Ela i Don Kichot (9). Ulica.

Ulica Don Kichota, Warszawa, Targówek

Ela zapytała: Znasz? I jakie znamienitosci wokół!!! I wszystkie dochodzą do ul. Sawy. Ona chyba jedna kobieta wśród Wallenrodów, Rolandów Faustów…

Ulica Don Kichota w Warszawie.

Kategorie: Nazwy pamiątkowe / Od zagranicznych postaci fikcyjnych


Don Kichot zwany też Rycerzem Smętnego Oblicza – tytułowy bohater powieści Miguela de Cervantesa Saavedry napisanej w latach 1605-1615 “Przemyślny szlachcic Don Kichote z Manczy”. Naprawdę nazywał się Alonso Quijano i był ubogim szlachcicem rozmiłowanym w starych romansach rycerskich, który postanowił naprawić świat wyruszając na starej szkapie nazwanej Rosynantem, z wiernym giermkiem Sancho Pansą u boku. Ponieważ każdy błędny rycerz musiał mieć swoją damę serca (ten nie-błędny też), uczynił nią wieśniaczkę Aldonę Lorenzo, którą nazwał Dulcyneą. Jego wyobraźnia sprawiała, że rzeczy codzienne i zwykłe przybrały dla niego fantastyczne formy – w imię dobra walczył z wiatrakami uznając je za strasznych wrogów a zwykła karczma była cudownym zamkiem. Przeżył mnóstwo przygód (wiele z nich opłacił cierpieniem), by wrócić do swej wioski i na łożu śmierci stwierdzić, że jego dotychczasowe gusta literackie nie były najlepszym wzorcem dla życia.

Nazwę nadano
 20 grudnia 1974 / Kod pocztowy: 03-610

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Kairos. Am Meer. Frauenblick.

Monika Wrzosek-Müller

Zwei Romane

Gerade habe ich zwei Romane von zwei Schriftstellerinnen gelesen; ungleicher hätten sie für mich nicht ausfallen können, obwohl sich beide mit Leben einer Frau beschäftigen und durchaus autobiografische Züge tragen.

Es geht um Elisabeth Strouts „Am Meer“ und Jenny Erpenbecks „Kairos“, beide behandeln sie zwischenmenschliche Beziehungen, eher die zwischen Mann und Frau. Die Simplizität, fast Gedankenlosigkeit und Plattheit des Romans „Am Meer“ hat mich getroffen und verwundert. Strout erzählt das Leben einer älteren Frau, die sich als Schriftstellerin tapfer durchs Leben geschlagen hat (erfahren wir aus ihren Erzählungen); während der Pandemie landet sie, durch ihren Ex-Mann fast entführt, in einem einsam stehenden Haus am Meer in Maine. Während ich den Roman las, wartete ich eigentlich die ganze Zeit darauf, dass sich herausstellen würde, es handele sich um eine Parabel, die Szenen seien ironisch gemeint, oder es ginge um eine Satire auf das Leben während des Lockdowns. Doch weit gefehlt: Der Ernst der Lage, die Situation eine Familie mit zwei Töchtern und das eigene Leben während der Pandemie soll ganz ohne Ironie beschrieben werden. Übrigens handelt es sich um sehr wohlhabende Leute, die sich erlauben können, einfach aus der Stadt zu fliehen und andere dafür zu engagieren, dass sie die für sie unbequeme und vielleicht gefährlichen Dinge erledigen. Dabei wundert sich die Ich-Erzählerin dann noch, dass sie in Maine unangenehme Erfahrungen macht und die Unfreundlichkeit der örtlichen Bevölkerung erleben muss – so dass sie sich sogar gezwungen fühlen, ihre New Yorker Nummernschilder abzumontieren und andere anzubringen. Nur wirklich am Rande behandelt das Buch die Ereignisse nach dem Tod von George Floyd, der von einem weißen Polizisten de facto umgebracht worden ist. Das Sinnieren über die Demonstrationen danach wird eher in den Kontext der Angst vor Ansteckung und gefährlichen Kontakten gestellt und drückt die Sorge der Mutter um die Sicherheit ihrer beiden Töchter aus. Die Regierungszeit von Donald Trump wird im ganzen Buch auch nicht thematisiert, seine Existenz wird in einem Satz erwähnt, als die Meute in Washington das Capitol stürmt. Wie gesagt, die gutsituierten Menschen fliehen aus New York, die Schriftstellerin beschäftigt sich mit ihren Panikattacken und den menschenleeren Stränden und den kleinen Orten in Main.

