Sonntag und Montag in Berlin oder Demo und Dialog

AfD wollte gegen Islamisierung Berlins und Deutschlands protestieren. Es sollten 12 Tausend kommen. Im Endefekt kamen nur zwei Tausend.

In 13 Gegendemonstrationen und einfachen Zulauf einfacher Leute nahmen teil zig Tausende Demonstranten, die gegen Hass und Rassismus und für Demokratie und Toleranz auf die Strassen gingen. Bei den Gegendemos und den bis abend andauernden Parties und spontanen Strassenfeste nahmen ca. 100 Tausend teil. Well done, Berlin. ❤️ #StopptdenHass

Es ging um mehr als eine Demo. Die ganze Stadt war auf den Beinen. Sie feierten, tanzten, sangen, freuten sich und haben gesiegt!

Achtung: die Zahl 72. Tausend (an sich schon imponierend) war nur eine Zwischenbilanz. Soviele nahmen teil an der sechs größten Protestveranstaltungen in der Mitte; sie wurden um ca. 14 Uhr zusammengezählt.

Unten ein Bericht einer Demonstrantin unter Hunderttausend.

Anne Schmidt

Demonstration am 27.5.2018 in Berlin
gegen die AfD

Die Gegendemonstration wurde so umfassend angekündigt, wie es früher immer vor Demonstrationen gegen Rechts der Fall war. Wahrscheinlich hat Ulrich Matthes mit seinem Interview in der Berliner Zeitung ein Glanzlicht für die “glänzende Demonstration” gesetzt, das die Medien zu einer breiten Publikation dieser Veranstaltung veranlasste. Sogar ein kleiner Routenplan war in der Berliner Zeitung abgedruckt, der mir zeigte, wie ich am einfachsten auf schattigen Wegen zu dem (Gegen)Zug stoßen könnte, der schon im Prenzlauer Berg beginnen sollte.
Ich, fußlahme alte Frau, stieg nichts ahnend in Tempelhof in die U6, freute mich über die frische Luft und viel Platz im Waggon, als drei Stationen weiter eine lärmende, sichtlich aufgekratzte Menge von Jugendlichen in die Wagen stürmte.
Aus den Fragen und suchenden Blicken auf handy-displays war zu schließen, dass sie nicht aus der Mitte Berlins kamen.
An der Friedrichstraße verließ ich die desorientierte Gruppe, die nicht meinen Ausgang zur Spree nahm, sondern sich offensichtlich lieber den Ravern an der Siegessäule als den Theaterleuten am Bertolt-Brecht-Platz anschließen wollte.
Noch herrschte Ruhe auf der Friedrichstraße und ich fragte mich, ob ich etwa zu spät gekommen war. Aber auf der kleinen Bühne neben dem Brecht-Denkmal klärte ein Organisator darüber auf, dass in der Lehrter Straße eine Bockade errichtet worden sei und kurze Parodien uns die Zeit bis zum Eintreffen des Zuges verkürzen sollten.
Meine Bank im Schatten musste ich nach kurzer Zeit aufgeben, weil auf der anderen Seite der Spree ein ohrenbetäubender Lärm einsetzte. Menschen mit goldenen oder silbernen Umhängen zogen am Tränenpalst vorbei und unter der S-Bahnbrücke durch in Richtung Luisenstraße, über die sich die AfDler vom Hauptbahnhof kommend nähern sollten.
In Sorge den glänzenden Zug zu verpassen, machte ich mich eilends auf den Weg an den vollbesetzten Restaurant-Terrassen vorbei zur S-Bahnbrücke an der Albrechtstraße. Es staute sich auf der Brücke und ich musste plötzlich an Duisberg denken. Aber bevor bei mir Panik einsetzen konnte, war ich schon am jenseitigen Ufer angekommen und suchte mir eine Lücke zur Aufstellung.
Eine zierliche ältere Dame (etwa in meinem Alter) machte mir bereitwillig Platz und tippte in ihrem Handy herum; sie hatte ihre Leute verloren, mit denen sie wegen der Demo mit der Bahn aus Hamburg gekommen war.
So gut die Lautstärke es zuließ, erzählte sie mir von ihrer Begegnung mit alten rechten Säcken im Hauptbahnhof, die mit ihrer angeblichen unteren Potenz geprahlt hätten. Wir ergötzten uns an dem Konter ihrer Freundin, das sie bei nächster Gelegenheit in einen Slogan verwandeln wollte.
Als sich die erste Freundin bei ihr meldete, fand ich endlich eine Lücke im nicht enden wollenden Zug der Glänzenden.
Der Schlagzeuger hatte unter der Brücke das Echo zu einem besonders langen Solo genutzt und die johlenden und pfeifenden Menschen übertönt. Ein kleines Stück weiter wurde der Zug am weiteren Geradeausgehen von der Polizei gehindert.
Alle versuchten einen Platz am Brückengeländer zu erhaschen, um die Boote, die unterhalb der Luisenstraße auf der Spree lagen, zu sehen und zu bewundern; sie sahen aus, wie Mark Twains Flöße vom Mississippi, hatten aber große Boxen an Bord, um die fahnenschwenkende Masse, die sich von der Charite her auf die Brücke zubewegte, zu übertönen.
Der Coup war gelungen, denn trotz Straßensperre konnten die Gegner der AfD deren Singsang und Rufe übertönen.
Vor dem Brandenburger Tor verhinderten Polizisten aus Dresden den Weitermarsch der ca. 10.000 Menschen, aber alle Demonstranten wussten, dass jenseits des Brandenburger Tores, auf der anderen Seite der AfD, die Raver auf der Straße des 17. Juni herantanzten und auf der Wiese vor dem Reichstag Parteien und Gewerkschaften den Ring um den kleinen braunen Haufen vervollständigten. Der braune Haufen war umzingelt und konnte nur sich selbst beweihräuchern. Ihre Hetzreden gingen unter in Slogans wie “Nazis raus”. Die Demonstranten, die lieber bunt, glänzend und hedonistisch sein wollten, hielten lange aus, trotz einiger Regentropfen. Es war die größte Demonstration Berlins seit langem und sie endete genauso friedlich wie sie begonnen hatte.
Der riesige Polizeieinsatz war völlig überpropotionalisiert. Am Bahnhof Friedrichstraße hätte ich beinahe rohe Gewalt angewendet, um in den U/S-Bahneingang zu kommen, aber da der bullige Typ, der mir den Durchgang verwehrte, sich nicht auskannte, mussten wir nur über die Straße gehen, um ungehindert unsere U-Bahn zu erreichen.

***

Die Strassen bebten, die Menschen jubelten die Freiheit. In jedweder Hinsicht. Eine fröhliche Mischung von alten Love Paraden, Christopher Street Day and Karneval der Kulturen.

Berlin zwischen Siegssäule und Brandenburger Tor


Ewa Maria Slaska

Am nächsten Tag gab es im Auswärtigen Amt eine Veranstaltung zum Thema Polen in Deutschland.

Eine ziemlich viel versprechende Veranstaltung – es kommen zwei Politiker, die für deutsch-polnische Beziehungen zuständig sind, sie reden ganz ganz kurz und danach dürfen wir, das Publikum, Fragen stellen oder uns zu Wort melden. Ich habe mich gemeldet, wurde nicht akzeptiert. Obwohl ich nicht glaube, dass man so eine “blaue Frau”, wie ich an dem Tag aussah, übersehen kann. Deshalb möchte ich hier schreiben, was ich am Montag nicht sagen konnte oder dürfte. Es war eine Antwort auf drei nacheinander gestellten agressiven Fragen, wieso Deutschen uns Polen belehren, wieso dürfe ein Volk, dass in letzten Hundert Jahren zwei Weltkriege entfacht hat, uns, polnischen Patrioten sagen, was wir tun sollen? Usw.

Die Fragenden, nur Männer, gaben sich als private Personen aus, waren aber, um Fragen zu stellen, abgeordnet.

Frau Szczęch und Herr Woidke antworteten mit ein paar beruhigenden Parolen, die um diese patriotische Brei sich ziemlich schüchtern herumschlichen. Daher wollte ich folgendes sagen:

Ja, Pytający Panowie Patrioci – tak, die fragenden Herren Patrioten! Ja, tak, Sie haben recht. Die Deutschen, die in letzten 104 Jahren zwei Weltkriege entfacht haben, dürfen uns nicht belehren. Die gibt es aber nicht mehr. Die Deutschen von heute haben wie kaum eine Nation der Welt ihre Verbrechen offen gestanden, sich für das getane Unrecht entschuldigt und ihre Schuld aufgearbeitet. Und dies können wir Polen wohl und gut lernen, um nicht als die Ewiggestrigen immer wieder gegen den Deutschen ins Feld zu ziehen.

Und sicher könnten wir am vergangenen Sonntag von den Deutschen lernen, wie man sich sowohl spontan als auch institutionell gegen Hass und Rassismus erhebt.Wie fröhlich die Offenheit und Toleranz und Liebe und Freiheit sind.

Ich finde es richtig schade, dass ich es nicht sagen dürfte. Daher werde ich einen Link zu diesem Beitrag an Herrn Woidke und Frau Szczęch schicken…

***

Übrigens war Frau Szczęch in ihrer Aussagen ziemlich mutig, wenn man bedenkt, was die PiS Regierung über deutsch-polnische Beziehungen denkt… Ich glaube, sie wird gehen… Viel Glück Frau Szczęch!

Der blaue Spuk im Auswärtigen Amt: Ich und Herr Woidke und unser Buch von Michał Rembas und mir; Foto Krystyna Koziewicz.

