Es fügte sich so…

Ewa Maria Slaska

Über die Zufälle

Ab und zu schrieb ich oder meine AutorInnen über Zufälle. Aber das Thema kehrt immer wieder zurück. Die Pragmatiker sagen, man lebe umgeben von sovielen Eindrücken, Items, Menschen, Ideen, Gedanken, Bildern oder Zahlen, dass IMMER irgendetwas zu irgendetwas anderen “passt”. Die Irrationalisten kontern, dass doch jeder von uns selber beweisen kann, dass ab und zu hintern den bizzarren Zufällen ein Sinn steckt, der für uns von Bedeutung ist  oder uns gar in unserem Leben weiter führt und neue Perspektiven öffnet. Es fügt sich, so zu sagen…

Diesmal fügte sich zuerst ein Telefongespräch mit einem Unbekannten.
“Mein Name ist Peter Kleinfeld”, sagte er auf Polnisch mit leichten deutschen Akzent. “Ich habe für sie eine Graphik von ihrer Mutter. Wollen Sie sie haben?”
“Ja”, sagte ich. “Klar will ich sie haben.”
Es war Mitte Dezember.
“Ist wunderbar”, sagte Herr Kleinfeld, “jetzt habe ich aber keine Zeit. Ich melde mich wieder im Januar”.

Er tat es. Wir trafen uns vorgestern, gingen im Fliegersiedlung spazieren, die voller Blumen war. Ich zeigte meinem Gast verwelkte, aber immer noch volle Blumen Sommerrosen,  Herbstaster, blühende Winterjasminsträuche und schon Frühling ansagende Winterlinge. Kaffee habe ich zuhause, wir kauften untwerwegs Milch und Berliner und gingen hoch in meine Wohnung.

Erst dann sah ich mir, was Peter (wir nannten uns noch Frau Slaska und Herr Kleinfeld) mir mitgebracht hat. Es war die alte Graphik meiner Mutter, Irena Kuran-Bogucka, eine der ersten schwarz-weissen grob gehauenen Holzschnitte. Vorher waren die Bilder, die Mama machte, entweder ja schon schwarz-weiss, sie wirkten aber eigentlich grau – es waren Stahlstiche und so wie die Technik es verlangt mit dichten dünnen Linien aufgebaut, oder waren sie schon Holzschnitte, aber immer noch mit sehr dünnen Linien gezeichnet und im weissgesprenkelten Hintergrund leuchtend hlellblau. Von der ersten Technik habe ich eigentlich in Erinnerung nur Mamas Diplomarbeit, ein Bild von ihr im Atelier, wo man diese Stahlstiche fertigte. Die blauen müssten mehrere gewesen sein, ich weiss aber heute nur noch von zwei, ein laubloser Baum in einer Schneelandschaft und die Treppen von Veliko Tarnovo, die älteste und hübscheste Stadt in Gebirgen Bulgariens. Jetzt erkenne ich die Treppen wieder, aber das Bild ist völlig anders, schwarz-weiß, mit breiten Meisel im weichen dicken Lindenbrett gehauen. Ich weiss es nicht, aber durch Wiederholung des Themas in einem anderem Metier komme ich an Gedanke, das es vielleict das erste Mal gewesen ist, dass Mama die neue Technik und neue Arbeitsweise benutzte. Danach sollte sie mindestens zwei Jahrzehnte so gearbeitet haben.

Peter und Ewa (wir dutzen uns schon) und dazwischen, hinter an der Wand das Bild Veliko Trnovo.

Das ist mehr oder weniger diese Strasse:

Es bleibt natürlich zuerst unbeantwortet die Frage, woher Peter das Bild hat? Wir dutzen uns schon und sprechen abwechselnd Deutsch un Polnisch. Peters Polnisch ist erstaunlich gut, obwohl er die Sprache vor halbem Jahrhundert erlernt hat und seitdem selten benutzte. Um sich an das Treffen mit mir vorzubereiten las er vier Tage lang das einzige Polnische, was er zu Hand hatte und dies war ein Polnisches Büchlein: Rozmówki Polsko-Francuskie, eine aus kommunistischen Polen stammende Erfindung, kleine Bücher, die alle Rozmówki hiessen, Gespräche also in verschiedenen Sprachen, kleine Produkte der kommunistischen Buchindustrie, Sprachführer, die allesamt die rauhe Tatsache nicht beachten wollten, dass wir in der Volksrepublik Polen kaum wohin fahren dürften.

Das war in der DDR noch schlimmer. Es war das Jahr 1965, Peter, Geburtsjahr 1939, hat gerade sein Studium der Anglistik und Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin abgeschlossen und wollte per Anhalter nach Polen. Er kannte dort niemanden und auch die Sprache nicht, dazu noch per Anhalter, etwas was in Polen zu dieser Zeit absolut “in” war und Autostop hiess. Wir hatten sogar ein Lied darüber, gesungen von Karin Stanek, erster polnischen Sängerin, die sich von der Politik gar nichts machte. Jede vor uns wollte so sein wie sie.

Text versprach, dass man per Anhalter in ganz Europa fahren konnte. Es war das Jahr 1963, ob Peter dank Karin Stanek nach Polen kam?
Weiß ich nicht und kann nicht nachfragen. Erst jetzt, als ich das schreibe, stelle ich fest, dass Peter zwar meine Adresse und Telefonnummer kennt, ich aber seine Contacting-Angaben nicht habe. Ich weiss nur, dass er weder Handy noch Internetzugang besitzt und irgendwo in der thüringischen Pampa wohnt. Und ist in Thüringen der Erste im 100-Meter-Lauf in seiner Alters-Klasse. Muss stimmen, fit ist er.

Bevor er nach Polen fuhr, fand man doch irgendein Kontakt dort. Die Familie wohnte in Sommerfeldsiedlung in Kleinmachnow und war, wie viele dort, antroposofisch im Sinne von Rudolf Steiner orientiert  (sind sie eigentlich bis heute). Dort kannte man einen polnischen Mathematik-Professor, Moren, der unter den gleichgesinnten polnischen Gärtner die antroposofischen Kalender verteilte. So kam der Junge unter die polnischen Antroposophen. Der Professor schickte ihn weiter zu Maria Hiszpanska-Neuman, selber Antroposophin, aber dazu noch Grafikerin und obendrein Freundin meiner Mutter. Daher gab es schon in diesem Blog zwei Beiträge über sie: HIER und HIER.

So hat es sich eben gefügt, dass Peter, den man schon in Warschau Piotr nannte und dem man schon einen Spitznamen zugab: Kot Poliglot, zu uns nach Danzig kam. “Kennst du mich? erinnerst du dich an mich?” fragt Piotr. Ich schaue ihn an und sehe nichts Familieres zu dem, was ich 1965 kannte. “Nee”, sag ich. Er war damals 26, ich 16 – ein Generationsunterschied. Er behauptet aber, er kann sich an mich erinnern und an meinen ersten Freund, Zygmunt. Ich entdecke ihn erst, als wir über komischen Sprachfehler sprechen, die jede macht, wenn er die fremde Sprache lernt. Ich erinnere mich an einen jungen Mann aus der DDR, der schon bißl Polnisch sprach und schönes Versprechen produzierte: statt na razie zu sagen, was “bis bald” bedeutet, sagte er zarazie – was im Dativ, Ansteckung ist.

Er kaufte sich tonnenweise Bücher, vor allem englische, die man bei uns im Klub Międzynarodowej Książki i Prasy kaufen konnte, dem Klub der Internationalen Presse-und Buch, aber auch in Antiquariat, und die in der DDR nie und nirgendwo z haben waren, und die Mauer stand schon da, dh. nach Westberlin konnte man schon auch nicht mehr. Als er nach Hause fuhr, packte er seine Reisetasche voll mit den English Books und deckte obendrauf nur sparsam mit der schmutzigen Wäsche. Eine Methode, die wir im Osten damals alle benutzten.

Als er wegfuhr, gab ihm meine Mama ihre Graphik, die ich jetzt, nach mehr als 50 Jahren, bekommen habe. Es fügte sich so…

So weit für heute, zarazie

Na Saksy 4 Über die Märchen

Łucja Fice

Die letzten Tagen

Dieser Nachmittag war nicht angenehm. Elvira wusste sich für meine freien Stunden zu revanchieren. Sie schickte mich in den Keller, ich sollte den Fußboden wischen, die Regale sauber machen und zweihundert Gläser mit Eingemachtem einsortieren, die vorher sorgfältig geputzt werden mussten.

“Alles muss sauber sein, alles muss tipptopp sein”.

Ich widersprach nicht. Das Alter besiegte mein ich. Diese deutsche Gründlichkeit fand ich entsetzlich. Da half mir aber meine Gewitztheit. Irgendwie musste ich das packen. Ich wickelte ein Buch ins Wischtuch ein und steckte es in die eine Schürzentasche, in die andere kam eine Taschenlampe und holte den Wassereimer und den Mopp aus der Besenkammer.

“Ich gehe in den Keller!”
“In einer Stunde musst du alles schaffen”, erwiderte die Alte hart.

Das war eine angenehme Lesestunde. Ich fühlte mich wie ein kleines Mädchen, dem man das Lesen verboten hat und das es heimlich tun muss. Als ich Elvira die Treppe runterkommen hörte, schaffte ich es, den Fußboden nass zu machen und mit dem Tuch über die Regale zu fahren. Der Betrug war gelungen.

***

Nur noch drei Wochen bis zum Vertragsende. Ich wollte keinen Ärger. Ich fasste den Entschluss. Morgen rufe ich die Agentur und die Tochter der Alten an. Ich wollte nach Hause. Die unwiderrufliche Entscheidung stand fest.

Nach zwanzig Uhr stand das Gießen der Rabatten auf dem Programm. Ich schleppte die Kannen mit zehn Litern Wassern, so dass meine Wirbelsäule quietschte. In diesem Moment hätte ich die Alte ermurksen können. Ich verwarf diese unschönen Gedanken und begann zu singen. Ich wusste es! Meine Heiterkeit würde sie erbosen. Ich reizte sie bis zur Weißglut.

“Schrei nicht so rum!”, brüllte Elvira aus dem Fenster und schaute mich verächtlich an. Sie sah aus wie eine böse Hexe, die sich zum Fotografieren aufplusterte. Die abgewetzte Schürze passte ideal zur abgemergelten Figur dieser langnäsigen Xanthippe. Es fehlt nur noch, dass sie mir einen roten Apfel aus dem Fenster zuwirft, den ich esse, mich vergifte und zu singen aufhöre.
“Willst du mich bezahlen, wenn ich aufhöre?”, entgegnete ich.

Ein anderer hätte wenigstens gelächelt, aber doch nicht diese alte Frau, die Fröhlichkeit unmoralisch fand und sich an Traurigkeit und Tränen ergötzte. Ich war aufgebracht und sang weiter. Die Alte donnerte das Fenster zu. “Hab’ ich denn so falsch gesungen? Mein Gott! Warum bedachtest du mich mit keiner Begabung, auf der ich mein verdammtes Leben stützen könnte”, sagte ich laut.

Uff! Die Arbeit war erledigt, der nächste Tag vorbei und trotzdem dachte ich, ich sei verrückt, dass ich diesen Vertrag nicht sofort kündige.

***

An diesem Tag hatte die Alte einen Termin beim Augenarzt. Ich hatte also frei und konnte sogar telefonieren. Dem Opa tat es auch gut, er bekam rote Wangen, lächelte, trank Wasser und aß die Süßigkeiten, die ich ihm anbot, wofür er sich mit Augenbewegungen bedankte. Ich freute mich darüber. Ich wusste, dass er die Augenblicke liebte, die er mit mir allein verbringen konnte. Seine Frau schenkte ihm sowieso keine Aufmerksamkeit. Er war für sie wie Luft, ein Mann ohne Eigenschaften, er blieb immer im Hintergrund. Ich nahm es dieser Hexe übel, dass sie ihren eigenen Mann so schlecht behandelt, ich war oft frustriert darüber. Für mich war er wertvoll, wie jeder ältere Mensch. Diesen Wert fühlte ich mit den Sinnen, unterhäutig. Ich sah seine innere Ruhe, die zwar zuweilen verflog und in Unruhe oder gar Aggressivität umschwenkte, wenn er mir seine geballten Fäuste unter die Nase hielt. In solchen Augenblicken erklärte ich mir das Verhalten meiner Schützlinge mit ihrem Alter, ihrer Krankheit und Schmerzen. Er hatte ungewöhnliche Augen. Ich schaute gern in diese scharf blickenden Katzenpupillen. Ich wusste ihn zu schätzen und es schmerzte mich, wenn Elvira ihren Mann ein ‘altes Schwein’ schimpfte.

***

Es blieb mir jedoch nichts anderes übrig, als die Agentur zu bitten, den Vertrag zu kündigen. Über diesen Entschluss informierte ich sie telefonisch.

“Ich will nach HAUSE, nach HAUSE!”
“Gabriela, wir beenden diesen Vertrag! Diese Familie verzichtet auf die Dienstleistungen unserer Agentur, also können wir niemanden an Ihre Stelle schicken.”
“Warum?”
“Wir glauben, es wird den Leuten zu teuer.”
“Also muss ich bis zum Schluss bleiben?”
“Genau! Ist aber bald vorbei”, tröstete mich Joanna. Meine Augen wurden feucht vor Ärger. Ich rief die Tochter von Elvira an. Ich hörte sie lallen und verstand nichts, bis auf das, dass sie betrunken ist. Also hatten die Nachbarn doch Recht, dass die Tochter Elviras Alkoholikerin ist, die nie nüchtern wird und dass ich mich nie mit ihr verständigen kann. Ich war sechs Wochen dort und sie verspürte nicht ein einziges Mal das Bedürfnis, ihre Eltern zu besuchen. An diesem Abend wollte ich nicht allzu früh ins Bett, ich legte mich auf Sofa. Die Gedanken in meinem Kopf flogen wie Billardkugeln umher. Im Zimmer befand sich nichts außer der Farbe an den Wänden. So schien es mir zumindest. Mich umspann Langeweile, bis ich etwas wie Flüstern vernahm. Es kam wie aus einem fahrenden Zug, der ruckelte und ratterte. Ich schlief nicht. Obwohl sich Träume bei mir plötzlich einstellen, war ich diesmal hellwach. Ich sah einen Menschenfluss, der über Felder auf mich zukam. Ich schaute sie mir an, wie einen bunten Katalog, in welchem mich die Anzahl der Kleider, Blusen und Hosen entzückte. Über ihren Schultern sah ich etwas oder jemanden, den ich nach der Rückkehr in die Realität vergaß, obwohl mir dieses mit den Sinnen registrierte Bild so realistisch erschien. Ich merkte mir eine weiße, dunkelblau gestreifte Bluse. “Was war das?”, fragte ich mich später.

***

Uff! Ich hab’s geschafft. Der Vertrag ist zu Ende. Mein Koffer steht gepackt in der Diele. Nur noch das letzte Abendessen und das Taxi bringt mich zur Bushaltestelle, ich steige in den Sindbad-Bus und es geht… nach HAUSE. Ich warf den letzten Blick auf mein Zimmer. Ich tanzte meinen Freudentanz und verabschiedete mich von den Wänden. Obwohl ich hier zwei Monate nächtigte, war die Spur, die ich in diesem Zimmer hinterlasse zu zart und zu flüchtig, als dass sie von jemanden vernommen werden könnte. Nicht einmal einen Geruch werde ich hier lassen, denn dieses Zimmer hat mich nicht richtig verinnerlicht. Ich hatte den Eindruck, als verließe ich leere Wände. Ich dachte an Elvira: “Eine furchtbare, alte Frau, die mich fertig gemach hat.” Ihre Verachtung einer Pflegerin gegenüber resultierte vermutlich aus der Sehnsucht nach der Jugend (irgendeinen Grund muss es ja dafür gegeben haben). Ich freute mich, dass ich nicht mehr jeden Tag ihrem Gejammer zuhören, ihre gealterte Haut sehen, den Geruch ihres Schweißes im ganzen Haus einatmen, ihre Sprüche ertragen und ihren Befehlen gehorchen muss. Ihr Lachen, das gar keine Freude versprühte, sondern erzwungen war, verunsichert mich sogar jetzt, als ich das schreibe. Im Grunde waren wir doch beide lächerlich. Zwei alte Frauen, die eine nur etwas jünger als die andere! Wie immer, versuchte ich, alles Unangenehme zu verdrängen. Ich schloss eine Tür hinter mir, die ich nie wieder öffnen werde und ging zum letzten Abendmahl.

