Unsterblicher Dichterrebell

https://i0.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4c/Andrzej_Bursa_2.jpg/308px-Andrzej_Bursa_2.jpgUrszula Usakowska-Wolff

ANDRZEJ BURSA

Der polnische Lyriker, Dramatiker und Journalist Andrzej Bursa wurde am 21. März 1932 in Krakau geboren. Er studierte Journalistik und bulgarische Philologie an der Jagiellonen-Universität in Krakau. 1952 heiratete er Ludwika Szemiot, Studentin der Akademie der Schönen Künste in Krakau, kurz danach kam ihr Sohn Michał zur Welt. Vom Dezember 1954 bis zum Sommer 1957 arbeitete er als Reporter der Krakauer Tageszeitung Dziennik Polski. Er starb plötzlich am 15. November 1957 an einer angeborenen Schwäche der Halsschlagader.

Andrzej Bursa, der zur Generation 1956 gezählt wird, also zu den Dichtern und Schriftstellern, die nach dem so genannten Oktober-Tauwetter 1956 in Polen in Erscheinung traten, war wegen seines frühen Todes mit 25 nur drei Jahre schriftstellerisch tätig. Von 1954 – 1957 veröffentlichte er, vor allem in Studentenzeitschriften, 37 Gedichte sowie die Erzählung »Mason«. Er schrieb auch den Roman »Die Tötung der Tante« und das Theaterstück »Karfunkel« sowie die Groteske »Der Drache«.

Andrzej Bursa war ein literarischer Rebell, seine Lyrik ist von Brutalität und Zynismus durchdrungen: Das sind die Spuren, die der Zweite Weltkrieg in der Psyche des Dichters und seiner Generation hinterlassen hat. Seine Gedichte sind naturalistisch und programmatisch antiästhetisch. Doch zugleich sucht er nach festen humanistischen Werten, nach dem Sinn des Lebens und des Leidens von Menschen und Tieren. In seiner Poesie enttarnt er die realsozialistische Wirklichkeit, den Opportunismus der Menschen und die Verlogenheit des Systems. Er lehnt sich gegen die Normen des gesellschaftlichen Lebens, gegen die polnische romantische Tradition, den Märtyrerkult und den vordergründigen Patriotismus, den Machismus und die kleinbürgerlich-katholische Moral und Religion, gegen das Böse auf, das von der Partei oder der Kirche zum Guten erklärt wird. Er ist ein literarischer Einzelgänger, ein wahrer Poète Maudit. Lange Zeit etwas in Vergessenheit geraten, wird er heute als »unsterblicher« Dichterrebell mit einem sanften lyrischen Kern verehrt. In Deutschland ist Andrzej Bursa, abgesehen von einigen wenigen Übersetzungen seiner Gedichte, die in Anthologien polnischer Lyrik erschienen, beinahe unbekannt.

Casanova

Giuseppe Casanova
den du so beneidest
war weder sehr reich
noch sehr stark
und seine Epoche
kannte viele Männer die genauso schön
wie er
oder schöner als er waren
aber er war höflich
……..zärtlich
…..ritterlich
und eroberte immer
obwohl er manchmal einfacher
sein Ziel erreichen könnte
also wenn du willst
erobere
wie er
Frauenherzen
und lass dich von Schwierigkeiten nicht entmutigen
Fang mit der eigenen Frau an

Der Poet

Der Poet leidet für Millionen
von 10 bis 13.20
Um 11.10 drückt ihn die Blase
er tritt aus
macht den Hosenschlitz auf
macht den Hosenschlitz zu
Kommt zurück räuspert sich
und erneut
leidet er für Millionen

Fußtritte

Er kam tatsächlich um etwas zu werden
aber schon in der ersten Tür ein Fußtritt
er lächelte
den Fußtritt fand er ziemlich witzig
versuchte es wieder
ein Fußtritt
beschloss einen Stock höher zu gehen
landete wieder im Erdgeschoss mit einem Fußtritt zu Fall gebracht
duckte sich brav im Flur
ein Fußtritt
ein Fußtritt im Tor
auf der Straße wieder ein Fußtritt

also wünschte er sich wenigstens einen poetischen Tod
warf sich vor ein Auto

dessen Fahrer ihm einen kräftigen Fußtritt verpasste

Sonnabend

Gott was für ein netter Abend
so viel Wodka so viel Bier
und dann ein Tohuwabohu
in den Kulissen dieses Paradieses
zwischen dem plüschigen Vorhang
und der Küche hinterm Gitter
fühle ich wie ich mich
vom Überfluss an Energie befreie
den mir die Jugend bescherte

möglich
dass ich sie anders einsetzen könnte
z.B. 4 Reportagen schreiben
über Entwicklungsperspektiven kleiner Städte
aber
………….leckt mich am Arsch kleine Städte
………….leckt mich am Arsch kleine Städte
………….leckt mich am Arsch kleine Städte!

Morgens im Park

Morgens bei meinen Exerzitien mit Bäumen im Park
treffe ich einen Einzelgänger mit Köfferchen auf einer entlegenen Bank
blicke ins Köfferchen
…………………………..brr
………………..Köfferchen ein zerstückeltes
…………………………..Baby
diskret biege ich in eine Seitenallee
dort geht Einer
ein Bündel ein Bündel schleppt er
klatsch… aus dem Bündel fällt ein abgeschnittenes Frauenbein
jetzt reicht es mir aber
ich flüchte in die entfernteste Ecke
wo der Park in eine stillgelegte Schutthalde übergeht
hier treffe ich einen bekannten Buchhalterversager
leidenschaftlichen Kräutersammler
aber was schreitet denn da neben ihm her?
……………………….Ein Pferd?
……………………….Ein Hund?
etwas Kleineres als ein Pferd
und Erhabeneres als eine Dogge
ach … eine Chimäre
er weidet hier in der Einsamkeit seine Chimäre
armes Alterchen

1957

* * *

Doktor C reicher Wundertäter
und das alles aus eigener Kraft

………………..(schwere Kindheit aus eigener Kraft
………………..Gymnasium……….aus eigener Kraft
………………..Medizin……….aus eigener Kraft
………………..Villa bequemer……….als Himmel
………………..und zwei Autos schöner als..Sterne
………………..auch……….aus eigener Kraft)
sammelt Krüppel
solche Deppen ohne Hände und Füße
er hat davon 22
also zweimal 11
und verkündet
………….hoppla Jungs heute lernen wir Fußball spielen
– wir haben keine Füße – kreischen diese Penner
– ach Blödsinn – runzelt der Doktor seine Stirn
ich ging durchs Leben aus eigener Kraft
aus eigener Kraft kann man Wunder bewirken
und zwinkert dem Pfleger einem ausgedienten Ex-Sergeanten zu

ein halbes Jahr dauerte das Training im Sanatorium hinterm Stacheldraht

ich weiß nicht ob ihnen Füße gewachsen sind
ich weiß nicht wie es geschah
aber ich sah ihr Frühlingsmatch
die Jungs spielten prima Fußball

Aus dem Polnischen von Urszula Usakowska-Wolff
Ursprünglich erschienen im MATRIX – Zeitschrift für Literatur und Kunst Nr. 2/2009 (16). Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der Übersetzerin.

Wie ich gezeugt wurde

Ewa Maria Slaska

Wie ich gezeugt wurde

Sie hießen Irena und Dariusz und waren sehr jung. Ich war ihr erstes Kind, wie meine Mutter zu sagen pflegte, “ein typisches Produkt der Hochzeitnacht”. Und die sah so aus.

Die Familie meiner Mutter wohnte in Warschau, mein Vater und seine Familie in Danzig. Es war Weihnachten 1948. Die Zeit, die man auf Polnisch mit drei Worten beschreibt: goło ale wesoło, ein fröhliches Nichtshaben.

