Ewa Maria Slaska
Meine treue LeserInnen wissen, dass ich gerne ausgerissene Buchseiten auf den Strassen sammle und versuche, den Titel des Buches zu finden. In Berlin findet man erstaunlich viel ausgerissenen Buchseiten. Weshalb, weiß ich nicht. Als ich das erste Mal das Errate-Spiel mit mir selber spielte, musste ich noch in die Bibliothek gehen und eine wirklich akribische Suche veranstalten. Manchmal brauchte ich Hilfe eines Bibliothekars. So war es mit dem Roman von Hermann Kasak Die Stadt hinter dem Strom.
Seitdem haben sich die Zeiten immens geändert, die Rätsel ließen sich immer schneller lösen, aber so schnell wie heute, war ich noch nie findig.

Ich tippte zuerst einen Satz in die Suchzeile von Google: Weißt du, was gegen Chiliverbrennungen hilft?
Wenn es nichts brachte, verlegte ich die Suche in Google Books. Derselbe Satz, weiter nichts. Ich schrieb einen Satz weiter: Ich schüttele den Kopf und fächele mir Luft zu, um meinen Mund zu kühlen.
Und schon weiß ich alles:
Hanna Dietz, Fußballmütter, 2017. Und gar der Buchumschlag.


Dodatek po polsku:
Bardzo pasuje do aktualnego czasu. W końcu do 19 lipca trwają mistrzostwa świata w piłkę. Polska, jak mnie poinformowała właśnie Ela Kargol, nie przegrała jeszcze żadnego meczu! Niemcy w nowej fazie przegrały z Ekwadorem, piłkarze Afryki Południowej grali w strojach takich jak normalnie wyglądają kostiumy brazylijskie, a ulubieńcem Mistrzostw został Vozinha, 40-letni bramkarz z Wysp Zielonego Przylądka, który sprawił, że drużyna zwana Błękitnymi Rekinami sensacyjnie wręcz przeszła do fazy finałowej podczas meczu z faworyzowaną Hiszpanią. Vozinha obronił wszystkie strzały.
Komuś się jednak podczas mistrzostw ta książka niezbyt spodobała, skoro wyrwał z niej kartki i porzucił je na schodach do metra.
Nach dem Spiel ist vor der Liebe, verspricht der Texter des Verlags. Und es ist ein guter Verlag. Sogar ein sehr guter. Obwohl der Zitat “Hanna Dietz spricht Milionen Frauen aus dem Herzen”, stammt von der Zeitung Bild und die ist keine renommierte Zeitung. Sogar wirklich keine.
Na ja.
Vielleicht braucht gar Rowohlt ein bißchen Geld, das man mit einem sog. Frauenroman eventuell schnell ansammelt.
Bis jetzt habe ich immer die Bücher, die ich auf dieser weise entdeckt habe, gekauft und gelesen. Bis ich bei dem letzten Buch auf so einen ununteressanten Batzen traf, dass ich prompt entschieden habe, dass ich keine derartige Romane mehr kaufen werde. Das ist der, der dafür verantwortlich ist:

