I jutro…

Donnerstag, 27. September 2018 von 19:00 bis 21:00

ostPost berlin
Choriner Str. 84, 10119 Berlin

“Ich weiß wie es nicht ist, und ich weiß nicht wie es ist…”
Es ist eine Titelzeile eines Gedichts von Marek Maj und zugleich der Titel einer CD, die er gemeinsam mit Ryszard Leoszewski aufgenommen hat.

Es mag banal klingen, ist aber eine tiefe Lebenseinsicht, ein Sokratischer Gedanke, auf den sich der Dichter stützt, um die Welt zu beobachten und zu beschreiben, nachzudenken, zu reflektieren, uns hie und da etwas darüber zu sagen. Auf keinen Fall aber will er uns Ratschläge geben, nie wird der Dichter uns sagen, was wir tun sollen, was wissen, was denken… Wir sind einsame Menschen, sagt uns der Dichter, die der grossen unbegreiflichen Welt gegenüber stehen und sich mit Kunst wie mit einem Regenschirm vom Regen der Alltäglichkeit schützen.

Die Gedichte von Marek Maj werden auf Deutsch von Irena Mitręga vorgelesen.

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Marek Maj, geb. 1962 in Stettin, ist ein Dichter und Kulturmanager; er arbeitet im Kulturhaus Skolwin und ist Organisator der Gartenmesse, die zweimal im Jahr, im Mai und September, an der berühmten Wały Chrobrego (Hakenterassen) statt findet. Marek Maj hat mehrere Gedichtbänder auf Polnisch veröffentlicht; zehn seiner Gedichte wurden 2017 im Rahmen der von uns organisierten Translator Workshop ins Deutsche übersetzt. Sie wurden in dem Onlinemagazin Stadtsprachen veröffentlicht und werden jetzt dem Berliner Publikum präsentiert.
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Ryszard Leoszewski, ist Pädagoge, Komponist und Leader der Musikgruppe Sklep z ptasimi piórami (Ein Laden mit dem Vogelgefieder); seit ein paar Jahren ist er auch der Ehrenbotschafter Stettins. Er hat viele Gedichte von Marek Maj vertont – so viele, dass es für eine gemeinsame CD und ein Programm Leoszewski Majem reichte… An dem Abend werden wir ihn in einem Teil des gemeinsamen Repertoires hören.
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Irena Mitręga ist eine in Polen geborene Germanistin, Autorin und Literatur-Übersetzerin, die uns auch durch den Abend führen wird.

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Die Musiker und die 20 Jahre

Ewa Maria Slaska

Zwanzig und nicht die Zwanzigern! Die Musiker und die 20 Jahre. Eine Bestandsaufnahme aus der Filmindustrie der letzten Jahre und meinem eigenem Leben, aufgeschrieben 20 Jahre nachdem ich in Berlin zwei unbekannte Musiker traf, die in der Wohnung meines Sohnes wohnen sollten. Der Sohn war weg. Ich traf die zwei junge Kanadier auf der U-Bahn, brachte ihnen die Wohnungsschlüssel und führte sie in die kleinen Geheimnisse ein, die jede Wohnung verbirgt. Die beiden waren sehr blass und sehr schlank, oder eigentlich dünn. Sie hatten unglaublich viel Gepäck – das erste mal sah ich damals jemanden, der zwei Rücksäcke trug – einen riesigen auf den Rücken und einen nicht zu kleinen vorne auf der Brust. Handtaschen und Plastiktüten ergänzten den Eindruck, zwei solche vor sich zu haben, die nach Berlin für immer kamen, alles mitbrachten, was sie Mal hatten (viele Musikinstrumente), dass sie sich in Berlin nur der Kunst widmen werden und, na ja, nie zu etwas bringen werden. Sie sahen so aus, wie so viele andere, die mit demselben Ziel nach Berlin kamen und nie zu etwas brachten. Der Trend, der jetzt das ganze Stadtleben prägt, hat gerade angefangen, aber man sah schon genug von denen, um zu wissen…
Wir verabschiedeten uns damit, dass sie ab morgen im Klub Berlin Tokyo spielen werden und ich sei eingeladen. Den Klub kannte ich, er befand sich in einem langem dunklem Hof in der Mitte, direkt neben den anderen Hof, wo sich das Literaturbüro befand, in dem ich damals arbeitete. Relativ oft ging ich ins Kino neben dem Klub. Immer wenn ich dabei den Klubeingang sah, dachte ich, ich soll Mal da reinschauen und sehen, wie es den beiden geht, es kam aber nie dazu. Ein paar Jahre später fragte mich mein Sohn, ob ich mich an die beiden erinnere, ich bejahte, er erzählte, sie machen jetzt Kariere. Wir belassen es dabei.

Erfolgreiche Geschichte nach 20 Jahren.

Gestern zeigte er mir im TIP eine Filmbesprechung: Biopic Shut up and play the piano über Chilly Gonzales. Das ist er, sagte er. Wer? Der Kanadier von damals. Und sie?, fragte ich. Weisst du es nicht? Gonzales und Peaches.
Berlin, schon vereint, im Osten ramponiert, billig, faszinierend. Die Stadt arm aber sexy, noch keine Hipsters, es kommen alle, denken an die große Kariere und versagen, die beiden aber nicht. Elektro-Sound, Spiel mit sexuellen Identitäten, Clubs überall, Chilly Gonzales und Peaches. Und ein Film.

Der kommt heute ins Kino.

Überall im Kino gibt es jetzt Filme über die Musiker. Ich dachte, es begann mit Sugar man, der Sohn wusste (natürlich) besser – Walking the line über Johnny Cash… Klar, ja, aber trotzdem bleibe ich bei der Reihe, die ich gestern angesammelt hatte, der Film über Gonzales eingeschlossen. Dokus, Biopics, Fiction, egal. Die Musiker und die 20 Jahre, auch wenn 20 etwas symbolisch oder gar biblisch ist. Zwanzig Jahre. Noch unsere Zeiten, aber schon Geschichte, schon vergessen.

