Pożegnanie Tibora (1)

Tibor Jagielski, Krystyna Koziewicz, Ela Kargol i Ewelina Jaworska


Od adminki: Takie niebo zapłonęło nad Berlinem, gdy 13 stycznia zebraliśmy się w Polskiej Kafejce Językowej, aby wziąć udział w wernisażu prac Tibora Jagielskiego i posłuchać jego wierszy. Wokół tego spotkania powstało wiele tekstów, kilka z nich opublikuję dziś. Następny w sobotę za tydzień.

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Frauenblick: E la nave va

Monika Wrzosek-Müller

Das Schiff der Träume (fährt einfach weiter)

Manchmal, selten, wird einem ein Abend einfach und wirklich geschenkt; plötzlich stimmt alles: die eigene Garderobe, die Mitzuschauer, also das Publikum, der Sekt beim Empfang und die Pfannkuchen am Ende, die Plätze – und vor allem die Aufführung, samt den Schauspielern in ihren phantasievollen Kostümen, eben der Theaterbesuch und das ist nicht banal, denn es handelt sich um den Silvesterabend.

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Tesla in Grünheide

Es schrieb mich per Mail Heidemarie Schroeder an. Sie schrieb viele an, darunter auch mich. Ich veröffentliche hier ihre Mail und weiterführende Links, weil ich über Tesla in Grünheide auch meine Gedanken habe. Ob sie mit den Thesen von Heidemarie Schroeder übereinstimmen weiss ich nicht. Ich fasse meine hier und versuche sie kurz zu formulieren

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Wie der Katholizismus sein Narrativ zur Abtreibung durchsetzte

Reblog

Die Administratorin bedankt sich bei Norbert Kollenda für Zusendung dieses Texts


Stanisław Obirek
(geboren am 21. August 1956 in Tomaszów Lubelski) – Theologe, Historiker, Kulturanthropologe, Professor für Geisteswissenschaften, ordentlicher Professor an der Universität Warschau, ehemaliger Jesuit.

Vor 32 Jahren, am 7. Januar 1993


Ich möchte mich nicht in die Riege der Verfechter von Verschwörungstheorien einreihen, die Juden, Jesuiten, Freimaurer oder Vertreter noch anderer Gruppen mit angeblich unendlichen Möglichkeiten der Einflussnahme auf den Lauf der Geschichte als Hauptakteure ausmachen. Was mich allerdings stutzig macht, ist die Tatsache, dass die katholische Lehre vom Schutz des ungeborenen Lebens, die sich vor allem in Polen seit Ende der 50er Jahre intensiv entwickelt hat, zu einem wichtigen Bestandteil im Denken immer größerer Gruppen von Menschen geworden ist, und zwar nicht nur in
Polen. Wichtige Etappen für ihre wachsende Dominanz waren zweifellos die Verkündigung der Enzyklika Humanae vita durch Paul VI. im Jahr 1968, gefolgt vom langen Pontifikat Johannes Pauls II. Andererseits haben auch fundamentalistische protestantische Gruppen, die in der amerikanischen Gesellschaft immer mehr Unterstützung finden, eine wichtige Rolle gespielt, insbesondere in der jüngsten Geschichte der USA unter der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Ihr letztes Wort haben sie noch nicht gesprochen, wie wir in der zweiten Amtszeit von Trump, die am 6. Januar 2025 beginnt, sehen werden.

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Vernissage – Wernisaż

SprachCafé Polnisch
Schulzestr. 1
Berlin – Wollankstrasse

Das Gefühl, dass ich von den Tod umgeben bin
To uczucie, że śmierć jest wokół mnie

Spotkanie z cyklu My trzy i Wieczory szczecińskie
Treffen von der Reihe Wir Drei und Stettiner Abende

Montag 13. Januar, 19:00 Uhr Bilder und Texte von Tibor Jagielski
Dauer der Ausstellung: bis Ende Februar 2025
Poniedziałek, 13 stycznia o godzinie 19 – Rysunki i teksty Tibora Jagielskiego
Wystawa do 28 lutego 2025

Tibor Jagielski
13.01.1959 Szczecin – 2.06.2024 Berlin
Poeta, prozaik, rysownik, tłumacz, gastronom – Dichter, Prosa-Autor, Zeichner, Übersetzer, Gastronomiker