Die Alte fragte mich nach meinen Wünschen.

“Was wirst du mit dem verdienten Geld machen? Was würdest du tun, wenn du mehr hättest?, fragte sie, schief lächelnd.
“Musst du auch jetzt noch gehässig werden? Ich habe es doch redlich verdient, also ist es nicht deine Sache.”
Die Seniorin brachte mich zum Taxi, das vor dem Haus wartete. Sie bezahlte die Fahrt, dann verabschiedeten wir uns.
“Behalte uns in guter Erinnerung!”, bat sie. “Entschuldige, dass du schwer arbeiten musstest, aber ich habe dich doch dafür bezahlt.”
Elvira zog aus dem Körbchen ihres Rollators ein schwarzes Täschchen, das mir schon früher aufgefallen ist.
“Das ist für dich, für den Silvester deiner Träume”.
Ich spürte eine angenehme Wärme in der Herzgegend, nichts Besonderes, aber wohlig eben. Das Täschchen schien mir irgendwie magisch. So eines würde ich nirgends zu kaufen bekommen.
Diesen Vertrag überlebte ich wie eine schwere Krankheit. Aber bevor ich zuhause ankam, waren alle Plackereien und Unannehmlichkeiten vergessen. Diese Fähigkeit, vergessen zu können, freute mich. Ich war zufrieden, dass ich die Alte, die Macht über mich hatte, besiegte. Und diese Zufriedenheit war das Wichtigste.

Zu Hause

Mein Mann war nicht auf meine Ankunft vorbereitet, wie letztens übrigens immer. Ich habe diese Veränderung bemerkt. Ich bat ihn, mir einen Kaffee zu machen. Ich lächelte mein Schicksal an, ich hatte Arbeit, ich war gesund. Und nach dem Frühstück folgte das große Auspacken.

“Und das ist das magische Täschchen für dem magischen Silvester.” Ich warf es auf den Tisch und widmete mich wieder dem Leeren meines Koffers.
“Weißt du überhaupt, was in dieser Kosmetiktasche drin ist?”, fragte mein Mann
“In welcher Kosmetiktasche?”
“Na in diesem Täschchen.”
“Was soll denn da drin sein?”
“Schau ‘mal.” Mein Mann holte ein Geldbündel raus und breitete die Scheine wie Spielkarten auf dem Tisch aus. Er zählte. Ich stand wie versteinert da. Ich traute meinen Augen nicht. Es waren sechzig Fünfeuroscheine. Ich begriff, dass die Frau jeden Tag fünf Euro sparte, um mir zum Abschied eine Überraschung zu bereiten und das Sparen schmackhaft zu machen, wovon sie ja so viel hielt. Ich war gerührt. Nun verstand ich, was Elvira meinte, als sie sagte:
“Was würdest du tun, wenn du mehr Geld hättest?” Ich weiß noch, was ich damals gedacht habe. Dieses Märchen kam also auf meine persönliche Bestellung, dessen war ich mir vorher gar nicht bewusst. Eines ist aber sicher! Man bekommt kein Geld für umsonst. Das ist die dritte WAHRHEIT, die ich entdeckte, obwohl ich es eigentlich immer wusste. Ich dachte: “War es mein Wunschdenken, das diese Belohnung erwirkt hat?” Existiert in dem uns umgebenden elektromagnetischen Feld wirklich ETWAS neben mir? Ist die Welt vielleicht ein Spiegelbild meiner Träume? Oder der Punkte in meinem Inneren? Ich erinnerte mich an die Worte meiner Mutter: DAS LEBEN LIEGT HINTER DEM KRISTALLSPIEGEL. Oder bin ich vielleicht ein kosmisches Spiel, Teil eines Hologramms und das Leben ist eine Magie?

Ich ließ diese Gedanken fallen, setzte mich hin und sagte zu meinem Mann: “Liebling! Vielleicht sind es die Quanteneffekte, die die Türen zum freien Willen öffnen und Möglichkeiten zur Wunscherfüllung liefern? Vielleicht hängt alles von uns selbst ab? Wir bestehen doch aus Gedanken und Gedanken sind eine Art von Wellen.”
“Du glaubst wohl an Märchen? Du denkst doch nicht logisch. Zum Denken verwendet man doch das Gehirn. Unsere Welt wird, mein Dummchen, von physikalischen Gesetzen regiert, die unter jeglichen Bedingungen objektiv und verifizierbar sind.”
Ich war da anderer Meinung.
“Du weißt doch ganz genau, dass nicht nur Philosophen, sondern auch moderne Wissenschaftler das Kausalgesetz und die materielle Welt anzweifeln, so wie sie von dir, von uns allen wahrgenommen wird. Angezweifelt wird bereits das Paradigma, nach dem unsere Welt ewig ist, mein Lieber. Die Theorien von Newton und Einstein sind zwar richtig, aber inkomplett. Unsere Welt ist komplizierter und unvoraussehbarer als es die größten Denker früher annahmen. Na gut! Du glaubst an die rationale Ordnung der Dinge, wo es keinen Platz für übernatürliche Phänomene gibt. Und ich denke, dass die Quantenphysiker schon bald eine vernünftige, wissenschaftliche Erklärung für diese, doch in der Natur stattfindenden Prozesse und Erscheinungen finden werden.”
“Ja, meine Liebe, ich bin ein Materialist und Rationalist. Und solche Menschen lassen keine anderen Erklärungen gelten als die, die der gesunde Menschenverstand liefert.”
“Hör’ einmal zu, du Dämlack…”, revanchierte ich mich. “Allein die Tatsache, dass diese komische Welt, das Leben und unser Bewusstsein entstanden, ist unwahrscheinlich genug und trotzdem akzeptierst du das. Ich akzeptiere mein übernatürliches Element, das heißt meine Träume und andere Geisteszustände. Die wirkliche Natur der Welt ist noch nicht erforscht, also sei dir nicht so sicher.”
Ich kannte meinen Mann und wusste: wenn er an seinen Daumen zupft, dann heißt es, dass er sich stark konzentriert.
“Und was mein Gehirn anbetrifft – ich leihe mir von dir die Fernbedienung mit Zugriff zu deinem Kopf.”
Er stand auf, trat an mich heran und nahm mich in seine breiten Arme und ich ließ mich umarmen. Damit war die Diskussion beendet.

***

Der Bus fuhr weg und ich stand mit meinem Koffer da und schaute mir das zweistöckige, vornehme, mit einem Gitter aus Gusseisen umsäumte Haus an. Die dekorativen Spiralen und spindelförmig gebogenen Stäbe ließen keinen Zweifel daran, dass die Umzäunung nicht allein als Zierde gedacht war. Ich konzentrierte mich. Meine langjährige Erfahrung im Arbeitstourismus lernte mich, über die Qualität des Vertrages erst nach einigen Tagen zu urteilen. Und mein Instinkt gebot es mir, im Gedächtnis zu wühlen.

Hinter dem Tor wartete eine neue Welt und ein neues Märchen auf mich. “Wer werde ich hier sein?”, dachte ich, bevor ich auf die Klingel drückte. Ich war froh gesinnt und optimistisch eingestellt. Vor einiger Zeit habe ich ein neues Programm in meinem Kopf eingespeichert: Null Angst, keine unerwünschten Vorstellungen, keine negativen Gedanken. Die Welt ist schön und sie wird dich schon eines schönen Tages von selbst anlächeln, in dem Moment, wo du es gar nicht erwartest. Ich las die Inschrift, die auf dem Schild am Tor eingraviert war:

DU SIEHST MICH NICHT, DU HÖRST MICH NICHT, ABER GLAUB MIR, ICH BIN DA”.

Mein neuer Koffer war leichter als sonst und ich war auch leicht, innen fast leer. Das erste Klingeln, dieser erste Moment, der für die Qualität des Vertrags ausschlaggebend ist. Oben auf der Hauswand stand das Baujahr: 1834. Ich hob den Blick, schaute mir das Haus mit den eingebauten Holzbalken an. Ein neues Dach. Hölzerne, dunkelblaue Außenjalousien machten das Haus noch reizvoller. Achtzehn Uhr.

Also soll das neue Märchen geschehen, denn das Leben ist für mich nur noch ein Märchen. Ich wunderte mich regelrecht, dass in mir nichts aufstieg, keine Angst, keine Furcht.

Irgendjemand machte das Tor auf und… fünf Personen kamen aus dem Haus, um mich zu begrüßen. Plötzlich standen auch zwei Hunde da. Erst jetzt verstand ich die Inschrift auf dem Schild am Tor. Die Hunde begrüßten mich wohlwollend und wedelten mit den Schwänzen. Alle lächelten mich an. Ich revanchierte mich und verschenkte auch das Beste, was ich in diesem Moment hatte. Die Begrüßungszeremonie prägte sich wie ein goldenes Siegel in meiner Seele ein. Ich fühlte mich so, als hätte dieses Haus auf mich gewartet.

Ich bin Klaudia, die Tochter vom Heinz, den du betreuen wirst. Papa ist noch im Pflegeheim. Wir holen ihn am Montag ab.

Dann kam Martin, Klaudias Mann und ihr Bruder Thomas mit seiner indischen Frau dran. Vor dem Haus wuchsen zwei große Palmen. Martin nahm meinen Koffer. Wir gingen hinein.

Das Gästezimmer war voller Blumen und ich fühlte mich, als hätte mir jemand einen Kranz aus Tausendschön aufgesteckt. Ich fühle mich damals wirklich wie ein Tausendschön und bedankte mich beim Schicksal für diese herzliche Begrüßung. Ich hatte keine Angst, so bekam ich das, was ich wollte.

“Ich heiße Helga, mein Mann hatte einen Schlaganfall”, im Gesicht der Frau malte sich Unsicherheit und Bangigkeit.
Für ihr Alter sah sie sehr gut aus. Es war keine gebückte Fünfundsiebzigjährige, sondern eine attraktive Frau. Ich reichte ihr die Hand und sagte tröstend:
“Machen Sie sich keine Sorgen, es wird alles gut werden. Ich habe zehn Jahre Erfahrung im Umgang mit kranken Menschen.”
“Oh! Gott sei Dank!”
“Aber… Mein Deutsch ist keineswegs perfekt, mit der Grammatik hapert es. Dafür ist mein Wortschatz recht groß, so dass ich mich gut verständigen kann. Ich spreche auch Englisch.”
“Wunderbar!”, sagte Martin. “Wir sprechen alle Englisch.”
“Na, dann hätte ich es nicht besser treffen können”, ich verschenkte mein Lächeln und wusste genau, wie die Konversation aussehen wird. Doppelsprache, Denglisch, also so, als würde ich eine neue Sprache kreieren. Ich bin die Schöpferin einer neuen Sprache, der Gabi-Sprache.

Das Gespräch war eine Wonne. Ich erzählte von mir, von meiner Kindheit und vom Kindergarten, als die Erzieherin zu mir sagte: „Gabi! Du wirst einmal eine Pflegerin oder eine Ärztin werden.” Ich konnte wirklich gut umgehen mit den Kleinen. Ja! Ich wollte immer Ärztin, Kinderärztin werden und wurde Chemikerin. Diese Erinnerung war dann lange verschüttet, sie kam erst wieder hoch, als ich Pflegerin wurde. Helga erzählte von ihrer Familie, über ehemalige Pläne, Träume, über den Umzug in dieses große Haus. Es machte Spaß, ihr zuzuhören. Thomas, der Sohn Helgas, machte einen unbekümmerten Eindruck, er wirkte so, als hätte er nie im Leben irgendwelche Probleme gehabt. Ständig lächelnd bedachte er uns mit witzigen Sprüchen und ich ließ sie alle in meine etwas irrationale Welt hineinblicken. Ich dozierte, dass das Leben keine Schicksalsfügung ist, sondern dass wir es selbst gestalten. Und diese Realisten hörten mir zu, als würde ich eine neue Pforte vor ihnen öffnen. Ich wollte Helga vor allem Schlimmen beschützen, was auf sie zukommen würde als der gelähmte Ehemann zurück nach Hause komme. Immerhin bin ich ja deswegen zu ihnen gekommen.

Somit beenden wir diese kleine Reihe der Texte aus dem neuen Buch von Łucja Fice über ihre Erfahrungen als, wie sie es selber sagt, Arbeitstouristin in Deutschland. Frühere Beiträge findet man HIER, HIER und HIER. Das Deutsch ist von Małgorzata Behlert. Will man mehr lesen, muss man es entweder auf Polnisch machen oder einen Verlag überzeugen, dieses Buch zu verlegen. Das werden wir alle herzlich begrüssen, die Autorin, die Übersetzerin und ich, die Administratorin dieses Blogs.

Na Saksy 3 – Und wieder ein Besuch bei den Reichen

Łucja Fice

Ilona

Ich bog von der Strasse ab, die mich jeden Tag in die Maisfelder führte, das war mein ritueller Spaziergang. Dann machte ich doch einen Abstecher und ging zu Ilona. Ich wollte mit jemandem polnisch sprechen, auch wenn’s der Teufel selbst sein sollte. Immerhin hat mich Ilona zum erneuten Besuch eingeladen. An diesem Tag dachte ich überhaupt viel an sie, irgendwie gab es eine Ebene, die uns verband. Ich fühlte mehr, als ich wusste, dass ich sie besuchen muss.

Ich ging durch die Gartenpforte hinein. Die Haustüren standen weit offen. Der Ingenieur saß im Sessel und rauchte. Er war traurig, niedergedrückt und irgendwie älter, als an dem Tag, als ich ihn kennenlernte. Die Tür zu Ilonas Zimmer war auf. Ich schaute hinein. Ilona schlief tief, mit einer Weinflasche in der Hand.

“Hallo, Ilona!” Ich musste schreien, der ihr Radio war voll aufgedreht. Sie wachte auf und setzte sich hin.
“Ach, du bist das! Shit, wozu bist du denn hergekommen? Na gut! Wenn du schon da bist, kann ich dich ja kaum fortjagen. Weißt du was? Ich bin heute besoffen, wie ‘ne alte Nutte.” Sie guckte mich mit einem melancholischen, mädchenhaften Lächeln an und fragte: “Willst du auch?”
“Mach’ mir bitte einen Kaffee.”

Ilona versuchte aufzustehen, sie wankte, sie kam einfach nicht ins Gleichgewicht.

“Scheiße, hilf mir doch!” Ich musste sie festhalten, sonst würde sie umfallen. Ich glaubte meinen Augen nicht.
“Ich hab’ getrunken, weil ich dieses Leben einfach satt habe. Ich will nach Hause, zu meiner Familie! Ich will vergessen, dass ich hier bin! Was soll dieses beschissene Leben hier überhaupt?”

Als ich die Worte nach HAUSE hörte, durchzuckte mich ein merkwürdiger Krampf. Ich fühlte einen entfernten Geruch, oder vielleicht nur eine Emanation, etwas im Sinne der Erinnerung an bestimmte Dinge, die das Wort ZUHAUSE ausmachen.