Sie scheint auch nicht recht fähig, ihr Leben selbständig zu organisieren; sie leidet am Tod ihres zweiten Mannes; aber über ihr weiteres Leben bestimmt ihr Ex, ihr erster Mann, sie fügt sich allem ohne Bedenken und ohne eigene Initiative. Das Buch ist ganz aus ihrer persönlichen Perspektive geschrieben und so nehmen ihre gesundheitlichen Malaisen viel Raum in der Erzählung ein. Selten hat mich ein Buch so irritiert und aufgebracht – der „American way of life“, die Frau als Dekoration, durch den Mann chauffiert, untergebracht, „bemuttert“. Und doch ist sie eigentlich die Heldin und Hauptbezugsperson des Buches, meistens geht sie aber gedankenverloren spazieren und ihre Sorgen kreisen darum, dass sie immer mehr vergisst und vielleicht eines Tages auch verrückt werden könnte. Mich hat das Bild dieser Frau wirklich abgeschreckt – immer wieder durch ihre Männerbeziehungen relativiert, auf sich selbst bezogen, vielleicht durchaus ehrlich in der Darstellung, aber durch das Bild, das sie malt, doch so vereinfacht und banal. Manchmal ist diese vordergründige Ehrlichkeit, die ich schon bei Emmanuel Carrère („Yoga“) beobachtet habe, eher erschreckend, weil dahinter vielleicht purer Narzissmus steckt. Schon früher habe ich ein anderes Buch von Strout gelesen, „Mit Blick aufs Meer“, ebenfalls in Main verortet, fand es damals etwas deprimierend – wegen der Art der menschlichen Beziehungen, die hier beschrieben werden, deren Einsamkeit – und doch interessant und lesenswert. Jetzt das Thema Pandemie aufzuarbeiten, sich damit auch in der Literatur auseinanderzusetzten, dürfte eigentlich viele Menschen beschäftigen, wir sind ja noch lange nicht mit den Folgen fertig geworden.

***

Das andere Buch hat mich wirklich fasziniert und bis zum letzten Wort in Spannung gehalten: Jenny Erpenbecks Roman „Kairos“. Eigentlich war ich nach der Lektüre ihres Romans „Heimsuchung“ ihr gegenüber eher negativ eingestellt – weil mich da manche Passagen irritiert haben, wie die über den Weg einer jüdischen Heldin aus Deutschland in das Warschauer Ghetto (meiner Meinung nach gab es so etwas nicht; es ging nur in die KZs…) und die in diesem Zusammenhang falsch geschriebenen Warschauer Straßennamen.

„Kairos“ aber hat mich von Anfang an elektrisiert; ich habe ziemlich schnell für mich festgestellt, dass Erpenbeck mit diesem wirklich grandiosen Roman mit der „Wiedervereinigung“, mit der DDR- Zeit abrechnet. Es ist auf vielen Ebenen ein großer Roman und es wundert mich, dass er erst durch den International Booker Prize den gebührenden Ruhm erfahren hatte. Der Satz: Erpenbeck „ist im Ausland berühmter als in Deutschland“, müsste uns zu denken geben.

