Bilder von Margarete Kubicka in der Hufeisensiedlung

1 KUBICKA Selbstbildnis1917

Margarete Kubicka, Selbstbildnis, 1917

Noch bis zum Sonntag, den 6. Dezember sind in der Berliner Hufeisensiedlung, entworfen vom bekannten Avantgardearchitekten, Bruno Taut, Bilder von Margarete Kubicka (1891-1984) zu sehen.

 

 

Die Hinterglasmalerei Weltenwanderer (1923) im expressionistisch-theosophischen Geist gehört dazu.

2 KUBICKA Weltenwanderer

Die Finissage
dieser sorgfältig vorbereiteten Schau
findet am 6. Dezember, um 15.00 Uhr
im Hufeisen-Café
Fritz-Reuter-Allee 44, 12-359 Berlin
statt

Lidia Głuchowska

Margarete Kubicka. Ihr Beitrag zur Herausbildung und Entwicklung der Gruppe Bunt (1917-1922), einer deutsch-polnischen Künstlervereinigung der Avantgarde

Sie war Ehefrau des polnischen Malers und Graphikers, Stanisław Kubick und die einzige Frau und die einzige Deutsche unter den Mitbegründern der Posener Gruppe „Bunt“ (Revolte), deren Hauptforum die Kunstzeitschrift Zdrój (Quelle) bildete.

Im März 1918 erschien in diesem Periodikum das Programmheft der Vereinigung, deren zweisprachige Name, sowohl auf Deutsch und Polnisch sinnbildhaft für ihr expressionistisches Programm steht.

Margarete Kubicka hat das einzige im Linolschnitt festgehaltene Dokument der Diskussionen im Zentrum des Posener Expressionismus, dem Gut von Jerzy Hulewicz in Koscianki bei Września/Wresen geschaffen, auf dem sie Mittels kubo-futuristischer Bildsprache den Gedankenaustausch von Stanisław Kubicki, Jerzy Hulewicz, seiner Ehefrau und sich selbst darstellte.

3 KUBICKA Bei Hulewicz

Margarete Kubicka, Bei Hulewicz, Linolschnitt , 1917, Zdrój Febr, 1918, II, Nr. 4

 Kubicka sorgte dafür, dass die Gruppe Kontakte zu internationalen Avantgardekreisen Berlins um die Zeitschrift Die Aktion knüpfte. Sie war auch hauptverantwortlich für die Organisation ihrer kollektiven Ausstellung in den Redaktionsräumen von Die Aktion im Juni 1918. Anlässlich davon erschien eine Sondernummer dieser Zeitschrift. Es folgten weitere Publikationen und Ausstellungen.

4 - 5- 6 Bunt

Ankündigung der Bunt-Ausstellung in den Redaktionsräumen von Die Aktion mit dem Linolschnitt von Margarete Kubicka Opfer

 Sie hat auch das internationale Profil der Zeitschrift Zdrój und ihre grafische Gestaltung in Anlehnung an die der Berliner Periodika Die Aktion und Der Sturm, geprägt, da sie Covers der Einzelhefte vom Juli und November 1918 und vom Gesamtband VI entworfen hat.

7-8-9 Kubicka

Stilistisch und kompositorisch souverän, beeinflusste ihr Werk das Schaffen ihrer Kollegen, Jerzy Hulewicz und Władysław Skotarek.

In der historischer Perspektive war es auch ihr Verdienst, dass sie die nach den vier „Bunt“-Ausstellungen in Berlin gebliebenen Werke ihrer Künstlerkollegen während des Zweiten Weltkriegs beschützte und für die Nachwelt rettete.

Diese bilden den Kern der Ausstellung Bunt –Expressionismus – Grenzübergreifende Avantgarde. Werkle aus der Berliner Sammlung von Prof. St. Karol Kubicki, deren letzte Schau in Wrocław (ehemals Breslau) parallel zur Ausstellung von Kubicka eröffnet wurde und noch bis zum 12. Dezember 2015 zu sehen ist.

SIEHE HIER

10 BUNT Expressionism Grenzuebergreifend 2 11 BUNT expressionismus Grenzuebergreifend BreslauMehr über das Leben und Werk der Künstlerin in:

  • Lidia Głuchowska, Avantgarde und Liebe. Margarete und Stanislaw Kubicki 1910-1945, Berlin 2007
  • Lidia Głuchowska (Hg,): Bunt – Ekspresjonizm – Transgraniczna awangarda. Prace z berlińskiej kolekcji prof. St. Karola Kubickiego / Bunt – Expressionismus – Grenzübergreifende Avantgarde. Werke aus der Berliner Sammlung von Prof. St. Karol Kubicki, Poznań: Muzeum Narodowe, 2015

sowie
in den Begleitheften zur Ausstellung im Hufeinsen-Café,
herausgegeben von der Anwohnerinitiative „Hufeisern gegen Rechts“

13 KUBICKA Hufeisen Cafe

12-14 lidia

Auszüge aus dem Referat von der Autorin gehalten am 29. November 2015 im Café in der Hufeisensiedlung

Adventssonntag beginnt am Samstag

Hans-Jürgen Moder

Weihnachtliche Holzschnitzkunst aus Polen in Magdeburg

Über 20 polnische Holzschnitzer zeigen derzeit ihre sinnenfrohen wie tiefsinnigen Kunstwerke, viele davon Unikate, in der Stadt am Elbestrom. Große Namen sind darunter, von Stanisław Apriasz, Adam und Eugeniusz Zegadło, Magdalena und Andrzej Wojtczak, über Józef Szypuła, Jan Mika, Stanisław Hołda bis zu Wojciech Oleksy und anderen. Das ist eine kleine Sensation.

Ohne den Magdeburger Sammler und Liebhaber naiver Kunst Hans Gieraths hätte ganz sicher keiner der Künstler und kaum eines der Stücke je den Weg nach Magdeburg gefunden.

Der Passion des pensionierten Theologen und seiner Ehefrau Edeltraud ist es zu danken, dass ihr beider jahrzehntelange Sammelleidenschaft aus Magdeburg ein Mekka polnischer naiver Schnitz- und Malkunst im Osten der Republik gemacht hat. Aus über Jahrzehnte gewachsenen Freundschaften sind inzwischen viele und vielbeachtete Ausstellungen entstanden.

Schnitzen ist in Polen ein jahrhundertealtes und immer noch sehr lebendiges Kunsthandwerk. In vielen Dörfern zwischen den Beskiden und den Bieszczady trifft man auf Holzschnitzer. Weit über tausend Menschen sollen es noch sein. Die Berufskünstler sind vor allem im Verband der Volkskünstler organisiert. Die Laienkünstler aber leben überwiegend in abgelegenen Dörfern.

Was dort entsteht, ist selten ein Serienprodukt, sondern oft noch unverwechselbarer Individualstil. Naive Kunst eben, entstanden und verstanden als Kunst des Einzelnen und Ausdruck unkomplizierter, vereinfachter Darstellung. Der Künstler öffnet uns auf der Suche nach dem unverdorbenen Ursprünglichen sein Herz und seine Seele.

