Der Weg nach Combray

Liebe Freundinnen und Freunde!

Ich will euch herzlich zur Präsentation meines ersten Fotobuches einladen. Es heißt „Der Weg nach Combray”. Prousts Roman Auf die Suche nach der verlorenenen Zeit hat mich vor zwei Jahren zutiefst beeindruckt und bewegt, selber auf die Suche zu gehen.
Am Abend gibt es unter anderem ein Gespräch zwischen mir und der Fotografin Angela Giebner. Die Bilder aus dem Band sind auch in der Ausstellung zu sehen. Das Buch kann man im Shop meines Verlages bestellen oder am Abend direkt kaufen. Würde mich auf die Unterstützung meiner Arbeit freuen.

Ohne weiteres: Ich lade euch alle herzlich zu dem Abend ein und würde mich freuen, euch zu sehen. Ich bin froh, dass ich in diesen sehr dunklen Zeiten für die Ukraine und für mich an einem Tag mit euch zusammen feiern darf. 

WO: SPACE B23, Greifswalder Straße 23

WANN: 29. April, 18 Uhr

***

Ewa Maria Slaska

Masha, Proust und ich

Er hat uns zusammengebracht, der Marcel Proust. Wir haben uns genau vor einem Jahr getroffen, an dem Osternsamstag 2021. Sie hatte Fotos für eine Ausstellung gebracht, ich sollte ein Text dazu schreiben. Habe ich, ja.

Am 19. Mai 2021 stellte Masha ihre Foto-Collagen im Fenster des Antiquariats Mutabor in der Immanuelkirchstraße in Berlin; mein Text hat sie mittels eines Kinderstempelsets per Hand gedruckt und im Türfenster plaziert.

Fünftes Band von Marcel Proust Zyklus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Die Gefangene, auf Ukrainisch; Masha aber las Proust auf Russisch

Dafür, dass ich es für sie geschrieben habe, dürfte ich ihre Proust-Fotos auf meinem Blog präsentieren. Hier.

Ihre Proust Fotos. Ja, der Name hat uns verbunden. Die Fotos. Der Proust. Wir sprachen erst eine Stunde miteinander, als wir an Proust kamen. Sie kommt aus Ukraina, und ich wußte schon, dass es dort noch nicht alle sieben Bände übersetzt wurden und dass es für die Menschen dort ein jedes neue Band ein großes Fest ist. Sie warten darauf, vielleicht Jahre, bis sie endlich wissen, was mit Albertine passiert ist oder wo Gilberta nach der Hochzeit wohnte. Bis heute, wenn wir über Proust miteinander sprechen, bittet sie darum, dass ich ihr dies und das von Proust nicht verrate. Als ob es der neuste Matthias Nawrat wäre und nicht ein Dichter, der vor 100 Jahren gestorben ist. Geboren am 10. Juli 1871 in Auteuil bei Paris, gestorben am 18. November 1922 in Paris.

Vor zwei Jahren ist Masha nach Frankreich gefahren, auf den Spuren der verlorenen Person – Marcel Proust. In der Einladung zur morgigen Abend schrieb sie, dass sie vor zwei Jahren auf der Suche gefahren ist …geografisch nach Normandie, wo die manche Szenen aus dem Buch sich abspielen, und innerlich an die Orte der Kindheit, der Jugend und damit verbundenem Gefühl des Erwachens und Spüren der Freiheit. Ich als Erwachsene tauchte in die Welt der Fantasien ein, die dann meine eigenen Erinnerungen hervorbrachte.

Ein Jahr später schauten wir uns beide ihre Fotos von dieser Reise an. Schwarz-weiße Fotos, analog aufgenommen. Selten erinnerten sie an Proust selber. Wenn ja, da sagte sie mir, dass es der Bahnhof in Combray ist.
– Combray?, fragte ich. Du meinst Illiers, so heißt doch die Stadt wirklich?
– Nein, sie hat sich den Namen geändert, die Stadt, sie heißt jetzt Illiers-Combray.
Ich schaue sie an und will es nicht glauben, als ob London jetzt nach Terry Pratchett in Ankh Morpork umgenannt wurde. Es ist aber schon lange Geschichte. Die heutige zusammengesetzte Namensgebung der Stadt, schreibt Wikipedia, wurde 1971 beschlossen und als Dekret im Journal Officiel veröffentlicht. Anlass war der 100. Geburtstag von Marcel Proust. Illiers-Combray, fügt Wikipedia dazu ein, ist die einzige französische Kommune, die einen aus einem literarischen Werk hervorgegangenen Namen trägt.

In Polen gibt es auch so ein Konstrukt, ein Dorf und Gemeinde Lipce Reymontowskie. Der Roman Chłopi (Bauern) in den Jahren 1904-1909 von polnischen Nobelpreisträger, Władysław Reymont geschrieben, spielt im Dorf Lipce. Der heutige Name (mit dem Zusatz Reymontowskie dh. von Reymont ) ist seit dem 1. April 1983 in Kraft.

– Das ist der Armsessel im Haus von Tante Leonie, sagt Masha.
Ich schaue mir das Foto an und weiß, dass ich mich verliebt habe. Dieser verschwommener Sessel, von dem doch niemand weiß, ob er tatsächlich aus dem Hausinventar der Tante Leonie stammt und sogar wenn ja, ob Proust auf ihm / in ihm je Mal gesessen hat, ist ausgesprochen ein Proustsches Objekt.
Ich muss ihn haben!
– Und die Tasse?, fragt Masha. Provokativ.

Ja, natürlich die Tasse, aus der Proust von der Tante ein Schluckchen Lindentee mit einem Biss ‘Madeleine’ bekommen hatte, als er morgens zu ihr ging, um sie zu begrüßen. Die ganze Konstruktion dieses gewältigen Romans, eines der wichtigsten in der Literaturgeschichte, wurde auf dem Fundament von diesem ausgeweichten Biss eines Küchlein errichtet, eines jener, schrieb Proust, dicken ovalen Sandtörtchen, die man ‘Madeleine’ nennt und die aussehen, als habe man als Form dafür die gefächerte Schale einer St.-Jakobs-Muschel benutzt.

Eine ‘Madeleine’ wurde tatsächlich seit eh so gemacht, als ob man sie immer noch für die Pilgern auf dem Weg nach Santiago di Compostella in den Saint-Jakob-Muscheln gebacken hätte. Illiers lag auf dem Weg und seit Jahrhunderten spezialisierte sich in Herstellung dieser Küchlein. Und die Muschel war ein Symbol dieser Pilgerfahrt.