Erzählt wird die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe zwischen dem mittfünfziger Intellektuellen Hans und Katherina, die gerade erst 19 geworden ist. Ein Mädchen, aber eins, das genau weiß, was es will. Sie begegnen sich Ende der 80er Jahre an einer Bushaltestelle in Ostberlin. Auch wenn sich die Geschichte manchmal verstörend liest, bringt sie unheimlich viel Leben, Einsichten, Schlussfolgerungen, Erkenntnisse über Liebe, Beziehung zwischen zwei Menschen, Mann und Frau, aber auch über die letzten Jahre der DDR. Alles oszilliert zwischen Hass, Gewalt, Obsession aber auch Liebe, Zuwendung und Hoffnung, zwischen Wahrheit (schöne Äußerungen dazu, zum Beispiel das Zitat von Lenin: „Die Wahrheit ist immer konkret“; an anderer Stelle: „Die Wahrheit muss sehr gut gemacht sein, damit man sie glaubt.“) und Lüge, in ihren individuellen Lebensgeschichten sowie in ihrem untergehenden Land. Das Leben passiert nicht einfach so, ohne Willen, ohne Plan, immer steckt eine bestimmte Anstrengung dahinter. Man kann diese Beziehung auf vielen Ebenen lesen, literarisch ist es eine Art Pingpong-Spiel; nicht, dass die junge Frau dem alternden Intellektuellen unterliegt. Mit allen ihren Katastrophen und Wirrungen lebt Katharina ein selbstbestimmtes, reiches Leben, wie sie einmal sagt: ihr Leben, von dem sich manche Frau im Westen eine Scheibe abschneiden könnte. Das ärgert auch vielleicht die westlichen KritikerInnen, dass sie so selbstbewusst und souverän auftritt und dass die DDR nicht als völlig degeneriertes und kaputtes Land dasteht. Zwar trägt die Beziehung der beiden kranke, krankhafte Züge und es wird an mehreren Stellen die Unzufriedenheit und Ratlosigkeit gerade dieser intellektuellen Eliten angesprochen, sie selbst sehen die Mängel und Schwächen des Systems, doch es ist eindeutig kein nur negatives Bild dieser letzten Jahre der DDR. Sie hatten ihr Leben, das war bunt, verrückt, mit vielen Freunden, Begegnungen, manche konnten auch durchaus reisen, es fehlte weder an Geld noch an Ideen. Die sog. Kunstszene verfügte in allen sozialistischen Ländern über mehr Freiheiten, mehr Möglichkeiten und nicht alle mussten dafür mit der Mitarbeit und Unterschrift und Loyalität gegenüber den allseits verhassten Organen bezahlen. Ich weiß, wie ich, während ich das Buch las, dachte, das ist es, da ist jemand, der sich der Überheblichkeit und Arroganz der westlichen Intellektuellen stellt und mutig sagt, ich brauch euch nicht. Sie, die Autorin, und Katharina erschienen mir so autonom, so souverän und brillant. Ihr Leben, denn – seien wir ehrlich – gewisse Parallelen gibt es im Buch schon zu den Leben einiger realer Personen, auch wenn es auf dem Buchumschlag heißt: „Dieser Roman ist ein Werk der Fiktion. Handlungen und handelnden Personen sind erfunden. Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen wären rein zufällig“. Schön, das Leben findet eben im hier und jetzt und in einer konkreten, spezifischen Situation statt.

Die Sache mit der Zeit, der Titel Kairos: ein griechischer Gott des Moments, definiert als „die festgesetzte Zeit im Plan Gottes“. Es gab in der griechischen Kultur drei Götter der Zeit: Chronos, Kairos und Äon. Die Chronologie der Zeit mit Kirchenglocken kommt erst später, früher bestimmen die Ereignisse den Lauf der Zeit. Irgendwann wird Kairos, ähnlich dem Hermes, als Gott der Gelegenheit, des guten Moments, der Schnelligkeit dargestellt. Später, bei den Philosophen, verkörpert er ein intellektuelles Konzept von einer bestimmten Zeit. So ist es in dem Roman, alles geschieht in einem Moment, alles kann sich auch ganz schnell ändern, nichts bewegt sich in festen Bahnen, nichts ist Routine – angefangen von ihren kurzen Eintragungen in dem Kalender, den ihr Hans geschenkt hat, bis hin zu seinen Anmerkungen in einem Brief festhält, dem er den Titel „Notizen für eine Heilige“ gibt. „Katharina irrt durch das Niemandsland in der Zeit“, ihre gemeinsame Zeit ist immer gestohlen, hastig organisiert, vorläufig, spontan.