Wer darauf neugierig ist, wird im Allee-Center Magdeburg bis zum 24.12.2015 viele Entdeckungen machen können. Die dort gezeigten Kunstwerke sprechen mit uns. Ihre Botschaften lassen sich entschlüsseln: Mit dem Strom – gegen den Strom; Hoffnung und Zuversicht; Flucht und Zuflucht. Das, was uns nicht nur in der dunklen Jahreszeit, sondern über’s Jahr hinaus bewegen sollte.

schnitzkunst_alleecenter_besucher

Übrigens lässt sich ab 3.Dezember Stanisław Apriasz aus Grybów beim Schnitzen im Allee-Center über die Schulter schauen. Eine seiner Besonderheiten: Alle Skulpturen sind aus einem Stück Holz geschnitzt.

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Das Magdeburger Allee-Center liegt an der Hauptverkehrsachse Ernst-Reuter-Allee/Breiter Weg. Das Allee-Center ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Von Haupt- bzw. Busbahnhof sind es zu Fuß knapp 10 Minuten.

Zum Nachlesen

Naive Kunst in Magdeburg. Blogspot von Hans Gieraths, Kunstsammler

Privatmuseum der polnischen Volkskunst von Prof. Marian Pokropek. Er gilt als bester Kenner polnischer naiver Kunst

Museum Bielsko-Biała. Exzellente Volkskunstsammlungen

Museum Żywiec. Bedeutende ethnologische Abteilung und Sammlung naiver Kunst

Volkskunstmuseum Paszyn. Einzigartige sakrale und volkstümliche Schnitzkunst aus der Region Nowy Sącz |

Volkskünstler und Holzschnitzer Stanisław Apriasz

Allpolnischer Verband der Volkskünstler

Galerie der Volkskunst

Internetportal Volkskunst

Allee-Center Magdeburg

Fotos:

Alle von der Netzseite Herrn Gieraths, also sein Copyright.

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Und dazu eine kleine Zugabe aus Berlin:

Betlehem

Exhibition “Bunt” – Expressionism – Transborder Avant-Garde in Wrocław

Bunt-Plakat-WroclawDr Lidia Głuchowska

Opening today:

November, 26th, 2015, 5 pm
Dolnośląskie Centrum Fotografii “Domek Romański”, Wrocław

Press PO POLSKU Gazeta Wyborcza Wrocław
Radio PO POLSKU POSLUCHAJ

 

2 Bunt Transborder Avant Garde

Arrangement with the posters of the first “Bunt” exhibition in Poznań in 1918 and the last one, in Berlin, 1922

The Wrocław edition of the exhibition Bunt – Expressionism – Transborder Avant-Garde. Artpieces from the Berlin Collection of Prof. Stanisław Karol Kubicki is a closing event of the touring display of donated art which includes exhibitions in essential pre-war centers of expressionism and the development of graphic arts. So far it has been shown in Poznań, Bydgoszcz and Dresden. It was organized to honour the donation received by the Leon Wyczółkowski Regional Museum in Bydgoszcz and the National Museum in Poznań from Professor Stanisław Karol Kubicki, son of the Polish-German avant-garde artists Margarete and Stanisław Kubicki.

About these tourning exhibition we already have written here, here, here, here, here and at many other places – just look in the index or searching.

The exhibition finale on 12 December 2015 will be connected with the aid of four bilingual publications accompanying the exhibition, among them the book by the curator, Lidia Głuchowska, Stanisław Kubicki – in transitu. Poeta tłumaczy sam siebie / Ein Poet überestzt sich selbst, and the premiere screening of a documentary-artistic film Bunt – Re-visions showing the entire tournée.

3 Bunt printsExhibition ”Bunt” – Expressionism – Transborder Avant-garde: prints of the group “Bunt”

The core of the exhibition consists of prints, drawings and pastels created by members of the artistic association from Poznań known as Bunt (“Revolt”), focused around the Poznań magazine Zdrój (1917-1922).

Margarete and Stanisław Kubicki, the co-founders of the group, began its cooperation with Polish and foreign galleries as well as such magazines as Die Aktion and Der Sturm from Berlin. The exhibit also includes works by other members of the group: Jerzy Hulewicz, Władysław Skotarek, Stefan Szmaj, Jan Jerzy Wroniecki and Jan Panieński. Proceeding the donation, the prints and drawings had remained abroad since the “Bunt” exhibitions in Berlin (1918-1922).

4 Bunt Szmaj

Linocuts by Stefan Szmaj

In Wroclaw it should be especially mentioned, that the first expressionist linocuts of the “Bunt” circle, among them The Tower of Babel from the poster of its first exhibition, were created by Stanisław Kubicki in Schömberg/ Chełmsko Śląskie, Silesia.

5 Kubicki Silesia linocuts

The Silesian linocuts by Stanisław Kubicki, among them The Tower of Babel

Logo of the exhibition is the linocut by Andrzej Bobrowski Transformation M/S. Just as the artists of the “Bunt” never create a group portrait, Margaret and Stanisław Kubicki never did a portrait of themselves as a couple.

2 BUNT Bobrowski A, Transformation M_S project, 2015a jpgThe linocut by Andrzej Bobrowski Transformation M/S [Transformation M(argarete)/ S(tanisław)] refers to the self-portrait of Margarete Kubicka from 1917 and the Self-portrait IV of her husband which was not preserved but is only known from the publications of Zdrój and Die Aktion magazines in 1918. This contemporary work of graphic art of a hybrid and panoramic composition in a form that refers to the banner is a reflection on the creative and personal relationship of the Kubickis. It is also a reflection on the passing of time and the details of artistic biographies receding in group memory, but also on group identity and the lack of integrity of an artifact in the epoch of its technical reproduction.

7 Bunt Flyer i PryenikaniePart of the presentation Flyer: print by Małgorzata EtBER Warlikowska and the installation Interference – Re-Integration by Karolina Ludwiczak and Marcin Stachowiak

The exhibition of these works created towards the end of World War I and shortly after is accompanied by the contemporary artistic projects: Refleks [Reflex, 2014-2015], Ulotka [Flyer] and Ich 7 [They 7, 2015], inspired by the art and ideology of “Bunt” and created by contemporary graphic artists from Poznań and Wrocław and a sculptor, Małgorzata Kopczyńska. The latter’s participation is a symbolic allusion to August Zamoyski, who was also a sculptor and a member of the Expressionist group from Poznań. In addition to works on paper, sculptures and documentary photography, the exhibition includes artistic films and a monumental glass installation Przenikanie [Interference – Re-Integration, 2015].

The contemporary artistic presentations demonstrate the stylistic and ideological influence of “Bunt” on the works of present-day artists, especially to its idea of critical art, and constitute a symbolic artistic response to the donation of works from Germany. Expressionist inspirations are particularly evident in the social involvement of the installations; the artworks unmask rigid conventions, instances of provincialism and xenophobia, combat the idealization of reality and the reinforcement of socio-political hypocrisy by the media as well as the limitations imposed on citizens by institutions.

The distribution of art through public media, a practice to which Reflex and Flyer also refer, was one of the typical modes of expression used by “Bunt” and other artists of the pre-war European avant-garde. The primary media used at that time were art books and political leaflets with informative and propaganda content. Distributed at rallies, they reinforced the message of artistic manifestos and supported the ideas of social and political emancipation.

The installation Przenikanie makes one understand the paradox related to the technique used to create it. The artifact made by Ludwiczak and Stachowiak is an example of a peculiar interdisciplinary game – the work they created is partly fine art and not a print on a flat screen. That way they also refer to the relief nature of linocut slabs out of which the Kubickis printed their images of themselves.

