Errare humanum est…

Michał Talma-Sutt

oder Stalins posthumes Kichern und der Kaiser ist nackt

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Und bald sogar blank. Die im Laufe der Jahre angehäuften Devisenreserven (etwa 640 Milliarden Dollar) könnten schneller verpuffen als gedacht, nachdem die Sanktionen des Westens auch auf die russische Zentralbank ausgedehnt wurden. Schneller sogar als der Morgennebel, von dem Putin in seiner ersten Ansprache an die Nation am 21.02.2022 so poetisch sprach, als er die führende Rolle der Kommunistischen Partei in der zusammenbrechenden UdSSR spurlos verschwinden sah.

Die beiden Reden Putins finden Sie hier. Die erste, nach der Russland die Unabhängigkeit der beiden sogenannten Volksrepubliken in Donbass anerkannte, und die zweite vom 24.02.2021, nach der die Welt, die wir bisher kannten, aufhörte zu existieren. Denn obwohl sie im Großen und Ganzen eine Ansammlung von Unsinn, Lügen und Manipulationen sind, haben sie doch eine historische Bedeutung bekommen. Das ist eine Sache, die Putin gelungen ist: Er schreibt Geschichte. Unrühmlich, aber immerhin.

Allerdings sind ihm viele Dinge nicht gelungen. Oder doch, aber im Gegenteil, je nachdem, von welcher Seite man es betrachtet. Nun, errare humanum est, et Putin erravisse, wie es scheint.

Erstens hat er scheinbar die Schriften von Sun Tzu (544 v. Chr. – 469 v. Chr.), dem legendären chinesischen General und Denker, über die Kunst des Krieges nicht sorgfältig gelesen. “Wenn es in einer Armee Unordnung gibt und kein Vertrauen zwischen Offizieren und Soldaten in ihren Reihen, werden die Führer der Nachbarländer erfolgreich sein.” “Wenn man weder mit der Stärke des Gegners rechnet noch seine eigene Stärke kennt, kann man sich der Niederlage sicher sein.” Für diejenigen, die die Berichte über die Kämpfe in der Ukraine verfolgt haben, mögen die beiden obigen Zitate irgendwie passend klingen, vielleicht sogar prophetisch, hoffentlich.

Seit einigen Tagen liest und hört man von einer mehrere Kilometer langen Kolonne von Kampf- und Transportfahrzeugen der russischen Armee in der Nähe von Kiew. Wie jemand zu Recht schrieb, entpuppt sie sich einfach als ein gigantischer Stau (und aus strategischer Sicht als ein nicht sehr mobiles Ziel). Sun Tzu sagte, es sei gefährlich, lange an einem Ort zu bleiben. Die letzten drei der fünf Umstände, die seiner Meinung nach für den Sieg wichtig sind, lauten:

“Derjenige wird gewinnen, dessen Soldaten durch den Willen zum Sieg geeint sind.”

“Derjenige wird gewinnen, der besonnen ist.”

“Derjenige, dessen Generäle vorbereitet sind, wird gewinnen.”

Heute, und während ich diese Zeilen schreibe, geht der siebte Tag des Krieges langsam vorüber, kann man sagen, dass diese Umstände für die Erben der Roten Armee nicht gerade günstig sind.

Man kann nur “Slava Ukraini” hinzufügen. Ohne jedoch einen Moment zu vergessen, dass dieser Krieg, der Putins Krieg ist, eine große Tragödie bleibt, für unzählige Menschen, für die Familien, die ihre Angehörigen, Eltern, Kinder, Geschwister verlieren.

“Ich will nicht, dass sie mich umbringen, ich will nur, dass es schnell vorbei ist” – das Bild eines weinenden Mädchens, 8 oder 9 Jahre alt, das in einem Keller sitzt, bleibt im Gedächtnis haften. Solche und andere Bilder, und leider wird es wahrscheinlich noch viel mehr geben, sollten wir versuchen, massenhaft in das kontrollierte Internet in Russland zu schmuggeln.

Appellieren wir an das russische Volk: Wollt ihr euch wirklich mit dieser Regierung identifizieren? Wenn Sie die Ukrainer als Ihre brüderliche Nation betrachten, und ich glaube, die meisten von Ihnen denken so, wie können Sie dann akzeptieren, was geschieht? Überwinden Sie Ihre Angst, gehen Sie auf die Straße, protestieren Sie gegen diesen Krieg!!!

Putin lügt Euch an, dies ist keine friedliche Militäroperation!