Ja, Masha hatte recht, für eine wahnsinnige Leserin von Proust, wie ich es bin, genauso wie Masha, sollte vielleicht diese Tasse wichtiger sein als alle andere Fotos, die sie gemacht hatte. Kann sein. Nun ja, ich habe mich in den Sessel verliebt.

Aber diese Proust Fotos im Zyklus sind nicht nur die, die sie in Illiers gemacht hate. Dies wäre zu einfach, zu plump, zu unbeholfen. Dafür ist Masha selber zu sehr Künstlerin, um sich mit solchen Platitüden zu begnügen. Was sie in der Normandie und Bretagne suchte, war nicht (oder nicht nur) der Proust selber, sonder der Proustsche Effekt, dieser Moment, der auch Ort sein kann, in dem einem plötzlich seine eigene Gefühle klar werden.
Das Buch war fertig eine Woche, bevor der Krieg in meiner Heimat Ukraine ausgebrochen ist,
schrieb sie in der Einladung. Und plötzlich war es klar. Für mich hat dieses Buch diese, noch weitere Bedeutung: Es geht um die verlorene „alte” Welt, in der es für mich noch möglich war, mich mit dem Thema der Suche nach der Vergangenheit, mit Leichtigkeit und Unbekümmertheit, zu beschäftigen.

Jetzt sind diese Leichtigkeit und Unbekümmertheit nicht mehr möglich. Jetzt ist der Krieg da. Die russischen Panzertanks hätten sowohl den Dichter, als auch seine Mutter und seine Tante, hätten sie noch gelebt, zerfahren. So wie sie so viele Ukrainer, unter ihnen auch Künstler, ermordet haben. Der litauische Regisseur Mantas Kvedaravicius wurde in Mariupol getötet, der Film- und Synchronsprecher und Fernsehmoderator Pasha Lee in Irpien. Der Cellist der polnisch-ukrainischen Band Taraka, Dmitrij, wurde bei den Kämpfen ebenfalls getötet.

Wer noch? Wer ist gestorben im Angriff auf den Bahnhof von Kramatorsk? Während der Belagerung und Luftangriffe von Mariupol? Bei der Bombardierung in Tschernihiw, Massaker von Butscha, Schlacht um Charkiw und Kiiw?

Wer noch?

Triduum

Radosław Wiśniewski

[Zenon Kałuża w wielki piątek, 15 kwietnia 2022 roku pisze list do o. Grzegorza Kramera w trzech częściach, niby tekst na triduum, a potem uświadamia sobie, że nic nie napisał i patrzy na pustą kartkę.]
I.
spotkałem ludzi, którzy mówili:
widziałem pana, ale nie był podobny
do siebie bo był sześcioletnim chłopcem
nazywał się Władek Taniuk
i przychodził kolejny dzień 
na grób swojej mamy Iryny
która umarła 
w czasie rosyjskiej okupacji
miasteczka Bucza 
przyniósł jej
konserwę, sok w kartoniku
żeby nie była już  nigdy 
głodna
II.
i spotkałem ludzi, którzy mówili:
widzieliśmy pana, ale nie był podobny
do siebie, bo wyglądał jak kobieta,
zgwałcona przez rosyjskich żołnierzy
dziewczyna, dziewczynka, kobieta,
miała zakrwawione nogi, a ręce
trzymała zaciśnięte między nogami
a krew i tak płynęła,
i krzyczała głośno
kto jej wsadził, rozerwał
kto w niej był i bił
a po wszystkim
poderżnął gardło
na oczach dziecka
ale papież i tak nie słyszał
bo papież nie używa takich 
brzydkich słów
jak 
rosja
III.
słyszałem też tych co mówili
że spotkali pana w Mariupolu, 
ale i on nie był podobny do siebie.
mówili, że kiedy otwiera się pokrywę
mobilnego krematorium, takiego jakie ma
armia rosyjska, to nie ma nic
w pierwszej chwili gorący podmuch
z pustej komora, garść popiołu
żeby chociaż kamień, gwóźdź, 
obrączka, dziecięcy bucik.

Reblog: Deutscher Lumpen-Pazifismus

Anm. d. Red.: Heute ist der Stichwahl Le Pen – Macron, ortodoksyjna Wielkanoc. Putin bombarduje Odessę.

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Eine Kolumne von Sascha Lobo

Polska wersja, w tłumaczeniu Uli Ptak - poniżej

Ein substanzieller Teil der Friedensbewegung ist in seiner Selbstgerechtigkeit das Beste, was Putin passieren kann. Leider hat er in der Politik und besonders in der SPD mächtige Partner.

Transparent mit der Aufschrift »Wer Waffen liefert, sollte selbst Menschen töten!« beim Hamburger Ostermarsch: Zutiefst egozentrische Ideologie 
Foto: Markus Scholz / dpa

»Ich wage es zu behaupten, daß, wenn die Juden die Seelenkraft, die allein aus der Gewaltfreiheit entspringt, zu ihrer Unterstützung aufböten, Herr Hitler sich vor einem Mut, wie er ihn im Umgang mit Menschen bisher noch nie in nennenswertem Maße erfahren, verbeugen würde.« Diese Zeilen wurden Ende 1938 geschrieben, und zwar von einem Pazifisten, von dem Pazifisten, nämlich Mahatma Gandhi. Kurz darauf erklärte er noch, es könne wohl keinen jüdischen Gandhi in Deutschland geben, weil der »höchstwahrscheinlich nicht länger als fünf Minuten wirken« könne, »ehe er unverzüglich zur Guillotine geschleift würde«. Was bedeutet, dass Gandhi wusste, was Juden in Deutschland passieren konnte. Gandhi ist nicht nur bis heute ein Vorbild für viele Pazifisten, sondern war auch eine sagenhafte Knalltüte.

Die deutsche Friedensbewegung schien zu ihrem diesjährigen Hochamt, den Ostermärschen für den Frieden, grob zweigeteilt. Auf der einen Seite stehen die Vernunftorientierten, die es natürlich auch gibt, die einen aufgeklärten, realistischen Pazifismus verfolgen. Darunter kann man verstehen: Skepsis gegen Militarismus, Brechung kriegspositiver Erzählungen, Radikalität bei der Schaffung der Voraussetzungen für Frieden, aber eben auch Akzeptanz des Wunsches von Angriffsopfern, sich zu verteidigen.

Auf der anderen Seite steht ein substanzieller Teil der Friedensbewegung, die ich den deutschen Lumpen-Pazifismus nennen möchte. Es handelt sich dabei um eine zutiefst egozentrische Ideologie, die den eigenen Befindlichkeitsstolz über das Leid anderer Menschen stellt.