8 Bunt Ich 7

Presentation They 7: Prints by Jacek Szewczyk, Przemysław Tyszkiewicz and Agata Gertchen

The presentation They 7 concerns works of a larger format, programmatically and technologically inspired by “Bunt” traditions, executed by an informal group of seven artists. The works demonstrate the timelessness of avant-garde ideas and aesthetics as well as their potential for reinterpretation. The name of the project (containing the word ich, meaning “they” in Polish and “I” in German) echoes the bilingual name of “Bunt” (“Revolt”, “rebellion” in Polish, “colourful” in German), which reflected the supranational nature of Expressionist ideology.

9 Bunt Ich 7

Presentation They 7 corresponding with the architecture and life of Wroclaw. From left to the right: prints by Andrzej Bobrowski, Przemysław Tyszkiewicz and Agata Gertchen.

 The scale of the objects of the presentation They 7 similar to the installation Przenikanie. Significantly larger than the ones from the time of the classic avant-garde, is supposed to epitomise for the viewers a change of status and the recipient paradigm. In the times of “Bunt”, graphic art was reproduced in magazines which were the main media of international artistic exchange. Today the art, which is often exhibited in large formats, has gained autonomy and dominated the contemporary iconosphere.

10 Bunt ich 7

Presentation They 7 corresponding with the architecture and life of Wroclaw. From left to the right: prints by Piotr Szurek and Przemysław Tyszkiewicz

The artists of “Bunt” in their operations considered both the national and transnational perspective, constructing our network of artistic contacts from amongst all the Polish artistic groups of that time.

There are not many documents of the international cooperation between the members of the group and other artistic associations, even though the pages of Zdrój [Source] magazine, co-created by “Bunt” artists, are proof of their relationships with creative communities not only in Germany, which is widely known, but also in France, Belgium, Italy, Russia, the Czech Republic, Iceland and even India.

11 Bunt Fotos

The impressive impact of the inter-partition and international exhibitions and publishing initiatives of these artists were also documented in their personal correspondence and some photos.

The photographic re-creation of one of the Expressionist linocuts printed in Zdrój (and Die Aktion), the Self-portrait of Stanisław Kubicki from 1918 shot by Berlin ex-Dadaist Raoul Hausmann, shows an expert use of light and shadow. Although Hausmann went on to inspire the camera masters of his time, none of them documented his meetings with Kazimierz Malewicz, the theoretician of Suprematism. The a bis z magazine is the only evidence of their discussions on the internal contradictions in proletarian art. A memento mori of the fascist period is formed from the photographs proving the existence of works condemned to erasure from official artistic life and the collective memory as part of the campaign to banish “degenerate art”. These include photographs documenting such avant-garde works as the sculptures Female torso by Otto Krischer or Mother and child by Pola Lindenfeld, destroyed by the SA and SS during searches conducted in the Berlin home of Margarete and Stanisław Kubicki.

9 Kubicki Pilsudski

Stanisław Kubicki, “In memoriam” (1935–1939) statue of Józef Piłsudski and the legionaries from the “Kobylepole group” who died in 1919–1920. The monument was located in the park of the palace of Count Stanisław Mycielski in Kobylepole, destroyed in the 1940s., postcard from the 1930s

Other photographs call back from oblivion the forgotten Eternal Remembrance memorial to Józef Piłsudski and his legions, erected in the suburbs of Poznań. It was the only commissioned work of Stanisław Kubicki showing classicist influences and a testament to the widespread cult of Marshal Piłsudski in 1934 in the face of the growing power of Soviet and fascist totalitarianism, but also the fascination of the Zdrój artistic community with the idea of Polish unification in the spirit of the Jagiellonian union, a concept dating back to the days of World War I.

The photographs provide a commentary on the history of transborder contacts and the patriotic fascinations of “Bunt” members. Despite their lack of objectivity and poor state of preservation, they clearly demonstrate the artists’ ambivalent attitude, fluctuating between approval of the “new Polish state” and enthusiasm for the utopian avant-garde idea of a “new international community”.

13 Przenikanie i Ulotka

Installation Interference – Re-Integration by Karolina Ludwiczak and Marcin Stachowiak and the part of the presentation Flyer. To be seen are prints and drawings by Zuzanna Dyrda and Jacek Szewczyk

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Initiator/curator of the tour
: Lidia Głuchowska
Financial support: Foundation for Polish-German Cooperation
XXXXXXXXXXXXXXISamorząd Województwa Dolnośląskiego

Patronage:                 International Print Triennial Society in XXXXXXXXXXXXXX Kraków
XXXXXXXXXXXXXXiWilly Brandt Center for German and XXXXXXXXXXXXXXiEuropean Studies at the University of xxxxxxxxxxxxxxxxxiWrocław

Showings of the exhibition:
National Museum in Poznań – 19.04-31.05.2015
Leon Wyczółkowski Regional Museum in Bydgoszcz – 25.06-23.08.2015
Kraszewski Museum (Museen der Stadt Dresden) in Dresden – 4.09-8.11.2015
“Roman House” Lower Silesian Photography Centre in Wrocław – 19.11-12.12.2015

Organizers:

Centre for Culture and Art in Wrocław, as part iof the Lower Silesian Art Festival

National Museum in Poznań

Leon Wyczółkowski Regional Museum in Bydgoszcz

Kraszewski Museum (Museen der Stadt Dresden) in Dresden

Reflex and Flyer curator: Maciej Kurak
Flyer coordinator in Wrocław: Jacek Szewczyk, Małgorzata ET BER Warlikowska

They 7 (graphic art and sculpture) curator: Lidia Głuchowska

Installation Interference – Re-Integration: Karolina Ludwiczak and Marcin Stachowiak

Artistic-documentary film: Lidia Głuchowska, Anna Kraśko

Tour logo:               Andrzej Bobrowski, Transformation M/S – project, linocut, 2015

Partners:

University of Arts in Poznań, Faculty of Graphic Arts and Visual Communications

Academy of Art and Design in Wrocław, Faculty of Graphic and Art of Media
University of Zielona Góra, Faculty of Arts, Institute of Visual Arts

Wroclaw Good Books Fair

“Roman House” Lower Silesian Photography Centre in Wroclaw

Rarytas Foundation, Poznań
”Zachęta“, Greater Poland Society for the Encouragement of the Fine Arts

 Photos by Lidia Głuchowska and Olga Nazarkiewicz

Ta Głuchowska ostatnio to tylko o sztuce…

Były czasy, że Lidia Głuchowska miała czas i donosiła na przykład o wystawianiu kanap na trawniki, o ciastkach z Krzykiem Muncha lub o zupie z opieniek, ale ostatnio to już nic, tylko ta sztuka. Dziś grafika, ten gatunek sztuki, który wywołuje u mnie poczucie niespełnionej tęsknoty. Moja mama, Irena Kuran-Bogucka, była graficzką, wyrastałam więc w świecie pełnym takich słów jak “drzeworyt” i “linoryt”, rzadziej “zupa” i “drugie danie”, a nigdy “konfitura” czy “sernik”. Jako dziecko mogłam być z takiej sytuacji niezadowolona, jako dorosła kobieta, kiedy sama zrobię i zupę, i konfiturę, tęsknię za grafiką, za akwatintą, akwafortą, sztychem, suchą igłą...

plakat1

Lidia Głuchowska

Graficzna Retrospektywa w Zielonej Górze

Jeszcze do końca roku w Zielonej Górze zobaczyć można zorganizowaną w ramach programu towarzyszącego Międzynarodowemu Triennale Grafiki w Krakowie wystawę Retrospektywa Zakładu Grafiki Instytutu Sztuk Wizualnych Uniwersytetu Zielonogórskiego. Prezentuje ona dokonania 17 grafików dawniej i dziś związanych z tym ośrodkiem.

retrospektywaa (1)Plakat zapowiadający pokaz filmu dokumentacyjno-artystycznego Bunt – Re-wizja i widok na wnętrze ekspozycji Retrospektywa. Na pierwszym planie prace Andrzeja Bobrowskiego i Katarzyny Dziuby.

