Ein Doku-Film von Renata-Borowczak-Nasseri. Auf Deutsch mit Englischen Untertitel.
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Nach den Aufständen
Ich freue mich, dass ich heute ein Referat von Professor Hans Henning Hahn veröffentlichen darf. Ich hörte mir sein Referat während einer Konferenz, die Ende April (siehe unten) in Berlin statt fand. Genauer gesagt im Collegium Ungaricum, einem fantastischen Haus von Peter P. Schweger.
Interessierte, die mehr über Professor Hahn erfahren möchten, sind gebeten, seine Homepage zu besuchen: http://www.bohemistik.de/hhhahn/
Prof. Hans Henning Hahn
Nach den Aufständen – Folgen für Politik, Gesellschaft und Opposition
Wahrscheinlich hat noch niemand eine Statistik aufgestellt, aber es scheint plausibel: im Laufe allein der europäischen Geschichte der letzten 1000 Jahre sind die meisten Aufstände und Revolutionen gescheitert. Daß also die Aufstände in Ostmittel- und Osteuropa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert meist keinen direkten Erfolg hatten, ist historisch nicht unbedingt etwas Neues oder auch nur erstaunlich. Die beiden ersten Aufstände in Europa im 20. Jahrhundert, die erste russische Revolution von 1905 und der irische Osteraufstand in Dublin von 1916 endeten in Blutbädern – und doch waren sie auf lange Sicht gesehen erfolgreich: 12 Jahre später wurde das Zarenregime gestürzt, und 6 1/2 Jahre nach dem Osteraufstand trat die Verfassung des Irischen Freistaates in Kraft.
Diese und andere Beispiele sind oft zitiert worden, auch in Osteuropa, um zu unterstreichen, daß man langfristig doch am längeren Hebel sitze. Nun sind die genannten Beispiele zugegebenermaßen nicht unbedingt repräsentativ: Von der 1848er Revolution bis zur Ausrufung einer Republik in Deutschland dauerte es 70 Jahre (in Frankreich allerdings nur 23 Jahre), vom ersten polnischen Aufstand 1794 bis zur Wiederherstellung Polens 124 Jahre, von der Schlacht auf dem Weißen Berg 1620 bis zur Gründung der Tschechoslowakischen Republik knapp 300 Jahre – und von der langen notwendigen Geduld von Kolonialvölkern brauchen wir hier gar nicht zu sprechen.
Wenn wir also Überlegungen darüber anstellen, was in der uns interessierenden Zeit 1953-1989 in und mit den ostmitteleuropäischen Gesellschaften geschah, dann müssen wir auf der einen Seite vermeiden, diesen 36 Jahren einen Exzeptionalitätsstatus zuzusprechen, und auf der anderen Seite müssen wir sehr differenzieren.
Es geht um die Folgen von Niederlagen von etwas, was im Titel unserer Tagung etwas emphatisch ‚Freiheitsbewegungen’ genannt wurde, für die Politik, für die Gesellschaft und für die Opposition in den jeweiligen Ländern – ein recht komplexes Thema, um darüber 20 Minuten zu sprechen, und die Gefahr, daß man entweder pathetisch wird oder Stereotypen produziert, liegt nahe. Im Grunde geht es darum, was die Beteiligten gelernt haben aus den Niederlagen. Beteiligte gab es viele: der Staat und die Partei, jeweils mit einzelnen Akteuren und Akteursgruppen, die alle über einen Kamm zu scheren weder wissenschaftlich zulässig ist noch schon damals klug war. Da gab es erklärte Oppositionelle, die aus ihrer Haltung meist keinen Hehl machten und vom jeweiligen Regime entweder aufgrund ihrer Publizität bzw. kulturellen Autorität respektiert wurden und damit eine gewisse Narrenfreiheit genossen, oder auch nicht – das hing von dem jeweiligen Land ab. Da gab es die Kirchen, die in jedem Land einen anderen Status und damit eine unterschiedliche Bewegungsfreiheit genossen. Da gab es die weniger bekannten Oppositionellen, als Individuen oder auch als Gruppen bzw. Bewegungen. Und da gab es die Gesellschaften, die von außen, von Westen aus gesehen grau und uniform aussahen, und die doch so vielfältig waren, nicht nur in ihrer sozialen Lage, sondern auch in ihren mentalen und kulturellen Befindlichkeiten. Sie alle schlossen höchst unterschiedliche Schlüsse aus diversen Ereignissen. Letzteres, die Ereignisse, waren keineswegs nur Aufstände – denn man wird weder das polnische oder auch sowjetische Tauwetter noch den Prager Frühling als solches bezeichnen.
Die Reaktionen auf die Niederlagen waren vielfältig. Bevor ich versuche, sie etwas zu typisieren bzw. zu ordnen, läßt sich wahrscheinlich eines als gemeinsam herausstellen: In allen Gesellschaften, von denen wir hier reden, funktionierte eine mentale Dichotomie von Staat und Gesellschaft, am stärksten profiliert wohl in Polen mit dem „my“ und „oni“, und dort auch an ältere diskursive Traditionen anknüpfend. In Ansätzen war diese mentale Dichotomie in allen Ländern vorhanden – stärker ausgeprägt bei der Gesellschaft, die dadurch auch ein Wir-Bewußtsein gegenüber den Institutionen der „władza”, des Staates und der Partei, entwickelte, zu finden aber auch häufig bei Vertretern des Regimes, die das natürlich schon aus Gründen der offiziellen Ideologie nicht offen zugeben durften und wo diese mentale Dichotomie eher versteckt oder besser noch indirekt auftauchte. Versuche des Regimes, das sich auf diesem Hintergrund entwickelnde Wir-Gefühl zu bekämpfen, wurde von der Opposition nicht selten als Versuch denunziert, die Gesellschaft zu atomisieren bzw. aus einer ihrer selbst bewußten Gesellschaft eine atomisierte bzw. amorphe Bevölkerung zu machen – womit sie nicht unrecht hatte, denn darum ging es in der Tat. Wenn wir nämlich mal so verständliche Reaktionen wie Mutlosigkeit, Enttäuschung, individuelle Flucht ins Private oder ins Exil außer Acht lassen, dann ging es im Grunde vor, während und nach den Aufständen darum, daß die Gesellschaft (und oft genug die Opposition als ihr selbsternannter moralischer Führer) politisches Subjekt sei, oder, besser ausgedrückt, ihren Charakter eines politischen Subjekts bekommen, erhalte oder wiedergewinne. Diese Fragestellung nach dem politischen Subjektcharakter von Gesellschaft ist nun nicht etwas, was nur im Osteuropa der letzten 60 Jahre aktuell sei – das Problem kennen wir spätestens seit den Kommunen des hohen Mittelalters, im Grunde aber seit den athenischen Verfassungsreformen der Antike. Fragt man sich nach dem Spezifikum Ostmitteleuropas nach dem Zweiten Weltkrieg, so stellt sich die klassische Frage nach der sozialen und politischen Elite: da diese Rolle die traditionellen Eliten nicht mehr ausfüllen konnten, weil sie meist nicht mehr vorhanden waren – hatte sie doch die nationalsozialistische Besatzung und/oder der kommunistische Umschwung vernichtet oder ins Exil gezwungen –, so ergab sich eine bisher so nicht da gewesene Rolle von Intellektuellen. Daß deren Rolle in der Öffentlichkeit durch Repression und Verleumdung zwar erschwert, aber kaum verhindert werden konnte, lag an dem seltsamen Umstand, daß mit wenigen Ausnahmen die Regime lange Zeit auch nicht ohne sie auskommen zu können glaubte.
Man könnte unser Thema auf die Frage reduzieren: Wer hat was aus was gelernt? Und wer hat sich letztlich als am lernfähigsten erwiesen? Von Peter Burke stammt der Satz:
„Schon oft hieß es, die Sieger hätten die Geschichte geschrieben. Und doch könnte man auch sagen: Die Sieger haben die Geschichte vergessen. Sie können sich’s leisten, während es den Verlierern unmöglich ist, das Geschehene hinzunehmen; diese sind dazu verdammt, über das Geschehene nachzugrübeln, es wiederzubeleben und Alternativen zu reflektieren.“
Auch in Osteuropa gab es Debatten darüber, was man falsch gemacht hatte und welche Alternativen man habe. Die polnische Entwicklung ist hier ein gutes Beispiel: 1956 scheiterte der Posener Aufstand, aber als große Teile der Partei-Intelligenz in Warschau auf eine Reform drängten, gab der Partei-Apparat nach. Als das Tauwetter in der „kleinen Stabilisierung“ verkam, rebellierten die Studenten und Intellektuellen 1968 – und blieben isoliert, wenn auch mit großem Echo. Als 1970 die Arbeiter an der Küste rebellierten, mußte zwar die Parteiführung einer anderen Platz machen, aber wiederum blieb der Aufstand isoliert. Als 1976 die Arbeiter wieder rebellierten, fanden die repressionierten Arbeiter intellektuelle und studentische Unterstützer und eine untergründige Hilfe kirchlicher Kreise. Daraus entwickelte sich eine Volksbewegung, die sich Solidarność nannte. Aus jeder Niederlage lernte man und reflektierte dies in Strategiedebatten, von der Frage über Sinn oder Unsinn von Gewaltanwendung bis hin zu Jacek Kurońs Finnlandisierungsstrategie, Adam Michniks Neuem Evolutionismus und der Taktik des KOR, sich auf die Rechtsakte des Regimes selbst zu berufen und damit dessen Fassaden ad absurdum zu führen.