Das Gefühl, dass ich von den Tod umgeben bin. Ich bekam es im Alter von 8 Jahren. Es war Anfang des neuen Schuljahres; ein richtiger indian summer; damals wurde ein Kind regelrecht und systematisch von seinen Vater zu Tode geprügelt und die Kinder auf dem, von den Linden und Pappeln umsäumten,Hof waren die stummen Zeugen dieser Ungeheuerlichkeit. Das Gefühl einer Hilflosigkeit und vollkommenen Ausgeliefertseins; nie empfand ich die Stille, die nach den letzten Schlägen und Gestöhne eines gemärterten Gleichaltrigen, als eine Dunstwolke die sich ausbreitete und auch die Nebengassen erreichte und sogar die Straßenbahnen und Autos auf der nah gelegener Hauptstraße schienen wie verschwunden – Stille, Leere, nichts bewegte sich. Die Zeit blieb stehen und ich fiel in Ohnmacht, die ich bis heute spüre.

Noch ein Text zum Neujahr

Michael G. Müller

Kugelbomben

In der Silvesternacht 2024/2025 wieder Tote und Verletze – diesmal vor allem durch „Kugelbomben“. Seitdem wissen auch wir bisher Ahnungslosen, was Kugelbomben sind. Radio und Zeitungen erklären uns über die technischen Details auf, über den richtigen und den falschen, erlaubten und verbotenen Gebrauch, sogar – dank der Expertise Berliner UnfallchirurgInnen – über die Art der dadurch verursachten Verletzungen. Wer im Internet recherchiert, findet, von den unfallchirurgischen Informationen einmal abgesehen, noch viel mehr: „Kugelbomben Aufbau“ (mit praktischen Anleitungen), „Kugelbomben Funktionsweise“ (2 inch, 6 inch, 8 inch), „Kugelbomben shop“ (mit den Links zu Anzeigen bei „eBay“, „polenböller.net“ und vielen anderen Anbietern). Sollten wir also auf den Geschmack gekommen sein, haben wir es jetzt leicht. Einfach online bestellen oder, als Alternative, selbst basteln.

Wäre da nicht das Problem mit den katastrophalen Unfällen. Eigentlich sind die Kugelbomben bei uns in Berlin und in Deutschland ja überhaupt verboten. Na ja, nicht wirklich. Professionelle Feuerwerker dürfen sie natürlich kaufen, auch in ihren öffentlichen Feuerwerksspektalen einsetzen. Nur Privatmenschen sollen sie eben weder erwerben noch am Silvesterabend einfach vor der Haustür unkontrolliert verballern dürfen. Denn das geht doch nicht gefahrlos ohne „professionelle“ Mörseranlagen!

Was das wirkliche Problem ist, hat der innenpolitische Sprecher der regierenden Berliner CDU am 2. Januar 2025 öffentlich benannt. Die für deutsche Menschen so gefährlichen Kugelbomben wurden und werden „illegal“ aus Deutschlands östlichen Nachbarländern importiert. Deshalb – so sagt der Sprecher, sichtlich um nachbarschaftspolitische Korrektheit bemüht – müsse man mit diesen Nachbarstaaten darüber „ins Gespräch kommen“, wie dieser illegale Import zum Schutz der Deutschen unterbunden werden kann.

Gut. Aber was könnte damit gemeint sein? Wir alle wissen, dass praktisch Zigtausende Deutsche täglich über die Grenze nach Polen fahren, um ihre „Schnäppchen“ zu machen – billigeres Benzin, billigere Zigaretten und Wurstwaren, billigere Gartenpflanzen samt Gartenzwergen. Auch beim Halblegalen drücken wir gerne ein Auge zu: bei den in Deutschland nicht mehr zugelassenen Pflanzenschutzmitteln oder eben bei den jederzeit verfügbaren Feuerwerksartikeln. Beim so netten „kleinen Grenzverkehr“, bei den harmlosen Schnäppchen soll es natürlich auch bleiben. Mit dem Missbrauch muss aber Schluss sein!