“Damit du etwas zu meckern hast!” Mir kam nur das in den Sinn.
Bis du aber klug. Wie Thales von Milet.”
Nein! dachte ich, wie eine Klobrille aus Ebonit.
“Hast du etwas von Thales gelesen?” wagte ich zu fragen.
“Nein! Nur ‘Omelette’.” Sie lachte spöttisch. Ich half ihr beim aufstehen. Sie lief wankend zum Schreibtisch, worauf ein Kreuz mit Jesus stand. Sie nahm ihn und begann ihn zu küssen.
“Jesus wird mich erlösen. Er starb für meine Sünden.”
“Niemand wird für dich sterben! Das tust du irgendwann von ganz alleine! Warum hast du dich so zugedröhnt? Du säufst während des Vertrags?”
“Ja. Ich kann es nicht erwarten, hier weg zu kommen.”
“Das ist kein schlechter Job hier, so wie ich es einschätzen kann.”
“Verpiss dich, du Stute! Wenn du nicht mit mir trinkst, kannste dich verziehen. Ich weiß selbst, was gut ist und was nicht.” Sie stellte sich theatralisch in Pose. “Wozu bist du hier angekrochen? Ich brauche deine Hilfe nicht.”

Auf ihr Gesicht krochen, neben die Falten, die sich beim wilden Gelächter in ihren Mundwinkeln bildeten, Spuren von Zynismus, die ihr Gesicht verzerrten. Plötzlich schlug sie einen anderen Ton an, als hätte sich ihr Charakter gewandelt.

“Gabi! Ich bin krank, ich löse mich in Alkohol auf. Ich möchte alles von mir abtrennen, abreißen. Ich möchte mich von meinem Namen, von meiner Biografie, von meinen Männern, von meinen Liebhabern befreien, mich von ihren riesigen Gliedern unabhängig machen, dass sie nicht mehr in mich reinschlüpfen. Gabi! Ich bin tief gefallen, in einem Doppelsalto ohne Sicherheitsnetz. In meinem Kopf dröhnen ‘Sobieski’ und ‘Chopin’*. Ich weiß, meine Klagen sind wie die Mühe eines Stotterers, ha, ha, ha, und mein Schädel reproduziert nur zerbrochene Stimmen und die räudige Geschichte meines Lebens. Meine Männer verplemperte ich in verschiedenen Ländern. Und ich bin, wo ich bin. Ich will nach HAUSE, nach Polen.”

In meinem Hirn herrschte vorübergehende Armut, ich versuchte meine Gedanken zu sammeln.

“Polen reist mit mir mit. Und hier, in Deutschland übe ich, in der Grätsche, Beharrlichkeit in der Sehnsucht nach HAUSE. Wenn ich aus Deutschland zurückkomme, begrüßt mich ein feierliches Polen, in einem eleganten Kostüm und teuren Schuhen. Zu Hause bin ich, genauso wie du, nur Gast. Ich ziehe die Schuhe aus, gehe hinein, bleibe ein bisschen wohnen und fahre wieder weg.”

Einen Moment lang war es still. Ich dachte über die triviale Beichte Ilonas nach. Sie machte mich verlegen. Nach einer Weile begann sie zu tanzen und irgendein deutsches Lied zu singen. Sie bewegte sich so phlegmatisch, als stecke sie im Pech. Ich dachte insgeheim, ich hätte noch nie so einem Kabarett zugesehen. Ich stand da mit zusammengepresstem Kiefer und sah sie giftig an. Ich schaute auf ihre großen Brüste. Sie hatte eine Trainingshose mit ausgebeulten Taschen und ein Trägertop an.

“Und wo ist Linda?”fragte ich besorgt.
“Noch im Bett. Was denn? Soll ich diese Leiche ins Zimmer bringen und so tun, als ob alles in Ordnung sei? Solche Leute sollte man nicht am Leben erhalten”. Das was sie sagte, klang auch besoffen.

Ich entgegnete nichts, da sie volltrunken war. Ihr Gesicht war purpurrot vor Jähzorn, die Augenbrauen formten sich zu einem V, aber ich glaubte trotzdem nicht, dass sie wirklich so denkt. In ihren dunkeln Augen sah ich Groll auf die Welt und ich rechtfertigte sogar ihre Gedanken, als ich sah, wie sich ihre Stimmung von Sekunde auf Sekunde änderte.

“Gabi! Ich packe es einfach nicht mehr”. Über ihr Gesicht rollten Tränen, wie bei einem kleinen Mädchen.

Ilona kam näher, umarmte mich und begann zu schluchzen. “Weißt du, was ich für Sorgen habe? Der Gerichtsvollzieher will mein Gehalt pfänden und meine Tochter hatte eine Klage wegen Rauschgift am Hals. Sie kriegte zehn Monate mit drei Jahren Bewährung, da sie jung ist und resozialisiert werden kann. Meine andere Tochter taugt auch nicht viel, aber beide arbeiten jetzt wenigstens.”

Ilona setzte sich wieder hin und kramte die nächste Flasche unterm Bett hervor. Sie war erstaunt, dass sie leer ist. Sie bückte sich noch einmal und holte diesmal eine volle hervor. Sie hielt sie zwischen den Knien, um den Korken rauszuziehen. Sie baumelte und keuchte dabei. Das war ein erbärmlicher und komischer Anblick zugleich.

“Du kannst mich wie eine Schlampe behandeln”, sagte sie mit einer Grimasse und setzte die Flasche an ihren Mund an, wie ein Säugling.
“Mein Gott! Wen habe ich da kennengelernt? Ein totaler Reinfall. Ich komme nie wieder her”, beschloss ich.

Ilona leerte die Flasche, warf sie auf den Boden und stand auf. Sie torkelte noch mehr. Das durch das Fenster einfallende Licht erhellte einen Teil ihres Gesichts, die breiten Augenbrauen und die hervorstehenden, hohen Wangenknochen. Ich stand wie erstarrt da.

“Komm, wir gehen zu der alten, die ist dreckig, riecht kaum nach deinem Chanel Nr. 5”. Ich lief ihr ins Schlafzimmer hinterher. Linda zog die Decke hoch. Stimmt! Der Geruch versprach nichts Gutes.
“Was machst du nun?” 
Ilona hüstelte. Sie schaute sich in dem Zimmer um, als wäre sie zum ersten Mal hier. “Ich warte, bis ich nüchtern bin. Der wird schon nichts passieren. Komm, wir holen eine neue Flasche. Ins Erdgeschoss, ich muss mich richtig zudröhnen.”
“Du bist doch schon zugedröhnt.”
“Du trinkst aber auch!”
“Warum musstest du dich dermaßen betrinken?”, wagte ich zu fragen.
“Zuerst habe ich mit dem Ingenieur Gin getrunken, das ist sein Lieblingsgesöff, dann irgendwelchen minderwertigen Sherry und dann, bereits auf meinem Zimmer mehrere Gläser Bordeaux aus den Vorräten des Hausherren und dann noch eine Flaschen von meinem billigen Gesöff.”
“Mein Gott, das ist ja eine Explosivmischung, stellte ich weise fest.
“Eben. Und das hat mir geschadet”, kicherte sie unnatürlich, als sei sie eine Hexe. Sie war ganz schön zu.

Sie führte mich durch die mit antiseptischem Bodenbelag ausgelegte Diele, dann über die marmorne Treppe in den Keller. Ich musste sie festhalten. Wir kamen in eine dunkle Kammer, wo neben Kühl- und Gefrierschränken verschiedene Gegenstände und Gartengeräte standen. Ilona öffnete mit Wucht einen der Kühlschränke und begann alles rauszuschmeißen. Tiefkühlkost, Schinken, Würste, Käse, Butter, Milch und Gott weiß, was noch. Sie knallte die Tür zu.
“Nimm, was du willst”. Sie reichte mir die Würste.
“Ilonka! Liebling! Tu das alles wieder rein!”
Ich versuchte alles, was sie auf den Boden schmiss, wieder einzusammeln. Ilona ging zum Weinregal, nahm eine Flasche und versuchte, den Korken rauszuziehen. Dafür reichte ihre Kraft aber nicht. Sie warf die Flasche heftig auf den Boden. Die Flasche zerbrach, der Inhalt floss raus. Ilona trat an den Tisch, wo das Werkzeug lag, Hammer, Nägel und anderes Gerümpel. Sie griff nach dem Hammer und begann, auf die Flaschen einzuhämmern, so dass sie zerbarsten. Der Wein breitete sich zu einem roten Fluss aus. Sie kniete sich auf den Boden und schleckte die rote Flüssigkeit.

“Hallo! Was tust du da?” Für einen Moment wurde es still. Ich stellte mir alle diese kleinen Wesen vor, die jetzt in den Ecken saßen, uns beobachteten und vor Angst zitterten. Ilona legte die Hände um ihren Kopf, als wollte sie ihn vor einem Schlag schützen.
“Mein Schädel platzt gleich. Hilf mir, aufzustehen!”
Ihre Worte klangen nicht nach einer Bitte. Es war ein Befehl. Sie drehte sich auf den Rücken. Ich sah, wie ihr die Tränen ihre Wangen runterrollen. Sie schluchzte hysterisch. Ich versuchte, sie zu beruhigen, sie schaute aber wieder auf die Flaschen. Plötzlich schien sie ernüchtert zu sein und versuchte wieder, vom Fußboden aufzustehen.
“Scheiße! Ich bin vollkommen okay!”
Ich dachte: “Das ist nur eine Vorstellung. Das geschieht nicht wirklich.”

Ich blätterte in meinem persönlichen Wörterbuch und stellte fest, dass ich das, was ich fühlte und sah, nicht benennen konnte. Die Armut der Sprache überraschte mich. Obwohl ich solche Begriffe, wie: eklig, widerlich, gemein, niederträchtig, verrückt… vorrätig hatte, dienten sie nicht zu ihrer Beschreibung, sondern nur zu ihrer Verurteilung. Ich fragte mich, wie es möglich ist, dass sie hier als Pflegerin arbeitet. Ilona hob ihren Kopf und blickte mich wie ein Mädchen an, dass zornig ist, weil es bei etwas ertappt wurde, was unschicklich ist. Ich half ihr beim Aufstehen, aber sie fiel wieder auf den Boden, steif, wie eine Puppe. Ich beschloss, dem Ingenieur Bescheid zu sagen. Ich drehte mich noch kurz um und sah, dass Ilona mich mit Wahn in den Augen anschaut, mühsam aufsteht und eine Flasche unter ihren Arm klemmt, als sei sie etwas besonders wertvolles. Über ihren Kopf sah ich eine Gewitterwolke. Sie schrie mit schriller Stimme: “Ich komme zu dir!”
“Gabi, komm zurück, ich hab’ mich eingepinkelt”.
“Du hast vermutlich dein eigenes Gehirn rausgepinkelt!”, schrie ich von der Treppe. Ich ekelte mich vor ihr und vor ihrem Zustand. Bevor ich im Erdgeschoss war, hörte ich Schritte hinter mir. Ilona schlich mühevoll die Treppe hoch.

***

Ich fand Hugo im Garten. Er saß mit traurigem Gesicht am Tisch und hielt ein Mundharmonika in der Hand. Mein Blick fiel auf die Vase mit Jasminzweigen. Als Hugo mich sah, führte er den Harmonika zum Mund und innerhalb weniger Sekunden begann das Instrument eine mir unbekannte Melodie zu leben. Sie schien jasminfarben zu sein. Ich stand einen Moment lang geschockt da. Ich zögerte und begann dann doch zu sprechen:
“Hugo! Ilona ist betrunken und zertrümmert die Weinflaschen.”
Der Harmonika an seinem Mund begann sich schneller zu bewegen, als wollte er meine Worte übertönen. Die Melodie vereinnahmte allmählich den ganzen Garten. Plötzlich hörte er auf und sah mir direkt in die Augen. In seinem Blick bemerkte ich Schwermut, Verzweiflung und, ich glaube, ein Geheimnis. Ich spürte, dass er es mit niemandem teilen will.
“Das ist nicht das erste Mal! Lass uns allein, Gabi! Komme morgen wieder.”
“Hugo! Warum entlässt du sie nicht? Rufe doch die Agentur an. Auf diese Stelle warten hunderte andere, verlässliche Pflegerinnen. Warum redest du nicht mit ihr? Warum säuft Ilona so?
Hugo hob die Brauen. “Wenn sie sich tot saufen will, soll sie’s möglichst bald tun”, erwiderte er und griff wieder nach dem Harmonika.

Ich verstand rein gar nichts davon. Als ich die Gleichgültigkeit dieses Mannes sah, beschloss ich, zu gehen. Je mehr ich die Situation in diesem Haus verstehen wollte, desto dümmer wurde ich.

Engel und Pietas

Manfred Wolff

Ich wohne nicht in einem Museum

Nein, Sie betreten kein Museum, wenn Sie mich besuchen in unserer Berliner Wohnung. Aber Sie betreten Geschichte: die Geschichte meiner Familie, die Geschichte meiner Ehe und auch meine Geschichte. Und diese Geschichte ist nicht museal tot – sie ist unser Leben.

Im Flur werden Sie begrüßt von bunten Wänden. Hinterglasbilder mit Heiligen und Räubern bedecken die Wände. Meine Frau Urszula hat diese Schätze aus den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gesammelt. Sie stammen in der Mehrzahl aus der polnischen Tatra, aber auch Volkskünstler aus anderen Regionen sind unter den Autoren. Gleich bei der Ankunft begegnen Sie aber auch schon Józef Chełmowski. Von oben, aus einer Ecke heraus begrüßt Sie ein Engel des kaschubischen Künstlers. Auf der Kommode zur rechten stehen einige seiner Engel und links von der Tür zum Wohnzimmer hat dieser Engel seinen Platz, mit dem unsere Sammlung von Chełmowskis Arbeiten begann: „Hominem te esse memento“, sagt er. Über der Wohnzimmertür hängt ein dramatisches Bild von Tadeusz Żak. Engel und Teufel kämpfen um die Seelen der Bewohner eines kleinen polnischen Dorfes. Wie wird das ausgehen?

Wenn Sie nun das Wohnzimmer betreten, lassen Sie den Blick nicht nach links abschweifen, denn dort gibt es nicht viel zu sehen, obwohl es ein Ort künstlerischen Schaffens ist, wo aus einfachen Dingen Werke entstehen, die auf vielfältige Weise die Sinne erfreuen und Menschen stärken, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Es ist die Küche…

Im Wohnzimmer empfängt Sie wieder ein Engel, nun aber fast mannsgroß mit vier Flügeln, ein Erzengel eben. Er trägt die Tracht einer kaschubischen Frau und blickt streng prüfend auf die Eintretenden und auf das, was sich an unserem Tisch so abspielt. Das ist unser Schutzengel, und er hat sich schon deutlich sichtbar den Kopf zerbrochen über all die Narrheiten, die unser Leben so ausmachen. Nüchternere denken da eher, dass das Holz, aus dem Chełmowski ihn geschlagen hat, wohl sehr jung war, sodass es jetzt durch den dauernden Aufenthalt in einer gut beheizten Stube einen Spalt gerissen hat.

Der Engel steht am Tisch, und um den Tisch stehen die Stühle, die meine Großeltern mütterlicherseits erwarben, als sie ihren Ehestand begründeten. Sie sind nun schon 110 Jahre alt. Mein Großvater konnte nur sieben Jahre darauf sitzen. Er fiel zu Beginn des Ersten Weltkriegs am Hartmannsweilerkopf, dem Menschenfresserberg im Elsass. Obwohl zur rechten eine gutbürgerliche Polstergarnitur einlädt, sitzen wir doch meist auf diesen Stühlen. Vielleicht sitzt Großvater ja noch manchmal dabei und freut sich, dass seine damalige Anschaffung noch immer in Ehren gehalten wird, Mittelpunkt eines Familienlebens ist, wie er es sich gewünscht hat.

