Jacek Dehnel in Berlin

Polnisches Institut Berlin                        literatur                        11 . 02 . | 19 . 00

JACEK DEHNEL

Wir laden zu einem Gespräch mit Jacek Dehnel (geb. am 1. Mai 1980 in Gdańsk), einem berühmten polnischen Schriftsteller, Dichter und Maler ein. Zuletzt trat er als Ko-Autor des Drehbuchs zum Oscar-nominierten animierten Kunstfilm „Loving Vincent“ in Erscheinung, der weltweit Aufsehen erregte, weil er gleichzeitig Leben und Werk Vincent van Goghs in seiner Bildsprache filmisch nachstellte.

Der Schwerpunkt von Dehnels künstlerischem Interesse liegt in der Vergangenheit – sowohl stilistisch als auch thematisch, wo er sich u. a. auf den polnisch-jüdischen Zwischenkriegs-Klassiker Bruno Schulz bezieht.

Für sein Debüt “Żywoty równoległe” mit Laudatio von Czeslaw Milosz erhielt Dehnel 2005 den renommierten Literatur-Preis der Kościelski-Stiftung (Nagroda Fundacji im. Kościelskich), ein Jahr später wurde er mit dem Preis „Paszport Polityki“ (Polityka) in der Kategorie “Literatur” ausgezeichnet. Zu seinen wichtigsten Werken gehören „Lala“ und „Saturn. Schwarze Bilder der Familie Goya“ – beide Romane wurden von Renate Schmidgall ins Deutsche übersetzt. Dehnels Bücher erschienen auch in vielen anderen Sprachen.

Jacek Dehnel übersetzt auch selbst ins Polnische, u. a. Gedichte von Philip Larkin und Osip Mandelstam. 2008 erhielt Dehnel dafür vom Rat der Polnischen Sprache den Titel eines „Ehrenkonsuls für polnische Sprache“.

Moderation: Arkadiusz Łuba

Einlass: 18:30 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Galerie des Polnischen Instituts,
Burgstraße 27, 10178 Berlin

Tytuł zdjęcia

Am nächsten Tag, Dienstag 12. Februar beginnt um 14:00 Uhr im Institut eine Konferenz, bei der Jacek Dehnel als Vortraghaltende teilnimmt

Nationale Identität in Europa

Das Jahr 1918 stellt eine grundlegende Zäsur in der Geschichte Europas dar, zerfiel doch eine internationale und gesellschaftliche Ordnung, die letztlich bis auf den Wiener Kongress zurückging und vielen Menschen als unwandelbar schien. Während ein Teil der europäischen Gesellschaften die neue Ordnung, welche aus dem Chaos der Nachkriegsjahre entstand, als eine Katastrophe empfand, wurde das neuentstandene Staatensystem von Ländern wie Polen enthusiastisch begrüßt. Schließlich hatte das Land dem Zusammenbruch der Vorkriegsordnung nach 123 Teilungszeit seine neu gewonnene Unabhängigkeit zu verdanken.

Aus der Perspektive des frühen 21. Jahrhunderts mag das Festhalten am Prinzip des Nationalstaats oftmals anachronistisch erscheinen und doch zeigt nicht nur das Unabhängigkeitsstreben einzelner Regionen wie Katalonien, Flandern, Norditalien oder Schottland, sondern auch das Erstarken patriotischer Kräfte, dass der Nationalstaat alles andere als überholt ist. Betrachtet man dazu noch die gegenwärtige Situation der EU, welche sich in einem ungewissen Zwischenzustand zwischen Staatenbund und Bundesstaat befindet, stellt sich nun mit zunehmender Dringlichkeit die Frage, welche Rolle der Nationalstaat in der voranschreitenden europäischen Integration weiterhin spielen kann, spielen soll – und spielen darf.

Diese Fragen sollen den Ausgangspunkt für eine öffentliche Podiumsdiskussion bieten, die mit verschiedenen hochrangigen Denkern und Politikern besetzt und in drei Panels gegliedert ist:

Panel 1: Europäische Konzepte des Nationalstaats

Panel 2: Die polnische nationale Identität vor europäischem Hintergrund

Panel 3: Die Rolle der Nationalstaaten in der Europäischen Union

Veranstalter:
Instytut Zachodni in Poznań und Deutsche Nationalstiftung
in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin

Rosa Luxemburg & Paweł Adamowicz

Sie ist vor Hundert Jahre gestorben. Eine Jüdin, eine Polin, eine Frau, eine Geh-Behinderte. In der Tat viermal behindert. Oder gar fünf, sie war doch noch eine Linke.

In meinem Land verhasst wie die Pest. In Deutschland respektiert, viel mehr als in ihrem Heimatsland. Man hatte letztens ihre Gedenktafel vom ihren Haus in Zamość entfernt.
Geboren 1871, ermordet am 15. Januar 1919 in Berlin.

August Bebel Institur lädt heute, am Di 15. Januar um 18–22 Uhr zu einem Film & Diskussion ein.

Rosa Luxemburg – 100 Jahre danach

Die Person Rosa Luxemburgs bewegt ein Jahrhundert nach ihrem Tod noch immer die Gemüter. Der Film Margarethe von Trottas aus dem Jahr 1986 bringt sie uns nahe. Aber wie authentisch ist der Film? Was hat sie politisch vertreten und was hat sie uns heute noch zu sagen?
Mit: Ernst Piper (Historiker, Luxemburg-Biograf) und Franziska Drohsel (Juristin, ehem. Juso-Bundesvorsitzende)

Ort und Kooperationspartner: Moviemento Kino, Kottbusser Damm 22 (U Schönleinstr.), www.moviemento.de l Eintritt: 5 €, Reservierung: Tel. (030) 692 47 8


Paweł Adamowicz – 1 Tag danach

Geboren 1965 in Gdańsk, am 13. Januar 2019 mit einem Messer während einer Wohltätigkeitsveranstaltung (Das Große Orchester der Weihnachtshilfe) ebenda niedergestochen; gestorben am 14. Januar 2019.

