Neue Insekten in unserem Essen

po polsku

Ab 23. Januar 2023, also ab morgen, sind neue Insekten in Lebensmitteln zugelassen, schreibt die Zeitschrift FOCUS.
Worauf wir jetzt achten müssen?

edible seasoned fried crickets and worms

(Getty Images/iStockphoto: Die Hausgrille (Acheta domesticus) ist nun in der EU in Form von teilweise entfettetem Pulver als neuartiges Lebensmittel genehmigt.)

Käfer in Nudeln, Grillen in der Pizza: Das ist künftig möglich. Neue EU-Verordnungen genehmigen im Januar zwei neue Formen für Speiseinsekten. Einige ekeln sich, andere loben das Essen der Zukunft.

So mancher denkt direkt ans Dschungelcamp. Die Hausgrille und der Getreideschimmelkäfer dürfen nun in unserem Essen landen – in ganz bestimmter Form. Andere haben gar Sorge, dass ihnen Insekten unbemerkt untergejubelt werden. Die lässt sich ganz einfach nehmen. „Was als neuartiges Lebensmittel zugelassen ist, muss als Zutat auf der Zutatenliste erscheinen“, erklärt Daniela Krehl vom Verbraucherschutz Bayern im Gespräch mit FOCUS online. Die Europäische Union habe die Hausgrille wie andere Insekten vorher intensiv geprüft und hegt „anhand der vorliegenden Studien keine gesundheitlichen Bedenken“.

Krehl ergänzt: „Wir stehen Insekten grundsätzlich positiv gegenüber. Sie liefern viele wichtige Nährstoffe und sind proteinreich.“ Wichtig sei natürlich, dass für Allergiker ein Hinweis zu finden sei. Denn die Hausgrillen seien den Krustentieren sehr ähnlich, die zu den zwölf Hauptallergenen zählen. „Daher wäre es ein großes Problem, wenn es nicht richtig gekennzeichnet ist. Auch wer gegen Hausstaubmilben allergisch ist, sollte vorsichtig sein.“ Die Kennzeichnung ist in den aktuellen Verordnungen geregelt. Die Details dazu und was Sie zu den neu zugelassenen Insekten wissen müssen:

Zur Hausgrille: Was genehmigt die EU-Verordnung 2023/5 genau?

Die neue EU-Verordnung 2023/5 genehmigt teilweise entfettetes Pulver aus Acheta domesticus (Hausgrille) als neuartiges Lebensmittel– für fünf Jahre exklusiv für das Unternehmen Cricket One Co. Ltd (Sitz in Vietnam), das 2019 den Antrag hierzu gestellt hat.

Hier geht’s zur EU-Verordnung 2023/5 .

Die Hausgrille selbst – gefroren, getrocknet oder pulverförmig – ist bereits seit März 2022 zugelassen (Antragsteller: Fair Insects BV, Sitz in Niederlande).

In welchen Produkten kann die Hausgrille stecken?

Die Liste an genehmigten Verwendungen für das Pulver der Hausgrille ist lang. Sie ist zugelassen in

  • Mehrkornbrot und -brötchen,
  • Crackern und Brotstangen,
  • Getreideriegeln,
  • trockenen Vormischungen für Backwaren,
  • Keksen,
  • trockenen gefüllten und ungefüllten Erzeugnissen aus Teigwaren,
  • Soßen,
  • verarbeiteten Kartoffelerzeugnissen,
  • Gerichten auf Basis von Leguminosen und Gemüse,
  • Pizza,
  • Erzeugnissen aus Teigwaren,
  • Molkenpulver,
  • Fleischanalogen,
  • Suppen und Suppenkonzentraten oder -pulver,
  • Snacks auf Maismehlbasis,
  • bierähnlichen Getränken,
  • Schokoladenerzeugnissen,
  • Nüssen und Ölsaaten,
  • Snacks außer Chips sowie
  • Fleischzubereitungen.

Konkrete Produkte lassen sich für beide Speiseinsekten zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht nennen.

Zum Getreideschimmelkäfer: Was genehmigt die EU-Verordnung 2023/58 genau?

Die Larven von Alphitobius diaperinus (Getreideschimmelkäfer) in gefrorener, pastenartiger, getrockneter und pulverisierter Form dürfen zunächst exklusiv für fünf Jahre von der Firma Ynsect NL B. V. (Sitz Niederlande) in den Verkehr gebracht werden.