Gundermann von Andreas Dresen, 20 Jahre nach dem Tod des noch jungen Musikers gedreht. Ein Musiker der zu einem gewissen Ruhm in der DDR gebracht hatte und von dem im Westen kaum jemand kaum was weisst.

Sugar man, ein Film von Sixto Rodriguez, ein Musiker der mit dem Album Cold fact in den Staaten so gefeiert wurde wie Bob Dylan. Und danach als Bauarbeiter in vollkommener Vergessenheit lebt, bis Anfang der Zehnerjahre Malik Bendjelloul ein Film über ihn drehte.
Niko, 1988 alias die Mondgöttin alias Christa Päffgen, die Muse von Andy Warhol – auch hier sind die symbolischen 20 Jahre in der Tat 40. Muse? Göttin? Quatch. Fragen sie auf der Strasse. Niemand weisst was…

Das sind alles wahre Musiker gewesen. Es gibt aber auch Features darüber. Ein Chancon für dich mit Isabelle Huppert und Kévin Azais – eine Geschichte einer Sängerin und ihr coming back nach Jahren… Ein Drama.
Juliet, naked, ein Film nach der Buch Vorlage von Nick Hornby über einen Rockmusiker (gespielt von Ethan Hawke), der vor 20 Jahren plötzlich von der Oberfläche verschwand und erst gerade jetzt auftaucht. Eine Komödie oder, wie man es jetzt sagt, eine romantische Komödie über Liebe und Patchwork-Families.

Den Film habe ich gerade gestern gesehen und schon bei der Vorführung dachte ich über all die anderen Filme nach. Ein wahrer Trend, oder? All diese verschwundene, vergessene, unbekannte Musiker…

Es war eine Pressevorführung dh früh. Die sind immer ziemlich früh, diese Pressevorführungen. Um 13 Uhr gehe aus dem Kino Filmkunst 66 und gehe unter die S-Bahn-Brücke. Jemand spielt Gitarre. Ich gehe zu dem Musiker. Er heisst Leo. Ich frage, ob ich ihn fotografieren darf. Ich erkläre, worüber ich schreiben werde und dass er mit seiner Gitarre einen Abschluss meines Beitrags bilden wird.

OK, sagt er. Kannst schreiben. Ich spiele seit 22 Jahren Gitarre…

Verdammte 20 Jahre.

In Juliet, naked sitzt ein Unidozent mit seiner neuer Arbeitskollegin in der Kantine. Sie sagt, sie glaubt an Kunst, daran, dass die Kunst den Menschen heilt. Er schaut auf die Leute an den Tischen und sagt: die hier… die lassen sich nicht heilen, auch wenn Bob Dylan hier käme und für sie spielte, würden sie den Kopf nicht von ihrem Sudoku heben…

Ich weiss es doch. Ein weltberühmter Geiger spielte letztens unter einer Brücke (In Paris? Ich weiss es nicht). Seine Geige war ein Stradivarius. Er sammelte vielleicht 2 Euro…

Leo

Reblog: Kate Bush und die Sturmhöhen

Der Debütsong von Kate Bush, „Wuthering Heights“ feierte bereits im Januar sein 40-jähriges Jubiläum. Fans auf der ganzen Welt wollten die Sängerin aber besonders feiern und organisierten am 14. Juli 2018 den „Most Wuthering Heights Day Ever“. In mehreren Städten auf der ganzen Welt trafen sich die Anhänger und tanzten in roten Kleidern das bekannte Video zu „Wuthering Heights“ nach.

Hier ein Foto von meinem Sohn, Jacek Slaski, gemacht in Sydney, Austalien (geklaut). Darunter ein Videobericht aus Berlin. Und danach ein Reblog über die Geschichte und Bedeutung des Lieds…

Christine Dongowski in der Reihe Pop-Anthologie

4.08.2018

Niemand, der „Wuthering Heights“ von Kate Bush einmal gehört und ihr Tanzvideo gesehen hat, wird das Lied je wieder vergessen. Inspirationsquelle war der gleichnamige Roman von Emily Brontë, die in dieser Woche 200 Jahre alt geworden wäre.

© dpaKate Bush, 1978

Überirdisches Klaviergeklimper, sphärische Klänge einer Harfe – dann diese hohe Mädchenstimme, die singt: „Out on the wild and wily moors …“ Und dann der Refrain. Dieses insistierende, sich wiederholende:

Heathcliff, it’s me, I’m Cathy
I’ve come home, I’m so cold
Let me in through your window.

Niemand, der „Wuthering Heights“ von Kate Bush einmal gehört hat, wird das Lied je wieder vergessen. Selbst wenn man den Roman „Wuthering Heights“ von Emily Brontë nie gelesen oder eine der zahlreichen Verfilmungen und TV-Serien gesehen hat, – man weiß einfach, dass man Zeuge einer Geistererscheinung ist, dass man einem Geist zuhört. Einer verlorenen Seele, die den angeredeten Heathcliff auf die andere Seite, in ihr Reich zu ziehen versucht, und vielleicht auch das Publikum gleich mit.

Kate Bush war 19, als sie mit „Wuthering Heights“ ihren ersten Hit hatte: Die Single erschien am 20. Januar 1978 als erste Auskoppelung ihres Debütalbums „The Kick Inside“. Bush hatte gegen den Rat ihrer Plattenfirma EMI und ihrer Mentoren in der englischen Prog-Rock-Szene wie David Gilmour von Pink Floyd auf „Wuthering Heights“ als ihrer ersten Single überhaupt bestanden. Anfang März stand der Song nach einem zügigen Aufstieg in den UK-Charts auf Platz Eins und blieb dort vier Wochen lang. Kate Bush war die erste Musikerin, die das mit einem selbst komponierten und getexteten Lied schaffte. Die Single und das ganze Album waren weltweit sehr erfolgreich, es gab zahlreiche Top-Ten-Plätze. In den Vereinigten Staaten schaffte „Wuthering Heights“ nur Platz 85 der Charts, obwohl für den Markt sogar ein eigenes Musikvideo aufgenommen wurde.