Nicht in jedem Land konnte das klappen. In Ungarn glaubte das Regime nach der blutigen Niederschlagung des Aufstands von 1956 und einer harten Repressionsphase, die Gesellschaft mit etwas verführen zu können, was man damals als „Gulaschkommunismus“ bezeichnete. Das konnte nur eine sehr begrenzte Zeit funktionieren, war sozusagen das „kleinste gemeinsame Vielfache“ auf das sich Gesellschaft und Regime einigen konnten, das aber keinen Bestand mehr hatte, als sich besseres bot. Das Ventil des Konsums glaubte auch die DDR gehen zu können, nach dem Motto: „Wenn die Menschen etwas zu verlieren haben, dann werden sie keine großen Sprünge machen wollen und vermeiden, ihren kleinen Wohlstand aufs Spiel zu setzen.“ Diese Art von Wohlstandsverführung konnte nicht gelingen, zum einen, weil die Bestechungssummen zu gering waren, vor allem aber zum anderen, weil das Bedürfnis danach, politisches Subjekt zu sein, und damit gleichzeitig auf der individuellen Basis Subjekt des eigenen Schicksals zu sein, zu groß war. Darüber hinaus widersprach die angebotene kleine Wohlstandsverführung nicht nur dem offiziell propagierten Egalitarismus, sondern auch den realen egalitären Denkarten in weiten Teilen der Gesellschaft, und vor allem vieler Intellektueller. Mit anderen Worten – die Option „Gulaschkommunismus“ war nicht in der Lage, eine östliche Variante des „homo oeconomicus“ für größere Kreise attraktiv zu machen.
Im Endeffekt haben sich Gesellschaft und Opposition als lernfähiger erwiesen als das Regime bzw. die klügeren Schlußfolgerungen gezogen. Daraus ergab sich etwas, das noch heute terminologisch nicht eindeutig ist. Die Aufzählung, die mir als Titel gestellt wurde: „Folgen für Politik, Gesellschaft und Opposition“, hat für mich den Nebengeschmack, als sei mit „Politik“ das Regime gemeint. Und ich habe noch heute die Worte mancher osteuropäischer Oppositioneller im Ohr, die meinten, sie trieben keine Politik, sondern forderten nur ihre Rechte, ihre Menschenrechte, das sei keine Politik, und es sei nicht ihre Schuld, daß dies von den Herrschenden, der „władza”, als Politik mißverstanden werde. Als Analytiker a posteriori dürfen wir nicht den Denkfehler machen, dies einfach zu übernehmen. Denn natürlich waren die Oppositionellen jener Tage in Osteuropa Politiker in dem Sinne, daß sie politisch handelten, und selbst wenn sie selbst nicht nach Macht strebten, so stellten sie doch mit ihren Forderungen die Systemfrage und damit im damals herrschenden System die Machtfrage. Jeder Revolutionär und Reformer ist ein Politiker; man kann nicht unpolitisch einfordern, daß die Gesellschaft politisches Subjekt wird – denn das ist ein eminent politischer Vorgang. Das haben damals nicht alle so verstanden, und das hat zu einiger Verwirrung geführt, bis hin zu der Debatte in der Tschechischen Republik über eine angeblich „unpolitische Politik“ bzw. die Selbstbezeichnung Václav Havels als „unpolitischer Politiker“. Insofern hat der in westlichen Ohren nicht immer präzise Begriff von ‚Politik’ doch auch für einige Zeit die politische Kultur der osteuropäischen Länder geprägt, einer Auffassung von Politik, in der Effizienz nicht der höchste Maßstab politischen Handelns ist.
Letztlich hat sich das alles, was wir als Aufstände bezeichnen und was ich lieber als endemische Unruhe benennen würde, als sehr fruchtbar erwiesen, denn sie, die Unruhen, haben Folgen gehabt – sie brachten die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Unordnung und machten überdeutlich, daß die Machthaber nicht mehr als Stagnation zu produzieren in der Lage waren. Solche und andere Folgen haben Unruhen nicht nur in diktatorisch regierten Regimen, sondern auch in Demokratien, und also kann ich uns allen für die Gegenwart und Zukunft nur weiterhin sehr viel Unruhe – Aufstände nicht ausgeschlossen –wünschen, damit auch unsere Gesellschaften und Regierungen nicht vergessen, daß es letztlich um die Subjektrolle der Gesellschaften und ihrer einzelnen Bürger geht.
Der Text war ein Impulsreferat bei der Tagung: Die mittelosteuropäischen Freiheitsbewegungen 1953-1989. Opposition, Aufstände und Revolutionen im kommunistischen Machtbereich. Berlin 25./26.4.2013
Jambo, jambo, Afrika yeti, Akuna Matata
Persische Gattin ist in Afrika gewesen. Jetzt kommen also ein paar Wochen lang ihre Geschichten über Kenia.
Jambo, jambo, Afrika yeti, Akuna Matata
Es war immer mein Traum nach Afrika zu reisen. Zugegeben, ich hatte ein romantisches Bild von dem “Schwarzen Kontinent”, das durch das Buch “Out of Africa” von Karen Blixen (in Deutschland unter dem Pseudonym Tania Blixen bekannt), geprägt war. Nun sollte der Traum in Erfüllung gehen und wir, mein Ehemann und ich, fahren nach Kenia. Nach einem 7-stündigen Flug landen wir in Mombasa, und ich brenne danach, endlich das erträumte Land zu sehen.
Im Flughafen von Mombasa schlägt mir eine tropische Hitze entgegen. Die Ventilatoren an der niedrigen Decke des sehr sauberen Flughafengebäudes mahlen die heiße Luft. Meine Füße in den gefutterten Halbstiefel brennen wie Feuer, meine Kleidung – Jeans und ein Pulli – werden in paar Minuten nass vom Schweiß, und hier ist nicht mal Sommer, sondern später Herbst. Die Lufttemperatur beträgt etwa 30 Grad, die Luft ist feucht. Die Passagierkontrolle scheint mir dürftig zu sein. Es werden zwar an einem modernen, elektronischen Gerät unsere Fingerabdrücke genommen, aber nach der Zahlung – 40 Euro für jeden für ein Visum, werden wir rasch von einer ungeduldigen Beamtin durchgewinkt.
Draußen sehe ich Palmen, für mich immer das erste Zeichen dafür, dass ich mich in einem exotischen, faszinierenden Land befinde. Wir suchen den Bus unseres Reiseveranstalters. Andere Touristen, überwiegend Deutsche, sind schon da. Ein stämmiger Kenianer steigt auf das Dach des Busses und befestigt unsere Koffer.
Während der Fahrt ins Hotel schaue ich neugierig aus dem Fenster. Es ist ein buntes Durcheinander – das Leben spielt sich an der Straße ab. Vor den kleinen und plumpen Häuschen stehen kleine Stände, aus Zweigen und Brettern dürftig zusammengeschustert, alle mit kleiner Dächer aus Pappe und alten Plastiktüten. Es werden Kokosnüsse, Bananen, die schon braun sind, Mangos, aber auch Second- Hand Kleidung und alte Reifen angeboten. Frauen marschieren Stolz und gerade mit Säcken oder Korbs auf dem Kopf.
Der Bus passiert das Tor der bewachten Ferienanlage und nun sehen wir die Welt, die für uns, weiße Touristen, eingerichtet wurde: eine großzügige Empfangshalle mit einem Dach aus Schilfrohr, eine nette und zuvorkommende Hotelangestellte verteilt feuchte, kalte Tücher, die nach Minze duften, und Softdrinks. Ich muss sofort die Schuhe ausziehen, und sie gegen Flip-Flops austauschen. Unsere Koffer werden in die Bungalows getragen, die Angestellten sind hilfsbereit und eifrig, später erfahren wir, dass das Trinkgeld, welches sie für diese Gefälligkeit bekommen, sehr oft mehr ist, als sie am Tag verdienen.
Der uns zugewiesener, sehr saubere Bungalow verfügt über ein Bad und einen riesigen Flachbildschirm-Fernseher, überm Bett hängt ein Moskitonetz. Wir ziehen schnell unsere Badeanzüge an und laufen zum Ozean. Der Ausblick ist überwältigend. Ich will sofort zu dem türkischen Wasser durch den schmalen, feinen Sand laufen, doch ich werde prompt angehalten.
Am Strand lauern auf die Touristen Beach Boys und Händler. Sie versuchen uns etwas einzudrehen, bunte Tücher, Massai-Figuren aus Holz, aber auch eine Safari, oder einfach betteln. Die Kenianer entpuppen sich dabei als echte Polyglotten. Die Amtssprache in Kenia ist Kisuaheli, doch alle am Strand sprechen Englisch, viele auch Französisch und Deutsch. Als sie erfahren, dass ich eine Polin bin, haben sie auch ein paar Worte auf Polnisch parat. Nun ja, ohne Sprachkenntnisse – kein Business.
Im Hotel haben wir für solche Fälle ein paar Ratschläge bekommen, vor allem entschieden zu danken und schnell weiter gehen. Die Betonung auf schnell, denn in Afrika gilt der berühmte Afrika-Speed, die Beach Boys sind langsam, haben keine Lust in der Hitze zu laufen und meistens folgen sie einem nicht, sondern aufgeben. Als meinen Mann eine schöne junge Frau, die wie eine Gazelle ausschaut, ungeachtet meiner Abwesenheit anspricht und ihn zu einer Ganzkörpermassage, mit “Allem”, überreden will, habe ich endlich genug. Wir springen ins Wasser, die Händler, Beach-Boys und die junge “Masseurin” schauen uns enttäuscht noch lange nach, doch ins Wasser folgen sie uns nicht.
Wir schwimmen in dem wie eine salzige Suppe heißem Indischen Ozean, ich bin überglücklich, denn es ist das erste Mal, dass ich in einem warmen See schwimme, kein Vergleich mit dem frostigen Wasser der Ostsee. Wir haben Glück, es gibt Flut. In ein paar Stunden kommt Ebbe. Das dursichtige, blaue Wasser wird verschwinden, Sandbänke mit Meeresgras werden bloßgelegt, und das Wasser wird nur knapp über die Knöchel reichen.