Für mich, für die ganz am Anfang ihres Lebens in der BRD ein längerer Aufenthalt in Köln stand, ist die Beschreibung von Katharinas Reise zu ihren Verwandten nach Köln wie ein Ausflug in die eigene Vergangenheit; sie weckt bestimmte Erinnerungen, die bei mir immer präsent waren. „Alles in dieser Welt, die Katharina vielleicht nur einmal im Leben zu sehen bekommt, muss angesehen werden, auf den Grund der Freiheit muss sie mit dem Sehen gelangen, und der Grund ist zweifellos hier: „Sexshop“ steht am Eingang zu Unterwelt, im Schaufenster sind Fotos spärlich bekleideter Frauen zu sehen…Wie blind ist sie einen Moment lang, bevor sie ins Sehen hineinstürzt…
Sieht Geschlechtsteile von Männern, aufgerichtete Glieder mit hervortretenden Adern, rosig, hell häutig, braun oder schwarz, mit glänzenden Kuppen, sieht, wie sie steif und prall in Spalten stecken, wie sie in Mündern stecken, wie sie zwischen Brüsten stecken, wie sie von Händen umklammert werden…. Die Freiheit richtet da unten ein Massaker an und macht, dass ihr schlecht wird. Katharina drückt die blickdichte Tür wieder auf und tritt hinaus ins Helle.“

Tja, das mit der Freiheit und der Demokratie ist viel schwieriger als wir alle gedacht haben.

In dem Roman scheinen auch so viele Kultstätten des alten Ostberlin auf; bestimmte Cafés, das Restaurant Ganymed, seine Speisen, seine Kellner und Routinen mit den Gästen, die Theater nebenan oder auch etwas weiter weg, wo auch Katharina arbeitet.

Vielleicht am schwächsten fällt die Beschreibung der gemeinsamen Reise nach Moskau aus, die wie ein Abschied von dieser alten Welt klingt. Sie besuchen weder das Lenin-Mausoleum, noch gehen sie zum Hotel Lux oder dem Metropol, meiden die Lyubyanka (erstaunlich geschrieben: Lubjanka eigentlich) – der Platz und das Gebäude Synonym für den KGB und seine Verhaftungen, Folterungen und Hinrichtungen. Halten aber an den Heroen der sozialistischen Zeit, an dem von Vera Muchina geschaffenen Denkmal „Arbeiter und Kolchosbäuerin“, das „Im Vorspann einer jeden Mosfilm-Produktion“ über die Leinwände flimmert. Dabei fällt ein interessanter Satz: „Nur die Amerikaner sind genauso größenwahnsinnig, …, Amis und Russen sind sich im Grunde genommen zum Verwechseln ähnlich. Und eben auch in ihrer Liebe zum Kitsch.“ Zwar zeigt ihr Hans eher die positiven Seiten, Bauten (die Metro) von Moskau und zitiert Lenin: „Kommunismus, das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“, doch sein Nachdenken darüber, bis zu welchem Punkt die revolutionären Machthaber berechtigt sind, weitere blutige Taten zu begehen, beginnt so: „Welche Sache würde je wieder so groß sein, dass die Opfer wie Täter unter einem Herzschlag vereint? Dass sie sogar aus Tätern Opfer macht und aus Opfern Täter, so lange, bis keiner mehr sagen kann, wer er selbst eigentlich ist? Verhaften und verhaftet werden, schlagen und geschlagen werden, verraten und verraten werden, bis Hoffnung, Selbstlosigkeit, Trauer, Scham, Schuld und Angst in jedem einzelnen Körper unentwirrbar ineinander verbissen sind.“ Er hat Zweifel, ihm kommen immer mehr Fragen, zum Beispiel nach der Lektüre der Protokolle des Schauprozesses gegen Bucharin 1937/38. Trotzdem soll der Aufenthalt in Moskau ein Lichtblick in ihrer Beziehung bedeuten. Erstaunlich für mich die Erkenntnis, dass die Kunst in den Zwischenräumen, in der Reibung entsteht. Was wäre heutzutage die zeitgenössische deutsche Literatur ohne die DDR-Autoren oder die post-DDR-Autoren?