Auch die Kommode und das Vertiko, beide an den Türen mit Jugendstilornamentik geschmückt, sind Erbstücke aus dem Besitz meiner Großeltern. Das Vertiko wird von einer Vielzahl bunter Vögel bewohnt, Schöpfungen polnischer Volkskünstler, und auf der Kommode stehen die Schafe Davids des Bildhauers Bronisław Chromy, in Krakau verliehen für unsere Verdienste um die Jüdisch-Polnisch-Deutsche Verständigung sowie zwei kleine Pegasusfiguren von Adam Myjak, mit denen uns die Warschauer Akademie der Künste für unsere Förderung der polnischen Kunst in Deutschland auszeichnete.

Über der Kommode hängt an der Wand das älteste Stück unserer Wohnung, eine Uhr, die mein Urgroßvater mütterlicherseits seiner Frau zur Silberhochzeit schenkte. Sie geht immer noch zuverlässig. An jedem Sonntag ziehe ich sie auf (klingt ein bisschen wie Tristram Shandy). 129 Jahre ist sie alt. Sie hat die letzten Stunden meiner Urgroßeltern, meiner Großmutter und meiner Eltern geschlagen und sie wird auch unsere letzte Stunde schlagen – hoffentlich nicht so bald…

Eine Halbwand wird von einer Schrankwand im Kajütstil eingenommen, auf der sich auch wieder zahlreiche geschnitzte Vögel tummeln: Eulen und Tukane, Störche und Gänse, und an einer Seitenwand des Schranks hämmert fleißig ein Specht.

Der Raum daneben ist Bildern unseres Freundes Edward Narkiewicz vorbehalten: Surrealistische Kompositionen von verschmitzter Heiterkeit und melancholischer Nachdenklichkeit. Gegenüber eine Wand mit Arbeiten von Jan Dobkowski in geometrischer Strenge und überschäumender Phantasie. Natürlich hängen auch über dem Sofa Bilder, aber kein brüllender Hirsch oder eine Schlittenfahrt im Winter. Es sind Gemälde von Andrzej Węcławski, Jan Aniserowicz, Dorota Grynczel, Apoloniusz Węgłowski, Piotr Lutyński, Paul Rascheja, Ellen Fuhr und Charlotte Petersen.

So viel Kunst verlangt nach einer Ruhezone für das Auge. Die Fensterfront bildet bei geschlossenem Lamellenvorhang eine große weiße Wand, ohne jedwede Kunst.

Im Durchgang zu den hinteren Räumen hängen zeitkritische Bilder des naiven Malers Stanisław Żywolewski aus Hajnówka, oben auf dem langen Bücherregal haben Schnitzereien von verschiedenen Volkskünstlern ihren Platz gefunden mit Szenen aus dem alttestamentarischen Leben. In Urszulas Arbeitszimmer füllen Grafiken und Zeichnungen die Wände. Mehrere Pietas runden hier das vielfältige Bild der polnischen Volkskunst ab. In meinem Arbeitszimmer schmücken Radierungen von Irena Snarska die Wand, und Maximilian Kolbe sowie der heilige Franziskus leisten acht Figuren des Chrystus Frasobliwy Gesellschaft.

Auf den Schränken im Schlafzimmer findet siebenmal die Weihnachtsgeschichte statt in Form von Krippen, und gegenüber den Betten hängt ein buntes Kaleidoskop von Aquarellen, Zeichnungen und Pastellen, darunter Arbeiten von Erna Rosenstein, Jan Dobkowski, Rafał Strent, Marian Nowiński, Kazimierz Furga und Jacek Dyrzyński. So ist unser letzter Blick am Abend und unser erster Blick am Morgen natürlich auf Kunst gerichtet.

Selbst in dem Raum, den andere einer streng geometrisch-konstruktivistischen Keramikkunst widmen, geht es nicht ohne künstlerische Schönheit bei uns ab. Vier Terrakottaplastiken zieren hier das sonst sehr einfallslose Umfeld.

Alles in unserer Wohnung hat eine Geschichte. Wenn man mit diesen Dingen lebt, erzählen sie ihre Geschichte und werden Teil der eigenen Geschichte, jenseits jeder Geschichtspolitik. Die Kunst macht uns Mut, den Geschichten zu lauschen und sie selbst weiter zu erzählen: Ein weiteres Kapitel polnisch-deutscher Geschichte.


Text © Manfred Wolff, siehe Blog
Fotos © Urszula Usakowska-Wolff, siehe Homepage & Blog 

1. Engel von Józef Chełmowski im Flur
2. Siamesischer Engel von Józef Chełmowski
3. Apokalyptischer Engel von Józef Chełmowski im Flur
4. Eckengel von Józef Chełmowski im Flur
5. Kaschubischer Engel von Józef Chełmowski im Wohnzimmer
6. Heinrich Heine von Józef Chełmowski im Wohnzimmer
7. Blick ins Wohnzimmer I
8. Blick ins Wohnzimmer II
9. Heilige und Christusse sitzen auf der Fensterbank in Manfreds Wohnzimmer
10. Pietas in Urszulas Arbeitszimmer

Na saksy 2 Die Reichen und die Geiziger

Text Łucja Fice / Übersetzung Małgorzata Behlert

BESUCH BEI DEN REICHEN

Ich irrte herum und fand die Strasse nicht. Ich blieb an einem Auto stehen, und fragte den Mann, der unter die Motorhaube guckte:
“Guten Tag! Wo ist Schubert Strasse?”
Er schaute auf und antwortete:
“Ich weiß nich. Ich arbeiten hier”, ich erkannte sofort diesen Akzent.
“Bist du aus Polen?”, lächelte ich süß. “Ich arbeite auch hier. Ach, wir Polen, wohin es uns doch überall verschlägt.”
“Ich bin erst zwei Wochen hier, als Arbeitstourist sozusagen. Ich kenne die Gegend nicht” , antwortete er auf Polnisch.
Er hatte eine kräftige, dennoch schüchterne Stimme. Mein Gott! Es war so schön, die Muttersprache hören zu können. Die Heimatliebe lugte hervor, von der ich nichts ahnte, wäre nicht der besagte Arbeitstourismus gewesen. Also identifizierte ich mich doch mit meinem Volk. Ich bin eine Polin und fühle das im jeden Blutstropfen. Ich verabschiedete mich und suchte weiter.

Im nächsten Haus reparierte ein älterer Mann etwas in der Garage. Ich fragte ihn auch nach der Adresse.
“Ach, ja! Ist es dieser Architekt? Dieser Millionär? Das ist das große Haus, das da zwischen den Buchen versteckt steht.” Er wies mit dem Finger darauf. Ich bedankte mich und war nach einem Augenblick an dem Haus angekommen. “Ein Millionär? Ist es ein Schimpfname oder etwa Tatsache?”, überlegte ich.

Das Gartentor stand offen. Ich erblickte eine grandiose Terrasse mit einem massigen Tisch und Sesseln. In der Ecke stand ein großer Grill. Die breite Terrassentür, die in die Wohnung führte, war auch offen. Ich ging auf Zehenspitzen hinein und blickte mich in dem Salon mit antiken Möbeln um. In einer Ecke stand ein geschnitzter Sekretär, in der Ecke gegenüber ein Ledersofa und mehrere Sessel. An einer Wand hingen Bilder im Stil Picassos, an der anderen im Stil Goyas. Alles in Allem sehr geschmackvoll. Die Gemälde machten mich neugierig.
“Goya? Picasso? In diesem Haus? Es sind bestimmt Kopien. Aber es ist ja nicht so wichtig”, dachte ich.

Als ich rein kam, saß die Familie steif am üppig gedeckten Tisch und allesamt, auch Ilona, sahen aus, als hätten sie sich für eine Filmaufnahme über leckere Fressalien vorbereitet.
Es roch nach Mittagessen. So hungrig, eigentlich so ausgehungert, wie ich war, sog ich diese Gerüche genüsslich ein. Ich schwöre, dieser Duft war schöner als der Beschauung des aufgetischten Fleischs, Käses und anderer Leckereien, Kuchen und Desserts. Der Anblick dieses voll gestellten Tisches wirkte auf mich wie Feuer auf Wachs.

Ilona erhob sich sofort als sie mich erblickte. Lächelnd bot sie mir einen Platz am Tisch an. Der Mann, den ich ungefähr auf fünfundsechzig schätzte, stand auf, reckte sich stolz und reichte mir seine Hand, die mir bei seinem starken Händedruck wie eine trockene Banknote vorkam. Er war groß und gut gebaut. Ein Kerl wie ein Baum. Sein Körper unter dem aufgeknöpften Hemd war fest wie eine biblische Eiche. Um diese Figur hätte ihn ein junger Bursche beneiden können. Nur seine Haare waren wie Holzsplitter. Intelligenter Gesichtsausdruck, regelmäßige Gesichtszüge, strahlende blaue Augen und ein sicherer Blick. Ich dachte an einen griechischen Gott, der mit einem Streitwagen auf der Erde ankam. Er strahlte ungewöhnlichen Reiz, Magnetismus und Energie aus. Die Zeremonie dauerte eine Weile.
“Nehmen Sie bitte Platz.” Seine Stimme klang freundlich.

Ich setzte mich hin und legte meine Hände auf die Knie. Erst da bemerkte ich eine elegante Frau. Sie trug eine Jeans, eine cremefarbene Seidenbluse und eine Goldkette mit einer Gemme. Ihr Haar war sorgfältig frisiert, ihr Gesicht dezent geschminkt. Ich betrachtete sie neugierig.
“Es ist Linda, Hugos Frau”, sagte Ilona.
Ich fand nicht den Mut, der Frau die Hand zu reichen. Sie schien es übrigens gar nicht zu erwarten. Ihre mattgrauen Augen bewegten sich unentwegt, sie schaute mich aber nicht ein einziges Mal an. Sie zappelte spastisch, als würden ihre Arme und Beine ein separates Leben führen. Sie hatte mollige Wangen und war hellhäutig. Eine gepflegte, ältere Frau eben. Bei ihrer Krankheit war es eine unheildrohende Schönheit.

“Setzen Sie sich an den Tisch, essen Sie mit uns zu Mittag, bitte.” Die Stimme der Kranken klang kalt und kreischend. Jedes Wort war ein Obsidianbrocken.
“Verdammt seien alle Gehirnschläge und Gehirnblutungen! Mein Gott! Behüte doch die Welt von diesen verfluchten Krankheiten”, diese Gedanken schwirrten in meinem Kopf wie Fledermäuse. Ich verglich diese Frau mit einem Blumenstrauß, der sich zur Sonne wendet, um die nötige Energie zu speichern und weiterleben zu können. Sie will bestimmt leben”, dachte ich.

Schönheit und Geld gehen doch nicht mit der Gesundheit einher. In Gedanken vertieft, schaute ich noch einmal auf den Tisch. Ich hatte einen Wolfshunger. “Mein Gott! Fleisch und Wurst vom Grill und so viel Kuchen!” Das muss begeistert geklungen haben, denn Ilona sagte mit einem spöttischen Lächeln: “Gabi, es ist nur Fraß und keine Schatztruhe.” Mir kam es vor, als säße ich an einer Hochzeitstafel. Ich wusste, dass ich mich satt essen kann, ich wurde direkt dazu angehalten. Es war so bunt, dass ich am liebsten nur die Farben und das reflektierende Sommerlicht (um nicht zuzunehmen) essen und dann vor Wonne zerfließen würde. Ich griff zum Teller und holte mir die besten Leckerbissen, ein bisschen Wurst, Schinken, kalten Fleischbraten und Käse. Ich bedankte mich bei dem Architekten mit einem Lächeln und er füllte mein Glas mit Wein. Erst da bemerkte ich die perfekt gepflegten Fingernägel. Scheinbar spielte Maniküre bei ihm die größte Rolle beim Achten auf die Figur. Er schaute mich recht merkwürdig an, dann lugte er vielsagend zur Ilona und sagte etwas, was mir Nachdenkstoff für meine abendlichen, einsamen Stunden bot. Auf alle Fälle knisterte es zwischen den beiden, das war nicht zu übersehen. Der Mann stellte dutzende Fragen zu meiner Arbeit als Pflegerin bei Frau Schultz und ich kramte nach höflichen Worten und gab mir Mühe, eloquent zu antworten. Er erzählte auch kultivierte Witze. Wir brachen immer wieder in Lachen aus. Ich beobachtete diesen kräftigen, lebensfrohen Mann mit Interesse. Wir unterhielten uns auf Englisch.

“Was? Du kannst nicht mehr? Hau rein, bei deiner Hexe kriegst du so was nicht”, Ilona lachte laut und verschlang ihr Eis.
“Gabi! Morgen beginnt das Weinerntefest. Da ist erst was los! Der Event startet im großen Saal, im Zentrum, gleich neben dem kleinen Kaufhaus. Wir sind alle schon um neunzehn Uhr dort” , sagte sie. “Scheiße, ich muss dann wieder den Rollstuhl schleppen und die Alte zurechtmachen. Ich hab die schon so satt. Du denkst wohl, dass es in diesem Haus keine Arbeit gibt?” Ihr Ton verhieß nichts Gutes.

Ich schaute zu, wie sie aufstand, um die Frau vom Rollstuhl auf den Stuhl zu setzen, ich wollte wissen, wie sie das macht. Da war kein Geschick oder Mitgefühl für die gelähmte Frau zu bemerken, sondern nur Rumgeschubse und Gezerre, das konnte keinem entgehen.
“Vorsicht!”, rief ich.
“Misch’ dich nicht ein! Hier regiere ich! Wenn ich will, schmeiß ich sie auf den Boden und sage, sie ist mir entglitten. Die kranken Alten braucht ja sowieso keiner”, sie schaute mich nicht an, als sie das sagte.
“Setzt dich, du alte Kuh”, sagte sie gedehnt auf Polnisch. Gleichzeitig lächelte sie die Kranke an. Linda verstand nichts.
“Sie lebt doch nur für die Pharmaunternehmen, ganz sicherlich nicht für ihren Mann. Guck dir ihn doch an, ein echtes Prachtexemplar. Wo er doch sein ganzes Leben fremdging, wird er sich erst jetzt nicht für sie interessieren”. Sie sagte das in einem Ton, dass ich den Eindruck hatte, einem Computerausdruck zur Gesundheitszustand zuzuhören. Sie hüllte Linda in eine Decke uns streichelte ihre Wange.
“So, nun bleibst du so sitzen, bis der Abend anbricht!” Sie stand hinter ihr, strich ihr über den Kopf und lachte krächzend. Mir blieb die Spucke weg.

Mein Gott! Sie ist ja schlimmer als Judas. Ihre Haltung, ihre unverblümte Art, sich zu äußern, hatte etwas Kühles und Glitschiges. Ich stellte sie mir als eine gefahrlose Kreuzotter vor, die in dieses Haus hineingekrochen ist, und die, als sie hier heimisch wurde, in eine andere Haut schlüpfte und alles mit ihrem Gift verseucht. Dieses Kabarett war extra für mich gedacht. Ich stand steif und gerade da, as hätte ich einen Stock geschluckt. Ich konnte kaum fassen, dass das alles wirklich geschieht.

“Komm mit. Ich zeig’ dir die Bude”, lud sie mich mit einer Handbewegung ein. Auf ihrem Gesicht malte sich Zufriedenheit und Wohlgefühl. “Hugo”, wandte sie sich an den Ingenieur, der zum Sessel rüberwechselte, fernsah und uns keines Blickes würdigte. “Darf ich der Gabi das Haus zeigen?”
“Selbstverständlich. Warum nicht.”
“Möchtest du den Pool und die Sauna sehen?”, sie sah mir in die Augen, als wollte sie sich darin spiegeln.
Ich antwortete nicht, ich war immer noch darüber entsetzt, was ich sah und hörte. Ich bekam Angst vor dieser Außerirdischen aus Schlesien.