Ekspozycji towarzyszy pokaz filmu dokumentacyjno-arystycznego Bunt – Re-wizja Lidii Głuchowskiej i Anny Kraśko na temat międzynarodowego tournée wystawy donacyjnej Bunt – Ekspresjonizm – Transgraniczna awangarda. Prace z berlińskiej kolekcji prof. St. Karola Kubickiego w Poznaniu, Bydgoszczy, Dreźnie i Wrocławiu, także włączonego do Triennale Grafiki.

retrospektywaa (2)Galeria Biblioteki Uniwersyteckiej, Zielona Góra, wernisaż w dniu 23.10.2015

Wśród wystawionych prac, w aranżacji korespondującej z pejzażem i architekturą za oknem Galerii Biblioteki Uniwersyteckiej, znalazła się m.in. praca Studium PO. XIV (1980–1983, autooffset), którą pozostawił po sobie Wielki Nieobecny – nestor zielonogórskiego (choć nie tylko) środowiska grafików – Jan Berdyszak, artysta, który z równą maestrią wypowiadał się o rysunku, malarstwie, grafice, fotografii, rzeźbie i szeroko rozumianej instalacji czy scenografii.

Z jego holistycznym pojmowaniem grafiki korespondują twórczość i refleksja teoretyczna Andrzeja Bobrowskiego, który, zwłaszcza w ostatnich swych pracach, koncentruje się nie tylko na aplikowaniu na płaszczyznę symbolicznych form, lecz i w równym stopniu na zacieraniu, zakrywaniu ich, zdzieraniu warstw farby i papieru, redukcji materialnej warstwy dzieła, obnażaniu śladów uczuć. Proces ten ma, jak można sądzić, charakter puryfikacyjny, katarktyczny.

retrospektywaaJan Berdyszak, Studium PO. XIV, 1980-1983 (autooffset)

Andrzeja Bobrowskiego absorbuje tło postrzegane jako horror vacui. Odwracając relacje obwiązujące w sformalizowanym systemie dystrybucji grafiki, czyni on rozróżnienie między chronioną jak sacrum matrycą a odbitką, którą można w eksperymentalny sposób opracowywać, kształtując w sposób równie strukturalny jak wyjściową płytę, aż do okaleczenia powierzchi, przebicia się przez nią na zewnątrz, do rzeczywistości – poza płaszczyznę estetycznego artefaktu.

Także inni artyści omawianego kręgu w swych pracach koncentrują się na odkrywaniu konwencjonalności znaczeń. Pismo i graficzny zapis słów są przedmiotem studiów Radosława Czarkowskiego i Mirosława Gugały, którzy analizując i eksponując formę graficznego zapisu określonych pojęć, jednocześnie wskazują na nieoczekiwane sensy ukryte za tym, co w komunikacie najbardziej oczywiste. Semantycznie istotna jest przy tym skala objektów. Dla Radosława Czarkowskiego jego aktualne prace, układające się w cykl, odnoszący się do do takich pojęć jak Jesus, Wiedzieć – Widzieć, Gastarbeiter, Learn, Love – Hope – Pain, są logiczną konsekwencją wcześniejszych realizacji w różnych mediach rysunku czy malarstwie. Przyznaje jednak, że kreują one odmienną sytuację odbiorczą. Aktualnie tworzone murale wykluczają bowiem subtelność kameralnego przekazu, jak można uzyskać przy zastosowaniu tradycyjnych technik graficznych. Także Mirosław Gugała na wielu poziomach, nie tylko w liternictwie, lecz i w układach gwiazd, dostrzega graficzne konstelacje, skłaniające do interpretacji własnej roli w kosmosie i otaczającym systemie komunikacyjnym.

4 Andrzejewski Czarkowski Na pierwszym planie druki cyfrowe Pawła Andrzejewskiego i Radosława Czarkowskiego, na drugim akwaforty Maryny Mazur i linoryt Witolda Michorzewskiego             

5 Abstro-Typo-Filia-I

Abstro – Typo – Filia – I, 2012 (litografia, serigrafia, perforacja)

Retrospektywa Zakładu Grafiki ukazuje obok siebie prace bardzo różnorodne. Są tu zarówno pełne humoru i celnej obserwacji prace w technikach eksperymentalnych Wojciecha Müllera, jak i twórczość plakatowa Witolda Michorzewskiego – nowoczesna i staroświecka zarazem, bo z jednej strony awangardowo kwestionująca kanon estetyczny, a z drugiej wprzęgnięta w służbę (pozytywistycznej) reformy rzeczywistości.

Trudno też szukać analogii między onirycznymi i emanującymi aurą groteski dziełami Tadeusza Jackowskiego a antropocentrycznym, tworzonym na zasadzie fragmentaryzacji wizerunkiem dłoni autorstwa Izabelli Gustowskiej, już poprzez sugestywnie czerwone tło ewokującym ciepło i sensualizm.

6 Gustowska Mueller

Prace graficzne Izabelli Gustowskiej i Wojciecha Müllera

Barwa jest siłą i głównym środkiem wyrazu realizowanego przez Katarzynę Dziubę od 2012 roku cyklu Processing, w którym konstytutywną rolę odgrywa jednak i światło, istotne już w jej wcześniejszych pracach, wykonanych w technikach litografii i algrafii. W tych wielkoformatowych drukach pigmentowych uporczywie powtarza się motyw przenikających się pulsarów, ich nieregularnego rytmu i kontynuacyjności – niedawno jeszcze utrzymanych w optymistycznych i harmonijnych, neonowych barwach, teraz atakujących dramatycznym kontrastem czerwieni, czerni i bieli. Jak Katarzyna Dziuba porzuciła swe dawniej preferowane techniki dla druku cyfrowego, tak i Grzegorz Nowicki „zdradził” dla niego i dla offsetu bardziej kameralną serigrafię. Nowicki zderza monochromatyczne rejestracje pejzażu i „górskie krajobrazy” przypadkowych struktur pomiętego papieru z geometrycznymi formami, znakami z innego całkiem supra-porządku.

7 Jackowski NowickiWklęsłodruk Tadeusza Jackowskiego i druk cyfrowy Grzegorza Nowickiego

Znakowość świadomie destylowana z fotograficznych obrazów jest też cechą prac dwóch grafików odwołujących się do ikonosfery socrealizmu – Stefana Ficnera i Pawła Andrzejewskiego. Obaj traktują ją z nieukrywaną nostalgią, ukazując ją jednak z odmienną intencją.  W litograficznym cyklu Hołobutów (2015) Ficner podejmuje grę z kodem wizualnym stosowanym przez polityczną propagandę. Andrzejewski, sięgając po tę samą technikę i po druk cyfrowy, od lat tworzy hommage dla ikony PRLu – poczciwej syrenki, wydobywając z powierzchni papieru niemal haptyczny urok rdzy socrealizmu, w nowszych pracach kreując jednak uniwersalne symbole niemal na miarę pittura metafisica.

