Reblog: La Mancha ist weit und leer

Vielen Dank an Tibor Jagielski, der diesen Text gefunden hat

faz.net

Paul Ingendaay

Fluchten in die Phantasie: Wo sind denn hier die Riesen?

Ich schwebe über die weite Landschaft hinweg, viel langsamer als ein Auto, aber schneller als die Bauern, die ich vor vielen Jahren zu Fuß auf den Landstraßen dahinlaufen sah, als hätten sie mir mit dem alltäglichsten Bild – zwei Leute unterwegs – ein Gefühl für diese völlig verlassene Gegend in der kargen Mitte Spaniens vermitteln wollen. Ich schwebe in mittlerer Höhe, spüre die heiße Sommerluft, die mich angenehm fächelt, weil sie pulvertrocken ist, schwebe gleichsam ohne eigenen Körper, während Augen, Nase und Haut hellwach sind und jede Einzelheit meiner Reise registrieren. Wer ich bin, ist jetzt egal; allein das Wo zählt. Und das Wohin. Ich fliege.

Der Name der Landschaft unter mir ist uralt: La Mancha. Vermutlich kommt er aus dem Arabischen, genauer weiß man es nicht. Eine Theorie vermutet hinter dem Namen eine „Erde ohne Wasser“. Im Spanischen heißt „la mancha“ Fleck, Klecks oder Tupfer, und von oben versuche ich mir vorzustellen, was das Bild der Landschaft mit der Bezeichnung zu tun hat, aber es gelingt mir nicht. Ich bin eine Ansammlung von Sinnen, ein menschliches Aufnahmegerät, nur ohne Lämpchen und Elektronik. Was mich nach vorn zieht, ist der Name aus einem Buch: El Toboso. Es gibt in der Mancha ein Dorf, das so heißt, aber auch das ist jetzt egal, ich nehme den Namen als reinen Klang, lasse mich auf ihm weitertragen wie auf einem Kissen, während die Augen sich an die beiden Farben gewöhnen, die mich umgeben: das Gelb der Weizenfelder und die Bläue des Himmels. Von Flecken kann keine Rede sein; es sind zwei große Farbmeere, und der warme Wind trägt mich mitten hindurch.

Wie der Kopf an seine Phantasien kommt, ist schwer zu beschreiben. Viel leichter zu finden ist der Rückweg, der Pfad also, auf dem sich die Phantasien wieder mit dem strukturierten Denken verbinden. Das Schweben, das ich mir seit vielen Jahren mit erstaunlicher Intensität vorstelle, wenn ich an die kastilische Landschaft im Sommer denke – kein Meer, kein Strand, nein, nur diese immense Weite, wie leergefegt von Menschen, Tieren, Häusern –, verdankt sich mit Sicherheit dem „Don Quijote“, dem meistübersetzten Roman der Menschheit.

Staubige Straßen, die nur im Kopf existieren

Das ist das Paradox meines Fluges: Obwohl viele dieses Buch gelesen haben und auf der ganzen Welt Leute darüber sprechen und schreiben, bin ich immer ganz allein auf meiner Reise. Die weite Ebene: leer. Die Dörfer: entvölkert. In der Sommerluft, die ich durchfliege, sehe ich kaum einen Vogel. Nach Don Quijote und Sancho Panza, die laut Cervantes’ Roman vor gut vierhundert Jahren über diese Straßen gezogen sind und viele Mitreisende hatten, halte ich gar nicht erst Ausschau. Irgendwie habe ich das sonderbare Gefühl, auch ich sei nur eine literarische Figur, die ein anderer ersonnen hat.

Vielleicht schildern Romane ja keine Landschaften, sondern deuten sie an, beschwören sie herauf, setzen den Klang der Sprache ein, damit wir Leser uns in die Lüfte erheben und mit unserer Vorstellungskraft den Rest erledigen. Dann hätte Cervantes uns eine leere Leinwand hingestellt, die wir mit unseren eigenen Bildern von Spanien füllen. „Man sieht sie vor sich“, steht bei Flaubert, „diese spanischen Wege, die doch nirgendwo beschrieben werden!“ Sie werden wirklich nicht beschrieben, die staubigen Straßen, die ich auf meinem Flug von oben sehe, nur die Kneipen, in denen der Ritter und sein Knappe einkehren und wo sie immer wieder Prügel beziehen. Nicht einmal die weißen Windmühlen, für welche die Mancha so berühmt ist, werden in diesem Roman genau geschildert; ihre Flügel sind für den alten Narren ja Riesen!

Ende des neunzehnten Jahrhunderts nahm die Verwandlungsmacht der Phantasie im spanischen Geistesleben geradezu verrückte Züge an. Denn die ernsthaftesten Köpfe ihrer Zeit, die Autoren der sogenannten „Generation von 1898“, entdeckten „Don Quijote“ neu und erhoben meine Flugzone, die ausgestorbene Weite der Mancha, zum Kern des wahren Spaniens. Einfach so. Sie führten sich auf, als hätte Don Quijote wirklich gelebt. Dabei ging es wohl nur darum, dass die Herren Schriftsteller die politische Gegenwart als öde empfanden – Spanien hatte gerade mit Kuba und den Philippinen seine letzten Kolonien verloren und versank im Katzenjammer europäischer Drittklassigkeit. Da hoben diese Intellektuellen ab in die dünne Luft des Idealismus und der nationalen Verklärung.

Die Literaten wurden so bekloppt wie der edle Ritter

Dass sie damit in gewisser Weise ihrer literarischen Lieblingsfigur nacheiferten, also auch ein bisschen bekloppt wurden, ist in diesem Zusammenhang nicht nur als Witz zu verstehen. Denn ein Wörterbuch des achtzehnten Jahrhunderts definierte den Ritter von der traurigen Gestalt als „Mann, der sich mit lächerlichem Ernst für das einsetzt, was ihn nichts angeht“. Als im Jahr 1905 der dreihundertste Jahrestag des Erscheinens des ersten Teils von Cervantes’ Roman begangen wurde, schrieben gleich mehrere dieser Schriftsteller Bücher darüber. Eines von ihnen, „La ruta de Don Quijote“ von Azorín, wollte gerade in der Armut und Rückständigkeit der abgelegenen Dörfer etwas besonders Sublimes sehen. Was die armen Manchegos zwischen Toledo, Cuenca und Albacete, die vor der Zeit gealterten, ganz in Schwarz gehüllten Frauen und verlausten Jungen davon hielten, ist nicht überliefert. So sind meine Gleitflüge durch Spaniens Mitte gewissermaßen philosophisch geadelt, und aus Spinnerei wird, nur weil sie ihrerseits geschichtlich geworden ist, nationale Metaphysik.

Während ich fliege, versuche ich übrigens, an gar nichts zu denken; ich gucke nur, der Nacken ist wie ein Kreisel, ich spüre die warme Luft auf dem Pelz und so weiter. Neulich aber, während ich wieder einmal über den endlosen Weizenfeldern dahinsegelte, dachte ich an zwei moderne, vielerorts verehrte Spanier, die aus der Mancha stammen: Pedro Almodóvar und Andrés Iniesta. Und plötzlich standen mir wieder die schönsten Szenen aus ihren unsterblichen Werken vor Augen. Da hatte aber schon der sanfte Landeanflug auf das Dorf El Toboso begonnen, einen der magischen Orte in Cervantes’ Roman. Sicher setzte ich im Ortskern auf, gleich am Käseladen, und ordnete die Kleidung, die während des Fluges verrutscht war. Ich ging um die Ecke und lief ein paar Schritte, bis ich vor der Bar „Rocinante“ stand. Und dann? Ach! Von drinnen hörte ich Musik, Gläserklirren und die Stimmen sehr vieler Leute.


  ist Europa-Korrespondent des Feuilletons in Berlin, der Text wurde am 21.02.2021 verłffentlicht.

Be old (oh, again) (reblog)

89 year old makes selfies 

Learning something new can be challenging, but sometimes, it can take you places you’d never imagine. Kimiko Nishimoto was 72 years old when she picked up a camera, and it’s transformed her life over the past 17 years. Now at 89, she’s enjoying wide-spread attention for her creative self-portrait photography.

Nishimoto pokes fun at herself through her bizarre compositions. While many people are concerned with finding their most flattering angles and wearing stylish outfits, Nishimoto chooses to dress up in strange costumes and place herself in situations that are amusingly self-deprecating—like hanging from a clothesline, being struck with a shovel, and run over by a car. The exaggerated images make you smile as well as commend Nishimoto for her willingness to be silly. Thanks to a camera and photo manipulation software, she has found her creative bliss.