Es stimmt nicht, dass in der Ukraine eine Nazi-Junta herrscht. Er ist selbst ein nationalistischer Faschist. Putin ist derjenige, der Euch, liebe Russen, als Geiseln genommen hat. Er ist der Diktator, lasst ihn nicht machen, was er macht, es ist Zeit “Putin Niet!” zu sagen. Nur ihr allein könnt ihn aufhalten!

Hätte die Tragödie, die sich jetzt in der Ukraine abspielt, verhindert werden können? Wäre es möglich gewesen, Putin früher zu stoppen, sodass er es gar nicht erst wagen würde, ein anderes Land in Europa anzugreifen? Und das nicht zum ersten Mal, aber nie in diesem Ausmaß. Soweit ich weiß, gehört Georgien eher zu Europa als zu Asien, und die Krim ist offiziell immer noch ukrainisches Gebiet.

Natürlich war es möglich. Garri Kasparow, der Schachgroßmeister und übrigens Putins Gegenkandidat bei den Präsidentschaftswahlen 2008, warnte schon vor 7 Jahren in seinem Buch “Warum wir Putin stoppen müssen” vor dem, was heute passieren würde. Aber so wie Putin Sun Tzu nicht gelesen hat (oder er hat gelesen, nun wahrscheinlich nicht verstanden, wenn doch, dann verkehrt herum), haben die westlichen Politiker Kasparow offenbar gar nicht gelesen.

Aber heute möchte ich nicht über Fragen wie “was wäre, wenn?” diskutieren. Ob es möglich gewesen wäre, oder noch besser, wie es möglich gewesen wäre, hat kürzlich in einem hervorragenden und sehr bitteren Artikel Mykola Rjabtschuk, ukrainischer Politikwissenschaftler, Schriftsteller und Journalist, teilweise beantwortet.

Für solche was-wenn Gedanken ist es jedoch zu spät, denn wie ich bereits erwähnt habe, hat die Welt, wie wir sie kannten, am 24.02.2022 aufgehört zu existieren, auch wenn sich vielleicht nicht jeder dessen bewusst ist. Natürlich nicht im physischen Sinne, obwohl nahezu offene Drohungen und das Schwenken nuklearer Säbel (wie war das mit den Säbeln, Herr Schröder? Behaupten Sie immer noch, dass es die Ukrainer sind, die sie schwenken?) können solche Ängste hervorrufen, durchaus. Vor dem russischen Einmarsch in der Ukraine zeigte die Weltuntergangsuhr 100 Sekunden vor 12 Uhr, und ich fürchte, der Zeiger könnte jetzt noch näher an 12 heranrücken.

Aber keine Panik, das ist nicht meine Absicht, auch wenn Putin das sicher gerne hätte. Umso mehr sollten wir nicht darauf hereinfallen. Außerdem glaube ich nicht, dass die Prozeduren für einen nuklearen Angriff in Russland auf so etwas wie einen elektronischen Autoschlüssel hinauslaufen würden, den Putin für den Fall der Fälle immer in seiner Hosentasche hat. Aber lass uns diese Weltuntergangthematik beenden. Wenn wir nicht mehr sagen sollen, dass die Welt, wie wir sie kannten, aufgehört hat zu existieren, dann hat sie sich zumindest auf den Kopf gestellt, oder sagen wir, plötzlich um 180 Grad gedreht.

Das ist genau das Ding, das Putin gelungen bzw. nicht gelungen ist, je nachdem, wie man es sieht. Exakt, beim politischen Pokerspiel hat er sich schlicht selbst überboten. Aber machen wir uns keine Illusionen. Wäre dies eine Szene aus einem klassischen Western, wäre er der Typ, der erst alle Mitspieler und dann den Barkeeper erschießt, und dann die Bar verlässt. In der nächsten Einstellung sehen wir ein Fahndungsplakat mit seinem Gesicht. Angeblich wird in Den Haag bereits ein solches Plakat vorbereitet.

Mal abgesehen davon, dass Putin zu hören ungefähr so ist, als würde man Hitlers Reden mit einer Zeitmaschine live hören. In der Tat kann man, wenn man sucht, viele Ähnlichkeiten in der Rhetorik finden. Es ist schockierend und archaisch, was er da redet; in den Zwanziger des 21. Jahrhunderts, hundert Jahre nach dem Beginn der politischen Karriere des Nazi-Diktators.