Lumpen-Pazifisten mögen mit der Realität nicht besonders viel anfangen können, aber sie sind nicht in erster Linie naiv, wie ihnen oft vorgeworfen wird. Naivität ist unangenehm, aber keine Schande. Lumpen-Pazifisten sind zuvorderst selbstgerecht. Es sind Menschen, die sich eine Jacke anziehen und sofort vergessen, was es heißt zu frieren. Menschen, die ihren Stuhlkreis-Prinzipien auch um den Preis des Lebens Dritter folgen. Menschen, die im Angesicht des russischen Angriffshorrors in der Ukraine nichts tun wollen, genau: nichts. Kurz, es sind Menschen wie der Friedensbeauftragte der evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Friedrich Kramer. Er sagt auf die Frage, wie man auf die Kriegsverbrechen des Diktators Putin in der Ukraine reagieren solle: »Manchmal können wir alle nur hilflose Zuschauer sein. Und das ist vielleicht gut so.« Es scheint mir kaum möglich, die eigene Ungerührtheit im Angesicht tot gebombter Kinder noch maliziöser zu feiern. Aber gut, es ist ein Bischof.

Dem russischen Faschistenführer Putin kann gar nichts Besseres passieren als solche westlichen Führungsfiguren, die direkt oder indirekt sagen, dass uns die Ukraine nichts angeht. Die Lumpen-Pazifisten haben speziell in der Politik und noch spezieller in der SPD, der Friedenspartei, einige mächtige Partner. Man erkennt sie an der Parallelität der Argumente. Bischof Kramer steht nämlich nicht nur selig hilflos daneben, er schreibt der Regierung auch vor, wie sie mit dem Konflikt umgehen soll. Waffenlieferungen sind natürlich tabu, vor allem aber sagt Kramer: »Wir dürfen da nicht gesinnungsethisch reingehen, wir müssen nüchtern draußen bleiben«. Wann um alles in der Welt soll man gesinnungsethisch sein, wenn nicht jetzt? Mit ermordeten und vergewaltigten Zivilist*innen sonder Zahl? Gesinnungsethik bedeutet hier, dass man rote Linien zieht, deren Überschreitung Folgen haben müssen: das Gegenteil von Appeasement. Zumal es nicht darum geht, dass die Nato in der Ukraine aktiv mitkämpft. Sondern um Waffenlieferungen. Der klügste, lustigste und traurigste Tweet dazu: »Weil wir nicht genau wissen, was Russland alles als Kriegserklärung verstehen könnte, habe ich mich entschieden die Spülmaschine heute nicht auszuräumen.«

Jetzt lieber nüchtern, keine nervige Ethik, die Putin womöglich »missverstehen« könnte, sondern pragmatisch zuschauen, sagt der Bischof. Wir schalten zu Michael Müller (SPD), dem früheren Regierenden Bürgermeister von Berlin, inzwischen Bundestagsabgeordneter. Der sagt bei n-tv: »Ich staune bei einigen, die sich auch die Situation vor Ort angeguckt haben, wie schnell man jetzt nach schweren Waffen ruft.« Schnell? Also bereits nach wenigen Zehntausend Toten, gefolterten, vergewaltigten, ermordeten Zivilist*innen, massenhaften Kriegsverbrechen? Die angegriffenen Ausschussvorsitzenden des Bundestags, die in der letzten Woche in Lwiw vor Ort waren, mussten sich schon von Olaf Scholz als »Jungs und Mädels« verspotten lassen, und jetzt mahnt Exbürgermeister Müller sie zur Langsamkeit in Sachen Waffen.

Die Organisatoren der pazifistischen, traditionellen Ostermärsche fühlten sich leider nicht in der Lage, den russischen Angriffskrieg zu verurteilen, aber glaubten trotzdem, für den Frieden zu demonstrieren. Besonders plakativ stellten diejenigen ihre Lostheit zur Schau, die ernsthaft gegen die Nato – und nur die Nato – »klare Kante« zeigen wollten.

Wenn man von den deutschen Lumpen-Pazifisten die vielen Schichten des platten Antiamerikanismus entfernt, dann bleibt ein Kern übrig. Nämlich die Mischung aus dem Recht des Stärkeren und der Täter-Opfer-Umkehr, die schon Gandhi zusammengemanscht hat: »Wenn die Juden, anstatt hilflos und notgedrungen gewaltlos zu sein, sich wohlüberlegt Gewaltfreiheit, das heißt Mitgefühl, für die nichtjüdischen Deutschen zu eigen machten, so könnten sie den Deutschen nicht nur keinen Schaden zufügen, sondern würden – da bin ich mir so sicher, wie ich diese Zeilen diktiere – das härteste deutsche Herz schmelzen.« Und als bizarro-antisemitische Vorrede dazu: »Laßt die Juden, die den Anspruch erheben, das auserwählte Volk zu sein, ihren Anspruch dadurch beweisen, daß sie den Weg der Gewaltfreiheit wählen, um ihre irdische Existenz zu verteidigen.« Da liegt der Lumpen-Pazifismus ausgestreckt und zeigefingert den Angegriffenen nicht nur, dass sie selbst schuld sind, wenn ihre Gewaltfreiheit nicht funktioniert. Sondern auch, dass sie nicht besser sind als die Angreifer, wenn sie vor der Vernichtung stehend nicht so richtig Bock haben auf Gewaltfreiheit. Okay, Gandhi – aber das gibt es in dieser spektakulär realitätsaversen, menschenverachtenden Form doch heute nicht mehr?

Leider doch. In der »taz« erklärt eine Friedensforscherin den Ukrainer*innen, wie sie »das Regime des Besatzers dazu bringen, sich mit ihnen an einen Tisch zu setzen und einen Kompromiss zu finden.« Abgesehen davon, dass vollkommen offen bleibt, wie ein »Kompromiss« überhaupt aussehen kann, wenn eine Partei die andere vernichten möchte, sind die Mittel, die sie ernsthaft aufzählt, folgende:

  • Massendemonstrationen, um den Invasoren zu zeigen, dass sie nicht willkommen sind
  • das Austauschen von Straßenschildern und die Verwendung von Verkehrsschildern, um die einmarschierende Armee zu beleidigen oder abzulenken
  • mit Menschenketten russische Panzer stoppen
  • Boykott russischer Waren, weil so die Besatzung auch viel teurer wird
  • Finanzmittel, Schulungen, andere Ressourcen bereitstellen, um Ukrainern zu helfen, ihre Fähigkeit zu massenhaftem zivilem Ungehorsam und gewaltfreiem Widerstand auszubauen

Dann bezeichnet sie es als wichtiges Instrument, im Fall einer Besatzung die Stromrechnung nicht zu bezahlen. Wer sich die Bilder der zerbombten Städte und zivilen Einrichtungen, der Leichen in den Straßen und die Berichte von Massenvergewaltigungen angesehen hat, muss den Ansatz, mit vertauschten Straßenschildern Soldaten zu verwirren, nicht einmal mehr argumentativ widerlegen. Die aufgezählten Mittel sind eine Farce, sie entsprechen der Empfehlung, der Schwerkraft zu entkommen, indem man einfach neben den Boden fällt.

