Was mich wundert (immer noch)

Ewa Maria Slaska

Wir sind alle Kriminelle. Und Idioten obendrauf.

Die Impressionen und Reflexionen, die ich hier präsentieren werde sammelten sich in den letzten Wochen an und sie taten es nicht umsonst. Ich gewann von ihnen den oben formulierten Eindruck: Man hält sich gegenseitig für Kriminellen, die unter Kontrolle der Polizei gehören, und obendrauf findet man, dass die Mitmenschen einfach Idioten sind.

Beweise? Bitte sehr.

Ich wohne in einer schöner Kleinhäuser- und Niedrigmiethäuser-Siedlung, die, gegründet Ende des 19. Jahrhunderts und ausgebaut in den 20ern, mal Gartenstadt hieß. Und es ist wohl wahr – wir wohnen in einer Gartenidylle. Man stellt die Körbe voll mit Fallobst geladen auf die Straßen, damit die anderen es sich nehmen können, man hat größtenteils Gartenzäune entfernt, damit wir das Gefühl haben, es ist alles unser. Man macht Straßenpartys, Grünanlagenpicknicks und Plantchbeckenkonzerte, man, man, man…

Nun ja…

Eine kleine Nebenstraße. Zwei große Quittenbäume sind im September vor einem Haus voll goldener Früchte, es sind so viele, dass entweder macht man eine Produktionskette für Marmeladen, Süßwerk und Liköre, oder die magischen Birnen fallen runter und verfaulen. Auf dem Baum hängt ein Zettel:
Dieb, nimm die Früchte nicht weg, komm nach 1. Oktober, dann werden sie gesammelt und verteilt.
Die Botschaft ist klar und einleuchtend, soll gar friedlich anmuten, wieso aber beginnt sie mit dem Wort DIEB, wieso nicht Nachbar, Freund, Kumpel, Passant, gar Fremder? Nein, DIEB.

Eine andere kleine Straße. Vor dem Haus hat man einen Miniatur-Park gezaubert. In einem Kreis von Rosen wurde ein kleiner runder Platz eingerichtet, schön mit Steinquader ausgelegt. Mitten des Kreises wurde eine Bank gestellt, genauso eine wie in einem richtigen Park nur kleiner. Es gibt sogar ein gewundener Pfad zur Straße hin, ebenfalls mit schön bearbeiteten Steinen gepflastert. Alles sehr geschmackvoll. Nicht mein Still vielleicht, aber an sich eine bildhübsche Anlage, die nie von jemandem benutzt wird. Mindesten seit zehn Jahren als ich hier in der Nähe wohne, habe ich auf der Bank nie jemandem gesehen.

Offensichtlich irre ich mich. Seit ein paar Wochen klebt auf der Bank ein Zettel in einer Plastikhülle. Von der Strasse her lässt sich nicht entziffern, was da geschrieben steht. Ich komme also näher (betrete das Grundstück!) und lese: Es ist unser privates Grundstück. Beim Betreten und Banknutzen wird sofort die Polizei gerufen. Also. SOFORT und POLIZEI. Und natürlich UNSER und PRIVAT. Am nächsten Tag, um den Eindruck ein Bißl zu besänftigen, hat man neben dem Zettel zwei Plüschbären gesetzt. Aber das Wort POLIZEI bleibt.

In einem der Häuser gibt es Party. Bin ja auch eingeladen. Nach wunderbarem Essen und schönen Plaudern im Garten gehen wir nach Hause. Vor mir zwei ältere Damen, beide schon sehr schlecht auf den Beinen. Der Ausgang besteht aus vier kleinen Stufen ohne Gelände. Eine der Damen hat sichtlich Schwierigkeiten damit. Die andere und ich eilen ihr zur Hilfe, halten sie, sozusagen, fest im Griff und bringen sie nach unten. Eigentlich ist es verboten, sagt sie. In Berlin muss man ab drei Stufen ein Gelände einmontieren. Man kann die Polizei rufen.
Ich schaue sie verdutzt an. Wir waren doch bei einer Freundin. POLIZEI RUFEN? Ist es ihr ernst? Sind die POLIZEI und VERBOT einzige Kategorien, in denen sie denken kann? Stadt zum Beispiel zu sagen, dass man vielleicht mit Gertrud darüber sprechen soll, irgendetwas bei der Sache zu unternehmen.

OK, aber nicht nur unsere Gartenidylle bereitet mir Kopfzerbrechen. Ab und zu muss ich doch raus in die grosse Welt. Zum Beispiel in ein Ministeriumshaus. Ich bin eine Urlaubsvertretung für meine Freundin. Das tue ich schon seit ein paar Jahren, jetzt arbeitet sie aber in einem neuen Raum. Ich gehe in die kleine Teeküche nebenan. Es ist eigentlich keine richtige Teeküche, sondern eh ein sparsam eingerichtet Rattenloch. Ich warte, bis das Wasser kocht und schaue mir eine komplizierte Kombination aus Kabel und Schalter, die es erlaubt (zwingt) jeglicher Wasserkochgang drei Mal zu versichern. Mir ist ein bisschen mulmig. Wieso denkt man nicht, dass wir imstande sind, Wasser zu kochen ohne gleich große Schäden einzurichten. Wieso setzt man voraus, dass wir hier etwas falsch machen werden. Und dann, jaaaa, dann sehe ich, dass daneben noch ein Zettel hängt. Ich lese es und glaube meinen Augen nicht:

Also SCHWEINESTALL, CHAOS, GESTOHLENES ESSEN… Nicht Mal Kühlschrank gibt es in dieser Küche, keine Schubladen, keine Schränke, wo ist das Essen, das irgendjemand hier stehlen kann? Und wenn es hier auch etwas gäbe und zugleich jemand, der es stehlen möchte, was hätte er stehlen können – ein Teebeutel ab und zu, ein Löffel Kaffee, zwei Weintrauben? Was kann man groß in diesem Rattenloch verrichten? Wer ist auf die Idee gekommen, hier so eine Beleidigung aufzukleben? Ja klar, auch hier sieht man wieder ein laues Versuch, wie bei der Bank zwischen den Rosen, die Sache zu entschärfen, damit jemand über kleine Geschenke schreibt. Aber wieso nimmt er/sie den Zettel nicht einfach weg. Wieso erlauben alle Küchenutzer, dass das Ding da sichtlich seit langem klebt?