Putins Geschwafel, sein Revisionismus, seine Verzerrung und Mythologisierung der Geschichte sind wirklich bizarr. Putin sieht das moderne Russland als Erbe der UdSSR und sogar des Zarenreichs. Das ist so, als würde Bundeskanzler Scholz heute verkünden, Deutschland eine Fortsetzung des Dritten Reiches sei und Österreich die Schaffung eines gemeinsamen Staates vorschlagen. Russland kann jedoch kaum mit einem Bearbock-Lawrow-Pakt rechnen. Aber wenn man dieser Logik folgt, was für eine Chance für Berlusconi, in die Politik zurückzukehren. Man muss nur erklären, dass Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Ägypten und die Türkei zu Italien gehören, als dem historischen Erben des Römischen Reiches, natürlich mit ihm als Kaiser. Aber was ist mit den Griechen? Nun, sie können zumindest verlangen, dass alle Olympischen Spiele von nun an immer in Athen stattfinden müssen. Erdogan wird sich auf die bulgarischen und rumänischen Territorien stürzen. Johnson wird Indien eine Rückkehr zum Vereinigten Königreich Großbritannien anbieten. Außerdem ist es vielleicht eine echt gute Idee, den Chinesen Afrika abzujagen?

In Putins Stimme klingen übrigens die quasi philosophischen Träumereien von Alexander Dugin an, welcher etwas wie der Rasputin des Kremls ist. Er wünscht sich eine polyzentrische Welt, nicht eine monozentrische. Er meint, dies sei nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion geschehen. In einem Interview für Xportal TV, einem polnischen Portal, das aus seinen neofaschistischen Sympathien keinen Hehl macht, kann man das hören. Herr Dugin, es war genau ein solches polyzentrisches System, das zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führte. Dieser wiederum führte zum Zweiter Weltkrieg, aus welchem ein bipolares System der Kräfte resultierte: kapitalistischer und demokratischer Westen – kommunistischer Osten. Natürlich mag der Zusammenbruch des kommunistischen Blocks den Eindruck erweckt haben, dass eine monozentrische Welt entstanden ist. Vorausgesetzt, man erkennt die EU als einen Vasallenstaat der USA an, was natürlich Unsinn ist. Und man vergisst China.

Was können wir in Putins Reden noch hören? Zunächst einmal fragen wir uns irgendwann: Über welches verdammte Land spricht er? Vor allem, wenn wir Tiraden über Korruption, das Fehlen unabhängiger Gerichte, die Verfolgung von Presse und politischen Gegnern oder über die Diskriminierung der eigenen Bevölkerung, über die Oligarchen, die den Staat bestehlen, hören. Zweifellos handelt es sich dabei um Geschichten über ein Land, das Putin in- und auswendig kennt. Nämlich sein eigenes.

Auch Stalin taucht auf. Putin beklagt nicht, wie viel Elend dieser Tyrann nicht nur über das ukrainische Volk, sondern vor allem über die Russen selbst gebracht hat. Nein, Putin hegt einen Groll gegen Stalin. Darüber, dass er es versäumt hat, seinen Regierungsstil zu formalisieren, die Verfassung nicht geändert und damit die völlig zentralistische Herrschaft der einheitlichen (und somit unteilbaren) UdSSR in ihrer damaligen Form sanktioniert hat. Putin sagte, dies sei ein riesiger Fehler, vielmehr ein gigantischer Fehler. Ein unverzeihlicher Fehler. Niemand habe in Russland an die Zukunft gedacht, beklagt Putin, wie immer, fügt er bitter hinzu. Das ist ihre Schuld. Hätten Stalin oder seine Nachfolger das offiziell in Gesetzen, in der Verfassung und in verschiedenen Paragrafen niedergeschrieben, hätten wir kein Problem gehabt. Keine Ukrainer, Weißrussen oder Georgier hätten unsere historischen Territorien verlassen. Sie hätten kein Recht, dies zu tun.

Natürlich können die baltischen Staaten sehr berechtigte Sorgen haben; auch sie waren Sowjetrepubliken.

Der Tag, an dem Sie diesen Artikel lesen, ist der 69. Todestag Stalins, der aus dem Grabe heraus kichert. Es ist auch der 10. Tag des Putin-Krieges. Natürlich müssen wir hoffen, dass Stalins Kichern am 70. Jahrestag nicht in ein lautes Lachen übergeht.

Aber eines ist sicher: Putin hat einen Fehler gemacht, und zwar einen sehr großen. Er hat sich völlig verrechnet.

So entpuppt sich Wolodymyr Zelenski als hervorragender Politiker und Putin als schlechter Schauspieler. Der heldenhafte Präsident der Ukraine erhält weltweite Unterstützung und wird zu einem echten Staatsmann, während niemand Putin glaubt. Niemand, außer natürlich die Russen, die von der Propaganda verdummt wurden und von denen wir hoffen, dass es in Zukunft immer weniger gibt.

