Vom ICH zum WIR

Christine Ziegler

So lautet oft der Slogan, wenn wir über Solidarität nachdenken. Doch wie geht das überhaupt, wo wir immer weiter um das ICH kämpfen, kämpfen müssen und wollen.

Was weiß ich, ob es stimmt, ich war nicht dabei, aber nein, bin es gerade jetzt doch:
Einstmals gab es ein WIR, doch auch dieses erst, als WIR begriffen, dass wir eine besondere Art Lebewesen sind, die sich nicht mehr so ganz einordnen kann in das Leben an und für sich, dem wir aber doch weiter angehören.

Dann ein ER, SIE, ES? Oder doch als erster Schritt ein ICH? Was machen die Kinder? Wenn sie sprechen lernen, ist es mit ICH noch kompliziert. Und dann kommt auch noch ein DU dazu?  Und DU ist ICH und ICH ist DU?

Und wer darf von ICH sprechen? Weshalb sind Frau, Kind, Knecht, Magd, Vieh und alles was seins ist, erst mal nur Eigentum? Oder gab es ein Dasein ohne Eigentum? Hatten wir dann Personalpronomen?

Was für ein Glück, wenn das ICH bestimmen kann, dass es ein ER ist? Eine SIE ist. Das ES im Kind, ganz kurz ist es MENSCH egal, was mensch ist, dann kommt der Zwang zum ER und SIE. Wieso DAS Mädchen, na ja, alles was seins ist, kann wohl kein SIE sein, erst recht kein ICH. Kein Wunder, dass wir alle um die Selbstbestimmung des Personalpronomens kämpfen. Und staunend lernen, wie viele Personalpronomen es in Wirklichkeit gibt.

Gelingt da ein Weg zurück zum WIR, zur Solidarität? Wo doch auch noch das IHR da ist. Denen ist sowieso nicht zu  trauen. Vielleicht ist dieses Mistrauen erst zu überwinden, wenn es welche gibt, die SIE über uns sagen und uns alle meinen?

 

Could you patent the Sun?

Brigitte von Ungarn-Sternberg

Hat man jemals in den vielen Talkshow Runden zum Thema Covid 19 einen Vertreter der Pharmaindustrie gesehen und gehört? Ich nicht!  Die und nicht nur die Politiker haben eine Verantwortung dahingehend, dass ausreichend Impfstoffe produziert werden für die Menschen auf dem ganzen Globus.

Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit und Humanität, sondern auch in unserem eigenen Interesse. Wenn hier und da und dort die Pandemie nicht bekämpft wird, dann sind das die Gegenden, wo möglicherweise neue Varianten ausgebrütet werden, im schlimmsten Fall solche Viren, die gegen die vorhandenen Impfstoffe resistent geworden sind.

Dr. Jonas Salk hat auf Patentrechte auf den Impfstoff gegen Polio verzichtet. Als der Journalist Edward Murrow ihn 1955 fragte, wer beitzt die Patent-Rechte für den Polio-Impfstoff, antwortete Salk: Well, the people, I would say. There is no patent. This is — could you patent the sun?
Also: Kann man ein Patent auf die Sonne anmelden?

Salk preferred not to have his career as a scientist affected by too much personal attention, as he had always tried to remain independent and private in his research and life, but this proved to be impossible. “Young man, a great tragedy has befallen you—you’ve lost your anonymity”, the television personality Ed Murrow said to Salk shortly after the onslaught of media attention. When Murrow asked him, “Who owns this patent?”, Salk replied, “Well, the people I would say. There is no patent. Could you patent the sun?” The vaccine is calculated to be worth $7 billion had it been patented. However, lawyers from the National Foundation for Infantile Paralysis did look into the possibility of a patent, but ultimately determined that the vaccine was not a patentable invention because of prior art.

Dieser Zitat ist von der WIKIPEDIA auf Englisch. Auf Deutsch gibt es keine so kurze und klare Aussage, daher bleibt es hier auf Englisch zitiert.

Mit der Schluckimpfung, die an allen Schulen in den 50er Jahren durchgeführt worden ist, ist die Kinderlähmung verschwunden.

Ein kleines Stück Zucker beträufelt mit einer roten Flüssigkeit, so erinnere ich mich daran.


PS von Ewa Maria Slaska: Die Polen meinen, es gab einen Polen, der als erster die Impfung gegen Polio entedeckte, Hilary Koprowski (TU po polsku, HIER auf Deutsch, HERE in English), aber der schöne Spruch stammt natürlich von Salk.

Reblog: Man wird sehen

Danke, Joasia! Dziękuję, Joasiu!

Aus der Zen-Schatztruhe:

Ein Bauer hatte ein Pferd, aber eines Tages lief es fort und der Bauer und sein Sohn mussten ihre Felder selbst pflügen. Die Nachbarn sagten: “Was für ein Pech, dass euer Pferd weggelaufen ist!”. Aber der Bauer antwortete: “Man wird sehen”.
Eine Woche später kam das Pferd zum Bauernhof zurück und brachte eine ganze Herde wilder Pferde mit. “So viel Glück!” riefen die Nachbarn, aber der Bauer sagte: “Man wird sehen”.
Kurz danach versuchte der Sohn des Bauern, eines der wilden Pferde zu reiten – aber er wurde abgeworfen und brach sich ein Bein. “Oh, so ein Pech!” Die Nachbarn hatten Mitleid, aber der Bauer sagte wieder: “Man wird sehen”.
Ein paar Tage später zog der Landesherrscher alle jungen Männer in sein Heer ein, um in die Schlacht zu ziehen. Aber den Sohn des Bauern ließen sie wegen seines gebrochenen Beins zu Hause: “Was für ein Glück, daß dein Sohn nicht in die Schlacht ziehen muss!” freuten sich die Nachbarn. Aber der Bauer bemerkte nur: “Man wird sehen”.
Akhal-Teke, Pferderasse aus Asien; man sagt, es ist das schönste Pferd der Welt und es gibt in der ganzen Welt nur 1250 davon. In China wurden sie Engelpferde genannt.

Glück oder Unglück – wer weiß das schon?

eine alte Chinesische Erzählung, Autor unbekannt

Im alten China lebte einst ein armer alter Bauer, dessen einziger Besitz ein wundervoller weißer Hengst war, Selbst der Kaiser träumte davon, dieses Pferd zu besitzen. Er bot dem Alten Säcke voller Gold und Diamanten, doch der Alte schüttelte beharrlich den Kopf und sagte: “Mir fehlt es an nichts. Der Schimmel dient mir seit vielen Jahren und ist mir zum Freund geworden. Und einen Freund verkauft man nicht; nicht für alles Geld der Welt.” Und so zogen die Gesandten des Kaisers unverrichteter Dinge wieder ab.

Die Dorfbewohner lachten über so viel Unvernunft. Wie konnte der Alte bloß wegen eines Pferdes soviel Reichtum und Glück ausschlagen?

Eines Morgens war das Pferd verschwunden. Die Dorfbewohner liefen aufgeregt vor dem leeren Stall zusammen, um das Unglück des alten Bauers zu beklagen. “Sag selbst, Alter, hat sich deine Treue gelohnt? Du könntest ein reicher Mann sein, wenn du nicht so eigensinnig gewesen wärst. Jetzt bist du ärmer als zuvor. Kein Pferd zum Arbeiten und kein Geld zum Leben, Ach, das Unglück hat dich schwer getroffen.”

Der alte Bauer blickte bedächtig in die Runde, nickte nachdenklich und sagte: “Was redet ihr da? Das Pferd steht nicht mehr im Stall, das ist alles, was ich sehe. Vielleicht ist es ein Unglück, vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon so genau?” Tuschelns gingen die Leute auseinander. Der Alte musste durch den Schaden wirr im Kopf geworden sein, anders ließen sich seine Worte nicht erklären.

Einige Tage später, es war ein warmer, sonniger Frühlingstag und das halbe Dorf arbeitete in den Feldern, stürmte der vermisste Schimmel laut wiehernd die Dorfstrasse entlang. Die Sonne glänzte auf seinem Fell, und die Mähne und Schweif flatterten wie feinste Silberfäden im Wind. Es war ein herrlicher Anblick, wie er voller Kraft und Anmut dahergaloppierte.

Doch das war es nicht allein, was die Dörfler erstaunt die Augen aufreißen ließ. Noch mehr Staunen riefen die sechs wilden Stuten hervor, die hinter dem Hengst hertrabten und ihm in die offene Koppel neben dem leeren Stall folgten.

“O du Glücklicher, von den Göttern gesegneter Mann! Jetzt hast du sieben Pferde und bist doch noch zum reichen Mann geworden. Bald wird Nachwuchs deine Weiden füllen. Wer hätte gedacht, dass dir noch einmal soviel Glück beschieden wäre?” riefen sie, während sie dem alten Mann zu seinem unverhofften Reichtum gratulierten.

Der Alte schaute gelassen in die aufgeregte Menge und erwiderte: “Ihr geht zu weit. Sagt einfach: Jetzt hat er sieben Pferde. Ob das Glück oder Unglück bringt, niemand weiß es zu sagen. Wir sehen immer nur Bruchstücke, wie will man da das Ganze beurteilen. Das Leben ist so unendlich vielfältig und überraschend.”

Verständnislos hörten ihm die Leute zu. Die Gelassenheit des Alten war einfach unbegreiflich. Andererseits war er schon immer etwas komisch gewesen. Na ja, sie hatten andere Sorgen.