Als wir von einem Mann mit Strohhut angesprochen werden, entscheiden wir uns kurzerhand für eine Schiffsfahrt. Der Mann stellt sich als Kapitän Ali vor, sein Schiff ist ein Holz-Boot mit Segel, was er lachend und selbstironisch Afrika-High-Technology nennt. Man muss nur für die Fahrt zahlen, die Musik ist umsonst – lockt er. Er ist mir auf Anhieb sehr sympathisch. Wir fahren durch das blaue Wasser, die Sonne scheint, es ist herrlich in das Ozean zu stechen. Ali ist ein Moslem. In Kenia gibt es nur 20 % Moslems, der Rest sind Christen, aber alle Moslems Kenias scheinen in der Region um Mombasa zu leben. Ali zeigt uns, wo Mekka liegt und um meinen persischen Mann zu überzeugen, dass er ein echter Moslem ist, zitiert er die Suren (was mein Mann allerdings nicht kann). Kapitän Ali freut sich, eine Arbeit zu haben, denn in Kenia sind 40 % der erwerbstätigen Menschen arbeitslos. Das 7 Jahre alte Boot gehört ihm nicht, er muss über die Hälfte seines Gewinns abgeben, aber bei einem guten Tag verdient er etwa 30 Euro, so lässt es sich leben. Seinen zwei Söhnen wird er zwar nie ein Studium bezahlen können, es ist in Kenia sehr teuer, doch sie haben genug zum Essen. – Ein voller Bauch, das ist das wichtigste, lacht er. Ich möchte wissen, für wenn er bei den Präsidentenwahlen, die gerade stattgefunden haben, gestimmt hat? Für den Uhuru (was auf Kisuaheli “Freiheit” bedeutet) Kenyatta, der gewonnen hat oder für seinen Gegner Raila Odinga? Nach einem kurzen Zögern sagt uns Ali, dass er den Kenyatta nicht gewählt hat. Kenyatta gehört dem Stamm der Kikuyu an, und er, Ali, stammt aus dem Volk der Luo. In Kenia ist es so, dass die Machthaber zuerst die eigene Familie, eigene Freunde und das Stammesvolk versorgen, es herrscht eine große Korruption. Doch Kapitän Ali ist froh, dass dieses Mal die Wahlen friedlich verlaufen sind, und nicht wie 2007. – Wir haben alle geweint, so schlimm war es, erinnert sich Ali, denn wegen der Unruhen sind die Touristen weggeblieben, und die Touristen sind gut, die geben Arbeit und bringen Geld.
Wir schauen nachdenklich zur Küste, zu den luxuriösen Ferienanlagen und Hotels. Das Leben der Menschen, die da ihre Ferien verbringen, unterscheidet sich sehr von dem der Kenianer. Die Hotels gehören dem Kenianer nicht, sondern den Engländer oder den Deutschen. Nur ein Hotel an der Nordküste wird von einem Kenianer und einem Somalier geführt. – Die Somalier sind sehr kluge Leute, sagt Ali. – Sie haben ein Köpfchen für Geschäfte. Viele fliehen aus dem vom Hunger und Bürgerkrieg geplagten Somalia. Und diejenigen, den es gelingt nach Mombasa zu kommen, eröffnen sofort ein Geschäft. Zuerst sind es ein paar Kokosnüsse auf einem auf dem Bürgersteig ausgebreiteten Tuch sind, dann ein Stand und irgendwann ein Laden.
Das Gesicht von Ali erhellt sich, als er erfährt, dass ich eine Polin bin. – Oh, die Polen, die sind gut! Wir haben mit ihnen einen Picknick gemacht, frische Fische und Meeresfrüchte gegrillt, denn, was man in den Hotels zum Essen kriegt, liegt meistens monatelang in den Kühlschränken. Kostenpunkt – 25 Euro pro Person. Wir versprechen über dieses Angebot nachzudenken.
Nun nähern wir uns der Küste, und Kapitän Ali bietet uns die versprochene, kostenfreie Musik an. Er singt ein rhythmisches, fröhliches, und in Kenia sehr beliebtes Lied: Jambo, jambo, Afrika yeti , Akuna Matata (Hallo, Hallo, Afrika, kein Problem!)
Das Essen im Hotel, obwohl sicherlich aus tiefgefrorenen Produkten zubereitet, ist schmackhaft und üppig. Die Kellner sind sehr hilfsbereit, erfüllen jeden Wunsch. Wir merken schnell, dass auch sie sehr aufs Trinkgeld bedacht sind. Ich spüre – die schauen uns an mit einer Mischung aus Unterwürfigkeit, weil sie unser Geld wollen und Verachtung, und ich denke, dass dieser Blick das Erbe der Kolonialzeit sein muss. Kenia ist vom 1895 bis 1920 ein britisches Protektorat gewesen, dann Kronkolonie. Die Unabhängigkeit folgte erst am 12. Dezember 1963 und am 12. Dezember 1964 wurde Kenia eine Republik. Der erste Staatspräsident wurde Jomo Kenyatta, Vater der jetzigen Präsidenten Uhuru Kenyatta. Uhuru ist sein ältester Sohn.
Fortsetzung folgt in einer Woche…
1. Mai Krawatte
Agnieszka Dębska
1. Mai Krawatte
Er trug eine Krawatte. Blau, mit gelben Punkten drauf. Sie war ein Geschenk von seinem Vater, mit der Zeit sind die Farben ein wenig verblasst.
In diesem Jahr war der Tag warm, er hielt sein Gesicht in die Sonne. Er schloss die Augen, atmete ein. Alles schien still. Er ging los, wurde schneller, lief schließlich über die Straße. Er kannte sich aus, erst gerade aus, dann um die Ecke; schon war er da.
Was er sah, waren Rücken, wogend, vorpreschend, wie ein Wal im Sprung. Nichts war still.
Links am Gebäude war eine Treppe, er ging hinauf. Jetzt sah er beide Seiten. Zunächst drückten sie gegeneinander, die Schilder quietschten, die Rufe hallten zwischen den Häusern. Am Rand gingen Knüppel auf Schultern hinab.
Jemand warf einen Stein, er traf, die Schilder ließen eine Lücke. Weitere Steine und brennende Flaschen zwangen die Helme zum Rückzug. Verletzte wurden geborgen.
“Ihr Schweine”, rief jemand, der Rest griff es auf.
Er stand auf der Treppe und roch den Rauch, unten brannte ein Laden. Die blaue Krawatte flatterte auf. Ein paar der Helme stiegen in einen Wagen. Er dachte an seinen Vater. Der Motor verstummte, als die Vermummten sich gegen das Fahrzeug stemmten. Der Tod seines Vaters, schrieb damals die Presse, sei abzuwenden gewesen. Er sah, wie der Wagen zur Seite kippte, und wieder war alles still. Er beugte sich vor und drückte ab. Der erste Maskierte fiel.
Artifex doctus
Stanisława Kubickiego (1889-1942) nie trzeba na tym blogu przedstawiać. Nie wiadomo, czy wie już o nim cały świat, jak to mu się na pewno należy, ale nasi Czytelnicy znają go znakomicie.
Jeśli w solidnym, po mieszczańsku ustabilizowanym Poznaniu szukamy artystycznych cyganów, bulwersujących atmosferę sytości i zadowolenia z siebie, to Kuba powinien się znaleźć na jednym z pierwszych pomiędzy nimi miejsc, pisał przed laty poznański kronikarz Tadeusz Kraszewski.
Był spiritus rector grupy Bunt, a jego prace wyróżniały jednolity styl i precyzyjna kompozycja. Na łamach Zdroju właśnie w odniesieniu do jego twórczości po raz pierwszy programowo pojawił się termin ekspresjonizm. Z kolei wystawione w 1917 r., zaginione dziś obrazy – Kwiaty, Dom i Miasto – w Kurierze Poznańskim żartobliwie określono jako trzy kubiki Kubickiego.
Potem na lata słuch o Kubickim zaginął… Powrócił do świadomości społecznej dopiero na początku lat zerowych, kiedy to jego prace pojawiły się na wystawach w Brukseli, Los Angeles, Monachium, Berlinie, Wrocławiu… Charakteryzowano go jako najwybitniejszego przedstawiciela ekspresjonizmu i pierwszego konsekwentnego abstrakcjonistę w Polsce, a jego dokonania zaczęto zaliczać do najciekawszych zjawisk środkowoeuropejskiej awangardy. Andrzej Turowski widzi w nim prekursora generacji budowniczych świata, uwikłanych w społeczne i artystyczne utopie, zmuszonych do konfrontacji z systemami totalitarnymi.
Gdy w roku 2008 Autoportret VII Kubickiego z roku 1922 trafił na ekspozycję Muzeum Narodowego w Poznaniu, Lidia Głuchowska napisała o nim artykuł. Uczony, jak to u naszej Lidii w zwyczaju.
Lidia Głuchowska
Artifex doctus – autoportret Stanisława Kubickiego a kod wizualny klasycznej awangardy
Stylistyczne i ikonograficzne metamorfozy autoportretu Stanisława Kubickiego dokumentują jego poglądy na temat statusu artysty i ambiwalentny dialog z awangardową utopią „nowego człowieka”.
Przebrania, pozy, autostylizacje – to echo artystycznych mitologii dwudziestolecia międzywojennego. W coraz to nowych rolach notorycznie przedstawiali siebie choćby Witkacy czy Bruno Schulz. Jest to tyleż wyrazem narcyzmu co obsesji autoanalizy i rozważań nad statusem artysty. Clown, święty, dandys, rewolucjonista czy konstruktor świata – to tylko niektóre z ówczesnych autodefinicji twórców, dokumentów raczej introspekcji niż rzeczywistej fizjonomii. Wizerunki własne Kubickiego – do dziś przetrwało ich dziewięć – wpisują się w tę tradycję.
