Frauenblick auf dies und das, zum Beispiel Ballett

Monika Wrzosek-Müller

Ballettaufführung von William Forsythe

Die gestrige Aufführung in der Deutschen Oper hat mich wirklich entschädigt für den martialischen Empfang an der deutsch-polnischen Grenze – durch eine junge deutsche Polizistin mit einer Maschinenpistole, in voller Rüstung. Da war auch ein Artikel von Konrad Schuller in der FAZ am Sonntag aus Anlass des 80. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz, der mich besänftigt hat. Alles letztens Anlässe, die zusammenwirken und sich verbinden und doch leider den Himmel über uns verdunkeln.

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Deutschlands (politische) Winterreise 2025

Aufstand der Anständigen – Demo für die Brandmauer

CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz macht gemeinsame Sache mit der AfD: Er setzt im Bundestag seine Abschottungspolitik durch – mit den Stimmen der Rechtsextremen.
Doch wir sagen Nein! Mit Zehntausenden Menschen ziehen wir am Sonntag, 2. Februar um 15.30 Uhr, vom Reichstag vor die CDU-Zentrale. Gemeinsam bilden wir eine unumstößliche Brandmauer gegen Rechtsextremismus, Hass und Menschenfeindlichkeit.

So war die Demo vor einer Woche, so genannte “Lichter-Demo”.

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Abschied von Tibor Jagielski

Liebe Leser:Innen!

Hier gab es zeit lang die Rede zu Tibor Jagielskis Beerdigung zu lesen, die auch bei seiner post hum Ausstellung im SprachCafé Polnisch gekürzt und verändert vorgelesen wurde und die wir leider im Juli 2025 entfernen müssten.

Was uns bleibt, ist seine Lieblingsmusik: „Winterreise“ von Schubert.


Auf Wiedersehen Tibor! Bis bald!

Frauenblick auf Zirkus

Monika Wrzosek-Müller

Zirkus Roncalli, Weihnachtszirkus in Tempodrom 2025

Eigentlich dachte ich, ich mag den Zirkus nicht und doch, als ich von einer Freundin eingeladen wurde, habe ich mich sehr auf das Event gefreut. Vielleicht und zumal, weil das alles im Tempodrom stattfand und die Anlage mir immer von weitem gefallen hat. Schon in der S-Bahn habe ich die Menschenströme beobachtet, die in meine Richtung fuhren, dann die Trauben von Menschen, die vor den Eingängen standen. Es war proppenvoll, alles ausverkauft.

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Pożegnanie Tibora (1)

Tibor Jagielski, Krystyna Koziewicz, Ela Kargol i Ewelina Jaworska


Od adminki: Takie niebo zapłonęło nad Berlinem, gdy 13 stycznia zebraliśmy się w Polskiej Kafejce Językowej, aby wziąć udział w wernisażu prac Tibora Jagielskiego i posłuchać jego wierszy. Wokół tego spotkania powstało wiele tekstów, kilka z nich opublikuję dziś. Następny w sobotę za tydzień.

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Frauenblick: E la nave va

Monika Wrzosek-Müller

Das Schiff der Träume (fährt einfach weiter)

Manchmal, selten, wird einem ein Abend einfach und wirklich geschenkt; plötzlich stimmt alles: die eigene Garderobe, die Mitzuschauer, also das Publikum, der Sekt beim Empfang und die Pfannkuchen am Ende, die Plätze – und vor allem die Aufführung, samt den Schauspielern in ihren phantasievollen Kostümen, eben der Theaterbesuch und das ist nicht banal, denn es handelt sich um den Silvesterabend.

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Tesla in Grünheide

Es schrieb mich per Mail Heidemarie Schroeder an. Sie schrieb viele an, darunter auch mich. Ich veröffentliche hier ihre Mail und weiterführende Links, weil ich über Tesla in Grünheide auch meine Gedanken habe. Ob sie mit den Thesen von Heidemarie Schroeder übereinstimmen weiss ich nicht. Ich fasse meine hier und versuche sie kurz zu formulieren

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Wie der Katholizismus sein Narrativ zur Abtreibung durchsetzte

Reblog

Die Administratorin bedankt sich bei Norbert Kollenda für Zusendung dieses Texts


Stanisław Obirek
(geboren am 21. August 1956 in Tomaszów Lubelski) – Theologe, Historiker, Kulturanthropologe, Professor für Geisteswissenschaften, ordentlicher Professor an der Universität Warschau, ehemaliger Jesuit.

Vor 32 Jahren, am 7. Januar 1993


Ich möchte mich nicht in die Riege der Verfechter von Verschwörungstheorien einreihen, die Juden, Jesuiten, Freimaurer oder Vertreter noch anderer Gruppen mit angeblich unendlichen Möglichkeiten der Einflussnahme auf den Lauf der Geschichte als Hauptakteure ausmachen. Was mich allerdings stutzig macht, ist die Tatsache, dass die katholische Lehre vom Schutz des ungeborenen Lebens, die sich vor allem in Polen seit Ende der 50er Jahre intensiv entwickelt hat, zu einem wichtigen Bestandteil im Denken immer größerer Gruppen von Menschen geworden ist, und zwar nicht nur in
Polen. Wichtige Etappen für ihre wachsende Dominanz waren zweifellos die Verkündigung der Enzyklika Humanae vita durch Paul VI. im Jahr 1968, gefolgt vom langen Pontifikat Johannes Pauls II. Andererseits haben auch fundamentalistische protestantische Gruppen, die in der amerikanischen Gesellschaft immer mehr Unterstützung finden, eine wichtige Rolle gespielt, insbesondere in der jüngsten Geschichte der USA unter der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Ihr letztes Wort haben sie noch nicht gesprochen, wie wir in der zweiten Amtszeit von Trump, die am 6. Januar 2025 beginnt, sehen werden.

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