Heute hat dieses Video selbst Kultstatus: Kate Bush vollführt hier, in ein knallrotes Kleid gehüllt, rote Nelken im langen Haar, eine Tanz-Performance, die klassische Ballet-Figuren, expressionistische Tanz-Formen und Pantomime verbindet. Und das alles in einer diffus an die Yorkshire Moors erinnernden Landschaft, in der Emily Brontës „Wuthering Heights“ spielt (auf Deutsch meist als „Sturmhöhe“ übersetzt). Zum Schluss verschwindet die Gestalt Bushs langsam in dieser Landschaft, wie eine Geistererscheinung oder eine der Feen, die in den Höhlen der Pennington Cracks hausen sollen. Eine Sequenz, die man genauso in den englischen Folk-Horror-Filmen der Sechziger und Siebziger finden kann, zum Beispiel im legendären „Wicker Man“ von Anthony Shaffer und Robin Hardy. In diesem Folk-Horror-Kultfilm spielt auch jener Mann mit, von dem Bush ihr Bewegungsrepertoire gelernt hatte: Lindsay Kemp. Kemp, 1938 geboren, wurde in den Sechzigern berühmt für seinen experimentellen, expressiven Tanz- und Pantomime-Stil. Er war Teil der queeren Londoner Theater- und Performing-Arts-Kultur und hatte maßgeblichen Einfluss auf David Bowies Bühnen-Persona Ziggy Stardust. Bush war seit 1976 seine Schülerin, der Song „Moving“ auf „The Kick Inside“ ist Kemp gewidmet.

Was vor 1975 musikalisch und performativ noch avantgardistisch war, umwehte 1978 allerdings bereits der Flor des Altmodischen: Kate Bushs Debüt-Album und ihre erste Single trafen bei der Pop-Kritik auf keine besondere Begeisterung. Während heute „The Kick Inside“ als eines der bahnbrechenden Alben in der Entwicklung hin zu experimentellen Formen des Pop und des Art-Pop von Björk, St. Vincent, Tori Amos und den Post-New-Wave-Bands der späteren Achtziger wie Suede gilt, war die Platte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sehr deutlich „Old Wave“. Angesagt waren der Minimalismus, die Lakonie und die konzeptuelle vokale Wurstigkeit und Aggression von Post-Punk und New Wave. Zusammen mit Kate Bush debütierte beispielsweise Debbie Harrys Band Blondie in Großbritannien. Ihr Hit „Denis“ war die Nummer Zwei hinter Bushs „Wuthering Heights“. Gegenüber Debbie Harry oder den Frauen des britischen Punk wie Poly Styrene und Viv Albertine wirkte Bushs künstlerische Persona antiquiert, fast schon reaktionär. Ihre hoch emotionalen, aufwendig produzierten Songs sah man in einer Linie mit Art- und Prog-Rock-Figuren wie Gilmour und Peter Gabriel. Kate Bush war 1978 alles, nur nicht cool. Dem Publikum, vor allem aber Bush selbst, war das aber gleichgültig.

In fünf Stunden niedergeschrieben

Bushs „The Kick Inside“ kann man auch als eine Art programmatisches Album verstehen. Sie stellt sich, am deutlichsten mit „Wuthering Heights“ und den dazu gehörigen Videos, in eine konkrete britische Tradition, in der Populär-Kultur und Folklore integrale Elemente der Hochkultur sind, die von der Wiederentdeckung oder besser Neuentdeckung druidischer und anderer vor-christlicher Kulte in lokalen Traditionen durch gelehrte Pfarrer und Landedelleute im 18. und 19. Jahrhundert über die esoterischen Lehren, die von William Blake bis William Butler Yeats ein Fundament englischer Poetiken waren, bis zum eher praktisch-ästhetischem Revival regionaler handwerklicher und mythologischer Traditionen in der Arts-and-Crafts-Bewegung reicht.

Dieses Verspätetsein gegenüber den ästhetischen Trends der kulturellen Zentren verbindet Kate Bush dabei mit Emily Brontë, von deren Roman „Wuthering Heights“ sie sich inspirieren ließ. Dieser, 1847 veröffentlicht, recycelt Formen der Gothic Novel und des empfindsamen Romans, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung komplett aus der Mode waren. Dazu kommen die Faszination für Rollenprosa und das (Versteck-)Spielen mit unterschiedlichen ästhetischen Personae. Zu allem Überfluss teilen sich beide Künstlerinnen auch noch einen Geburtstag: Am 30. Juli jährte sich der von Brontë zum 200. Mal, Kate Bush wurde 60. „Wuthering Heights“ war Brontës erster und einziger Roman, sie starb wenige Monate nach seiner Veröffentlichung, erst 30 Jahre alt.