Berlin. Kolejką wokół miasta / Abgesang in der Ringbahn

Annett Gröschner  Abgesang in der Ringbahn2010
Tłumaczyła na polski: Ewa Maria Slaska

Kolejką wokół Berlina. Koda

Siedzę w kolejce i jadę wokół miasta. 37 kilometrów torów oddziela Śródmieście od dzielnic wokół. Wokół miasto przemyka za oknami, ale jest też w środku. Dobre miejsce do czytania grubych książek, całowania się bez pamięci, prowadzenia nie przeznaczonych dla obcych rozmów w obcych językach, przezimowania, jeśli nie możesz spędzić zimy w domu. Mogę dokonać zdecydowanego cięcia w tym, co robię, nie przecinając jednak niczego, bo kolejka jedzie bez przerwy wokół i wokół, a po godzinie dociera dokładnie tam, gdzie się wsiadło. Ale nie. Nigdy przecież nie wraca się dokładnie do punktu wyjścia. Z każdym okrążeniem wokół Berlina miasto się zmienia, widzi się je zatem inaczej.
Kolejka okrężna wiąże wokół Wschód z Zachodem, krzyżuje wokół Północ z Południem. Gdy w roku 1961 miasto otoczył Mur, przerwał okrąg w dwóch miejscach, między Sonnenallee i parkiem Treptow i między Gesundbrunnen a Schönhauser Allee. Dziś miasto dzielą tylko brukowe wydania gazet. Pomiędzy Schönhauser Allee a Parkiem Treptow czyta się Kurier Berliński, po drugiej stronie – BZ czyli Gazetę Berlińską. Dopiero w czerwcu 2002 roku zamknął się okrąg kolei wokół miasta, dopiero wtedy Berlin się naprawdę zjednoczył. Tak uważam.
Czytam moją ulubioną książkę
o moim ulubionym mieście
Berlin und die Berliner. Berlin i berlińczycy.
Z roku 1905.
Na końcu pytanie:
Dlaczego kochamy Berlin? Można to dokładnie przebadać. A, B, C. Jak zadanie arytmetyczne i co było do okazania. Pomyślmy jednak,
do czego może się przyczepić każdy globtrotter taki jak ty, wtedy wiesz, że Berlin powinien się wykazać z nawiązką, aby cię powstrzymać. Postaraj się określić tę nawiązkę.
Tu pierwsza próba jej sformułowania.
Czego by mi brakowało, gdyby trzeba było mieszkać gdzie indziej (ohydna myśl):
xxxBerlina jako takiego, w ogóle i w szczegółach;
xxxstarych pijaków u Breescha i Latschenpaula i we wszystkich innych starych knajpach berlińskich;
xxxgracji na Kastanienallee i dziwek na Oranienburger,
xxxwysztafirowanych panienek w kolejce do Berghainu;
xxxdomu ze spiczastym dziobem przy dworcu Ostkreuz;
xxxpoetki Elke Erb jeżdżącej na rowerze po Weddingu;
xxxdziesiątków tysięcy ludzi dopingujących swoją drużynę czyli Union;
xxxpunków na Aleksie, nie licząc psów;
xxxjeziora Müggelsee po sezonie i widoku na jezioro Wannsee z poddasza Literarisches Colloquium pod koniec kwietnia, gdy jachty po raz pierwszy po zimie wciągają żagle;
xxxCentrum Studiów Berlińskich i wszystkich innych archiwów;
xxxkrzaków czarnego bzu nad kanałem Friedrichsgracht i dziedzińca zamkowego bez zamku;
xxxskaterów przy pomniku Polaków;
xxxkina na Friedrichshainie po ostatnim seansie filmowym;
xxxlotniska Tegel o bladym świcie widzianego z porannego samolotu z Nowego Jorku;
xxxporannego pociągu z Królewca, kończącego bieg na dworc Lichtenberg;
xxxrozgwieżdżonego nieba latem nad jeziorem Weissen See i miękkiej ciepłej wody w jeziorze;
xxxsamolotów kłębiących się jak ryby na niebie;
xxxzapachu lasu koło więzienia Tegel;
xxxmrukliwego kierowcy w nocnym autobusie numer 22;
xxxGerda i Elisabeth na ulicy Kurta Tucholskiego, Robinsona w tramwaju, który krzyczy głódgłódgłód i Feixa zblazowanego artysty na cmentarzu, który nawet leżąc już w grobie, jeszcze obrzucał turystów obelgami;
xxxwieczoru 26 grudnia na Ku’dammie;
xxxmostu górnokładowego czyli Oberbaumbrücke dniem i nocą;
xxxzaspanego pasażera w niebieskim kombinezonie o czwartej nad ranem w poniedziałek w kolejce wokół miasta;
xxxchłopców arabskich dyskutujących o jebaniu w dupę o czwartej nad ranem w niedzielę w kolejce wokół miasta;
xxxkolejki okrążającej miasto wokół w kierunku przeciwnym do ruchu wskazówek zegara;
xxxi wokół, zgodnie z ruchem wskazówek zegara;
xxxpizzy w Brot and Rosen, falafla w Maroush, Chicken Curry w Asia Tiger i Palak Panir w Hufeland;
xxxtajemniczej parceli Immanuelkirchstraße 14, gdzie pochowano cztery trupy i po bombardowaniu miasta nigdy ich nie znaleziono;
xxxdzielnicy bud zwanej Scheunenviertel, kiedy wyglądała, jakby wojna się dopiero skończyła, i gdzie na fasadach kamienic wciąż widać było ślady jej dawnych mieszkańców;
xxxgruzów Bunkerbergu w parku Friedrichshain;
xxxciszy między fasadami starych domów tuż przed Bożym Narodzeniem, kiedy nowi berlińczycy pojechali do siebie, żeby odwiedzić mamę;
xxxzapachu ostatnich pieców węglowych;
xxxstoiska z przyprawami na targu nad kanałem Landwehry;
xxxknajpy Babel o czwartej nad ranem, kiedy porządni ludzie śpią i popiół wysypuje się z przepełnionych popielniczek;
xxxrestauracji Walden podczas koncertu Bolszewickiej Orkiestry Dętej;
xxxknajp takich jak Koepi, Knaack, Franz i nie zapomnijmy też o SO36;
xxxkina na świeżym powietrzu przed Galeriami Narodowymi, tą starą, i tą nową;
xxxmostu Fryderyka w piątek o 9 zanim zacznie się najazd turystów, i mostu Admirała, gdzie gra muzyka;
xxxzmęczonych ludzi czekających przed Urzędem Pracy na Westendzie;
xxxświatła na berlińskich obrazach Konrada Knebla;
xxxbzów na cmentarzu komunalnym na Gotlindestrasse;
xxxtarasu na dachu w Teatrze an der Parkaue czyli na parkowej polanie;
xxxkolorowych liści na podwórkach jesienią;
xxxkasztanów, wiązów i innych zagrożonych roślin;
xxxplacu Savigny‘ego o szóstej rano, kiedy spacerują tam lisy;
xxxoddechu kolejki miejskiej i metra, wydech, wdech;
xxxOranienstrasse na całej długości i z całym inwentarzem;
xxxrosyjskiego supermarketu na Landsberger Allee, gdzie na zakupy przychodzą kobiety ubrane w futra z norek;
xxxdzielnicy Prenzlauer Berg bez snobów i straszydeł;
xxxtramwaju M10 niezależnie od pory dnia i nocy i wszystko jedno gdzie;
xxxstoiska z lukrecją na targu na placu Käthe Kollwitz i tylko tego;
xxxgazomierza na Schönebergu;
xxxDworca Głównego czyli Hauptbahnhof z daleka;
xxxbulwaru nad Szprewą w dzielnicy rządowej latem;
xxxplacu Magdeburskiego w niedzielne popołudnie;
xxxReichstagu, który wciąż jeszcze jest zapakowany;
xxxprawdziwych wschodnich bułek na placu Arnswaldskim;
xxxwróbli w Tierparku i lemurów trójpalczastych w Zoo;
xxxcypla na końcu półwyspu Stralau z widokiem na Wyspę Miłości i elektrownię;
xxxcałkowicie zarośniętego diabelskiego młyna i dinozaurów w nieczynnym parku rozrywki Plänterwald;
xxxelektrowni Klingenberg w jasne zimowe popołudnie;
xxxzamarzniętej zatoki Rummelsburg z łyżwiarzami,
xxxBerlina, który nie chce być Nowym Jorkiem, Paryżem i Monachium;
xxxplanu miasta, planu metra i planu kanalizacji;
xxxOgrodu Wypędzonych w Muzeum Żydowskim, gdzie wydaje się, że człowiek traci grunt pod nogami;
xxxbasenu Oderberg wypełnionego wodą;
xxxwielkiego zbiornika wodnego bez wody;
xxxśladów po Murze, bez muru, bez zabudowy;
xxxBerlina, który nie chce być hipsterski i ma dupie locations;
xxxBerlina, który jest kreatywny i nie meczy o tym jak koza na każdym rogu;
xxxBerlina, który całkiem dobrze sobie radzi bez złotego łańcuszka i bez kasy;
xxxwidoku Wieży Telewizyjnej z północnego odcinka kolejki;
xxxzachodu słońca w biotopie, jakim były dworce Anhalt i Gleisdreieck;
xxxPlacu Poczdamskiego przed tym, zanim go zabudowano;
xxxprywatnego klubu na Kreuzbergu w piątek;
xxxdoniczki amarylisa w zniszczonych pracą rękach małej Wietnamki na Greifswaldskiej;
xxxRixdorfu w Boże Narodzenie i starego miasta w Kopanicy wczesną jesienią;
xxxwsi Lübars w stojącym letnim powietrzu;
xxxulicy Owocowej, gdy nazywała się jeszcze Owocowa a nie Komuny Paryskiej;
xxxśladów po pociskach na tynku narożnego domu nad Kanałem Miedzianym;
xxxwspomnień emigrantów o Berlinie mieście świateł i długich nagich nóg;
xxxstawu na osiedlu Podkowy czyli Hufeisensiedlung w Britzu;
xxxwidoku na północ z góry Kreuzberg;
xxxnabrzeży Szprewy, jeszcze nie zabudowanych;
xxxcmentarza miejskiego Dorotheenstädtische Friedhof wieczorem po zamknięciu;
xxxBerlina widzianego ze statku;
xxxwietnamskiego targu Dong Xuan na Lichtenbergu czyli Jasnej Górze;
xxxruin ambasady greckiej w Tiergarten;
xxxbliźniąt syjamskich w formalinie w Muzeum Medycyny;
xxxschodów w Nowym Muzeum;
xxxwidoku na Oberbaumbrücke ze statku kąpielowego na Szprewie rano o ósmej;
xxxwidoku ośnieżonej kolonii ogródków działkowych Raj;
xxxi wszystkiego, o czym zapomniałam.

Annett Gröschner czyta wiersz Abgesang in der Ringbahn podczas spotkania autorskiego Wahlverwandschaften zorganizowanego w Kesselhaus przez Berlińską Akcję Literacką w dniu 17 kwietnia 2018 roku

Przedruk: Gombrowicz przyjeżdża do Berlina

To nie jest dokładna rocznica, bo ta wypadnie w najbliższą środę, wtedy minie 55 lat od dnia, gdy wielki pisarz na zaproszenie Fundacji Forda przyjedzie do Berlina. Ale po pierwsze nie bądźmy drobiazgowi, po drugie najbliższa środa przypada Stuartowi, a trudno, żeby niepozbierany angielski pechowiec w ogóle coś o tym wiedział, aczkolwiek przynajmniej Berlin nie jest mu obcy, bo tam od lat mieszka jego siostra. Dziś zresztą też jest rocznica, 73 rocznica zakończenia wojny, dzień, który był w naszych szerokościach politycznych Dniem Zwycięstwa nad faszyzmem. W Niemczech (dawniej RFN) z kolei obchodzi się nie dziś, lecz dopiero jutro – rocznicę Pierwszego Dnia Pokoju. W pięć lat później tego dnia w 1950 roku Robert Schuhmann, francuski minister spraw zagranicznych, proklamuje powstanie Unii Stali i Węgla, która z biegiem czasu przekształciła się w Unię Europejską.  Była to więc data urodzin nowoczesnej Europy, a od roku 1985 – Dzień Europy. Również 10 maja to rocznica – tym razem Wniebowstąpienia Pana Naszego Jezusa Chrystusa, święto ruchome, więc po prawdzie żadna rocznica, obchodzone w Niemczech jako Dzień Ojca, amen…

Wędrowiec wchłaniany przez górskie perspektywy

We wpisie wykorzystałam fragmenty artykułu Magdaleny Kowalskiej, Gombrowicz w Berlinie, czyli Gombrowicz uwikłany w historię, opublikowanego w Pamiętniku Literackim w roku 2004. Zdjęcia pochodzą ze strony witoldgombrowicz.com.

