Frauenblick

Monika Wrzosek-Müller

Meine Lektüre

Die Welt und wir selbst geraten gerade immer mehr in Stille, in einen Zustand des ständigen Wartens und sich Ermahnens, in Abgeschiedenheit; wichtiger wird es, zu lesen als Leute zu treffen, wichtiger, in sich zurückzukehren als in Ausstellungen, Konzerte, Theater und Kinos zu gehen. Eigentlich müsste diese Zeit für Menschen, die, wie ich, Yoga praktizieren, eine Quelle der Inspiration sein, doch sie hängt langsam wie eine bleierne Decke über allem und wir versuchen eher schlecht als recht rauszukommen und rauszuschauen. Die einzig wirklich aufmunternde Tätigkeit ist die Lektüre und vielleicht auch der online-Austausch darüber. Die lesenden Madonnen und anderen heiligen Damen des Mittelalters könnten uns hier ein Vorbild sein.

Lange Abende blieb ich an ein Buch gefesselt, auch wegen des Umfangs (es sind beinahe 600 Seiten), aber auch wegen des Themas, mit dem ich seit Jahren schwanger bin. Der Titel klärt vieles: Rückkehr nach Lemberg. Über die Ursprünge von Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Eine persönliche Geschichte von Philippe Sands. Der Autor, Anwalt und Professor für internationales Recht, lebt in London, ist jüdischer Abstammung und seine Familie stammt aus Lemberg, oder genauer: aus Zółkiew in der Nähe von Lemberg. Er versucht, bei seinen Reisen den Grund für die Odyssee seiner eigenen Familie zu entschlüsseln und den Ausgangspunkt, den Ursprung findet er immer wieder in der Stadt Lemberg.

Vielleicht etwas weitläufig und sehr ambitioniert verbindet er die Geschichte seiner Familie mit der von zwei weltbekannten Juristen: Hersch Lauterpacht und Raphael Lemkin. Da sich das Buch in der Zeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, dann während und danach, bewegt, bleiben uns die Ereignisse und Persönlichkeiten aus dieser Zeit nicht verborgen. Viele Seiten widmet Sands auch dem „Generalgouverneur“ des besetzten Polen und Reichsminister Hans Frank, auch der ein Jurist. Der Aufbau des Buches ist an einige Achsen gebunden: an eine zeitliche, die chronologische Geschichte der Familie, rückwärts erzählt; an eine geografische, von Zółkiew nach Lemberg, Wien, London, USA und oft zurück nach London, die Schweiz, mit einem starken Focus auf dem Beruf des Juristen. Der Autor begibt sich an diese Orte, führt Gespräche mit den Helden, mit seiner Familie (der Mutter), sichtet Fotos und erhalten gebliebene Dokumente und begleitet manche seiner Personen auch bei wichtigen historischen Ereignissen – dem Nürnberger Prozess.

Hinter allen diesen Aktivitäten, den Reisen, Gesprächen, Interviews und Recherchen in Archiven, steht für mich sein starker Wille und Wunsch, an der Familie wenigstens in minimalem Umfang etwas wiedergutzumachen, sie zu entschädigen, ihr Genugtuung zu leisten; das ist der eigentliche Motor des Buchs und vielleicht spielt auch sein persönlicher Ehrgeiz eine Rolle. Sands liefert Porträts von einigen der Personen, die ich erwähnt habe; im Hinblick auf die Zeit und die Ereignisse, die ihn interessieren, zögert er auch nicht, deren Nachkommen aufzusuchen und anzusprechen, sozusagen einen persönlich Eindruck von ihnen zu bekommen, sich sogar mit ihnen zu befreunden. So entsteht ein sehr lebendiges, persönliches, im historischen Geschehen verwurzeltes Werk, das über vieles Auskunft gibt, was man eigentlich bereits weiß und worüber man doch immer mehr erfahren könnte – über eine Welt, die es tatsächlich nicht mehr gibt.

Natürlich sind die Zeit, die Akteure und eben die Ereignisse, die in dem Buch beschrieben werden, so bedeutend, dass der persönliche Aspekt dahinter manchmal verschwindet und wenig sichtbar wird, doch die treibende Kraft für das ganze Unternehmen bleibt der Wunsch, sich mit der eigenen Geschichte versöhnen zu können.