© dpa Emily Brontë (1818 bis 1848) |

Angeregt zu ihrem Song wurde Bush aber ursprünglich nicht durch die Lektüre des Romans, sondern durch eine der zahllosen BBC-Serien, vermutlich die von 1967. Erst danach begann sie den Roman zu lesen; den Text zu ihrem „Wuthering Heights“ schrieb sie dann angeblich in fünf Stunden – in der Nacht vom 5. März 1977, so die Künstlerinnenlegende. Sie hat dafür ganze Zeilen aus dem Romn übernommen, vor allem für den Refrain. Jede „Wuthering Heights“-Leserin erkennt die Stimme wieder, die Lockwood, einer der Erzähler der Geschichte von Heathcliff und Cathy, in seiner ersten (und einzigen) Nacht im Gutshof Wuthering Heights hört:
„‘Let me in—let me in!’ ‘Who are you?’ I asked, struggling, meanwhile, to disengage myself. ‘Catherine Linton,’ it replied, shiveringly (why did I think of Linton? I had read Earnshaw twenty times for Linton) ‘I’m come home: I’d lost my way on the moor!’“

Es handelt sich bei Bushs „Wuthering Heights“-Version aber keineswegs um eine Art empathische Kurzfassung des Romans, auch wenn das die Bush-Philologie suggeriert, die noch für jede Zeile des Songs eine Korrespondenz im Roman gesucht – und gefunden hat. Bush schreibt keine SparksNotes mit Musik. Bush erfindet ihre Szene, ihren Cathy-Monolog, neu und leiht der Figur ihre eigene Stimme. Man kann das als die Reaktion einer jungen Frau auf eine der großen dunklen Liebes-Passionsgeschichten der europäischen Tradition lesen – und das so abwertend meinen wie viele Musikkritiker, die lange auf Kate Bushs Beliebtheit vor allem bei jungen weiblichen Fans herumritten: Spät-Pubertät, Fan-Fiction, identifikatorisches Lesen, Mädchen-Musik.

Offensive Formulierung destruktiven weiblichen Begehrens

Oder man macht sich klar, dass Pop-Musik genau das ist: ein Identifikationsangebot für junge Menschen, die noch nicht wissen, wer sie sind. Ein Rollenspiel – für die Performerin und die Fans. Ein Testlauf für Gefühle. Und eine Möglichkeit, Gefühlen eine Gestalt zu geben, die in ihrer Intensität für Mädchen und junge Frauen im „echten“ Leben so nicht vorgesehen sind.

Kate Bushs Cathy ist so jemand: Eine junge Frau, eigentlich noch ein Teenager, die sich nicht in die Rolle der auf ihren Prince Charming wartenden Märchenfrau fügt, genauso wenig wie in die einer Unschuld vom Lande, die sich von der Faszination durch den dämonisch-leidenschaftlichen Liebhaber à la Fifty Shades of Grey überwältigen lässt. Auch wenn Formulierungen wie diese eine solche Lesart nahelegen:

„Ooh, it gets dark, it gets lonely
On the other side from you
I pine a lot, I find the lot
Falls through without you
I’m coming back, love
Cruel Heathcliff, my one dream
My only master“

Aber wer hier Meister, wer Gemeisterte/r ist, lässt sich schon am Anfang des Liedes nicht unterscheiden. Cathy singt: „You had a temper like my jealousy /Too hot, too greedy“ – alle Unterscheidungen verschwimmen in der Intensität der Gefühle, die Heathcliff und Cathy empfinden, vielleicht füreinander, vielleicht ist der andere aber auch die Gestalt des eigenen Selbst-Gefühls. So wie es Brontës Cathy in ihrem berühmten Monolog formuliert: „my great thought in living is himself. If all else perished, and he remained, I should still continue to be; and if all else remained, and he were annihilated, the universe would turn to a mighty stranger: I should not seem a part of it. (….) I am Heathcliff! He’s always, always in my mind: not as a pleasure, any more than I am always a pleasure to myself, but as my own being.“

Bushs Cathy wartet nicht brav im Jenseits auf die verlorene Liebe ihres Lebens. Ihr Wille, sich den anderen anzueignen, ihn zu besitzen, ist so stark, dass sie aus dem Grab, dem Himmel, dem Jenseits zurückkommt, nach Hause, um ihn zu sich zu holen.

Ooh, let me have it
Let me grab your soul away
You know it’s me, Cathy

Eine selbstbewusste, offensive Formulierung destruktiven weiblichen Begehrens, das man auch 1978 noch, trotz sexueller Revolution, nicht von einer Neunzehnjährigen im Manic-Pixie-Dreamgirl-Look erwartete. Genauso wenig wie die Gewalt-,Wut- und anderen Gefühlsexzesse, mit denen 130 Jahre vorher die dreißig Jahre alte Pfarrerstochter Emily Brontë in ihrem Roman ihre viktorianische Leserschaft und sogar ihre Schwester Charlotte schockierte.

Mädchen-Musik eben.

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Kate Bush: „Wuthering Heights“

Out on the wiley, windy moors
We’d roll and fall in green
You had a temper like my jealousy
Too hot, too greedy
How could you leave me
When I needed to possess you?
I hated you, I loved you, too

Bad dreams in the night
They told me I was going to lose the fight
Leave behind my wuthering, wuthering
Wuthering Heights

Heathcliff, it’s me, I’m Cathy
I’ve come home, I’m so cold
Let me in through your window
Heathcliff, it’s me, I’m Cathy
I’ve come home, I’m so cold
Let me in through your window

Ooh, it gets dark, it gets lonely
On the other side from you
I pine a lot, I find the lot
Falls through without you
I’m coming back, love
Cruel Heathcliff, my one dream
My only master

Too long I roam in the night
I’m coming back to his side, to put it right
I’m coming home to wuthering, wuthering
Wuthering Heights
Heathcliff, it’s me, I’m Cathy
I’ve come home, I’m so cold
Let me in through your window

Heathcliff, it’s me, I’m Cathy
I’ve come home, I’m so cold
Let me in through your window

Ooh, let me have it
Let me grab your soul away
Ooh, let me have it
Let me grab your soul away

You know it’s me, Cathy
Heathcliff, it’s me, I’m Cathy
I’ve come home, I’m so cold
Let me in through your window

Heathcliff, it’s me, I’m Cathy
I’ve come home, I’m so cold
Let me in through your window
Heathcliff, it’s me, I’m Cathy
I’ve come home, I’m so cold

Dwie rocznice

Ewa Maria Slaska

Zawsze te same dwie rocznice, Mama i Lorca, Lorca i Mama…

Irena Kuran-Bogucka
urodziła się 5 maja 1925 roku w Warszawie, zmarła 21 sierpnia 1995 roku w Kartuzach, w wyniku wypadku samochodowego.