W roku 1963 amerykańska Fundacja Forda zaprosiła pisarza na roczne stypendium do Berlina Zachodniego. 8 kwietnia na pokładzie transatlantyka Federico Costa Gombrowicz wyrusza do Europy. Do Paryża przybywa 24 kwietnia, 16 maja – do Berlina Zachodniego.

Po ponad 23 latach w Argenty­nie Gombrowicz znalazł się z powrotem w Europie. W Berlinie spędził 12 miesięcy, od 16 maja 1963 do 17 maja 1964. Oprócz polskiego pisarza do Berlina przyjechało wówczas dziewięciu innych artystów i pisarzy z całego świata. Projekt Fundacji Forda miał ożywić życie kul­turalne miasta, które po wzniesieniu Muru wyludniało się i izolowało. Mur został wzniesiony 13 sierpnia 1961 roku (i, przypomnijmy, stał formalnie do 9 listopada 1989 roku. Nieformalnie stał trochę dłużej, ale rzeczywiście niewiele, bo i władze miasta, obu jego części, strasznie pospiesznie usuwały jego resztki, czego po dziś dzień, z różnych powodów, wszyscy żałują!).

Początkowo pisarz mieszkał w Akademie der Künste w dzielnicy Hanzy (Hansaviertel). Dwukrotnie zmienia mieszkania, w listopadzie zamieszkał ostatecznie nieopodal, w jednopokojowej pracowni przy Bartningallee 11/13 na 15 piętrze nowoczesnego bloku. Pisze Dzienniki, notatki raczej, bo prawdziwy Dziennik powstanie dopiero po powrocie pisarza do Francji.

Klinika Hygiea, gdzie Gombrowicz z uwagi na powikłania po ciężkiej grypie spędził ostatnie dwa miesiące pobytu w Berlinie; obok: pisarz po powrocie ze szpitala

Po przyjeździe zapisze w Dziennikach słynne zdanie:

Ja, osoba z Argentyny, ahistoryczna raczej i nie przyzwyczajona, wciąż miałem wrażenie, że Berlin, jak Lady Macbeth, bez wytchnienia myje sobie ręce…

Właściwie każdy Polak mieszkający w Berlinie, a po prawdzie to też niemal każdy Niemiec z naszego pokolenia, zna opinie pisarza o Berlinie, i nawet jeśli nic więcej nie pamięta, to zapamiętał przynajmniej to jedno słowo: Geglitzer, błyskotka… Berlin Zachodni ostatnia błyskotka zachodniej Europy, a dalej ciemność aż po Chiny. Gdzie indziej nazwie pisarz to miasto wyspą na szeroko rozlanym Morzu Czerwonym. Patrząc z perspektywy Argentyny Gombrowicz jest już właściwie na granicy z Polską, której od przedwojny nie widział i nie zobaczy.

Ale wtedy zaleciały mnie (gdym spacerował po parku Tiergarten) pewne wonie, mieszanina z ziół, z wody, z kamieni, z kory, nie umiałbym powiedzieć z czego… tak, Polska, to było już polskie, jak w Małoszycach, Bodzechowie, dzieciństwo, tak, tak, to samo, przecież już niedaleczko, o miedzę, ta sama natura… którą porzuciłem przed ćwierć wiekiem. Śmierć. Zamknął się cykl, powróciłem do tych zapachów, więc śmierć. Śmierć.

Umrze w kilka lat później 24 lipca 1969 roku w Vence we Francji. Do Polski nigdy nie pojedzie.

17 maja 1964 roku, Gombrowicz opuszcza Berlin; foto Zuzanna Fels

Ujęła go grzeczność i uprzejmość młodych berlińczyków, ale Historia go nie opuści.

Ręce niemieckie w Berlinie […] gdyż nigdy nie oglądałem młodzieży bardziej humanitarnej i uniwersalnej, demokratycznej i uczciwie a niekłamanie niewinnej […] spokojnej […]. Ale […] z rękami!

Bo te ręce, „ręce Niemców”, przypominają mu ręce sprawców z nazistowskiej przeszłości.

Gomro, który krytycznie ogląda rzeczywistość na Wschód od muru berlińskiego, czyli naszą, Gombro, który tęskni, i Gombro, którego nie opuszcza poczucie, że ci ludzie wokół niego, tak uprzejmi, tak z siebie zadowoleni, są przecież sprawcami czegoś tak niewiarygodnego jak II wojna. Te postawy są nam, Polakom, wciąż jeszcze bliskie, choć w międzyczasie upadła “komuna”, polski mieszkaniec Berlina bez przeszkód żyje okrakiem ponad umowną już dziś granicą, a Niemcy w niestrudzonym wysiłku filozoficznym i wychowawczym “przepracowali” swą historię i swą winę, czego w latach 60 nikt się przecież nie spodziewał.


Gombrowicz na balkonie mieszkania na 15 piętrze domu przy Bartningalee 11/13; foto Zuzanna Fels

Na razie jednak Niemcy nie przepracowali jeszcze swojej historii, winy i odpowiedzialności. Pracują i budują swój kraj, jakby przedmioty mogły i miały zastąpić pamięć, jakby miały zasypać przepaści i wypełnić pustkę.  Pisarz nie rozumie, kiepsko zna niemiecki: „Nie miałem złudzeń co do mojej niemczyzny – ale żeby to miało być aż tak zjadliwe!” pisze. Bariera językowa urasta w Dzienniku do rangi symbolu. Mowa rozbrzmiewająca dookoła, trochę zrozumiała, a trochę niezrozumiała, wzmaga narzucające się poczucie obcości i egzotyki. Gombrowicz kilkakrot­nie powraca do tego problemu, widać, że był on dla niego bolesny. „Poznałem w tym czasie wszystkich prawie czołowych pisarzy i redaktorów […], z którymi, niestety, nie zawsze mogłem się porozumieć. […] moi koledzy po piórze kiepsko władali językiem francuskim”. Na jednym ze spotkań z owymi kolega­ mi po piórze ktoś z obecnych czyta Ferdydurke po niemiecku: „Ale… słyszę, że nie rozumiem. Wtedy poczułem, że moje istnienie tutaj musi być niepełne, fizyczne raczej.”

W Berlinie ciąży pisarzowi Historia, Historia czyli Wojna. Historia, która odrywa go od głównego tematu jego twórczości, jakim jest on sam, on, osoba, pisarz, Witold Gombrowicz. Upomina sam siebie: “Nie, nie piszę o Berlinie, piszę o sobie – tym razem w Berlinie – nie mam prawa pisać o niczym innym. Nie gub swojego tematu”. Berlin jest właściwie pewnym kresem, końcem i kulminacją podróży do Europy. W Berlinie ze szczególną siłą narzuca się Gombrowiczowi wszystko, co go spotyka w Europie, nabiera tam niezwykłego natężenia. Powrót do Europy był po wrotem do historii i czasu – ogólnego i prywatnego – i powrót ten najmocniej dał się odczuć w Berlinie. „Byłem u kresu… może nie tyle sił, co rzeczywistości… Od czasu gdym opuścił Argentynę, Europa wsysała mnie jak wsysa próżnia. Zagubiony w krajach, miastach, tłumach, byłem jak wędrowiec, wchłaniany przez górskie perspektywy”.

Karl Marx zum 200. Geburtstag

Christine Ziegler

“Frau Kapital trifft Dr. Marx”
vom Weber-Herzog-Musiktheater

Es war der Donnerstag vor genau einem Monat, 5.4.18 um 20 Uhr im RegenbogenKino.

Ein schwarzer Vorhang vor der Kinoleinwand, ein altes Klavier, ein Sofa und ein Lehnstuhl, viel mehr brauchen sie nicht, die Leute vom Weber-Herzog-Musiktheater, um die Thesen von Karl Marx aus dem ersten Band des Kapital in 100 Minuten auf die Bühne zu bringen. Wichtiger war ihre Geduld in unzähligen Diskussionen, die wichtigen Worte und Sätze herauszuschälen, auf die es ihnen ankommt. Hinwenden, herwenden, alles im Licht der Ereignisse der seitdem vergangenen Jahre betrachten, das hat das Distillat dann hervorgebracht.

Ein studierter Marx mit Hang zum Dozieren trifft auf eine feine, etwas exhaltierte Dame mit Lust am Rausch der Macht. Wer besucht hier wen auf wessen Geburtstagsparty?

Ausbeutung, Mehrwert, Öl als Droge und die Betrachtung, wie eigentlich alles anfing mit der Akkumulation, wir können mit Frau Kapital gemeinsam auf Reisen gehen und die Rolle des Kapitalismus als ökonomische Entwicklungsstufe wiedererkennen.

Wie wir das alles wieder loswerden können, das skizzieren sie notwendigerweise nur, denn die Aufgabe, die da vor uns liegt, ist natürlich ans Publikum zurückgegeben.

Wenn wir aber unsere Gesundheit und das Leben auf dem Planeten bewahren wollen, dann muss sich grundlegend was ändern.

Das würde ohne die tolle Musik dann doch an der einen oder anderen Stelle wie ein Seminar daherkommen. Nachdenken ist halt auch anstrengend. Mit Lust an der Zuspitzung und mit ganz verschiedenen Stilmitteln unterstützt die Musik den Erkenntnisprozess mit einem Couplet aus den zwanziger Jahren ebenso wie mit einem Choral.
Und immer wieder schaut auch Kurt Weil erfreut um die Ecke.

So kommen alle auf ihre Kosten, ganz sicher die, die sich ihren Marx selber erarbeitet haben, aber auch die, die keinen einzigen Kapitalkurs durchstehen wollten.

Es wirken mit:
Raiko Hannemann, Christof Herzog, Martin Orth und Christa Weber.

Produktionsleitung / Regieassistenz: Dennis Kupfer

Nochmal Gelegenheit, das selber zu sehen:
Di., 15.5.18 um 20 Uhr, wieder im RegenbogenKino
Lausitzer Straße 22
10999 Berlin

Wiosna, Berlin, literatura, kobiety, kwiaty

Ewa Maria Slaska

We wtorek 17 kwietnia będziemy z Annett Gröschner czytały w Kesselhaus w Kulturbrauerei w ramach projektu Berlińskiej Akcji Literackiej (Berliner Literaturaktion) Wahlverwandschaften. O 20, każdy zdąży… (więcej TU)

Format spotkań stawia przed czytającymi pewne wymagania, a organizator, niestrudzony Martin Jankowski, stawia ich jeszcze więcej. O poprzednim spotkaniu z serii napisał nam, że odbyło się między innymi czytanie sceniczne z podziałem na role, w co wciągnięta została również publiczność. Może dlatego berliński TIP poświęca nam specjalną zapowiedź ze zdjęciem…

A my?