***
Ich steckte den Schlüssel ins Schloss und… es stellte sich raus, dass die Alte die Tür von Innen abgeschlossen hat und den Schlüssel stecken ließ.
“Was soll ich jetzt tun?”, fragte ich mich.
Ich ging zur Tür, die zum Hof führte und klingelte. Zu meinem Erstaunen öffnete sie mir. Ich war beunruhigt und fühle mich wie ein Teenager, das heimlich aus dem Haus geschlichen ist. Der Krach lag in der Luft. Ich täuschte mich nicht. Die Seniorin stand breitbeinig da und hielt ein Scheuertuch in der Hand.
“Momentchen. Was soll denn das?”
“Du bist auf Arbeit. Ich bezahle dich.”
“Das ist doch meine Freizeit. Es ist nach dreiundzwanzig Uhr. Um diese Zeit brauchst du mich nicht und dein Mann schläft bereits wie ein Engel”, wehrte ich mich.
“Deine Freizeit hast du auf deinem Zimmer zu verbringen, mit Lesen oder Fernsehen.”
“Die alte Kiste taugt nichts mehr.”
“Ich zeig dir gleich die alte Kiste!” Das Scheuertuch landete erneut auf meinem Nacken.

Das wurde mir zu viel. Wer bin ich denn hier? Ich konnte mich gerade noch beherrschen, Facon halten, aber der Strang drohte zu reißen. Ich fühlte, ich explodiere gleich wie eine Granate, wenn ich mich nicht in meinen Kabuff verziehen kann, wie ein geschundener Hund.
Ich lief nach oben. Ich dachte, das Alter hat den Vorteil, dass man sich gehen lassen kann. Ich schwoll regelrecht an vor Gram. Ich begann meine Vorgängerin zu verstehen, die diesen Drill dank Beruhigungspillen drei Wochen lang ausgehalten hat. Ich war schon vier Wochen hier.
“Wie soll ich es hier aushalten, ohne in tausend Stücke zu zerfallen?”, fragte ich mich. Die Frau hat Macht über mich und badet in Selbstzufriedenheit. Ich legte mich ins Bett. Ich wollte nur schlafen. Ich fühlte mich wie ein kleines, einsames Mädchen, das sich nach seiner Mutter sehnt. Ich rief verzweifelt nach ihrer Hilfe.

Ich wachte auf. Obwohl ich wieder in der realen Welt war, kam es mir vor, als ob ich immer noch in diesem Albtraum eingefangen wäre. Ich hielt die Augen geschlossen und schärfte mein Gehirn, wie mit einer Schleifmaschine. Ich wusste, wo ich bin. Ich wusste, wer ich bin und was ich hier tue. Ich bin eine Pflegerin, eine peanut für die Welt. Ich bedeutete hier rein gar nichts. Ich machte die Augen auf, griff nach einem Zettel und einem Kuli und schrieb TRAUM: “Ich bin inmitten eines transparenten Gefäßes. Ich glaube, es ist eine Flasche. Ich überlege, wie ich da raus kann. Ich habe kein Telefon, so versuche ich mich telepatisch bemerkbar zu machen. Jemand kommt, hebt die Flasche auf, trägt sie zur Brücke und legt sie aufs Geländer. Ich falle gleich runter! Vom Geländer aus sehe ich auf dem Bürgersteig, auf der gegenüberliegenden Seite, Flaschen herumliegen. Sie haben unterschiedliche Formen und Größen. Die darin gefangenen Menschen flehen um Hilfe. Über dem Fluss kreist ein riesiger Vogel. Ich wollte den gefangenen Menschen helfen. Wie komme ich nur aus dieser Flasche raus?”

Ich wachte auf. Das war vermutlich eine Botschaft, die von einer anderen, unbekannten Ebene die symbolische Deutung meiner und nicht nur meiner Lage verkündete.
“Mein Gott! Sieben Uhr dreißig.” Ich war spät dran. Ich zog mich schnell an und betrat hastig das Zimmer des alten Ehepaares.
“Es ist Sieben Uhr vierzig”, brüllte Elvira und kroch aus ihrem Bett.
“Das macht doch nichts, wir kommen ja nirgends zu spät”, antwortete ich ruhig. “Wir frühstücken doch um acht Uhr dreißig”.

Diesen deutschen Pünktlichkeitsdrang der älteren Menschen, denen die Uhrzeit doch nichts anhaben konnte, begriff ich nicht. Ich fühlte mich getadelt und unwohl mit mir selbst. Ich machte kleine Fehlgriffe bei Opas Morgentoilette. So wirkte sich eben die Mahnung für die paar Minuten Verspätung auf mich aus. Ich kniete vor ihm und rubbelte sein Bein mit dem Waschlappen ab. Anscheinend zu fest, denn ich hatte auf einmal seine geballte Faust vor meiner Nase. Er hat mich beinahe geschlagen. Ich hatte es satt. Ich beendete die Toilette, zog ihn an, setzte ihn in den Rollstuhl und brachte ihn in die Küche. Keine Verspätung1 ich war zufrieden mit mir. Der Senior schaute zur Uhr über dem Tisch. Sie tauschten Blicke aus.
Es stimmte alles. Leben nach der Uhr. Sekundengenau. Ich aß die mir zustehende Stulle und konnte kaum die Tränen beherrschen. Ich wollte nicht, dass diese Frau sich daran ergötzt.

“Das Leben. Ich liebe es sowieso über mein Leben. Geh’ noch nicht, ich habe noch nicht mit meinem Gewissen abgerechnet”, sagte ich laut auf Polnisch.

Nach dem Frühstück stand ich auf, räumte den Tisch ab, wusch ab, putzte, trocknete ab, bis alles glänzte. Plötzlich trat Elvira an mich heran, schubste mich und zeigte auf den Herd.
“Gabi! Du machst alles flüchtig. Der Herd glänzt nicht richtig.”
“Doch, er glänzt!”, erwiderte ich stolz, und in Gedanken fügte ich zu: “Wie dem Hund seine Eier.”
“Was ist das überhaupt für ein Vorname? Willst du uns hier die heilige Gabriele vormachen? Wer hat denn so einen scheußlichen Vornamen für dich ausgewählt?”
“Meine Schwestern”, diese zwei Worte enthielten meinen ganzen Stolz.
“Hätten sie dich nicht irgendwie polnischer nennen können?”
“Wie denn?”
“Ich weiß nicht, jedenfalls nicht Gabriela.”
“Gefällt dir mein Vorname nicht?”
“Er passt nicht zu dir. Er ist ungeeignet für eine polnische Pflegerin und Putzfrau.”
“Dann nenne mich, wie du willst.”
“Ich werde mir schon einen Vornamen für dich ausdenken. Und wieso hast du heute eigentlich ein Kleid an? Das ist keine angemessene Arbeitskleidung. Du bist alt und wirst auch bald sterben. Dieses Kleid macht dich auch nicht jünger”, neckte sie mich.
“Na klar! Und du lebst ewig, da der Tod sich nicht trauen wird, dir zu sagen, dass es dein Ende ist”, revanchierte ich mich gehässig. “Und dieses Kleid ist ein Arbeitskleid”. Ich modulierte meine Stimme, um ihren Vortrag zu unterbrechen, aber Elvira war wie aufgedreht.
“Meine Liebe, die Jugend ist trügerisch, wie transparente, feine Morgenwolken. Bevor du dich umgesehen hast, werden sie dunkel, ziehen sich zusammen und verdecken die Sonne.”
“Ich weiß, was du damit sagen willst!”, unterbrach ich sie.
Elvira nahm eine Haltung an, die darauf hindeutete, dass sie ihre senile, krumme Wirbelsäule aufrichten wollte, um mir damit ihre Lebenskraft zu beweisen.
“Nachmittags gehst du in den Garten! Bohnen und Gurken müssen gepflückt werden. Morgen wecken wir ein. Das ist Arbeit für vier Tage.”

Das war unerträglich, die unbegründeten Ermahnungen taten weh. Warum musste ich gerade diese Stelle erwischen?
“Ja, Gabi! Wir bekommen das, wovor wir Angst haben!” Diese Gedanken begleiteten mich während der gesetzlichen Pause. Ich fühlte mich hier wie in einem Gefängnis, und jetzt führte ich mich selbst Gassi, an einer unsichtbaren Leine. Na ja, eine Portion Euro, reich an Vitaminen der finanziellen Sicherheit.

Reblogi na cztery nogi czyli Gurlitt i Siemiradzki…

Newsweek

Nie tylko Siemiradzki. Jak wygląda walka o odzyskanie słynnych polskich obrazów?

“Taniec wśród mieczów” – Henryk Siemiradzki

Obraz zaginiony od II WŚ nagle się pojawił na aukcji wystawiony przez niemieckiego kolekcjonera…// Dieses herrliche Gemälde von bekanntem, polnischen Maler, Henryk Siemiradzki war seit dem II WK in Polen verschollen… Jetzt wird es plötzlich von einem deutschen Sammler zum Kauf angeboten… Beutekunst?


Marta Grzywacz 10.11.2017

Ministerstwo ma tylko trzy tygodnie na zablokowanie sprzedaży w Londynie zaginionego w czasie wojny obrazu Siemiradzkiego „Taniec wśród mieczów”. Prywatny niemiecki kolekcjoner chce go sprzedać za kwotę od 80-120 tysięcy funtów czyli 400-600 tysięcy złotych. Siemiradzki był celebrytą – Sienkiewicz zainspirowany jego „rzymskimi” obrazami napisał „Quo Vadis”.

***

Lato 1939 r: Warszawiacy tłumnie zmierzają do Zachęty na wystawę dzieł Henryka Siemiradzkiego, ulubionego malarza Polaków i Rosjan. I jedni i drudzy uważają go za swojego. Rosjanie, bo urodził się jako syn Hipolita Siemiradzkiego, carskiego oficera w Charkowie, Polacy – bo jego matka, Michalina z Prószyńskich, wychowywała go w tradycji własnego kraju, a poza tym sam Siemiradzki chętniej przyznawał się do polskich korzeni.

Na wystawie prezentowany jest między innymi „Taniec wśród mieczów” – scena ze starożytnego Rzymu, namalowana przez Siemiradzkiego już po jego osiedleniu się we Włoszech.

Siemiradzki stworzył cztery wersje tego obrazu, które różnią się rozmiarem i drobnymi szczegółami, ale temat jest ten sam: naga kobieta na tarasie willi tańczy pomiędzy sześcioma wbitymi w ziemię krótkimi, rzymskimi mieczami, przygrywa jej kobiecy tercet, obserwujący taniec mężczyźni piją wino, a w tle widać zatokę, którą otaczają łagodne, górskie szczyty. Najmniejsza rozmiarem wersja „Tańca…” widziana jest wówczas publicznie w Polsce po raz ostatni. Wkrótce obraz zaginie w niewyjaśnionych okolicznościach. Zniszczony wybuchem bomby? A może zagrabiony przez Rosjan lub Niemców,

Nie byłoby w tym nic dziwnego. Grabili i jedni i drudzy z tym, że naziści byli do tego wyjątkowo dobrze przygotowani. Na kilka lat przed wojną do Polski przyjeżdżali niemieccy i austriaccy historycy sztuki i muzealnicy, którzy pod pretekstem współpracy z polskimi kolegami po fachu katalogowali cenne dzieła, żeby potem łatwo je było zlokalizować i wywieźć. Kiedy więc we wrześniu 1939 r. do Polski wkroczyła regularna niemiecka armia, tuż za nią podążały zastępy wykształconych złodziei gotowych kraść wszystko, co wpadnie im w ręce.

Siemiradzki w Londynie: To ten sam!

Kilka tygodni temu Ministerstwo Kultury i Dziedzictwa Narodowego dostało informację, że „Taniec…” Siemiradzkiego pojawił się na aukcji Sotheby’s w Londynie. Prywatny niemiecki kolekcjoner chce go sprzedać za kwotę od 80-120 tysięcy funtów czyli 400-600 tysięcy złotych. Dzieło otrzymał od rodziców, którzy mieli je kupić w 1960 r. Aukcja zaplanowana jest na 28 listopada, Ministerstwo podjęło więc kroki, żeby ją zablokować i odzyskać obraz. Jesteśmy niemal pewni, że to ten sam, który był wystawiony w Zachęcie w 1939 r. i należał do polskich zbiorów – mówi rzeczniczka MKiDN Monika Pętas-Kurek, i liczy, że to się uda, bo Sotheby’s nie odmawia współpracy z polskim MKiDN.

Siemiradzki – celebryta

Henryk Siemiradzki jest po Tamarze Łempickiej najdroższym polskim malarzem. Od jego śmieci w 1902 r. minęło w sierpniu 115 lat, tymczasem w latach 2002-2012, pięć jego obrazów sprzedało się za kwotę 7 mln dolarów.

Tryumfalna kariera Siemiradzkiego rozpoczęła się w Rzymie, gdzie malarz osiedlił się w 1872 r. Nie miał zamiaru opuszczać na zawsze Warszawy, chciał tylko zobaczyć Wenecję, Weronę, Florencję i wybuch Wezuwiusza w Neapolu. Ale gdy odwiedził Rzym, nagle poczuł, że dotarł do kresu podróży. Jak wspomni po latach jego córka Wanda: „Oprócz Rzymu nic się już nie liczyło, to był jego świat. Jego powołanie jako artysty”. Malarza od początku fascynował antyk i życie Rzymian w czasach wczesnego cesarstwa. I to właśnie ten okres pokazał w serii czterech obrazów „Taniec wśród mieczów” (1897-1880), w „Antoniuszu i Kleopatrze”, czy „Pochodniach Nerona”. W swoich pracach sięgał też do tematyki starożytnej Grecji, mitologii, motywów biblijnych.

Siemiradzki mieszkał początkowo w samym centrum Rzymu, przy Placu Hiszpańskim, ale dwa lata później, już po ślubie ze swoją 18-letnią kuzynką Marią Prószyńską, wybudował willę na przedmieściach, przy położonej na wzgórzu ulicy Via Gaeta, skąd miał widok na dachy rzymskich kamienic i Góry Albańskie, widoczne na wielu jego obrazach. Uznanie jakim darzyli go wielbiciele sztuki sprawiło, że stał się celebrytą swoich czasów. Jego salon odwiedzały słynne postaci epoki: Ignacy Jan Paderewski, królowa Włoch Małgorzata, brat cara Rosji, wielki książę Paweł czy Henryk Sienkiewicz, który, zainspirowany „rzymskimi” obrazami malarza, napisał „Quo Vadis”. Koronowane głowy przychodziły też na wystawy Siemiradzkiego w stolicach Europy, akademie sztuk pięknych przyznawały mu honorowe członkostwa, a międzynarodowe wystawy sztuki obsypywały nagrodami.

Nigdy nie stracił więzi z Polską

W 1879 podczas krakowskiego jubileuszu Józefa Ignacego Kraszewskiego ofiarował „narodowi polskiemu” swój monumentalny obraz „Pochodnie Nerona”, inicjując tym samym utworzenie Muzeum Narodowego w Krakowie. 15 lat potem Teatr im. J. Słowackiego w Krakowie dostał od niego kurtynę – olejny obraz na płótnie rozciągniętym na drewnianym blejtramie, który do dziś otwiera i zamyka przedstawienia. Teraz jest szansa, że do Polski wróci kolejne dzieło mistrza – utracony w czasie wojny „Taniec wśród mieczów”.