Wikipedia podaje krótko: polska graficzka, tłumaczka poezji.

I tak rzeczywiście było. Najpierw była graficzką, potem tłumaczką. W międzyczasie było jak to w życiu, życie, miłość, śmierć, to mija, ale to, że tworzyła, że była, jak mówili przyjaciele, artystą, nie mija…

Z Federikiem Garcíą Lorką łączył ją związek, o którym my, rodzina, myśleliśmy, że jest silniejszy niż jej związek z nami. Może był jej dajmonionem, może ona była jego duchową siostrą – skąd my możemy to wiedzieć. Storzyła dwa czarno-białe cykle grafik do jego poezji, godzinami słuchała Paco Ibaneza, który śpiewał jego poezję, aż uznała, że polskie tłumaczenia Lorki nie dadzą się tak zaśpiewać. I wtedy nauczyła się hiszpańskiego – po to, by móc tłumaczyć jego wiersze. Nauczyła się, przetłumaczyła, wydała kilka książek z jego poezją…

Cóż więc dziwnego, że odeszła w rocznicę jego śmierci. W dokumentach jest data o dwa dni późniejsza, to te dni, które współczesna medycyna wyrwała śmierci, dni, kiedy leżała na oddziale intensywnej terapii, podtrzymywana przy życiu maszynami do podtrzymywania życia. Nic te maszyny nie pomogły, była silniejsza, odeszła do swego duchowego brata wtedy, kiedy i jego zmuszono do odejścia…

Irena Kuran-Bogucka, Mężatka niewierna, Federika Garcíi Lorki

Umarli w tym samym czasie i opłakujemy ich razem.

Irena Kuran-Bogucka, Płaczki (Ballada o hiszpańskiej żandarmerii) Federika Garcíi Lorki

Federico García Lorca, urodził się 5 czerwca 1898 roku w Fuente Vaqueros w prowincji Granada, zginął zamordowany przez frankistów 19 sierpnia 1936 w Viznar koło Granady. Hiszpański poeta i autor sztuk teatralnych. Krótko, reszta to tylko rozpisanie na lata poezji i teatru… W polskiej Wikipedii nie ma strony o nim, czy to możliwe. Odsyłam więc czytelnika na razie do Wikipedii angielskiej, ale myślę, że będę musiała to nadrobić. Gdyby Mama żyła w czasach Wikipedii, to ona by to zrobiła, ale Mamy już nie ma, są dwie rocznice…

W tym roku te sierpniowe dni zostały wzmocnione, bo właśnie niedawno w wytwórni płytowej Soliton w Sopocie ukazała się płyta Jarosława Chojnackiego, Horyzont zdarzeń. Poezja śpiewana, ta polska specjalność, której nie ma w żadnym innym języku, bo nie ma jej w żadnej innej kulturze, nawet u Rosjan jest inna.  17 utworów. Krzysztof Karasek, Adam Asnyk, Grażyna Małkowska, on sam – Jarosław Chojnacki, Krzysztof Cezary Buszman, Jerzy Andrzej Masłowski, Wojciech Fułek, Marek Samselski, Dzidka Muzolf, Marek Grala, Wojciech Kass, Aleksander Szaganow. I on, Federiko García Lorca, w tłumaczeniu Ireny Kuran-Boguckiej. Pieśń jesienna.

Nieśmiertelni są tylko bogowie, śpiewa Chojnacki słowami Wojciecha Fułka w piosence Pociągi we mgle. Tak, bogowie są nieśmiertelni, a oni oboje nie byli bogami – byli duchami, których hiszpanie określają słowem dajmonion.

Dziękuję Jarosławowi Chojnackiemu, że pozwolił mi w tym roku lepiej przetrwać ten sierpniowy tydzień…

Piękna płyta, moi drodzy, poszukajcie, kupcie, posłuchajcie…

Nico, eine Mondgöttin

Sie liegt auf dem Selbstmörder Friedhof in Berlin begraben, obwohl sie gar keine Selbstmörderin ist, sondern ist auf Ibiza vom Fahrrad gefallen und gestorben. Am 18. Juli 1988.

Nico…

Von Andy Warhol entdeckt, kam sie zu Ruhm als weib­liche Stimme des ersten Albums von The ­Velvet Underground  und, wie Berliner TIP behauptet, werden ihre Soloplatten bis heute immer dann angehört, wenn man einmal so richtig tief depressive Musik hören möchte.

Sie war vielleicht keine Selbstmörderin, das ja, aber, na ja, sie war heroinsüchtig und depressiv, wirkte selbstzerstörerisch und ihr Leben war zu letzt lediglich ein Haufen dubiöser Umstände…

Ihr Grab ist eine Pilgerstätte für viele ihre todessehnsüchtigen Fans aus aller Welt, die dort eine Blume, aber auch einen Joint, eine Schnapsflasche oder eine ­Heroinspritze niederzulegen pflegen.

Anne Schmidt

schrieb über sie zum Buss- und Bettag letztes Jahres…

Es gibt Gräber, die muss man suchen, wenn man sie besuchen will.

Sie wurden anonym angelegt, weil die dort begrabenen Personen mit ihren Geschichten zur Zeit ihres Todes als Aufrührer oder gar Verbrecher galten, deren Gräber keinesfalls zu Pilgerstätten werden sollten.

