Spassfaktor

Ewa Maria Slaska

Herbst 2016 in Berlin. Eine Lesung über Spass.

Für Agnieszka und Tomasz

Ich komme von einem Geburtstag zurück. Es war alles elegant, wundervoll elegant, wir aßen kleine Häppchen, tranken Ingwer-Limonade, von der glatten Schokoladentorte ist viel geblieben, die Gastgeberin packt mir ein großes Stückchen in einen großen Karton, in dem sie vorher die ganze Torte von Nikos gebracht hatte.

Es ist Freitagabend, in Berlin gerade Höhepunkt der Völkerwanderung. Alle wollen irgendwohin, um Spaß zu haben.  Es kommt ein kleiner alter Mann in den U-Bahn-Wagen rein. Ich vermute er ist ein Türke, sieht aber wie ein alter Jude aus, ein alter Jude im Warschauer Ghetto. Mir schaudert… So wie er aussieht, ist es noch einigermaßen OK im Ghetto, man stirbt noch nicht auf den Straßen, aber wenn man nicht im vergangenem Leben wohlhabend war, alt ist, zerbrechlich, da ist man schon zum Betteln verurteilt. Er macht beim gehen einen Buckel, damit er uns, die wir auf den Banken sitzen, nicht von oben herab anschaut, sondern unterwürfig, von unten… Erfahrener Bettler also, kennt sein Metier. Aber das denke ich mir jetzt, als ich es schreibe, als wir uns begegneten, war ich nicht imstande auf etwas anderes zu denken, außer meinen Großonkel Stefan in Ghetto. Er war vor dem Krieg so elegant, so gutaussehend, verkehrte in den mondänen Kreisen Warschaus, ging zum Tanzen in die Adria, danach musste er aber so ausgesehen haben, und dann starb er… Ich hoffe, er beugte sich nicht, ich möchte fest daran glauben, dass er stehend um sein Leben kämpfte und nicht, sich beugend. Er gab im Ghetto eine Zeitschrift heraus, sie hieß Żagiew / Die Fackel …

Ich stelle den Karton mit der Torte af den Boden ab und krame in meiner Tasche, suche meinen Geldbeutel, aber natürlich, Scheiße! wie immer! wieso habe ich nie Geld dabei?! Ich nehme den Karton mit der Torte und gebe ihn dem Mann. Bitte, nehmen Sie es, stammele ich, das ist die beste Torte in Berlin… Er schaut mich verwundert aus, ich wiederhole etwas von dem glauben Sie mir, die beste Torte… Ich habe Schweißperlen auf der Stirn. Jakob-Kaiser-Platz, der Mann steigt aus, ich fahre nach Hause, die große Masse fährt weiter, nach Mitte, Friedrichshain, Prenzelberg, um Spaß zu haben…

Den polnischen Film Ida über einer Novizin, die ihre jüdische Abstammung entdeckt, habe ich bei der Vorpremiere im Kino gesehen. Ein schöner, ruhiger, überhaupt nicht aggressiver Film, ich bin jedoch erschüttert von der Geschichte. Ida und ihre Tante fahren nach irgendwohin, in die polnische Provinz, in die Nacht, in die Walachei, um heimlich das Grab der Eltern zu besuchen, ach was, es ist kein Grab, es ist nur ein Beerdigungsort, aus dem ein Bauer die Skelette Idas Eltern ausbuddelt. Ida und ihre Tante besuchen nicht den Ort, sie berauben ihn, das ist das Wort dafür, oder, wenn man Totenköpfe und Gebeine der Leichen aus dem Grab entfernt?

Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends
wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts
wir trinken und trinken
wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng

Als ich dann in Polen bin, kaufe ich eine Illu mit dem Film. So ist es in Polen oft, dass man beim kaufen einer Zeitschrift noch etwas bekommt, sei es eine Strandtasche, einen billigen Schmuck oder eben einen Film auf DVD. Diesmal kaufe ich Zeitschrift Forum und Ida. In Berlin rufe ich meine Freudinnen an, lade sie zum Filmgucken ein. Wir essen Kuchen, trinken Kaffee. Mitten im Film sagt eine von ihnen, aber Ewa, du siehst es dir schon das zweite Mal, wie kannst du es aushalten, mir macht er keinen Spaß, es ist so langweilig… Ich zucke mit den Armen. Mir gefällt`s, sage ich, weil wenn ich es sage, hütet es mich davon, ihr ins Gesicht zu schreien, dass ich es super finde, dass sie an dem Film keinen Spaß hat… und dass wir den Film zusammen gucken, weil ich Glück habe… weil es genauso gut die Leiche meiner Mutter sein konnte, die sich halt auch den ganzen Krieg verstecken musste… Wie Idas Mutter. Und dann wäre ich nicht geboren…

Natürlich habe ich meinen kleinen Spaß, wenn ein paar Monate später Ida den Oskar gewinnt. Das Ida angeblich ein monotoner langweiliger Film sein sollte, ist offensichtlich ganz vergessen. So ist es mit dem jüdischen Spaß in der zweiten Generation nach Holocaust. Keine einfache Sache. Mal ist er da, mal doch nicht…

Wir waren gerade im Jüdischen Museum. Nach wie vor finde ich das Museumsgebäude schrecklich, preußisch, militärisch und die Ausstellung kindisch, unintelligent, manchenorts gar primitiv. Aber ich habe Gäste aus Polen und die wollen. So ist es. Die Deutschen fahren nach Polen und suchen die Juden, die Polen kommen nach Deutschland und suchen ebenfalls Juden. Mich können sie alle allemal, sie sollen sich zum Teufel scheren und nach Israel fahren… Oder mich mindestens in Ruhe lassen. Aber es gibt kein Auswinden aus der Sache. Wir sind im Museum, schauen uns alles an. Auch das Innere des Holocaustturmes, in dem eine dicke Schicht metallener Gesichter aufgelegt wurde. Dicke knirschende Schicht, jeder Gesicht für einen Ermordeten, alles in der Farben, die letztens fürs Erinnern bestimmt wurden, Betongrau und Rostbraun. Es kommt eine Gruppe der jungen Mädchen rein, eine nach der anderen gehen sie auf die Gesichter, die unter ihren Schritten klingeln. Es macht Spass, klar.

ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen
der schreibt der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland
dein goldenes Haar Margarete
er schreibt es und tritt vor das Haus und es blitzen die Sterne
er pfeift seine Rüden herbei
er pfeift seine Juden hervor läßt schaufeln ein Grab in der Erde
er befiehlt uns spielt auf nun zum Tanz

Wir gehen zum Holocaust-Mahnmal. Pärchen machen sich händehaltend Selfies zwischen den Säulen, Jungs springen obendrein von einer Stele zu der anderen, die Mädchen gucken hinter der Pfeilern vor, lächeln kokett, lassen sich Bilder machen, die sind für Tinder… Es gibt eine besondere Internetseite dafür: tinder holocaust monument. Hat sogar eigenen Namen: tindercaust. Wissen meine Leser überhaupt, was der Tinder ist? Ein Zunder, eine mobile Dating-App… App wisst ihr schon, oder? Eine Applikation… Egal. Man stellt dort ein Foto von sich und gibt ein paar Angaben über sich und ein paar über den, den man daten will. Geschlecht, Alter, Wohnort, Interessen… Aus diesen Angaben stellt das Portal ein Angebot für mich. Das heißt nicht für mich, ich benutze den Tinder nicht, aber egal, es ist einfacher zu schreiben, als ob die Tinder-Offerte für mich gemeint wäre. Und wenn ich einen Mann suchen würde. Klassisch langweilig also. Ich gucke mir das, was für mich ausgesucht wurde und zack, der, der mir nicht gefällt wird von mir nach links verschoben, und nach links, nach links und wenn mir jemand gefällt, dann nach recht. Wenn es auf der anderer Seite zufällig auch nach rechts geschoben wurde, stellt der Portal uns beide auf den Chat-Modus um. Der Rest hängt schon von uns beiden ab.
Und dafür ist es jetzt in Mode für den Zunder die Fotos zu haben, die man im Denkmal geschossen hat.

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
wir trinken dich morgens und mittags wir trinken dich abends
wir trinken und trinken

Ich liebe dieses Gedicht, obwohl ich ihn nicht ganz verstehe. Es geht um Musik machen in einem Kazet, das ist klar, Leonard Cohen sang auch ein Lied darüber, dance me dance me to the end of love… Ich found es auf you tube, in Bebilderung ein schönes Paar tanzt, dazwischen kommen Flammen und die Bilder von Auschwitz. Ein der Kommentare darunter: wieso packt ihr Juden immer wieder und überall diese verdammte Bilder?

Na. Ist doch eine Frage… Wieso eigentlich? Meine Mutter und meine Tante schwiegen über den Krieg als ob sie das Schweigen geschworen hätten. Papa übrigens auch. Jeder hatte seine eigene Gründe dafür. Von dem Krieg zu erzählen gehörte zu denen da oben, na, Kommunisten halt, Quatsch, keine Kommunisten, die an der Macht… Unter uns machte man es nicht… Als Kind wollte ich es sowieso nicht, weil ich fürchterliche Angst hatte. Danach fanden wir es einfach peinlich. Wir mochten auch keine Kriegsfilme, bis dann diese Sekunden entscheiden und die Vier Panzersoldaten mit dem Hund produziert wurden. Aber ich hab sie eigentlich auch ungern gesehen. Oder gar nicht. Bohaterszczyzna mag ich nicht. Bo-ha-ter-szczy-zna… Könnt ihr das Wort geniessen. Und dann auch seine Bedeutung. Unschatzbar. Keine Übersetzung, nirgends. Niepotrzebna, właściwa Polakom skłonność do brawury i osiągania mało znaczących zwycięstw kosztem ogromnych strat w ludziach. Unnötige, charakteristische für die Polen Neigung zur leichtsinnigen Kühnheit, um unbedeutende Siege auf Kosten der großen Verluste zu erzielen.