8 FINCNER 5

Stefan Ficner, Hołobutów V, 2015 (litografia, cynkografia)
(część tej pracy była jedną z ulotek, eksponowaną na prezentacji towarzyszącej wystawie „Bunt” – Ekspresjonizm – Transgraniczna awangarda w Poznaniu, Bydgoszczy, Dreźnie i Wrocławiu)

Podobna nostalgia, zaklęta w wyblakłych fotografiach, emanuje także z cyklu Garda Maryny Mazur (akwatinta 2015). Niepokojąca narracja i migotliwie poetycka aura tych druków uwodzą tak bardzo, że trudno uwierzyć, iż ich powstanie poprzedzał mozół pokonywania ograniczeń tworzywa.

9 Mazur Garda

Dwa wklęsłodruki Maryny Mazur z serii Garda, 2014 (akwatinta)

Do żmudnego manualnego procesu w swych rysunkach tuszem sięga także Piotr Czech. Zaangażowanie emocjonalne w kreowanie „osobnego świata” uniwersum tajemniczych szufladek i labiryntu drobiazgowości, skoncentrowanego na niewielkiej powierzchni, to mniej znana strona jego dokonań, gdyż w swej codziennej praktyce twórczej czy dydaktycznej docenia i wykorzystuje raczej walory miksowania tradycyjnych technik z cyfrowymi, co służy profesjonalizacji grafiki projektowej, którą się zajmuje.

10 Czech tuszRysunki tuszem Piotra Czecha z lat 2010-2014     

Wizytówka stylu Tadeusza Piskorskiego to syntetyczne komunikaty wizualne zawarte w nagradzanych wielokrotnie w kraju i za granicą plakatach, takich jak prezentowany na wystawie zabawny Oktoberfest. Z kolei próbą kunsztu Jacka Papli są publikacje oficyny Wydawniczej Uniwersytetu Zielonogórskiego, wśród których klarowna i wyrazista okładka książki Jazz w kulturze polskiej poświadcza także współpracę muzyków i plastyków Wydziału Artystycznego.

11 Piskorski-pion12 Papla Jazz-pion

Projekt okładki – Jacek Papla i plakat Tadeusza Piskorskiego

 

O sile prac jednego z najbardziej wiernych swej technice i tematowi twórców – Piotra Szurka – stanowi misterna precyzja. Ograniczenie formalne i stałość inspiracji są dla niego wyzwaniem i drogą ku perfekcji. Tym, co zadziwia u twórcy od lat uporczywie studiującego własną fizjonomię, jest nagłe antyklasyczne rozdwojenie wizerunku i dysonans – płaski pas czerni ze śladami kropel (krwi? łez?) rozdzielający lustrzane odbicia niezliczone już razy uwiecznianej twarzy – tej samej, lecz nie takiej samej.
Aż się prosi, żeby zobaczyć w tej pracy metaforę środowiska artystycznego, które reprezentuje widziane przed dekadą i dziś.

13szurek-autoportretPiotr Szurek, Autoportret, 2015 (akwatinta, sucha igła)

Graficzna retrospektywa roku 2015 w Zielonej Górze nie jest zamknięciem, lecz raczej znakiem (auto) refleksji jej twórców in statu nascendi. Trwały symbol ich dorobku to z pewnością Artoteka Biblioteki Sztuki, od 2001 roku, tworzona przede wszystkim przez doktor Janinę Wallis. Interesującym dokumentem są też katalogi wystaw zbiorowych Zakładu Grafiki, istotny znak dokonań artysty-edytora, Jacka Papli.

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Wystawa Retrospektywa Zakładu Grafiki Instytutu Sztuk Wizualnych Uniwersytetu Zielonogórskiego w ramach programu towarzyszącego Międzynarodowemu Triennale Grafiki w Krakowie. Galeria Biblioteki Uniwersytetu Zielonogórskiego

23.10.-31.12.2015

Kuratorzy: Janina Wallis, Andrzej Bobrowski
Współpraca kuratorska: Lidia Głuchowska, Małgorzata Skrzypczak
Katalog: Lidia Głuchowska, Janina Wallis; noty biograficzne: Małgorzata Skrzypczak

Zdjęcia pierwsze i ostatnie: Zaproszenie na wystawę Retrospektywa Zakładu Grafiki Instytutu Sztuk Wizualnych Uniwersytetu Zielonogórskiego, projekt: Jacek Papla, motyw tytułowy: Nina Stefaniak

Margarete Kubicka in der Hufeisensiedlung

Am Sonntag, den 15. November wird in der Berliner Hufeisensiedlung, erbaut 1926 vom avantgardistischen Architekten, Bruno Taut, eine Werkschau der Berliner Künstlerin, Margarete Kubicka eröffnet. Wenn sie auch häufig als Expressionistin bezeichnet wird, da sie der polnischen Gruppe Bunt (Revolte) angehörte, trägt ihr frühes grafisches Werk eher kubo-futuristische Züge. Ihre Stärke, neben dem Linolschnitt, waren die leuchtenden Aquarellen, die sie gerne in die Serien gesammelt hat und die of eine Art Geschichte erzählen.

Einige ihrer Werke gehören der Berlinischen Galerie, darunter die Folge, Drei Sprünge des Wan Lung zum gleichnamigen Roman von Alfred Döblin.

Begleitend zur Ausstellung finden Sonderveranstaltungen statt, darunter ein Interview mit dem Sohn der Künstlerin, Mitbegründer der Freien Universität, St. Karol Kubicki sowie zwei kunstgeschichtlichen Vorträge.

Im Namen der Organisatoren, denen wir zu diesen Initiative auch gratulieren, laden wir Sie herzlich ein.

Mehr über das Leben und Werk der Künstlerin in:

Lidia Głuchowska, Avantgarde und Liebe. Margarete und Stanislaw Kubicki 1910-1945, Berlin 2007.

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Margarete Kubicka, Hommage à Kubicki: Stanislaw Kubicki, der Agitator, 1924, Aquarell, Privatbesitz

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Margarete Kubicka, Neukölln: Bau der U-Bahn-Überführung 3, Linolschnitt, 1928, Privatbesitz

Für die Reproduktionsgenehmigung danken wir Herrn Prof. St. Karol Kubicki

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Finissage

Lidia Głuchowska

Bunt, internationaler Expressionismus und die avantgardistische „Neue Welt“ – Finissage und Buchpräsentation im Kraszewski-Museum, Dresden

Sonntag, 8. November um 15.00 Uhr

Nur noch wenige Tage ist im Kraszewski-Museum, Dresden die Ausstellung Bunt – Expressionismus – Grenzübergreifende Avantgarde. Werke aus der Berliner Sammlung von prof. St. Karol Kubicki zu sehen.

Ab dem 26. November wird sie noch in Wrocław gezeigt.

Anlässlich der Finissage findet im Kraszewski-Museum, Dresden Vortrag und Führung von Dr. Lidia Głuchowska sowie die Präsentation der Begleitpublikation zur Ausstellung

10 Gluchowska Poet in TransituAuch wenn Expressionismus zumeist als eine „deutsche“ Stilrichtung bezeichnet wird, war der Radius seiner Wirkung durchaus viel breiter. Im Grunde entfaltete er sich international mit jeweils spezifischen lokalen Ausprägungen, häufig folkloristisch gefärbt, und verlieh der Idee der „neuen Staaten“ Ausdruck, die nach dem Ersten Weltkrieg entstanden war.