Der alte Bauer hatte einen einzigen Sohn. In den folgenden Wochen begann er die Wildpferde zu zähmen und einzureiten. Er war ein ungeduldiger, junger Mann,und so setzte er sich schon früh auf eine der wilden Stuten. Dabei stürzte er so unglücklich vom Pferd, dass er sich beide Beine mehrmals brach. Obwohl die Heilerin ihr Bestes tat, war allen klar, dass seine Beine nie wieder ganz gesund werden würden. Für den Rest seines Lebens würde er ein hinkender, behinderter Mann bleiben.

Wieder versammelten sich die Leute vor dem Haus des Alten. “O du armer, alter Mann!” jammerten sie, “nun entpuppt sich dein Glück als großes Unglück, dein einziger Sohn, die Stütze deines Alters, ist nun ein hilfloser Krüppel  und kann dir keine Hilfe mehr sein. Wer wird dich ernähren und die Arbeit tun, wenn du keine Kraft mehr hast? Wie hart muss dir das Schicksal erscheinen, das dir solches Unglück beschert.”

Wieder schaute der Alte in die Runde und antwortete: “Ihr seid vom Urteilen besessen und malt die Welt entweder schwarz oder weiß. Habt ihr noch immer nicht begriffen, dass wir nur Bruchstücke des Lebens wahrnehmen. Das Leben zeigt sich uns nur in winzigen Ausschnitten, doch ihr tut, als könntet ihr das Ganze beurteilen. Tatsache ist, mein Sohn hat beide Beine gebrochen und wird nie wieder so laufen können, wie vorher. Lasst es damit genug sein. Glück oder Unglück, wer weiß das schon.”

Nicht lange danach, brach ein Krieg aus. Das ganze Dorf war von Wehklagen und Trauer erfüllt, denn alle wussten, dass die meisten Männer nicht mehr heimkehren würden.

Wieder einmal liefen die Dorfbewohner vor dem Haus des alten Bauern zusammen: “Wie recht du hattest. Jetzt bringt dein Sohn dir doch noch Glück.”

Der Alte schaute nachdenklich in die verstörten Gesichter der Leute. “Könnte ich euch nur helfen, weiter und tiefer zu sehen, als ihr es bisher vermögt. Wie durch ein Schlüssellloch betrachtet ihr euer Leben, und doch glaubt ihr, das Ganze zu sehen. Niemand von uns weiß, wie sich das große Bild zusammensetzt. Was eben noch ein großes Unglück scheint, mag sich im nächsten Moment in Glück erweisen. Anderseits erweist sich scheinbares Unglück auf längere Sicht oft als Glück und umgekehrt gilt das gleiche. Sagt einfach: Unsere Männer ziehen in den Krieg, und dein Sohn bleibt zu Hause. Was daraus wird, weiß keiner von uns. Und jetzt geht nach Hause, und teilt die Zeit miteinander, die euch bleibt.”

Schwarzes Pferd aus Friesland; auch von dem behauptet man, es sei das schönste in der Welt

Frauenblick: Auf dem Weg

Monika Wrzosek-Müller

Fast hatte ich den Eindruck, wir wären in Berlin eingeschlossen; der angekündigte Radius von 15 Km für die Bewegungsfreiheit ist alles andere als angenehm. In so einer Situationen sucht man sofort nach Ausgleich; den fand ich in einem kleinen Artikel in der italienischen Zeitung La Repubblica: Ein Weg „Kalabria cost to cost“ ist geboren, 55 Km lang, zwischen Dörfern, Städtchen und Natur. Ein „Cammino“, obwohl nicht als Pilgerweg ausgewiesen und gemeint, aber doch mit einem Pass und Abzeichen für die einzelnen Wegabschnitte versehen. Zehn Gemeinden und zwei Provinzen werden auf dem Wanderweg von Soverato nach Pizzo durchquert. Es kann das ganze Jahr über begangen werden. Zwei Jahre lang wurde an den Markierungen gearbeitet.

Der Weg beginnt an den schönen, weißen Stränden der Costa degli Aranci am Ionischen Meer und führt bis zum malerischen Pizzo, der sich auf der anderen Seite über den goldenen Stränden der Costa degli Dei am Tyrrhenischen Meer erhebt. Man durchquert das bergige Gebiet Kalabriens, geht durch schöne antike Dörfer – Petrizzi, San Vito und Monterosso – an weiten Feldern und Weingärten entlang, durch Olivenheine und Wälder mit Kastanien oder uralten Buchen. Auf dem Weg liegt auch ein herrlicher See (Antigola-See) im Preserre-Gebirge, hoch über dem Meer. Es gibt Ausblicke auf die Küsten beider Meere; die Steigungen sind auch manchmal anspruchsvoll. Das alles weit weg von den Touristenrouten, an ursprünglichen Landschaften vorbei.

Das brauchte ich als Ziel, als Vorgabe, weg von der grauen und wirklich verhängnisvollen Wirklichkeit der Pandemie. Träumen von den Landschaften, die ich so sehr liebe und in denen ich immer aufgehe. Ein Weg als Ziel ist immer hilfreich und zukunftsweisend, man kann ihm auch im Traum folgen, in der Vorstellung, ohne zu gehen. Ein Weg führt immer weiter, deswegen ist vielleicht die Vorstellung von einer Mauer, von Eingrenzung so verstörend und einengend. Jede gebaute Mauer versperrt den Weg, grenzt aus, sie sagt: bis dahin und nicht weiter. Zum Glück sind einige Mauern und Absperrungen gescheitert, gefallen oder aufgebrochen worden; in Amerika wird unter dem neuen Präsidenten die Mauer an der amerikanisch-mexikanischen Grenze nicht weitergebaut und die Berliner Mauer ist schon vor Jahren gefallen. Doch den langen Weg, den die Menschen aus dem Osten gegangen sind, sollte man nicht vergessen.

„Man fährt nicht mit dem eigenen Wagen vor das Tor eines Flüchtlingslagers – es ziemt sich nicht, so hatte Carl seinen Vater verstanden. Das war sein Respekt vor dem Vorgang der Flucht, deren Umstände im Ungewissen lagen. Vor allem aber, so sah es Carl, entsprach es seiner Gutgläubigkeit – einem Vertrauen darauf, dass ein bestimmtes (gutes, richtiges) Verhalten eine bestimmte (gute, richtige) Reaktion hervorrufen würde. Und vielleicht hatte er recht damit. Vielleicht brauchte man diese Formen von Demut und Buße, wenn man ein Flüchtling aus dem Osten war. So ungewöhnlich ihr Schritt, so chaotisch und gewagt das Ganze auch aussah, sie wollten es anständig machen. Sie wollten gute Flüchtlinge sein, was Carl das Herz abschnürte. Arme Eltern. Sie würden es niemals schaffen. Sie waren nicht kaltschnäuzig genug, hatten nicht Ellbogen dafür. Sie waren mit schlimmeren Dingen nicht vertraut, waren zu alt, zerbrechlich, verletzlich und schleppten einen großen schwarzen Kasten durch die Gegend.“ (Lutz Seiler, Stern 111, S.40).

Das Buch kreist um die Zeit der Wiedervereinigung und die Probleme, die sie mit sich bringt. Der Held und seine Eltern gehen scheinbar gegensätzliche Wege und doch landen sie alle im vereinten Deutschland. Es gibt Wege, die man immer nach oben geht, wenn auch unter Mühe, und solche, die mehr gradlinig und horizontal verlaufen, dabei nicht so viel Kraft und Mut erfordern, es existieren auch lauter Abstiege, die brauchen auch viel Durchhaltevermögen. Nicht alle haben die Kraft und nötige Ausdauer, den einen, richtigen Weg zu finden, manchmal reicht schon die Suche danach aus. Meine liebste Tante war dadurch nie ansässig geworden. Sie wohnte mal hier, mal da; niemals lange und niemals kümmerte sie, wie die Wohnung denn aussah, in der sie zufällig lebte. Auf jeden Fall nicht nach dem Prinzip: „May home is my castle“.

Die Anzahl der verschiedenen Pilger-, Wanderwege steigt stetig an; etwas treibt die Menschen an, unterwegs zu sein, sich auf den Weg zu machen, vielleicht unterwegs ganz nebenbei sich selbst zu finden. Ich persönlich bin weiterhin auf dem Weg, auch wenn es häufig Baustellen unterwegs gibt.

Dziewuchy Berlin Oświadczenie Stellungnahme Statement

Ruchy emancypacyjne od samego początku cechuje wielka dynamika, emocje i …

Kolejne fale zmieniają i rozwijają feminizm w różnych kierunkach. I to jest jego bogactwem. Czasem niedocenianym. Nie ma bowiem jednego słusznego nurtu feminizmu. Wielość i różnorodność poszerza pole naszej walki o prawa kobiet*, prawa LGBT+, prawa człowieka ogólnie. I nawet różnice ideowe, które tak bardzo obecne są na niemieckiej scenie feministycznej, w polskiej już powoli też, nie muszą stanowić barykady ani dzielącego nas muru. Możemy ze sobą rozmawiać, wymieniać się poglądami, przekonywać (lub nie), uczyć się wzajemnie od siebie. Możemy się też kłócić, jeśli potrafimy radzić sobie z konfliktami. Tego co prawda w tradycyjnych społeczeństwach nie uczono ani w szkole, ani w domu.