Was seid ihr alle? Auf Polnisch werde ich fragen: pogięło Was? Seid ihr gekrümmt worden?

Zur allgemeinen Aufheiterung zeige ich hier noch etwas, was uns ausnahmsweise nicht für Diebe hält, wohl aber für Idioten. Schaut ihr euch das an.

Telefonieren und Gewinnen

Habt ihr es gesehen? Dann bitte, sagt mir, WO ist die Telefon-Nummer, die man anrufen soll???

Barataria oder was passiert mit unseren Utopien

Für Christine anhand von Auszügen aus einem fabelhaften Buch, das ich von ihr bekommen habe; es wäre auch für Konrad, der aber noch kein Deutsch kennt

Klappentext:

Orient und Okzident, Einwanderer, Auswanderer, Aussteiger, Islam, Christentum, Kapitalismus und die Suche nach dem Glück: Michael Kleeberg erzählt Geschichten und Schicksale in einer globalisierten Welt. Mühlheim bei Frankfurt. Ein Kreis von Freunden trifft sich und versucht, über Freundschaft und Gesellschaft nicht nur nachzudenken, sondern auch Utopien eines anderen Zusammenlebens zu verwirklichen.
Dabei: Hermann, einst Doktorand der Philosophie, dann Aussteiger, jetzt Lehrer in Frankfurt. Maryam, eine iranische Sängerin, die auswandern musste, weil ihr das Singen verboten wurde. Ausserdem: Younes, ein libanesischer Pastor, Zygmunt, ein polnischer Handwerker, Bernhard, ein Ex-Sponti, der lange einen Verein für Jugendsozialarbeit leitete, Ulla, seine Frau, Kadmos, ein arabischer Lyriker.
In einem kaleidoskopischen Roman in zwölf Büchern (angelehnt an Goethes West-Östlichen Divan und Nezamis Leila und Madschnun) erzählt Michael Kleeberg ihre Geschichten und Geschichten um sie herum und begibt sich zu den Wurzeln ihrer Kulturen. Kleebergs Buch spielt in Deutschland, Iran, im Libanon und im Reich der Mythen.


»Die Fundamentalisten wie die Materialisten sind sich ja darin einig, dass wir an gar nichts glauben, was nicht stimmt, wie wir wissen. Aber die Rückbindung ist das eine, wie jedoch steht es mit der Zukunft? Wollen wir etwas bewahren, oder wollen wir etwas schaffen?
Eine Utopie? Muss es dann nicht, wie alle Utopien, eine mosaische sein? Ein Ausblick? Eine Hoffnungskarotte? Ein Vorgefühl von höchstem Gliick? Wir blicken darauf wie Muse hinunter ins Gelobte Land (…). Betreten kann man sie immer nur kurzfristig, denn alle Utopien verwandeln sich zu totalitärem irrsinn, wenn sie sich konsolidieren. (…)«

(…)
»Liest du was Neues? Oder ist das hier aus dem Bestand?«
»Was Neues. Judith Shklar. Der Liberalismus der Furcht. Kennst du sie?«
Ernst nickt. ››Sie ja. Das Buch noch nicht. (…) Aber warum Furcht?«
»Es geht um die Sicherheit vor Grausamkeit als Grundbedingung für die individueile Freiheit. Die Grausamkeit jeglicher Machtausübung. Ihr großes Thema. Und woran arbeitest du?«
»Ich habe mich für den Bachelor gerade an einer Analyse der Spontibewegung versucht.«
Hermann lacht. »Eine geistige Herleitung deines Vaters. Hast du ihn gelöchert?«
»Ja, aber da kriege ich nur Anekdoten über Fußball und Äppelwoi zu hören.«
»Dabei gehört Bernhard zu den wenigen, die sich ihre ideale nie haben korrumpieren lassen«, sagt Hermann.
»Ja, leider«, erwidert Ernst. »Sonst könnte er vielleicht heute auch von seinem Management 50000 pro Vortrag verlangen lassen wie Joschka Fischer.«
»Na komm, es reicht doch auch so. Wobei, du hast insofern recht, als wenn wir alle auf Hartz IV wären und nur unsere Armut zu teilen hätten, auch dieser Ort hier nicht existieren würde. Die innere Freiheit ist und bleibt bis zu einem gewissen Punkt eine Funktion der Mittel, die du dir erwirtschaftet hast.«
»Notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung«, sagt Ernst.
»Ja, und da wären wir bei dem ›überschüssigen Bewusstsein‹ von Marcuse oder Bahro oder beiden. Den humanen Kapazitäten, die übrigbleiben, nachdem du für dein materielles Überleben geschuftet hast. Die beiden haben zwar geglaubt, dass nur im Sozialismus so ein geistiger Mehrwert herauskommt, aber das wissen wir ja nun besser.«
»Wie war das nochmal?« fragt Ernst.
»Es werden Bedürfnisse freigesetzt, und zwar entweder kompensatorische oder emanzipatorische? (…) Willst du Erstere befriedigen, um dich für die Arbeiterei zu entschädigen, kaufst du Autos, machst Kreuzfahrten und spielst Golf. Die emanzipatorischen dagegen ließen in die Bildung, die Kultur, die Schönheit, die Menschlichkeit und die Gerneinschaft. Und genau darin, lieber Ernst, bist du groß geworden. Wenn Ulla und Bernhard ihr Geld lieber für sich ausgeben würden, dann gäbe es diesen Ort nicht,wo wir leben, lieben, denken und trinken können.« (…)