Veröffentlicht wird das alles einen Tag, nachdem Putin die Truppen, die in Butscha Menschen gefoltert und ermordet haben, mit schönen Orden als Mitschlächter des Monats ausgezeichnet hat. Und dabei en passant seine Strategie der absichtsvollen Kriegsverbrechen bestätigt hat. Das ist nicht mehr naiv, sondern boshaft kalt. Waffenlieferungen hingegen lehnt die Pazifismus-freudige Friedensforscherin ab, weil wir »die weitere Militarisierung des Konflikts nicht verstärken sollten.« Das wird die in zerbombten Kellern ausharrenden, verdurstenden Menschen in Mariupol sicher arg freuen, dass ihre Stadt nicht noch weiter militarisiert wird. Wenn sie sich etwas Mühe geben und ein paar Gandhi-Kacheln auf Instagram posten, können aus ihnen bestimmt doch noch Pazifisten werden. Vielleicht nicht so porentief reingewaschene, zu 100 Prozent enthitlerte Superpazifisten wie wir hier in Deutschland, aber immerhin.

Der Spiegel online, 20.04.2022

Tłumaczenie Ula Ptak na FB, 21.04.2022 (fragmenty): 

Jeśli usunie się wiele warstw frazesów antyamerykańskich z niemieckich lumpenpacyfistów, pozostaje tylko rdzeń. Chodzi mianowicie o mieszankę: prawo silniejszego i odwrócenie zasady sprawca-ofiara, którą Gandhi już wcześniej sklecił: "Gdyby Żydzi, zamiast być bezradnymi i z konieczności nieagresywnymi, z rozmysłem przyjęli zasadę nieagresji, to znaczy współczucia, wobec nieżydowskich Niemców, nie tylko nie byliby w stanie wyrządzić Niemcom żadnej krzywdy, ale - jestem tego tak pewien, jak tego, że dyktuję te słowa - stopiliby najtwardsze niemieckie serce". A jako antysemicki wstęp do tego: "Niech Żydzi, którzy twierdzą, że są narodem wybranym, udowodnią swoją tezę, wybierając drogę bez przemocy, aby bronić swojej ziemskiej egzystencji". To właśnie tam rozciąga się lumpenpacyfizm, wciskając ofiarom nie tylko to, że to ich własna wina, jeśli ich niestosowanie przemocy nie przynosi rezultatów. Ale także, że nie są lepsi od napastników, jeśli w obliczu zagłady nie są w nastroju do niestosowania przemocy. No dobrze, to Gandhi - ale czy na pewno nie istnieje już w tej spektakularnie oderwanej od rzeczywistości, pogardzającej człowiekim formie coś do dziś?
W "taz" badaczka pokoju wyjaśnia Ukraińcom, jak mogą "skłonić reżim okupanta, by usiadł z nimi do stołu i znalazł kompromis". Pomijając fakt, że nie wiadomo, jak w ogóle może wyglądać "kompromis", gdy jedna strona chce zniszczyć drugą, środki, które poważnie wymienia, są następujące:
- masowe demonstracje, aby pokazać najeźdźcom, że nie są mile widziani
- wymiana szyldow z nazwami ulic i używanie znaków drogowych do obrażania lub odwracania uwagi armii najeźdźców
- wykorzystanie łańcuchów ludzkich do zatrzymania rosyjskich czołgów
- bojkotowanie rosyjskich towarów, bo to także zwiększa koszty okupacji
- Zapewnienie środków finansowych, szkoleń i innych zasobów, które pomogą Ukraińcom w budowaniu zdolności do masowego obywatelskiego nieposłuszeństwa i oporu bez użycia przemocy.
Następnie uznaje za ważne, aby nie płacić rachunku za prąd w przypadku okupacji. Każdy, kto oglądał zdjęcia zbombardowanych miast i obiektów cywilnych, trupy na ulicach i doniesienia o masowych gwałtach, nie musi nawet odpierać argumentów o wprowadzaniu w błąd żołnierzy przestawionymi znakami drogowymi. Wymienione środki to farsa; są one równoznaczne z zaleceniem, aby unikając prawa grawitacji upaść obok ziemi. 
Wszystko to ukazuje się dzień po tym, jak Putin odznaczył żołnierzy, którzy torturowali i mordowali ludzi w Buczy, pięknymi medalami jako rzeźników miesiąca i w ten sposób potwierdził swoją strategię celowego popełniania zbrodni wojennych. 
(...) pacyfistycznie nastawiona badaczka pokoju odrzuca dostawy broni, ponieważ "nie powinniśmy zwiększać dalszej militaryzacji konfliktu". Mieszkańcy Mariupola, którzy czekają w zbombardowanych piwnicach i umierają z pragnienia, z pewnością bardzo się ucieszą, że ich miasto nie jest dalej militaryzowane. Jeśli włożą trochę wysiłku i opublikują kilka myśli Gandhiego na Instagramie, z pewnością mogą stać się pacyfistami. Może nie będą to tak dogłębnie wypłukani, stuprocentowo entuzjastyczni superpacyfiści jak my tutaj w Niemczech, ale jednak. 

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Nadesłane przez Monikę Wrzosek-Müller

Aus dem Leben in der Wegwerfgesellschaft


Von der Administratorin: Am Ostersamstag machte ich in einer kleinen englischen Stadt (Garden City) einen Spaziergang. Das Wetter war schön und die Straßen waren voller Menschen. Ich ging in die St.-Franziskus-Kirche, wo mehrere Frauen Blumen banden und pflanzten. Wir sind hier nicht in Polen. Am Karsamstag wird in einer anglikanischen Kirche noch nichts gefeiert. Auf der anderen Straßenseite stand ein riesiger Müll-Container, der bis zum Rand mit Kirchenmusik-CDs gefüllt war. Hunderte, vielleicht Tausende von CDs. Zwei dunkelhäutige Personen mit dem Aussehen von Musiklehrern standen in der Nähe des Containers.
– Das ist eine Schande, sagten sie.
Sie nahmen sich eine CD nach dem Zufallsprinzip. Das tat ich auch. Ich zog
Te Deum (Got sei gelobt) von Hector Berlioz.