Zur Hochzeit kam die ganze Familie aus Warschau. Die Familienwohnung in Danzig war so voll gepackt, dass man über eine ruhige Ecke für die Neuvermählten nicht einmal träumen konnte. Zum Glück ist der Freund meines Vaters, Andrzej, über Weihnachten zu seiner Familie gefahren und hat quasi als Hochzeitgeschenk meinem Papa seine Wohnung zur Verfügung gestellt. Also ließen nach dem Hochzeitessen meine Eltern die beiden Familien zu Hause und fuhren mit der Straßenbahn, nur zu zweit, zu ihrem Honeymoon Hotel Marke Altbau Ganz Weit Weg. Und, wie sie feststellen müssten, Ganz Primitiv. Über eine steile Treppe ging es nach oben, zum Dachboden, wo man, durch einen schmalen Durchgang, in ein Giebelzimmerchen gelangte. Das Zimmerchen hatte ein Fensterchen und, welch ein Luxus, direkt im Dachboden ein WeCe. In dem Zimmerchen gab es nur ein Bett, ein Zeichentisch mit einem Stuhl, einen alten Armsessel und einen Kachelofen. Im Durchgang stand auf einem Brett ein Elektroherd mit nur einer Kochplatte, und daneben ein gusseisernes Waschbecken. Die ganze Bude war kalt und dunkel.

So sah das erste gemeinsame Liebesnest meiner Eltern aus. Und die erste Nacht sah genauso reizend aus – erschöpft durch die Hochzeitsvorbereitungen und den harten Tag, der in einer langen Straßenbahnfahrt gipfelte, sind sie ins Bett gefallen und… eingeschlafen. Am nächsten Tag musste Papa um 6 Uhr aufstehen und nach Gdingen fahren, wo er damals als studentische Hilfskraft in der Fischerwerft arbeitete.

Am Nachmittag traf sich die ganze Familie wieder in der Wohnung in der Grunwaldzka Straße, diesmal aber fuhren die Neuverheirateten schon am frühen Abend zu ihrer Hochzeitsbleibe. Diesmal waren sie sogar imstande, im Ofen zu heizen und den Tee zu kochen. Es ist sogar gemütlich geworden, aber diesmal waren sie ja nicht mehr alleine. Mein Vater studierte noch und am Abend kam sein Studienkumpel, mit dem er mehrere Stunden gemeinsam für eine Prüfung paukte, die eine Woche später kommen sollte. Meine Mutter nahm es mit Würde und Gelassenheit an. Sie nistete sich im Armsessel ein und las.

Ich würde gern wissen, was sie las.

Die Studenten lösten gerade eine wichtige wissenschaftliche Aufgabe der Druck- und Realais-Schaltungen, als sie alle einen stechenden Brandgeruch wahrnahmen, den man im Armsessel, da wo meine Mutter neben dem Ofen saß, lokalisierte. In dem Moment als mein Vater meine Mama von dem Sessel hochzog und ihn vom Ofen weg schob, schoss eine hohe Flamme aus ihm heraus. Das kleine Zimmer füllte sich momentan mit gelbem, würgendem Rauch, nur unter der Decke leuchtete eine Glühbirne. Wie durch einen Automatismus gesteuert – es waren die Verhaltensautomatismen aus der Kriegszeit – taten die beiden jungen Männer das Nötige, ohne dass sie miteinander zu sprechen brauchten: Fenster aufreißen, Mama zu den Nachbarn schicken, damit sie die Feuerwehr anruft, das Waschbecken stöpseln und den Wasserhahn aufdrehen, damit das Wasser auf den Fußboden läuft, und den Armsessel zerkleinern, um die brennende Teile durch das Fenster wegwerfen zu können.

Bevor sie ihr Werk nur zu Ende führen konnten – der Armsessel war ein solides, großes und schweres Ding und sie hatten keine Werkzeuge, nur ihre Kraft und Entschlossenheit – waren ihre Hände verbrannt, jeder Atemzug vergiftete sie mit Gas, und ihre Augen füllten sich mit Tränen. Doch nach einem kurzen Widerstand kapitulierte der Sessel mit lautem Knall und als sie die ersten zerhackten Teile durch die Dachluke wegwarfen, weit weg, egal wohin, nach Außen, ging auf einmal das Licht aus, und hinter ihnen begann etwas zu knallen. In der Dunkelheit vollendeten sie schnell die Vernichtung des Ungetüms. Der Rauch verdünnte sich allmählich. Papa schloss den Wasserhahn ab, zog den Stöpsel im Waschbecken aus und suchte, in den Wasserpfützen watend, blind die Sicherung, die zu seinem Glück automatisch anging. Sie krachte ein paar Mal und das Licht kam zurück.

Und dann plötzlich, mit Krach und Lärm, liefen in das Zimmer die Feuerwehrmänner ein, und gleich hinter ihnen die neugierigen Nachbarn. Für die Feuerwehrmänner gab es nichts mehr zu tun, sie wollten aber unbedingt wissen, was im Zimmer so knallte? Offensichtlich haben es ihnen die Nachbarn schon mitgeteilt. Die Frage war nicht so ungefährlich, wie sie heute klingt. Es war stalinistische Zeit, kurz nach dem Kriegsende, und Der Spion lauerte überall. Papa sagte, dass es wahrscheinlich alte Glühbirnen waren, von denen ein großer Haufen hinterm dem Ofen lag. Und tatsächlich, irgendetwas dieser Art fand sich hinterm Ofen. Die Beamten schrieben die Personalien aller Beteiligten auf, fertigten ein Protokoll und gingen.

Mama und Papa verabschiedeten sich höflich von den Nachbarn, verabredeten sich mit dem Kumpel für den nächsten Tag und begannen die Ordnung wieder herzustellen. Außer dass der Sessel vollkommen hinüber war, gab es eigentlich nur Dreck und Gestank, aber keine ernstzunehmenden Verluste. Erst bei der Arbeit fanden sie die wahre Ursache des vorherigen Knallens – in einem Dreckhaufen hinterm Ofen lagen zerstörte Minenzünder und ein Knäuel Lunte.

So – in dieser Nacht, es war die richtige Hochzeitsnacht meiner Eltern – wurde ich gezeugt.

usmiechnieci-na-jachcie

Immer Montags: Der polnische Adel… (5)

Wir begannen vor vier Wochen und werden noch ein paar Montage Fragmente eines Texts von Stanislaw K. Kubicki lesen, gespickt mit Anekdoten und Familiengeschichten aus der Welt, die es nicht mehr gibt. Wenn im Text von “Kubicki” aber auch ggf. von “Staś” die Rede ist, gemeint ist der Maler, der Autors Vater war. “Janina” ist wiederum die ältere Schwester des Autors, die Malers Tochter. Und “Kubicka” ist die Mutter, Margarete Kubicka, ebenfalls eine Malerin. Der Herr Slaski, von dem in diesem Abschnitt die Rede ist, ist nicht mit Administratorin dieses Blogs verwandt. Er gehört der sog. großpolnischen Linie und “meine” Slaskis (ich bin nur eine Eingeheiratete) stammen ursprünglich aus Masowien und danach, jahrhunderte lang, lebten sie in Kleinpolen.

Der Polnische Adel aus dem Blickwinkel eines 1936 10-jährigen deutschen Knirpses

Familie Mycielski (4) und Herr Slaski

Eines Tages erschien ein Herr Slaski, der Schwager der Mycielskis. Er hatte die einzige Schwester der drei Brüder geheiratet und war – wie alle ernstzunehmenden Männer der Familie – über 2 m groß. Dem eiferten auch seine zwei Söhne nach. Die Frauen fielen etwas kleiner aus und blieben bei über 1,90 m stehen. Wer kleiner war, war angeheiratet.