Und viel erzählen darüber! Total uncool.

Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland
dein goldenes Haar Margarete
Dein aschenes Haar Sulamith
wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng

Also, wie gesagt, es ist jetzt in Mode die Fotos im Denkmal zu schiessen. Zu schiessen. Ja, jetzt kann ich nicht umhin, ich muss einen kleinen Abzweig machen, wegen des Fotosschiessens. In einer Schule hat man mit Hilfe des Googles-Translator einen Zettel für die Eltern übersetzt. Mit solcher Übersetzungen ist immer etwas dabei, was unerwartend komisch sein kann. Als mein Sohn noch klein war, hat man uns, den polnischen Eltern ein höflich gemeinten Briefchen gegeben, das etwa so anfing: Miłość Ojciec Matka (die Liebe der Vater die Mutter). Wir brauchten schon ein Bissl Zeit, um zu verstehen, dass man so mit Hilfe des Wörterbuches die Redewendung Liebe Eltern übersetzt hat. Diesmal wurden die syrischen Eltern auf Arabisch um Erlaubnis gebeten, das Kind in der Schule erschießen zu dürfen… Es war halt in der Schule Fotoshooting vorgesehen.  صور اطلاق النار. Viel Spaß!

Aber Spaß bei Seite, wir sind immer noch im Museum, unsere Runde endet im Raum mit Gästebuch. Hier müssen wir kurz warten bis uns ein Museummitarbeiter abholt und mit dem Fahrstuhl zum Ausgang bringt. Wir sind nämlich zu Dritt und eine von uns sitzt im Rollstuhl. Wir warten, wir sind müde. Ob einem die Ausstellung gefällt oder nicht ist eine Sache, aber auch, wenn sie uns nicht gefällt, müde macht sie trotzdem. Wir lehnen uns an die Wand, nach ein paar Sekunden fahre ich jäh hoch. Wisst ihr was da an der Wand steht? frage ich. Auf der Wand gibt es nämlich drei Fragen, in großen Buchstaben auf Deutsch, in kleineren auf Englisch. WAS HAT EUCH SPASS GEMACHT? Ich schau auf den Englischen Text, vielleicht irre ich mich, vielleicht verstehe ich etwas falsch, aber nein, auf Englisch ist dasselbe gefragt: What was the most fun? Es musste aber ein Mensch übersetzt haben, weil der Google macht daraus die Frage: WHAT HAPPENED?

Ja, Mensch, WHAT HAPPENED? Was willst du eigentlich?

Er ruft stecht tiefer ins Erdreich ihr einen ihr andern singet und spielt
er greift nach dem Eisen im Gurt er schwingts seine Augen sind blau
stecht tiefer die Spaten ihr einen ihr andern spielt weiter zum Tanz auf
Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts

***

Das hier zitierte Gedicht ist die Todesfuge von Paul Celan

Muzeum kotów

Ewa Maria Slaska (tekst), Maria Gast Ciechomska (zdjęcia)

Poszłyśmy do Muzeum Kotów, miało więc być o muzeum kotów, ale gdy siadłam do pisania przypomniało mi się nagle Muzeum Psów, dość niemiła ale świetna książka Jonathana Carolla, którą czytałam wiele lat temu w wydaniu Rebisu i tłumaczeniu Pawła Kwiatkowskiego. Wydawnictwo dołączyło do książki taki tekst:

Harry Radcliffe, sławny i błyskotliwy architekt, bez skrupułów wykorzystuje każdą nadarzającą się okazję i każdą piękną kobietę. Podejmuje się nawet zaprojektowania Muzeum… Psów, na które sułtan Saru, obawiający się zamachu na swoje życie, chce wydać miliard dolarów, by się zapisać w pamięci potomnych.

Ciekawe, wydawało mi się, że akcja powieści rozgrywa się przede wszystkim w rozmowach projektanta muzeum z synem zleceniodawcy. A że facet jest bez skrupułów, nie wiem, nie pamiętam… Chyba przede wszystkim pamiętam puste spalone słońcem górskie krajobrazy, gdzie w jakiejś rozpadlinie powstanie muzeum… W gruncie rzeczy nic nie pamiętam. A mimo to wiem, że była to świetna książka. Niespokojna.

Muzeum kotów mieści się w spokojnej mieszczańskiej dzielnicy Berlina, w spokojnej mieszczańskiej kamienicy i nie ma w nim, na szczęście, nic demonicznego… Przeciwnie – jest Helmut Glantz, miły starszy pan, który od ponad 40 lat zbiera wszystko o kotach – figurki, obrazki, porcelanę, przedmioty codziennego użytku i wyszukane obiekty kolekcjonerskie. Masową produkcję pamiętkarską i cenne unikaty. A zaczęło się wszystko od małego białego kotka, kupionego za kilka marek przez ucznia ze szkoły średniej… Teraz koty zajęły całe mieszkanie, kurator i jego rodzina (teraz już tylko żona, dzieci poszły na swoje) oraz, oczywiście, koty zajmują inne mieszkanie w tej samej kamienicy. Tu nie ma miejsca dla żywych, tu rządzą koty uprzedmiotowione. Ale jak!

Katzenmuseum
Über 30 Jahre sammelten Katzenliebhaber Helmut Glantz und seine Frau alles, was mit Katzen zu tun hat. Das Ergebnis dieser Leidenschaft macht er der interessierten Öffentlichkeit in Berlins einzigen Katzenmuseum zugänglich.

Tassen, Teppiche und Vasen mit Katzenmotiven, gestrickte Katzen, Katzen aus Holz, Spieluhren mit Katzen und über 1000 Katzen-Porzellanfiguren. Es gibt buchstäblich nichts, was nicht mit Glantz’ Lieblingsmotiv verziert wurde. Zusätzlich verfügt das in einer 3 Zimmer-Wohnung in Lichterfelde beheimatete Katzenmuseum über eine kleine Bibliothek mit Sachbüchern zur Katzenzucht und Pflege. Feste Öffnungszeiten gibt es nicht, die Besucher werden nur nach telefonischer Voranmeldung empfangen und durch das Museum geführt.

Adresse / Adres:
Luisenstraße 38
12209 Berlin
Telefon: (030) 772 51 49
Öffnungszeiten / godziny otwarcia: Besichtigung nur nach Terminvereinbarung möglich / trzeba się umówić
Eintrittspreise / Ceny: frei / bezpłatnie (Spenden willkommen, datki mile widziane)

fähigkeit etwas zu bewirken… Reblog

liebe ewa,

vielleicht was für den blog?

in einer rezension im tagesspiegel, samstag vielleicht, fand ich was von einem amerikanischen autoren den namen hatte ich mir nicht notiert. das war sicher noch vor trumps erfolg geschrieben. die systematisierung könnte auch was für eine persönliche strategie des umgangs mit diesem grausamen wahlergebnis bieten. es ging um die diskussion des machtbegriffs und er fand, mensch müsse die verengung auflösen, die seit machiavelli besteht: da geht es um zwang und gewalt und gerne auch um lug und betrug, wenn es dem machterhalt dient.

er will die definition erweitern auf: fähigkeit etwas zu bewirken, das ist natürlich sympatisch.

dafür sind individuelle fähigkeiten, sowie interpersonelle und systemische einflussmöglichkeiten zu bedenken.

  1. selbstvertrauen, ich kann etwas ausrichten
  2. auf dem teppich bleiben, wahrnehmen, dass die fähigkeiten bzw. die möglichkeit haben, sie auszuleben auch ein geschenk sind
  3. teilen und sich gegenseitig stärken
  4. respektvoll bleiben, lob, komplimente, höfliche worte, auch nonverbal respektvoll bleiben: fragen, zuhören, neugierig sein, anerkennen
  5. machtlosigkeit verhindern! also gegen ungleichheit vorgehen, armut nicht dulden, gegen bedrohung und einengung anderen menschen wert verleihen, gegen diskriminierung und rassismus auftreten. also die strukturellen settings sichtbar machen und bearbeiten.

ja, das stimmt alles, wir dürfen uns nicht erlauben, uns als machtlos zu sehen. wir bewirken was. und wir glauben ja auch zurecht, dass alles patriarchalische nicht nur frauen sondern auch männern schadet. und krieg sowieso keine lösung ist. und doch ist all dieses unter punkt 1-4 nur stückwerk, wenn wir gesellschaft nicht dazu bekommen, die weniger mächtigen zu stärken, immer wieder. bildung natürlich zuallererst, aber auch gesunderhaltung, gleichwertigkeit immer wieder einüben. wir können im eigenen leben wirksam werden, wir dürfen aber die strukturellen bedingungen nicht vergessen.

in diesem sinne ist sicher auch der angehängte artikel zu lesen.

liebe grüße

christine (Christine Ziegler)

***

Artikel auf Seite 37 der Zeitung Tagesspiegel vom So, 13.11.2016

Barbara Nolte

Festung der Ehefrauen

Manch einer verfolgte seine Partnerin mit der Axt bis vor die Tore dieser
Berliner Villa – 1976 wurde das erste Frauenhaus gegründet. Ein Modell für viele deutsche Städte.

frauenhausNachdem das mit den Zähnen passiert ist, das war das Schlimmste. Dass er mir im Hausflur wirklich die Faust ins Gesicht gehauen hat, und ich habe gemerkt: Meine Zähne vorne sind nicht mehr da, beziehungsweise einer war – wie hat die Ärztin geschrieben? – in den Oberkiefer gestaucht.

Bis zur Schließung 1999 war die Adresse geheim. Ein Eisenzaun sollte Eindringlinge abwehren.

