Der Pilger und der Ritter (kein Don Quijote)

Für Arkadiusz (Arek) Ł. mit großen Dank, dass er die Pilgerfigur auf einem Grab im Berliner Alter St. Mathias Friedhof entdeckt hat.

– Sieh Mal, sagte Arek, der da sieht eigentlich wie Don Quijote aus. Klar, ist er nicht, sieht nur so aus, aber…

Ich drehe mich um und denke: Nein, es kann nicht sein, es gibt keinen Don Quijote als eine Grabfigur! Ich gehe näher, laufe um das Grab herum und sehe einen Pilger, so einen, den man immer wieder auf dem Jakobsweg (Camino de Santiago) trifft und der, ja, vom Weitem tatsäschlich wie Don Quijote aussieht.

Klar, wir, normale Pilgernde (und keine Pilger im engen Sinne des Wortes) kleiden uns anders, aber es gibt auf dem Weg auch die Verkleideten. Ein Pilger mit einem Pilgerhut ist immer dabei, es gibt aber auch Hippies und mittelalterliche Mönche, und Trubaduren, und Schotten in Kilts…

Ein kurzer Augenblick und schon habe ich drei Themen für diesen Blog-Beitrag: Don Quijote auf dem Camino de Santiago, das Grab der Familie Katsch und die Pilgerfigur.

Zuerst suche ich verschiedene Infos, keine wissenschaftliche Kulturfetzen und -krümmel, die den Don Quijote mit dem Camino de Santiago verbindet.

Camino Don Quijote

So ist manchmal Camino de Levante genannt, ein Streckenabschnitt von Valencia über Toledo bis Zamora.

Bis Toledo gibt es hier lange Streckenabschnitte, die nach Don Quijote ausgeschildert sind. Ab Zamora gibt es zwei Wander-Möglichkeiten in Richtung Santiago de Compostela: Entweder über Astorga oder über Ourense.

Den Weg über Astorga bin ich ja auch gegangen und tatsächlich, gab es da ab und zu Anspielungen an Don Quijote. Ich ging dorthin aber 2006 und der Ritter der Traurigen Gestalt interessierte mich noch nicht. Dagegen hatte mich der Heilige Jakob interessiert, der traurige Missionär, der insgesamt sieben Heiden christianisiert hat. Ich spürte hier eine gewisse Nähe zu diesem nicht besonders erfolgreichen Missionär, wohlwissend, dass wenn ich irgendwelche Heiden christianisieren sollte, hätte ich ja auch solche unwichtige, lächerliche Erfolge.

***

Auf dem Weg gibt es jedoch ein Ort, wo man erzwungenerweise über Don Quijote sinnieren muss, Hospital de Órbigo, wo es eine lange geschwungene Steinbrücke gibt, mit 20 Jochen. Die Legende will, dass sich hier 1434 ein seltsamer Ritter, Suero de Quiñones, gestellt hatt. Zur Ehre seiner Angebetenen hatten hier er und seine neun Begleitern einen Monat lang jeden europäischen Ritter, der nach Santiago zog, zum Waffengang gefordert.

Man erzählt, Cervantes hätte hier seine Inspiration gefunden!

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Das Grab aber, zurück zum Grab!  Erbbegräbnis der Familie Katsch auf dem Alten St.-MatthäusKirchhof in Berlin-Schöneberg, das Grab von Alexander Katsch und seiner Familie.

Die Grabfigur bezeichnet man als einen müden Pilgern: Pilger, am Kreuz zur „Letzten Rast“ niedergesunkenen, darunter gibt es ein Zitat aus dem Pilgerpsalm (Psalm 121), Vers 3.: Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen / und der dich behütet, schläft nicht.

Ein Wallfahrtslied

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.

Siehe, der Hüter Israels
schläft noch schlummert nicht.

Der Herr behütet dich;
der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.

Der Herr behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.

Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit!

***
Die Figur hat Rudolf Pohle geschaffen. Die Idee sollte aber von Hermann Katsch stammen, einen Maler. Pohle war ein bekannter Schöpfer hochemotionaler Skulpturen, Katsch ein Maler, der für seine Porträts menschlicher Typen geschätzt wurde. Pohle, schreibt man auf Wikiwand, verband die ernste Würde der äußeren Erscheinung und tiefe Empfindung besonders in seinen Grabfiguren. Die Fertigung von Grabmalplastiken war für einige Jahre sein künstlerischer Schwerpunkt. Am Anfang der 1880er Jahre erhielt er den Auftrag, für Eberswalde ein Denkmal des Oberlandforstmeisters von Hagen zu fertigen. Es folgte 1892 ein Marmordenkmal für Alois Senefelder, den Erfinder der Lithografie, auf dem Senefelderplatz in Berlin. Es war seinerzeit das erste Denkmal für einen Handwerker und galt als „eine der schönsten Arbeiten der modern-realistischen Schule“.
Hermann Katsch war sehr erfolgreich als Dekorationsmaler und wurde mit mehreren monumentalen Wandmalereien in Berlin beauftragt; er schuf unter anderen ein beeindruckendes Fresko im Theater des Westens. Während des Ersten Weltkriegs wurde Katsch Kriegsberichterstatter. 

Präsident Putin und Zar Peter I.

Michael G. Müller


Was könnte Vladimir Putin gemeint haben, als er bei einem öffentlichen Gespräch anlässlich des 350. Geburtstags Peters des Großen laut über dessen Vermächtnis für das heutige Russland nachdachte.
Gesagt hat er Folgendes: „Peter der Große führte 21 Jahre lang den Großen Nordischen Krieg. Er kämpfte gegen Schweden und versuchte, dem Land einige seiner Teile zu entreißen. Er hat nichts genommen, sondern er hat das Land zurückgeholt. Ja, er holte das Land zurück und stärkte es. Genau das hat er getan. Offensichtlich sind jetzt wir an der Reihe, das Land zurückzuholen und zu stärken.
Und wenn wir davon ausgehen, dass diese Werte die Grundlage unseres Daseins sind, dann werden wir die Aufgaben, vor denen wir stehen, sicher erfolgreich lösen.”
Was Putin sicher nicht meinte, wenn von den „Werten“ der Peter-Zeit sprach, ist immerhin klar. Peter I. verstand sich als Vorkämpfer einer radikalen Öffnung Russlands für die westliche Zivilisation – durch welche er das hoffnungslos rückständige Moskauer Zartum „vom Nicht-Sein ins Sein“ führen wollte. Putin dagegen verficht vehement dieselben Thesen, welche alle russischen Kritiker Peters I. vom 19. Jahrhundert bis heute, darunter auch Aleksander Solschenizyn, vertreten haben: Die „Unterwerfung“ unter die dekadente westliche Zivilisation sei Russlands Verderben. Nicht die Vision Peters I. von einer neuen, aufgeklärten russischen Gesellschaft könne das Leitbild sein, sondern die Rückkehr zu dem alten Leitbild einer religiös-mythisch begründeten russischen Gemeinschaft.
Ganz unklar ist aber, warum und wie sich Putin auf Peters Außen- und Eroberungspolitik, auf den 21 Jahre dauernden Großen Nordischen Krieg und dessen Resultate berufen könnte. Gewiss, der am Ende dieses Kriegs 1721 in Nystad besiegelte Frieden markierte einen spektakulären Sieg Russland; er ließ auch Peters Anspruch darauf, nicht mehr nur als „moskowitscher Zar“, sondern als russischer Kaiser tituliert und behandelt zu werden, plausibel erscheinen. Doch um welche territorialen Ansprüche und tatsächlichen Erwerbungen des Moskauer/des Russischen Reichs ging es damals?
Durch den Nystad-Frieden kam Russland in den Besitz von Ingermanland und Teilen Kareliens (wo es immerhin russischsprachige Bewohner gab), außerdem von Estland und Livland (Ländern ohne traditionelle ethnisch-politische Verbindung zu Russland). Im Süden dagegen, an der Front zum Osmanischen Reich, waren Zar Peters ehrgeizige Eroberungspläne weitgehend gescheitert. Zwar gehörten seit dem späten 17. Jahrhunderts auch Teile des Ukraine (mit der Stadt Kiev) zum russischen Reichsgebiet. Doch sämtliche Zugänge zum Schwarzen Meer waren und blieben Russland noch lange verschlossen; auch die von Tataren bewohnte Krim und deren nördliche Festlandsgebiete sollten noch bis 1783 weit außerhalb des russischen Zugriffs bleiben. Mit einem Wort: An eine „Wiederherstellung“ des Imperiums Peters I. kann Putin heute wohl nicht denken.

Das europäische Russland in den Grenzen von 1725

Eigentlich geht es Putin um etwas Anderes. Wenn er betont, dass Peter I. nicht etwa neues Territorium erobert, vielmehr altes russisches Land „zurückgeholt“ hat, spielt er auf eine alte Denktradition in der russischen Staats- oder Reichsgeschichte an – die Doktrin vom „Sammeln der russischen Erde“, welche seit dem 15. Jahrhundert, seit der Zeit des Großfürsten Ivan III., die Expansionspolitik des Moskauer Staats begleitet und gerechtfertigt hatte – und zwar nicht nur die politische Unterwerfung alter russischer Teilfürstentümer, sondern auch die Expansion in Gebiete ohne altrussischer Herrschaftstradition. “Es ist unmöglich, verstehen Sie, unmöglich“, sagt Putin, „einen Zaun um ein Land wie Russland zu bauen”. Will sagen: Wo Russland, d.h. das russische Reich, endet, entscheiden die Russen selbst. Die Ansprüche der direkten Nachbarn auf nationale Souveränität und demokratische Selbstbestimmung sind hier unerheblich.
Kann man darüber mit Putins Regierung „verhandeln“, wie nicht wenige westliche Anhänger einer Appeasement-Politik gegenüber Russland fordern? Solches Verhandeln hätte wahrscheinlich ähnliche Erfolgsaussichten wie analoge Bemühungen im Zweiten Weltkrieg, nach Deutschlands Überfall auf Polen 1939 und auf die Sowjetunion 1941, mit Hitler über eine Begrenzung seiner Kriegsziele zu reden.

Irena Bobowska: Wiersze / Gedichte

Anna Krenz

IRENA BOBOWSKA
(geb. 3.9.1920, Poznań; gest. 27.9.1942, Berlin-Plötzensee)

Eine  junge Frau. Eine hochbegabte Malerin und Dichterin. Eine Schwerbehinderte im Rollstuhl. Eine Pfadfinderin, Aktivistin der Posener Waffen Organisation, dh. Militärorganisation im Westen Polens (Großpolen). Mitgründerin und Mitherausgeberin der Untergrund-Zeitschrift “Pobudka” (Weckruf). Sie sammelte die Informationen aus der Funküberwachung und bereitet sie zum Ausdrucken vor. Sie transportierte die konspirative Dokumente versteckt in ihrem Rollstuhl. Wegen ihrer Untergrundarbeit wurde sie von der GESTAPO verhaftet. Sie verbrachte zwei Jahre im Gefängnis (Fort VII in Poznań, Gefängnis in Wronki, Gefängnis Alt-Moabit, Gefängnis Barnimstraße und schließlich Gefängnis Berlin-Plötzensee). Sie wurde gefoltert und gedemütigt und fand ihren Ausweg im Schreiben von Gedichten und im Zeichnen.
Sie wurde am 27. September 1942 im Morgengrauen im Gefängnis Berlin-Plötzensee hingerichtet. 

Das Gedicht “Weil ich lerne …”, geschrieben in Fort VII in Posen, wurde von ihrer Tante Stanisława Kwiatkowska, die aus dem Gefängnis in Wronki entlassen wurde, in einem Schuh aus dem Gefängnis gebracht. Dieses Gedicht, voller Schmerz und Hoffnung, verbreitete sich anonym in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Es wurde von weiblichen Gefangenen in Oświęcim, von weiblichen Gefangenen im Nachkriegs-Fordon gelesen. Das von Ewa Maria Slaska ins Deutsche übersetzte Gedicht wurde u.A. anlässlich des Internationalen Frauentags am 8.3.2021 vom Kollektiv Dziewuchy Berlin während der Performance “We are relevant” auf dem Nettelbeckplatz in Berlin vorgetragen. 
mehr: DEMO Wir sind Widerstand. 

Wir erinnern an sie. Weil sie war und ist – relevant.

Im Rahmen des Projekts wurden die acht gefundenen Gedichte ins Deutsche übersetzt von: Agnieszka Dębska (2022), Elżbieta Jagiełło (2022),  Elżbieta Kargol (2022), Ewa Maria Slaska (2021), Monika Wrzosek-Müller (2022), Anja Witzel (2022). Das Gedicht “Lass ich meinen Gruß nach Hause tragen” wurde 1995 von Bettina Eberspächer übersetzt und in der Publikation “Poetki z ciemności / Dichterinnen aus dem Dunkel” (WIR Nr. 2, Berlin 1995), herausgegeben von Ewa Maria Slaska, veröffentlicht.

IRENA BOBOWSKA
(Urodzona 3 września 1920 r. w Poznaniu, stracona 26 września 1942 r. w Berlinie-Plötzensee)

Młoda kobieta. Niezwykle utalentowana rysowniczka i poetka. Osoba z niepełnosprawnościami, poruszająca się na wózku inwalidzkim. Harcerka, działaczka Poznańskiej Organizacji Zbrojnej, tj. organizacji wojskowej w zachodniej Polsce (Wielkopolska). Współzałożycielka i współredaktorka podziemnego pisma “Pobudka”. Zbierała informacje z monitoringu radiowego i przygotowała je do druku. Dokumenty konspiracyjne przewoziła ukryte w swoim wózku inwalidzkim. Z powodu swojej pracy konspiracyjnej została aresztowana przez GESTAPO.  Dwa lata spędziła w więzieniu (Fort VII w Poznaniu, więzienie we Wronkach, więzienie Alt-Moabit, więzienie Barnimstraße i wreszcie więzienie Berlin-Plötzensee). Torturowana i poniżana, ucieczkę znalazła w pisaniu wierszy i rysowaniu. Została stracona o świcie 27 września 1942 roku w więzieniu Berlin-Plötzensee.

Najbardziej znany wiersz Bobowskiej, “Bo się uczę…”, napisany w Forcie VII w Poznaniu, przyniosła w bucie z więzienia zwolniona z więzienia we Wronkach ciotka Stanisława Kwiatkowska. Wiersz ten, pełen bólu i nadziei, rozchodził się anonimowo w więzieniach i obozach koncentracyjnych. Był czytana przez więźniarki w Oświęcimiu, przez więźniarki w powojennym Fordonie. Na niemiecki wiersz przetłumaczyła Ewa Maria Slaska, odczytywany był przez kolektyw Dziewuchy Berlin między innymi w ramach obchodów Międzynarodowego Dnia Kobiet (8.3.2021) podczas performance “Jesteśmy istotne” na Widerstandsplatz (Nettelbeckplatz) w Berlinie. więcej: DEMO Wir sind Widerstand. 

Pamiętamy o niej. Bo była i jest – istotna.

W ramach projektu znalezione osiem wierszy na niemiecki przetłumaczyły: Agnieszka Dębska (2022),  Elżbieta Jagiełło (2022), Elżbieta Kargol (2022), Ewa Maria Slaska (2021), Monika Wrzosek-Müller (2022), Anja Witzel (2022). Wiersz “Ostatnie pozdrowienie” przetłumaczony był przez Bettinę Eberspächer w 1995 roku i opublikowany w publikacji “Poetki z ciemności / Dichterinnen aus dem Dunkel” (WIR Nr. 2, Berlin 1995) pod redakcją Ewy Marii Slaskiej.

Ostatnie pozdrowienie

Przez gwiazdy i księżyc i słońca promienie,
Przez wszystkie blaski istniejące,
Zasyłam w dom mój pozdrowienie,
I moje serce tęskniące.

Przez drzewa i krzewy i przez wiatru tchnienie,
Przez wszystko, co kwitnie i rośnie,
Zasyłam w dom mój pozdrowienie,
I moje sny o wiośnie.

Przez świeżą zieleń, przez błękit nieba,
Przez grę kolorów tęczową, lśnienia,
Zasyłam w dom mój pozdrowienia,
Tchnące miłością purpurową.

Przez bicie dzwonów, przez ptaszęce pienia,
Przez wszystkie śpiewy i dźwięki,
Zasyłam w dom mój pozdrowienia,
W tonach żałosnej piosenki.

Przez sny złote i srebrne marzenia,
I poprzez myśli tęsknych roje…
Zasyłam w dom mój pozdrowienia,
Przyślijcie Wy mi serca swoje.
(Alt-Moabit, 1941?)

Lass ich meinen Gruß nach Hause tragen

Von Mond und Sternen, von Sonnenstrahlen,
Von allem Lichtschein der Welt,
Lass ich meinen Gruß nach Hause tragen
Und mein sehnendes Herz.

Von allen Bäumen und Sträuchern, des Windes Atem,
Von allem, was wächst und was blüht
Lass ich meinen Gruß nach Hause tragen
Und meinen Frühlingstraum.

Von Himmelsblau und von frischem Grün,
Vom Glanz, von des Regenbogens Spiel der Farben
Lass ich meinen Gruß nach Hause tragen
Von purpurner Liebe behaucht.

Von Vogelgesängen, von der Glockenschlägen,
Von allem, was tönt und was singt
Lass ich meinen Gruß nach Hause tragen,
Der wie ein Klagelied klingt.

Von goldenen Träumen, silbernen Verlangen,
Von der Sehnsuchtsgedanken Spiel
Lass ich meinen Gruß nach Hause tragen
– Schickt Ihr euer Herz zu mir

(übersetzt von Bettina Eberspächer, 1995)

***

Modlitwa

Za wszystkie dobre z Bożej ręki wzięte
Za skarby wiary, za pociechy święte
Za trudy, prace i trudów owoce
Chwile szczęścia i długie niemoce
Za spokój, walkę
Za chwile szczęścia i dni żałoby

(23.4.194?)

Das Gebet

Für all das Gute aus Gotteshand erfasste
Für Glaubensschätze, für die heiligen Troste
Für Arbeit, Mühen und deren Gewinn
Die Glücksmomente und Tage ohne Sinn
Für Kampf und Frieden weltweit
Für Glück und für die Trauerzeit.

(übersetzt von Elżbieta Kargol, 2022)

***

Wszystko będzie dobrze,
Jasne przyjdą dni.
Słońce nam zaświeci,
Otworzą Fortu drzwi.
O szczęściu i swobodzie
Gromada więźniów śni.
Wszystko będzie dobrze,
Jasne przyjdą dni.
Wszystko będzie dobrze,
Wolności błyśnie dzień,
Więzienne znikną mury,
Fortecy zniknie cień.
I radość znów zagości
Wśród śmiechu jasnych śnień.
Wszystko będzie dobrze,
Wolności błyśnie dzień.
Wszystko będzie dobrze,
W rodzinny wrócim próg.
Hasłem naszym będzie:
Rodzina, kraj i Bóg.
Ochoczo chwycim w dłonie
Młot twardy, miecz i pług.
Wszystko będzie dobrze,
W rodzinny wrócim próg.

(194?, Fort VII, Poznań)

Alles wird gut
Und helle Tage kommen
Die Sonne scheinen
Die Tore der Festung sich öffnen
Von Glück und Freiheit
Träumen die Gefangenen.
Alles wird gut
Und helle Tage kommen
Alles wird gut
Der Tag der Freiheit kommt
Die Gefängnismauer verschwindet
Der Schatten der Festung auch.
Die Freude wird einziehen
Im Lachen heller Träume
Alles wird gut
Der Tag der Freiheit kommt
Alles wird gut
Wir kehren heim
Unser Schlagwort heißt
Familie, Vaterland und Gott
Mit Freuden greifen wir
Zu Hammer, Schwert und Pflug
Alles wird gut
Wir kehren heim.

(übersetzt von Monika Wrzosek-Müller, 2022)

***

Kochanej Mamusi w dniu imienin 15.5.

Ach tak bym chciała dziś pod stopy Twoje,
jak wonnych kwiatów, rzucić marzeń roje,
życzeń tysiące.

Ale są chwile, gdy nie można w słowa
oblec tych uczuć,
które w sobie chowa
serce bijące…

Ale są chwile, gdy wielkie wzruszenie
zamienia rwący się okrzyk – w milczenie
i głos tamuje…

Matuś, wiesz dobrze, że Twoja pieszczocha
Z całego serca prawdziwie Cię kocha.
Ty wiesz, co czuję…

Nenia dla Matuli

(1942)

Der geliebten Mama zum Namenstag 15.5.

Ach, wie gern würd ich dir heute
Hände voller Träume und lauter gute Wünsche
wie duftende Blüten auf deinen Weg streuen!