Dieser Slaski nun, – dessen Vorname mir entfallen ist, – war ein netter Mann, mit dem ich auch zur Jagd fuhr. In meiner Erinnerung ist noch ein großer Hirsch, der reglos in Waldesnähe in einem Roggenfeld stand und uns ansah. Wir saßen im Landauer. Slaski schoß. Der Hirsch blieb stehen. Erst dachte ich, der wäre gar nicht echt, dann aber trabte er doch gemächlich dem Walde zu. Damit war die Jagd zu Ende. Allen ging es weiterhin gut und wir waren zufrieden.

Zuweilen – wenn Józiu aus irgendwelchen Gründen nicht zum Spielen da war, durfte ich mir selbst einen zweirädrigen Wagen anspannen lassen und durch die Gegend kutschieren. Ich fragte dann die Hunde des Hofes, wer mitkommen wolle. Die meisten wollten. Die Großen liefen nebenher, die Kleinen machten es sich auf der Bank neben mir bequem, nur die Mittelgroßen sprangen ständig auf den Wagen und wieder herab, oder liefen zwischen den Beinen des Pferdes. Die Landleute kannten die Kutsche und wußten, daß derzeit ein kleiner deutscher Bengel zu Gast war. Sie grüßten und zogen dazu die Mützen, was mir peinlich war.

Dann kam ich zu einem weitläufigen Feld, auf dem mächtig was los war. Dort wurde das Korn gleich auf dem Acker gedroschen und in Säcke gefüllt. Um die Maschine herum entstand eine Feinstaubwolke von Hecksel. Dort traf ich Onkel Wojciech – wie ich ihn der Einfachheit halber inzwischen nennen durfte – und wir fuhren zum Schloß zurück.

Da ich ein relativ ruhiger aber nicht langweiliger Geselle war, und zudem früh genug aufstand, durfte ich eines Tages mit Onkel Wojciech nach Rawicz fahren. Das lag gut 30 km entfernt, also 60 hin und zurück, zuviel für Pferde und Kutsche. Deshalb bestellte der Onkel ein Taxi, mit dem ein fester Preis ausgemacht wurde, d.h. eine kleine Person mehr fiel nicht mehr ins Gewicht. Das Ganze war für mich 1937 durchaus ein Ereignis, denn auch zu Hause in Berlin war Autofahren in unseren Kreisen noch immer ein Zeichen von Luxus.

Józiu war zu spät dran. Er kam noch aus dem Schloß geschossen, erreichte uns aber nicht mehr. Ich sah ihn im Rückspiegel, nahm aber geflissentlich keine Notiz davon, denn ich wollte das Glück der Fahrt alleine genießen.


Nach Rawicz mußte der Onkel der Steuern wegen. Das Taxi wartete und ich konnte kurz die Stadt inspizieren. Sie war – wie auch viele brandenburgische Orte – weitläufig bebaut. Es gab eben genug wertloses Land. Die Weite steigerte allerdings zusätzlich den Eindruck der Langweiligkeit. Der Marktplatz erschien übergroß, die Häuser waren nur zweistöckig, und rundherum standen kleine Bäume, ich glaube Ebereschen. Obwohl Rawicz nichts Besonderes bot, blieb mir die Ödheit des Ortes über die Jahrzehnte hin im Gedächtnis, und natürlich auch wegen der Ehre, von Onkel Wojciech mitgenommen worden zu sein.
Mit Onkel Wojciech verbinden sich bis heute nur freundliche Erinnerungen. 1937 hatte ich wieder meine großen Ferien auf Wydawy verbracht und mit ihm sein Briefmarkenalbum durchgesehen. Briefmarken entdeckten wir als gemeinsames Interesse.
Wieder zuhause, schickte ich ihm einen Brief und Sammler-Utensilien. Er dankte mir schriftlich. Dieser Brief war natürlich nicht auf einem offiziellen gräflichen Bogen geschrieben:

Wydawy, 16.09.1937

Lieber Staś.


Vielen Dank für Deinen netten Brief und die Markenetuis, die viel besser sind, als die, welche man hier bekommen kann. Heute schicke ich Dir den versprochenen Katalog und in einigen Tagen die neusten polnischen Marken, es sind sogenannte Blocks. Sie werden sehr selten sein, da sie schon heute fast vergriffen sind. – Hoffentlich geht es Dir recht gut, und bist Du immer recht brav, um Deiner lieben Mama stets Freude zu machen. Dein Vater ist seit einigen Tagen in Potrzebowo; ich habe ihm Deine Grüße bestellt, worüber er sich sehr gefreut hat. – Nun leb wohl mein lieber Junge und empfehle mich Deiner Frau Mutter und Deiner Schwester sehr schön.


Dein


W. Mycielski

Frühere Bezüge auf diese Erinnerungen befinden sich in den Publikationen von Lidia Głuchowska:

1. Avantgarde und Liebe. Margarete und Stanislaw Kubicki 1910-1945. Gebr.-Mann Verlag. Berlin 2007
2. (Trans)regionalne uniwersum. „Rodzinna Europa” i Paneuropa – arystokracja i awangarda = (Trans)regionales Universum. „Familie Europa” und Paneuropa – Aristokratie und Avantgarde. Pro Libris 2 (31) (2010), S. 6-12.
3. Worek cukru, czyli o awangardzie i nie tylko artystycznych cudach współpracy polsko-niemieckiej = Ein Sack Zucker. Über die Avantgarde und die nicht nur künstlerischen Wunder der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Pro Libris 3 (28) (2009), S. 70-81.

Poetry – Poezja – Poesie / Ralph Waldo Emerson

Brahma

IF the red slayer think he slays,
Or if the slain think he is slain,
They know not well the subtle ways
I keep, and pass, and turn again.

Far or forgot to me is near;
Shadow and sunlight are the same;
The vanished gods to me appear;
And one to me are shame and fame.

They reckon ill who leave me out;
When me they fly, I am the wings;
I am the doubter and the doubt,
And I the hymn the Brahmin sings.

The strong gods pine for my abode,
And pine in vain the sacred Seven;
But thou, meek lover of the good!
Find me, and turn thy back on heaven.

***
And a parody of Emerson:

Terry Pratchett
Hymne an Pedestriana, Goddess of football

(„Unseen Academicals”, Doubleday 2009)

If the striker thinks he scores
Or if the keeper cries in shame
They understand not the crowd’s applause
I make, and hear and earn again

For I am the crowd and I am the ball
I am the triumph and the blame
I am the turf, the pies, the All
Always and ever, I am the Game.

It matters not who won or lost
Nothing is the score you made
Fame is a petal that curls in the frost
But I will remember how you played.

***
Brahma

Jeśli zabójca sądzi, że zabija
Lub zabijany – że pada zabity,
Jeden i drugi nie przeniknął, czyja
Dłoń im nadaje ruch i sens ukryty.

Dal i niepamięć są mi bliską jawą,
Cień w moich oczach płonie słońca zniczem,
Kto szczezł bez wieści – bogom równy sławą;
Hańba i chwalba nie różnią się niczem.

Źle liczy, kto mnie nie uwzględnia w cenie;
Gdy chce mi się uciec – jestem mu skrzydłami;
Jam jest wątpiący i jego zwątpienie,
Mną hymny wiernych są – i wierni sami.

Daremnie ufa, że mu drzwi otworzę,
Mocarz-bóg, mędrzec, zwykły zjadacz chleba;
Lecz ty, co dobro miłujesz w pokorze;
Znajdź mnie – i nie troszcz się o wstęp do nieba.