Danach habe ich nur noch lautlos geweint. Er hat mich dann am Kragen genommen, die Treppen hochgeschleppt. Die Kinder haben oben so geschrien, die waren ja vollkommen außer sich. Er hat dann immer wieder gerufen: „Ich bin
mit eurer Mutter noch nicht fertig, die bringe ich heute noch um.“ Der Kleene hat auf der Couch gesessen und gesagt: „Papa, du bringst Mama nicht wirklich um, nein?“ Und dann hat er zu dem kleinen Kind, der war drei Jahre, hat er gesagt: „Doch. Heute noch.“ Angelika, 44.

In einem ehemaligen Kartoffelladen in der Yorckstraße standen sie manchmal in der Tür: Frauen, die Schutz vor ihren prügelnden Ehemännern suchten. „Damals wussten die nicht, wohin“, sagt Roswitha Burgard, die dort Anfang der 70er Berlins erstes Frauenzentrum mitbegründet hat. Aktivistinnen aus der Yorckstraße verbrachten deshalb einmal 14 Tage reihum bei einer Frau zuhause, die um Hilfe gebeten hatte, weil sie regelmäßig von ihrem Mann und ihrem erwachsenen Sohn misshandelt worden war. Roswitha Burgard selbst hatte weder in der Familie noch im Freundeskreis gewalttätige Männer erlebt.
Jedenfalls nicht, dass sie davon gewusst hätte. „Häusliche Gewalt wurde Anfang der 70er totgeschwiegen“, sagt sie, „als Ehekrach verharmlost, als Umgang von Asozialen weggeschoben.“

Davon erzählt Burgard heute in ihrem Behandlungszimmer einer Gemeinschaftspraxis. Um den Hals trägt sie ein elegantes Seidentuch, an den Füßen Pantoffeln, Straßenschuhe müssen an der Tür ausgezogen werden.

Anfang der 70er hatte sie gerade mit dem Psychologiestudium begonnen und war in Berlins feministischer Szene engagiert. „Als damals in London das weltweit erste Frauenhaus eröffnete, dachten wir uns: So was brauchen wir auch.“ Ein solches Haus würde die Fraueninfrastruktur, die sie in diesen Jahren begründet hatten, Frauencafés, Frauenbuchverlage, Frauenseminare an Unis, auf eine fast romantische Weise
ergänzen: Frauen helfen Frauen, die unter dem Machtgefälle zwischen den Geschlechtern am meisten leiden. Doch der Senat blockte ab. Erst müsse ermittelt werden, ob in Berlin Bedarf für eine solche Einrichtung bestünde. Für die Verwaltung schien es ein Problem, dass der Gruppe der Gründerinnen kein Mann angehörte. „Die trauten uns nicht zu, mit ihren Fördergeldern richtig zu wirtschaften.“, sagt Burgard.

frauenhauskobiety2SCHUTZENGEL. Ilona Böttcher (links) und Roswitha Burgard nahmen im ersten Jahr 615 Frauen auf.

Erst als sechs arrivierte Frauen dem Trägererein beitraten, darunter die damalige Vizepräsidentin des Roten Kreuzes, stellte das Land Berlin eine Villa für das Projekt zur Verfügung. Ein Gründerzeitbau in der Richard-Strauss-Straße 22 Grunewald, mit riesigen Aufenthaltsräumen in Erdgeschoss und Souterrain, aber nur 13 Zimmern im ersten Stock und der Mansarde. „Nicht perfekt geschnitten für unsere Zwecke“, sagt Burgard.
Die Adresse wurde unter Taxifahrern gestreut und vor Außenstehenden geheim gehalten. Um den Garten wurde ein Eisenzaun errichtet. Dahinter durfte kein Mann.
Im November 1976 war Eröffnung. Die erste Bewohnerin klingelte bereits am Abend zuvor. Es war die Ehefrau eines hohen Richters, sagt Burgard. Das Asozialen-Klischee war damit widerlegt.

Auch Ilona Böttcher erinnert sich an diese erste Bewohnerin: eine schmale Frau um die 40. Ihr Ehemann hatte ihr Geld, Schlüssel und Ausweis weggenommen. Ilona Böttcher und Roswitha Burgard übernachteten mit ihr im Frauenhaus. Sie wollten sie in der riesigen, leeren Villa nicht allein lassen.

frauenhaus2Ilona Böttcher war als Verwaltungsfrau eingestellt worden. Sie habe sich ganz profan auf eine Jobanzeige beworben, erzählt sie beim Treffen in ihrer Tempelhofer Wohnung. Doch im Frauenhaus packte sie – wie alle anderen – überall mit an: Zu jeder Tages- und Nachtzeit klingelten Frauen. Polizisten und Taxifahrer brachten sie. Jede wurde aufgenommen, selbst wenn sie betrunken war. „Wer sind wir denn, dass wir entscheiden,
wer über Nacht bleiben darf!“, sagt Böttcher. Ansonsten war Alkohol verboten. Bereits einen Monat nach Eröffnung waren alle regulären Plätze belegt. Immer neue Stockbetten wurden in die Zimmer, Gänge, Aufenthaltsräume gestellt. Im Haus, das für 70 Frauen und Kinder ausgelegt war, lebten bald bis zu 150. „Es gab Bedarf, und wie!“, sagt Böttcher.
Sie zieht ein lilafarbenes Buch aus ihrem Regal: die erste Jahresbilanz, herausgegeben im
Frauenselbstverlag. Die Gründung des Berliner Hauses war eine Initialzündung, in den meisten größeren Städten wurden fortan ähnliche Projekte geplant, die Berliner lieferten das statistische Material. Von den 615 Frauen, die im ersten Jahr in der Richard-Strauss-Straße betreut wurden, waren drei Viertel von ihren Ehemännern misshandelt worden, ein Fünftel von ihren Freunden, der Rest von Ex-Männern und Verwandten. Jede zehnte Frau hatte die Gewalt zehn Jahre und länger erduldet. 118 waren von ihren Partnern sogar in Lebensgefahr gebracht worden. „Mich hat der Zustand von Beziehungen erschüttert, am
Anfang stand ja mal Liebe“, sagt Ilona Böttcher. Eine Frau habe zu ihr gesagt: „Und dann hat er mich nicht mal mehr geschlagen.“ Schlagen sei für sie Zuwendung gewesen.
Böttcher erinnert sich, dass viele Frauen sich schämten. Sie hatten sich diesen gewalttätigen Partner ja ausgesucht. Verbreitet waren auch Schuldgefühle. Einige glaubten, dass ihr Mann nicht ausgerastet wäre, wenn sie selbst anders reagiert hätten. Im Frauenhaus hörten sie die Geschichten anderer Frauen und erkannten dabei mitunter Verhaltensmuster ihres eigenen Mannes wieder und die Unvermeidbarkeit seines
Zorns. Eine Frau habe es mal so ausdrückt: „Habe ich Salz rangemacht, habe ich eine gewischt gekriegt, habe ich kein Salz rangemacht, habe ich auch eine gewischt gekriegt.“ Oft steigerte sich der Jähzorn der Männer noch, wenn die Frauen ins Frauenhaus zogen.
12.3.77, 20.30 Uhr: Ein Herr läutet an. Er will das Haus in die Luft sprengen, sich aber zeitlich nicht festlegen. Gabi informiert die Polizei. 21.45 Uhr: Ein Herr ruft an. Er steht mit einer Pistole in der Telefonzelle gegenüber und will sich das Leben nehmen, wenn er nicht mit seiner Frau sprechen kann. Die Frau ist nicht bei uns. Da er unter Strom steht, hat Gabi Mühe, ihm das klarzumachen. Vorsichtshalber benachrichtigen wir
die Polizei. 23.15 Uhr: Ein Mann fährt mit einem Fahrrad in unserem Garten. Gabi ruft 110. Auszüge aus dem Protokoll einer Bewohnerin mit Telefondienst.
Häufig lungerten Männer vor der Tür herum, die die Adresse herausbekommen hatten. Mehrfach ist es ihnen tatsächlich gelungen einzudringen. Ilona Böttcher erinnert sich an einen Vorfall, als ein Mann eine Füllung aus der Haustür herausgebrochen hat, durchs Loch geklettert und mit der Axt ins Haus gestürmt ist. Eine Kollegin stellte sich ihm in den Weg, die Hausbewohnerinnen versteckten seine Frau. Für Mitarbeiterinnen und Bewohnerinnen des Frauenhauses war die Umgebung hinter dem Zaun feindlich: Während die Männer
mit roher Gewalt drohten, drohten die Grunewalder Nachbarn mit ihren Anwälten. Sie gründeten sogar eine Bürgerinitiative gegen das Projekt.
Erforderlich ist, dass das Lärmen der Kinder ab Freitag bis Sonntagabend unterbleibt. An diesen Tagen suchen die Anwohner nämlich absolute Ruhe in ihrem Garten. Die Wohngegend haben sich Anwohner ausgesucht, die in der Woche ganz besonders hart arbeiten. (…) Mehrmals habe ich die Feststellung treffen müssen, dass Kinder, soweit sie zu einem Spaziergang ausgeführt werden, auf meinen niedrigen Zaun balancieren. Mein Zaun stellt persönliches Eigentum dar, und das sollte eigentlich schon Kindern deutlich
gemacht werden, dass das Eigentum anderer zu schätzen ist. Aus einem Brief von Horst Sandner, Königlich Norwegischer Konsul (31.10.77), an Roswitha Burgard.
Der Tagesspiegel berichtete damals von einer Aussprache beider Seiten. „Wir sind gar nicht so verrückt, wir sind bloß nervlich am Ende“, habe dabei eine Bewohnerin an das Mitgefühl der Nachbarn appelliert, das aber ausblieb. Häufig, sagt Böttcher, seien sie damals zusammen mit Bewohnerinnen in der Öffentlichkeit aufgetreten. „Die wollten sich nicht verstecken.“ Die Heimlichkeit von häuslicher Gewalt, die den Tätern in die
Hände spielt, sollte durchbrochen werden. Deshalb fanden im ersten Frauenhaus die Beratungsgespräche im Aufenthaltsraum statt. Andere Frauen sollten daran anknüpfen können. „Die Betroffenen sollten sich gegenseitig unterstützen“, sagt Böttcher. In
Zweierteams wurden sie außerdem zu nächtlichen Telefondiensten eingeteilt, das sollte ihr
Selbstbewusstsein stärken. Viele, in der ersten Statistik waren es 30 Prozent, kehrten trotzdem zum Ehemann zurück. „Da konnten wir nur Wege aufzeigen, wie sie beim nächsten Mal die Situation schneller verlassen können“, sagt Böttcher. „Eine Frau war 13 Mal da, ist immer wieder zurückgegangen, bis wir in der Zeitung lasen, dass man sie tot aufgefunden hat.“
Ilona Böttcher arbeitete bis 1998 im Frauenhaus. Dann ging sie in Rente, im Jahr drauf schloss das erste Frauenhaus. Damals gab es bereits fünf weitere, rund 350 sind es mittlerweile in Deutschland. Obwohl sich das Gleichberechtigungsideal innerhalb ihres Arbeitslebens weit verbreitet hatte, habe sich dies auf die Gewalt gegen Frauen wenig ausgewirkt, sagt Böttcher. Nur der Anteil der Migrantinnen habe zugenommen.
Insgesamt registrierte die Berliner Polizei im vergangenen Jahr 15 000 Fälle von häuslicher Gewalt. Die größte Veränderung, sagt Böttcher, habe im Arbeitsverständnis der Betreuerinnen gelegen. Zum Beispiel sei eine neue Kollegin „entsetzt“ gewesen, dass es keinen Raum für Einzelberatungen gab. Den nächtlichen Telefondienst sahen manche der Jüngeren wegen einer möglichen Retraumatisierung kritisch. Am Ende, glaubt Böttcher, sei das erste Frauenhaus an einem unterschiedlichen Verständnis von Feminismus
gescheitert, denn als Feministinnen begriffen sich die Jüngeren auch. Einmal habe eine Mitarbeiterin vorgeschlagen, dass ihr Freund doch den Bus des Frauenhauses fahren könne: „Für uns völlig undenkbar: ein Mann am Steuer eines Frauenhausbusses!“
Nadja Lehmann eröffnete das Frauenhaus sozusagen neu. Lehmann war eine der jungen Kolleginnen. Zusammen mit zwei weiteren ehemaligen Mitarbeiterinnen aus dem Frauenhaus hatte sie das Konzept für das Projekt mit dem Namen „Interkulturelle Initiative“ verfasst, zu dem ein Teil der Gelder des geschlossenen Frauenhauses umgeleitet wurde. Im ersten Frauenhaus habe sie Rassismus zwischen deutschen und
migrantischen Frauen erlebt, sagt Lehmann. Deshalb schnitt sie ihr Projekt auf Migrantinnen und deren spezifische Probleme zu.
Er hat gesagt: „Du fühlst dich einfach nicht wohl in Deutschland.“ Ich habe gesagt: „Ich bin nicht in Deutschland. Ich bin in deiner Wohnung.“ Ich war eingesperrt. Ich durfte nicht raus, ich hatte keinen Schlüssel. Ich habe nur vom Fenster geguckt, wir hatten in Neukölln gewohnt, und ich hatte vor meiner Tür einen Spielplatz. () Bis mein Sohn angefangen hat, genauso zu handeln wie sein Vater. Er hat einen Gegenstand genommen und gesagt: „Hier, Papa, du kannst nehmen, und du kannst Mama wehtun, ich möchte, dass sie weint.“ Da habe ich gesagt: „Ich möchte nicht, dass mein Sohn so wird zu seiner Frau oder
seiner Lebensgefährtin. Ich habe zwei Söhne. Ich möchte nicht, dass drei Männer mich terrorisieren.“ Narin, 38, ehemalige Bewohnerin der Interkulturellen Initiative.

