W Sprachcafé Polnisch am Freitag 19. April um 19 Uhr / W Polskiej Kafejce Językowej
Schulzestr. 1
13187 Berlin / S-Bahn Wollankstr.

W Sprachcafé Polnisch am Freitag 19. April um 19 Uhr / W Polskiej Kafejce Językowej
Schulzestr. 1
13187 Berlin / S-Bahn Wollankstr.

Magdalena Schwabe
PM Februar 2024
# Frauen & Kultur & Geschichte
# deutsch-polnisches kollektives Gedächtnis

3. Polkopedia Workshop / Austellung ab 15 Uhr
Nach 3. bewegenden Workshops laden wir am Sam, den 24. Februar 2024 in die Regenbogenfabrik (Lausitzer Straße 21a, 10999 Berlin) ein zur Eröffnung der Ausstellung Frauenportraits der vergessenen Heldinnen – der Opfer des Nationalsozialismus, die aus den Seiten der Geschichte gelöscht wurden und wieder ihr Gesicht bekommen.
Wir widmeten ihnen drei Workshops, in denen wir sie durch das Verfassen von Biografien erinnerten und würdigten.
Im Strafgefängnis Plötzensee wurden während des 2 Weltkrieges über 40 polnische Konspiratorinnen hingerichtet.
Wer waren diese Frauen? Wofür haben sie ihr Leben verloren? Den meisten enthaupteten polnischen Frauen wurde Hochverrat am Deutschen Reich vorgeworfen. Viele von ihnen arbeiteten im Untergrund, andere gaben jemandem ein Stück Brot, andere waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie verloren ihr Leben für Worte, ein Stück Brot, für den Kampf für die Freiheit.
Die Initiatorin des Projekts, Ewa Maria Slaska, sowie die Autorin der Frauenportraits, Anna Krenz, stehen zum Interview und Gespräch da. Eingeladen sind auch engagierte Berliner_innen, die mit uns 24 Biografien der Polinnen aus Plötzensee rekonstruiert haben, Collagen und Zeichnungen gemalt oder an der Performance von Ewelina Jaworska teilgenommen haben. Die Schicksale dieser Frauen und ihre Zeichnungen sind online auf polkopedia.org veröffentlicht. Wir taten es, weil es endlich an der Zeit ist, die Vergessenen aus der Vergessenheit zu holen!
So beschreiben wir die fehlenden Karten der deutsch-polnischen Geschichte in Berlin. Und zeigen der Öffentlichkeit die bisher unbekannten Opfer des Verbrecher-Regimes. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine hat die Geschichte eine völlig neue Dimension, die an Relevanz und Aktualität gewinnt.
Team: Ewa Maria Slaska https://ewamaria.blog
Anna Krenz http://annakrenz.net/krenz_bio.html
Konrad Kozaczek / Agnieszka Glapa / Fotos u. Video: Marzena Zajączkowska https://sinus3.com / Magdalena Schwabe
Kontakt/Presse: bobowskaberlin@gmail.com T +49 (0) 173 3129 704






Das Projekt von Ambasada Polek e.V.
in Zusammenarbeit mit
Regenbogenfabrik e.V. , Dziewuchy Berlin e.V., Polkopedia und International Council of Polish Women.
Das Projekt wird von der von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert.

Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen die Verantwortung.

Als Beispiel dessen, was wir tun und worüber wir erzählen werden, zwei Beiträge von Ela Kargol, jeden po polsku, jeden po niemiecku / ein auf Deutsch und ein auf Polnisch.
Po niemiecku poniżej / Po polsku TU:
https://polkopedia.org/wiki/Jadwiga_Neumann_PL
Jako przykład tego, co robimy – dwa wpisy – autorka: Ela Kargol
Wilhelmine Günther (18. VII. 1917 – 9. VI. 1944)
Wilhelmine wurde 1917 in meiner Stadt, in Poznań geboren. Ihre Eltern lebten in Jeżyce (Jersitz) in der heutigen Staszica-Straße, damals Moltkestraße, in einem Gebäude, das, wenn die Nummerierung nicht geändert wurde, und offenbar wurde sie nicht geändert, heute noch steht.
Die Straße ist immer noch voller alter Mietshäuser, von denen die meisten den Krieg überstanden haben. Einige davon sind renoviert, der dekorative Stuck an ihren Fassaden wurde wiederhergestellt. Die kunstvollen Balkonbalustraden wurden repariert. Die Häuser mit geraden Zahlen haben ihre Vorgärten beibehalten.
Continue reading “Sprachcafé: Polkopedia.”Lidia Głuchowska
PŚEPŠOSENJE / INVITATION
MJAZYNARODNY SYMPOZIUM / INTERNATIONAL SYMPOSIUM
&
dwójne wótwórjenie wustajeńcowu / double opening of the exhibitions
„Wšykno jo krajina. Serbski mólaŕ Jan Buk“ & „Hommage à Jan Buk (IV): WŠUŹI – NIŹI – DOM“ /
“Everything is a Landscape. The Sorbian painter Jan Buck” & “Hommage à Jan Buck (IV): EVERYTHING – NOWHERE – HOME”
2.02.2024, Muzeum Ziemi Lubuskiej, Zielona Góra, al. Niepodległości 15, 65-048 Zielona Góra
Monika Wrzosek-Müller
Kunstbetrachtungen in grauen Tagen
Die Tage sind eher unfreundlich, wir haben einen richtigen Winter; die Traktoren mit unzufriedenen Bauern rollen über die Straßen, auf den Gehwegen türmt sich der nicht geräumte Schnee. So habe ich angefangen, an schöne Dinge, an Schönheit zu denken und mir sind die letzte Ausstellung über Hayez in Turin und der Film über die Vermeer-Ausstellung eingefallen, und dann war ich letztens auch in dem Film über die Künstlerfamilie Giacometti. Ist euch aufgefallen, dass es im Kino immer mehr sehr gute Dokumentarfilme gibt (nur 2023: Joan Baez: I Am a Noise, Lagunaria, Anselm-Das Rauschen der Zeit, Heaven can wait etc…)? Was bedeutet das, was sagt das über uns aus, über unsere Zeit? Sehen wir uns gerne unsere glorreichen Storys an, Menschen mit großen Talenten – so als ob wir Angst hätten, unsere Zeit würde keine solchen Genies mehr hervorbringen, oder wollen ihnen gedenken?…
Continue reading “Frauenblick auf die Schönheit”Michael G. Müller
Als ich aus dem Wenders-Film „Perfect Days“ kam, war ich beeindruckt und verwirrt zugleich. Beeindruckt war ich von den atemberaubenden Bildern von Tokio (meistens von den schöneren Seiten), von der wunderbaren Hauptfigur (dargestellt von Kōji Yakusho) mit ihrer irgendwie geheimnisvollen Geschichte – ja und natürlich von den öffentlichen Toiletten in Shibuja, nicht nur Tempel zivilisierter öffentlicher Hygiene, sondern auch kleine architektonische Meisterwerke. Sie entstanden übrigens im Rahmen des Prestigeprojekts The Tokyo Toilet, über das man sich auf der Homepage tokyotoilet.jp kundig machen kann.
Monika Wrzosek-Müller
Eine Fotoausstellung
In der Zeit zwischen den Jahren, wenn „alles schläft“, habe ich mir eine sehr gute, inspirierende Fotoausstellung in C/O Berlin angeschaut. Auf den Gedanken „alles schläft“ bin ich gekommen, weil wir praktisch fast die einzigen Besucher der großen Retrospektive von Mary Ellen Mark waren. Dabei erinnere ich mich an die Menschenmassen in der Ausstellung Genesis von Sebastiao Salgado von 2015 in derselben Institution, wo man warten musste, um jeweils an die nächste Fotografie herankommen zu können, an die riesigen, wahnsinnig schönen Fotografien, die sich damals angeblich auch zu unheimlichen Preisen verkauften. Die inszenierte Natur auf diesen Fotos war so perfekt, die Naturvölker darin so in Szene gesetzt, dass sie fast unnatürlich wirkten; doch die Fotos an sich waren wirklich unglaublich, überirdisch schön. Warum fällt mir die alte Ausstellung jetzt plötzlich ein? Vielleicht weil sie eine ganz andere fotografische Vorgehens- und Arbeitsweise zeigt, die im krassen Gegensatz zu der jetzigen Retrospektive steht.
Continue reading “Frauenblick: Mary Ellen Mark Encounters”Monika Wrzosek-Müller
Die letzten Tage waren wirklich alles andere als lichtvoll und optimistisch, auch wenn die Weihnachtsmärkte überall mit dampfendem Glühwein einladen. Noch wenn Schnee liegt, erscheint die Welt heller und sauberer, eben weiß, aber mit dem Dauerregen ist alles zwar gewaschen und nass, doch auch dunkel, feucht und unangenehm. So war die Flucht in die Opernwelt sehr angebracht und willkommen, zumal es eigentlich drei Oper in einer sind.
Triptychon assoziieren wir mehr mit einem Altargemälde, das aus drei Teilen besteht. In der Mitte meistens die wichtigste Szene, flankiert von zwei Darstellungen aus dem Leben eines Heiligen (es waren ja meist Kirchenaltäre und dargestellt wurden Szenen aus der Bibel). Meistens waren die Flügel beweglich, man konnte sie schließen, und so gab es noch mehr Fläche für die Darstellungen. Ich erinnere mich, wie ich als Kind, in der Marienkirche in Krakau darauf gewartet habe, dass der Altar geöffnet wurde; dabei handelt es sich um ein Pentaptychon, also mit fünf Teilen: der Mittelaltar und die beidseitig bemalten Flügel an den Seiten. Die Öffnung des Altars war immer ein besonderer Moment, meistens ertönte auch Orgelmusik und die Lichter gingen an.
Anne Schmidt & Ewa Maria Slaska
AS:
Ich setze auf einem bevorzugten Platz im Deutschen Theater und könnte mich ohrfeigen: Ich habe meine Hörgeräte vergessen. Mir wird schnell bewusst, dass ich den Monolog der jungen Schauspielerin nur zu einem Bruchteil verstehen werde, obwohl ich vorn sitze und sie – ganz offensichtlich, aber nicht sichtbar – ein Mikrofon trägt.
Wortspiele, so wird mir trotz meiner Schwerhörigkeit schnell klar, sind auch ein bevorzugtes Stilmittel von Elfriede Jelinek, deren Stück Angabe der Person ich gerade konsumiere, ohne ihre Festplatte geklaut zu haben.
Continue reading “Wir und Elfriede Jelinek”