Annett się spóźnia, gapię się w displaya komórki. Zabawny wierszyk w sam raz na dziś:

Die Blumen werden billiger
die Mädchen werden williger
es riecht von den Aborten
kurz – Frühling allerorten!

(kwiaty coraz w cenie przystępniejsze
dziewczyny zdecydowanie chętniejsze,
sławojki wonieją ostro!
przyszłaś, Pani Wiosno!)

Erich Kästner (tłumaczenie bardzo dowolne – ja)

Spotykamy się z Annett w kawiarni Zimt und Zucker (Cynamon i cukier) nad Szprewą. Jest piękny letni dzień. Przedwczoraj skończyła się zima, wczoraj była wiosna, dziś jest lato. Nikt nie wie, jak się ubrać. Dziewczyny w wydekoltowanych sukniach idą z chłopakami w swetrach i australijskich botach. Wszędzie pełno ludzi. Kobiety w obszernych długich sukniach w kwiaty, faceci z gołymi nogami. Bo czasy się zmieniły. Latem kobiety mniej pokazują skóry niż mężczyźni.


Panowie tak, a kobiety – tak

No dobrze, a my? Mamy się przygotować do wieczoru, która jak ma przedstawić tę drugą? Co nas łączy? Co dzieli?

Na pewno łączą nas kobiety z rodziny. Nasze poprzedniczki. Napisałyśmy o nich książki, które się jeszcze nie ukazały – to też nas łączy. Opowiadam Annett o stu latach silnych kobiet w mojej rodzinie, poczynając od Praprababci, która produkowała proch i wspierała powstańców w 1863 roku. Moja opowieść o rodzinie to wyraźna linia. Annett mówi, że w jej książce kobiety z rodziny układają się w bukiet jak na obrazie flamandzkiego malarza Ambrosiusa Bosschaerta.

Ten właśnie obraz Bosschaerta, Wazon z kwiatami w oknie, stał się punktem wyjścia dla opowieści Annett o kobietach z jej rodziny. To w ogóle ciekawy obraz. W momencie, gdy powstał, w roku 1620, wywołał gorączkę tulipanową, o czym kiedyś pisał Zbigniew Herbert. O tak, mówi Annett, to ciekawy obraz, są na nim kwiaty z różnych pór roku. Naprawdę nie mogło być takiego bukietu.

Ostatnia kobieta z jej opowieści, współczesna berlinianka dostaje pracę w kwiaciarni u Wietnamki (w Berlinie wszystkie kwiaciarnie zostały przejęte przez Wietnamczyków, podobnie jak zakłady fryzjerskie przez Turków, a restauracje włoskie przez Arabów). Jest XXI wiek. Każdy kwiat można skądś sprowadzić, jesienny z kraju, w którym akurat kwitną ziemowity, wiosenny z miejsca, gdzie kwitną krokusy. Bohaterka książki Annett i jej wietnamska szefowa układają taki bukiet, jakiego nigdy przedtem nie było.

Przyjdźcie we wtorek do Kesselhaus, opowiemy Wam więcej ciekawych historii.

Upojny aromat róż

Tomasz Fetzki

Kilka lat temu pojechałem na wycieczkę do Berlina. Wycieczkę grupową. Rzadko mi
się to zdarza, bom zmizantropiał ostatnio okrutnie. Ale to był wyjazd z koleżankami i
kolegami
z pracy, więc ostatecznie – czemu nie?
Po mieście oprowadzał nas profesjonalny Przewodnik. Zawodowiec nie tylko w tym
znaczeniu, że brał za to pieniądze. Przede wszystkim dlatego, iż był świetnie przygotowany:
miał dużą wiedzę i umiał ją atrakcyjnie przekazać. Słuchałem z przyjemnością. Sam
dorywczo param się tym rzemiosłem, wielokrotnie mówiono mi, że jestem niezły
– bez
ukrytego interesu mówiono
, więc zakładam, że szczerze. Słowem: trochę się na tym znam i z przyjemnością (gdyż, nieco paradoksalnie, moja mizantropia nie jest zaprawiona zawiścią) stwierdzam, iż facet był dobry.
Dla mnie to nie była pierwsza wizyta w Niedźwiedzim Grodzie, ale dla większości
uczestników wyprawy tak. Przeto i program standardowy: Reichstag, Brama
Brandenburska, Alexanderplatz i takie tam oczywistości. Gdy przechodziliśmy obok
Fernsehturm, zagadnąłem dyskretnie Przewodnika, czy zabierze nas o tam, w ten
zaułek
. Z najszczerszym zdziwieniem spytał: A po co?
Zaraz potem była krótka przerwa na „aktywności osobiste”. Po niej nasz Cicerone znów
błysnął profesjonalizmem: w tak zwanym międzyczasie przygotował się (co, nota bene, nie
jest trudne, gdy się ma komórkę z internetem, no ale przecież nie musiał!), zaprowadził nas tam, w ten zaułek i fachowo zaprezentował jego historię.
Po co ten przydługi wstęp?
Skoro świetny Przewodnik, erudyta i człek o szerokich horyzontach (nie kpię –
z jakim
znawstwem i pasją opowiadał o tutejszych modernistycznych osiedlach!; inna rzecz, że akurat wtedy słuchałem go chyba „tylko głównie” ja), nie wiedział niczego o Rosenstraße, cóż powiedzieć o słabszych? A przecież to miejsce powinno być punktem OBOWIĄZKOWYM dla wszystkich wycieczek, dla każdego odkrywcy Berlina. Adminka nasza najdroższa twierdzi, że mam na tym punkcie lekkiego hyzia. Niewykluczone. Ale dobrze mi z nim i nie może być inaczej. Uliczka znajduje się w najściślejszym centrum, lecz jest ukryta i trafić na nią trudno. Wydarzenia, które się tam rozegrały równo 75 lat temu, też są centralnym, jednym z najważniejszych epizodów ostatniej wojny, ale przy tym mają dość skryty, nieefektowny charakter i również mało kto trafia na ich ślad. Wielki błąd!
Do początku 1943 roku niemieccy Żydzi, pozostający w małżeństwach (zwanych
Mischehen) z Niemcami, jakkolwiek objęci nadzorem, choć wiodący życie pełne upokorzeń i strachu, byli względnie bezpieczni: traktowano ich jak trzeci czy czwarty sort, poniżano,
wykorzystywano w roli niemal darmowej siły roboczej dla fabryk zbrojeniowych, ale żyli!
I
żyło tak około 30 tysięcy osób. O ile aryjskastrona, powodowana wyrachowaniem,
małostkowością lub wygodą, czasem też strachem, nie wystąpiła o rozwód. Wtedy
perspektywa dla Żyda (lub Żydówki) stawała się oczywista i tragiczna. Niestety, przyszedł
czas i na mieszane” związki. Pod koniec lutego 1943 roku rozpoczęły się aresztowania i wywózki do obozów koncentracyjnych. Na prowincji przebiegały sprawnie. W Berlinie stało się inaczej.
Pod dawną siedzibą gminy żydowskiej,
przy Rosenstraße, gdzie uwięziono berlińskich mężczyzn z Mischehen, zaczęły się spontanicznie gromadzić ich żony i dzieci.
Pierwszy raz spotkały się 27 lute
go. Przychodziły codziennie, by pod lufami wycelowanych
w nie karabinów maszynowych skandować:
Oddajcie nam naszych mężów! Przychodziło ich ponad tysiąc. I, w co trudno uwierzyć, po tygodniu wydarzył się cud. Mężczyzn
wypuszczono, a nawet zawrócono z trasy kilkudziesięciu, którzy podążali już
transportem do Auschwitz. Prawie wszyscy dożyli końca wojny.
Rozpisywać się szczegółowo na temat
Protestu na Rosenstraße (bo taką nazwę z
czasem otrzymało to wydarzenie
) nie warto, skoro ktoś już to zrobił wcześniej i bardziej
fachowo. Można sobie poczytać
ciocię Wikipedię, trzeba koniecznie poznać znakomity
artykuł Agnieszki Hreczuk, dobrze także obejrzeć film nakręcony na kanwie Protestu. Lepiej zrozumiemy uwarunkowania i specyfikę wydarzeń, łacniej pojmiemy, jak dokonywał się wybór: pozostać człowiekiem, czy stać się szmatą.
A ja sobie pozwolę już tylko na garść refleksji.
Klękam z szacunkiem (i nie ma w tym stwierdzeniu cienia
patosu) przed kobietami z
Rosenstraße, prze
d wielkością ich człowieczeństwa i siłą ich miłości. Bo zważmy: porwały się właściwie z motyką na słońce. Wbrew wszelkiej nadziei. Cóż z tego, że minęły raptem
trzy tygodnie od klęski
pod Stalingradem? Wehrmacht trzymał straż od wybrzeży Atlantyku po stepy nadwołżańskie i od kręgu polarnego po Saharę. Znikąd odsieczy. A wszędzie panoszy się Gestapo, siejąc terror w zgwałconym społeczeństwie. Ba, jeszcze w ostatnich tygodniach wojny Volksgerichtshof szczodrze szafował wyrokami śmierci! Zaś kobiety z Rosenstraße już od dawna, od września 1935 roku – momentu ogłoszenia Nürnberger Rassengesetze dokładnie wiedziały, na co stać chłopców Himmlera i Müllera. Hańbą i strachem do syta napoione, nie miały złudzeń. Ale nie dały się złamać, nie porzuciły swych mężów ani przez te wszystkie lata, ani 27 lutego. Skąd się bierze taką siłę?
Właściwie dziwię się Niemcom, że za symbol Widerstandu czyli oporu uznali Zamach 20 lipca. Naprawdę się dziwię, bo wielu spośród spiskowców (nawet sam Graf von Stauffenberg) moralnie było co najmniej niejednoznacznych, nad czym zresztą już się kiedyś zastanawiałem, bo temat nie daje mi spokoju.
Róże, które zakwitły na mrozie 27 lutego, są znakiem jednoznacznym, czystym i
wielkim. One i ten bukiecik białych różyczek, skoszony w Monachium zaledwie pięć dni
wcześniej! Przypadkowa zbieżność? Sophie Sholl i jej brat Hans, Christoph Probst, profesor Kurt Huber, Hans Leipelt… Zaprawdę, obrodziła różami ta zima. Ich zapach przetrwał do dziś i nim chcę się upajać. To najlepsza cząstka Niemiec tamtego czasu.
Nie tylko Niemiec. I nie tylko tamtego czasu. Długo się wahałem, czy nawiązać do
aktualiów. Aby nie trywializować ofiary Zimowych Róż. Gdyż nie da się porównać tamtego
ryzyka do tego, na co patrzymy i z czym się musimy mierzyć dziś. Proporsją muszą być gard
e, nie popadajmy w śmieszność i żenadę. Nam grozi nieporównanie mniej, waga naszej odwagi (cóż za fraza, swoją drogą), bo przecież jeszcze nie bohaterstwa, jest z tamtą
niezestawialna, by tak rzec.
Jednak, po namyśle, zdecydowałem się na wycieczkę we współczesność, bo sprawa
jednak jest poważna i staje się, na naszych oczach, coraz poważniejsza. Żarty się kończą. C
o prawda skala zagrożnia nie ta, ale mechanizmy podobne. Tamte róże niszczono, nasze
skromne białe różyczki, póki co, zostały nazwane symbolem nienawiści. Otóż to: póki co.
Mechanizm szmacenia się jest ten sam. Aromatem róż pijany roję sobie, iż warto teraz być
przyzwoitym i odważnym, by nie trzeba było stawać się za jakiś czas bohaterem. Mam gdzieś bohaterstwo. Wolę
, banalny i zwyczajny, dumać w różanym ogródku.

