiels ist Bulgakow die Seele seines Freundeskreises. Gleichzeitig hält er immer Distanz, wird niemals familiär. In seinen Feuilletons macht er sich über die naive, fade Lebensweise, über den plebejischen Stil des sowjetischen Lebens lustig. Bulgakow setzt sich auch äußerlich davon ab: Ungeachtet der ewigen Geldknappheit erregt er allgemein Erstaunen mit seiner weißgestärkten Hemdbrust, dem tadellos gebügelten Anzug, dem makellosen Scheitel und dem Monokel an der Schnur.
Gar nicht zu reden von den betont aristokratischen Manieren. So verteidigte er seine Selbstachtung gerade in den Jahren, als die Achtung vor dem einzelnen immer mehr verlorenging. Niemand hätte damals wohl erraten, daß dieser glänzende Herr die Nächte hindurch selbstvergessen schwer arbeitete. Alles, was er schrieb, war eine Herausforderung an das, was um ihn herum vorging, es war eine Warnung vor drohenden Nöten und den Folgen jener sozialen Experimente, die die Bolschewiken an dem Lande vornahmen.
Bei den phantastischen Novellen Bulgakows muß man an Swift, an E. T. A. Hoffmann und natürlich an Gogol denken, den Bulgakow als seinen Lehrer bezeichnete. In der 1925 entstandenen Novelle “Hundeherz” ironisiert der Schriftsteller den Satz aus der Revolutionshymne, der “Internationale”: “Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger, alles zu werden, strömt zuhauf!” und erzählt, wie ein genialer Mediziner, Professor Preobraschenski, einen Hofhund in einen Menschen verwandelt, indem er ihm ein menschliches Gehirn einpflanzt.
Mit tödlichem Humor wird gezeigt, was aus diesem Experiment geworden ist. In der Vorstellung des Lesers entsteht jener schreckliche Sozialtypus, der mit nichts zu vergleichen ist und den unsere heutige Umgangssprache kurz als “Sowok” (in lateinischer Übersetzung “homo sovieticus”) bezeichnet.
Schon im Titel eine Herausforderung ist der Roman “Die weiße Garde”, denn dies ist ein Roman über den weißen Offiziersstand, der durch die Revolution dem Untergang preisgegeben ist. Mit Liebe wird die pro-monarchische Familie Turbin beschrieben, mit nostalgischem Schmerz erzählt, wie eine ganze Schicht der aristokratischen Kultur im Dunkel der Zeiten versinkt.
Alsbald interessiert sich das berühmteste sowjetische Theater, das “Moskauer Künstlertheater”, für “Die weiße Garde”, aber das Stück “Die Tage der Geschwister Turbin” (nach Motiven der “Weißen Garde”) läßt die Zensur nicht passieren; alles steht auf der Kippe. Erst das Ultimatum des großen Regisseurs Stanislawski, daß er sein Theater andernfalls schließen werde, ermöglicht schließlich die Inszenierung.
Die Premiere ist ein Triumph, und dieser Triumph wird dann fast tausendmal wiederholt. So wird Bulgakow 1926 berühmt. Das Publikum vergöttert ihn, und während die Parteikritik über das Stück herfällt, schwebt paradoxerweise der rettende Schatten des großen Führers über der Bühne.
Es ist bekannt, daß Stalin nach den Protokollen des Künstlertheaters das Stück “Die Tage der Geschwister Turbin” nicht weniger als 15mal gesehen hat. Wir scheinen hier vor einem unlösbaren Rätsel zu stehen: Hat etwa der Theaterfreund Stalin über den Politiker Stalin gesiegt? Es gibt aber noch eine andere Erklärung: Im Gespräch mit Künstlern soll Stalin ausgerufen haben: “Ja, Bulgakow geht richtig ran! Der bürstet gegen den Strich!”
Der Tyrann schätzte die “Gebildeten” nicht. Sie schreien und schreien, sagte er sich wohl, aber wenn man sie unter Druck setzt, dann geben sie Pfötchen. Häufig wählte er selbst das Opfer aus, das an der Reihe war, geschickt hetzte er den ganzen Apparat des ideologischen Terrors darauf, darunter auch die Kritik und die Redakteure. Bei Bulgakow sah Stalin plötzlich eine rückhaltlose Gradlinigkeit und Unnachgiebigkeit, das großartige Gefühl der eigenen Würde.
Aber “achtete” etwa Stalin den starken Gegner, ließ er ihn aus Edelmut am Leben, wie man annehmen könnte? Zweifel sind angebracht. Es besteht Grund zu der Annahme, daß er sich entschied, den Verwegenen auf die Probe zu stellen.
Bereits 1929 sind alle Stücke Bulgakows aus den Spielplänen der Theater verschwunden, und Bulgakow hat jegliche Hoffnung verloren, etwas gedruckt oder überhaupt noch Arbeit bekommen zu können. Am 28. März 1930 schreibt er einen Brief an Stalin. Sein Ton ist scharf und direkt. “Mit einem verlogenen Brief, in dem ich mich selbst beschmutze und dazu noch einen naiven politischen Bückling mache, würde es mir wohl kaum gelingen, mich vor der Regierung der UdSSR in einem günstigen Licht darzustellen. Den Versuch, ein kommunistisches Stück zu schreiben, habe ich erst gar nicht unternommen, da ich genau weiß, daß ich ein solches Stück nicht zustande bringe.