Schließlich reicht es aus, sich ein Foto von Zelenski mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern anzusehen. Lächelnd, glücklich, eine ganz normale Familie. Und jetzt rufen wir uns all die Bilder von Putin in Erinnerung: mit nacktem Oberkörper, auf einem Pferd, mit einer Schrotflinte, als Judo-Meister, als Eishockeyspieler, kurz gesagt, als starker Mann, als Macho ganz sicher. Wen mögen Sie mehr?

Und woanders? Die polnische Regierung liebt plötzlich die Flüchtlinge, obwohl es vor nicht allzu langer Zeit an der Grenze zu Belarus noch ganz anders aussah. Ja, aber das sind jetzt keine dreckigen Araber. Natürlich ist die Unterstützung für Frauen und Kinder (die Männer kehren zurück, um zu kämpfen) aus der Ukraine groß und aufrichtig. Die Polen verstehen sehr gut, wie sich die Ukrainer fühlen müssen.

In Deutschland sagte Bundeskanzler Scholz noch kürzlich, Nord Stream 2 sei ein rein privatwirtschaftliches Projekt. Es stellt sich heraus, dass dies nicht der Fall ist, und es kann gut sein, dass er bald sagen wird, dass Nord Stream 1 ebenfalls stillgelegt wird. Außerdem wird Deutschland doch 2 % für die Verteidigung ausgeben, sogar einen Sonderfonds von 100 Milliarden für die Armee geschaffen. Sie haben jetzt nicht nur die Granaten in die Helme für die Ukrainer gepackt, sondern auch noch moderne tragbare Stinger-Systeme dazu geschickt. Mit anderen Worten: ein völliger Bruch mit dem Prinzip, keine Waffen in die Kriegsgebiete zu schicken. Der deutsche Finanzminister und Vorsitzende der FDP, einer Partei, die immerhin neoliberalen Ideen huldigt, sagt, dies sei nicht die Zeit für business as usual. Der ehemalige Grünen-Chef, Minister und Vizekanzler Robert Habeck sagt, dass wir die Kohle länger nutzen müssen. Und Annalena Baerbock wird plötzlich von allen geliebt, obwohl ihr viele noch vor Kurzem jede Kompetenz als Außenministerin abgesprochen haben.

Ja, die Welt steht auf dem Kopf. Aber es gibt auch Hoffnung. Natürlich ist Putin nicht ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft. Er kann noch viel Böses schaffen. Aber seine Fehleinschätzung könnte sich letztlich für die Welt zum Guten wenden. Wäre die Welt ohne Putin nicht ein besserer und vor allem sicherer Ort? Diese Frage sollte jeder für sich selbst beantworten.

Genauso wie die Russen selbst Putin loswerden müssen, das kann niemand für sie tun. 141 der 181 Staaten in der UN-Vollversammlung haben für die Resolution zur Verurteilung der russischen Aggression gestimmt, während es nur 5 Gegenstimmen und 35 Stimmenthaltungen gab. Vielleicht wird ihnen dadurch klar, dass an Putins Aussage, das Recht und die Wahrheit seien auf der Seite Russlands, etwas nicht stimmt. Und wenn das der Fall sein sollte, warum werden dann russische Sportler von fast allen Wettbewerben ausgeschlossen?

Ikea hat jüngst die Schließung aller seiner Einkaufszentren in Russland angekündigt, und die Liste der Firmen, Banken und Unternehmen, die Russland verlassen, wird immer länger. Bald werden die Russen also keine Ikea-Möbel, Klamotten von HM, iPhones, MacBooks, westliche Autos und die Motorradgang der Nachtwölfe keine Harleys mehr kaufen können. Dann bleibt ihnen nur noch der Wodka zu trinken, den sie in Hülle und Fülle haben werden, weil der Westen nicht mehr davon importieren will. Aber das sollte natürlich nicht ihre Hauptmotivation sein, mit Putins verbrecherischem Regime zu brechen. Die Popularität des russischen Diktators wird dadurch jedoch sicherlich nicht steigen, besonders bei den jüngeren Generationen, und wer weiß, ob nicht auch bei den Nachtwölfen, denn für sie ist ein Mann ohne Harley wie ein Kerl ohne Eiern.