Rzeźba Ingeborg Hunzinger ustawiona na Rosenstrasse w roku 1995; zdjęcia Autor

Reblog: Ein Mann auf einem Friedhof in Reinickendorf

Es kam Vorgestern per Mail:

Liebe Mitglieder, Freunde und Freundinnen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin, sehr geehrte Damen und Herren!

Eine Geschichte, die kaum zu glauben ist: ein Pole und ein Deutscher haben nach monatelanger Suche die verschollene Urne des Bischof Bursches auf einem Reinickendorfer Friedhof wieder gefunden.

Nach 76 Jahren ist das Schicksal des polnischen evangelischen Bischofs Juliusz Bursche endlich aufgeklärt

76 Jahre nach seinem Tod wird der polnische Protestant geehrt, der durch die Nazis ums Leben kam

© Karola Kallweit

Am 20. Februar 2018, 76 Jahre nach dem Tod des Bischofs Juliusz Bursche in Gestapo-Haft fand in Berlin-Reinickendorf eine Trauerfeier für ihn statt.

Landeseigene-Friedhof Reinickendorf

Man hat an diesem sonnigen Tag das Gefühl, als würde eine Saat der Versöhnung zwischen Polen und Deutschen aufgehen. Eine Saat die vor langer Zeit gesät wurde. Von Bischof Juliusz Bursche, einem polnischen Protestanten mit deutschen Wurzeln, der 1942 durch den Nazi-Terror starb. Bedeutend ist er bis heute unter den Protestanten Polens, in Deutschland hingegen nahezu unbekannt.

Zur Gedenkfeier auf dem städtischen Friedhof in Berlin-Reinickendorf ist eine große Delegation aus Polen angereist: die Nachfahren Juliusz Bursches, darunter sein Urenkel Juliusz Gardawski, sowie der leitende Bischof der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Jerzy Samiec. Er und sein Berliner Kollege Markus Dröge, Landesbischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, halten die Predigten und sprechen die Worte der Andacht.

Der Ort seines Grabes war unbekannt

Der 20. Februar 1942 ist der Todestag von Bischof Juliusz Bursche. Zwei Hobby-Historikern aus Polen und Deutschland ist es zu verdanken, dass nun seine Nachkommen, 76 Jahre nach seinem Tod, an einem Gedenken, einer Trauerfeier für ihren Vorfahren teilnehmen können. Für Jahrzehnte lagen die Umstände von Juliusz Bursches Tod im Dunkeln und der Ort seines Grabes war unbekannt. Seine sterblichen Überreste galten bis vor Kurzem als verschollen. Ein Überbleibsel des Nazi-Terrors.

Die Nationalsozialisten mordeten akribisch und versuchten ebenso akribisch, die Geschichten der Opfer unsichtbar zu machen. Der Urenkel des Bischofs, Juliusz Gardawski, erzählt, dass die Tochter des Bischofs kurz nach Erhalt der Todesurkunde ins Gestapo-Hauptquartier nach Warschau ging, um die Überführung der sterblichen Überreste ihres Vaters zu regeln. Nachdem ihr dieser Wunsch verwehrt wurde, wandte sie sich an den zuständigen Gestapo-Offizier: „Habt ihr sogar vor seiner Asche Angst?“, habe sie gefragt. Die Antwort des Gestapo-Mannes: „Bedenken Sie, mit wem Sie sprechen.“

©EKD/Janina Finkemeyer

Mit einem Aufruf zur Versöhnung und gegen Nationalismus ist in Berlin an den in deutscher NS-Haft gestorbenen polnisch-evangelischen Bischof Juliusz Bursche (1862-1942) erinnert worden. Anlass waren Bursches 76. Todestag und die Wiederentdeckung seiner Grabstelle im vergangenen Jahr.

Die Hobby-Forscher Klaus Leutner und Pawel Wozniak haben auf ihrer Spurensuche die Urne von Juliusz Bursche ausfindig gemacht und mühsam die Ereignisse rekonstruiert. Sie lasen sich durch Krankenhausakten, suchten das nächst gelegene Krematorium und baten die Friedhofsverwaltung um Hilfe. Nach und nach konnten sie so das Puzzle zusammensetzen. Gestorben ist Bischof Juliusz Bursche an einer Lungenentzündung im Polizeikrankenhaus in Berlin-Mitte nach zweijähriger Internierung im KZ Sachsenhausen. Er wurde eingeäschert und auf dem Gemeindefriedhof in Berlin-Reinickendorf beerdigt. Es war ein besonderer Moment, als Bischof Markus Dröge am 29. Oktober 2017 bei den zentralen Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum in der Warschauer Kirche Sankt Trinitatis diese Unterlagen überreichen und der Familie mitteilen konnte, wie Bischof Juliusz Bursche ums Leben kam.

Ein Mensch, der das Leben umarmte

Ums Leben kam – wie tragisch treffend die Redensart für jemanden wirkt, der, wie sein Urenkel Juliusz Gardawski erzählt, ein Mensch war, der das Leben umarmte, der den Sommer über in seinem Garten Rosen und Bäume pflanzte, der sich eine Zigarre und ein Gläschen Wein am Tag gönnte, der die Musik liebte und das polnische evangelische Gesangsbuch mitverfasste. Er hatte es sich zur Pflicht gemacht die Protestanten in Polen zu einen, denn Nationalität war kein Maßstab für ihn, wenn es um den Glauben ging. Eine Haltung, die im deutsch-besetzten Polen brandgefährlich war und für die Bursche am Ende mit seinem Leben bezahlen sollte. Er nannte es in einem seiner Briefe, die er aus dem Lager nach Hause schickte, die „Tragödie meines Lebens“, dass sein Lebenswerk „eine kräftige, einflussvolle, evangelische Kirche, die Polen und Deutsche eint“, nun zerstört werde.

Die Geschichte Polens und Deutschlands ist wechselvoll und über lange Zeit von Leid geprägt. Sie beginnt nicht erst mit dem Überfall der Nazis 1939. Um zu verstehen, warum den Deutschen sogar die Asche des Bischofs Angst machte, muss man weiter zurückgehen. Juliusz Bursche stammte von deutschen evangelischen Einwanderern ab, die sich in Polen, damals Kongresspolen, niedergelassen hatten. Juliusz Bursche gehörte zur zweiten Generation, die in Polen aufwuchs und das Land als seine Heimat begriff. Die Familie gehörte zum Bürgertum. Im Hause wurde deutsch gesprochen und die lutherische Reformation war identitätsstiftend. Sein Vater war Vikar und so lag es nahe, dass auch Juliusz Bursche eine theologische Laufbahn anstrebte.

Im Geiste einer protestantischen Ökumene

Als Erwachsener war er überzeugter Verfechter einer polnischen Unabhängigkeit, ohne jedoch seine deutschen Wurzeln zu vergessen. Sein Urenkel sagt: „Die Familie lebte in einem polnischen Haus, in dem deutsch gesprochen wurde.“ Vor diesem Hintergrund war es naheliegend, dass Bursche im Geiste einer protestantischen Ökumene versuchte, die evangelischen Christen in Polen, eine Minderheit in dem katholischen Land, zu einen. Die Sprache der Andacht und des Gebets dürfe die Gläubigen nicht trennen, davon war er überzeugt. Vielmehr müsse man sich auf das Gemeinsame besinnen und in der Tradition lutherischer Freiheit friedlich miteinander glauben. Diese moderne, übernationale Haltung wurde ihm, wie vielen anderen der deutschen und polnischen intellektuellen Elite, zwischen den Weltkriegen zum Verhängnis. Die Nazis warfen ihm eine „Polonisierung“ der Deutschen vor und die Kirchenleitung hatte sich im Zuge der Gleichschaltungs-Politik längst in die Gefolgschaft der deutschen Besetzer ergeben.

Kirchenhistoriker und Bursche-Forscher Bernd Krebs schreibt dazu: „Durch ihre offene Zustimmung zum ‘nationalen Aufbruch’ in Hitler-Deutschland, die fast pathologisch zu nennende Verklärung der dortigen Zustände und durch ihre weitreichenden Zugeständnisse gegenüber der neuen ‘Volksgruppen’-Führung, hatten sich Kirchenleitung und Pastorenschaft längst in eine folgenreiche Abhängigkeit begeben.“

 

Das Fenster, der Blick in den Himmel. Derselbe Blick wie damals

Als Bursche 1937 der erste Landesbischof seiner Kirche wurde, war sein Schicksal schon besiegelt. Anfang September 1939 begann der Überfall auf Polen und kurz darauf begannen die Verhaftungen. Am 3. Oktober 1939 nahm die SS Bischof Bursche fest. Von Polen aus wurde er zunächst in ein Gestapo-Gefängnis gebracht und schließlich Anfang 1940 ins KZ Sachsenhausen.

Urenkel Juliusz Gardawski hat nun zum zweiten Mal das KZ Sachsenhausen besucht. Erst diese erneute Ortsbegehung vervollständigt nun sein Bild der Gefühls- und Wahrnehmungswelt des Bischofs, die er bislang nur aus den Briefen kannte, die Bursche alle zwei Wochen aus dem Lager an seine Familie in Polen schickte. Gardawski nennt es ein „unverschuldetes Misslingen der Lebensmission“ des Bischofs. Doch wie erst muss sich dieses Scheitern für den Bischof selbst angefühlt haben? Gardawski verweilte beim Besuch des KZ etwas länger in der Zelle, in der Bischof Bursche inhaftiert war.

Später erzählt Gardawski, was er gesehen und empfunden hat: Kahle Wände, Betonfußboden, ein Ort des kalten Funktionierens. Und doch gebe es das Fenster, den Blick in den Himmel. Derselbe Blick wie damals. Gardawski sagt, er habe die Wolken am Himmel gesehen und sich vorgestellt, dass auch sein Urgroßvater die Wolken gesehen habe, die aus dem Osten vorbeizogen; vielleicht habe er darin die Gebete und warmen Gedanken seiner Familie erkannt. Und vielleicht habe sich sein Urgroßvater vorgestellt, dass der Wind aus dem Westen die Liebe für seine Familie in den Osten geschickt habe.

