Fuga / Fugue

Uwaga, jak się poszuka, znajdzie się też króciutką opinię o filmie po polsku – niebieską 🙂

Aus der Pressemappe des Festivals:

Kategorie: Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel: Fuga
Deutscher Titel: Fugue
Produktionsjahr: 2018
Dauer: 01:40:00
Festivalausgabe: 2019
Regie: Agnieszka Smoczyńska
Drehbuch: Gabriela Muskała
Kamera: Jakub Kijowski
Darsteller: Łukasz Simlat, Zbigniew Waleryś, Halina Rasiakówna, Gabriela Muskała, Małgorzata Buczkowska
Musik: Filip Míšek

W Berlinie dziś jeszcze do obejrzenia / Heute noch im Kino
19:00 / Wolf Kino

Pressetext:

Nach ihrem gefeierten, furiosen, bunten Horror-Trash-Musical Córki dancingu/ Sirenengesang/ The Lure überrascht Smoczyńska mit einem ernsten Psycho-Kammerspiel, zu dem die Hauptdarstellerin Gabriela Muskała das Drehbuch schrieb. Sie verkörpert eine Frau mit einem doppeltem Knick in ihrer Biografie: Vor zwei Jahren war die brave Mutter aus der Gegend von Wrocław plötzlich verschwunden und hatte sich ohne jegliche Erinnerung in Warschau neu erfunden. Als starke, selbstbewusste Frau hat sie sich durchs Leben geboxt, bis eine TV-Sendung ihre Identität offenlegt. Nun ist sie zurück in den Armen ihrer Familie und könnte sich dort kaum fremder fühlen.

In dunklen Bildern und mit mutigem Sounddesign entblättert die Regisseurin das zerrissene Innere ihrer Hauptfigur, der sie stets dicht auf den Fersen bleibt. Dass diese nicht zwingend sympathisch, aber stets nachvollziehbar bleibt, ist neben einem gekonnten Schnitt vor allem der grandiosen Leistung der Hauptdarstellerin zu verdanken, welche Blicke tief in die Seele ihrer Figur zulässt, ohne sie vollständig zu enträtseln.

Ela Kargol napisała:

Pomiędzy flizą, płytą, kaflem jest fuga. Większa mniejsza, szersza, węższa, trwała, krucha….
Fuga wypełniona pewną masą łączy części w całość. Zabrakło w filmie spoiwa wypełniającego fugę. Może się wykruszyło, tak jak pamięć głównej bohaterki, a może z powodu zaniku pamięci nie da się już nic scalić i fuga zostaje pusta.
Mój tata miał takie widzimisię, że kładł fugi kolorowe, potem blakły, tak mi się tylko przypomniało…


Jetzt werden hier Texte von drei weiteren Frauen folgen. Wir trafen uns alle im Kino, aber wir haben nicht miteinander über den Film gesprochen. Das, was wir über den Film denken, trifft sich erst hier.

Ewa Maria Slaska

Ich lese solche Texte stets erst nachdem ich den Film gesehen habe. Ich versuche, mich vor den Spoilern zu schützen. Ich hasse es, schon vorher belehrt zu werden, was ich zu denken habe. Besonders in der deutschen Kritikpraxis ist es eigentlich gang und gäbe, dass einem der Inhalt, das Ende und der Sinn des Filmes von den Rezensenten gnadenlos enthüllt werden. Ist es die unterbewusste Überzeugung, dass der Rezipient keine Ahnung hat und Auslegung braucht, ist es der Wunsch des Publikums, oder ist es blosse Machtlosigkeit der Kritik, die selber nichts weiß und doch über irgendetwas schreiben muss?

Dies aber nur am Rande. Ich bin also ins Kino gegangen ohne jedwede Vorkentnisse. Ich ließ den Film auf mich wirken und… und der ließ mich unberührt. Mir hat der Film nicht gefallen. Vielleicht bin ich aber nur die Einzige im Kino, die das dachte, weil ich vermute, von den Zuschauerinnen (es waren überwiegend Frauen im Kino) bei dem Weggehen kleine Anerkennungssätze zu schnappen.

Ich kann aber nicht anders. Auch wenn alle andere anders denken. Die Geschichte scheint mir unlogisch und voller Lücken konstruiert zu sein. Und damit meine ich nicht den künstlerischen Anspruch der Regisseurin und der Drehbuchautorin, ihre Protagonistin geheimnisakzeptierend und nicht entblössend darzustellen. Nein, ich meine Konstruktionsfehler des Films selber, das Ignorieren der Tatsachen und Prozedern, das Weglassen der nüchternen Fakten. Nichts in der Geschichte von Alicja könnte so gewesen sein, wie es im Film gezeigt ist. Alles stimmt nicht, alles ist nur bloßes Fantasieren um ein Frauenschicksal herum, unterlegt mit frecher Gewissheit der Filmmacherinnen, dass wenn es Frauengeschichte ist, wird sie aufgenommen sein, weil 2019 Frauengeschichten einfach aufgenommen werden und niemand wird sie hinterfragen.

Die Geschichte entwickelt sich nicht, sie dreht sich nur rum. Man weißt nicht, weshalb etwas im Film gerade gezeigt wird, es ist wurscht und egal, was die Menschen im Film machen und weshalb gerade jetzt. Die einzelnen Szenen sind lose nacheinander geworfen. Irgendwas. Irgendwie. Irgend… Ich fühle mich als Zuschauerin regelrecht verarscht und hab’ Gefühl, die große Worte des Pressetexts wollen mich nur einschüchtern, damit ich es doch nicht tue, was man (frau) sich nicht wünscht: nicht frage.

Auch die große schauspielerische Leistung der Hauptprotagonistin, die im Pressetext hochgepriesen ist, scheint mir ein Humbug zu sein. Frau Muskała verfügt, meiner Meinung nach, nur über zwei Gesichtausdrücke – entweder ist sie weit weg vom Hier und Jetzt und somit traurig oder hat einen delikaten fast unmerkbaren Lächeln parat, der sicher ihre Stärke ist, wird aber so oft und so sinnlos eingesetzt, dass es schon gar nichts bedeuten kann.

Also bei der Frage Hit oder Kitt, sage ich Kitt, obwohl mir sehr bewusst ist, dass der Film beste Chancen hatte, den Filmfestivalpreis zu bekommen. Und weisst der Kuckkuck, weshalb er ihn nicht bekam?

