Fokus USA

English

Michał Talma-Sutt

…und bisschen Verschwörungstheorie

Morgen, am 20.01 wird der neue amerikanische Präsident Joe Biden vereidigt. Wäre sein Vorgänger jemand anders gewesen, würde ich wahrscheinlich nie einen Artikel so anfangen. Aber es war der, wer es war, und da ich in meinem letzten Artikel über die zukünftigen Richtungen, die unsere Welt annehmen könnte, ein bisschen spekuliert habe, kann ich es jetzt mit diesem kleinen Detail des Machtwechsels in der USA ein bisschen weitermachen.

Da die Demokraten in der USA auch den Senat mehr oder weniger unter Kontrolle gebracht haben, die Republikaner wiederum, Trump sei Dank, am Rande der Spaltung stehen, was eher schwächen als stärken ihre Partei wird, und USA selbst weiterhin (noch) eine Großmacht in der Welt bleibt, könnte man eine kleine Prognose wagen, wie die Joe Bidens Präsidentschaft aussehen sein möchte. Hier die erste Bemerkung für Hurra-Optimisten, die Sache mit dem Senat: „Die Kontrolle mehr oder weniger“ – eher weniger. Für die, das nicht wissen: 50 + 1 (Harris) gegen 50 bedeutet nur das, dass weiterhin für wichtige Entscheidungen im Senat, werden die Demokraten eine Unterstützung beim Republikanern suchen und mindestens zehn Senatoren aus dessen Reihen gewinnen müssen. So ganz einfach wird hier die Administration des neuen Präsidenten doch nicht haben.

Was die Zukunft der Republikaner betrifft: Ihre Partei wird sich neu definieren müssen. Hier rächt sich die Unterwerfung dem Trump gegenüber gewaltig. In der Zukunft werden die Republikaner eine neue Zielgruppe als potenzielle Wähler suchen müssen. Eine Aufgabe der Unmöglichkeit fast, da diese Gruppe eher traditionell zu den Wählern der Demokraten gehört, und die traditionellen Wähler der Republikaner eher mit Trump sympathisieren (60 Prozent deren glaubt immer noch an den Wahlbetrug), damit scheint die Spaltung der republikanischen Partei unausweichlich. Es gibt hier nur eine Alternative: Neuformierung oder weitere Radikalisierung. Beide werden die Republikaner schwächen. In dem Fall der Radikalisierung, gleichen die Republikaner weiterhin einen Geisel der eigenen Basis, und obwohl diese immer noch sehr zahlreich ist (leider), hat sie aber nicht wirklich Potenzial, um zu wachsen, eher zu schrumpfen, mit der Zeit. Was fatal für Amerika wäre jedoch, dass sich Republikaner in eine populistische Partei mit leichten rechtsradikalen Zügen verwandeln werden, was den Graben in der Gesellschaft nur vertiefen wird, und noch mehr innere Probleme in der USA verursachen kann, was letztendlich die Amerikas Position als Weltmacht nur schwächen kann. Die Kommunistische Partei Chinas wird solches Szenario herzlich begrüßen.

Dass in dem Fall der Neuformierung zu der Spaltung der Partei kommen wird, und sowieso eine solche populistische Partei, sagen wir, eine „New Republican Party“, sich formieren wird, ist leider auch sehr wahrscheinlich. Das zweite Szenario wird die politische Führung in China auch erfreuen, jedoch ist dieses ein bisschen besser als das erste. Natürlich nicht für die Republikaner selbst, aber ich befürchte, ein gutes Szenario für die existiert einfach nicht.

Diejenigen die meinen vorherigen Artikel gelesen haben, könnten ein Eindruck gewinnen, dass ich mit China was an der Hut habe, da ich wieder und wieder China erwähne. Um es klar zu stellen, ich habe nichts gegen China (als Land und ihre Kultur). Gegen chinesische Regierung schon. Oder anders: Ich habe irgendeine allergische Reaktion gegen diese Parteien in der Welt, die sagen: Wir und das Land es ist dasselbe. NSDAP in Deutschland sagte es, die Kommunisten in der Sowjetunion sagten es, sagt es Putin, Bolsonaro, Orbán, Kaczyński, Erdogan, Kim Jong-un, jemanden vergessen?

Und wenn wir in der Zeit der Verschwörungstheorien leben, dann hier ein kleiner Beitrag von mir. Wer hat das größte Interesse den Westlichen (und demokratischen) Welt zu schwächen, oder sogar zu zerschlagen? Die meist erwartete Antwort, natürlich Russland, diese Übermacht auf der globalen Szene. Ach wirklich? Mit dem globalen Marktanteil 1,94% (basierend auf Bruttoinlandsprodukt – 11 Platz), sieht es mit Russland nicht sehr gigantisch aus. Es gibt nur zwei Global Player: USA (1 Platz mit 24,41% Marktanteil) und China (2 Platz mit 16,34%). Wirtschaftlich es ist eher unwahrscheinlich, dass sich Russland hier eine Machtposition sichern kann. Es bleibt nur der Atomwaffen-Arsenal, der irgendwo versteckt verrostet, die Russland diese Macht-Illusion verleitet, und auch diese wiederum für innere politische Machterhalt der Putins Regierung gebraucht (missbraucht) wird. Auch in der Sache Militärausgaben lag Russland in Jahr 2020 erst auf Platz 4, hinter China (2.) und Saudi-Arabien (3.). Dass das Budget der USA-Militär (1.) um zehnfaches großer war als von Russland spricht auch Bände. In Milliarden von Dollar gerechnet waren es 643,3 (USA) gegen 63,1 (Russland), noch zum Vergleich: China hat 168,2 ausgegeben, Saudi-Arabien 82,9.

Aber zurück zu Verschwörungstheorien. Jede der James Bond Filme gesehen oder Grisham gelesen hat, oder mit anderen diese Art Filmen und Bücher in Berührung kam, also fast jedermann, kennt die Begriffe wie CIA, KGB, Mossad, M6. Ok., was wäre mit 中華人民共和國國家安全部 / 人民共和国国家安全部, oder Guojia Anquan Bu, oder Zhong Chan Er Bu, wie sieht es aus mit Abkürzungen GAB, ZCEB, schon was gehört? Ja auch China hat wie jedes Land seine Geheimdienste, Ministerium für Staatssicherheit und Militärnachrichtendienst. Ich vermute, die von China sind ziemlich schwer zu infiltrieren. Dem entsprechend wissen wir hier gar und gar nichts. Schon das sagt etwas aus, wer schafft so geheim bleiben wie die chinesischen Geheimdienste es tun, muss über sehr hohe Professionalität des Personals verfügen. Wer kann uns dann garantieren, dass China nicht schon längst die Leute in KGB und russische Hacker für ihre Zwecke erworben hat und bezahlt, mit dessen Hilfe die Destabilisierung des Westens (und des demokratischen Teils der Welt) weiter vorangetrieben sein kann, wo dabei der wirkliche Strippenzieher in der riesigen Schatten Russlands sich verstecken kann. Wäre es nicht clever, aus dem Sichtpunkt der Interessen der Kommunistischen Partei Chinas, so was zu machen? Wenn ich die Militärausgaben Russland und China vergleiche, können sie fast dreimal besser bezahlen als Russen, auch Geheimagenten vermutlich. Dazu kommt, dass der schwache Westen und USA, auch eher im Interesse Russland liegt, d.h. der Putins Regierung… Na ja. Ich halte insgesamt nicht viel von Verschwörungstheorien, wenn schon, dann am wahrscheinlichsten werden die, die niemand kennt, oder ganz wenig präsent sind…

Wie wird dann aber Bidens Präsidentschaft aussehen können, um dann zurückzukehren nach USA, nach dem verschwörerischen Ausflug in die Welt der Geheimdienste? Wie gesagt, es wird tatsächlich geprägt durch innere Sachlage, mit dem Bruch mitten in der amerikanischen Gesellschaft. Trump ist weg, Trumpismus bleibt, es wird schwierig den Graben zwischen verfeindeten Fronten zuzuschütten. Jedoch hat Biden es versprochen, ein Präsident aller US-Bürger sein zu wollen und er wird es anhalten müssen. Wie Amerikaner es schaffen können, schwer zu sagen. Sollen wir nicht vergessen, dass Trump nicht der Verursacher dieser Teilung der Gesellschaft war, jedoch wirkte er als massiver Verstärker der Prozesse, die schon längst vor Ihm begonnen haben. Diese Prozesse umzukehren wird es wahrscheinlich mehr als eine präsidentielle Kadenz in USA brauchen, aber da die Republikaner geschwächt aus der Trump Zeit rauskommen werden, entsteht die Chance, dass die Demokraten mindestens 8 oder sogar 12 Jahre regieren könnten, und die nötige Kontinuität für wichtige Reformen und Veränderungen bekommen.

