Joasia Rubinroth











































Fotos: Internet, Konrad, Joasia Rubinroth, Ewa Maria Slaska
Beiträge auf Deutsch
Joasia Rubinroth











































Fotos: Internet, Konrad, Joasia Rubinroth, Ewa Maria Slaska
SprachCafé Polnisch e.V. – Polska Kafejka Językowa





Schulzestr. 1
13187 Berlin Pankow
S-Bahn: Wollankstraße
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Dziś, 23 września 2022 o godz. 20 organizujemy spotkanie kończące projekt “Irena Bobowska, zapomniana bohaterka. Brakująca połowa historii”.
Naszymi gośćmi są organizatorzy, współpracownicy i osoby biorące udział w projekcie.
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O projekcie opowiedzą Anna Krenz i Ela Kargol
Wiersze Ireny Bobowskiej po polsku i po niemiecku przeczyta Karen Kandzia
Filmowe impresje – Jasha Seibel
Zdjęcia – Maciej Soja
Muzyka live
Wystawa
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Zrobimy sobie wspólne zdjęcie

Było nas w sumie ponad 40 osób, w tym 16 panelistek, 4 muzyków, 5 tłumaczek, 2 techników, 1 performerka, 1 filmowiec i 2 fotograf*ki, 1 praktykantka.
Byliśmy, jak to zawsze pisała Ania Krenz, w ciągu jednego miesiąca w 4 miejscach, odbyły się 4 zupełnie różne dyskusje i koncerty, 4 performance – każdy inny.
To jest nasze piąte miejsce – dziś po raz pierwszy zobaczymy performance w całości.
Polin – to żydowski wyraz, oznaczający: tu odpoczniesz. Przyjdź, napijemy się wina, porozmawiamy. Tu i dziś odpoczniesz.

WAS: 4. Event Projekt “Irena Bobowska”
WO: Städtischer Friedhof Altglienicke, Schönefelder Chaussee 100
WIE: U-Bahn Adlersfof / Bus 164 ==>> BER Stop: Dankmarsteig
WANN: Donnerstag / czwartek 22.09.2022 / 18:00 – 21:00
Fehlende Hälfte der Geschichte. Irena Bobowska, die vergessene Heldin.
DISKUSSIONEN / PERFORMANCE / AUSSTELLUNG / KONZERTE4 Orte / 4 Termine / 4 Themen / 8 Gedichte
Die Veranstaltungsreihe „Fehlende Hälfte der Geschichte“ ist ein Versuch, die polnisch-deutsche Geschichte zu vervollständigen, indem es an Frauen erinnert – vergessene Heldinnen, die aus den Seiten der Geschichte gelöscht wurden, polnische Frauen, die vor 100 Jahre gemeinsam mit Frauen in Deutschland um ihre Rechte gekämpft haben, die später die Opfer des Krieges waren, aber auch für die Freiheit gekämpft haben. Viele von ihnen haben in Berlin gehandelt oder sind dort ermordet. In dem Projekt wollen wir an die Polinnen in Berlin erinnern, die von dem Verbrecher-Regime verfolgt, gefoltert, umgebracht und danach noch in die Vergessenheit gebannt wurden. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine hat die Geschichte eine völlig neue Dimension, die sehr relevant und aktuell ist.
Brakująca część historii. Irena Bobowska, zapomniana bohaterka.
DYSKUSJE / PERFORMANCE / WYSTAWA / KONCERTY4 Miejsca / 4 Terminy / 4 Tematy / 8 Wierszy
Projekt “Brakująca część historii” jest próbą uzupełnienia polsko-niemieckiej historii poprzez przypomnienie kobiet – zapomnianych bohaterek wymazanych z kart historii, Polek, które 100 lat temu walczyły o swoje prawa razem z kobietami w Niemczech, które później stały się ofiarami wojny, ale również walczyły o wolność. Wiele z nich działało w Berlinie lub zostało tu zamordowanych. W tym projekcie chcemy przypomnieć o polskich kobietach w Berlinie, które były prześladowane, torturowane i zabijane przez zbrodniczy reżim, a następnie wymazane z kart historii. W kontekście wojny na Ukrainie temat ten zyskuje zupełnie nowy i aktualny wymiar.
Erinnerung
Erinnerungskultur, Erinnerungspolitik, Denkmäler, Frauen. Unsere Mütter, Großmütter, Tanten, Urgroßmütter. Kriegerinnen, Opfer. Wissenschaftlerinnen, Arbeiterinnen, Künstlerinnen, Hausfrauen. Anonyme Heldinnen. Was kann getan werden, um ihnen eine Stimme zu geben, um ihre Erinnerung in der kollektiven Kultur wiederherzustellen, insbesondere im Kontext der deutsch-polnischen Beziehungen?
Schirmherrschaft Herr Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Berlin Treptow-Köpenick
Grüßwort: Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Berlin Treptow-Köpenick
Rede: Katharina Struber, Bildhauerin, zusammen mit Architekt Klaus Gruber Gestalterin der Begräbnisstätte und Erinnerungsort Friedhof Altglienicke
Rede: Klaus Leutner, Forscher, Autor, Initiator des Erinnerungsorts Friedhof Altglienicke
Rede: Wacława Małecka und Mitgliederinnen des Vereins der Freunde der Dabrówka-Schule, Poznań
Performance: Karen Kandzia