Szacunek do herstorii, do kultury, a tym samym do nas samych. 

Ale bardziej nam zależy na wspólnych ważnych działaniach, niż na zajmowaniu się pretensjami osób, które tak haniebnie się zachowały wobec nas. Działamy dalej! Co nas nie zniszczy, to nas wzmocni. Wiele się nauczyłyśmy dzięki temu doświadczeniu, szkoda tylko naszej pracy, z której nas obrabowano, którą straciłyśmy. Na szczęście mamy dużo energii i chęci i będziemy tworzyć, działać i organizować dalej. 

Oświadczenie
W sprawie kanału na Instagramie i Twitterze Dziewuchy Berlin

13.1.2021

Kolektyw Dziewuchy Berlin utworzony został 2 kwietnia 2016 roku, jako berliński oddział ruchu społecznego Dziewuchy Dziewuchom. Najpierw jako grupa na Facebooku, a w stałym składzie działałyśmy od 2017 roku. Przez te 4 lata pracowałyśmy na rzecz praw kobiet* i LGBT+ w Polsce i  Niemczech. Organizowałyśmy różne akcje solidarności, np. artystyczne czy protesty. Brałyśmy udział w niezliczonych debatach i dyskusjach, podpisywałyśmy listy i petycje. Naszym celem było, jest i będzie wspieranie kobiet*, społeczności LGBT+ w walce o prawa zarówno w Polsce, Niemczech i innych krajach.

Dziewuchy Berlin to osoby o różnych poglądach, płci, wieku, profesji – zawsze widziałyśmy to jako wzbogacenie, uzupełnienie i możliwość poznania się i wzajemnej nauki. Łączy nas wspólny cel, drogi mamy zbliżone, czasem wspólne. Jednak różnice są ważne i je doceniamy. Można mieć różne widzenie feminizmu, dyskutować, sprzeczać się i wymieniać argumenty, przekonywać lub nie. Dopóki są to merytoryczne rozmowy o sprawie, a nie awantury na poziomie personalnym, to wszystko jest OK. Feminizm, jego fale i nurty – jak wszystko w życiu – jest zróżnicowany. Różnorodność naszą siłą. Tak przynajmniej myślała część z nas. Niestety nie wszystkie osoby.

W kwietniu coś zaczęło się psuć, nasze drogi zaczęły się rozchodzić w różnych kierunkach. Od października do grudnia, podczas organizowania “Krwawych Tygodni” stało się to jeszcze bardziej zauważalne. W naszą przestrzeń, która miała być bezpieczna, solidarna, przyjazna, wkradły się obelgi, pogarda, brak szacunku i agresywna krytyka na każdym kroku ze strony części grupy. Tej, która już od pewnego czasu działała poza naszym kolektywem i formowała się w nową jakość, korzystając z dorobku, kontaktów i wspólnej pracy Dziewuchy Berlin.
Byłoby uczciwe, gdyby te kilka osób, dla których główny cel Dziewuchy Berlin (czyli działanie na rzecz Polski i Polek), nie jest interesujący, po prostu podziękowały za wspólny czas, kontakty, możliwość zaistnienia w mediach i brania udziału w akcjach na rzecz praw kobiet* w Berlinie, z godnością odeszły i założyły swoją inicjatywę.

Jednak one, te którym ufałyśmy, wybrały inną metodę odejścia i założenia nowej inicjatywy  – najpierw poprzez wywołanie sztucznych konfliktów, szantaży, oskarżeń – by budować coś nowego na cudzym dorobku. Mianowicie: utraciłyśmy dostęp do naszych grupowych kanałów na Instagramie i Twitterze. Po niezwykle chamskim i ohydnym szantażu, osoby te stwierdziły, że odchodzą z grupy i zabierają ze sobą te 2 kanały social media, bo im się to należy (!). Zmieniono hasła, maile i numery telefonów. Usunięto wszystkie grafiki i zdjęcia z ostatnich kilku lat, które wstawiałyśmy lub były na nich inne członkinie. Oczywiście, nasze kanały uzyskały ogromną ilość obserwujących po “Krwawych Tygodniach” i stały się “smakowitym kąskiem”. Po zmianie haseł, wyrzuceniu naszego grupowego dorobku Dziewuchowego do kosza, przyszedł czas na zmianę nazwy tych kont. Czyli dokonania Dziewuchy Berlin zostały wymazane z przestrzeni Instagrama i Twittera.

Ponadto przywłaszczono część wspólnych funduszy, zebrane podczas zrzutek. Zawłaszczono część wspólnych transparentów. To wszystko jest własnością Dziewuchy Berlin. Nie pojedynczej osoby czy dwóch, bo mają taką chęć.

Dla tych osób feminizm to tylko hasła na transparentach. To tylko mikrofon, scena i okrzyki. A przecież feminizm to także wspólne działania i wzajemne traktowanie się z szacunkiem. Jego brak, przemoc słowna, hipokryzja, kłamstwa i tak nikczemne “zabieranie” wspólnej własności nie było, nie jest i nie będzie częścią filozofii ani metodologii działania Dziewuchy Berlin.

Czujemy się (bo jesteśmy) okradzione. Bo tak się stało. Najbardziej z poczucia godności i tego, że zaufałyśmy. Był to błąd. Czegoś takiego się nie spodziewałyśmy. My działać będziemy nadal, oczywiście, choć obrabowane z naszej własności, części naszej pracy, w którą włożyłyśmy wiele czasu i energii.

Na pewno pojawią się na nasz temat pomówienia i oszczerstwa ze strony osób, które odeszły. Tych wszystkich, którzy chcą poznać naszą wersję lub dowiedzieć się jak było naprawdę – zapraszamy do kontaktu.

Aktualnie próbujemy odzyskać dostęp do konta na Instagramie “Dziewuchy Berlin” oraz na Twitterze DziewuchyBerlin @DziewuchyBLN
Nie poddamy się bez walki!

Dziewuchy Berlin
www.dziewuchyberlin.org 


Statement
Regarding the Instagram and Twitter accounts of Dziewuchy Berlin

13.1.2021

The collective Dziewuchy Berlin was formed on April 2, 2016, as the Berlin branch of the Polish feminist movement Dziewuchy Dziewuchom. First as a Facebook group, and since 2017 we were active in a permanent line-up. During these 4 years we worked for women*s and LGBT+ rights in Poland and Germany. We organized various solidarity actions, demonstrations, artistic actions. We took part in countless debates and discussions, signed letters and petitions. Our goal was, is and will be to support women* and the LGBT+ community in the fight for rights in Poland, Germany and other countries.

Dziewuchy Berlin are people of different views, gender, age, profession – we’ve always seen it as an enrichment, complement and opportunity to get to know and learn from each other. We share a common goal, our paths are similar, sometimes common. However, differences are important and we appreciate them. We can have different views on feminism, discuss, argue and exchange arguments, be convinced or not. As long as they are substantive discussions about the issue, and not brawls on a personal level, then everything is OK. Feminism, its waves and currents – as everything in life – is diverse. Diversity is our strength. At least that’s what some of us thought. Unfortunately, not all of us. 

In April something started to break, our paths started to diverge in different directions. From October to December, while organizing “Bloody Weeks” it became even more noticeable. Into our space, which was supposed to be safe, supportive, friendly; crept insults, contempt, disrespect and aggressive criticism at every turn from a part of the group. The one that had been operating outside our collective for some time and was forming itself into a new initative, using the achievements, contacts and joint work of Dziewuchy Berlin.

It would be fair if those few people for whom the main aim of Dziewuchy Berlin (i.e. solidarity with Poland and Polish women*) is not interesting, simply thanked for their time in the group, for the contacts, possibility of appearing in the media and taking part in actions for women’s rights* in Berlin, left with dignity. 

But they, the ones we trusted, chose a different method of leaving and founding a new initiative – first by creating artificial conflicts, blackmail, accusations – in order to build something new on someone else’s achievements. Namely: we lost access to our group feeds on Instagram and Twitter. After extremely rude and obnoxious blackmail, these people stated that they were leaving the group and taking these 2 social media channels with them, because they were entitled to it (!). Passwords, emails and phone numbers were changed. All graphics and photos from the past few years that we had inserted or other members were on were removed. Of course, our channels gained a huge amount of followers after “Bloody Weeks” and became a “tasty morsel”. After changing the passwords, throwing our group Dziewuchy achievements in the trash, it was time to rename these accounts. That is, the achievements of Dziewuchy Berlin were erased from the Instagram and Twitter space. 

In addition, some of the collective funds, raised during the airdrops, were appropriated. Some of the shared banners were appropriated. All of this is the property of Dziewuchy Berlin. Not a single person or two because they feel like it. 

For these people, feminism is just slogans on banners. It is just a microphone, a stage and shouts. But feminism is also about acting together and treating each other with respect. LAck of respect, verbal abuse, hypocrisy, lies and such a despicable “taking over” of common property was not, is not and will not be a part of Dziewuchy Berlin’s philosophy and methodology. 

We feel (because we are) robbed. Because we have been robbed. Mostly from our sense of dignity and the fact that we have trusted. It was a mistake. We did not expect such a thing. We will continue to be active, of course, although robbed of our property, a part of our work in which we put a lot of time and energy.

Certainly there will be slanders and libels about us from those who have left. If you want to know our side of the story or what really happened, please contact us.

Currently we are trying to regain access to the account on Instagram “Dziewuchy Berlin” and on Twitter DziewuchyBerlin @DziewuchyBLN
We will not give up without a fight!