Monika Wrzosek-Müller

Irgendwie beschäftigen sich übermäßig viele Filme des diesjährigen Neuen Polnischen Kinos mit psychologischen Problemen, wenn nicht Anomalien. Schon die Titel weisen daraufhin: 7 Gefühle, Panikattacken, Fugue, Over the Limit. Ich habe nun den 2018 von Agnieszka Smoczynska gedrehten Film Fugue gesehen. Eigentlich könnte man bei diesem Film von der Illustration eines dissoziativen Phänomens, nämlich der Dissoziativen Fugue, auch psychogene Fugue genannt, sprechen. Die Hauptdarstellerin Gabriela Muskała, die übrigens auch das Drehbuch schrieb, spielt hervorragend; doch der Film war für mich an manchen Stellen künstlich und überzogen.

In der Klassifikation nach ICD-10 der psychischen Störungen wird Dissoziative Fugue unter der Nummer F44.1 aufgelistet. Zu den Symptomen gehören eine unerwartete, desorientierte Flucht aus der gewohnten Umgebung (Zuhause, Arbeitsplatz), teilweise Amnesie in Bezug auf Teile der Vergangenheit, Verwirrung über die eigene Identität, manchmal die Annahme einer neuen. Die Störung kann von ein paar Stunden bis zu mehreren Monaten dauern. Nun im Film dauert sie zwei Jahre, die Frau nimmt eine neue Identität an und kämpft sich an einem neuen Ort, in Warschau, durchs Leben, bis sie durch eine TV-Sendung erkannt wird. Der Vater ruft die Moderatorin an und entschlüsselt ihre Identität.

Es folgen berührende Szenen, in denen die ganze Familie und besonders der Vater versuchen, sie wieder an ihre Vergangenheit heranzuführen. Doch alle Versuche scheitern, sie scheint sich an nichts zu erinnern. Man sieht nur, dass all das sie quält und ihr unangenehme Gefühle bereitet.

Eigentlich stellt sich für mich in dem Film als wichtigste Frage, warum sie das getan hat, warum sie „geflüchtet“ ist. Das erfährt der Zuschauer peu à peu, in kleinen Schritten – bis er erfährt, dass sie einen Autounfall im Wald hatte. Sie wollte vor ihrem Mann fliehen, der ihr gedroht hatte, sich scheiden zu lassen und ihr den Sohn wegzunehmen. Nach dem Unfall dachte sie, ihr Sohn sei dabei gestorben, und daraufhin, aus Entsetzen über die eigene Tat, wäre sie von der Unfallstelle geflohen und hätte das Geschehene vergessen. Doch ihr Psychotherapeut spricht von dissoziativer Fugue und hilft ihr dabei, ihre wahre Identität zu finden. Aber ihr früheres Leben, in dem sie sich gar nicht mehr zurecht findet, stellt für sie keine Alternative für eine Fortsetzung dar. Am Ende des Films verlässt sie ihren Mann und ihren Sohn. Die Sentenzen, die Szenen mit ihrem Sohn, einem Jungen von 5 oder 6 Jahren, sind sehr berührend: das Kind ist klug und mein Herz zog sich regelrecht zusammen, als ich sah, wieviel der Junge von der Situation auf sich übertrug und wie ihn das direkt betraf. Insofern eine Warnung an alle Eltern, wie direkt ihr Leben das ihrer Kinder betrifft.

Doch letztendlich verdankt der Film seine ganze Wirkung dem enormen, perfekten und mutigen Spiel der Hauptdarstellerin. Trotzdem habe ich den Saal mit einem Gefühl des leisen Missmuts verlassen.

Anne Schmidt

Liebe Ewa,
Der Titel des Films Fuga beschäftigt mich, seitdem ich mir diesen Film angeschaut habe.
Leider konnte ich nicht bis zum Gespräch mit der Hauptdarstellerin und Drehbuchautorin bleiben, denn sie hätte mich vielleicht darüber aufgeklärt, ob die musikalische Fuge oder die handwerkliche Fuge gemeint ist. Vielleicht hast Du die Gelegenheit Gabriela Muskala nach der Bedeutung des Titels zu fragen.
In der Anfangsszene des Films kraxelt eine zierliche junge Frau in Stöckelschuhen über den Schotter einer unterirdischen Bahntrasse (Fuge), bis sie in einem unterirdischen Bahnhof ankommt. Dort zieht sie sich mühsam zum Bahnsteig hoch, taumelt unter den Augen der indigniert schauenden Passagiere ein paar Schritte vorwärts, hockt sich nieder, lupft ihren seriösen Trenchcoat und uriniert auf den Bahnsteig.
Ich frage mich, ob sie damit den Ruf nach der Polizei und einem Arzt provozieren wollte, denn in der nächsten Szene sehen wir sie in einer psychiatrischen Klinik. Sie wird dort zwei Jahre lang als Frau ohne Gedächtnis unter dem Namen Alicja von einem sehr engagierten Professor behandelt bis dieser auf die Idee kommt, sie im Fernsehen der Öffentlichkeit vorzustellen. Sofort nach der Ausstrahlung meldet sich ein Mann, der sie als seine Tochter, die vor zwei Jahren verschwunden ist, erkannt hat.
Ab jetzt wird die Geschichte kompliziert, denn Kinga, wie Alicija richtig heisst, reagiert auf ihre “Heimführung” in ihr ehemaliges Zuhause mit Mann und Kind aggressiv und ablehnend. Auch ihr Mann wirkt weder erfreut noch erleichtert darüber, dass seine Frau wieder zurück ist. Der kleine Sohn scheint sie nicht als seine Mutter wiederzuerkennen und fühlt sich mehr zu einer ehemaligen Kollegin von ihr hingezogen.
Die Frage, was stimmt in dieser Familie nicht, wird erst zum Schluss beantwortet.
Die Frage, hat Kinga wirklich ihre Vergangenheit vergessen, bleibt bis zum Schluss bestehen, denn manche Dinge kann sie seltsamerweise richtig zuordnen.
Nachdem ihr ihr Ehemann den letzten Tag ihres alten Lebens ins Gedächtnis zurückgerufen hat, zieht sie daraus eine unerbittliche Konsequenz. Ob sie damit ihrem Kind das verlorengegangene Gleichgewicht wiedergibt und ihrem Mann ein glückliches Leben ermöglicht, sei dahingestellt.
Aber was wird aus ihr? Kann sie ohne ihren Psychiater nicht mehr leben? Hat er aus ihr eine Kurwa gemacht?
Wie beurteilst Du ihr Verhalten und ihre Zukunftsaussichten, Ewa?
Mich haben die Geschichte und die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin sehr beeindruckt.
Die Tatsache, dass sie die Verwirklichung ihres Drehbuches über mehrere Jahre verfolgt hat, deutet meiner Meinung nach auf ein starkes persönliches Interesse an diesem Stoff hin. Leider kann ich sie nicht nach den Gründen für ihre starke Ambition fragen, aber Du hast vielleicht noch diese Chance.