Es ist ein Kirchenlied aus dem 4. Jahrhundert n. Chr., das immer wieder von Grund auf neu komponiert und anlässlich großer kirchlicher Feste aufgeführt wurde, ursprünglich vermutlich am Vorabend von Ostern. Das ist genau der Tag, an dem ich es aus dem Müll gezogen habe. Musik für das große, traurige Osterfest 2022, wenn ein großer, schrecklicher Krieg in der Welt herrscht.

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Ela Kargol

Welttag des Buches

Das Buch habe ich auf meinem Hof im Müllcontainer gefunden. Zwischen Kaffeesatz und Eierschalen lagen noch andere Bücher. Die sauberen habe ich herausgeholt und daneben auf eine kleine Mauer hingelegt. Wenn es nicht regnet, vielleicht überleben sie, bis jemand wie ich ihnen ein neues Leben im neuen Zuhause schenkt.
Mir läuft es jedes mal den Rücken kalt runter, wenn ich Bücher in Abfallkörben, Mülltonnen oder auf Müllhalden sehe. Dasselbe fühle ich bei weggeschmissenem Brot.
Es gibt doch genug Möglichkeiten die Bücher wegzugeben. Es gibt genug Lebensfenster („Babyklappen“) so wie für ungewollte Kinder, es gibt Büchertelefonzellen, Bibliotheken, Bücherbasare und schließlich Menschen, die sich über weitere Bücher freuen, bei denen es noch Platz in den Regalen gibt.
Was für ein Unterschied besteht zwischen Bücherverbrennung und Bücher-Wegschmeißen?
Fast keinen, die Ideologie ist nur anders. Damals Nationalismus und jetzt Wegwerfgesellschaft und Überfluss.


Für mein Zuhause habe ich ein rotes Buch gerettet, noch paar Jahre Leben geschenkt. Jahrgang 1927, drei Jahre älter als meine Mutter.
Ganzleineneinband mit goldfarbenen geprägten Lettern, sowie Prägungen in Form von einem gebundenem Rosenstrauß, „Jungmädchenwelt, ein Jahrbuch“, herausgegeben in Stuttgart bei der Union Deutsche Verlagsgesellschaft. Es gibt auch ein entsprechendes Buch für die Jungen: „Junge Welt, ein Jahrbuch für unsere Jungen“. Gott sei dank nicht im Müll gefunden, sondern bei Ebay-Kleinanzeigen. Ich denke ernsthaft daran, es zu bestellen.


In dem Mädchenbuch findet man außer einem Rosenstrauß, alles was das Herz einer jungen Frau begehrt: „…Erzählungen ernsten und heiteren Inhalts, Plaudereien über Kunst und Wissenschaft, Länder und Völker, Beruf, Sport, Haus Hof und Garten…“
Es gibt heitere Texte und traurige, Kunstabbildungen solcher Künstler, deren Kunst später entartet wurde oder derer die der NSDAP treu bis zum Ende geblieben sind. Es gibt Rätsel, Märchen und Reiseberichte, Zeichnungen, Bilder und viel mehr.

Auf einer der Seiten wurde ich auf ein Foto von vier Mädchen aufmerksam, die mit erhobenen Händen im Kreis tanzen. Den Namen des Fotografen Paul W. John, geboren im heutigen Łebcz bei Puck, habe ich in Wikipedia gefunden: Paul W. John

Das Foto ist betitelt: Frühlingsreigen. Ich musste nach der Bedeutung des Wortes Reigen suchen.

Ich hatte schon meine Vermutungen über alte germanische Bräuche, die vom Bund Deutscher Mädel übernommen wurden, aber nein, diese Tänze gehen auf die Antike zurück, auf Homer, die Ilias, und haben viel gemeinsam mit Hochzeitsumzügen. Ich musste sofort an einen berühmten Film mit Jerzy Stuhr denken, den Wodzirej in dem Stuhr einen Vortänzer spielt.

Reigen

Was kann man von einer angehenden Hausfrau erwarten? In 30 Merksätzen steht es im Buch geschrieben. Von einer jungen Frau vor fast 100 Jahren hat man was ganz anderes erwartet, was man heute erwarten würde. Würde man heute überhaupt etwas erwarten? Das Wort Erwartung ist schon falsch, es klingt ähnlich wie Manipulation, Suggestion, Lenkung.
Meine Mutter hat mir immer verbale Ratschläge, Suggestionen, Wegweisungen gegeben. Ich habe sie dafür gehasst, obwohl ich sie sehr liebe, die Mutter.
Wenn ich den letzten Punkt der Merksätze für angehende Hausfrauen lese, muss ich lachen. „Kostbare Edelsteine in der Krone der Hausfrau sind: Ordnung, Reinlichkeit, Pünktlichkeit und Sparsamkeit.“
Bei mir fehlt alles. Die anderen Merksätze, wie das ganze Buch in Frakturschrift geschrieben, sind leider auch nichts für mich. Ein Paar würde ich vielleicht akzeptieren: Lasse nichts umkommen, sondern verwende alle Speisen rechtzeitig. Manche sind veraltet, manche unverständlich oder lächerlich: Lasse dich von deiner Nachbarin nicht aufhalten, wenn du kochende Speisen auf dem Herd hast, ebenso lasse das Romanelesen während dieser Zeit. Oftmals ist das unangenehme Anbrennen oder das Überkochen die unvermeidliche Folge davon.

Ich habe als junges Mädchen Anne auf Green Gables gelesen und ihre Ideen und ihr buntes Leben in Kanada wirkten auf mich viel überzeugender als die 30 Merksätze für angehende Hausfrauen in Deutschland.

Man kann über die Merksätze lachen, sie ernst nehmen, als nützlich oder interessant empfinden, man kann sie überspringen und Rätsel lösen, alles für junge Mädchen.

Soviel Wissenswertes auf der Müllkippe gefunden, Texte über Künstler, Literatur, Reisen, Gedichte, Fotos, Bilder, goldene Buchstaben auf roten Leinen…
Manch einer mag sagen, das sei unnützes Wissen, unnützes Buch, alt, gehört in den Müll. Wer liest so was? Wer las so was? Unsere Großmütter, Großväter vielleicht auch. Und die Nachbarin, die vor paar Monaten gestorben ist und deren Wohnung von einer Auflösungsfirma aufgeräumt wurde, samt Büchern.