Dziewuchy Berlin
www.dziewuchyberlin.org 


Stellungnahme
Bezüglich des Instagram- und Twitter-Accounts von Dziewuchy Berlin

13.1.2021

Das Kollektiv Dziewuchy Berlin wurde am 2. April 2016 als Berliner Zweig der polnischen feministischen Bewegung Dziewuchy Dziewuchom gegründet. Zunächst als Facebook-Gruppe, und seit 2017 waren wir in einer festen Besetzung aktiv. In diesen 4 Jahren haben wir uns für die Rechte von Frauen* und LGBT+ in Polen und Deutschland eingesetzt. Wir organisierten verschiedene Solidaritätsaktionen, Demonstrationen, künstlerische Aktionen. Wir nahmen an unzähligen Debatten und Diskussionen teil, unterschrieben Briefe und Petitionen. Unser Ziel war, ist und wird es sein, Frauen* und die LGBT+ Community im Kampf um Rechte in Polen, Deutschland und anderen Ländern zu unterstützen.

Dziewuchy Berlin sind Menschen mit unterschiedlichen Ansichten, Geschlecht, Alter, Beruf – wir haben es immer als Bereicherung, Ergänzung und Möglichkeit gesehen, uns kennenzulernen und voneinander zu lernen. Wir haben ein gemeinsames Ziel, unsere Wege sind ähnlich, manchmal gemeinsam. Aber Unterschiede sind wichtig und wir schätzen sie. Wir können unterschiedliche Ansichten über Feminismus haben, diskutieren, streiten und Argumente austauschen, überzeugt sein oder nicht. Solange es sachliche Diskussionen zum Thema sind und keine Schlägereien auf persönlicher Ebene, ist alles in Ordnung. Der Feminismus, seine Wellen und Strömungen sind – wie alles im Leben – vielfältig. Vielfältigkeit ist unsere Stärke. Zumindest dachten das einige von uns. Leider nicht alle von uns.

Im April begann etwas zu zerbrechen, unsere Wege begannen, in verschiedene Richtungen auseinanderzugehen. Von Oktober bis Dezember, bei der Organisation der “Blutigen Wochen”, wurde es noch deutlicher. In unseren Raum, der eigentlich sicher, unterstützend und freundlich sein sollte, schlichen sich Beleidigungen, Verachtung, Respektlosigkeit und aggressive Kritik auf Schritt und Tritt von einem Teil der Gruppe ein. Derjenige, der schon seit einiger Zeit außerhalb unseres Kollektivs agierte und sich zu einer neuen Initiative formierte, die die Errungenschaften, Kontakte und gemeinsame Arbeit von Dziewuchy Berlin nutzte.

Es wäre fair, wenn die wenigen Menschen, für die das Hauptziel von Dziewuchy Berlin (d.h. die Solidarität mit Polen und polnischen Frauen*) uninteressant ist, sich einfach für ihre Zeit in der Gruppe, für die Kontakte, die Möglichkeit, in den Medien aufzutreten und an Aktionen für Frauenrechte* in Berlin teilzunehmen, bedankten und in Würde gingen.

Aber sie, die, denen wir vertrauten, wählten eine andere Methode, um zu gehen und eine neue Initiative zu gründen – indem sie zunächst künstliche Konflikte, Erpressung, Anschuldigungen schufen, um auf den Errungenschaften anderer etwas Neues aufzubauen. Nämlich: Wir verloren den Zugang zu unseren Daten in den Gruppenfeeds auf Instagram und Twitter. Nach extrem unhöflicher und widerwärtiger Erpressung erklärten diese Personen, dass sie die Gruppe verlassen und diese 2 Social-Media-Kanäle mitnehmen würden, weil sie ein Recht darauf hätten (!). Passwörter, Emails und Telefonnummern wurden geändert. Alle Grafiken und Fotos aus den letzten Jahren, die wir eingefügt hatten oder auf denen andere Mitglieder waren, wurden entfernt. Natürlich gewannen unsere Kanäle nach den “Blutigen Wochen” eine riesige Menge an Followern und wurden zu einem “Leckerbissen”. Nachdem wir die Passwörter geändert und die Errungenschaften unserer Gruppe Dziewuchy in den Papierkorb geworfen hatten, war es an der Zeit, diese Accounts umzubenennen. Das heißt, die Errungenschaften von Dziewuchy Berlin wurden aus dem Instagram und Twitter Raum gelöscht.

Darüber hinaus wurden einige der kollektiven Gelder, die während der Airdrops gesammelt wurden, angeeignet. Einige der gemeinsamen Banner wurden angeeignet. All das ist Eigentum von Dziewuchy Berlin. Nicht eine einzelne Person oder zwei, weil sie Lust dazu haben.

Für diese Menschen ist Feminismus nur Slogans auf Transparenten. Es ist nur ein Mikrofon, eine Bühne und Schrei. Feminismus heißt aber auch, gemeinsam zu handeln und sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen. Respektlosigkeit, Beschimpfungen, Heuchelei, Lügen und eine solch verachtenswerte “Vereinnahmung” von Gemeingut war, ist und wird nicht Teil der Philosophie und Methodik von Dziewuchy Berlin sein.

Wir fühlen uns beraubt (weil wir es sind). Denn wir sind beraubt worden. Vor allem unseres Gefühls der Würde und der Tatsache, dass wir vertraut haben. Es war ein Irrtum. Wir haben so etwas nicht erwartet. Wir werden natürlich weiterhin aktiv sein, obwohl wir unseres Eigentums beraubt wurden, eines Teils unserer Arbeit, in die wir viel Zeit und Energie gesteckt haben.

Sicherlich wird es Verleumdungen und Verleumdungen über uns von denen geben, die uns verlassen haben. Wenn Sie unsere Seite der Geschichte wissen wollen oder wissen wollen, was wirklich passiert ist, kontaktieren Sie uns bitte.

Derzeit versuchen wir, den Zugang zum Account auf Instagram “Dziewuchy Berlin” und auf Twitter DziewuchyBerlin @DziewuchyBLN wiederherzustellen

Wir werden nicht aufgeben!

Dziewuchy Berlin
www.dziewuchyberlin.org

Poesie – Poetry – Poezja: Amanda Gorman

Po polsku na samym dole lub tu: Amanda Gorman
Auf Deutsch unter der Englischen Version

Amanda Gorman

The Hill We Climb

When day comes, we ask ourselves, where can we find light in this never-ending shade?
The loss we carry. A sea we must wade.
We braved the belly of the beast.
We’ve learned that quiet isn’t always peace, and the norms and notions of what “just” is isn’t always justice.
And yet the dawn is ours before we knew it.
Somehow we do it.
Somehow we weathered and witnessed a nation that isn’t broken, but simply unfinished.
We, the successors of a country and a time where a skinny Black girl descended from slaves and raised by a single mother can dream of becoming president, only to find herself reciting for one.
And, yes, we are far from polished, far from pristine, but that doesn’t mean we are striving to form a union that is perfect.
We are striving to forge our union with purpose.
To compose a country committed to all cultures, colors, characters and conditions of man.
And so we lift our gaze, not to what stands between us, but what stands before us.
We close the divide because we know to put our future first, we must first put our differences aside.
We lay down our arms so we can reach out our arms to one another.
We seek harm to none and harmony for all.
Let the globe, if nothing else, say this is true.
That even as we grieved, we grew.
That even as we hurt, we hoped.
That even as we tired, we tried.
That we’ll forever be tied together, victorious.
Not because we will never again know defeat, but because we will never again sow division.
Scripture tells us to envision that everyone shall sit under their own vine and fig tree, and no one shall make them afraid.
If we’re to live up to our own time, then victory won’t lie in the blade, but in all the bridges we’ve made.
That is the promise to glade, the hill we climb, if only we dare.
It’s because being American is more than a pride we inherit.It’s the past we step into and how we repair it.
We’ve seen a force that would shatter our nation, rather than share it.
Would destroy our country if it meant delaying democracy.
And this effort very nearly succeeded.
But while democracy can be periodically delayed, it can never be permanently defeated.
In this truth, in this faith we trust, for while we have our eyes on the future, history has its eyes on us.
This is the era of just redemption.
We feared at its inception.
We did not feel prepared to be the heirs of such a terrifying hour.
But within it we found the power to author a new chapter, to offer hope and laughter to ourselves.
So, while once we asked, how could we possibly prevail over catastrophe, now we assert, how could catastrophe possibly prevail over us?
We will not march back to what was, but move to what shall be: a country that is bruised but whole, benevolent but bold, fierce and free.
We will not be turned around or interrupted by intimidation because we know our inaction and inertia will be the inheritance of the next generation, become the future.
Our blunders become their burdens.
But one thing is certain.
If we merge mercy with might, and might with right, then love becomes our legacy and change our children’s birthright.
So let us leave behind a country better than the one we were left.
Every breath from my bronze-pounded chest, we will raise this wounded world into a wondrous one.
We will rise from the golden hills of the West.
We will rise from the windswept Northeast where our forefathers first realized revolution.
We will rise from the lake-rimmed cities of the Midwestern states.
We will rise from the sun-baked South.
We will rebuild, reconcile, and recover.
And every known nook of our nation and every corner called our country, our people diverse and beautiful, will emerge battered and beautiful.
When day comes, we step out of the shade of flame and unafraid.
The new dawn balloons as we free it.
For there is always light, if only we’re brave enough to see it.
If only we’re brave enough to be it.