Ich werde hier nicht das ganze Buch zusammenfassen; erwähnenswert ist, dass Sands als Jurist die Auseinandersetzung um die juristisch neu formulierte Begriffe Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sehr anschaulich darstellt. Der Leser erfährt, wie es dazu kam und wie zwei hervorragende Juristen jüdischer Abstammung diese Begriffe geprägt und erfolgreich dafür gekämpft haben, sie in die Nürnberger Prozesses einzubringen. Wie diese Begriffe dann auch politisiert wurden, aber auch eindringlich, wie wichtig sie für die damalige Zeit und die Entstehung vieler internationaler Organisationen waren.

Für mich persönlich hat das Buch geklärt, was meine Mutter mit ihrem oft wiederholten Satz meinte, dass die juristische Fakultät in Lemberg die beste in ganz Europa gewesen sei. Offensichtlich gab es eine Zeit, in der es wirklich so war…

Wiersze / Gedichte

Tibor Jagielski

F

faun jest dziki, faun jest zły,
faun ma ostre rogi, kły,
jeśli spotykasz fauna w gaju,
wiedz, że kluczem jest do raju.

tegel in nebel

mein flughafen blieb still heute nacht
die radarflügel
die lichter
schutdown

50 jahre sah ich zu dir hin
brachte dort jemanden
oder empfing

ich werde dich
vermissen

IX XI MMXX

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schloss_Tegel_Sammlung_Duncker.jpg

lato czarnych stóp

lato było pełne jagód
lepiły się do stóp
ich sok tryskał obficie
i farbował wszystko na czarno

panował upał jeżyny
pęczniały od słodyczy
śliwki dojrzewały przedwcześnie
a żarłoczne osy dobierały się
im do skóry

nawet zmrok nie przynosił ulgi
nie spadła kropla na ziemię
i co raz to wybuchały pożary
zmęczeni ludzie chwytali za wiadra i sikawki
przeciwko smokom
ogień! ogień!
rozlegało się wkoło

a ja
niczym łoś wędrowałem po mokradłach i bagnach
przepływałem jeziora
by spocząć w cieniu olch

nie byłem sam
towarzyszyła mi miłość
niosła mnie ścieżka
drzewa rozwierały gałęzie
a nawet skały rozsuwały się
i wiatr dodawał skrzydeł

gwiazdy
mrugały do mnie na dobranoc
budziło słońce
tego lata obrodziły jagody
nie byłem sam

26 VIII 11/ 22 XI 20

Autor podpisał to zdjęcie / Autor gab dazu so eine Unterschrift: Amrumtasse

Achtung! Es geht um unsere S-Bahn!

Die S-Bahn Ausschreibung

Online-Konferenz *

Mi., 25.11.20 | 19:00 | RegenbogenKino

Was will der Senat – was will das Bündnis “Eine S-Bahn für Alle!” ?

Bis jetzt ist die S-Bahn noch zu hundert Prozent in der Hand der Deutschen Bahn, also in staatlichem Eigentum.
Doch vor wenigen Monaten wurden zwei Teilnetze – das sind zwei Drittel der gesamten S-Bahn – europaweit ausgeschrieben. Das heißt: Privaten Unternehmen wird die Tür für den Betrieb der S-Bahn und die Instandhaltung der Fahrzeuge geöffnet. Dabei kann nicht nur für den S-Bahn Betrieb auf jedem der beiden Teilnetze ein anderes Privat-Unternehmen den Zuschlag bekommen, auch die Instandhaltung der Fahrzeugen für die beiden Teilnetze kann an zwei verschiedene Privatunternehmen vergeben werden.
Das bedeutet die Zerschlagung und Privatisierung der S-Bahn.

Die Berliner*innen haben in den vergangenen Jahren mit Privatisierungen nur schlechte Erfahrungen gemacht. Das Wasser wurde privatisiert und musste dann – nach dem erfolgreichen Volksentscheid – für viel Geld wieder zurück gekauft werden. Tausende Wohnungen, die einmal der Stadt gehört haben, wurden ebenfalls verkauft.
Jetzt gibt es die Kampagne “Deutsche Wohnen & Co enteignen”, mit der ebenfalls viele Häuser, ehemals in städtische Hand gewesen, in öffentliche Hand zurückkehren sollen.

Wir wollen nicht, dass ein drittes Mal wiederholt wird, was zwei Mal komplett in ein Desaster geführt hat.