Adamowicz war von 1998 bis zu seinem Tod der Stadtpräsident von Danzig. Bis 2015 gehörte er der Bürgerplattform (Platforma Obywatelska) an, seitdem parteilos; gründete eine Wählervereinigung „Alles für Danzig“.

Seine Stadt verabschiedete sich von ihm am Abend seines Todestages (siehe Foto). Ähnliche Veranstaltungen fanden in vielen Städten in Polen statt, aber auch im Ausland, in Berlin, Budapest…

In Berlin gab es zuerst eine Schweigen-Zeremonie vor dem Brandenburger Tor und danach gingen wir (informell und illegal) zum Reichstag. Dort steht ein Fragment der Werftmauer aus Danzig mit einer Tafel zur Ehre der Solidarność. Sie wurde seiner Zeit von Paweł Adamowicz enthüllt.

Es war eine schöne Idee von polnischer Journalistin, Dorota Danielewicz (und auch ihr Foto unten), dass wir dorthin gehen. Und sogar die Berliner Polizei hat die Verlegung der Gedächtnisversammlung anerkannt.

Fragment der Danziger Werftmauer an der Rückseite des Deutschen Bundestags (Reichstag) wurde am 17. Juni 2009 von Paweł Adamowicz enthüllt


Znałam go, tak jak znało go wielu ludzi z Gdańska.
Chodził do tej samej szkoły, do której i ja (wcześniej, wcześniej) chodziłam (i do której uczęszczał też Donald Tusk) – I Liceum Ogólnokształcącego im. Mikołaja Kopernika, tuż koło bramy Stoczni Gdańskiej. Kilkakrotnie, gdy już mieszkałam w Niemczech, przyjeżdżałam na spotkania z nim. Omawialiśmy różne projekty polsko-niemieckie, które odbywały się (lub miały się odbyć i nie zostały zrealizowane) w Gdańsku i Berlinie. Kiedyś rozmawialiśmy o podobieństwach między tymi miastami, o ich osobnej pozycji, o roli, jaką odegrały w historii Niemiec, Polski, Europy i świata. Raz czy drugi widzieliśmy się w Berlinie, ostatnio podczas spotkania miast partnerskich w niemieckim Ministerstwie Spraw Wewnętrznych.

Ale może najmilsze wrażenie zostawił mi podczas pewnej niemal-że rodzinnej uroczystości w Ratuszu Gdańskim. Był 24 czerwca 2016 roku. Moi przyjaciele obchodzili 50 rocznicę ślubu. Oni i kilkanaście innych starych dobrych małżeństw. Ceremonię prowadził właśnie Paweł Adamowicz. Zachowywał się świetnie, swobodnie, serdecznie. Przemawiał, gratulował, ściskał, obejmował, całował w rękę lub w policzki, a potem, gdy nadeszła pora tańców –  tańczył. I nie był to taniec gwiazd, tylko serdeczna wspólnota prezydenta
i obywateli miasta, którym rządził (Foto Kasia Bogdanowicz).

Na pożegnanie z Panem Pawłem Adamowiczem przyleciał Donald Tusk.

“Unrast” Tokarczuk in Zitadelle Spandau

Seit ein paar Jahren gehen Monika Wrzosek-Müller und ich immer zu neuen Aufführungen von Elżbieta Bednarska. Ihr Theater ist eine skurille Mischung des Textes, der Choreografie und Akrobatik sowie ungewöhnlicher Raumnutzung. Sie arbeitet immer an den Grundlagen der Bücher der polnischen Autoren mittlerer Generation. Nach Innana in den Katakomben von Olga Tokarczuk und Hebronmauer von Andrzej Stasiuk, nahm Bednarska diesmal wieder ein Buch von Olga Tokarczuk an: Unrast (Bieguni).

See you in Zitadelle Spandau. Wir können (voraus)sagen – geht hin! Es lohnt sich.

Nach dem klicken an das Bild kann man sich eine pdf-Datei des Flyers speichern und alles in Ruhe lesen.

Spätere Notiz. Monika: Hervorragenes Theater!


Bei der Gelegenheit noch ein anderer kultureller Ratschlag für morgen für Polen und Polensfreunde in Berlin – Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy – Großes Orchester der Weihnachtshilfe 2019 in Werkstatt der Kulturen in Neukölln, Wissmannstr. 32. Ab 12:00 bis 23:59 Uhr.

Spätere Notiz. Ewa: Es war so angenehm, und dann diese Nachricht, dass unser Danziger Stadtpräsident, Paweł Adamowicz, während der Veranstaltung in einer recht-radickallen Attacke schwer verletzt wurde! Shame!

Fotografie in Berlin, zwei Einladungen

Einladung 1

Seit Jahren führt der Fotograf Karsten Hein Projekte für und mit den Blinden. Er hat ein Fotostudio für Blinde Fotografen gegründet, eine Webseite eingerichtet, wo die Sehenden für die Blinden ihre Fotos interpretieren. Er hat auch Modenschauen mit den Blinden organisiert, ein Projekt, das ihm viel Renommee brachte.

Morgen gibt es im Kunger-Kiez eine neue Vernissage aus dieser Reihe.

XXX
Für Diejenigen, die einen Text bevorzugen, HIER kann man dasselbe lesen.


Die Autorin des wunderbaren Fotos, die man auf der Einladung findet, ist Silja Korn, eine faszinierende, “bunte”, engagierte Frau. Sie ist farb- und modebewusst, sie gründete eine Stiftung zur Verbesserung der Lebensqualitet blinder und taubblinder Menschen, sie malt, sie kann euch porträtieren und ich vermute in der Tat ist sie vieles mehr. Siehe HIER.