Amanda Gorman made history Wednesday 21st of Jan 2021 when she became the youngest inaugural poet during President Joe Biden’s swearing-in ceremony in Washington.
The 22-year-old Los Angeles resident, youth poet laureate of Los Angeles, first national youth poet laureate and Harvard graduate was invited to speak at the event by First Lady Jill Biden, who had previously seen the poet do a reading at the Library of Congress.

Her work examines themes of race and racial justice in America. “We have to confront these realities if we’re going to move forward, so that’s also an important touchstone of the poem,” Gorman says. “There is space for grief and horror and hope and unity, and I also hope that there is a breath for joy in the poem, because I do think we have a lot to celebrate at this inauguration.” Gorman drew inspiration from the speeches of American leaders during other historic times of division, including Abraham Lincoln and the Rev. Martin Luther King Jr.

“Here’s to the women who have climbed my hills before,” Gorman tweeted.


Amanda Gorman

Der Hügel, den wir erklimmen

Wenn es Tag wird, fragen wir uns,
wo wir Licht zu finden vermögen, in diesem niemals endenden Schatten?
Den Verlust, den wir tragen,
ein Meer, das wir durchwaten müssen.
Wir haben dem Bauch der Bestie getrotzt.
Wir haben gelernt, dass Ruhe nicht immer Frieden bedeutet.
Und dass die Normen und Vorstellungen von dem, was gerade ist,
nicht immer Gerechtigkeit sind.
Und doch gehört die Morgendämmerung uns,
noch ehe wir es wussten.
Irgendwie schaffen wir es.
Irgendwie haben wir es überstanden und bezeugten
eine Nation, die nicht kaputt ist,
sondern einfach unvollendet.
Wir, die Nachfahren eines Landes und einer Zeit,
in der ein dünnes, schwarzes Mädchen,
das von Sklaven abstammt und von einer alleinerziehenden Mutter großgezogen wurde,
davon träumen kann, Präsidentin zu werden,
nur um sich selbst in einer Situation zu finden, in der sie für einen vorträgt.
Und ja, wir sind alles andere als lupenrein,
alles andere als makellos,
aber das bedeutet nicht, dass wir danach streben,
eine Gemeinschaft zu bilden, die perfekt ist.
Wir streben danach, eine Gemeinschaft zu schmieden, die ein Ziel hat.
Ein Land zu bilden, das sich allen Kulturen, Farben, Charakteren und menschlichen Lebensverhältnissen verpflichtet fühlt.
Und so richten wir unsere Blicke nicht auf das, was zwischen uns steht,
sondern auf das, was vor uns steht.
Wir schließen die Kluft, weil wir wissen, dass wir, um unsere Zukunft an erste Stelle zu setzen,
zuerst unsere Differenzen beiseitelegen müssen.
Wir legen unsere Waffen nieder,
damit wir unsere Arme
nacheinander ausstrecken können.
Wir wollen niemandem schaden und Harmonie für alle.
Lasst die Welt, wenn sonst auch sonst nichts, sagen, dass dies wahr ist:
Dass wir, selbst als wir trauerten, wuchsen
Dass wir, selbst als wir Schmerzen hatten, hofften
Dass wir, selbst als wir ermüdeten, es weiter versucht haben
Dass wir für immer verbunden sein werden, siegreich
Nicht weil wir nie wieder eine Niederlage erleben werden,
sondern weil wir nie wieder Spaltung säen werden.
Die Heilige Schrift sagt uns, dass wir uns vorstellen sollen,
dass jeder unter seinem eigenen Weinstock und Feigenbaum sitzen soll
und keiner ihnen Angst machen soll.
Falls wir unserer eigenen Zeit gerecht werden,
dann wird der Sieg nicht in der Klinge liegen,
sondern in all den Brücken, die wir gebaut haben.
Das ist das Versprechen:
Der Hügel, den wir erklimmen,
wenn wir uns nur wagen,
denn Amerikaner zu sein, ist mehr als ein Stolz, den wir erben,
es ist die Vergangenheit, in die wir treten,
und wie wir sie reparieren.
Wir haben eine Macht gesehen, die unsere Nation eher zerstören würde,
als sie zu heilen,
unser Land zu zerstören, wenn es dazu führe, Demokratie zu verzögern.
Und dieser Versuch war fast erfolgreich.
Doch auch wenn Demokratie von Zeit zu Zeit verzögert werden kann,
kann sie niemals dauerhaft besiegt werden.
In diese Wahrheit,
in diesem Glauben, vertrauen wir.
Denn obwohl wir unsere Augen auf die Zukunft richten,
hat die Geschichte ihre Augen auf uns gerichtet.
Dies ist die Ära gerechter Wiedergutmachung.
Wir fürchteten zu Beginn,
wir fühlten uns nicht bereit, Erben
einer solch schrecklichen Stunde zu sein,
doch in ihr fanden wir die Kraft,
ein neues Kapitel zu schreiben,
uns selbst Hoffnung und Lachen zu schenken.
Also während wir uns einst fragten,
wie wir jemals diese Katastrophe überstehen könnten,
fragen wir jetzt:
Wie könnte eine Katastrophe jemals uns überstehen?
Wir werden nicht zurück zu dem marschieren, was war,
sondern auf das zugehen, was sein wird.
Ein Land, das zwar verletzt, aber dennoch intakt ist,
gütig, aber kühn
wild und frei.
Wir werden uns nicht umdrehen
oder durch Einschüchterung unterbrechen lassen,
weil wir wissen, dass unsere Untätigkeit und Trägheit
das Erbe der nächsten Generation sein wird.
Unsere Fehler werden zu ihren Lasten.
Aber eines ist sicher:
Wenn wir Barmherzigkeit mit Macht verbinden
und Macht mit Recht,
dann wird Liebe unser Vermächtnis
und Veränderung das Geburtsrecht unserer Kinder.
Also lasst uns ein Land hinterlassen,
das besser ist als das, welches uns hinterlassen wurde.
Mit jedem Atemzug aus meiner bronzegegossenen Brust,
werden wir diese verwundete Welt in eine wundersame verwandeln.
Wir werden uns von den goldbeschienenen Hügeln des Westens erheben,
wir werden uns aus dem windgepeitschten Nordosten erheben,
in dem unsere Vorfahren zum ersten Mal die Revolution verwirklichten,
wir werden uns aus den von Seen gesäumten Städten des Mittleren Westens erheben,
wir werden uns aus dem sonnengebrannten Süden erheben,
wir werden wieder aufbauen, uns versöhnen und erholen,
und jeden bekannten Winkel unserer Nation und
jede Ecke, die unser Landes genannt wird.
Unser Volk, vielfältig und schön, wird aufstreben,
zerschunden und schön.
Wenn der Tag kommt, treten wir aus dem Schatten heraus,
entflammt und ohne Angst.
Die neue Morgendämmerung erblüht, wenn wir sie befreien.
Denn es gibt immer Licht,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sein.

Übersetzung genomen vom HIER (kein Mensch machte sich Mühe, den Übersetzer, die Übersetzerin zu nennen)

Bei Amtseinführungen von US-Präsidenten haben immer wieder Dichter und Schriftsteller Werke vorgetragen. Bei der Zeremonie des neuen US-Präsidenten trug die mit Abstand jüngste Poetin Amanda Gorman ein Gedicht vor, das viele Menschen bewegt. Die afroamerikanische Dichterin, Nachkome der Sklaven und Tochter einer alleinerziehenen Mutter, Amanda Gorman hat mit einem eindringlichen Aufruf zu Einigkeit und Versöhnung viele Menschen in der Welt berührt.

Die 1998 in Los Angeles geborene Gorman war 2017 von der US-Kongressbibliothek mit dem Titel “National Youth Poet Laureate” geehrt worden. Gorman gewann im Alter von 16 Jahren ihren ersten Lyrik-Preis. Sie war der heimliche Star bei Bidens Amtseinführung am 20. Januar 2021, als sie ein eigenes Gedicht vortrug: The Hill We Climb. Es handelt von den schweren Zeiten, die die USA durchgestanden haben und noch durchstehen müssen, vom Sturm von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol vor zwei Wochen – aber auch von Hoffnung für die Zukunft.

Wenn Gorman das Mindestalter erreicht, will sie, so sieht sie es heute, 2036 selbst bei der US-Präsidentschaftswahl kandidieren.