Die „Interkulturelle Initiative“ ist ebenfalls in einer Villa im Berliner Süden untergebracht. Da das Leben im Frauenhaus auf die Dauer belastend sei, wie Lehmann findet, bietet ihr Verein zusätzlich ein Wohnprojekt mit abgeschlossenen Apartments an sowie neuerdings Wohnungen speziell für geflüchtete Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden. Viele Migrantinnen bräuchten aufgrund schlechterer Sprachkenntnisse und ausländerrechtlicher Widrigkeiten länger, um eine Perspektive für sich und ihre Kinder zu entwickeln. Nach
einer Weile könnten sie in eigene Wohnungen umziehen. Das unumstößliche Gesetz autonomer Frauenhäuser, dass nämlich Männer draußen bleiben müssen, ist inzwischen nach Gender-Maßgaben umgeformt. Letztens wurde eine Bewohnerin aufgenommen, die zwar biologisch ein Mann ist, sich aber als Frau fühlt.

PS (Mail Nr 2):

https://i0.wp.com/www.campus.de/typo3temp/_processed_/csm_9783593399072_d83e3e2201.pngliebe ewa,

das buch, von dem ich in der anderen mail schrieb ist von Dacher Keltner „Das Macht-Paradox. Wie wir Einfluss gewinnen – oder verlieren“

ist erschienen im campus verlag und es war tatsächlich am samstag im tagesspiegel vorgestellt, ganz hinten.

liebe grüße

christine

Merry Ewa and Silly Billy in Berlin

Ewa Maria Slaska

Again

Again, because it is so nice to write about Silly Billy in the time when everything is not very nice… Do not forget it is November, it is cold and it is raining in Berlin, and Lars Gustavsson says us already years ago, there is entrance to the Hades somewhere in Berlin on a rainy November night…

But one knows his own tristesse and proper remedy as well… I go to IKEA an buy a black umbrella for the black protest.

And make these photo.

a-to-billy2

I did my shopping and stood in a long line in front of cash register as I saw the nice arranging of items, a glas, a Neapolitan flip coffee pot and a Bonsai. I liked it, so I asked a young Spanish looking man with a hair like Angelo Branduardi, whether I could make foto? You have something for drinking water or wine, I said, something to make coffee and on the top of it a plant. It looks like happy and marry life.
Yes, answered Branduardi, and in the box here I have book shelves, so the idea of happy life could be complete. O, I asked, which book shelves? Billy?

Sure, Billy…

So very nice and merry…

Then I go to visit Mo&Mi in their new flat.
O, Billy, I said.
O no, said Mo, it looks like but it is not, it is slimmer and higher than true Billy. We just bought it.

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But as some are buying new Billy, the other one are throwing it away… I was in a district town hall last Friday. I saw men in overalls carrying a lot of Billys away.

Hi, I said, what happens to that good looking Billy?
Billy? asked one of workers…
Ah, I said. Never mind. What will you do with these bookshelves?
We will transport them to a public waste depony. Why you ask?
It’s pity… There are for sure people in Berlin who will like to have it. Refugees maybe…
So, do write an application to an administration office… We can’t do anything.
O yes, thank you…

billyrathausweg

I am just going back to the lift as that man stopped me again.
Listen, why did you think my name is Billy?
Me, no, oh, I see, yes, no, never mind, I just thought…

On my way home I look in the web if there are any Billys in Berlin. I got a huge gallery of mostly young men. Noblesse oblige, I will say. All those men are especially let say… billy. Sometimes even purposely done for looking like. If there is any woman in a gallery she is not silly at all. Well, do you know why? Me not…

a-to-billy

Going through “billy berlin” I found IKEA Billy on the 6th page. Small one and very modest.

Hans-Peter Meister

Przyszedł mail:

Drodzy,
proszę mnie rozumieć tak jak piszę w tym momecie i o tej sprawie. Ja nie mam pretensji do bycia literatem, poetą lub pisarzem. Od czasu do czasu szukam w formie pisemnej (w moim odczuciu osamotnionym dialogu ze sobą samym) uiszczenia emocji, uczucia, odczucia i ślepej kiszki itp i itd.
Nie o mnie tu się rozchodzi. Intensywnymi minutami się zastanawiałem jak prawie 20 lat temu widziałem, rozumiałem, słuchałem Hansa Petera…

Przepraszam Was, przepraszam za list otwarty i zaadresowany jednocześnie do Was wszystkich.

Ewo, Moniko, Sylwio, Witku i bliscy Hansowi Peterowi, Tomek zdeklarował się do przetłumaczenia tego tekstu na niemiecki. Proszę, sami oceńcie, czy taka jest potrzeba.

Jeśli tak to: człowieki,  ciężko dobrze, kurwa i kłamać są oryginalnymi zwrotami, zaczerpniętymi z przeszłości, z naszego prze/życia.

czuwaj

Filet

***
Też znałam Hansa-Petera od dawna, od zawsze. Mnóstwo robił i dużo wymagał od nas wszystkich. Opowiedział mi kiedyś historię, którą napisałam. Pierwsze opowiadanie, jakie napisałam po niemiecku. Nie podobało mu się. Trudno, czasem i tak bywa. Ja je do dziś lubię.

EMS

hanspeter

Andrzej Filet Fikus

„Człowieki są różnymi indywidualnościami“. Tak spuentowałeś ówczesne nasze spotkanie po latach, przy ponownej okoliczności w BuchBundzie. W moim odczuciu zwróciłeś tym uwagę na moje “noże” w morzu ludzkości i próbowałeś załagodzić mój gniew spowodowany kolejnym zdemaskowaniem jakiegoś oszustwa w socjalnej branży. Pokornie usprawiedliwiałeś się, że już nie jesteś aktywny w “Social-polit-arbeit“, bo przecież prozaiczne życie, utrzymywanie rodziny. Mówiłeś z zadowoleniem o córce przebywającej w Holandii. “Własna rodzina! Ja o tym marzyłem wiele lat i teraz jest ciężko dobrze”, podkreślałeś. Byłeś i pogodny, i zatroskany opowiadając o niej, o Karin i intensywnej własnej pracy.