Pierwszy z nich – elegancki, po Gauginowsku postimpresjonistyczny obraz z 1911 r., z wyrazistym czarnym konturem i niemal bezwalorowym modelunkiem to praca z czasów nauki w berlińskiej Königliche Kunstschule – udana, lecz daleka od rzeczowego, zdyscyplinowanego stylu artysty z pogranicza figuracji i abstrakcji, jaki w przyszłości będzie tak charakterystyczny dla Kubickiego. Młodzieńcze dzieło namalowane organiczną płaską plamą, zawiera jeszcze elementy dekoracyjności – kwiat w barwie indygo pojawiający się w tle kolorystycznie współbrzmi ze strojem w stylu dandy. Niebawem już ów dekoratywizm wyparty zostanie przez antyestetyzm. Drugi autoportret, rysunek piórkiem, stworzony około roku 1917, wykonany wyrazistą lecz oszczędną kreską, antycypuje już dojrzały konstruktywistyczny styl artysty, choć modelowana za pomocą łukowatych linii i szrafowań twarz emanuje liryzmem, a geometryzacja kompozycji nie jest jeszcze konsekwentna. Stylistycznie dzieło to utrzymane jest w duchu narcystycznych autoportretów z epoki.
Najczęściej reprodukowany Autoportret IV Kubickiego – znany już tylko z kart Zdroju i Die Aktion z 1918 r. – to jedno z najwybitniejszych osiągnięć polskiej grafiki ekspresjonistycznej. Chronologicznie poprzedza go dużo czytelniejsze ołówkowe studium. W samym linorycie rysy twarzy zaznaczone zostały sumarycznie, za pomocą ciężkich, kanciastych plam, akcentujących głębokie oczodoły, trójkątny zarys linii włosów i dłoń podpierającą głowę. Geometryzacja i wręcz abstrakcyjny charakter tego wizerunku decydują o jego wyjątkowości – inni Buntowcy i Formiści rzadko realizowali tak konsekwentnie koncepcję portretu ekspresjonistycznego, umieszczając zwykle realistycznie potraktowaną twarz na stylizowanym tle. (…) Czerń – szyfr transcendencji, nicości i pustki, oznacza transgresję w saturniczny wymiar egzystencji
Brak indywidualnych cech fizjonomicznych i naturalistycznie traktowanego wizerunku sugeruje świadomy odwrót od estetyzującej imitacji zewnętrznego świata. Kanciasty zarys twarzy przywodzi na myśl czaszkę czy może maskę w sztuce prymitywnej, inspirację awangardy, konotowaną jako obiekt magiczny.
Głowa i dłoń w schemacie ikonograficznym Melancholii rodem ze sztychu Dürera (…) są symbolem nobilitacji artysty. W przeciwieństwie do palety i pędzla – utensyliów malarskich z konwencjonalnego autoportretu, akcent pada tu na intelektualny, a nie rzemieślniczy aspekt procesu twórczego
Ów schemat Kubicki wykorzystał również w linorytach Autoportret VI i La pensée z 1919 r. opublikowanych w monachijskim piśmie Der Weg. Ręka i głowa – pars pro toto intelektualnej autodefinicji artysty – pojawiają się tym razem w osobnych pracach, jak hieroglify z przecinających się linii, eksponując dualizm kondycji twórcy – rzemiosło i intelekt, disegno i ingenio. W abstrahującej alienacji od zmysłowej, ludzkiej natury Kubicki nigdzie nie posunął się dalej niż tu. (…)
Uporczywie aktualizowany wzorzec obrazowy portretu artysty-myśliciela Kubicki wykorzystał też w drugiej wersji pracy La pensée z 1919 r, kolażu alternatywnie tytułowanym Czytający, znanym jedynie z relacji żony. Był on drugim stadium tzw. eksperymentu dadaistycznego, zainspirowanego twórczością Raoula Hausmanna i Georga Grosza oraz francuskich kubistów.
Poprzedzał go obraz Wchodzący, przedstawiający artystę wkraczającego do Café des Westens, zwanej kawiarnią Mania wielkości (Großenwahn). W tle dostrzec tu można tytuły wolnej prasy odbijające się na wprawionych w ruch szklanych drzwiach, symbole wymiany myśli i nerwowego rytmu życia metropolii. Wchodzący nie odzwierciedla rysów twarzy modela lecz milieu, które go determinuje (…). Nowoczesna metropolia staje się (…) częścią autocharakterystyki. To sygnał ryzykownej próby integracji obcych impulsów, stanowiących zagrożenie dla suwerenności jednostki, czego optyczną oznaką jest fragmentaryzacja ciała, rozpraszanego jakby w rytmie miasta.
Interesujące uzupełnienie obrazu stanowi autobiograficzny rysunek Dokąd? – punkt dojścia eksperymentu dadaistycznego – z odniesieniami do chaosu po upadku rewolucji listopadowej w Niemczech. Dezintegracji osobowości odpowiada tu rozpad świata. Wchodzący powstał rok po tym jak Kubicki wyjechał z Poznania do Berlina, by (daremnie) szukać realizacji awangardowej utopii „nowego człowieka“ i „nowej wspólnoty“, poprzez włączenie się w życie artystyczne i wir zdarzeń politycznych. Stąd też być może w centrum klarownej geometrycznej kompozycji, na przecięciu linii napięć, artysta umieścił głowę, a wokół niej napisy, sugerujące natłok piętrzących się wrażeń. (…)
Autoportret VII Kubickiego z 1922 roku to surowa linearna kompozycja, złożona ze statycznych, płaskich form, reprezentująca dojrzały, abstrakcyjno-konstruktywistyczny styl artysty. Ledwie rozpoznawalna, geometrycznie opracowana twarz niknie w mozaikowym tle. Geometria ludzkiego wizerunku wywołuje efekt obcości. (…)
Geometryczny raster to formalny wyznacznik międzynarodowego języka konstruktywistycznej awangardy. Na tle typowych prac w tym stylu, zwykle utrzymanych w kontrastowych barwach, dzieło Kubickiego wyróżnia jednak dyskretna gradacja tonów. Uderza „konkretność“, „rzeczowość“ wizerunku, pozbawionego niemal identyfikujących modela elementów i aury antropomorfizmu. (…)
Kubicki unikał narracyjnych formuł. (…) Dopiero przy wnikliwszym oglądzie Autoportretu VII, w tle zidentyfikować można lewitujące w próżni, pozornie izolowane formy jako wyobrażenie głowy i dłoni – kanoniczne składniki obrazowego kodu konotującego intelektualny potencjał artysty. (…)
…wymowa Autoportretu VII Kubickiego w jedyny właściwy sobie sposób wyraża napięcie pomiędzy wybujałym indywidualizmem twórcy a jego dążeniem do uniwersalizmu. To etykietka przynależności twórcy do awangardowej formacji (…). Nie wiadomo jaki tytuł nadał tej pracy sam autor. Inne swe kryptoportrety nazywał Samotnik, Czytający czy Wchodzący. Czy – w nawiązaniu do tej samej konwencji – tym razem wykonał wizerunek twórcy per se – jego rozdarcia między autodestrukcja i autodeifikacją? Czy znajdujący się za głową krzyż to sygnał autoironicznej identyfikacji artysty z Chrystusem – figurą outsidera? Co oznacza enigmatyczna forma przypominająca promień, a może raczej ostrze przecinające głowę? W czasie twórczego i osobistego kryzysu, już krótko po namalowaniu obrazu, Kubicki pociął go nożem. Zniszczone płótno żona nakleiła na deskę i starannie odrestaurowała, tak iż ślady łączeń trzech jego fragmentów są dziś ledwie widoczne. Niezależnie od aktu autoagresji wymierzonego właśnie w ten autoportret, Kubicki niewątpliwie go cenił. Dziesięć lat później uczynił go elementem jednej z najważniejszych swych kompozycji zatytułowanej Święty i zwierzęta z 1932 r.
Ów kryptoautoportret pod postacią świętego Franciszka to synteza koncepcji kosmologicznej Kubickiego wypracowana w obliczu kryzysu wartości cywilizacyjnych i narastającego faszyzmu. Ewokowana tu alternatywna rzeczywistość symbolizuje mit antycywilizacyjny i (niespełnione?) marzenie twórcy o samorealizacji i życiu w harmonii z naturą. On, który nigdy nie przedstawił siebie w otoczeniu innych ludzi, zdefiniował tu przeduchowione królestwo zwierząt jako preferowane otoczenie. Warunkiem adaptacji była rezygnacja z identyfikowalnej fizjonomii.
Brak ludzkiego wizerunku i brak ciała to typowe aspekty wizualnego kodu awangardy. Eskapizm wyraża kryzys utopii „nowego człowieka“ i „nowej wspólnoty“ oraz negację realnego otoczenia – wypalonej ideowo awangardy, rozproszonej zresztą wraz z objęciem władzy przez Hitlera.
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Przed ledwo co ukończonym obrazem Święty i zwierzęta sfotografował Kubickiego w jego berlińskim atelier ex-dadaista Raoul Hausmann Podejmując rodzaj intertekstualnego dialogu z dorobkiem przyjaciela, za pomocą efektów światłocieniowych odtworzył jego linorytniczy autoportret z 1918 r. – ową posępną prymitywizującą maskę – ekspresjonistyczne memento mori.
Co jest wspólnym mianownikiem wizerunków własnych Kubickiego? Symptomatyczne jest, iż nigdy nie ukazał się w otoczeniu innych ludzi. Jednocześnie postępująca redukcja identyfikujących fizjonomię elementów jest tu wypadkową introspekcji, pasji zgłębiania absolutu i uniwersalizacji kodu wizualnego.
Tylko sporadycznie, jak choćby w obrazach Wchodzący czy Święty i zwierzęta, Kubicki w tle umieścił atrybuty stanowiące zalążek narracji. W tych wyjątkowych sytuacjach odniósł się do dwu determinant egzystencji i sztuki nowoczesnej – natury i kultury. O ile początkowo jego autocharakterystykę dopełniał obraz miasta, o tyle z czasem wraz z negacją kultury i cywilizacji oraz izolacją od naporu aktualności pojawia autoportret z idyllą natury w tle. Zwykle jednak siła jego prac tkwi w syntezie osoby, w redukcji wizerunku do przedstawień twarzy, i to ujętej zaledwie w ogólnych zarysach. Odniesienia do czasu i przestrzeni ograniczone są do absolutnego minimum.