International Women’s Day & Ania

Five courageous female artists

To celebrate International Women’s Day, DW correspondents around the world present female artists who inspire them with their courage and creativity. These rebellious, smart women are fighting against patriarchal structures for equal rights. One of them is Anna (Ania) Krenz from Berlin.


Foto: Maciej Soja

Zu den Film: Deutsche Welle

“My body, my choice. For months, women have been taking to the streets to protest against the tightening of Poland’s restrictive abortion laws. Artist Anna Krenz is raising her voice in support from Berlin.”
By Karin Helmstaedt / DW Deutsche Welle
Berlin ist wunderbar, schrieb auf dem FB Joanna Guttzeit, die diesen Banner irgendwo in Berlin fotografiert hat:
What plans Anna Krenz for an International Women’s Day of Polish Women in Berlin:
3D pop-up herstory comic by Anna Kren

11:00 – 13:00

Międzynarodowy Dzień Kobiet/Internationaler Frauenkampftag

Ania jest też jedną z współinicjatorek powołania do życia Polonijnej Rady Kobiet.

Polonijna Rada Kobiet powstała 2021 roku. Jest organizacją żywą, w stałym procesie kształtowania się. Jesteśmy grupą osób, które nawiązały współpracę międzynarodową w celach reprezentowania i wspierania Polek za granicą, oraz działań na rzecz równouprawnienia i praw kobiet, sprawiedliwości społecznej i praw człowieka w Polsce i na świecie.

W toku są prace nad formułowaniem szczegółowych celów, zasad etycznych i manifestu politycznego, w oparciu o innowacyjne, nowoczesne i feministyczne sposoby działania.

Ania is also one of the founder of International Council of Polish Women, which was established in 2021. It is a living organization, in constant development. We have united across boarders to represent and support Polish women abroad. We advocate for equality, women’s rights and social justice, and strongly support human rights in Poland and abroad.

Work is underway to formulate specific goals, ethical principles, and a political manifesto based on innovative, modern, and feminist modes of action.

Biedny poeta / Der arme Poet / The poor poet

Auf Deutsch – unten  & In English – beneath

Ela Kargol bywa teraz często na Moabicie, o czym wczoraj pisała. To dzielnica, którą bardzo lubię. Mieszkałam kiedyś dość długo w domu niemal naprzeciwko więzienia Moabit, a przedtem jeszcze, na samym początku mego pobytu w Berlinie, bywałam często u Marii Kureckiej-Wirpszowej, która miała mieszkanie w przylegającej do więzienia kamienicy na ulicy Alt-Moabit, (bodaj czy nie numer 22?). Mąż pani Marii, Witold Wirpsza, był znanym opozycjonistą z lat 70 i 80. Oboje byli rodzicami Leszka Szarugi i to on mnie przedstawił swojej mamie. Gdy zaczęłam bywać u pani Marii, Wirpsza już nie żył, ale pamiętałam go z Polski, przede wszystkim z powodu słynnej książki, którą wszyscy po prostu pożeraliśmy – Polaku, kim jesteś? Wirpsza napisał kiedyś wiersz o tym, jak wychodzi z domu i on, człowiek, dla którego tak ważna była wolność, idzie na spacer wzdłuż więzienia.

Ela fotografuje Moabit  i znalazła tam mural z biednym poetą, który dziwnie pasuje do moich wspomnień o dzielnicy Moabit, a może, zwłaszcza, do mojej pamięci o Witoldzie Wirpszy i Marii Kureckiej. Oboje byli przecież “biednymi poetami”. 

Zapraszam na wędrówkę tropem biednego poety. Od razu powiem, to postać symboliczna, obraz nie oznacza (a w każdym razie nie musi oznaczać), że kiedyś poeci żyli aż w takiej nędzy. Choć jeśli przypomnimy sobie choćby Sceny z życia Cyganerii we Francji (tu o tym piszę), to możemy przypuszczać, że i w Niemczech nędza artysty nie była mniej dotkliwa.

Mural na Moabicie, styczeń 2021
Mural in Moabit, Seydlitzstraße, Januar 2021
Foto: Ela Kargol
Mural jest już tu od kilku lat, bo znalazłam w sieci zdjęcie z roku 2015.

Original, Der arme Poet / Oryginał, Biedny poeta /Original, The poor poet
Carl Spitzweg (1808-1885)
1839
Neue Pinakothek München / Monachium / Munich
The best known and most popular painting in Germany / Najbardziej popularny obraz niemiecki i najlepiej znany obraz w Niemczech / Das bekannteste und beliebteste Bild in Deutschland
I przy okazji przypomnienie, że kilka dni temu obchodziliśmy 213 rocznicę urodzin autora obrazu.

Creatobil by Reinhard Heel

Famous figures re-constructed with playmobil / Słynne postaci zrekonstruowane za pomocą klocków playmobil / Bekannte Figuren rekonstruiert mit Playmobil


Vita imitatur artem

Bild Komposition Valentin Abgottspon (November 2006 in Freiburg im Üechtland, court-chemin 15, Dachstockwohnung), Foto Eva Dietl. / Kompozycja Valentin Abgottspon, Foto Eva Dietl, Freiburg im Nov. 2006 / Picture setting Valentin Abgottspon, Foto Eva Dietl


JK

Art Cornelius

Auf Deutsch:

1976 entführte der Performancekünstler Ulay das Spitzweg-Gemälde “Der arme Poet” aus der Neuen Nationalgalerie. Ulay, eigentlich Frank Uwe Laysiepen, spazierte am 12. Dezember 1976 in die Neue Nationalgalerie, reißt Carl Spitzwegs Gemälde “Der arme Poet” (1839) von der Wand und rennt los. Durch die Feuertür entkommt er, rutscht aber vor dem Museum aus. Einer der Wachmänner hält ihn an der Jacke fest: “Jetzt haben wir ihn!“ Doch Ulay kann sich losreißen und springt in seinen schwarzen Citroën. Mit höchster Vorsicht vor Taxifahrern, die nicht selten die Polizei informieren, fährt der Wahl-Amsterdamer nach Kreuzberg. Dort parkt er den auffälligen Fluchtwagen und stapft durch den Schnee – das Biedermeier-Original unter den Arm geklemmt. Ulays Ziel: die Wohnung einer türkischen Gastarbeiterfamilie. Dort platziert er den armen Poeten einfach über dem Sofa im Wohnzimmer.Für die Medien der 70er-Jahre war der Kunstraub ein gefundenes Fressen. Die Bild schrieb “Linksradikaler raubt unser schönstes Bild”, die Berliner Zeitung “Irrer raubte in Berlin das weltberühmte Spitzweg-Gemälde”. Dass das Kunst war, verstand offensichtlich keiner. Und das, obwohl der Aktionskünstler zuvor europaweit sowohl Presse als auch Kunstinstitutionen mit einem Brief informiert hatte. Auch der sofortige Anruf bei Dieter Honisch, damaliger Direktor der Neuen Nationalgalerie, schützte Ulay nicht vor der U-Haft und einer Geldstrafe.

Dokumentiert wurde die gesamte Aktion vom Kameramann Jörg Schmidt-Reitwein, der Ulay mit einem Van folgte. Im Museum machte die Künstlerin und damalige Lebenspartnerin Ulays, Marina Abramović, heimlich Aufnahmen. Der Berliner Galerist Mike Steiner übernahm die Finanzierung des Videos “Da ist eine kriminelle Berührung in der Kunst” sowie den Schnitt – zusammen mit der Fernsehregisseurin Wilma Kottusch. Ulay hat seine Motive klar formuliert: Angeblich war der Künstler schockiert darüber, dass eines von Hitlers Lieblingsbildern in einem zukunftsorientierten Museum Westberlins hing. Tatsächlich war der Kunstraub aber nur ein Teil der Aktion “Da ist eine kriminelle Berührung in der Kunst”.

In English:

Ulay (Frank Uwe Laysiepen, b. 1943), a German artist, based in Amsterdam and Ljubljana, is photographer, performance artist (collaborating f.e. with Marina Abramović). His work continuously deal with politics, identity and gender.In 1976 Ulay decided to steal the painting ‘Der arme Poet’ (The Poor Poet) (1839) by Carl Spitzweg, which was said to be Hitler’s favorite painting, from the Neue Nationalgalerie (New National Gallery) in Berlin. After he succeeded in getting the painting out of the museum, Ulay drove – with the museum guards at his heels – to Kreuzberg, which was known as a ghetto for immigrants. Here, Ulay ran through the snow with the painting under his arm, first to Haus Bethanien (now Kunstquartier Bethanien) and then to a Turkish family living in Muskauerstraße, who had agreed to let him shoot a documentary film in their home – however unaware that it involved a stolen painting. Before entering the family’s home, the artist called the police from a phone booth and asked for the director of the museum to pick up the painting. He then hung up the painting in the home of the family “for the reason to bring this whole issue of Turkish discriminated foreign workers into the discussion. To bring into discussion the institute’s marginalization of art. To bring a discussion about the correspondence between art institutes from the academy to museums to whatever.” Marina Abramović photographically documented the entire action, while Werner Herzog’s former cameraman Jörg Schmidt-Reitwein recorded the action from a vehicle following Ulay’s van. It was a part of the project “criminal touch to art”.

