Dwa wiersze wojenne

Mieczysław Węglewicz

***

Drzemie Bóg zmęczony
gdzieś w koronach drzew
a w tych drzewach wiatr mu nuci
ukraiński śpiew

Od Czerwonej Połoniny do Czarnego Morza
gore ziemia Ukrainy
w rzekach łzy i pożar
Dnieprem, Prutem, Czeremuszem płyną łzy i krew
Bóg jest z nami
choć zmęczony
śpi
w koronach drzew
Ale uwierz Nasza Ziemio
my jak klucz żurawi
powrócimy Wolni, wiosną
nikt Cię nie zostawi
Uwierz wolna Ukraino
nie cofniemy słowa
Zbudujemy nasze domy
jeszcze raz od nowa

Tułacze

Jadą i idą,
Nie śpią i płaczą
Na plecach niosą
dolę tułaczą
I smutek w oczach
czarny,
ogromny
Lęk polnej sarny
w sercach bezdomnych
Jadą i idą
Nie śpią i płaczą
Na plecach niosą
dolę tułaczą

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Anne Schmidt

Foto Anne Schmidt

13 Tage nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine fuhr ich mit 2 Töpfen heißer Linsensuppe zum Berliner Hauptbahnhof, wo sich hunderte von ukrainischen Flüchtlingen vor einer einzigen Essensausgabe drängten.
Ich hatte am Abend vorher in der Berliner Abendschau davon gehört, dass es im Bahnhof keine Möglichkeit gäbe etwas zu kochen. Also brachte ich eine vegetarische und eine Suppe mit Fleisch in noch warmem Zustand mit Hilfe der Freiwilligen unter das hungrige Volk.
Die Töpfe ließ ich gleich da, in der Hoffnung, sie könnten dem spendablen Hotel von der anderen Straßenseite von Nutzen sein.
Nach einem Slalomlauf durch Taschen, Koffer und Rucksäcke mitsamt darauf kauernden Menschen gelangte ich ins Freie am Washington-Platz unter einem azurblauen Himmel.
Der alles beherrschande Cube spiegelte Gebäude, Menschen und Bäume wider, unter ihnen ein kleines Bäumchen mit dichtem braunen Laub. Da ein kleiner Zaun dieses Bäumchen umgibt, war mir sofort klar, dass es das Bäumchen sein muss, dass 2014 angedenk der Opfer vom Maidan, vom damaligen ukrainischen Botschafter in Deutschland und dem ehemaligen deutschen Botschafter in der Ukraine gepflanzt worden war.
Bei näherer Betrachtung sah ich ein Schild an dem Bäumchen, auf dem des größten ukrainischen Dichters gedacht wird.
Mir ist sein Name entfallen, aber er ist es sicherlich wert, bei dem nächsten Ausflug ins Regierungsviertel dieses umzänte Bäumchen am Spreeufer gegenüber vom Cube aufzusuchen und den gelb-blauen Bändern an seinen Ästen noch die eigenen hizuzufügen.

***

Autorin hat ihre Angaben ein paar Tage später ergänzt: Es ist Taras Szewczenko Baum. Taras Hryhorowytsch Schewtschenko (ukrainisch Тарас Григорович Шевченко, wiss. Transliteration Taras Hryhorovyč Ševčenko; * 25. Februar / 9. März 1814; † 26. Februar / 10. März 1861) war Maler und der bedeutendste ukrainische Lyriker. War so wichtig wie in Deutschland Goethe und in Polen – Mickiewicz.

One thought on “Dwa wiersze wojenne

  1. fünf tausend fahrradhelme, zwei liter heisse suppe…
    ich denke der wladimir wladimirowitsch hat einfach keine chance;

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