Das ist das Ziel des Bündnisses “Eine S-Bahn für Alle”:
Die Zerschlagung und Privatiserung der S-Bahn zu verhindern. Die Ausschreibung umfasst ein Volumen von 8 Milliarden Euro. Ein Abbruch der Ausschreibung ist möglich.

Redende:
Janek Neuendorf (S-Bahner, Mitglied der EVG), Ava Matheis (Bündnis “Eine S-Bahn für Alle”), ein Vertreter des AKI in der IG Metall

Veranstalter: Bündnis “Eine S-Bahn für Alle”

Mehr Infos gibt’s hier.
* Online-Zugang ab 18:40  unter:
https://bbb.extern.alt.coop/b/and-t4m-fkp
Nutzt als Browser Chrome oder Firefox.
Internet Explorer funktioniert nicht!

Pomnik / Denkmal (Reblog)

EMS: I ja tu jestem wymieniona. Tak o mnie będą kiedyś pisać: “Ta, wzmiankowana tu i tam.” / Auch ich bin hier erwähnt. So werde ich vielleicht mal in gemeinsamer Erinnerunng funktionieren, als “die, die hie und da erwähnt wurde”.

Krzysztof Ruchniewicz

Drogie Koleżanki, Drodzy Koledzy,

bardzo się cieszę z ostatniej decyzji Bundestagu w sprawie „Pomnika-Polskiego”.

Postanowiłem przypomnieć sobie moje nieoficjalne próby ruszenia sprawy z miejsca. Być może część z Was przypomina sobie mój apel z … 2016 roku. Niestety, wtedy moja inicjatywa nie spotkała się z wielkim poparciem. Pamiętam, że odradzono mi. Uznano, jest jeszcze za wcześnie itd. Nawiązałem wtedy kontakt z F. Mausbachem (lub on ze mną). Wywiązała się ciekawa korespondencja. Przekonałem go, by przejął inicjatywę i by odtąd była to tylko niemiecka inicjatywa. Do listu dołączam mój tekst z 2016 roku i kopię listu p. Mausbacha.

Świetnie, że wreszcie udało się podjąć decyzję o stworzeniu takiego miejsca pamięci, dopełnia ono mapę pamięci, która tworzy się w stolicy Niemiec.

Serdecznie pozdrawiam

Krzysztof

—

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ich bin sehr erfreut über die jüngste Entscheidung des Bundestages zum “Polen-Denkmal”.

Ich beschloss, mich an meine inoffiziellen Versuche zu erinnern, die Angelegenheit voranzubringen. Vielleicht erinnern sich einige von Ihnen an meinen Appell von … 2016.
Leider stieß meine Initiative damals nicht auf große Unterstützung.

Ich erinnere mich, dass ich entmutigt war. Es wurde gesagt, es ist noch zu früh und so weiter. Ich nahm Kontakt mit F. Mausbach auf (oder er suchte den Kontakt mit mir). Es gab eine interessante Korrespondenz. Ich überzeugte ihn, die Initiative zu ergreifen, und von da an würde es nur noch ein deutsches Projekt sein. Ich füge dem Brief meinen Text von 2016 und eine Kopie des Briefes von Herrn Mausbach bei.

Es ist großartig, dass die Entscheidung zur Schaffung eines solchen Gedenk- und Erinnerungsortes endlich gefallen ist, sie vervollständigt die Landkarte der Erinnerung, die in der deutschen Hauptstadt entsteht.

Ich grüße herzlich

Krzysztof

PolendenkmalProjekt   PolendenkmalInitiative

 

Chwila poezji. Hallowen.

Zachciało mi się jako admince, by ten jesienny weekend na granicy października i listopada, gdy cmentarze zamknięte, stał pod znakiem poezji. Mietek i Teresa grzecznie nadesłali jesienne wiersze  funeralne (czytajcie jutro i pojutrze), Tibor stawiał opory, w końcu nadesłał jeden wiersz. Poszukałam zatem wśród jego wierszy, tych, które przez te lata u nas opublikował, tych o śmierci i jesieni. W inkryminowanym dniu nadeszły jeszcze dwa wiersze i nagrobek. Jeden z dawnych wierszy jest na dziś.