Aber es gibt Zeiten, in denen die Gefühle,
die das schlagende Herz in sich verbirgt,
keine Worte finden können…

Es gibt Zeiten, in denen der innere Aufruhr
den Schrei, der sich lösen will, in Schweigen verwandelt
und die Stimme lähmt…

Mami, du weißt genau, dass dein Schatz
dich von ganzem Herzen liebt.
Du weißt, was ich fühle…

Nenia für Mutti

(übersetzt von Anja Witzel, 2022)

***

Ktoś po klawiszach palcami wodzi
O struny skrzypiec czyjaś ręka trąca
Jakaś melodia z dala nadchodzi –
Chcę ją spamięta, lecz tony się mącą –

Śni mi się w nocy nasze pianino –
Czarne i lśniące stoi pod ścianą –
I na mnie czeka, gdy dni szare miną
Wrócę do niego – gdy wolna zostanę…

Na razie śnię tylko i rymy układam
Czasem – choć rzadko – łzy leje
I bajki sobie opowiadam,
I do snów moich się śmieję

Buduję przyszłość promienną, jasną
Podkłady daję z dobroci
I wtedy cela przestaje być ciemną
Przez kraty słońce ją złoci –

A w słonecznej jasnej strudze
W blasku prawdziwych urojeń
Dusza się kąpie jak w strudze
I lżej oddycha serce moje

(1941, Wronki)

Sanfte Finger berühren die Tasten,
Jemand anders zupft die Geigensaiten
Und ich höre ein Lied von ganz Weitem –
Doch der Klang lässt sich nicht festhalten –

Nachts im Traum mein Klavier mir erscheint –
An der Wand glänzend schwarz wartet dort –
Ist das Gräuliche vorbei, bin ich wieder daheim.
Kehre ich zurück, werd‘ ich wieder frei sein…

Bis es soweit ist, kommt ein Traum, kommt ein Reim
Manchmal wein‘ ich, doch zugegeben: selten
Kindheitsmärchen erzähle ich mir
Schaffe es, meinen Träumen zuzulächeln

Eine Zukunft mir baue, eine strahlende, helle
Ihr Fundament ist Güte
Dann weicht das Dunkel der Zelle
Die Sonne dringt ein durch die Gitter

In dem breiten Sonnenstrahl
Phantombilder wirken wahr
Und meine Seele badet wie in einem Bach
Und mein Herz atmet leichter, fast wirklich leicht

(übersetzt von Elżbieta Jagiełło, 2022)

***

Serce me
w złudnym śniepogrążone było.
Przyszedł dzień
Zniknął sen
Szczęście się prześniło.
Tylko myśl
Jeszcze dziś
Przypomina sny.
Dawne piosnki
Budzą troski
Przywołują łzy.

(Moabit, 20.1.1942)

Mein Herz
war vertieft
in Träumerei.
Mit dem Tag
schwand der Traum
das Glück war vorbei.
Heut erinnert
ein Gedanke
an des Traumes Glück
Alte Lieder
bringen Kummer
und Tränen zurück

(übersetzt von Agnieszka Dębska, 2022)

***
Ja lubię sobie wyobrażać
Że jestem z bajki taką dobrą wróżką
Przedziwne cuda mogę stwarzać
Mą czarodziejską różdżką.

I wtedy chodzę i sieję po świecie
Taki radosny, dźwięczny śmiech.
Śmiech, który wszystko zło wymiecie,
Przed którym umknie wszelki grzech.

W takt mojej różdżki tańczą dzieci
Kłonią się kwiaty, szumią drzewa
Gdy zechcę, wiatr swawolny leci
I na mój rozkaz słowik w parku śpiewa.

W dzień wodzę w górze słońce ogniste
I co noc gwiazdy zapalam,
I mgły na łąkach snuję srebrzyste,
I księżycowi świecić pozwalam.

Rankiem rozpylam perliste rosy,
Zawrotnych woni udzielam ziołom,
Rok rocznie złocę pszeniczne kłosy
I deszcz spragnionym zsyłam siołom.

Dzień i noc oraz 4 pory roku
Elfy, chochliki, wszystkie kwietne duszki
I nimfy z łąki przy potoku,
Syreny w morzu – też są moje służki.

(Moabit, 24.12.1941)

Ich stelle mich gerne so vor
Als gute Fee, vorm Märchentor
Mit einem Zauberstab in meiner Hand,
die große Wunder bewirken kann.

So gehe ich freudig durch die Welt
Mit meinem Lachen, das fröhlich klingt
Und all das Böse was im Wege steht
Und jede Sünde vertreiben wird.

Zum Takt meines Zauberstabs tanzen die Kinder
Durch meinen Willen befreie ich Winde.
Die Nachtigal zum Singen ich bezwinge,
Die Blumen zum Grüßen, die Bäume zu Schwingen.

Tagsüber befehle ich der Sonne zu wandern,
Nachts zünde ich Sterne am Himmel an,
Silbrige Nebel lasse ich auf Wiesen landen,
und den Mond leuchten, solange er kann.

Am Morgen sprühe ich perlenden Tau
Betörende Düfte schenke ich den Kräutern
Die Weizenähren bestreue ich mit Gold
Und sende Regen den durstigen Orten.

Der Tag und die Nacht und die Jahreszeiten
die Elfen, Kobolde, jegliche Blumengeister
und all die Nymphen und Wasserjungfrauen
auch die sollen mir ihre Dienste leisten.

(übersetzt von Elżbieta Kargol, 2022)

***

Bo ja się uczę… 

Bo ja się uczę największej sztuki życia:
Uśmiechać się zawsze i wszędzie
I bez rozpaczy znosić bóle,
I nie żałować tego co przeszło,
I nie bać się tego co będzie!

Poznałam smak głodu
I bezsennych nocy (to było dawno)
I wiem jak kłuje zimno,
Gdy w kłębek chciałbyś skulony,
Uchronić się od chłodu.
I wiem co znaczy lać łzy niemocy
W niejeden dzień jasny,
Niejedną noc ciemną.

I nauczyłam się popędzać myślami
Czas co bezlitośnie lubi się dłużyć
I wiem jak ciężko trzeba walczyć z sobą,
Aby nie upaść i nie dać się znużyć
Nie kończącą zda się drogą…

I dalej uczę się największej sztuki życia:
Uśmiechać się zawsze i wszędzie
I bez rozpaczy znosić bóle,
I nie żałować tego co przeszło,
I nie bać się tego co będzie!

(Wronki, 1941)

Weil ich lerne…

Weil ich die größte Kunst des Lebens lerne:
Jederzeit und überall zu lächeln
Und den Schmerz ohne Verzweiflung zu ertragen,
Und nicht zu bereuen, was vergangen ist,
Und keine Angst haben vor dem, was sein wird!

Ich kenne den Geschmack von Hunger
Und schlaflose Nächte (das ist lange her)
Und ich weiß, wie kalt es sticht
Wenn du dich zu einem Ball
zusammenrollen möchtest
Dich vor Kälte schützen.

Und ich weiß, was es bedeutet,
Tränen der Hilflosigkeit zu vergießen
An vielen hellen Tagen
Und einer dunklen Nacht.