Reblog: Man wird sehen

Danke, Joasia! Dziękuję, Joasiu!

Aus der Zen-Schatztruhe:

Ein Bauer hatte ein Pferd, aber eines Tages lief es fort und der Bauer und sein Sohn mussten ihre Felder selbst pflügen. Die Nachbarn sagten: “Was für ein Pech, dass euer Pferd weggelaufen ist!”. Aber der Bauer antwortete: “Man wird sehen”.
Eine Woche später kam das Pferd zum Bauernhof zurück und brachte eine ganze Herde wilder Pferde mit. “So viel Glück!” riefen die Nachbarn, aber der Bauer sagte: “Man wird sehen”.
Kurz danach versuchte der Sohn des Bauern, eines der wilden Pferde zu reiten – aber er wurde abgeworfen und brach sich ein Bein. “Oh, so ein Pech!” Die Nachbarn hatten Mitleid, aber der Bauer sagte wieder: “Man wird sehen”.
Ein paar Tage später zog der Landesherrscher alle jungen Männer in sein Heer ein, um in die Schlacht zu ziehen. Aber den Sohn des Bauern ließen sie wegen seines gebrochenen Beins zu Hause: “Was für ein Glück, daß dein Sohn nicht in die Schlacht ziehen muss!” freuten sich die Nachbarn. Aber der Bauer bemerkte nur: “Man wird sehen”.
Akhal-Teke, Pferderasse aus Asien; man sagt, es ist das schönste Pferd der Welt und es gibt in der ganzen Welt nur 1250 davon. In China wurden sie Engelpferde genannt.

Glück oder Unglück – wer weiß das schon?

eine alte Chinesische Erzählung, Autor unbekannt

Im alten China lebte einst ein armer alter Bauer, dessen einziger Besitz ein wundervoller weißer Hengst war, Selbst der Kaiser träumte davon, dieses Pferd zu besitzen. Er bot dem Alten Säcke voller Gold und Diamanten, doch der Alte schüttelte beharrlich den Kopf und sagte: “Mir fehlt es an nichts. Der Schimmel dient mir seit vielen Jahren und ist mir zum Freund geworden. Und einen Freund verkauft man nicht; nicht für alles Geld der Welt.” Und so zogen die Gesandten des Kaisers unverrichteter Dinge wieder ab.

Die Dorfbewohner lachten über so viel Unvernunft. Wie konnte der Alte bloß wegen eines Pferdes soviel Reichtum und Glück ausschlagen?

Eines Morgens war das Pferd verschwunden. Die Dorfbewohner liefen aufgeregt vor dem leeren Stall zusammen, um das Unglück des alten Bauers zu beklagen. “Sag selbst, Alter, hat sich deine Treue gelohnt? Du könntest ein reicher Mann sein, wenn du nicht so eigensinnig gewesen wärst. Jetzt bist du ärmer als zuvor. Kein Pferd zum Arbeiten und kein Geld zum Leben, Ach, das Unglück hat dich schwer getroffen.”

Der alte Bauer blickte bedächtig in die Runde, nickte nachdenklich und sagte: “Was redet ihr da? Das Pferd steht nicht mehr im Stall, das ist alles, was ich sehe. Vielleicht ist es ein Unglück, vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon so genau?” Tuschelns gingen die Leute auseinander. Der Alte musste durch den Schaden wirr im Kopf geworden sein, anders ließen sich seine Worte nicht erklären.

Einige Tage später, es war ein warmer, sonniger Frühlingstag und das halbe Dorf arbeitete in den Feldern, stürmte der vermisste Schimmel laut wiehernd die Dorfstrasse entlang. Die Sonne glänzte auf seinem Fell, und die Mähne und Schweif flatterten wie feinste Silberfäden im Wind. Es war ein herrlicher Anblick, wie er voller Kraft und Anmut dahergaloppierte.

Doch das war es nicht allein, was die Dörfler erstaunt die Augen aufreißen ließ. Noch mehr Staunen riefen die sechs wilden Stuten hervor, die hinter dem Hengst hertrabten und ihm in die offene Koppel neben dem leeren Stall folgten.

“O du Glücklicher, von den Göttern gesegneter Mann! Jetzt hast du sieben Pferde und bist doch noch zum reichen Mann geworden. Bald wird Nachwuchs deine Weiden füllen. Wer hätte gedacht, dass dir noch einmal soviel Glück beschieden wäre?” riefen sie, während sie dem alten Mann zu seinem unverhofften Reichtum gratulierten.

Der Alte schaute gelassen in die aufgeregte Menge und erwiderte: “Ihr geht zu weit. Sagt einfach: Jetzt hat er sieben Pferde. Ob das Glück oder Unglück bringt, niemand weiß es zu sagen. Wir sehen immer nur Bruchstücke, wie will man da das Ganze beurteilen. Das Leben ist so unendlich vielfältig und überraschend.”

Verständnislos hörten ihm die Leute zu. Die Gelassenheit des Alten war einfach unbegreiflich. Andererseits war er schon immer etwas komisch gewesen. Na ja, sie hatten andere Sorgen.

Der alte Bauer hatte einen einzigen Sohn. In den folgenden Wochen begann er die Wildpferde zu zähmen und einzureiten. Er war ein ungeduldiger, junger Mann,und so setzte er sich schon früh auf eine der wilden Stuten. Dabei stürzte er so unglücklich vom Pferd, dass er sich beide Beine mehrmals brach. Obwohl die Heilerin ihr Bestes tat, war allen klar, dass seine Beine nie wieder ganz gesund werden würden. Für den Rest seines Lebens würde er ein hinkender, behinderter Mann bleiben.

Wieder versammelten sich die Leute vor dem Haus des Alten. “O du armer, alter Mann!” jammerten sie, “nun entpuppt sich dein Glück als großes Unglück, dein einziger Sohn, die Stütze deines Alters, ist nun ein hilfloser Krüppel  und kann dir keine Hilfe mehr sein. Wer wird dich ernähren und die Arbeit tun, wenn du keine Kraft mehr hast? Wie hart muss dir das Schicksal erscheinen, das dir solches Unglück beschert.”

Wieder schaute der Alte in die Runde und antwortete: “Ihr seid vom Urteilen besessen und malt die Welt entweder schwarz oder weiß. Habt ihr noch immer nicht begriffen, dass wir nur Bruchstücke des Lebens wahrnehmen. Das Leben zeigt sich uns nur in winzigen Ausschnitten, doch ihr tut, als könntet ihr das Ganze beurteilen. Tatsache ist, mein Sohn hat beide Beine gebrochen und wird nie wieder so laufen können, wie vorher. Lasst es damit genug sein. Glück oder Unglück, wer weiß das schon.”

Nicht lange danach, brach ein Krieg aus. Das ganze Dorf war von Wehklagen und Trauer erfüllt, denn alle wussten, dass die meisten Männer nicht mehr heimkehren würden.

Wieder einmal liefen die Dorfbewohner vor dem Haus des alten Bauern zusammen: “Wie recht du hattest. Jetzt bringt dein Sohn dir doch noch Glück.”

Der Alte schaute nachdenklich in die verstörten Gesichter der Leute. “Könnte ich euch nur helfen, weiter und tiefer zu sehen, als ihr es bisher vermögt. Wie durch ein Schlüssellloch betrachtet ihr euer Leben, und doch glaubt ihr, das Ganze zu sehen. Niemand von uns weiß, wie sich das große Bild zusammensetzt. Was eben noch ein großes Unglück scheint, mag sich im nächsten Moment in Glück erweisen. Anderseits erweist sich scheinbares Unglück auf längere Sicht oft als Glück und umgekehrt gilt das gleiche. Sagt einfach: Unsere Männer ziehen in den Krieg, und dein Sohn bleibt zu Hause. Was daraus wird, weiß keiner von uns. Und jetzt geht nach Hause, und teilt die Zeit miteinander, die euch bleibt.”