Amanda Gorman

Wzgórze, na które się wspinamy

Gdy nadejdzie dzień, zapytamy, gdzie znajdę światło w tym nie kończącym się cieniu?
Strata, którą niesiemy. Morze, przez które musimy przejść.
Zmierzyliśmy się z brzuchem bestii.
Nauczyliśmy się, że spokój nie zawsze oznacza pokój, a normy i paragrafy “prawa” nie zawsze znaczą sprawiedliwość.
A mimo to to do nas należy świt, nawet jeśli tego jeszcze nie wiemy.
Zrobimy to. Jakoś.
Jakoś powiemy nam wszystkim, że nie jesteśmy rozdarci, to tylko nasz świat nie został jeszcze ukończony.
My, spadkobiercy miejsca i czasu, gdzie chuda czarna dziewczynka, potomkini niewolników, wychowana przez samotną matkę
ma prawo marzyć o tym, że zostanie kiedyś prezydentem, skoro jednemu z nich może dziś wygłosić swój wiersz.
Ach, i tak nie jesteśmy wypolerowani i gładcy jak teflon, ale to nie znaczy, że chcemy zbudować jedność bez skazy i wad.
Nie. Chcemy stworzyć pakt i chcemy nadać mu sens.
Stworzyć kraj dla ludzi, kultur i kolorów, kondycji i kreacji.
Podnosimy wzrok, nie patrząc na to, co stoi między nami, lecz na to, co przed nami.
Nie chcemy dzielić, bo im bardziej zajmuje nas nasza przyszłość,
Tym bardziej musimy usunąć podziały.
Wyciągamy ręce, tak byśmy mogli nawzajem dotknąć naszych rąk.
Nie chcemy się odgradzać, chcemy się zgadzać.
I niech nasz świat to potwierdzi i nas w tym utwierdzi.
Bo nawet jeśli cierpimy, rośniemy.
Bo nawet jeśli płaczemy, nie tracimy nadziei.
Bo nawet jeśli próbujemy, próbujemy.
Nasze ja nas wiąże ze sobą, zwycięskich.
Nie dlatego że ominą nas klęski, ale bo nie chcemy już siać niezgody.
Chcemy wierzyć, że rację ma Pismo i że możemy siąść razem
Pod krzewem winnym i figą, i że nikt nam nie zagrozi.
Jeśli mamy żyć w zgodzie z naszym czasem, to nie zwyciężajmy nożem, lecz budując mosty.
Tam jest obiecana polana, wzgórze, na które się wspinamy, jeśli się tylko odważymy.
Ale też, żeby być Amerykanką, nie wystarczy, że odziedziczę dumę.
Bo wstępujemy w przeszłość próbując ją naprawić.
Widzieliśmy siły, które prędzej nas zniszczą niż podzielą.
Zniszczą, bo tym jest zaprzeczenie demokracji.
I prawie by się im udało.
I choć zdarzają się czasy, że demokracja się zatrzymuje, nikt nigdy nie zatrzyma jej na zawsze.
W tę prawdę i w tę wiarę wierzymy, spoglądamy w przyszłość, a historia nas osądzi.
To czas sprawiedliwego odkupienia.
Obawialiśmy się jego nadejścia.
Nie byliśmy się gotowi na dziedzictwo tak przerażającej godziny.
Ale mimo to znaleźliśmy siłę nowego początku, siłę nadziei i uśmiechu.
Tak więc, mimo iż pytaliśmy przecież, jak to w ogóle było możliwe,
teraz pytamy, jak mogliśmy w ogóle sądzić, że katastrofa nas pokona?
Nie zawrócimy, lecz pójdziemy do przodu: nasz kraj jest posiniaczony, lecz żyje, życzliwy, ale odważny, zaciekły i wolny.
Nie zawrócimy i nie damy się zastraszyć, bo wiemy, że jeśli nic nie zrobimy, nasi następcy odziedziczą tylko apatię i inercję.
Nasze błędy staną się ich ciężarem.
Ale jedno jest pewne.
Jeśli połączymy miłosierdzie z mocą, a moc z prawem, to zostanie po nas miłość i prawo pierworodnych.
Zostawmy ten kraj następnym lepszy, niż ten, który nam przypadł w udziale.
Każdy mój oddech to uderzenie dzwonu. Powstaniemy, zmienimy ten poraniony świat w cudowny.
Powstaniemy ze złotych wzgórz Zachodu.
Powstaniemy z owianych wichrem ziem Północnego Wschodu, gdzie nasi przodkowie po raz pierwszy pomyśleli rewolucję.
Powstaniemy z nadjeziornych miast Środkowego Zachodu.
Powstaniemy ze spieczonego słońcem Południa.
Odbudujemy, odrodzimy, odżyjemy.
Każdy kąt tego kraju, każdy krok, każdy dom, każdy człowiek tak inny i tak piękny, powstanie, poobijany, ale piękny.
Gdy nadejdzie dzień, nie lękając się wyjdziemy z cienia płomieni.
Wstanie świt.
Bo zawsze jest światło, jeśli tylko mamy odwagę je dostrzec.
Jeśli tylko mamy odwagę, by nim być.

Tłumaczyła Ewa Maria Slaska

Wystąpienie 22-letniej poetki Amandy Gorman było sensacją uroczystości zaprzysiężenia nowego prezydenta USA. Kim jest ta dziewczyna?

Zaczęła jako nastolatka od zgłaszania wierszy na małe, lokalne konkursy, szybko zdobyła uznanie i nagrody, między innymi Youth Poet Laureate of Los Angeles czy National Youth Poet Laureate. Pomysł, żeby to właśnie Amanda Gorman napisała tekst na uroczystość zaprzysiężenia powstał w głowie Jill Biden, która poznała jej wiersze cztery lata wcześniej, gdy młoda poetka czytała je w Kongresie.

Miesiąc przed uroczystością Gorman dostała trudne i odpowiedzialne zadanie – stworzyć wiersz, który odda trudną sytuację podziału społeczeństwa, a jednocześnie przyniesie nadzieję obu zwaśnionym stronom, wyznaczy perspektywę lepszej przyszłości.

Gorman pochodzi z Los Angeles, a w swojej twórczości podejmuje takie tematy jak wykluczenie społeczne, marginalizacja, feminizm i rasizm. Poetka zadebiutowała w 2015 roku tomikiem “Ten, któremu jedzenie nie wystarczy” (“The One for Whom Food Is Not Enough”). Wychowywana przez samotną matkę, Gorman jako dziecko zmagała się z zaburzeniami mowy i nadwrażliwością na dźwięk. W wywiadzie dla “The New York Times” przyznała, że była “dziwnym dzieckiem”, a jej ulubionymi zajęciami były czytanie i pisanie.

Fokus USA

English

Michał Talma-Sutt

…und bisschen Verschwörungstheorie

Morgen, am 20.01 wird der neue amerikanische Präsident Joe Biden vereidigt. Wäre sein Vorgänger jemand anders gewesen, würde ich wahrscheinlich nie einen Artikel so anfangen. Aber es war der, wer es war, und da ich in meinem letzten Artikel über die zukünftigen Richtungen, die unsere Welt annehmen könnte, ein bisschen spekuliert habe, kann ich es jetzt mit diesem kleinen Detail des Machtwechsels in der USA ein bisschen weitermachen.

Da die Demokraten in der USA auch den Senat mehr oder weniger unter Kontrolle gebracht haben, die Republikaner wiederum, Trump sei Dank, am Rande der Spaltung stehen, was eher schwächen als stärken ihre Partei wird, und USA selbst weiterhin (noch) eine Großmacht in der Welt bleibt, könnte man eine kleine Prognose wagen, wie die Joe Bidens Präsidentschaft aussehen sein möchte. Hier die erste Bemerkung für Hurra-Optimisten, die Sache mit dem Senat: „Die Kontrolle mehr oder weniger“ – eher weniger. Für die, das nicht wissen: 50 + 1 (Harris) gegen 50 bedeutet nur das, dass weiterhin für wichtige Entscheidungen im Senat, werden die Demokraten eine Unterstützung beim Republikanern suchen und mindestens zehn Senatoren aus dessen Reihen gewinnen müssen. So ganz einfach wird hier die Administration des neuen Präsidenten doch nicht haben.

Was die Zukunft der Republikaner betrifft: Ihre Partei wird sich neu definieren müssen. Hier rächt sich die Unterwerfung dem Trump gegenüber gewaltig. In der Zukunft werden die Republikaner eine neue Zielgruppe als potenzielle Wähler suchen müssen. Eine Aufgabe der Unmöglichkeit fast, da diese Gruppe eher traditionell zu den Wählern der Demokraten gehört, und die traditionellen Wähler der Republikaner eher mit Trump sympathisieren (60 Prozent deren glaubt immer noch an den Wahlbetrug), damit scheint die Spaltung der republikanischen Partei unausweichlich. Es gibt hier nur eine Alternative: Neuformierung oder weitere Radikalisierung. Beide werden die Republikaner schwächen. In dem Fall der Radikalisierung, gleichen die Republikaner weiterhin einen Geisel der eigenen Basis, und obwohl diese immer noch sehr zahlreich ist (leider), hat sie aber nicht wirklich Potenzial, um zu wachsen, eher zu schrumpfen, mit der Zeit. Was fatal für Amerika wäre jedoch, dass sich Republikaner in eine populistische Partei mit leichten rechtsradikalen Zügen verwandeln werden, was den Graben in der Gesellschaft nur vertiefen wird, und noch mehr innere Probleme in der USA verursachen kann, was letztendlich die Amerikas Position als Weltmacht nur schwächen kann. Die Kommunistische Partei Chinas wird solches Szenario herzlich begrüßen.

Dass in dem Fall der Neuformierung zu der Spaltung der Partei kommen wird, und sowieso eine solche populistische Partei, sagen wir, eine „New Republican Party“, sich formieren wird, ist leider auch sehr wahrscheinlich. Das zweite Szenario wird die politische Führung in China auch erfreuen, jedoch ist dieses ein bisschen besser als das erste. Natürlich nicht für die Republikaner selbst, aber ich befürchte, ein gutes Szenario für die existiert einfach nicht.