Sobota, 02 października 2016, kolejna, dzięki również Twoim wieloletnim wysiłkom i postawionym również przez Ciebie pod nią fundamentom, impreza Polskiej Rady Społecznej w “Familien Garten“, Oranienstraße 34. Hans-Peter nie żyje!, rzucił Witek na powitanie. Jak nie żyje? No kurwa normalnie, zmarł, nie wiem, od Jacka wiem, dzwonił do niego, byle tam coś gadał, do Lutza, tamtej i tego też dzwonił, jakby się nudził, mieli niektórzy wrażenie. Ktoś powiedział, że skrzep na płucach, szybki rak. Poczułem nagle we wnętrzu ładunek wybuchowy z opóźnionym zapłonem lub może konia podkłutego kopnięciem w brzuch. Alarm! Co mam z tym wszystkim w brzuchomózgu teraz zrobić, gdy Cię niby już żywego nie ma? Tej samej nocy, czyli z soboty na niedzielę, śniłem o Tobie, bardzo realnie, w kolorach. Szybkim krokiem, w ortalionie, w zamglonych okularach przeskakiwałeś skrzyżowania, pędziłeś z torbą przewieszoną przez ramię, wchłaniając kolejne metry, do Rady oczywiście. W deszczu, ślisko i pod prąd; wtedy wiesz, że żyjesz. A pewno jak i w tym śnie, jak i wiele razy wcześniej, biegłeś, by komuś pomóc, niekoniecznie tylko Polakom. A w tym śnie, w barwach deszczu i Kreuzbergu, widząc Twoją postać: “Kurwa! Hans-Peter, przecież Ty żyjesz! Nie kłam, wczoraj mówili, że umarłeś!” Zerknąłeś w moją stronę i w typowym Ci rytmie: ”Tak, tak, potem, pogadamy, ja muszę, ważne sprawy“. I tyle Cię widziałem. Na moje szczęście znów.

Berlin 04.10.2016

Berlin znów leuchtet

Tomasz Fetzki

Zaświecił dwunasty raz. Dla nas – po raz drugi.

Iluminacja Bramy Brandenburskiej robi wrażenie i przytłacza rozmachem. Katedra, jak zwykle, oświetlona raczej artystycznie niż efekciarsko; szkoda, że akurat podczas naszej wizyty na brzegu Szprewy rozpadał się wściekły deszcz. Plac Żandarmerii w barwach stonowanych, refleksyjnych. Żal, że wieczór tak krótki!

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Brama Brandenburska i…



A już od kilka dni w Wielkiej Sieci szumiało o iluminacji galerii Mall of Berlin na Leipziger Strasse. Że niby skandal, że rewizjonizm, że neofaszyzm wręcz! No bo żeby twarz Hitlera na murach wyświetlać?

Byliśmy, widzieliśmy, uspokajamy. Cały pokaz to animacja, historia ostatnich kilkudziesięciu lat Berlina. Podana w skrócie i z humorem. Austriacki Kapral nie gra tu pierwszych skrzypiec, nie poświęcono mu nawet zbyt wiele czasu. Po prostu jest – wciśnięty gdzieś między kajzera Wilhelma, Wujaszka Joe, Churchilla, Kennedy’ego, Honeckera, Gorbiego i jeszcze kilka innych person. Jest, bo czemuż by udawać, że nie odcisnął swego piętna na dziejach Miasta? Zamiast się bulwersować, lepiej wyrazić dla autorów iluminacji uznanie dla finezji, z jaką poradzili sobie z zakazem prezentowania znaku hakenkreuza. A jeszcze lepiej popatrzeć sobie na Davida Hasselhoffa, fikającego na cześć upadku Muru.

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Uwaga: Oświetlenie Berlina w ramach akcji Berlin leuchtet można oglądać jeszcze do 16 października; codziennie od godziny 19 do 24.

Verlorene Mühe

Ewa Maria Slaska

… einer Beschwerdeschreiberin

Im letzten Jahr oder so schrieb ich vier Mal Beschwerdemails an verschiedene Institutionen bzw. Einrichtungen in Berlin, darunter zweimal zu verschiedenen Anlässen an die BVG.

Alle meine vier Beschwerden schienen mir ziemlich wichtig zu sein. Sonst hätte ich sie nicht geschrieben.

Einmal hat man mir beantwortet, es hat aber gar nichts gebracht, dreimal passierte gar nichts. Also hier mein öffentlicher Appell an alle Institutionen des öffentlichen Lebens. Macht uns nicht vor, dass ihr euch um uns kümmert. Ihr tut es nicht. So einfach ist es.

Die Beschwerde Nummer 1 war die wichtigste. Ist auch die einzige, wo man mir antwortete. Am 6. Mai 2015 fuhren wir gegen 20 Uhr mit meinem Enkelsohn im ersten Wagen der U-Bahn Linie 1. Der Wagen war voll und gerade am Abfahren am Schlesischen Tor, als jemand in das Wageninnere eine Hustenbombe warf, wobei wir alle sofort zu husten begannen. Dank Initiative eines großen starken Mannes, wurde die erste Tür des Wagens gewaltsam geöffnet. Die U-Bahn wurde zwangsläufig gestoppt und wir alle könnten weglaufen. So schnell wie möglich. Ich war mit einem Kind da und nur seine Sicherheit war mir wichtig. Vielleicht ging es uns allen so.

Ich habe in meiner Mail betont, dass sich alles im ersten Wagen abgespielt hatte und wir durch die erste Tür weggelaufen sind. Und dass mit unserer Aktion der Zug gestoppt wurde, der schon im Begriff war, abzufahren. Diese drei Tatsachen MÜSSTEN die Aufmerksamkeit des Fahrers an sich ziehen. Ich habe auch genaue Uhrzeit genannt, wann es passiert ist – in der Annahme, dass man damit den Fahrer sofort identifizieren wird.

Na ja…

Und so war die Antwort:

Sehr geehrte Frau Bogucka-Slaska,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 06.05.2015.

Sie berichteten uns, dass in einem unserer Züge der U-Bahnlinie U1 eine chemische Substanz ausgeschüttet worden sein soll, die bei Ihnen und anderen Fahrgäste eine Atemnot und Husten ausgelöst hätten. Sie kritisieren, dass der Fahrer des Zuges nicht eingriff, sondern einfach weiter fuhr.

Es ist uns wichtig, dass unsere Fahrgäste gefahrenlos mit unseren Verkehrsmitteln fahren können. Daher werden unsere Fahrzeuge und Betriebsanlagen regelmäßig gewartet, inspiziert und gesäubert. Wenn in einem Fahrzeug wie der U-Bahn eine Verschmutzung auftritt, kann das Fahrpersonal dies nicht immer umgehend wahrnehmen. Wir sind daher hier auf die Hilfe unserer Fahrgäste angewiesen. Da Sie von einer offenbar gefährlichen chemischen Substanz sprachen, haben wir drei in Frage kommende Zugfahrerinnen und Zugfahrer ermittelt und zum Sachverhalt befragt.

Keiner der befragten Kollegen konnte sachdienliche Angaben zum Vorfall machen. Eine Überprüfung der Aufzeichnungen der Betriebsleitstelle U-Bahn ergab ebenfalls keine Hinweise. Daher war auch ein Sichern von Videodaten nicht möglich. Uns verwundert, dass weder Sie noch andere Fahrgäste sich beim Fahrer gemeldet haben. Zudem haben wir außer Ihrer Eingabe keine weiteren Beschwerden über diesen Vorfall erhalten. Wir können uns daher den Sachverhalt nicht erklären und diesen auch nicht aufklären.

Obwohl wir Ihrem Wunsch nicht entsprechen können, freuen wir uns, Sie auch weiterhin als Fahrgast in unseren Verkehrsmitteln zu begrüßen.

Mit freundlichen Grüßen

Stephanie König
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
Kundenservice FVS-B2 (IPLZ 43431)
Telefon: +49 30 19 449
Telefax: +49 30 256-49256
Mail: info@bvg.de

Also, man kann niemandem identifizieren, keiner weißt was und wir sollten uns selber darum kümmern, dass sich der Fahrer um uns kümmert… Danke BVG! Dies erinnerte mich an eine dramatische Situation in meinem Leben in Berlin. Jemand ist in meine Wohnung eingebrochen und erzählte mir, mich umbringen zu wollen. Nach Stunden habe ich es geschaft, ihn aus meiner Wohnung auszuschmeißen. Die Polizeit tat wenig, bis ich selber mit meinen Nachbarn entdeckt habe, dass der Einbrecher im Gartenhaus bei uns wohnt. Wir haben ihn der Polizei ausgeliefert, die mit ihm sprach und frei ließ. Ich rief die Polizei an und fragte, was es soll: Wer wird sich jetzt in solcher Situation um mich kümmern? Die Antwort war klar: Ihre Sicherheit, Frau Slaska, ist ihre Sache.

Na klar.

Jetzt lerne ich noch etwas dazu: Ihre Beschwerde, Frau Slaska, ist ihre Sache. Ich brauchte aber noch drei Beschwerden, bis ich es kapiert habe.

Die Beschwerde Nummer 2 ging auch an die BVG. Ich klagte, dass man in der U-Bahn eine neue Chemikalie anwendet (billigere Putzmittel?), die in mir eine sofortige Allergie hervorruft. Ich steige in die U-Bahn ein und beginne sofort zu niesen.

So…

Die Beschwerde Nummer 3 betraf ebenfalls Allergie und ging an Möbel Kraft. Ich kaufte einen neuen Schreibtischsessel… Es dauerte eine Woche bis ich entdeckt hatte, dass er meine plötzlich auftretende nächtliche Allergieanfälle verursacht hatte… Ich schrieb Möbel Kraft an, die Antwort… na ja, Sie ahnen schon…

Oder…

Und endlich etwas, was mit der Kultur und nicht mit meinem allergisch empfindsamen Wesen zu tun hat. Meine Beschwerde Nummer 4, eine Mail an Kino Kunst66, abgeschickt am 30. Juli bezeugt dafür meine soziale Empfindlichkeit.