Schwarzes Pferd aus Friesland; auch von dem behauptet man, es sei das schönste in der Welt

Dziewuchy Berlin Oświadczenie Stellungnahme Statement

Ruchy emancypacyjne od samego początku cechuje wielka dynamika, emocje i …

Kolejne fale zmieniają i rozwijają feminizm w różnych kierunkach. I to jest jego bogactwem. Czasem niedocenianym. Nie ma bowiem jednego słusznego nurtu feminizmu. Wielość i różnorodność poszerza pole naszej walki o prawa kobiet*, prawa LGBT+, prawa człowieka ogólnie. I nawet różnice ideowe, które tak bardzo obecne są na niemieckiej scenie feministycznej, w polskiej już powoli też, nie muszą stanowić barykady ani dzielącego nas muru. Możemy ze sobą rozmawiać, wymieniać się poglądami, przekonywać (lub nie), uczyć się wzajemnie od siebie. Możemy się też kłócić, jeśli potrafimy radzić sobie z konfliktami. Tego co prawda w tradycyjnych społeczeństwach nie uczono ani w szkole, ani w domu.

Szacunek do herstorii, do kultury, a tym samym do nas samych. 

Ale bardziej nam zależy na wspólnych ważnych działaniach, niż na zajmowaniu się pretensjami osób, które tak haniebnie się zachowały wobec nas. Działamy dalej! Co nas nie zniszczy, to nas wzmocni. Wiele się nauczyłyśmy dzięki temu doświadczeniu, szkoda tylko naszej pracy, z której nas obrabowano, którą straciłyśmy. Na szczęście mamy dużo energii i chęci i będziemy tworzyć, działać i organizować dalej. 

Oświadczenie
W sprawie kanału na Instagramie i Twitterze Dziewuchy Berlin

13.1.2021

Kolektyw Dziewuchy Berlin utworzony został 2 kwietnia 2016 roku, jako berliński oddział ruchu społecznego Dziewuchy Dziewuchom. Najpierw jako grupa na Facebooku, a w stałym składzie działałyśmy od 2017 roku. Przez te 4 lata pracowałyśmy na rzecz praw kobiet* i LGBT+ w Polsce i  Niemczech. Organizowałyśmy różne akcje solidarności, np. artystyczne czy protesty. Brałyśmy udział w niezliczonych debatach i dyskusjach, podpisywałyśmy listy i petycje. Naszym celem było, jest i będzie wspieranie kobiet*, społeczności LGBT+ w walce o prawa zarówno w Polsce, Niemczech i innych krajach.

Dziewuchy Berlin to osoby o różnych poglądach, płci, wieku, profesji – zawsze widziałyśmy to jako wzbogacenie, uzupełnienie i możliwość poznania się i wzajemnej nauki. Łączy nas wspólny cel, drogi mamy zbliżone, czasem wspólne. Jednak różnice są ważne i je doceniamy. Można mieć różne widzenie feminizmu, dyskutować, sprzeczać się i wymieniać argumenty, przekonywać lub nie. Dopóki są to merytoryczne rozmowy o sprawie, a nie awantury na poziomie personalnym, to wszystko jest OK. Feminizm, jego fale i nurty – jak wszystko w życiu – jest zróżnicowany. Różnorodność naszą siłą. Tak przynajmniej myślała część z nas. Niestety nie wszystkie osoby.

W kwietniu coś zaczęło się psuć, nasze drogi zaczęły się rozchodzić w różnych kierunkach. Od października do grudnia, podczas organizowania “Krwawych Tygodni” stało się to jeszcze bardziej zauważalne. W naszą przestrzeń, która miała być bezpieczna, solidarna, przyjazna, wkradły się obelgi, pogarda, brak szacunku i agresywna krytyka na każdym kroku ze strony części grupy. Tej, która już od pewnego czasu działała poza naszym kolektywem i formowała się w nową jakość, korzystając z dorobku, kontaktów i wspólnej pracy Dziewuchy Berlin.
Byłoby uczciwe, gdyby te kilka osób, dla których główny cel Dziewuchy Berlin (czyli działanie na rzecz Polski i Polek), nie jest interesujący, po prostu podziękowały za wspólny czas, kontakty, możliwość zaistnienia w mediach i brania udziału w akcjach na rzecz praw kobiet* w Berlinie, z godnością odeszły i założyły swoją inicjatywę.

Jednak one, te którym ufałyśmy, wybrały inną metodę odejścia i założenia nowej inicjatywy  – najpierw poprzez wywołanie sztucznych konfliktów, szantaży, oskarżeń – by budować coś nowego na cudzym dorobku. Mianowicie: utraciłyśmy dostęp do naszych grupowych kanałów na Instagramie i Twitterze. Po niezwykle chamskim i ohydnym szantażu, osoby te stwierdziły, że odchodzą z grupy i zabierają ze sobą te 2 kanały social media, bo im się to należy (!). Zmieniono hasła, maile i numery telefonów. Usunięto wszystkie grafiki i zdjęcia z ostatnich kilku lat, które wstawiałyśmy lub były na nich inne członkinie. Oczywiście, nasze kanały uzyskały ogromną ilość obserwujących po “Krwawych Tygodniach” i stały się “smakowitym kąskiem”. Po zmianie haseł, wyrzuceniu naszego grupowego dorobku Dziewuchowego do kosza, przyszedł czas na zmianę nazwy tych kont. Czyli dokonania Dziewuchy Berlin zostały wymazane z przestrzeni Instagrama i Twittera.

Ponadto przywłaszczono część wspólnych funduszy, zebrane podczas zrzutek. Zawłaszczono część wspólnych transparentów. To wszystko jest własnością Dziewuchy Berlin. Nie pojedynczej osoby czy dwóch, bo mają taką chęć.

Dla tych osób feminizm to tylko hasła na transparentach. To tylko mikrofon, scena i okrzyki. A przecież feminizm to także wspólne działania i wzajemne traktowanie się z szacunkiem. Jego brak, przemoc słowna, hipokryzja, kłamstwa i tak nikczemne “zabieranie” wspólnej własności nie było, nie jest i nie będzie częścią filozofii ani metodologii działania Dziewuchy Berlin.

Czujemy się (bo jesteśmy) okradzione. Bo tak się stało. Najbardziej z poczucia godności i tego, że zaufałyśmy. Był to błąd. Czegoś takiego się nie spodziewałyśmy. My działać będziemy nadal, oczywiście, choć obrabowane z naszej własności, części naszej pracy, w którą włożyłyśmy wiele czasu i energii.

Na pewno pojawią się na nasz temat pomówienia i oszczerstwa ze strony osób, które odeszły. Tych wszystkich, którzy chcą poznać naszą wersję lub dowiedzieć się jak było naprawdę – zapraszamy do kontaktu.

Aktualnie próbujemy odzyskać dostęp do konta na Instagramie “Dziewuchy Berlin” oraz na Twitterze DziewuchyBerlin @DziewuchyBLN
Nie poddamy się bez walki!

Dziewuchy Berlin
www.dziewuchyberlin.org 


Statement
Regarding the Instagram and Twitter accounts of Dziewuchy Berlin

13.1.2021

The collective Dziewuchy Berlin was formed on April 2, 2016, as the Berlin branch of the Polish feminist movement Dziewuchy Dziewuchom. First as a Facebook group, and since 2017 we were active in a permanent line-up. During these 4 years we worked for women*s and LGBT+ rights in Poland and Germany. We organized various solidarity actions, demonstrations, artistic actions. We took part in countless debates and discussions, signed letters and petitions. Our goal was, is and will be to support women* and the LGBT+ community in the fight for rights in Poland, Germany and other countries.

Dziewuchy Berlin are people of different views, gender, age, profession – we’ve always seen it as an enrichment, complement and opportunity to get to know and learn from each other. We share a common goal, our paths are similar, sometimes common. However, differences are important and we appreciate them. We can have different views on feminism, discuss, argue and exchange arguments, be convinced or not. As long as they are substantive discussions about the issue, and not brawls on a personal level, then everything is OK. Feminism, its waves and currents – as everything in life – is diverse. Diversity is our strength. At least that’s what some of us thought. Unfortunately, not all of us. 

In April something started to break, our paths started to diverge in different directions. From October to December, while organizing “Bloody Weeks” it became even more noticeable. Into our space, which was supposed to be safe, supportive, friendly; crept insults, contempt, disrespect and aggressive criticism at every turn from a part of the group. The one that had been operating outside our collective for some time and was forming itself into a new initative, using the achievements, contacts and joint work of Dziewuchy Berlin.