Przeł. Stanisław Barańczak

Przekład został mi uprzejmie dostarczony przez pana Arkadiusza Bagłajewskiego, redaktora lubelskiego kwartalnika kulturalnego Kresy, gdzie się ukazał w numerze 8 (rok 1991). Dziękuję serdecznie.
***

Der rote Schläger denkt, daß er schlüge,
und der Erschlagene denkt, er sei erschlagen:
Sie wissen nicht, wie heimlich ich es füge,
daß alle Dinge mich im Innern tragen.

Für mich ist nah, was ferne und versunken;
Sonne und Schatten geben sich nichts nach;
Götter erscheinen mir, die längst entschwunden;
ein und dasselbe sind mir Ruhm und Schmach.

Wer mich verleugnet, kennt nicht seine Lage:
Wenn er mich flieht, bin ich, was ihn beschwingt;
ich bin der Fragesteller und die Frage;
ich bin das Lied, das der Brahmane singt.

Die Götter sehnen sich nach meinen Gründen,
den Heiligen Sieben laß’ ich keine Ruh;
du, Liebender des Guten, wirst mich finden
und kehrst dem Himmel deinen Rücken zu.

Ralph Waldo Emerson (1803 – 1882), US-amerikanischer Geistlicher, Lehrer, Philosoph und Essayist

Zagadka – Rätsel – Riddle

kopertaI got that photos some days ago in Berlin. I did know, who made them, where and when? Now I know everything. Try to find all the answers. If you do it, you can get these pics in their original enevelope as a price.

Dostałam te zdjęcia kilka dni temu w Berlinie. W tej właśnie kopercie. Autor nieznany, miejsce nieznane, nieznany rok wykonania. Spróbujcie zgadnąć. Ja już wiem wszystko. W nagrodę, jeśli wyrazi się takie życzenie, mogą być te właśnie foty w tej właśnie kopercie.

Ich habe diese Fotos vor ein paar Tagen in Berlin bekommen, ohne zu wissen, wer sie machte, wo oder wann? Versuch den Ort und die Zeit zu bestimmen. Es ist möglich, es gab Menschen, die es nach dem ersten Foto schon wussten. Ich selber habe schon alles entdeckt. Als Preis kann man diese Images im Original bekommen.

zagadka4-5
zagadka6-7zagadka8zagadka9zagadka10zagadka11zagadka11zagadka12zagadka14-15-16-17
zagadka18zagadka19zagadka20-21zagadka22A tu odpowiedź (zagadkę rozwiązał na Facebooku Piotr Pawłowski) / Antwort von Piotr Pawłowski via Facebook / Answer: Katowice – czasy mniej więcej współczesne/ +/- heutzutage / apr. recent times.

odpow2 odpow1odpow3Autor: Waldemar Kompała
Dziękuję / Danke / Thanks

Rajecka und andere

Ewa Maria Slaska

Polnische Künstlerinnen von der Teilung Polens bis heute

Im Gegensatz zu vielen anderen Lebensbereichen – wie etwa Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Fabrikarbeit und Handwerk, aber auch Politik, Kultur oder der Einzelhandel – in denen Frauen sehr oft gleichberechtigt mit Männern tätig waren, existierten bis 19. Jahrhundert Bereiche, zu denen den Frauen der Zugang rigoros verwehrt war: dazu gehörten traditioneller Weise die Kirche aber auch die Wissenschaft, Medizin und die bildende Kunst. Der Kunstbetrieb war bis Ende des 19. Jahrhunderts fast ausschließlich eine reine Männerdomäne. Die Möglichkeiten sich dort auszuprobieren oder das Kunst-Handwerk zu erlernen waren für Frauen stark begrenzt und standen im Prinzip nur Ehefrauen und Töchtern der Künstler zur Verfügung. Seltener Frauen aus adeligen Familien. Mitgliedschaften bei Gilden und Akademien waren ebenso begrenzt oder gar unmöglich. Die Ergebnisse der künstlerischen Tätigkeit von Frauen wurden oft dem Mann oder Meister der Künstlerin zugeschrieben. In den Ländern wo Malerei hoch geschätzt wurde – Italien, Niederlande, Spanien – gab es schon in der Renaissance und Barock eine kleine Anzahl von Malerinnen, die sogar internationale Anerkennung bekommen haben wie z.B. Sofonisba Anguissola in Spanien und Italien, Artemisia Gentileschi in Italien oder Maria Sibylla Merian in Deutschland und Holland. Aus Polen ist bis zum 19 Jahrhundert nur eine einzige bildende Künstlerin bekannt, die zudem nicht in Polen sondern in Frankreich tätig war: Anna Rajecka (1762-1832), eine Rokoko-Zeichnerin. Vermutlich eine uneheliche Tochter des letzten polnischen Königs, Stanisław August Poniatowski.

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Murzynka

Eine dem Thema „Polnische Künstlerinnen“ gewidmete Ausstellung 1991 Nationalmuseum in Warschau und die dazu gehörige Publikation erwähnen aber als Pionierin der polnischen Kunst, eine Künstlerin, die fast Hundert Jahre später geboren wurde: Anna Bilińska-Bohdanowiczowa (1857-1893), eine Doktorstochter aus Ostpolen. Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – ein historischer Moment des Bruchs in der bisherigen Tradition, eine Zeit als Frauen das erste Mal in der europäischen Geschichte Kunst studieren durften. Anfangs nur in privaten Schulen bekannter Maler oder als deren Einzelschülerinnen. Allmählich entstanden Frauenkunstschulen und Frauenklassen in renommierten Kunstschulen.1897 hat die erste anerkannte Akademie den Frauen die Tore geöffnet. Es war die Pariser Ecole des Beaux Arts.

Es wurde möglich für eine Frau, Künstlerin zu werden, obwohl es immer noch nicht einfach war. Es brauchte Durchsetzungsvermögen, finanzielle Mittel und Unterstützung der Familie, um dieses Ziel zu erreichen. Auch nach dem Studium war das Leben einer Künstlerin im 19. Jahrhundert nicht leicht. Sie hatte immerzu mit Widerständen zu rechnen und oft leidete sie Armut und Einsamkeit. Dies war auch das Schicksal von Anna Bilińska. Zeitlang lebte sie an der Armutsgrenze, aber sie konnte Künstlerin werden.

Rajecka und Bilińska sind kaum bekannt, selbst in Polen wird sie nicht jeder Kunsthistoriker kennen. Wenn man einen kunstinteressierten Polen fragt, welche Künstlerin die erste in Polen war, werden die meisten Olga Boznańska (1865-1940) nennen, erste, die jedoch besser in Europa als in Polen bekannt war. 1912 bekam sie der französischen Verdienstorden der Ehrenlegion. Eine Impressionistin und später auch Malerin des Jugendstils, Autorin eindrucksvoller Porträts. Polnische Lexika behaupten, dass sie zu den besten Künstlerinnen Europas der Epoche zählte, aber in dem „Künstlerinnen“-Kompendium aus dem Prestel Verlag wird sie nicht erwähnt.
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Ein Name, der weltweit und immer in solchen Auflistungen erwähnt wird, ist Tamara Łempicka (1898-1989). Eine Künstlerin, die merkwürdigerweise in Polen bis in die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts keine Beachtung fand. Bis heute trifft man polnische Kunsthistoriker, die ihre Existenz ignorieren oder sie als „Modezeichnerin“ abtun. In der Tat, wie Rajecka, war Łempicka in Polen nie tätig. Das Zentrum ihres Lebens war Paris. Ihre Gemälde im unverkennbaren Stil zierten Seiten der Hochglanzmagazine, Kalender, Postkarten, sie sind Ikonen der 20er-Jahre. Man zählt sie zum „luxuriösen Art deco“. Sie ist eine Malerin der Moderne und Ikone der modernen Frau.