Autoportrety Kubickiego nie ułatwiają wyśledzenia biograficznej anegdoty. Przeciwnie –cechuje je wyjątkowa rzeczowość i matematycznie koncypowana klarowność, która, niezależnie od ewolucji stylistycznej, pozostaje konstantą. Ów ład wizualny sugerować mógłby wewnętrzną harmonię artysty. Jego podszyte groteską i ironią teksty, jak choćby fragment wiersza Zwątpienie, przynoszą jednak odmienny komunikat:
…I stoję przed Tobą / pogardy pełen / dla siebie / (dzieła twojego)
koślawy / oplwany / śmieszny/ idiota
(człowiek który Twojej szukać / szedł prawdy).
Jak postrzegali go współcześni? Ich świadectwa mają charakter ambiwalentny. Gina Markowa, żona rzeźbiarza Marka Szwarca z łódzkiej ekspresjonistycznej grupy Jung Idysz, w książce Le Choix relacjonuje wizytę w atelier Kubickich z 1920 r.: Drzwi otworzyły się z hukiem ukazując ociężałe, lekko wygięte zjawisko. Spod wyrazistych brwi spoglądał zza mgły, jak ślepiec.
Z kolei August Sander na zdjęciu do słynnego cyklu Ludzie XX wieku – manifeście nowej rzeczowości i panoramie nowoczesnego społeczeństwa z 1929 r. – uwiecznił Kubickiego na ogrodowych schodach. Kubicki – Malarz wygląda tu raczej jak arystokrata niż przedstawiciel bohemy czy filozof. Tadeusz Kraszewski, który spotkał artystę dziesięć lat później, zapamiętał go jako postać charyzmatyczną: …miał wygląd bardzo reprezentacyjny. Starszy pan o pięknej pociągłej twarzy, wyrazistych rysach, siwej czuprynie (nawet w największe mrozy nie nosił nakrycia głowy), trzymający się bardzo prosto – czasem zakładał monokl – budził respekt i poważanie.
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Przebrania, pozy, stylizacje… – artefakty świadomie reżyserowanej strategii autokreacji. Spośród wizerunków własnych Kubickiego żaden nie jest sygnowany ani datowany, jakby artysta świadomie pozbawiał je osobistych odniesień, zacierając ślady biografii. Nie dokumentują one fizjonomii – natury ludzkiej – lecz poszczególne stadia krystalizacji stylistycznego profilu twórcy, jego intelektualnego uniwersum. Dzieło pojawia się zamiast artysty, jako pars pro toto jego istoty – abstrakcyjna aktualizacja tematu artifex doctus.
Tekst jest skróconą wersją fragmentów książki Lidii Głuchowskiej Avantgarde und Liebe. Margarete und Stanislaw Kubicki 1910-1945, Gebr. Mann-Verlag, Berlin 2007, nagrodzonej przez Stowarzyszenie Historyków Sztuki
Ein Ausflug in Iran II – Isfahan und weiter
Persische Gattin weiterhin unterwegs in Iran.
ISFAHAN…
… war früher die Hauptstadt Persiens, dann zogen die Monarchen um, da die Müllberge und Gestank unerträglich wurden. Heutzutage hat Isfahan etwa 2 Millionen Einwohner und ist einer der schönsten Städte in Iran. Vor allem beeindruckend ist der Blaue Moschee.

Es wird hier nicht mehr gebetet, das Gebäude ist eine Touristenattraktion. Der Moschee hat eine unglaubliche Akustik, ich habe da einen Muezzin singen gehört, die Stimme hallte in dem Raum, pralle gegen die blaue Kuppel, wie gegen den Himmel und kam tausend mal stärker zu uns, den Sterblichen zurück. Ich hatte Gänsehaut und, obwohl ich nicht nah am Wasser gebaut bin, Tränen in den Augen. Auf dem großen Platz vor dem Monarchen-Palast picknicken die Iraner oft oder spazieren. In kleinen, gemütlichen Geschäften wird das iranische Handwerk verkauf.
Am Rande von Isfahan kann man ein Gebäude mit zwei Türmen bewundern. Jede volle Stunde steigt ein Mann auf ein der Türme um mit ihm zu wackeln. Der zweite Turm wackelt mit. Bis heute zerbrechen sich die Architekten den Kopf, wie das wohl möglich ist. Ich beneide nur den Turm-Angestellten nicht. Gefragt: was machst Du beruflich? – ist er gezwungen zu antworten: ich wackele die Turme. Hmmm… Wenn man aufmerksam schaut, erkennt man in dem rechten Turm das weiße T-Shirt des Mannes.
NAQSCH-E-ROSTAM
In der Nähe von Persepolis befinden sich im Fels gemeißelte Gräber von Darius II, Artaxerxes, Darius I und Xerxes I. Die Größe überwältigt!
Unter diesen Herrscher erstreckte sich das persische Reich bis zum Donau. Interessant ist, dass die persischen Monarchen die eroberten Völker nicht versklavt haben. Sie durften weiter ihre Religion praktizieren und die Sprache, Kultur und traditionellen Bräuche erhalten. Das einzige, was sie abgeben mussten, war ein Teil der Ernte, Gold und Wasser. Die Herrscher der späteren Römischen Reiches, zum Beispiel, waren da ganz anders drauf. Am Rande der archäologischen Städte – die Kamele, vor allem russische Touristen machen Fotos mit den Tieren, oder wagen einen Ritt.
PERSEPOLIS
Persepolis wird auch Tacht-e-Djamshid genannt (also Thron der Djamshid). Djamshid war ein König der Persischen Frühzeit, der über alle Bestien, Dämonen und Engel der Welt herrschte. Persepolis wurde von Darius den Großen gegründet (etwa 500 vor Christus). Die Stadt überwältigt, vor allem wegen ihrer Größe.


Was mich erstaunt hat, war der Umgang der Kolonialmacht – England mit den gigantischen Skulpturen. Auf den Sockel kann man einmeißelte Namen der britischen Übersee-Kompanien sehen. Außerdem auch private Personen kritzeln ihre Namen auf die Sockel, diese Kritzeleien, vor allem in russischen und englischen Sprache verunstalten die Kunstwerke. Auch die Iraner steigen auf die Kunstwerke, um sich in beeindruckenden Posen zu fotografieren. Die Wächter sind mit Trillerpfeifen ausgestattet und weisen die unartigen Besucher zurecht. Und so erklingt in Persepolis, in regelmäßigen Abständen, ein klirrender Ton der Trillerpfeife.
In der Nähe befindet sich ein sehr teures und ziemlich schlechtes Restaurant. Das Essen ist ungenießbar (was in Iran wirklich eine Ausnahme ist), aber es lohnt sich vorbeizuschauen, denn im Hof des Restaurants kann man diese exotischen Vögel bewundern.
YAZD…
… liegt im Zentrum Irans, fast genau in der Mitte. Es ist eine Oasen-Stadt von Wüsten umgeben, und für mich die schönste Stadt in Iran. Die Häuser der Medina (die Mitte), wurden in Mittelalter und zwar aus Ton gebaut. Dieses fragile Material fordert ständige Renovierungsarbeiten. Vor dem Moschee steht eine gewaltige Holzkonstruktion.
Am Tag des Todes Imams Husseins heben die starke Männer die Konstruktion und tragen in einer Prozession durch die Stadt. Je schwerer und größer die Konstruktion, desto besser, denn sie symbolisiert den Märtyrer Tod von Imam Hussein.

Beeindruckend sind die Dächer von Yazd. Die Turme auf den Dächer heißen Bot-Gir (Wind-Fang), und sind eine Art Klimaanlage. Der kühle Wind wird gefangen, die Luft nach unten transportiert, das Gebäude mit der kalten Luft gekühlt, die erwärmte Luft steigt wieder durch den Bot-Gir nach oben.
Dies war früher ein typisches Haus reicher Menschen, heutzutage befindet sich in diesem Haus ein Museum und zahlreiche Geschäfte mit Keramik. Auch solche Bilder findet man in Yazd.
Die Menschen in Yazd sind sehr freundlich und sehr religiös, aber auch mutig. Nur in Yazd habe ich auf der Fassade eines Hauses Parolen gesehen, die die Regierung kritisierten.
Und zum Schluß
Es ist nicht schwer ein Visum für den Iran zu bekommen. Man muss über ein Reisebüro eine Reisenummer bei dem Außenministerium in Teheran beantragen, die Nummer wird der Iranischen Botschaft in Berlin mitgeteilt, dann kann man ein Visum beantragen (man braucht ein Foto für das Visum), Kosten etwa: 50 Euro. Ein Rat für die Eheleute – Eine Heiratsurkunde muss man dabei haben, sonst wird es schwierig in einem Zimmer in Hotels zu übernachten. Und die Damen: ein Kopftuch ist Pflicht in Iran!
Ein Ausflug in den Iran I – Teheran
Mało do czytania, dużo zdjęć. Ciąg dalszy za tydzień.
Persische Gattin
Ein Ausflug in den Iran – die architektonischen Schätze und das Leben der Straße
TEHERAN
Teheran sieht auf den ersten Blick nicht sehr einladend aus. Die Häuser, sogar die an den Hauptstraßen, sehen aus, wie irgendwie zusammengeflickt, mit Spuke oder Kaugummi zusammen geklebt.
Außerdem es ist eine Metropole, etwa 18 Millionen Einwohner, die Umwelt ist so verschmutzt, dass an manchen Tagen man kaum atmen kann, und die Kinder werden von der Schule befreit. So sieht eine typische Teheraner Straße aus. Die historischen Teile der Stadt, vor allem, die früher bewohnten Wohnhäuser sind jetzt verlassen und niemand kümmert sich um sie, obwohl sie zentral gelegen und mit ihren Holzgalerien, Balkons, verspielten Treppen wunderschön sind. Ein Haus in der Nähe von dem großen Bazar.
Wir, diejenigen, die in Polen kurz nach der Wende gelebt haben, wo man eigentlich von dem Gehweg Fleisch und andere Lebensmittel verkauft hat, werden etwas vertrautes in diesem Bild finden. Man handelt in Teheran, direkt auf der Straße, manchmal werden die Tiere auch direkt am Straßenrand geschlachtet.