It would be fair if those few people for whom the main aim of Dziewuchy Berlin (i.e. solidarity with Poland and Polish women*) is not interesting, simply thanked for their time in the group, for the contacts, possibility of appearing in the media and taking part in actions for women’s rights* in Berlin, left with dignity. 

But they, the ones we trusted, chose a different method of leaving and founding a new initiative – first by creating artificial conflicts, blackmail, accusations – in order to build something new on someone else’s achievements. Namely: we lost access to our group feeds on Instagram and Twitter. After extremely rude and obnoxious blackmail, these people stated that they were leaving the group and taking these 2 social media channels with them, because they were entitled to it (!). Passwords, emails and phone numbers were changed. All graphics and photos from the past few years that we had inserted or other members were on were removed. Of course, our channels gained a huge amount of followers after “Bloody Weeks” and became a “tasty morsel”. After changing the passwords, throwing our group Dziewuchy achievements in the trash, it was time to rename these accounts. That is, the achievements of Dziewuchy Berlin were erased from the Instagram and Twitter space. 

In addition, some of the collective funds, raised during the airdrops, were appropriated. Some of the shared banners were appropriated. All of this is the property of Dziewuchy Berlin. Not a single person or two because they feel like it. 

For these people, feminism is just slogans on banners. It is just a microphone, a stage and shouts. But feminism is also about acting together and treating each other with respect. LAck of respect, verbal abuse, hypocrisy, lies and such a despicable “taking over” of common property was not, is not and will not be a part of Dziewuchy Berlin’s philosophy and methodology. 

We feel (because we are) robbed. Because we have been robbed. Mostly from our sense of dignity and the fact that we have trusted. It was a mistake. We did not expect such a thing. We will continue to be active, of course, although robbed of our property, a part of our work in which we put a lot of time and energy.

Certainly there will be slanders and libels about us from those who have left. If you want to know our side of the story or what really happened, please contact us.

Currently we are trying to regain access to the account on Instagram “Dziewuchy Berlin” and on Twitter DziewuchyBerlin @DziewuchyBLN
We will not give up without a fight!

Dziewuchy Berlin
www.dziewuchyberlin.org 


Stellungnahme
Bezüglich des Instagram- und Twitter-Accounts von Dziewuchy Berlin

13.1.2021

Das Kollektiv Dziewuchy Berlin wurde am 2. April 2016 als Berliner Zweig der polnischen feministischen Bewegung Dziewuchy Dziewuchom gegründet. Zunächst als Facebook-Gruppe, und seit 2017 waren wir in einer festen Besetzung aktiv. In diesen 4 Jahren haben wir uns für die Rechte von Frauen* und LGBT+ in Polen und Deutschland eingesetzt. Wir organisierten verschiedene Solidaritätsaktionen, Demonstrationen, künstlerische Aktionen. Wir nahmen an unzähligen Debatten und Diskussionen teil, unterschrieben Briefe und Petitionen. Unser Ziel war, ist und wird es sein, Frauen* und die LGBT+ Community im Kampf um Rechte in Polen, Deutschland und anderen Ländern zu unterstützen.

Dziewuchy Berlin sind Menschen mit unterschiedlichen Ansichten, Geschlecht, Alter, Beruf – wir haben es immer als Bereicherung, Ergänzung und Möglichkeit gesehen, uns kennenzulernen und voneinander zu lernen. Wir haben ein gemeinsames Ziel, unsere Wege sind ähnlich, manchmal gemeinsam. Aber Unterschiede sind wichtig und wir schätzen sie. Wir können unterschiedliche Ansichten über Feminismus haben, diskutieren, streiten und Argumente austauschen, überzeugt sein oder nicht. Solange es sachliche Diskussionen zum Thema sind und keine Schlägereien auf persönlicher Ebene, ist alles in Ordnung. Der Feminismus, seine Wellen und Strömungen sind – wie alles im Leben – vielfältig. Vielfältigkeit ist unsere Stärke. Zumindest dachten das einige von uns. Leider nicht alle von uns.

Im April begann etwas zu zerbrechen, unsere Wege begannen, in verschiedene Richtungen auseinanderzugehen. Von Oktober bis Dezember, bei der Organisation der “Blutigen Wochen”, wurde es noch deutlicher. In unseren Raum, der eigentlich sicher, unterstützend und freundlich sein sollte, schlichen sich Beleidigungen, Verachtung, Respektlosigkeit und aggressive Kritik auf Schritt und Tritt von einem Teil der Gruppe ein. Derjenige, der schon seit einiger Zeit außerhalb unseres Kollektivs agierte und sich zu einer neuen Initiative formierte, die die Errungenschaften, Kontakte und gemeinsame Arbeit von Dziewuchy Berlin nutzte.

Es wäre fair, wenn die wenigen Menschen, für die das Hauptziel von Dziewuchy Berlin (d.h. die Solidarität mit Polen und polnischen Frauen*) uninteressant ist, sich einfach für ihre Zeit in der Gruppe, für die Kontakte, die Möglichkeit, in den Medien aufzutreten und an Aktionen für Frauenrechte* in Berlin teilzunehmen, bedankten und in Würde gingen.

Aber sie, die, denen wir vertrauten, wählten eine andere Methode, um zu gehen und eine neue Initiative zu gründen – indem sie zunächst künstliche Konflikte, Erpressung, Anschuldigungen schufen, um auf den Errungenschaften anderer etwas Neues aufzubauen. Nämlich: Wir verloren den Zugang zu unseren Daten in den Gruppenfeeds auf Instagram und Twitter. Nach extrem unhöflicher und widerwärtiger Erpressung erklärten diese Personen, dass sie die Gruppe verlassen und diese 2 Social-Media-Kanäle mitnehmen würden, weil sie ein Recht darauf hätten (!). Passwörter, Emails und Telefonnummern wurden geändert. Alle Grafiken und Fotos aus den letzten Jahren, die wir eingefügt hatten oder auf denen andere Mitglieder waren, wurden entfernt. Natürlich gewannen unsere Kanäle nach den “Blutigen Wochen” eine riesige Menge an Followern und wurden zu einem “Leckerbissen”. Nachdem wir die Passwörter geändert und die Errungenschaften unserer Gruppe Dziewuchy in den Papierkorb geworfen hatten, war es an der Zeit, diese Accounts umzubenennen. Das heißt, die Errungenschaften von Dziewuchy Berlin wurden aus dem Instagram und Twitter Raum gelöscht.

Darüber hinaus wurden einige der kollektiven Gelder, die während der Airdrops gesammelt wurden, angeeignet. Einige der gemeinsamen Banner wurden angeeignet. All das ist Eigentum von Dziewuchy Berlin. Nicht eine einzelne Person oder zwei, weil sie Lust dazu haben.

Für diese Menschen ist Feminismus nur Slogans auf Transparenten. Es ist nur ein Mikrofon, eine Bühne und Schrei. Feminismus heißt aber auch, gemeinsam zu handeln und sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen. Respektlosigkeit, Beschimpfungen, Heuchelei, Lügen und eine solch verachtenswerte “Vereinnahmung” von Gemeingut war, ist und wird nicht Teil der Philosophie und Methodik von Dziewuchy Berlin sein.

Wir fühlen uns beraubt (weil wir es sind). Denn wir sind beraubt worden. Vor allem unseres Gefühls der Würde und der Tatsache, dass wir vertraut haben. Es war ein Irrtum. Wir haben so etwas nicht erwartet. Wir werden natürlich weiterhin aktiv sein, obwohl wir unseres Eigentums beraubt wurden, eines Teils unserer Arbeit, in die wir viel Zeit und Energie gesteckt haben.

Sicherlich wird es Verleumdungen und Verleumdungen über uns von denen geben, die uns verlassen haben. Wenn Sie unsere Seite der Geschichte wissen wollen oder wissen wollen, was wirklich passiert ist, kontaktieren Sie uns bitte.

Derzeit versuchen wir, den Zugang zum Account auf Instagram “Dziewuchy Berlin” und auf Twitter DziewuchyBerlin @DziewuchyBLN wiederherzustellen

Wir werden nicht aufgeben!

