Reblog & Republik

Danke Christine fürs Finden!
Uljana Wolf war Mal vor Jahren eine junge Dichterin bei den Übersetzern Workshops von WIR e.V.
Schon damals war sie eine sehr originelle Erscheinung

REPUBLIK
 
Guten Tag Das haben wir heute für Sie:·       

Buchstaben­salat: Wenn wir Fehler in Texten bewusst einsetzen,
entsteht etwas Neues. In ihrem Essay propagiert die Lyrikerin
Uljana Wolf den Verschreiber als Chance, unsere Gewohnheiten
zu verändern·       

Am Gericht: Statt einen Klienten zu vertreten, sitzt eine
Rechtsanwältin selbst auf der Anklagebank.
Hat sie die Straf­verfolgung behindert?

Mnacamhl snid Bcuhstbean­vredrheer ein dmumes
Msisghcseick. Machnaml snid sie (wie – zuggeeebn 
– hier) sninbfeirete Speilerei. Dcoh machnmal erscahfefn
sloche Vertschauereien nuee Sinn­zusmmaenhnäge, ja
beinhae Poseie. Durch Verhörer, Verschreiber,
Buchstaben­verdreher oder falsche Übersetzungen kann
etwas Neues entstehen: eine Sprache
in der Sprache, poetischer Eigensinn.
Indem wir Fehler zulassen, ändern
wir die Regeln des Spiels.
·       
Wenn Autorinnen mit bewusst eingesetzten
Verhörern, Verschreibern oder falschen
Übersetzungen arbeiten,
passiert etwas mit den Texten.
Als würde man die Worte unscharf
sehen in Bezug auf ihre gesicherte Bedeutung,
aber überscharf in Bezug auf ihre Buchstaben,
ihre Beschaffenheit. Im Zulassen solcher
Verschreiber liegt ein wichtiger Aspekt,
möglicherweise sogar die politische Dimension
des Fehler­lesens, schreibt die deutsche Lyrikerin
und Übersetzerin Uljana Wolf in ihrem Essay.
·       
Für die Anwältin, die sich vor dem Richter
verantworten muss, steht viel auf dem Spiel.
Wird sie verurteilt, droht ihr ein – zumindest
befristetes – Berufsverbot. Der
Vorwurf der Staats­anwaltschaft:
Sie habe sich der versuchten
Begünstigung ihres Klienten strafbar gemacht,
indem sie es den Ermittlungs­behörden erschwert
habe, belastbares Material gegen den
Verdächtigten zu sammeln. Tatsächlich sind
Straf­verteidiger aber verpflichtet, die Interessen ihrer
Klienten zu wahren. Hat die Angeklagte die Grenze
des rechtlich Zulässigen überschritten?

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag. Bis morgen.
Ihre Crew der Republikwww.republik.ch      
 
Essay: Wer Schatten hat, muss für die Spots nicht sorgen
Am Gericht: Eine Verteidigerin als Angeklagte
REPUBLIK
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Sihlhallenstrasse 1
8004 Zürich
Im Web lesen

Das beste Buch letzter Jahre

Ulrike Edschmid, Levys Testament, Suhrkamp 2021

Es beginnt in den 70ern in Berlin, führt über London in den 20ern letztes Jahrhunderts, ab den Nulle geht es immer wieder nach Polen, und dann noch nach Bulgarien. Es ist interessant, gut und schlicht geschrieben. Der Hauptprotagonist hat keinen Namen, er ist Engländer. Man braucht Zeit um plötzlich einzusehen, dass es ein ungewöhnliches Buch ist, dass die Geschichten erzählt, von denen wir am liebsten schweigen.

Immer wieder ist der narrative Strang mit kleinen Nebengeschichten gespickt. Ich zitiere hier einen der letzten Kapitel, der mit dem Hauptthema des Buches nicht zu tun hat, und gerade deshalb einen regelrecht umhaut.

Kapitel 47, Seiten 139-140

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Reblog: Malerinnen!

Vom TIP-Berlin habe ich diese Information erhalten:

Medea Film Factory präsentiert

Die Renaissance der Malerinnen 
~ Sofonisba Anguissola, Lavinia Fontana 
und Artemisia Gentileschi 

von Hilka Sinning

Sie waren Heldinnen in der Kunstwelt des 16. und 17. Jahrhunderts: Vor mehr als 400 Jahren verzauberten die italienischen Malerinnen Sofonisba Anguissola, Lavinia Fontana und Artemisia Gentileschi ihre kunstliebenden Zeitgenossen. Dennoch waren sie für lange Zeit aus dem Gedächtnis der Kunstgeschichte verschwunden. Jetzt erleben die Alten Meisterinnen eine Renaissance: Sie werden in großen Ausstellungen gefeiert.