Zu den schönsten Gebäuden in Teheran gehört: Kahe Golestan – der Blumenpalast wurde Ende 18. und Anfang 19. Jahrhunderts gebaut, und war bis 1979 der offizielle Sitz der persischen Schahs. Der letzte Schah, Mohammad Reza Pahlavi wurde da auch zum König gekrönt.
In Kahe Golestan befinden sich unzählige Portraits und Andenken an den Schah: Nasser al-Din Schah, der mit 25 Frauen verheiratet war, mit ihnen 18 Söhne und eine unbekannte Anzahl Töchter hatte. Einfach faszinierend. Das schönste in Kahe Golestan ist ein Saal, der komplett aus Silber, Spiegel und Kristallglas errichtet wurde.
Mir persönlich hat das kleine Detail gefallen, eine Steinkatze, der niedliche, lebendige Kater hatte auch nichts dagegen in dem Schatten des großen Bruders aus Stein zu ruhen.
Niavaran Palast – als Schah Reza Pahlavi sich von der unfruchtbaren deutsch-iranischen Schönheit Soraya scheiden ließ und die Farah Diba heiratete, wollte sie in dem für sie altmodischen Kahe Golestan nicht leben, und so ist die ganze Familie in das moderne Palast Niavaran im Norden Teherans umgezogen.
Der Reichtum des Kaiserpaars ist legender. Die Iraner können noch heute die Kleider Farah Dibas bewundern, und die unzähligen Wohn- und Repräsentationsräume.
In einem kleinen, unansehnlichen Gebäude nahe des Palasts befindet sich Fahrah Dibas Kunstsammlung. Fast alle Bilder wurden ihr von den Künstler geschenkt (darunter ein Dali und ein Picasso). Mir am meisten gefallen hat dieser kleine Chagall.
Meine sozrealistische Kindheit
Viktoria Korb
Meine sozrealistische Kindheit: Sex-Missbrauch
Der Vater
Ich wurde seit meiner frühesten soz-realistischen Kindheit missbraucht. Mein Vater badete mich nackt schon als Säugling, einmal bin ich ihm eingeseift aus der Hand gerutscht und bin fast in der Schüssel ertrunken. Darüberhinaus setzte er mich oft auf seinen Schoß, und küsste ab und zu. Mehr noch, er legte mich oft auf seine Handfläche, meine Schwester auf die andere, hob uns in die Luft und sagte: “Meine Kruppen”. Oder er trug mich auf seinem Rücken, wobei ich ihn mit meinen Beinen umarmen musste, um nicht zu fallen. Manchmal schliefen wir sogar zusammen in seinem Bett, vor allem wenn ich krank war, oder im Urlaub, beziehungsweise im Schlafwagen im Zug.
Im Kindergarten
Andere Missbrauchspartner folgten auch bald. Im Kindergarten mussten wir den “Krakowiak” tanzen und ein Junge in meinem Alter wählte mich hartnäckig als Partnerin. Jacek war äußerst attraktiv mit seinen blonden Locken und seiner Volkstracht – der bestickten Jacke, gestreiften Hosen und dem roten, quadratischen Hut mit einer Pfaufeder. Eigentlich waren wir schon ein festes Tanzpaar, und so ermutigt wagte er sich einmal zu versuchen, mich im Tanz an die Wange zu küssen! Die Erzieherin hat es jedoch leider mitgekriegt und stoppte mit Empörung seine Belästigungsversuche.
In den Ferien
Nach dem Kindergarten kam bald der nächste Versuch. Im Urlaub auf den Masuren hat sich meine Mutter mit einer anderen Mutter angefreundet, die einen Sohn hatte. Mit diesem Muttersöhnchen sollte ich spielen, damit unsere Mütter in Ruhe den grünen Curacao- Liquer trinken könnten (etwas anderes gab es im Getränkekiosk auf den Masuren nicht). Wir spielten gerne im Gebüsch, am liebsten stellten wir einen Zelt aus einer Militärpelerine auf, den Antoni von zu Hause mitgebracht hatte. Bis der Tag kam, an dem er versuchte, mich auf den Mund zu küssen. Wütend riss ich einen langen Distelzweig aus dem Boden und verprügelte ihn so stark, dass die Blumen fast fotografisch genaue, dunkelblaue Flecken auf seinen nackten Oberkörper bildeten. Dann lief ich erschrocken zu unseren Mammis.
Antoni rannte mir rachsüchtig nach. Unsere Mütter verstanden sofort, dass es zwischen uns Krach gegeben hat, wollten aber die Details nicht wissen. Sie lächelten verständnisvoll, meinten dass ein kleiner Streit jedem passieren kann und verlangten, dass wir uns zu Versöhnung küssen …
Und so wurde ich trotz meines Widerstandes gezwungen, von Antoni geküsst zu werden.
Quelle: Fotopolska.eu (mit bestem Dank) – © Copyright 2012 Neo & Siloy – Fotos Piotr Żochowski
Der Nachbar
In unserem Mietshaus in Warschau, im neuen Wola-Viertel, der sich mitten in den Nachkriegsruinen und unbebauter, von Bomben zerstörten Ghetto-Landschaft in Warschau erstreckte, ging es mir auch nicht besser.
Ich spielte oft mit dem Sohn unserer Nachbarn Zygmunt in seiner oder meiner Wohnung, bis er mir eines Tages beim Spiel “Kleiner Ingenieur” eine Liebeserklärung machte. Ich kannte ihn aber recht gut und konnte ihn nicht einfach verprügeln, wie den Antoni. Außerdem hatte ich keine Distel oder andere Waffen zur Hand. Oder vielleicht war ich schon schlauer geworden und ahnte, dass man von dem Verliebten etwas verlangen und ihn auf Probe stellen kann? Aber wie? Ich schaute herum und sah die Schienen und Schrauben vom “Kleinen Ingenieur” herumliegen, an denen wir gerade zusammen bastelten.
Ich fragte also: “Liebst du mich sehr?”
“Ja, sehr” bestätigte Zygmunt”
“Kannst Du es mir beweisen? Was würdest du für mich tun?”
“‘Alles was du willst!” brüllte Zygmunt mit Begeisterung.
“Dann schlucke die Schrauben vom ‘Kleinen Ingenieur’!”
Zygmunt hat mich nicht enttäuscht und schluckte die erste Schraube. Ich war jedoch noch nicht ganz von der Tiefe seiner Gefühle überzeugt und verlangte weiteres Schlucken. Zygmunt setzte es also mit einer etwas sauren Miene fort, bis sich auf einmal die Tür zu seinem Zimmer öffnete und seine Mutter vor uns stand.
“Was macht ihr denn? Es herrscht bei euch eine so merkwürdige Stille, dass ich schon beunruhigt wurde”.
“Wir, hm…. das heißt Zygmunt, verschluckt einige Schrauben aus ‘kleinem Ingenieur’“, stotterte ich.
Seine Mama holte sofort den Vater zur Beratung. Der rief sobald einen befreundeten Arzt, um ihn nach seinem Rat zu fragen. Der Arzt empfahl ihm, Zygmunt ein Abführmittel zu geben, in der Hoffnung, dass er die Schrauben mit dem Stuhl loswird. Gott sein Dank, waren sie nicht allzu scharf. Ich wurde nach Hause rausgeschmissen, bekam jedoch kein Hausverbot, schließlich waren unsere Eltern gute Freunde.
Am nächsten Tag besuchten wir alle die Nachbarn und erfuhren mit Erleichterung, dass das Abführmittel das seine getan hat und das Problem erledigt war.
Auf dem Lande
Bald tauchte ein neuer Missbraucher auf. Stefan war der Sohn von früheren Arbeitgebern unserer Hausangestellten Genowefa, einem Kunstmaler und seiner Frau. Sie lebten in Wilanow, einem kleinen Dorf neben dem könliglichen Sommerschloss in der Nähe von Warschau. Genowefa stammte auch aus diesem Dörflein und hatte dort ein Häuschen mit Garten, wo sie oft einen Teil des Sommers mit mir und meiner Schwester als Gästen verbrachte. Zwischen der Herrschaft und Dienerschaft herrschten nämlich familiär-patriarchalische Verhältnisse, die sich beide Seiten des sonst üblichen Klassenkampfes hochlobten. Wir besuchten auch oft die Familie von Stefan in ihrer schönen Villa und schauten uns die Bilder seines Vaters an, vor allem die obligatorischen Porträt von Stalin, den damals jeder Maler demonstrativ in seinem Atelierzimmer aufstellen musste.
Aber eines Tages, als ich dabei war, das Hauses von Genowefa zu verlassen, um im naheliegenden kleinen See zu schwimmen, bemerkte ich auf dem Gehweg vor unserem Gartenzaun eine auf der Erde gekritzelte Anschrift: “Stefan liebt Viki”.
Ich begann gerade die Schule und lernte erst zu lesen, aber Stefan konnte ganz gut schreiben, denn er war schon ganze zehn Jahre alt.
Als ich den Satz bestaunte, tauchte er auf und versuchte mich zu küssen. Ich wimmelte aber diesen alten, geilen Bock empört ab. Er hat sich trotzdem von mir nicht für immer abgewandt – er besuchte öfters Genowefa und mich in Warschau. Er war nicht nur charmant, sondern machte sich auch bei der Pflege meines Rollerscaters verdient, vor allem konnte er ihn immer vom Springseil befreien, das sich oft zwischen seine Räder verwickelte. Trotzdem verlangte er nicht nach erotischen Äquivalenten, vielleicht, weil meine Eltern auch zu Hause waren.
Doch nach einigen Jahren, als ich gerade elf wurde, erschien er mal bei uns mittags, als meine Eltern in der Arbeit verweilten. Er erklärte stolz, dass er zum benachbarten Kino ging, mich aber nicht einladen konnte, weil der Film erst ab dem Alter von zwölf Jahren erlaubt war. Ich schaute ihn wegen dieser arroganten Bemerkung hassvoll an, er warf aber auf mich geile Blicke (ich trug ein sehr ausgefallenes amerikanisches Kleid vom Second-Hand!) Dann drängte er mich in eine Ecke, die er mit der Tür dicht machte und küsste mich leidenschaftlich auf den Kopf. Ich war ratlos. Bald verschwand er zu seiner Kinoseance, denn er war dort mit einem Freund verabredet. Und noch als ich schon studierte, rief er mich gelegentlich an. Rührende Treue.
Dziś 70 rocznica powstania w Gettcie Warszawskim.
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Julie I – Wilczyca z Torunia
Julie Wolfthorn
Nigdy o niej nie słyszeliście, prawda?
Rozpoczynamy dziś na blogu krótki cykl wpisów o Julie Wolfthorn – dziś, jutro i pojutrze zamieścimy posty o tej malarce, o której nikt nigdy nie słyszał, a i nie każdy historyk sztuki się z nią zetknął. Pomysł napisania o Julie wyszedł od Lidii Głuchowskiej.
Heute, morgen und übermorgen schreiben wir über Julie.
Urodziła się 8 stycznia 1864 w Thorn czyli Toruniu jako Julie Wolff, zmarła 29 grudnia 1944 roku w Theresienstadt. Pochodziła z rodziny żydowskiej, była niemiecką malarką i graficzką. Gdy zaczęła malować odjęła od nazwiska Wolff jedno f, co zmieniło je w Wilka, a dodała nazwę miasta, z którego pochodziła – Julie Wolfthorn. Piękne – Wilczyca z Torunia. Umarła w Teresinie, pokazowym niemieckim obozie koncentracyjnym. Do końca życia malowała.
Okazją do przypomnienia Julie jest wystawa przygotowywana właśnie w Galerie Die Insel w Berlinie – galerii należącej do Berliner Fraueninitiative Xanthippe e.V. – Inicjatywy Kobiecej Ksantypa. Kuratorinnen / Kuratorki: Ilse-Maria Dorfstecher, Gabriela Ivan, Sabine Krusen.
19.04.2013, Freitag / piątek, 19:00 Uhr, Vernissage
»Wieder im Licht – geehrt ausgegrenzt wiederentdeckt«
Kate Diehn-Bitt | Oda Hardt-Rösler | Käthe Loewenthal
Käthe Münzer-Neumann | Lene Schneider-Kainer | Hedwig Woermann | Julie Wolfthorn | Augusta von Zitzewitz
(bis / do 25.05.2013)
Insel-Galerie – Torstraße 207, 10115 Berlin
Tytuł wystawy trudno tak dobrze przetłumaczyć na polski, jak brzmi po niemiecku. Wieder im Licht – Znowu w świetle. Wystawa o malarkach: geehrt ausgegrentzt wiederentdeckt – cenione – wyrzucone poza nawias społeczeństwa – ponownie odkryte. Po polsku byśmy ten tytuł pewnie inaczej sformułowali – może tak: słynne zapomniane ponownie odkryte.
Dziś o Julie tekst po niemiecku.
Dr. Irene Knoll
„Meine Freundin Julie Wolff träumt davon, Sie malen zu dürfen“, schrieb Hedwig Lachmann am 4.4. 1896 an Ida Auerbach, die spätere Frau Richard Dehmels. Sie benutzt den Geburtsnamen Julie Wolfthorns, ein Zeichen dafür, dass die beiden Frauen einander schon lange kannten. Zu dieser Zeit dürfte Julie Wolfthorn aber ihre Arbeiten schon mit ihrem Künstlernamen gezeichnet haben, den sie sich in Anlehnung an ihre Geburtsstadt Thorn an der Weichsel, das heutige Toruń, gab.
Mit dem Bildnis von Ida Auerbach, das im Dezember desselben Jahres entstand, ein Porträt in Lebensgröße, gelang Julie Wolfthorn auf der Großen Berliner Kunstausstellung 1897 der Durchbruch in der Berliner Kunstwelt. In den folgenden Jahren profilierte sie sich als excellente Porträtistin, deren Können und Malkultur weder von den Künstlerkollegen noch von der Kunstkritik mehr bestritten wurde.
Julie Wolfthorn ist 1944 im KZ Theresienstadt umgekommen. In den nachfolgenden Jahrzehnten, bis in unsere Tage hinein, waren Werk und Lebensdaten der großen Künstlerin vergessen, ja, schienen verloren. Erst in den neunziger Jahren kam allmählich ein suchendes Interesse auf, nachdem einige Bilder von ihr auf Ausstellungen erschienen waren. Inzwischen konnte durch weitreichende Recherchen und Kontakte, durch sorgfältige Kleinarbeit, besonders vom Berliner Freundeskreis Julie Wolfthorn intensiv betrieben, Leben und Werk Julie Wolfthorns wieder erschlossen werden.
Julie Wolfthorn war das fünfte Kind des jüdischen Kaufmanns Julius Wolff und seiner Frau Mathilde, geb. Neumann. Sie kam 1883, nach dem Tode beider Eltern, nach Berlin. In den achtziger und neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts hat sie sich das Handwerkliche der Malerei durch privat betriebene Studien in Berlin und anschließend an der privaten Kunstakademie Colarossi in Paris angeeignet. In Berlin hat sie in der Kurfürstenstr. 50, ihrer Wohnung, selbst Frauen Malunterricht erteilt.
Von der männlichen Kunstkritik ist der Eintritt der Frauen in die Malerei zunächst mit Desinteresse, dann mit beiläufiger Gönnerhaftigkeit bedacht worden, “denn die Kunst ist vom Mann für den Mann gemacht“, wie der Kritiker Karl Scheffler schrieb. Er befand sich damit ganz auf der Fährte des Vorsitzenden der Preußischen Akademie der Künste, Anton von Werner, der Petitionen von Künstlerinnen für die Zulassung von Frauen zum Studium an der Kunstakademie wiederholt und bis zu seinem Tode ablehnte. Solche Petitionen wurden auch von Julie Wolfthorn gezeichnet.
Um 1900 gehörte sie zu den wenigen namhaften Künstlerinnen Deutschlands. Sie war eine von vier Frauen, die der 1898 unter Vorsitz Max Liebermanns gegründeten „Berliner Secession“ als Gründungsmitglieder angehörten. Die biografischen Daten, die nach und nach gewonnen wurden, offenbaren ihre intensive Mitarbeit an vielfältigen Initiativen, das Kunstschaffen der Frauen anzuregen und zu fördern und ihren Werken eine Öffentlichkeit zu verschaffen. Auf den Secessionsausstellungen bildeten die Arbeiten von Frauen nur einen verschwindend geringen Anteil. 1906 rief Julie Wolfthorn gemeinsam mit anderen Secessionistinnen und einigen Künstlerinnen aus München die „Verbindung bildender Künstlerinnen“ ins Leben, die fortan eigene Ausstellungen organisierten und weitaus mehr Beachtung fanden. Auf der Secessionsausstellung 1908 war dann schon jedes siebente Bild das einer Künstlerin.
Julie Wolfthorn gehörte dem „Verein der Berliner Künstlerinnen“ an, war Mitglied des „Frauenkunstverbandes“ und des „Deutschen Lyceum Clubs“, die eigene Ausstellungen veranstalteten. Die Themen solcher Ausstellungen sind inspiriert von Ideen und Zielen der bürgerlichen Frauenbewegung: Die schaffende Frau, Das Gesicht der selbständigen Frau, Die Frau von heute, Die gestaltende Frau, Das Kind.
Mit sehr viel Anerkennung werden in den Kritiken die Porträts Julie Wolfthorns erwähnt, aber auch ihre Landschaften finden zunehmend Aufmerksamkeit. Ein Foto aus dem Jahre 1914 zeigt sie, beladen mit Sonnenschirm und Malutensilien, in einer Gruppe anderer Malerinnen auf dem Wege zu einem landschaftlichen Malmotiv. Sie hat am Berliner Wannsee, in Ferch, in der Mark Brandenburg, auf Hiddensee, in Italien im Freien gearbeitet. „ Julie Wolfthorn ist modern im allerbesten Sinne des Wortes. Sie weiß sowohl dem heimlichen Stimmungszauber einer Landschaft Ausdruck zu geben, wie sie auch dem Menschen auf den Grund seiner Seele schaut und in ihren Porträts jede Individualität so scharf heraushebt, dass dem Beschauer der ganze Mensch sofort deutlich wird.,“ schrieb die Publizistin Luise Schulze-Brück.
Julie Wolfthorn galt als die „Seelenkennerin“ unter den Malern.1929 hat sie sich in einem Aufsatz für „Westermanns Monatshefte“ dazu geäußert: „ Ich habe es immer als meine Hauptaufgabe betrachtet, neben dem künstlerischen das psychologische Moment in meinen Bildnissen besonders zu betonen. Dazu gelange ich mehr auf dem Wege der Intuition als durch bewusste Gedankenarbeit. Oft habe ich das Gefühl, als malte nicht ich, sondern ein andrer in mir, so dass ich mitunter überrascht vor meiner eignen Arbeit stehe. Das sind die glücklichsten Momente des Schaffens.“ Zu den heute noch oder wieder bekannten Porträts von Julie Wolfthorn sind neben dem Porträt Ida Dehmels vor allem ein Bildnis von Richard Dehmel, ein Porträt von Gustav Landauer, das Porträt Hedwig Lachmanns, das Doppelportrtät Gerhart Hauptmanns und seiner Frau zu nennen. Sie war eine besessene Arbeiterin von überraschender Vielseitigkeit. Für die Zeitschrift „Jugend“ hat sie mehrere Titelblätter geschaffen; Aktzeichnungen, Buchillustrationen, Blumenstücke und Stilleben entstanden, und zu den bemerkenswerten Leistungen der aufkommenden Plakatkunst gehört ein Plakat, das sie für den soziademokratischen „Vorwärts“ schuf.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde Julie Wolfthorn aus den Vereinen ausgeschlossen, Veröffentlichungen und die Ausübung ihres Berufs wurden ihr verboten. Nur in den Räumen des Jüdischen Kulturbundes wurden noch Arbeiten von ihr ausgestellt. Sie organisierte mehrere Atelierausstellungen und sprach mit den Besuchern über ihre Arbeit. In einem Bericht über einen solchen Besuch wird Ende 1934 im Gemeindeblatt der Jüdischen Gemeinde Berlin eine Fülle von Werken unterschiedlicher Schaffenszeiten und Genres erwähnt. „Ein Zug von ungewöhnlicher Frische, verbunden mit Reife des Könnens und einer gewissen unverwüstlichen Tüchtigkeit, macht die Erscheinung dieser Künstlerin besonders sympathisch“, schrieb der Verfasser Dr. M. Rieß.