“Ich bitte zu berücksichtigen, daß ein Schreibverbot für mich gleichbedeutend ist mit einer Beerdigung bei lebendigem Leibe… Ich bitte die Regierung der UdSSR, mich innerhalb einer bestimmten Frist ausreisen zu lassen.” Falls man ihm dies abschlage, bitte er darum, als Regisseur, Statist oder wenigstens als Bühnenarbeiter beschäftigt zu werden.
Die Antwort trifft am 18. April 1930 ein, es ist der berühmte Telefonanruf Stalins. In dem Gespräch mit Bulgakow schlägt er ihm vor, sich beim Künstlertheater zu bewerben, wo er tatsächlich alsbald als Regieassistent angenommen wird.
Viele sahen darin ein unerhörtes Wohlwollen des großen Führers, hatte er doch Bulgakow wegen seines Briefes nicht vernichtet.
Im Leben Bulgakows ändert sich nichts außer der geringfügigen Bezahlung am Künstlertheater, wo er als Regieassistent und Schauspieler in kleinen Rollen arbeitet, dann zum Bolschoi-Theater geht, wo er Opernlibretti verfaßt. Nochmals schreibt er an Stalin und bezeichnet sich als den “einzigen literarischen Wolf” auf dem Feld der russischen Literatur.
“Man hat mir geraten, das Fell zu färben, das ist ein dummer Ratschlag. Man mag den Wolf färben, man mag ihn scheren, er wird doch nicht einem Pudel ähnlich.”
Auf diesen Brief erhält Bulgakow keine Antwort mehr. Gerade zu dieser Zeit erkrankt er an einer Neurasthenie mit Anfällen unbewußter Angst, mit Furcht vor der Dunkelheit. Während eines solchen Anfalls verbrennt er den Entwurf eines Romans über den Teufel. Aber der Plan ist in dem Schriftsteller schon fest verwurzelt, und nach kurzer Zeit beginnt er von neuem. In dem Roman taucht jetzt auch das Thema Liebe auf, und deshalb gibt er ihm schließlich den endgültigen Titel “Der Meister und Margarita”.
Ohne seine Frau Jelena Sergejewna, die er 1929 kennenlernt, hätte er seinen einsamen Kampf kaum so lange durchgestanden. Sie bringt es fertig, daß in den schlimmsten Hungerjahren ihr Haus für die Freunde immer gastfrei und offen ist. In den Tagen der tödlichen Krankheit, als er schon fast blind ist, diktiert Bulgakow seiner Frau die letzten Seiten seines Werkes, er korrigiert es wieder und wieder.
“Auf dem Sterbebett sagte er”, so erinnert sich Jelena Sergejewna: “Vielleicht ist es so richtig . . . was hätte ich noch nach dem ,Meister’ schreiben können?” In diesem Roman wird er sich seines Schicksals bewußt, so als betrachte er sich von außen, er rechnet mit dem Leben ab, mit den Feinden, und er tut es leicht, elegant, fröhlich.
Für Stalins 60. Geburtstag im Dezember 1939 soll Bulgakow ein den Führer verherrlichendes Theaterstück schreiben. Er weigert sich lange, gibt aber schließlich dem Druck nach und liefert das Stück “Batum” über Stalins revolutionäre Jugend ab.
Aber unverhofft wird eine ablehnende Äußerung Stalins bekannt; offensichtlich wünscht er nicht, die Aufmerksamkeit auf seine Jugend zu lenken, die er in einem Priesterseminar verbracht hat. Vielleicht befriedigt ihn allein die Tatsache, daß der ungehorsame Bulgakow das Stück über ihn geschrieben hat.
Das ist eine öffentliche Ohrfeige. Buchstäblich am Tag nach der negativen Nachricht beginnt er, das Augenlicht zu verlieren, er trägt eine schwarze Brille und verläßt überhaupt nicht mehr das Haus. Die in ihm schlummernde Krankheit (Nierensklerose) beginnt, sich dramatisch zu verschlimmern, und Bulgakow stellt sich als Arzt selbst die Diagnose. Er begreift, was ihm bevorsteht: Lähmung und ein langsames, qualvolles Sterben.
Der Roman, dem er die letzten Jahre gewidmet hat, muß beendet werden. Mit Mühe und Not diktiert er seiner Frau die letzten Seiten: “Oh, ihr Götter! Wie traurig ist die abendliche Erde! Wie geheimnisvoll brauen die Dünste über den Mooren! Wer durch diese Dünste irrte, wer vor dem Tode litt, wer über diese Erde hinwegflog, beladen mit überschwerer Bürde, der weiß das. Der Müde weiß es. Ohne Bedauern verläßt er die Nebel der Erde, ihre Sümpfe und Flüsse, und gibt sich leichten Herzens dem Tod in die Hände, wissend, daß nur er ihm Frieden schenkt.”