Auch wenn es keine Asche gab, so errichtete man Bischof Bursche dennoch ein Grab in Polen. Einen symbolischen Ort des Gedenkens neben der Dreifaltigkeitskirche in Warschau. Und während der kalte Krieg den Graben zwischen den beiden Ländern vertiefte, die Nachkriegs-EKD dem Vergessen des polnischen Bischofs kein Ende setzte, hatte man den Bischof in Deutschland fast vergessen. Erst die Wende in der Ost-Politik und die Wende von 1989 brachten eine langsame Annäherung in der Beziehung der beiden protestantischen Kirchen. „Zarte Bande, die zu einem Netzwerk wurden“, so beschreibt es Landesbischof Dröge in seiner Predigt an diesem 20. Februar 2018.

Späte Würdigung einer Lebensleistung

Das Großwerden des Nationalsozialismus hatte viel mit Angst und Gleichgültigkeit zu tun. In einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden protestantischen Kirchen und der Familie heißt es:

„Anfang 1933, am Tag der Verkündung von Wahlergebnissen in Deutschland als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen, weilte Bischof Bursche in Berlin und war Zeuge eines Nachtmarsches der Nazis mit Fackeln. In einem der Briefe an seine Familie kommentierte Bischof Bursche dieses Erlebnis mit unmissverständlichen Worten des Widerstandes gegen den chauvinistischen Nationalismus.“

Aus Asche, so heißt es, entsteht neues Leben. Und nachdem die Experten die Urne genauer untersucht haben und die Asche des Bischofs nach Polen überführt werden kann, dann ist das für die Familie des Bischofs und den aktuellen Bischof der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen Jerzy Samiec die späte Würdigung seiner Lebensleistung. Und auch ein Beweis für eine übernationale Einheit zwischen Deutschen und Polen. Die Saat von Bischof Bursche, die Früchte trägt.

Quelle: Evangelischer Pressedienst Berlin / Karola Kallweit (für evangelisch.de)
Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Website www.dpgberlin.de

68. Berlinale

Polinnen (und Polen) bei der Berlinale

Es ist nicht der wichtigste Filmfestival der Welt, aber er ist groß und wichtig genug, um alles inne zu haben. Unter den 400 Produktionen und Events des diesjährigen Festivals gibt es sowohl Noam Chomsky in der Reihe “Kulinarisches Kino” als auch Ai Wei Wei’s Doku-Film über Flüchtlinge Human Flows. Wie seit Jahren schon gibt es jede Menge Polen bei der Berlinale, bei dem Wettbewerb, bei verschiedenen Reihen, bei mehreren sehr interessanten Koproduktionen, von denen eine  (Dovlatov) auch im Wettbewerb läuft. Mich jedoch interessierten vor allem zwei junge Frauen, die von unserer Generation, den sog. Solidarność-Flüchtlingen als Kinder aus Polen weggeführt und nach Deutschland “gebracht” wurden.  Über diese Kinder eben schrieb Emilia Smechowski in ihrem 2017 erschienen Buch, dass sie “Strebermigranten” sind. Der Name ist nicht gerade schmeichelhaft, aber hat vielleicht was Wahres an sich. Und Schönes!

Wettbewerb
Twarz | Mug (Weltpremiere)
von
Małgorzata Szumowska

Jacek liebt Heavy Metal und seinen Hund. Die Feldwege vor der Haustür funktioniert er zur Rennstrecke um, die er mit seinem kleinen Auto entlangbrettert. Wenn er mit Freundin Dagmara die Tanzfläche betritt, gehen alle anderen sofort in Deckung. Er genießt das Dasein als cooler Außenseiter in einem ansonsten eher spießigen Umfeld. Die Muskeln trainiert er bei seiner Arbeit auf einer Großbaustelle nahe der polnisch-deutschen Grenze, wo die größte Jesusstatue der Welt entstehen soll. Doch ein schwerer Arbeitsunfall lässt sein Leben aus dem Groove geraten. Vollkommen entstellt, wird an Jacek unter reger Anteilnahme der polnischen Öffentlichkeit die erste Gesichtstransplantation im Land vollzogen. Als Nationalheld und Märtyrer gefeiert, erkennt er sich im Spiegel selbst nicht wieder. Die Jesusstatue aber wird immer höher und höher. Während sich die Ereignisse rund um Jacek überschlagen, behält der Film die Übersicht und scheint das Kameraobjektiv noch schärfer zu stellen. In Form einer bösen Farce reflektiert Twarz polnische Zustände, erkundet das Leben in der Provinz und zeigt ein Land, das seinen Glauben in Stein meißeln lässt.


Panorama
Wieża. Jasny dzień. | Tower. A Bright Day.
von
Jagoda Szelc

Frühsommer, die Natur leuchtet in sattem Grün. Mulas Tochter Nina wird ihre Erstkommunion feiern und die Verwandten reisen an. Unter ihnen auch Mulas Schwester Kaja, Ninas biologische Mutter, die sechs Jahre verschwunden war. Ihre Rückkehr löst bei Mula Verlustängste aus. Misstrauisch beäugt sie jede Annäherung der beiden. Die Kamera bewegt sich agil, wie ein weiteres Familienmitglied in einem Beziehungsdrama in schicker Landhauskulisse. Doch immer wieder laufen kleine Erschütterungen durch den Film, wie seismische Wellen, die von einem größeren Beben künden. Auf der Tonspur, durch jähe, blitzartige Schnitte und seltsame Vorkommnisse. Vielleicht sind die überraschende Genesung der Großmutter, der stammelnde Priester, der den Gebetstext vergisst, die Geräusche in der Wand Vorboten? Nur sind alle zu beschäftigt, um sie zu erkennen. Als Ereignisse aus der Zukunft beschreibt ein Zwischentitel den Film. Aus einer Zukunft, in der zunächst alles beim Alten ist, aber nicht bleibt. Sprengen die dezenten Genreelemente, die sich in der sommerlichen Idylle bemerkbar machen, einfach nur die Grenze zwischen Beziehungsdrama und Psychothriller, oder hat Kaja vielleicht eine ganz andere Mission?


Generation 14plus (Zeichentrickfilm)
Na zdrowie! | Bless You!
von
Paulina Ziółkowska

Vorsicht, Ansteckungsgefahr! Im urbanen Getümmel fliegen die Keime bunt umher. Einmal neben der falschen Nase gestanden, und schon ist es passiert. Auch beim Flirt mit dem schönen Gegenüber bekommt man eine Ladung ab. Und was, wenn man sich selbst ansteckt, wieder und wieder? Mit expressionistischer Farbigkeit und surrealen Formen und Figuren spielend, stellt die Animation Fragen an unseren Umgang miteinander.


Mitarbeit /Koproduktion:

Hommage an Willem Dafoe
Antichrist
von
Lars von Trier

Dänemark / Deutschland / Frankreich / Schweden / Italien / Polen 2009

Nach dem Unfalltod ihres kleinen Sohnes zieht sich ein Ehepaar in die Einsamkeit einer abgelegenen Waldhütte zurück. Während die Frau eine Mitschuld an dem Unglück empfindet, versucht ihr Mann, ein Psychotherapeut, die Angstpsychose, die sich bei ihr entwickelt hat, durch Gespräche und Übungen abzubauen. Doch anstatt ihre Trauer und ihren Schmerz zu lindern, steigert dies nur ihre Verzweiflung. Ihre zunächst autoaggressiven Schübe wenden sich schließlich mit aller Vehemenz gegen ihren Therapeuten … In Lars von Triers dunklem Psychohorror, in dem sich ein Ehepaar buchstäblich selbst zerfleischt, gelingt Willem Dafoe die intensive Darstellung eines liebevollen Ehemannes, der seine Emotionen nur schwer mit jener Rationalität in den Griff bekommen kann, die für einen behandelnden Therapeuten geboten wäre. Dabei spiegelt sein markantes Gesicht die Sorge über seine von Zwangsvorstellungen heimgesuchte Frau ebenso glaubwürdig wider wie sein Entsetzen über deren Verwandlung in eine rasende Furie. Nicht weniger bravourös meistert Willem Dafoe auch die hohen physischen Anforderungen seiner Rolle – die eines schließlich schrecklich gemarterten Mannes.


Panorama

Koly padayut dereva | When the Trees Fall (Weltpremiere)
von
Marysia Nikitiuk
Ukraine / Polen / Mazedonien 2018

Es sind Sommerferien, und 40 Tage sind vergangen, seit Larysas Vater gestorben ist. In einer märchenhaften Sequenz durchquert die junge Frau ein Sumpfgebiet, in dem sich eine Gruppe von Paaren ihren sexuellen Begierden hingibt. Larysas Freund Scar, ein schöner Krimineller, steckt in einer Spirale des Verbrechens, in die er sich im Laufe der Erzählung immer weiter und radikaler hineinbegibt. Seine Welt sind die postsowjetischen Plattenbauten, Larysas Welt ist die trügerische Idylle einer dörflichen Gemeinde irgendwo in der Ukraine. Ihr Verhältnis wird Larysa zum Verhängnis, denn es dauert nicht lange, bis familiäre Sanktionen gegen die Beziehung in Gewalt umschlagen. Auch das kleine Mädchen Vitka will sich nicht anpassen, rebelliert gegen seine Großmutter und deren Regelwerk und träumt sich immer weiter in eine Fantasiewelt aus surrealen Bildern.
Die Welt in Marysia Nikitiuks Langfilmdebüt scheint wie unter Strom, brutal in ihrer Wirklichkeit und betörend, sobald sie ins Fantastische umschlägt. Die Regisseurin und Autorin gilt als wilde neue Hoffnung des ukrainischen Films und gewann für das Drehbuch zu Koly padayut dereva bereits den ScripTeast Award in Cannes.


Perspektive Deutsches Kino

Whatever Happens Next (Weltpremiere)
von
Julian Pörksen
Deutschland / Polen 2018

Klar, gehen könnte man immer. Jetzt. Sofort. Man könnte aus dem Auto, dem Zug, vom Fahrrad steigen und einfach weg sein. Diesem Gedanken, den man normalerweise rasch verdrängt, gibt der 43-jährige Paul Zeise eines Tages nach und lässt alles zurück: Frau, Beruf, die gesamte bürgerliche Existenz. Fortan gondelt er als freundlicher Taugenichts, Schnorrer und Hochstapler durchs Land. Ungebeten setzt er sich in fremde Autos, ebenso ungebeten taucht er auf Partys und Beerdigungen auf, macht gemeinsame Sache mit einer dementen Großmutter und versetzt unabsichtlich eine Kleinfamilie in Angst und Schrecken, weil er sich schamlos in deren Leben drängt. Von einem Studenten nach Polen mitgenommen, irrt er dort als Wohnungsloser durch die Straßen, zieht zwischenzeitlich ins Krankenhaus ein und verliebt sich schließlich in die etwas durchgeknallte Nele (29), die ihn ihrerseits ins Wunderland ihres Lebens hineinzieht. Dass ihm inzwischen ein von seiner Frau beauftragter Privatdetektiv auf den Fersen ist, ahnt Paul nicht. Julian Pörksens Film ist ein ebenso komischer wie melancholischer Streifzug durch unsere Gesellschaft, eine von schönen, dubiosen und verirrten Charakteren bevölkerte Welt.