Und weiter:

Um ein offenes Haus führen zu können, braucht man ein Haus. Das Essen, das jeder, der hereinschneit, vorgesetzt bekommt, muss eingekauft werden (…). Großzügigkeit braucht Mittel, und Großherzigkeit kommt aus der Selbstachtung, die wiederum daher rührt, dass man Arbeit hat und angemessen dafür bezahlt wird. Das Gefahr ist immer, dass man solch einen Ort für selbstverständlich nimmt, für gegeben und unveränderlich, und ausschließlich am Wesen der Gastgeber festmacht anstatt an den komplizierten und unsichtbaren Mechaniken des Lebens, die die Existenz dieser Gastgeber bedingen.

Und so ist es auch im Divan. Der Gastgeber, Bernhard oder TK genannt, verliert gerade seine Existenzgrundlage, was von seinem früheren Freund verursacht wird, aber doch letztlich an ihm selbst liegt und seinen Prinzipien, aud die er nicht verzichten will. TK und sein Kumpel Krüger unterhalten sich darüber beim Jogging. Krüger möchte wissen, was sich in der Sache gerade tut.

TK antwortet nicht.

»Mit einem Wort«, sagt Krüger, „du hast nie die Machtfrage gestellt.«
»Nein, warum hatte ich auch sollen. Der ganze Verein war doch über all die Jahre auf flache Hierarchien und den gedanken kollektiver Gemeinschaftsentscheidungen ausgerichtet.«
»Und das ist genau der Punkt, wo du dich täuschst! (…) Wenn nicht explizit in festen Hierarchien, dan implizit in Form von individueller Exzellenz.«
»Exzellenz, hör auf«, lacht TK.
»Und vor allem füllt sich Machtvakuum immer sofort. Wenn einer die macht abgibt oder ausschlägt, ist ein anderer da, der si übernimmt. Aber denk doch mal nach: Wessen Idee war dieser Verein?«
»Meine.«
»Und wer hat ihn aufgebaut und ausgeweitet?«
»Ich. Aber nicht nur.«
»Und wer hatte die Ideen dazu?«
»Die kamen aus gemeinsamen Diskussionen.«
»Schon. Aber wer hat solche Diskussion eingefordert, angeregt und ihnen eine Richtung gegeben? Sei ehrlich!«
»Ich«, sagt Bernhard (…).
»Und wer hat die Richtungsentscheidungen gefällt?«
»Immer gemeinsam im Kollektiv. Aber stimmt schon, ich habe die anderen schon meist in die Richtung gelenkt, die mir am besten vorkam.«
»Und deshalb bist du ja auch der Vorsitzende des Vereins gewesen.«
»Nie. War ich nie. (…) War mir nie wichtig.«
»Aber was für eine Position hast du denn dann innegehabt?«
»Gar keine. Mitarbeiter.«
»Aber du hast den Verein doch nach außen repräsentiert. Gegenüber der Stadt, dem Sozialamt, dem Jugendamt, was weiß ich?«
»Naja sicher, ich kenne die ja alle.«
»Bernhard, du bist naiv!«
»Mag schon sein. Aber warum ist es naiv, sich nicht in den Vordergrund zu drängen, wenn sowieso alle wissen, dass man den Laden schmeißt?«
»Genau deshalb, mein Lieber. Weil sich sonst jemand dahin drängt, der ihn eben nicht schmeißen kann, oder der ihn auch schmeißen kann. aber anders als du. Ich nehme doch an, dass dein Freund und Mitgründer, der dich jetzt rausgeekelt hat, der Vorsitzende des Vereins ist.«
»Ja, für den war das wichtig. (…) Die Probleme hatten ganz unscheinbar begonnen. Vielleicht damit, dass A.S. vor einigen Jahren neben dem Verein eine eigene Entrümpelungs- und Umzugsfirma gegründet hat, die jugendliche Alkoholiker und Straftäter resozialisierte. Eigentlich ein tolles Projekt. Nur dass er, als im ersten Jahr die Liquidität fehlte, in die Vereinskasse griff, um das auszugleichen. Sie hatten das durchdiskutiert und die Summe dann in ein offizielles Darlehen umgewandelt.«
»Kein Wunder, dass er einen Rochus auf dich hat!« sagt Krüger.
»Wieso denn er auf mich?«
»Weil er in deiner Schuld steht. Und weil du seine Schwäche und sein Fehlverhalten kennst und gerade nicht öffentlich gemacht hast. Und natürlich, weil er die Gelder hätte ganz bequem und legal verschieben können, wenn es alles sein Laden gewesen wäre.«
»Es war aber so lange alles gut. Bis er mit der Überwachung anfing. Effizienzsteigerung. Monitoring! Wo dann kein Platz für Vertrauen und Selbstverantwortung bleibt.«
»Die gewiss jeder bis ins letzte Glied in jeder Minute geübt hat …«
»Krüger, jetzt wirst du zynisch. Wir sind alle Menschen und machen Fehler. Und das muss auch erlaubt sein. Jedenfalls fing A.S. dann mit Stichprobenkontrollen an, und es gab die ersten Abmahnungen statt eines Gesprächs. Und dann kam er mit der Idee, den Verein in eine GmbH umzuwandeln. Und erst dagegen habe ich offen opponiert«