Ach, und noch eins… sie sucht uns:

Liebe Leser,

ich suche fotobegeisterte Menschen, die ehrenamtlich (oder für Vortrag, Bachelor, Masterarbeit, usw.) mit mir gemeinsam mit der Fotokamera durch Berlin streifen wollen.
Ich habe im Laufe der Zeit schon viele Erfahrungen als blinde Fotografin sammeln können.
Darüber könnt Ihr Euch gerne hier informieren.
Mein Wunsch ist es, mein Gefühl zur Kamera und dem erwünschten Objekt noch genauer ins Visier zu bekommen, damit die Themen die ich fotografieren möchte, gezielter abgelichtet werden.
Bisher bin ich auch oft allein mit der Fotokamera unterwegs gewesen. Dabei entstand schon so manches tolle Foto.
Es kann auch als ein Tandem gesehen werden. Wir beide fotografieren das gleiche Objekt und später stellen wir daraus eine gemeinschaftliche Serie her.
Alles weitere können wir dann bei näherem Kontakt noch genauer ausarbeiten. Ich freue mich schon sehr auf Eure Zuschriften!
E-Mail: sk@siljakorn.de

Mit besten Grüßen
Silja


Einladung 2

Peter Bialobrzeski: Bei Wismar, 2012. Aus der Serie: »Die zweite Heimat«, 2011-2016 © Peter Bialobrzeski

Peter Bialobrzeski – Die zweite Heimat

Für Die zweite Heimat reiste Peter Bialobrzeski von 2011 bis 2016 mit seiner Kamera
durch Deutschland. Mit seinen Fotografien versucht der Künstler, die soziale Oberfläche
des Landes zu beschreiben, das ihm seit 50 Jahren eine Heimat bietet. Ihn interessiert die
Frage: Wie sieht das Land aus, in dem ich lebe, wenn ich es im Bild festhalte? Wie sieht die
Gegenwart aus, wenn sie als Vergangenheit betrachtet wird?
Bialobrzeski fotografiert den vom Menschen geprägten Außenraum: Stadt, Land, Architektur. Er fokussiert dabei auf häufg übersehene Objekte, die vordergründig keine Bedeutung zu haben scheinen und erst dann ihr Wesen zeigen, wenn sie wahrgenommen und in einen Kontext gebracht werden. Treffend beschreibt Henning Sußebach im Vorwort zum gleichnamigen Buch (2017) den Fotografen als „… unterwegs im weiten Dazwischen, im Fremdvertrauten eben, wo sich Garagentore, Laternen und Tankstellen aneinanderreihen …“
Die entstandenen Fotografen sprechen für sich selbst. Sie legen künstlerisch Zeugnis ab und erlauben, auch in soziologischen, dokumentarischen und damit historischen
Zusammenhängen verstanden zu werden.

Peter Bialobrzeski (geb. 1961) ist einer der bekanntesten und international erfolgreichsten deutschen Fotografen der Gegenwart. Er lehrt seit 2002 als Professor für Fotografe an der Hochschule für Künste in Bremen. Seine Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet. Der Künstler stellt weltweit aus, seine Fotografien befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen.
11.1. – 31.3.2019
HAUS am KLEISTPARK
Grunewaldstraße 6– 7, 10823 Berlin, Tel 90277- 6964, Di bis So 11 – 18 Uhr, Eintritt frei, kein barrierefreier Zugang
Verkehrsanbindung: U7 Kleistpark, Bus M48, M85, 106, 187, 204; http://www.hausamkleistpark.de, http://www.bialobrzeski.de
Eine Ausstellung des Fachbereichs Kunst, Kultur, Museen Tempelhof-Schöneberg.

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 10. Januar 2019 um 19 Uhr
Es sprechen:
Barbara Esch Marowski
Leiterin der kommunalen Galerien Tempelhof-Schöneberg
Jutta Kaddatz
Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Soziales Tempelhof-Schöneberg
Ingo Taubhorn
Kurator Haus der Photographie | Deichtorhallen Hamburg

Unten noch ein pdf, um das alles in Ruhe zu lesen:

2018-11-12 hak einladung bialobrzeski web

Herstory

Kino Regenbogenfabrik / Sa 15.12.18 um 15.00 Uhr

Die Frauen der Revolte

Feministische Aktionen gegen Bevölkerungspolitik
Ein Rückblick in die 80er Jahre
Ein Film

2000-2003, 46 Min, Dokumentarfilm von der Filmgruppe Frauengeschichte(n) im Film

Im Anschluss Gespräch mit den Filmemacherinnen

In den 80er Jahren beschäftigten sich Frauengruppen in vielen Ländern mit dem Thema Bevölkerungspolitik. In der Dokumentation erzählen Aktivistinnen aus Deutschland von Debatten und Aktionen zum Thema Geburtenkontrolle. Sie berichten von der Entstehung humangenetischer Beratungsstellen, über Gen- und Reproduktionstechnologie und letztlich über Selbstbestimmung von Frauen über ihre Körper und feministische Kritik an Bevölkerungspolitik und Gentechnologie.


Frauen bildet Banden – Eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora

2018, 80 Min, Dokumentarfilm vom Frauenlesben Filmkollektiv Las Otras

Im Anschluss Gespräch mit den Filmemacherinnen

Die „Rote Zora“ war in den 70er und 80er Jahren eine militante Frauengruppe in der BRD. Ihre Aktivitäten richteten sich gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologie als Teil der Bevölkerungspolitik und internationalen Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft.

In der linken Geschichtsschreibung in Deutschland weitestgehend ausgeblendet, greifen heute junge Frauen auf ihre Texte und Geschichte zurück.