Ewa Maria Slaska

Liebe Anne, ich glaube Fuga ist hier als lateinsches Wort Flucht gemeint. Mit Bach und seiner berühmten Fuge (fliehende musikalische Motive geben der Fuga ihren Namen her) hat die Geschichte wohl wenig zu tun. Ob es damit aber (auch) die handwerkliche Fuge gemeint ist, also ein Spalt zwischen den Kacheln, die man zusammenbinden muss, damit sie nicht auseinander geraten? ich weiß es nicht. Möglich wäre es. Man sieht, dass in dieser Familie etwas fehlt, dass hier alle auseinander geraten. Monika meint, die Fugue ist der Name einer psychischen Krankheit.

Fotos: FUGUE_Stills_2_4_6 © Alpha Violet

Weitere Filmkritiken folgen

Atak paniki / Panic Attak

Liebe Ewa, schreibt mir die Autorin, als Erstes möchte ich meine Entrüstung darüber bekunden, dass ich weder in der Berliner Zeitung noch im Tagesspiegel
einen einzigen Hinweis auf das polnische Filmfestival gefunden habe.

Inzwischen habe ich mir zwei Filme angesehen, u.zw.
Atak paniki und Fuga.

EMS: Zu der Bemerkung, dass es in der Berliner Presse keine Info über das Festival gab, kann ich mich nicht äussern. Aber in der Stadt ist das Festival doch sehr schön präsent. Wir wohnen nicht weit voneinander, die Autorin des Texts und ich. Bei mir in der U-Bahn-Station gab es Festivalplakats in der Vitrine (Wartezeit ist doch Werbezeit), aber ich fahr’ ja U-Bahn oder S-Bahn und die Autorin Auto oder Fahrrad :-), da sieht man die Plakate nicht so oft…

Anne Schmidt

Der Film “Atak paniki” beschäftigt mein Hirn immer noch, obwohl seit seinem Genuss einige Tage vergangen sind.
Dank der Hinweise im Progammheft wusste ich, dass ich mich auf eine Montage gefasst machen musste,
aber dennnoch verwirrten mich die Namen der Personen so sehr, dass ich die Konstellationen der Gruppen zueinander nicht unbedingt sofort erkannte und immer noch nicht alle Puzzleteile korrekt zuordnen kann.
Die verschiedenen zeitlichen Ebenen, die kommentarlos ineinander übergehen, machen meinen Erkenntnisprozess nicht leichter, aber genau das will ich, erkennen und deshalb denke ich immer wieder darüber nach, ob der Tierpsychologe im Flugzeug der Vater von dem jungen Selbstmörder und den bekifften Jugendlichen ist oder ob der neben ihm sitzende Fluggast der Vater von beiden oder nur einem der beiden ist. Ein junger Spielsüchtiger, der seinen Job als Kellner bei einer exklusiven Hochzeit aufs Spiel setzt, zwingt seine ahnungslose, tierliebende Mutter, sein Spiel am heimischen Computer fortzusetzen, damit er nicht von einem geheimnisvollen Anrufer vernichtet wird.


Drei junge Frauen, von denen eine ein Baby hat und mit diesem irgendwann bei
der Hochzeit auftaucht, scheinen die Töchter der Tierschützerin und Schwestern des jungen Kellners zu sein.
Die todschicke Hochzeitsgesellschaft lauscht verständnislos den Erklärungen der schönen, schwangeren Braut zur Wassergeburt ihres Babys, lässt sich aber nicht durch das Fehlen des Bräutigams vom Schmausen und Feiern abhalten.
Ist der Bräutigamer etwa der Typ, der sich zu einem letzten Abendessen mit seiner Nochfrau getroffen hat und der er vor ihrer letzten Verführungsattacke von seiner schwangeren Braut erzählt?
Bei der Frühgeburt mitten im Festsaal scheint er dann doch zugegen zu sein, obwohl er gerade noch in einer leidenschaftlichen Sexszene mit seiner Ex zu sehen war.
Geburt und Tod liegen in diesem Film nahe beieinander, wenn auch nicht zeitlich. Der finale Schuss, mit dem sich der junge Musikredakteur ins All katapultiert hat, scheint zeitlich parallel zum Flug seiner Eltern von Ägypten nach Polen stattzufinden. Noch wissen sie nichts von seinem Tod, werden aber mit dem Tod als Phänomen konfrontiert, weil ein Sitznachbar von ihnen während einiger Turbulenzen des Flugzeugs einen plötzlichen Herzstillstand erleidet. Sein Tod wird nicht gemeldet, damit der Ankunftstermin in Warschau nicht verzögert wird.


Während die drei Jugendlichen nach ihrem Drogenkonsum in Panik verfallen, einer der Drei verzweifelt seinen Bruder telefonisch zu erreichen versucht (wahrscheinlich der junge Selbstmörder), rücken die zwei Töchter, die von ihrer tierlieben Mutter nie erwähnt wurden, der Schwester, die dem spielsüchtigen Kellner als arbeitsames Vorbild vorgehalten wird, auf die Bude. Diese schöne junge Frau, die gerade bei der Arbeit, Telefonsex, war, fühlt sich von ihren aufdringlichen Schwestern und dem Kleinkind einer der beiden äußerst gestört; in letzter Minute gelingt es ihr, ihre Arbeitsmaterialien, u.a. eine Wasserpistole, unter ihrem Bett zu verstecken, als ihre Schwestern sie mit der Nachricht von dem Selbstmord des jungen Musikredakteurs überfallen und sie daran erinnern, dass sie während der Schulzeit mit ihm befreundet gewesen sei. Die junge Frau kann sich offensichtlich nicht an ihn erinnern, gerät aber dermaßen in Panik darüber, dass ihre Schwestern ihren wahren Broterwerb erkennen könnten, dass sie sie
aus ihrem Appartement drängt und anschließend mit einer vollgestopften Reisetasche fluchtartig die Wohnung verlässt. Am Flughafen nimmt sie den erstbesten Flug nach Südamerika, zerrt Pullover, Felljacke und ähnlich warme Kleidung aus ihrer übergewichtigen Tasche und zieht sie sich übereinander an; nicht nur diese Szene ist lustig, auch andere wirken eher komisch als traurig.
Wenn ich den Film noch nicht gesehen hätte, würde ich ihn mir anschauen, nicht nur wegen der Rätsel, die er mir aufgibt, nicht nur wegen der Komik, sondern auch wegen der vielen schönen Menschen und Dinge, die kaum Raum für die hässliche Ralität lassen.


Aus der Pressemappe:

Panic Attak
Film nominiert für den Wettbewerb

Der Episodenfilm erzählt Geschichten von Menschen, die auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben: Zwei Teenager verpassen sich beim ersten Kiffen gleich eine Überdosis. Ein Noch-Ehepaar versucht im Restaurant, gesittet seine längst fällige Scheidung zu organisieren. Eine Internet-Porno-Queen bekommt mitten in den Dreharbeiten ungebetenen Besuch. Fluggäste schlagen sich mit unbequemen Sitznachbarn herum. Eine Braut muss ihre Hochzeitsfeier hochschwanger hinter sich bringen. Und ein Kellner versucht, moralische Spielschulden zu begleichen.

In seinem gefeierten, meisterhaft montierten Debüt webt der Regisseur in vorerst getrennten Erzählfäden, die er später geschickt und auf überraschende Weise miteinander verknüpft, ein Bild von gewöhnlichen Menschen, die in alltäglichen Situationen unvermittelt aus der Bahn geworfen werden. Wie sie sich mit allen Kräften gegen ihr grausames Schicksal wehren, ist tragisch und saukomisch zugleich, vor allem aber zutiefst menschlich. Denn in jedem von ihnen erkennen die Zuschauer_innen ein Stück von sich selbst wieder.


Kategorie: Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel: Atak paniki
Deutscher Titel: Panic Attak
Produktionsjahr: 2017
Dauer: 01:40:00
Festivalausgabe: 2019
Regie: Paweł Maślona
Drehbuch: Aleksandra Pisula, Bartłomiej Kotschedoff, Paweł Maślona
Kamera: Cezary Stolecki
Darsteller: Dorota Segda, Magdalena Popławska, Artur Żmijewski, Małgorzata Hajewska-Krzysztofik, Nicolas Bro, Grzegorz Damięcki, Julia Wyszyńska, Bartłomiej Kotschedoff
Musik: Radzimir Dębski

Fotos: PanicAttack©New Europe Film Sales

Weitere Filmkritiken folgen

Film Polska 2019

 

 

 

14. Polnisches Filmfestival filmPOLSKA (24.04.-01.05.2019)

Das spannendste Kino in Europa

Mit über dreißig Filmen zeigt vom 24.04.-01.05.2019 das größte polnische Filmfestival außerhalb Polens, was die zeitgenössische polnische Filmkunst zu bieten hat. Die Filmemacherinnen und Filmemacher Polens reflektieren in ihren Werken wichtige gesellschaftliche Themen und halten dem Publikum einen Spiegel vor. Festlich eröffnet wird filmPOLSKA 2019 am Abend des 24.04. im Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz.

Seinem Alter entsprechend zeichnen den 14-jährigen Festivaljüngling Frische und Frechheit aus – vor allem durch Filme in der Sektion Neues Polnisches Kino. Im Fokus des Wettbewerbs stehen Werken des polnischen Regienachwuchses, darunter „Werewolf“ (Regie: Adrian Panek), „Nina“ (Regie: Olga Chajdas) und „Fugue“ (Regie: Agnieszka Smoczyńska). Im diesjährigen Kurzfilmprogramm wird mit einer Auswahl an Kurzfilmen unterschiedlicher Formate und Genres das Produktionsstudio Munk Studios aus Warschau vorgestellt, die als Schmiede junger Talente große Anerkennung erlangt hat.

Die diesjährige Retrospektive widmet sich dem Filmschaffen des  Altmeisters Krzysztof Zanussi. Anlässlich seines 80. Geburtstags eröffnet filmPOLSKA am 26.04. im Zeughauskino in Anwesenheit des Regisseurs eine Werkschau mit seinen Filmen aus den 70er Jahren, die zum „Kino der moralischen Unruhe“ zählen. Zanussis Filme spannen eine philosophische Welt auf und widmen sich den großen Fragen der Aufklärung und Menschheit.

Gelten in Zanussis Betrachtung der Welt noch Verhaltensregeln und Moral, zerbrechen sie bei Wojciech Smarzowski. Der Regisseur geht kritisch und radikal mit aktuellen sozialpolitischen Themen um (z.B. „Haus der Finsternis“, „Die Hochzeit“, „Klerus“). Seinem besonderen Blickwinkel auf die Welt, die aus den Fugen geraten ist, ist die Hommage „Die Welt nach Wojciech Smarzowski“  gewidmet.

Dieses Jahr wird filmPOLSKA von der Ausstellung „Krzysztof Komeda. Meine süße europäische Heimat“ begleitet. Bereits ab dem 16.04. sind in der Galerie des Polnischen Instituts Noten, Partituren, Fotografien und Filmetüden mit Musik des außergewöhnlichen Jazzmusikers zu sehen und zu hören. Zu seinen bekanntesten Stücken zählt „Rosemary‘s Lullaby“ aus Polańskis einst gefeierten Streifen „Rosemary’s Baby“ (1968).

Krzysztof Komeda – Lullaby – (Rosemary’s Baby – 1968), gesungen von Mia Farrow


Über die Vergabe des filmPOLSKA 2019-Filmpreises werden die Kamerafrau Bernadette Paassen, der Filmkritiker Patrick Wellinski und die Filmemacherin und Kuratorin Dorothee Wenner entscheiden. Sieben Filme gehen im Wettbewerb ins Rennen. Der Gewinner wird am 01.05. um 21 Uhr im Filmclub K18 Berlin gezeigt.

Die zur Wahl stehen folgende Filme: Fuga / Fugue von Agnieszka Smoczyńska, Wilkołak / Werewolf (R: Adrian Panek), Nina (R: Olga Chajdas), Atak paniki / Panic Attack (R: Paweł Maślona), Córka trenera / A Coachs’s Daughter (R: Łukasz Grzegorzek), Over the Limit (R: Marta Prus), Via Carpatia (R: Klara Kochańska und Kasper Bajon).


14. filmPOLSKA – 24.04.-01.05.2019 – www.filmpolska.dewww.facebook.com/filmpolska.berlin

Veranstalter:
Polnisches Institut Berlin, Burgstraße 27, 10178 Berlin, Tel.: 0049 30 24 75 81 0
berlin@instytutpolski.org, www.polnischekultur.de


Heute:

  1. filmPOLSKA Festivaleröffnung: Eröffnungsfilm und Gäste

Filmkritikerin Margarete Wach für ihr Engagement für das polnische Kino geehrt

 

 

Am 24. April wird der Auftakt des größten Festivals des neuen polnischen Kinos außerhalb Polens gefeiert. Im Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz werden Małgorzata Bochwic-Ivanovska (Polnisches Institut Berlin) und Kirsten Niehuus (Medienboard Berlin-Brandenburg) das 14. filmPOLSKA eröffnen. Im Rahmen der Eröffnungsgala werden Jury-Mitglieder Bernadette Paassen, Patrick Wellinski und Dorothee Wenner vorgestellt. Die Filmkritikerin und Journalistin Margarete Wach wird für ihr Engagement für das polnische Kino und die deutsch-polnische Filmvermittlung gewürdigt. Im Anschluss feiert der Film 7 Uczuć / 7 Gefühle / 7 Emotions von Marek Koterski in Anwesenheit des Produzenten Włodzimierz Niederhaus, des Stardarstellers Robert Więckiewicz und des Komponisten Arkadiusz Grochowski seine Berlinpremiere.

Der Film 7 Uczuć / 7 Gefühle bekommt seinen Koterski-typischen surrealistischen Einschlag dadurch, dass alle Rollen bis in die kleinsten Nebenfiguren mit Erwachsenen besetzt sind. Die Hauptfigur, Adaś Miauczyński, erfährt von seiner Psychologin, dass er unzufrieden mit seinem Leben sei, weil er als Kind nicht gelernt habe, mit sieben elementaren Gefühlen umzugehen: Angst, Wut, Trauer, Freude, Ekel, Eifersucht und Scham. Miauczyński macht sich also auf eine Gedankenreise in seine Kindheit, in die Zeit der anbrechenden Pubertät.

Siłaczki / Starke Frauen / Die Frauen der ersten Stunde

Ein Film über Frauenemanzipation in Polen vor 100 Jahren. Im Programm Treffen mit den Autoren des Films: Marta Dzido und Piotr Śliwowski. Bitte, komm’ verkleidet.
Film auf Polnisch mit deutschen Untertiteln.

Film o emancypacji Polek przed stu laty. W programie spotkanie z autorami filmu – Martą Dzido i Piotrem Śliwowskim. Przebierzcie się za emancypantki!

Katz salami

Ewa Maria Slaska

Wspomnienia z Nowego Jorku

Nie wiem, czy wiecie, ale są ludzie, którym nie sposób kupić prezentu, bo nic nie chcą i nic ich nie ucieszy. Mam takich również w rodzinie. Czasem próbuję obejść problem dookoła i, korzystając z nowoczesnych środków komunikacji, znienacka zadaję pytanie: Co przywieźć? Zadałam je pod koniec pobytu w NY. Odpowiedź była lakoniczna, co mnie nie dziwi, bo sama też jestem nader lakoniczna: Nie wiem. Katz salami?

Katz salami? Katzsalami… katzsalami…

Pytam przyjaciół. Nie wiedzą. Katzsalami. Katzsalami? No, salami.

Jedziemy do sklepu, przy okazji pytamy w dziale mięsnym. Katzsalami? No idea.
E tam, mówi przyjaciółka. Kup salami. Nie ma nic takiego, jak kacsalami…

O nie! Jeśli człowiek trudny do obdarowania udziela odpowiedzi, to znaczy, że dobrze wie, czego chce i po prostu muszę znaleźć Katz salami. Szkoda, że zapytałam tak późno, bo zotały mi już tylko dwa dni do wyjazdu.

Siadam do komputera i rozpoczynam research. To moje ulubione zajęcie, a internet jest niezwykłym narzędziem, wymyślonym na pewno tylko po to, żeby mi sprawić przyjemność, ułatwiając poszukiwania odpowiedzi na pytania, które zadają mi inni i które zadaję sobie sama. Taki odwrócony paragraf 22 (i to jest takie zdanko, absolutnie bez związku z czymkolwiek, które tu wam podrzucam, po to, żebyście teraz wy się pogłowili nad tym, co autorka miała na myśli? Jak odgadniecie, to dostaniecie nagrodę.)

Research potrafi człowieka zaprowadzić do niezwykłych światów. I tak też było z Katz salami.

Zacznę od końca. Pamiętacie taką słynną scenę filmową. Dziewczyna i chłopak, którzy nie są parą, idą do restauracji, rozmawiają o życiu, ona publicznie odgrywa orgazm, a pani przy sąsiednim stoliku mówi do kelnera – poproszę to samo, co ona.

No? No? No jasne, Kiedy Harry poznał Sally, choć wszyscy i tak znają ten film jako Harry i Sally. Grają Billy Crystal i Mag Ryan. Autor wpisu w polskiej Wikipedii był niewątpliwie smętnym idiotą. Opowiada beznadziejnie treść filmu i NIE zauważa tej jednej sceny, TEJ, którą wszyscy lepiej pamiętają, niż fakt, że film dostał oskara i całą furę złotych globów.

To szyld, który wisi w restauracji, gdzie miała miejsce TA scena.

Zdanie I’ll have what she’s having weszło do historii kina i na liście najsłynniejszych cytatów filmowych zajmuje 33 miejsce. Podobno na pokazie przedpremierowym wszystkie kobiety się śmiały, a mężczyźni skonsternowani milczeli.

No już dobrze, dobrze… Już wyjaśniam:

To ta restauracja. Ta, w której miała miejsce TA scena. Katz Delicatessen albo jak mówią mieszkańcy NY – Deli. Katz deli. Salami z delikatesów Katza. Ale tak naprawdę Katz słynie przede wszystkim z kanapek z pastrami.

Reszta jest historią, którą znaleźć można na polskiej stronie Pastrami Deli, bo, pastrami ma swoje miejsce w historii kultury i, jak się okazuje, kanapki z pastrami uważane są za najsłynniejszy sandwicz na świecie. Pastrami to marynowana wołowina. Zabrałam moją przyjaciółkę do delikatesów Katza i przyglądałam się z zainteresowaniem jak zjada pół takiej kanapki. Już ta połówka jest pokaźnych rozmiarów, a mięsa ma tyle, że wystarczyłoby na obiad dla sporej rodziny. Ale tak się to właśnie je w Katz’s Deli. Góra marynowanego czerwonego mięsa wołowego na kromkach chleba żytniego, dokładnie takiego, jaki jedliśmy codziennie w PRL-u i nigdy nam się nie znudził. Pewien niemiecki tłumacz (nie podam tu nazwiska, bo każdy z nas ma prawo się pomylić lub czegoś nie wiedzieć) przetłumaczył tę nazwę jako Pastrami auf Roggen, pastrami na życie (co po polsku brzmi już doprawdy najśmieszniej pod słońcem).

Katz`s Delicatessen to restauracja, bar szybkiej obsługi i sklep, który od momentu założenia w roku 1887, mieści się w tym samym miejscu – na rogu East Houston i Ludlow. Była to początkowo niewielka masarnia. Sussman Volk, żydowski rzeźnik z Litwy, sprzedawał tam między innymi pastrami, potrawę, na którą dostał przepis od przyjaciela, emigranta rumuńskiego. W rok później Volk przekształcił masarnię w niewielką resturację. W 1903 roku kolejny emigrant, tym razem Żyd rosyjski, Willy Katz, został wspólnikiem Volka, a potem właścicielem restauracji. Do roku 1988 lokal znajdował się w rękach rodziny, choć linia dziedziczenia nie zawsze przebiegała prosto z rodziców na dzieci i czasem przeskakiwała na szwagra czy zięcia. 30 lat temu restaurację odkupili od Katz’ów polscy Żydzi, bracia Fred Austin i Alan Dell.

Podczas drugiej wojny światowej Katz wprowadził zwyczaj wysyłania salami walczącym na wojnie żołnierzom. Pojawił się slogan „Send a salami to your boy in the army”, wymyślony przez żonę ówczesnego właściciela delikatesów. Ich dwóch synów przebywało na froncie. Zwyczaj się przyjął, po czym stał się tradycją. Delikatesy zaczęły produkować salami w wielkości dostosowanej do wielkości przesyłek na front. Tradycja, jak to tradycja, trwa do dziś. Salami Katza dociarało również  do Iraku i Afganistanu.

Salami produkuje się w trzech wielkościach i może ważyć dwa funty, trzy lub cztery. Firma do dziś nie stosuje żadnych środków przyspieszających produkcję. Kiełbasy powoli dojrzewają, wisząc w sklepie ponad głowami sprzedawców. Jeśli jeszcze nie dojrzały, nie będzie można ich kupić i już. Tak było, gdy dotarłam do Katza. Jedyne salami, jakie akurat było dojrzałe, ważyło cztery funty, i wiedziałam, że po prostu nie mogę zabrać ze sobą takiej ogromnej kiełbasy. Musiałam się zadowolić salami pokrojonym na plasterki, ucięte z wielkiej (dojrzałej) kiełbasy.

Są dwie odmiany salami Katza – miękka i twarda. Ale nie mam pojęcia, czym się różnią. Zapewne tym, że jedna jest miękka, a druga twarda :-).

PS. Dwie uwagi dla tych, którzy postanowią odwiedzić delikatesy Katza. Pierwsza – płaci się tylko gotówką! Druga – przy wejściu dostaniesz niepozorny świstek, na którym kelnerzy i sprzedawcy będą notowali, co kupujesz. Biada, jeśli ów bilecik zgubisz, bo wychodząc zapłacisz 50 dolarów kary.

Herstory

Kino Regenbogenfabrik / Sa 15.12.18 um 15.00 Uhr

Die Frauen der Revolte

Feministische Aktionen gegen Bevölkerungspolitik
Ein Rückblick in die 80er Jahre
Ein Film

2000-2003, 46 Min, Dokumentarfilm von der Filmgruppe Frauengeschichte(n) im Film

Im Anschluss Gespräch mit den Filmemacherinnen

In den 80er Jahren beschäftigten sich Frauengruppen in vielen Ländern mit dem Thema Bevölkerungspolitik. In der Dokumentation erzählen Aktivistinnen aus Deutschland von Debatten und Aktionen zum Thema Geburtenkontrolle. Sie berichten von der Entstehung humangenetischer Beratungsstellen, über Gen- und Reproduktionstechnologie und letztlich über Selbstbestimmung von Frauen über ihre Körper und feministische Kritik an Bevölkerungspolitik und Gentechnologie.


Frauen bildet Banden – Eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora

2018, 80 Min, Dokumentarfilm vom Frauenlesben Filmkollektiv Las Otras

Im Anschluss Gespräch mit den Filmemacherinnen

Die „Rote Zora“ war in den 70er und 80er Jahren eine militante Frauengruppe in der BRD. Ihre Aktivitäten richteten sich gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologie als Teil der Bevölkerungspolitik und internationalen Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft.

In der linken Geschichtsschreibung in Deutschland weitestgehend ausgeblendet, greifen heute junge Frauen auf ihre Texte und Geschichte zurück.

Es ist auch den wissenschaftlichen Forschungen der in Großbritannien arbeitenden Katharina Karcher zu verdanken, dass wir heute wieder mehr über diese Gruppe erfahren können. Der Film trägt dazu bei, eine Lücke in der bundesdeutschen Geschichtsschreibung zu linkem Widerstand zu füllen. Erzählungen von Zeitzeuginnen, Interviews mit Katharina Karcher und ehemaligen Zoras lassen die Geschichte der „Roten Zora“ und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden.

Lili Marleen

Dla Iwonki

Ewa Maria Slaska

Jedna z opowieści, której nie zdążyłyśmy sobie opowiedzieć, bo trzy tygodnie to stanowczo za mało czasu na dwie opowieści o życiu i tysiąc i jedną opowieść o wszystkim i o niczym.

***
Lili Marleen to niemiecka piosenka z okresu wojny śpiewana przez Lale Andersen.
Pierwotny tytuł piosenki: Lied eines jungen Wachtpostens (Piosenka młodego wartownika).
Lale Andersen, naprawdę Liese-Lotte Helena Berta Bunnenberg (1905 – 1972), była niemiecką piosenkarką, autorką piosenek i aktorką. Na całym świecie znana jest przede wszystkim właśnie jako wykonawczyni piosenki Lili Marleen.

Vor der Kaserne vor dem großen Tor
Stand eine Laterne
Und steht sie noch davor
So wollen wir uns da wiedersehn
Bei der Laterne wollen wir stehen
Wie einst
Lili Marleen
Wie einst
Lili Marleen
XXX
Unsre beiden Schatten sahen wie einer aus;
Dass wir so lieb uns hatten
Das sah man gleich daraus
Und alle Leute sollen es sehen
Wenn wir bei der Laterne stehen
Wie einst
Lili Marleen
Wie einst
Lili Marleen
XXX
Schon rief der Posten: Sie bliesen Zapfenstreich;
Es kann drei Tage kosten!
Kam’rad, ich komm ja gleich
Da sagten wir auf Wiedersehn
Wie gerne würd’ ich mit dir gehn
Mit dir
Lili Marleen
Mit dir
Lili Marleen
XXX
Deine Schritte kennt sie
Deinen schönen Gang
Aller Abend brennt sie
Doch mich vergaß sie lang
Und sollte mir eine Leids geschehn
Wer wird bei der Laterne stehn
Mit dir
Lili Marleen?
Mit dir
Lili Marleen?
XXX
Aus dem stillen Raume
Aus der Erde Grund
Hebt mich wie im Traume dein verliebter Mund
Wenn sich die späten Nebel drehen
Werd’ ich bei der Laterne stehen
Wie einst
Lili Marleen
Wie einst
Lili Marleen
XXX
(Wenn sich die späten Nebel drehen
Werd’ ich bei der Laterne stehen)
Wie einst
Lili Marleen
Wie einst
Lili Marleen
Outside the barracks, by the corner light
I’ll always stand and wait for you at night
We will create a world for two
I’ll wait for you the whole night through
For you, Lili Marlene
For you, Lili Marlene
XXX
Bugler tonight don’t play the call to arms
I want another evening with her charms
Then we will say goodbye and part
I’ll always keep you in my heart
With me, Lili Marlene
With me, Lili Marlene
XXX
Give me a rose to show how much you care
Tie to the stem a lock of golden hair
Surely tomorrow, you’ll feel blue
But then will come a love that’s new
For you, Lili Marlene
For you, Lili Marlene
XXXWhen we are marching in the mud and cold
And when my pack seems more than I can hold
My love for you renews my might
I’m warm again, my pack is light
It’s you, Lili Marlene
It’s you, Lili Marlene
XXXMy love for you renews my might
I’m warm again, my pack is light
It’s you, Lili Marlene
It’s you, Lili Marlene

Tekst piosenki został napisany przez Hansa Leipa już w roku 1915, muzykę ułożył w roku 1939 Norbert Schultze i wtedy też piosenka została zaśpiewana i nagrana przez Lale Andersen (Electrola EG 6993). Podczas II wojny światowej piosenkę spopularyzowało radio dla żołnierzy niemieckich w Belgradzie, które nadawało ją zawsze na zakończenie audycji. Nagranie było ogromnym sukcesem finansowym – Lili Marleen była pierwszym utworem w historii dyskografii niemieckiej, który przekroczył sprzedaż miliona egzemplarzy. Piosenka była tak popularna, że przez jakiś czas śpiewali ja żołnierze po obu stronach frontu, co było jedynym takim wypadkiem w historii (ale nie wiem czy wojen, czy muzyki). To się oczywiście nie spodobało władzom hitlerowskim, które zakazały jej wykonywania – oficjalnie uznana została za utwór deprymujący i podkopujący morale żołnierza niemieckiego. Pod koniec wojny Lili Marleen śpiewali więc przede wszystkim żołnierze wojsk walczących z Niemcami. Wśród żołnierzy amerykańskich piosenkę spopularyzowla Marlene Dietrich.

Popularność piosenki wśród żołnierzy amerykańskich spowodowała, że Lale Andersen, przedtem uważana za ulubienicę Hitlera, popadła w niełaskę. Przez jakiś czas w ogóle nie wolno jej było występować, a gdy już przwrócono jej prawo występów – nie wolno jej było wykonywać Lili Marleen. Piosenka została usunięta z archiwów niemieckich. Lale Andersen wycofała się do końca wojny z życia publicznego. W podziemiu niemieckim i europejskim krążyły legendy o jej aresztowaniu, o tym że była więźniarką obozu koncentracyjnego, że została uwięziona za romans z żydowskimi twórcą. Do tych legend nawiązuje niemiecki film wojenny Lili Marleen z roku 1981 w reżyserii Rainera Wernera Fassbindera. Główne role w filmie zagrali Hanna Schygulla jako piosenkarka Lale Andersen i Giancarlo Giannini jako jej ukochany, żydowski piosenkarz i kompozytor Rolf Liebermann (w filmie Robert Mendelsson). Scenariusz filmu powstał wprawdzie w oparciu o autobiografię piosenkarki pt. Der Himmel hat viele Farben (The Heavens Have Many Colors), ale mąż artystki wielokrotnie podkreślał, że film Fassbindera niewiele ma wspólnego z prawdą.

Lili Marleen po polsku w wykonaniu Kazika.

Barataria 87 Terry Gilliam oder Don Quixote

Der Mann, der Don Quijote getötet hat (2018)

Ein Film von Terry Gilliam mit Jonathan Pryce und Adam Driver
Kinostart: 27. September 2018, 132 Min., Abenteuer, Fantasy, Komödie

Die Geschichte eines verwirrten alten Mannes, der überzeugt davon ist, er sei Don Quijote, und den Werbefilmer Toby für seinen treuen Knappen Sancho Panza hält. Vor den beiden liegt eine bizarre Reise, wobei der Film in der Zeit hin- und herspringt, zwischen dem 21. Jahrhundert und einem magischen 17. Jahrhundert. Wie der berühmt-berüchtigte spanische Ritter selbst wird Toby nach und nach von der Scheinwelt verzehrt und kann seine Träume irgendwann nicht mehr von der Realität unterscheiden. Wenn er letztlich und aus Versehen Don Kichote getötet hat, wird er selber Don Kichote werden, der in die Welt geht…

Sancho Pansa trifft die Fürstin, die ihm im Buch seine Insel (Insel auf dem Land) Barataria geschenkt hatte; im Vorfilm, Lost in La Mancha, kam es lediglich einmal zu Wort, dass Sancho Pansa einen Preis bekommt – er soll ein König werden. Im neuen Film bekommt er gar nicht und niemand verpricht ihm auch was. Auch diese Szene gibt es nicht mehr.

Der Film bekam sehr schlechte Kritiken, ich muss aber sagen, mir gefiel er sehr gut. Er ist verrückt, springt stets in sieben Dreiecken, nichts ist hier logisch und gerade das Bizarre im Film fesselt Einem erbarmungslos.

***
Die Geschichte der Filmentstehung ist selbst Don Kichote würdig und Terry Gilliam kann man ohne weiteren Windmülenkämpfer nenen. Schon vor 30 Jahren wollte er einen Film über Don Quixote machen.

Josef Grübl

Es gibt jene Regisseure, die bekannt sind für das, was sie gemacht haben. Die sich ihr Lebenswerk auf silberne Scheiben gepresst ins Regal stellen können, feinsäuberlich nach Titel, Genre oder Entstehungsjahr geordnet. Und dann gibt es noch die anderen Regisseure. Die sind für Filme berühmt, die sie nicht gemacht haben, die auf halber Strecke verloren gegangen sind und es nie ins Kino geschafft haben, geschweige denn ins Regal.

Terry Gilliam gehört eher zur zweiten Kategorie, trotz seiner vielen großartigen Regiearbeiten: Brazil, Der König der Fischer oder Die Ritter der Kokosnuss sind moderne Klassiker, letzterer entstand gemeinsam mit seinen Kollegen von der legendären Komikergruppe Monty Python. Das Filmfest zeigt diese Werke, man hat ihren Regisseur eingeladen und ehrt ihn mit dem Cinemerit Award. Doch für Gilliam geht es nicht so sehr ums Preisabholen, er hat einen neuen Film gemacht, den er in Deutschland vorstellen will. Dieser galt etwa 20 Jahre lang als der berühmteste nicht verfilmte Film aller Zeiten. Die Entstehungsgeschichte von The Man Who Killed Don Quixote ist lang und hat etwas mit Düsenjägern, Regenstürmen, Bandscheibenvorfällen und wackligen Finanzierungskonzepten zu tun. Einzeln hätte man die Probleme vermutlich lösen können, in ihrer Gesamtheit führten sie aber dazu, dass die im Jahr 2000 begonnen Dreharbeiten abgebrochen werden mussten. In den Jahren darauf versuchte der Regisseur immer wieder, das Projekt wiederzubeleben, mit neuen Partnern, überarbeiteten Drehbüchern, anderen Schauspielern als den ursprünglich vorgesehenen Stars Jean Rochefort und Johnny Depp. Doch nichts klappte, es war ein sprichwörtlicher Kampf gegen die Windmühlen – den übrigens auch schon Gilliams Regiekollege Orson Welles verloren hatte, der zwölf Jahre lang an einem Don-Quixote-Film drehte, ihn aber nie vollenden konnte.

In der legendären britischen Komikergruppe Monty Python war er der einzige Amerikaner

Doch Terry Gilliam gab nicht auf, er ist nicht nur kreativer Bilderstürmer, sondern auch unermüdlicher Kämpfer. Und so konnte er im Juni 2017 auf seiner Facebook-Seite den Abschluss der Dreharbeiten zu The Man Who Killed Don Quixote bekannt geben – fast 30 Jahre nach der ersten Idee zu diesem Film. Die Dreharbeiten verliefen angeblich ohne größere Komplikationen, doch ganz ohne Katastrophe ging es auch dieses Mal nicht: Kurz vor der Premiere bei den Filmfestspielen Cannes im Mai 2018 klagte ein portugiesischer Produzent auf Urheberrechtsverletzung, er war vor Jahren an dem Film beteiligt und wollte die Aufführung verhindern. Es hätte also gut sein können, dass Gilliams Herzensprojekt auf den letzten Metern doch noch gestoppt worden wäre – und so ganz in trockenen Tüchern ist es wohl immer noch nicht. Hinter den Kulissen tobt immer noch eine Anwaltsschlacht, die selbst ihm zu viel wurde. Wenige Tage vor Cannes erlitt er einen Schwächeanfall und musste ins Krankenhaus. Britische Medien spekulierten sogar über einen Schlaganfall des 77-Jährigen, was sich glücklicherweise nicht bestätigte. Und so konnte er doch noch nach Cannes, der Film wurde aufgeführt, der Regisseur zeigte sich gut gelaunt auf dem roten Teppich.

Sein Monty-Python-Kollege Terry Jones sagte einmal, dass Gilliam nur arbeiten könne, wenn er einen Gegner hätte. Erst dann laufe er zu großer Form auf. An Gegnern hat es ihm nie gemangelt, davon zeugen auch die Filme, die er nicht machen konnte: Er war J. K. Rowlings erste Wahl für den ersten Harry Potter-Film, auch Charlie und die Schokoladenfabrik oder die Comicverfilmung Watchmen sollten unter seiner Regie entstehen. Doch den jeweiligen Produzenten erschien Gilliams überbordende Fantasie als unkontrollierbar. Im Jahr 1993 arbeitete er an einem Hollywoodfilm namens The Defective Detective, Nicolas Cage und Robin Williams wollten die Hauptrollen spielen, es sah ziemlich lange ziemlich gut aus – doch irgendwann zog das Studio den Stecker. Genauso lief es bei der Dickens-Verfilmung A Tale of Two Cities mit Mel Gibson, danach hatte Terry Gilliam von Amerika die Nase voll.

Es war nicht das erste Mal in seinem Leben: 1940 im amerikanischen Minneapolis geboren, arbeitete er nach einem Studium in Los Angeles als Zeichner für ein New Yorker Satiremagazin. Ein junger Engländer, den er dort kennenlernte, vermittelte ihm einen Job bei der BBC. Sein Name lautete John Cleese, gemeinsam mit anderen Komikern gründeten sie Monty Python. Terry Gilliam war der einzige Amerikaner in der Gruppe, er kümmerte sich vor allem um die schrägen Animationen, die die Sketche in ihrer Fernsehserie Monty Python’s Flying Circus zusammenhielten. Im Jahr 1975 kam Die Ritter der Kokosnuss ins Kino, es war der erste Spielfilm der Pythons, Gilliam führte gemeinsam mit Terry Jones Regie. In den Jahren darauf arbeitete er neben den Monty-Python-Projekten auch schon an eigenen Filmen.

Die Liste an Leuten, die sich an dem Tischlersohn aus Minnesota aufgerieben haben, ist lang, sein Verhältnis zu John Cleese ist schwierig. 1988 brachte er den deutschen Produzenten Thomas Schühly mit gewaltigen Budgetüberschreitungen bei Die Abenteuer des Baron Münchhausen in finanzielle Schieflage, im Jahr 2005 legte er sich mit dem mächtigen Harvey Weinstein an: Dessen ständiges Einmischen habe den Film Brothers Grimm verhunzt, behauptete Gilliam später. Der längst in England sesshaft gewordene Regisseur war schon öfter in München zu Gast, 2009 eröffnete er mit Das Kabinett des Doktor Parnassus sogar das Filmfest. Auch bei diesem Film gab es große Probleme, Hauptdarsteller Heath Ledger starb während der Dreharbeiten – und Gilliam musste kämpfen. Wieder einmal.

Ledgers noch fehlende Szenen übernahmen die Hollywoodstars Johnny Depp, Colin Farrell und Jude Law. Das funktionierte wider Erwarten sogar, dementsprechend erleichtert zeigte sich der Regisseur am Eröffnungsabend. Er brachte sogar seine Produzentin mit, die Zusammenarbeit mit ihr sei einfach großartig gewesen, schwärmte er. Ein Zeichen von Altersmilde? Nicht wirklich: Amy Gilliam ist seine Tochter, sie war auch jetzt beim Don-Quixote-Projekt beteiligt. Die beiden wissen vermutlich sehr genau, was sie aneinander haben.

Ryszard Ka schrieb Fogendes für allocine:

Pour moi décidément le meilleur film de Gilliam après Brazil. Une aventure de deux heures que je n’ai pas vu passer. Une histoire ficelée de main de maitre qui sillonne la limite de l imaginaire et de la réalité. Celles ci s’entremelant a chaque séquences au gré de la folie du personnage avec plusieurs couches de lecture possible.. Mise en scene d un Don Quichote dans ce monde moderne aussi impitoyable que le moyen âge le plus sombre auquel le rêve fou d un idéal est le seul echapatoire. Le Don de Terry est aussi touchant que le personnage de Cervantes. Loin d etre un auto portrait, le réalisateur s’amuse à coller des épisodes de sa galère de 25ans pour produire ce qui a mon avis restera le film le plus complexe qu il a réalisé. J espère que le film aura son succès,il le mérite amplement.