Putin selbst hat eine rote Linie überschritten, eine Linie, an der es kein Zurück mehr gibt, absolut kein. Er hat sich in die Reihe der unrühmlichen Figuren der Geschichte eingeordnet. Für Russland wird es keine Rückkehr zum System Putin geben. Das gilt auch für alle Akteure in diesem Regime, wie Lawrow und andere. Je eher die Russen das begreifen, desto besser für ihr Land. Sie haben aber einen Politiker, der Russland in ein modernes und angesehenes Land verwandeln könnte, das für die Welt wichtig ist, mit einer fantastischen Kultur, voller Farben. Sein Name ist Navalny, und er sitzt im Gefängnis. Aber wissen Sie was? Mandela saß auch im Gefängnis.

Berlin, 2-4.03.2022

3 thoughts on “Errare humanum est…

  1. Znalezione na FB, opublikowane 5 godzin temu:

    Andrzej Saramonowicz

    Mówienie przez wielu, że “zwykli Rosjanie” nie są odpowiedzialni za zbrodnie Putina w Ukrainie, ma być najpewniej dowodem na szlachetność głoszących ten pogląd, ale nie ma nic wspólnego z rzeczywistością.
    Zwykli Rosjanie są winni, niestety, bo to oni dali władzę temu bandycie. Dali mu władzę i przez długie lata byli z niego dumni. Co gorsza, ciągle są. Byli z niego dumni, kiedy mordował Czeczenię w dwóch wojnach, kiedy napadał na Gruzję, kiedy zajmował Krym, kiedy ćwiczył niszczenie Ukrainy w Syrii, kiedy kazął zabijać Litwinienkę, Niemcowa i Politkowską, kiedy uwięził Chodorkowskiego i Nawalnego, kiedy pohukiwał na cały świat, a ten świat bał się mu ostro odpowiedzieć, byli też dumni w setkach innych sytuacji w ciągu ostatnich dwudziestu dwóch lat.
    Dyktatura, która nie jest narzucona z zewnątrz, nigdy nie instaluje się sama. Zawsze ma spore poparcie społeczne. Hitler był emanacją milionów niemieckich hitlerków, szukających odwetu za upokorzenia po pierwszej wojnie. Nie zjawił się znikąd, nie spadł na Niemcy z kosmosu jak Lord Vader. Był solą niemieckiej ziemi z lat 20-30 XX wieku.
    Dziś to samo jest w Rosji. Putin jest uosobieniem rosyjskiej masy, która chce, by się jej bano, która zastraszaniem innych leczy własne kompleksy, i która się szczerze raduje, że jej zbotoksowany führer zabiera ją obecnie na ukraińskie żniwa. Putin jest Rosją, niestety.
    Dlatego dopóki Rosjanie sami nie wytną z ciała własnego państwa tego nowotworu, jakim jest Putin i jego bandycka kamaryla, nie ma ich co żałować. Bo oni z pewnością nie będą nas żałować, kiedy batiuszka wpadnie na pomysł, by po Ukrainie zniszczyć Polskę.
    Miarą szacunku dla narodu jest jego zdolność do samouleczenia. Dopóki Rosjanie tego nie zrobią, na szacunek nie zasługują. Tak samo jaki my, Polacy, nie zasługujemy na szacunek, dopóki nie pozbędziemy się naszych “dyktatorków”, którzy od 2015 roku wiodą nas ku zgubie. Chwilowe polskie “zawieszenie broni” między prozachodnią częścią elit politycznych oraz społeczeństwem otwartym a zamordystami Kaczyńskiego i popierającą ich polską masą, nie zmienia faktu, że są w Polsce “rachunki krzywd, których obca dłoń nie przekreśli”.
    PiS rozpoczął demontaż polskiej demokracji wiele lat temu – na długo przed dojściem do władzy w 2015 roku – kiedy sugerował wspólny zamach polskiego i rosyjskiego rządu na prezydenta Rzeczpospolitej Polskiej. Od tego czasu systematycznie wyrywa nas z kręgu państw cywilizacji zachodniej (tej wyimaginowanej wspólnoty, jak mówił dzisiejszy entuzjasta współpracy z UE Andrzej Duda).
    Jeśli nie chcemy skończyć jak Rosjanie czy Węgrzy, musimy dalej walczyć o przywrócenie pełnej demokracji w Polsce. Niestety, głównym hamulcowym w tym procesie nie jest rosyjski satrapa Władimir Putin, ale Kaczyński, Ziobro, Terlecki, Sasin, Przyłębska, Duda, Morawiecki, Kamiński, Błaszczak, Macierewicz i cała reszta tej nieprzyjemnej czeredki.
    Myśląc o losie Ukrainy, nie zapominajmy o własnym.

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