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1918, am Ende des Ersten Weltkriegs und nach über 120 Jahren Teilung ist Polen wieder unabhängig. Die führende Kunstrichtung des neuen Staates war die traditionelle romantische Kunst, gebunden ans polnische Geschichtsverständnis, polnische Folklore und den polnischen Symbolismus. Klassische Vertreterin der folkloristischen Kunstrichtung ist Zofia Stryjeńska (1891-1976).

In Europa sind die 20er und 30er des 20. Jahrhunderts die Zeit der Avantgarde, die Zeit der Hoffnung, den Träumen von einer Neuen Gesellschaft und darin auch einer Neuen Kunst. Sie sollten frei sein, sowohl die Menschen als auch die Kunst. Die polnische Kunst weist auf einige Künstlerinnen der Avantgarde: Teresa Żarnowerówna (1895-1950), Hanna Rudzka-Cybisowa (1897-1988) und Katarzyna Kobro (1898-1951). Interessant ist aber, dass sie alle zugleich Ehefrauen /Partnerinnen wichtiger Künstler der polnischen Avantgarde gewesen sind. Die polnische Kunsthistorikerin, Dr. Lidia Guchowska, sieht darin ein Zeichen für eine neue Epoche. Sie erkennt die Entstehung des Modells eines Künstlerpaars als kleinster Einheit eines fruchtbaren, effektiven, erfolgreichen Künstlerkollektivs.

Die jüdisch-polnische Grafikerin, Vertreterin des Konstruktivismus, Teresa Żarnowerówna war Partnerin des Künstlers Mieczysław Szczuka. Sie war eine überzeugte Kommunistin, was man in ihrer Kunst gut erkennt. Nicht umsonst war die Avantgarde auch die Kunst des Manifestes und des Plakativen.

cybisowa

Hanna Rudzka-Cybisowa war eine Repräsentantin des Kapismus (auch bekannt als Polnischer Kolorismus). Ziel der Koloristen war eine Änderung des Kunstverständnisses in Polen. Eine malerische Entscheidung des Bildes sollte das Hauptziel des Schaffens ohne Beachtung politischer oder gesellschaftlicher Kontexte sein. Man glaubte an eine „ewige Kunst“und Unabhängigkeit in der Malerei. Der Name Kapismus ist ein interessantes Novum in der Kunstgeschichte, da er die Buchstaben K und P verwendet. Das Kürzel KP steht für das „Pariser Komitee“. Der 1923 von dem Maler Józef Pankiwicz gegründete Verein war ein Hilfskomitee für Kunststudenten, die nach Paris auswandern. Das Komitee entstand als Protest gegen die Linie der nationalen Kunst in Polen. Wie die Künstlerinnen des 19. Jahrhunderts, versprach man sich von Paris etwas, was es in der Heimat nicht gab: die Möglichkeit moderne Malerei auszuüben: Expressionismus, Kubismus, Konstruktivismus – Kunstrichtungen, die offiziell in Polen keine Beachtung fanden. Die Kapisten siedelten nach Paris über, darunter auch Rudzka Cybisowa.

Katarzyna Kobro war eine polnische Bildhauerin deutsch-lettischer und russischer Herkunft; eine naturalisierte Polin. Sie vertrat den Konstruktivismus und revolutionierte die polnische Bildhauerei.

Art deco im Stile von Tamara Łempicka vertraten auch andere, weniger bekannte polnische Malerinnen: darunter Halina Dąbrowska (1898 -?) und Maria Ewa Łunkiewicz-Rogoyska; ihre Kunst thematisierte, wie die von Łempicka, die Menschen der modernen Zeit.

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Die Kunst der polnischen Künstlerinnen nach dem Zweiten Weltkrieg kann man als „ringen“ bezeichnen. Ringen mit verschiedenen Aspekten des modernen Lebens und der Existenz als Künstlerin.

Erstes Beispiel dieses Ringens sieht man in der Kunst von Maria Jaremianka (1908-1958). Sie war bis Ende des 2. Weltkrieges eine Bildhauerin und danach Malerin. Sie malte abstrakte Bilder wobei die abstrakte Malerei im stalinistischen Polen verboten war. Es war die Zeit des Sozialrealismus, die Kunst hatte realistisch zu sein.

Helena Malarewicz-Krajewska (1910-1998) war eine polnische Malerin, eine aktive Verfechterin und Vertreterin des Sozialrealismus. Auch dies kann man als Ringen bezeichnen – Ringen mit der kleinbürgerlichen Kunst. Zum Gunsten der Malerin muss man sagen, dass sie in dieser Kunstrichtung schon vor dem Krieg gearbeitet hat, also in der Zeit als es nicht politisch konform war.

Zwei Grafikerinnen – Maria Hiszpańska-Neumann und Irena Kuran-Bogucka ringten lebenslang mit dem Trauma des Krieges. Egal welche Themen sie unter ihre Meisel nahmen, ist der Krieg direkt oder indirekt in ihrer expressionistischer Graphik präsent.

Auf dem Foto – Graphik von Irena Kuran-Bogucka aus dem Zyklus Barbarische Metopen: Die weinenden Frauen / Graphic von Maria Hiszpańska-Neumann, Unsere Erde

Die berühmtesten Bildhauerinnen dieser Zeit waren /sind Magdalena Abakanowicz (geb.1930) und Alina Szapocznikow (1926-1973). Magdalena Abakanowicz ist wahrscheinlich die berühmteste polnische Künstlerin aller Zeiten. Beide setzen/setzten sich in ihrer Kunst mit dem Körper auseinander. Bei Abakanowicz ist es ein anonymer Körper als nichts bedeutender Bestandteil der Masse, bei Szapocznikow – der kranke Körper, zerstört und vernichtet durch Schmerz, reduziert zu einer Hülle.

Es gab in dieser Künstlerinnengeneration drei, die ausdrücklich mit ihrem weiblichen Dasein ringten. Sie waren die ersten Vertreterinnen einer bewussten weiblichen Perspektive auf die Kunst in Polen.

Es sind Ewa Partum (geb. 1945) – berühmt durch ihr Nacktfoto auf der Straße / Natalia LL (geb. 1937), die sich mit ihrer weiblichen Träumen auseinandersetzt und Maria Pinińska-Bereś (1931-1999), deren weiche, immer in Rosa, Objekte an die weiblichen Körperteile erinnern.

Zum Teil gehört zu dieser Gruppe auch Zofia Kulik (geb. 1947), die vor allem durch ihre Galerie der Gesten des weiblichen Körpers bekannt ist.

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Über die moderne polnische Künstlerinnen nach 1989 kann man vor allem sagen, dass sie im Zeichen der Provokation agieren. Wie diese Präsentation und die Ausstellung bezeugt, weder Nacktheit noch sozial-kritische Hinterfragung des nackten Körpers sind in polnischer Kunst wirklich neue und erschienen viel öfter, als die jüngste und jüngere Generation glaubt.

Sie haben einen neuen Zugang zum Körper entdeckt. Mindestens glaubt Dr. Lidia Głuchowska, dass es ein gemeinsamer Nenner der Kunst dieser Frauen ist. Sie ringen mit dem gesellschaftlich zugeschriebenen Genderbedingten Status des weiblichen und männlichen Körpers, setzen sich mit der Problematik der Homosexualität, des Transvestitismus, der Androgynie auseinander, sprechen sich für Freiheit der Lebensformen jeder Menschen aus.