»Ohne dir die Machtmittel gesichert zu haben«, sagt Krüger. »Ich nehme mal an, da hast du dann auch deine erste Abmahnung bekommen. Aber weißt du, wenn du von der Wut und der Enttäuschung abstrahieren kannst, wird dir Folgendes auffallen: Dass die entscheidende Rolle bei alledem nicht der gewiss schäbige Charakter deines früheren Freundes spielt (…), sondern der Zeitpunkt und das Alter. (…) Der natürliche Weg aller jugendlichen, idealistischen Gründungen und Unternehmen ist gleich. Sie fangen alle mit der alleinigen Konzentration aufdie Sache an. das Ziel, den Stern am Horizont. Einigkeit herrscht.Jugend herrscht, da können die Hierarchien flach bleiben, die Einkünfte symbolisch, und die Diskussionen finden schnell zu einem gemeinsamen Ergebnis, und Macht ist ein Zwangsmittel, das nur Alte und Analneurotiker brauchen, und gleich sind wir sowieso und können im Kollektiv entscheiden, denn alle leitet uns die Vernunft.
Aber irgendwann merkt der Klügste oder Arbeitssamste oder Ehrgeizigste, dass es immer schon er war, der die Sache entscheidend vorangebracht hat. Und jetzt wird er älter und will endlich auch persönlich etwas von dem Ganzen haben. Dass die Gleichheit aller Beteiligten eine fromme Illusion und Lüge ist und immer war, das fällt ihm jetzt langsam wie Schuppen von den Augen. Das machen das Alter und die Erfahrung und der Blick nach rechts und links. Irgendwann stellst du fest, du bist ein Individuum geworden, das ganz anders ist als die anderen. Und du sagst dir: Jetzt muss es aber auch endlich mal um mich und meine Meriten gehen. Und mit Alter und Erfahrung steigt auch die Verachtung für die Mitläufer und Profiteure und die Nichtskönner und Faulenzer und Durchmögler. Oder wenn dir Verachtung ein zu scharfes Wort ist, dann die Unduldsamkeit für Schlamperei und Dummheit. Es wächst einem ein Bewusstsein für Rangunterschiede zu. Wir reden nicht von Menschenrechte, Achtung! Es geht nicht darum, einen netten Versager auszupeitschen, aber muss er unbedingt das Gleiche verdienen wie ich? Du bekommst ein Gefühl dafür, dass Gerechtigkeit, von der immer so viel die Rede ist, eigentlich das wäre, wenn der Bessere und Klügere und Fleißigere, derjenige, der die Verantwortung trägt und auf sich nimmt, auch den größeren Teil des Kuchens für sich beanspruchen dürfte. Nochmal: Nicht dass die anderen darben sollen. Nie und nimmer. Aber mitreden sollen sie nicht, wenn sie nichts verstehen und sich im Grunde ihrer Seele auch nicht dafür interessieren, gottverdammt!«
»Ja, so ungefahr hat A.S. wohl gedacht«, sagt Bernhard.
»Und zweifellos hättet ihr die GmbH zusammen gründen können, euch zu Geschätsführern machen, die Gewinne teilen und der Realität endlich eine adäquate Struktur geben. Teilen und herrschen.«
»Ja«, sagt TK schweratmend. »Ja, aber das wollte ich nicht. Das kam mir wie Verrat vor an dem Grundgedanken der Unternehmung. Außerdem haben wir alle sehr ordentliche Gehälter bekommen, und ich hab’ auch beizeiten für eine erstklassige betriebliche Altersvorsorge gesorgt. Mehr brauche ich nicht.«
»Klassischer Denkfehler aller Utopisten der Machtlosigkeit. Zu glauben, es gebe einen endlichen Bestand an Bedürfnissen und alles, was darüber hinausgeht, sei Gier.«
»Ich will gar nicht mit dir darüber streiten, dass die Dinge die Tendenz haben, größer werden zu wollen, und dass nichts schwieriger ist, als sich mit einem Status quo zu begnügen. Worurm‘s mir geht, sind die menschlichen Schäden dieser Vergrößerungs- und Optimierurıgs- und Effizienz- und Kontrollwut. Weil sie so zutiefst unnötig sind. Weil wir fast dreißig Jahre bewiesen haben, dass man gute und sinnvolle Arbeit eben auch ohne Macht leisten kann.«
»Was du sagst«, meint Krüger, »erinnert mich an Utopia von Thomas Morus. Aber der logische Fehlschluss daran lässt sich in einen Satz fassen: There is no free lunch. Sowas wie kostenloses Mittagessen gibt es nicht.«
»Ich kann dir gleich das Gegenteil beweisem, erwidert Bernhard.«
»Ja, aber warte ab, wie du reagierst, wenn ich Geschmack daran finde und jeden Mittag bei euch vor der Tür stehe und es einfordere. Es gibt ein Grundprinzip, das überall wirkt, wo der Versuch gemacht wird, die Macht auszublenden. Es mag gelingen, Hierarchien, Eigentum und Geld abzuschaffen. Aber in dem Maße, in dem die Macht aus den hierarchischen Ungleichheitsverhältnissen verschwindet, kehrt sie durch die Hintertür zurück als strukturelle Gewalt. Es braucht ein rigides System der Überwachung, um sicherzustellen, dass alle sich an die Regeln der Gleichheit, Besitzlosigkeit und Briiderlichkeit halten. Das utopische System kommt nicht ohne drakonischen Strafenkatalog aus. Strafen zu können ist aber einer der Grundpfeiler von Macht. Und eine Quelle permanenter Gewalt. Deshalb lieber eine GmbH mit einem Chef als ein Kollektiv mit einem Revolutionstribunal, das den Eierdieb dann irgendwann einen Kopf kürzer macht, um ein Exempel zu statuieren. Der vermeintliche Verzicht auf Macht kann eine perverse Sache sein.«