Meine Lieben Damen und Herren vom Kino Filmkunst66

Ich war heute bei Ihnen mit insgesamt 8 Freunden und möchte mich beschweren.
Wir kamen in zwei Gruppen, um den Film Mit Jacqueline unterwegs zu sehen. Zuerst ich mit 4 Personen und dann weitere 4.
In meiner Gruppe waren 2 erwachsene Frauen (beide mit Berlin Pass) und 3 Kinder. Ausser mir waren alle aus der Gruppe Flüchtlinge. Und ich – Rentnerin.
Ihr Mitarbeiter verweigerte uns jedwede Ermäßigung mit der Erklärung, es ist Wochenend und am Wochenend gelten keine ermäßigten Preise.
Ich habe jedoch damit gerechnet, dass wir weniger zahlen und mir fehlte, bei so großem Ticketeinkauf sage und schreibe 2,5 €!
Ich versuchte zu erklären, dass es Kinder sind, Flüchtlinge, Berlinpass, ich dazu noch Rentnerin… Zig Gründe um Ermäßigung zu bekommen. Es wären dann 5 € weniger und mein Geld hätte gereicht, weil ich den Tag mit meinen Schützlingen sehr sorgfältig, auch finanziell, geplant habe…
Ihr Mitarbeiter zeigte sich nicht bereit, um ein Deut von dem Preis abzutreten. Es “rettete mich” die Flüchtlingsfrau, die diese fehlende 2,5 € bezahlt hat.
Und jetzt: abgesehen von alledem, was ich hier geschrieben habe, bemerken Sie auch, dass:
1/ man kann bei Euch nicht mit der Karte bezahlen!
und
2/ die Preistabelle auf Ihrer Internetseite ist keineswegs eindeutig – schauen Sie selber an. Wir haben alle verstanden, dass wir eine oder andere Ermäßigung auch heute bekommen.
Alles in allem: ich habe Ihnen heute 8 andere Kunden mitgebracht, und ich habe sowohl in meinem Blog als auch auf dem Facebook Werbung für Euch gemacht und ich bereue es sehr (obwohl ich den Film nach wie vor sehr gut finde!).

Mit freundlichen Grüßen

Ewa Maria Slaska
Bloggerin und FlüchtlingsPatin
https://www.facebook.com/ewamariaslaska
https://ewamaria2013texts.wordpress.com/2016/07/30/nieulegla-krowa-czyli-porady-kulturalne-na-lato/

Und Danke für Eure Aufmerksamkeit!

fuckyou

Es war ein Freitag

C. C.

Es war der 11. Geburtstag meines kleinen Bruders D.

Mein großer Bruder P. war mit mir mit dem Motorrad – es war wohl ein milder Dezembertag – zur Feier von Kreuzberg zu meinen Eltern nach Wilmersdorf gefahren.

Am frühen Abend klingelte das Telefon meiner Eltern für meinem großen Bruder P. Es war ein sehr kurzes Gespräch, P. kam aufgeregt an den Tisch, an dem ich mit Vater, Großvater und Onkel Skat spielte, und sagte: „Wir müssen los, in Kreuzberg wird ein Haus geräumt.“ Eine Telefonkette war ausgelöst worden, was damals aber nicht so einfach war, weil Handy und Internet gab’s ja noch nicht – aber zum Glück wusste die Freundin meines Bruders wo wir waren.

Ohne uns groß zu verabschieden und nur erklärend „In Kreuzberg wird ein Haus geräumt“, zogen wir unsere Klamotten an verließen die kleine 2 ½ -Neubau-Zimmerwohnung in der ich 12 Jahre mit Eltern und drei Brüdern gewohnt hatten. Zurück ließen wir neben unseren Eltern und Großeltern, Onkel, Tanten, Cousinen und Cousins – den Großteil unserer Verwandtschaft.

Wir sprangen auf Motorrad und fuhren nach SO36, parkten am Wassertorplatz und gingen zu Fuß zur Kohlfurterstraße/Ecke Admiralstraße, die Helme setzten wir nicht ab. Genaueres hatte P. mir bis dahin noch nicht gesagt, aber er wusste ja wo wir hin mussten.

Die Schule, die dort heute steht, befand sich gerade im Bau, konkret wurden gerade die Kellergeschosse gebaut, also war hauptsächlich Beton und Eisen zu sehen, jetzt aber kaum zu erkennen, da es schon dunkel war. Ein schmaler Holzweg führte als südliche Verlängerung der Admiralstraße mitten durch die Baustelle. Auf der anderen Seite der Baustelle, wo sich besetzte Häuser befanden, hörten wir Lärm:

  • Bullenwannensirenen
  • Geschrei und Gegröle
  • die typischen Geräusche von geworfenen Pflastersteinen, die auf die Straße oder gegen Bullenschildern krachten,
  • und von abgeschossenen Tränengasgranaten

– alles uns wohl bekannte Geräusche, bis dahin aber noch nicht im Zusammenhang mit Hausbesetzungen, sondern u.a. von Anti-Nazidemos, Knast-Demos, Räumung des besetzten Daches des Amerika-Hauses und 1. Mai-Demos – die damals übrigens noch nicht in Kreuzberg stattfanden.

Bevor wir den schmaler Holzweg Richtung „Kampfgetümmel“ nahmen „bewaffneten“ wir uns mehreren Pflastersteinen, mit deren Umgang wir geübt waren.

Meinem Bruder P. hinterherlaufend, der immer viel „forscher“ war als ich, betrat ich den Holzweg. Aber nach wenigen Metern verließ mich der Mut bzw. wurde ängstlich, fing an zu denken:

Was passierte auf der anderen Seite des schmalen Weges?

Liefen wir den Bullen direkt in die Arme bzw. in deren Knüppel?

Wir sind in der Falle, wenn die Bullen jetzt selbst auch noch von der Kohlfurterstraße Richtung Kanal vordrangen!

Während P. mit einigen anderen, die sich mittlerweile auch an der Ecke eingefunden hatten, weiter Richtung „Kampfgetümmel“ stürmte, kehrte ich um. Und dann sah ich sie von links kommen: Ein ganzer Zug Bullenwannen rasten mit hoher Geschwindigkeit in unsere Richtung. Ich hatte in diesem Augenblick eine wahnsinnige Angst.

Als ich wieder den Anfang des Holzweges erreichte, bremsten die Wannen genau von mir. Ich sah nur eine Chance zu entkommen: Zwischen den Wannen durch, Richtung Kotti. Kurz bevor ich durch kam, öffnete sich die hintere Tür der Wanne, die ich passieren wollte, und ein Bulle in Kampfmontur mit Helm und Schild erschien in der Tür.

Ich schleuderte kurz hintereinander zwei Pflastersteine, die ich in den Händen hielt, in die Wanne. Ich sah den ersten Stein auf das Visier des Helmes krachen, den zweiten Stein hörte ich nur „einschlagen“, da ich diese während des Laufen oder genauer gesagt während des Sprints „abfeuerte“, und mich ganz schnell auf der anderen Seite der Wannenreihe befand. Ich rannte immer weiter, erst kurz vor dem Kotti drehte ich mich um und sah: keinen Bullen oder anderen Menschen hinter mir.

Ich war alleine. Mein Bruder wurde jetzt sicher von den Bullen, denen ich gerade noch entkommen war, gejagt. Ich hatte Angst um ihn.

An der Ecke Kotti/Admiralstraße befindet sich heute eine Bank, damals war dort ein Supermarkt. Voll Wut und Hilflosigkeit schleuderte ich die zwei Pflastersteine, die sich noch rechts und links in den Taschen meiner Lederjacke befanden, in die Schaufensterscheibe des Supermarktes – die Geschäfte schlossen damals schon um 18:00 Uhr.

In diesem Augenblick hörte ich von der anderen Seite des Kottis das Klirren von Fensterscheiben – da waren also auch andere am werken.

Ich sprintete rüber, da ich nicht alleine sein wollte und irgendwie war ich auch noch tatendurstig.

Zwischen Adalbertstraße und Reichenberger Straße direkt an den Geschäftseingang eines Ladens – heute Rossmann – sah ich einen Mann zwischen 40 und 50 Jahren auf einem Vermummten sitzen und auf diesen mit Fäusten einschlagen. Ich stürmte auf die beiden zu und rammte den einschlagenden Mann, damals ein sogenannter „Aktivbürger“, so dass er zur Seite weg kippte und der Vermummte fliehen konnte. Zu zweit rannten wir in Richtung Reichenberger Straße.

Um dann aber wieder umzukehren und jetzt direkt an der Straße entlang wieder Richtung Adalbertstraße zu laufen, da wir von dort Geschrei und weiterhin Scheiben der Berliner Bank und von Kaisers klirren hörten und zu Recht Mitstreiter vermuteten.

Ich sah wieder den „Aktivbürger“, diesmal aber zusammen mit einem Bullen, der seine Knarre in der Hand hielt. Der „Aktivbürger“ zeigte in unsere Richtung, wobei ich nicht wusste, ob er mich oder den von mir Befreiten meinte.

  • Von dieser Szene gibt es ein Foto, welches ich schon oft in Veröffentlichungen gesehen habe und mich immer wieder erinnern läßt.-f-12-12-1980-3

Angesichts der gezogenen Waffe hatte ich zum zweiten Mal innerhalb weniger Minuten sehr große Angst – alles spielte sich sehr schnell und mit hoher Geschwindigkeit ab.