Andere wiederum wünschten sich schon zu Lebzeiten ein idyllisches Plätzchen an einem weltfernen Ort für ein ewiges Ausruhen nach einem ruhmreichen, turbulenten,

Christa Päffgen, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen „Nico”, hatte sich schon in noch unbeschwerten Jugendjahren den Waldfriedhof am Schildhornweg im Grunewald als letzten Ruheort ausgesucht. Dort findet man auf einem Grab unter dem Stein mit ihrem und dem Namen ihrer Großmutter ein gerahmtes Foto von ihr, das in ihrer glücklichen Zeit als Sängerin und Muse von Jim Morrison gemacht sein dürfte.

Wie lange man sie dort noch besuchen kann, ist der Wilmersdorfer Gemeinde überlassen, die den Friedhof aus Kostengründen schließen will.

Die russichen Selbstmörder, nach denen der Friedhof benannt ist, die vielen Toten einer Bombennacht im Jahre 1945 würden dann genau wie Nico und Rolf von Zukowsky umgebettet werden müssen oder dem Verfall preisgegeben werden.

Die Wildschwein rotten um den Friedhof herum, warten schon jetzt auf ein Offenlassen der Pforte.

Foto Elżbieta Kargol


Im Kino gibt es jetzt ein Film über sie. Ein, wie TIP Berlin es bezeichnet, beeindruckendes Biopic über die Spätphase der gefeierten Popikone: Nico, 1988.
I/B 2018, 93 Min., R: Susanna Nicchiarelli, D: Trine Dyrholm, John Sinclair, Anamaria Marinca.
Eine Geschichte über zwei letzte Jahre Nicos Leben.
Trine Dyrholm, die Nico spielt, singt im Film alle Lieder selbst.

Der Film ist fantastisch. Und es gibt gar eine merkwürdige halluzinatorische Vision Polens AD 1987 im Film. Polen an Allen Toten Tag.

Zwei ihre Aussagen, die sich einem für eine Ewigkeit einprägen.
– Bin ich hässlich? Ja? Gut. Ich war sehr unglücklich, als ich schön war.
Und
– Ich war ganz oben und ich war ganz unten. Auf den beiden Orten ist man verdammt allein.


Im TIP erzählt der Musiker Lüül (Lutz Graf-Ulbrich) über seine einstige Liebe und ihr Grab. Er war Musiker der Berliner Krautrockbands Agita­tion Free und Ashra, Mitglied des Kollektivs 17 Hippies – und Nicos ehemaliger Gitarrist und Liebhaber.

„Es gab niemanden, der etwas Vergleichbares machte“, sagt Lüül. Er hat ein Buch geschrieben über seine Jahre mit Nico und es „Im Schatten der Mondgöttin“ genannt. Darin beschreibt er seine erste Begegnung mit ihr in der Pariser Opéra Comique 1973: „Nur ein Scheinwerfer. Dann kam sie. Nico. Überirdisch. Unnahbar schön. Allein mit ihrem indischen Harmonium.“ Magisch hat das damals auf Lüül gewirkt. Ja, und auch er hat sie angehimmelt. „Sie war ­sagenumwoben“, erinnert er sich. Wie von einem Nebelschleier umgeben, all die Geschichten, die man so von ihr erzählte und die sie über sich selbst erzählte, blieben vage, halb erlebt, halb erdacht. Die Kult- und Kunstfigur Nico lebte von ihrer Aura und dem Mysterium, das sie um sich herum schuf. „Sie war unergründlich“, sagt Lüül.

Schleierhaft ist ihm bis heute auch, weshalb sie sich ausgerechnet ihn ausgesucht hat, damals bei der ­Party des gemeinsamen Managers Assaad und später im Backstage-Zelt eines Festivals in Frankreich. Weshalb sie sich im Hotel vor ihm auszog und nackt aufs Bett legte. Vielleicht waren sie sich ja doch gar nicht so fern: Sie aufgewachsen in Schöneberg, im KaDeWe als Model entdeckt, er Musiker aus Charlottenburg, beide Kinder des Nachkriegsberlins. So jedenfalls kam die Mondgöttin ins Leben des 14 Jahre jüngeren Lutz Ulbrich und verlieh ihm ungeahnte Größe. Es folgte: „die wilde Zeit“. Ein Leben aus dem Koffer, von Paris nach Amsterdam, immer dem billigen Heroin nach, die Konzertreisen durch die USA. Apropos Heroin: Es machte sie selbstsicherer, sagt Lüül, aber auch selbstsüchtiger. „Sie war die egozentrischste Person, die ich je kennengelernt habe. Alle halten sie ja so hoch, aber hey, sie war auch eine Bitch! Sie hat Menschen betrogen.“ Doch so wie sie nicht vom Heroin loskam, kam er nicht von ihr los.

Dann das große Finale im Chelsea Hotel, New York. Einem Drehbuchautor würde man diese Szene wohl aus seinem Skript streichen, weil maßlos übertrieben: Nico auf Methadon und Alkohol, es kommt zum Streit, ein Bügeleisen fliegt durchs Fenster (Lüül: „Ich hätte es sonst voll in die Fresse gekriegt.“), sie spuckt ihm ins Gesicht, er würgt und schlägt sie, bis sie fällt und liegen bleibt (Lüül: „Ich dachte schon: Jetzt biste ein Mörder!“), doch sie lebt, die Polizei kommt, der Vorhang fällt. Im wahren Leben geht die Geschichte weiter, die beiden bleiben „in Freundschaft verbunden“, wie man so sagt, sie singt das Lied „Reich der Träume“ für ihn ein, er organisiert ihr letztes Konzert im Planetarium Berlin, sechs Wochen vor ihrem Tod, von dem Lüül am Telefon erfährt. Am 18. Juli 1988 fällt sie in Ibiza vom Fahrrad. Gehirnblutung.


