Barataria 91 Essen wie Don Kichote

Ewa Maria Slaska

Leider ist das Essen bei Don Quijote sehr Tiereiweiß trächtig, was ich nicht beweisen kann, da es im Netz keine Speisekarte gibt. Klickt man die entsprechende Stelle auf der Seite, bekommt man lediglich (sehr leichtes) Bedauern: “Unsere Speisekarte ist momentan noch nicht online. Bitte besuchen Sie uns zu einem späteren Zeitpunkt wieder.”
Ich war aber persönlich da und habe die Speisekarte selber gesehen. Sie bat genau all das an, oder gar mehr, was man in Spanien überall zum Essen bekommt: Fisch, Fleisch, Käse, Eier, Fleisch, Fisch… Zugegeben – viele Tomaten, Paprika, Oliven. Und (fast) alles (fast) immer frisch zubereitet. Aber mir als Vegetarierin scheint diese berühmte mediterrane Küche, die den Zugang zur Welterbeliste von UNESCO fand, eigentlich unerwarteterweise, sehr unfreundlich zu sein. In Don Quijote kann man die Patas de conejo con salsa de ajillo al estilo Don Quijote con potatos panadera also Kaninchenschenkel à la Don Kichote in der Knoblauchsosse mit gebackenen Kartoffeln essen.

Oben ist das Kaninchen ein bisschen einfacher zubereitet – das Gericht heisst einfach Conejo asado, Bratkaninchen und man kann vermuten, dass der gute Don Qijote genau so etwas gegessen hat. Bevor aber die Kaninchenpfoten so ausgesehen haben wie auf dem Bild oben, müssten sie leider so aussehen, wie sie hier von Jean-Baptiste-Siméon Chardin gemalt wurden.

Conejo asado

Zutaten

1 ganzes Kaninchen
1/4 Tasse Olivenöl
1 Glas Weißwein
2 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer

Das Kaninchen in Stücke hacken. Die Fleischstücke mit Öl, gehacktem Knoblauch, Salz und Pfeffer bestreuen.
Ofen vorheizen und Kaninchen in eine Schüssel geben.
Nach den ersten 10 Minuten Wein zufügen.
Weitere 35 Minuten bei 170°C braten.

So ein gebratenes Kaninchen wurde sicher auch Sancho Pansa, dem gnädigen Statthalter der Insel Barataria, serviert und zugleich von seinem Leibarzt verboten.

»Auf die Art wird mir die Schüssel gebratener Rebhühner dort, die, wie es scheint, gut zubereitet sind, keinen Schaden tun.«
Worauf der Arzt antwortete: »Diese soll der Herr Statthalter nicht essen, solange ich das Leben behalte.«
»Aber warum nicht?« fragte Sancho.
Und der Arzt antwortete:
»Weil unser Meister Hippokrates, der Polarstern und das Licht der ganzen Arzneikunst, in einem von seinen Aphorismen sagt: ›Omnis saturatio mala, perdicis autem pessima‹, welches heißt: ›Alle Übersättigung ist schädlich, die aber von Rebhühnern die schädlichste.‹«
»Wenn dem so ist«, sagte Sancho, »so suche mir der Herr Doktor unter diesen Gerichten selber aus, was mir zuträglich und am wenigsten nachteilig ist, und lasse mich dies essen, ohne darauf zu klopfen: denn beim Leben des Statthalters, und so gewiß das Gott erhalten soll, ich sterbe vor Hunger, und mir das Essen verweigern, der Herr Doktor mag auch sagen und behaupten, was er will, hieße mir eher das Leben nehmen, als es mir erhalten.«
»Der gnädige Herr Statthalter hat recht«, antwortete der Arzt, »und daher bin ich auch der Meinung, daß Ihr nicht von den gebratenen Kaninchen essen dürft, die dort stehen, denn es ist Speise von einem langhaarigen Tier; von jenem Kalbfleische könntet Ihr wohl versuchen, wenn es nicht gebraten und gesäuert wäre, aber so auf keine Weise.«

Auf einem der vielen Blogs, die in Spanien dem melancholischen Rittern gewidmet sind, fand ich einen Aufsatz über Vorbereitungen von Hasen und Kaninchen im Werk von Miguel Cervantes. Man hatte die beiden Tiere gebraten, aus dem Fleisch die Empanadas vorbereitet – gefüllte Teigpasteten, oder in saurer Marinade eingelegt. Man machte auch Gigote (das Fleisch kleingehackt, gebraten und dann gekocht). Aber es gibt auch barocke Variationen, wie z.B. Fleisch in eigenem Blut des Tieres gekocht oder mit sog. “Gingebrada” verfeinert – mit Lebkuchen, Ingwer, Mandeln, Zitrone und Zucker.

Guten Appetit!

Janz Berlin is eene Wolke

Die Autorin kam erst 1969 nach Berlin, hat also nicht die ganze Mauer-Zeit miterlebt, den Abbau umso intensiver.

Anne Schmidt

Der Mauerfall in Berlin (in der Erinnerung einer Tempelhoferin ) 

Am 10. November 1989 standen in klirrender Kälte morgens um 7.30 mein Mann, einige Leute aus unserer Bürgerinitiative und ich am Reichstagsgebäude neben einem stinkenden Dieselaggregat und hielten Schilder in die Luft; auf den Schildern standen Losungen mit Ausrufezeichen, die sich an die Geschäftsführer von westdeutschen Flughafengesellschaften richteten, die sich um 8.00 im Reichstagsgebäude zu einer wichtigen Konferenz treffen sollten.

Wir, die Mitglieder der ” Bürgerinitiative Flughafen Tempelhof”,  beschallten den Eingangsbereich des östlichen Flügels des Gebäudes mit den aufgezeichneten Geräuschen eines startenden Flugzeuges.

Der Ü-Wagen des SFB, der unsere Aktion aufzeichnen wollte, traf nicht ein. Bei meinem Marsch vom Hotel Esplanade zum Reichstagsgebäude hatte ich ihn am Brandenburger Tor stehen sehen, wo verschlafene Reporter auf die Öffnung der Mauer warteten.

Mit dem Ausweis einer Abgeordneten der “Alternative(n) Liste” gelangte ich in den großen Sitzungssaal des Reichstagsgebäudes, wo schon die Akivisten der TegelerAnt-Fluglärm-Initiative Platz genommen hatten. Sie hatten Schilder mit in den Saal geschmuggelt und gaben ihrem Unmut während der Reden verhalten Ausdruck.

Als der bayrische CSU-Mann Erich Riedel mit rollendem R von Peenemünde zu schwafeln begann, hielt es mich nicht länger auf meinem Sitz.Ich stürmte in den Gang im 1. Stock am nördlichen Ende des Gebäudes und hatte den Todesstreifen genau unter mir.