Und ich habe gelernt, die Zeit voran zu treiben,
Die sich gnadenlos hinzieht,
Und ich weiß, wie hart man sich selbst bekämpfen muss
Um nicht zu fallen und nicht zu ermüden,
Dass der Weg endlos zu sein scheint…

Und ich lerne immer noch die größte Kunst des Lebens:
Jederzeit und überall zu lächeln
Und den Schmerz ohne Verzweiflung zu ertragen,
Und nicht zu bereuen, was vergangen ist,
Und keine Angst zu haben vor dem, was sein wird!

(übersetzt von Ewa Maria Slaska, 2021)

Frauenblick: Witkacy

Monika Wrzosek-Müller

Warschau, Witkacy, Willkommen

Die kurzen Besuche in Warschau verlaufen meistens zwischen Bankterminen, Wohnungsinspektionen, den Treffen mit meiner Schwester, meiner Mutter, mit einigen wenigen Freunden, und selten, wirklich ganz selten reicht die Zeit für eine Ausstellung oder einen Film.

Diesmal hat mich die Ankündigung einer Ausstellungseröffnung ganz besonders angezogen. Die Ausstellung „Witkacy: Seismograph des Zeitalters der Beschleunigung“ war gerade einen Tag vor meinem Besuch eröffnet worden. Gezeigt wird sie im Warschauer Nationalmuseum, aus Anlass des 160. Jahrestages der Gründung des Museums. Interessant – ich war mir nicht bewusst, dass das Nationalmuseum schon 1862 als Museum der Schönen Künste gegründet worden war und sich im Lauf vieler Jahrzehnte zu einer zentralen Institution in Sachen Kunst entwickelt hatte.

Die Ausstellung kommt fast protzig daher; es werden nicht weniger als 500 Werke gezeigt: Gemälde, Zeichnungen, darunter die mit den Pastellen, Fotografien, Filmmaterial und schriftliche Dokumente. Die Arbeiten kommen zum Teil aus den entlegensten Museen in Polen, auch aus Privatsammlungen und sogar aus dem Ausland. Die Kuratoren wollten einen umfassenden Blick auf den Künstler werfen und ihn neu lesen; deshalb die meiner Meinung nach nicht ganz gelungene Aufteilung in acht Themenkreise – Bereiche, die sich sehr überlappen, überschneiden und dadurch wenig erklären. Dabei handelt es sich um die Kategorien: Kosmologie, Bewegung, Körper, die Einheit der Persönlichkeit, Dada/Zufall, die Urvision, die Geschichte, Individuen (vor dem Hintergrund des Mysteriums der Existenz). Innovativ ist die Idee, Witkiewicz mit anderen ausländischen Künstlern dieser Zeit in Beziehung zu setzen, daher bekommen wir auch Bilder von Wassily Kandinsky, Max Ernst, Rudolf Schlichter, Umberto Boccioni, Marcel Duchamp zu sehen und nicht zuletzt bieten die nebenan gezeigten Neuerwerbungen des Museums aus dem Werk Marc Chagalls Anregungen für Vergleiche. Tatsache ist aber, dass diese Themenkreise/Bereiche doch sein Schaffen bestimmten. Witkiewicz war geradezu besessen von der Kosmologie, von der Unendlichkeit des Weltalls, von der Verbindung des Individuums, der Natur mit den höheren Sphären; oft hat man aber den Eindruck, dass er das alles nicht ganz ernst nahm und sich selbst aus den schweren Verwicklungen des irdischen Lebens in das Himmlische flüchtete. Wenn es um die Kategorie Bewegung geht, sehen wir in jedem Bild, egal ob es sich um eine Zeichnung oder ein Ölgemälde handelt, dass eigentlich alles auf dem Bild in Bewegung ist, scheinbar unbewegliche Elemente, die als Hintergrund dienen, geraten auch in Bewegung. Sogar in den Porträts geraten die Gesichter in Bewegung, besonders diejenigen, die er nach entsprechendem Konsum von Alkohol oder Drogen schuf. Damit ist ganz eng die Kategorie des Körpers verbunden; Wikiewicz ist förmlich fasziniert vom Aufbau des Körpers und seiner Flexibilität. Er malt Muskel, Sehnen, die sich dehnen, bis ins Unendliche weiten, sich verändern, sogar Bäuche, die nicht besonders ästhetisch wirken. Meistens nach der Einnahme von Drogen verwandeln sich die menschlichen Körper in ganz andere Dimensionen und Längen, Menschen bekommen tierische Füße; diese wiederum werden größer als die Beine etc…

Die Einheit der Persönlichkeit ist vielleicht bei den Porträts von Witkiewicz am stärksten zu sehen; der Künstler versucht die Modelle mit ihrer ganzen Vielfalt, mit psychischer Tiefe darzustellen. Dazu dienten ihm auch die stundenlangen Sessions, oft mit vorangegangenen Fototerminen. Bei manchen nahm der Künstler verschiedene narkotisierenden Substanzen, um seine Erfahrungen zu maximieren und die Personen möglichst authentisch darzustellen, um in die Tiefe der Seele vorzudringen.

Überhaupt die Porträts; sie sind meiner Meinung nach das Wichtigste, was Witkiewicz als Maler geschaffen hatte. Er hat zwar hauptsächlich Personen aus der intellektuellen Elite gezeichnet, gemalt, immer mit immenser Intensität, Bravour, Spontaneität, sodass wir heutzutage, dank diesen Porträts, durchaus eine Ahnung von den Personen haben können. In der Ausstellung haben wir zwei riesige Wandflächen voll behängt mit den Porträts. Der Künstler selbst teilte sie in mehrere Kategorien; es gab die Kategorie „A“ – glattes, realistisches Porträt; „B“ betraf hauptsächlich die Porträts von Kindern, sie zeigten einen besonders charakteristischen Wesenszug des Models; dann gab es eine Mischung von „B+D“ oder „B+E“ bei denen die charakteristischen Züge besonders bei den Männerdarstellungen bis zum Karikaturhaften verstärkt wurden; bei den Frauenporträts endete das oft bei der Dämonisierung. Die Darstellungen vom Typ „C“ entstanden unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen, also waren sie in der Kategorie der „reinen Form“, nicht auf Bestellung und nicht verkäuflich, die Porträts Typs „D“ ahmten die Effekte derer nach, die unter Drogen entstanden waren (sie konnten aber erworben werden). Schließlich Typ „E“, mit weiteren Kombinationen bot eine psychologische Interpretation des Models durch den Künstler, konnte auch ähnlich wie Typ „A“ oder „B“ ausfallen. Die gewaltige Produktion an Porträts resultierte nicht nur aus den guten Verdienstmöglichkeiten seiner Porträtwerkstatt, sondern hauptsächlich aus der Faszination Witkiewiczs für Gesichter, ihre Persönlichkeiten, psychische Befindlichkeiten; er malte die Porträts oft nach Fotografien, die er selbst aufgenommen hatte, etc. Es handelte sich fast um eine Massenproduktion (es wurden nicht nur Porträts produziert, es gab auch Möbelstücke; in meiner Wohnung in Warschau steht immer noch ein Schreibtisch aus der Werkstatt in Zakopane, den ich nicht ausführen durfte, weil er zur Witkiewicz-Werken eingeordnet wurde); die teuersten waren die Porträts des Typs „A“, sie kosteten damals 350 zl; auch die vom Typ „E“ waren teuer. Die Kinderporträts kosteten von 150 bis 250 zl, Typ „D“ nur 100 zl. Der Typ „C“ blieb immer „bezcenny“, also einerseits nicht verkäuflich, ohne Preis und dadurch dann auch unerschwinglich. Seit 1921 gab es auch Porträts, die der Künstler selbst als „U“ klassifizierte – „U“ von Upadek [Niedergang] des Talents.