Tibor Jagielski

endmorene/zagrycha

ciepło się zrobiło i deszczowo
brzozy i lipy zrzucają ostatnie liście
miłorząb szasta iglastą feerią
tak, aż maślaki wyskakują mu pod korzeni

zbieram je
i wekuję w słoikach
złociste pamiątki jesieni
okruszki słońca to go

t.j. X 20

syrakuzy, p.n.e.
w związku z ukończeniem nowego poematu słynny z zamordyzmu
tyran dionizjusz ma dobry humor
ogłasza amnestię i zaprasza, zesłanego na roboty do kamieniołomów,
krytyka jego twórczości, filoksenesa na uroczysty odczyt
amfiteatr nabity do ostatniego miejsca, cisza jak makiem zasiał,
ledwie władca (najpotężniejszego wówczas państwa greckiego) jedno zdanie wygłosił,
słychać, nagle gwałtowny rumor…
dionizjusz niemieje, patrzy – to filoksenos!
– a ty gdzie? – wrzeszczy
– do kamieniołomów!
————————————————————————–

raz wysłałem jakieś teksty (chyba były to wiersze) do „twórczości”;
przychodzi odpowiedź, proszę zadzwonić, nr telefonu,

dzwonię, odbiera sekretarka. ach tak, naczelny (był nim wtedy fedecki) chce się z panem
koniecznie zobaczyć, kiedy ma pan czas, termin, ustalamy, idę…
dzwonię do drzwi otwiera sekretarka, dzień dobry, proszę uprzejmie, kawa, herbata?
proszę spocząć,… czekam nawet niedługo i wpada fedecki z „obstawą”

(zawsze pętało się za nim paru lizusów)
– aaa, pan… (sekretarka podrzuca) tak, pan tibor,

wie pan o czym chciałbym z panem porozmawiać,?
– no, nie wiem – zajaknąłem się myśląc o moich heksametrach i trochejach.
– musi mi pan koniecznie wyznac skąd udało się panu zorganizować, tak dobry papier…

I jeszcze z wierszy znalezionych na blogu:

obraz szkoły flamandzkiej XVI w. “polowanie na dzika”

niepomny przestróg
przyglądasz się starym obrazom
jęk rogu tnie stalowe niebo
czerwone ręce napinają łuki
psy mkną wraz ze spojrzeniami
wiatr targa brunatne opończe
śledzisz martwe jeszcze oszczepy
a już gotowe do ciosu
w niewidzialną zwierzynę
i nagle zrywasz się
sfora wypada na ciebie
i świst pocisków znaczy drogę bólu
ciało pokrywa się szczeciną
a ryj już orzą psie zęby
zwycięski krzyk rogu
niesie się niesie się niesie

Sigrid Krien (10.02.1936, Berlin – 2.06.2020, Freiburg)

Liebe Sigrid
die du bist im Himmel, oder in einer besseren Welt,
wo sich die Seelen treffen, unsere,
und die von Katzen und anderen Lebewesen,
die uns begleitet haben.

Dein account funktioniert noch,
also schreibe ich ein paar Worte an Dich,
Du weißt, es wird nicht lange dauern, dann treffen wir uns wieder
und auch Maxi und Erna kommen bestimmt gerne mit.

Auf Wiedersehen, meine liebe Freundin!

Dein Tiborchen

brzydcy, szesnastoletni

dla romka i marka

czasami zazdroszczę wam
samobójstwa
poprosiliście o zwolnienie z lekcji historii
(niektórzy nazwą to dezercją)

pozostały nieme gitary
sztambuchy – niezapisane
nierozwiązane zadania maturalne

czasami zazdroszczę wam cholernie
że mieszkacie już na champs d´elysees
a nie na skrzyżowaniu
marszałkowskiej z wall street
albo wałów jagiellońskich z jp II

nigdy was nie zapomnę
brzydkich, szesnastoletnich…
a gdy nadejdzie mój kres
poproszę o rozgrzeszenie
ale bez spowiedzi.

haloween

nieciekawe czasy
nazwijmy je eufemistycznie
feministycznymi
ani wielkiej wojny, ani rewolucji,
tylko potyczki
przeważnie out of area

niekiedy eksploduje list
i urywa nos sekretarce
albo adjunkt dostaje amoku
i wbiega do auli z siekierą…

powiedzmy szczerze: jest nudno
bohaterem takich dni
jest akuszerka
no i sprzątaczka

gdy dochodzi do zmiany rekwizytów
(co czasami się zdarza)
to pierwsza odlatuje na miotle
a druga idzie z torbami.