Julie Wolfthorn wurde im Oktober 1942, in hohem Alter, nach Theresienstadt, deportiert. Wo all jene Werke, die zu diesem Zeitpunkt in ihrem Atelier standen, geblieben sind, konnte bisher nicht ermittelt werden. Sie starb am 21. Dezember 1944, wenige Tage vor ihrem 81. Geburtstag. Sie hat auch im Lager noch gemalt – Porträts von Leidensgefährten. Unter diesen letzten Arbeiten, die erst vor wenigen Jahren bekannt wurden, ist das Bildnis einer alten Frau, mit Bleistift skizziert und in schwachen Farben aquarelliert, auf schlechtem Papier festgehalten – ein kleines Kunstwerk und ein Dokument. Es trägt das Datum vom 6.Sept. 1943. Sie hat es „Rekonvaleszentin“ benannt.
Am 4. Juli 1947 erschien in „Der Weg“, einer Publikation der Jüdischen Gemeinde Berlins, unter der Überschrift „Der Leidensweg einer jüdischen Künstlerin” ein Bericht von Peter Edel. Der Schriftsteller Peter Edel, dessen eigentlicher Familienname Hirschweh ist und der in der Kurfürstenstraße 50 wohnte und bei Julie Wolfthorn Malunterricht hatte, hat darin seine letzte Begegnung mit ihr beschrieben; er selbst wurde nur wenige Wochen nach Julie Wolfthorn deportiert. „Auf die weite Reise im Viehwaggon nahm sie zwei Aquarellkästen, einige Pinsel und viele Bogen Papier mit. Sie versteckte diese Utensilien behutsam zwischen ihren Kleidern und den Büchern, die ihre alte Schwester mitnehmen wollte, und sorgte sich mehr um die Bleistifte und die Temperafarben als um das eigne Leben. ‘Man kann überall malen. Überall! Wohin man auch kommt‘, sagte sie mir, als sie sich verabschiedete.“
Stolperstein / stumbling block / (kamień, o który się potykamy) kamień pamięci – Julia Wolfthorn, Kurfürstenstr. 50, Berlin-Tiergarten – Wikipedia Commons, Autor OTFW Berlin 2013
Autorka o tym nie wspomina, ale istniały też namalowane przez Julie portrety Dagny Juel i Stanisława Przybszewskiego. Zaginęły, jak wiele innych dzieł Julie, ale coś o nich wiadomo i podzielimy się z Czytelnikami tym, co wiadomo.
Następne teksty o Julie Wolfthorn:
Katarzyna Krenz: Głosy z umarłego miasta
Aleksandra Sawicka: Julie i Dagny
Das glückliche Leben
Persische Gattin
Aus den Erzählungen meiner Schwiegermutter
Das glückliche Leben von Agha Said
Am meisten Glück hatte Said. Als er zum Dienst, als Soldat in die Armee ging, wurde er ein Adjutant des Offiziers. Es war gut- er hat eingekauft, Essen gekocht und auch gut selbst dabei gegessen. Aus dem Geld, was er zum Einkaufen von dem Offizier bekommen hat, hat er etwas für sich selber behalten. Und, als er den Dienst beendet hatte, hatte er Tee, Kleidung und sehr viel Geld aus der Armee mitgebracht. Alle, die zum Dienst gehen, bekommen Geld vom Vater oder Mutter, da gibt es kein Fleisch zum Essen – “ich will kein Soldaten-Fraß essen” – sagen sie. „Ich mag diese Soldaten- Kleidung nicht. Die Soldatenstiefel sind nicht gut genug für mich, sie stinken und sind unbequem, einfach schlecht. Ich will schöne Schuhe aus gutem Leder“. Das Geld vom Vater zu Hause kriegen sie, gehen und kaufen was Gutes. Said hat es nicht so gemacht. Said hat gesagt: “alles was da ist, ziehe ich an”. Er war ja bei den Offizieren, er hat da gute Klamotten, Schuhe und Essen gekriegt. Geld hat er auch in seine Tasche gesteckt, ging zum Einkaufen, er hat für 5 Tuman eingekauft und zu dem Offizier gesagt: Agha, ich habe für 6 Tuman eingekauft. Einen Tuman hat er an sich genommen, er war geschickt, und hatte Glück.
Als Said aus der Armee zurück gekommen ist, war er ohne Arbeit. Ich bin arbeitslos, was soll ich denn machen? – fragte er Agha Jun – meinen Mann. Agha Jun meinte – ich wusste da eine Arbeit für dich, da ist ein Platz, welchen man mieten konnte.
Und Said hat in den leeren Räumen in einem Krankenhaus einen kleinen Cafe aufgemacht mit Tee, Säften, Plätzchen, Schokolade. Geld kam und kam, sehr gutes Geld kam. Alles hat er sich gekauft, ein Haus, im Dorf, es ist ein sehr schönes Haus, groß und sehr schick, in der Stadt, in Teheran, hat er ja auch ein Haus.
Jetzt wollte Said nur eins – eine Frau. Er hat eine Frau genommen, sie hieß Mariam. Kurz nach der Heirat hat er sich vor ihr scheiden lassen, weil es böse Gerüchte über sie gab, sehr böse Gerüchte, und dann wollte er sie nicht. Er sagte zu ihr: du bist meine Frau geworden, aber vorher bist du keine Jungfrau gewesen. Schon vorher hat dich jemand angefasst.
Dann hat Said Sudobe zu Frau genommen. Wie alt war sie damals? Ich habe ihre Mutter gefragt – wie alt ist sie denn, Ihre Tochter? Sie war ja noch so klein. Die Mutter meinte: sie ist 15. Said war eine gute Partie, hatte Geld, war jung, sehr tüchtig, die Mutter wollte ihn unbedingt für ihre Tochter. Said hat sie schon vorher im Dorf gesehen, als sie Wasser geschöpft oder Pfirsiche gepflückt hat. Dann haben sie sich auch angeschaut, bei der Hosstegori, Said hat einmal zu ihr geguckt, und sie hat auch zu ihm ein Mal geguckt. Sudobe meinte – das wird ein guter Ehemann werden, ich heirate ihn , ich liebe ihn. Said meinte – ich will das Mädchen auch! Dann haben sie geheiratet. Ich selbst habe die Braut zum Friseur geführt, und geschminkt habe ich sie selbst. Sehr hübsch ist alles geworden. Und auch in dieser Nacht, in der Hochzeitnacht, haben sie ein Kind gemeistert, aber niemand wusste davon. Dann haben sie in Teheran gewohnt, sie wurden unsere Nachbarn. Eines Tages ist Said zu uns gekommen, und schrie: Hanum wo bist du – lauf, ich flehe dich an, lauf!!! Was ist? – habe ich gefragt. – Sudobe, die Wehen haben eingesetzt! Said – habe ich gesagt – du machst Witze, und solchen Spaß verstehe ich nicht! Aber Said schrie wie verrückt: Steh auf, steh auf, schließ die Tür und komm! Ich habe gesagt – gehen wir zum Arzt, schauen wir, ob sie wirklich schwanger ist…
In einer Stunde schon war das Kind auf der Welt. Ich habe gelacht: wann habt ihr denn geschafft dieses Kind zu machen?
Das Kind war so klein, so klein, wie eine Katze, die Äugelein zu, 1 Kilo hat es gewogen. Ich sagte – Jo Hossein, und wer wird es pflegen? Said meinte – Gott hat es gegeben, Gott kümmert sich schon, selbst wird es heranwachsen.
Ah nein – schrie ich auf – da muss man sich kümmern, es ist viel Arbeit! Sudobe war ja ein Kind, und hatte keine Übung! Dann habe ich mich gekümmert, habe Medizin gegeben, und der Kleine geng, geng, geng, hat die ganze Zeit geweint.
Said sagte – wir nennen ihn Habib – und dann zu mir: er gehört dir! Ziehe ihn groß! Acht Monate habe ich alles bei ihm gemacht, Tag oder Nacht, habe ich ihn gebadet, Vitamine gegeben, Lieder gesungen. Er hat gut gegessen, ist dick und robust geworden.
Nun hat Said ein großes Haus, Grund, Obstgarten. Und mit Sudobe hat er ja nur Habib – ein Kind, welches schon 10 geworden ist. Alle haben gefragt, wieso kommt kein zweites Kind? Man muss zwei Kinder haben. Und alle haben spekuliert: bestimmt ist Sudobe krank, dass sie kein Kind mehr bekommt. Wenn Said eine weitere Frau nimmt, stellt sich schon heraus, wer krank ist – Sudobe oder er selbst.
Der Arzt hat behauptet, keine von Beiden hat ein Problem. Aber wenn Du mich fragst, der Said wollte einfach eine Frau, ja – eine neue Frau. Und er hat das Mädchen Suhila genommen. Es verging ein Jahr, dann ein zweites – und kein Kind ist gekommen. Said hat endlich verstanden, er ist derjenige, der ein Problem hat. Und der Arzt hat es bestätigt und meinte zu Said: Sie haben einfach nur ein Ei. Ein Einziges Ei.
Also hat Agha Said zwei Frauen und einen Sohn. Und er sorgt für sie, sie haben es gut, essen gut. Sie haben ein gutes Leben.
Nächste Woche – Ein Ausflug in den Iran!





