Im Sprint ging es weiter in die Adalbertstraße rein. Hinter der Treppe, die zum Kreuzberg-Café hoch führt, sah ich aus den Augenwinkeln wie ein Zivilpolizist einem Mann mit Lederjacke und schwarzem Tuch eine Pistole an den Kopf hielt. Da war bei mir alles vorbei. Ich rannte den Durchgang von der Adalbertstraße zur Dresdener Straße und so schnell ich konnte in eine Wohnung in der Dresdener, in der ich gerade bei Freunden unterkommen war.


Foto:Michael Kipp/Umbruch Bildarchiv https://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/30jahre_hausbesetzungen_in_berlin.html

Ich zitterte am ganzen Leibe und nach dem ich mich Helm und Lederjacke entledigt hatte hielt ich meinen Kopf unter die Dusche. Ich wollte einen klaren Kopf bekommen, aber hatte immer noch Angst und vor allem Angst um meinen Bruder.

In der Wohnung, in der ich alleine war, rauchte ich dann zur Beruhigung erst mal eine Tüte und blieb mindestens eine Stunde dort.

Erst dann wagte ich mich wieder raus und traf erst am Kotti eine Freundin, die sich gerade bei einer Spontandemo ein paar Prellungen am Arm durch Polizeiknüppeln eingefangen hatte und kurz darauf auch meinen Bruder. Er erzählte mir dann, dass sie über die Baustelle vor den Bullen flüchten konnten und er dabei seinen Helm verloren hat. Das er danach dabei war als der Bullen-VW-Bulli am Kotti umgeworfen wurde, hat er mir nie erzählt, aber angesichts von Fotos, die ich später sah und auf denen ich ihn erkannte, wusste ich es.

Vermutlich war es der VW-Bulli des Polizisten in dessen Knarre ich geschaut hatte.

Wo ich danach war und ob und wie ich gekämpft habe weiß ich nicht mehr – irgendwie fehlen mir da ein paar Stunden.

Erinnern kann ich mich nur noch, das wir, P. und ich, gegen 23:30 Uhr zur Ecke Dresdener Straße/Oranienplatz gegangen sind und den dort versammelten Leuten gesagt haben, sie sollten jetzt verschwinden, da der Kampf jetzt schon seit Stunden toben würde und die Bullen jetzt bald alles platt machen würden. Wir haben uns dann in die Wohnung zurückgezogen.

Die Leute sind unserer Aufforderung aber nicht gefolgt. Kurze Zeit später ist eine Bullenwanne in diese kleine Menge gefahren und hat einem Mann zwischen Wanne und einem großen Beton-Blumenkübel beide Beine abgequetscht. Der Mann musste seit dem – salopp ausgedrückt –  im Rollstuhl Platz nehmen.

Ach ja, es war der 12. Dezember 1980.

Nachwort:

Seit September 1979 waren bis dahin 19 Häuser besetzt worden, 1 Haus davon wurde im Sommer 1980 sofort nach der Besetzung geräumt -auch da wurde eine Telefonkette ausgelöst, wir waren aber gerade mal 10 Leute, die sich den Bullen dann lieber doch nicht in den Weg stellten.

Nach dem 12.12. haben wir in den nächsten drei Tagen noch zweimal große Demos organisiert, die durch brutales Vorgehen der Bullen jedes mal zu heftiger Randale auch auf dem Kudamm führten.

Wir sagten damals: „Unsere Argumente sind endlich im Rathaus Schöneberg – dem damaligen Regierungssitz West-Berlins – angekommen.“ Denn dann wurde erst mal kein Haus mehr geräumt, der Senat trat zurück, die Wohnungsbaupolitik änderte sich, Kreuzberg wurde nicht weiter zerstört und aus ein paar Hausbesetzungen wurde eine Bewegung, in der u.a. 3 Monate später als ca. 114. Haus am 14. März 1981 die Regenbogenfabrik besetzt wurde.

Nachtrag:

Ein Teil meiner Verwandtschaft, die unseren Abgang vom Geburtstag mitbekommen und dann im Fernsehen die Nachrichten aus Kreuzberg gesehen hatte, hat danach kaum noch mit mir geredet. Politische Diskussionen gab’s in der Familie eigentlich sowieso nie.

Mal von Oborishte gehört?

Info po polsku

Dorota Kot

Ein Hungriger Bär wird nie tanzen – oder?

Kein Schwein in Berlin interessiert sich für Bulgarien bzw. die bulgarische Kultur – solche Aussagen habe ich mehrmals gehört, als ich über die Idee der Bulgarischen Kulturwoche stolz und aufgeregt erzählte.

Ob Interesse besteht – ist das eine Frage der Form / Gestaltung – oder? Oder liegt es an den Menschen, die mitmachen und ein Herz für die Thematik haben? Vor fünf Monaten habe ich mich auf den Weg gemacht Netzwerk-Kontakte der bulgarischen Aktivisten zu holen. Polin und die über Bulgarisches Kulturinstitut gewonnenen zwei aktive Bulgarinnen. Die Ärmel hochkrempelt und los! Ich habe über vierzig Treffen mit Vertretern der bulgarischen Community gehabt – offiziell und privat.

Auf beiden (privat und offiziell) Ebenen habe ich viel erfahren: Witze, Beschwerden, Begeisterung und freundliche Aussagen über bulgarische Kulturschaffende, bulgarischsprachige Vertreter diverser Institutionen in Berlin … stur habe ich immer mehr Menschen angesprochen. Viele kennen einander nicht. Aber die bulgarische Woche hat alle miteinander verbunden. Vielleicht ist das eben das Rezept für einen Erfolg unter Migrantengruppen?

Noch nie habe ich mit einer anderen Migrantencommunity gearbeitet.

Gibt es Kulturunterschiede?

Jein. Wir sind Slaven, Europäer, Migranten, Mitbürger – im Prinzip einfach Menschen!

Wir haben viel Gemeinsames, aber auch über die Unterschiede und schöne Traditionen möchte ich kurz berichten. Ich werde meine Beobachtungen einfach aus dem Ärmel schütteln! Lernt meine Sichtperspektive kennen!

Slawische Seelen
Warmherzig, ehrgeizig, familiär – das sind die Grundlagen der Völkerverständigung. Polen und Bulgaren sind eben diese Eigenschaften angeboren.

Verständnisprobleme?
Ein kleines Missverständnis kann entstehen, wenn man ein bisschen (ein kleines bisschen!) Bulgarisch versteht, aber die bulgarische Körpersprache nicht kennt. Bulgaren bestätigen und verneinen, indem sie andersrum den Kopf schütteln. Total verwirrend! Aber das ist auf die Geschichte zurückzuführen. Sprecht mich mal an – gerne erkläre ich den Hintergrund!

Gentelmens und gute Feen.
Viele Bulgaren sind Gentlemen oder einfach altmodisch erzogen. Sie helfen sehr gerne und bieten Hilfe an – das schätze ich privat und beruflich.

Missverständnis? аз не разбирам..
Polen haben in den 90ger Jahren sehr oft den Urlaub in Bulgarien verbracht. Daran erinnert sich die Elterngeneration sehr gut und ganz sentimental, da die zwischenmenschliche Chemie einfach gestimmt hat. Trotzdem kann es zu Missverständnissen kommen, wenn man die Sprache zu verstehen versucht. Auf Polnisch: Rozbierać bedeutet ausziehen (Kleidung). Auf Bulgarisch aber bedeutet razbera „verstehen”
Das war am Anfang ganz lustig und überraschend, als ein junger Mann im Gemüseladen mich fragte, ob ich rozberam… Jetzt aber аз разбирам! Dh. Ich verstehe (vielleicht mehr als vor ein Paar Jahren?) J

Omatag
Der Omatag wird in Bulgarien ganz anders gefeiert. Nämlich so: die verheirateten Frauen bedanken sich bei den Omas (auch Nachbarinnen), die bei der Kindererziehung geholfen haben.

Rakija
Wie ich bereits erwähnt habe, Bulgaren sind sehr familiär und sitzen gerne an einem Tisch mit Freunden und der Familie. Dabei habe ich einen praktischen Spruch gelernt, der bei der Partyvorbereitung herauskam:

Ein Aperitif ist wie eine Ermunterung zum Schnapps (Mezeto e swodnik na rakija.)

Bulgaren trinken gerne Rakija – es ist sehr unhöflich abzusagen, wenn man zu Gast ist. Kamenitza, Shumensko, Zagorka – die Biere mit „tzatza“ (Kleine Fischchen) schmecken hervorragend am Strand in Burgas oder Primorie – das ist ein traditionelles Duet aller Einheimischen und Touristen am Schwarzen Meer. Die Biere werden übrigens auch in 2,5L Flaschen produziert. Es wäre nichts Außergewöhnliches, aber so eine große Flasche beim Treffen mit Freunden auf dem Tisch sah (zum ersten Mal) exotisch aus. Jetzt denke ich: wie praktisch und welch gastfreundliche Ökonomie!

Hunger
In bulgarischen Haushalten wird man nie verhungern. Banitza (Banitsa), Tarator und Shopska Salata – meine Lieblingsversorgung in Bulgarien! Was das Essen angeht, habe ich in Bulgarien eine für mein ganzes Leben währende Belehrung bekommen.

Vor vielen Jahren war ich in Burgas. An einem Tag wusste ich nicht, was ich zuerst machen soll – schnell was dienstlich abarbeiten oder lieber davor was essen (ich hatte Hunger)? Die Antwort kam sofort: das Bärchen wird nie tanzen wenn es hungrig ist – das habe ich mal bei einer befreundeten Familie in Burgas gehört.

Die Geschichte, die dahinter steckt, ist folgende: früher holte man kleine Bären aus dem Wald für eine Straßen- Performance, aber sie tanzten nie, bevor sie nicht satt waren.

Die goldene Regel ist also: erst essen, dann ran an die Arbeit und den Spaß – sonst wird es nicht gut laufen. Mit leerem Magen kann man doch nicht arbeiten!