Es ist auch den wissenschaftlichen Forschungen der in Großbritannien arbeitenden Katharina Karcher zu verdanken, dass wir heute wieder mehr über diese Gruppe erfahren können. Der Film trägt dazu bei, eine Lücke in der bundesdeutschen Geschichtsschreibung zu linkem Widerstand zu füllen. Erzählungen von Zeitzeuginnen, Interviews mit Katharina Karcher und ehemaligen Zoras lassen die Geschichte der „Roten Zora“ und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden.

Fiszbach / Rathaus / Kreuzberg / Görlitzer Park

Kommet heute / Przybywajcie / Just come today

Wiesław Stefan Fiszbach

Die Menschen von Görlitzer Park

Malerei, Fotografie, Zeichnung

Eine Veranstaltung vom Städtepartner Stettin e.V.

Freitag, 14. Dezember 2018 von 18:00 bis 20:00

Rathaus Kreuzberg, Yorkstr 4-11, 10965 Berlin, II Etage

Wiesław Stefan Fiszbach ist ein polnischer Maler, der seit der 80. in Berlin lebt. Vor ein paar Jahren begann er, die Menschen zu porträtieren, die man im Görlitzer Park trifft – Spaziergänger, Dealer, Junkies, Obdachlosen. Der Blick des Künstlers sieht sie an, sie werden nicht beurteilt und nicht bemitleidet. Sie sind, wer sie sind. Das sind wir, die Zuschauer, die uns darüber Gedanken machen sollen.
Die Ausstellung ist vom Mo 10. Dez bis Fr 4. Januar an den Werktagen von 7:00 bis 19:00 im Rathaus Kreuzberg zu sehen.

Ein kleiner Umtrunk mit dem Künstler haben wir für Freitag
14. Dezember ab 18 Uhr vorgesehen.

Bringt das Geld mit, man kann die Kunstwerke auch kaufen!
Und Weihnachten steht vor der Tür!

Katarzyna Kozyra. Again in Berlin

today heute dziś

Lindenstr. 35, 10969 Berlin
open Tue to Sat, from 11am to 6pm

Katarzyna Kozyra, A Dream of Linnaeus’ Daughter, 2018

We are happy to invite you for the opening of our new exhibition:

Katarzyna Kozyra | A Dream of Linnaeus’ Daughter

Friday, 23 November 2018, from 6 to 9 pm (the artist will be present)
The exhibition will run between 24 November, 2018 and 16 February, 2019.

“Biology and evolutionary theory over the past two centuries have simultaneously produced modern organisms as objects of knowledge and reduced the line between humans and animals…”
The quote from the now classic A Cyborg Manifesto (1985) by biologist and feminist Donna Haraway can easily become the motto of Katarzyna Kozyra’s upcoming exhibition at ŻAK | BRANICKA Gallery.

The show features two photographic series presented alongside the artist’s latest video work, from which the exhibition title originates. A Dream of Linnaeus’ Daughter was shot in Uppsala, in the gardens of Carl Linnaeus, famous Swedish botanist living in the 18th century who invented the classification system of organisms and the theory of sexual reproduction of plants, whose nomenclature derived from human sexual anatomy sparked universal outrage at the time. In her work, Kozyra acts as Elisabeth Christina von Linné, one of Linnaeus’ five daughters, an exceptionally talented figure forgotten by history, who could never take up studies, but still followed the steps of her father and became a botanist. In Kozyra’s interpretation, Elisabeth conducts a choir singing Ludwig van Beethoven’s famous Ode to Joy but… with the voices of such animals as a dog, donkey, cow, horse, goat and monkey. The creatures moo and squeal the anthem of the European Union while standing on typical pallets that symbolise Noah’s Ark. What an irony of fate: in Kozyra’s piece the daughter of the founder of an organism classification system based on difference builds a new world order that levels all differences, deeming all creatures equal.

The problematic of Kozyra’s work sits in the philosophical tradition of Donna Haraway, mentioned at the beginning, who describes a new society of the future that sees the blurring of borders between the sexes, species (humans and animals), biology and technology (organism and machine), between the physical and the non-physical. In a similar vein, from the beginning of her career Kozyra’s works have explored the boundaries between being a man and a woman, life and death, youth and old age, between the possible and the impossible. The latest projects that liken humans to animals – and vice versa: animals to humans – result therefore from the artist’s prior investigations. In a video and a photographic series created at the Schwarzenberg Palace in Vienna, Kozyra plays the role of Lou Salomé – an intellectual and a femme fatal, friend of Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud and Reiner Maria Rilke. In Kozyra’s interpretation, Nietzsche and Rilke are subjected to training as two dogs led on a leash by Salomé, again played by Kozyra, who walks them through the palace halls and takes them out to the gardens. The series Lou Salomé was created in 2005, but has never been displayed publicly in its entirety.

Kozyra follows Haraway’s path in proposing a new symbiosis between humans and animals. She approaches this topic from the perspective of radical feminism, as did Haraway, whose last manifesto The Companion Species Manifesto: Dogs, People, and Significant Otherness, devoted to human-canine relations, openly states that writing about dogs is for her a form of feminist theory. Also for Kozyra the notions of Culture and Nature are not necessarily a binary opposition. In photographs from the series Homo Quadrupeds (2018) naked men are led on a leash by burqa-clad women who tame their instincts. This is a reference to the legend of unicorn, in which only a virgin could tame the wild animal. While the women meet during the walk, the dogs sniff each other and seek to dominate. It is no longer only a matter of freeing women from male domination, as in the performance Aus der Mappe der Hündigkeit (From the Portfolio of Doggishness, 1968) by VALIE EXPORT and Peter Weibel, in which Weibel obediently waddled at the artist’s side. Kozyra expands the feminist approach with a political aspect: the dogs in her work, played by Arabs and Americans, are aggressive and ready to jump down each other’s throats any minute. Kozyra might therefore have more in common with Oleg Kulik, who attacks the establishment in his performances as a dog (literally!), but also dreams of a non-anthropocentric, ecological society and fights for democracy.