Diejenigen die meinen vorherigen Artikel gelesen haben, könnten ein Eindruck gewinnen, dass ich mit China was an der Hut habe, da ich wieder und wieder China erwähne. Um es klar zu stellen, ich habe nichts gegen China (als Land und ihre Kultur). Gegen chinesische Regierung schon. Oder anders: Ich habe irgendeine allergische Reaktion gegen diese Parteien in der Welt, die sagen: Wir und das Land es ist dasselbe. NSDAP in Deutschland sagte es, die Kommunisten in der Sowjetunion sagten es, sagt es Putin, Bolsonaro, Orbán, Kaczyński, Erdogan, Kim Jong-un, jemanden vergessen?

Und wenn wir in der Zeit der Verschwörungstheorien leben, dann hier ein kleiner Beitrag von mir. Wer hat das größte Interesse den Westlichen (und demokratischen) Welt zu schwächen, oder sogar zu zerschlagen? Die meist erwartete Antwort, natürlich Russland, diese Übermacht auf der globalen Szene. Ach wirklich? Mit dem globalen Marktanteil 1,94% (basierend auf Bruttoinlandsprodukt – 11 Platz), sieht es mit Russland nicht sehr gigantisch aus. Es gibt nur zwei Global Player: USA (1 Platz mit 24,41% Marktanteil) und China (2 Platz mit 16,34%). Wirtschaftlich es ist eher unwahrscheinlich, dass sich Russland hier eine Machtposition sichern kann. Es bleibt nur der Atomwaffen-Arsenal, der irgendwo versteckt verrostet, die Russland diese Macht-Illusion verleitet, und auch diese wiederum für innere politische Machterhalt der Putins Regierung gebraucht (missbraucht) wird. Auch in der Sache Militärausgaben lag Russland in Jahr 2020 erst auf Platz 4, hinter China (2.) und Saudi-Arabien (3.). Dass das Budget der USA-Militär (1.) um zehnfaches großer war als von Russland spricht auch Bände. In Milliarden von Dollar gerechnet waren es 643,3 (USA) gegen 63,1 (Russland), noch zum Vergleich: China hat 168,2 ausgegeben, Saudi-Arabien 82,9.

Aber zurück zu Verschwörungstheorien. Jede der James Bond Filme gesehen oder Grisham gelesen hat, oder mit anderen diese Art Filmen und Bücher in Berührung kam, also fast jedermann, kennt die Begriffe wie CIA, KGB, Mossad, M6. Ok., was wäre mit 中華人民共和國國家安全部 / 人民共和国国家安全部, oder Guojia Anquan Bu, oder Zhong Chan Er Bu, wie sieht es aus mit Abkürzungen GAB, ZCEB, schon was gehört? Ja auch China hat wie jedes Land seine Geheimdienste, Ministerium für Staatssicherheit und Militärnachrichtendienst. Ich vermute, die von China sind ziemlich schwer zu infiltrieren. Dem entsprechend wissen wir hier gar und gar nichts. Schon das sagt etwas aus, wer schafft so geheim bleiben wie die chinesischen Geheimdienste es tun, muss über sehr hohe Professionalität des Personals verfügen. Wer kann uns dann garantieren, dass China nicht schon längst die Leute in KGB und russische Hacker für ihre Zwecke erworben hat und bezahlt, mit dessen Hilfe die Destabilisierung des Westens (und des demokratischen Teils der Welt) weiter vorangetrieben sein kann, wo dabei der wirkliche Strippenzieher in der riesigen Schatten Russlands sich verstecken kann. Wäre es nicht clever, aus dem Sichtpunkt der Interessen der Kommunistischen Partei Chinas, so was zu machen? Wenn ich die Militärausgaben Russland und China vergleiche, können sie fast dreimal besser bezahlen als Russen, auch Geheimagenten vermutlich. Dazu kommt, dass der schwache Westen und USA, auch eher im Interesse Russland liegt, d.h. der Putins Regierung… Na ja. Ich halte insgesamt nicht viel von Verschwörungstheorien, wenn schon, dann am wahrscheinlichsten werden die, die niemand kennt, oder ganz wenig präsent sind…

Wie wird dann aber Bidens Präsidentschaft aussehen können, um dann zurückzukehren nach USA, nach dem verschwörerischen Ausflug in die Welt der Geheimdienste? Wie gesagt, es wird tatsächlich geprägt durch innere Sachlage, mit dem Bruch mitten in der amerikanischen Gesellschaft. Trump ist weg, Trumpismus bleibt, es wird schwierig den Graben zwischen verfeindeten Fronten zuzuschütten. Jedoch hat Biden es versprochen, ein Präsident aller US-Bürger sein zu wollen und er wird es anhalten müssen. Wie Amerikaner es schaffen können, schwer zu sagen. Sollen wir nicht vergessen, dass Trump nicht der Verursacher dieser Teilung der Gesellschaft war, jedoch wirkte er als massiver Verstärker der Prozesse, die schon längst vor Ihm begonnen haben. Diese Prozesse umzukehren wird es wahrscheinlich mehr als eine präsidentielle Kadenz in USA brauchen, aber da die Republikaner geschwächt aus der Trump Zeit rauskommen werden, entsteht die Chance, dass die Demokraten mindestens 8 oder sogar 12 Jahre regieren könnten, und die nötige Kontinuität für wichtige Reformen und Veränderungen bekommen.

Welche Auswirkung der Außenpolitik der USA auf die Welt wird es geben? Die Frage ist auch nicht einfach zu antworten, wegen der immensen Probleme die innen Politik der USA bewältigen muss. Auf ersten Blick nach Außen kann jedoch ziemlich große Wechsel erwartet sein. Als Erstes werden die verlorene Kompetenz und Professionalität zurückkommen. Jedoch paradoxerweise, die doch von Trump injizierte Handelskrieg mit China, oder harte Politik gegen Nord Stream 2 Pipeline, wird nicht verschwinden, sondern sich verstärken. Die USA werden nicht ohne Kampf sein erster Platz als Weltmacht auf China aufgeben, und das Verständnis, dass es nicht Russland, sondern China den größten Rivalen auf der Weltbühne für der USA darstellt, ist angekommen. Das ist auch ein sehr wichtiger Sachverhalt für EU, es kann in der Zukunft sein, dass EU sich entweder auf der Seite von USA oder von China stellen werden müsse. Das Europa, die so gern lavieren mag, und neulich einen Investitionsabkommen mit China abgeschlossen hat, was in vielen Kommentaren in der deutschen Presse als große Fehler der EU bezeichnet worden war, kann es in den Relationen mit der USA wegen seine China-Politik in Konflikt geraten.

Es kann sein, das Amerika wird für gewisse Anständigkeit in der Politik zurückgehen wollen. Diese Worte: Anständigkeit, Ehrlichkeit hat Joe Biden in seinen Reden sehr oft genutzt. Es gibt keine Ehrlichkeit und Anständigkeit die man auf dem Boden der doppelten Moral aufbauen kann. Auch die Demokratie kann nicht auf einer Basis, die auf die Lügen aufgebaut ist, gedeihen. Sofern, es wird Zeit zu zeigen, wann man zu gewissen Werten stehen will, muss man auch so handeln. Wenn jemand eine Demokratie verteidigen und stärken wolle, es ist mit China leider nicht unterwegs, um das zu tun.

Natürlich, es kann nur mein Wunschgedanke sein, dass diese Anständigkeit und Ehrlichkeit wie ein Hauch der Frische die Welt der Politik erneuern und reparieren kann, ich werde es jedoch den Amerikanern sehr wünschen. God bless Amerika also, aber ob es passieren wird, habe ich meine Zweifel. Erstmals musste man den Politikern die Wirtschaftsverblendung auskurieren lassen, das Wir-müssen-wachsen-Syndrom. Business as usual, und Kapitalismus liebt China…

Nasza książka / Unser Buch

Ewa Maria Slaska

W listopadzie 2019 roku minęło trzydzieści lat od upadku Berlińskiego Muru.
Joanna Trümner i Elżbieta Kargol, dwie autorki od lat związane z tym blogiem, postanowiły wspólnie napisać kilka(naście) wpisów pod wspólnym tytułem »30 lat temu upadł Mur Berliński«. Z czasem ich plany uległy pewnej zmianie, autorki wybrały kilka, ich zdaniem, najciekawszych fragmentów trasy i opowiedziały historię tych miejsc. Nie tę znaną z podręczników i flmów dokumentalnych, lecz historie ludzi żyjących po obydwu stronach muru oraz ciekawostki związane z tym jedynym tego rodzaju miejscem na świecie. Niektóre z wybranych przez nie lokalizacji są prawdziwymi magnesami dla turystów z całego świata, niektóre są mało znane, o niektórych, zaczynając projekt, nie wiedziały nic.
Z góry było wiadomo, że teksty zostaną umieszczone na tym blogu. Gdy w listopadzie 2020 roku, po śmierci Joanny, postanowiliśmy je również opublikować, okazało się, że dla potrzeb książki, która zapewne powędruje poza Berlin, musimy dodać to tego, co obie napisały, kilka innych miejsc i opowieści bardziej znanych. Zadania dopowiedzenia historii o murze podjęła się Krystyna Koziewicz.
Całość zredagowałam ja i poprosiłam jednego z przyjaciół Joanny, żeby złożył książkę.
Jej wydanie zostało sfnansowane dzięki wpłatom przyjaciół Joanny w ramach tzw. fundraising zorganizowanego na portalu GoFundMe w styczniu 2021 roku.