Allen Büchern auf der Welt wünsche ich schöne Regale, eifrige Leser und Leserinnen und eine gute Behandlung, ein langes Leben in Gesundheit und Achtung.

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Der Welttag des Buches. Charkiv. Bibliothek.

Chodzenie po Berlinie: Herb Ukrainy

Ela Kargol

Тризуб

Skąd wziął się herb Ukrainy? Na to pytanie nie ma jednoznacznej odpowiedzi. Herb nie jest aż tak stary, choć historia jego powstania sięga bardzo zamierzchłych czasów. Czy zawdzięczamy go dynastii Rurykowiczów, czy ma coś wspólnego z herbem księstwa Ruskiego i świętym Michałem na niebieskim polu, ubranym w złote szaty, dlaczego najpierw był dwuząb, czy może herb ma związek z pismem runicznym?

Слава Україні!

Tu kilka linków o „małym herbie Ukrainy“, bo taka jest prawidłowa jego nazwa:

https://ukrainamarcina.pl/tryzub/

https://pl.wikipedia.org/wiki/Herb_Ukrainy

https://www.polskieradio.pl/7/5098/Artykul/2918805,Tryzub-jak-sie-stal-symbolem-Ukrainy

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Skąd wziął się na secesyjnej kamienicy przy Heidelberger Platz 1 w Berlinie? Nie wiem. Cały czas myślałam, że jest to jakiś secesyjny element zdobnictwa. Zresztą dawno już o nim zapomniałam. A tak naprawdę nigdy przedtem nie znałam i nie interesowałam się herbem Ukrainy. Prawdopodobnie jakby mnie ktoś zapytał o kolory flagi, też bym nie wiedziała. Gdy wybuchła wojna, niektórzy z nas, Polacy może mniej, spojrzeli na mapę, gdzie właściwie leży ta Ukraina i z kim graniczy, i jak daleko od Berlina?

Gdy Ksenia odbierała od nas gar zupy dla swoich rodaków przyjeżdżających z Ukrainy, mój mąż poradził jej pójść zamiast na stację metra od razu do kolejki podmiejskiej, S Bahny przy Heidelberger Platz, bo tam jest ten dom, dom z niemiecką restauracją na dole Heidelbeere, z ukraińskim herbem u góry.

W Heidelbeere byłam tylko raz. Niemiecka kuchnia jakoś nigdy mnie nie pociągała. Byłyśmy z przyjaciółką, zamówiłyśmy niemieckie piwo i Bockwurst z Kartoffelsalat. Dzisiaj weszłam tam drugi raz, jeszcze przed otwarciem. Miałam szczęście, spotkałam właściciela. Tyle co mi powiedział, potwierdziło nasze przypuszczenia, dom był budowany dla ukraińskiego przedsiębiorcy w roku 1910 i w latach dwudziestych lub później mieściło się tutaj coś w rodzaju przedstawicielstwa konsularnego Ukrainy. Kamienica dostojna, niedawno odrestaurowana. Teraz trwają prace remontowe od strony podwórza, Zajrzałam przez dwa identyczne wejścia do klatki schodowej. W spisie mieszkańców nie ma ukraińskobrzmiących nazwisk, ale to nic nie znaczy.

P.S.

Tekst pisałam kilka dni temu nie mając wiedzy, takiej, którą mam dzisiaj. Najpierw przyszedł mail od znajomego z dołączoną widokówką domu i z wiadomością, że kamienicę zbudowano w roku 1907, a w miejscu herbu był zupełnie inny znak, a dzisiaj wiem już dużo więcej i przyznaję się do niewiedzy na temat historii i herbu Ukrainy.

Niestety historia ma też swoje ciemne strony, o których w czasie agresji Rosji na Ukrainę prawie nie wypada pisać. Ale może jednak warto wiedzieć. Dociekliwszy okazał się w tym przypadku mój mąż, który też do teraz uważał ten herb za ukraiński. Pod tym linkiem wiele rzeczy jest wyjaśnionych.

Krótki fragment dotyczący kamienicy cytuję tutaj w tłumaczeniu:

Przy Heidelberger Platz w Wilmersdorfie znajduje się “Dom z Trójzębem”, który przyciąga uwagę emblematem Organizacji Ukraińskich Nacjonalistów (OUN) na szczycie. W okresie międzywojennym był ważnym ukraińskim ośrodkiem emigracyjnym w Berlinie, a od 1923 r. mieściły się w nim różne organizacje, m.in. społeczność ukraińska, ukraińska służba prasowa i Związek Ukraińskich Oficerów. OUN, która rezydowała tu po 1931 r., miała przymocowany trójząb z mieczem, co laicy łatwo mogą pomylić z herbem Ukrainy (trójząb bez miecza). Historia OUN obejmuje również współpracę z narodowymi socjalistami, czego oczywiscie nie można przemilczeć. 

Wojna znaleziona na Facebooku

Magdalena Szpunar

Pojechał po bułki
rowerem
bo mimo wojny jeść trzeba

leży teraz w kałuży
co spija z niego ostatnie tchnienie życia

a żona mówiła
że bułek nie trzeba
że można chleb

można tylko patrzeć
patrzeć bezsilnie
aż wyschnie kałuża
Pojechał po bułki rowerem, 5 kwietnia 2022

Tamara Łempicka, Uchodźcy (1937) [Fot. Estate LLC/Museum of art and history, Saint-Denis].
Anna Czekanowicz

modlitwa
gdzie się podziała cała ta czułość
gdzie światło witraży w katedrze
szelest liści i pieszczota wiatru
gdzie zniknął smak świata
toczą mnie robaki czarnych myśli
czerwie złych słów plugawych zaklęć
mrocznych przekleństw
głuchych złorzeczeń
jestem kobietą rozpłataną ostrzem bagnetu
jestem kruszyną nienarodzoną tuż obok
we krwi zakrzepłej i skamieniałej
jestem psem co pełznie beznogi wśród gruzu
tajemniczym kocim okiem nieruchomo
wpatrzonym w nieznane
niechaj przeklęta będzie matczyzna
co synów swych na żniwo wysłała

7 kwietnia 2022
Pavlo Kyryk

Moja przyjaciółka napisała (też na Facebooku): Dostałam od przyjaciela i sąsiada Kuby Zaleskiego:
Hej Kochani, taką piosenkę dla Ukrainy napisałem i dograłem do melodii Piosenki dla córki, we własnym aranżu:
https://drive.google.com/file/d/1AZ6tDtJJmnAHNNJKLfj5IJDEROniU6Ey/view?usp=sharing
Miłego, choć pewnie niewesołego słuchania K.