Kozyra expanded the borders of humanity to include other species already in her earliest works, such as the Polaroid series Karaski in Beef (1992) comprising images of a beautiful young nude male lying amid a halved carcass of beef. For a fuller picture, let us also evoke her diploma piece Pyramid of Animals (1993), inspired by the fairytale Town Musicians of Bremen by the Brothers Grimm, which consisted of stuffed animals: horse, dog, cat and rooster, accompanied by a horse slaughter film footage. At the time of its making, the piece stirred up an unprecedented scandal in the media, which turned it into the most famous artwork of the last quarter of the century and a symbol of critical art. Notably, Kozyra was creating that piece by herself, balancing on the border between life and death while struggling with cancer.

Insofar as her early works called for human morality with regard to animals, Kozyra now shows that the human being is an animal species, or in other words, a sociological chimera – doomed to co-exist with other creatures – which Haraway may have had on her mind while writing her Cyborg Manifesto. In order to survive, like every other species, they must therefore adapt to external condition: create a new society.



PS po polsku i po części żartobliwie:
O Linneuszu było już TU, a przez chwilę również TU (cierpliwości) i TU.

Ich bin nicht tot / Nie umarłem / Nè son già morto

Einladung zum Besuch bei dem Grab von Prof. Brückner

Zapraszamy na wspólne odwiedziny przy grobie prof. Brücknera

Michelangelo Buonarroti  (1475-1564)

Qui vuol mie sorte c’anzi tempo i’ dorma:
Nè son già morto: e ben c’ albergo cangi,
resto in te vivo, c’ or mi vedi e piangi;
se l’un nell’ altro amante si trasforma.

Es sandte mir das Schicksal tiefen Schlaf.
Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume.
Ich leb in euch, ich geh in eure Träume,
da uns, die wir vereint, Verwandlung traf.

Los chciał, bym spał tu, nim moja wybije
Pora; nie zmarłem; po siedziby zmianie
W tobie płaczącym, żywy, mam mieszkanie,
Jeśli kochany w kochającym żyje.

Gesichter Berlins: Polnische Gräber in Berlin II
historische Führung auf den polnischen Spuren
Donnerstag, 1. November 2018 von 17:00 bis 20:00
Treffpunkt / Spotkanie: U-Bahnhof Ullsteinstraße (unten / na dole)
Ansprechpartnerin: Ewa Maria Slaska

Traditionell zum 1. November gehen wir mit Ewa Maria Slaska zum Grab von Prof. Brückner.
Über die polnische Persönlichkeit Berlins wird die Schriftstellerin und Bloggerin ausführlich berichten.
Unsere Wurzeln, unsere Geschichte in der Hauptstadt – lass uns mehr über uns selbst erfahren!

In Berlin gibt es 270 Friedhöfe, darunter ca. 30 sog. historische, die man also als Kulturdenkmal betrachtet und wiederum auch ca. 30, die, wie der Friedhof wo Prof. Brückner begraben liegt, aufgelöst werden. Wie man auf diesen Friedhöfen die polnische Gräber sucht, wie man sie identifiziert, obwohl die dort begrabenen manchmal deutschen Namen tragen und Polen sind, manchmal aber polnische Namen haben und die Familien ihre polnische Abstammung abstreiten. Welche Schicksale erzählen uns die Gräber, über die Menschen, aber auch über die Deutsch-Polnischen Beziehungen.

Abschliessend gehen wir Kaffee trinken und leckere Kuchen in der Ufa-Fabrik essen…


Bei der Führung könnte man das Buch von Ewa Maria Slaska und Michał Rembas kaufen: Ich bin nicht tot / Nie umarłem – ein kleines schönes Buch über polnische Gräber in Berlin und deutsche in Stettin.

Nur 5 €! Beim Versenden + 2,5 € für Verpackung und Versendung.

Otto Müller Ausstellung & Buch / Wystawa & książka

Tekst po polsku na dole

 

MALER. MENTOR. MAGIER.

Otto Mueller
und sein Netzwerk
in Breslau

Der Expressionist Otto Mueller (1874–1930) ist als Mitglied der Künstlergruppe Brücke international bekannt. Kaum jemand weiß jedoch um seine über zehn Jahre andauernde
Lehrtätigkeit an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau.
Vor allem in den 20er-Jahren beflügelte diese – aufgrund ihrer liberalen und weltoffenen
Atmosphäre – innovative Ideen in der Malerei. Besonders Otto Mueller genoss
enormen Einfluss in einem weitgespannten Netzwerk aus befreundeten Kunst- und
Kulturschaffenden. Zu seinem Kreis zählten Künstler und Künstlerinnen, Architekten,
Kunstkritiker, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Sammlerinnen und Sammler
sowie seine Studierenden.
Das Buch macht es sich zur Aufgabe, Muellers dreifache Rolle als Maler, Mentor und Magier aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Es ist das Ergebnis eines
deutsch-polnischen Ausstellungs- und Forschungsprojektes.


Otto Mueller, Selbstbildnis mit Pentagramm, um 1924 (Detail) © Von der Heydt-Museum Wuppertal / Foto: Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal

MALER. MENTOR. MAGIER.
Otto Mueller und sein Netzwerk in Breslau

12.10.2018 bis 03.03.2019
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Die Ausstellung „MALER. MENTOR. MAGIER.“ stellt erstmalig den enormen Einfluss des ehemaligen Brücke-Künstlers und Expressionisten Otto Mueller (1874–1930) in den Mittelpunkt: Der Maler lehrte länger als zehn Jahre an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau, die seinerzeit zu den fortschrittlichsten Kunstschulen in Europa zählte. Vor allem seit den 1920er Jahren – durch die zahlreichen Neuberufungen des damaligen Direktors Oskar Moll – genoss die Breslauer Akademie den Ruf von Weltoffenheit und Liberalität. Hier standen gleichberechtigt die vielfältigen Strömungen der modernen Malerei nebeneinander: der Expressionismus mit Otto Mueller, die französische Peinture der Académie Matisse mit Oskar Moll, die Neue Sachlichkeit mit Alexander Kanoldt und Carlo Mense sowie das Bauhaus mit Oskar Schlemmer, Georg Muche oder Johannes Molzahn.