Sie kommen ins Haus zurück, wo man gerade für alle, es sind acht oder zehn Personen da, free lunch vorbereitet. Der Hermann, derselbe, der Judith Shklar liest, lauscht dem Gespräch des Joggers und füg seinen Senf hinzu:

»Ich verstehe, was du meinst, Krüger«, sagt er, »aber auf Bernhard bezogen, also auf den Einzelnen bezogen, will das nicht viel heißen. Gewiss, er hätte die Umwandlung des Vereins in eine GmbH zustimmen können, er hätte der Hierarchisierung des Betriebs zustimmen können, aber dazu hätte er ein anderer Typus sein müssen als er ist. Der Bernhard, der diese Dingeaus betriebswirtschaftlicher Logik und Eigeninteresse getan hätte, wäre eben ein anderer Mensch, eine andere Weseneinheit als die, die hier sitzt. Oder besser: Bei der wir sitzen. Und jener Bernhard wäre eben vielleicht niemand, dem andere Werte durch den Kopf gehen als macht und Effizienz. Mit der Konsequenz, dass beispielweise ich hier nicht sitzen würde bei diesem Bernhard. (…) Die richtige Frage ist also nicht die, ob unser Bernhard naiv gehandelt hat und letztendlich selbst Schuld an seinem Schicksal ist, sondern die, welche sonstige Auswirkungen auf das Leben anderer jener Bernhard hätte. Und da scheint die Waage doch sehr zugunsten des Unsrigen auszuschlagen.«


Galiani-Berlin
ISBN: 978-3-86971-139-3
Erschienen am: 16.08.2018
464 Seiten, gebunden mit SU
Preis 24,00 €

Michael Kleeberg, geboren 1959 in Stuttgart, lebt als Schriftsteller und Übersetzer (u.a. Marcel Proust, John Dos Passos, Graham Greene, Paul Bowles) in Berlin. Sein Werk (u.a. Ein Garten im Norden, Vaterjahre) wurde in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Zuletzt erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Preis (2015), den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2016) und hatte die Frankfurter Poetikdozentur 2017 inne.

Reblog: Unser Staubsauger! Wer hätte es gedacht?!

Internet der Dinge

Das verrät Ihr kaputter Staubsauger noch alles über Sie.

Ausrangierte Smarthome-Geräte landen auf eBay-Kleinanzeigen, dem Flohmarkt oder im Müll. Oft haben sie noch viele Daten über ihren Vorbesitzer gespeichert. Ein Hacker hat Dutzende gebrauchte Geräte gekauft – und Erstaunliches gefunden.

Von Judith Horchert, Zehdenick

Alles fing damit an, dass Dennis Giese sich im Jahr 2017 einen Staubsaugerroboter kaufen wollte. Der sollte Gieses kleine Wohnung in Darmstadt säubern, aber weil Giese Spezialist für IT-Sicherheit ist, interessierte ihn nicht nur, ob sein Gerät ordentlich Wollmäuse entfernt. Er wollte wissen, welche Informationen so ein Roboter über seine Nutzer sammelt und an den Hersteller weitergibt. Und das war nicht wenig, wie er später in einem Vortrag auf einem Hackerkongress zeigte.

Doch wie viele der gesammelten Informationen verbleiben auf den Geräten selbst – und was kann man noch auf alten Gadgets finden, die beispielsweise im Internet gebraucht verkauft werden? Giese begann einzukaufen.

Die Geräte von deutschen Nutzern kaufte er auf Onlineportalen. In Boston, wo er ebenfalls zur Cybersicherheit forscht, begab er sich auch offline auf Shopping-Touren: “Da gibt es Technik-Flohmärkte, da findet man einiges. Das meiste habe ich aber in Deutschland gekauft”, sagt er.

Dennis Giese hat inzwischen mehr als 200 smarte Geräte auf Datenreste untersucht

(c) Thorsten Schröder CC-BY 2.0

Rund 200 smarte Geräte besitze er inzwischen, neu oder gebraucht. Staubsauger und Überwachungskameras, Media Player und Drohnen, Kühlschränke, Router, Waschmaschinen und Geschirrspüler sind dabei. “Oft werden die kaputt angeboten, zum Beispiel mit einem Wasserschaden oder einem defekten Motor”, so Giese. “Das ist mir völlig egal, ich will eh nur an die Hauptplatine.” Und die hat es mitunter in sich.

WLAN-Passwörter im Staubsauger, Pornos auf der Playstation

Giese hat zum Beispiel Geräte erworben, die von ihren Vorbesitzern gar nicht zurückgesetzt worden sind. Auf einem Media Player fand er etwa nicht nur eine umfangreiche Porno-Sammlung, sondern auch die E-Mail-Adresse des früheren Besitzers, die mit Googles Play Store verknüpft war.

Als er in der Uni von dem Fund berichtete, erzählte ihm ein Kommilitone, auch er habe auf einer gebrauchten Playstation 3 einmal jede Menge “Erwachsenenfilme” gefunden. Gieses Professor riet ihm, sich nicht durch die Daten des fremden Nutzers zu wühlen, sondern es beim bloßen Fund zu belassen. Das sah Giese auch so.

Dass auf alten Geräten – etwa gebrauchten Festplatten, Rechnern oder Handys – oft noch jede Menge Daten schlummern, ist nicht neu, schon gar nicht in der Hackerszene, bei deren Sommercamp Giese seine Funde vorstellt. Doch gerade bei Smarthome-Geräten bleibt die Gefahr für die Nutzer oft abstrakt: Was kann ein Haushaltsgerät schon über mich wissen?