Dziewuchy Berlin
www.dziewuchyberlin.org

Poesie – Poetry – Poezja: Amanda Gorman

Po polsku na samym dole lub tu: Amanda Gorman
Auf Deutsch unter der Englischen Version

Amanda Gorman

The Hill We Climb

When day comes, we ask ourselves, where can we find light in this never-ending shade?
The loss we carry. A sea we must wade.
We braved the belly of the beast.
We’ve learned that quiet isn’t always peace, and the norms and notions of what “just” is isn’t always justice.
And yet the dawn is ours before we knew it.
Somehow we do it.
Somehow we weathered and witnessed a nation that isn’t broken, but simply unfinished.
We, the successors of a country and a time where a skinny Black girl descended from slaves and raised by a single mother can dream of becoming president, only to find herself reciting for one.
And, yes, we are far from polished, far from pristine, but that doesn’t mean we are striving to form a union that is perfect.
We are striving to forge our union with purpose.
To compose a country committed to all cultures, colors, characters and conditions of man.
And so we lift our gaze, not to what stands between us, but what stands before us.
We close the divide because we know to put our future first, we must first put our differences aside.
We lay down our arms so we can reach out our arms to one another.
We seek harm to none and harmony for all.
Let the globe, if nothing else, say this is true.
That even as we grieved, we grew.
That even as we hurt, we hoped.
That even as we tired, we tried.
That we’ll forever be tied together, victorious.
Not because we will never again know defeat, but because we will never again sow division.
Scripture tells us to envision that everyone shall sit under their own vine and fig tree, and no one shall make them afraid.
If we’re to live up to our own time, then victory won’t lie in the blade, but in all the bridges we’ve made.
That is the promise to glade, the hill we climb, if only we dare.
It’s because being American is more than a pride we inherit.It’s the past we step into and how we repair it.
We’ve seen a force that would shatter our nation, rather than share it.
Would destroy our country if it meant delaying democracy.
And this effort very nearly succeeded.
But while democracy can be periodically delayed, it can never be permanently defeated.
In this truth, in this faith we trust, for while we have our eyes on the future, history has its eyes on us.
This is the era of just redemption.
We feared at its inception.
We did not feel prepared to be the heirs of such a terrifying hour.
But within it we found the power to author a new chapter, to offer hope and laughter to ourselves.
So, while once we asked, how could we possibly prevail over catastrophe, now we assert, how could catastrophe possibly prevail over us?
We will not march back to what was, but move to what shall be: a country that is bruised but whole, benevolent but bold, fierce and free.
We will not be turned around or interrupted by intimidation because we know our inaction and inertia will be the inheritance of the next generation, become the future.
Our blunders become their burdens.
But one thing is certain.
If we merge mercy with might, and might with right, then love becomes our legacy and change our children’s birthright.
So let us leave behind a country better than the one we were left.
Every breath from my bronze-pounded chest, we will raise this wounded world into a wondrous one.
We will rise from the golden hills of the West.
We will rise from the windswept Northeast where our forefathers first realized revolution.
We will rise from the lake-rimmed cities of the Midwestern states.
We will rise from the sun-baked South.
We will rebuild, reconcile, and recover.
And every known nook of our nation and every corner called our country, our people diverse and beautiful, will emerge battered and beautiful.
When day comes, we step out of the shade of flame and unafraid.
The new dawn balloons as we free it.
For there is always light, if only we’re brave enough to see it.
If only we’re brave enough to be it.

Amanda Gorman made history Wednesday 21st of Jan 2021 when she became the youngest inaugural poet during President Joe Biden’s swearing-in ceremony in Washington.
The 22-year-old Los Angeles resident, youth poet laureate of Los Angeles, first national youth poet laureate and Harvard graduate was invited to speak at the event by First Lady Jill Biden, who had previously seen the poet do a reading at the Library of Congress.

Her work examines themes of race and racial justice in America. “We have to confront these realities if we’re going to move forward, so that’s also an important touchstone of the poem,” Gorman says. “There is space for grief and horror and hope and unity, and I also hope that there is a breath for joy in the poem, because I do think we have a lot to celebrate at this inauguration.” Gorman drew inspiration from the speeches of American leaders during other historic times of division, including Abraham Lincoln and the Rev. Martin Luther King Jr.

“Here’s to the women who have climbed my hills before,” Gorman tweeted.


Amanda Gorman

Der Hügel, den wir erklimmen

Wenn es Tag wird, fragen wir uns,
wo wir Licht zu finden vermögen, in diesem niemals endenden Schatten?
Den Verlust, den wir tragen,
ein Meer, das wir durchwaten müssen.
Wir haben dem Bauch der Bestie getrotzt.
Wir haben gelernt, dass Ruhe nicht immer Frieden bedeutet.
Und dass die Normen und Vorstellungen von dem, was gerade ist,
nicht immer Gerechtigkeit sind.
Und doch gehört die Morgendämmerung uns,
noch ehe wir es wussten.
Irgendwie schaffen wir es.
Irgendwie haben wir es überstanden und bezeugten
eine Nation, die nicht kaputt ist,
sondern einfach unvollendet.
Wir, die Nachfahren eines Landes und einer Zeit,
in der ein dünnes, schwarzes Mädchen,
das von Sklaven abstammt und von einer alleinerziehenden Mutter großgezogen wurde,
davon träumen kann, Präsidentin zu werden,
nur um sich selbst in einer Situation zu finden, in der sie für einen vorträgt.
Und ja, wir sind alles andere als lupenrein,
alles andere als makellos,
aber das bedeutet nicht, dass wir danach streben,
eine Gemeinschaft zu bilden, die perfekt ist.
Wir streben danach, eine Gemeinschaft zu schmieden, die ein Ziel hat.
Ein Land zu bilden, das sich allen Kulturen, Farben, Charakteren und menschlichen Lebensverhältnissen verpflichtet fühlt.
Und so richten wir unsere Blicke nicht auf das, was zwischen uns steht,
sondern auf das, was vor uns steht.
Wir schließen die Kluft, weil wir wissen, dass wir, um unsere Zukunft an erste Stelle zu setzen,
zuerst unsere Differenzen beiseitelegen müssen.
Wir legen unsere Waffen nieder,
damit wir unsere Arme
nacheinander ausstrecken können.
Wir wollen niemandem schaden und Harmonie für alle.
Lasst die Welt, wenn sonst auch sonst nichts, sagen, dass dies wahr ist:
Dass wir, selbst als wir trauerten, wuchsen
Dass wir, selbst als wir Schmerzen hatten, hofften
Dass wir, selbst als wir ermüdeten, es weiter versucht haben
Dass wir für immer verbunden sein werden, siegreich
Nicht weil wir nie wieder eine Niederlage erleben werden,
sondern weil wir nie wieder Spaltung säen werden.
Die Heilige Schrift sagt uns, dass wir uns vorstellen sollen,
dass jeder unter seinem eigenen Weinstock und Feigenbaum sitzen soll
und keiner ihnen Angst machen soll.
Falls wir unserer eigenen Zeit gerecht werden,
dann wird der Sieg nicht in der Klinge liegen,
sondern in all den Brücken, die wir gebaut haben.
Das ist das Versprechen:
Der Hügel, den wir erklimmen,
wenn wir uns nur wagen,
denn Amerikaner zu sein, ist mehr als ein Stolz, den wir erben,
es ist die Vergangenheit, in die wir treten,
und wie wir sie reparieren.
Wir haben eine Macht gesehen, die unsere Nation eher zerstören würde,
als sie zu heilen,
unser Land zu zerstören, wenn es dazu führe, Demokratie zu verzögern.
Und dieser Versuch war fast erfolgreich.
Doch auch wenn Demokratie von Zeit zu Zeit verzögert werden kann,
kann sie niemals dauerhaft besiegt werden.
In diese Wahrheit,
in diesem Glauben, vertrauen wir.
Denn obwohl wir unsere Augen auf die Zukunft richten,
hat die Geschichte ihre Augen auf uns gerichtet.
Dies ist die Ära gerechter Wiedergutmachung.
Wir fürchteten zu Beginn,
wir fühlten uns nicht bereit, Erben
einer solch schrecklichen Stunde zu sein,
doch in ihr fanden wir die Kraft,
ein neues Kapitel zu schreiben,
uns selbst Hoffnung und Lachen zu schenken.
Also während wir uns einst fragten,
wie wir jemals diese Katastrophe überstehen könnten,
fragen wir jetzt:
Wie könnte eine Katastrophe jemals uns überstehen?
Wir werden nicht zurück zu dem marschieren, was war,
sondern auf das zugehen, was sein wird.
Ein Land, das zwar verletzt, aber dennoch intakt ist,
gütig, aber kühn
wild und frei.
Wir werden uns nicht umdrehen
oder durch Einschüchterung unterbrechen lassen,
weil wir wissen, dass unsere Untätigkeit und Trägheit
das Erbe der nächsten Generation sein wird.
Unsere Fehler werden zu ihren Lasten.
Aber eines ist sicher:
Wenn wir Barmherzigkeit mit Macht verbinden
und Macht mit Recht,
dann wird Liebe unser Vermächtnis
und Veränderung das Geburtsrecht unserer Kinder.
Also lasst uns ein Land hinterlassen,
das besser ist als das, welches uns hinterlassen wurde.
Mit jedem Atemzug aus meiner bronzegegossenen Brust,
werden wir diese verwundete Welt in eine wundersame verwandeln.
Wir werden uns von den goldbeschienenen Hügeln des Westens erheben,
wir werden uns aus dem windgepeitschten Nordosten erheben,
in dem unsere Vorfahren zum ersten Mal die Revolution verwirklichten,
wir werden uns aus den von Seen gesäumten Städten des Mittleren Westens erheben,
wir werden uns aus dem sonnengebrannten Süden erheben,
wir werden wieder aufbauen, uns versöhnen und erholen,
und jeden bekannten Winkel unserer Nation und
jede Ecke, die unser Landes genannt wird.
Unser Volk, vielfältig und schön, wird aufstreben,
zerschunden und schön.
Wenn der Tag kommt, treten wir aus dem Schatten heraus,
entflammt und ohne Angst.
Die neue Morgendämmerung erblüht, wenn wir sie befreien.
Denn es gibt immer Licht,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sein.