Diskussion mit:
Franziska Bruder / Lagergemeinschaft Ravensbrück Freundeskreis e.V.
dr Iwona Dadej / Instytut Historii PAN
Klaudyna Droske / Leiterin der Geschäftsstelle der Polonia
Nora Hogrefe / Leiterin der Koordinierungsstelle Historische Stadtmarkierungen im Verein Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin
Anja Witzel / Referentin der Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Konzert: Warnfried Altmann | www.warnfried-altmann.de
Projektwebsite: www.dziewuchyberlin.org/bobowska/
instagram.com/bobowska_berlin/
Kontakt:
bobowskaberlin@gmail.com
Liebe Besucher*innen,
laut Informationspflicht nach Art. 14 DSGVO weisen wir darauf hin, dass während dieser Veranstaltung Foto- und Videoaufnahmen angefertigt werden. Diese verwerten wir für Zwecke der Berichterstattung und der Öffentlichkeitsarbeit. Dazu werden die Aufnahmen in diversen lokalen und sozialen Medien, wie z.B. Internetauftritt (www.dziewuchyberlin) und unseren Facebook-Seiten veröffentlicht. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Foto- und Videodaten von Ihnen ist Art. 6 Abs. 1 (f) DS-GVO, da ein berechtigtes Interesse daran besteht, die Öffentlichkeit über die Aktivitäten des Dziewuchy Berlin zu informieren und unsere Gruppenaktivitäten zu dokumentieren. Empfänger dieser Daten sind somit intern die mit Öffentlichkeitsarbeit betrauten Mitglieder*innen unserer Gruppe und extern die regionale Presse sowie Redaktionen und Redaktionssysteme von Printmedien, Onlinemedien und international operierende Social Media-Anbieter. Datenschutzrechtlich Verantwortlicher ist die Gruppe Dziewuchy Berlin.
Ein Projekt von:
Dziewuchy Berlin www.dziewuchyberlin.org;
Polkopedia www.polkopedia.org;
Ambasada Polek e.V.i.G.
In Kooperation mit: Regenbogenfabrik; Polonijna Rada Kobiet+
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Gefördert durch:
Senatsverwaltung für Kultur und Europa / https://www.berlin.de/sen/kultur/
#IrenaBobowska #DziewuchyBerlin #niewiederkrieg
#Poznań #Berlin #Lenzen #historiakobiet #miejscapamięci
#polnischesdenkmal #polkiwberlinie #Polkopedia
#VergesseneHeldin #ZapomnianaBohaterka
#Herstoria #polnischdeutscheschwesternschaft
#polskoniemieckesiostrzeństwo
#feminizmponadgranicami #Ojczyzna #Heimat
#Krieg #Wojna #Pomnik #ZaNaszaiWaszaWolnosc
#poznanianka
Monika Wrzosek-Müller
…nochmal über Emmanuel Carrère
An mir nagt das Gefühl, jemandem Unrecht getan zu haben. Ich habe Emmanuel Carrères Buch Yoga hier zerrissen, ohne mich über seine anderen Werke und über seine Person gründlicher informiert zu haben. So fühle ich mich verpflichtet, seine außergewöhnliche Biographie eines russischen – ja nun, wie soll man sagen – Schriftstellers, Terroristen, auf jeden Fall eines Typen, der alle Grenzen überschritt, die Begriffe aufmischte, sein Leben immer wieder neu erfand und in den jeweiligen Rollen auch exzellent auftrat, eher eines Delinquenten als Dissidenten, nämlich über Eduard Limonow, zu würdigen und zu empfehlen. Es geht hier um Eduard Venjaminowitsch Sawenko, der sich selbst Limonow nannte, geb. 1943 in der Ukraine, in der Nähe von Charkiw, gest., 2020 in Moskau.
Natürlich gewinnt die Biografie jetzt, nach dem brutalen Angriff Russlands auf die Ukraine, eine besondere Aktualität und Scharfsicht. Hätten wir mehr solche Bücher gelesen, dann wüsten wir besser über Russland, über die Zerrissenheit der Einwohner dieses riesigen Landes, über ihre Gefühls- und Emotionslage Bescheid. Dass sie die Perestroika und Glasnost nicht immer begrüßt haben und dass es oft im Innern kochte und Widerstände gab.
Für mich ist faszinierend, wie nah der Autor eigentlich seinem Helden ist: ähnlich egozentrisch und auf sich fixiert. Das ist auch, was ihn an der Figur, an dem Menschen Limonow fesselt. Auch die Tatsache, dass er in seinen fast ausschließlich autobiografischen Büchern „ehrlich bis zur Ekstase“ ist. Da ähneln sich die beiden Helden sehr, doch lebt Carrère seine Sehnsüchte und Träume nicht so exzessiv aus. Als Sohn einer französischen, aber russischstämmigen Historikerin, Helene Carrère d´Encausse, die als eine der ersten den Untergang und Zerfall der Sowjetunion vorhersagte, hatte er schon einen besonderen Zugang zu dem Land. Limonow selbst traf er in den 80er Jahren auch persönlich in Paris; der Autor, als junger Spund, nahm damals alles in sich auf – das intellektuelle Leben der französischen Elite; das Sich-Treffen, Mischen, Austauschen, Feiern. Über den Limonow jener Tage schreibt er: „Die Freiheit seines ganzen Auftretens und seine abenteuerliche Vergangenheit imponierten uns jungen Bürgerlichen. […] Er liebte Prügeleien und hatte unglaublichen Erfolg bei Frauen.“ Der Held des Buchs, Limonow, damals in Paris gefeierter Skandalautor, gerade aus New York angekommen, und sein Buch Fuck off, Amerika, gerade auf Französisch erschienen. Ich denke, das ist auch das, was das Buch so lebendig und unterhaltsam macht. Der Autor schwankt bei der Figur zwischen Begeisterung und Ekel, sie zieht ihn an und stößt ab; er beschreibt dabei auch manchmal sich selbst, und während wir das lesen, unterliegen wir auch diesen Schwankungen, das macht auf jeden Fall den Text authentisch und überaus spannend.
Erst viel später, 2007, fährt Carrère nach Moskau, um eine Reportage über Limonow zu machen; er trifft jetzt viele Oppositionelle, die erstaunlich positiv über Limonow sprechen: „Er ist mutig!“, das ist der Tenor. Deswegen fängt auch die Biografie damit an, dass er mit den Leuten um Anna Politkowskaja sprechen will, um die Umstände ihres Todes aufzuklären, und wir lernen eine breite Szene von Moskauer Menschenrechtsaktivisten kennen; da tummelt sich dann auch der ihm schon bekannte Limonow. Schön ist auch das Eingeständnis des Autors, dass sein Held in keine eindeutige Beschreibung passt und dass „sein new wave-artiges Dissidententum erfrischend war“; er schreibt die Biografie auch anhand von dessen Büchern, interviewt ihn eigentlich nie. Er sammelt Informationen über ihn von anderen Menschen, er führte mit über dreißig Personen Gespräche über Limonow.
Der Lebenslauf des inzwischen verstorbenen Helden liest sich wie ein Krimi und ist wirklich voller Überraschungen und Wenden, die eigentlich nicht in ein „normales“ Leben reinpassen, so prall ist es gefüllt. Geboren wurde also er irgendwo in der Nähe von Charkiw; da schon als herumlungernder Poet aufgefallen, geht er nach Moskau, wo er eigentlich studieren will, aber hauptsächlich rebelliert, für Bekannte aus der Szene Hosen schneidert und gut lebt. Dann wird er 1974 aus der UdSSR ausgewiesen, heiratet ein Model und geht zusammen mit ihr nach Amerika, wo er hofft, eine große Kariere zu machen. Er gerät aber in Umstände, die alles andere als rosig sind und die er dann in dem Buch It´s Me, Eddie (auf Deutsch ziemlich schräg übersetzt als Fuck off, Amerika) beschreibt; er wird zum Dissidenten gegen das Dissidententum. So verhält er sich aber sein Leben lang. Mit seinem Buch landet er in Paris und wird dort gefeiert, kann in den besten Zeitschriften und Verlagen veröffentlichen; aber dieses bequeme bürgerlich-intellektuelle Leben passt ihm nicht und so verschwindet er dann wieder nach Moskau, wo nach dem Zusammenbruch des Kommunismus „die Dinge in eine seltsame Richtung zu laufen begannen“. Er verschwindet auf den Balkan, wo er an der Seite von Radovan Karadzic (wie der bekannte polnische Filmregisseur Pawel Pawlikowski in einem Dokumentarfilm „Serbisches Epos“ gezeigt hat), eindeutig für die Serben optiert und sogar auf Menschen im belagerten Sarajevo schießt. Entsprechend setzt er sich später für die Tschetschenen ein, dann in Abchasien gegen die Georgier, und letztendlich wird er 2001 verhaftet und verbringt einige Jahre im Gefängnis, die er auch produktiv nutzt – wo er Bücher schreibt und meditieren lernt. Dazwischen gründet er die Nationalbolschewistische Partei, gibt die Zeitschrift „Limonka“ – die Handgranate – heraus. Er umgibt sich zunächst mit Punks, dann mit faschistoiden Typen, Elementen, die mit kahlrasierten Schädeln und schwarzer Kleidung mit erhobenem Arm, oder aber auch geschlossenen Faust skandierend durch die Straßen Moskaus ziehen. Das alles tut er aber sozusagen augenzwinkernd; gleichzeitig verbandelt er sich auch mit Garri Kasparow und Boris Nemtsow gegen Putin, organisiert sogar „Märsche der Dissidenten“; auf jeden Fall ist er immer ein Star und starker Typ, immer umgeben von Frauen, immer ein Extremist, nie in Ruhe, auch nicht in der Abgeschiedenheit, in der tiefsten Provinz. Er meint, Krieg sei ein existenzielles literarisches Erlebnis und Extremismus seine persönliche Wahrhaftigkeit.
Das Buch erzählt von Limonow, aber auch von Russland und von dem Autor selbst, von dem Durcheinander und der Schnelligkeit der Ereignisse, die diese Zeit bestimmt haben, von den Wechselwirkung des Schicksals einer Persönlichkeit mit den Geschehnissen rundherum, und da sich das so leicht und beschwingt liest, meint man manchmal, es könnte erfunden sein. Am Schluss des Buches sprechen Carrère und Limonow doch direkt miteinander. Limonow: „Ich liebe den Irrsinn. Mein ganzes Leben beweist das. Ich kultiviere nicht Logik, sondern Ekstase. Meine morbiden Empfindungen verschaffen mir Freude“; da kommt es Carrère die Einsicht: „Ich denke, er könnte eine Art Guru in Zentralasien werden“.