Alicja Żebrowska *1956
Katarzyna Kozyra *1963
Barbara Konopka *1965
Monika Zielińska *1972
Katarzyna Korzeniecka *1976
Dorota Nieznalska *1973

Joanna Rajkowska *1968 / Julita Wójcik *1971 – zwei Künstlerinnen, die Installationen im öffentlichen Raum erstellen und es mit bürgerlichem Engagement  und für gesellschaftliche Teilhabe tun.

Sowie

Paulina Ołowska *1976, eine Künstlerin die eine referenzgeladenen Stil-Mix verwendet. Bestandteile dieser Mischung ist die Ästhetik von Andy Warhol, Pop Art und sozialistische Kunst. Sie hat sich aber auch mit der nationalen polnischen Kunst der 20er auseinandergesetzt – eine ihrer Ausstellungen ist der Kunst einer schon hier erwähnten Künstlerin – Zofia Stryjeńska – gewidmet. Im Ouevre einer Künstlerin, die fast 100 Jahre vorher tätig war, faszinierten Ołowska Elemente von Art Deco, Slawische Mythologie und Folklore aus dem Tatra Gebirge. Wie die Künstlerin selbst sagt: “Wenn man beginnt die Sachen herum in der Zeit zu bewegen, beginnen sie plötzlich uns anders als vorher anzusprechen.”

Vortrag für Berliner Fraueninitiative Xanthippe gehalten am 20. September 2013 in der Insel Galerie Berlin

Kapoor po raz drugi

2.anish_kapoor-kleinO Kapoorze w Berlinie już pisałam, ale był to klasyczny tekst informacyjny. Tym razem Urszula Usakowska-Wolff udostępniła nam pełnowymiarową recencję. Czytajmy i przyjeżdżajmy do Berlina. Wystawa trwa do 24 listopada, czyli wciąż jeszcze spokojnie zdążymy.

Wzniosłość i męka
Anish Kapoor w Berlinie

Pokryty szklaną kopułą dziedziniec muzeum Martin-Gropius-Bau w Berlinie wygląda obecnie jak kopalnia odkrywkowa. Ustawione tam w niesymetrycznych odstępach cztery wąskie taśmociągi bardzo powoli i niezbyt głośno przesuwają się do góry. Co jakiś czas pojawiają się na nich pojedyncze bloczki w kolorze buraczków. Po dotarciu do krawędzi taśmy zatrzymują się na chwilę, jakby wahały się, czy skoczyć w przepaść. Następnie spadają z hukiem, tworząc na pokrytej szarą folią posadzce cztery coraz większe bordowe kupki. Nad tą przemysłową scenerią góruje wielka amarantowa tarcza. Ponieważ stoi na metalowym rusztowaniu, trochę przypomina antenę paraboliczną.

33.anish_kapoor_dzwon-klein
Kopalnia sztuki

Czarne taśmociągi, bloczki z buraczków, tarcza i kupki pod kopułą są, jak się nietrudno domyślić, prawdziwą kopalnią sztuki. To wieloczęściowe dzieło z metalu i wosku nazywa się Symphony for a Beloved Sun (Symfonia ukachanego słońca) i jest największym, bo zajmującym powierzchnię 600 metrów kwadratowych, ale nie najgłośniejszym dziełem Anisha Kapoora na parterze Martin-Gropius-Bau. Jego pierwsza, tak pokaźna wystawa w stolicy Niemiec nazywa się skromnie Kapoor w Berlinie i gromadzi 70 obiektów i instalacji, które najsłynniejszy rzeźbiarz brytyjski stworzył w ostatnim trzydziestoleciu. Nie jest to retrospektywa, bo podobno ponad połowa eksponatów została wyprodukowana specjalnie na tę ekspozycję. Wyprodukowana, ponieważ Anish Kapoor jest przedsiębiorcą zatrudniającym w swojej art factory na południu Londynu 20 asystentów, którzy w kombinezonach ochronnych i maskach przeciwgazowych zamieniają pomysły maestro w widowiskowe formy ze stali szlachetnej, wosku, wazeliny, poliestru, włókna szklanego, wapnienia, pigmentów, drewna i innych mniej lub bardzie sztucznych tworzyw artystycznych.

Kapoor i Kant

Pokaz kreatywności Kapoora i technicznych umiejętności jego asystentów w 14 salach o powierzchni 3.000 metrów kwadratowych jest pokazem podwójnego monumentalizmu: na pozór bardzo nowoczesna sztuka z dość egzotycznych materiałów, często w bardzo dostojnych odcieniach czerwieni, robi w monumentalnych wnętrzach budynku z końca XIX w. przytłaczające wrażenie. Wielkość jest jednym z wielu języków rzeźby, których nie należy się bać, mówił Anish Kapoor na konferencji prasowej, która odbyła się 17 maja, w przeddzień otwarcia jego wystawy. Boimy się wielkości, może dlatego, że jest nieśmiertelna, jak ją definiował Kant. Natomiast skala jest czymś tajemniczym. Jeżeli jest właściwa, to nie wiadomo dlaczego. Skala jest mieszanką wielkości i znaczenia. Wielkość jest sensowna, kiedy jest tajemnicza. Ta właśnie tajemniczość rzeźb Kapoora, które wyglądają, jakby pochodziły nie z tego świata, sprawiła, że wcześnie zwrócił na siebie uwagę instytucji, decydujących o sukcesie na rynku sztuki. W 1979 r. wieloczęściowa instalacja 1000 Names, złożona ze stojących na podłodze niewielkich form z pigmentu w kolorach czerwonym, żółtym, błękitnym i czarnym przyniosła mu międzynarodową sławę.

Zachwycająca dziura

Kariera urodzonego 12 marca 1954 r. w Bombaju syna hinduskiego inżyniera i matki, pochodzącej z żydowskiej rodziny w Iraku, jest pasmem niekończących się sukcesów. W wieku 16 lat Anish wyjeżdża do Izraela, mieszka w kibucu i zaczyna studia elektrotechniki. Postanawia jednak zostać artystą. W 1973 podejmuje decyzję, mającą dalekosiężne skutki dla jego przyszłości. Wyjeżdża do Londynu, gdzie studiuje na renomowanych akademiach sztuki Hornsey College of Art i Chelsea College of Art. W 1990 r. reprezentuje Wielką Brytanie na Biennale w Wenecji, gdzie otrzymuje Premio Duemila, przyznawane najlepszym młodym artystom. Rok później uhonorowany zostaje Nagrodą im. Turnera. W 1992 r. uczestniczy w documenta IX w Kassel, gdzie pokazuje Descent into Limbo: czarną dziurę w betonowym pawilonie, obiekt zarówno kosmiczny jak i być może mitologiczne zejście do piekła. Ta minimalistyczna instalacja, dająca duże pole do interpretacji, zachwyca świat sztuki, ponieważ zaciera granice między rzeźbą i malarstwem. Zyskuje opinię twórcy, który umożliwia publiczności, dzięki obcowaniu z jego coraz bardziej spektakularnymi formami przestrzennymi, odpłynięcie w przestrzeń czystej duchowości. Jednak chwilowa transcendencja, którą przeżyć można w zetknięciu ze sztuką Kapoora, nie może być, jego często cytowanym zdaniem, namiastką doświadczeń religijnych. W 1996 r. komitet odbudowy zniszczonego w czasie II. Wojny światowej barokowego Kościoła Mariackiego w Dreźnie zamawia niego ołtarz. Zostaje on wykonany z czarnego irlandzkiego wapienia i ustawiony w podziemiach świątyni.