Schon als der Roman “Der Meister und Margarita” 1966 erstmals veröffentlicht wurde, dachten viele unserer Kollegen an seine Verfilmung; man stritt darüber, wer dazu in der Lage ist, wem diese Ehre gebührt. Andrej Tarkowski hatte den “Meister” in seine Pläne einbezogen, auch Federico Fellini dachte darüber nach. Die besten sowjetischen und internationalen Regisseure zerbrachen sich den Kopf darüber, wie die zauberhafte Magie der Werke Bulgakows auf der Leinwand in sichtbare Bilder umzusetzen ist.
Die mystische Einbildungskraft des Schriftstellers überstieg bei weitem die technischen Möglichkeiten des Kinos. Wie sollte man zum Beispiel eine über die Erde fliegende Frau aufnehmen, die wünschte, unsichtbar zu werden; wie sollte man einen großen, sprechenden, trinkenden und rauchenden schwarzen Kater darstellen?
Außerdem gab es drei völlig verschiedene Ebenen in dem Roman (die realistische, phantastische und religiöse), die von dem zukünftigen Regisseur ganz unterschiedliche Talente erfordern, die nur selten zusammentreffen.
Aber dennoch ließen sich die Filmleute auf die Herausforderung ein. In der UdSSR wurde der Impuls jedoch ziemlich schnell erstickt. Einer der damaligen Funktionäre, der für das Kino zuständig war, sagte sogar, solange die Sowjetmacht im Lande herrsche, werde dieser Roman nicht verfilmt.
Ausländische Versuche, den Roman zu verfilmen, mißlangen: Der Inhalt des Buches ging dabei verloren, und die Bemühungen, den phantastischen Teil des Themas darzustellen, scheiterten total. Auch die geringe Kenntnis der tatsächlichen Verhältnisse des sowjetischen Lebens in den dreißiger Jahren trug nicht zum Erfolg bei.
Hinzu kommt: Eine ganze Armee von Apologeten hat jede Zeile dieses Buches für absolut genial erklärt, das heißt für unberührbar. Kann man aber Kunst hervorbringen, wenn man auf den Knien liegt? Diese Frage hat Bulgakow selbst beantwortet, der die “Toten Seelen” des von ihm vergötterten Gogol recht frei inszenierte. Wir haben den gleichen Weg eingeschlagen. Als Überschrift zu dem Kinoprojekt “Der Meister und Margarita” könnte man schreiben: “Freie Phantasien über das Thema eines beliebigen Romans.”
Für das Abfassen des Drehbuchs haben wir fast zwei Jahre gebraucht. Wir wollten alles lesen, was der Autor auch gelesen hat, als er an diesem Werk arbeitete. Wir wollten sein ganzes Leben noch einmal durchleben, und für diese reiche Erfahrung sind wir sehr dankbar – unabhängig davon, ob unser Filmprojekt verwirklicht wird (es ist ziemlich unwahrscheinlich, schwierig und teuer).
Der Schriftsteller starb einen schweren Tod. Halb im Fieberwahn flüsterte er seine letzten Worte: “Don Quijote . . . Don Qui . . . jote”.
Don Quijote war Michail Bulgakows Lieblingsheld der Literatur. Uns scheint, auch er erinnerte an diesen Hidalgo. Nur die Mühlen waren zu seiner Zeit keine Windmühlen mehr.


HIER dieser Artikel als PDF dh. auch mit Bildern.

Der Text ist schon fast 30 Jahre alt, ich versuchte daher etwas über den Regisseur und seinen Bruder zu erfahren und nachzuprüfen, ob es den hier besprochenen Film gibt.

Elem Germanowitsch Klimow war ein studierter Flugingenieur und erst dann studierte er bis 1963 Filmregie. Bereits sein Diplomfilm Herzlich willkommen oder Unbefugten ist der Eintritt verboten erregte 1964 Aufsehen: Die in einem Pionierlager spielende Satire wurde zunächst kurz verboten, dann aber freigegeben und zu einem Publikumserfolg. Klimows international bekannteste Filme sind Agonia (1974/1981) über Rasputin und Komm und sieh (1985), eine düstere Parabel aus dem Zweiten Weltkrieg. Klimow war seit 1965 mit der Regisseurin und Drehbuchautorin Larissa Schepitko verheiratet, die 1979 während der Dreharbeiten zu ihrem Film Abschied von Matjora bei einem Autounfall ums Leben kam. Der Film wurde 1982 von Klimow vollendet.

German Klimow (geb. 1941) ist Drehbuchautor, der öftermal mit seinem älteren Bruder an dessen Filme gearbeitet hat. Man erwähnt aber weder bei einem Bruder, noch bei dem anderem den Film Meister und Margarita. 1994 wurde zwar von Yuri Kara ein gleichnamiger Film gedreht, beide Klimow Bruder werden aber nirgendwo erwähnt. Der Film selbst hat übrigens eine Geschichte, die an Terry Gilliams Film The Man, who killed Don Kichote erinnert. Mehr HIER.