Poesie – Poetry – Poezja: Amanda Gorman

Po polsku na samym dole lub tu: Amanda Gorman
Auf Deutsch unter der Englischen Version

Amanda Gorman

The Hill We Climb

When day comes, we ask ourselves, where can we find light in this never-ending shade?
The loss we carry. A sea we must wade.
We braved the belly of the beast.
We’ve learned that quiet isn’t always peace, and the norms and notions of what “just” is isn’t always justice.
And yet the dawn is ours before we knew it.
Somehow we do it.
Somehow we weathered and witnessed a nation that isn’t broken, but simply unfinished.
We, the successors of a country and a time where a skinny Black girl descended from slaves and raised by a single mother can dream of becoming president, only to find herself reciting for one.
And, yes, we are far from polished, far from pristine, but that doesn’t mean we are striving to form a union that is perfect.
We are striving to forge our union with purpose.
To compose a country committed to all cultures, colors, characters and conditions of man.
And so we lift our gaze, not to what stands between us, but what stands before us.
We close the divide because we know to put our future first, we must first put our differences aside.
We lay down our arms so we can reach out our arms to one another.
We seek harm to none and harmony for all.
Let the globe, if nothing else, say this is true.
That even as we grieved, we grew.
That even as we hurt, we hoped.
That even as we tired, we tried.
That we’ll forever be tied together, victorious.
Not because we will never again know defeat, but because we will never again sow division.
Scripture tells us to envision that everyone shall sit under their own vine and fig tree, and no one shall make them afraid.
If we’re to live up to our own time, then victory won’t lie in the blade, but in all the bridges we’ve made.
That is the promise to glade, the hill we climb, if only we dare.
It’s because being American is more than a pride we inherit.It’s the past we step into and how we repair it.
We’ve seen a force that would shatter our nation, rather than share it.
Would destroy our country if it meant delaying democracy.
And this effort very nearly succeeded.
But while democracy can be periodically delayed, it can never be permanently defeated.
In this truth, in this faith we trust, for while we have our eyes on the future, history has its eyes on us.
This is the era of just redemption.
We feared at its inception.
We did not feel prepared to be the heirs of such a terrifying hour.
But within it we found the power to author a new chapter, to offer hope and laughter to ourselves.
So, while once we asked, how could we possibly prevail over catastrophe, now we assert, how could catastrophe possibly prevail over us?
We will not march back to what was, but move to what shall be: a country that is bruised but whole, benevolent but bold, fierce and free.
We will not be turned around or interrupted by intimidation because we know our inaction and inertia will be the inheritance of the next generation, become the future.
Our blunders become their burdens.
But one thing is certain.
If we merge mercy with might, and might with right, then love becomes our legacy and change our children’s birthright.
So let us leave behind a country better than the one we were left.
Every breath from my bronze-pounded chest, we will raise this wounded world into a wondrous one.
We will rise from the golden hills of the West.
We will rise from the windswept Northeast where our forefathers first realized revolution.
We will rise from the lake-rimmed cities of the Midwestern states.
We will rise from the sun-baked South.
We will rebuild, reconcile, and recover.
And every known nook of our nation and every corner called our country, our people diverse and beautiful, will emerge battered and beautiful.
When day comes, we step out of the shade of flame and unafraid.
The new dawn balloons as we free it.
For there is always light, if only we’re brave enough to see it.
If only we’re brave enough to be it.

Amanda Gorman made history Wednesday 21st of Jan 2021 when she became the youngest inaugural poet during President Joe Biden’s swearing-in ceremony in Washington.
The 22-year-old Los Angeles resident, youth poet laureate of Los Angeles, first national youth poet laureate and Harvard graduate was invited to speak at the event by First Lady Jill Biden, who had previously seen the poet do a reading at the Library of Congress.

Her work examines themes of race and racial justice in America. “We have to confront these realities if we’re going to move forward, so that’s also an important touchstone of the poem,” Gorman says. “There is space for grief and horror and hope and unity, and I also hope that there is a breath for joy in the poem, because I do think we have a lot to celebrate at this inauguration.” Gorman drew inspiration from the speeches of American leaders during other historic times of division, including Abraham Lincoln and the Rev. Martin Luther King Jr.

“Here’s to the women who have climbed my hills before,” Gorman tweeted.


Amanda Gorman

Der Hügel, den wir erklimmen

Wenn es Tag wird, fragen wir uns,
wo wir Licht zu finden vermögen, in diesem niemals endenden Schatten?
Den Verlust, den wir tragen,
ein Meer, das wir durchwaten müssen.
Wir haben dem Bauch der Bestie getrotzt.
Wir haben gelernt, dass Ruhe nicht immer Frieden bedeutet.
Und dass die Normen und Vorstellungen von dem, was gerade ist,
nicht immer Gerechtigkeit sind.
Und doch gehört die Morgendämmerung uns,
noch ehe wir es wussten.
Irgendwie schaffen wir es.
Irgendwie haben wir es überstanden und bezeugten
eine Nation, die nicht kaputt ist,
sondern einfach unvollendet.
Wir, die Nachfahren eines Landes und einer Zeit,
in der ein dünnes, schwarzes Mädchen,
das von Sklaven abstammt und von einer alleinerziehenden Mutter großgezogen wurde,
davon träumen kann, Präsidentin zu werden,
nur um sich selbst in einer Situation zu finden, in der sie für einen vorträgt.
Und ja, wir sind alles andere als lupenrein,
alles andere als makellos,
aber das bedeutet nicht, dass wir danach streben,
eine Gemeinschaft zu bilden, die perfekt ist.
Wir streben danach, eine Gemeinschaft zu schmieden, die ein Ziel hat.
Ein Land zu bilden, das sich allen Kulturen, Farben, Charakteren und menschlichen Lebensverhältnissen verpflichtet fühlt.
Und so richten wir unsere Blicke nicht auf das, was zwischen uns steht,
sondern auf das, was vor uns steht.
Wir schließen die Kluft, weil wir wissen, dass wir, um unsere Zukunft an erste Stelle zu setzen,
zuerst unsere Differenzen beiseitelegen müssen.
Wir legen unsere Waffen nieder,
damit wir unsere Arme
nacheinander ausstrecken können.
Wir wollen niemandem schaden und Harmonie für alle.
Lasst die Welt, wenn sonst auch sonst nichts, sagen, dass dies wahr ist:
Dass wir, selbst als wir trauerten, wuchsen
Dass wir, selbst als wir Schmerzen hatten, hofften
Dass wir, selbst als wir ermüdeten, es weiter versucht haben
Dass wir für immer verbunden sein werden, siegreich
Nicht weil wir nie wieder eine Niederlage erleben werden,
sondern weil wir nie wieder Spaltung säen werden.
Die Heilige Schrift sagt uns, dass wir uns vorstellen sollen,
dass jeder unter seinem eigenen Weinstock und Feigenbaum sitzen soll
und keiner ihnen Angst machen soll.
Falls wir unserer eigenen Zeit gerecht werden,
dann wird der Sieg nicht in der Klinge liegen,
sondern in all den Brücken, die wir gebaut haben.
Das ist das Versprechen:
Der Hügel, den wir erklimmen,
wenn wir uns nur wagen,
denn Amerikaner zu sein, ist mehr als ein Stolz, den wir erben,
es ist die Vergangenheit, in die wir treten,
und wie wir sie reparieren.
Wir haben eine Macht gesehen, die unsere Nation eher zerstören würde,
als sie zu heilen,
unser Land zu zerstören, wenn es dazu führe, Demokratie zu verzögern.
Und dieser Versuch war fast erfolgreich.
Doch auch wenn Demokratie von Zeit zu Zeit verzögert werden kann,
kann sie niemals dauerhaft besiegt werden.
In diese Wahrheit,
in diesem Glauben, vertrauen wir.
Denn obwohl wir unsere Augen auf die Zukunft richten,
hat die Geschichte ihre Augen auf uns gerichtet.
Dies ist die Ära gerechter Wiedergutmachung.
Wir fürchteten zu Beginn,
wir fühlten uns nicht bereit, Erben
einer solch schrecklichen Stunde zu sein,
doch in ihr fanden wir die Kraft,
ein neues Kapitel zu schreiben,
uns selbst Hoffnung und Lachen zu schenken.
Also während wir uns einst fragten,
wie wir jemals diese Katastrophe überstehen könnten,
fragen wir jetzt:
Wie könnte eine Katastrophe jemals uns überstehen?
Wir werden nicht zurück zu dem marschieren, was war,
sondern auf das zugehen, was sein wird.
Ein Land, das zwar verletzt, aber dennoch intakt ist,
gütig, aber kühn
wild und frei.
Wir werden uns nicht umdrehen
oder durch Einschüchterung unterbrechen lassen,
weil wir wissen, dass unsere Untätigkeit und Trägheit
das Erbe der nächsten Generation sein wird.
Unsere Fehler werden zu ihren Lasten.
Aber eines ist sicher:
Wenn wir Barmherzigkeit mit Macht verbinden
und Macht mit Recht,
dann wird Liebe unser Vermächtnis
und Veränderung das Geburtsrecht unserer Kinder.
Also lasst uns ein Land hinterlassen,
das besser ist als das, welches uns hinterlassen wurde.
Mit jedem Atemzug aus meiner bronzegegossenen Brust,
werden wir diese verwundete Welt in eine wundersame verwandeln.
Wir werden uns von den goldbeschienenen Hügeln des Westens erheben,
wir werden uns aus dem windgepeitschten Nordosten erheben,
in dem unsere Vorfahren zum ersten Mal die Revolution verwirklichten,
wir werden uns aus den von Seen gesäumten Städten des Mittleren Westens erheben,
wir werden uns aus dem sonnengebrannten Süden erheben,
wir werden wieder aufbauen, uns versöhnen und erholen,
und jeden bekannten Winkel unserer Nation und
jede Ecke, die unser Landes genannt wird.
Unser Volk, vielfältig und schön, wird aufstreben,
zerschunden und schön.
Wenn der Tag kommt, treten wir aus dem Schatten heraus,
entflammt und ohne Angst.
Die neue Morgendämmerung erblüht, wenn wir sie befreien.
Denn es gibt immer Licht,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sein.