Gigantyczna skala grabieży

Ministerstwo Kultury i Dziedzictwa Narodowego, które gromadzi dane na temat dzieł sztuki zaginionych podczas II wojny światowej szacuje, że na skutek zniszczeń i grabieży straciliśmy około 500 tysięcy bezcennych zabytków, w tym takich mistrzów jak Rafael, Breughel, van Dyck, Matejko, Malczewski, Kossak i Wyspiański. Ich wartość sięga 11,4 mld dolarów.

O ich odzyskanie zaczęto walczyć już w czasie wojny. W Londynie, przy Ministerstwie Prac Kongresowych powstało Biuro Rewindykacji Strat Kulturalnych, którym kierował polski historyk sztuki Karol Estreicher. W oparciu o własną wiedzę, a także raporty muzealników, bibliotekarzy i archiwistów przesyłanych do Londynu za pośrednictwem AK opracował „Katalog Strat Kultury Polskiej pod okupacją niemiecką 1939-1944”, który miał stanowić podstawę przyszłych polskich roszczeń. On też uporczywie poszukiwał cennych dzieł zrabowanych przez nazistów. W efekcie, 30 kwietnia 1946 r. do Krakowa, w 26 wagonach przyjechały odnalezione w Niemczech polskie zabytki, wśród nich ołtarz Wita Stwosza, obrazy Canaletta, czy „Dama z gronostajem” Leonarda da Vinci. Po powrocie do kraju Estreicher odbył jeszcze kilka podróży rewindykacyjnych, zawsze przywożąc ze sobą zagrabione dzieła, ale wraz z opadaniem żelaznej kurtyny rewindykacja stawała się coraz trudniejsza. W końcu, w latach 50 uznano, że jego biuro nie ma już racji bytu i zlikwidowano je.

Do sprawy grabieży dzieł sztuki wrócono w 1992 r. W MKiDN powstał wówczas zespół nazwany Wydziałem Strat Wojennych, który na powrót zaczął poszukiwania, w myśl przepisów, że grabież dóbr kultury się nie przedawnia.

Jak szukać?

Jednak jak szukać zagrabionych dzieł kilkadziesiąt lat po ich zaginięciu? Obserwować rynek sztuki – odpowiada MKiDN. Każdego dnia pracownicy Wydziału Strat Wojennych sprawdzają obiekty wystawione na sprzedaż w 4500 domach aukcyjnych w 72 krajach, które tylko w ubiegłym roku wystawiły na sprzedaż 938,000 dzieł sztuki. Analizują też uważnie wszystkie informacje napływające od muzealników, konserwatorów, historyków i pasjonatów sztuki. A przede wszystkim próbują zaangażować w poszukiwania zwykłych obywateli. Dlatego w maju 2016 r. powstała aplikacja telefoniczna ArtSherlock, która umożliwia automatyczne rozpoznawanie dzieł sztuki z dziedziny malarstwa, rysunku i tkaniny, zrabowanych z polskich zbiorów podczas II wojny światowej. Obiekty można weryfikować w dowolnym miejscu i czasie.

Czasem jednak, żeby trafić na ślad zaginionego dzieła potrzeba trochę szczęścia albo dobrej woli ze strony obecnego posiadacza. Jak w przypadku żony amerykańskiego dyplomaty, która zwróciła kupioną kiedyś przez męża martwą naturę gdy dowiedziała się, że jest to strata wojenna. W efekcie obraz „Bukiet kwiatów” holenderskiego malarza Jacoba van Walscapelle od 2001 r. znowu wisi w Muzeum Narodowym w Warszawie.

Biurko z pałacu w Wilanowie dostrzegli pod koniec 2014 r. uczestnicy projektu badawczego „Daphne” poświęconego m.in. inwentaryzacji eksponatów. Prowadziły go Państwowe Zbiory Sztuki w Dreźnie. Uwagę badaczy zwróciły ślady papierowych etykietek na meblach, nawiązali więc kontakt z Muzeum Pałacu, a gdy własność dzieła się potwierdziła, w lutym 2016 r. land Saksonii zwrócił je Polsce.

Aresztować ten obraz!

Bywa i tak, że dzieło trzeba „aresztować”. Pewnego dnia ktoś zadzwonił do Muzeum Narodowego w Warszawie z informacją, że chciałby pośredniczyć w sprzedaży obrazu. Z nadesłanych zdjęć wynikało, że może to być zaginiona w czasie wojny „Pomarańczarka” Aleksandra Giermyskiego.

Wydział Strat Wojennych przez jakiś czas prowadził z ewentualnym pośrednikiem korespondencję, ale po jakimś czasie kontakt się urwał. Polska strona poprosiła o pomoc policję, jednak interwencja nie poskutkowała. Tymczasem obraz pojawił się na aukcji, w małym, prowincjonalnym miasteczku Buxtehude pod Hamburgiem, gdzie niezależnie od siebie zauważyło go kilku prywatnych kolekcjonerów sztuki. Dom aukcyjny, a raczej antykwariat, nie chciał jednak negocjować z polskim MKiDN twierdząc, że posiadaczka obrazu odziedziczyła go po babce, która w 1948 r. wyszła za mąż za przemysłowca i kolekcjonera z Duesseldorfu. Do aukcji pozostały dwa dni. Polska strona zwróciła się więc do niemieckiego adwokata Petera Raue, który specjalizował się w szybkim zajmowaniu mienia i natychmiast uzyskała decyzję sądu niemieckiego o zatrzymaniu sprzedaży. „Pomarańczarka” wróciła do Polski w 2011 r.

Trudno było też o zwrot dwóch obrazów Juliana Fałata „Naganki na polowaniu w Nieświeżu” i „Przed polowaniem w Rytwianach” zrabowanych w czasie II wojny światowej z Zachęty i wystawionych w 2006 r. na aukcji w Nowym Jorku. MKiDN udało się powstrzymać ich sprzedaż, ale żeby obrazy zwrócono Polsce, trzeba było prosić o pomoc federalną agencję dochodzeniową Immigration & Customs Enforcement. ICE przejęła oba dzieła i dopiero gdy zakończyła dochodzenie w ich sprawie, decyzją amerykańskiego sądu, w 2011 r. obrazy wróciły do Polski.

Meklemburska klempa

Z upływem czasu odzyskiwanie zagrabionych dóbr kultury jest więc coraz trudniejsze. Powodzenie w dużej mierze zależy od tego czy dane dzieło znajduje się w zbiorach publicznych jakiegoś kraju, czy w rękach prywatnych. W tym pierwszym przypadku negocjacje odbywają się na szczeblu rządowym. MKiDN przygotowuje wniosek o restytucję, w którym musi udowodnić, że zabytek należał do polskiej kolekcji, i przedstawić w jakich okolicznościach został utracony. A potem czekać na decyzję władz strony przeciwnej. Jeśli posiadacz dzieła jest osobą prywatną, sprawa jest jeszcze trudniejsza. Kilkadziesiąt lat po wojnie nie ma już tych co kradli, są tylko ich spadkobiercy, albo osoby, które kupiły dany zabytek na rynku i często nie chcą go zwrócić.

Na początku roku syn Otto Wächtera gubernatora dystryktu krakowskiego, Horst Wächter zdecydował się oddać Polsce trzy dzieła wywiezione pod koniec wojny przez jego rodziców: akwarelę Julii Potockiej przedstawiającą Pałac Potockich pod Baranami, XVIII-wieczną mapę Rzeczypospolitej Obojga Narodów, a także rysunek renesansowego Krakowa. Podczas okupacji Krakowa, jego matka Charlotte Wächter – nazywana przez krakowian złośliwie „meklemburską klempą”, przychodziła do Muzeum Czartoryskich w nocy, żeby nikt jej nie przeszkadzał i przyświecając sobie latarką, wyszukiwała co cenniejsze dzieła do dekoracji swojego mieszkania w kamienicy „Pod Baranami”, a przed końcem wojny zabrała je do Niemiec.

W latach 2011-2016 udało się zakończyć 24 postępowania restytucyjne i odzyskać 23 dzieła. To znakomity wynik – mówi MKiDN. Do Polski wróciły m.in. „Murzynka” Anny Bilińskiej-Bohdanowicz, „Św. Iwo wspomaga biednych” – dzieło Jacoba Jordaensa, rokokowy stolik z kolekcji Stanisława Augusta w Łazienkach i obraz Francesco Guardiego „Schody Pałacowe”, zrabowane przez gubernatora części okupowanych ziem polskich Hansa Franka w Warszawie.

Utracony Rafael?

To wszystko mało – stwierdza Najwyższa Izba Kontroli w swoim raporcie z 2016 r. I wylicza, że wartość odzyskanych dzieł sięga 7,3 mln zł, a koszty poniesione w związku z ich odzyskiwaniem – czyli pensje prawników, delegacje, zewnętrzna obsługa prawna, koszty pozyskania dokumentacji czy odbitek fotograficznych wyniosły 1,16 mln.

To bardzo niewielka kwota – mówi rzeczniczka MKiDN, Monika Piętas – Kurek, tym bardziej, że rachunek ekonomiczny nie może nas powstrzymać przed próbą odzyskania dzieła, bo oprócz wartości materialnej zabytki mają znaczenie dla kultury, artystyczne i historyczne. Piętas-Kurek podkreśla przy tym, że MKiDN nigdy nie wykupuje dóbr kultury, które zostały zagrabione wskutek wojny. Dlatego starania o zwrot niektórych zabytków trwają wiele lat. W nielicznych skrajnie niekorzystnych sytuacjach wypłacana jest rekompensata kosztów konserwacji lub ułamek kwoty, za którą nabywca dokonał zakupu. Zanim jednak rekompensata zostanie wypłacona, polska strona musi mieć pewność, że posiadacz dzieła kupił je w dobrej wierze, nie wiedząc, że pochodzi z kradzieży. Kwotę rekompensaty pokrywają sponsorzy.

Spośród zarejestrowanych w bazie danych 63 tysięcy zaginionych w czasie wojny dóbr kultury, udało się odzyskać 360 obiektów. Jednak większości z nich już nigdy nie zobaczymy, bo nie zostaną odnalezione – zostały zniszczone lub ukryte, albo też nie będziemy mieć wystarczających dowodów, że pochodziły z polskich kolekcji. Zachowane opisy są często zbyt fragmentaryczne, aby udało się nam udowodnić nasze racje – mówi rzeczniczka MKiDN.

Symbolem tych utraconych i wciąż nie odzyskanych dzieł stał się “Portret młodzieńca” Rafaela Santi, także wywieziony przez Hansa Franka z Krakowa, z Muzeum Czartoryskich. Twarz młodego mężczyzny w czarnym berecie widnieje na stronie Wydziału Strat Wojennych, w informatorach muzealnych, w aplikacji ArtSherlock, na widokówkach. „Portret młodzieńca” jest jednym z najbardziej znanych obrazów w polskich zbiorach, choć większość z nas nigdy go nie widziała. MKiDN wciąż ma nadzieję, że to się kiedyś zmieni.


Die andere Seite der polnischen Bemühungen bildet Cornelius Gurlitt (1932–2014), ein quasi “normaler” Deutsche, der sich während des Kriegs eine riesige Kunstsammlung der entartete Kunst zugelegt hat.

Seine Sammlung wird gerade in der Bundeskunsthalle Bonn und in Kunstmuseum Bern  gezeigt. 2014 vermachte Gurlitt  testamentarisch seine Sammlung dem Kunstmuseum Bern. Bei der Ausstellung werden rund 250 Werke gezeigt, die man auch online mit detaillierten Fotos und ausführlichen Provenienzangaben, die den aktuellen Stand der Forschung angeben, betrachten kann (Datenbank Gurlitt). Die Kuratoren der Ausstellung in Bonn sind Rein Wolfs und Agnieszka Lulińska, eine Polin.


Agnieszka Lulińska jest kuratorem wystaw w jednym z najważniejszych niemieckich muzeów. Polka na takim stanowisku to wielka rzadkość.

Agnieszka Lulińska w jej bońskim muzeum

Agnieszka Lulińska jest piękną, elegancką kobietą około czterdziestki. Mimo, że większą część życia spędziła za granicą, mówi przepiękną, literacką polszczyzną.

Jej pasją od najmłodszych lat była historia sztuki. I zawsze jak sięgnie pamięcią, chętnie chodziła na wystawy. Dziś organizuje je w jednym z najważniejszych niemieckich muzeów – Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland w Bonn.

więcej


 Aber zurück zu Gurlitt.

Als im November 2013 bekannt wird, dass die bayrische Staatsanwaltschaft die Kunstbestände von Cornelius Gurlitt (1932–2014) beschlagnahmt hat, ist das öffentliche Aufsehen groß. Denn die 1500 Kunstwerke, die der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig: Handelt es sich um Raubkunst aus der Zeit der national-sozialistischen Gewaltherrschaft?

Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren. So konnten bislang vier Werke an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden.


Ja, vier… Vier Werke aus der Fülle von 1500 Stück. Vier Werke in vier Jahre. Bedeutet es, man würde 1500 Werke aus der Gurlitts kollektion in 1500 Jahre richtig einordnen können? Man gibt doch zu, dass bei 200 von 255 Werken, die in Bonn gezeigt werden, besteht nach früheren Angaben der Kuratoren ein NS-Raubkunstverdacht. OK, Papierkramm ist zu erledigen. Aber ein Bild in einem Jahr?

Jetzt aber Ausstellung!
Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen:

Die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern präsentieren in zwei zeitgleichen Ausstellungen eine Auswahl aus diesem umfangreichen Nachlass. Unter dem Titel »Entartete Kunst«– beschlagnahmt und verkauft liegt der Schwerpunkt der Berner Ausstellung auf der von den Nationalsozialisten verfemten Moderne, während Bonn den Fokus auf den NS-Kunstraub und die Folgen legt. Eingebettet in den historischen Kontext, zeichnet diese Ausstellung den Werdegang Hildebrand Gurlitts nach. Gurlitt, obwohl ein leidenschaftlicher Verfechter der Moderne, stieg er zu einem der wichtigsten Kunsthändler im nationalsozialistischen Deutschland auf. Nach dem Krieg konnte er ungeachtet der Schuld, die er auf sich geladen hatte, weitgehend problemlos an seine Vorkriegskarriere als Museumsdirektor anknüpfen. Parallel zu Gurlitts Lebensweg werden exemplarische Biografien von Zeitgenossen vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Schicksalen der verfolgten, meist jüdischen Künstler, Sammler und Kunsthändler, die dem NS-System zum Opfer fielen.

Die Ausstellung Bestandsaufnahme Gurlitt – Der NS-Kunstraub und die Folgen zeigt somit nicht nur eine Auswahl an Kunstwerken, die – von Dürer bis Monet, von Breughel bis Beckmann – ein breites Spektrum der Kunstgeschichte abbilden und jahrzehntelang dem Blick der Öffentlichkeit entzogen waren. Indem die Herkunft jedes Kunstwerks thematisiert wird, eröffnet sie auch einen spannenden Blick in die Geschichte der Objekte.

Bundeskunsthalle Bonn 3. November 2017 bis 11. März 2018

Kunstmuseum Bern 2. November 2017 bis 4. März 2018

und demnächst auch in Berlin. Für Herbst 2018 wird eine weitere Ausstellung zum Thema angesagt, im Martin-Gropius-Bau. 

My Polacy / Wir, Polen

Patrzą na nas naukowcy / Die Wissenschaftler schauen uns an

Ważna sprawa, napisała w mailu referentka: sytuacja najnowszych migracji z Polski do Niemiec! 

