Monika Wrzosek-Müller
Meine Lektüre
Die Welt und wir selbst geraten gerade immer mehr in Stille, in einen Zustand des ständigen Wartens und sich Ermahnens, in Abgeschiedenheit; wichtiger wird es, zu lesen als Leute zu treffen, wichtiger, in sich zurückzukehren als in Ausstellungen, Konzerte, Theater und Kinos zu gehen. Eigentlich müsste diese Zeit für Menschen, die, wie ich, Yoga praktizieren, eine Quelle der Inspiration sein, doch sie hängt langsam wie eine bleierne Decke über allem und wir versuchen eher schlecht als recht rauszukommen und rauszuschauen. Die einzig wirklich aufmunternde Tätigkeit ist die Lektüre und vielleicht auch der online-Austausch darüber. Die lesenden Madonnen und anderen heiligen Damen des Mittelalters könnten uns hier ein Vorbild sein.
Lange Abende blieb ich an ein Buch gefesselt, auch wegen des Umfangs (es sind beinahe 600 Seiten), aber auch wegen des Themas, mit dem ich seit Jahren schwanger bin. Der Titel klärt vieles: Rückkehr nach Lemberg. Über die Ursprünge von Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Eine persönliche Geschichte von Philippe Sands. Der Autor, Anwalt und Professor für internationales Recht, lebt in London, ist jüdischer Abstammung und seine Familie stammt aus Lemberg, oder genauer: aus Zółkiew in der Nähe von Lemberg. Er versucht, bei seinen Reisen den Grund für die Odyssee seiner eigenen Familie zu entschlüsseln und den Ausgangspunkt, den Ursprung findet er immer wieder in der Stadt Lemberg.
Vielleicht etwas weitläufig und sehr ambitioniert verbindet er die Geschichte seiner Familie mit der von zwei weltbekannten Juristen: Hersch Lauterpacht und Raphael Lemkin. Da sich das Buch in der Zeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, dann während und danach, bewegt, bleiben uns die Ereignisse und Persönlichkeiten aus dieser Zeit nicht verborgen. Viele Seiten widmet Sands auch dem „Generalgouverneur“ des besetzten Polen und Reichsminister Hans Frank, auch der ein Jurist. Der Aufbau des Buches ist an einige Achsen gebunden: an eine zeitliche, die chronologische Geschichte der Familie, rückwärts erzählt; an eine geografische, von Zółkiew nach Lemberg, Wien, London, USA und oft zurück nach London, die Schweiz, mit einem starken Focus auf dem Beruf des Juristen. Der Autor begibt sich an diese Orte, führt Gespräche mit den Helden, mit seiner Familie (der Mutter), sichtet Fotos und erhalten gebliebene Dokumente und begleitet manche seiner Personen auch bei wichtigen historischen Ereignissen – dem Nürnberger Prozess.
Hinter allen diesen Aktivitäten, den Reisen, Gesprächen, Interviews und Recherchen in Archiven, steht für mich sein starker Wille und Wunsch, an der Familie wenigstens in minimalem Umfang etwas wiedergutzumachen, sie zu entschädigen, ihr Genugtuung zu leisten; das ist der eigentliche Motor des Buchs und vielleicht spielt auch sein persönlicher Ehrgeiz eine Rolle. Sands liefert Porträts von einigen der Personen, die ich erwähnt habe; im Hinblick auf die Zeit und die Ereignisse, die ihn interessieren, zögert er auch nicht, deren Nachkommen aufzusuchen und anzusprechen, sozusagen einen persönlich Eindruck von ihnen zu bekommen, sich sogar mit ihnen zu befreunden. So entsteht ein sehr lebendiges, persönliches, im historischen Geschehen verwurzeltes Werk, das über vieles Auskunft gibt, was man eigentlich bereits weiß und worüber man doch immer mehr erfahren könnte – über eine Welt, die es tatsächlich nicht mehr gibt.
Natürlich sind die Zeit, die Akteure und eben die Ereignisse, die in dem Buch beschrieben werden, so bedeutend, dass der persönliche Aspekt dahinter manchmal verschwindet und wenig sichtbar wird, doch die treibende Kraft für das ganze Unternehmen bleibt der Wunsch, sich mit der eigenen Geschichte versöhnen zu können.
Ich werde hier nicht das ganze Buch zusammenfassen; erwähnenswert ist, dass Sands als Jurist die Auseinandersetzung um die juristisch neu formulierte Begriffe Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sehr anschaulich darstellt. Der Leser erfährt, wie es dazu kam und wie zwei hervorragende Juristen jüdischer Abstammung diese Begriffe geprägt und erfolgreich dafür gekämpft haben, sie in die Nürnberger Prozesses einzubringen. Wie diese Begriffe dann auch politisiert wurden, aber auch eindringlich, wie wichtig sie für die damalige Zeit und die Entstehung vieler internationaler Organisationen waren.
Für mich persönlich hat das Buch geklärt, was meine Mutter mit ihrem oft wiederholten Satz meinte, dass die juristische Fakultät in Lemberg die beste in ganz Europa gewesen sei. Offensichtlich gab es eine Zeit, in der es wirklich so war…









Te dwa jego białe obrazy towarzyszyły najpierw mi, a potem mojemu siostrzeńcowi w wędrówkach po kilkunastu naszych mieszkaniach (jesteśmy nomadami). Artysta umarł niedawno, jego niezwykłe białe prace można obejrzeć online.
W czasach pandemii i to właściwie w “najgłębszym” lockdownie zdarzają się jednak realne niespodzianki. Byliśmy 3 listopada na spacerze w Sopocie, zeszliśmy z góry “Monciakiem” (ulica Monte Cassino, ale to chyba aż niegrzecznie, że próbuję to wyjaśniać) i zatrzymał nas plakat tuż przed wejściem na molo z fantastycznym autoportretem Olgi Boznańskiej, podeszliśmy więc bliżej i… przeczytaliśmy, że wystawa jest czynna do 22 listopada. W Polsce obowiązywał już ścisły lockdown i właściwie nie wiem, co nas skłoniło do podjęcia próby wejścia. Bo przecież nie liczyliśmy na to, że wejdziemy. Tymczasem wystawa była czynna, zwiedzających wpuszczano w grupkach do pięciu osób (my byliśmy w czwórkę), musieliśmy tylko odkazić ręce i oczywiście mieć maski na twarzach.
prababcię, chodziliśmy z tatą ją odwiedzać raz na tydzień, po niedzielnym spacerze po lesie. Prababcia była maleńka jak szpilka, a na starość jeszcze zmalała, kiedyś więc, jako mała dziewczynka, dostałam buciki, które jej kupiono, ale ją cisnęły. Mnie też cisnęły, ale małych dziewczynek we wczesnych latach 50 nikt nie pytał, czy chcą coś nosić, a zresztą oczywiście chciałam nosić buciki od prababci. Buciki zdeformowały mi co nieco palce u stóp i jak mnie dzisiaj bolą, to z czułością przypominam sobie i samą prababcię, i tabuny ciotek i wujaszków Krynickich, i piękne stare meble, i obrazy dziadka Jana Feliksa Boguckiego na ścianie, i fantastyczny zapach kawy, którą mieliło się na bieżąco w śmiesznym ręcznym młynku, wiszącym na ścianie.
To nie jest to zdjęcie, które miałam w komputerze, ale to jest na pewno ten sam stryjeczny pradziadek, nawet nos ma “taki rodzinny”.
