Szanowni Państwo, drodzy Przyjaciele,
zapraszamy na inaugurację nowego semestru tym razem w sali wykładowej Uniwersytetu Humboldtów przy Unter der Linden 6.
Pierwszy po pandemii wykład odbędzie się
16 września 2022 roku o godz. 18.00 w sali 2094.
Z tłumaczeniem symultanicznym na niemiecki
Tematem wiodącym w tym semestrze będzie “Nowa humanistyka”

Prof. Przemysław Czapliński poświęci swój wykład tematowi:
„Nowa humanistyka: sojusze i konflikty”
Przemysław Czapliński – profesor zwyczajny; historyk literatury polskiej i europejskiej XX i XXI wieku, eseista, tłumacz, krytyk literacki; współtwórca Zakładu Antropologii Literatury (UAM, Poznań), dyrektor Centrum Humanistyki Otwartej przy UAM, członek-korespondent Polskiej Akademii Nauk. Ostatnie publikacje: Polska do wymiany (2009), Resztki nowoczesności (2011), Poruszona mapa (2016), Literatura i jej natury (2017; współautorzy: Joanna B. Bednarek, Dawid Gostyński). Redaktor tomów zbiorowych – m. in.: O jeden las za daleko. Demokracja, kapitalizm i nieposłuszeństwo ekologiczne w Polsce (współredaktorzy: J.B. Bednarek, D. Gostyński; 2019), Tożsamość po pogromie. Świadectwa i interpretacje Marca ’68 (współredaktor: Alina Molisak, Warszawa 2019). Visting professor Uniwersytetu w Heidelbergu (2017) i Moguncji (2020). Laureat nagród: im. Ludwika Frydego (1997), Fundacji im. Kościelskich (1998), im. Kazimierza Wyki (2004), im. Jana Długosza (2017), Marszałka Województwa Wielkopolskiego (2019). Przedmiot badań: literatura i problemy późnej nowoczesności. Wkrótce ukaże się książka To wróci, Przeszłość i przyszłość pandemii (red.: P. Czapliński, J.B. Bednarek).
Tytuł wykładu: „Nowa humanistyka: sojusze i konflikty”.
Wykład zostanie poświęcony dwóm przeciwstawnym zjawiskom, które charakteryzują współczesną humanistykę. Jedno z nich polega na stopniowym rozpuszczaniu granic między dziedzinami naukowymi, drugie – na krystalizowaniu się postawy oporu. Sojusze między humanistyką, prawem, socjologią, informatyką, ekonomią i wieloma innymi dziedzinami nadają humanistyce charakter uniwersalnego koalicjanta, zacierają wyrazistość dotychczasowej profesji i utrudniają odpowiedź na pytanie, czym humanista się zajmuje. Zatarte oblicze nabiera jednak wyrazistości, kiedy weźmiemy pod uwagę rosnące zaangażowanie humanistyki w rozpoznawanie i diagnozowanie współczesnych konfliktów – społecznych, ekonomicznych, ekologicznych czy prawnych. Pytanie zasadnicze brzmi: w jaki sposób rozmyty profesjonalizm sprzyja zwiększonej odpowiedzialności? Na jakiej podstawie humanista, który może zajmować się niemal wszystkim, określa, czego powinien bronić?
Moderacja: dr habil. Brygida Helbig
Życzymy dużo przyjemności.
Rada Programowa UTP
Meine Damen und Herren, liebe Freunde,
wir laden Sie ein zur Eröffnung des neuen Semesters, diesmal in den Hörsaal der Humboldt-Universität Unter der Linden 6.
Der erste Vortrag nach der Pandemie findet 16. September 2022 um 18.00 Uhr im Raum 2094 statt.
Mit Simultanübersetzung ins Deutsche
Leitthema: Der Neue Humanismus
Przemysław Czapliński – ordentlicher Professor; Literaturhistoriker mit dem Forschungsschwerpunkt polnische und europäische Literatur des 20. Und 21. Jahrhunderts, Essayist, Übersetzer, Literaturkritiker; Mitbegründer der Forschungsstelle für Literaturanthropologie der Universität Poznań (UAM), Direktor des Zentrums für freie Geisteswissenschaften an der UAM, korrespondierendes Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Zuletzt publiziert: Polska do wymiany [Polen zum Auswechseln] (2009), Resztki nowoczesności [Überbleibsel der Modernität] (2011), Poruszona mapa [Verrutschte Landkarte] (2016), Literatura i jej natury [Literatur und ihre Naturen] (2017; Mitverfasser: Joanna B. Bednarek, Dawid Gostyński). Herausgeber von Sammelbänden – u.a.: O jeden las za daleko. Demokracja, kapitalizm i nieposłuszeństwo ekologiczne w Polsce [Einen Wald zu weit. Demokratie, Kapitalismus und ökologischer Ungehorsam in Polen] (Mitherausgeber: J.B. Bednarek, D. Gostyński; 2019), Tożsamość po pogromie. Świadectwa i interpretacje Marca ’68 [Identität nach dem Pogrom. Zeugnisse und Interpretationen] (Mitherausgeberin: Alina Molisak, Warszawa 2019). Gastprofessor an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (2017) und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (2020). Preisträger folgender Auszeichnungen: Ludwik Fryde-Preis (1997), Preis der Kościelski-Stiftung (1998), Kazimierz-Wyka-Preis (2004), Jan-Długosz-Preis (2017), Preis des Marschalls der Woiwodschaft Wielkopolskie (2019). Forschungsschwerpunkte: Literatur und Probleme der späten Moderne. Demnächst erscheint die Buchpublikation To wróci, Przeszłość i przyszłość pandemii [Das kommt wieder. Zur Vergangenheit und Zukunft der Pandemie] (Hgg.: P. Czapliński, J.B. Bednarek).
Titel des Vortrags: „Neue Geisteswissenschaften: Bündnisse und Konflikte“.
Der Vortrag wird zwei entgegengesetzten Phänomenen gewidmet, welche die zeitgenössischen Geisteswissenschaften prägen: Das eine beruht auf der stufenweisen Verwischung der Grenzen zwischen den Wissenschaftsgebieten, und das andere zeigt, wie sich Widerstandshaltungen herauskristallisieren. Die Bündnisse zwischen Geisteswissenschaft, Jura, Soziologie, Informatik, Ökonomie und vielen anderen Gebieten haben den Charakter einer universellen Bündnispartnerschaft, sie verwischen die Konturen der bisherigen Berufsfelder und erschweren die Beantwortung der Frage, womit sich der Geisteswissenschaftler befasst. Das verschwommene Antlitz des Faches gewinnt allerdings an Deutlichkeit, wenn wir das Engagement der Geisteswissenschaftler in die Erkennung und Diagnostizierung der zeitgenössischen – sozialen, ökonomischen und ökologischen oder rechtlichen – Konflikte berücksichtigen. Die grundsätzliche Frage lautet: Auf welche Weise begünstigt die konturschwache Professionalität eine verstärkte Bereitschaft zur Verantwortung? Was nimmt ein Geisteswissenschaftler – der sich ja mit beinahe jeder Problematik beschäftigen kann – zur Grundlage, wenn er bestimmt, was er verteidigen sollte?
Moderation: Dr. habil. Brygida Helbig
Mit herzlichen Grüßen,
Der Programmbeirat der UDG