1a Gluchowska BuntKuratorin der Ausstellung und Autorin vor der Dokumentation der internationalen Vernetzung der Gruppe Bunt, Kraszewski-Museum, Dresden.

Foto: Mariola Nehrebecka

Das expressionistische Universum erstreckte sich von Skandinavien bis zum Balkan. Sein wichtigstes Zentrum in Polen wurde Poznań/Posen, wo die literarisch-künstlerische Gruppe Bunt (Revolte) und die Zeitschrift Zdrój (Quelle – 1917-1922) entstanden sind.

Der Sohn ihrer zweier Mitbegründer, eines deutsch-polnischen Künstlerpaares, Margarete und Stanisław Kubicki, hat sich entschieden, Werke der Posener Künstlervereinigung die nach ihren Berliner Ausstellungen in den Jahren 1918-1922 in der Sammlung seinen Eltern verblieben sind, den polnischen Museen zu vermachen. Dies war der Anlass, eine Wanderausstellung, auf der sie alle zu sehen sind, zu organisieren.

Die Gruppe Bunt, die Teil der transnationalen Kunstbewegung wurde, verkündete in ihren parallel auf Deutsch und Polnisch verfassten Manifesten die Utopie der avantgardistischen, grenzenlosen „Neuen Welt“. Die Fotodokumentation zur ihrer internationalen Zusammenarbeit der ist leider nur fragmentarisch erhalten. Aus ihrer Zeitschrift Zdrój und aus ihrem Briefwechsel ist jedoch bekannt, dass Kontakte mit Künstlerkreisen nicht nur in Deutschland gepflegt wurden, sondern auch in Frankreich, Belgien, Italien, Russland, Tschechien, Island und sogar Indien. Somit werden Initiativen der Künstlervereinigung von eindrucksvoller Reichweite bestätigt, die auch alle drei damaligen Teilungsgebiete Polens miteinbezogen. Diese wird ebenfalls durch die Publikationen in solchen expressionistischen Kunstzeitschriften wie Die Aktion, Der Sturm, Der Weg oder Die Bücherkiste bestätigt.

2 Skotarek BuntPlakate der ersten Ausstellung der Gruppe Bunt (Revolte) in Poznań/Posen 1918 sowie expressionistische Linolschnitte von Władysław Skotarek , darunter Schrei und Panik, inspiriert vom Schrei Edvard Munchs

Die Bunt-Mitglieder verewigten nicht einmal ihre erste Ausstellung, die als strategischer succès du scandale gilt und deren Aura den Veranstaltungen der Zürcher Dadaisten und Modernisten in Paris gleichen sollte. Das einzige Foto, welches das Zentrum ihrer Tätigkeit dokumentiert – den Gutshof des Verlegers der Zeitschrift Zdrój Jerzy Hulewicz in Kościanki – zeigt diesen nur in Begleitung ihrer ersten informellen Herausgebers, Stanisław Przybyszewski, der seinerzeit in Berlin als der „geniale Pole“ bezeichnet wurde. Dieser hat allerdings in Berlin 1894 die erste Monographie über den Urexpressionisten Edvard Munch und somit auch die erste Theorie des Expressionismus verfasst.

3 Przybyszewski HulewiczStanisław Przybyszewski und Jerzy Hulewicz vor dem Porträt Przybyszewskis aus der Hand von Jerzy Hulewicz. Kościanki, Wielkopolska [Großpolen].
Aus: Stanisław Przybyszewski, Listy, Hg. v. Stanisław Helsztyński, Bd. 2., Warszawa/Gdańsk 1938.

Ein groteskes Anti-Gruppenbildnis ist wiederum das Foto von den Separatisten des Kongresses Internationale Union fortschrittlicher Künstler in Düsseldorf im Jahr 1922, an dem Margarete und Stanisław Kubicki teilnahmen. Hier ist der spiritus rector des radikalen Flügels der Künstlervereinigung Bunt unter den wichtigsten Vertretern der internationalen Avantgarde zu sehen.

Dem Ex-Dadaisten Raoul Hausmann gelang es wiederum mithilfe von Licht-Schaffen-Effekten das expressionistische Linolschnittbildnis von Kubicki nachzuahmen.

4 Separatysci Hausmann

Links: Separatisten des Kongresses der Union Fortschrittlicher Internationaler Künstler, Düsseldorf, 1922 Stanisław Kubicki (sitzend), Franz W. Seiwert, Hannah Höch, El Lissitzky, Otto Freundlich, Ruggero Vasari, N.N., Nelly van Doesburg, Cornelis van Eesteren, Hans Richter, Theo van Doesburg, Raoul Hausmann, Werner Graeff.
Foto: Retina, aus: Central European Avant-Gardes: Exchange and Transformation, 1910-1930, Hg. Timothy O. Benson, Cambridge 2002, S. 35
Rechts: Raoul Hausmann, Korb mit Lampe, 1930, Fotografie, Privatsammlung von Prof. St. Karol Kubicki, Berlin. Foto: Mariola Nehrebecka

Ein im Privatarchiv Kubickis erhaltenes Foto der Gruppenmitglieder von Jung Jiddisch aus Łódź bestätigt die Einbindung von Bunt in das multikulturelle künstlerische Leben Polens nach dem ersten Weltkrieg. Suggestiv wirken auch die Porträts einiger Künstler beider Vereinigungen aus der Serie Menschen des 20. Jahrhunderts von August Sander, gestaltet in der Konvention der Neuen Sachlichkeit. Von Hausmann wurde Kubicki nicht nur porträtiert. Zusammen mit ihm realisierte er auch Fotoexperimente, deren Dokumente zwei in seinem Atelier entstandene und in seinem Nachlass erhaltene Aufnahmen, mit dynamisch und abstrakt wirkenden Formen bilden.

5Hausmann IdyszRechts: Marek Szwarc, Moses Broderson und Jankiel Adler präsentieren das zweite Heft ihrer Zeitschrift Jung Idysz (Jung Jiddisch) 1919, Nr. 2–3. / Links: Raoul Hausmann, Korb mit Lampe, 1930. Foto: Lidia Głuchowska

1926 in Berlin führte Kubicki in Berlin Gespräche mit dem polnischstämmigen Vertreter der russischen Avantgarde, Kasimir Malewich. Diese desillusionierten ihn endgültig zur Idee der „proletarischen Kunst“, was in seinen Beiträten in der Kölner Kunstzeitschrift a bis z zum Ausdruck kam. Diese wurde von der Gruppe progressiver Künstler herausgegeben, mit der die Kubickis zwischen 1923 und 1933 zusammen ihre Werke ausstellten. 1929 wurde Kubicki auf Empfehlung ihres Wortführers, Franz Wilhelm Seiwert, vom Hoffotografen der Progressiven, August Sander, in der Berliner Hufeisensiedlung auf einen für dessen Serie Menschen des 20. Jahrhunderts bestimmten Porträt verewigt.

6 Malevich Kubicki SanderLinks: Kasimir Malewitsch und Tadeusz Peiper in Berlin, Frühling 1927, Fotografie gesendet als Postkarte an Jalu Kurek in Krakau, aus: Andrzej Turowski, Malewicz w Warszawie, Kraków 2002, S. 212. /Rechts: August Sander, Der Maler (Stanislaw Kubicki), 1929, Privatsammlung von Prof. St. Karol Kubicki, Berlin. Foto: Mariola Nehrebecka

Wie ein Memento Mori an die nationalsozialistische Ära und an die Verbannung der sg. ‚entarteten Kunst’ aus dem offiziellen Kunstleben wirken Fotografien von Skulpturen Weiblicher Torso von Otto Krischer sowie Mutter und Kind von Pola Lindenfeld, welche von SA und SS während der Durchsuchungen im Berliner Haus der Kubickis zerstört wurden.