Konkret heißt es: „Das neuartige Lebensmittel besteht aus ganzem Getreideschimmelkäfer in gefrorener, pastenartiger, getrockneter und pulverisierter Form. Der Begriff ‚Getreideschimmelkäfer‘ bezieht sich auf die Larvenform von Alphitobius diaperinus, einer Insektenart, die zur Familie der Tenebrionidae (Schwarzkäfer) gehört. Die ganzen Getreideschimmelkäfer sind für den menschlichen Verzehr bestimmt, es werden keine Teile entfernt.“

Der Verordnungstext weist zudem darauf hin: „Vor dem Abtöten der Insekten durch eine Hitzebehandlung ist eine Futterkarenz von mindestens 24 Stunden erforderlich, damit die Larven ihren Darminhalt abgeben können.“

Hier geht’s zur EU-Verordnung 2023/58 .

In welchen Produkten kann der Getreideschimmelkäfer stecken?

Das neuartige Lebensmittel kann folgenden Lebensmitteln zugesetzt werden:

  • Getreideriegel,
  • Brot und Brötchen,
  • verarbeitetem Getreide
  • Frühstückscerealien,
  • Porridge,
  • Vormischungen (trocken) für Backwaren,
  • getrockneten Erzeugnisse aus Teigwaren,
  • gefüllten Erzeugnisse aus Teigwaren,
  • Molkenpulver,
  • Suppen,
  • Gerichten auf Getreide-, Teigwarenbasis,
  • Gerichten auf Pizzabasis,
  • Nudeln,
  • Snacks außer Chips.

Wie erkenne ich die neuen Insekten in Produkten im Supermarkt?

Grille: Die Bezeichnung im Zutatenverzeichnis lautet „teilweise entfettetes Pulver aus Acheta domesticus (Hausgrille)“ .

Getreideschimmelkäfer: Die Bezeichnung im Zutatenverzeichnis heißt entweder, „gefrorene Larven/Paste aus Larven von Alphitobius diaperinus (Getreideschimmelkäfer)“ oder „getrocknete Larven/Pulver aus Larven von Alphitobius diaperinus (Getreideschimmelkäfer)“ .

Welche Insekten sind grundsätzlich im Essen erlaubt?

Insekten werden in der EU als neuartige Lebensmittel gesehen. Wollen Unternehmen solche verkaufen, stellen sie einen Novel-Food-Antrag. Die Europäische Kommission unterzieht diesen dann durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) einer intensiven Sicherheitsprüfung.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gelten mehr als 2100 Insektenarten als essbar für den Menschen. Zwei von ihnen sind seit 2021 in der Europäischen Union als Nahrungsmittel zugelassen: der Mehlwurm und die Europäische Wanderheuschrecke. Nun kommen mit den neuen EU-Verordnungen die Hausgrille und der Getreideschimmelkäfer dazu.

Sind die Insekten gesund oder gefährlich?

Wer keine Allergien hat, kann die Insekten laut Verbraucherexpertin Krehl ohne Probleme ausprobieren. Denn sie liefern wertvolle Nährstoffe und Eiweiße. Allergiker dagegen sollten aufmerksam die Zutatenliste studieren.

Der Lebensmittelverband weist darauf hin, dass für beide Speiseinsekten der Hinweis erfolgen müsse, dass „diese Zutat bei Verbraucherinnen und Verbrauchern, die bekanntermaßen gegen Krebstiere und Erzeugnisse daraus sowie gegen Hausstaubmilben allergisch sind, allergische Reaktionen auslösen kann“. Dieser Hinweis muss – wenn auch nicht speziell hervorgehoben – in unmittelbarer Nähe der Zutatenliste angebracht werden. Die Nahrungsmittelfachleute betonen zudem, dass die Speiseinsekten extra gezüchtet werden, also unter kontrollierten Bedingungen mit speziellem Futter aufwachsen.

Ihre proteinreiche Nährstoffzusammensetzung :

  • Die Hausgrille liefert circa 68 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm.
  • Der Getreideschimmelkäfer kommt auf circa 57 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm.

Gefährlich könnte es für manche Menschen beim Bäcker oder im Restaurant werden.

Was ist aktuell problematisch?

Da die neuartigen Zutaten erst in den Markt kommen, haben sie noch nicht alle Allergiker auf dem Schirm. Krehl gibt daher zu bedenken, dass es aktuell bei loser Ware, also etwa Brot oder Brötchen beim Bäcker oder im Restaurant, problematisch sein könnte. Betroffene sollten daher nachfragen. Bäcker oder Gastronomen müssen auch die neu zugelassenen Insektenzutaten ausweisen.

Fazit:

Grundsätzlich gelten Nahrungsmittel mit Insektenanteilen als gesund und gleichzeitig als Essen der Zukunft. Die Verbraucherexpertin Krehl hofft, dass die Entwicklung in diese Richtung weitergeht. „Als protein- und nährstoffreiche Lebensmittel kann ich sie nur empfehlen“, sagt Krehl im Gespräch mit FOCUS online. „Es sind nachhaltige Lebensmittel, die etwa weniger CO2-Ausstoß und weniger Ausscheidungen produzieren.“ Allerdings gibt sie auch zu bedenken, dass noch sehr viele Fragen ungeklärt sind. Dazu zählen beispielsweise Regulation der Insektenfarmen, sodass gesichert ist, dass die hier gezüchteten Tiere nicht in die Umwelt gelangen oder Verordnungen dazu, womit die Grillen oder Heuschrecken gefüttert werden, bevor sie verarbeitet werden.

Surftipps:

9 thoughts on “Neue Insekten in unserem Essen

  1. Co gorsza, to bardzo skomplikowany problem dla wegetarian i wegan, jednak dotychczas makarony i pieczywo wydawały się bezpieczną opcją. Pocieszyło mnie, że chyba możemy jeść czipsy, co nagle dowartościowuje ten pogardzany dotąd i tłusty fastfood, ale niech ktoś mnie poprawi, jeśli się doczytał, że czipsy są też be…

  2. diese entwicklung hat aber auch positive seiten:
    da die gewaltspirale sich weiterhin dynamisch entwickelt,
    droht uns, vielleicht schon in kürzer zeit
    https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearer_Winter
    und die umstellung der ernährung konnte vielleicht ein teil der menscheit retten und der sieg der künstlicher intelligenz ist doch nicht so unvermeidbar wie sich augenblicklich abzeichnet;

  3. Jakoś mi prawie tak trochę niedobrze po przeczytaniu tego wpisu. Moja dość wrażliwa wyobraźnia krzyczy we mnie: “dziekuję, NIE”.
    Czego człowiek to już nie je? Wiemy już o różnych wariantach odżywiania ludzkiego, począwszy od kanibalizmu, poprzez dzisiejszą mięsożerność, wegetarianizm, weganizm itp. itd. Nie wnikam tu w biologiczne, historyczne geograficzne, czy też socjalne faktory, które są podłożem historii ludzkiego odżywiania.
    Insekty były już prezentowane na talerzach milionerów (np. film “Pieski Świat”), no i też w różnych późniejszych dokumentacjach tegoż faktu. A teraz są one propozycją na zdrowe odżywianie, bogate w proteiny i inne przewspaniałe wartości i bogactwa. Są one równocześnie formą ochrony środowiska, a i też klimatu.Coś pięknego i niedrogo! Trudno prawie dyskutować z tymi wszystkimi argumentami. I ani się ważę! Wszystko takie przecież logiczne!
    Czyżby ludzkość, egal co dzieje się wokół niej pozytywnego, czy też i destruktywnego, była tak niezniszczalna, że zawsze “wyjdzie na swoje”? Jak radziecki bohater ze starych kawałów szkolnych; “gniotsja, gniotsja, ale nie łamiotsja”?
    Jestem jednak przekonana, że pozytywna strona takiego odżywiania, która ma już przecież swą tradycję, znajdzie coraz więcej zwolenników.
    Zasługują na mój podziw i respekt. Ale dla mnie nie jest to niestety żadną opcją…

  4. Tu jeszcze taka informacja, ale z niepotwierdzonego źródła: Ludzkie ciało nie może rozkładać chityny (egzoszkieletów owadów i skorupiaków). To toksyna, która się kumuluje. Osoby z alergią na skorupiaki reagują na „dodatek” anafilaksją. Kiedy naukowcy chcą wywołać udar lub zawał serca u szczurów laboratoryjnych, wstrzykują chitynę i tworzy się skrzep. Chityna reaguje z kwasem mlekowym i tworzy skrzepy. Chityna przyspiesza rozwój nowotworów.

  5. W tym komentarzu źródło jest wprawdzie potwierdzone (strona internetowa: Anielskie siostry jasnowidzki), ale i tak niepewne, nie podaję więc innych informacji nt mąki ze świerszczy (podobno właśnie wchodzi na włoskie rynek pierwszy taki makaron), zacytuję tylko uwagę, która niestety jest słuszna: Ci co to wprowadzają sami nie będą tego jeść. Nie szczepili się, nie przestrzegali lock downów ani noszenia masek, nie zjedzą robali, jeżdżą odzutowcami i na spotkaniach jedzą najdroższe mięso i kawior.

  6. Gdybym była na swój sposób zabobonna, zaczęlabym się bać jakiegoś nowego wirusa, bo przecież pierwsze teorie wyjaśniające przyczynę “czysto- rasowej” Corony miały upatrywać źródło w ryneczkach chińskich, nie były to wprawdzie insekty, ale….no!.
    Nie będę się już dalej rozpędzać i obrzydzać tych przyszłych łakoci ich zwolennikom.

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