KulturKirche Nikodemus
Nansenstr. 12
Berlin Neukölln
Fehlende Hälfte der Geschichte. Irena Bobowska , die vergessene Heldin.
DISKUSSIONEN / PERFORMANCE / AUSSTELLUNG / KONZERTE
4 Orte / 4 Termine / 4 Themen / 8 Gedichte
Die Veranstaltungsreihe „Fehlende Hälfte der Geschichte“ ist ein Versuch, die polnisch-deutsche Geschichte zu vervollständigen, indem es an Frauen erinnert – vergessene Heldinnen, die aus den Seiten der Geschichte gelöscht wurden, polnische Frauen, die vor 100 Jahre gemeinsam mit Frauen in Deutschland um ihre Rechte gekämpft haben, die später die Opfer des Krieges waren, aber auch für die Freiheit gekämpft haben. Wir erinnern an die Polinnen in Berlin, die von dem Verbrecher-Regime verfolgt, gefoltert, umgebracht und danach noch in die Vergessenheit gebannt wurden. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine hat die Geschichte eine völlig neue Dimension, die sehr relevant und aktuell ist.
Brakująca część historii. Irena Bobowska, zapomniana bohaterka.
DYSKUSJE / PERFORMANCE / WYSTAWA / KONCERTY
4 Miejsca / 4 Terminy / 4 Tematy / 8 Wierszy
Projekt “Brakująca część historii” jest próbą uzupełnienia polsko-niemieckiej historii poprzez przypomnienie kobiet – zapomnianych bohaterek wymazanych z kart historii, Polek, które 100 lat temu walczyły o swoje prawa razem z kobietami w Niemczech, które później stały się ofiarami wojny, ale również walczyły o wolność. Przypominamy o polskich kobietach w Berlinie, które były prześladowane, torturowane i zabijane przez zbrodniczy reżim, a następnie wymazane z kart historii. W kontekście wojny na Ukrainie temat ten zyskuje zupełnie nowy i aktualny wymiar.
Unterdrückung
Räume der Gewalt, Räume der Unterdrückung und Räume der Freiheit: Bei der Unterdrückung geht es nicht nur um Gefängnisse, Mauern und Gitter. Die Unterdrückung findet in vielen Bereichen statt – kulturell, sozial, politisch, religiös. Was unterdrückt uns, Frauen, heute? Und wie gehen wir damit um?
15. September 2022 (Donnerstag), 18.00 Uhr | Kulturkirche Nikodemus, Nansenstraße 12, 12047 Berlin (Neukölln)
Mehr: www.dziewuchyberlin.org/15-9-2022-unterdruckung/
Performance: Karen Kandzia

Diskussion mit:
Marta Ansilewska-Lehnstaedt / Historikerin, Gedenkstätte Deutscher Widerstand www.gdw-berlin.de
Zofia Nierodzińska /Kuratorin, Künstlerin, Autorin, Aktivistin. Stellvertretende Direktorin der Galerie Arsenal in Poznań znierodzinska.com
Marina Wesner /Architektin, Architekturhistorikerin, Autorin www.marinawesner.de
Begleitende Ausstellung: “Frauengefängnis Barnimstraße“ von Marina Wesner
Konzert: Helmut Mittermaier | www.guruclub.de/mittermaier/
Musiker und Komponist. Studierte an der UdK Berlin Experimentelle Klanggestaltung. Kompositionen für Konzert, Theater, Radio und Film. Radioautor Hörspiel und Feature (SWR, Deutschlandfunk Kultur).
Ein Projekt von:
Dziewuchy Berlin www.dziewuchyberlin.org;
Polkopedia www.polkopedia.org;
Ambasada Polek e.V.i.G.
Konzeption und Durchführung:
Anna Krenz (Dziewuchy Berlin); Ewa Maria Slaska (ewamaria.blog)
Team: Miłosława Ryżczak, Karen Kandzia, Elżbieta Kargol, Jemek Jemowit
Texte: Anna Krenz, Ewa Maria Slaska
Grafik: Anna Krenz
Übersetzungen: Ewa Maria Slaska, Elżbieta Jagiełło, Dorota Cygan
Fotos: Maciej Soja (Soja Photography / facebook.com/SojaPhotography)
Video: Jasha Seibel
Projektwebsite: www.dziewuchyberlin.org/bobowska/
instagram.com/bobowska_berlin/
PRESSEBILDER:
https://www.dziewuchyberlin.org/media-pack/
Kontakt:
bobowskaberlin@gmail.com
Kooperation:




Ab dem 10. September präsentiert das Berliner ZAK /Zentrum für Aktuelle Kunst / in der Zitadelle Spandau die Gruppenausstellung
„Ausnahmezustand. Polnische Fotokunst heute“,
die bisher größte Schau polnischer Fotografie in Deutschland.