7 Kirscher LindenfeldOtto Krischer, Weiblicher Torso, ca. 1919 (links) und Pola Lindenfeld, Mutter und Kind, Gips, ca. 1922 (rechts).
Fotografie der Plastiken aus der Privatsammlung Kubicki die von den Nazis im Rahmen der Aktion ‚entartete Kunst’ vernichtet wurden. Foto: Lidia Głuchowska

Das nur noch von einer alten Postkarte bekannte Denkmal Zum ewigen Andenken an Józef Piłsudski, das einzige klassizistische Werk im Œuvre von Kubicki, bezeugt nicht nur den Kult um den polnischen Staatsanführer angesichts der wachsenden Stärke des sowjetischen und nationalsozialistischen Totalitarismus, sondern erinnert auch die Affinität der Bunt-Künstler zur Idee der Vereinigung Polens im Geiste seiner Politik während des Ersten Weltkrieges. Es veranschaulicht auch die Ambivalenz ihrer Selbstidentifizierung, die zwischen romantischer Begeisterung für den 1918 entstandenen polnischen ‚neuen Staat’ einerseits und avantgardistischer Utopie der internationalen ‚Neuen Gemeinschaft’ andererseits schwankte.

9 Kubicki PilsudskiStanisław Kubicki, Denkmal Zum ewigen Andenken (1935–1939) an Józef Piłsudski und seine Legionäre aus der Gemeinde Kobylepole, die in den Jahren 1919–1920 gefallen sind. Park des Palastes vom Grafen Stanisław Mycielski in Kobylepole. Denkmal vernichtet in den 1940ern.

Kubicki war nicht nur ein bildender Künstler, dessen Werke eine besondere geometrische Stringenz aufweisen, sondern auch ein Kunsttheoretiker und Dichter. 1918-1921, am Ende des Ersten Weltkriegs und in den Folgejahren verfasste er seine expressionistischen, manifestartige Poemen zugleich auf deutsch und polnisch, womit er seinen Beitrag zum avantgardistischen Internationalismus geleistet hat. Mit dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs schloss er sich der der polnischen Widerstandsbewegung an und wurde 1942 von der Gestapo ermordet, womit er die Wahrheit seiner eigenen Aussage „Nicht unsere Werke sind wichtig, sondern das Leben“ bestätigt hat.

11 Gluchowska Bunt EkspresjonizmWenn nicht anders beschrieben, stellen Fotos in diesem Beitrag Fragmente des Arrangements der Ausstellung Bunt – Expressionismus – Grenzübergreifende Avantgarde im Kraszewski-Museum, Dresden

Mehr zum Thema in: Lidia Głuchowska (Hg.): Bunt – Ekspresjonizm –Transgraniczna awangarda / Bunt – Expressionismus – Grenzübergreifende Avantgarde, Poznań: Muzeum Narodowe, 2015

Tu i tam. Hier und Dort.

Małgorzata Kowalska

Mam kuzynkę, która tak się nazywa. Ale to nie ona. Gdy szukam teraz tej innej Małgorzaty Kowalskiej w internecie, znajduję aktorkę. Dodaję więc słowo malarka  i znajduję… inną malarkę. Dodaję, że z Torunia i znajduję… inną Małgorzatę Kowalską. Przypominam sobie, że mieszka na wyspie, dopisuję więc nazwę wyspy i wujek google wyszukuje… reumatolożkę. Jest jeszcze pani profesor, znakomitość europejska. Przestaję szukać. Chyba trzeba by zaproponować artystce znany i szanowany pseudonim: Hermenegilda Kociubińska. Małgorzata Kowalska brzmi lepiej, ale Hermenegildy nikt nie pomyli. No i ma dwie torebki.

Lucyna Viale o Małgorzacie Kowalskiej

Urodziła się 41 lat temu w Toruniu. Studiowała malarstwo u Profesora Lecha Wolskiego na Uniwersytecie im. Mikołaja Kopernika.

Od roku 2003 pracuje jako projektantka i dekoratorka wnętrz dla instytucji państwowych i firm prywatnych, w czym wykorzystuje elementy inspirowane malarstwem i grafiką. Jej prace znalazły miejsce w wielu pomieszczeniach przez nią zaprojektowanych.

Przed dwoma tygodniami przyszlo na świat jej pierwsze dziecko.

Wystawa w Berlinie w galerii art.endart  jest pierwszą wystawą indywidualną Małgorzaty Kowalskiej. Pomysł wystawy powstał przed dwoma latami, gdy artystka zaczęła żyć w dwóch miejscach. W Polsce mieszka w małej osadzie na wyspie Chrząszczewskiej kolo Kamienia Pomorskiego, w Niemczech – w Berlinie. Artystka przelała na płótno swoje przemyślenia, obawy i rozterki związane z  podjęciem decyzji, gdzie jest jej miejsce. Polska czy Niemcy? Wyspa, spokój, natura, wolno biegnący czas czy Berlin – wielkie miasto, hałas, tłok, pośpiech i dużo konfliktów międzyludzkich? Jeszcze tego nie wie na pewno.

Nic dziwnego, że jej najnowsza wystawa nazywa się TU I TAM,TAM I TU.

Zdjęcia – sieć, Tomasz Fetzki

Liebe Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden ein zur Vernissage!

DORT UND HIER, HIER UND DORT
Malerei von Małgorzata Kowalska
Ausstellung von 30.10 bis 15.11.2015
Vernissage am 30.10.2015 um 19.00.Uhr
Projektraum „art.endart“
Drontheimer Str. 22
13359 Berlin

Dort und Hier

Die kleine große Welt (20)

Monika Wrzosek-Müller

Der Tarot Garten der Niki de Saint Phalle

Sie wollte eigentlich von dem Skulpturengarten in der Toskana berichten, von dem Weg dahin, von ihrer Enttäuschung – und dann nach einem Gespräch mit einer Freundin hielt sie inne, schaute tiefer und fand viele Gesichter des Gartens, die sie vorher nicht gesehen hatte.

Den Garten wollte sie natürlich sehen, er war schon eine Berühmtheit und in der westlichen Welt so etwas, wie ein Muss, wenn man in der Gegend war. Sie kurvten und wendeten, um den Weg zu finden, ziemlich lange; die bescheidenen Hinweisschilder waren rar. Sie kamen von der falschen Seite, nicht von dem wunderschönen Städtchen Capalbio, das oben auf einem Hügel thronte und es mit seinen mittelalterlichen Mauern mit Monterregioni aufnehmen konnte, oder vielleicht sogar noch reizvoller war, mit dem Blick aufs breite, weite Meer. Aber sie kamen an und hatten, stellte sich heraus, wenig Zeit; der Garten wurde schon um 18.00 Uhr geschlossen, es war September.