Selbstportraits – oben: Sofonisba Anguissola
unten: Artemisia Gentileschi

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Frauenblick: Milan Kundera

Monika Wrzosek-Müller

Wir alle haben seinen Roman „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ gelesen, darüber diskutiert und uns ereifert. Das Schicksal, das die Tschechoslowakei mit der gewaltsamen Beendigung des „Prager Frühlings“ erleiden musste, hat uns alle beeinflusst und bewegt. Alle, die aus Polen dann später in die Emigration gingen, aber auch alle, die in ihrem Land gegen den Kommunismus kämpften. Kunderas persönliches Schicksal spiegelte die Zerrissenheit der Menschen in jenen Zeiten in der Heimat und im Exil nur allzu genau wider.

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Mój Kreuzberg

Ewa Maria Slaska

Gedanken über Kreuzberg (1985 – 2023)

Berlin 1985. Ich landete hier als eine politische Emigrantin. Heutzutage nennt man uns Solidarność-Emigranten.

Zuerst eine vorsichtige Erkundung: Ich war doch gegen Kreuzberg als auch gegen Feminismus immun, weil ich aus Polen kam, aus dem Land, in dem Feministinnen wie die Linken ihre tiefste Niederlage erleben mussten. Damals. Ist es jetzt anders?

Nach sechs Monaten fanden wir eine große Wohnung am Chamissoplatz und unsere polnischen bekannten fragten uns, ob wir nicht Angst hätten, weil wir jetzt in Kreuzberg leben müssten, wo so viele Linken, Chaoten und Türken wohnen. Es sei gefährlich.

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KI / AI / SI (Reblog)

Vielen Dank an TJ, der mir diesen Wikipedia-Beitrag zum Lesen vorgeschlagen hat

Mira Murati

Mira Murati (geboren 1988 in Vlora, Albanien) ist eine in den Vereinigten Staaten lebende Ingenieurin. Sie ist Chief Technology Officer von OpenAI, dem Unternehmen, das ChatGPT, einen Chatbot mit künstlicher Intelligenz, sowie Dall-E – ein Computerprogramm, das Bilder aus Textbeschreibungen erstellt – entwickelt. Murati befürwortet eine bessere staatliche Regulierung der künstlichen Intelligenz.[1]

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Jan Buk (2)

Dr Lidia Głuchowska

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FILM: Vernissage: „Hommage à Jan Buck (II): WIR HABEN DEN ORT GESEHEN”

Alte Segeltuchfabrik/Stara płachtowa gótnica,
Cottbus/Chóśebuz
| Chociebuż – 2.06.2023

Wir präsentieren einen Film, der sich auf die Eröffnung der Ausstellung in der ehemaligen Segeltuchfabrik in Cottbus/Chóśebuz | Choćebuz (2.06–27.08.2023) bezieht.

Dieser Teaser/Einblick ist ein Teil vom viel größeren Ganzen – ist keineswegs lediglich eine Dokumentation eines Ereignisses, sondern soll in erster Linie eine Vorstellung vom Forschungsaspekt des Projekts “Hommage à Jan Buck” (2022–2025) vermitteln. Die Anklänge an die „ästhetische Forschung“ werden durch die Aussagen der Künstler:innen vermittelt. Der Bezug zum wissenschaftlichen Teil wird hingegen durch visuelle und textliche Überblenden hergestellt, die sich u.a. auf die Reise der Projektteilnehmer in die Lausitz „Auf den Spuren von Jan Buck“ im Jahr 2022 beziehen.

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Frauenblick. Tu zaszła zmiana.

Monika Wrzosek-Müller

Tu zaszła zmiana [Hier hat sich etwas geändert]

Da ich dieses Thema vorgeschlagen habe, fange ich mit dem Titel einer Erzählung von Maria Dąbrowska aus dem Jahr 1951 an. Der Text war in meiner Schule Pflichtlektüre und erinnere mich dunkel an die Beschreibung eines Blicks aus dem Fenster ihrer Wohnung – dessen, was da alles unten auf der Straße passierte. Sie lebte in Warschau 40 Jahre lang in derselben Wohnung und der Ausblick aus ihrem Fenster diente ihr als eine Art Brennglas, in dem sie die historischen Ereignisse betrachtete, vor allem die in Warschau aber auch in Polen insgesamt, hauptsächlich während des Krieges. War das nicht ein Stück Propaganda, was da nach dem Krieg nicht alles aufgebaut worden war…?

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Salmon Rushdie via live stream

Samstag, 10. September 2023, 16.00 Uhr I Berliner Ensemble – Großes Haus, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin

Salman Rushdie zu Gast beim internationalen literaturfestival berlin

Wir freuen uns, dass Salman Rushdie im Herbst mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird! In der Begründung des Stiftungsrats heißt es:

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