Das Buch endet mit einem Epilog. Nach Hans‘ Tod arbeitet sich Katharina mutig durch die Stasi-Akten der Gauck-Behörde. Sie findet heraus, dass Hans unter dem Decknamen Galilei als IM geführt wurde. „In aller Stille werden hier allen möglichen Bürgern eines Landes, das nicht mehr existiert, die Schädeldecken geöffnet und man darf hineinsehen. … Zu besichtigen ist die Hoffnung, dass es wenigstens unter vier Augen noch eine gemeinsame Sache gäbe“. Und es kommt ein Vorwurf, eine starke Frage, für mich sehr gut nachvollziehbar: „Und warum werden die Seelen der Osthälfte Deutschlands bis in ihre verborgenen Tiefen offengelegt? Warum wurde es nach der Nazizeit in ganz Deutschland nicht genauso gemacht?“ Die Figur von Hans, voller Wiedersprüche, auch wirklich ekelhaften Verhaltensweisen, ist aber zugleich auch sehr menschlich. In den Akten enden die Einträge über und von Hans kurz bevor sie sich kennenlernen. Katharina versteht, dass sie damals ihrerseits unter Beobachtung der Stasi gestanden haben. „Hätte ich damals gewusst, dass ich dein Spiegelbild war… Aber er kann sie weder sehen noch hören, und kann ihr auch keine Antwort mehr geben.“

Agata Koch, “Magnolia” (zapowiedź nr 2)

Zapowiedź numer 2, bo pierwsza już była TU.
Dziś podpisywanie książki (prezentacja we wrześniu)!


Oczywiście w Sprachcafé Polnisch a właściwie, skoro książka po polsku – w Polskiej Kafejce Językowej.
Schulzestr. 1
Stacja S-Bahn Wollankstraße
a potem tuż za rogiem.

Spotkanie odbędzie się w języku polskim, ale oczywiście w razie potrzeby porozmawiamy również po niemiecku.
Das Treffen findet auf Polnisch statt, aber wenn man deutschsprachig ist, werden wir mit ihm natürlich Deutsch reden.


Z książki:

Moja rodzina dzieliła losy wypędzonych zza Buga w 1945 roku, przyjętych łaskawie przez wiejską społeczność Milanowa, wygnańców na Syberię, ofiar Katynia, pracy przymusowej w Niemczech, aresztowań, zabójstw i śmierci. (…) Podobne, powojenne losy i utraty majątków stały się udziałem setek rodzin i rodów zamieszkujących tereny Europy środkowo-wschodniej, które od roku 1939 zmagały się z wojną, a po roku 1944 ze zmianą ustroju politycznego, przesunięciem granic państwowych, czy wysiedleniem, również z terenów dzisiejszej Polski wschodniej. Ile takich posiadłości zostało osieroconych, ograbionych, zniszczonych? Te zniszczenia i ich skutki w niektórych przypadkach widoczne są jeszcze do dziś. Niewielka ich ilość została szczęśliwie odratowana i stanowi dziś w większości własność prywatną. Powstały w nich centra agroturystyczne, luksusowe hotele z salami konferencyjnymi czy też ośrodki odnowy biologicznej. Na obszarze Polski znajduje się obecnie około 2.800 pałaców, z czego 2.000 nadal pozostaje w ruinie. Wypędzeni lub zbiegli przed represjami właściciele majątków i ich potomkowie żyją dziś rozproszeni po całym świecie.