Auf den Bildern befinden sich unten am Rand oft diverse Zeichen, neben dem Namen des Künstlers und dem Erstellungsdatum auch Abkürzungen in Klammern, z.B. (T. C+Co), oder P 38 (T. B) N II com: das bedeutet Trinken (Alkohol) Cocain, Peyotl, Meskalin. Witkiewicz spielte mit den Drogen, wollte ihre bewusstseinserweiternde Wirkung spüren und ganz gezielt unter ihren Einfluss malen; er notierte manchmal sogar die Mengen der eingenommenen Drogen und beschrieb deren Wirkung: „die stärksten Werte stellten sich auf den Hinterbeinen über der Leere auf und fielen dann leise in den unerwarteten, nebensächlichen Abgrund und nahmen schreckliche, chimärische und bösartige Gestalten an.“ Doch in anderen Notizen, fast Protokollen, berichtet er, dass er ohne die Einnahme der Drogen viele Bereiche der Spontaneität, Farbenvielfalt und Dynamik nicht erreicht hätte. Er wusste zugleich aber, dass er irgendwann dann auch abhängig war und dass für junge Menschen eine große Gefahr davon ausging. Das Künstlerische Sich-Verlieren war es im „normalen Leben“ nicht wert, den Verstand tatsächlich zu verlieren. Davon handeln auch viele seiner Theaterstücke und anderen schriftstellerischen Werke.

In der Ausstellung sind die meisten Porträts ganz eng an zwei Wänden aufgehängt; dadurch fällt natürlich ihre Ähnlichkeit sofort ins Auge und die Einmaligkeit tritt eher zurück. Es gibt natürlich einige Porträts alten Stils, die repräsentativ, auch wegen ihrer Größe, in einem anderen Raum hängen, darunter mein Lieblingsporträt von Jadwiga Witkiewicz, 1925 in Pastell.

Ein weiteres Motiv der Ausstellung ist die Urvision, bedeutend, dass der Künstler nicht dem Ursache-Wirkung-Prinzip der ihn umgebenden Welt verpflichtet ist, sondern mit dem ganz freien Spiel der Fantasie jongliert. Das führte freilich manchmal in die Sackgasse und endete in ziemlich austauschbaren Formen, Gestalten und Farbgebungen.

Witkiewicz wuchs in einer ganz besonderen Familie auf; beide Eltern waren der Kunst verpflichtet, die Mutter als Musikerin, der Vater Maler im Geist des Jungen Polen. Witkiewicz wurde in Warschau geboren, wuchs aber in Zakopane auf. Er wurde zu Hause unterrichtet, besuchte keine Schule, hatte keine „normalen“ Schulkameraden, sondern eher Gleichgesinnte wie Leon Chwistek oder Bronislaw Malinowski, mit dem er später eine längere Reise nach Australien zu den Aborigines unternahm. Nach bestandenem Abitur studierte er kurz an der Kunstakademie in Krakau. Dann lebte er eine Zeit lang in Petersburg. Zurück in Polen heiratete er die Enkelin des berühmten polnischen Malers J. Kossak, Jadwiga von Unrug, und lebte weiter in Zakopane, wo er eine Art Firma gründete, die neben Porträts auch Möbel produzierte. 1939, beim Einmarsch der Deutschen in Polen, floh er in den Osten des Landes, nach Lemberg, und nachdem die Sowjets aufgrund des Molotow-Ribbentrop-Pakts Polen ebenfalls überfallen hatten, brachte er sich ums Leben; er nahm eine Überdosis von Schlaftabletten ein und durschnitt sich die Pulsadern.

Ich denke, sein Elternhaus, seine Erziehung, die Zeit, in der er in Polen lebte, trugen sehr zu der künstlerischen Persönlichkeit bei, die er schließlich wurde. Er hatte aufgrund der Freundschaft mit B. Malinowski sogar Zugang zu Denkweisen der Ethnologie, sah sogenannte Urvölker; er dachte über die Schnelligkeit der Entwicklung der Zivilisation und über Spiritualität nach – damit ist vielleicht die Kategorie Geschichte, aber auch die letzte Kategorie Individuen verbunden. Er war schon seiner Zeit verbunden, etwa durch den Gebrauch von Pastell, durch die Darstellungen einer bestimmten Elite und einer bestimmten Lebensart. Durch sein Experimentieren auch mit der Fotografie und dem Film bewegte er sich aber auch schon in Richtung der Performances und des Avantgardistischen. Besonders in seinen Schriften wurde er zum Vorläufer einer neuen Epoche und war Ideengeber für Künstler wie Tadeusz Kantor oder Schriftsteller wie Czesław Milosz.


Ausstellungsseite des Museums (in Englisch)

Projekt Irena Bobowska – zapowiedź

Anna Krenz & Ewa Maria Slaska

Wrzesień 2022 / 4 wieczory / 4 dyskusje / 4 performance / 4 koncerty / 4 miejsca

Brakująca część historii. Irena Bobowska, zapomniana bohaterka.

Projekt “Brakująca część historii” jest próbą uzupełnienia polsko-niemieckiej historii poprzez przypomnienie kobiet – zapomnianych bohaterek wymazanych z kart historii, Polek, które 100 lat temu walczyły o swoje prawa razem z kobietami w Niemczech, które później stały się ofiarami wojny, ale również walczyły o wolność. Wiele z nich działało w Berlinie lub zostało tu zamordowanych. W tym projekcie chcemy przypomnieć o polskich kobietach w Berlinie, które były prześladowane, torturowane i zabijane przez zbrodniczy reżim, a następnie wymazane z kart historii. W kontekście wojny na Ukrainie temat ten zyskuje zupełnie nowy i aktualny wymiar.

Projekt ma być kolejnym przyczynkiem do debaty o historii w odniesieniu do teraźniejszości, szczególnie w obliczu kolejnej wojny w Europie. Kim były te kobiety, Polki, które walczyły o wolność? Jak wiele możemy się nauczyć z historii i jak o niej rozmawiać? Jak możemy zachować pamięć o zapomnianych bohaterkach? W jaki sposób wspólne debaty historyczne i sztuka mogą przyczynić się do głębszego zrozumienia i uniknąć powtórzenia historii?

W naszych działaniach często mówimy o zapomnianych kobietach, anonimowych bohaterkach, ponieważ w naszej kulturze historię piszą zwycięzcy – mężczyźni. Zapisana w annałach historia opiera się na ciągu wojen, konfliktów, przemocy, w których dominują bohaterowie – generałowie, wodzowie, żołnierze, papieże. Stawia się im pomniki, pisze się o nich epopeje. Dlatego w naszych działaniach często mówimy o zapomnianych kobietach, anonimowych bohaterkach, ofiarach i cichych wojowniczkach.

W ostatnich latach w Berlinie toczy się dyskusja na temat miejsc pamięci i ewentualnej lokalizacji pomnika polskich ofiar narodowego socjalizmu. Debata była długa, odbywała się wśród ludzi na różnych wysokich szczeblach i naukowych stanowiskach, wśród polityków, w Bundestagu. Kobiety, zwłaszcza młode, reprezentantki społeczeństwa obywatelskiego, czy nie należące do zamkniętych kręgów naukowych i osoby zainteresowane, nie brały w tym udziału.

Bohaterką projektu jest Irena Bobowska, poznańska poetka, która w roku 1942 w wieku 22 lat została zamordowana przez hitlerowców w Berlinie. Dla nas jest ona symbolem tych wszystkich młodych, utalentowanych kobiet, które zostały zamordowane, udręczone, torturowane w czasie wojny, a potem wygnane w niepamięć przez potomnych.

Program i więcej info:

A w ramach projektu ogłaszamy też

call for statements!

Druga z czterech debat odbędzie się 8 września pod “naszym” pomnikiem na F’hain.
Temat: Wojna (jako idea, 2 wojna światowa, wojna w Ukrainie). Forma: manifesty!

Serdecznie zapraszamy te z Was, które interesuje temat wojny do wystąpienia z manifestem, oświadczeniem, przemówieniem 8.9.2022 | 18.00.
Po perfo i manifestach odbędzie się koncert Jemka Jemowita.

Zgłoście się na email: bobowskaberlin@gmail.com


Die Reihe besteht aus 4 Veranstaltungen mit Performative Lesungen von Bobowskas Gedichte, mit Diskussionen mit eingeladenen Expertinnen und eine Ausstellung mit Informationen und ein Porträt sowie Werke von Irena Bobowska und den historischen und  Kontext. Darüber hinaus wird eine Gedenkzeitung “Pobudka” (Weckruf) mit Bobowskas Gedichten in polnischer und deutscher Sprache erscheinen – jedes Gedicht wird von einer anderen Frau übersetzt. Ende des Jahres wird auch eine Publikation zum Thema erscheinen.

Die Botschaft der Polinnen* ist ein Kunstprojekt von Anna Krenz, es ist eine temporäre mobile Rauminstallation mit Spitzenwänden ohne festen Sitz. Die Botschaft veranstaltet Treffen, Ausstellungen und Diskussionen zu Politik, Umwelt und engagierter Kunst. Die Eröffnung und Einweihung der polnischen Botschaft fand im Juni 2020 im Haus der Statistik in Berlin statt. www.facebook.com/AmbasadaPolek/

“Die Kunst ist das Gewissen der Menschlichkeit.” Anna Krenz

Die Veranstaltungen an diesen Orten werden von der Botschaft der Polinnen* begleitet.

PROGRAMM: 

Heimat

1. September 2022 (Donnerstag), 18.00 Uhr | Regenbogenfabrik, Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin (Kreuzberg)

Performance: Karen Kandzia
Diskussion mit:
Anna Burek / 
Soziolinguistin, Autorin
Masha Pryven / 
Fotografin instagram.com/masha.pryven/
Dr. Kamila Schöll-Mazurek / Leiterin Welcome-Willkommen-Witamy Interkulturelle Anlauf- und Beratungsstelle für Migranten, Polnischer Sozialrat e.V. / polskarada.de

Konzert: Don Philippe Facebook >>>


Krieg

8. September 2022 (Donnerstag), 18.00 Uhr | „Denkmal für den Kampf für unsere und Ihre Freiheit“, Virchowstraße, 10249 Berlin (Volkspark Friedrichshain)

Performance: Karen Kandzia

Diskussion mit:

Aleksandra Puciłowska, Autorin

Konzert: Jemek Jemowit | www.jemek.net

Unterdrückung

15. September 2022 (Donnerstag),  18.00 Uhr | Kulturkirche Nikodemus, Nansenstraße 12, 12047 Berlin  (Neukölln)

Performance: Karen Kandzia
Diskussion mit:
Marta Ansilewska-Lehnstaedt / Historikerin, Gedenkstätte Deutscher Widerstand www.gdw-berlin.de
Zofia Nierodzińska 
/Kuratorin, Künstlerin, Autorin, Aktivistin. Stellvertretende Direktorin der Galerie Arsenal in Poznań znierodzinska.com
Marina Wesner 
/Architektin, Architekturhistorikerin, Autorin  www.marinawesner.de

Ausstellung: “Frauengefängnis Barnimstraße” von Marina Wesner

Konzert: Helmut Mittermaier | www.guruclub.de/mittermaier/


Erinnerung

22. September 2022 (Donnerstag), 18.00 Uhr | Städtischer Friedhof Altglienicke, Schönefelder Ch. 100, 12524 Berlin (Treptow – Köpenick)
Schirmherrschaft Herr Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Berlin Treptow-Köpenick

Performance: Karen Kandzia
Diskussion mit:
Franziska Bruder / Lagergemeinschaft Ravensbrück Freundeskreis e.V.  lg-ravensbrueck.vvn-bda.de
dr Iwona Dadej
 / Instytut Historii PAN cbh.pan.pl
Klaudyna Droske / Leiterin der Geschäftsstelle der Polonia polonia-biuro.de
Nora Hogrefe / Leiterin der Koordinierungsstelle Historische Stadtmarkierungen im Verein Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin. www.aktives-museum.de
Anja Witzel 
/ Referentin der Berliner Landeszentrale für politische Bildung

Konzert: Warnfried Altmann | www.warnfried-altmann.de

14 Milionen Ukrainer sind jetzt auf der Flucht.

550 Plakate von Karsten Hein

Ab dem 7. Juni bis Anfang September werden sieben Motive aus Lviv als 18/1 Plakate auf Plakatwänden der Firma Ströer in Berlin und Brandenburg zu sehen sein. Alle 10 Tage werden ca. 50 Plakate in einem anderen Bezirk bzw einem anderen Ort geklebt werden.

Das erste ist schon da: Gleditschstraße, Ecke Grunewaldstraße.


Aus dem Pressetext:

Seit Russland einen brutalen Angriffskrieg gegen sein Nachbarland Ukraine begonnen hat, fliehen Ukrainer und Ukrainerinnen vor den Tod und Zerstörung bringenden russischen Soldaten und Raketen. Innerhalb des Landes sind nach Angabe des Internal Displacement Report des IOM über 8 Millionen Menschen auf der Flucht (Stand 3. Mai), über 6,5 Millionen Menschen sind laut UNHCR (25. Mai) inzwischen aus ihrer Heimat ausgereist, vor allem nach Polen, Rumänien, Ungarn, Moldau, Slowakei und auch Russland. Viele treibt es weiter in andere Staaten der EU, so unter anderem nach Deutschland, wo bis zum 1. Mai 727.000 Flüchtlinge registriert wurden. Europa erlebt die größten Flüchtlingsströme seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das mediale Interesse ist riesig, die Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort groß. Zumindest bisher. Aber so wie sich früher oder später eine Kriegsmüdigkeit einstellen wird, besteht auch die Gefahr eines Verebbens der Hilfbereitschaft den ukrainischen Flüchtlingen gegenüber.

Hier setzt eine Plakataktion des Berliner Dokumentarfotografen Karsten Hein an, die ab Anfang Juli bis in den September hinein in Berlin und Brandenburg auf Plakatflächen der Firma Ströer zu sehen sein wird. Hein möchte das Bewusstsein für die menschlichen Schicksale der aus der Ukraine Fliehenden und bereits Geflüchteten wachhalten. Dabei setzt er auf Bilder von hohem Wiedererkennungswert, die dem Bereich der Straßenfotografie zugeordnet werden können. Keine Schreckensszenen aus dem Krieg, keine verzweifelten Gesichter, sondern Menschen aus dem Osten der Ukraine, die – oftmals erschöpft – eine Bahnhofstreppe in der westukrainischen Stadt Lviv heruntergehen, bepackt mit dem Nötigsten, auf dem Weg zu uns unbekannten Zufluchtszielen. Zu sehen ist immer wieder der mehr oder weniger gleiche Bildausschnitt, aber mit jeweils anderen Menschen, die symbolisch stehen für den anhaltenden Exodus aus dem schwer vom Krieg gebeutelten Land. Sieben Motive sind für die Plakataktion ausgewählt worden und werden nacheinander an immer wieder neuen Standorten zu sehen sein, versehen mit einem Spendenaufruf der Caritas, die – wie andere Hilfsorganisationen in Deutschland auch – Ukrainekriegsflüchtlingen Unterstützung bietet und mit der Hein bereits seit 2003 immer wieder projektbezogen zusammenarbeitet.


Über eine Berichterstattung würden wir uns freuen. Gerne steht der Dokumentarfotograf und -filmer Karsten Hein auch für ein Interview zur Verfügung.
Die Verwendung der Bilder im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Plakataktion ist frei. Wir bitten um Zusendung von zwei Belegexemplaren an die u.g. Adresse:

Kontakt
Karsten Hein
Werkstatt für interkulturelle Medienarbeit WIM e.V.
Crellestraße 19/20
10827 Berlin, 2. Hinterhof, 4. OG
http://www.wim-berlin.de
Pressekontakt
Jens Pepper

Jaipur

Joasia Rubinroth

Über den Lebensentwurf Busfahrer*in in Indien

Als Busfahrer*in sitzt du dann so in der Kabine und neben dir ist ein großes weiches podestbett auf dem der Schaffner im Schneidersitz barfüßig mit dir sitzt und aufpasst wo Du hin fährst.


Auf dem Weg kannst du immer ganz genüsslich und ganz laut den Rotz hoch holen und aus dem Fenster rotzen.

Dann lässt du dir durch das Bus Fensterchen einen Tee reingeben trinkst ihn aus und wirfst das Becherchen aus dem Fenster

Und während der Fahrt rauchst du natürlich die ganze Zeit eine nach der anderen.

Und du fährst in einem wahnsinnigen Slalom deine 150 kmh weil du musst die ganze Zeit den Kühen, den Schweinen und den Hunden ausweichen; dabei siehst du auch noch 13 Kamele und musst nicht in den Zoo gehen.

Die Schweine die Kühe und die Hunde hatten nämlich keine Verkehrsschule und laufen die ganze Zeit einfach auf die Straße rauf.

Und da das ganze recht gefährlich ist hast du vorne in deinem Bus einen Gott.

Ab und zu kommt jemand rein und schmückt deinen Gott mit frischen Blüten (vielleicht ist es auch nur ein vorsichtiger Fahrgast der hofft zu überleben…).

Und wenn du dann in Jaipur heil angekommen bist gehst du in den Park und guckst Affen im Blumenbeet an.

Oder beim Eisessen zu…

Quer durch Berlin

Samstag, 16. Juli um 16:00 Uhr

oder/lub: 16.07 um 16.07

Wir laden zu einem Sommerspaziergang auf dem Alter St.-Matthäus-Kirchhof ein:
Zum Besuch bei Gebrüder Grimm, Rio Reiser und Ovo Maltine

Alter St.-Matthäus-Kirchhof
Großgörschenstraße 12-14
10829 Berlin

Po polsku do poczytania tu: https://ewamaria.blog/2019/02/26/mezczyzni-na-starym-cmentarzu-sw-mateusza/

Ela, Ewa, Krysia

9-Euro-Ticket (5)

Christine Ziegler

Liebe Ewa,

in Duisburg wird aus BVG die DVG und wieder reisen wir mit unserem heimischen Ticket. Heute hat uns die „D-Bahn“, die zwischen Düsseldorf und Duisburg verkehrt, in die Innenstadt gebracht. Wir besuchten das Museum Küppersmühle (https://museum-kueppersmuehle.de/).

Kunst aus Deutschland nach 1945 wird gezeigt. Ziemlich reiche Sammler haben es sich leisten können, eine alte Speicheranlage ganz und gar prächtig auszubauen zu erweitern.

Bernhard Heiliger (Foto Christine Ziegler)

Das Gebäude ist absolut faszinierend.

Die Anbauten von Herzog und de Meuron haben nicht nur die alten Gebäudeteile (Mühle und Speicher) wunderbar ergänzt. Vor allem die Treppenhäuser hatten es mir angetan.

In der Ausstellung waren auch Fotos von Bernd und Hilla Becher und da gab es ein Foto vom alten Elewator-Gebäude.

Der Weg zwischen Neu- und Altbau führt mitten durch den alten Speicher. Ich wünschte, sowas könnte ich fotografieren. Selber schauen kann ich nur empfehlen.

Liebe Grüße

Christine

Haiku gegen Krieg

Joasia Rubinroth

lügen-diktator

putin der kranke eunuch.
eines nachts: angriff.

alles ausverkauft: 

gaskocher. mehl. batterien. 
deutschland war bereit. 
 
ein grässlicher ton.

ein widerliches klirren. 
eiserner vorhang.

die sonne lacht so,

als wären alle nachrichten vom krieg
fake news

putin droht mit knopf.

und die ganze welt zittert. 
während charkiew stirbt. 

wie kann es schön sein

wie können blumen blühen
wenn nebenan krieg

gesprengte brücken. 

asche und schutt. übrig: 
patriotismus. 

der kopf rafft es nicht,

dass ein mann soviel macht hat. 
und die welt bedroht. 

man sagt dass putin 

mit goldener klo-bürste 
die kindheit wett-macht

STOP MAIL EGO DESTROY THE WORLD!
(to nie haiku) 

manchmal ein funke

ein kleiner funke hoffnung
dass es noch gut wird