Poprosiłam ją o kilka słów od siebie o tym, co bada, czym się zajmuje, o czym pisze:

W wioskach i miastach, na obrzeżach, ale już coraz częściej w popularnych dzielnicach mieszkają Polki i Polacy. Mieszkają lub pomieszkują, jeżdżą w te i we wte albo nie jeżdżą już wcale do Polski właśnie, bo na jesieni długo się jedzie, pociągi się psują i łatwo spóźnić się do pracy w Niemczech.
A pracują wiele. Niemieckie statystyki podają, że najczęściej ponad 40 godzin tygodniowo, i w soboty też. Pracują w nowych formach zatrudnienia, czyli takich, które nie dają długotrwałego bezpieczeństwa socjalnego. Ale co tam. Wspaniale się zintegrowali. Pracują ładnie. Są zawzięci. Byle spłacić następny kredyt, byle posłać córkę na studia. A co z ich zaangażowaniem społecznym i politycznym? A co z równym traktowaniem? Czy mają równe prawa jako obywatele Unii Europejskiej? Kto się przejmuje ich losem, gdy nie mają na utrzymanie? Czy komuś zależy, żeby ich włączyć w społeczeństwo przyjmujące? Co to w ogóle oznacza? Czy niemiecka polityka ma odpowiedzi na potrzeby tych współczesnych podróżników pomiędzy dwoma krajami, których połączył w 1991 roku Traktat, co to teraz jednak niekiedy dzieli? O meandrach niemieckiej i polskiej oraz europejskiej polityki wobec polskich migrantów mowa będzie w następny wtorek w ramach Colloqium Klausa Zernacka.

Klaus Zernack Colloquium, 17. Oktober 2017

Vortragsreihe Migrationsprozesse und Kulturtransfer. Deutsche und polnische Kontexte

Prof. Dr. Michael G. Müller und Prof. Dr. Robert Traba laden gemeinsam mit Prof. Dr. Igor Kąkolewski ein
zum Vortrag von

Dr. Kamila Schöll-Mazurek
Integrations- und Poloniapolitik.  Erfüllen sie ihre Funktion für polnische Neuemigranten in Deutschland?

Kommentar:
Prof. Dr. Magdalena Nowicka (Berlin)

Dienstag, den 17. Oktober 2017, 19:00 Uhr

Bibliothek des Zentrums für Historische Forschung Berlin

der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Majakowskiring 47

13156 Berlin-Pankow

783 085 polnische Immigranten leben derzeit in Deutschland, weitere suchen hier eine Perspektive. Gleichzeitig kamen viele Flüchtlinge nach Deutschland. Deshalb verschiebt sich der Fokus der deutschen Politik. Neben diesen aktuellen Herausforderungen bekommt die Integration der länger hier lebenden Migranten, vor allem aus der der Türkei und den nordafrikanischen Ländern, mehr Aufmerksamkeit. Die polnischen Zuwanderer werden auch als Strebermigranten oder unsichtbare Migranten bezeichnet, die sich hervorragend integriert haben. Was ist das eigentlich für eine Integration? Sind die Instrumente der Integrationspolitik für diese Gruppe angepasst? Wie ist diese Politik konstruiert und für wen?

In ihrem Vortrag stellt Dr. Kamila Schöll-Mazurek die Überzeugung infrage, dass die polnischen Immigranten in Deutschland hervorragend integriert sind. Sie zeigt, dass in einer Situation, wo die Politik auf viele Herausforderungen reagieren muss, die Grenze fließend ist.

Die Grenze zwischen Integration als Selbstläufer, wie sie sich in den Biografien zahlreicher polnischer Migranten zeigt, und einem verborgenen Scheitern, bei dem polnische Arbeitsnehmer zwar äußerlich integriert wirken, sich aber durch Schwarzarbeit um ihre Rente bringen, ihre Kinder bei den Großeltern aufwachsen lassen und durch ständiges Pendeln in beiden Gesellschaften den Anschluss verlieren.

Dr. Kamila Schöll-Mazurek forscht am Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien an Europa-Universität Viadrina. Sie promovierte 2010 über die rot-grüne deutsche Außenpolitik gegenüber Polen. 2017 erscheint ihre Monografie über die Situation der Neu-Immigranten aus Polen in Deutschland in ausgewählten Lebensbereichen (K. Schöll-Mazurek, Między polityką integracyjną a polityką polonijną. Status najnowszych polskich migrantów w Niemczech wybranych obszarach po 2011 roku, Księgarnia Akademicka, Kraków 2017).

Szopa w salonie 9

Die deutsche Version – siehe Link ganz unten

Łukasz Szopa

Nigdy więcej wojny?

Ledwo co minął 17 września, 78 rocznica napaści na Polskę i tym rozpoczęcia wojny z naszym krajem. Związku Radzieckiego. Nikogo z Polaków mieszkających w Niemczech (ani z post-Sowietów, bo to nie tylko Rosjanie w owej wojnie brali udział) nie dziwi fakt, iż nikt tego dnia tutaj nie wspomina. Nie ich wojna, nie ich rocznica.

Trochę bardziej dziwi fakt, iż ponad dwa tygodnie temu, 1 września, też mało kto w Niemczech wspiminał rozpoczęcie innej, własnej wojny. Też co prawda z Polską, ale to tak na marginesie. Jakoś albo mnie to ominęło, albo za mało oglądam telewizję i czytam gazety, za mało na miasto wychodzę – nic szczególnego nie zauważyłem. Pewnie coś było i wina moja – jednak na pewno, jeśli jakieś wspomnieniowe akademie czy wykłady były, złożenia wieńców i takie tam – to z pewnością mniej rozreklamowane i mniej prominentne niż obchody tamtej wojny zakończenia – czyli 8 maja (albo i dziewiątego, Niemcy w zależności od pochodzenia geopolitycznego, różnie na to patrzą). No tak, Niemcy najwyraźniej, jeśli już o wojnie mówić muszą, wolą jej koniec, niż początek. I bardzo dobrze, są tutaj najwyraźniej bardziej pouczeni historią niż choćby Rosjanie, Amerykanie czy Izraelczycy.

Jednak od dłuższego czasu mam wrażenie, że Niemcy nie lubią wojny do tego stopnia, że unikają nie tylko rocznic jej rozpoczęcia, ale i – samego słowa. Wiadomo, nie unikają kompletnie, tym mniej w kontekstach historycznych, jednak w odniesieniu do wojen aktualnych, jakoś tego słowa nie lubią.

Wystarczy zerknąć do gazet czy TV-Newsów. Taka Ukraina. Wojna trwa tam – z przerwami, ale jednak – od ponad trzech lat, a Niemcy wolą jednak mówić o tym „Konflikt“ czy „Krise“. No tak, nie ma co udawać, błędne to nie jest, bo sytuacja na Ukrainie to niewątpliwie „konflikt“, i jak najbardziej kraj ten znajduje się w sytuacji kryzysowej.

Ponad dwa lata temu (patrz link na dole do artykułu) zrobiłem małe badanie, może nie całkiem obiektywne, ale na pewno wymowne: na ile w kontekście tego, co dzieje się na Ukrainie, media w danych krajach piszą o tym „konflikt“, „kryzys“, czy właśnie „wojna“. Oto wyniki:

Süddeutsche Zeitung: 383 / 543 / 49

Spiegel Online: > 10 Seiten (stron) / > 10 Seiten / 2 Seiten

ARD: 1640 / 2750 / 72

Der Standard (Österreich): 340 / 670 / 15

NZZ (CH): 5930 / 5250 / 10500

Sputnik-News: 1399 / 2283 / 604

Nowaya Gazeta (Russland): 4 Seiten / 3 Seiten / 6 Seiten

The Moscow Times: 2 Seiten / 3 Seiten / 2 Seiten

Kiyiv Post (Ukraine): 353 / 706 / 508

Daily Telegraph (GB): 520 / 643 / 776

Gazeta Wyborcza (Polen): 1690 / 1546 / 421

CNN.com: 565 / 996 / 862

Global Times China: 690 / 723 / 709

Al Arabija: 23 Seiten / 33 Seiten / 34 Seiten

Der Freitag: 258 / 349 / 36

Wychodzi jasno, że nie tylko Niemcy, ale i Austriacy słowa „wojna“ boją się jak samej wojny. Całkiem inaczej Amerykanie, Brytyjczycy, Arabowie, Chińczycy, a nawet taka Szwajcaria. Co znamienne, nawet tak zaangażowany polski dziennik jak „Gazeta Wyborcza“ o wojnie – podobnie jak Niemcy – niechętnie wspomina.

Czyżby więc działał mechanizm, że im bliżej, tym lepiej siedzieć cicho? I – jak tego nie wypowiemy, to tego nie ma?

A może to – przynajmniej w Niemczech, może i w Austrii – efekt „alianckiej reedukacji“ po roku 1945?

Chyba tak, bo wspominałem już tutaj na blogu o pewnej „zielonej“ Niemce, którą spotkałem w świeżo-powojennym Sarajewie w 1996, która – odwrotnie niż ja – była przerażona obecnością niemieckich wojsk (w ramach pokojowej misji IFOR pod egidą UNO) w Bośni-Hercegowinie. Przerażony z kolei był – również w Bośni – niejeden Niemiec mojego lub podobnego rocznika, gdy opowiadałem nie tylko o kolekcjach zabawkowych żołnierzyków czy czołgów, i wspaniałych piaskownicowych bataliach (im rodzice za żadne skarby takich zabawek by nie kupili), ale i o zabawach na podwórku. Które – właśnie zabawy „w wojnę“ – stanowiły 70% naszego czasu przeznaczonego na zabawę, bijąc szukanie skarbów á la Pan Samochodzik, kopanie w piłę, wyścigi kolarskie, wspinanie się po drzewach, pogrzeby martwych żab, ptaków i kotów, czy wkradanie się do pobliskich Browarów Tyskich. A ja z niemal sadystycznym umiłowaniem relacjonowałem im nasze walki indiańskich plemion (Winnetou, Tecumseh), bitwy ze Szwedami, Rosjanami i Tatarami (tak, cała Trylogia), no i oczywiście serię walk – frontowych czy partyzanckich – rodem z II Wojny Światowej (Czterej Pancerni, Kapitan Kloss, itp). Dla nich takie zabawy były nie do pomyślenia.

Dziwili się więc, jak to możliwe, że ktoś tak „wojennie“ (nie)wychowany, znalazł się dobrowolnie na Bałkanach by jako „peacenik“ starać się o pokój i powojenne pojednanie.

A odpowiedź jest może prosta. Bo jednym wyżej wymienione zabawy, inspirowane książkami i filmami z dzieciństwa, a drugim relacja osoby, która to przeżyła.

Jakoś tak się złożyło, i była to jedna jedyna taka rozmowa, że w wieku chyba 11 czy 12 lat zapytałem dziadka (który miał „szczęście“ być i w Wehrmachcie, i u Andersa), jak to było na tej wojnie, jak się człowiek czuje, czy jest się bohaterem, czy i jak odczuwa się „honor za ojczyznę“, czy to tak jak na filmach?

Dziadek odpowiedział spokojnie i dobitnie, i zostało mi to na zawsze w pamięci: nic takiego nie ma, żadnego honoru, bohaterów, miłości do ojczyzny, nawet nienawiści do wroga. Siedzisz przemoknięty i zziębnięty w okopie, portki masz ze strachu pełne wiadomo czego, i tylko czekasz aż się to wszystko skończy.

I powiedział to człowiek, dla mnie największy autorytet w wielu kwestiach (polityka, literatura, filozofia), który jako cywil ani za okupacji niemieckiej, ani za komuny, nie bał się mówić swojego zdania – również organom państwa, który był odważny (ale i równocześnie rozważny), który był patriotą w sensie mądrym, obywatelskim, chrześcijańskim, humanistycznym.

Dlatego i dziś – gdy widzę chłopców czy to w Polsce, czy w Berlinie, latających ze spluwami po ulicy, nie razi mnie to. Uśmiecham się nawet, gdy zauważam, że czasem to właśnie dzieciaki „antywojennych“, „alternatywno-lewicowych“ rodziców, uwielbiają paradować uzbrojone po zęby w okolicach byłego muru. Dadzą sobie radę.

Nie uśmiecham się, gdy w grę (lecz nie „zabawę“) wchodzą chłopcy więksi, jak polski minister obrony Macierewicz i jego „chłopcy od Obrony Terytorialnej“. Im też się najwyraźniej nudzi, lecz w tym przypadku obawiam się, że życie już ich nic nie nauczy, nie zmieni, że oni rady sobie nie dali – i nie dadzą. Też dlatego, że nie mają już żadnego dziadka, a jeśli go mieli, to może niedokładnie słuchali.

Link do artykułu podobnej treści z „Der Freitag“:

https://www.freitag.de/autoren/lukasz-szopa/die-scheu-vor-dem-gewissen-k-wort


PS od Adminki: Tak się złożyło, że mam, od ponad 20 lat ten sam, numer telefonu komórkowego, złożony z prefiksu i końcówki, pomiędzy którymi ulokował się wyraźnie i rozłożyście (rok, no bo jakżeby inaczej) 1939. Jestem osobą publiczną i nader często dyktuję ten numer i Niemcom, i Polakom: 01 tam tam 1939 tam tam tam. Polacy wszyscy (naprawdę wszyscy) wzdragają się, jak słyszą te cztery cyfry, i prawie zawsze to komentują, Niemcy nie komentują tego nigdy, bo przecież, statystycznie rzecz biorąc, trzy lub cztery osoby w ciągu ponad  20 lat po prostu się nie liczą…

Zapomniane groby / Vergessene Gräber

Für die deutschen Leser: In diesem Post geht es um Identifizieren der Deutschen, die auf dem evangelischen Friedhof im Grömbach  (heute Łaznowska Wola) begraben liegen.  Der Friedhof ist von der lokalen Obrigkeiten und Bewohner gepflegt, man sucht Infos, Bilder, Dokumente – kurzum: Kontakt zu den Angehörigen. Die Liste der Gräber, die identifiziert wurden – hier: Groembach-LaznowskaWola

Nigdy nie wiedziałam, po co właściwie publikuję takie wpisy? Ale już wiem – bo ludzie się szukają! Również na cmentarzach.

Ciekawe rzeczy dzieją się ze starymi cmentarzami ewangelickimi w Polsce. Przez dziesiątki lat zapomniane, zdane na łaskę losu, wykorzystywane jako swoiste “składy surowca” – kamieni i metalu – omijane z daleka i co najwyżej użytkowane przez lokalnych pijaków lub wagarującą młodzież, nagle doczekały się zainteresowania, bywa, że  jednocześnie z dwóch stron, jak to się zdarzyło np. w Mrągowie – czyli społeczności lokalnej zainteresowanej zachowaniem obiektu jako świadectwa historii oraz deweloperów, których skusiła “ziemia niczyja”.

Po wielkiej akcji usuwania niemieckich (poniemieckich, jak się je wtedy określało) cmentarzy w dużych miastach w okresie Komuny, co między innymi opisał Günter Grass w książce Wróżby kumaka, cmentarze ewangelickie popadły w całkowite zapomnienie, aby teraz nagle ożyć. Widziałam to w Szczecinie i w Łobzie, w Grzybowie i Mrągowie, w Sowim Rogu… Cmentarze, którym przywraca się życie, no bo jak inaczej ocenić stosowane w takich wypadkach słowo “rewitalizacja”? Pisałam o takich cmentarzach ja, pisali moi autorzy, Małgosia Płoszaj, Tomasz Fetzki, Michał Rembas, Edda Elsa Frerker… Zapomniane cmentarze, nieznane groby nieznanych ludzi, kiedyś budzące strach lub co najmniej niepokój, stały się nagle tematem dnia.