Auf smarten Kameras fand Giese Videoschnipsel, auf Staubsaugerrobotern Karten der zuvor gesaugten Wohnung. Und weil es sich um smarte Geräte handelt, kam er mindestens an die WLAN-Zugangsdaten – womit sich manchmal viel anfangen lässt. “Viele Menschen benutzen ihr Passwort für mehrere Dienste, und dieses Passwort habe ich dann”, sagt Giese. “Und wenn man eine smarte Glühbirne in den Müll wirft, sollte man dran denken, dass ein technisch versierter Nachbar darüber theoretisch an die WLAN-Zugangsdaten kommen könnte. Und damit hätte er Zugang zum Heimnetzwerk.” Schließlich arbeite er selbst mit bekannten Methoden, im Grunde sei das alles nichts Neues – nur würde die Anzahl der vernetzten Geräte in den Haushalten zunehmen.

WLAN-Daten führten den Hacker zur alten Wohnung des Staubsaugers

In manchen Fällen war es Giese sogar möglich, anhand der WLAN-Zugangsdaten herauszufinden, wo der vorherige Besitzer wohnt. Ein Staubsaugerroboter kam aus Magdeburg, einer aus Hanau. “Bei dem aus Hanau waren zwei WLANs registriert. Mithilfe der Google-Lokalisierungs-API konnte ich bis auf 13 Meter genau herausfinden, wo die Wohnung sein musste”, sagt der Forscher. Das habe sich dann leicht verifizieren lassen, weil im Namen des WLANs ein Teil der Adresse auftauchte.

Keineswegs ist es immer die Schuld der Nutzers, dass auf den Geräten noch viele Daten liegen. Laut Giese ist es oft so, dass ein “sauberes Löschen” für den Nutzer gar nicht möglich ist. Das hänge damit zusammen, welcher Speicher in dem Gerät verbaut sei. “Wenn ich Geräte kaufe, treffe ich meistens auf eine dieser drei Möglichkeiten: Entweder wurde gar nichts zurückgesetzt oder die Nutzer haben es zwar versucht, aber nur oberflächlich etwas gelöscht, beispielsweise die WLAN-Daten. Im dritten Fall haben die Hersteller geschludert, weil sie eine komplette Datenlöschung unmöglich machen”, so Giese.

Den Betroffenen hilft diese Einsicht wenig – schließlich ist jede dieser Varianten unangenehm. Und auch Giese hat keine Lösung für das Problem: “Es wäre aber schon ein erster Schritt, wenn sich die Leute bewusst wären, was so ein Gerät speichert und dass darauf noch einiges zu finden sein kann.”

Er rät davon ab, gebrauchte smarte Haushaltsgeräte zu verkaufen oder weiterzugeben, sofern der Nutzer keine Vorstellung davon habe, welche Informationen sich darauf noch befinden. Oder wenn man nicht mehr in der Lage ist, die Daten zu löschen: “Oft geht das ja gar nicht, weil das Gerät defekt ist.” Da sollte sich jeder Nutzer überlegen, ob er es wirklich “an Bastler” verkaufen möchte – denn “Bastler” sind eben auch so Leute wie Giese. Nur nicht immer mit guten Absichten.

Konstytucja

Ewa Karbowska

PO ZNAJOMOŚCI BO – I PATETYCZNIE PONIEWAŻ

o ile sprzyjają anioły
to kumplem, kolegą ze szkoły
ale – na ogół – bez tego – nieczęsto spotykasz Ją, Jego

no chyba że bywa sąsiadem
o wywiad poprosisz, poradę
przy odrobinie ogłady… z tym jednak też bez przesady

bez nachodzenia natrętów
szacunek
dla wagi urzędu

bo zwykle w normalnym kraju
rodacy Sędziów nie znają
z takimi to wyjątkami gdy sądów są bywalcami –

w PiS-landii?
tak nie da rady
tu razem na barykady

czyś odzian w waciak czy w togę
Ojczyzna ta sama
więc w drogę –

wszak
– choć troglodyci dziś rządzą –
wartością jest praworządność

22.08.2019

Barataria w każdym domu

Ewa Maria Slaska

Pani i pan stoją w pokoju i ściskają się niedwuznacznie. Pan chciałby przejść do działań w pozycji wygodniejszej, ale pani wysuwa się z objęć kochanka (a może zresztą męża) i biegnie do kuchni, aby wyjąć z lodówki globulki ZET. Taka była treść pierwszej reklamy kinowej, jaką zapamiętałam. Zasadniczo bowiem w polskim kinie nie było żadnych reklam, a tylko Polska Kronika Filmowa. A tu reklama. I to taka! O seksie! Nie wiadomo, czy małżeńskim. W kinie. Zapachniało wielkim światem miłości, dorosłości, wolności.

Gdy opowiadam pewnemu bardzo młodemu człowiekowi o tej reklamie, nie chce mi wierzyć, ale nie mogę mu pokazać tej reklamy – nie ma jej w internecie czyli po prostu nie ma już jej na świecie.

Ale to szukanie wprowadza mnie w cały tajemniczy świat peerelowskiej antykoncepcji. Prezerwatywy, które jeśli wierzyć dowcipom, często były wybrakowane, jak przecież cała produkcja komunistyczna. Globulki ZET, ręcznie ugniatane i wyciskane też ręcznie w foremkach do wafelków, jakieś dziwne kapturki.

Z Wikipedii:

Globulki ze środkiem plemnikobójczym wprowadza się do pochwy około 15 minut przed stosunkiem. Pod wpływem ciepła globulka zamienia się w pianę, stanowiącą mechaniczną i chemiczną barierę dla plemników. Przy każdym kolejnym stosunku lub po godzinie od założenia należy założyć kolejną globulkę.