Übersetzung genomen vom HIER (kein Mensch machte sich Mühe, den Übersetzer, die Übersetzerin zu nennen)

Bei Amtseinführungen von US-Präsidenten haben immer wieder Dichter und Schriftsteller Werke vorgetragen. Bei der Zeremonie des neuen US-Präsidenten trug die mit Abstand jüngste Poetin Amanda Gorman ein Gedicht vor, das viele Menschen bewegt. Die afroamerikanische Dichterin, Nachkome der Sklaven und Tochter einer alleinerziehenen Mutter, Amanda Gorman hat mit einem eindringlichen Aufruf zu Einigkeit und Versöhnung viele Menschen in der Welt berührt.

Die 1998 in Los Angeles geborene Gorman war 2017 von der US-Kongressbibliothek mit dem Titel “National Youth Poet Laureate” geehrt worden. Gorman gewann im Alter von 16 Jahren ihren ersten Lyrik-Preis. Sie war der heimliche Star bei Bidens Amtseinführung am 20. Januar 2021, als sie ein eigenes Gedicht vortrug: The Hill We Climb. Es handelt von den schweren Zeiten, die die USA durchgestanden haben und noch durchstehen müssen, vom Sturm von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol vor zwei Wochen – aber auch von Hoffnung für die Zukunft.

Wenn Gorman das Mindestalter erreicht, will sie, so sieht sie es heute, 2036 selbst bei der US-Präsidentschaftswahl kandidieren.


Amanda Gorman

Wzgórze, na które się wspinamy

Gdy nadejdzie dzień, zapytamy, gdzie znajdę światło w tym nie kończącym się cieniu?
Strata, którą niesiemy. Morze, przez które musimy przejść.
Zmierzyliśmy się z brzuchem bestii.
Nauczyliśmy się, że spokój nie zawsze oznacza pokój, a normy i paragrafy “prawa” nie zawsze znaczą sprawiedliwość.
A mimo to to do nas należy świt, nawet jeśli tego jeszcze nie wiemy.
Zrobimy to. Jakoś.
Jakoś powiemy nam wszystkim, że nie jesteśmy rozdarci, to tylko nasz świat nie został jeszcze ukończony.
My, spadkobiercy miejsca i czasu, gdzie chuda czarna dziewczynka, potomkini niewolników, wychowana przez samotną matkę
ma prawo marzyć o tym, że zostanie kiedyś prezydentem, skoro jednemu z nich może dziś wygłosić swój wiersz.
Ach, i tak nie jesteśmy wypolerowani i gładcy jak teflon, ale to nie znaczy, że chcemy zbudować jedność bez skazy i wad.
Nie. Chcemy stworzyć pakt i chcemy nadać mu sens.
Stworzyć kraj dla ludzi, kultur i kolorów, kondycji i kreacji.
Podnosimy wzrok, nie patrząc na to, co stoi między nami, lecz na to, co przed nami.
Nie chcemy dzielić, bo im bardziej zajmuje nas nasza przyszłość,
Tym bardziej musimy usunąć podziały.
Wyciągamy ręce, tak byśmy mogli nawzajem dotknąć naszych rąk.
Nie chcemy się odgradzać, chcemy się zgadzać.
I niech nasz świat to potwierdzi i nas w tym utwierdzi.
Bo nawet jeśli cierpimy, rośniemy.
Bo nawet jeśli płaczemy, nie tracimy nadziei.
Bo nawet jeśli próbujemy, próbujemy.
Nasze ja nas wiąże ze sobą, zwycięskich.
Nie dlatego że ominą nas klęski, ale bo nie chcemy już siać niezgody.
Chcemy wierzyć, że rację ma Pismo i że możemy siąść razem
Pod krzewem winnym i figą, i że nikt nam nie zagrozi.
Jeśli mamy żyć w zgodzie z naszym czasem, to nie zwyciężajmy nożem, lecz budując mosty.
Tam jest obiecana polana, wzgórze, na które się wspinamy, jeśli się tylko odważymy.
Ale też, żeby być Amerykanką, nie wystarczy, że odziedziczę dumę.
Bo wstępujemy w przeszłość próbując ją naprawić.
Widzieliśmy siły, które prędzej nas zniszczą niż podzielą.
Zniszczą, bo tym jest zaprzeczenie demokracji.
I prawie by się im udało.
I choć zdarzają się czasy, że demokracja się zatrzymuje, nikt nigdy nie zatrzyma jej na zawsze.
W tę prawdę i w tę wiarę wierzymy, spoglądamy w przyszłość, a historia nas osądzi.
To czas sprawiedliwego odkupienia.
Obawialiśmy się jego nadejścia.
Nie byliśmy się gotowi na dziedzictwo tak przerażającej godziny.
Ale mimo to znaleźliśmy siłę nowego początku, siłę nadziei i uśmiechu.
Tak więc, mimo iż pytaliśmy przecież, jak to w ogóle było możliwe,
teraz pytamy, jak mogliśmy w ogóle sądzić, że katastrofa nas pokona?
Nie zawrócimy, lecz pójdziemy do przodu: nasz kraj jest posiniaczony, lecz żyje, życzliwy, ale odważny, zaciekły i wolny.
Nie zawrócimy i nie damy się zastraszyć, bo wiemy, że jeśli nic nie zrobimy, nasi następcy odziedziczą tylko apatię i inercję.
Nasze błędy staną się ich ciężarem.
Ale jedno jest pewne.
Jeśli połączymy miłosierdzie z mocą, a moc z prawem, to zostanie po nas miłość i prawo pierworodnych.
Zostawmy ten kraj następnym lepszy, niż ten, który nam przypadł w udziale.
Każdy mój oddech to uderzenie dzwonu. Powstaniemy, zmienimy ten poraniony świat w cudowny.
Powstaniemy ze złotych wzgórz Zachodu.
Powstaniemy z owianych wichrem ziem Północnego Wschodu, gdzie nasi przodkowie po raz pierwszy pomyśleli rewolucję.
Powstaniemy z nadjeziornych miast Środkowego Zachodu.
Powstaniemy ze spieczonego słońcem Południa.
Odbudujemy, odrodzimy, odżyjemy.
Każdy kąt tego kraju, każdy krok, każdy dom, każdy człowiek tak inny i tak piękny, powstanie, poobijany, ale piękny.
Gdy nadejdzie dzień, nie lękając się wyjdziemy z cienia płomieni.
Wstanie świt.
Bo zawsze jest światło, jeśli tylko mamy odwagę je dostrzec.
Jeśli tylko mamy odwagę, by nim być.

Tłumaczyła Ewa Maria Slaska

Wystąpienie 22-letniej poetki Amandy Gorman było sensacją uroczystości zaprzysiężenia nowego prezydenta USA. Kim jest ta dziewczyna?

Zaczęła jako nastolatka od zgłaszania wierszy na małe, lokalne konkursy, szybko zdobyła uznanie i nagrody, między innymi Youth Poet Laureate of Los Angeles czy National Youth Poet Laureate. Pomysł, żeby to właśnie Amanda Gorman napisała tekst na uroczystość zaprzysiężenia powstał w głowie Jill Biden, która poznała jej wiersze cztery lata wcześniej, gdy młoda poetka czytała je w Kongresie.

Miesiąc przed uroczystością Gorman dostała trudne i odpowiedzialne zadanie – stworzyć wiersz, który odda trudną sytuację podziału społeczeństwa, a jednocześnie przyniesie nadzieję obu zwaśnionym stronom, wyznaczy perspektywę lepszej przyszłości.