 

Übersetzer Workshop 3

Vor einer Woche und gestern berichteten wir (ich und Plamena Maleva) über Übersetzer Workshop, der im Rahmen der Osteuropa-Tage organisiert wurde.

Heute präsentieren wir polnische Autorin und Aktivistin der neusten Frauen- und Kampfbewegung in Polen

Monika Tichy

Die Autorin des polnischen Textes Monika Tichy hat sich am zweiten Workshop-Tag eingewählt und sich mit der polnischen Gruppe über ihren Text und über die aktuelle Lage in Polen unterhalten. Ihr machen die aktuellen Umstände in Polen rund um das Abtreibungsverbot Sorgen.

Monika Tichy (l) & Katarzyna Hajduk

Ein Video von unserem Zoom-Gespräch findest du HIER / TU
Text Original  / Tekst po polsku: TU / HIER

Der Ausschnitt aus der entstandenen Übersetzung (grün auf Polnisch / zielony po polsku)

Ich war mal eine ins Gebet vertiefte, Bibel lesende und drei Mal pro Woche im Gottesdienst dienende junge Frau. Sakramentale Ehefrau. Glaubend an den Schwindel des Patriarchats, verpackt in ein lyrisches Sacrum, an das mein Vater glaubt.
Vater weiß nicht, dass ich nicht mehr glaube. Ich spreche mit ihm über nichts Wichtiges, obwohl wir hin und wieder aufeinander treffen, denn meine Mutter passt manchmal auf meinen Sohn auf. In diesem Moment, so wie immer mittwochnachmittags, ist der Kleine bei der Oma, aber ich bin nicht auf Arbeit, so wie üblich. Ich streike.
Vater weiß nicht, dass mein Mann, der im Ausland arbeitet, schon jemand anderen hat und ich ebenfalls. Vater weiß nicht, welche Ethnie, welches Geschlecht, welches Alter unsere neuen Partner haben. Warum soll ich es ihm sagen, wenn ich weiß, dass er „solche“ nicht akzeptiert?
Vater weiß nicht, dass ich bei jedem lokalen und zentralen Antiregierungsprotest war, seitdem die Partei an die Macht kam. Seine Partei.
Vater ist ein Mitglied der Partei.
Also was macht er hier?

Kiedyś byłam młodą, rozmodloną panną czytającą Biblię i trzy razy w tygodniu służącą do mszy. Sakramentalną małżonką. Wierzącą w te ściemy patriarchatu, opakowane w liryczne sacrum, w które wierzy mój ojciec.
Ojciec nie wie, że ja już nie wierzę. Nie rozmawiam z nim o niczym ważnym, mimo że widuję go, bo moja mama czasem zajmuje się moim synem. W tej chwili, jak zawsze w środy po południu, mały też jest u babci, ale ja nie jestem w pracy, jak zazwyczaj. Jestem na strajku.
Ojciec nie wie, że mój mąż pracujący za granicą ma już kogoś innego, i że ja mam również. Ojciec nie wie, jakiej rasy, płci i wieku są nasi nowi partnerzy. Po co mam mu mówić, skoro wiem, że on „takich” nie akceptuje?
Ojciec nie wie, że byłam na każdym antyrządowym proteście lokalnym i centralnym od czasu, gdy do władzy doszła Partia. Jego Partia.
Ojciec jest członkiem Partii.
Więc co on tu robi?
2.
Sie sind wie die Pharisäer, über die Jesus sprach: „Sie bürden den Menschen unerträgliche Lasten auf, doch sie selbst rühren keinen Finger, um diese Lasten zu tragen”. Liege in fruchtbaren Nächten neben der Ehefrau, aber fasse sie nicht mal an! Gebäre sechs! Und ziehe sie groß! Lass ihn dich schlagen, wenn er betrunken zurückkommt! Gebäre ein krankes Kind, kümmere dich um es bis Ende des Lebens und sterbe ohne Sicherheit, was mit ihm weiter sein wird! Welcher von ihnen, die da bequem im Pfarrhaus oder der Bischofsresidenz leben, roch zumindest einmal im Leben eine Windel?