Taka zbiórka pieniędzy ma swoje wymagania, na pewno trzeba osoby, które już wpłaciły, ale też potencjalnych następnych donatorów ciągle informować, coś im nowego oferować, coś dodawać, wyjaśniać…

Tu przykład takiej korespondencji z darczyńcami z wczoraj, czyli 13 stycznia.

Kochani! Dziękuję! Danke, meine Lieben! Für das Buch von Joanna Trümner & Freundinen haben wir schon mehr als 3000 Euro angesammelt! Na książkę Joasi Trümner & Przyjaciółek zebraliśmy już ponad 3000 euro! Jesteście fantastyczni! Ihr seid fantastisch! Das Buch kommt also auch auf Deutsch! Wydamy więc książkę również po niemiecku!
Tu link do platformy fundraisingowej. Hier der Link zu Fundraising-Seite.
Może ktoś jeszcze zechce się dołożyć! Vielleicht wird noch Jemand etwas dazu geben.

Ich spende / Wpłacam

Dobro wraca! Das Gute kommt zurück!

Wir haben schon, wie gesagt, mehr als 3000 euro! Mamy już, jako się rzekło, ponad 3 tysiące euro! “Niestety” grafik wybrał TAAAKI papier, że na dwie książki, po polsku i po niemiecku, potrzebujemy cztery tysiące!“Leider” hat der Graphiker SOLCH Papier ausgesucht, dass wir, um beide Bücher herauszugeben, vier Tausend Euro brauchen.
No, a jak się rozpędzimy i zbierzemy jeszcze więcej, to wydamy książkę również po angielsku! A potem to już pójdzie, mandaryński, suahili… Nun ja, es geht so gut, dass wenn es weiter so gut gehen wird, werden wir noch ein Buch auf Englisch herausgeben. Und danach werden wir problemlos Weiteres herausbringen können, auf Mandarin etwa, oder Suahili… Każdy, kto nas wesprze, dostanie książkę. Das Buch wird jeder bekommen, der eingezahlt hatte, egal wieviel. Wszyscy, co dali ponad 50 euro mogą /jeśli chcą/ znaleźć się na liście sponsorów, za 100+ można umieścić swoje logo. W obu wydaniach… Alle die 50 Euro eingezahlt haben, werden (falls sie so was wünschen) auf der Sponsorenliste erwähnt. Mit 100+ Euro ist man auch mit Logo dabei. In beiden Sprachversionen 🙂

Eure Ewa Maria / Uściski – Ewa Maria

Apel-Ksiazka-Mur        Aufruf-Mauerbuch-Deutsch

 

Audycja po polsku o książce

W Kurierze Szczecińskim o naszej inicjatywie: KurierAsiaElaKrysia

Das verflixte Jahr 2020

Die Fortsetzung dessen, was wir schon vor einer Woche versucht haben, zu rekapitulieren.
Ciąg dalszy tego, co już tydzień temu próbowaliśmy podsumować.

Katarzyna Bogdanowicz

Monika Wrzosek-Müller

Das ungewöhnliche Jahr 2020 hatte in sich; es hat alle überrascht und vor ganz neue Dimensionen gestellt. Für mich persönlich war das ein interessantes Jahr, da wir fünf Monate lang in Prag waren und dort die erste Phase des Lockdowns erlebt haben. Darüber habe ich hier öfters geschrieben.

Wenn ich jetzt länger über das Jahr 2020 nachdenke, bedeutete es für mich erst einmal eine Reduktion; wir/ich haben vieles auf das Wesentliche reduziert: auf die wesentlichen Gefühle, auf die wichtigen Beziehungen… Plötzlich wurde Liebe und Nähe so wichtig. Ich wollte meinen Sohn sehen, nicht nur am Handy hören, dass es ihm gut geht; ich wollte meine Mutter in Polen sehen, obwohl der Zugang zu den Pflegeheimen versperrt war. Ich hörte auf meine Gedanken, bemerkte, mit wieviel Zerstreuung wir leben. Das hat mir die Einsicht gebracht, dass wir viel weniger brauchen, als wir um uns haben. Oder doch anders, wir benötigen andere Dinge, die uns Geld und all der Konsum nicht geben können. Oft habe ich schon gedacht: diese Pandemie besitzt auch eine Kraft, die uns auf uns selbst zurückwirft und verlangt, dass wir mit uns ins Reine kommen, dass wir uns definieren, uns zu etwas eindeutig bekennen. Auf jeden Fall hatten wir genug Zeit, um über vieles nachzudenken, nachzugrübeln und über manches nachzulesen. Ja, das Lesen, gute Lektüre, gute Bücher waren der Gewinn für mich in diesem Jahr. Ich las fast immer parallel zwei, drei Bücher, manchmal kamen auch Zeitungen dazwischen und dann wusste ich nicht mehr, was, wo und wann ich dieses und jenes gelesen hatte. Es fehlte der direkte Austausch darüber, doch es wurde auch genauso tüchtig gemailt und Nachrichten wurden rege ausgetauscht.

Draußen lief natürlich der ganze Horror in den Krankenhäusern, in den Pflegeheimen und manchmal, ganz selten, spürte ich auch die Bedrohung, wenn z.B. in einem Laden („dm“) sich um mich herum zu viele Menschen tummelten und kein Fluchtweg sichtbar war (ich musste noch bezahlen).

Ich konnte die Demonstrationen der Querdenker gegen die Coronamaßnahmen nicht verstehen. All die Verschwörungstheorien waren für mich so unverständlich und abgehoben, dass ich manchmal dachte, die soll Corona treffen, dann würden sie im Nu ganz anders denken, wo bleibt der gesunde Menschenverstand. Wie kann man blind und taub durch die Welt gehen, ohne Rücksicht und Achtsamkeit darauf, was rundherum passiert, mit einer Arroganz gegenüber den Schwächeren. Überhaupt, das Fehlen von gesundem Menschenverstand empfand ich, überraschend, essenziell negativ an der Situation; jeder müsste doch einsehen, dass man während der Pandemie eine Schutzmaske tragen und Abstand halten sollte.

Bewusst wurde mir auch die steigende Macht der Medien, aller Medien. Jeder hörte Radio, sah Nachrichten im Fernsehen oder auf dem Handy und Laptop; manche Medien brachten auch viel Manipulatives und Unwahres, was trotz allem schnell verbreitetet wurde. Manches wurde tausendfach verbreitet, ohne richtige Nachforschungen, ohne Faktenbasis.

Wir versuchen über das Jahr 2020 so zu schreiben, als ob die Sache mit der Pandemie schon zu Ende gegangen sei, ist sie aber nicht. Sie dauert weiterhin und betrifft uns immer stärker und tiefer, mindestens solange wir nicht alle (oder viele) geimpft sind. Ich würde die Rückkehr in die Normalität begrüßen, in eine bewusste, vielleicht etwas umgestaltete, gesündere, aufmerksamere Wirklichkeit. Ich hoffe, dass wir alle von dieser Zeit gelernt haben und mit der Achtsamkeit, die uns dieses Jahr der Stille und des Rückzugs gebracht hat, besser weiterleben werden.

Jagielski na rok 2021

Tibor Jagielski

Kraj
Gdzie nawet umierający są szczęśliwi

Na krótko przed śmiercią
Idzie się do fryzjera
Lub na piwo

Ein Land
Wo sogar die sterbenden glücklich sind

Kurz vor dem tode
Wird noch frisiert
Oder man geht ein Bier trinken

11.10.2016

***

ród Zamyslidów
wyginął w zagadkowy sposób;
Zamysł, zwany Ostatnim,
wyszedł z siebie i nie wrócił.

Erdbeere

Pablo Neruda
Oda do pomidora

Tłumaczył Tibor Jagielski

ulica
pęczniała od pomidorów,
południe,
lato,
na dwie połówki pomidora
dzieli się
światło,
płynie
sok
przez ulice.

W grudniu
pomidor
spada
i ląduje w kuchniach
pojawia się przy śniadaniu
siada
spokojnie
wśród słoików
maselniczek
lazurowych solniczek
promienieje
własnym światłem,
łagodną wyniosłością.

Co za nieszczęście, musimy
go zabić:
nóż tnie
żywy miąższ,
krwistoczerwone
wnętrze,
świeże,
głębokie
niewyczerpane
słońce,
on to czyni
sałatę doskonałą,
święci wesele
z jasną cebulą,
aby to uczcić,
bierze się
oliwę
z oliwek
najczystszą esencję,
kropić
na w pół otwarte półkule
dodać pikantny
aromat pieprzu,
i magnetyzm soli:
To jest wesele
dnia,
pietruszka
potrząsa
zieloną buławą
a pyry
gotują się z całej mocy,
pieczeń
puka do drzwi zapachem
nadszedł czas!
zaczynajmy!
A na stole,
na ciele lata,
pomidor,
konstelacja ziemi
częsta
i płodna gwiazda,
objawia nam,
swoje krągłości
i kanały,
pyszną doskonałość
i pełnię,
bez kości,
bez pancerza
bez łusek i kolców,
przynosi nam dary,
ognistej farby
i świeżości.

Pablo Neruda (1904 -1973)

tales from black forest2

Rose Ausländer
Piernik

Tłumaczył Tibor Jagielski

przyjaciółka
piecze piernik

pachnie matką
smakuje dzieciństwem
które jeszcze we mnie kwitnie

pszczoły piją sok kwiatów
umarła matka
kołysze moje łóżko
i śpiewa strare dziecięce piosenki

plaster piernika
przeistacza świat

Rose Ausländer (1901- 1988)