Nie do ogarnięcia wzrokiem

Anish Kapoor został uznany za rzeźbiarza, tworzącego dzieła, które spełniały potrzeby duchowe konsumentów sztuki. Pisano, że łączy w nich duchowe tradycje Wschodu z ideą sublimacji tradycji kulturowej Zachodu, że przenikają przestrzeń fizyczną i spirytualną. Im częściej powtarzał, że jako artysta nie musi przekazywać żadnych treści, że interesuje go głównie związek między formą i kolorem, mianowicie, kiedy forma staje się kolorem, a kolor formą, tym bardziej postrzegano go jako demiurga sztuki. Prawdziwą gwiazdą pop kultury stał się jednak w na początku XXI w. Jako trzeci artysta (po Louise Bourgeois w 2000 i Juanie Muňoz w 2001 roku) otrzymał w 2002 roku zlecenie na wykonanie instalacji w gigantycznej hali turbin (155 m długości, 23 m szerokości i 35 m wysokości) londyńskiej Tate Modern. Do pokazywanego tam przez rok Marsjasza zainspirował go krwawy obraz Tycjana Apollo i Marsjasz (1575-1576), przedstawiający obdarcie ze skóry wiszącego do góry nogami na drzewie satyra przez boga światła, muzyki i śpiewu. Marsjasza Kapoora, dwa rozpostarte ramiona w krwistym kolorze i w kształcie podobnym do podwójnej trąby powietrznej, zajęły całą przestrzeń hali. Nie można ich było w całości ogarnąć wzrokiem.

Pomniki dla władców świata

W 2004 r. na zlecenie firmy należącej do koncernu telekomunikacyjnego AT&T Kapoor zaprojektował monumentalną rzeźbę Cloud Gate w Millenium Park w Chicago. Ta ważąca ponad 110 ton Brama chmur z nierdzewnej polerowanej na lustro stali (koszt 23 miliony dolarów), która z daleka wygląda jak gigantyczne nasiono fasoli, jest jedną z atrakcji położonego na Placu AT&T, głównego sponsora parku, powstałego w dzielnicy handlowej na terenie byłego dworca kolejowego w centrum Chicago. W 2009 r. Royal Academy of Arts zorganizowała rzeźbiarzowi wystawę, którą odwiedziło 300.000 osób. W 2011 r. zadziwił Kapoor nie tylko Paryż: w ramach corocznego cyklu Monumenta zainstalował w Grand Palais Lewiatana, do którego zainspirowała go powieść Thomasa Hobbesa. Trzy ważące 12 ton nadmuchane i połączone ze sobą plastykowe balony o rozmiarach 100 x 100 x 34 m, które można było zwiedzać z zewnątrz i wewnątrz, zadedykowane były słynnemu artyście Ai Weiwei, aresztowanym w kwietniu 2011 r. przez władze chińskie i przetrzymywanym w nieznanym miejscu. Z okazji Letnich Igrzysk Olimpijskich w Londynie Kapoor zaprojektował 114-metrową wieżę widokową w pobliżu Stadionu Olimpijskiego, wyższą o 22 metry od Statuy Wolności w Nowym Jorku. Na cześć głównego sponsora, stalowego barona Mittala i jego koncernu Arcelor, wieża nazwana została ArcelorMittal Orbit. Praca na obstalunek i za pieniądze dzisiejszych władców świata, którzy stawiają sobie kosztowne, monumentalne i dość bezgustowne pomniki w przestrzeni publicznej, się opłaca. Anish Kapoor zaliczany jest obecnie do najbogatszych artystów na świecie.

Kolejna odsłona

O tym, że jego majątek szacowany jest na ponad 45 milionów Euro, a jedną z jego aluminiowych rzeźb dom aukcyjny Sotheby’s w Nowym Jorku sprzedał w ubiegłym roku za 1,2 miliona Euro, berlińskie i ogólnoniemieckie gazety, łącznie za tabloidami, informowały na długo przed rozpoczęciem wystawy Kapoor w Berlinie. Trudno się dziwić, że wzbudziła i wzbudza nadal wielkie zainteresowanie medialne, tym bardziej, że kuratorem pokazu jednego z najważniejszych artystów współczesnych jest Sir Norman Rosenthal, jeden z najbardziej znanych kuratorów i krytyków sztuki na świecie. Słynny kurator porównał słynnego rzeźbiarza do innych słynnych mistrzów, którzy na trwałe zajęli miejsce w historii sztuki i literatury: do Vermeera, Malewicza, Lissitzkiego, Tatlina, Rothko, Newmana, Pollocka, Beuysa, Goethego, Ibsena, żeby wymienić tylko kilku z nich. Przekonywał, że podstawą istniejącego od ponad trzech dziesięcioleci teatru rzeźby Anisha Kapoora, którego kolejną, znaczącą odsłoną jest berlińska wystawa, są zarówno estetyka przytłaczania jak i estetyka wzniosłości i ciszy. Fascynują poprzez specyficzny dualizm: porządek i chaos, równość i nierówność, pustkę i gęstość, ciszę i hałas, niewypowiedzianą seksualność i ascezę. A kolor jego jest czerwony, bo to symbol niekończących się możliwości, począwszy od wzniosłości i męki aż do podniosłości i triumfu. Jak w Fontannie krwi z Kwiatów zła Baudelaire’a. Krwi, która wszystkie barwy w przyrodzie w czerwoną zmienia. Wow!

Męczące odcienie czerwieni

Z niektórymi słowami Normana Rosenthala można się zgodzić. Teatr rzeźby Kapoora składa się z rekwizytów, które przytłaczają. Rozmiarami, odczuwalnym fizycznie ciężarem, pretensjonalnymi tytułami, które, jak na przykład Rana (1988), Gethsemane (2013), Apokalipsa i milenium (2013), Krwawe lustro IV (2013) i śmierć Lewiatana (2011-2013) sugerują, że artysta chce nas uczulić na sprawy bolesne, doniosłe, że jest świadomy zagrożeń politycznych, społecznych i ekologicznych w zglobalizowanym świecie. Nic z tych rzeczy. Jego sztuka jest przede wszystkim sztuka triumfalnej męskości, może też jakichś ukrytych lęków kastracyjnych, bo w fallicznych obiektach tkwią kawałki drewna, podobne do noża. Wokół wielkiego fallusa z wosku i farby olejnej (Bez tytułu, 2010) bardzo powoli obraca się jeszcze większa płyta z metalu, zdzierając z niego kolejne warstwy. Męcząca, chwilami wręcz nieznośna jest agresywna wszechobecność czerwieni w przygnębiających odcieniach, przed która nie sposób uciec. Po przebrnięciu i dokładnym obejrzeniu masy eksponatów nie da się ukryć, że Sir Anish Kapoor, pasowany w czerwcu przez królową na rycerza, jest przede wszystkim designerem, stale powielającym te same pomysły: czarne dziury, cały ten wosk i plastyk. Nawet zwłoki Lewiatana, z którego po paryskim mega pokazie asystenci wypuścili powietrze, pokazywane są w Berlinie w dwóch pomieszczeniach, które wyglądają jak magazyn zużytych worków na śmieci. Są wprawdzie sale, w których można by się trochę pośmiać i rozerwać, bo wiszą tam słynne kapoorowskie wklęsłe i wypukłe lustra, zabawnie deformujące sylwetki i stawiające ludzi na głowie, ale…