Im Saal hatte niemand die Ereignisse der vergangenen Nacht erwähnt, die unglaublichen Worte des Genossen Schabowski wiederholt, einen Blick in die Zukunft gewagt.  Als hätten diese Scheuklappenbeamten in ihrem abgeschirmten Bereich die Außenwelt mit ihrem Tunnelblick beeinflusst, bot sich mir ein Bild langweiliger, unspektakulärer Tristesse: Ein Kübelwagen der Volksarmee rollte langsam über den Fahrstreifen entlang der Mauer, als wolle er die Posten auf ihren Wachtürmen mit Essen versorgen. Die Aufregung der Nacht schien in Gleichgültigkeit zu versinken. Ich war grenzenlos enttäuscht, aber dennnoch zu aufgeregt, um zu den Ignoranten im Saal zurückzukehren.

Als ich aus dem Gebäude stürmte, kamen die ersten Schulklassen mit Willkommensgrüßen die Scheidemannstraße hinaufgezogen. Da ich meine kleine Tochter aus der Kita abholen musste, konnte ich mich nicht dem Zug zum Brandenburger Tor anschließen, sondern eilte zu meinem Auto vor dem Hotel Esplanade. Meine Vorausschau war davon ausgegangen, dass sich am Reichstagsgebäude und vor dem Tor die Massen drängeln und meiner Abfahrt im Wege stehen würden. Dem war nicht so, aber ab Friedrichstraße ließ die endlose Parade von Trabants und Wartburgs kein Durchkommen zu. Verzweifelt versuchte ich der stinkenden Blechlawine zu entkommen, sie zu umfahren, aber plötzlich waren sie überall in Kreuzberg. Ich hatte keinen Blick für die Insassen, denn der Termin in der Kita saß mir im Nacken.

Als ich mit 11/2 Stunden Verspätung in Tempelhof ankam,  empfing mich ein weinendes Kind und eine verständnisvolle Erzieherin. Die Nachricht von der Invasion der Blechkisten aus dem Osten hatte sich bis nach Tempelhof verbreitet.

Ab diesem Tag war nichts mehr so wie vorher: unser langerwarteter Besucher aus Pankow, der überraschenderweise Ende Oktober ein Visum für einen Besuch im Westen bekommen hatte, traf mit den Massen, die sich durch die wenigen Öffnungen der Sperranlagen drängelten, total erschöpft bei uns ein. Jeden Tag gab es neue aufregende politische Meldungen in den Medien. Meine Freundin, die unter widrigsten Umständen drei Jahre zuvor hatte ausreisen dürfen und eine Wohnung direkt vor der Mauer gefunden hatte, fürchtete den Überfall ihrer Verwandten und den Besuch ihrer bisherigen “Blicknachbarn”, meine Kreuzberger Schüler beschwerten sich über lange Schlangen vor den Supermärkten und meine Freundin aus Ost-Friesland schleppte mich in das Willkommenskonzert von Barenboim in der Philharmonie.

Dort vergoss ich Tränen der Rührung zusammen mit Musikfreunden aus Leipzig, die nur wegen dieses Konzertes aus Leipzig angereist waren.

Die anschließende Wanderung an der Mauer entlang auf dem Potsdamer Platz fand in einem einzigen Freudentaumel statt, den auch die Wagenburgler, die damals noch an ihr Bleiberecht glaubten, nicht beeinträchtigen konnten.

Trotz der warnenden Megaphondurchsagen der Polizei drängelte auch ich mich auf einen Wachtturm, um unvergessliche Fotos zu machen. Unvergesslich blieb beim Öffnen der Kamera für mich der Song von Nina Hagen “Du hast den Farbfilm vergessen, mein Michael”. So bleiben die Bilder dieser Nacht nur auf meinem inneren Schirm, aber Bilder auf der Mauer und Löcher in der Mauer dokumentierte ich in den nächsten Wochen fast täglich.

Diese einzigartige  Ausnahmesituation konnte ich nicht begreifen, ohne immer wieder zu den Orten des Geschehens zu fahren, am Anfang noch unsicher mit dem Pass in der Hand. Freudiges Strahlen war in den Gesichtern, die ich wahrnahm, nicht Skepsis und auch nicht Missgunst. Fremde Menschen sprachen und lachten miteinander, staunten ungläubig und tauschten Neuigkeiten aus. Freunde nahmen Jugendliche, die extra aus Wismar angereist waren, zur Übernachtung mit zu sich nach Hause und feierten mit ihnen auf der Mauer Parties.

“Janz Berlin is eene Wolke” ist ein Spruch, der schon zu Kaisers Zeiten geprägt wurde, aber nie besser gepasst hat als in diesen kalten Novembertagen.

Reblog: Nachts am Meer

Andreas M. Völker

Der Dünen Grau vom Monde matt versilbert,
Der Bäume kahle Äste fahle steh’n,
Durch dürre Blätter raschelnd Winde gehen,
Vom Meeresrauschen zart und weich gefiltert.

Der Wogen Klang, ihr ewigliches Singen
Von Ferne und von Sehnsucht, Liebesschmerz,
Dringt sich in nächtlich’ Strandwandernden Herz,
Und wird in Träumen ewig weiter klingen.

Wie Finger streichen, fast als ob sie tasten,
Des Leuchtturms Strahlen durch die Dunkelheit,
So wie der Mond blassweiß vom Himmel scheint,
Und wie der Mond sie niemals wirklich rasten.

Des Tages Licht kommt schleiergleich geflogen,
Des Mondes Silber Gold nun weichen muss,
Und wie zu einem letzten Abschiedskuss
Berührt der Mond die fernsten Meereswogen.


Dieses Gedicht entstand aus einer Laune heraus abends am Strand. Ich habe es später noch einmal bearbeitet und in eine klare und strukturierte Form gebracht.


Das Gedicht wurde veröffentlicht am 20. Januar 2012 auf der Seite deviantart.


PS von Ewa Maria Slaska

Angeblich trifft man sich immer zweimal. So war es auch mit dem Autor dieses Gedichts und mir. Das erste Mal trafen wir uns 2012 auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Das zweite Mal – vor ein paar Tagen, bei dem Grab von Prof. Brückner. Ich habe ihn nicht erkannt, er mich aber schon.

Es war das Jahr 2012. Meine Freundin Kinga und ich gingen den sog. Portugesischen Weg, aus Porto. Für mich war es schon das zweite Mal, dass ich nach Santiago ging, das erste war 2007.
Andreas und seine Freunde gingen den ganzen Weg in mittelalterlichen Kleider.

Die letzte Strecke, am 1. August, gingen wir nur zu dritt, Andreas, Kinga und ich. Wir gingen schnell, Andreas aber wollte es noch schneller, damit er um 12 Uhr im Dom der Heiligen Messe beiwohne. Kinga verewigte den Moment, als er sich von uns beiden löste und vorwärts ging.

Wir sahen uns zwar noch einmal am nächsten Tag, als auch wir die Pilgermesse besuchten, aber das war auch der letzte Tag.

Es sind sechs Jahre vergangen. Andreas wohnt inzwischen in Berlin. Er besuchte hier Jemandem für ein Wochenende und blieb. So passiert es oft in Berlin.

Am 1. November 2018 organisierte ich, wie schon seit Jahren, gemeinsames Ausgehen zum Grab vom Professor Brückner. So trafen wir uns wieder.

 

Eli kwietnik jesienny i jabłka Tibora

Ela Kargol

1
Lawendzieją zagony
fioletem barwione,
jeszcze latem pachnące,
jeszcze słońca łaknące,
a już nić babiego lata
za sobą ciągnące.

2
Skąd się wzięła tak nagle
ta nawłoć wszędobylska?
Ozłociła pola, rowy i ugory
i urządza finisaż letniej roku pory.

3
Sloneczniki van Gogha rosną w moim ogrodzie.
Radowałby się Vincent,
gdyby je zobaczył
wziąłby pędzel do ręki,
usiadł przy sztaludze
i na płótnie zatrzymał
ostatnie lata tchnienie
i te słoneczniki ze starości zgarbione,
ku zachodowi slońca się chylące.
i te ostatnie
te za późno kwitnące,
które już nie zdążą,
ptakom ziarnem sypnąć
I te co już nie zakwitną,

4
Petunia jak unia,
ciągnie ku jesieni
i pnie się w prawą stronę.
Choć kwiaty jeszcze w rozkwicie,
liście już przysuszone.
Może na wiosnę,
zmieni zdanie,
i piąć się na prawo
w końcu przestanie.

5
Widzę dalie w oddali
za daliami daleko
też dalie,
Dal się w daliach przegląda,
z oddalenia ogląda
barwy, stroje,
nadobność i czar,
elegancję bez miar.
Jesień minie,
zima minie,
wiosna minie
i znów późnym latem zakwitną…..
georginie.

6
Dąbki zdębiały,
bo dęby takie wielkie,
i zamiast kwiatów żołędzie rozdają.
A dąbki kwiaty tylko mają,
zimna się nie boją,
cmentarze ozdobią,
w wazonie postoją
i podziwiać będą okazałość dęba,
którego korona
aż do nieba sięga.

7
Rdest Auberta
trelem wróbli wypełniony,
obserwowany przez gołębie w locie,
pod autostradą na Szczecin
z powodu ocieplenia klimatu
zakwitł drugi raz.
Był październik
i nie był to kwitnięcia rdestu czas.


Tibor Jagielski

voll der äpfel
der runden speicher der sonnenenergie
und keiner gleicht dem anderen
manche haben rotbäckchen
die in der hand lachen
bis es kitzelt  zwischen den fingern

ein tag
voll von stillen sonnentropfen
gesammelt ausgebreitet
wie gedichte eines buches
genannt
wink des himmels
………………………………………………………………….
mein schrebergarten ist jetzt auf winter bereit
apfelwein ist angesetzt

Ich bin nicht tot / Nie umarłem / Nè son già morto

Einladung zum Besuch bei dem Grab von Prof. Brückner

Zapraszamy na wspólne odwiedziny przy grobie prof. Brücknera

Michelangelo Buonarroti  (1475-1564)

Qui vuol mie sorte c’anzi tempo i’ dorma:
Nè son già morto: e ben c’ albergo cangi,
resto in te vivo, c’ or mi vedi e piangi;
se l’un nell’ altro amante si trasforma.

Es sandte mir das Schicksal tiefen Schlaf.
Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume.
Ich leb in euch, ich geh in eure Träume,
da uns, die wir vereint, Verwandlung traf.

Los chciał, bym spał tu, nim moja wybije
Pora; nie zmarłem; po siedziby zmianie
W tobie płaczącym, żywy, mam mieszkanie,
Jeśli kochany w kochającym żyje.

Gesichter Berlins: Polnische Gräber in Berlin II
historische Führung auf den polnischen Spuren
Donnerstag, 1. November 2018 von 17:00 bis 20:00
Treffpunkt / Spotkanie: U-Bahnhof Ullsteinstraße (unten / na dole)
Ansprechpartnerin: Ewa Maria Slaska

Traditionell zum 1. November gehen wir mit Ewa Maria Slaska zum Grab von Prof. Brückner.
Über die polnische Persönlichkeit Berlins wird die Schriftstellerin und Bloggerin ausführlich berichten.
Unsere Wurzeln, unsere Geschichte in der Hauptstadt – lass uns mehr über uns selbst erfahren!

In Berlin gibt es 270 Friedhöfe, darunter ca. 30 sog. historische, die man also als Kulturdenkmal betrachtet und wiederum auch ca. 30, die, wie der Friedhof wo Prof. Brückner begraben liegt, aufgelöst werden. Wie man auf diesen Friedhöfen die polnische Gräber sucht, wie man sie identifiziert, obwohl die dort begrabenen manchmal deutschen Namen tragen und Polen sind, manchmal aber polnische Namen haben und die Familien ihre polnische Abstammung abstreiten. Welche Schicksale erzählen uns die Gräber, über die Menschen, aber auch über die Deutsch-Polnischen Beziehungen.

Abschliessend gehen wir Kaffee trinken und leckere Kuchen in der Ufa-Fabrik essen…


Bei der Führung könnte man das Buch von Ewa Maria Slaska und Michał Rembas kaufen: Ich bin nicht tot / Nie umarłem – ein kleines schönes Buch über polnische Gräber in Berlin und deutsche in Stettin.

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Reblog: Vampirengrab

Franziska Fleischer

Ausgrabungen in Italien: Archäologen legen “Vampirbegräbnis” frei

Auf dem “Friedhof der Babys” in Italien haben Archäologen ein sogenanntes “Vampirbegräbnis” entdeckt. Sie fanden das Skelett eines zehnjährigen Kindes, welches daran gehindert werden sollte, von den Toten wieder aufzuerstehen. Die Menschen hatten vermutlich Angst davor, dass es das Böse über die Lebenden bringt.

In der italienischen Gemeinde Lugnano in Teverina sind Archäologen auf ein sogenanntes “Vampirbegräbnis” gestoßen. Forscher der Universität von Arizona, der Stanford Universität und Archäologen aus Italien haben das Skelett eines zehn Jahre alten Kindes auf einem antiken römischen Friedhof gefunden. Das schreibt die Universität von Arizona auf ihrer Presseseite.

Das Alter des Schädels konnte anhand der Zahnentwicklung bestimmt werden, allerdings nicht das Geschlecht.

Im Mund des Kindes fanden die Archäologen einen Stein. Sie glauben, dass dieser bewusst dort hineingelegt wurde, um zu vermeiden, dass es von den Toten wieder aufersteht. Außerdem vermuten sie, dass das Kind womöglich mit Malaria infiziert war und das Ritual die Ausbreitung der Krankheit verhindern sollte.

Mitte des fünften Jahrhunderts starben viele Babys und kleine Kinder in der Region an Malaria. Deswegen heißt die Stätte auch “La Necropoli dei Bambini” – oder “Friedhof der Babys”.

“Ich habe so etwas vorher noch nie gesehen. Es ist extrem unheimlich und seltsam”, sagt der Archäologe David Soren auf der Seite der Universität von Arizona. Er beaufsichtigt seit 1987 Ausgrabungen in der Region. Sie nennen es den “Vampir von Lugnano”. Solche Bestattungen werden häufig als “Vampirbegräbnisse” und die Betroffenen als Vampire bezeichnet, weil sie mit dem Glauben in Verbindung gebracht werden, dass die Toten wieder auferstehen könnten.

Bei früheren Ausgrabungen waren die Archäologen bereits auf Kleinkinder und Säuglinge gestoßen, neben denen Gegenstände wie Rabenkrallen, Krötenknochen und Überreste von Hundewelpen gefunden wurden. Diese Dinge werden häufig mit Hexenkunst und Magie in Verbindung gebracht.

Außerdem wurde vor einiger Zeit das Skelett eines drei Jahre alten Mädchens gefunden, welches in ihrem Grab an Händen und Füßen mit Steinen fixiert wurde. Eine Praxis, die die Verstorbenen in ihren Gräbern halten sollte. “Wir wissen, dass die Römer sogar zu Hexerei gegriffen hätten, um das Böse – was auch immer den Körper verunreinigt – daran zu hindern, heraus zu kommen”, so Soren.

Das “Böse” könnte in diesem Fall Malaria gewesen sein. DNA-Tests der ausgegrabenen Gebeine unterstützen diese Theorie. Die Knochen des zehnjährigen Kindes wurden bisher aber noch nicht auf Malaria untersucht.

Bisher waren die Archäologen davon ausgegangen, dass auf dem Friedhof vor allem Säuglinge, Kleinkinder und ungeborene Kinder beigesetzt wurden. 50 Gräber haben die Forscher bereits entdeckt. Der Fund des zehn Jahre alten Kindes zeigt, dass der Friedhof wohl auch für ältere Kinder benutzt wurde.

“Es gibt immer noch Abschnitte auf dem Friedhof, die wir noch nicht ausgegraben haben, also wissen wir nicht, ob wir noch andere ältere Kinder finden werden”, sagt Bioarchäologe Jordan Wilson, der die Skelettreste analysiert hat.

Entdeckungen wie diese können Forschern dabei helfen, mehr über die verheerende Malaria-Epidemie in der Region Umbrien vor beinahe 1.500 Jahren zu lernen – und wie die Menschen damit umgegangen sind. Die Archäologen werden im Sommer 2019 wieder an die Ausgrabungsstätte zurückkehren.

Verwendete Quellen:

Biblioteka jednego wiersza

Tibor Jagielski

… albo poczta butelkowa

płonące ptaki
(21 lipca 356 p.n.e.)

sukces
za wszelką cenę sukces
powtarza sobie herostrates
każdego dnia
i rozgląda się po okolicy

na rynku kupuje koguta
widziano go jak w bibliotece przglądał stare pergaminy
– bogobojny człowiek – mówi przekupka
– głodny wiedzy – kiwa głową pisarz
nie raz siedział w sali do zachodu słońca,
aż trzeba go było wypraszać –

wreszcie podejmuje decyzję
i podpala świątynię miłości
przypadkowo czy nie
tego samego dnia rodzi się wojna
która grzebie stary świat

ostatni dzień września
jeden po drugim zapalają się
klony
to wszystkie odcienie czerwieni maszerują na skraju lasu przed
zmrokiem
po raz ostatni biegnie chłopiec z latawcem
budzi
gwiazdy
septembers letzter tag
einer nach dem anderen fangen die ahorne zu glühen an
alle farbtöne der röte marschieren am rande des waldes vor der
dämmerung
ein letztes mal läuft ein junge mit dem drachen
er weckt
die sterne

11.10.

o duszy kobiety

ukryła się
w krysztale górskim
proroczo

Monika Maas

Kai liebste
schau mir zu
Ich schlüpfe grade in deine Rolle
erforsche so wie Du
ob Nächte wach sind
oder
wie man ohne Wissen fällt
oder
andere brückenlos mich
in ein Dunkel ohne Bilder
schicken
und in mein Inneres
mit Licht und Messer dringen
und mit Blicken
zutiefst ungehörig
Meine Seele
hatte sich
in Bergkristall verborgen
hellsichtig
Endoskopie
19.05.2010
Kai ukochany
spójrz na mnie
wskakuję właśnie w twoją rolę
badam jak ty
czy noce nie śpią
albo
jak upada się bezwiednie
albo
jak inni wysyłają mnie bezpośrednio
w ciemność bez obrazów
i wdzierają się w moje wnętrze
ze światłem i nożem
i spojrzeniami
najgłębiej bezwstydnie
Moja dusza
ukryła się
w krysztale górskim
proroczoendoskopia
19.05.2010


herbst 18

Barataria 87 Terry Gilliam oder Don Quixote

Der Mann, der Don Quijote getötet hat (2018)

Ein Film von Terry Gilliam mit Jonathan Pryce und Adam Driver
Kinostart: 27. September 2018, 132 Min., Abenteuer, Fantasy, Komödie

Die Geschichte eines verwirrten alten Mannes, der überzeugt davon ist, er sei Don Quijote, und den Werbefilmer Toby für seinen treuen Knappen Sancho Panza hält. Vor den beiden liegt eine bizarre Reise, wobei der Film in der Zeit hin- und herspringt, zwischen dem 21. Jahrhundert und einem magischen 17. Jahrhundert. Wie der berühmt-berüchtigte spanische Ritter selbst wird Toby nach und nach von der Scheinwelt verzehrt und kann seine Träume irgendwann nicht mehr von der Realität unterscheiden. Wenn er letztlich und aus Versehen Don Kichote getötet hat, wird er selber Don Kichote werden, der in die Welt geht…

Sancho Pansa trifft die Fürstin, die ihm im Buch seine Insel (Insel auf dem Land) Barataria geschenkt hatte; im Vorfilm, Lost in La Mancha, kam es lediglich einmal zu Wort, dass Sancho Pansa einen Preis bekommt – er soll ein König werden. Im neuen Film bekommt er gar nicht und niemand verpricht ihm auch was. Auch diese Szene gibt es nicht mehr.

Der Film bekam sehr schlechte Kritiken, ich muss aber sagen, mir gefiel er sehr gut. Er ist verrückt, springt stets in sieben Dreiecken, nichts ist hier logisch und gerade das Bizarre im Film fesselt Einem erbarmungslos.

***
Die Geschichte der Filmentstehung ist selbst Don Kichote würdig und Terry Gilliam kann man ohne weiteren Windmülenkämpfer nenen. Schon vor 30 Jahren wollte er einen Film über Don Quixote machen.

Josef Grübl

Es gibt jene Regisseure, die bekannt sind für das, was sie gemacht haben. Die sich ihr Lebenswerk auf silberne Scheiben gepresst ins Regal stellen können, feinsäuberlich nach Titel, Genre oder Entstehungsjahr geordnet. Und dann gibt es noch die anderen Regisseure. Die sind für Filme berühmt, die sie nicht gemacht haben, die auf halber Strecke verloren gegangen sind und es nie ins Kino geschafft haben, geschweige denn ins Regal.

Terry Gilliam gehört eher zur zweiten Kategorie, trotz seiner vielen großartigen Regiearbeiten: Brazil, Der König der Fischer oder Die Ritter der Kokosnuss sind moderne Klassiker, letzterer entstand gemeinsam mit seinen Kollegen von der legendären Komikergruppe Monty Python. Das Filmfest zeigt diese Werke, man hat ihren Regisseur eingeladen und ehrt ihn mit dem Cinemerit Award. Doch für Gilliam geht es nicht so sehr ums Preisabholen, er hat einen neuen Film gemacht, den er in Deutschland vorstellen will. Dieser galt etwa 20 Jahre lang als der berühmteste nicht verfilmte Film aller Zeiten. Die Entstehungsgeschichte von The Man Who Killed Don Quixote ist lang und hat etwas mit Düsenjägern, Regenstürmen, Bandscheibenvorfällen und wackligen Finanzierungskonzepten zu tun. Einzeln hätte man die Probleme vermutlich lösen können, in ihrer Gesamtheit führten sie aber dazu, dass die im Jahr 2000 begonnen Dreharbeiten abgebrochen werden mussten. In den Jahren darauf versuchte der Regisseur immer wieder, das Projekt wiederzubeleben, mit neuen Partnern, überarbeiteten Drehbüchern, anderen Schauspielern als den ursprünglich vorgesehenen Stars Jean Rochefort und Johnny Depp. Doch nichts klappte, es war ein sprichwörtlicher Kampf gegen die Windmühlen – den übrigens auch schon Gilliams Regiekollege Orson Welles verloren hatte, der zwölf Jahre lang an einem Don-Quixote-Film drehte, ihn aber nie vollenden konnte.

In der legendären britischen Komikergruppe Monty Python war er der einzige Amerikaner

Doch Terry Gilliam gab nicht auf, er ist nicht nur kreativer Bilderstürmer, sondern auch unermüdlicher Kämpfer. Und so konnte er im Juni 2017 auf seiner Facebook-Seite den Abschluss der Dreharbeiten zu The Man Who Killed Don Quixote bekannt geben – fast 30 Jahre nach der ersten Idee zu diesem Film. Die Dreharbeiten verliefen angeblich ohne größere Komplikationen, doch ganz ohne Katastrophe ging es auch dieses Mal nicht: Kurz vor der Premiere bei den Filmfestspielen Cannes im Mai 2018 klagte ein portugiesischer Produzent auf Urheberrechtsverletzung, er war vor Jahren an dem Film beteiligt und wollte die Aufführung verhindern. Es hätte also gut sein können, dass Gilliams Herzensprojekt auf den letzten Metern doch noch gestoppt worden wäre – und so ganz in trockenen Tüchern ist es wohl immer noch nicht. Hinter den Kulissen tobt immer noch eine Anwaltsschlacht, die selbst ihm zu viel wurde. Wenige Tage vor Cannes erlitt er einen Schwächeanfall und musste ins Krankenhaus. Britische Medien spekulierten sogar über einen Schlaganfall des 77-Jährigen, was sich glücklicherweise nicht bestätigte. Und so konnte er doch noch nach Cannes, der Film wurde aufgeführt, der Regisseur zeigte sich gut gelaunt auf dem roten Teppich.

Sein Monty-Python-Kollege Terry Jones sagte einmal, dass Gilliam nur arbeiten könne, wenn er einen Gegner hätte. Erst dann laufe er zu großer Form auf. An Gegnern hat es ihm nie gemangelt, davon zeugen auch die Filme, die er nicht machen konnte: Er war J. K. Rowlings erste Wahl für den ersten Harry Potter-Film, auch Charlie und die Schokoladenfabrik oder die Comicverfilmung Watchmen sollten unter seiner Regie entstehen. Doch den jeweiligen Produzenten erschien Gilliams überbordende Fantasie als unkontrollierbar. Im Jahr 1993 arbeitete er an einem Hollywoodfilm namens The Defective Detective, Nicolas Cage und Robin Williams wollten die Hauptrollen spielen, es sah ziemlich lange ziemlich gut aus – doch irgendwann zog das Studio den Stecker. Genauso lief es bei der Dickens-Verfilmung A Tale of Two Cities mit Mel Gibson, danach hatte Terry Gilliam von Amerika die Nase voll.

Es war nicht das erste Mal in seinem Leben: 1940 im amerikanischen Minneapolis geboren, arbeitete er nach einem Studium in Los Angeles als Zeichner für ein New Yorker Satiremagazin. Ein junger Engländer, den er dort kennenlernte, vermittelte ihm einen Job bei der BBC. Sein Name lautete John Cleese, gemeinsam mit anderen Komikern gründeten sie Monty Python. Terry Gilliam war der einzige Amerikaner in der Gruppe, er kümmerte sich vor allem um die schrägen Animationen, die die Sketche in ihrer Fernsehserie Monty Python’s Flying Circus zusammenhielten. Im Jahr 1975 kam Die Ritter der Kokosnuss ins Kino, es war der erste Spielfilm der Pythons, Gilliam führte gemeinsam mit Terry Jones Regie. In den Jahren darauf arbeitete er neben den Monty-Python-Projekten auch schon an eigenen Filmen.

Die Liste an Leuten, die sich an dem Tischlersohn aus Minnesota aufgerieben haben, ist lang, sein Verhältnis zu John Cleese ist schwierig. 1988 brachte er den deutschen Produzenten Thomas Schühly mit gewaltigen Budgetüberschreitungen bei Die Abenteuer des Baron Münchhausen in finanzielle Schieflage, im Jahr 2005 legte er sich mit dem mächtigen Harvey Weinstein an: Dessen ständiges Einmischen habe den Film Brothers Grimm verhunzt, behauptete Gilliam später. Der längst in England sesshaft gewordene Regisseur war schon öfter in München zu Gast, 2009 eröffnete er mit Das Kabinett des Doktor Parnassus sogar das Filmfest. Auch bei diesem Film gab es große Probleme, Hauptdarsteller Heath Ledger starb während der Dreharbeiten – und Gilliam musste kämpfen. Wieder einmal.

Ledgers noch fehlende Szenen übernahmen die Hollywoodstars Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law. Das funktionierte wider Erwarten sogar, dementsprechend erleichtert zeigte sich der Regisseur am Eröffnungsabend. Er brachte sogar seine Produzentin mit, die Zusammenarbeit mit ihr sei einfach großartig gewesen, schwärmte er. Ein Zeichen von Altersmilde? Nicht wirklich: Amy Gilliam ist seine Tochter, sie war auch jetzt beim Don-Quixote-Projekt beteiligt. Die beiden wissen vermutlich sehr genau, was sie aneinander haben.

Ryszard Ka schrieb Fogendes für allocine:

Pour moi décidément le meilleur film de Gilliam après Brazil. Une aventure de deux heures que je n’ai pas vu passer. Une histoire ficelée de main de maitre qui sillonne la limite de l imaginaire et de la réalité. Celles ci s’entremelant a chaque séquences au gré de la folie du personnage avec plusieurs couches de lecture possible.. Mise en scene d un Don Quichote dans ce monde moderne aussi impitoyable que le moyen âge le plus sombre auquel le rêve fou d un idéal est le seul echapatoire. Le Don de Terry est aussi touchant que le personnage de Cervantes. Loin d etre un auto portrait, le réalisateur s’amuse à coller des épisodes de sa galère de 25ans pour produire ce qui a mon avis restera le film le plus complexe qu il a réalisé. J espère que le film aura son succès,il le mérite amplement.

Wieder eine Buchseite auf der Strasse

…am Tag der Deutschen Einheit in Berlin gefunden. Eine Seite auf der Strasse direkt vor meinem Haus liegend. Ich kann nicht umhin, jetzt muss ich einfach all diese aus den Büchren rausgerissenen Seiten IMMER aufheben und entdecken, was für ein Buch es ist. Es ist inzwischen eine Sucht geworden…

Ich bin schon geübt, ich weiss schon, was ich aus dem sorgfältig gelesenem text als Keywords herauspicken muss, um das Buch im Google zu identifizieren. Diesmal schrieb ich die Reihe nach alle Namen, die auf den beiden Seiten auftauchen in die Suchspalte: Travis Amy Leiche David George Frankie Craig. Die Antwort kam prompt:

Craig Morgenstern is a total scaredy cat, even with his reputation as such being well known amongst everyone. But as of late, things are looking up for Craig! He has moved to a new town and even saved a baby from being hurt in a car accident. Everyone is then considering Craig to now be very brave for what he did. Despite him falling off of his bike and nearly getting hit by the careening car. Not to mention, accidentally getting inside of it and managing to stop it. The car slows to a stop in front of his new school on his first day of classes, branding him a hero to the entire student body, save a few skeptical students. The mother of the baby rushes over to thank him, having accidentally left the car for just a moment while the baby was still inside.

Craig’s good fortune continues to escalate even higher! He befriended the cutest girl in school, Amy. Who is very impressed with his bravery. Unfortunately, her best friends Travis and Brad happen to be Craig’s harshest critics. They refuse to be won by the boys charms, even after he saves a bird’s nest. Other random lucky streaks happen to strike Craig also. Such as screaming in horror during a scary movie, which Amy agrees that it is fun to scream along with characters in films.

But jealous of all the attention Craig receives, Travis becomes obsessed with trying to prove that Craig is a scaredy cat. He then talks with a cousin, who happens to know about Scaredy Cat Craig from his previous town/school. So Travis shows up with a jar full of spiders and dares Craig to stick his hand in the jar for five minutes. Craig is goaded on by Amy and does so, only to be bitten so many times that he can’t even remove his swollen hand after five minutes are up. So Amy talks Travis into going double-or-nothing and Craig has to keep his hand submerged twice as long.

Travis pledges to go double or nothing again the following day. The bravery challenge this time will be to kiss a poisonous snake on the lips, but really what one boy does it pluck out a single eyeball of his own and shove it into Craig’s mouth. Craig comes out of this one looking brave by spitting out the eyeball and nobody is really surprised when they find it is a fake gag eyeball. They do not think this is enough to prove how brave Craig is however and Travis reveals that his father works at a funeral parlor. So now the newest bravery test involves Craig sneaking into the funeral home and sitting in a coffin.

But unfortunately for him, the coffin he chooses is occupied. His “friends” egg him on anyways, as a truly brave person would sit in a corpse-filled coffin no problem. The corpse then comes to life and tries to choke Craig, but Craig allows himself to be choked by the “corpse”. This shocks Travis, who had been the corpse in hopes of outing him. But then Amy challenges Travis to let Craig repeat the challenge again the next day. At some point, Craig comes clean with Amy, but Amy just thinks he is not only brave but sweet to not want to take Travis’ money by pretending to be afraid.

Sometime after then, Craig accidentally beats up Brad’s older brother! Once again everyone is at the funeral home when all of the corpses rise and begin to attack! Everyone runs away, but Craig stays to bravely defend those who abandoned him. Proving to them all that he really was brave all along.

It turns out that the corpses were all set up by Craig, with some help from Brad. Who felt bad about how devoted Travis was to proving Craig’s bravery. The zombies were actually Brad’s older brother (the one Craig “beat up”) and his friends. Brad’s brother walks in and apologizes for his friends not being able to make it to the cemetery, which results in Brad racing away to vomit in horror.

It turns out Brad’s brother just said that to get back at Brad! Craig walks home and remarks to the reader on how it turns out he really is brave… even if he is still afraid of the dark.

Otto Müller Ausstellung & Buch / Wystawa & książka

Tekst po polsku na dole

 

MALER. MENTOR. MAGIER.

Otto Mueller
und sein Netzwerk
in Breslau

Der Expressionist Otto Mueller (1874–1930) ist als Mitglied der Künstlergruppe Brücke international bekannt. Kaum jemand weiß jedoch um seine über zehn Jahre andauernde
Lehrtätigkeit an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau.
Vor allem in den 20er-Jahren beflügelte diese – aufgrund ihrer liberalen und weltoffenen
Atmosphäre – innovative Ideen in der Malerei. Besonders Otto Mueller genoss
enormen Einfluss in einem weitgespannten Netzwerk aus befreundeten Kunst- und
Kulturschaffenden. Zu seinem Kreis zählten Künstler und Künstlerinnen, Architekten,
Kunstkritiker, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Sammlerinnen und Sammler
sowie seine Studierenden.
Das Buch macht es sich zur Aufgabe, Muellers dreifache Rolle als Maler, Mentor und Magier aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Es ist das Ergebnis eines
deutsch-polnischen Ausstellungs- und Forschungsprojektes.


Otto Mueller, Selbstbildnis mit Pentagramm, um 1924 (Detail) © Von der Heydt-Museum Wuppertal / Foto: Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal

MALER. MENTOR. MAGIER.
Otto Mueller und sein Netzwerk in Breslau

12.10.2018 bis 03.03.2019
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Die Ausstellung „MALER. MENTOR. MAGIER.“ stellt erstmalig den enormen Einfluss des ehemaligen Brücke-Künstlers und Expressionisten Otto Mueller (1874–1930) in den Mittelpunkt: Der Maler lehrte länger als zehn Jahre an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau, die seinerzeit zu den fortschrittlichsten Kunstschulen in Europa zählte. Vor allem seit den 1920er Jahren – durch die zahlreichen Neuberufungen des damaligen Direktors Oskar Moll – genoss die Breslauer Akademie den Ruf von Weltoffenheit und Liberalität. Hier standen gleichberechtigt die vielfältigen Strömungen der modernen Malerei nebeneinander: der Expressionismus mit Otto Mueller, die französische Peinture der Académie Matisse mit Oskar Moll, die Neue Sachlichkeit mit Alexander Kanoldt und Carlo Mense sowie das Bauhaus mit Oskar Schlemmer, Georg Muche oder Johannes Molzahn.

Das Hauptaugenmerk der Ausstellung gilt der Malerei der Moderne: Otto Mueller und sein Netzwerk erlebten in Breslau eine schöpferische Phase, die sie angeregt durch Austausch und gegenseitige Einflussnahme als höchst produktiv beschrieben. Ersichtlich wird diese Beeinflussung der Maler-Kollegen untereinander durch thematische Übereinstimmungen und andere Querverweise: in Gemälden, Arbeiten auf Papier, schriftlichen Äußerungen oder Fotografien. Vor allem der charismatische, von Sehnsucht und Freiheitsdrang getriebene Otto Mueller hatte maßgeblichen Einfluss auf die Breslauer Kunstszene. Ein „Romantiker“ und sogar ein „Magier“ soll Otto Mueller nach Aussagen seines unmittelbaren Umfeldes, darunter auch Kunstkritiker und Schriftsteller, gewesen sein. Carl Hauptmann setzte ihm bereits in der Künstlerbiografie „Einhart der Lächler“ (1907) ein Denkmal – damit leistete der Dichter seinen entscheidenden Beitrag für die Grundsteinlegung eines „Künstler-Mythos“.

Muellers auffällige Erscheinung und sein unbürgerlicher Lebenswandel übten eine enorme Faszination auf seine Schüler und Schülerinnen an der Akademie aus. Sie schätzten dessen vollkommene Hingabe an die Kunst, dessen unkonventionelle Lehrmethode und Humor. Einige seiner Schüler – wie Alexander Camaro oder Horst Strempel – gingen von Breslau aus nach Berlin und erlebten hier den Höhepunkt ihrer Maler-Karrieren.

Eine Besonderheit des kuratorischen Konzeptes von „MALER. MENTOR. MAGIER.“ ist das Prinzip des „Gastes“: gemeint sind hiermit ausgewählte Bilder, durch die spotlightartig, epochenübergreifend und interkulturell, insbesondere im deutsch-polnischen Kontext, auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede verwiesen werden kann. Das Einbeziehen „Polnischer Expressionisten“ ermöglicht einmalige Sehvergleiche und neue Zusammenhänge, zugleich verschränken sie die deutsch-polnische Ausrichtung dieser Ausstellung.

Die immense Wertschätzung von Otto Muellers Wirken – aus der Perspektive seines Künstlernetzwerks – reicht bis in die Nachkriegsmoderne: Ein wichtiges Kapitel deutsch-polnischer Kunstgeschichte wird unter besonderer Berücksichtigung der Wechselbeziehung zwischen den Städten Berlin und Breslau/Wrocław neu erzählt.

Denn auch die Beziehungen zwischen der Nationalgalerie in Berlin und dem ehemaligen Schlesischen Museum der bildenden Künste in Breslau (heute Muzeum Narodowe in Wrocław) waren durch intensiven Austausch und Zusammenarbeit charakterisiert. Paradigmatisch ist die Otto-Mueller-Gedächtnisausstellung, die 1931 – kurz nach dem Tod des bedeutenden Expressionisten – durch Direktor Erich Wiese in Breslau initiiert und noch im gleichen Jahr von Ludwig Justi, Direktor der Nationalgalerie, als Gedenk-Ausstellung nach Berlin übernommen wurde.

Die aktuelle Schau „MALER. MENTOR. MAGIER.“ nimmt den umgekehrten Weg. Erarbeitet in Berlin, wird sie danach in modifizierter Form in Breslau/Wrocław zu sehen sein. In Berlin setzt die Ausstellung die Folge von Präsentationen zur Klassischen Moderne fort, die während der Sanierung der Neuen Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin gezeigt wurden: „Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933–1945“, „Ernst Ludwig Kirchner. Hieroglyphen“ und „Rudolf Belling. Skulpturen und Architekturen“.

Künstler*innenliste: Jankel Adler, Alexander Archipenko, Isidor Aschheim, Henryk Berlewi, Alexander Camaro, Johnny Friedlaender, Grete Jahr-Queißer, Alexander Kanoldt, Ernst Ludwig Kirchner, Ludwig Peter Kowalski, Margarete Kubicka, Stanisław Kubicki, Wilhelm Lehmbruck, Carlo Mense, Oskar Moll, Marg Moll, Johannes Molzahn, Georg Muche, Otto Mueller, Żdzisław Nitka, Oskar Schlemmer, Willy Schmidt, Horst Strempel, Heinrich Tischler, Witkacy, u.a.

Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger, umfangreicher Katalog im Kehrer Verlag, der von deutschen und polnischen Wissenschaftler*innen erarbeitet wurde. Herausgegeben von Dagmar Schmengler, Agnes Kern und Lidia Głuchowska. Zwei separate Sprachausgaben (deutsch und polnisch) sind ab Oktober 2018 erhältlich. Der Katalog wird realisiert durch: ZEIT-Stiftung, Ernst von Siemens-Kunststiftung

1. Station
12.10.2018-3.3.2019, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
2. Station
8.4.2019-30.6.2019, Nationalmuseum Wrocław, Breslau

Eine Ausstellung der Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, in Zusammenarbeit mit der Alexander und Renata Camaro Stiftung und dem Muzeum Narodowe we Wrocławiu.

Die Ausstellung wird gefördert durch: Freunde der Nationalgalerie, Hauptstadtkulturfonds, Kulturstiftung der Länder, Ernst von Siemens-Kunststiftung, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Stiftung Preußische Seehandlung

Im Rahmen von 100 Jahre Bauhaus.
Neue Galerie

Die Neue Galerie im Hamburger Bahnhof fungiert als Dependance für die Neue Nationalgalerie während der Dauer ihrer Sanierung. In wechselnden Präsentationen werden hier Ausschnitte aus der Sammlung zur Kunst des frühen 20. Jahrhunderts vorgestellt. Ganz bewusst und vor dem Hintergrund der Planungen für einen Neubau am Kulturforum dient die Neue Galerie dabei der Erprobung neuartiger Sichtweisen auf die „klassisch” gewordene Moderne.