Oni są jak faryzeusze, o których Jezus mówił: „Wiążą ciężary wielkie nie do uniesienia i kładą je ludziom na ramiona, a palcem ich tknąć nie chcą”. Leż obok żony w noce płodne, ale jej nawet nie dotknij! Urodź sześcioro! I wychowaj! Pozwól, by cię bił, kiedy wraca pijany! Urodź chore dziecko, zajmij się nim do końca życia i umrzyj bez pewności, co z nim będzie dalej! Który z nich, żyjących wygodnie na plebanii czy w biskupiej rezydencji, chociaż raz w życiu powąchał pieluchę?
3.
Die letzte Kraft, in der ich sie noch sehe, sind Frauen. Die Regierung weicht vor Nichts und Niemandem zurück. Demonstrationen von mehreren tausend Menschen zur Verteidigung der Verfassung oder der Medien zerschlugen sich an ihrem Hochmut wie eine Welle an einem Betonmast. Die Meinungen der EU-Organe oder der internationalen Institutionen gehen komplett an ihnen vorbei. Den einzigen Schritt rückwärts, den sie machten, war unter Druck von Frauen.
Ostatnia siła, w jakiej jeszcze ją widzę, to kobiety. Rząd nie cofnął się przed nikim i niczym. Wielotysięczne manifestacje w obronie konstytucji czy mediów rozbiły się o ich butę jak fala o betonowy słup. Opinie instytucji unijnych czy międzynarodowych mają gdzieś. Jedyny krok wstecz, jaki zrobili, to pod naciskiem kobiet.

Übersetzer Workshop 2

Plamena Maleva

Zitate von mir als Koordinatorin:
– Der Workshop war ein großer Erfolg und das Team der Osteuropa-Tage ist sehr froh, dass wir es trotz der aktuellen Umstände geschafft haben, einen digitalen Raum für Austausch und Zusammenarbeit zwischen Übersetzer*innen zu schaffen.

– Dieses Jahr lag der Fokus des Workshops auf publizistischen Texten und wir hatten vier sehr unterschiedliche, jeweils sehr spannende Texte dabei, die vor allem für die Bevölkerung der jeweiligen Länder geschrieben sind. Die vier Gruppen, die jeweils aus dem Polnischen, Bulgarischen, Tschechischen und Russischen übersetzt haben, standen also vor der Herausforderung, gewisse kulturelle Kontexte, sowie landerspezifisches Hintergrundwissen, welches für das Verständnis der Texte notwendig ist, möglichst verständlich ins Deutsche zu übertragen, ohne dass dabei zu viele Fußnoten entstehen. Wenn man sich die entstandenen Übersetzungen anschaut, sieht man, dass alle Gruppen diese Herausforderung erfolgreich gemeistert haben.

Atmosphäre und Austausch:
Am Ende des Workshops haben sich alle Gruppen zusammengetan und sich über den Übersetzungsprozess ausgetauscht. Dabei konnte z.B. die bulgarische Gruppe, in der es keine deutschen Muttersprachler*innen gab, bei der Suche nach einem passenden Begriff wertvolle Tipps bekommen. Die Teilnehmenden konnten einen Teil von jeder Übersetzung hören und einen Eindruck von den jeweiligen spachrlichen Besonderheiten in jedem Text bekommen.

Ein besonderer Dank geht an die Referent*innen: Katarzyna Hajduk (PL), Evdokia Stoyanova-Kostova (BG), Anastasia Myasina (RU) und Ruben Höppner (CZ) für die tolle Arbeit an den Rohübersetzungen und beim Moderieren der Gruppenarbeit. Sie haben von den Workshop-Teilnehmer*innen auch viel Lob bekommen und es freut uns, als Veranstalter des Events, dass die Betreuung der Gruppen in sicheren Händen war.

Wypierdalać!

Ewa Maria Slaska: To nie mój wpis. Jest niczyj, czyli wszystkich. To my go piszemy. Wy, oni.

Aktywistka feministyczna, Anna Krenz podczas demonstracji pod Instytutem Polskim w Berlinie 24.10.2020 / Foto: Javier Pimentel

Wybieram tylko ikony, foty-memy! Ich publiziere hier nur die echten Ikonen der neuen Freiheitsbewegung in Polen. Wkurwione kobiety. Es sind Frauen, die jetzt kämpfen. Es ist Wut und Mut. To jest wojna. Es ist Krieg.