Immer wieder hatte sie sich nach ihrer Ankunft im Westen konfrontiert gesehen mit dem westlichen Feminismus, mit dem sie nicht viel anzufangen wusste und den sie am Anfang in der BRD mit einem ziemlich schlampigen Stil der Kleidung assoziiert hatte, mit Stricken in den Hörsälen der Universitäten und dem Fehlen von Frauen in den oberen Chefetagen, vielleicht auch mit der Zeitschrift „Emma“ und der Person Alice Schwarzer. Für ihre Generation aus Polen, die der Töchter von Müttern, die alles schmissen: den Job, die Versorgung des Haushalts, Klavierspielen und eine gewisse Intellektualität, wenn die Zeit dafür reichte, waren die Kämpfe der Frauen hier anfänglich irgendwie lächerlich und auf jeden Fall unverständlich. Allmählich ging ihr auf, dass in der Welt des Geldes die Sachen sich anders gestalteten, und irgendwann etwas später, auf einer Konferenz im südenglischen Harrogate, bei einem Panel über Frauen in der polnischen Opposition, verstand sie, dass ihre Mutter zwar alles bewältigt hatte sich aber ihres Werts keineswegs bewusst gewesen war, und eigentlich auch keine Feministin. Den „kleinen“ Unterschied zwischen den Feministinnen und den überlasteten, chronisch kranken und überarbeiteten Frauen in ihren vielfältigen Berufen in den sozialistischen Ländern lernte sie erst allmählich.

An das alles dachte sie nicht, als sie durch den Garten an der Grenze zwischen Toskana und Latium ging; das kam erst später nach dem Gespräch mit Andrea. Danach hat sie sich über die Künstlerin, Niki de Saint Phalle informiert, über ihr Leben und den Fluch, der sie verfolgte, und den Segen der Kunst, der ihr erlaubt hatte, so zu leben, wie sie wollte, Kunst als Lebensprinzip zu kultivieren. Vor allem berührt hatte sie die Schönheit der Künstlerin, die aus den Fotos von ihr sprach: das feine filigrane Gesicht und die schlanke Figur, die Schönheit, die im Wiederspruch stand zu den von ihr dargestellten groben, fleischigen, rundlichen und manchmal fast vulgären Frauenfiguren. Ihre „Nanas“ waren für viele Frauen in der alten BRD ein Inbegriff des Feminismus; die bunten Gestalten sah sie einmal auf einer Reise nach Hannover, auch in Bonn, auch die riesige, viele Meter lange Figur von Hon vor dem Moderna Museet in Stockholm.

Doch da in der Toskana, an dem schönen Abend, erschienen ihr die Figuren zu grell, zu bunt, zu aggressiv und demonstrativ, ganz anders als die Umgebung; der Hinweis der Künstlerin auf die Verbindung und Inspiration bei Gaudi und Hundertwasser fand sie nicht gerecht, weil die beiden tief mit den Städten verbunden waren, für die oder wo sie ihre Werke schufen. Sowohl der Park Güell in Barcelona als auch das Elektrizitätswerk in Wien waren jeweils für den Standort errichtet, nicht austauschbar, verwurzelt und einmalig. Den Tarot Garten konnte sie sich dagegen in der Gegend um Berlin auch gut vorstellen; würden die Menschen nicht auch dahin strömten, um sich die wunderbar farbigen, bunten, fröhlichen Figuren anzuschauen? Das Argument, dass diese sich mit der männlichen Welt der italienischen Provinz auseinandersetzten, nahm sie nicht ab. Sie existierten für sich, im Kreis der 22 Figuren der Tarot Karten, das große Arkanum des Spiels, mit einigen Tiergestalten, Wohnensembles dazu. Zwar waren wie immer ihre Geschlechtsteile gut sichtbar und überdimensional, aber das war der Stil der Künstlerin.

Nun war sie aber drin und ging hinter Familien mit vielen Kindern her, die vor Freude und Erregung bei so viel Farbe, Spiegel und Spiegelung quietschten. Sie spielten mit den Tieren, ließen sich fotografieren, drauf, drunter und daneben. Überhaupt war der Garten für selfies wie geschaffen, animierte, die Posen der Figuren einzunehmen, sich zur Schau zu stellen. Sie bewunderte die unheimliche Arbeit, die feine und genaue Ausführung, die Fantasie der Künstlerin. Es war zugegeben schwerste Arbeit, die riesigen Figuren zu schaffen, zuerst aus einem Geflecht von Eisengittern, dann mit Beton zu bespritzen; erst danach kamen die Keramikfliesenarbeiten oder die Bemalung. Die oft verwendeten Spiegelscherben funkelten und spiegelten das Licht der untergehenden Sonne wunderbar, die Farben waren frisch und kräftig, lebendig, wie gerade aufgetragen. Je nach dem Licht der auf- und untergehenden Sonne konnte man unheimliche Fotografien machen, mit Farben, die aus einer ganz anderen Welt waren; wahrscheinlich, dachte sie, musste man sich da etwas länger aufhalten, um den Charme und die Seele des Gartens zu ergründen und ihm zu erliegen. Die Künstlerin selbst verstand den Garten als einen meditativen Ort und zum Tarot-Spiel sagte sie sehr klug einmal: „Das Leben ist wie ein Kartenspiel, wir werden geboren, ohne die Regeln zu kennen, aber jeder von uns muss mit dem Blatt spielen, das er bekommt.“

Zu Hause in Berlin stellte sie herrlich gelbe Sonnenblumen in eine prachtvolle Vase einer schweizerischen Künstlerin, der Mutter einer Freundin, die in Massa Marittima lebt und dort ihre wunderschönen Keramikarbeiten herstellt – eine einmalige Vase, die mit kleinen sich spiegelnden, gelblich-goldenen und burgunder-rostroten Mosaiksteinchen ausgekleidet ist.

Berlin for everybody

It is well known, that we are living in the city which is dirty and ugly, but, alas!, everybody wants to live here. And everybody important lives here or at least comes to visit us. We can do nothing, everything will be done for us. Look, just now, next week, comes my favorite German journalist, Meike Winnemuth, in November Ai Weiwei  (yes yes THAT! Ai Weiwei) and in one month Miranda July… He comes for one year, they just for one day…

Meike Winnemuth

dressmeikeShe is a very funny girl. She spend one year in one blue dress and wrote a book about it. So funny!

In a year 2010 she took part on TV Programmm Who becomes a millionaire?, got really half a million euro, took the money and spend one year living every month in another big city all over the world. And of course she wrote a book about living one year in the world. So funny!

I wrote about it HERE.

Now she does nothing! And she wrote a boook about it. So funny!

You will meet her:

Wed, 21. Oktober 2015 – 20:00

Babylon
Rosa-Luxemburg-Str. 30

10178 Berlin

Tickets (ach!) 12 €

Just go!

Ai Weiwei

12141735_993862160635176_394371024703387085_nI am not very fond of him though I know to appreciate his doings and deeds. He is a hero, it is interesting to meet a hero. One does not have many occasions like that in one’s life.

Sun, 1st of November 17:00

Konzertsaal der UdK
Hardenbergstraße 33
10623 Berlin-Charlottenburg

There are no tickets any more, so do not try to go! But there will be a live video stream at www.livestream.udk-berlin.de – in German, English and Chinese.

Miranda July

She comes tu Huxleys New World to present her new book:
“Der erste fiese Typ”.

Moderation: Thomas Böhm
German voice: Tatiana Nekrasov
Presented by Verlag Kiepenheuer & Witsch and BUCHBOX! bookstores
The event will be in German and English

Miranda July Fr, 13.11.2015  at 20:00
Huxleys Neue Welt, Hasenheide 107, 10967 Berlin

Tickets, ach, 17,5 €

Buy the tickets and go!