Zagadka – Rätsel – Riddle

kopertaI got that photos some days ago in Berlin. I did know, who made them, where and when? Now I know everything. Try to find all the answers. If you do it, you can get these pics in their original enevelope as a price.

Dostałam te zdjęcia kilka dni temu w Berlinie. W tej właśnie kopercie. Autor nieznany, miejsce nieznane, nieznany rok wykonania. Spróbujcie zgadnąć. Ja już wiem wszystko. W nagrodę, jeśli wyrazi się takie życzenie, mogą być te właśnie foty w tej właśnie kopercie.

Ich habe diese Fotos vor ein paar Tagen in Berlin bekommen, ohne zu wissen, wer sie machte, wo oder wann? Versuch den Ort und die Zeit zu bestimmen. Es ist möglich, es gab Menschen, die es nach dem ersten Foto schon wussten. Ich selber habe schon alles entdeckt. Als Preis kann man diese Images im Original bekommen.

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zagadka18zagadka19zagadka20-21zagadka22A tu odpowiedź (zagadkę rozwiązał na Facebooku Piotr Pawłowski) / Antwort von Piotr Pawłowski via Facebook / Answer: Katowice – czasy mniej więcej współczesne/ +/- heutzutage / apr. recent times.

odpow2 odpow1odpow3Autor: Waldemar Kompała
Dziękuję / Danke / Thanks

Rajecka und andere

Ewa Maria Slaska

Polnische Künstlerinnen von der Teilung Polens bis heute

Im Gegensatz zu vielen anderen Lebensbereichen – wie etwa Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Fabrikarbeit und Handwerk, aber auch Politik, Kultur oder der Einzelhandel – in denen Frauen sehr oft gleichberechtigt mit Männern tätig waren, existierten bis 19. Jahrhundert Bereiche, zu denen den Frauen der Zugang rigoros verwehrt war: dazu gehörten traditioneller Weise die Kirche aber auch die Wissenschaft, Medizin und die bildende Kunst. Der Kunstbetrieb war bis Ende des 19. Jahrhunderts fast ausschließlich eine reine Männerdomäne. Die Möglichkeiten sich dort auszuprobieren oder das Kunst-Handwerk zu erlernen waren für Frauen stark begrenzt und standen im Prinzip nur Ehefrauen und Töchtern der Künstler zur Verfügung. Seltener Frauen aus adeligen Familien. Mitgliedschaften bei Gilden und Akademien waren ebenso begrenzt oder gar unmöglich. Die Ergebnisse der künstlerischen Tätigkeit von Frauen wurden oft dem Mann oder Meister der Künstlerin zugeschrieben. In den Ländern wo Malerei hoch geschätzt wurde – Italien, Niederlande, Spanien – gab es schon in der Renaissance und Barock eine kleine Anzahl von Malerinnen, die sogar internationale Anerkennung bekommen haben wie z.B. Sofonisba Anguissola in Spanien und Italien, Artemisia Gentileschi in Italien oder Maria Sibylla Merian in Deutschland und Holland. Aus Polen ist bis zum 19 Jahrhundert nur eine einzige bildende Künstlerin bekannt, die zudem nicht in Polen sondern in Frankreich tätig war: Anna Rajecka (1762-1832), eine Rokoko-Zeichnerin. Vermutlich eine uneheliche Tochter des letzten polnischen Königs, Stanisław August Poniatowski.

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Murzynka

Eine dem Thema „Polnische Künstlerinnen“ gewidmete Ausstellung 1991 Nationalmuseum in Warschau und die dazu gehörige Publikation erwähnen aber als Pionierin der polnischen Kunst, eine Künstlerin, die fast Hundert Jahre später geboren wurde: Anna Bilińska-Bohdanowiczowa (1857-1893), eine Doktorstochter aus Ostpolen. Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – ein historischer Moment des Bruchs in der bisherigen Tradition, eine Zeit als Frauen das erste Mal in der europäischen Geschichte Kunst studieren durften. Anfangs nur in privaten Schulen bekannter Maler oder als deren Einzelschülerinnen. Allmählich entstanden Frauenkunstschulen und Frauenklassen in renommierten Kunstschulen.1897 hat die erste anerkannte Akademie den Frauen die Tore geöffnet. Es war die Pariser Ecole des Beaux Arts.

Es wurde möglich für eine Frau, Künstlerin zu werden, obwohl es immer noch nicht einfach war. Es brauchte Durchsetzungsvermögen, finanzielle Mittel und Unterstützung der Familie, um dieses Ziel zu erreichen. Auch nach dem Studium war das Leben einer Künstlerin im 19. Jahrhundert nicht leicht. Sie hatte immerzu mit Widerständen zu rechnen und oft leidete sie Armut und Einsamkeit. Dies war auch das Schicksal von Anna Bilińska. Zeitlang lebte sie an der Armutsgrenze, aber sie konnte Künstlerin werden.

Rajecka und Bilińska sind kaum bekannt, selbst in Polen wird sie nicht jeder Kunsthistoriker kennen. Wenn man einen kunstinteressierten Polen fragt, welche Künstlerin die erste in Polen war, werden die meisten Olga Boznańska (1865-1940) nennen, erste, die jedoch besser in Europa als in Polen bekannt war. 1912 bekam sie der französischen Verdienstorden der Ehrenlegion. Eine Impressionistin und später auch Malerin des Jugendstils, Autorin eindrucksvoller Porträts. Polnische Lexika behaupten, dass sie zu den besten Künstlerinnen Europas der Epoche zählte, aber in dem „Künstlerinnen“-Kompendium aus dem Prestel Verlag wird sie nicht erwähnt.
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Ein Name, der weltweit und immer in solchen Auflistungen erwähnt wird, ist Tamara Łempicka (1898-1989). Eine Künstlerin, die merkwürdigerweise in Polen bis in die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts keine Beachtung fand. Bis heute trifft man polnische Kunsthistoriker, die ihre Existenz ignorieren oder sie als „Modezeichnerin“ abtun. In der Tat, wie Rajecka, war Łempicka in Polen nie tätig. Das Zentrum ihres Lebens war Paris. Ihre Gemälde im unverkennbaren Stil zierten Seiten der Hochglanzmagazine, Kalender, Postkarten, sie sind Ikonen der 20er-Jahre. Man zählt sie zum „luxuriösen Art deco“. Sie ist eine Malerin der Moderne und Ikone der modernen Frau.

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1918, am Ende des Ersten Weltkriegs und nach über 120 Jahren Teilung ist Polen wieder unabhängig. Die führende Kunstrichtung des neuen Staates war die traditionelle romantische Kunst, gebunden ans polnische Geschichtsverständnis, polnische Folklore und den polnischen Symbolismus. Klassische Vertreterin der folkloristischen Kunstrichtung ist Zofia Stryjeńska (1891-1976).

In Europa sind die 20er und 30er des 20. Jahrhunderts die Zeit der Avantgarde, die Zeit der Hoffnung, den Träumen von einer Neuen Gesellschaft und darin auch einer Neuen Kunst. Sie sollten frei sein, sowohl die Menschen als auch die Kunst. Die polnische Kunst weist auf einige Künstlerinnen der Avantgarde: Teresa Żarnowerówna (1895-1950), Hanna Rudzka-Cybisowa (1897-1988) und Katarzyna Kobro (1898-1951). Interessant ist aber, dass sie alle zugleich Ehefrauen /Partnerinnen wichtiger Künstler der polnischen Avantgarde gewesen sind. Die polnische Kunsthistorikerin, Dr. Lidia Guchowska, sieht darin ein Zeichen für eine neue Epoche. Sie erkennt die Entstehung des Modells eines Künstlerpaars als kleinster Einheit eines fruchtbaren, effektiven, erfolgreichen Künstlerkollektivs.

Die jüdisch-polnische Grafikerin, Vertreterin des Konstruktivismus, Teresa Żarnowerówna war Partnerin des Künstlers Mieczysław Szczuka. Sie war eine überzeugte Kommunistin, was man in ihrer Kunst gut erkennt. Nicht umsonst war die Avantgarde auch die Kunst des Manifestes und des Plakativen.

cybisowa

Hanna Rudzka-Cybisowa war eine Repräsentantin des Kapismus (auch bekannt als Polnischer Kolorismus). Ziel der Koloristen war eine Änderung des Kunstverständnisses in Polen. Eine malerische Entscheidung des Bildes sollte das Hauptziel des Schaffens ohne Beachtung politischer oder gesellschaftlicher Kontexte sein. Man glaubte an eine „ewige Kunst“und Unabhängigkeit in der Malerei. Der Name Kapismus ist ein interessantes Novum in der Kunstgeschichte, da er die Buchstaben K und P verwendet. Das Kürzel KP steht für das „Pariser Komitee“. Der 1923 von dem Maler Józef Pankiwicz gegründete Verein war ein Hilfskomitee für Kunststudenten, die nach Paris auswandern. Das Komitee entstand als Protest gegen die Linie der nationalen Kunst in Polen. Wie die Künstlerinnen des 19. Jahrhunderts, versprach man sich von Paris etwas, was es in der Heimat nicht gab: die Möglichkeit moderne Malerei auszuüben: Expressionismus, Kubismus, Konstruktivismus – Kunstrichtungen, die offiziell in Polen keine Beachtung fanden. Die Kapisten siedelten nach Paris über, darunter auch Rudzka Cybisowa.

Katarzyna Kobro war eine polnische Bildhauerin deutsch-lettischer und russischer Herkunft; eine naturalisierte Polin. Sie vertrat den Konstruktivismus und revolutionierte die polnische Bildhauerei.

Art deco im Stile von Tamara Łempicka vertraten auch andere, weniger bekannte polnische Malerinnen: darunter Halina Dąbrowska (1898 -?) und Maria Ewa Łunkiewicz-Rogoyska; ihre Kunst thematisierte, wie die von Łempicka, die Menschen der modernen Zeit.

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Die Kunst der polnischen Künstlerinnen nach dem Zweiten Weltkrieg kann man als „ringen“ bezeichnen. Ringen mit verschiedenen Aspekten des modernen Lebens und der Existenz als Künstlerin.

Erstes Beispiel dieses Ringens sieht man in der Kunst von Maria Jaremianka (1908-1958). Sie war bis Ende des 2. Weltkrieges eine Bildhauerin und danach Malerin. Sie malte abstrakte Bilder wobei die abstrakte Malerei im stalinistischen Polen verboten war. Es war die Zeit des Sozialrealismus, die Kunst hatte realistisch zu sein.

Helena Malarewicz-Krajewska (1910-1998) war eine polnische Malerin, eine aktive Verfechterin und Vertreterin des Sozialrealismus. Auch dies kann man als Ringen bezeichnen – Ringen mit der kleinbürgerlichen Kunst. Zum Gunsten der Malerin muss man sagen, dass sie in dieser Kunstrichtung schon vor dem Krieg gearbeitet hat, also in der Zeit als es nicht politisch konform war.

Zwei Grafikerinnen – Maria Hiszpańska-Neumann und Irena Kuran-Bogucka ringten lebenslang mit dem Trauma des Krieges. Egal welche Themen sie unter ihre Meisel nahmen, ist der Krieg direkt oder indirekt in ihrer expressionistischer Graphik präsent.

Auf dem Foto – Graphik von Irena Kuran-Bogucka aus dem Zyklus Barbarische Metopen: Die weinenden Frauen / Graphic von Maria Hiszpańska-Neumann, Unsere Erde

Die berühmtesten Bildhauerinnen dieser Zeit waren /sind Magdalena Abakanowicz (geb.1930) und Alina Szapocznikow (1926-1973). Magdalena Abakanowicz ist wahrscheinlich die berühmteste polnische Künstlerin aller Zeiten. Beide setzen/setzten sich in ihrer Kunst mit dem Körper auseinander. Bei Abakanowicz ist es ein anonymer Körper als nichts bedeutender Bestandteil der Masse, bei Szapocznikow – der kranke Körper, zerstört und vernichtet durch Schmerz, reduziert zu einer Hülle.

Es gab in dieser Künstlerinnengeneration drei, die ausdrücklich mit ihrem weiblichen Dasein ringten. Sie waren die ersten Vertreterinnen einer bewussten weiblichen Perspektive auf die Kunst in Polen.

Es sind Ewa Partum (geb. 1945) – berühmt durch ihr Nacktfoto auf der Straße / Natalia LL (geb. 1937), die sich mit ihrer weiblichen Träumen auseinandersetzt und Maria Pinińska-Bereś (1931-1999), deren weiche, immer in Rosa, Objekte an die weiblichen Körperteile erinnern.

Zum Teil gehört zu dieser Gruppe auch Zofia Kulik (geb. 1947), die vor allem durch ihre Galerie der Gesten des weiblichen Körpers bekannt ist.

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Über die moderne polnische Künstlerinnen nach 1989 kann man vor allem sagen, dass sie im Zeichen der Provokation agieren. Wie diese Präsentation und die Ausstellung bezeugt, weder Nacktheit noch sozial-kritische Hinterfragung des nackten Körpers sind in polnischer Kunst wirklich neue und erschienen viel öfter, als die jüngste und jüngere Generation glaubt.

Sie haben einen neuen Zugang zum Körper entdeckt. Mindestens glaubt Dr. Lidia Głuchowska, dass es ein gemeinsamer Nenner der Kunst dieser Frauen ist. Sie ringen mit dem gesellschaftlich zugeschriebenen Genderbedingten Status des weiblichen und männlichen Körpers, setzen sich mit der Problematik der Homosexualität, des Transvestitismus, der Androgynie auseinander, sprechen sich für Freiheit der Lebensformen jeder Menschen aus.

Alicja Żebrowska *1956
Katarzyna Kozyra *1963
Barbara Konopka *1965
Monika Zielińska *1972
Katarzyna Korzeniecka *1976
Dorota Nieznalska *1973

Joanna Rajkowska *1968 / Julita Wójcik *1971 – zwei Künstlerinnen, die Installationen im öffentlichen Raum erstellen und es mit bürgerlichem Engagement  und für gesellschaftliche Teilhabe tun.

Sowie

Paulina Ołowska *1976, eine Künstlerin die eine referenzgeladenen Stil-Mix verwendet. Bestandteile dieser Mischung ist die Ästhetik von Andy Warhol, Pop Art und sozialistische Kunst. Sie hat sich aber auch mit der nationalen polnischen Kunst der 20er auseinandergesetzt – eine ihrer Ausstellungen ist der Kunst einer schon hier erwähnten Künstlerin – Zofia Stryjeńska – gewidmet. Im Ouevre einer Künstlerin, die fast 100 Jahre vorher tätig war, faszinierten Ołowska Elemente von Art Deco, Slawische Mythologie und Folklore aus dem Tatra Gebirge. Wie die Künstlerin selbst sagt: “Wenn man beginnt die Sachen herum in der Zeit zu bewegen, beginnen sie plötzlich uns anders als vorher anzusprechen.”

Vortrag für Berliner Fraueninitiative Xanthippe gehalten am 20. September 2013 in der Insel Galerie Berlin

Puppendienstag: Leonie

Gertraud Pohl schrieb:

Leonie-kaputt.webLiebe Ewa, diesmal Leonie.

Sie war in blauen Samt gekleidet, als ich sie fand – davon gibt es leider kein Foto – aber darunter war sie zerbrochen.

Auch wenn Kaputtes, fein Verhülltes, einen besonderen Charme hat, gab es dieses Gesichtchen, das nach einer Ernsthaftigkeit verlangte. Und nach Unverwechselbarkeit.

leonie-doppelMein Gedicht für Leonie

Wer gibt dir das Recht, mir den Mut zu nehmen,
Wer dankt dir dafür, meinen Willen zu lähmen,
Verspricht es denn Lorbeer, mich klein zu halten,
mir nicht zu erlauben, mich ganz zu entfalten?
Was heißt da ganz?! Die Knospe erfroren
an “blinden Augen” und “tauben Ohren”.
Verschärfte Einzelhaft – Nutzlosigkeit.
Schau endlich hin! Noch ist es Zeit!

Sehr liebe Grüße
von Gertraud

PS:

Leonie3.webVon dem Löwen will sie sich nicht mehr trennen – daher der Name Leonie.

Liebe Grüsse noch einmal

von Gertraud

Immer Montags: Der polnische Adel… (4)

Wir begannen vor drei Wochen und werden noch ein paar Montage Fragmente eines Texts von Stanislaw K. Kubicki lesen, gespickt mit Anekdoten und Familiengeschichten aus der Welt, die es nicht mehr gibt. Wenn im Text von “Kubicki” aber auch ggf. von “Staś” die Rede ist, gemeint ist der Maler, der Autors Vater war. “Janina” ist wiederum die ältere Schwester des Autors, die Malers Tochter. Und “Kubicka” ist die Mutter, Margarete Kubicka, ebenfalls eine Malerin.

Der Polnische Adel aus dem Blickwinkel eines 1936 10-jährigen deutschen Knirpses

Familie Mycielski (3)

Das Schloß war zwar klein, besaß aber ein dazu unpassend mächtiges Vestibul, das durch beide Stockwerke verlief. Unten ging es nach links in den Eßraum und nach rechts in den Salon, in dem sich abends die Gesellschaft einfand, um Wichtiges und weniger Wichtiges zu beplaudern. Durch diesen Salon erreichte der Graf Wojciech seine Privaträume, bestehend aus einem Bad, einem Schlafraum mit Trainingsgeräten, z. B. einem Trockenruderer, und einem kleinen Vorraum. Das alles befand sich in dem häßlichen Anbau zur Rechten.

Im Vestibul wandt sich eine Treppe bis in den ersten Stock hinauf, wo zur Linken Gastzimmer waren und zur Rechten Kubicki sein Refugium hatte, ein Arbeits- und ein Schlafzimmer. Das Photo von 1995 zeigt – derzeit sozialistisch verkommen – Wojciechs häßlichen Anbau und die Fenster zu Vaters Räumen. Ich schlief im vorderen Gemach.

Unten, ganz rechts, ist noch das Fenster angeschnitten, an das ich – wie später genauer zu berichten sein wird – für den Grafen Wojciech eine Fluchtleiter gestellt hatte.

wydawy--przybudowka-rys-kubickaZeichnug rechts: Die Kubicka hat die Hausecke aus etwas größerer Entfernung gezeichnet, wodurch noch eine Buche mit ins Bild kommt.

wydawy--przybudowka

Hinter dem Vestibul gab es einen Raum, durch den man das Schloß rückseitig verlassen konnte. Hier wurde beispielsweise das Essen warm gehalten, bis die Tafel eröffnet war. Selbstredend lag die Küche – allein schon der Gerüche wegen – außerhalb des Hauses.
Noch in den neunziger Jahren – als ich einmal Wydawy besuchte – erinnerte sich eine ehemalige Bediente, wie Graf Wojciech uns – Józiu und mir – Manieren beizubringen versuchte. Wir saßen beim Essen nebeneinander, und Józiu schubste und knuffte mich ständig, was ich nicht auf mir sitzen lassen wollte. Ich konterte. Es entstand ein Unruheherd am Tisch, bis Graf Wojciech eben jene damals junge Frau in die Bibliothek schickt, um vier Bücher zu holen. Die bekamen wir unter die Achseln geschoben und mußten nun mit angewinkelten Armen essen; die Bücher durften nicht runterfallen. Das half nachhaltig. Unsere Manieren besserten sich ein wenig.


Frühere Bezüge auf diese Erinnerungen befinden sich in den Publikationen von Lidia Głuchowska:

1. Avantgarde und Liebe. Margarete und Stanislaw Kubicki 1910-1945. Gebr.-Mann Verlag. Berlin 2007
2. (Trans)regionalne uniwersum. „Rodzinna Europa” i Paneuropa – arystokracja i awangarda = (Trans)regionales Universum. „Familie Europa” und Paneuropa – Aristokratie und Avantgarde. Pro Libris 2 (31) (2010), S. 6-12.
3. Worek cukru, czyli o awangardzie i nie tylko artystycznych cudach współpracy polsko-niemieckiej = Ein Sack Zucker. Über die Avantgarde und die nicht nur künstlerischen Wunder der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Pro Libris 3 (28) (2009), S. 70-81.

Homer, Odyseja

Co to za historia? Pewna panna jedzie z praniem nad morze i spotyka tam nagiego mężczyznę…

Oczywiście! Odyseja!

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Irena Kuran-Bogucka, Nauzykaa, linoryt z cyklu Odyseja

Odyseja znana jest w Polsce w kilku tłumaczeniach. Pierwszym przekładem była Odyssea Homerowska ku czci Ulissa Laertowicza z Itaki z 1815 roku – Jacka Idziego Przybylskiego. Najpopularniejszy jest chyba do dziś przekład Lucjana Siemieńskiego z roku 1873, ale był jeszcze kilkakrotnie poprawiany przekład Józefa Wittlina z roku 1924 i w końcu tłumaczenie na prozę poetycką Jana Parandowskiego z roku 1953. Czy któraś wersja jest lepsza? Ja wyrastałam z tłumaczeniem Parandowskiego, wydaje mi się więc, że nie ma nic lepszego. A najpiękniejszą historią opowiedzianą w Odysei jest

Pieśń VI. Nauzykaa

Nauzykaa chwyciła bicz i cugle błyszczące, smagnęła muły. Ruszyły z hałasem i bez wytchnienia ciągnęły wóz z bielizną i dziewczyną, a za nim szły służące. Tak przybyły do rzeki o pięknym wód biegu. Były tam zbiorniki zawsze pełne.

Jasna woda płynęła ze skał, było czym zmyć największe brudy. Wyprzęgnięto muły i puszczono nad zakręty rzeki, by się pasły słodką jak miód trawą. Z wozu zdjęto szaty i -zniesiono do wody bijącej z ciemnych źródeł. Dziewczęta weszły do zbiorników i bieliznę ubijały nogami na wyścigi. Skoro z niej wypłukały i zmyły wszystek brud, rozłożyły ją rzędem na wybrzeżu, gdzie morze nieraz występuje na ląd i obmywa kamyki. Zaczem same się wykąpały i szczodrze natarły oliwą, i zasiadły do śniadania na wysokim brzegu rzeki, a tymczasem szatki schły w blasku słońca. Nacieszywszy się jedzeniem, zrzuciły zasłony i bawiły się piłką: białoramienna Nauzykaa prowadziła grę. Jak Artemida łucznica biega po górach, czy to w Tajgecie rozległym, czy w Erymancie, igrając wśród dzików i rączych jeleni, a przy niej skaczą nimfy polne, córki Dzeusa Egidodzierżcy, raduje się sercem Leto na widok córki o głowę przewyższającej towarzyszki – łatwo ją poznać, choć wszystkie są piękne – tak wśród dworek wyróżniała się ta nie znająca więzów panna. A kiedy już pora była jechać z powrotem do domu, zaprzęgać muły i składać bieliznę, wtedy jasnooka Atena pomyślała, by Odys się zbudził i zobaczył piękną dziewczynę, która go zaprowadzi do miasta Feaków.

Właśnie królewna rzuciła piłkę do jednej z dworek, chybiła i piłka wpadła do rzeki – dziewczęta głośno krzyknęły. Zbudził się boski Odys, usiadł. Poruszyły się myśli i serce: – Biada! Do jakiego znów ludu przybyłem? Czy żyje tu plemię zuchwałe, dzikie i niesprawiedliwe, czy gościnne i bogobojne? Jakby mnie doleciał niewieści krzyk dziewcząt, może nimf mieszkających na szczytach gór i w źródłach rzek, i w trawach łąk wilgotnych? Czy są tu gdzieś ludzie mówiący zrozumiałym językiem? Sam się przekonam i zobaczę. To mówiąc wynurzył się z zarośli boski Odys. Silną dłonią urwał gałąź liściastą, by zakryć męski srom swojego ciała. Jak lew, syn gór, ufny w swą moc, idzie w deszcz i wiatr, a ślepia mu płoną, idzie na woły i owce, i leśne jelenie, gotów za głosem brzucha zapuścić się aż do obronnej zagrody, tak Odys, wiedziony koniecznością, zbliżył się do dziewcząt o pięknych warkoczach, mimo że był nagi. Straszny im się wydał, zżarty słonym morzem. W popłochu rozpierzchły się aż po krańce wybrzeża. Tylko córka Alkinoosa została, gdyż Atena wlała w jej serce odwagę i kolanom odjęła lęk. Stała naprzeciw idącego, a on wahał się, czy ma podjąć pięknolicą dziewczynę za kolana, czy tylko z daleka miłym słowem prosić, by go przyodziała i wskazała drogę do miasta. Po namyśle wydało mu się lepsze z daleka prosić gładkimi słowami – bał się rozgniewać dziewczynę, gdyby ją podjął za kolana. I powiedział taką oto gładką i roztropną rzecz: – Do kolan tobie się chylę, pani, czy boginią jesteś, czy śmiertelną. Jeśliś jest z bogów, co władają niebem szerokim, najbliżej wydajesz mi się podobna Artemidzie, córce wielkiego Dzeusa, z urody, wzrostu, postawy. Jeśli zaś jesteś z ludzi mieszkających na ziemi, trzykroć szczęśliwi twój ojciec i czcigodna matka, trzykroć szczęśliwi bracia. Zawsze im serca radością rozgrzewasz, gdy widzą, jak ich latorośl idzie w tan. Lecz z całej duszy najszczęśliwszy ten, kto cię wprowadzi do swojego domu, gdy jego wiano przeważy. Nigdy moje oczy nie widziały takiej urody wśród śmiertelnych ani u męża, ani u niewiasty – zbożny lęk przejmuje, gdy patrzę. Widziałem kiedyś na Delos przy ołtarzu Apollona, młodą palmę wysokopienną – bo i tam zawędrowałem, a szły za mną wielkie tłumy i było to w drodze, na której miały mnie spotkać srogie niedole. Podobnie jak na owo drzewo patrzyłem długo w zdumieniu, albowiem nigdy jeszcze takie z ziemi nie wyrosło, tak ciebie, niewiasto, podziwiam całą duszą i lękam się podjąć za kolana. Ciężkie zmartwienie mnie trapi. Wczoraj, po dwudziestu dniach, wyrwałem się morzu ciemnemu jak wino, a przez cały ten czas niosła mnie fala, i nawałnica od wyspy Ogigii. Teraz rzuciło mnie tutaj bóstwo, może znów na jakąś niedolę, bo nie sądzę, żeby to już był koniec: z pewnością jeszcze niejedno bogowie mają w zanadrzu. Lecz ulituj się, pani! Do ciebie pierwszej przychodzę po tylu mozołach, nie znam nikogo z ludzi, co zamieszkują to miasto i ten kraj. Pokaż mi gród, daj łachman jaki, bym się przyodział – może idąc tutaj wzięłaś zbędne zawijadło. Niechaj bogowie dadzą ci wszystko, czego w sercu zapragniesz: męża i dom, i zgodność uczuć doskonałą. Albowiem nie masz nic lepszego ani bardziej cennego nad dom, w którym mąż i żona są we wszystkim jednej myśli – wielka zgryzota dla zazdrośników, dla życzliwych radość, a dla nich samych szczęście największe.

Odpowiedziała mu białoramienna Nauzykaa: Gościu, nie wyglądasz na złego ani głupiego człowieka, wiesz zatem, że szczęście sam Dzeus Olimpijski ludziom rozdziela, zarówno dobrym, jak złym, każdemu wedle swej woli. To, co dał tobie, trzeba znosić- mimo wszystko. A teraz przybywasz do naszego miasta i kraju. Nie zabraknie tobie u nas odzienia ani innych rzeczy, jakie godzi się dać temu, co wiele doświadczył i zastąpił nam drogę swą prośbą. Gród pokażę i powiem nazwę ludu. Feakowie posiadają to miasto i tę ziemię, ja zaś jestem córką wielkodusznego Alkinoosa, w którego ręku siła i moc Feaków.

I to samo u Siemieńskiego:

Ot! już wzięła wodze,
Biczem klasła w powietrzu. Z turkotem po drodze
Pokłusowały muły, ciągnąc ciężar z panią,
Wżdy nie samą: i dziewki siedziały tuż za nią.
Owoż gdy przyjechały nad brzeg ślicznej rzéki,
Gdzie w cembrzyny kamienne sączą się poniki
Wód nieprzebranych, miejsca dla praczek wygodne,
Prędko muły wyprzęgą i puszczą swobodne
Na paszę w słodką trawę, co z taką rozkoszą
Wyściela brzegi rzeki. Potem z woza znoszą
Bieliznę i po sztuce w ocembrzone wody
Kładą, depcąc nogami piorą na wyprzody.
Wypłukawszy do plamki wszystko jak należy,
Rozpościerają rzędem wzdłuż ciepłych wybrzeży
Nad morzem, kędy fale gładki żwirek ścielą.
Skończywszy, wraz się chłodzą zdroistą kąpielą,
Oliwą maszczą członki, potem na trawniku
Siądą do smacznej strawy, a szatki w wietrzyku
Niech schną tymczasem. Gdy tak spożyły łakotki,
Staną do piłki, z głowy odrzucą namiotki.
Pustującym piosenkę zaśpiewa królewna,
Rzekłbyś, że z Artemidą-łowczynią pokrewna,
Co przez bór Erymantu lub Tajget ugania
Rada, gdy z rąk jej padnie odyniec lub łania;
A nimfy, pól mieszkanki, pod pani swej bokiem
Pustują wkoło; Leto cieszy się widokiem,
Że nad wszystkie celuje wzrostem i obliczém,
I snadno poznać, czym jest w orszaku dziewiczym:
Owo tak rej wśród swoich królewna prowadzi.
Lecz kiedy o powrocie do dom już coś radzi,
Zaprzęga muły, suche już składa odzieże,
Wtedy Pallas-Atene ma sposób się bierze,
By Odysej się zbudził, zobaczył dziewicę
I przez nią był wprowadzon w Feaków stolicę.
Więc ku dziewkom rzucona piłka z rąk Nausyki
Leci, cel swój omija i pada w głąb rzéki,
A one w śmiech i wrzaski. Odys ze snu rwie się,
Usiadł, strwożone serce te myśli mu niesie:
»Biada mi! Do jakichże dostałem się krajów?
Między dzicz nieochajną i kupę hultajów,
Czy też między gościnny lud do cnót nałożon?
A toż co za niewieści wrzask? Niby dziwożon,
Co rade zamieszkują skał wierzchy wyniosłe
I źródła rzek, i łęgi trawami zarosłe.
Blisko gdzieś tu żyć muszą mówiące istoty:
Dalej! Zobaczmyż tedy, skąd one chichoty?«
To powiedziawszy Odys wypełznął na raku
Z gęstwi, silną prawicą z najgrubszego krzaku
Liściastą gałąź udarł, by nią okryć ciało.
I tak sunął jak górski lew, kiedy zuchwało
Dni bowiem tyle rwał mię prąd, a wicher chłostał
Wciąż od wyspy Ogygii, aż z demoniej psoty
Wyrzuconym jest tutaj na nowe kłopoty.
Dużo jeszcze mam cierpieć, dużo z bogów woli!
A choć ty się ulituj! Po długiej niedoli
Ciebie pierwszą spotykam; wszak i duszy żywéj
Nie znam, zamieszkującej ten gród i te niwy.
Wskaż mi drogę do miasta; okryj nagie ciało,
Choćby płachtą z bielizny! i to by się zdało
A bogi cię najmilszą opatrzą nagrodą:
Dadzą-ć męża i domek, przenajświętszą zgodą
Pobłogosławią! Skarb to najcenniejszy w świecie,
Gdy małżonka z małżonką zgodna miłość splecie,
Duch jeden włada domem; wróg na to się krzywi,
Cieszą druhy! A oni nad wszystkich szczęśliwi!«.
Białoramienna panna w te ozwie się słowa:
»Widno, żeś człek niepodły ani miałka głowa.
Darmo! Woli Zeusowej nikt się nie wybiega,
I czy pan, czy chudzina losowi podlega;
Od niego padł i tobie; znoś z pokorą brzemię!
A teraz, kiedyś nogą wstąpił w nasze ziemie,
Okryjem cię, niczego-ć nie będzie brakować,
Co tylko obcy tułacz może potrzebować,
Do miasta wskażę drogę, dam ludu nazwisko:
My, Feaki, tę ziemię zamieszkujem wszystką,
Jam córka Alkinoja, wyższego tu nié ma:
On władzy i potęgi w ręku berło trzyma!»

Und dasselbe auf Deutsch:

Gesang 6.

Und Nausikaa nahm die Geißel und purpurnen Zügel;
Treibend schwang sie die Geißel: und hurtig mit lautem Gepolter
Trabten die Mäuler dahin, und zogen die Wäsch’ und die Jungfrau,
Nicht sie allein, sie wurde von ihren Mägden begleitet.

Als sie nun das Gestade des herrlichen Stromes erreichten,
Wo sich in rinnende Spülen die nimmerversiegende Fülle
Schöner Gewässer ergoss, die schmutzigsten Flecken zu säubern;
Spannten die Jungfraun schnell von des Wagens Deichsel die Mäuler,
Ließen sie an dem Gestade des silberwirbelnden Stromes

Weiden im süßen Klee, und nahmen vom Wagen die Kleidung,
Trugen sie Stück für Stück in der Gruben dunkles Gewässer,
Stampften sie drein mit den Füßen, und eiferten untereinander.
Als sie ihr Zeug nun gewaschen und alle Flecken gereinigt,
Breiteten sie’s in Reihen am warmen Ufer des Meeres,

Wo die Woge den Strand mit glatten Kieseln bespület.
Und nachdem sie gebadet und sich mit Öle gesalbet,
Setzten sie sich zum Mahl am grünen Gestade des Stromes,
Harrend, bis ihre Gewand’ am Strahle der Sonne getrocknet.
Als sich Nausikaa jetzt und die Dirnen mit Speise gesättigt,

Spieleten sie mit dem Ball, und nahmen die Schleier vom Haupte.
Unter den Fröhlichen hob die schöne Fürstin ein Lied an.
Wie die Göttin der Jagd durch Erymanthos’ Gebüsche
Oder Taygetos’ Höhn mit Köcher und Bogen einhergeht,
Und sich ergötzt, die Eber und schnellen Hirsche zu fällen;

Um sie spielen die Nymphen, Bewohnerinnen der Felder,
Töchter des furchtbaren Zeus; und herzlich freuet sich Leto;
Denn vor allen erhebt sie ihr Haupt und herzliches Antlitz,
Und ist leicht zu erkennen im ganzen schönen Gefolge:
Also ragte vor allen die hohe blühende Jungfrau.

Aber da sie nunmehr sich rüstete, wieder zur Heimfahrt
Anzuspannen die Mäuler, und ihre Gewande zu falten;
Da ratschlagete Zeus’ blauäugige Tochter Athene,
Wie Odysseus erwachte, und sähe die liebliche Jungfrau,
Dass sie den Weg ihn führte zur Stadt der phaiakischen Männer.

Und Nausikaa warf den Ball auf eine der Dirnen;
Dieser verfehlte die Dirn’, und fiel in die wirbelnde Tiefe;
Und laut kreischten sie auf. Da erwachte der edle Odysseus,
Sitzend dacht’ er umher im zweifelnden Herzen, und sagte:
Weh mir! zu welchem Volke bin ich nun wieder gekommen?

Sind’s unmenschliche Räuber und sittenlose Barbaren;
Oder Diener der Götter, und Freunde des heiligen Gastrechts?
Eben umtönte mich ein Weibergekreisch, wie der Nymphen,
Welche die steilen Häupter der Felsengebirge bewohnen,
Und die Quellen der Flüsse und grasbewachsenen Täler!

Bin ich hier etwa nahe bei redenden Menschenkindern?
Auf! ich selber will hin, und zusehn, was es bedeute!
Also sprach er, und kroch aus dem Dickicht, der edle Odysseus,
Brach mit der starken Faust sich aus dem dichten Gebüsche
Einen laubigen Zweig, des Mannes Blöße zu decken;

Ging dann einher, wie ein Leu des Gebirgs, voll Kühnheit und Stärke,
Welcher durch Regen und Sturm hinwandelt; die Augen im Haupte
Brennen ihm; furchtbar geht er zu Rindern oder zu Schafen,
Oder zu flüchtigen Hirschen des Waldes; ihn spornet der Hunger
Selbst in verschlossene Höf’, ein kleines Vieh zu erhaschen:

Also ging der Held, in den Kreis schönlockiger Jungfraun
Sich zu mischen, so nackend er war; ihn spornte die Not an.
Furchtbar erschien er den Mädchen, vom Schlamm des Meeres besudelt;
Hiehin und dorthin entflohn sie, und bargen sich hinter die Hügel.
Nur Nausikaa blieb. Ihr hatte Pallas Athene

Mut in die Seele gehaucht, und die Furcht den Gliedern entnommen.
Und sie stand, und erwartete ihn. Da zweifelt’ Odysseus:
Ob er flehend umfasste die Kniee der reizenden Jungfrau,
Oder, so wie er war, von ferne mit schmeichelnden Worten
Bäte, dass sie die Stadt ihm zeigt’, und Kleider ihm schenkte.

Dieser Gedanke schien dem Zweifelnden endlich der beste.
So wie er war, von ferne mit schmeichelnden Worten zu flehen;
Dass ihm das Mädchen nicht zürnte, wenn er die Kniee berührte.
Schmeichelnd begann er sogleich die schlau ersonnenen Worte:
Hohe, dir fleh ich; du seist eine Göttin, oder ein Mädchen!

Bist du eine der Göttinnen, welche den Himmel beherrschen;
Siehe so scheinst du mir der Tochter des großen Kronions
Artemis gleich an Gestalt, an Größe und reizender Bildung!
Bist du eine der Sterblichen, welche die Erde bewohnen;
Dreimal selig dein Vater und deine treffliche Mutter,

Dreimal selig die Brüder! Ihr Herz muss ja immer von hoher
Überschwenglicher Wonne bei deiner Schöne sich heben,
Wenn sie sehn, wie ein solches Gewächs zum Reigen einhergeht!
Aber keiner ermisst die Wonne des seligen Jünglings,
Der, nach großen Geschenken, als Braut nach Hause dich führet!

Denn ich sahe noch nie solch einen sterblichen Menschen,
Weder Mann noch Weib! Mit Staunen erfüllt mich der Anblick!
Ehmals sah ich in Delos, am Altar Phoibos Apollons,
Einen Sprössling der Palme von so erhabenem Wuchse.
Denn auch dorthin kam ich, von vielem Volke begleitet,

Jenes Weges, der mir so vielen Jammer gebracht hat!
Und ich stand auch also vor ihm, und betrachtet’ ihn lange
Staunend; denn solch ein Stamm war nie dem Boden entwachsen.
Also bewundre ich dich, und staun’, und zittre vor Ehrfurcht,
Deine Kniee zu rühren! Doch groß ist mein Elend, o Jungfrau!

Gestern am zwanzigsten Tag entfloh ich dem dunkeln Gewässer;
Denn so lange trieb mich die Flut und die wirbelnden Stürme
Von der ogygischen Insel. Nun warf ein Daimon mich hierher,
Dass ich auch hier noch dulde! Denn noch erwart’ ich des Leidens
Ende nicht; mir ward viel mehr von den Göttern beschieden!

Aber erbarme dich, Hohe! Denn nach unendlicher Trübsal
Fand ich am ersten dich, und kenne der übrigen Menschen
Keinen, welche die Stadt und diese Gefilde bewohnen.
Zeige mich hin zur Stadt, und gib mir ein Stück zur Bedeckung,
Etwa ein Wickeltuch, worin du die Wäsche gebracht hast!

Mögen die Götter dir schenken, so viel dein Herz nur begehret,
Einen Mann und ein Haus, und euch mit seliger Eintracht
Segnen! Denn nichts ist besser und wünschenswerter auf Erden,
Als wenn Mann und Weib, in herzlicher Liebe vereinigt,
Ruhig ihr Haus verwalten: den Feinden ein kränkender Anblick,

Aber Wonne den Freunden; und mehr noch genießen sie selber!
Ihm antwortete drauf die lilienarmige Jungfrau:
Keinem geringen Manne noch törichten gleichst du, o Fremdling.
Aber der Gott des Olympos erteilet selber den Menschen,
Vornehm oder geringe, nach seinem Gefallen ihr Schicksal.

Dieser beschied dir dein Los, und dir geziemt es zu dulden.
Jetzt, da du unserer Stadt und unsern Gefilden dich nahest,
Soll es weder an Kleidung, noch etwas anderm, dir mangeln,
Was unglücklichen Fremden, die Hilfe suchen, gebühret.
Zeigen will ich die Stadt, und des Volkes Namen dir sagen:

Wir Phaiaken bewohnen die Stadt und diese Gefilde.
Aber ich selber bin des hohen Alkinoos’ Tochter,
Dem des phaiakischen Volkes Gewalt und Stärke vertraut ist.

Übersetzung nach J. H. Voß, bearbeitet von E. Gottwein

Przy okazji radzę każdemu, żeby przeczytał powieść: Ernst Schnabel, Pieśń szósta, PIW 1970 / Bei dieser Gelegenheit werde ich vorschlagen, den Roman von Ernst Schnabel, Der sechste Gesang, Frankfurt am Main 1956, zu lesen.

Po grecku / Auf Griechisch: Homer-Odyseja

Reblog: Erich Loest

Was für eine schwarze Serie, zuerst Sławomir Mrożek, vor einer Woche Erich Loest, vorgestern Marcel Reich-Ranicki. Nur einen kannte ich persönlich. Oder andersum: Ich habe ihn kenengelernt: Erich Loest. Er nahm an Eröffnungsfeier des 5. Deutsch-Polnischen Poetendampfers teil, ein Projekt, das Hans Häußler, Sigrid Pohl-Häußler und ich als Vorsitzende des WIRs, Vereins zur Förderung der Deutsch-Polnischen Literatur, organisiert haben.

loestpoetendampferErich Loest und Stettiner Schriftsteller Artur Daniel Liskowacki
Deutsch-Polnischer Poetendampfer, Herbst 1999

Jetzt nahm er sich das Leben. Wir übernehmen einen Nachruf vom “Spiegel” und bedanken uns bei der Redaktion für Erlaubnis.
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/schriftsteller-erich-loest-ist-tot-a-921995.html

spiegelleiste

Autor der deutsch-deutschen Geschichte: Schriftsteller Erich Loest ist tot

Erich LoestVorstellung seines letzten Buches: Autor Erich Loest ist tot

Er gehörte zu den bedeutendsten Autoren Ostdeutschlands: Mehr als 60 Jahre lang schrieb Erich Loest Dutzende Werke, die meisten mit Blick auf DDR, deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Im Alter von 87 Jahren ist der Leipziger gestorben.

Weiter bei Spiegel-online: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/schriftsteller-erich-loest-ist-tot-a-921995.html

Zapraszam / Ich lade ein

Alles am Freitag 20. September in Berlin.

Heute, also am 19. September, gibt es eine Ausstellungseröffnung in der Insel Galerie in der Torstraße 207 in Berlin-Mitte. Es ist schon 206. Ausstellung der Berliner Fraueninitiative Xanthippe, diesmal mit vier Künstlerinnen aus Gdańsk/Danzig und fünf aus Berlin.

Und morgen werde ich dort über polnische Künstlerinnen erzählen. Hier nun ein kleines Happchen von meinem Vortrag:

Im Gegensatz zu vielen anderen Lebensbereichen – wie etwa Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Fabrikarbeit und Handwerk, aber auch Politik, Kultur oder der Einzelhandel – in denen Frauen sehr oft gleichberechtigt mit Männern tätig waren, existierten bis 19. Jahrhundert Bereiche, zu denen den  Frauen der Zugang rigoros verwehrt war: dazu gehörten traditioneller Weise die Kirche aber auch die Wissenschaft, Medizin und die bildende Kunst. Der Kunstbetrieb war bis Ende des 19. Jahrhunderts fast ausschließlich eine reine Männerdomäne. Die Möglichkeiten sich dort auszuprobieren oder das Kunst-Handwerk zu erlernen waren für Frauen stark begrenzt und standen im Prinzip nur Ehefrauen und Töchtern der Künstler zur Verfügung. Seltener Frauen aus adeligen Familien. Mitgliedschaften bei Gilden und Akademien waren ebenso begrenzt oder gar unmöglich. Die Ergebnisse der künstlerischen Tätigkeit von Frauen wurden oft dem Mann oder Meister der Künstlerin zugeschrieben. In den Ländern wo Malerei hoch geschätzt wurde – Italien, Niederlande, Spanien – gab es schon in der Renaissance und Barock eine kleine Anzahl von Malerinnen, die sogar internationale Anerkennung bekommen haben wie z.B. Sofonisba Anguissola in Spanien und Italien, Artemisia Gentileschi in Italien oder Maria Sibylla Merian in Deutschland und Holland. Aus Polen ist bis zum 19 Jahrhundert nur eine einzige bildende Künstlerin bekannt, die zudem nicht in Polen sondern in Frankreich tätig war: Anna Rajecka (1762 – 1832), eine Rokoko-Zeichnerin. Vermutlich eine uneheliche Tochter des letzten polnischen Königs, Stanisław August Poniatowski.

***

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Die Ausstellung von Karsten Hain “Die Schönheit der Blinden”, von der wir ausführlich berichtet haben, als sie im Frühling in Halle präsentiert wurde, kommt jetzt nach Berlin oder – genauer – nach Bernau bei Berlin. Meine Erfahrung sagt mir, dass man Bernau zwar mit der normalen Stadtverkehr erreichen kann, und nicht desto trotz kaum jemand diesen Ort kennt. Und dies ist Schade, weil es ein schönes mittelarteliches Städtchen ist, ein kleiner Bruder von Carcassonne in Frankreich und Paczków in Polen. Also bitte neben einen Besuch bei der Ausstellungseröffnung (oder auch Ausstellung) eine Stadtbesichtigung einzuplanen. Der Autor schreibt auf der Internetseite http://bildbeschreibungen.wordpress.com:

Die Schönheit der Blinden ab 20. September in Bernau

Ihr Lieben,

unsere Ausstellung “Die Schönheit der Blinden” wird im September 2013 in der Galerie Bernau bei Berlin zu sehen sein:

GALERIE BERNAU
Bürgermeisterstraße 4

Dienstag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr
Sonnabend: 10 bis 16 Uhr

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Und noch eine Einladung:
Präsentation der polnischen Ausgabe der Gedichte von Volker Braun (Gleichgewicht – Równowaga) im Buchbund (Neukölln, Sanderstr. 8). Auch um 19:00 Uhr.

Volker Braun, der nach dem Abitur einige Jahre im Bergbau und Tiefbau arbeitete, bevor er an der Universität Leipzig Philosophie studierte, beschäftigt sich mit den Widersprüchen und Hoffnungen in einem sozialistischen Staat. Seit 1960 galt er in der DDR als staatskritisch, und oft gelang es ihm nur unter Einsatz taktischen Geschicks, seine Prosa oder Gedichte zu veröffentlichen. Seine Arbeit umfasst Gedichte, Theaterstücke, Romane und Erzählungen. Von 1965 bis 1967 arbeitete er auf Einladung von Helene Weigel als Dramaturg am Berliner Ensemble. 1982 verließ Braun den Schriftstellerverband der DDR. Seine Werke zeichnen in dieser Zeit zunehmend das Bild eines deprimierenden Lebens in der DDR. Nach der Wiedervereinigung beschäftigte er sich kritisch mit den Gründen für das Scheitern der DDR. Seine gesammelten Werke in zehn Bänden „Texte in zeitlicher Folge“ erschienen in Halle/Saale (1989–1993). Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Volker Braun lebt in Berlin.

Lesung & Gespräch mit Volker Braun.
Moderation Marek Zybura (Willy Brandt Zentrum / Wrocław)

Veranstalter: Das Willy Brandt Zentrum (Wrocław), Deutsch-Polnisches Magazin DIALOG, BuchBund

Eintritt: 5€

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Ausserdem seit gestern ist es Sukkot oder Laubhüttenfest, das bis 25. September dauert.

Es ist ein klassisches Erntenfest. Im 5. Buch Mose heisst es:
„Wenn nicht nur die Getreide-, sondern auch die Weinernte eingebracht ist, sollt ihr sieben Tage lang das Laubhüttenfest feiern. Begeht es als Freudenfest mit euren Söhnen und Töchtern, euren Sklaven und Sklavinnen und mit den Leviten in eurer Stadt, den Fremden, die bei euch leben, den Waisen und Witwen.“ Man geht in die Synagoge mit einem Palmen-, einem Myrten- und einem Weidezweig und einer Zitrone oder sog. etrog.

Also: Alles alles GUTE, meine Lieben! Chag Sukkot Sameach!

Puppendienstag: Fundstücke (Dahlie)

Zwei Mails von Gertraud Pohl:

Liebe Ewa,

wie soll man den Unterschied zwischen sehen und “sehen” erklären? Diese Frage treibt mich schon so lange um – und es schien, als fände ich keine Lösung. Bis die Clownspuppe “Bukfenz” zerbrach. Damit hat sich ein kreativer Quell eröffnet – und nun präsentiere ich dir mein “Meisterstück”. Diese Puppe hat noch keinen Namen – am Sonntag auf dem Mauerpark-Flohmarkt sind wir uns begegnet.

Heute ist Mittwoch – jeden Tag hat sie sich ein wenig mehr “gezeigt”.

Mit sehr herzlichen Grüßen

Gertraud

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Dalia1.webLiebe Ewa, lieber Kristján,

ohne Namen kann es natürlich nicht bleiben, das Fundstück.

Wie von Zauberhand haben die Accessoires sich zusammengefunden: das pinkfarbene Tüchlein, das Netz, das eigentlich zum Einseifen gedacht ist, und die Dahlienblüte. Was lag da näher, als in den Britzer Garten zu fahren zum Fotoshooting.

“Zufällig” lese ich auch gerade ein Buch, das “Die verborgene Sprache der Blumen” heißt – und die Dahlie steht für “Würde”.

So heißt sie nun Dalia nach dem spanischen Wort für Dahlie.

Sehr liebe Grüße

Gertraud

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Immer Montags: Der polnische Adel… (3)

Wir begannen vor zwei Wochen und werden noch ein paar Montage Fragmente eines Texts von Stanislaw K. Kubicki lesen, gespickt mit Anekdoten und Familiengeschichten aus der Welt, die es nicht mehr gibt.

Wenn im Text von “Kubicki” aber auch ggf. von “Staś” die Rede ist, gemeint ist der Maler, der Autors Vater war. “Janina” ist wiederum die ältere Schwester des Autors, die Malers Tochter. Und “Kubicka” ist die Mutter, Margarete Kubicka, ebenfalls eine Malerin.

Der Polnische Adel aus dem Blickwinkel eines 1936 10-jährigen deutschen Knirpses

Familie Mycielski (2)

Auf Wydawy verbrachte ich nun Mitte der Dreißiger etliche meiner Oster-, Sommer- und Oktoberferien. Schwester Janina, – fast 8 Jahre älter und schon eine junge Dame, – vergnügte sich derweil bei der Gräfin Żółtowska, beziehungsweise den Damen Turnow und Slaska, wo sie junge Leute traf, mit denen sie Tennis spielen konnte. Besonders Frau Turnow hatte es Janina angetan, denn auch sie verband – wie die alte Gräfin Mycielska – Leichtigkeit und Natürlichkeit mit einer ausgeprägten Damenhaftigkeit. Sie lebte mit ihrem Mann und den Kindern auf Winnogóra, einem stattlichen Schloß und einem sehr großen Park mit einem See.

Ich – beständig auf Wydawy – fühlte mich dort bald wie zu Hause. Vater zog sich – wenn ich Ferien hatte – mit mir nach dort zurück, und erledigte literarische Arbeiten für den Posener und Gnesener Rundfunk sowie das Posener Theater. Er hatte im Schloß ein festes Refugium.

wydawy-mapaDas Gut liegt unmittelbar südlich der Kleinststadt Poniec und ist von dem Ort nur durch die Bahngleise getrennt. Der Zaun, der das Bahngelände absichert, bedingte, dass man trotz des – Luftlinie gemessenen – kurzen Weges mit der Kutsche vom Bahnhof abgeholt werden mußte. Man fuhr dann etwa 700 m bis zur Straße nach Bojanowo und danach auf der entgegengesetzten Seite des Zaunes wieder zu­rück.

Rechts und links neben der Einfahrt zum Schloß lagen – wie der Karte zu entnehmen – zwei Häuser: Die Küche und das Domizil der Tante Helena Mycielska. Das Schlößchen, mehr eine große Villa, steht zu den beiden Gebäuden quer und schaut mit der Vorderseite auf den Park. Die Rückseite ist dem Hof mit den Stallungen zugewandt. Die Getreidespeicher befanden sich rechter Hand, vor den Obst- und Gemüsegärten. Rechts und links vom Schloß verliefen Wege mit alten Bäumen, wobei der linke sehr bald in den rechten einmündete, der – an einem Teich vorbei – bis zu einem Kleinsthügel führte, in  dem die gräf­lichen Hunde begraben lagen.

wydawy-zamekDas Schlößchen hat zwei Stock­werke, ein sym­pathisches Walm­­­dach und zu beiden Seiten einen häßlichen flachen Anbau, der aber zusätzlichen Wohnraum ein­brachte.

Dauergäste auf Wydawy waren damals der jüngste der Mycielski-Brüder Władysław und seine Familie, bei denen Vater 1934 noch Weihnachten verbracht hatte. Die Familie bestand aus seiner Frau Róża und den Kindern Józef (gerufen Józiu), etwas älter, und Krystyna (gerufen Krysia), etwas jünger als ich.

Alle waren 1935 – kurz vor meinem ersten Aufenthalt – dort eingetroffen. Der ältere Bruder Stanisław hatte sie von ihrem Gut nahe Posen – jeder der drei Brüder besaß demnach ein eigenes Gut – verwiesen. Sie fanden bei dem gutmütigen zweiten Bruder Wojciech auf Wydawy Asyl, vielleicht auch ein Bißchen mit dem Hintergedanken, an den langen Abenden in der langweiligen Gegend nicht so allein zu sein.

Róża hatte offenbar etwas zu anspruchsvoll gelebt und das eigene Gut stärker belastet als erträglich. Stanisław übernahm nun die Verwaltung und Entschuldung, aber eben ohne die Familie – bitte schön. So bewohnte diese jetzt auf Wydawy zwei geräumige Zimmer in dem linken häßlichen Anbau. Zu erreichen waren die Räume durch das Eßzimmer, das drei hohe Fenster zum Park hatte. Hinter diesem Eßzimmer gab es noch einen nur wenig benutzen Raum, eine Art Bibliothek, in dem wir an kühlen Herbsttagen vor dem Kamin saßen, vorn schwitzten und hinten froren.

Die Gräfin Róża war irgendeine Fürstentochter und mit Władek gewissermaßen eine kleine Mesalliance eingegangen, aber eben nur eine kleine, denn die Mycielskis ließen sich angeblich bis über das Jahr 1000 hinaus zurückverfolgen. Różas Jugendzeit muß schon sehr feudal gewesen sein. Sie erzählte zuweilen davon, beispielsweise, dass es vor ihrem Schloß einen See gab, auf dem mehrere, auch mit Bäumen bepflanzte schwimmende Inseln dümpelten. Wenn eine anlandete, mußten die Bediensteten sie wieder zurückstoßen. So habe sich das Panorama ständig verändert.

Róża war polyglott. Immer wieder telephonierte sie mit ihrer Tante, der ehemaligen östereichischen Kaiserin Zita, oder mit ihrem Vetter, dem italienischen König Vittorio Emanuele in Rom. Sie parlierte fließend ita­lienisch, französisch und deutsch. Dennoch bescheinigte ihr meine tiefbürgerliche preußische Mutter einen Dienstmädchencharakter, denn sie lauschte an Türen. Dabei war Róża nur von Natur aus etwas neugierig.

Ich jedenfalls pflegte ihr gegenüber trotz Mutters Urteil nicht die geringsten Vorbehalte. Vielmehr schätzte ich ihre Warmherzigkeit, mit der sie auch mich in die Kinderschar einbezog. Als ich einmal Heimweh bekam, weil die Mutter schon vorzeitig nach Berlin zurückgefahren war, gab sie mir ein paar Groszy für Sahnebonbons, die man in einem Lädchen am Bahnübergang erwerben konnte. Allerdings verminderte sich mein Heimweh dadurch nur wenig, denn ich aß die Dinger für mein Leben gern. Kurz gesagt: ich bekam weitere Groszy. Heute ist mir das fast etwas peinlich, weil ich damit vermutlich der Entschuldung der Familie entgegen gearbeitet habe.

Vor dem Schlößchen gab es eine kleine, besonders gepflegte Anlage mit einem Hauch von Versaille. Das Schlößchen lag minimal erhöht. Davor war die Wagenauffahrt. Aber noch bevor der weitläufige Park begann, gab es eine Komposition mit einigen geschwungenen Rabatten voller Fleißiger Lieschen, umrahmt von wadenhohen kleinen Hecken. Ein Treppchen von vier Stufen führte da hinunter. An schönen Sommertagen saßen dort Władek und Róża, die Sonne genießend, miteinander plaudernd oder lesend, oft Krysia mit Hündchen Finek und ihren Puppen zu ihren Füßen.

Krysia spielte nicht so gerne mit Józiu und mir. Wir waren ihr zu wild. Als wir einmal zu dritt auf den Dachboden des Schlößchens stiegen, scheuchten wir Fledermäuse auf, die wirr um uns herumflatterten. Für Józiu und mich war das lustig und kein Problem. Sein Haupt war praktisch kahl geschoren und meine Haare waren kurz. Krysia aber hatte langes, gelocktes, goldenes Haar, in dem sich einige Fledermäuschen verfingen. Sie kreischte entsprechend laut und nachhaltig. Es gab Vorwürfe, und wir sahen ein, dass Abenteuer besser ohne Mädchen zu bestehen sind.

Józiu war dabei risikofreudiger als ich. Er wollte einmal unbedingt aufs Dach des Schlößchens klettern, was mir etwas zu gefährlich erschien, doch meine Ehre verlangte es, mitzumachen. Gottlob erschien justamente Vater Władek und holte uns mit dem Versprechen herunter, ins städtische Schwimmbad nach Poniec zu gehen.

Oft spielten wir auch mit den Gärtnersjungen und den beiden schwarzen Doggen – Dama und ihrem Sohn Rex – Fußball. Beide Hunde waren ‚mächtig gut’. Dama ließ keinen Ball durchs Tor, Rex gab aber leider den Ball nicht wieder ab, wenn er ihn einmal ergattert hatte.

Ein Vorzugsspielplatz war der modderige Teich am Park, der trotz seiner Kleinheit noch eine Insel besaß, auf die wir unbedingt übersetzen mußten. Entsprechend dreckig kamen wir zurück, und Vater Władek versprach uns, am nächsten Tag in ein nahegelgenes Schwimmbad an einem See zu fahren.

Fortsetzung folgt


Frühere Bezüge auf diese Erinnerungen befinden sich in den Publikationen von Lidia Głuchowska:

1. Avantgarde und Liebe. Margarete und Stanislaw Kubicki 1910-1945. Gebr.-Mann Verlag. Berlin 2007
2. (Trans)regionalne uniwersum. „Rodzinna Europa” i Paneuropa – arystokracja i awangarda = (Trans)regionales Universum. „Familie Europa” und Paneuropa – Aristokratie und Avantgarde. Pro Libris 2 (31) (2010), S. 6-12.
3. Worek cukru, czyli o awangardzie i nie tylko artystycznych cudach współpracy polsko-niemieckiej = Ein Sack Zucker. Über die Avantgarde und die nicht nur künstlerischen Wunder der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Pro Libris 3 (28) (2009), S. 70-81.

Поэзия – Poezja / Okudżawa

Był już u nas z modlitwą Villona, ale w grupie “Fani Bułata Okudżawy” pojawił się ulokowany na Youtubie taki śliczny jesienny filmik ilustrujący “Pożegnanie z Polską”, że po prostu nie mogłam się oprzeć. Piosenka w tej (drugiej) wersji  dedykowana Agnieszce Osieckiej. W sieci piosenka jest tylko po rosyjsku i po polsku.

Anmerkung an meine Deutschen Leser(innen): Das wunderbare Lied “Abschied von Polen” gibt es im Netz nur auf Russisch und Polnisch.

…Я давно очарован Польшей. Почему так случилось — не знаю. Черты национального характера, история и великая польская культура мне близки. Хорошо знаю ее историю — прекрасную, трагичную и героическую. Близки мне поляки — мудрые, остроумные, тонкие, музыкальные…

Булат Окуджава, Прощание с Польшей
Агнешке Осецкой

Мы связаны, Агнешка, давно одной судьбоюВ
прощанье и в прощенье, и в смехе и в слезах:
Когда трубач над Краковом возносится с трубою –
Хватаюсь я за саблю с надеждою в глазах.

Потертые костюмы сидят на нас прилично,
И плачут наши сестры, как Ярославны, вслед,
Когда под крик гармоник уходим мы привычно
Сражаться за свободу в свои семнадцать лет.

Прошу у вас прощенья за раннее прощанье,
За долгое молчанье, за поздние слова…
Нам время подарило большие обещанья,
От них у нас, Агнешка, кружится голова.

Над Краковом убитый трубач трубит бессменно,
Любовь его безмерна, сигнал тревоги чист.
Мы – школьники, Агнешка, и скоро перемена,
И чья-то радиола наигрывает твист.

***

Agnieszka, nas już dawno związała przeszłość jedna,
I śmiech, i łzy pożegnań, i wybaczenia czas:
I dziś, gdy nad Krakowem codzienny słychać hejnał –
Dłonią po szablę sięgam, z nadzieją patrząc nań.

Ubranka ciut przetarte jak ulał na nas leżą,
Jak niegdyś Jarosławny, sióstr naszych słychać płacz,
Gdy przy organków dźwiękach idziemy jak żołnierze,
Aby za wolność oddać swe siedemnaście lat.

Cóż znaczy słowo wolność? I jakie treści niesie?
Czy to, że kupisz bilet i pomkniesz w siną dal?
Czy może to, że nocą powłóczysz się po mieście?
Jest inna, wyższa wolność. Idziemy za nią w ślad.

Kogo weźmiemy z sobą? Odwieczna to zagadka.
Kto będzie komendantem? A ordynansem kto?
Dokąd pójdziemy najpierw? I czyja to kasztanka
Ominie fale nieszczęść, bezpieczny znajdzie ląd?

Wybaczcie, proszę, drodzy, to wczesne pożegnanie,
Milczenia długie lata i późne echa słów…
Obietnic czas już minął i niech tak pozostanie,
Bo mogłyby, Agnieszko, uderzyć nam do głów.

Trafiony strzałą trębacz na wieży gra niezmiennie,
I nad Krakowem płynie hejnału czysty dźwięk.
Agnieszko, nam jak uczniom, ogłoszą zaraz przerwę,
I cudze radio twistem zagłuszy bicie serc.

Tłumaczenie: anonimowa (nawet bez ksywki) autorka z portalu
http://www.portal-pisarski.pl/