Ausnahmezustand. Polnische Fotokunst heute
mit Werken von Filip Berendt, Kuba Dąbrowski, Karolina Gembara, Weronika Gęsicka, Aneta Grzeszykowska, Magda Hueckel, Pawel Jaszczuk, Irena Kalicka, Anna Kieblesz, Zuza Krajewska, Adam Lach & Dyba Lach, Diana Lelonek, Michał Łuczak, Rafał Milach, Igor Omulecki, Anna Orłowska, Witek Orski, Zosia Promińska, Agnieszka Rayss, Łukasz Rusznica, Michał Siarek, Michał Szlaga, Dominik Tarabanski, Łukasz Wierzbowski, Karolina Wojtas und Piotr Zbierski
Eröffnung: Freitag, 9. September 2022, 19Uhr
Laufzeit: 10. September 2022 – 1. Januar 2023
Ort: ZAK – Zentrum für Aktuelle Kunst, in der Zitadelle Spandau
Am Juliusturm 64, 13599 Berlin | Fr. – Mi., 10 – 17Uhr, Do., 13 – 20Uhr
Pressetext:
Die Gruppenausstellung „Ausnahmezustand. Polnische Fotokunst heute“ und gewährt einen faszinierenden Einblick in die zeitgenössische Fotografie Polens.
Vorgestellt werden 26 Stellvertreterinnen der jüngeren und der mittleren Generation polnischer Fotografinnen und Fotokünstlerinnen, von denen viele bisher kaum oder gar nicht in Deutschland bekannt sind. Zu Unrecht, wie die Besucherinnen feststellen werden. Neben vielen Formen einer ästhetisch und formal frischen Dokumentarfotografie reicht das Spektrum des Gezeigten von der Porträt- und Selbstporträtfotografie über Stillleben und Landschaftsfotografie bis hin zu freien künstlerischen Ansätzen in der Abstraktion. Präsentiert werden die Werke als klassische Tafelbilder, in Projektionen sowie in objekthaften Installationen.
Unter anderem werden Rafal Milachs Fotografien von den Protesten gegen die Ende 2020 verabschiedete Abtreibungsgesetzgebung zu sehen sein, die es Polinnen praktisch unmöglich macht, einen Schwangerschaftsabbruch im eigenen Land vornehmen zu lassen (Strajk), sowie Aneta Grzeszykowskas Annäherung an ihren eigenen Körper, indem sie Teile von ihm aus Schweinehaut nachbildet (Selfie).
Von der interdisziplinär arbeitenden Diana Lelonek wird es Bilder aus ihrem jüngst erschienenen Buch Wasteplants Atlas geben, in der sie pflanzliche Lebensformen auf illegal entsorgtem Wohlstandsmüll untersucht und kategorisiert. Und Pawel Jaszczuk widmet sich in seiner Serie ¥€$U$ der Kommerzialisierung der Muttergottes und Jesus in seinem katholischen Heimatland.
Ein Leseraum mit zahlreichen Fotobüchern und Katalogen von Ausstellungsteilnehmern und -teilnehmerinnen als auch zahlreicher nicht direkt an der Ausstellung Beteiligter wird geneigten Besucherinnen die Möglichkeit geben, noch tiefer in die polnische Fotoszene einzutauchen, die sich anschickt, auch international stärker Fuß zu fassen. Wie wichtig dieses nach Außen gerichtete Engagement für polnische Fotografinnen ist, wird in den parallel zur Ausstellung angebotenen Vorträgen und Podiumsgesprächen deutlich werden, in denen es u.a. um die schlechter werdenden Arbeits- und Ausstellungsbedingungen für Kreative in Polen geht. Die unter der aktuellen nationalkonservativen Regierung, oftmals im Zusammenspiel mit Teilen des katholischen Klerus, eingeleiteten Maßnahmen zur Schwächung rechtsstaatlicher Strukturen sowie geschürte Ressentiments gegen Minderheiten wie nichteuropäische Flüchtlinge und LGBT+-Mitbürgerinnen, ebenso wie der wachsende Nationalismus sind Themen, die viele Fotografinnen natürlich in ihren Arbeiten aufnehmen. Dies jedoch birgt inzwischen tatsächlich das Risiko, von Stipendien und anderen staatlichen Unterstützungen sowie von Ausstellungsmöglichkeiten in einer Vielzahl von staatlich subventionierten Museen und Institutionen ausgeschlossen zu werden.
Die nun geplante Ausstellung, die die bisher größte Schau polnischer Fotografie in Deutschland sein wird, soll einen Beitrag zur Vertiefung der deutsch-polnischen Nachbarschaftsverhältnisse darstellen.
Ein Interesse an dem östlichen Nachbarn Deutschlands und seiner Kultur ist hierzulande in den vergangenen Jahren größer geworden. Hier möchte die Ausstellung einen verbindenden Beitrag leisten.
Der erste Tag des Projekts – Heimat – ist schon hinter uns. Vor uns die Veranstaltung Nummer 2: Krieg.