Autor pracuje też nad wersją ukraińską i też ją nam udostępni.

Pavlo Kuchinsky

Frauenblick: Krieg

Monika Wrzosek-Müller

Die Ungerechtigkeit der Welt, der westlichen Welt, war mir immer klar und ein Dorn im Auge, doch jetzt sticht sie mit einer Schärfe und Dringlichkeit, dass ich, sollte ich es nicht aussprechen, krank würde. Auch wir werden durch den Krieg auf eine Seite, auf eine Möglichkeit festgelegt, was sich für die Zukunft wahrscheinlich verheerend auswirken kann.

Wir erleben einen Krieg – einen Angriffskrieg, den es in unserem Jahrhundert nicht mehr geben sollte. Es sind völlig archaische Methoden der Kommunikation, durch Druck und Gewalt auf das eigene Recht zu pochen und es einzufordern. Ich war während des ersten Kriegsmonats in Warschau; habe erlebt, wie die Polen sich zusammengerissen haben, um den Kriegsflüchtlingen zu helfen, wie sie den Krieg verurteilt haben, ihn verfolgt und immer wieder dazu Stellung genommen haben. Der Westen vergisst, dass doch noch Menschen mit Kriegserfahrungen aus dem Jahr 1939 leben und dass für sie ein déjà vue entsteht, dass von Deutschland mehr verlangt wird, eben wegen dieser Kriegserinnerung, aber auch wegen ihrer Nähe zu Russland und zu Putin, dass sie selbst für die Abhängigkeiten von Gas, Öl und Kohle verantwortlich sind. Versprechungen, Bekundungen und Mitleid helfen nicht viel, es müssen Taten folgen, ganz entschiedene und schnelle.

Unter den ukrainischen Frauen, die ich in der Wohnung in Warschau aufgenommen habe, war eine junge Frau mit einem Kleinkind, die mir als die Tochter der Freundin des Bruders meiner Mieterin vorgestellt wurde. Nach zwei Tagen stellte sich heraus: sie mit dem Baby und einen kleinen Jungen haben die anderen auf dem Bahnhof in Lemberg gefunden; die drei wussten nicht wohin, hatten seit ein paar Tagen nichts gegessen, lebten auf dem Bahnhof. Der kleine neunjährige Junge hatte seine Eltern, seine Mutter verloren, oder sie haben ihn so losgeschickt, damit er überlebt, das wussten sie nicht. Auf jeden Fall waren sie plötzlich bei mir, in der Wohnung meiner Mutter, mit den anderen drei Frauen und zwei Jungen. Zum Glück haben sie eine andere Bleibe gefunden, alle drei; so haben die anderen fünf Leute in der kleinen Dreizimmerwohnung genug Platz zum Leben.

Da wurde gesagt: in Polen gäbe es Flüchtlinge zweiter Klasse, ich habe nur gedacht, Gott sei Dank, wir haben noch Platz frei, wir können die aufnehmen. Und ja, sie sind mir willkommen, weil sie das erleben, was Polen immer wieder fürchten muss, und weil sie wirklich Frauen mit Kindern sind, und alles passiert so nah und ich will mich nicht hinter der Heuchelei der Menschenliebe für alle auf der ganzen Welt verstecken und die eigentlich gar nicht so wirklich hierher wollen. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man etwas macht, was einem am Herzen liegt und brennt, oder man mehr oder weniger die eigene Überlegenheit über die arme Welt vorführt und den guten Onkel spielt, ohne die Menschen im Geringsten zu verstehen und eigentlich verstehen zu wollen. Ich habe die Aussagen: „Die werden nie arbeiten können, so wie wir das tun, ihre Ausbildung ist nicht annähernd unserer gleich…“ zu überhören versucht, denn ich bin selbst auch davon betroffen. Meine Ausbildung wurde für nicht würdig in Deutschland befunden, ich bekam den Grad “Magister pl“ zuerkannt und hatte damit keinerlei Recht, an Schulen etc. zu unterrichten. Gerade die Flüchtlinge spüren, ob sie wirklich willkommen sind, ob man für ihre Sache steht. Deswegen gehen auch viele Ukrainer lieber nach Polen als anderswohin in der EU und am liebsten gehen sie sowieso in ihr Land zurück.

In Polen hat die Sache noch einen Aspekt, den man wahrscheinlich nicht vergessen sollte. Die Ukrainer sind für den polnischen Wohlstand mitverantwortlich, haben ihn mit ihren Händen mit erarbeitet. So wird jetzt ein Teil der Schuld bei ihnen abgetragen, beglichen. Polen hat immerhin innerhalb dieser drei Wochen 2,2 Millionen Menschen aufgenommen, ohne zu klagen, ohne sich aufzuspielen, dass es Verteilung geben müsse, dass die anderen nicht wollten; da war die Not dieser Menschen und das war das wichtigste. Manchmal muss man über den eigenen Schatten springen, sich mutig zeigen und riskieren, sonst gehen unsere Werte, das, was man jahrelang versucht hat aufzubauen, verloren. Vertrauen, Glaubwürdigkeit gewinnt man langsam und es wäre schade oder ist schade, sie so schnell zu verspielen.

Pomagajmy

Zostańmy patronami Serhija Żadana

Bardzo Państwa zachęcam do zostania patronem ukraińskiego poety i pisarza, Serhija Żadana. To najlepsze wsparcie jakiego możemy udzielić Charkowowi i jego mieszkańcom.

Serhij napisał (przekład Wiery Meniok):

Zazwyczaj bardzo ostrożnie proszę was o pomoc, ponieważ jestem pewien, że większość z tych, kto czyta tę stronę, w taki czy inny sposób dają środki na coś. I nawet nie większość – wszyscy. Albo prawie wszyscy).