Übersetzung genomen vom HIER (kein Mensch machte sich Mühe, den Übersetzer, die Übersetzerin zu nennen)

Bei Amtseinführungen von US-Präsidenten haben immer wieder Dichter und Schriftsteller Werke vorgetragen. Bei der Zeremonie des neuen US-Präsidenten trug die mit Abstand jüngste Poetin Amanda Gorman ein Gedicht vor, das viele Menschen bewegt. Die afroamerikanische Dichterin, Nachkome der Sklaven und Tochter einer alleinerziehenen Mutter, Amanda Gorman hat mit einem eindringlichen Aufruf zu Einigkeit und Versöhnung viele Menschen in der Welt berührt.

Die 1998 in Los Angeles geborene Gorman war 2017 von der US-Kongressbibliothek mit dem Titel “National Youth Poet Laureate” geehrt worden. Gorman gewann im Alter von 16 Jahren ihren ersten Lyrik-Preis. Sie war der heimliche Star bei Bidens Amtseinführung am 20. Januar 2021, als sie ein eigenes Gedicht vortrug: The Hill We Climb. Es handelt von den schweren Zeiten, die die USA durchgestanden haben und noch durchstehen müssen, vom Sturm von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf das Kapitol vor zwei Wochen – aber auch von Hoffnung für die Zukunft.

Wenn Gorman das Mindestalter erreicht, will sie, so sieht sie es heute, 2036 selbst bei der US-Präsidentschaftswahl kandidieren.


Amanda Gorman

Wzgórze, na które się wspinamy

Gdy nadejdzie dzień, zapytamy, gdzie znajdę światło w tym nie kończącym się cieniu?
Strata, którą niesiemy. Morze, przez które musimy przejść.
Zmierzyliśmy się z brzuchem bestii.
Nauczyliśmy się, że spokój nie zawsze oznacza pokój, a normy i paragrafy “prawa” nie zawsze znaczą sprawiedliwość.
A mimo to to do nas należy świt, nawet jeśli tego jeszcze nie wiemy.
Zrobimy to. Jakoś.
Jakoś powiemy nam wszystkim, że nie jesteśmy rozdarci, to tylko nasz świat nie został jeszcze ukończony.
My, spadkobiercy miejsca i czasu, gdzie chuda czarna dziewczynka, potomkini niewolników, wychowana przez samotną matkę
ma prawo marzyć o tym, że zostanie kiedyś prezydentem, skoro jednemu z nich może dziś wygłosić swój wiersz.
Ach, i tak nie jesteśmy wypolerowani i gładcy jak teflon, ale to nie znaczy, że chcemy zbudować jedność bez skazy i wad.
Nie. Chcemy stworzyć pakt i chcemy nadać mu sens.
Stworzyć kraj dla ludzi, kultur i kolorów, kondycji i kreacji.
Podnosimy wzrok, nie patrząc na to, co stoi między nami, lecz na to, co przed nami.
Nie chcemy dzielić, bo im bardziej zajmuje nas nasza przyszłość,
Tym bardziej musimy usunąć podziały.
Wyciągamy ręce, tak byśmy mogli nawzajem dotknąć naszych rąk.
Nie chcemy się odgradzać, chcemy się zgadzać.
I niech nasz świat to potwierdzi i nas w tym utwierdzi.
Bo nawet jeśli cierpimy, rośniemy.
Bo nawet jeśli płaczemy, nie tracimy nadziei.
Bo nawet jeśli próbujemy, próbujemy.
Nasze ja nas wiąże ze sobą, zwycięskich.
Nie dlatego że ominą nas klęski, ale bo nie chcemy już siać niezgody.
Chcemy wierzyć, że rację ma Pismo i że możemy siąść razem
Pod krzewem winnym i figą, i że nikt nam nie zagrozi.
Jeśli mamy żyć w zgodzie z naszym czasem, to nie zwyciężajmy nożem, lecz budując mosty.
Tam jest obiecana polana, wzgórze, na które się wspinamy, jeśli się tylko odważymy.
Ale też, żeby być Amerykanką, nie wystarczy, że odziedziczę dumę.
Bo wstępujemy w przeszłość próbując ją naprawić.
Widzieliśmy siły, które prędzej nas zniszczą niż podzielą.
Zniszczą, bo tym jest zaprzeczenie demokracji.
I prawie by się im udało.
I choć zdarzają się czasy, że demokracja się zatrzymuje, nikt nigdy nie zatrzyma jej na zawsze.
W tę prawdę i w tę wiarę wierzymy, spoglądamy w przyszłość, a historia nas osądzi.
To czas sprawiedliwego odkupienia.
Obawialiśmy się jego nadejścia.
Nie byliśmy się gotowi na dziedzictwo tak przerażającej godziny.
Ale mimo to znaleźliśmy siłę nowego początku, siłę nadziei i uśmiechu.
Tak więc, mimo iż pytaliśmy przecież, jak to w ogóle było możliwe,
teraz pytamy, jak mogliśmy w ogóle sądzić, że katastrofa nas pokona?
Nie zawrócimy, lecz pójdziemy do przodu: nasz kraj jest posiniaczony, lecz żyje, życzliwy, ale odważny, zaciekły i wolny.
Nie zawrócimy i nie damy się zastraszyć, bo wiemy, że jeśli nic nie zrobimy, nasi następcy odziedziczą tylko apatię i inercję.
Nasze błędy staną się ich ciężarem.
Ale jedno jest pewne.
Jeśli połączymy miłosierdzie z mocą, a moc z prawem, to zostanie po nas miłość i prawo pierworodnych.
Zostawmy ten kraj następnym lepszy, niż ten, który nam przypadł w udziale.
Każdy mój oddech to uderzenie dzwonu. Powstaniemy, zmienimy ten poraniony świat w cudowny.
Powstaniemy ze złotych wzgórz Zachodu.
Powstaniemy z owianych wichrem ziem Północnego Wschodu, gdzie nasi przodkowie po raz pierwszy pomyśleli rewolucję.
Powstaniemy z nadjeziornych miast Środkowego Zachodu.
Powstaniemy ze spieczonego słońcem Południa.
Odbudujemy, odrodzimy, odżyjemy.
Każdy kąt tego kraju, każdy krok, każdy dom, każdy człowiek tak inny i tak piękny, powstanie, poobijany, ale piękny.
Gdy nadejdzie dzień, nie lękając się wyjdziemy z cienia płomieni.
Wstanie świt.
Bo zawsze jest światło, jeśli tylko mamy odwagę je dostrzec.
Jeśli tylko mamy odwagę, by nim być.

Tłumaczyła Ewa Maria Slaska

Wystąpienie 22-letniej poetki Amandy Gorman było sensacją uroczystości zaprzysiężenia nowego prezydenta USA. Kim jest ta dziewczyna?

Zaczęła jako nastolatka od zgłaszania wierszy na małe, lokalne konkursy, szybko zdobyła uznanie i nagrody, między innymi Youth Poet Laureate of Los Angeles czy National Youth Poet Laureate. Pomysł, żeby to właśnie Amanda Gorman napisała tekst na uroczystość zaprzysiężenia powstał w głowie Jill Biden, która poznała jej wiersze cztery lata wcześniej, gdy młoda poetka czytała je w Kongresie.

Miesiąc przed uroczystością Gorman dostała trudne i odpowiedzialne zadanie – stworzyć wiersz, który odda trudną sytuację podziału społeczeństwa, a jednocześnie przyniesie nadzieję obu zwaśnionym stronom, wyznaczy perspektywę lepszej przyszłości.

Gorman pochodzi z Los Angeles, a w swojej twórczości podejmuje takie tematy jak wykluczenie społeczne, marginalizacja, feminizm i rasizm. Poetka zadebiutowała w 2015 roku tomikiem “Ten, któremu jedzenie nie wystarczy” (“The One for Whom Food Is Not Enough”). Wychowywana przez samotną matkę, Gorman jako dziecko zmagała się z zaburzeniami mowy i nadwrażliwością na dźwięk. W wywiadzie dla “The New York Times” przyznała, że była “dziwnym dzieckiem”, a jej ulubionymi zajęciami były czytanie i pisanie.

Reblog. Barataria. Josef Menčík.

Do publikacji podał Tabor Regresywny

Monia Dębowska

“Dziś prawdziwych rycerzy już nie ma… Ostatni zmarł w 1945 roku.

Nazywał się Josef Menčík. Zasłynął z brawurowej akcji, kiedy w 1938 roku samotnie wyjechał konno w pełnej zbroi rycerskiej i z halabardą przeciwko… nazistowskim czołgom. Niemcy nawet nie wystrzelili w jego kierunku, tylko popukali się w głowy, uznając, że to miejscowy głupek. Po chwili wahania ominęli go i przekroczyli granicę na szumawskiej Bučinie, rozpoczynając tym samym aneksję Czechosłowacji.

W 1911 roku spłonęła część twierdzy Dobrš. Josef Menčík odkupił zniszczony zamek od rodu Schwarzenbergów i rozpoczął jego odbudowę. Kolekcjonował średniowieczne pamiątki związane z rycerstwem, często nabywając je na czarnym rynku czy przemycając z Francji. Umieścił nawet w fosie drewnianego krokodyla dla przypomnienia żyjącego tam kiedyś prawdziwego, przywiezionego przez Kryštofa Koce z jednej z wypraw. Josef jeździł konno po okolicznych ziemiach ubrany w zbroję i próbował zainteresować młodzież historią i ideałami stanu rycerskiego. Do swojego zamku zapraszał wycieczki szkolne.

Czeski Don Kichot był wielkim pasjonatem historii średniowiecznej. Nazywanie go wariatem to raczej nadinterpretacja, bardziej pasuje tutaj określenie pierwszorzędny rekonstruktor i propagator cnót rycerskich. Odrzucał nowoczesne udogodnienia, takie jak choćby elektryczność, a jako oświetlenia w zamku używał świec i pochodni. Lokalna społeczność nazywała go “Fousatý táta” (“Brodaty Tata”) lub “Poslední rytíř” (“Ostatni rycerz”). Wśród miejscowych był znany ze szlachetności, honoru, odwagi, gościnności i uczynności. Słynął także z niekonwencjonalnych rytuałów przy spożywaniu posiłków. Przed wyjściem z karczmy zawsze połknął całego śledzia, popił szklanką rumu i głośno ryknął.
Josef Menčík mieszkał w swojej twierdzy do 1945 roku, kiedy to została znacjonalizowana. Zmarł kilka dni później, 19 listopada 1945 roku w wieku 75 lat, prawdopodobnie z powodu przysłowiowego złamanego serca.”

Oryginalny post na facebookowej grupie Historia bez spiny
Tabor Regresywny znalazł go już jako reblog na stronie facebookowej Regnum Barbaricum

Tam też znalazło się prawie 150 komentarzy, często gęsto nieważnych, ale nie zawsze. Bo np. Krzysztof Pochwicki napisał: “Konno z halabardą? Jako rekonstruktor nie popełniłby raczej takiego błędu. To nie jest broń do walki z końskiego grzbietu natomiast piechota używała jej skutecznie do ściągania rycerzy.”

Pod długiej dyskusji komentatorzy, biorąc w obronę czeskiego Don Kichota, domyślają się raczej błędu tłumacza, ale znawca nie popuszcza. To jednak, jego zdaniem, błąd samozwańczego rycerza, który zapewne nie miał pojęcia i był rycerzem nie znającym się na subtelnych odmianach rycerstwa. Doszukuje się “Nie pasuje mi też hełm tego pana. Nie widzę z boku, lecz wygląda mi to na morion, którego rycerstwo nie stosowało (chyba, że to kapalin, “ojciec” moriona). Zbroja, pas i miecz to też raczej swobodne traktowanie tematu. Podobnie krój kolczugi. Zresztą zakładanie płyt na kolczugę jest bez sensu. Chyba, że mamy tu do czynienia z połączeniem półpancerza z kolczugą, zabieg częsty w średniowieczu (później też, stosowany jeszcze u naszej husarii).” A jeszcze “u pasa ma rapier a nie miecz.”

Nie wiem. Na koniu wyglądał tak:

A autorka pisze, że na pewno w oryginale czeskim było użyte słowo halabarda.

Grudzień w ogrodzie

dziennik niecodzienny czyli krótko o...

Miesiące zimowe to w ogrodzie czas odpoczynku. Kiedy jednak zacznie się w niego wgłębiać można dostrzec kilka ciekawych rzeczy. Bardzo podoba mi się ten spokój. W sumie to trochę zazdroszczę roślinom, które mogą przespać tych kilka mało przyjemnych miesięcy, zwłaszcza kiedy za oknem taka szarówa z deszczem jak dziś.

View original post

Piosenki i wiersze na grudzień

Piosenkę Ralpha Kaminskiego wybrali na dziś Konrad i Ewa Maria, wiersze nadesłały Ewa Karbowska – jej tegoroczny wiersz napisany w rocznicę wydarzeń grudniowych 1970 roku i Anna Dobrzyńska – wiersz anonimowy pt. Wigilia w stepie

Ralph Kaminski


Ewa Karbowska

KOLĘDA? – CO I BEZ ŚWIĄT?

– wszystkim dzielnym – a i Grażynce – Grażyna Orlińska
– zwłaszcza
/Jej w rewanżu za KOLĘDĘ BEZDOMNĄ/

kolęda – bez wiary?
dla młodszych, dla starych
co dłużej wytrzymać nie chcieli
*
chwycili transparent
by dzielić się darem
z rąk do rąk, bez kłamstw, po kolei
*
kolęda niedoli
na więcej pozwolić
nie mogła i umieć nie chciała
*
i solo i w tłumie
próbując zrozumieć
szła naprzód, choć trochę się bała
*
kolęda serdeczna
choć pozaświąteczna
znaczona protestu piorunem
*
szarpiąca za serca
na z gniewu kobiercach
na tego co przeciągnął strunę
*
kolęda ulicy
z nią znak błyskawicy
z modlitwą o godność w miłości
*
kolęda nadziei
że coś da się skleić
ulepszyć, dogadać, uprościć…
*
na płatach opłatka
gdzie córka i matka
szukają dla siebie ratunku
*
Bóg oczy odwraca?
ma wybór, czy kaca?
zostaje na posterunku?
*
wie, jeśli się nie da, to wojna i bieda
kryjąca ból
w lochach podziemi
*
w stajence? – jak Chrystus?
intencji, łez czystość
Królowie? – Ci Trzej? – jakby niemi…

17.12.2020

***


Jan Malczewski, Wigilia zesłańców

Wigilia w stepie

na melodię pieśni „Moja matko, ja wiem…”
śpiewanej przez Bernarda Ładysza
https://www.youtube.com/watch?v=e2yvjatUjpY

Dziki wiatr, dziki step, mroźna noc, w sercu trwoga.
Mróz w ziemiance, a śmierć kosi swój żniwny łan.
Stara matka różaniec wyszeptała na palcach do Boga,
Żeby łaskę nadziei w tę Noc Świętą dał.
Stara matka różaniec wyszeptała na palcach do Boga,
Żeby łaskę nadziei w tę Noc Świętą dał.

Tam daleko ten dom, gdzie opłatkiem się dzielą,
Gdzie wieczerza na stole i świerk pachnie w krąg.
A tu wśród nocnej ciszy, suchą kromką podzielą się wszyscy –
Garść obierzyn i wrzątku i nasion na ząb.
A tu wśród nocnej ciszy, suchą kromką podzielą się wszyscy –
Garść obierzyn i wrzątku i nasion na ząb.

Panno Święta, ja wiem, żeś Ty była uboga,
Że Król Herod Dzieciątko zatracić Twe chciał,
Jeśli w niebie nad stepem, jest okienko i droga do Boga –
To je wskaż i wytrwałość niezłomną nam daj!
Jeśli w niebie nad stepem, jest okienko i droga do Boga –
To je wskaż i wytrwałość niezłomną nam daj!

Film im Lockdown


DAS NEUE EVANGELIUM

Digitaler Filmstart mit Beteiligung der Kinos

PORT AU PRINCE PICTURES startet DAS NEUE EVANGELIUM von Milo Rau am 17. Dezember 2020 digital. Aufgrund der Verlängerung des Lockdowns der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, werden neben anderen Kultureinrichtungen auch die Kinos weiter geschlossen bleiben.

Um aber dennoch einen Beitrag für die Kultur- und Filmlandschaft zu leisten, hat der Filmverleih Port au Prince Pictures beschlossen, den Film DAS NEUE EVANGELIUM von Milo Rau am 17. Dezember auch im Lockdown zu starten: Als sogenannte digitale Kinoauswertung und mit Beteiligung der Kinos, die konkret und unmittelbar an den Streaming-Umsätzen beteiligt werden.

„Mit DAS NEUE EVANGELIUM starten wir einen hochpolitischen Film, der thematisch offenkundig in diese Zeit gehört. Die Entscheidung, den Filmstart nicht zu verschieben, sondern den Film in jedem Fall digital und unter Beteiligung der Kinos zugänglich zu machen, hat also gewichtige inhaltliche Gründe. Außerdem wollen wir zeigen, dass auch in Lockdown-Zeiten neue Filme mit relevanten Themen erfolgreich starten können und wir wollen mit dem Film dazu beitragen, dass das Kino in diesen auch für die Kinos schweren Monaten nicht gänzlich aus den Köpfen seiner Fans verschwindet“, erklärt Jan Krüger von Port au Prince Pictures.   

Und so funktioniert es:
Unter http://www.dasneueevangelium.de/ erwirbt der Zuschauer sein Online-Kinoticket und wählt gleichzeitig ein Kino aus, das er am Erlös beteiligen möchte. Dieses Kino erhält dann 30% des Preises eines digitalen Tickets. Der Film DAS NEUE EVANGELIUM ist nach Bezahlung und anschließender Aktivierung der Ticket-ID 24 Stunden streambar. Zusätzlich wird als Bonusmaterial ein Q&A mit Regisseur Milo Rau und dem Hauptdarsteller und Politaktivisten Yvan Sagnet abrufbar sein.
So wird Port au Prince Pictures an dem geplanten und langfristig vorbereiteten Filmstart festhalten.

Der Vorverkauf ist ab 01. Dezember 2020 möglich.

Die Preise für die digitale Auswertung:
Einzelticket: 9,99 Euro
Ab 20 Karten bei Gruppen: 7,99 Euro
Ab 50 Karten für Gruppen: 5,99 Euro

DAS NEUE EVANGELIUM 
Ein Film von MILO RAU mit YVAN SAGNET als Jesus
Digitale Kinoauswertung: 17. Dezember 2020
2020 | Länge: 107 Minuten

Regisseur Milo Rau inszeniert in der süditalienischen Stadt Matera, in der sowohl Pier Paolo Pasolini als auch Mel Gibson ihre legendären Filme über das Leben Jesus’ gedreht haben, DAS NEUE EVANGELIUM. Gemeinsam mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet schafft er einen hochpolitischen Jesus-Film, in dem biblische Erzählung und verzweifelte Revolte ineinanderfließen. Entstanden ist ein hybrider Film: eine Verschmelzung von Dokumentarfilm, Spielfilm, politischer Aktionskunst und Passionsspiel. DAS NEUE EVANGELIUM ist ein Manifest für die Opfer des westlichen Kapitalismus das angesichts der europäischen Flüchtlingskrise und der weltweiten Black Lives Matter-Bewegung aktueller nicht sein könnte. Ein authentisch politisches wie auch theatralisches und filmisches neues Evangelium für das 21. Jahrhundert.

DAS NEUE EVANGELIUM feierte eine vielbeachtete Weltpremiere beim diesjährigen Filmfestival in Venedig und lief im diesjährigen Wettbewerb der IDFA (International Documentary Filmfestival Amsterdam). Port au Prince Pictures startet den Film am 17. Dezember 2020.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.dasneueevangelium-film.de

Worldwide Screening of I AM NOT YOUR NEGRO by Raoul Peck on December 10, 2020

Deutsch unten

Worldwide Screening: I Am Not Your Negro by Raoul Peck on December 10, 2020

On December 10, 2020, the anniversary of the day the United Nations General Assembly adopted, in 1948, the Universal Declaration of Human Rights, a second Worldwide Screening will take place. Cinemas, schools, universities, and cultural institutions have responded to the call of the international literature festival berlin (ilb) to screen I Am Not Your Negro by Raoul Peck. This award-winning 95-minute 2016 documentary was shot on the basis of the unfinished manuscript “Remember This House” by James Baldwin (1924 – 1987).

The worldwide screening is intended to underscore our responsibility to examine the history of colonialism and racism. Over the course of almost four centuries, 10-12 million enslaved Africans were transported to America, mainly by European traders. More than 250 years after the abolition of the Atlantic slave trade, equal treatment of white people and People of Color has by no means been established – neither in America, nor in Europe, or any other region of the world.

In addition to analogue events, digital screenings will take place. Here you can find a list of participating institutions and links.

website

Worldwide Screening: I Am Not Your Negro von Raoul Peck am 10. Dezember 2020

Am Jahrestag der, durch die Vereinten Nationen im Jahr 1948 verkündeten, Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte findet das zweite Worldwide Screening am 10. Dezember 2020 statt. Kinos, Schulen, Universitäten und kulturelle Institutionen folgten dem Aufruf des internationalen literaturfestivals berlin (ilb) zu einer weltweiten Filmvorführung von I Am Not Your Negro von Raoul Peck. Der preisgekrönte, 95-minütige Dokumentarfilm aus dem Jahr 2016 wurde auf Basis des unvollendeten Manuskripts „Remember This House“ von James Baldwin (1924 – 1987) gedreht.

Mit der weltweiten Vorführung soll unsere Verantwortung unterstrichen werden, die Geschichte der Kolonisation und des Rassismus detailliert aufzuarbeiten. Im Laufe von fast vier Jahrhunderten wurden 10-12 Millionen versklavte Afrikaner nach Amerika transportiert, hauptsächlich von europäischen Händlern. Mehr als 250 Jahre nach der Abschaffung des atlantischen Sklavenhandels ist die Gleichbehandlung von Weißen und People of Color keineswegs festgeschrieben – weder in Amerika noch in Europa noch in anderen Regionen der Welt.

Neben analogen Veranstaltungen finden an dem Tag weltweit auch digitale Screenings statt. Schauen Sie sich die Liste der teilnehmenden Institutionen und Links hier an.

Webseite


internationales literaturfestival berlin
Chausseestr. 5
10115 Berlin
Fon +49 (0) 30 – 27 87 86 65
Fax +49 (0) 30 – 27 87 86 85
presse@literaturfestival.com

21. internationales literaturfestival berlin | 8.–18. September 2021
7. internationales literaturfestival odessa | 22.–25. September 2021

www.litfestodessa.com
www.worldwide-reading.com
www.comics-berlin.de
www.wordalliance.org

Wish oder auf der Suche nach den erfolgreichen Polen (Reblog)

zeit.de 
Wish-App: Wenn du wirklich bei Wish bestellst
Von Nele Spandick

Wish ist das Gegenmodell zum Edelhändler Manufactum. Kein schönes Einkaufserlebnis, keine Qualität, kein als Minimalismus getarnter Konsum. Sondern: billig, billig, billig. Die App selbst sieht bereits so trashig aus, dass man daran zweifeln könnte, ob überhaupt irgendetwas ankommt, wenn man hier bestellt. In quadratischen Kacheln sind die Produkte präsentiert: Der Zähnebleicher wird mit einem Vorher-Nachher-Bild von gelben und weißen Zähnen beworben. 2,79 Euro. Eine Unterhose lässt den Hintern mit Schaumstoff größer und praller wirken. 2,19 Euro. Ein BVB-Fan-Pullover für 21,92 Euro, ein Schraubenschlüssel für 3,81 Euro, pinke Einwegmasken für 5,06 Euro.

Auf einer extra Seite können Nutzer einmal am Tag am virtuellen Glücksrad drehen. Je nachdem, auf welcher Zahl es landet, darf man länger oder kürzer in angeblich besonders guten Sonderangeboten wühlen. Teleshopping im Internet, ein unendlicher Stream abgefahrenster Produkte. Alle vor allem günstig.

Während viele Unternehmen zurzeit versuchen, sich nachhaltiger und hochwertiger zu positionieren, macht Wish genau das Gegenteil und hat damit Erfolg. Nach Firmenangaben nutzen monatlich 100 Millionen Menschen die App, mehr als zwei Millionen Produkte werden pro Tag verkauft. Fußballstars wie Neymar und Gareth Bale machen Werbung für die Verkaufsplattform. Nächstes Jahr soll der Börsengang folgen. Das ist auch der Grund, warum das Unternehmen sich aktuell nicht öffentlich zu seiner Entwicklung äußert.

Wer aber shoppt hier? Der polnisch-kanadische Firmengründer Piotr Szulczewski, gerade mal 39 Jahre alt, bezeichnete seine Zielgruppe einmal selbst als “the invisible half” – die unsichtbare Hälfte. Ihm seien Investoren begegnet, die sich nicht hätten vorstellen können, wer bei Wish bestellt, weil es in ihrem Bekanntenkreis niemand tat. Szulczewski meint, das sei der blinde Fleck von reichen Großstädtern. In Deutschland ist die App vor allem bei Menschen bekannt, die auf Facebook aktiv sind. Dort wirbt das Unternehmen intensiv, fast aggressiv. Eine Studie des privaten Instituts für Handelsforschung in Köln (IFH), das sich auf Trends im E-Commerce spezialisiert hat, zeigt, dass sowohl Alte als auch Junge, Reiche wie Arme und Gebildete wie Ungebildete auf Wish bestellen – ungefähr zu gleichen Teilen. Aber wieso? Ist es nur der Preis?

“Wish befriedigt bestimmte Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten: Schnäppchenjagd, Stöbern und exklusive Produkte”, sagt Mailin Schmelter vom IFH, die die Studie mit erstellt hat. Für die Erkenntnisse befragte das Institut 1.200 Menschen, denen die Marke vom Namen her bekannt war. Schmelter sagt, die ständig aufblinkenden Rabattaktionen und das ungeordnete Anzeigen der absurden Produkte setzten Reize, die zum Kauf motivierten. Und das, obwohl den Leuten bewusst sei, dass sie mit schlechter Qualität rechnen müssten. Manche hätten sogar selbst schon schlechte Erfahrungen gemacht. “Bei einigen Käuferinnen und Käufern gibt es einen richtigen Spieltrieb”, sagt Schmelter. “Die finden das einfach spannend.” Und für den günstigen Preis seien sie bereit, das Risiko zu tragen. Ein Spieleinsatz von zwei oder fünf Euro scheint ihnen verschmerzbar.

Dabei ist dieses Risiko tatsächlich ziemlich groß: Produkte kommen oft verspätet oder gar nicht an. Ihre Qualität ist schlecht, manchmal entsprechen sie nicht der eigentlichen Beschreibung. Das berichten Verbraucher in ihren Beschwerden bei den Verbraucherzentralen. Und wenn das iPhone, das man bestellt hat, dann nur in Puppengröße ankommt, kann auch der günstige Preis nicht über die Enttäuschung hinweghelfen.

Die Verbraucherzentralen nehmen vermehrt Beschwerden entgegen, allein in diesem Jahr waren es bereits 200. Peter Gerlicher, Marktbeobachter der Verbraucherzentrale Bundesverband vermutet, dass die Dunkelziffer noch höher sei. “Die Beschwerden kommen nicht nur hier und da mal auf, sondern immer wieder und über alle Bundesländer verteilt.” Vor dem Hintergrund, dass Wish nicht der Marktführer im Onlinehandel ist, seien 200 Beschwerden bereits beachtlich.

Gerlicher erzählt, dass Wish-Kunden sich auch über den Versand beklagen. Er dauere länger als bei anderen Anbietern, auch weil viele Produkte aus dem ostasiatischen Raum kämen. Vor allem werde die Bestellung durch Versand- und Rücksendekosten teurer, als der ausgeschriebene Preis zunächst vermuten lässt. Gerlicher kennt Fälle, in denen automatisch verschickte Mahnungsschreiben sogar noch vor dem Produkt bei den Kunden ankamen. “Teilweise sind die Verbraucher verwundert, dass bei der Bestellung auch noch Zoll-Gebühren auf sie zukommen”, sagt Gerlicher.

Das Problem ist: Wish ist nur eine Plattform. Die Kundinnen bestellen direkt bei kleineren Unternehmen. Wish selbst hat mit dem Versand und der Produktion nichts zu tun, das Unternehmen erhält eine Provision. Der direkte Vertragspartner der Kundinnen und Kunden ist nicht Wish, sondern ein kleines Unternehmen, das im schlechtesten Fall tausende Kilometer entfernt sitzt und schwer zu erreichen ist.

Für einige scheint das alles aber einfach ein Witz zu sein. In sozialen Medien kursiert sogar inzwischen ein Meme zu Wish: Ein Bild zeigt etwa den britischen Premier Boris Johnson im Laborkittel – der Kommentar darunter lautet: “Wenn du Christian Drosten bei Wish bestellst.”

Oder ein Bild der deutschen Girlgroup Tic Tac Toe – “Wenn du Destiny’s Child bei Wish bestellst.” “Bei Wish bestellt” als Sinnbild für schlechte Qualität. Wäre die Plattform ein normales Unternehmen, wäre dieses Meme der Untergang, aber sie ist eben nicht normal. Wish funktioniert vielleicht sogar genau deswegen.

Ergänzung von der Administratorin: Es stimmt nicht, dass es im Netz eine oder andere Meme zu Wish kursiert. Wahr ist der Gegenteil: Es ist so, dass es im Netz, vor allem in Tweeter, einen Meme-Erstellung-Spiel gibt zu dem Begriff: Bei Wish bestellt. Der Boris Johnson und die Tic Tac Toe Girls sind nur zwei Beispiele von Tausenden. 

Wie hier

PS. Mein Sommer-Kleid für 1,- Euro (+ 2,95 Euro Versand-Kosten) ist nie angekommen.

Achtung! Es geht um unsere S-Bahn!

Die S-Bahn Ausschreibung

Online-Konferenz *

Mi., 25.11.20 | 19:00 | RegenbogenKino

Was will der Senat – was will das Bündnis “Eine S-Bahn für Alle!” ?

Bis jetzt ist die S-Bahn noch zu hundert Prozent in der Hand der Deutschen Bahn, also in staatlichem Eigentum.
Doch vor wenigen Monaten wurden zwei Teilnetze – das sind zwei Drittel der gesamten S-Bahn – europaweit ausgeschrieben. Das heißt: Privaten Unternehmen wird die Tür für den Betrieb der S-Bahn und die Instandhaltung der Fahrzeuge geöffnet. Dabei kann nicht nur für den S-Bahn Betrieb auf jedem der beiden Teilnetze ein anderes Privat-Unternehmen den Zuschlag bekommen, auch die Instandhaltung der Fahrzeugen für die beiden Teilnetze kann an zwei verschiedene Privatunternehmen vergeben werden.
Das bedeutet die Zerschlagung und Privatisierung der S-Bahn.

Die Berliner*innen haben in den vergangenen Jahren mit Privatisierungen nur schlechte Erfahrungen gemacht. Das Wasser wurde privatisiert und musste dann – nach dem erfolgreichen Volksentscheid – für viel Geld wieder zurück gekauft werden. Tausende Wohnungen, die einmal der Stadt gehört haben, wurden ebenfalls verkauft.
Jetzt gibt es die Kampagne “Deutsche Wohnen & Co enteignen”, mit der ebenfalls viele Häuser, ehemals in städtische Hand gewesen, in öffentliche Hand zurückkehren sollen.

Wir wollen nicht, dass ein drittes Mal wiederholt wird, was zwei Mal komplett in ein Desaster geführt hat.

Das ist das Ziel des Bündnisses “Eine S-Bahn für Alle”:
Die Zerschlagung und Privatiserung der S-Bahn zu verhindern. Die Ausschreibung umfasst ein Volumen von 8 Milliarden Euro. Ein Abbruch der Ausschreibung ist möglich.

Redende:
Janek Neuendorf (S-Bahner, Mitglied der EVG), Ava Matheis (Bündnis “Eine S-Bahn für Alle”), ein Vertreter des AKI in der IG Metall

Veranstalter: Bündnis “Eine S-Bahn für Alle”

Mehr Infos gibt’s hier.
* Online-Zugang ab 18:40  unter:
https://bbb.extern.alt.coop/b/and-t4m-fkp
Nutzt als Browser Chrome oder Firefox.
Internet Explorer funktioniert nicht!

Corona i my

Drodzy Czytelnicy, jest 26 października. Z przyczyn mi nieznanych skasowałam sama i osobiście opublikowany 23 wpis o przypadkach zachorowań na koronę wśród bliskich, przyjaciół, rodziny, czy innych znanych mi osób. To były cztery opowieści. Wpis zniknął, a ja próbuję go teraz odtworzyć. Nie będzie taki sam, ale może będzie nawet lepszy, kto wie. W każdym razie opowieść pierwsza jest teraz jeszcze lepsza niż ta sprzed kilku dni.

Jurek Owsiak ma coronę, i Andrzej Duda, a przez niego również Iga Świątek. To nie jest jak na wiosnę, gdy coronę mieli “jacyś ludzie”. Teraz to nasi bliscy, ci, których znamy.

Wasza Adminka

1. Maria, kuzynka z Włoch

Jak ważne jest noszenie maseczki?

W domu u mojej mamy, pani po dziewięćdziesiątce, odbyło się spotkanie zapoznawcze mojej mamy z panią S., która ma u niej zamieszkać. W spotkaniu, zaproszona przeze mnie, uczestniczyła żona mojego kuzyna (nazwijmy ją Ola). Oczywiście żadna z pań w domu nie miała maseczki – bo i po co, pandemia jest tylko w sklepach, komunikacji miejskiej, zbiorowiskach ludzkich różnego typu, ale nie w domu! Na szczęście panie nie podały sobie ręki, nie ściskały się i siedziały sporo oddalone od siebie.
Po dwóch dniach od tego spotkania Ola wieczorem poczuła bóle w mięśniach, na wszelki wypadek poszła następnego dnia zrobić wymaz, nie była co do niego wielce przekonana i jakież było jej zaskoczenie, jak odebrany wynik okazał się pozytywny!!! Wpadła w panikę, bo oprócz domowników mogła przekazać wirusa mojej i swojej mamie.
Oczywiście zawiadomiłam mamę, która natychmiast odwołała dwie panie, które przychodzą pomagać jej w domu. Zawiadomiłam również panią S. Jakie było moje zdziwienie, gdy pani S. odpowiedziała mi, że ona pod koniec tygodnia ma wesele swojego kuzyna i że musi w nim uczestniczyć! Wesele będzie na 150 osób i, jeżeli ona jest zarażona, to “rozda w prezencie ślubnym” wirusa. Na moją poradę, żeby była przynajmniej w maseczce odpowiedziała, że nie jest to możliwe!
I tu moja refleksja, czy to takie trudne do zrozumienia, że od jakiejkolwiek imprezy ważniejsze jest zdrowie ludzi i to jakich ludzi, przecież w tym weselu będzie uczestniczyć najbliższa rodzina, przyjaciele i znajomi! Czyli nic nas te osoby nie obchodzą, byle by brać udział w ceremonii.
Życzę oczywiście mojej mamie, mamie Oli i pani S., żeby się okazało, że się nie zaraziły i że pani S. nie zarazi 149 bliskich jej osób, ale niestety nie zawsze można liczyć na szczęśliwy los i kroniki tego lata to potwierdzają. Ile to razy czytaliśmy, że po weselu cała wieś wylądowała na kwarantannie! Teraz dopiero zrozumiałam te dziwne rezultaty akurat wesel. Biorą w nich udział ludzie, którzy “muszą iść”, bo nie wyobrażają sobie wesela bez swojego udziału – ŚWIADOMI PODEJRZENIA O ZAKAŻENIE, nie badają się żeby przypadkiem nie zamknięto ich w “więzieniu” kwarantanny!!!, a noszenie maseczek to przejaw złego stylu.
P. S. Minęło już 10 dni od fatalnego spotkania, czyli skończyła się kwarantanna, wszyscy uczestnicy opowiadania czują się dobrze, a ile najedli się strachu…
I jeszcze morał. Parafrazując cytowanego często przez mojego Dziadka Sztaudyngera “Myjcie się dziewczyny, bo nie znacie dnia ani godziny”, powiem: noście maseczki, bo nie wiecie, czy już zarażacie!

2. Ola, żona kuzyna z Warszawy

Jak już większość z Was wie, mam COVID-19.
Czuję się dobrze, przechodzę to prawie bezobjawowo. Za 3 dni koniec izolacji, ponowne badania (z własnej woli, bo oficjalnie nie trzeba…) i wolność🍾.
Ale to co było w tym najgorsze to strach, kogo mogłam zarazić, zanim zrobiłam test.
To jest OGROMNA ODPOWIEDZIALNOŚĆ!!!
Jeśli nie boicie się o siebie, to pomyślcie o innych.
Maseczki, maseczki i jeszcze raz maseczki!
Niech każdy zachowuje się tak, jakby był chory, bo być może właśnie jest.
Maseczki nosimy, żeby nie zarażać innych.
Są też pozytywy: jako ozdrowieniec, będę mogła oddać osocze💪
Mąż, sąsiedzi, znajomi tak mnie rozpieszczali, że aż szkoda wracać do zdrowych 🙂
Mąż i syn negatywni👍.

Po kilku dniach skończyła kwarantannę. Pisze:

Dzwoni telefon
– dzień dobry, pani Ola?
– tak, przy telefonie
– starszy sierżant jakiśtam, sprawdzam czy jest pani na kwarantannie. kończy się dzisiaj o 23.58. potem buciki i na dwór…
– tak, na razie siedzę karnie.
– z maluszkiem?
– jakim maluszkiem???
– no mówi pani: karmie
🤣🤣🤣 a to byłoby do Guinessa… siedzę karnie a nie karmie!
popłakaliśmy się razem ze śmiechu!
miał chłop poczucie humoru😂
miłego dnia wszystkim


3. Ania, młoda przyjaciółka z Berlina

Corona-story
Po 2 tygodniach od pozytywnego testu i średnio-męczących symptomów już miało być przecież lepiej, a tu dopiero zaczęło się na dobre.
Ostatnie dni jestem leżącym i śpiącym ciałem, głowa pęka, zataczam się wstając, ciężko mi układać spójne zdania, więc sorry jeśli się tu gubię, nawet wzięcie książki czy telefonu do ręki to total wyzwanie. W ogóle nie przyswajam nowego inputu, więc ta książka to głównie podpórka pod herbatę, nie wchodzą filmy, podcasty, nawet feed fejsowy okazuje się być too much. Ale biorę ten telefon, żeby się czymś z Wami podzielić.
Wczorajszy wieczór spędziliśmy na oglądaniu filmu (to mój szczyt macierzyństwa w tych dniach: leżeć z dziećmi przed ekranem i próbować nie spać, choć spałam już pewnie z 18 godzin tego dnia). Ciemno za oknem, tutaj całkiem przytulnie, dziewczynki mi robią masaż dłoni przy okazji. To prawie jakbym sama rękoma ruszała. A tu dzwoni dzwonek.
Tom poszedł otworzyć, ale zobaczył tylko uciekającą sylwetkę naszego znajomego i wielką paczkę pod drzwiami z różnymi pysznościami. Ten znajomy to jeden z chłopaków, który przyszedł do Europy z daleka, którego przykryłam w nocy śpiworem od Was, pod budynkiem biura do spraw migracji, w 2015 roku. Potem miesiącami pomagał mi rozpakowywać auto ze śpiworami i ciepłymi kurtkami. Ale od tamtej pory praktycznie nie mieliśmy kontaktu. Musiało mu mignąć na fejsie, że leżę z koroną w izolacji. Nie jest ani bliskim przyjacielem, ani sąsiadem, wiem, że mieszka pod drugiej stronie Berlina.
A dlaczego Wam o tym mówię? Bo takiego właśnie Berlina bym chciała. Takiej Europy. I takich Europejczyków.
A friend in need is a friend indeed.
The 4th week of covid starts today and I… start feeling better!
You have no idea what those donuts, flowers and bread at my doors meant to me.
Also: all your little messages, funny pictures of dogs and cats, helium balloon speeches and tits videos, all your love and care. I am sure that this helps facing the virus.
And for sure it helps to worry a little bit less and to feel that you are not alone, even if it’s scary. Thank you ❤
I have learnt from you a lot those weeks. And I want to be even more like this: carrying and supporting.
Once I’m out of bed, I will also bring you shopping! Just give me few days! Now I will still sleep a bit:)
PS. T. and girls are fine (girls were negative all that time, no idea how). They are very happy to be able to finally go out.

*

“Nie broniłam się, gdy po mnie przyszedł. Poddałam się bez walki, a on zabrał mi wszystkie siły i zapachy. W zamian za nie przyniósł najdłuższy sen świata” – to kawałek z pamiętnika o covidzie Domki Spytek.

Dziś mój 23 dzień. Głowa zaczyna pracować, myślę myśli, jestem w stanie czytać. Wielka, przeogromna, ulga. Najbardziej się o tę głowę bałam. Lubię moją głowę.

Marta Fox, znajoma pisarka
Wstrząsajaca relacja. Po prostu przeczytajcie: martafox

Osteuropa-Tage 2020 Übersetzerworkshop

Die Osteuropa-Tage Berlin 2019/2020 werden seit 2019 von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert. Beim Festival stehen Künstler*innen, Autor*innen und Aktivist*innen im Mittelpunkt, die wegen ihrer pro-demokratischen und pro-feministischen Ansichten in ihren Herkunftsländern oft auf Kritik stoßen. In Berlin kommen Protagonist*innen aus Polen, Bulgarien, Tschechien und Russland in einem Polylog zusammen, um die Kooperation und Entwicklung gemeinsamer Methoden zu fördern, mit denen Feminismus & Demokratie den Mittelpunkt dieser Gesellschaften (wieder) erreichen.

Das Programm richtet sich an Interessierte an der Kultur der vier mittel-/osteuropäischen Länder, aber auch an diejenigen, die offen sind, zum ersten Mal damit in Berührung zu kommen.

Alle Veranstaltungen finden online statt.

Übersetzungsworkshop “Voices to be heard”

Wann:  24 und 25. Oktober, 10-16 Uhr (CET)
Wo: online, Anmelden via Eventbrite
Preis: kostenlos

Quo vadis, Osteuropa?

Polnische Städte erklären sich zu LGBTQ-freien Zonen, in Bulgarien protestieren Menschen gegen die Ratifizierung der sog. “Istanbul-Konvention” zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, die russische Regierung beschließt die Errichtung eines eigenen Internets unter kompletter Staatskontrolle… Solche Geschichten dominieren die deutsche Nachrichtenlandschaft in Bezug auf osteuropäische Länder. Wie ist es eigentlich, alles das “live” als Teil einer dieser Gesellschaften zu erleben? Unsere Autor*innen berichten. Sie schildern Kontexte, Zusammenhänge und Umstände für ihre Landesleute, so wie wir sie hier selten erleben können. Genau das wollen wir bei diesem Übersetzungsworkshop ermöglichen.

Zwei Tage lang werden wir in kleinen Gruppen publizistische Texte zu den aktuellen gesellschaftlichen Themen aus Polen, Bulgarien, Tschechien und Russland ins Deutsche übersetzen, um ihren Botschaften eine (weitere) Stimme in Deutschland zu geben. Die Gruppen werden von erfahrenen Übersetzer*innen geleitet, die die Teilnehmer*innen bei der Arbeit an den Texten unterstützen.

Es werden Texte von Monika Tichy (Polen, Vorstandsmitglied beim Stettiner LGBTQ+ Verein Lambda Szczecin), Nadezhda Dermendjieva (Bulgarien, Geschäftsführerin des Bulgarian Fund for Women), Jiří Přibáň (Tschechien, Juraprofessor an der Universität Cardiff) und Alexey Kovalev, Anna Vilisova & Ilya Schevelev (Russland, Investigativ-Ressort des unabhängigen Nachrichtenportals Meduza) übersetzt.

Alle Übersetzungen werden im Anschluss am Workshop lektoriert und voraussichtlich Ende 2020 veröffentlicht.

Du kannst dich für diese Veranstaltung auf Eventbrite registrieren.

***Der Zoom-Link zur Online-Veranstaltung wird innerhalb einer Woche vor dem Event an alle Teilnehmer*innen per Mail zugeschickt.***


So viel findet sich auf der offizieller Seite der OET. Ich werde hier noch meine Bemerkungen zufügen. Mindestens zwei Themen sind für mich persönlich interessant: die Werkstatt und Monika Tichy, Autorin aus Stettin.

Die Werkstatt haben wir uns vor 20 Jahren ausgedacht. 1994 gründeten wir den WIR e.V., Verein zur Förderung der Deutsch-Polnischen Literatur. Primärer Zweck des Vereins war es, Bücher herauszugeben. Inzwischen und danach gab es ganz viele andere Tätigkeiten, Lesungen, Performances, Festivals. Irgendwan junge Autoren, die mit WIR zusammen gearbeitet hatten, kamen zu den Vorstand mit der Frage, ob wir bereit wären, für junge Dichter aus Deutschland und Polen, einen Übersetzer-Werkstatt zu organisieren, um danach ein Buch mit deren Texten in beider Sprachen herauszugeben. Wir sagten zu, ohne zu wissen worauf wir uns ranlassen. Es gab insgesamt sechs wunderbare Workshops, mehrere Veranstaltungen, eine gemeinsame Fahrt auf der Oder und am Ende drei Bücher. Ca. 100 junge Dichter*Innen nahmen an all diesen Events teil. Manche sind danach sehr erfolgreich geworden und wir sind stolz, dass sie, als noch unbekannt, bei uns waren. Michał Witkowski, Alexander Gumz, Daniela Seel, Radek Wiśniewski, Janusz Gabryel, Łukasz Kaniewski sind inzwischen feste Bestandteile der Literaturszene in beiden Ländern.

Alexander Gumz, Jan Kettner und Jacek Slaski (die Gruppe nannte sich Arte Nova), die Initiatoren der Workshops, haben intuitiv eine wunderbare Methode ausgearbeitet, wie man an die Texten rangehen soll. Man wollte keine von oben herab vorbereitete Übersetzungen, die sehr oft die Themen, Worte, Ideen verfehlten. Die Übersetzungen sollten in einer gemeinsamer Arbeit der polnischen und deutschen Autoren entstehen. Jede(r) sollte mit jeder/m über seine / ihre Texte reden können, Ratschläge bei anderen suchen, immer wieder neu ausprobieren. Fachübersetzer sollten nur im Ernstfall eingreifen, meistens hielten sie sich am Rande der Workshops und dienten nur als Berater.
Junge Menschen bereiteten nicht nur Texte und Abschlußveranstaltungen vor, aber redigierten auch ihre eigene WIR-Bücher.

Irgendwann ging die Idee vom Autoren-Workshop in die Welt. Vor ein paar Jahren brachte ich sie in die Osteuropa-Tage und seitdem freue ich mich immer, dass sie sich so konsequent und erfolgreich entwickelt :-).

Bei der ersten Werkstatt, 2017, war mit uns noch Joanna Trümner, die in der Gruppe, die mit den Gedichten von Marek Maj, eines Dichters aus Stettin gearbeitet hat, mitübersetzte. In letztem Jahr wollte sie wieder dabei sein, als (Vor)Übersetzerin eines Texts von Frau Prof. Inga Iwasiów und eine Gruppenleiterin, aber die Krankheit war schon schneller als sie. In diesem Jahr weilt sie nicht mehr unter uns.

***

Monika Tichy traf ich schon ein paar Mal, einmal in Februar 2020, als wir, Berliner vor dem Polnischen Institut gegen Anti-LGBT-Politik der polnischen Regierung protestierten und Monika eine fantastische, sehr persönliche Rede hielt. Sie war auch vor einem Monat bei einem Protestmarsch aus Słubice nach Frankfurt / Oder, an dem ca. 1000 Deutsche und Polen teilnahmen (ich berichtete HIER). Ela Kargol und ich diskutierten HIER über einen Mural in Stettin, dessen Initiatorin Monika war. Ich finde, sie ist eine wunderbare Frau und ich werde gern erfahren, was sie schreibt und was hier übersetzt wird. Das aber erfahren wir erst am Tag des Workshops bei dem Workshop oder (hier) ein paar Tage später 🙂