Ponieważ publikuję tu teksty o tych cmentarzach, to siłą rzeczy pojawiają się następne…

Tym razem Łaznowska Wola:

W wyniku interwencji obywatelskiej, pisze Hanna Szurczak, Urząd Gminy w Rokicinach podjął starania oznakowania istniejącego w Łaznowskiej Woli cmentarza ewangelickiego. Jesienią 2015 roku oczyszczono drogę dojazdową z nadmiernie wybujałej zieleni, ustawiono drogowskaz informujący o cmentarzu, a na murze umieszczono tablicę informującą o tym, że znajduje się on w Gminnej Ewidencji Zabytków i przeto objęty ochroną prawną. Ponieważ nieruchomość nie należy do gminy, niemożliwe są prace interwencyjne na samym cmentarzu. Gmina zainteresowana jest jednak tematem i rozważa kolejne działania, które mogą doprowadzić do poprawy sytuacji.

Tyle na stronie. W mailu pani Hanna pisze więcej:

Załączam wykaz osób tu spoczywających, który udało się sporządzić podczas prac porządkowych. Wykaz “z natury”, nie wszystkie dane udało się z pomników odczytać.

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Niemieckie groby w okolicach Łodzi. To wymaga jednak pewnego wyjaśnienia. Na byłych ziemiach niemieckich niemieckie groby są czymś oczywistym. Nawet w pobliskiej Łodzi będą OK, bo że w Łodzi byli Niemcy to od czasów Wajdy wiemy, ale w okolicy? To taka informacja, którą trzeba uzupełnić.

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Łaznowska Wola nazywała się przed I wojną światową Grömbach czy też Grünbach i była osadą z roku 1800, kiedy to wszystkie te tereny wskutek rozbiorów weszły w skład państwa pruskiego. Prusy ściągały kolonistów z Niemiec, w tym wypadku z okolic miasteczka Grömbach w Szwabii, co sprawiło, że nowa osada została nazwana tak jak miejscowość rodzinna.

To to osadnictwo, przez które gdzieniegdzie do dziś Niemców określa się słowem Szwaby, co jest oczywiście obraźliwe. Z nielubianych sąsiadów określenie przeniosło się na karaluchy. W innych miejscach Polski owady te nazywa się Prusakami. Na pocieszenie dodam, że potoczna nazwa karaluchów w Niemczech brzmiała w XIX wieku “Francuz”, a we Francji “Boche” czyli Szkop.

Koloniści otrzymywali nadanie ziemi i zwolnienie z podatków na sześć lat. Akurat, gdy minął termin ulg, wskutek wojen napoleońskich i powstania Księstwa Warszawskiego, Grömbach znalazł się w strefie wpływów francuskich. Koloniści popadli w ubóstwo, wyjechali dalej, na Wołyń lub wręcz wrócili do Szwabii. Po roku 1813 ci, którzy zostali, stali się obywatelami państwa rosyjskiego. Spowodowało to kolejne emigracje kolonistów niemieckich, tym razem w kierunku Besarabii. W roku 1814 wyjechało stąd na zawsze prawie 140 rodzin. Na opuszczone tereny przywędrowała fala kolonistów z Pomorza.

To pod zaborem rosyjskim miejscowość Grömbach przekształciła się Łaznowską Wolę. Rosyjskie słowo Wolja oznaczało osadę, której mieszkańcy byli wolni czyli nie podlegali przymusowi pańszczyźnianemu. W roku 1825 w wiosce były 82 chałup. Po powstaniu Listopadowym nastąpiła kolejna fala relokacji osiedleńców, nie tyle z powodów politycznych, ile z uwagi na głód i nieurodzaj… Podczas I wojny światowej w Woli toczyła się część wielkiej bitwy o Łódź, co sprawiło, że wioska została bardzo zniszczona. W roku 1937 ponad 20 domów strawił wielki pożar. Od końca XIX wieku do wsi napływali też Polacy, przed II wojną w wiosce mieszkało już 10 polskich rodzin. A w ogóole to sprawy ludnościowe miały się, jak następuje:

W roku 1825 w wiosce mieszkało 732 osób
w roku 1835 – 521 (78 kolonistów + 323 członkowie rodzin + służba ok. 30%)
Pod koniec XIX wieku: 986 mieszkańców
1935 – ok. 840 Niemców

Powyższe zestawienie zaczerpnęłam z niemieckiego artykułu w Wikipedii i zastanawiają mnie w nim przeróżne określenia mieszkańców tej miejscowości. W każdym razie w roku 1935 zaznacza się, że mieszkańcami byli Niemcy. Plus, jak rozumiem, tych 10 rodzin polskich, które jednak nie znajdują miejsca w statystyce mieszkańców.

Strona nie podaje, jakie były dzieje wioski po roku 1945, co ciekawe jednak w sieci znajduje się lista sporządzona na podstawie książki “Osadnictwo szwabskie w Polsce w latach 1795-1945”. Wymienia się tu ok. 50 rodzin szwabskich z roku 1800 i listę Niemców z roku 1945, obejmującą też ok. 50 rodzin – czyli dwie listy oznaczające początek i koniec osadnictwa szwabskiego w Polsce.

Jeszcze dziwniejsza jest jednak strona internetowa polska, która nie podaje nic na temat historii wioski. Jak to w Polsce często bywa – nie mamy historii, co w domyśle oznacza – zawsze byliśmy tu my, Polacy, nigdy nie było żadnych Niemców. Znam to znakomicie z czasów Komuny z Pomorza, ale jednak w roku 2017 w Województwie Łódzkim… No no!
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Wracam do maila pani Hanny:

Próbowałam nawiązać kontakt przez mittelpolen.de, ale poza administratorami nie odezwał się nikt. Chcę odnaleźć nazwę miejscowości, którą podał ktoś właśnie na tym forum, gdzie rzekomo miała osiąść większość przesiedleńców z Łaznowskiej Woli. Istnieje również archiwum ojczyźniane w bibliotece w Herne, ale po początkowo dobrym kontakcie i zapewnieniu o możliwości skorzystania z zasobów wszystko umilkło:(
Czekam tak od zeszłego roku. Na co liczę? Na stare zdjęcia i dokumenty, bo już nie bardzo na realną pomoc. Cmentarz jest jedynym źródłem wiedzy o byłych mieszkańcach, ponieważ spłonęły księgi parafialne, a archiwum nie posiada duplikatów. Odtwarzam więc historię, którą zapisano na nagrobkach…

Tu lista grobów: Groembach-LaznowskaWola

Szopa w salonie 6

Łukasz Szopa

Ludwik czyli chęć życia

Tydzień temu, w kolejną rocznicę Powstania Warszawskiego, pomyślałem, jak często tego dnia, o Ludwiku. I przypomniałem sobie jego niekoniecznie przez wszystkich lubiane słowa: „Dobrze, że wtedy byłem w Oświęcimiu – gdyż inaczej niechybnie zginąłbym w powstaniu!“

Ale zacznijmy od początku.

Ludwik był wieloletnim, bardzo bliskim przyjacielem – najpierw mojego taty, potem całej naszej rodziny. Niesłychanie ciepły człowiek, zabawny, pełen anegdot, opowieści, ale i wdzięku, którym oczawrowywał nie tylko kobiety – ale dosłownie każdego. O bardzo dobrej twarzy, miękkich oczach, pełen życia i humoru.

Z tatą poznał ich – jak to w Polsce – oczywiście przypadek, zawodowy. Firma, którą Ludwik reprezentował, szukała pod koniec lat 70 kogoś, kto znał się na tworzywach sztucznych, a równocześnie byłby skłonny dużo jeździć po Polsce – i nie tylko. Jakimś cudem Ludwik dowiedział się o facecie, który „właśnie wrócił z Indii, dokąd wyruszył małym fiatem, a który częściowo przebudował dzięki własnym patentom z tworzyw sztucznych“ (jak słynny bagażnik dachowy).

I tak właśnie pewnego letniego wieczoru Ludwik dotarł do Tychów w okolice naszego domu, parkując samochód nieopodal Browaru Książęcego. Niecałe pięćdziesiąt metrów od wielkiej bramy browaru, z której wychodziły tory pociągów regularnie rozwożących „Tyskie“ w Polskę, i ustawionej kilka metrów obok wielkiej tablicy drogowej „Oświęcim – Muzeum Auschwitz, 20 km“.

Podczas kolacji Ludwik zdjął marynarkę, a że lubił nosić koszule z krótkim rękawem, w chwilę potem pewien siedmioletni chłopak zapytał go, widząc tatuaż na ramieniu: „A co to za numerki?“

Rodzice nie zdążyli rzucić na mnie zgorszonego spojrzenia, gdyż Ludwik już zaczął historię swojego życia – czyli że był więźniem Oświęcimia (wiem, powinno się mówić „więźniem obozu Auschwitz“, lecz sam Ludwik tak się wyrażał). I jak do tego doszło.

Dla mnie, dziecka wychowanego nie tylko na telewizyjnych filmach dokumentalnych o II wojnie światowej, temat nie był szokujący. Szokujący był styl, w jakim Ludwik o tym opowiadał. Ani cienia etosu, ani krzty złości na Niemców, żadnej chęci odwetu, żadnej bohaterskiej retoryki. Opowiadał o tym jak o anegdocie, przypadku wakacyjnym, lekko. Właśnie tym podkreślając – że to daleka przeszłość. I owszem – ważna część jego życia, lecz na pewno nie jedyna, na pewno nie ta dominująca. Gdyż – jak było widać – obóz i wojnę przeżył, i siedział tu teraz z nami, opowiadał, zajadał i popijał.

Jak opowiadał Ludwik – miał szczęście, że dostał się do Oświęcimia. A wszystkiemu winna… kobieta, miłość.

Gdyż jako siedemnastolatek, żyjąc w Warszawie, wpadł w 1943 w „kocioł“ zastawiony przez Gestapo. Gdzie tu miłośc, kobieta? Ano, tłumaczył, wszystko jego własna w końcu wina. Gdyż „kocioł“ przygotowany był na spotkanie konspiracyjne grupy AK, w ramach której miał mieć jakieś tajne szkolenie. Ale wypadło tak, że w wieczór szkolenia akurat umówił się z jakąś wspaniałą dziewczyną – no i postanowił zamienić się z kolegą dniem (gdyż te same szkolenia odbywały się w dwa różne dni tygodnia). No i zamienił się – by tego feralnego drugiego maja 1943 zamiast spotkać się z laską – mieć randkę z Gestapo.

W tej chwili opowieści wtrącił się równocześnie nie tylko mój tata (często to robi w rozmowach), ale i polski przypadek. Tata przerwał Ludwikowi, mówiąc, że to niesamowite, gdyż oznacza to, że aresztowanie miało miejsce w dniu jego, taty, urodzin. Nie tyle w dniu, a właśnie w dzień, w którym mój tata przyszedł na świat. To zaskoczyło również samego Ludwika – gdyż dnia urodzin mojego ojca nie znał, jedynym „CV“ które posiadał o nim była wyżej wspomniana „rekomendacja o facecie z maluchem do Indii“. Cóż, był to początek wspaniałej przyjaźni – i Ludwik oczywiście nocował u nas na gościnnej kanapie.

Z Ludwikiem spotykałem się od tamtego czasu sam już nie wiem jak często, jako dorosły już chłopak odwiedzając go, gdy była okazja w Warszawie. Zawsze zafascynowany jego ciepłem, prostotą słów, lekkością z którą opowiadał i wypowiadał najważniejsze rzeczy.

Nigdy nie nienawidził Niemców – a wręcz uwielbiał jeździć do Niemiec, nie miał problemu z faktem, że jego córka poślubiła Niemca.

I zarówno zaszokowamym Niemcom jak i zaszokowanym Polakom tłumaczył, dlaczego dla niego obóz w Oświęcimiu był szczęściem. Bo był większą szansą na przeżycie (oczywiście chodziło o obóz Auschwitz I, gdzie dostał się jako „polityczny Polak“, nie o Birkenau). Gdyż po owym aresztowaniu w 1943 dostał się najpierw na Pawiak. A tu było dla każdego warszawiaka jasne, że szanse przeżycia – niższe niż w Oświęcimiu. Tym bardziej po pierwszych dniach, gdy co dnia stawiano go z grupą więźniów pod ścianę, po czym przypadkowo, wyrywkowo, wyprowadzano co trzeciego na rozstrzelanie. (Ponoć jego rodzice wręcz dali łapówkę, by ich syna po kilku tygodniach przeniesiono do obozu).

A o tym numerze na ramieniu też lubił opowiadać – nie tylko w Niemczech, gdzie oczywiście też jak gdyby nigdy nic lubił chodzić w koszulach z krótkim rękawem. Właśnie opowiadając o tym tatuażu, podkreślał, że nigdy nie chciał go usunąć. Ale też przypominał chwilę, gdy w pierwszym dniu mu ten numerowy tatuaż robiono. Poprosił wtedy oddelegowanego do tej roboty więźnia, by… robił to ładnie, uważnie, by cyferki nie były nakłute byle jak, ale – by to w miarę dobrze wyglądało, kaligraficznie. Tamten zdziwił się. Ludwik wytłumaczył mu: No, bo jeśli stąd wyjdę, a to niewykluczone – to chcę by to moje ramię jakoś przyzwoicie wyglądało!

To właśnie taka Ludwikowa nie tyle sentencja, co esencja: w jednym zdaniu humor, ale i powaga. Gdyż już wtedy powiedział sobie, że chce żyć, że wierzy w to, że kiedyś wyjdzie, że się to skończy, że Hitler przegra. Nigdy nie zwątpił. I ta irracjonalna, błaha wiara, ta optymistyczna wizja – stała się jedną z psychologicznych podstaw do tego, że rzeczywiście te niemal dwa obozowe lata przeżył.

Niecałe dwa lata – gdyż w miarę zbliżającego się frontu wschodniego Ludwika razem z częścią więźniów przenoszono coraz to dalej na zachód – to pociągami, to pieszo. I tu też ani słowa skargi z Ludwikowych ust. A nawet kolejna anegdota: O tym, jak mimo walącej się Trzeciej Rzeszy, nalotów, paniki wśród wojska i ludności – „z niemiecką dokładnością“ działała… niemiecka poczta. Gdyż paczki, wysyłane do niego przez rodzinę do Auschwitz, też szły dalej „za adresatem“ – aż do Dachau, gdzie w końcu przyszło wyzwolenie.

Po którym wcale od razu do Polski nie pojechał. Oczywiście, jako członek AK i będąc w strefie amerykańskiej – ponad półtora roku zastanawiał się, czy do kraju wrócić, czy jest sens, czy warto ryzykować. No i oczywiście również ten epizod swojego życia potrafił opisać na swój sposób: Jak już nauczyłem się niemieckiego, byłem dorosły, do tego korzystając z mojego niemieckiego nazwiska – postanowiłem zakosztować trochę życia, i włóczyłem się trochę po zachodnich zonach Niemiec, poznając masę wspaniałych Niemców.

I tak też należy rozumieć jego „żart – nie żart“, że „dzięki“ obozowi czy w ogóle aresztowaniu, dzięki kobiecie i zakochaniu i własnej naturze lekkoducha – przeżył wojnę. Gdyż dla młodego chłopca z AK w Powstaniu Warszawskim, w którym na pewno brałby udział – szanse na przeżycie były gorsze niż w Auschwitz czy na Pawiaku.

Na koniec dodam tylko, że Ludwik dożył prawie 90 lat. Sami zgadnijcie, czym tłumaczył swoją dobrą kondycję, nie tylko fizyczną. Ale co ważniejsze, i do samego końca, gdy była mowa o czasach II wojny światowej, wolał poruszać temat jako „pełną anegdot gawędę o młodości“, a i tak dużo bardziej wolał rozmawiać o teraźniejszości odnawianej i rozkwitającej w latach 90 i potem rodzinnej Warszawy, o otwierającej i łączącej się Europie, o wreszcie wolnej Polsce, w której po prostu pięknie i spokojnie się żyje.

Tekst po niemiecku / Text auf Deutsch Freitag 29.01.2015
https://www.freitag.de/autoren/lukasz-szopa/ludwik