Michael G. Müller
Hartherzige Christen? Russlands Krieg gegen die Ukraine und die deutschen Protestanten
Wie sollen sich evangelische Christen, deutsche Protestanten zu Russlands Krieg gegen die Ukraine verhalten? Was ist in dieser Lage für uns Deutsche geboten – als Christen, als Europäer und Nachbarn der Ukraine, als Träger einer besonderen historischen Verantwortung für das Unglück, das die Ukraine im Zweiten Weltkrieg und danach erfahren musste? Ist es geboten, die Ukraine nicht nur moralisch und humanitär zu unterstützen, sondern auch militärisch, durch die Lieferung schwerer Waffen? Viele prominente deutsche Protestanten haben sich dazu seit Beginn des Kriegs geäußert. In den letzten Wochen waren dies u.a. Annette Kurschus, die gegenwärtige EKD-Ratsvorsitzende, und deren Amtsvorgänger Wolfgang Huber, Margot Käßmann und Heinrich Bedford-Strohm, aber auch Joachim Gauck, Ex-Bundespräsident und protestantischer Theologe. Ihre Antworten auf die kritischen Fragen gehen weit auseinander. Das Meinungsspektrum spiegelt ziemlich genau die aktuellen Spaltungen innerhalb der deutschen intellektuellen Eliten.
Die EKD und ihre Vorsitzende Annette Kurschus erklären, gewissermaßen offiziell, dass es hier keine einfache Parteinahme geben könne. Kurschus: „Wir verfügen nicht über ein Wissen christlicherseits, das es uns erlauben würde, einzelne politische Optionen direkt aus der Bibel abzuleiten.“ Obgleich also Russlands Angriff auf die Ukraine eindeutig zu verurteilen sei, gebe es keine für alle Christen gültige Handlungsanweisung. „Es kommt auf uns an, den leidenden Menschen in der Ukraine, den verängstigten Menschen in unseren Nachbarländern, unsere Solidarität zu zeigen, keine billige, sondern eine, die uns etwas kostet. Es kommt auf uns an, den Menschen in Russland, die sich gegen den Krieg stellen, unsere Achtung zu bezeugen. Es kommt auf uns an, den Menschen, die flüchten, zu helfen und ihnen Wege zu öffnen, damit sie ihr Leben retten können.“ Dagegen komme die EKD, so ein Kommentar, zu dem Schluss, dass es für und gegen Waffenlieferungen an die Ukraine jeweils gute Gründe gebe. Dilemmata müssten benannt werden. „Es ist nicht immer hilflos, wenn man sagt: Ich weiß es nicht. Das ist manchmal das einzig angebrachte“. So bekräftigt Kurschus, dass die Ukraine das Recht auf bewaffnete Selbstverteidigung habe und dabei unterstützt werden müsse. Sie widerspricht aber auch Meldungen, wonach sie vorbehaltlos für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine eintrete.
Beherzter äußerten sich die ehemaligen EKD-Ratspräsidenten Wolfgang Huber und Heinrich Bedford-Strohm. Die EKD-Friedensdenkschrift von 2007, so Huber, habe weiterhin ihre Berechtigung und Gültigkeit, doch zwinge die neue Lage dazu, über die Denkschrift hinauszudenken: „Der auf den Verbrechen des 20. Jahrhunderts fußende deutsche Sonderweg steht uns – auch als Christen – nicht mehr zur Verfügung“, denn „[e]s ist grotesk, dass die Gewalttaten, die unsere Väter verübt haben, uns daran hindern sollten, Menschen beizustehen, die Opfer vergleichbarer Gewalttaten sind… Bei allem Respekt für den Vorbildcharakter einer persönlichen Entscheidung zur Gewaltlosigkeit, diese Gewaltlosigkeit zur unumstößlichen Maxime eines ganzen Landes zu machen, heißt gegebenenfalls, nicht nur für sich, sondern auch für andere auf das Selbstverteidigungsrecht zu verzichten“. So plädiert auch Huber, ähnlich wie Kurschus, dafür, die Kontroverse über die angemessene Haltung gegenüber dem Krieg gegen die Ukraine offen auszutragen – zieht aus dieser „friedensethischen Zeitenwende“ für sich aber den Schluss, dass auch militärische Hilfe für die Ukraine geboten sei. Zum selben Schluss kommt Bedford Strohm. Auch wenn man als christlicher Pazifist angesichts solcher Entscheidungen zwangsläufig „zerrissen“ sei, müsse man die Ukraine nicht nur durch humanitäre Hilfsmaßnahmen, sondern auch durch Waffenlieferungen unterstützten – wenngleich man nicht behaupten dürfe, „dass man alles mit Waffen lösen kann.“
Kategorisch widerspricht dem Margot Käßmann. Sie will die Vorstellung von einer friedensethischen Zeitenwende nicht gelten lassen. Sehr wohl verurteilt sie Putins Angriffskrieg und beteuert ihr Mitgefühl für dessen Opfer. Doch sei der aktuelle Krieg aus der Perspektive christlich-pazifistischer Ethik nicht grundsätzlich anders zu bewerten als die anderen gewaltsamen Konflikte in und außerhalb Europas in unserer Zeit – als die Kriege auf dem Balkan, die Kriege in Afghanistan, Syrien, im Jemen. Immer, und auch jetzt, seien die Christen vor allem dem Friedensgebot verpflichtet, im Sinne der „Bergpredigt“. Gerade die Deutschen müssten sich angesichts ihrer historischen Verantwortung auch jetzt aktiv zum Prinzip des Gewaltverzichts bekennen: keine Waffenlieferungen an die Ukraine, kein „Sondervermögen“ für Investitionen der Bundesregierung in die nationale Rüstung; stattdessen größere Investitionen in Klima- und Bildungspolitik. Und der Krieg in der Ukraine? Käßmann legt nahe, einerseits die russische Zivilgesellschaft und ihren (vermuteten) Widerstand gegen Putins Angriffskrieg zu stärken, andererseits aber doch in Richtung direkter Verhandlungen mit Putin, d.h. zwischen dem Putin-Regime und der Ukraine, zu wirken. Schließlich sei es keineswegs neu, dass man auch mit Diktatoren und Aggressoren am Ende verhandeln müsse – so wie mit den afghanischen Taliban oder mit dem Assad-Regime in Syrien. Wie, auf welcher Grundlage und worüber derzeit mit den russischen Aggressoren zu verhandeln wäre und wer ein Mandat dazu hätte – das lässt Käßmann allerdings offen.
Wer diese Diskussion unter den prominenten Protestanten in Deutschland sozusagen von außen, d.h. als Nicht-Theologe, verfolgt, ist zunächst allerdings überrascht darüber, welch geringe Rolle hier religiös-theologische Argumente spielen. Gewiss, es ist die Rede von der Verantwortung der Christen, für die Verfolgten und die im Krieg Geschädigten und Geschändeten zu sorgen, sie zu verteidigen. Bedford-Strohm macht diesen Aspekt stark, relativiert ihn zugleich aber indirekt dadurch, dass er das aktuelle Leid der Ukrainerinnen und Ukrainer in den größeren, globalen Kontext des Leidens so vieler Menschen in der Welt stellt. Alle verdienen unsere christliche Solidarität und Hilfe, aber wie…? Margot Käßmann wiederum gebraucht durchaus theologische Argumente – etwa in der Berufung auf die „Bergpredigt“ („Liebet eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen“) oder auf Luthers im Grundsatz distanziertes Verhältnis zum Kriegshandwerk. Dabei geht sie aber durchaus manipulativ mit dem theologischen Erbe um. Sie unterschlägt, dass Luther selbst in seiner Schrift von 1525 „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ die Landesherren ganz offen zu einem totalen, erbarmungslosen Krieg gegen die rebellischen Bauern aufforderte. Sie geht auch – wie freilich auch ihre andersdenkenden Konfessionsverwandten – mit keinem Wort darauf ein, dass es eigentlich seit der Gründung der christlichen Kirche eine kontinuierliche, immer kontroverse Diskussion darüber gab, ob es so etwas wie einen „gerechten Krieg“ (bellum iustum) geben könne. Als gerecht, so die kirchliche Lehre des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, sollte ein Krieg gelten, der um eine „gerechte Sache“ (causa iusta) geführt wurde. Was wäre dazu aus der Perspektive des Jahres 2022 zu sagen? Auf diese Frage mögen heute offenbar wenige antworten.
Verwirrend und letztlich irritierend aber auch der argumentative Umgang führender Protestanten mit den sprichwörtlichen Lehren aus der Geschichte. Alle verweisen natürlich darauf, wenn es darum geht, die besonderen deutschen Sensibilitäten im Umgang mit bewaffneten Konflikten zu erklären bzw. zu rechtfertigen. Für Margot Käßmann reicht freilich die Feststellung aus, dass es für die Deutschen nach den Erfahrungen der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts keine andere Konsequenz gebe, als jede bewaffnete Auseinandersetzung zu verdammen: nie wieder Krieg. Dabei verweigert sie sich de facto aber der Frage nach der deutschen Verantwortung für die besondere Konfliktgeschichte in Osteuropa im 20. Jahrhundert – die Verantwortung dafür, dass in der Ukraine rund 5 Millionen Menschen Opfer von Hitlers kolonialem Eroberungs- und Vernichtungskrieg wurden, dass Nazi-Deutschland mit diesem Krieg aber auch den Weg für die sowjetische Herrschaft über die Ukraine in den folgenden Jahrzehnten gebahnt hat. Wolfgang Huber hat mit seinen schon zitierten Aussagen auf diese Schwachstelle in der fundamentalpazifistischen Argumentation hingewiesen. Dürfen deutsche Christen sich der besonderen deutschen Verantwortung für die Ukraine mit dem Argument entziehen, dass gerade wir Deutschen uns aus vermeintlich guten Gründen nicht mehr durch die Unterstützung militärischer Gewaltanwendung schuldig machen wollen? Natürlich nicht.
Am prägnantesten hat wohl Joachim Gauck das eigentliche Problem auf den Begriff gebracht. Indem deutsche Fundamentalpazifisten (wie Käßmann) auf die Tätervergangenheit der Deutschen im Zweiten Weltkrieg als Rechtfertigung für ihre Haltung verweisen, so Gauck neulich in einem ZDF-Interview, betreiben sie eine Art „Selbstprivilegierung“. Das vorbehaltlose Bekenntnis zu den deutschen Verbrechen der Vergangenheit privilegiert die Nachkommen der Täter scheinbar dazu, sich heute eines aktiven Engagements zu enthalten. Tatsächlich klingt es schal, wenn Margot Käßmann in ihrem (von ihrem beschaulichen Wohnsitz auf der Ostseeinsel Usedom aus erteilten) Ferninterview an das christliche Gebot der Feindesliebe erinnert. Dem Feind „die andere Wange hinhalten“ müssen ohnehin nicht wir Deutschen, sondern die Menschen in der Ukraine.
Überhaupt scheint am ehesten Joachim Gauck heute zu einer klaren Analyse der Lage fähig zu sein, auch zu überzeugenden Antworten auf die Frage, wie protestantische Christen sich dazu verhalten sollen. Die Medien sind zwar eher an seiner Einschätzung als ehemaliger Bundespräsident und Politiker interessiert als an seinem Urteil als protestantischer Theologe. Doch bringt Gauck beide Perspektiven in dem erwähnten Interview souverän zusammen. Die Fehleinschätzungen der jüngeren deutschen Russlandpolitik und deren katastrophale Folgen analysiert er scharfsinnig – und er kann sich zu Recht darauf berufen, schon 2014 eindringlich vor den falschen Weichenstellungen gewarnt zu haben. Ebenso klarsichtig benennt er, was heute die Pflicht aller derjenigen ist, die sich zu den Werten des Christentums, der Aufklärung und der Demokratie bekennen, in Deutschland und anderswo. Unsere Vernunft und unser Gewissen gebieten uns, die Ukraine mit allen uns verfügbaren Mitteln bei ihrer Verteidigung gegen die russische Aggression zu unterstützen. Wer hier zögert, so Gauck, handelt „gewissenlos“.
Den deutschen Protestanten auf pauschale Weise Herzlosigkeit in ihrer Einstellung und ihrem Verhalten gegenüber dem Krieg gegen die Ukraine vorzuwerfen, wäre falsch. Es gibt viele unterschiedliche Stimmen und Haltungen unter Deutschlands Protestanten, darunter auch sehr empathische und moralisch überzeugende. Man fragt sich allerdings, warum Deutschlands evangelische Kirche in einer derart essentiellen Frage nicht zu einer gemeinsamen Position finden kann. Die EKD rechnet es sich als Tugend an, innere Gegensätze auszuhalten und Kontroversen offen auszutragen. Aber wozu braucht man eigentlich eine Kirche, wenn sie nur die Vielfalt der Meinungen in der Gesellschaft widerspiegelt, anstatt religiöse und ethische Orientierung zu geben?
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Michael G. Müller