Potrzeb jest naprawdę bardzo dużo, nie potrafię określić, jaka z nich jest ważna bardziej czy mniej. Co jest ważniejsze – kupić powerbank dla żołnierza na linii frontu czy butelkę mleka dla babci, którą ten żołnierz chroni? Sami ustalcie priorytety, ja tylko powiem, że pracuję z różnymi grupami wolontariuszy, a otrzymane od was koszty (bezpośrednio z rąk do rąk, przez patreon czy na konta wolontariatu), wydaję na bardzo różne rzeczy – wczoraj na przykład dałem 20 000 na samochód dla bojowników oraz 10 000 na żywność dla cywilów. Na jutro również mamy mnóstwo zamówień. Bardzo chcę, byście mnie usłyszeli – większość tych zamówień i potrzeb pojawia się nie dlatego, że „państwo nic nie robi” – tylko dlatego, że państwo nigdy wcześniej nie stanęło przed takimi wyzwaniami i dlatego potrzebuje naszej pomocy. Jeśli państwo będzie uratowane – wszystko odzyskamy))

Krótko mówiąc, sami widzicie, czym się zajmujemy z moimi przyjaciółmi, komu pomagamy, kogo wspieramy, piszę o wszystkim, o czym można pisać. Jeśli będzie możliwość i chęć pomóc – pomagajcie. Jeśli macie inne pomysły jak pomóc i wesprzeć – chwała Bogu. Szczegółowego sprawozdania z fakturami nie będzie) (wiele rzeczy jest kupowanych i znajdowanych, sprowadzanych i uzyskiwanych bez faktur)))) Ale potem napiszę dla was powieść o wolontariuszach)))

To jest moja ukraińska karta bankowa wolontariusza:

4149 6090 0342 8085

To jest mój patreon:

www.patreon.com/serhiyzhadan

To jest mój nowo otwarty PayPal, tutaj można przesłać środki spoza Ukrainy:

Сергій Жадан sirozhazhadan@gmail.com

Chciałbym jeszcze raz podkreślić: wszystkie środki otrzymane na tych kontach wykorzystuję na wolontariat – na wsparcie walczących o wolność Ukraińców.

Сергей Жадан:

Друзі, що хочу сказати. Зазвичай дуже обережно прошу вас про допомогу, оскільки певен, що більшість із тих, хто читає цю сторінку, так чи інакше сьогодні на щось перераховує кошти. Та навіть і не більшість – всі. Чи майже всі)

Потреб справді дуже багато, визначити яка з них більш важлива чи менш важлива мені особисто складно. Що важливіше – купити повербанк бійцю на передовій чи пляшку молока бабусі, яку цей боєць захищає? Ви самі собі визначайтеся з пріоритетами, я лише скажу, що співпрацюю з різними волонтерськими групами, і кошти, отримані від вас (безпосередньо з рук у руки, через патреон чи на волонтерські картки), витрачаю на дуже різні речі – вчора, скажімо, кинув 20 000 на авто для бійців і 10 000 на їжу для цивільних. На завтра теж маємо купу замовлень. Знову ж таки, дуже хочу, аби ви мене почули – більшість цих замовлень і потреб виникають не тому, що “держава нічого не робить” – вони виникають тому, що держава ніколи не стикалась із такими викликами й тому потребує нашої допомоги. Збережеться держава – ми все собі повернемо))

Одне слово, ви бачите, чим ми з друзями займаємося, кому допомагаємо, кого підтримуємо, я про все, про що можна писати, пишу. Буде можливість та бажання допомогти – допомагайте. Маєте інші варіанти допомогти та підтримати – слава Богу. Детальних звітів із чеками не буде) (багато чого купується й знаходиться, переганяється й дістається без чеків)))) Але потім я вам напишу роман про волонтерів)))

Ось моя українська волонтерська картка:

4149 6090 0342 8085

Ось мій патреон:

www.patreon.com/serhiyzhadan

Ось мій щойновідкритий PayPal, сюди можна переказувати кошти з-поза меж України:

Сергій Жадан sirozhazhadan@gmail.com

Ще раз наголошу: всі кошти, отримані на ці рахунки, я використовую на волонтерство – на підтримку українців, які воюють за свою свободу. Собі я з цього нічого не беру: працюю на австрійський генштаб, мені там нормально платять.

Дякую всім за підтримку та допомогу. Хай у всіх буде тихий вечір. Завтра прокинемось ще на один день ближче до нашої перемоги)

Сергій Жадан is creating writing/journalism and music | Patreon

Serhij Żadan, Ukrainian writer, now in Kharkiv, where he collects funds to help the people of Ukraine.

“Usually, I ask for your help very carefully, because I am sure that most of those who read this page are giving money to something in one way or another.

The needs are really a lot, I cannot define which of them is more or less important. What is more important – buy a powerbank for a front-line soldier or a bottle of milk for grandma, which this soldier protects? Set your priorities yourself, I will just say that I work with various groups of volunteers, and the costs received from you (directly from hand to hand, via Patreon or to volunteer accounts), I spend on very different things – yesterday, for example, I gave 20,000 for a car for fighters and 10,000 for food for civilians. We also have a lot of orders for tomorrow. I really want you to hear me – most of these orders and needs arise not because “the state does nothing” – but because the state has never faced such challenges before and therefore needs our help. If the country is saved – we will recover everything))

In short, you can see what we do with my friends, who we help, whom we support, and I write about everything that can be written about. If there is an opportunity and willingness to help – help. If you have other ideas on how to help and support – thank God. There will be no detailed report with invoices) (many things are bought and found, brought and obtained without invoices)))) But then I will write a novel for you about volunteers)))

This is my Ukrainian volunteer bank card:

4149 6090 0342 8085

This is my Patreon:

www.patreon.com/serhiyzhadan

This is my newly opened PayPal, you can send funds from outside of Ukraine here:

Сергій Жадан sirozhazhadan@gmail.com

I would like to emphasize once again: I use all the funds received in these accounts for volunteering – to support the Ukrainians who fight for freedom.

Niemożliwe, możliwym

Teresa Rudolf

Moje serce

Przesmutne 
czyjeś
oczy
wkręcają
mi się 
w serce
i wiercą, 
wiercą, 
wiercą.

Upokorzone,
czerwone
ze wstydu,
za cudze 
straszne 
świństwa,
ledwie 
ze smutku 
cicho bije.


Dziwna wiosna

Już wiosna dotyka
oczu, twarzy, duszy
wyczekana, wytęskniona.

Pokazuje się i chowa,
chowa się i pokazuje,
boi się i też cieszy.

Najazdu się boi tego
głośno-czerwonego,
na niebieskie niebo.

I znów dotyka 
oczu, twarzy, duszy,
pełznąc po drzewach,

zieleniąc się nadzieją
niebieszcząc się radością,
czerniąc się powodzią...
...ludzkich łez.

Nieprawda prawdą

Tak trudno znieść
prawdę, co nie chce
być nieprawdą...

A może bawi się ona
w chowanego i wyjdzie
 jak dziecko zza szafy?

Urodziny, czyjaś śmierć,
radość, bolesna żałoba,
dziwny taniec z figurami.

Tyle skłonów, obrotów,
oklasków, ale i odarcia
z powagi, elegancji, honoru.

Wszystko po to, bo trudno
uwierzyć, że część świata 
jest na skraju  moralnego...

wyczerpania 
zasobów
człowieczeństwa,
bojąc się o ropę 
i gaz...