Jednak wbrew pozorom nie jest to książka (tylko) o ciosach od losu – jest to przede wszystkim niezwykła opowieść o raju!

Przybywajcie! Kommet an!

Frauenblick auf…

die Wohnanlage

Monika Wrzosek-Müller

Jeden Morgen ging sie mit dem Hund aus dem Haus und je nach Wetter bog sie links oder rechts ab. War es sehr sonnig und heiß ging sie nach links, da war es vormittags schattig und oft windig. Sie ging dann zwischen kunstvoll angelegten Parkflächen, die eben keine reinen Grasflächen waren; da sind diverse Bodendecker eingepflanzt, manche blühten schon, andere kamen später, auch verschiedene Blumen wie Iris und niedrig wachsende Rosenarten, aber auch Hortensien, Sommerflieder, Lavendelbüsche, verschiedene Arten von Storchenschnabel, Immergrün und vieles mehr. Diejenigen, die länger im Schatten lagen, gediehen eindeutig besser, sie wurden nicht von der Sonne verbrannt. Nach rechts lief sie, wenn im Winter, Frühjahr oder späten Herbst Licht- und Sonnenstunden weniger wurden. Eigentlich war die Bepflanzung ähnlich, wie auf der anderen Seite, die Sonneneinstrahlung setzte aber den Pflanzen oft so stark zu, dass sie manchmal schon in Juni ausgetrocknet und mickrig waren und es viele nackte Stellen gab.

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“Magnolia” Agaty Koch

Agata Koch

(Fragmenty powieści)

“Maria Tarnowska należała do ostatniego pokolenia najwyżej sytuowanej warstwy społecznej, która po zakończeniu drugiej wojny światowej doświadczyła utraty wszystkiego, co do tej pory posiadała: majątku, pozycji, wreszcie miejsca w społeczeństwie polskim. W ostatnim dziesięcioleciu ukazało się na rynku wydawniczym wiele opracowań naukowych dotyczących problematyki ziemiaństwa. Wspomnienia napisane przez przedstawicielkę tej warstwy doskonale uzupełniają obraz ziemiańskiego życia na przełomie XIX i XX w. oraz w okresie międzywojennym.” – pisze historyk, Agnieszka Gątarczyk, w recenzji wspomnień Marii Tarnowskiej.

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Frauenblick auf den Tod einer Schriftstellerin

Liebe Leser:innen: Heute liest die Autorin im Sprachcafé Polnisch

Monika Wrzosek-Müller

Zum Tod von Alice Munro

Erstaunlich, dass ich die Geschichten, die short stories von Alice Munro eigentlich nicht gut kenne und sie nicht verschlungen habe. Einige habe ich doch gelesen und dann aber wieder vergessen; das passiert mir immer öfter, ich lese sogar manches Buch zum zweiten Mal und irgendwo erst nach ein paar Seiten merke ich: ja, dieses Bild, diese Beschreibung, diese Helden habe ich schon früher getroffen. Zugleich ist die Art zu schreiben, wie Alice Munro es tut, gerade das, was ich an Literatur besonders mag; sie steigt direkt in die Geschichte ein, die Handlung nimmt Fahrt auf, man lernt gleich die Betroffenen kennen und ehe wir uns umsehen, ist sie auch schon vorbei. Was bleibt, ist eher ein Gefühl, eine Ahnung von dem Thema, dem sie sich widmet; das nicht offen Ausgesprochene bohrt sich beim Leser weiter einen Weg und zwingt zum wiederholten Nachdenken. Große Sujets spielen eine Rolle: Liebe (eher zerbrochene), Tod, Beziehungen zwischen Geschwistern, zwischen Eltern und Kindern, überhaupt Familien werden unter die Lupe genommen. Die Helden leben meistens in bescheidenen Verhältnissen, unter schwierigen Lebensbedingungen, in Kleinstädten; Generationenkonflikte sind da oft vorprogrammiert. Zur Wahl ihres Genres sagte sie einmal: „Ich hatte schlicht zu wenig Zeit für das Schreiben, keine Zeit für große Würfe“, aber an anderer Stelle merkte sie an: „Was habe ich mich gequält bei Versuchen, einen Roman zu schreiben! Bis ich irgendwann realisiert habe, dass Kurzgeschichte die mir gemäße Form des Schreibens ist.“