Wypierdalać! bedeutet verPISst euch und verschwindet, fuck off, weg mit Euch, Arschlöcher! Ihr könnt uns mal und brav sein war gestern. Fuck you, fuck you, fuck you.

https://images.app.goo.gl/9PZDBeYXwU8LKu1NA

Leer und sauber / Puste i czyste

Lutz Bauman fotografiert U-Bahn in Berlin / fotografuje metro w Berlinie

u-bahnhof halemweg benannt nach einem widerstandskämpfer der in brandenburg ermordet wurde / nazwany ku czci działacza ruchu oporu podczas II wojny światowej zamordowanego w brandenburgii

u-bahn moritzplatz

u-bahn hallesches tor


u-bahn prinzenstraße

u-bahn rosenthaler platz

???

Frauenblick: Europa in der Coronazeit

Monika Wrzosek-Müller

Wissen wir, was wir mit unserer EU in der Zukunft vorhaben?

Die Coronavirus Pandemie zwingt uns über viele Sachen nachzudenken, über Solidarität, Toleranz, Freiheit, Individuum, Rechte, Pflichten natürlich auch über finanzielle Risiken und Bürden, usw., die sie mit sich bringt. Es herrscht Unsicherheit und ja, doch auch etwas Angst, wie die Zukunft sein wird, danach. Wäre es nicht angebracht, über unsere Vorstellungen, quasi einen neuen Anfang für EU nachzudenken und vielleicht eine Umfrage starten in allen EU Ländern und bei allen Bürgern, mit einem breiten Fragenkatalog, sich vergewissern, was wir eigentlich von diesem doch künstlichen Gebilde wollen, wie wir es weiter entwickeln, lenken sollen.

Als in Polen die oppositionelle Bewegung entstand und daraus dann später auch Solidarność, als unabhängige Gewerkschaft wurde, wusste sie ganz genau, auf welcher Seite sie stand. Es war wie ein Imperativ, mobilisierte alle ihre Kräfte und Gedanken. Sie kämpfte dafür ohne Wenn und Aber, ohne viel zu überlegen, was passiert, wenn…

Die Entwicklung zeigte, dass das auch richtig war; es war der richtige Kampf, der richtige Weg. Natürlich mit vielen Mäandern, doch die Richtung stimmte. Es hat vieles verändert, auf einen guten Weg gebracht.

Lange blieb sie danach unpolitisch, es ging auch eigentlich nicht anders, sie zog nach Deutschland um und bis sie politisch hätte tätig werden können, vergingen Jahre. Die deutsche Staatsangehörigkeit nahm sie erst 2009 an. Eigentlich begleitete sie nur ein politischer Gedanke, dass wir Europäer zusammen kommen sollen, unabhängig von allen regionalen Unterschieden, sich zusammentun und eine bessere Welt vorleben. Vielleicht war das auch die andere Seite ihres Lebens, die Umzüge und Änderungen des Standortes haben sie offen und positiv neugierig für das andere gemacht, aber zugleich auch gezeigt, wie viel man gewinnt, wenn sich die Länder unterstützen und einige Herausforderungen gemeinsam meistern.

Die Gründung der EU am 1. November 1993 empfand sie mehr als richtig, sie war begeistert. Doch schnell kamen die Krisen, die Unterschiede machten sich allzu sehr bemerkbar. Trotzdem wuchs die EU, zu den sechs Gründungsländern kamen weitere hinzu. Immerhin schaffte es die Union, eine einheitliche Währung zu etablieren; der Bewegungsfreiheit innerhalb Europas waren kaum mehr Grenzen gesetzt. 1999 waren elf Staaten in der europäischen Währungsunion verbunden, bis 2015 traten weitere acht Staaten bei. Die Europäische Zentralbank wacht über die Preisstabilität und, mal und mehr mal weniger erfolgreich, über die Haushaltsdisziplin der einzelnen Mitglieder. Die Finanzkrise von 2008 überstand Europa weitgehend unbeschadet, doch es wurde schnell deutlich, dass es sogenannte „bessere und schlechtere“ Länder in Europa gab, und diese Aufteilung wurde eigentlich nicht mehr aufgehoben.