Wettbewerb
Dovlatov (Weltpremiere)
von
Alexey German Jr.
Kamera
Łukasz Żal
Russische Föderation / Polen / Serbien 2018

Leningrad, November 1971. Die Stadt liegt im Nebel. Wieder wird der Jahrestag der Revolution gefeiert, doch das Land tritt auf der Stelle: politisch, ökonomisch, kulturell. Sergei spürt es am eigenen Leib. Die Manuskripte des jungen Autors werden von den offiziellen Medien regelmäßig abgelehnt, seine Sicht auf Dinge und Menschen ist nicht gewollt. Anderen ergeht es ähnlich, auch seinem Freund Joseph Brodsky, den die Staatsmacht ins Exil zwingt. Sergei aber will bleiben, ein normales Leben führen, mit seiner Frau Lena und Tochter Katya. Und er will über die Entdeckung der Wirklichkeit schreiben, über die Arbeiter der Werft oder den Bau der Metro, wo eines Tages dreißig Kinderleichen aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden.
In großen Tableaus und langen Kamerafahrten porträtiert Alexey German Jr. den russisch-jüdischen Schriftsteller Sergei Dovlatov (1941–1990), dessen brillante ironische Texte in der Sowjetunion der Breschnew-Zeit nicht gedruckt werden durften. Aus einem tragikomischen Reigen aus Rebellion und Anpassung, Schmerz und Müdigkeit entsteht ein Zeitbild der Stagnation und ihrer zerstörerischen Wirkung.


Lola at Berlinale
Der Hauptmann | The Captain
von
Robert Schwentke
Deutschland / Frankreich / Polen 2017

Das Ende des zweiten Weltkriegs ist abzusehen, die soziale Ordnung in Deutschland liegt in Trümmern. Mit der Moral der Wehrmacht geht es bergab, die Truppe zerfällt. Die Anzahl der Fahnenflüchtigen steigt dramatisch, versprengte Soldaten werden automatisch als Deserteure erschossen. Statt Recht regiert Gesetzlosigkeit. Eine Gruppe betrunkener Hauptmänner macht erbarmungslos Jagd auf einen 19-jährigen Gefreiten – mehr aus mörderischem Spaß denn aus Pflicht. Der Gefreite, Willi Herold hetzt durchs Gehölz. Verzweifelt, am Ende. Wie durch ein Wunder entgeht Herold seinen Jägern und irrt nun – verfolgt von Bauern, die er bestiehlt um zu überleben und der eigenen Truppe, die ihn für einen Deserteur halt – durch die unerträgliche Einöde des Emslandes. Durchnässt, verschlissen, halb verhungert und kurz vor dem Erfrierungstod, macht Herold einen folgenschweren Fund: Eine Hauptmannsuniform.


Und die zwei, schon angesagten Filme, die “die Streber-Migrantinnen” schon für ihre neue Heimat gemacht haben, Alexandra Wesolowski und Alina Skrzeszewska.

Perspektive Deutsches Kino
Impreza – Das Fest | Impreza – The Celebration
von
Alexandra Wesolowski

Sommer 2016, in Polen regiert seit etwa einem Jahr die rechtskonservative PIS. Die Matriarchin Danuta bereitet das Programm für ihre Goldene Hochzeit vor und nimmt dabei ihre ganze Familie in die Pflicht. Danutas Enkelkinder sind es gewohnt, die kreativen Eskapaden ihrer Großmutter mitzutragen, und fügen sich ihrem Schicksal. Für dieses Jahr hat Danuta eine Modenschau geplant, bei der die Mädchen die Lieblingskleider ihrer Großmutter aus den vergangenen Jahrzehnten präsentieren sollen. Die Grande Dame will dazu aus ihrem Leben plaudern, Anekdoten zum Besten geben, die sie in den modischen Kreationen erleben durfte. Einige Tage vor dem großen Ereignis reist Alexandra, die deutsche Nichte, in Warschau an und will bei den Vorbereitungen helfen. Aber kaum sitzt sie am Tisch, dominiert Politik jedes Gespräch nicht nur mit Danuta, auch mit allen anderen Mitgliedern des Clans. Alexandra merkt, dass sie mit ihren liberalen Ansichten alleine dasteht und dass die Frauen in ihrer Familie sich kein bisschen mit Zielen wie Emanzipation, Frauenrechten oder offenen Grenzen identifizieren. Sie möchte herausfinden, wie der ideologische Graben zwischen ihr und ihrer Familie so groß werden konnte.


Panorama Dokumente
Game Girls
von
Alina Skrzeszewska
Frankreich / Deutschland 2018

Die Gegend Skid Row in L.A. ist bekannt als „Hauptstadt der Obdachlosen“ der USA. Dort zu überleben ist ein hartes Spiel, in dessen Regeln uns die Geschichten der porträtierten Frauen Teri und Tiahna einführen. Das Leben des lesbischen Paares spielt sich zwischen Gefängnis, Alkoholsucht und Drogenverkauf, aber auch Hoffnung ab, ihr Schicksal ist paradigmatisch für das Leben afroamerikanischer Frauen an den Rändern der amerikanischen Gesellschaft. In einem von der Filmemacherin initiierten Workshop für Frauen aus der Community verarbeiten sie ihre Erinnerungen und Traumata und beginnen einen Transformationsprozess, in dessen Verlauf sie nicht als Opfer, sondern als selbstermächtigte Subjekte sichtbar werden. Soziale Proteste gegen Obdachlosigkeit in der Nachbarschaft oder die Black-Lives-Matter-Bewegung sind genauso Teil ihres Lebens wie die Selbstverständlichkeit, mit der sie ihre Homosexualität leben, oder der hartnäckige Kampf mit den Behörden um die eigenen vier Wände.
Mit einer beobachtenden, intimen Kamera erzählt der Film die Geschichte zweier Frauen, die es schaffen, der Skid Row zu entkommen, und dennoch in den Grenzen ihrer Lebensumstände gefangen sind.

 

 

Reblog: Tunix

Wenn etwas, was du machst, plötzlich die Welt verändert…

Jacek Slaski: Interview mit Diethard Küster

Zitty Berlin

Am Anfang war Tunix

Eine linke Szene gab es in Deutschland schon vorher. Aber beim Treffen in Tunix, einem Kongress von Gruppen, Künstlern und Organisationen aus dem gesamten linken Spektrum, der zwischen dem 27. und 29. Januar 1978 an der Technischen Universität in West-Berlin stattfand, wurde die Alternativbewegung geboren. Wir sprachen mit dem Aktivisten und Filmemacher Diethard Küster, der damals zu den Organisatoren gehörte, über die politische Situation vor Tunix, Formen der Vernetzung, Hochschulpolitik, die Depression nach dem Deutschen Herbst und einen Urlaub in Schweden.

Herr Küster, Sie haben im Winter 1977 mit einigen Mitstreitern die Idee zum Tunix- Kongress gehabt, der dann vom 27. bis 29. Januar 1978 in der Technischen Universität stattfand. Tunix gilt heute als Geburtsstunde der deutschen Alternativbewegung. Sehen Sie das auch so?

Diethard Küster: Tunix war tatsächlich so eine Art Erweckungserlebnis, nicht nur für Spontis, sondern letztendlich auch für die gesamte Linke, und zwar bundesweit. Berlin war zu der Zeit eine ummauerte Insel, ein Mikrokosmos. Ein Ort, in dem Kommunikation gut funktionierte. Aber in den kleineren Städten und in der Provinz war das zu der Zeit noch anders. Die Leute, also die nicht-organisierten, undogmatischen Linken, lebten vereinzelt in Landkommunen oder in Städten mit an einer Hand abzählbaren Wohngemeinschaften. Nur Frankfurt war da ein bisschen weiter. An dem Wochenende von Tunix trafen diese Leute plötzlich auf unerwartet viele Gleichgesinnte und waren völlig fasziniert, dass es so viele davon gab. Bei dem Kongress, der eigentlich gar nicht unbedingt als Kongress geplant war, sondern als große Abschiedsparty von gescheiterten Träumen, wurde über alle Themen gesprochen, die zu der Zeit von Bedeutung waren oder es zu sein schienen: Psychiatrie, Presse, Knasthilfe, alternative Landwirtschaft, Stammheim, Frauenbewegung, bewaffneter Kampf, Alternativkultur, politische Organisation. Vorgaben gab es keine. Alles war möglich. Alles war erlaubt. Hier wurde die Gründung der „taz“ eingeleitet. Hier wurde der Grundstein für die Alternative Liste, heute Die Grünen, gelegt. Tunix war damit die Keimzelle für die erste linke Tageszeitung und die für erste linke Partei im Nachkriegs-Deutschland. Heute kann man sagen, dass Tunix gerade auch für die Weiterentwicklung und Organisierung der gesamten Ökologie-Szene ein Meilenstein war. Davor gab es Rhizome, einzelne Zellen, die kaum untereinander in Kontakt standen. Nach Tunix entwickelten sich Strukturen und Netzwerke, die zum ersten Mal auch auf nationaler Ebene miteinander verbunden waren. Ein neues Selbstbewusstsein entstand.

Sie selbst kamen 1972 nach West-Berlin. Wie sind Sie in diese Szene geraten?
Ich bin auf dem Gymnasium zwei Mal sitzengeblieben und habe erst 1972 Abitur gemacht. Einen Tag nach dem Abi bin ich nach West-Berlin gezogen. Ein paar Kumpels wohnten schon da und noch als Schüler trampte ich an den Wochenenden öfter von Dortmund per Anhalter nach Berlin, um sie zu besuchen. Ich kannte hier also nicht nur ein paar Leute, sondern auch die einschlägigen Kneipen. Das waren alles Szenekneipen. Und „die Szene“ war links zu der Zeit.

Freaks, Spontis, Stadtindianer: Tunix-Teilnehmer (aus zitty 12/78)
Foto: zitty-Archiv

In diesen linken Kneipen haben Sie sich dann politisiert?
Vorher schon. Ich lebte während meiner Kindheit und Jugend in Dortmund, einer Stadt, die Großstadt spielte, aber die Strukturen und eine Atmosphäre ­hatte wie ein kleines Dorf. In meinem Freundeskreis waren wir daher fasziniert von allem, was nach Rebellion, Rock’n’Roll und Veränderung roch. Und es war die Zeit des Vietnamkrieges. Ich habe damals im Fernsehen Rudi Dutschke gesehen, wie er in einem selbst gestrickten Pullover auf einem VW-Bus saß und die Revolution erklärte. Es war völlig klar, da wollte ich dabei sein. In Berlin ging’s ab, das war die große weite Welt. Scheißegal, ob Berlin eine eingemauerte Stadt war. Da tobte das Leben. In Dortmund gab’s nur die Borussia. Immerhin. Aber das reichte mir nicht.