Das Hauptaugenmerk der Ausstellung gilt der Malerei der Moderne: Otto Mueller und sein Netzwerk erlebten in Breslau eine schöpferische Phase, die sie angeregt durch Austausch und gegenseitige Einflussnahme als höchst produktiv beschrieben. Ersichtlich wird diese Beeinflussung der Maler-Kollegen untereinander durch thematische Übereinstimmungen und andere Querverweise: in Gemälden, Arbeiten auf Papier, schriftlichen Äußerungen oder Fotografien. Vor allem der charismatische, von Sehnsucht und Freiheitsdrang getriebene Otto Mueller hatte maßgeblichen Einfluss auf die Breslauer Kunstszene. Ein „Romantiker“ und sogar ein „Magier“ soll Otto Mueller nach Aussagen seines unmittelbaren Umfeldes, darunter auch Kunstkritiker und Schriftsteller, gewesen sein. Carl Hauptmann setzte ihm bereits in der Künstlerbiografie „Einhart der Lächler“ (1907) ein Denkmal – damit leistete der Dichter seinen entscheidenden Beitrag für die Grundsteinlegung eines „Künstler-Mythos“.

Muellers auffällige Erscheinung und sein unbürgerlicher Lebenswandel übten eine enorme Faszination auf seine Schüler und Schülerinnen an der Akademie aus. Sie schätzten dessen vollkommene Hingabe an die Kunst, dessen unkonventionelle Lehrmethode und Humor. Einige seiner Schüler – wie Alexander Camaro oder Horst Strempel – gingen von Breslau aus nach Berlin und erlebten hier den Höhepunkt ihrer Maler-Karrieren.

Eine Besonderheit des kuratorischen Konzeptes von „MALER. MENTOR. MAGIER.“ ist das Prinzip des „Gastes“: gemeint sind hiermit ausgewählte Bilder, durch die spotlightartig, epochenübergreifend und interkulturell, insbesondere im deutsch-polnischen Kontext, auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede verwiesen werden kann. Das Einbeziehen „Polnischer Expressionisten“ ermöglicht einmalige Sehvergleiche und neue Zusammenhänge, zugleich verschränken sie die deutsch-polnische Ausrichtung dieser Ausstellung.

Die immense Wertschätzung von Otto Muellers Wirken – aus der Perspektive seines Künstlernetzwerks – reicht bis in die Nachkriegsmoderne: Ein wichtiges Kapitel deutsch-polnischer Kunstgeschichte wird unter besonderer Berücksichtigung der Wechselbeziehung zwischen den Städten Berlin und Breslau/Wrocław neu erzählt.

Denn auch die Beziehungen zwischen der Nationalgalerie in Berlin und dem ehemaligen Schlesischen Museum der bildenden Künste in Breslau (heute Muzeum Narodowe in Wrocław) waren durch intensiven Austausch und Zusammenarbeit charakterisiert. Paradigmatisch ist die Otto-Mueller-Gedächtnisausstellung, die 1931 – kurz nach dem Tod des bedeutenden Expressionisten – durch Direktor Erich Wiese in Breslau initiiert und noch im gleichen Jahr von Ludwig Justi, Direktor der Nationalgalerie, als Gedenk-Ausstellung nach Berlin übernommen wurde.

Die aktuelle Schau „MALER. MENTOR. MAGIER.“ nimmt den umgekehrten Weg. Erarbeitet in Berlin, wird sie danach in modifizierter Form in Breslau/Wrocław zu sehen sein. In Berlin setzt die Ausstellung die Folge von Präsentationen zur Klassischen Moderne fort, die während der Sanierung der Neuen Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin gezeigt wurden: „Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933–1945“, „Ernst Ludwig Kirchner. Hieroglyphen“ und „Rudolf Belling. Skulpturen und Architekturen“.

Künstler*innenliste: Jankel Adler, Alexander Archipenko, Isidor Aschheim, Henryk Berlewi, Alexander Camaro, Johnny Friedlaender, Grete Jahr-Queißer, Alexander Kanoldt, Ernst Ludwig Kirchner, Ludwig Peter Kowalski, Margarete Kubicka, Stanisław Kubicki, Wilhelm Lehmbruck, Carlo Mense, Oskar Moll, Marg Moll, Johannes Molzahn, Georg Muche, Otto Mueller, Żdzisław Nitka, Oskar Schlemmer, Willy Schmidt, Horst Strempel, Heinrich Tischler, Witkacy, u.a.

Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger, umfangreicher Katalog im Kehrer Verlag, der von deutschen und polnischen Wissenschaftler*innen erarbeitet wurde. Herausgegeben von Dagmar Schmengler, Agnes Kern und Lidia Głuchowska. Zwei separate Sprachausgaben (deutsch und polnisch) sind ab Oktober 2018 erhältlich. Der Katalog wird realisiert durch: ZEIT-Stiftung, Ernst von Siemens-Kunststiftung

1. Station
12.10.2018-3.3.2019, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
2. Station
8.4.2019-30.6.2019, Nationalmuseum Wrocław, Breslau

Eine Ausstellung der Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, in Zusammenarbeit mit der Alexander und Renata Camaro Stiftung und dem Muzeum Narodowe we Wrocławiu.

