Przeszłość fotografii

Seit wann gibt es Fotografie?

Die Wurzeln der Fotografiegeschichte liegen weiter zurück, als wir annehmen: Bereits im 4. Jahrhundert vor Christus beschrieb Aristoteles die Camera Obscura. Hierbei wird ein Bild in das Innere der Lochkamera projiziert. Durch eine kleine Öffnung sieht man die auf dem Kopf stehende Projektion der Außenwelt. Die Camera Obscura gilt als Urstein fotografischer Verfahren – sie ebnete den Weg für weitere revolutionäre Erfindungen.

Wer erfand die Fotografie?

Joseph Nicéphore Niépce (auch Nièpce oder Niepce) und Louis Daguerre gelten als die Erfinder der Fotografie:

  • 1826 gelang es Joseph Nicéphore Niépce, das erste beständige Bild aufzunehmen. Dafür belichtete er eine mit Asphalt beschichtete Zinnplatte – und das 8 Stunden lang! Nièpce wählte ein naheliegendes Motiv: den Ausblick aus seinem Arbeitszimmer im französischen Saint-Loup-de-Varennes.
  • Der Maler Louis Jacques Mandé Daguerre war so begeistert von der Errungenschaft, dass er Nièpces Partner wurde. Er tüftelte weiter an der Technik und entwickelte ein Verfahren mit Kupferplatten und Quecksilberdämpfen, welches eine deutlich kürzere Belichtungszeit ermöglichte.
  • Damit fand Daguerre 1839 mit der nach ihm benannten Daguerreotypie einen Weg, Fotografie erstmals kommerziell für Portraits zu nutzen. Hier begann die bahnbrechende Erfolgsgeschichte der Fotografie.
  • William Henry Fox Talbot entwickelte wenige Jahre später das Negativ-Positiv-Verfahren. Mit seiner Hilfe konnten Fotografen nun ihre Bilder durch Negativabzüge vervielfältigen.


Fotografie Geschichte damals wie heute: Selfies und „sex sells“

Bevor Fotografie zur eigenständigen Kunstgattung aufstieg, dominierte insbesondere Malerei die Kunstszene. Noch im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Fotografen von Künstlern als minderwertige Rivalen angesehen. Traditionell ließ man sich zu dieser Zeit von Malern porträtieren, die nun um ihre Daseinsberechtigung fürchteten. Dennoch integrierten die ersten Künstler Fotografie in ihren Arbeitsprozess.

Das erste “Selfie” der Geschichte nahm 1839 der amerikanische Lampenhersteller und Fotografie-Enthusiast Robert Cornelius auf: mit Hilfe der Daguerreotypie. Geschäftstüchtige Fotografen erkannten sofort den kommerziellen Mehrwert der Reproduzierbarkeit der Bilder.

Aktfotografen wie Alexis Gouin oder Bruno Braquehais produzierten in den 1850er Jahren mit ihren erotischen Darstellungen die Vorläufer klassischer Pin-up-Fotos. Diese fanden reißenden Absatz, was nicht verwunderlich ist: „Sex sells“ – daran hat sich auch heute nichts geändert. Nach wie vor gehören Aktbilder zum festen Repertoire vieler Fotografen, doch nur wenige finden den schmalen Grat zwischen Ästhetik und Erotik.

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Aber es ist alles nicht so eine simple story, wie man sie hier, im rebblogten Text und beigefügten Film(chen) darstellt, weil eben die Camera Obscura schon in der Antike bekannt war und den findigen und pfiffigen Künstler dies zu tun ermöglichte, was von der Welt als schier Unmögliches, ergo – Wunder, ergo – Schwarz Magie, klasifiziert wurde. Eine solche Geschichte erzählt ein deutscher Schriftsteller, Mathias Gatza in seinem faszinierendem Roman Der Augentäuscher (siehe oben). Ich werde Euch nicht erzählen, worum es in diesem Buch geht. Es ist so lustig, ironisch, gesellschaftskritisch und interessant, dass Ihr es einfach lesen musst.