»Als das Treffen in Tunix stattfand, war ich sieben Jahre alt und hatte gerade erst einen Deutschen Herbst nicht verstehen können, den alle Erwachsenen diskutierten. Heute kann ich vieles am Tunix-Treffen nicht oder nicht mehr verstehen – den öden Antiamerikanismus etwa oder die romantischen Bewegungsfantasien. Dennoch ist es zu einfach, sich über die damaligen Ideen lustig zu machen. Die guten Aspekte überwiegen – viele der dort vorgestellten oder geplanten Initiativen machen noch heute gute Arbeit, etwa das Netzwerk Selbsthilfe, die taz oder die Schule für Erwachsenenbildung, und auch für die queere Bewegung gingen entscheidende Impulse aus. Davon profitiere ich heute genauso wie all diejenigen, die eine liberale Gesellschaft schätzen, sich aber zugleich cool über die Geschichte stellen wollen. Die sollten langsam mal verstehen.«
Jörg Sundermeier, Verleger (Verbrecher Verlag)

Weshalb konnte sich die linke Szene in West-Berlin so stark entwickeln?
Das gesellschaftliche Phänomen war ja, dass es in Berlin nicht die klassischen soziologischen Strukturen einer Großstadt gab. Ein großer Teil der Bevölkerung mittleren Alters, also Menschen, die noch Pläne für ihr Leben hatten, ebenso wie Teile des wohlhabenderen Bürgertums, hatten nach Kriegsende, erst recht aber nach dem Bau der Mauer, die Stadt verlassen. Alle dachten, dass über kurz oder lang die Russen einmarschieren und den Laden übernehmen würden. Große und für die Stadt wirtschaftlich bedeutende Firmen – nicht nur Siemens – haben damals ihren Muttersitz aus der Stadt abgezogen. Die, die sich einen Umzug aus Berlin nicht leisten konnten, und die Alten sind geblieben. Dann – hauptsächlich, weil es in Berlin keine Wehrpflicht gab – kamen plötzlich die Jungen, die Freaks, die Künstler und Chaoten. Auch gab es in Berlin, anders als in Westdeutschland, keine Polizeistunde, ein nicht zu unterschätzender Grund. Und die Freie Universität war die Uni schlechthin zu der Zeit. Wer linke oder fortschrittliche Wissenschaften studieren wollte, ging an die FU. All das ergab diese verrückte Mischung: Punks und Lebenskünstler jeglicher Couleur hockten in der U-Bahn neben den mit Klunkern behangenen Wilmersdorfer Witwen in ihren Pelzen. Es sah oft wirklich so aus wie in den Comics von Gerhard Seyfried und es herrschte eine Toleranz und Liberalität wie es sie in Westdeutschland so nicht gab. Das betraf nicht die politischen, sondern mehr die sozialen Bereiche des Alltags.

Die zitty 3/78

»Tunix war eine Suff-Idee und keiner hat geahnt, dass es solche Ausmaße annehmen wird. Tunix hat eine Eigendynamik entwickelt. Und obwohl praktisch nichts gelaufen ist, ist ungeheuer viel passiert. Deshalb war nicht Brokdorf oder Grohnde, sondern Tunix der Wendepunkt.«

»Mich störte, dass es so einen Unicharakter hatte. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es ähnlich ist wie bei einem Uni-Streik. Ich stell mir das wesentlich besser im Sommer vor.«
Einschätzungen von Tunix-Teilnehmern aus Zitty 4/1978

Welche Orte, Gruppen oder Medien waren wichtig?
Vor „tip“ und „Zitty“ gab es nur den „Hobo“ als ­linke Stadtzeitschrift, daneben die Sponti-Blätter „Agit 883“ und für die eher intellektuelle Fraktion „Der Lange Marsch“. Mitte der Siebziger kam das „BuG-Info“, das „Info Berliner undogmatischer Gruppen“. Das war so ein hektografiertes Heftchen ohne Redaktion, das jede Woche montags herauskam und in den einschlägigen Kneipen verteilt wurde. Ein Leuchtturm dieser Kneipenkultur war zu der Zeit das Spektrum, eine nicht konzessionierte linksradikale Kneipe in Schöneberg, in der Coburger Straße. Man munkelt, bei der Entführung von Peter Lorenz durch die „Bewegung 2. Juni“ wechselten sich die Leute ab: Die einen bewachten ihn und die anderen waren in der Kneipe. Nachdem das Spektrum schließen musste, gründeten die Betreiber den Mehringhof in Kreuzberg. Einschlägige Kneipen gab es viele, mit den unterschiedlichsten Halbwertszeiten. In Charlottenburg spielte damals die Musik, noch nicht in Kreuzberg. Zum Beispiel im Zwiebelfisch oder in der Dicken Wirtin, wo nicht nur Baader, Ensslin und Horst Mahler bei Zigaretten, Bier, Schmalzstullen und den obligatorischen Diskussionen die Köpfe geraucht hatten. Oder das Terzo Mondo, wo Kostas, der Wirt, jeden Abend zu vorgerückter Stunde Gitarre spielte, manchmal sogar zusammen mit Mikis Theodorakis. Das war lange, bevor Kostas zum Folklore-Kasper in der „Lindenstraße“ wurde. Und dann gab’s den Dschungel.

»Ich erinnere mich an Daniel Cohn-Bendit, der da rumtobte, da habe ich ihn zum ersten Mal gesehen. Damals war ich gerade 21 Jahre und sehr kurz undogmatischer Linker. Am Abend war dann die große Party am Lützowplatz. Da war ein richtiges Bierzelt aufgebaut. Riesig. Mir kam das zu professionell vor. Auf der Party wollten dann einige von uns LSD nehmen. Ich war dagegen. Zu kalt, zu viele Leute. Mein bester Freund hat dann seinen Trip aus Versehen wieder ausgespuckt. Mein kleiner Bruder hat seinen aber genommen. Irgendwann war der dann verschwunden und ich habe ihn die halbe Nacht in Kreuzber­ger Kneipen gesucht. Ich hatte ja meinen Eltern versprochen, auf ihn aufzupassen.«
Christian Y. Schmidt, Autor, Journalist, ehemaliger Redakteur der „Titanic“

Der Dschungel war doch eine hedonistische Disco, in der es Kokain gab und wo David Bowie verkehrte.
Im Dschungel gab es nicht nur Drinks und Drogen. Schöne Menschen und weniger schöne, arme und reiche, sehr berühmte und völlig unbekannte, junge und alte. Dorthin kamen Schaubühnen-Schauspieler und Taxifahrer, elegant gekleidete Figuren nach einem Konzert in der Philharmonie, genauso wie abgerissene Punks aus Kreuzberg, Polit-Freaks und Musiker, die auf Tour in Berlin waren. Diese Zeit beschreibt übrigens Volker Hauptvogel in seinem Roman „Fleischers Blues“ sehr humorvoll und authentisch.

Leider darf hier nur soviel reblogged werden. Weiterlesen ist nur durch klicken an die sog paywall möglich. Oder beim Kaufen der E-Paper-Exemplar. Ich hoffe, in 2-3 Wochen die Möglichkeit zu bekommen, hier den ganzen Text zugänglich zu machen. Schau Mal wieder vorbei 🙂

Andere Texte von Jacek Slaski

Ich bin ein aufgehörter Schriftsteller

Gedenkveranstaltung zum Internationalen Holocaust-Gedenktag


Bild: Projekt: Wir waren Nachbarn

Im Mittelpunkt:
Kurt Tucholsky − „Ich bin ein aufgehörter Schriftsteller“

 Sonntag, 21. Januar 2018, 17 Uhr
 Rückert-Gymnasium, Aula, Mettestr. 8, 10825 Berlin
Neben dem ehemaligen Rias-Gebäude am Stadtpark,
Parkplätze vorhanden
U 4 Innsbrucker Platz, Bus 248

2005 wurde der 27. Januar, zur Erinnerung an den Tag der Befreiung von Auschwitz, von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt. Seither führen das Ausstellungsprojekt WIR WAREN NACHBARN, das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ Berlin) und die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG Berlin) eine gemeinsame Gedenkveranstaltung durch.

Programm

Begrüßung

Dr. Jörg Balke, Schulleiter
Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin
Jutta Kaddatz, Bezirksstadträtin Bildung, Kultur und Soziales

Grußworte

Jael Botsch-Fitterling (GCJZ Berlin)
Dr. Nikoline Hansen (DIG Berlin)
Zum Auftakt des Jahresschwerpunkts 2018 „Unerhörte Stimmen“:

Kurt Tucholsky − „Ich bin ein aufgehörter Schriftsteller“
Heinrich Rolfing trägt Texte und Briefe von Kurt Tucholsky vor

Musik

„Siebzehn Augenblicke des Frühlings“ (Mikael Tariwerdijew):
Maxime Parmentier (Schüler)
Lieder von Kurt Tucholsky, Peter Fischer und Peter Janssens
sowie Hildebrandt/Schneyder und Robert Opratko:
Andreas Kling (Musiklehrer),
Klavier: Bendict Goebel (Musiklehrer)

Moderation

Andreas Kling

An diesem Abend bleibt die Ausstellung in der Ausstellungshalle im Rathaus Schöneberg bis 20 Uhr geöffnet.


Kurt Tucholsky (1890-1935) war einer der bekanntesten und vielseitigsten Publizisten und Gesellschaftskritiker seiner Zeit. Er schrieb zahlreiche satirische Gedichte, zeit- und sozialkritische Glossen, Buch- und Theaterkritiken, Romane und Chansons. Er fürchtete den Niedergang der Weimarer Republik und schrieb unermüdlich dagegen an. In der renommierten Wochenschrift „Die Weltbühne“ erschienen unter seinen verschiedenen Pseudonymen oft mehrere Beiträge in einem Heft, deren Ton zunehmend schärfer wurde. Nach einem ersten Prozess gegen den Herausgeber Carl von Ossietzky, verlegte Tucholsky
seinen Wohnsitz nach Hindås in Schweden. Zutiefst enttäuscht von der politischen Entwicklung und der geringen Wirkungsmacht seiner, wie der politischen Aufklärungsarbeit überhaupt, verstummte er ab 1931 publizistisch zunehmend und unterzeichnete seine Briefe fortan mit „aufgehörter Schriftsteller“ oder „aufgehörter Deutscher“.
Erich Kästner charakterisierte ihn 1946 als „kleinen dicken Berliner, der mit der Schreibmaschine eine Katastrophe aufhalten wollte“.

Heinrich Rolfing
Der Berliner Schauspieler und Regisseur Heinrich Rolfing (*1958) hat in zahlreichen Theater- und Filmproduktionen mitgewirkt, regelmäßig trägt er bei unterschiedlichen Lesungen literarische Texte vor.


Und zum Schluss ein der bekanntesten gedichte Tuchoskys, allerdings vorgetragen von Bernhard Scheller: