Ich schrieb schon über sie, weil ich in Warszawa ihre Ausstellung gesehen habe und war beeindruckt. Als ich zurückkam, erfuhr ich, dass sich diesselbe Ausstellung seit 23. Juni auch in Brücke Museum befindet. Gibt es zwei Ausfürungen oder zwei Versionen? Ich glaube, es sind zwei Versionen. Sicher werde ich es wissen, wenn ich heute hingehe
Vom TIP-Berlin habe ich diese Information erhalten:
Medea Film Factory präsentiert
Die Renaissance der Malerinnen ~ Sofonisba Anguissola, Lavinia Fontana und Artemisia Gentileschi
von Hilka Sinning
Sie waren Heldinnen in der Kunstwelt des 16. und 17. Jahrhunderts: Vor mehr als 400 Jahren verzauberten die italienischen Malerinnen Sofonisba Anguissola, Lavinia Fontana und Artemisia Gentileschi ihre kunstliebenden Zeitgenossen. Dennoch waren sie für lange Zeit aus dem Gedächtnis der Kunstgeschichte verschwunden. Jetzt erleben die Alten Meisterinnen eine Renaissance: Sie werden in großen Ausstellungen gefeiert.
Samstag, 10. September 2023, 16.00 Uhr I Berliner Ensemble – Großes Haus, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin
Salman Rushdie zu Gast beim internationalen literaturfestival berlin
Wir freuen uns, dass Salman Rushdie im Herbst mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird! In der Begründung des Stiftungsrats heißt es:
Das glückliche Geheimnis oder eher die Veränderungen in der Zeit
Meistens begleitet einen ein nicht so glückliches Geheimnis durchs Leben, doch wahrscheinlich jeder trägt eines mit sich; auf Polnisch sagt man auch: „Co chatka to zagadka“, was ungefähr so viel bedeutet wie: „In jedem Häuschen gibt es ein Geheimnis“.
Schön, dass der Schriftsteller Arno Geiger ein glückliches Geheimnis mit sich trägt und uns es auch mitteilt. Besonders für Menschen, die immer wieder schreiben, ist das Buch sehr empfehlenswert. Das eigene Geheimnis als Quelle für die Themen, die man dann bearbeitet, ist auch nicht zu verachten. Worum geht es? Der junge, aufstrebende Arno kommt auf die Idee, in Papiercontainern nach brauchbarem Material zu suchen. Einerseits bessert er seine damals noch bescheidenen Einkünfte als ewiger Student damit auf, dass er einige der unter dem Abfallpapier gefundenen Bücher und Postkarten auf Flohmärkten verkauft. Manchmal findet er auch richtige Schätze, die er entweder für seine Romane verwendet oder auch wirklich gewinnbringend verkauft. Denn immer wieder entledigen sich die Menschen ihrer Sammlungen nicht nur von Büchern, sondern auch von Briefen oder Tagebüchern, die ihrerseits dem angehenden Schriftsteller helfen, neue Themen, neue Geschichten zu finden. Er beschreibt auch die Aufarbeitung dieses Materials als die eigentliche Schule für seine Schriftstellerei; dabei lernt er, bescheiden und ehrlich mit sich und den Themen umzugehen, versteht, dass das geschriebene Wort wirklich das meint, was es besagt, dass da Vorgänge beschrieben werden, die es gegeben hat, Emotionen, Zustände, die die Menschen erlebt haben. Im Laufe der Zeit entwickeln sich seine Erkundungen, Suchen, die Runden, wie er es nennt, zu einem regelrechten Ritual. Er durchforstet bei seinen Fahrradtouren immer mehr Papiercontainer, seine Funde werden immer interessanter.
Wir wissen es schon alle, wir haben einen neuen Kultursenator in Berlin. Hier eine der ersten Möglichkeiten ihn live zu treffen (und nicht um 15:00 wie in der Einladung steht, sondern um 15:30 Uhr); es ist ratsam, sich anzumelden.
Und hier noch ein Bisschen zu unseren neuen Senator (aus der Wikipedia):
Joe Chialo
(* 18. Juli 1970 in Bonn) ist ein deutscher Musikmanager und Politiker (CDU), seit dem 27. April 2023 Berliner Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Als Sohn einer tansanischen Diplomatenfamilie wuchs Chialo in Bonn auf. Nach seinem Abitur am Ordensinternat der Salesianer Don Boscos bei Köln machte Chialo eine Ausbildung zum CNC-Fräser. Später studierte er Geschichte, Politik und wirtschaftliche Staatswissenschaften. Das Studium brach er aber ab. In der Nürnberger Disco Mach1 arbeitete Chialo als Türsteher.
1991 stieg Chialo bei der Nürnberger Band Blue Manner Haze, die zwei Jahre zuvor gegründet wurde, als Sänger ein. An der Gitarre war Robert Lenar, Bass spielte Oliver Holzner, am Schlagzeug saß Jay P. Montone. Mit Another Confused Youth Production (1991) und Blue Manner Haze (1995) legte die Rock-Combo zwei Alben vor, die aber kommerziell nicht erfolgreich waren. Das Musikmagazin Rock Hard urteilte über das letzte Album: „Joe Chialos Stimme variiert zwischen einschmeichelndem Soul, harten Raps und Hardcore-Geschrei – oft innerhalb der Songs. Aber das allein verhilft BMH nicht zu einer eigenständigen Note.“ 1995 trennte sich die Gruppe. Seine kurze Gesangskarriere brachte Chialo in die Musikbranche.
2009 gründete Chialo das Label Airforce1 Records sowie 2018 das Label Afroforce1 als Abteilung von Universal Music mit dem Ziel, Musik aus dem afrikanischen Raum zu fördern. Airforce1 Records, ebenfalls Teil von Universal, beherbergt Künstler wie Santiano, den Schauspieler Matthias Schweighöfer, The Kelly Family, Ben Zucker, Sarah Zucker und den EDM-DJ Noel Holler.
Beim Eurovision Song Contest 2019 war Chialo Teil der deutschen Jury.[9]
Seine 2022 erschienene Autobiografie Der Kampf geht weiter ist nach den letzten Worten benannt, die Chialos Vater ihm am Telefon vor seinem Tod mit auf den Weg gab („A luta continua“).
In den 1990er Jahren war Chialo Mitglied der Grünen und hat nach eigener Aussage Joschka Fischer bewundert. Im Streit um Bundeswehreinsätze auf dem Balkan trat er allerdings aus der Partei aus, da er die innerparteiliche Ablehnung gegenüber den Auslandseinsätzen nicht teilte.
2016 trat Chialo in die Berliner CDU ein und wurde 2021 als Direktkandidat für den Bundestagswahlkreis Berlin-Spandau – Charlottenburg Nord für die Bundestagswahl 2021 aufgestellt.
Bundesweit bekannt wurde Chialo mit der Berufung in das „Zukunftsteam“ von Kanzlerkandidat Armin Laschet zur Bundestagswahl. Hier war er Sprecher für die Themen Kunst und Kultur. Da Chialo mit 23,5 % der Erststimmen dem SPD-Kandidaten Helmut Kleebank (32,8 %) unterlag und nicht über die Landesliste abgesichert war, zog er nicht in den Deutschen Bundestag ein.
Auf dem digitalen Parteitag im Januar 2022 wurde Chialo in den Bundesvorstand der CDU gewählt.
Joe Chialo ist verheiratet und Vater einer Tochter. Er ist römisch-katholisch.
29. Sitzung der 19. Wahlperiode des Abgeordnetenhauses von Berlin
Tja, was die CDU kann, kann die CDU. Einen ehemaligen Türsteher und einen Metal-Singer zum Kultur-Senator zu ernennen kann wirklich nicht jede(r).
The Center for Anthropological Research on Museums and Heritage and the Institute for European Ethnology of the Humboldt University in Berlin cordially invite you to a book launch of: Cross Purposes: Catholicism andthe Political Imagination in Poland by Magdalena Waligórska (Cambridge University Press, 2023) to take place on June 6, at 18:00 CEST. Please, join us for a discussion with the author, chaired by Prof. Magdalena Buchczyk (HU Berlin), with comments by: Prof. Felix Ackermann (Fernuniversität Hagen) and Dr. Karolina Wigura (FU Berlin). The discussion will be followed by a small reception.
The event takes place at the CARMAH Center for Anthropological Research on Museums and Heritage, Mohrenstr. 40-41, 10117 Berlin, Room 408.
No other symbol is as omnipresent in Poland as the cross. This multi-layered and contradictory icon features prominently in public spaces and state institutions. It is anchored in the country’s visual history, inspires protest culture, and dominates urban and rural landscapes. The cross recalls Poland’s historic struggles for independence and anti-Communist dissent, but it also encapsulates the country’s current position in Europe as a self-avowed bulwark of Christianity and a champion of conservative values. It is both a national symbol – defining the boundaries of Polishness in opposition to a changing constellation of the country’s Others – and a key object of contestation in the creative arts and political culture. Despite its long history, the cross has never been systematically studied as a political symbol in its capacity to mobilize for action and solidify power structures. Cross Purposes is the first cultural history of the cross in modern Poland, deconstructing this key symbol and exploring how it has been deployed in different political battles.
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PD Dr. Magdalena Waligórska
Institut für Europäische Ethnologie
Center for Anthropological Research on Museums and Heritage
Humboldt-Universität zu Berlin
Anton-Wilhelm-Amo-Str.41
10117 Berlin
NEW PUBLICATION:
Cross Purposes: Catholicism and the Political Imagination in Poland (CUP, 2023)
https://www.cambridge.org/core/books/cross-purposes/72E707A0DE6E82457D62EFE5E0D1A2B0
Cross Purposes is the first cultural history of the cross in modern Poland, deconstructing this key symbol and exploring how it has been deployed in different political battles. Historians of Eastern Europe will find in it a compelling cultural history of Poland’s major political upheavals.
Magdalena Waligórska is a cultural historian and sociologist. Her fields of interest include contemporary Polish and Belarusian history, nationalism and national symbols, Jewish heritage, Jewish/non-Jewish relations, and memory studies. She is currently leading a research group at the Department of European Ethnology of the Humboldt University in Berlin. She has published extensively on nationalism, Jewish culture, and Jewish-non-Jewish relations in journals including East European Politics and Societies, Holocaust Studies, East European Jewish Affairs and POLIN. Her first book, Klezmer’s Afterlife: An Ethnography of the Jewish Music Revival in Poland and Germany, was published 2013.
Ausstellung, Diskussion, Performative Lesung und Buchvorstellung
Die Botschaft der Pol*innen lädt ein: zu einer Diskussion mit Anna Krenz, Ewa Maria Slaska und Monika Wrzosek-Müller über die Erinnerungskultur in den deutsch-polnischen Beziehungen aus feministischer Sicht, einer Ausstellung über Leben und Werk von Irena Bobowska, einer performativen Lesung ihrer Gedichte und einer Präsentation des Buches „Die fehlende Hälfte der Geschichte”.
Udział w wydarzeniu jest bezpłatny. Spotkanie odbędzie się w ramach cyklu o literaturze, prowadzonego przez berlińskie autorki: Elę Kargol, Krystynę Koziewicz, Ewę Marię Slaską i jej blog „ewamaria.blog“ (www.ewamaria.blog).
DE Die Schloßstraße und die Schlösser in Steglitz Die Spiegelwand und die versteckte Synagoge Die Wolkenburg und die Schwartzsche Villa…
Zwischen Land und Stadt, alt und neu, modern und klassisch, zwischen Gedenken und Vergessen. Sie sind herzlich eingeladen zu einem Spaziergang um die Steglitzer Schlösser!
Wir treffen uns in Steglitz, am Schloss, Eingang Grunewaldstraße 3, am Samstag, den 22. April 2023 um 16.00 Uhr. Unseren “Schloss”-Spaziergang planen wir für ca. 1,5 Stunden.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Zyklus über Literatur, geleitet von den Berliner Autorinnen Ela Kargol, Krystyna Koziewicz, Ewa Maria Slaska und ihrem Blog “ewamaria.blog”(www.ewamaria.blog) statt.
Reblog: Der Beruf des Fotografen ist gewissermaßen meine Mission
Die Personale „Chris Niedenthal“ im Warschauer Haus der Begegnungen mit der Geschichte zeigt 200 seiner Fotografien aus fünf Jahrzehnten.
Chris Niedenthal hat mehrere hunderttausend Fotos gemacht, doch eine seiner berühmtesten Aufnahmen „verdankt“ er dem Kriegsrecht, das am 13. Dezember 1981 in Polen verhängt wurde. Am Tag darauf fuhr der Fotoreporter mit einem Bekannten durch die fast menschenleeren und vom Militär patrouillierten Straßen Warschaus. Neben dem Kino Moskwa, auf dessen Fassade ein Banner mit der Reklame des Antikriegsfilms Apocalypse Now in der Regie von Francis Ford Coppola hing, stand ein Scott Panzer, aus dem Soldaten ausstiegen. Diese Fotografie von Niedenthal ist das wohl am meisten zitierte Bilddokument der damaligen Zeit, ihre düstere und zugleich tragikomische Metapher, über die der Autor schrieb:
„Für mich symbolisiert dieses eine Bild das ganze Kriegsrecht. Aber damals hatte ich keine Ahnung, dass ich etwas so Wichtiges mache: Eine Ikone für die Polen.“