Die Ausstellung wird gefördert durch: Freunde der Nationalgalerie, Hauptstadtkulturfonds, Kulturstiftung der Länder, Ernst von Siemens-Kunststiftung, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Stiftung Preußische Seehandlung

Im Rahmen von 100 Jahre Bauhaus.
Neue Galerie

Die Neue Galerie im Hamburger Bahnhof fungiert als Dependance für die Neue Nationalgalerie während der Dauer ihrer Sanierung. In wechselnden Präsentationen werden hier Ausschnitte aus der Sammlung zur Kunst des frühen 20. Jahrhunderts vorgestellt. Ganz bewusst und vor dem Hintergrund der Planungen für einen Neubau am Kulturforum dient die Neue Galerie dabei der Erprobung neuartiger Sichtweisen auf die „klassisch” gewordene Moderne.

Inhalt-Otto-Mueller

Otto Mueller, Zwei Mädchen, um 1925, Leimfarbe auf Rupfen (Detail) © bpk / Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Jörg P. Anders

MALARZ. MENTOR. MAG.
Otto Mueller a środowisko artystyczne Wrocławia

Od 12 października 2018 do 13 marca 2019
Wystawa w Hamburger Bahnhof w Berlinie

Jest to pierwsza wystawa, która skupia się na ogromnej sile oddziaływania Ottona Muellera (1874–1930), ekspresjonisty i artysty grupy Die Brücke. Przez ponad dziesięć lat był on wykładowcą w Państwowej Akademii Sztuki i Rzemiosła Artystycznego we Wrocławiu, która za jego czasów należała do najbardziej postępowych uczelni artystycznych w Europie. Od lat 20 ubiegłego wieku ówczesny dyrektor szkoły, Oskar Moll, sprowadzał tu licznych wykładowców, co sprawiło, że Wrocławska Akademia Sztuki cieszyła się opinią uczelni liberalnej i otwartej na świat. Na równi stały tam ze sobą różnorodne prądy współczesnego malarstwa: ekspresjonizm, reprezentowany przez Ottona Muellera, francuskie malarstwo Académie Matisse – przez Oskara Molla, Nowa Rzeczowość – przez Alexandra Kanoldta i Carlo Mensego oraz Bauhaus – przez Oskara Schlemmera, Georga Muchego i Johannesa Molzahna.

Wystawa poświęcona jest przede wszystkim malarstwu modernistycznemu. Otto Mueller przeszedł we Wrocławiu wraz ze swoim środowiskiem przez etap twórczości opisywany przez nich jako niezwykle produktywny, zainspirowany wymianą i wzajemnym oddziaływaniem. To, jak pracujący ze sobą malarze wpływali na siebie nawzajem pod względem artystycznym, ujawnia się w obrazach, pracach na papierze, w wypowiedziach pisemnych i na fotografiach. To właśnie charyzmatyczna, przepełniona tęsknotą i pragnieniem wolności postać Ottona Muellera miała największy wpływ na wrocławską scenę artystyczną. Był on „romantykiem” a nawet „magiem”, jak wynika z przekazów jego najbliższego otoczenia, do którego należeli również krytycy sztuki i pisarze. Carl Hauptmann już w 1907 r. upamiętnił malarza w biografii artystycznej „Einhart der Lächler” – przyczyniając się w znacznym stopniu do powstania „mitu artysty”.

Niezwykła powierzchowność Muellera i jego wolny od konwenansów styl życia budziły ogromną fascynację w jego uczniach i uczennicach na Akademii. Cenili oni jego całkowite oddanie sztuce, niekonwencjonalne metody nauczania i poczucie humoru. Niektórzy spośród jego uczniów – tacy jak Alexander Camaro czy Horst Strempel – z Wrocławia udali się do Berlina, gdzie ich kariera malarska sięgnęła szczytu.

Cechą szczególną kuratorskiej koncepcji wystawy MALARZ. MENTOR. MAG. jest wybranie obrazów wiodących, pozwalających dostrzec istotne podobieństwa i różnice, a także kontekst ponadepokowy i międzykulturowy, w tym polsko-niemiecki. Włączenie „polskich ekspresjonistów” daje wyjątkową szansę dokonania porównań i odkrywania nowych związków, a jednocześnie pozwala połączyć ze sobą polskie i niemieckie motywy przewodnie wystawy.

Ogromne uznanie dla twórczości Ottona Muellera – z perspektywy jego środowiska artystycznego – sięga aż do modernizmu powojennego, gdy ten ważny rozdział w polsko-niemieckiej historii sztuki napisano na nowo z uwzględnieniem wzajemnych powiązań między Berlinem a Wrocławiem, niegdyś Breslau.

Stosunki między Nationalgalerie w Berlinie a dawnym Śląskim Muzeum Sztuk Pięknych w Breslau [obecnie Muzeum Narodowe we Wrocławiu] charakteryzowały się bowiem również intensywną wymianą i współpracą. Najlepszym przykładem jest retrospektywa Ottona Muellera, zorganizowana przez dyrektora Muzeum we Wrocławiu, Ericha Wiese, w 1931 r., tuż po śmierci wybitnego ekspresjonisty, która jeszcze w tym samym roku została przeniesiona przez Ludwiga Justiego, dyrektora Nationalgalerie do Berlina.

Obecna wystawa MALARZ. MENTOR. MAG. podąża w odwrotnym kierunku. Opracowana w Berlinie, zostanie następnie pokazana w zmodyfikowanej formie we Wrocławiu.
W Berlinie wystawa stanowi kontynuację serii prezentacji na temat klasycznego modernizmu, które podczas renowacji Neue Nationalgalerie zostały pokazane w Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart: „Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933–1945” [Mroczne lata. Opowieści z kolekcji. 1933–1945], „Ernst Ludwig Kirchner. Hieroglyphen” [Ernst Ludwig Kirchner. Hieroglify] i „Rudolf Belling. Skulpturen und Architekturen” [Rudolf Belling. Rzeźby i architektury].