»Worldwide Reading« on September 29, 2022: Novels and Essays by Salman Rushdie
| Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,der Mordanschlag auf Salman Rushdie sitzt uns noch tief in den Knochen. Wir rufen hiermit zu einer »Weltweiten Lesung« des Werkes von Salman Rushdie auf, siehe unten. Viele Autor:innen aus allen Kontinenten unterstützen den Aufruf, so Adonis, Jennifer Clement, Andrei Kurkov, Wole Soyinka, Janne Teller, Bernard-Henri Levy, Peter Schneider, Amir Hassan Cheheltan, Robert Hass und Sergei Lebjedev. Die Autorin Madame Nielsen schlägt vor, dass wir bis zum 29. September überall im öffentlichen Raum »Die Satanischen Verse« mit uns tragen sollten, dass wir das Buch überall aufschlagen und lesen, in Cafés, Parks und der U-Bahn. Elfriede Jelinek regt Autor:innen an, Auszüge davon auf den eigenen Websites zu platzieren, falls die Rechte hierfür jeweils erworben werden können. Herzlich Ulrich Schreiber Festivaldirektor und Programmleiter internationales literaturfestival berlin |
| Ladies and gentlemen, dear friends,The assassination attempt on Salman Rushdie still has us in shock. We are hereby calling for a »Worldwide Reading« of Salman Rushdie’s works. Please see below. Many authors from all continents support the call, including Adonis, Jennifer Clement, Andrei Kurkov, Wole Soyinka, Janne Teller, Bernard-Henri Levy, Peter Schneider, Amir Hassan Cheheltan, Robert Hass and Sergei Lebjedev. The author Madame Nielsen also suggested that we carry »The Satanic Verses« with us everywhere in public spaces until September 29, and that we open and read the book everywhere, in cafes, parks, subways. Elfriede Jelinek encourages authors to place excerpts on their own websites if the rights can be acquired. Sincerely, Ulrich Schreiber Festival Director and Head of Program international literature festival berlin |


| Das internationale literaturfestival berlin [ilb] lädt Einzelpersonen, Schulen, Universitäten, Kulturinstitutionen und Medien ein, am 29. September 2022 an einer »Weltweiten Lesung« aus Salman Rushdies Werken teilzunehmen – von »Mitternachtskinder«, »Die satanischen Verse«, »Joseph Anton« bis zu seinen neuesten Büchern »Sprachen der Wahrheit« und »Victory City«. Mit der Lesung soll ein Zeichen für die Freiheit der Literatur und des öffentlichen Wortes sowie für die Solidarität mit dem Autor gesetzt werden, der Opfer eines grausamen Attentats wurde. Zu den Erst-Unterzeichner:innen zählen: Adonis [Syrien/ Frankreich], Breyten Breytenbach [Südafrika], Amir Hassan Cheheltan [Iran], Robert Hass [USA], Elfriede Jelinek [Österreich], Sergei Lebjedev [Russland/ Deutschland], Bernard-Henri Levy [Frankreich], Yang Lian [China/ Großbritannien], Alberto Ruy Sánchez [Mexiko], Peter Schneider [Deutschland], Wole Soyinka [Nigeria] und Janne Teller [Dänemark].Auch wenn die konkreten Hintergründe des Attentats und das Motiv des Täters noch nicht geklärt sind, scheint klar, worauf sie vermutlich zurückgehen: auf die Fatwa, die der iranische »Revolutionsführer« Ayatollah Khomeini 1989 gegen Rushdie erlassen hat. Sie forderte die Tötung des in Indien geborenen, britischen Schriftstellers, weil er mit den »Satanischen Versen« angeblich den Islam, den Koran und den Propheten Mohammed beleidigt habe. Bis heute hat das iranische Regime den Aufruf zur Ermordung des Autors nicht zurückgenommen, ebenso wenig wie das Kopfgeld, das es damals auf ihn ausgesetzt hatte. Die wichtigen Medien im Iran applaudieren derzeit dem Attentäter. Salman Rushdie musste deshalb jahrelang unter intensivem Polizeischutz leben. Mehr als 20 Jahre lang ging man davon aus, dass keine Gefahr mehr für sein Leben bestehe. Doch diese Annahme hat sich durch das blutige Attentat in New York auf schockierende Weise als trügerisch erwiesen. Es macht deutlich, dass die Bedrohung der elementaren Menschenrechte und Freiheiten virulent ist. Der Anschlag auf Rushdie fällt in eine Zeit, in der die demokratische Welt von immer aggressiveren autoritären Mächten unterschiedlichster Prägung in die Defensive gedrängt, wenn nicht – wie in der Ukraine – durch offenen Krieg und ein unglaubliches Ausmaß an Gewalt mit Tod und Zerstörung überzogen wird.Es ist daher dringend geboten, entschlossen aufzustehen und Recht und Menschenwürde zu verteidigen. Mit der Lektüre seiner Romane und Essays können freiheitsliebende Menschen in aller Welt ein Zeichen setzen, dass sie sich von Gewaltandrohungen nicht einschüchtern lassen und sich keinem Versuch beugen, Gedanken in Wort, Schrift und Bild zu unterdrücken oder auszulöschen. Die Lesungen können überall stattfinden, auch privat im kleinen Kreis, in einer Schule, in einer Kultureinrichtung oder im Radio. Personen und Institutionen, die sich mit einer Lesung am 29. September beteiligen möchten, werden gebeten, uns folgende Informationen zukommen zu lassen: Organisatoren, Ort, Zeit, teilnehmende Akteure, Veranstaltungssprache, ggf. Link zu Ihrer Website. Die E-Mail-Adresse lautet: worldwidereading@literaturfestival.com. Wir bitten die Veranstalter, die Rechte für Lesungen selbst zu klären. |
| The international literature festival berlin [ilb] invites individuals, schools, universities, cultural institutions and media to participate in a »Worldwide Reading« of Salman Rushdie’s works – from »Midnight’s Children«, »The Satanic Verses«, »Joseph Anton« to his latest books »Languages of Truth« and »Victory City« – on September 29, 2022. The reading is intended to send a signal for the freedom of literature and public speech as well as the solidarity with the author, who was the victim of a horrific assassination attempt. Among the first signatories of the call are: Adonis [Syria/ France], Breyten Breytenbach [South Africa], Amir Hassan Cheheltan [Iran], Robert Hass [USA], Elfriede Jelinek [Austria], Sergei Lebjedev [Russia/ Germany], Bernard-Henri Levy [France], Yang Lian [China/ UK], Alberto Ruy Sánchez [Mexico], Peter Schneider [Germany], Wole Soyinka [Nigeria] und Janne Teller [Denmark]. Even if the concrete background of the assassination attempt and the motive of the perpetrator have not yet been clarified, it is likely who seems responsible: It goes back to the fatwa that the Iranian »revolutionary leader« Ayatollah Khomeini issued against Rushdie in 1989. It called for the killing of the Indian-born, British writer because he had supposedly insulted the Islam, the Qur’an and the Prophet Muhammad with »The Satanic Verses«. To this day, the Iranian regime has not withdrawn the call to kill the author, just as it has not withdrawn the bounty it placed on his head at the time. The important media in Iran are currently applauding the attacker. For years, Salman Rushdie therefore had to live under intensive police protection. For more than 20 years, it was assumed that there was no longer any danger to his life. But this assumption has been shockingly proven wrong by the bloody attack in New York. It makes it clear that the threat to elementary human rights and freedoms remains unbroken. Moreover, the attack on Rushdie comes at a time when the democratic world is being forced into the defensive by increasingly aggressive authoritarian powers of various kinds, if not – as in Ukraine – it is overrun with death and destruction through open war and an incredible range of violence. It is therefore absolutely urgent to stand up firmly and defend law and human dignity. By reading Salman Rushdie’s novels and essays, freedom-loving people all over the world can send a signal that they will not be intimidated by threats of violence and will not bow to any attempt to suppress or annihilate thoughts expressed in speech, writing and images. Readings can take place anywhere, even privately in a small circle, in a school, in a cultural institution or on the radio. People and institutions who would like to participate with a reading on September 29, 2022 are asked to send us the following information: Organizers, location, time, participating actors, event language, link to your website if applicable. The e-mail address is: worldwidereading@literaturfestival.com. We kindly ask organizers to clear the rights for readings on their own. |
Tibor Jagielski
9-euroticket am abend schnitten sie die holunderfrüchte ab (den eimer haben sie mitgebracht) die alte amsel flog hoch und fiel sichtlich überrascht herunter sie begriff ( oder auch nicht) das die früchte oder ihre welt nicht mehr existierten - wir machen einen saft oder ein gelle draus - sagten die zwei hocherfreuten 9 - euroticket geniesser die amsel kletterte noch auf den kahlen busch und erstarrte für immer *) ----------------------------------------------------- *) am nächsten morgen begrub ich sie unter den wurzeln eines baumes tibor, sommer 2022




THE VISITORS OR GOD CREATED HUMAN nach 3 jahren in takoma park kommt sie mit zwei kindern zum besuch nach old europe (deutschland, schweiz, italien, frankreich) frisch gepierct (was für ein schnäppchen!) aber noch nicht tatowiert setzen sie sich in der eher sparsam von mir angerichteten tafelrunde zu guter letzt verwickelt sie mich in das gespräch (beim abräumen des geschirrs - ich habe auch essen gekocht und serviert) in ein vortrag über ganz neue 6 geschlechter - religion (na immerhin besser als eine diskussion über die alten haubitzen) und bindet mir doch noch einen bären an die nase (die erschrockenen kinder erfrieren fast von angst weil mir tatsächlich die tatzen wachsen - ja!) - zwei geschlechter? das ist doch wie in rußland! - doch ich fühle mich wie ein alter, morscher knochen den man/frau/divers in die ecke geworfen hat eine abgenagte durch die zähne des saturnus evas rippe https://commons.wikimedia.org/wiki/William_Blake?uselang=de#/media/File:William_Blake-Europe_Supported_By_Africa_and_America_1796.png tibor, sommer 2020