Die gleiche Vorgehensweise haben wir uns für die Tage der Bulgarischen Woche vorgenommen. Für Seele und Leib, generationenübergreifend, Themenvielfalt, offen für andere Kulturen – so haben wir die Bulgarisch-Deutsche Woche gestaltet. Lernt Bulgarien und die Kultur kennen! Bulgarien zum Anschauen, Tanzen, Beisammensein, Hören, Kosten in der Küche und und und…

Morgen also geht es los! 🙂

Filmabend
Mir sind die Regisseure/innen der Balkanregion unbekannt gewesen. Jetzt haben wir die Möglichkeit, einen Film zu sehen, der bei der Berlinale dabei war. Interessanterweise hat sich auch die Initiative BulDoc gemeldet und uns unterstützt. Die Organisatoren werden über Buldoc vor dem Film berichten.

Kunst
Du stehst in Versailles oder in der Kunstakademie, wo die wichtigsten Werke der Künstler ausgestellt werden. Kunstkuratoren und manchmal die Schaffenden selbst erzählen von der Hintergrundidee und Bedeutung einzelner Farben und Formen. Der emotionale Bezug des Künstlers ist immer der wichtigste Einflussfaktor.

Roza ot Ljubov_Liebesrose

 Silviya Zdravkova, Liebesrose (Foto: Autorin)

Bulgarien in meinem Herzen – ich bin gespannt auf Mittwochabend, wie unsere drei Künstlerinnen die Liebe, Erinnerungen und vielleicht das Heimweh darstellen werden. Die Künstlerinnen haben auch zweisprachige Gedichte geschrieben. Über Pinsel und Schreibwerk wird Bulgarien vorgestellt.

Literatur & Musik
Der Schriftsteller erzählt erfrischende Kurzgeschichten und dabei wird Vladimir Karparov uns mit Musik verwöhnen. Der Musiker trat auch letztens beim zig zag auf. Ich bin gespannt!

Einladung_KochabendKochen & Tanzen
Zuerst treffen wir uns fürs Kochen im Kakadu, wo Maria von PriMaria Restaurant uns die bulgarische Küche zeigt, danach bewegen wir – gesättigt – unsere Hüfte beim Balkan-Beat im Hangar 49. Der Hangar hat einen schönen Ausblick auf die Spree, was ich genießen konnte, als ich spontan zur Jazz Session vorbeikam.

Event-Facebook-Party

Out-Door-Bibliothek
Während der bulgarischen Woche arbeiten wir handwerklich an einem Schrank… das ist ein gemeinsames Projekt mit unseren Partnern aus Bulgarien. Nachdem wir den Schrank renoviert und schön gemacht haben, eröffnen wir am Samstag die Out- door- Bibliothek in der Regenbogenfabrik!

Kiez-Erkunden
Ein kleiner Rundgang in Kreuzberg. Ein Muß!

Osteuropa-Picknick
hält Osteuropa zusammen? Mögen die osteuropäischen Communities zusammenarbeiten?

Wir schauen mal am Sonntag. Gemütliches Beisammensitzen, Chillen, osteuropäische Kultur genießen- das haben wir vor! ForumFactory hat für uns die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt! Bei jedem Wetter können wir uns treffen – es gibt einen Außerbereich mit Bänken, im Saal gibt es Bühne und Gastronomie.

Wir haben open stage eröffnet – jeder darf sein Talent zeigen.

Tanz, Gesang, Schreibtalente, Brettspiele, Fotoausstellung, Ausstellung des Filmworkshops und und und…

Für mich als Polin ist es ein Vergnügen, eine mir bereits bekannte Community neu zu entdecken. Für Leib und Seele, generationenübergreifend und locker – so eine schöne Kulturwoche mit der Bulgarischen Community freut sich auf Besucher und Mitmacher!

Graphik: Anina Takeff / Projektleitung: Dorota Kot

 

Fiut na ławce

Ewa Maria Slaska

Berlin, rozwiązłe miasto

Przyjechałam do Berlina w styczniu 1985 roku. To było wówczas brzydkie miasto – dziś jest piękne, i jest to nie tyle signum przebudowy, ile zmiany paradygmatu. Było brzydko ale fascynująco. Chodziłam i patrzyłam… Co za miasto, jakie niespodzianki, jakie pomysły.

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Ławki z biustami i fiutami na stacji metra Dahlem Dorf. Były już wtedy, gdy przyjechałam, i nie mogłam się im nadziwić. Jaki luz, jaka niefrasobliwość… Zachwycające miasto…

I nic się od tego czasu nie zmieniło, a jeśli – to na lepsze.

Tydzień temu, 23 lipca był CSD czyli Christopher Street Day, dzień homoseksualistów, a Berlin, jak co roku, ogarnęło rozwiązłe szaleństwo. W paradzie gejów, lesbijek, transgenderów i wsystkich innych kolorowych przedstawicieli różnorodnych odmian zainteresowań seksualnych wzięły udział setki tysięcy ludzi, a ostrożne szacunki podają, że było ich nawet około miliona. Jeszcze długo po paradzie po mieście krążyły tłumy trzymających się za ręce mężczyzn i obejmujących się kobiet. Wielu z nich mówiło po polsku…


Foto: Reuters/Yasmin Polat

Berlin nie od dziś jest przystanią dla Polaków nie umiejących znaleźć sobie miejsca w konserwatywnym polskim społeczeństwie. Wielu z nich osiadło w tym mieście, najwolniejszym z wolnych, gdzie zasadą jest nie tyle tolerancja (bo tolerancja wymaga wysiłku) co bezwzględny brak zainteresowania tym, co robią inni i jacy są inni, dopóki to co robią czy jacy są nikomu nie zagraża. Jesteśmy nie tylko za wychodzeniem z szafy i transparencją, ale nawet przeciwko lookizmowi. Wyglądaj jak chcesz, rób co chcesz, nie wtrącamy się.

Do historii miasta ale zapewne i historii tolerancji, którą ktoś pisze lub napisze, przeszło zdanie naszego burmistrza Klausa Wowereita, który 15 lat temu, 15 czerwca 2001 roku, na dzień przed objęciem stanowiska powiedział, że jest gejem i dodał słynne “und es ist gut so” – i tak jest dobrze – co stało się nawet hasłem jego partii, SPD.

Foto picture-alliance / dpa / dpaweb

Przez rok rządzili w Berlinie we dwóch – on i Gregor Gysi, komunista i Żyd. Sprawiało nam to pewną satysfakcję, gdy mówiliśmy od niechcenia, ach tak, Berlin, miasto zarządzane przez geja i Żyda komunistę. Tolerancja jako prowokacja.

Gdy w roku 2006 do Berlina przyjechał Lech Kaczyński i miał wykład na Uniwersytecie Humboldtów berlińscy geje z Polski zaatakowali go według najlepszych klasycznych wzorów czyli surowymi jajkami, aż ochrona musiała osłaniać prezydenta parasolkami…

 

BVG, berlińska firma odpowiedzialna za komunikację miejską, od dawna już rozwiesza w mieście plakaty wspierające osobistą wolność. Zapici młodzi ludzie wracający nad ranem z klubu do domu,  kobieta, która wyskoczyła z wanny i popędziła do metra, dwóch facetów niedwuznacznie razem…

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Firma kupiła jako reklamówkę zabawną piosenkę pewnego bezrobotnego, który chodzi po metrze, ogląda najdziwniejsze berlińskie typy ludzkie i wszystko kwituje  jak mantrą zdankiem “Ist mir egal” – “Wszystko mi jedno”. W wersji poniżej sponsor zażyczył sobie, dołożenia dwóch fragmencików o tym, że trzeba mieć bilet, ale reszta jest mniej więcej taka, jaka była, gdy filmik stał się hitem facebooka – Mann auf Pferd ist mir egal, Mann auf Mann ist mir egal…

Do granicy polskiej mamy z Berlina mniej niż dwie godziny pociągiem, autobusem lub samochodem. I jest to podróż w jakąś straszną przeszłość, gdzie bije się Mongoła celebrytę i ciemnoskórego gościa Światowych Dni Młodzieży  i skąd znacznie bliżej do ciężarówki wjeżdżającej w świętujący tłum w Nicei niż do ideału Europy, jaki stworzyli w XVIII wieku francuscy filozofowie Oświecenia.

Wiele lat moja własna decyzja wyjazdu do Berlina bardzo mnie przygnębiała. Wyjechałam jako emigrantka polityczna w 1985 roku i postawiona w obliczu transformacji, które zaszły wkrótce potem, wciąż sobie powtarzałam, że trzeba było zacisnąć zęby i przetrwać jeszcze tych kilka lat i by się było w demokracji w Polsce. To była bolesna myśl. Oczywiście ból zadany przez własne decyzje zmniejsza się i łagodzi w miarę upływu czasu. Ale taki był podskórny tenor mojego podświadomego myślenia o sobie samej.

Zmiana nadeszła niezauważalnie. Coraz częściej uważałam, że “es ist gut so”, że dobrze jest mieszkać w Berlinie, ale miałam na myśli coraz większy luz tego miasta, któremu przyświecało kolejne zdanie-pomnik wypowiedziane przez naszego ówczesnego burmistrza Wowereita – “Berlin ist arm aber sexy” – jesteśmy biedni, ale seksowni. Potem zdarzyło się, że byłam ciężko chora i tę ciężką chorobę dzięki lekarzom niemieckim przeżyłam, a znajomy chory na taką samą chorobę w Polsce zmarł, gdy ja już powoli wracałam do zdrowia. Tak się zaczęła przebudowa piwnic podświadomości.  Kiedyś to poczucie, że jest super wydobyło się na zewnątrz i teraz powtarzam je jak moją mantrę: dziękuję Polsce za Solidarność, ale dziękuję Niemcom i Berlinowi za tolerancję i za życie, które tu mogę prowadzić. Jak to dobrze, że mieszkam w Berlinie! Jak to dobrze, że mieszkam… Jak dobrze…