Gorman pochodzi z Los Angeles, a w swojej twórczości podejmuje takie tematy jak wykluczenie społeczne, marginalizacja, feminizm i rasizm. Poetka zadebiutowała w 2015 roku tomikiem “Ten, któremu jedzenie nie wystarczy” (“The One for Whom Food Is Not Enough”). Wychowywana przez samotną matkę, Gorman jako dziecko zmagała się z zaburzeniami mowy i nadwrażliwością na dźwięk. W wywiadzie dla “The New York Times” przyznała, że była “dziwnym dzieckiem”, a jej ulubionymi zajęciami były czytanie i pisanie.

Reblog. Barataria. Josef Menčík.

Do publikacji podał Tabor Regresywny

Monia Dębowska

“Dziś prawdziwych rycerzy już nie ma… Ostatni zmarł w 1945 roku.

Nazywał się Josef Menčík. Zasłynął z brawurowej akcji, kiedy w 1938 roku samotnie wyjechał konno w pełnej zbroi rycerskiej i z halabardą przeciwko… nazistowskim czołgom. Niemcy nawet nie wystrzelili w jego kierunku, tylko popukali się w głowy, uznając, że to miejscowy głupek. Po chwili wahania ominęli go i przekroczyli granicę na szumawskiej Bučinie, rozpoczynając tym samym aneksję Czechosłowacji.

W 1911 roku spłonęła część twierdzy Dobrš. Josef Menčík odkupił zniszczony zamek od rodu Schwarzenbergów i rozpoczął jego odbudowę. Kolekcjonował średniowieczne pamiątki związane z rycerstwem, często nabywając je na czarnym rynku czy przemycając z Francji. Umieścił nawet w fosie drewnianego krokodyla dla przypomnienia żyjącego tam kiedyś prawdziwego, przywiezionego przez Kryštofa Koce z jednej z wypraw. Josef jeździł konno po okolicznych ziemiach ubrany w zbroję i próbował zainteresować młodzież historią i ideałami stanu rycerskiego. Do swojego zamku zapraszał wycieczki szkolne.

Czeski Don Kichot był wielkim pasjonatem historii średniowiecznej. Nazywanie go wariatem to raczej nadinterpretacja, bardziej pasuje tutaj określenie pierwszorzędny rekonstruktor i propagator cnót rycerskich. Odrzucał nowoczesne udogodnienia, takie jak choćby elektryczność, a jako oświetlenia w zamku używał świec i pochodni. Lokalna społeczność nazywała go “Fousatý táta” (“Brodaty Tata”) lub “Poslední rytíř” (“Ostatni rycerz”). Wśród miejscowych był znany ze szlachetności, honoru, odwagi, gościnności i uczynności. Słynął także z niekonwencjonalnych rytuałów przy spożywaniu posiłków. Przed wyjściem z karczmy zawsze połknął całego śledzia, popił szklanką rumu i głośno ryknął.
Josef Menčík mieszkał w swojej twierdzy do 1945 roku, kiedy to została znacjonalizowana. Zmarł kilka dni później, 19 listopada 1945 roku w wieku 75 lat, prawdopodobnie z powodu przysłowiowego złamanego serca.”

Oryginalny post na facebookowej grupie Historia bez spiny
Tabor Regresywny znalazł go już jako reblog na stronie facebookowej Regnum Barbaricum

Tam też znalazło się prawie 150 komentarzy, często gęsto nieważnych, ale nie zawsze. Bo np. Krzysztof Pochwicki napisał: “Konno z halabardą? Jako rekonstruktor nie popełniłby raczej takiego błędu. To nie jest broń do walki z końskiego grzbietu natomiast piechota używała jej skutecznie do ściągania rycerzy.”

Pod długiej dyskusji komentatorzy, biorąc w obronę czeskiego Don Kichota, domyślają się raczej błędu tłumacza, ale znawca nie popuszcza. To jednak, jego zdaniem, błąd samozwańczego rycerza, który zapewne nie miał pojęcia i był rycerzem nie znającym się na subtelnych odmianach rycerstwa. Doszukuje się “Nie pasuje mi też hełm tego pana. Nie widzę z boku, lecz wygląda mi to na morion, którego rycerstwo nie stosowało (chyba, że to kapalin, “ojciec” moriona). Zbroja, pas i miecz to też raczej swobodne traktowanie tematu. Podobnie krój kolczugi. Zresztą zakładanie płyt na kolczugę jest bez sensu. Chyba, że mamy tu do czynienia z połączeniem półpancerza z kolczugą, zabieg częsty w średniowieczu (później też, stosowany jeszcze u naszej husarii).” A jeszcze “u pasa ma rapier a nie miecz.”

Nie wiem. Na koniu wyglądał tak:

A autorka pisze, że na pewno w oryginale czeskim było użyte słowo halabarda.

Grudzień w ogrodzie

Aru's avatardziennik niecodzienny czyli krótko o...

Miesiące zimowe to w ogrodzie czas odpoczynku. Kiedy jednak zacznie się w niego wgłębiać można dostrzec kilka ciekawych rzeczy. Bardzo podoba mi się ten spokój. W sumie to trochę zazdroszczę roślinom, które mogą przespać tych kilka mało przyjemnych miesięcy, zwłaszcza kiedy za oknem taka szarówa z deszczem jak dziś.

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Piosenki i wiersze na grudzień

Piosenkę Ralpha Kaminskiego wybrali na dziś Konrad i Ewa Maria, wiersze nadesłały Ewa Karbowska – jej tegoroczny wiersz napisany w rocznicę wydarzeń grudniowych 1970 roku i Anna Dobrzyńska – wiersz anonimowy pt. Wigilia w stepie

Ralph Kaminski


Ewa Karbowska

KOLĘDA? – CO I BEZ ŚWIĄT?

– wszystkim dzielnym – a i Grażynce – Grażyna Orlińska
– zwłaszcza
/Jej w rewanżu za KOLĘDĘ BEZDOMNĄ/

kolęda – bez wiary?
dla młodszych, dla starych
co dłużej wytrzymać nie chcieli
*
chwycili transparent
by dzielić się darem
z rąk do rąk, bez kłamstw, po kolei
*
kolęda niedoli
na więcej pozwolić
nie mogła i umieć nie chciała
*
i solo i w tłumie
próbując zrozumieć
szła naprzód, choć trochę się bała
*
kolęda serdeczna
choć pozaświąteczna
znaczona protestu piorunem
*
szarpiąca za serca
na z gniewu kobiercach
na tego co przeciągnął strunę
*
kolęda ulicy
z nią znak błyskawicy
z modlitwą o godność w miłości
*
kolęda nadziei
że coś da się skleić
ulepszyć, dogadać, uprościć…
*
na płatach opłatka
gdzie córka i matka
szukają dla siebie ratunku
*
Bóg oczy odwraca?
ma wybór, czy kaca?
zostaje na posterunku?
*
wie, jeśli się nie da, to wojna i bieda
kryjąca ból
w lochach podziemi
*
w stajence? – jak Chrystus?
intencji, łez czystość
Królowie? – Ci Trzej? – jakby niemi…

17.12.2020

***


Jan Malczewski, Wigilia zesłańców

Wigilia w stepie

na melodię pieśni „Moja matko, ja wiem…”
śpiewanej przez Bernarda Ładysza
https://www.youtube.com/watch?v=e2yvjatUjpY

Dziki wiatr, dziki step, mroźna noc, w sercu trwoga.
Mróz w ziemiance, a śmierć kosi swój żniwny łan.
Stara matka różaniec wyszeptała na palcach do Boga,
Żeby łaskę nadziei w tę Noc Świętą dał.
Stara matka różaniec wyszeptała na palcach do Boga,
Żeby łaskę nadziei w tę Noc Świętą dał.

Tam daleko ten dom, gdzie opłatkiem się dzielą,
Gdzie wieczerza na stole i świerk pachnie w krąg.
A tu wśród nocnej ciszy, suchą kromką podzielą się wszyscy –
Garść obierzyn i wrzątku i nasion na ząb.
A tu wśród nocnej ciszy, suchą kromką podzielą się wszyscy –
Garść obierzyn i wrzątku i nasion na ząb.

Panno Święta, ja wiem, żeś Ty była uboga,
Że Król Herod Dzieciątko zatracić Twe chciał,
Jeśli w niebie nad stepem, jest okienko i droga do Boga –
To je wskaż i wytrwałość niezłomną nam daj!
Jeśli w niebie nad stepem, jest okienko i droga do Boga –
To je wskaż i wytrwałość niezłomną nam daj!