Welche Auswirkung der Außenpolitik der USA auf die Welt wird es geben? Die Frage ist auch nicht einfach zu antworten, wegen der immensen Probleme die innen Politik der USA bewältigen muss. Auf ersten Blick nach Außen kann jedoch ziemlich große Wechsel erwartet sein. Als Erstes werden die verlorene Kompetenz und Professionalität zurückkommen. Jedoch paradoxerweise, die doch von Trump injizierte Handelskrieg mit China, oder harte Politik gegen Nord Stream 2 Pipeline, wird nicht verschwinden, sondern sich verstärken. Die USA werden nicht ohne Kampf sein erster Platz als Weltmacht auf China aufgeben, und das Verständnis, dass es nicht Russland, sondern China den größten Rivalen auf der Weltbühne für der USA darstellt, ist angekommen. Das ist auch ein sehr wichtiger Sachverhalt für EU, es kann in der Zukunft sein, dass EU sich entweder auf der Seite von USA oder von China stellen werden müsse. Das Europa, die so gern lavieren mag, und neulich einen Investitionsabkommen mit China abgeschlossen hat, was in vielen Kommentaren in der deutschen Presse als große Fehler der EU bezeichnet worden war, kann es in den Relationen mit der USA wegen seine China-Politik in Konflikt geraten.

Es kann sein, das Amerika wird für gewisse Anständigkeit in der Politik zurückgehen wollen. Diese Worte: Anständigkeit, Ehrlichkeit hat Joe Biden in seinen Reden sehr oft genutzt. Es gibt keine Ehrlichkeit und Anständigkeit die man auf dem Boden der doppelten Moral aufbauen kann. Auch die Demokratie kann nicht auf einer Basis, die auf die Lügen aufgebaut ist, gedeihen. Sofern, es wird Zeit zu zeigen, wann man zu gewissen Werten stehen will, muss man auch so handeln. Wenn jemand eine Demokratie verteidigen und stärken wolle, es ist mit China leider nicht unterwegs, um das zu tun.

Natürlich, es kann nur mein Wunschgedanke sein, dass diese Anständigkeit und Ehrlichkeit wie ein Hauch der Frische die Welt der Politik erneuern und reparieren kann, ich werde es jedoch den Amerikanern sehr wünschen. God bless Amerika also, aber ob es passieren wird, habe ich meine Zweifel. Erstmals musste man den Politikern die Wirtschaftsverblendung auskurieren lassen, das Wir-müssen-wachsen-Syndrom. Business as usual, und Kapitalismus liebt China…

Miłość, starość, śmierć

Ewa Maria Slaska

Love, being old, death

For Łucja Fice

Od jakiegoś czasu “chodziła za mną” pewna piosenka. Słyszałam ją w głowie, jak to zazwyczaj jest, najpierw kawałek melodii, potem strzęp wersu, potem jeszcze trochę melodii. I dość szybko całą linijkę: If you want to be free, be free… Znalezienie, co to za piosenka to był już niewielki problem. If you want to sing out, sing out, If you want to be free, be free, if you want to be high, be high…

Sorry, the rest of that post is in English.

Cat Stevens

You Want To Sing Out, Sing Out

Well, if you want to sing out, sing out
And if you want to be free, be free
‘Cause there’s a million things to be
You know that there are

And if you want to live high, live high
And if you want to live low, live low
‘Cause there’s a million ways to go
You know that there are

[Chorus:]
You can do what you want
The opportunity’s on
And if you can find a new way
You can do it today
You can make it all true
And you can make it undo
you see ah ah ah
its easy ah ah ah
You only need to know

Well if you want to say yes, say yes
And if you want to say no, say no
‘Cause there’s a million ways to go
You know that there are
And if you want to be me, be me
And if you want to be you, be you
‘Cause there’s a million things to do
You know that there are

[Chorus]

Well, if you want to sing out, sing out
And if you want to be free, be free
‘Cause there’s a million things to be
You know that there are
You know that there are
You know that there are
You know that there are
You know that there are

But of course, when I found that song, I knew, that I was also seeing pictures, and it was no Cat Stevens, whom I saw, but of course Ruth Gordon, one of the most beautiful old ladies in the history of cinema. Ruth Gordon in unforgettable Harold and Maude.

Well, such a wonderful movie and so unrealistic love story. But it does not matter. It is an amazing movie with amazing life messages. Do not think, it is about love between a teenager and an old woman, or a movie about the the age difference. No! It is love story saying us, that real love transcends all our limitations. If you are bigger than what you have ever learned is proper. There’s always something new to learn. And it never ends, because long after you die, everyone else still will go that way, trying to be free and to sing out. The old age does not matter and the death does not matter. We shall die and you stay and still try to be free… If you want to be free, be free…

Hallo Welt!

Po polsku & in English

Michał Talma-Sutt

Hallo Welt, in welche Richtung soll es gehen?

Wir leben in einer sehr interessanten Zeit, nicht wahr? Auf der einen Seite haben wir eine größte Periode in der Weltgeschichte, ohne einen richtig großen Kriegskonflikt zu haben, auf der anderen Seite war die Welt noch nie so unberechenbar, wie sie heute ist. Nicht nur, weil wir die Pandemiezeit haben, das ist nur ein zusätzlicher Faktor, schwerwiegend sogar, aber es ist nur ein “Plus” in der ganzen Situation. Es scheint, dass unsere Welt echt komplex geworden ist, zu komplex für viele. Sollte uns dann überraschen, dass der Populismus so stark geworden ist, oder dass wir so viele Verschwörungstheorien haben? Der Grund dafür ist aber einfach, weil eben die Welt für viele zu komplex zu sein scheint, suchen sie nach einfachen Antworten. Ich sage bewusst “scheint”, denn der größte Teil dieser gefühlten Komplexität besteht in Wirklichkeit aus einer massenhaften Informationsflut, die auch noch jeden Tag für jeden so massiv zugänglich ist. Informationen oder Desinformationen, die häufig als Teil einer bestimmten Politik und Propaganda eingesetzt werden, etwa von Russland und China, was das Gefühl, dass wir in sehr chaotischen Zeiten leben, zusätzlich verstärkt.

Vielleicht ist es auch die menschliche Natur, ein Teil in uns will immer Ordnung und Ruhe. Der legendäre Satz “früher war es besser”, obwohl meist unwahr, tut auch etwas. Der größte Erfolg des Populismus beruht darauf, wir machen es so, wie es früher war, wir machen Amerika (… – schreiben Sie hier anderes Land oder was immer Sie wollen) wieder großartig, zurück in die Zukunft, aber in dem Wunsch in die Vergangenheit.

Hier die schlechte Nachricht: Die Vergangenheit ist vorbei, wie sie immer war. Es mag sein, dass Marx sagte: “Geschichte wiederholt sich”, fügte aber gleich hinzu “als Farce”. So weit so gut, Putin ist nicht Stalin, Erdogan ist nicht Sultan, Trump ist Vergangenheit. Auch die Vergangenheit ist Vergangenheit, wird nicht wiederkommen, auf keinen Fall, egal welche Zaubersprüche wir verwenden wollen. Was bleibt, ist das Hier und Jetzt; übrigens war es immer das Hier und Jetzt, aber es beeinflusst natürlich das, was kommen wird.

Und was das sein wird, weiß niemand… Einschließlich der besten Analysten für die mögliche Weltentwicklung.

Also, welchen Weg soll man gehen, Planet Erde? Aus der Sicht des Planeten selbst ist die Antwort auch einfach: Geh weg, Mensch, ich werde ohne dich besser zurechtkommen. Bei unserem Tempo, die Natur zu zerstören, Ressourcen zu verbrauchen, müssen wir uns über unsere eigene Zukunft nicht allzu viele Gedanken machen, wir haben einfach keine. Laut dem Portal nature.com: “Wir stellen fest, dass sich die Erde genau am Übergangspunkt befindet; im Jahr 2020 (± 6) wird die anthropogene (vom Menschen gemachte) Masse, die sich in letzter Zeit etwa alle 20 Jahre verdoppelt hat, die gesamte globale lebende Biomasse übertreffen”. Dies geschieht nicht nur, weil wir so viele Dinge produzieren, sondern auch, weil wir der Erde ständig etwas wegnehmen, die Wälder, Grünflächen, Wasser usw.

Das ist der wichtigste Punkt, unsere Umgangsweise mit der Natur, den wir ändern müssen, wenn wir weiter von der Zukunft der menschlichen Zivilisation träumen wollen. Daran führt kein Weg vorbei. Nachdem das erledigt ist, könnten wir darüber nachdenken, wie es weitergeht…

Tolle Nachrichten wiederum für alle, die eine gewisse Bi-Polarität vermissen, wie es sie in der guten alten Zeit gab. West – Ost, also die Guten gegen die Bösen, Demokratie (oh, wie stolz wir darauf sind) gegen Kommunismus, Yin und Yang. Die Welt arbeitet an der Wiederherstellung. Dazu sind nur zwei Faktoren notwendig (es lebe der Dualismus!!!) Erstens muss China noch seine Position stärken und behaupten (sehr gut möglich), zweitens müssen sich die USA als Weltmacht behaupten (ungewiss). Dadurch könnte das Weltbild wieder so einfach werden.

Aber es gibt immer ein “aber”. Heute können wir leider überhaupt nicht sicher sein, dass die Demokratie (oh ja, wir sind so stolz auf sie!!) weiter bestehen wird. “Die Demokratie ist die schlechteste Regierungsform, abgesehen von allen anderen”, sagte Churchill einmal. Ich stimme zu, vielleicht ist es nicht die beste Form, die wir haben, aber ich sehe keine bessere. Das Hauptproblem ist jedoch, dass die Demokratie, wie alles andere auf der Welt, ein Prozess ist. Die Prozesse haben das an sich, dass sie eine gewisse Reife hervorbringen, mit der Zeit, die sie verbrauchen. Nennen wir das einen Erfahrungsfaktor. Daraus lässt sich zum Beispiel leicht ableiten, dass manche Länder und deren Bürger absolut keine Erfahrung in Sachen Demokratie haben, wie zum Beispiel China. In der Tat, Russland auch, das was sie haben, ist eine Demokratie-Täuschung. Über die meisten Länder in der islamischen Kultur brauche ich gar nicht zu sprechen.

Insofern wäre es vielleicht besser, nicht so arrogant zu sein (Yeah!! Die Demokratie ist die beste, wir sind so stolz darauf!!) und ständig zu versuchen unseren Lebensstil anderen aufzudrängen, sondern sich auf das zu konzentrieren, was wir bereits erreicht haben, und nach den neuesten Erfahrungen aus Europa (in Ungarn und Polen), oder, was besonders schockierend ist, in den USA, müssen wir die Demokratie erstmal auf eigenem Terrain verteidigen können.

Übrigens, die letzte Wahl in den USA hat uns gezeigt, wie ernst die Lage ist. 74 Millionen haben für Trump gestimmt, und er hat Recht, wenn er sagt, dass kein ansässiger Präsident jemals so viele Stimmen erhalten hat. Aber Biden hat 81 Millionen Stimmen bekommen, und das gibt etwas Hoffnung, trotze ich nicht ganz überzeugend. Also ist das vielleicht gar nicht so schlecht, wenn es um die Demokratie geht. In den USA.

Hier muss ich jedoch eine Bemerkung machen, die viel mit dem ernannten Erfahrungsfaktor (der Demokratie) zu tun hat. Mit dem polnischen Verfassungsgericht (ein Äquivalent zum Supreme Court in den USA), und sehr wahrscheinlich mit einigen Gerichten in Polen, wäre Trump mit seinen Klagen erfolgreich gewesen, und längst für die zweite Amtszeit bestätigt. Wären die USA doch nur Polen, was für ein Pech für den Mann. Oder Ungarn, oder Russland, oder China (hm, dann hätte er gar keine Wahlen gebraucht, was für ein Traum…), oder, oder, oder….

Es mag sein, dass es nicht wirklich der Triumph der Demokratie selbst war, sondern des Rechtssystems, wie einer meiner Freunde bemerkte. Aber es zeigte die Reife Amerikas, OK, 232 Jahre für den Reifeprozess, das ist eine ganze Menge. Es war sehr sichtbar, wie wichtig diese Dreiteilung der Macht ist, als Grundpfeiler des demokratischen Systems. Die Unabhängigkeit der Legislative, der Exekutive und der Judikative, das ist zwar nicht die Demokratie selbst, aber ohne das kennen wir sie vergessen. Deshalb war der letzte ausgearbeitete Kompromiss der EU mit Polen und Ungarn (Haushalt der EU), über den Herr Soros so wütend war, sehr umstritten, weil Herr Kaczyński und Herr Orbán sehr stark gerade an einem Abbau dieser Unabhängigkeit arbeiten.

In welche Richtung sollte es also gehen? Welche Richtung könnte es in ein paar Jahren werden? Es ist in der Tat sehr schwierig geworden, letzteres zu beantworten, aber lassen Sie es uns versuchen…

Lassen wir mal das Offensichtliche weg, wie den Klimawandel und unseren Umgang mit der Natur. Diesen Punkt, wie gesagt, müssen wir ohnehin überwinden, wenn wir eine Zukunft haben wollen.

Reden wir über die wichtigsten Dinge, die unsere Welt beeinflussen, Politik und Finanzen, sorry, falsche Reihenfolge, Finanzen und Politik, sorry, sind Politiker noch wichtig? Könnten wir nicht schon von einer post-politischen Welt sprechen? Ist es schon so weit? Finanzwelt also…

Im Grunde sind sich alle Ökonomen in einem Punkt einig, es gibt keine unsichtbare Hand des Marktes, aber die Politiker scheinen anderer Meinung zu sein. Sie geben alle Instrumente aus der Hand, im vollen Vertrauen darauf, dass der Markt das schon regeln wird. Der Staat zieht sich aus allen Posten zurück, eine Tendenz, die in unserer kapitalistischen Welt schon sehr lange vorherrscht. Gesundheitssysteme, Kommunikationssysteme, die Post, die Eisenbahn, die Autobahn, die Banken, alles wird privatisiert. Das Bildungssystem bleibt teilweise noch in staatlicher Hand, aber wer wählen kann, weil er genug Geld hat, schickt seine Kinder lieber auf Privatschulen. Kein Wunder, denn die Qualität der öffentlichen Schulen lässt leider sehr zu wünschen übrig.

Wenn alle Ihre Instrumente weg sind, welche Rolle spielt dann noch die Politik? Deshalb frage ich, ob wir nicht schon in einer post-politischen Welt leben? Ist es nicht so, dass in Wirklichkeit ein sehr großer Teil der “politischen” Entscheidungen von der Finanz- und Wirtschaftswelt getroffen wird, dank des Lobby-Systems? Sind die Politiker nicht längst zu Marionetten der Konzernwelt mutiert, die nur noch ständig ein Mantra “wir müssen wachsen” von sich geben können? Übrigens gibt es in der Natur nichts, was unendlich wächst… Oder doch? Ich weiß, mit der Natur hat das nichts zu tun, aber zum Beispiel wie wäre es mit Geld?

Ich habe irgendwo gehört, dass ein Ökonom ironisch sagte, er verstehe das Gejammer der Politiker über die Staatsverschuldung nicht, druckt einfach mehr Geld, riet er, wem schadet schon…

Das trifft die Sache auf den Punkt. Das Geld ist längst abgekoppelt vom Gold, von jeglichen natürlichen Ressourcen, schlimmer noch, heutzutage auch von den Produkten der Unternehmen. Das Geld selbst ist zu einem Produkt geworden, und gleichzeitig zu einem Mittel, um noch mehr Geld zu machen. Wir müssen doch wachsen, dass wir im Grunde nur eine riesige Blase produzieren, und die Staatsverschuldung der Welt nach und nach einem gigantischen schwarzen Loch ähnelt, fällt uns irgendwie nicht auf. Ein gefährliches Spiel, die Blasen können recht laut platzen, und aus dem schwarzen Loch kann nichts entkommen, nicht einmal Licht. Ohne Licht keine Hoffnung, sagt man…

Dieses Spiel ist möglich geworden, weil die Politiker nichts dagegen unternommen haben.

Also in welche Richtung? Es wird Zeit, dass die Komödie ein Ende hat. Wenn wir eigentlich keine Politiker mehr brauchen, weil in Wirklichkeit die meisten Entscheidungen von der Finanzwelt abhängen, sollten vielleicht die Konzerne und Korporationen offiziell die Weltführung übernehmen. Das ist eine Möglichkeit (die im Grunde bereits stattgefunden hat), und wir können uns in die Richtung bewegen, die Isaac Asimov schon vor langer Zeit in einigen seiner Bücher beschrieben hat.

Ob das eine gute Idee wäre, daran habe ich meine Zweifel. So müssten die Konzerne auch Verantwortung für die Bürger übernehmen. Wären die dazu bereit? Meine Zweifel sind berechtigt; außerdem ist es ja so bequem, in einer Art “Muppet-Show” zu sein, dank der Politiker als Marionetten, bei denen man alle Fäden ziehen kann. Wenn etwas schief geht, ist es nur die Puppe, die kaputt geht, wir können sie immer einfach austauschen.

Die Zukunft, ungewiss wie nie zuvor…. Ja, die gute alte Zeiten, Yin und Yang, Kapitalismus vs. Kommunismus. Einen Moment, stopp, war es nicht Demokratie und Kommunismus? Nochmal stopp, ist China nicht ein kommunistisches Land? Was geht hier vor? Ist China nicht eine Diktatur, mit Konzentrationslagern, was für jede Diktatur ganz normal ist, man muss die störenden Elemente irgendwie beseitigen. Es ist auch von wirtschaftlichem Interesse, die Gefangenen können die Waren produzieren, die man gut verkaufen kann, ohne dass die Arbeiter bezahlt werden müssen. Was für ein Geschäftsmodell, sollten wir nicht etwas von China lernen? Ja, China hat eine Zukunft, zumal die Worte Demokratie und Kapitalismus, die einst als untrennbar galten, nicht mehr zusammengehören.

Wahrscheinlich braucht die Demokratie immer noch den Kapitalismus, aber der heutige Kapitalismus braucht nicht unbedingt die Demokratie. Der Kapitalismus ist sogar viel besser dran ohne sie, er hat sich befreit, das Geld kann ja wachsen. Wir bauen eine neue Autofabrik (Volkswagen) in China, mitten in all diesen Konzentrationslagern, wo die Chinesen die Uiguren “überarbeiten”, kein Problem.

Derselbe Autokonzern, dem die Politik auch so gerne hilft (wir sind so stolz auf unseren Volkswagen!!). Dieselben Politiker, die so gerne von Menschenrechten und Menschenwürde reden. Vielleicht sollte sich die Politik einmal überlegen, ob es nicht genau diese Dysfunktion zwischen dem Gesagten und den Taten war, die den Populisten aller Couleur (leider auch den Dunkelbraunen) in der Welt der Politik gerade weit die Türen geöffnet hat? Einer der Gründe dafür war es sicherlich.

Dass die Populisten die Probleme dieser Welt nicht lösen werden oder gar nicht lösen wollen, sondern sehr wohl die Demokratie untergraben können, ist ganz offensichtlich. Es reicht, wenn man sich Trumps Amerika ansieht. Aber wir sollten nicht Ursache mit Wirkung verwechseln. Nicht Trump ist die Ursache. Die Ursache liegt gerade im befreiten Kapitalismus, in Verbindung mit der Doppelmoral der Politiker, die auch ganz gerne die Rolle einer Marionette der Wirtschaft spielen. Eine der Ursachen mindestens.

Ich weiß nicht, ob sich Herr Schröder, der Ex-Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, des Schadens bewusst ist, den er dem Image der Politik in der Bevölkerung zugefügt hat, als er Mitglied des Aufsichtsrates von Gazprom wurde, einer seltsamen russischen Mischform aus einem Staats- und Privatunternehmen. Auch dem Image seiner eigenen sozialdemokratischen Partei (SPD) hat es sicher nicht geholfen. Er könnte genauso gut zu sagen, dass er froh ist, eine neue AfD (populistische Partei Alternative für Deutschland) am Firmament der deutschen Politik zu begrüßen. Vielleicht noch hinzufügen, dass er sie als eine Bereicherung der Politik ansieht, mit den besten Wünschen und so weiter, sein Freund Putin wird sich um den Rest kümmern (was auch Putin seinerseits, vielleicht nur etwas versteckt, getan hat). Ist Russland nicht doch so “lumpenreine” Demokratie (in der Tat hat Schröder so etwas über Putin selber gesagt)? Der lumpenreine Demokrat Putin, unterstützt andere lumpenreine Demokraten, wie z.B. die nationalistische und leicht faschistische Marie Le Pen in Frankreich.

Ex-Kanzler Schröder als Liftboy in dem Aufzug des Populismus in die Politik. Ein guter Witz.

Aber vielleicht sollten wir uns nicht so sehr um den möglichen Untergang der Demokratie sorgen, es gibt immer Alternativen, zum Beispiel das chinesische Modell. Dort herrscht Frieden und Ruhe (nachdem alle störenden Elemente entfernt wurden). Gewisse wirtschaftliche Vorteile sind offensichtlich, die störenden Elemente werden auch effektiv für die allgemeine Gesellschaft genutzt, zum Nutzen aller. Wir könnten auch das großartige Sozialpunktesystem einführen, zum Nutzen aller. Wenn Sie sich um Ihre Großeltern kümmern, 100+ Punkte, Blut spenden 100+ Punkte, den Armen helfen 100+ Punkte, die Regierung kritisieren 1000- Punkte, die Tatsache erwähnen, dass es Konzentrationslager gibt 100000- Punkte extra, gefolgt von einem Jobangebot im Lager selbst (auf 0 EURO Basis, dafür aber unbefristet).

Das ist auch ein möglicher Weg, der Kapitalismus hätte nichts dagegen, wir haben die freie Wahl (noch, wie lange?) Niemand muss George Orwell lesen, außerdem wäre es nicht mehr möglich, das Buch kommt sowieso auf die schwarze Liste. Sollen wir?

POST SCRIPTUM

Für alle, die von meinem Problem wussten, mit dem kaputten Computer, ist das Hauptproblem gelöst. Dank der Spenden konnte ich einen gebrauchten Mac Pro in gutem Zustand kaufen. Nochmals vielen Dank für alle, die mir geholfen haben, meine Musik zu retten.

Ich werde immer noch etwa 2000 Euro brauchen, um meinen Computer weiter zu verbessern, damit ich schneller an der Musik selbst arbeiten kann. Aber mein Hauptwerkzeug habe ich wieder.

Ich habe eine Menge neuer künstlerischer Ideen, ich werde aber auch gerne von Zeit zu Zeit einen neuen Artikel schreiben. Was Sie heute gelesen haben, das waren zwei Tage intensiver Arbeit, ich könnte sagen, es waren sehr arbeitsreiche Weihnachten.

Sie können hier gerne meine Musik hören, außerdem möchte ich Sie einladen, mein Konzept des Kontextualismus in der Kunst zu lesen, ein Weg, den ich als Künstler gerade eingeschlagen habe und gerne weiter entwickeln möchte.

Wenn Ihnen mein Artikel gefallen hat, oder wenn Sie denken, dass meine Musik es wert ist, sie zu unterstützen (oder beides), können Sie dies jederzeit über meinen PayPalMe-Link tun. Das Teilen dieses Artikels hilft mir auch sehr, so kann ich immer neue Zuhörer für meine Musik, aber auch neue Leser finden.

Mit besten Wünschen für das neue Jahr 2021, das hoffentlich besser wird als das letzte.

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13 grudnia / 13th December / 13. Dezember

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Deutsch

Michal Talma-Sutt

Drodzy Państwo

Fortuna kołem się toczy, jak się okazuje – historia też. Dla kogoś, kto całkiem już świadomie przeżył 13 grudnia 1981 roku w Polsce, obrazy z najnowszymi protestami w naszym kraju, a zwłaszcza rola jaką w nich odgrywa policja oraz obóz władzy, muszą budzić przykre skojarzenia. Także retoryka polityków Zjednoczonej Prawicy, na czele z głośnym już przemówieniem pewnego posła z kotem, pogłębia moje wrażenie, że podróże w czasie mogą być jednak możliwe. Tylko inaczej jak myśleliśmy, nie my wędrujemy w czasie (do tyłu), to czas przeszły zdaje się wędrować do nas, w wersji dość idiotycznej.

No cóż, najwyraźniej nie potrzeba dzisiaj Tuwima ze Słonimskim, aby pisać nową wersję „W oparach absurdu“, wystarczą nasi politycy, głównie ci lepszego sortu, niestety czasem także z opozycji. Nie zazdroszczę polskim satyrykom. W czasie, gdy życie zamienia się w jakiś, co prawda ponury, ale jednak kabaret, uprawianie satyry staje się tak trudne, że prawie niemożliwe. Trudno przecież przebić przygody posła Suskiego z Katarzyną Wielką w czasie przesłuchania komisji ds. Amber Gold. Wiem, że dowcip był nie zamierzony, ale mimo wszystko…

No i oczywiście, jakość tego kabaretu też kiepska, Laskowikowi i Smoleniowi do pięt to nie sięga. No cóż, to byli profesjonaliści, dzisiejsi komedianci w polskim Sejmie i Senacie, w ministerstwach i komisjach a także w Trybunale Konstytucyjnym i co raz częściej w prokuraturze, to amatorzy. Co gorsza, także we własnym wykonywanym zawodzie.

Mają też ogromnego pecha, na arenie międzynarodowej odgrywają coraz mniejszą rolę, szansy na zdobycie jakiejkolwiek nagrody politycznych złotych malin nie mają żadnej, te mianowicie we wszystkich kategoriach powędrują do Trumpa, czyli naczelnego Pajaca najważniejszego (chwilowo jeszcze) kraju na świecie.

Tak na marginesie, polityczna zmiana w USA, spowoduje, że jedynym sensownym wyjściem dla PiSu i przystawek, będzie wejście Polski w skład Monarchii Brytyjskiej, zaraz po tym jak Szkocja zrobi tam wolne miejsce dla nas. Terytorialnie Wielka Brytania na tym nie straci, a nawet zyska. Nowe znaczenie otrzyma termin wewnętrznej emigracji, młodzi Polacy nadal będą mogli masowo wyjeżdżać tam, gdzie zawsze najchętniej chcieli pracować. Pozostaje pytanie, czy Złoty czy Funt Sterling. Dostęp do morza mamy, można byłoby pomyśleć o odbudowaniu Imperium. Oczywiście można oczekiwać, że także Polska błyśnie dyplomatyczną propozycją, żeby to Wielka Brytania się do nas przyłączyła, bo fajnie byłoby mieć jeszcze jedną wyspę poza Wolinem, przepraszam, pół wyspy. Po długich negocjacjach i osiągnięciu kompromisu, ostatecznie przystąpimy do Królestwa Zjednoczonej Wielkiej Brytanii i Polski. Potem tylko hulaj dusza do kontusza, marzenia o wielkości spełnione, a co tam, że tylko w nazwie, która zresztą była naszą kartą przetargową wspomnianych negocjacji.

No i tak oto ratuję się jednak humorem, choć w sumie śmiesznie nie jest. Właściwie powinienem przestać się tym wszystkim przejmować i zająć się tylko sztuką, czyli moją muzyką. Ale jak na początku wspomniałem, Fortuna kołem się toczy i ostatnio się potoczyła tak, że nie mam na czym pracować, mój komputer odszedł do nieba lub piekła (kto to wie?) i liczę na Państwa pomoc. O moim problemie można przeczytać tutaj, po polsku, po niemiecku lub po angielsku.

Życząc Państwu Wesołych i spokojnych Świąt (na ile w tych szalonych czasach jest to możliwe) oraz Szczęśliwego Nowego Roku, serdecznie pozdrawiam z Berlina.

p.s. a tutaj można posłuchać mojej muzyki.

Worldwide Screening of I AM NOT YOUR NEGRO by Raoul Peck on December 10, 2020

Deutsch unten

Worldwide Screening: I Am Not Your Negro by Raoul Peck on December 10, 2020

On December 10, 2020, the anniversary of the day the United Nations General Assembly adopted, in 1948, the Universal Declaration of Human Rights, a second Worldwide Screening will take place. Cinemas, schools, universities, and cultural institutions have responded to the call of the international literature festival berlin (ilb) to screen I Am Not Your Negro by Raoul Peck. This award-winning 95-minute 2016 documentary was shot on the basis of the unfinished manuscript “Remember This House” by James Baldwin (1924 – 1987).

The worldwide screening is intended to underscore our responsibility to examine the history of colonialism and racism. Over the course of almost four centuries, 10-12 million enslaved Africans were transported to America, mainly by European traders. More than 250 years after the abolition of the Atlantic slave trade, equal treatment of white people and People of Color has by no means been established – neither in America, nor in Europe, or any other region of the world.

In addition to analogue events, digital screenings will take place. Here you can find a list of participating institutions and links.

website

Worldwide Screening: I Am Not Your Negro von Raoul Peck am 10. Dezember 2020

Am Jahrestag der, durch die Vereinten Nationen im Jahr 1948 verkündeten, Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte findet das zweite Worldwide Screening am 10. Dezember 2020 statt. Kinos, Schulen, Universitäten und kulturelle Institutionen folgten dem Aufruf des internationalen literaturfestivals berlin (ilb) zu einer weltweiten Filmvorführung von I Am Not Your Negro von Raoul Peck. Der preisgekrönte, 95-minütige Dokumentarfilm aus dem Jahr 2016 wurde auf Basis des unvollendeten Manuskripts „Remember This House“ von James Baldwin (1924 – 1987) gedreht.

Mit der weltweiten Vorführung soll unsere Verantwortung unterstrichen werden, die Geschichte der Kolonisation und des Rassismus detailliert aufzuarbeiten. Im Laufe von fast vier Jahrhunderten wurden 10-12 Millionen versklavte Afrikaner nach Amerika transportiert, hauptsächlich von europäischen Händlern. Mehr als 250 Jahre nach der Abschaffung des atlantischen Sklavenhandels ist die Gleichbehandlung von Weißen und People of Color keineswegs festgeschrieben – weder in Amerika noch in Europa noch in anderen Regionen der Welt.

Neben analogen Veranstaltungen finden an dem Tag weltweit auch digitale Screenings statt. Schauen Sie sich die Liste der teilnehmenden Institutionen und Links hier an.

Webseite


internationales literaturfestival berlin
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10115 Berlin
Fon +49 (0) 30 – 27 87 86 65
Fax +49 (0) 30 – 27 87 86 85
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21. internationales literaturfestival berlin | 8.–18. September 2021
7. internationales literaturfestival odessa | 22.–25. September 2021

www.litfestodessa.com
www.worldwide-reading.com
www.comics-berlin.de
www.wordalliance.org

Louise Glück (czyli Szczęście)

Literacka nagroda Nobla 2020

Nagroda dla Louise Glück, amerykańskiej poetki i eseistki. Wybór Akademii Szwedzkiej oceniają z Wrocławia prof. Inga Iwasiów, Justyna Sobolewska, Michał Nogaś i Michał Rusinek.

 

Louise Glück was born in New York City in 1943 and grew up on Long Island. She attended Sarah Lawrence College and Columbia University. Considered by many to be one of America’s most talented contemporary poets, Glück is known for her poetry’s technical precision, sensitivity, and insight into loneliness, family relationships, divorce, and death. The poet Robert Hass has called her “one of the purest and most accomplished lyric poets now writing.” In 2020 she was awarded the Nobel Prize in Literature “for her unmistakable poetic voice that with austere beauty makes individual existence universal.”

Glück is the author of 12 books of poetry, including the recent collections Faithful and Virtuous Night (2014), winner of the National Book Award, and Poems 1962-2012 (2012), which won the Los Angeles Times Book Prize, as well as the essay collection American Originality (2017). Glück’s early books feature personae grappling with the aftermaths of failed love affairs, disastrous family encounters, and existential despair, and her later work continues to explore the agony of the self. Her first book of poetry, Firstborn (1968), was recognized for its technical control as well as its collection of disaffected, isolated narratives. Helen Vendler commented on Glück’s use of story in her New Republic review of The House on Marshland (1975). “Glück’s cryptic narratives invite our participation: we must, according to the case, fill out the story, substitute ourselves for the fictive personages, invent a scenario from which the speaker can utter her lines, decode the import, ‘solve’ the allegory,” Vendler maintained. But she added that “later, I think … we read the poem, instead, as a truth complete within its own terms, reflecting some one of the innumerable configurations into which experience falls.” According to poet-critic Rosanna Warren, Glück’s “power [is] to distance the lyric ‘I’ as subject and object of attention” and to “impose a discipline of detachment upon urgently subjective material.”

Glück’s poems in books such as Firstborn, The House on Marshland, The Garden (1976), Descending Figure (1980), The Triumph of Achilles (1985), Ararat (1990), and the Pulitzer Prize-winning The Wild Iris (1992) take readers on an inner journey by exploring their deepest, most intimate feelings. Glück’s ability to create poetry that many people can understand, relate to, and experience intensely and completely stems from her deceptively straightforward language and poetic voice. In a review of Glück’s The Triumph of Achilles, Wendy Lesser noted in the Washington Post Book World that “‘direct’ is the operative word here: Glück’s language is staunchly straightforward, remarkably close to the diction of ordinary speech. Yet her careful selection for rhythm and repetition, and the specificity of even her idiomatically vague phrases, give her poems a weight that is far from colloquial.” Lesser went on to remark that “the strength of that voice derives in large part from its self-centeredness—literally, for the words in Glück’s poems seem to come directly from the center of herself.”

Because Glück writes so effectively about disappointment, rejection, loss, and isolation, reviewers frequently refer to her poetry as “bleak” or “dark.” The Nation’s Don Bogen felt that Glück’s “basic concerns” were “betrayal, mortality, love and the sense of loss that accompanies it… She is at heart the poet of a fallen world.” Stephen Burt, reviewing her collection Averno (2006), noted that “few poets save [Sylvia] Plath have sounded so alienated, so depressed, so often, and rendered that alienation aesthetically interesting.” Readers and reviewers have also marveled at Glück’s gift for creating poetry with a dreamlike quality that at the same time deals with the realities of passionate and emotional subjects. Holly Prado declared in a Los Angeles Times Book Review piece on The Triumph of Achilles (1985) that Glück’s poetry works “because she has an unmistakable voice that resonates and brings into our contemporary world the old notion that poetry and the visionary are intertwined.” Glück’s Pulitzer prize-winning collection, The Wild Iris (1992), clearly demonstrates her visionary poetics. The book, written in three segments, is set in a garden and imagines three voices: flowers speaking to the gardener-poet, the gardener-poet, and an omniscient god figure. In the New Republic, Helen Vendler described how “Glück’s language revived the possibilities of high assertion, assertion as from the Delphic tripod. The words of the assertions, though, were often humble, plain, usual; it was their hierarchic and unearthly tone that distinguished them. It was not a voice of social prophecy but of spiritual prophecy—a tone that not many women had the courage to claim.

Meadowlands (1996), Glück’s first new work after The Wild Iris, takes its impetus from Greek and Roman mythology. The book uses the voices of Odysseus and Penelope to create “a kind of high-low rhetorical experiment in marriage studies,” according to Deborah Garrison in the New York Times Book Review. Garrison added that, through the “suburban banter” between the ancient wanderer and his wife, Meadowlands “captures the way that a marriage itself has a tone, a set of shared vocal grooves inseparable from the particular personalities involved and the partial truces they’ve made along the way.”

Vita Nova (1999) earned Glück the prestigious Bollingen Prize from Yale University. In an interview with Brian Phillips of the Harvard Advocate, Glück stated: “This book was written very, very rapidly… Once it started, I thought, this is a roll, and if it means you’re not going to sleep, okay, you’re not going to sleep.” Although the ostensible subject matter of the collection is the examination of the aftermath of a broken marriage, Vita Nova is suffused with symbols drawn from both personal dreams and classic mythological archetypes. Glück’s next collection, The Seven Ages (2001) similarly takes up both myth and the personal in forty-four poems whose subject matter ranges throughout the author’s life, from her earliest memories to the contemplation of death. Glück’s next book, Averno (2006) takes the myth of Persephone as its touchstone. The book’s poems circle around the bonds between mothers and daughters, the poet’s own fears of ageing, and a narrative concerning a modern-day Persephone. In the New York Times, Nicholas Christopher noted Glück’s unique interest in “tapping the wellsprings of myth, collective and personal, to fuel [her] imagination and, with hard-earned clarity and subtle music, to struggle with some of our oldest, most intractable fears—isolation and oblivion, the dissolution of love, the failure of memory, the breakdown of the body and destruction of the spirit.”

William Logan called Glück’s A Village Life (2009), “a subversive departure for a poet used to meaning more than she can say.” The book is a marked formal departure for Glück, relying on long lines to achieve novelistic or short-story effects. Logan saw A Village Life as a latter-day Spoon River Anthology in its use of “the village as a convenient lens to examine the lives within, which counterpoint the memories of her [Glück’s] life without.” Dana Goodyear, reviewing the book for the Los Angeles Times found A Village Life “electrifying,” even as it presumed to tell its “polite” story of a “dying agriculture community, probably in Italy, probably some time between the 1950s and today.” Goodyear added: “Ordinariness is part of the risk of these poems; in them, Glück hazards, and dodges, sentimentality. The near miss makes us shiver.” Glück’s selected Poems 1962-2012 (2012) was published to great acclaim. While highlighting her work’s fierceness and “raking moral intensity,” in the words of New York Times reviewer Dwight Garner, the collection also allowed readers to see the arc of Glück’s formal and thematic development. According to Adam Plunkett, reviewing the collected poems in the New Republic, “Very few writers share her talent for turning water into blood. But what emerges from this new, comprehensive collection—spanning the entirety of her career—is a portrait of a poet who has issued forth a good deal of venom but is now writing, excellently, in a softer vein.”

In 2003 Glück was named the 12th US Poet Laureate. That same year, she was named the judge for the Yale Series of Younger Poets, a position she held until 2010. Her book of essays Proofs and Theories (1994) was awarded the PEN/Martha Albrand Award for Nonfiction. In addition to the Pulitzer and Bollingen Prizes, she has received many awards and honors for her work, including the Lannan Literary Award for Poetry, a Sara Teasdale Memorial Prize, the MIT Anniversary Medal, the Wallace Stevens Award, a National Humanities Medal, and a Gold Medal for Poetry from the American Academy of Arts and Letters. She has received fellowships from the Guggenheim and Rockefeller Foundations, and from the National Endowment for the Arts. In 2020 she was awarded the Nobel Prize in Literature.

Glück is currently writer-in-residence at Yale University and lives in Cambridge, Massachusetts.

October (section I)
 
Is it winter again, is it cold again,
didn’t Frank just slip on the ice,
didn’t he heal, weren’t the spring seeds planted

didn’t the night end,
didn’t the melting ice
flood the narrow gutters

wasn’t my body
rescued, wasn’t it safe

didn’t the scar form, invisible
above the injury

terror and cold,
didn’t they just end, wasn’t the back garden
harrowed and planted—

I remember how the earth felt, red and dense,
in stiff rows, weren’t the seeds planted,
didn’t vines climb the south wall

I can’t hear your voice
for the wind’s cries, whistling over the bare ground

I no longer care
what sound it makes

when was I silenced, when did it first seem
pointless to describe that sound

what it sounds like can’t change what it is—

didn’t the night end, wasn’t the earth
safe when it was planted

didn’t we plant the seeds,
weren’t we necessary to the earth,

the vines, were they harvested?

Safe Abortion Day: Soliaktion in Berlin, 28.09.2020

28.9.2020 | #SafeAbortionDay | 19.00 Brandenburger Tor
Together with Berlin-Ireland Pro Choice Solidarity
Ni una menos Berlin
Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung
and many other organisations and individuals,
we stand in solidarity for choice, for rights, for dignity and safe and legal abortion.

Fotos: Gabriella Falana
Tanz: Magdo Magdo
Art: Anna Krenz
Performance: Anna Krenz, Magdo Magdo, Urszula Bertin, Agnieschka Glapa, Ania, Elisabeth

Scenariusz do performance “VOICES” by #DziewuchyBerlin @ #BotschaftDerPolinnen
28.9.2020 | #SafeAbortionDay | 19.00 Brandenburger Tor – Screenplay/Drawings: Anna Krenz
Directed by Dziewuchy, music/ light: Kuba Pierzchalski, dance: Magdo Magdo, storyteller: Anna Krenz, Sisters: Urszula Bertin, Agnieschka Glapa, Ania, Elisabeth; Scenography: Anna Krenz


Trees & drzewa

Anna Nacher wrote on FB:

Plants never cease to amaze me. This juniper was rescued from the place, where someone threatened to burn it down or otherwise destroy. So upon hearing this, Marek Styczyński decided to uproot the already fully grown bush, then asked Marcin Sarota to transport it to Biotop Lechnica.
It was already too big to fit in the car, Marcin had at the disposal, so they were driving with this bush that took up all the inside space, sticking a bit through the window – luckily they didn’t meet the police (I’m sure the officers would’ve been sure the bush is driving a car). We immediately fell for each other when I saw it for the first time and sensed its marvellous, rich and strong smell. So we placed it in the soil again, with no guarantee it would survive. The first three years were difficult. It apparently was struggling, a lot. It was changing its shape, lost most of his leaves, then grew another set (of a completely different kind), then lost some more. I was afraid we’re losing it. But deep inside I knew it was still transforming and not giving up. And there He is, five years later, His Majesty Almighty Juniperus, with all his glorious smell again, giving shelter to so many other beings, uplifting my mood and coaching me on coping with transformation.

***
Adam Węglowski
napisał (albo został zacytowany) w kalendarzu Przekroju w sobotę 29 sierpnia 2020 roku, w Dzień Sprzeciwu wobec Prób Jądrowych

Drzewa, które pamiętają historię: Ocalone z blasku tysiąca słońc.

Hibakujumoku to po japońsku „drzewa, które przeżyły” wybuchy bomb atomowych w Hiroszimie i Nagasaki. Według naukowców fala uderzeniowa natychmiast unicestwiła co najmniej połowę drzewostanu w promieniu 2 km od epicentrum wybuchu. Większość pozostałych drzew zniszczyło promieniowanie. Przetrwało od kilkudziesięciu do stu kilkudziesięciu sztuk, np. wierzba i eukaliptus przy ruinach zamku w Hiroszimie czy kilkusetletnie cynamonowce w świątyni Sanno Shinto w Nagasaki.

***
To mi przypomniało, że pierwszym drzewem, które odrosło w Hiroszimie był miłorząb japoński. Drzewo rośnie w ogrodzie Shukkei-en w centrum miasta, założonym w roku 1620. Ogród został całkowicie zniszczony w ataku nuklearnym, po miłorzębie pozostał pień, z którego już następnej wiosny odrosły nowe gałęzie.

Napis na tablicy głosi (Wikipedia):

Ten miłorząb jako jedyne drzewo w tym ogrodzie przetrwał burzę ogniową po bombardowaniu atomowym w dniu 6 sierpnia 1945 roku. Obwód pnia: około 4 m, wysokość: około 17 m, wiek drzewa: szacowany na ponad 200 lat. Jest przechylony przez podmuch, przycinanie gałęzi zapobiega jego upadkowi

***

Ale magia miłorzębu to nie tylko Hiroszima. To jedyne drzewo liściaste, które jest jednocześnie drzewem iglastym. Jego igły zrosły się w liście.

Czasami używana nazwa miłorząb japoński jest myląca, gdyż gatunek ten nie występuje naturalnie w Japonii, a jedynie z tego kraju drzewo to po raz pierwszy trafiło do Europy. Gatunek endemiczny i reliktowy, występujący na stanowiskach naturalnych wyłącznie w południowo-wschodniej części Chin, w prowincji Anhui, gdzie rośnie 167 drzew. Przez długi czas utrzymywało się przekonanie, że ani w Chinach ani w Japonii miłorząb nie występuje już w stanie dzikim, a jego osobniki rosnące m.in. przy wielu świątyniach i klasztorach zawdzięczają swe istnienie jedynie opiece kapłanów i mnichów. Miłorzęby mogą żyć nawet 4000 lat i osiągać wysokość 40 m.

Moria reblogged

komentarz po polsku – na dole; autorką komentarza jest Ania Alboth, inicjatorka Marszu dla Aleppo, od wielu lat polska rzeczniczka praw uciekinierów

Fire Destroyed Most of Europe’s Largest Refugee Camp, on Greek Island of Lesbos

By Patrick Kingsley, Sept 9th

Campaigners have long warned that the overcrowded conditions at the impoverished camp might lead to catastrophe.Video player loading

Vast stretches of the camp and an adjacent site were destroyed in the fire.

Europe’s largest refugee camp, on the Greek island of Lesbos, has long been a desperate makeshift home for thousands of refugees and migrants who have risked everything to flee war and economic hardship for a better life. They lived in cramped tents with limited access to toilets, showers and health care. For years, rights groups warned that these squalid conditions would sooner or later prompt a humanitarian disaster.

On Tuesday night, that disaster came. A fast-moving fire destroyed much of the camp, leaving most of its 12,000 residents homeless. By Wednesday, a process of soul-searching had begun among many Europeans, for whom the Moria camp, and the neglect of its residents, has long been synonymous with the continent’s increasingly unsympathetic approach to refugees.

No deaths were initially reported. But vast stretches of the camp and an adjacent spillover site were destroyed in the fire, leaving only a medical facility and small clusters of tents untouched.

Since 2015, Moria has filled with an influx of migrants — now mostly Afghan refugees — seeking to reach northern Europe. It is a bleak tent camp designed for 3,000 people that at times has swollen to more than 20,000 after Europe started blocking their paths in 2016.

Ursula von der Leyen, president of the European Union’s executive arm, the European Commission, said she felt “deep sorrow” about the fire, while the governor of a region in western Germany, Armin Laschet, said he was willing to admit up to 1,000 refugees from the camp as part of a wider European resettlement program that has yet to be developed.

Some residents of the camp managed to escape to the island’s main town of Mytilene, while others were able to remain in their tents in small areas of the camp that were unaffected by the blaze. But many were being held nearby on Wednesday morning while the Greek authorities decided where to house them.

Aid workers said that the fire at Moria, which is named after a nearby village, began shortly after 10 p.m. on Tuesday following protests by residents over recent coronavirus restrictions, and that it spread quickly because of high winds and the explosion of gas canisters.

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A fast-moving fire destroyed much of the camp, leaving most of its 12,000 residents homeless.

Aid workers, activists and officials said a series of fires were started intentionally by a group of camp residents who were furious at being forced to quarantine after at least 35 people tested positive for coronavirus at the camp.

A new, smaller fire broke out on Wednesday evening in one of the few areas that had survived the first blaze, displacing roughly 1,000 more people, aid workers said.

Notis Mitarachi, the Greek migration minister, said during a Wednesday evening news conference that those responsible for the fires would not go unpunished.

The fire quickly destroyed much of the camp’s formal enclosure, including a facility for 400 unaccompanied children and much of its water infrastructure, before spreading to a spillover site in olive groves close to the camp’s fence. Prime Minister Kyriakos Mitsotakis said a state of emergency had been declared for all of Lesbos and noted that all unaccompanied minors would be transferred off the island.

Videos provided to The New York Times by aid workers at the camp showed residents hurrying from Moria in droves in the early hours of Wednesday morning. They carried their belongings in bags slung over their shoulders, some of them pushing infants in strollers, and others draped in blankets.

“It was absolute chaos,” said Jonathan Turner, an aid worker who been building water infrastructure in the camp on behalf of Watershed Foundation and Choose Love. “There were just so many people trying to move, trying to escape.”

By sunrise, footage showed that much of the camp’s formal infrastructure had collapsed, with many of the tents burned. Several metal portable cabins were blackened with soot, their walls having buckled in the heat. Trees on the nearby slopes had been charred.

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Fire at a migrant camp on the Greek island of Lesbos.

Thousands of displaced residents were left with nowhere to go, with many simply sitting down a few hundred meters from the camp.

“There are thousands of people just sitting on the main road,” said Nick Powell, an Australian aid worker who witnessed the fire and its aftermath, and who was helping to provide food to the survivors on Wednesday.

It is still unclear where they will be taken. George Koumoutsakos, Greece’s deputy migration minister, said during a Wednesday news conference that efforts were being made to rehouse around 3,000 people in new tents.

The priority was to rehouse the most vulnerable, with some 400 unaccompanied minors being moved to “safe zones” and hotels, he said.

Moria was started in 2015, when more than 850,000 war refugees and migrants made their way by boat from Turkey to nearby Greek islands like Lesbos, hoping to travel farther north. A further 300,000 have arrived in the years since.

At first, when Europe was more tolerant of migrants, people tended to pass through the camp quickly. But in 2016, Europe changed tack, blocking the onward movement of migrants to countries like Germany and leaving thousands stranded in squalid Greek camps like Moria, which soon became overcrowded.

Since then, Moria has been considered an emblem of Europe’s hardening approach to migrants in the aftermath of the 2015 crisis.

Through the European Union, other European countries provided Greece with money to care for its refugee population. But European leaders refused to allow many of them to leave Greek camps for sanctuary elsewhere in Europe.

Stuck in Moria, migrants lined up for hours for food that was often moldy. And they became enmeshed in what for many of them seemed an interminably complex asylum application process, leading to what some doctors deemed a mental health crisis at the camp.

Refugees and migrants sleeping next to a road following the fire.

The situation has been no better in other camps on nearby Greek islands. Across the Greek islands before the fire, more than 23,000 people were crammed into camps built for just 6,000, according to recent statistics compiled by aid groups.

The dynamic has created deep hostility between migrants and Greek islanders who, once welcoming to their new neighbors, have grown increasingly resentful. It has also led the Greek government to immediately expel many new arrivals this year, abandoning more than 1,000 immigrants in rafts at sea.

Given these conditions, campaigners had long predicted a catastrophe at the camp.

“This fire was expected,” said Eva Cossé, who leads research in Greece for Human Rights Watch, an independent New York-based rights organization. “It’s not surprising. It’s a testament to the European Union’s negligence and Greece’s negligence.”

Human Rights Watch has been calling for the camp to be closed or its number of residents to be significantly reduced for years.

“E.U. member states need to have a serious discussion about reducing numbers on the island, and alleviate the pressure on Greece, because Greece cannot deal with this alone,” Ms. Cossé said.

While Mr. Mitsotakis, the prime minister, condemned those who started the fire, he said the disaster could “become an opportunity to deliver better conditions and a new reality in Lesbos.”

Offers of support began on Wednesday, with the European Commission saying it would immediately help relocate the 400 unaccompanied minors to mainland Greece and onward to new homes in E.U. member states. These children are the last of 1,200 that the bloc has been helping place in other countries.

Ylva Johansson, the European commissioner for migration, said that the commission was also paying for a boat that was on its way to Lesbos on Wednesday afternoon and would serve as a makeshift hotel for the most vulnerable.

She also said that, despite recent efforts to improve the overwhelmed camp, conditions had remained very poor. Thousands of people were transferred off the island as the pandemic began, reducing numbers from more than 20,000 to 12,000, though it remained vastly overstretched.

“There are still too many people there,” she said, calling the conditions in Moria “unacceptable.”

Reporting was contributed by Niki Kitsantonis and Iliana Magra from Athens, Matina Stevis-Gridneff from Brussels, and Melissa Eddy from Berlin.


Bardzo nie lubię mówienia o ludziach w numerkach.
Bo numerki oddalają.

Dlatego 13 000 ofiar pożaru obozu Moria na Lesbos czy 11 000 ofiar wysiedleń z obozów i mieszkań w kontynentalnej Grecji albo bezdomne tłumy na placu Victoria, chciałabym w Waszych oczach zamienić w konkret.

Poznajcie Sajrę: Kardiochirurżka z Afganistanu. Kobieta, szanowany lekarz, matka dwóch bliźniaczek i Aliego. Jeździła po świecie, operowała, zna języki.

Talibom nie podobało się, że Ali się do nich nie przyłączy. Najpierw został zabity mąż Sajry. Potem przyszli po syna. Wieczorem, nie pukali.
Sajra zasłoniła syna własną piersią. Pamięta tylko gwałt, wbicie noża, potem straciła przytomność. Aliemu udało się uciec, ale gdy Sajra doszła do siebie, okazało się, że… jej bliźniaczki zniknęły. 8-letnie. Blond, po mamie.

To było 3 lata temu. Nikt nie wie, czy żyją. Gdzie. Z kim. Jak.

Sajra mieszka w maleńkim pokoju w Grecji, z Alim, w tymczasowym ośrodku UNHCR . Obok jej łóżka leży stetoskop. Nie ma nadziei, nie ma siły, ma jedną spódnicę i ten stetoskop.

Za numerkami stoją takie właśnie dramaty

Call for a Worldwide Reading

Call for a Worldwide Reading for the democracy movement in Hong Kong on 9 September 2020

German version see below/ deutschsprachige Version unten

The international literature festival berlin [ilb] is calling on individuals, schools, universities, cultural institutions and the media for a worldwide reading for freedom of expression and assembly on 9 September 2020. These readings are intended to draw attention to the situation of freedom of expression, freedom of assembly and human rights in Hong Kong, which were adopted by the United Nations in Paris on 10 December 1948. Hong Kong’s parliamentary elections are also scheduled for September 2020.

The recent arrests of 15 representatives of civil society, the democratic camp and the media are part of a long tradition of sometimes subtle, sometimes offensive efforts by the People’s Republic of China to influence the Hong Kong Special Administrative Region (SAR), which has been semi-autonomous since 1997, and its government formation. New York Times May 22nd: “On Hong Kong, the leadership struck a hard line at the annual meeting of China’s legislature, unveiling a plan to impose sweeping new security laws that would place the territory more firmly under Beijing’s thumb and crack down on antigovernment protests.” The headline of the Frankfurter Allgemeine Zeitung in Germany today: “China wants to put an end to the protest movement in Hong Kong”.

In 2014, the Chinese government stipulated that all candidates for the election of the head of government had to be approved beforehand in Beijing. Known as the “Umbrella Movement”, the population of Hong Kong responded with a series of large-scale demonstrations: Thousands of students and pupils, university teachers and intellectuals, artists, workers and employees demanded, among other things, the withdrawal of the resolution and the introduction of political reforms towards further democratization. There were numerous violent clashes between demonstrators and the police, who used pepper spray and tear gas against the largely peaceful demonstrators and arrested various.

At the end of 2015, five Hong Kong booksellers and publishers were abducted to mainland China where they were interned, interrogated and forced to confess. On February 24, 2020, one of the booksellers, Gui Minhai, was sentenced to 10 years in prison for “illegally passing secret information abroad”. While the Internet, newspapers, television and radio are officially uncensored in Hong Kong, most media are now owned by Chinese investors. Television and radio largely outdo each other in self-censorship.

Since March 2019, there have been renewed large-scale demonstrations against the pro-Beijing Hong Kong government over a draft bill that would also allow the extradition of wanted persons to China. Among other things, the demonstrators were demanding the withdrawal of the extradition bill, universal suffrage and the release of political prisoners. While the draft of the extradition bill was officially withdrawn by the government in September 2019, the responses to the other demands are being sat out. The result: over 1,000 protests and 8,000 arrests since then.

Due to COVID-19, the movement has largely shifted to the Internet in the form of memes and images. At the same time, a focus has been placed on the formation of trade unions in order to make the structures more sustainable. The recent arrests in April 2020 underline China’s ongoing efforts to stop critical voices and freedom of expression in Hong Kong. The leadership in Beijing is using the global crisis to quickly create facts and undermine the “one country, two systems” principle. It is challenging the constitutional requirement of non-interference in Hong Kong affairs and wants to introduce a new security law that can criminalize unpleasant political activities as terrorism. This course highlights the urgent need for international attention and solidarity at this time.

Read the 30 articles of human rights, which you can find in over 500 (!) languages on the website of the United Nations and read by Vivienne Westwood, Nina Hoss, Can Dündar, Patti Smith, Simon Rattle, Ai Weiwei, Elfriede Jelinek, and David Grossman subtitled in the languages Arabic, Chinese, German, English, French, Hindi, Russian, Spanish, and Turkish via our website.

Institutions and persons who would like to participate with a reading on 9 September 2020 are asked to inform us and send information like: name of the organizer, place and date of the event, participants, language of the event and, if you have, website link. Our e-mail address is: worldwidereading@literaturfestival.com. The ilb will announce the events on the website www.literaturfestival.com and in social media.

Aufruf zu einer Weltweiten Lesung für die Demokratiebewegung in Hongkong am 9. September 2020
Das internationale literaturfestival berlin [ilb] ruft Individuen, Schulen, Universitäten, kulturelle Institutionen und Medien zu einer Weltweiten Lesung für Meinungs- und Versammlungsfreiheit am 9. September 2020 auf. Mit diesen Lesungen soll auf die Lage der Meinungs- und Versammlungsfreiheit und der Menschenrechte in Hongkong aufmerksam gemacht werden, die am 10. Dezember 1948 von den Vereinten Nationen in Paris verabschiedet wurden. Im September 2020 ist auch die Parlamentswahl in Hongkong vorgesehen.

Die jüngsten Festnahmen von 15 VertreterInnen der Zivilgesellschaft, des demokratischen Lagers und der Medien reihen sich ein in eine lange Tradition der teils subtilen, teils offensiven Bemühungen der Volksrepublik Chinas, Einfluss auf die seit 1997 teil-autonome Sonderverwaltungszone Hongkong sowie deren Regierungsbildung auszuüben. Die New York Times schrieb am 22. Mai: „Was Hongkong betrifft, so schlug die Führung (Chinas) auf der Jahrestagung der chinesischen Legislative eine harte Linie ein und publizierte einen Plan zur Verabschiedung umfassender neuer Sicherheitsgesetze, die das Gebiet stärker unter die Regie Pekings stellen und gegen regierungsfeindliche Proteste vorgehen würden.“

2014 legte die Regierung Chinas fest, dass alle Kandidierenden für die Wahl des Regierungschefs oder der Regierungschefin zuvor in Peking genehmigt werden müssten. Bekannt unter der Bezeichnung „Regenschirm-Bewegung“ reagierte die Hongkonger Bevölkerung mit einer Reihe von Großdemonstrationen: Zu Hunderttausenden forderten SchülerInnen, Studierende, HochschullehrerInnen, Intellektuelle, KünstlerInnen, ArbeiterInnen und Angestellte die Rücknahme des Beschlusses und die Einleitung von politischen Reformen. Es kam zu zahlreichen Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und der Polizei, die mit Pfefferspray, Tränengas und Festnahmen gegen die weitgehend friedlichen Demonstrationen vorgingen.

Ende 2015 wurden fünf Hongkonger Buchhändler und VerlegerInnen nach Festlandchina entführt und dort interniert, verhört und zu Geständnissen gezwungen. Am 24. Februar 2020 wurde einer der Buchändler, Gui Minhai, für die „illegale Weitergabe von Geheiminformationen ans Ausland“ zu 10 Jahren Haft verurteilt. Während zwar Internet, Zeitungen, Fernsehen und Radio in Hongkong offiziell unzensiert sind, sind die meisten Medien inzwischen im Besitz von chinesischen Investoren. Fernsehen und Radio überbieten sich weitgehend in Selbstzensur.

Seit März 2019 kommt es erneut zu Großdemonstrationen gegen die Peking-nahe Regierung Hongkongs anlässlich eines Gesetzentwurfs, der auch die Auslieferung von gesuchten Personen an China ermöglichen sollte. Gefordert wurden von den Demonstrierenden unter anderem die Rücknahme des Auslieferungsgesetzes, das allgemeine Wahlrecht und die Freilassung von Demonstrierenden. Während der Entwurf des Auslieferungsgesetzes im September 2019 offiziell von Regierungsseite zurückgenommen wurde, werden die Antworten auf die weiteren Forderungen ausgesessen. Die Folge: über 1.000 Proteste und 8.000 Festnahmen seither.

Aufgrund von COVID-19 hat sich die Bewegung größtenteils in Form von Memes und Bildern ins Internet verlagert. Gleichzeitig wird ein Fokus auf das Bilden von Gewerkschaften gelegt, um den Strukturen mehr Nachhaltigkeit zu verleihen. Die jüngsten Festnahmen vom April 2020 unterstreichen die andauernden Bemühungen Chinas, kritische Stimmen und Meinungsfreiheit in Hongkong zu unterbinden. Die Führung in Peking nutzt die globale Krise, um rasch Fakten zu schaffen und das „Ein Land, zwei Systeme“ Prinzip zu untergraben. So stellt sie das in der Verfassung festgelege Gebot der Nichteinmischung in Hongkonger Angelegenheiten in Frage und will ein neues Sicherheitsgesetz einführen, das nicht genehme politische Aktivitäten als Terrorismus kriminalisieren kann. Dieser Kurs verdeutlicht, wie dringlich internationale Aufmerksamkeit und Solidarität gerade jetzt sind.

Gelesen werden sollen die 30 Artikel der Menschenrechte, die Sie in über 500 (!) Sprachen auf der Webseite der Vereinten Nationen finden sowie gelesen von Vivienne Westwood, Nina Hoss, Can Dündar, Patti Smith, Simon Rattle, Ai Weiwei, Elfriede Jelinek und David Grossman, untertitelt in den Sprachen Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Hindi, Russisch, Spanisch und Türkisch über die Website des internationalen literaturfestival.

Institutionen und Personen, die sich mit einer Lesung am 9. September 2020 beteiligen möchten, werden gebeten, uns folgende Informationen zukommen zu lassen: Organisator*innen, Veranstaltungsort, Uhrzeit, teilnehmende Akteure, Veranstaltungssprache, ggf. Link zu Ihrer Webseite. Die E-Mail-Adresse lautet: worldwidereading@literaturfestival.com. Das ilb wird die Veranstaltungen auf der Webseite www.literaturfestival.com und in sozialen Medien ankündigen.

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Berlin liest | 6. September 2020 | 9.–19. September 202010. Graphic Novel Day | 13. September 20206. internationales literaturfestival odessa | 23.–27. September 2020

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