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Frauenblick: Paul Auster

Monika Wrzosek-Müller

Mit Paul Austers Tod geht auch ein Stück der Bohemien-Welt von NY von uns. Für mich war er als Schriftsteller, neben Woody Allen, der Inbegriff des New Yorkers. Er gehörte in diese Stadt der Städte, war von ihr fasziniert, liebte sie; alle seine Romane spielen mehr oder minder dort. Er selbst, den ich nur von zahlreichen Fotos kannte, sah für mich sehr leidenschaftlich, sinnlich und interessant aus. E wurde immer als ein sehr angenehmer und höflicher Mensch beschrieben.

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Daniel Chodowiecki: Leben und Taten (Ela i Don Kichot 3)

Wpis, który, tak jak zeszłotygodniowy, zawdzięczam Eli Kargol

Ewa Maria Slaska

Dopiero jak się człowiek dokładnie przyjrzy, to odkryje, że to wcale nie jest Don Kichot napisany przez Miguela Cervantesa, tylko wydany 10 lat później tom kolejnych przygód Smętnego Rycerza i Sancho Brzuchacza, napisany przez niejakiego Alonso Fernandeza de Avellanedę, podrabiacza, który się z powodzeniem podwiózł na powodzeniu oryginału. Cervantesa tak ta historia zezłościła, że w te pędy napisał własny drugi tom, a ten odgrywa znamienitą rolę w dziejach baratarystyki, tam bowiem znajduje się rozdział o tym, jak Sancho Pansa został gubernatorem owej wyspy na lądzie, zwanej Barataria, czyli Oszustwo.

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Frauenblick: Gewalt

Monika Wrzosek-Müller

Sind wir eigentlich dabei, Gewalt abzubauen, oder befinden wir uns in einer Spirale der Gewalt, die immer neue Felder übernimmt?

Ich stellte mir die Fragen nachdem ich das Buch von Anna Raabe Die Möglichkeit von Glück gelesen und den Film von Paola Cortellesi Morgen ist noch ein Tag gesehen habe.

Anna Raabes Buch erzählt von der Generation, die noch in den 80er Jahren in der DDR geboren wurde, dann aber schon nach der Wende, in der erweiterten Bundesrepublik aufgewachsen ist und sich irgendwie keiner der beiden Welten zugehörig fühlte. Ganz offensichtlich knüpft die Autorin an eigene Erfahrungen an; ihr Text ist vielleicht auch ein autofiktionaler Roman, dadurch gewinnt er auch eine tiefe Authentizität und erlaubt uns, den Lesern, die Mäander der Erfahrungen dieser Gruppe zu verstehen. Ihre Protagonistin verbringt die Kindheit noch in den völlig verhärteten DDR-Strukturen; ihre Eltern aktive Parteigenossen, die Mutter vielleicht auch besonders motiviert, ebenso die Großeltern. Die Oma, zu Nazizeiten BDM-Führerin, war dann später, in der DDR, Erzieherin geworden. Der Opa ein getreuer Parteigenosse und Mitarbeiter der Stasi. Stine, die Hauptheldin, kämpft um ihr eigenes, selbstbestimmtes Leben, sie will verstehen, was um sie herum passiert und warum. Doch alles ist gerade im Wandel; für die Kinder hat niemand Zeit; um Antworten muss man sich selbst kümmern.

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