O.k…. Wie machen wir das? Stellen wir uns vor, dass sich die deutsche Bundespolizei neben den seit Langem existierenden Grenzkontrollen zur Verhinderung illegaler Immigration jetzt auch um den illegalen Import von Kugelbomben kümmert – durch Polen, Deutsche oder sonst wen. Könnte funktionieren, wenn wir uns darauf einstellen, dass Reisende zwischen Polen und Deutschland wegen der Kontrollen nicht mehr nur, wie jetzt schon, zwei bis fünf Stunden Wartezeit an der Grenze in Kauf nehmen müssen, sondern vielleicht acht bis zehn. Man könnte Tschechien und Polen natürlich auch nahelegen, dass sie die Produktion bzw. den Vertrieb von Kugelbomben im eigenen Land überhaupt unterbinden – damit die Deutschen gar nicht erst in Versuchung geraten. Im Zentrum von Prag und in anderen tschechischen Städten ist das Böllern zu Silvester ja sowieso schon verboten; die Tschechen würden also gar nichts an Lebensqualität verlieren. Aber werden Tschechen und Polen das wirklich wollen? Vielleicht würden sie auch fragen, warum die durch illegal importierte Kugelbomben bedrohten Deutschen nicht auch einfach bei sich das private Böllern an Silvester verbieten…

Aber gut, stellen wir uns vor, dass Deutschland, Polen und Tschechien sich jetzt nachbarschaftlich-einvernehmlich darüber einigen, die Grenzen für den illegalen Warenverkehr mit Kugelbomben tatsächlich dicht zu machen. Zu Silvester 2025 für deutsche Fans keine einzige Kugelbombe mehr in Reichweite! Dann bleibt theoretisch immer noch der Eigenbau – z.B. nach der leicht verständlichen Anleitung auf YouTube (Fps PyroHD) „Wie ich eine kleine 3-inch Bombe gebaut habe“: Du brauchst eine Deko-Powerbox, einen Kanonenschlag und zwei Deko-Flashbacks (handelsüblich). Du zerlegst die Powerbox und den Kanonenschlag und die Flashbacks, weil du die Zuschnüre brauchst… Aber unbedingt beachten, was im Vorspann zu dem Video steht: Die eigene Herstellung von Feuerwerk ist „in Deutschland gesetzlich verboten. Die folgenden Inhalte dienen nur Demonstrationszwecken, sie dürfen unter keinen Umständen nachgeahmt werden“. Na, dann kann ja nichts mehr passieren.

Die kleine große Welt

Monika Wrzosek-Müller

Tropische Wälder

Wie sich Lebenswege kreuzen, verknüpfen, verbinden, abrunden… Kaum eine Geschichte kommt aus dem Nichts, irgendwo, oft tief in der Vergangenheit, hat sie ihren Ursprung. Manchmal erst im Nachhinein werden die Linien, die Verbindungen sichtbar. Es passiert mir immer wieder, dass sich ein Kreis plötzlich schließt und manchmal öffnet sich aber der Blick etwas weiter oder richtet sich auf etwas Anderes, auf jeden Fall taucht man für ein Moment in die Vergangenheit ein.

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Frauenblick auf Krieg und Frieden

Monika Wrzosek-Müller

Kalte Füße – nicht nur von Francesca Melandri

Schon wieder gab es einen Brief, von 38 Prominenten unterschrieben, initiiert von zwei Frauen, die ganz offensichtlich nicht müde werden, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen; die eine lebt diese Lust noch stärker aus, indem sie jetzt sogar eine Partei unter ihren Namen anführt. Dass ein solcher Brief noch einmal auftaucht, der von einem dritten Weltkrieg tönt und uns durch Angst von der Hilfe für die Ukraine abbringen will (und leider bei manchen auch auf Zustimmung stößt), finde ich traurig, richtig tief deprimierend. Denn die Ukraine im Winter des dritten Kriegsjahres verdient nichts anderes als unsere Unterstützung und die hatte ich mir eigentlich uneingeschränkt von der deutschen Seite gewünscht.

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Frauenblick aufs andere Land

Monika Wrzosek-Müller

No Other Land. Der Film

Vor einer Woche haben wir den Film No Other Land gesehen. Dann kam Ewas Eintrag: bissl optimistisch, die Buchvorstellung Und es wurde Licht… von Igal Avidan. Ja, es gibt Beispiele positiver Beziehungen zwischen einzelnen Israelis und einzelnen Palästinensern, aber manchmal, oder eben auch nach dem Film, bleibt einem das Bisschen Hoffnung im Hals stecken, auch wenn der Film – bis auf eine letzte Szene – kurz vor dem 7. Oktober 2023 zu Ende gedreht wurde.

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