Hasło cytowane przez znajomą chemiczkę – chemia żywi, chemia zdrowi, chemia zapobiega przyrostowi.

Ale to teoria. W kraju panuje ciemnota niebywała. Zdarzają się wypadki połykania prezerwatyw. Użytkownicy skarżą się, że globulki pienią się w… ustach. Kobiety najbardziej wierzą w trzy dni niepłodne przed i trzy po miesiączce, co jest chyba odmianą kościelnego kalendarzyka. Mężczyźni w tak zwaną “ucieczkę” czyli stosunek przerywany. Teraz, gdy szukam filmiku o globulkach ZET, czytam gdzieś, że stosunek przerywany to nie jest metoda zapobiegania ciąży. To ja się pytam – ale co to w takim razie jest? Taka perwersyjna odmiana seksu?

Te i inne rewelacje znajduję w jakimś cytowanym pokątnie artykule Ewy Winnickiej z Polityki.

Eugeniusz Siwik, czytam u pani Ewy, ginekolog, prekursor porodów domowych, także współpracował z Towarzystwem Świadomego Macierzyństwa. Porównałby je do antykoncepcyjnego Don Kichota, który walczy z wiatrakami oporu zogniskowanego wśród nauczycieli, księży czy innych o tradycyjnie wstydliwie ukształtowanych światopoglądach.

Ale zdanie! No, ale pomijając styl, sens jest jasny. O antykoncepcji polskiej myślało się poprzez słowo wstydliwość. Też mówię – cały świat to jedna wielka wyspa Barataria, od początku do końca skłamana i oszukana. Wszyscy się pieprzą, ale wszyscy są wstydliwi.

Winnicka pisze:

Długie lata antykoncepcja była sprawą bardziej wstydliwą niż aborcja. Kiedy kobieta zachodziła w niechcianą ciążę, poświęcała się i rodziła lub szła na zabieg, „bo miała pecha”. Natomiast ta, która zapobiegliwie starała się do niechcianej ciąży nie dopuścić, przy czym interesowała się prezerwatywą lub kapturkiem, uznawana była za osobę o krzywym kręgosłupie moralnym, wspominają seksuolodzy. Takie zainteresowanie oznaczało, że seks nie zdarza się kobiecie mimochodem. O zgrozo, być może jest nawet pozamałżeński i satysfakcjonujący. Słowem: ona interesuje się seksem, a wiadomo, że takimi rzeczami interesują się tylko prostytutki.

PRL cierpiał na seksualną schizofrenię. Z jednej strony o seksie się nie mówiło, a państwo było pruderyjne, z drugiej jednak strony wolny człowiek socjalistyczny miał być naprawdę wolny, a zatem wolno mu było uprawiać wolny seks. Jednak…

Szybko okazało się, że niekontrolowane obcowanie płciowe może rozregulować plany produkcyjne, demograficzne, mieszkaniowe i zaopatrzeniowe państwa. Kobiety miały pójść do pracy, nadmierne rodzenie dzieci wyłączało je z produkcyjnego cyklu, przeludnienie narażało społeczeństwo na niedobory, pokątne aborcje powodowały alarmującą śmiertelność, która w nowoczesnym państwie nie powinna była mieć miejsca. Nowoczesność, tłumaczono, oznacza niewielką liczbę potomków. Jednym ruchem państwo postanowiło zapobiec dzietności oraz zdrowotnym komplikacjom poaborcyjnym.

W roku 1956 wprowadzono prawo usuwania ciąży.

Społeczeństwu starano się więc uświadomić w końcu, że są sposoby, by decydować o własnej płodności. Sposoby te były ciągle wadliwe oraz trudno dostępne. W każdym razie świadomi żenującej podaży w 1958 r. działacze z TŚM własnym sumptem założyli przedsiębiorstwo o nazwie Securitas i uruchomili linię produkcyjną słynnej globulki Zet, a potem innych środków zabezpieczających. Produkcja miała charakter chałupniczy, niewystarczający. Równolegle z produkcją globulki ruszyła akcja „A”. Uprawiających seks traktowano cały czas jak grupę spiskowców. Gazety informowały tajemniczo: Globulka Zet zapobiega. „Nie dawaj dupulki bez Zet globulki” – pouczały podwórkowe wierszyki.

Globulka robiła karierę za granicą. W połowie lat 60 państwo R. pojechali na autokarową wycieczkę do Jugosławii. W schowkach nad siedzeniami upchano handlowy zapas globulek, które jednak pod wpływem południowej temperatury stopiły się i zaczęły kapać na głowy turystów. Ulepione ponownie sprzedano miejscowym amatorom, którzy następnego dnia wrócili z reklamacją. Globulki się pieniły, a ich pozostałości można było znaleźć w organizmie kobiety jeszcze długo po zbliżeniu.

Tylko margaryna mleczna przeciw ciąży jest skuteczna, głosił pewien podwórkowy wierszyk. No, ale może jednak globulkę?

 

Już jesień

Teresa Rudolf

Wewnętrzny album

Wspomnienia różne
z różnych miejsc,
z różnych rozmów.

Smutek, bo było,
bo dawno, bo
tylko w nim??

Plejada osób,
tych też już tylko,
dawno ze zdjeć.

Albumy bardzo pełne,
miejsc, ludzi, czasu,
różnych pór roku.

Obudził się znów
z oczyma pełnymi łez,
jak opium gorzkich.

Za oknem już jesień,
w powietrzu jesień,
w nim też już jesień.

“Całe moje szczęście,
że we mnie jeszcze
te albumy pamięci,

z tym, co było, jest,
takie moje naprawdę,
czas niczego nie odbierze”.