18.anish_kapoor_vertigo-kleinObszary niebezpieczeństwa

… ale na tej wystawie prawie wszystko jest zabronione, bo może zaszkodzić sztuce lub zdrowiu. Przy kasie biletowej i wejściu na Kapoora w Berlinie wiszą trójkąty ostrzegawcze, które ogólnie proszą drogich zwiedzających o przestrzeganie zakazu wejścia na obszary niebezpieczeństwa. W salach z lustrami ściany oblepione są trójkątami z prośbą o zachowanie szczególnej ostrożności. Niezwykłe odblaski światła z lustrzanych rzeźb mogą państwa oślepić lub zakłócić zmysł orientacji. Eksponatów w żadnym wypadku nie wolno dotykać. Istnieje niebezpieczeństwo, że przez dotyk ich niezwykle delikatne powierzchnie ulegną uszkodzeniu. Prosimy o zachowanie należytej odległości od obiektów i nie przekraczania czarnej linii. Niewskazane jest też zbyt intensywne obcowanie z rzeźbami z żywicy, prosimy o wyrozumiałość, bo wydzielają one ostry zapach, mogący spowodować podrażnienie dróg oddechowych. Wymiana powietrza gwarantuje, że pobyt w pomieszczeniach wystawowych nie daje powodów do obaw. Istnieje też niebezpieczeństwo pobrudzenia się czerwonym woskiem. Prosimy o unikanie kontaktu z nim. Natomiast w salce z armatką, z której co jakiś czas młody mężczyzna strzela czerwoną kulą z wosku do kąta (stąd też ta już pokazywana często w innych miejscach głośnia instalacja z 2008-2009 r. nazywa się Shooting into the Corner), nawet obowiązek założenia nauszników ochronnych nie zmniejsza ryzyka utraty słuchu. Podczas wystrzału kuli występuje wysoka intensywność dźwięku. Osobom wrażliwym na wysokie ciśnienie akustyczne zaleca się opuszczenie pomieszczenia przed jej wystrzałem.

38.anish_kapoor_shooting+into+the+corner-kleinJeśli jeszcze raz miałabym się wybrać na wystawę tej ryzykownej sztuki, to przedtem kupię sobie biały kombinezon ochronny z maską przeciwgazową. W stylu odzieży roboczej asystentów Anisha Kapoora.

Tekst i zdjęcia © Urszula Usakowska-Wolff

Tekst ukazał się Kwartalniku Rzeźby Polskiej Orońsko 2 (91) 2013. Publikacja na blogu za zgodą autorki.

www.berlinerfestspiele.de

Katalog: Anish Kapoor
Symphony for a Beloved Sun
Verlag Walther König, 2013
po niemiecku i angielsku
34 Euro w kasie muzeum
48 Euro w księgarni

Apel Clean Clothes Polska

bonnie-and-kleidGodna płaca to fundamentalne prawo. W całej Azji, pracownicy i pracownice sektora odzieżowego już teraz walczą o prawo do godnej płacy. Teraz czas na nas. Musimy im pomóc i zacząć działać. Nosząc ich ubrania, wesprzyjmy ich starania o godną płacę.

Podpisz apel i przyłącz się do międzynarodowego ruchu dążącego do wprowadzenia godnej płacy w przemyśle odzieżowym >>

Dlaczego powinniśmy im pomóc?

Ponieważ wszyscy jesteśmy pracownikami/pracownicami. Staramy się znaleźć godną pracę, która pozwoli nam – bez brania morderczych nadgodzin – zapewnić sobie dach nad głową, kupić jedzenie, ubrania, pójść do lekarza, do szkoły, wyjechać za miasto, otrzymać świadczenia socjalne. Czy zgodzilibyśmy się na ciężką pracę w zamian za życie w nędzy? Nie. Dlatego nie gódźmy się na takie życie dla innych.
Wymagajmy godnej płacy dla wszystkich.

Ponieważ wszyscy jesteśmy konsumentami/konsumentkami. Tylko ułamek ceny noszonych przez nas ubrań trafia do ludzi, którzy je uszyli. Gdybyśmy zapłacili o złotówkę więcej za sztukę odzieży, życie szwaczek i szwaczy znacznie by się polepszyło. Czy chcemy tanich ciuchów za cenę pozbawienia godności szyjących je ludzi? Nie. To nie do zaakceptowania. Wymagajmy, aby globalne marki odzieżowe zawarły w kosztach zamówień zlecanych fabrykom godne pensje dla pracowników.

Ponieważ wszyscy jesteśmy obywatelami/obywatelkami. Mamy dziś globalną świadomość i wiemy co łączy nas z osobami oddalonymi o dziesiątki tysiące kilometrów. Te powiązania materializują się w postaci pijanej przez nas kawy, cyny obecnej w naszych telefonach, zjadanych przez nas owoców, kupowanych zabawek. No i ubrań. Wiemy, że dążenia tamtych ludzi są także naszymi. Wiemy, że wyzysk, podobnie jak społeczna niesprawiedliwość z łatwością przekraczają granice państw. Czy nasze poczucie solidarności może więc zawężać się do granic państw, podczas gdy nasze ubrania przemierzają pół świata? Nie. Sprawiedliwość społeczna nie może zatrzymywać się na granicy danego kraju. Naciskajmy na rządy, aby płace minimalne zrównały się z godnymi, wystarczającymi na życie płacami. Wymagajmy od korporacji, aby wprowadziły godne płace w swoich łańcuchach dostaw.

Zaangażuj się w działania na rzecz wdrożenia godnej płacy w sektorze odzieżowym:
Podpisz apel na stronie cleanclothes.pl
Przekaż go znajomym i rodzinie;
Zapytaj ulubioną markę o wysokość wynagrodzeń w fabrykach;
Przekonuj polityków i polityczki, aby podjęli stosowne działania.

Na stronie cleanclothes.pl znajdziesz więcej informacji i materiałów na temat kampanii Godna Płaca dla Wszystkich. Kampania odbywa się równolegle w 17 krajach europejskich oraz kilku krajach azjatyckich za pośrednictwem Clean Clothes Campaign oraz Asia Floor Wage Alliance.

Apele i informacje kampanii społecznościowej Clean Clothes Polska publikowałam już na blogu: https://ewamaria2013texts.wordpress.com/2013/05/15/polska-zielona-siec/
oraz https://ewamaria2013texts.wordpress.com/2013/05/29/cropp/

Bardzo wspieram ich akcje, ale powiedzmy sobie uczciwie: nie jest łatwo. Na zdjęciu sprzed kilku tygodni: ja, moja sukienka, moja marynarka, moje buty, moje rajstopy, moje (rodzinne) perły, moje szale i moje zasłony. Również moje kwiaty. Każda z tych rzeczy mogła zostać wyprodukowana w nieludzkich warunkach, również ta, która została mi sprzedana za drogie pieniądze a nie za grosze. Jedyny element tego zdjęcia, którego nie muszę się wstydzić i nad którym nie muszę się zastanawiać, to tekst, który czytam. Napisałam go bowiem sama i jest na pewno również moralnie mój i OK.

Puppendienstag: Leonie

Gertraud Pohl schrieb:

Leonie-kaputt.webLiebe Ewa, diesmal Leonie.

Sie war in blauen Samt gekleidet, als ich sie fand – davon gibt es leider kein Foto – aber darunter war sie zerbrochen.

Auch wenn Kaputtes, fein Verhülltes, einen besonderen Charme hat, gab es dieses Gesichtchen, das nach einer Ernsthaftigkeit verlangte. Und nach Unverwechselbarkeit.

leonie-doppelMein Gedicht für Leonie

Wer gibt dir das Recht, mir den Mut zu nehmen,
Wer dankt dir dafür, meinen Willen zu lähmen,
Verspricht es denn Lorbeer, mich klein zu halten,
mir nicht zu erlauben, mich ganz zu entfalten?
Was heißt da ganz?! Die Knospe erfroren
an “blinden Augen” und “tauben Ohren”.
Verschärfte Einzelhaft – Nutzlosigkeit.
Schau endlich hin! Noch ist es Zeit!

Sehr liebe Grüße
von Gertraud

PS:

Leonie3.webVon dem Löwen will sie sich nicht mehr trennen – daher der Name Leonie.

Liebe Grüsse noch einmal

von Gertraud