Lista artystów: Jankel Adler, Alexander Archipenko, Isidor Aschheim, Henryk Berlewi, Alexander Camaro, Johnny Friedlaender, Grete Jahr-Queißer, Alexander Kanoldt, Ernst Ludwig Kirchner, Ludwig Peter Kowalski, Margarete Kubicka, Stanisław Kubicki, Wilhelm Lehmbruck, Carlo Mense, Oskar Moll, Marg Moll, Johannes Molzahn, Georg Muche, Otto Mueller, Zdzisław Nitka, Oskar Schlemmer, Willy Schmidt, Horst Strempel, Heinrich Tischler, Witkacy i inni.

Wystawie towarzyszy obszerny katalog pod tym samym tytułem, opracowany przez polskich i niemieckich naukowców, wydany przez wydawnictwo Kehrer Verlag pod redakcją Dagmar Schmengler, Agnes Kern i Lidii Głuchowskiej. Katalog zrealizowany dzięki wsparciu: ZEIT-Stiftung, Ernst von Siemens-Kunststiftung

Wystawa Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin we współpracy z Alexander und Renata Camaro Stiftung i Muzeum Narodowym we Wrocławiu.

Sponsorzy wystawy: Freunde der Nationalgalerie, Hauptstadtkulturfonds, Kulturstiftung der Länder, Ernst von Siemens-Kunststiftung, Fundacja Współpracy Polsko-Niemieckiej, Stiftung Preußische Seehandlung

Hygge w Szczecinie…

Vom 6. Oktober bis 17. März 2019 / od 6 października do 17 marca 2019 roku

Sztuka szczęśliwych ludzi. Malarstwo na Bornholmie w XIX i XX wieku

Muzeum Narodowe w Szczecinie, ul. Wały Chrobrego 3

godziny otwarcia:
wtorek, środa, czwartek, sobota: 10.00–18.00, piątek, niedziela: 10.00–16.00

Dania od lat 70 XX wieku znajduje się w czołówce Światowego Raportu Szczęścia, często zajmując w nim pierwsze miejsce. Duńczycy słyną z umiejętności osiągania tego stanu, podobnie jak z designu. Pamiętając o tym, na wystawie – po pierwsze – zaprezentowano, w jaki sposób Duńczycy rozumieją szczęście na tle społeczno-kulturowym (począwszy od przełomu XVIII i XIX wieku, skończywszy na latach 70 ub. wieku), które wpłynęło na ukształtowanie samoświadomości duńskiej. Po drugie zaś podjęto refleksję na tym, jaką rolę w tym kontekście odgrywa sztuka duńska XIX i XX wieku.

Pieniądze, sukcesy, sława rzadko są podstawowymi celami Duńczyków. Jeśli można wskazać coś, co jest dla nich naprawdę ważne, byłaby to umiejętność znajdowania równowagi między pracą a czasem wolnym. Jednym słowem: hygge – czyli bycie razem z bliskimi w przyjemnej atmosferze, w poczuciu wspólnoty, wzajemnego zaufania, w przytulnym otoczeniu.

Hygge to zjawisko, które u podstaw ma następujące czynniki: klimat Danii, niewielkie rozmiary państwa, tradycja życia domowego, koncepcja równości społecznej oraz państwa opiekuńczego.

W drugiej połowie XIX wieku zaczęły rozkwitać kolonie artystyczne. Określenie to odnosi się do grup twórców, którzy spotykali się w wybranym miejscu i pracowali we wspólnym celu, kierując się podobnym rozumieniem sztuki. Nie oznacza to jednocześnie, że łączył ich wspólny manifest artystyczny. Wśród dzieł spotykamy różne rozwiązania stylistyczne. Kolonie artystów powstające w Danii – podobnie jak w innych krajach Europy – rozkwitły w związku z popularnością bezpośredniego studiowania natury w 2. połowie XIX wieku. Malarze uciekali ze zwyczajowych centrów kultury w dużych metropoliach i tworzyli grupy w nowych miejscach, które sprzyjały malowaniu na wolnym powietrzu oraz kusiły nietuzinkowymi motywami i intrygującą naturą.

Właśnie na tym tle należy rozpatrywać kolonię na Bornholmie. Wyspa bez wątpienia przyciągała artystów zarówno przez bogactwo przyrody, jak i jej „dzikość”. W konsekwencji w twórczości odnajdujemy podobne motywy i tematy – są to często przedstawienia natury (w różnych warunkach pogodowych), lokalnej architektury, tamtejszej społeczności…

Na wystawie można zobaczyć prawie 100 prac duńskich artystów ze zbiorów Bornholms Kunstmuseum – wśród nich dzieła takich twórców jak: Kristian Zahrtmann (1843–1917); Richard Mortensen (1910–1993; zwany czasem duńskim Wassilym Kandinskym); Edvard Weie (1879–1943); Olaf Rude (1886–1957); Oluf Høst (1884–1966) czy Niels Lergaard (1893–1982).

Wystawie towarzyszy bogato ilustrowany katalog polsko-duńsko-angielski Sztuka szczęśliwych ludzi. Malarstwo na Bornholmie w XIX i XX wieku z esejami kuratorów i opisami wszystkich obiektów z ekspozycji.

www.muzeum.szczecin.pl

PS. Byłam na otwarciu wystawy. Wice-Dyrektor Muzeum i nasz autor, Darek Kacprzak, witając gości, zapytał, kto z nas jest szczęśliwy. Na zdjęciu tego nie widać, bo siedziałam z boku i takie zdjęcie mi przysłano, ale cała sala podniosła ręce do góry.

06.10.2018 Szczecin Muzeum Narodowe w Szczecinie. “Sztuka szczęśliwych ludzi”! Fot. Robert Stachnik