Inhalt-Otto-Mueller

Otto Mueller, Zwei Mädchen, um 1925, Leimfarbe auf Rupfen (Detail) © bpk / Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Jörg P. Anders

MALARZ. MENTOR. MAG.
Otto Mueller a środowisko artystyczne Wrocławia

Od 12 października 2018 do 13 marca 2019
Wystawa w Hamburger Bahnhof w Berlinie

Jest to pierwsza wystawa, która skupia się na ogromnej sile oddziaływania Ottona Muellera (1874–1930), ekspresjonisty i artysty grupy Die Brücke. Przez ponad dziesięć lat był on wykładowcą w Państwowej Akademii Sztuki i Rzemiosła Artystycznego we Wrocławiu, która za jego czasów należała do najbardziej postępowych uczelni artystycznych w Europie. Od lat 20 ubiegłego wieku ówczesny dyrektor szkoły, Oskar Moll, sprowadzał tu licznych wykładowców, co sprawiło, że Wrocławska Akademia Sztuki cieszyła się opinią uczelni liberalnej i otwartej na świat. Na równi stały tam ze sobą różnorodne prądy współczesnego malarstwa: ekspresjonizm, reprezentowany przez Ottona Muellera, francuskie malarstwo Académie Matisse – przez Oskara Molla, Nowa Rzeczowość – przez Alexandra Kanoldta i Carlo Mensego oraz Bauhaus – przez Oskara Schlemmera, Georga Muchego i Johannesa Molzahna.

Wystawa poświęcona jest przede wszystkim malarstwu modernistycznemu. Otto Mueller przeszedł we Wrocławiu wraz ze swoim środowiskiem przez etap twórczości opisywany przez nich jako niezwykle produktywny, zainspirowany wymianą i wzajemnym oddziaływaniem. To, jak pracujący ze sobą malarze wpływali na siebie nawzajem pod względem artystycznym, ujawnia się w obrazach, pracach na papierze, w wypowiedziach pisemnych i na fotografiach. To właśnie charyzmatyczna, przepełniona tęsknotą i pragnieniem wolności postać Ottona Muellera miała największy wpływ na wrocławską scenę artystyczną. Był on „romantykiem” a nawet „magiem”, jak wynika z przekazów jego najbliższego otoczenia, do którego należeli również krytycy sztuki i pisarze. Carl Hauptmann już w 1907 r. upamiętnił malarza w biografii artystycznej „Einhart der Lächler” – przyczyniając się w znacznym stopniu do powstania „mitu artysty”.

Niezwykła powierzchowność Muellera i jego wolny od konwenansów styl życia budziły ogromną fascynację w jego uczniach i uczennicach na Akademii. Cenili oni jego całkowite oddanie sztuce, niekonwencjonalne metody nauczania i poczucie humoru. Niektórzy spośród jego uczniów – tacy jak Alexander Camaro czy Horst Strempel – z Wrocławia udali się do Berlina, gdzie ich kariera malarska sięgnęła szczytu.

Cechą szczególną kuratorskiej koncepcji wystawy MALARZ. MENTOR. MAG. jest wybranie obrazów wiodących, pozwalających dostrzec istotne podobieństwa i różnice, a także kontekst ponadepokowy i międzykulturowy, w tym polsko-niemiecki. Włączenie „polskich ekspresjonistów” daje wyjątkową szansę dokonania porównań i odkrywania nowych związków, a jednocześnie pozwala połączyć ze sobą polskie i niemieckie motywy przewodnie wystawy.

Ogromne uznanie dla twórczości Ottona Muellera – z perspektywy jego środowiska artystycznego – sięga aż do modernizmu powojennego, gdy ten ważny rozdział w polsko-niemieckiej historii sztuki napisano na nowo z uwzględnieniem wzajemnych powiązań między Berlinem a Wrocławiem, niegdyś Breslau.

Stosunki między Nationalgalerie w Berlinie a dawnym Śląskim Muzeum Sztuk Pięknych w Breslau [obecnie Muzeum Narodowe we Wrocławiu] charakteryzowały się bowiem również intensywną wymianą i współpracą. Najlepszym przykładem jest retrospektywa Ottona Muellera, zorganizowana przez dyrektora Muzeum we Wrocławiu, Ericha Wiese, w 1931 r., tuż po śmierci wybitnego ekspresjonisty, która jeszcze w tym samym roku została przeniesiona przez Ludwiga Justiego, dyrektora Nationalgalerie do Berlina.

Obecna wystawa MALARZ. MENTOR. MAG. podąża w odwrotnym kierunku. Opracowana w Berlinie, zostanie następnie pokazana w zmodyfikowanej formie we Wrocławiu.
W Berlinie wystawa stanowi kontynuację serii prezentacji na temat klasycznego modernizmu, które podczas renowacji Neue Nationalgalerie zostały pokazane w Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart: „Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933–1945” [Mroczne lata. Opowieści z kolekcji. 1933–1945], „Ernst Ludwig Kirchner. Hieroglyphen” [Ernst Ludwig Kirchner. Hieroglify] i „Rudolf Belling. Skulpturen und Architekturen” [Rudolf Belling. Rzeźby i architektury].

Lista artystów: Jankel Adler, Alexander Archipenko, Isidor Aschheim, Henryk Berlewi, Alexander Camaro, Johnny Friedlaender, Grete Jahr-Queißer, Alexander Kanoldt, Ernst Ludwig Kirchner, Ludwig Peter Kowalski, Margarete Kubicka, Stanisław Kubicki, Wilhelm Lehmbruck, Carlo Mense, Oskar Moll, Marg Moll, Johannes Molzahn, Georg Muche, Otto Mueller, Zdzisław Nitka, Oskar Schlemmer, Willy Schmidt, Horst Strempel, Heinrich Tischler, Witkacy i inni.

Wystawie towarzyszy obszerny katalog pod tym samym tytułem, opracowany przez polskich i niemieckich naukowców, wydany przez wydawnictwo Kehrer Verlag pod redakcją Dagmar Schmengler, Agnes Kern i Lidii Głuchowskiej. Katalog zrealizowany dzięki wsparciu: ZEIT-Stiftung, Ernst von Siemens-Kunststiftung

Wystawa Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin we współpracy z Alexander und Renata Camaro Stiftung i Muzeum Narodowym we Wrocławiu.

Sponsorzy wystawy: Freunde der Nationalgalerie, Hauptstadtkulturfonds, Kulturstiftung der Länder, Ernst von Siemens-Kunststiftung, Fundacja Współpracy Polsko-Niemieckiej, Stiftung Preußische Seehandlung