Dann kam 2015 die Flüchtlingskrise und die Spaltung oder das Auseinanderdriften der Staaten war nicht mehr zu übersehen. Europa konnte sich auf keine gemeinsame Vorgehensweise einigen, viele Staaten respektierten die europäischen Institutionen nicht. Die Risse zeigten sich natürlicherweise während der Krisen deutlicher; so ging es mit gemeinsamen Aktionen nach der Flüchtlingskrise immer mehr bergab. Einige der Länder spielten ihre eigene Musik ganz für sich und wurden arrogant und beleidigt, wenn man sie zurechtzuweisen versuchte. Manche Kritik an der Art und Weise, wie die EU funktionierte, war vielleicht auch angebracht, und so trieb die Uneinigkeit in der EU ihr Unwesen.

Das Referendum in Großbritannien von 2016 fiel knapp zugunsten des Austritts aus der EU aus; für den Verbleib hatten immerhin 48,11% der Bürger gestimmt. Trotzdem war es wie eine Ohrfeige für die EU, England entschied sich für den Brexit und der Austritt erfolgte im Januar 2020. Da war aber ganz Europa schon mit einem neuen Problem beschäftigt, mit dem es bis heute kämpft und das es auf seine größte Probe stellt. In März befiel ganz Europa, die ganze Welt die Virus-Pandemie, die sich bis heute weiter ausbreitet und in vielen Ländern riesige Problemen schafft.

Sie hat diese Zeit nicht in Berlin verbracht; während der dunklen winterlichen Monate war sie in der wunderschönen Stadt an der Moldau, in Prag. Sie erlebte dort den totalen lock-down und eine leere Stadt mit geschlossenen Geschäften, Restaurants, Cafés, Bars, Museen, Konzerthäusern, Theatern, Kinos. Praktisch das ganze Leben stand still in dieser sonst so von Touristen überlaufenen Stadt. Sie war angetan, wie diszipliniert und verantwortungsvoll die Tschechen mit den Maßnahmen umgingen und sich ihnen fügten.

Doch eines stach in dieser Zeit für sie ganz deutlich ins Auge: es gab praktisch keine gemeinsame Aktionen seitens der EU. Jeder Staat versuchte schleunigst, für sich eine Strategie zu entwickeln, kapselte sich mehr oder weniger ab; manche schlossen die Grenzen, andere ließen ihren Bürgern mehr Freiheit und wollten die sogenannte Herdenimmunität durch höheres Infektionsaufkommen herstellen, wieder andere waren einfach hilflos gegenüber der sich ausbreitenden Krankheit. Sie wartete vergeblich auf Signale aus Brüssel, einen Weg, einen Vorschlag seitens der europäischen Kommission. Es wäre doch möglich gewesen, einen Rat für die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zu bilden und, wenn nicht praktisch, dann doch wenigstens symbolisch, Geschlossenheit zu zeigen. Es war wie ein Schlag, nach dem die Schleier fielen, sah man ganz deutlich: die Länder lebten ihre nationalen Gefühle und Gebärden, ihren Stolz wieder aus; es kam zur Konkurrenz, wer es warum und wie besser machte. Das war ihr unverständlich und schmerzhaft, doch die Meldungen übermittelten eindeutig dieses Bild: jeder Staat agierte für sich allein. Irgendwann erst taten sich die Staatschefs zusammen und finanzielle Hilfe für ganz Europa wurde vereinbart. Das war ein gutes und richtiges Signal.

Doch für sie war der Traum ausgeträumt, die ersten Impulse hatten gezeigt, dass sich spontan alles wieder klar in Richtung Nationalstaat; dieser Reflex steckt weiterhin ganz tief in den Köpfen.

So denke sie, dass die EU nach der Corona-Krise einen neuen Anfang machen muss, etwas mehr Gewicht auf moralische, ethische Probleme legen, sich von bloß finanziellem Kalkül weg bewegen. Vielleicht würde, wiederhole ich noch einmal, eine allgemeine Umfrage helfen, in der Bürger aller EU-Staaten aufgerufen wären, sich über die Zukunft der EU, deren Aufgaben, Ziele, Pflichten auszusprechen. Dann könnte man sie (die Bürger und die Staaten) beim Wort nehmen und mit neuen Schwung die Einigung, den Fortschritt weiter vorantreiben, auch in den Bereichen, wo die Stimme der EU gefehlt hat, und bei allen Unterschieden und Interessengegensätzen zwischen den Länder.