Ray Charles & Mary Ann Fisher – Sweet Memories
Fragmenty filmu To Catch a Thief, z roku 1955 – romantyczny thriller Alfreda Hitchcocka; w rolach głównych Grace Kelly i Cary Grant

Taka para ciut starsza,
a jak kiedyś…

Trzymają się za rączki,
jak kiedyś, pierwszy raz,
dziś, dla pewnosci, wtedy,
by poczuć serc bicie…

Idą powoli, widząc róże
w ogrodach sasiadów,
długo stoją wdychając
ten subtelny zapach.

Stoją w lesie, słuchając
ptaków, toż to dzięcioł,
a to kukułka, to nie wiem
co za jeden, a ty?

Patrzą na rybki w małej
rzeczce, są takie szybkie,
kolor jak te kamyki,
a tam, taka malutka.

Wracają do domu tacy
znów szcześliwi, znów,
i znów, tak długo, jak
długo będzie kogo,

…trzymać za rękę.


Uwaga –  jak zawsze u Teresy Rudolf, również ten post to wpis autorski; Rudolf sama wybiera oprawę muzyczną, filmową bądź fotograficzną każdego swojego wpisu

Donkichoty za płoty (Barataria)

Ewa Maria Slaska

Tyle się tego nazbierało przez to lato, że nie wiadomo, w co ręce włożyć. A więc znowu bez ładu i składu kolejna porcja dowodów, że Don Kichot jest wszędzie, mimo że nikt go przecież nie czyta.

Proszę, fragment tekstu zacytowany na Facebooku przez Justynę Sobolewską. Jak schować pieniądze, żeby nikt nie znalazł:

– Hajs masz przy sobie, tak?
– Nie… Schowałem w tym starym wydaniu Moby Dicka.
Tym, co się rozpada, z Penguin Books. Błyszczące książki w miękkich okładkach ktoś mógłby gwizdnąć, ale Melville jest obszarpany. A Zbrodnię i karę mam po rosyjsku, tego też nikt nie tknie!
– Co? Nie masz kasy przy sobie?
– Wziąłem tyle, co na wydatki. I wydałem.
– No nie!
– I jeszcze schowałem trochę w Don Kichocie z Taniej Książki, tam też nikt nie będzie szukał.

Jachym Topol, Wrażliwy człowiek, przeł. Dorota Dobrew, Wydawnictwo Czarne

No cóż. Nie byłabym taka pewna. Kiedyś, dawno temu, opiekowałam się przez miesiąc pewnym mieszkaniem. Utarło się, że wieczorami na lampkę wina wpadali niemieccy sąsiedzi. Kiedyś rozmowa zeszła na to, czy warto jechać do Polski, wyjęłam z półki atlas samochodowy Polski (taki podłużny w brązowej plastikowej okładce – wszyscy, co żyli w PRL-u muszą pamiętać ten atlas). Sąsiedzi wzięli na kilka dni atlas do domu, żeby sobie spokojnie postudiować trasy i odległości. Pożyczyłam im ten atlas bez jakiejkolwiek głębszej myśli – byliśmy osobami czekającymi na azyl. Nasi sąsiedzi Niemcy mogli jechać do Polski, my – nie. Pożyczyłam i zapomniałam. Sąsiedzi też zapomnieli, tak to bywa z książkami. Właściciel mieszkania i atlasu wrócił, ja się przeniosłam do siebie. Po kilku dniach telefon. Gdzie jest atlas!? Gdzie jest atlas?! Na moje szczęście atlas spokojnie leżał u sąsiadów, a pod okładką nietknięte (bo niezauważone) spore oszczędności.

Obraz przedstawiający koszulkę z Don Kichotem Picassa, wystawiony w Domu Kultury Klub Skolwin na Skolwinie (dzielnica Szczecina); Marek Maj, poeta, kierownik kulturalny tej szacownej placówki im. Don Kichota (o czym już pisała Ela Kargol), podpisał to zdjęcie na Facebooku: Kolega z pracy z kolegą

***
Kolega, ach tak. Kilka dni temu, też przy okazji jakiejś kolacji z winem kolega (inny) zapytał, czy już wreszcie przeczytałam książki Marca-Uwego Klinga o kangurze. Doradza mi to już od roku i doprawdy się na mnie obrazi, jeśli tego wreszcie nie zrobię. Następnego dnia wśród książek wyłożonych do zabrania u mnie w domu na klatce schodowej znajduję odpowiednią książkę, a w niej we wstępie zdanie wygöoszone przez kangura:

So nehmt für Euren Prolog doch einfach die Vorrede aus Leben und Taten des scharfsinnigen Edlen Don Quijote de la Mancha und tauscht ein paar Schlüsselwörter aus.

***
Kolejny kolega, znowu na Facebooku, Jarek Łukasik (jego też już TU prezentowałam), ale to nie on jest autorem tej oto “mądrości ludowej”:

A jak myślicie – kto to wymyślił? No?

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Ale to oczywiście głupota, wynagródźmy ją więc sobie tym (pseudo)renesansowym Don Kichotem, spotkanym w Krakowie w Muzeum Europeum (Paul Emile Machault, Don Kichot, ok. połowy XIX wieku). Na stronie muzeum Dorota Dec pisze:

Don Kichot, bohater wydanej w 1605 roku słynnej powieści Miguela de Cervantesa, jako pełen fantazji romantyczny rycerz, zapalczywie walczący z wiatrakami, a także obrońca wszystkich uciśnionych, stał się z czasem symbolem europejskich idealistów podejmujących się zadań przerastających ich siły, bądź wręcz niewykonalnych.

 

 

 

 

 

 

 

Z kolei w Warszawie na wystawie grafiki w Zachęcie dwa Don Kichoty Stefana Rassalskiego z lat 60. A w sieci znalazłam jeszcze jedną grafikę z tego cyklu.