Ein Kinotrailer, huch, so was habe ich noch nie gesehen. Ist 20Uhr51, ich klicke den Trailer an und lese eine merkwürdige Zeile: Aus jugendschutzrechtlichen Gründen darf dieser Trailer nur zwischen 23:00 Uhr und 06:00 Uhr abgespielt werden. Sogar den link zum Trailer kann man vor 23 Uhr nicht kopieren…

Hmmmm… Na egal… Der Trailer

Procol Harum and a whiter shade of pale

I was reading a wonderful book of W. G. Sebald, a German writer which left Germany in early 60. and went to Manchester. He is one of the best writer I ever read in my whole life, better as Marcel Proust. It means something when I say something like that. His book, Die Ausgewanderten / The Emigrants I am reading ever and ever again… It was published in German 1992 and in English 1996. Sebald won with it the Berlin Literature Prize, the Literatur Nord Prize, and the Johannes Bobrowski Medal. Wikipedia says: The Emigrants is largely concerned with memory, trauma, and feelings of foreignness. All the characters in the work are emigrants who have left Germany, mostly Jewish and mostly self-murder. In the 3rd novel in a scene which takes place in a bar in Deauville, he writes.

Die Instrumentalisten waren vier schon etwas gealterte Jünglinge mit lockigem Haar. Sie spielten songs aus den sechziger Jahren, die ich in der Union Bar in Manchester ich weiß nicht wie oft gehört hatte. It is the evening of the day. Hingebungsvoll hauchte die Vokalistin, ein blondes Mädchen mit noch sehr kindlicher Stimme, hinein in das Mikrofon, das sie mit beiden Händen ganz dicht an ihre Lippen hielt. Sie sang in englischer Sprache, aber mit deutlichen französischen Akzent. It is the evening of the day, I sit and watch the children play. Manchmmal, wenn sie die Worte nicht richtig erinnern konnte, ging ihr Gesang in ein wundervolles Summen über. Ich setzte mich auf einen der weißen Schleiflacksessel. Die Musik erfüllte den ganzen Raum. Rosarote Quellwolken bis unter den goldumrankten Plafond. Procol Harum. A whiter shade of pale. Die reine Rührseligkeit.

I needed urgently to listen to it…

Original lyrics were written by Keith Reid

We skipped the light fandango
turned cartwheels ‘cross the floor
I was feeling kinda’ seasick
the crowd called out for more
the room was humming harder
as the ceiling flew away
when we called out for another drink
the waiter brought a tray

and so it was that later as a mirror
told its tale that her face
at first just ghostly turned
a whiter shade of pale

She said: “There is no reason
and the truth is plain to see”
but I wandered through my playing cards
would not let her be one
of sixteen vestal virgins
who were leaving for the coast
and although my eyes were open
they might just as well’ve been closed

and so it was that later
as the miller told his tale
that her face at first just ghostly
turned a whiter shade of pale.

But all that was nothing in comparison to what was written underneath. So I just quote it, reading a book of Sebald and listening ever und ever again to Procol Harum, which I liked so much as I was young, and then forgot them totally till bei reading Sebald the 10th time or so I found them again. Rührselig.

Anyway, did you know it?

could you please stop commenting about it being ‘originally written by’ Johann Sebastian Bach? I tried to find similarities with “Air on G String”, “Ich steh mit einem Fuß im Grabe” (BWV 156), “O Mensch bewein dein’ Sünde groß” (BWV 622), “Sleepers, Wake!” from Bach, but honestly: None of them warrant the claim that the melody is borrowed from any of them. It’s quite a stretch to find similarities, even, between chord-schemes, bass-lines, and the two or three tone-sequences that match with aforementioned pieces by Bach; You could then say the same about ALL pop hits! To claim it borrows ideas from “When a Man Loves a Woman” (Percy Sledge) is like saying every pop-song in C-minor borrows ideas from songs with the same tempo. This composition stands tall on its own. Every song out there is *inspired* by those from other songwriters, you don’t need to brag about your miracle discovery; I’m holding a do-I-give-a-shit-o-meter in my hand, and the needle’s not moving.

Mmmmm… it was published on you tube on 09.09.2007 and since then people listened to it (only here of course) 89.577.793 times (the last  ten times it was me listening to it). 89 millions! It was commented 22 009 times.

I copied only comments from today and yesterday, I finished by a comment from somebody remembering Poland…

Do not forget to listen to the music by reading:

Qué lindo recuerdo, escuchar un tema tan lindo
I first saw this video on a “video jukebox” in a corridor in a mall in Quebec City in about 1967. There was a selection of less than a dozen videos to choose from, and you had to stand at the jukebox to see the film projected onto a small screen within the box. In the meantime, the music was almost drowned out by the passing shoppers and tourists. This was truly groundbreaking at the time.
💙💙💙💙💙💙💔💔💔💔💔💔💔💔💔💔💔💔💔💔💔🌷🌷🌷🌷🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹💕💕💕💕💕💕❤❤❤❤
l’humour avant tout !!!
BROKER FISHER c’est PROCOL !!!
Make me feel in peace…
Una de las mejores canciones de todos los tiempos!
When I was a teenager I would leave the radio on all night….this is the only song that would wake me up no matter what time in the wee hours it came on….always gave me goosebumps
MAGNIFICOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
Esta é a música mais marcante da minha vida!!!!❤❤❤😘😘😂😂💏💏🌷🌷🌻🌻🌞🌞
прекрасная песня . настальгия 70х. Procol Harum такой музыки больше не будет. Олег Г. 2.07.18.
A whiter shade of pale has been N0 one a long time in 1967. One of the greatest year for music. What a thrill it was on Radio Caroline. How great it was to be in England for sweet Summer of Love..!!!
le batteur n’est pas gay malgré son gros sexe !!il n’a pas de slip !!!
Sad world
Me encantó, que temas x favor.
dancei muito beijei muito vila Primavera soci da Vila Formosa feras do jd Primavera saudades das minhas namoradas e dos amigos.
The Commitments 😊😊😊🙋🙋🙋🙌🙌🙌
música lindona por demais que nós envolve por inteiro dessa banda inglesa que arrebatou os corações apaixonados em 1.976 na Hippoputumus disco Club em São Paulo, Dancei por demais.
En complacencias en tj,México yo escuchaba esta canción en 1972, mi hermana, Yani,amigas Irma,laya,maria vivíamos en colonia libertad p/a saturnino herrant,serca de iglesia Loreto y tienda maiza, my novio que quise mucho Victor lo recuerdo con estas cansiones,samba pa ti Santana ,color my world,Chicago,have you seen her,chi-lites,my world bee gees, my mama ya se fue en enero 22,2017 en San Diego ella escuchaba complacencias radio de tj, los Freddy’s moonlights,solitarios,los dos oros cros,
London is finished. Sad but thats liberalism for you
Happy days when London the capital city of Great Britain was full of white people
Look at those street scenes! When London was white!
I heard this at a karaoke, now I’m hooked. timeless indeed.
Lovely and haunting….
EVERY PERSON FADES WITH THE PASSAGE OF TIME AND POP MUSICIANS ARE NO EXCEPTION.
Sad that these boys are old men or gone, in what seems like a moment, as are we….
Probably my all time favorite…
En 1971 sonaba esta cancion en Colima Mexico un muchacho la cantaba con su guitarra sin saber Ingles la cantaba espectacular.
arrebentou meu coração…
There is a nice place – SĘPÓLNO KRAJEŃSKIE. First summer song, first young, no strings, love. Just crazy youngsters. Never to be forget!!!

and so on and so on…

Stuart 49

This year’s love had better last
Heaven knows it’s high time
I’ve been waiting on my own too long
And when you hold me like you do
It feels so right I start to forget
How my heart gets torn
When that hurt gets thrown
Feeling like I can’t go on

Niech trwa tegoroczna miłość,
Nadszedł już najwyższy czas,
Tak długo na nią czekałem.
Kiedy trzymasz mnie w ramionach jak teraz
Czuję że zaczynam zapominać
O tym że boli mnie serce,
Ten ból gdzieś odchodzi
A wraz z nim uczucie, że nie mogę dalej żyć.

David Gray, This year’s love

Joanna Trümner

Carlie

Stuart nie mógł się doczekać dnia, kiedy na zawsze opuści budynek szkoły. Już kilka tygodni przed końcem roku szkolnego wręczył dyrektorowi wypowiedzenie. Dyrektor pobieżnie je przeczytał i popatrzył na podwładnego z wyraźnym zaskoczeniem. „Szkoda, że Pan rezygnuje. Po niezbyt udanym starcie dawał Pan sobie całkiem nieźle radę. A swoją drogą ciekaw jestem, jakie są Pana plany?” Stuart przez chwilę zastanawiał nad odpowiedzią. Czuł, że dyrektor chce koniecznie podkreślić, dał mu szansę, możliwość powrotu do zawodu i perspektywę, z której Stuart teraz lekkomyślnie rezygnuje. Był pewien, że przełożony nie będzie w stanie zrozumieć, o co mu chodzi. Nie wątpił, że w oczach dyrektora jest za stary na próbę zmiany stylu życia i zastąpienie pewnej, dobrze płatnej pracy mrzonkami o karierze muzyka. Po chwili namysłu odpowiedział: „Jestem po prostu zmęczony pracą, chcę przez jakiś czas odpocząć”. „Przecież mógłby Pan wziąć roczny urlop, mogę zorganizować pracę w szkole tak, że będzie na Pana czekało miejsce, ze mną o wszystkim można porozmawiać”. Stuart przyglądał się szefowi z niedowierzaniem: „Czyżby starał się mnie zatrzymać, przekonać?” „Dziękuję za wszystko, ale naprawdę nie wiem, czy za rok wrócę do Sydney”. W chwili, gdy podał mu rękę na pożegnanie, ogarnęło go uczucie wielkiej ulgi. Już niedługo zacznie żyć własnym życiem i zostawi za sobą zależności i podporządkowania.

Grudzień minął na ostatnich przygotowaniach do wyjazdu. Wynajęcie domu na rok nie było łatwym zadaniem, po długich poszukiwaniach przy pomocy maklera podpisał na pół roku umowę z młodym małżeństwem lekarzy z Brazylii. Był tak pochłonięty przygotowaniami do trasy i pisaniem nowych utworów, że dopiero widok barwnych dekoracji w oknach sklepów przypomniał mu o nadchodzących świętach i końcu roku. Podczas zakupów w mieście zatrzymał się przed oknem wystawowym jednego ze sklepów i przyglądał się przebranemu za Mikołaja manekinowi, niosącemu na plecach worek pełen prezentów. „Te święta dzieją się gdzieś poza mną, tak jakby mnie w ogóle nie dotyczyły”, pomyślał. Aby bez reszty nie stracić kontaktu z toczącym się wokół życiem, kupić zabawkę dla małej Emily. Przypomniały mu się roześmiane oczy dziecka, „Będzie mi jej brakowało. Można w niej czytać jak w książce”.

W kilka dni po spędzonym z Tomem i jego rodziną Sylwestrze Stuart ruszył w drogę do Gold Coast, gdzie czekało go sześć koncertów w klubach. W drodze kilkakrotnie zatrzymywał się nad morzem. „Jakie to dziwne, że ani przez chwilę nie czuję się samotny. A powinienem, nie mam już domu, do którego mógłbym wrócić i nie wiem, co mnie czeka. Oprócz kilku podpisanych koncertów nie mam żadnych planów”, myślał patrząc na wzburzone fale. „Może samotność odczuwa się tylko wtedy, kiedy każdy dzień jest powtórką poprzedniego i na nic nie czekamy?” Z każdym przejechanym kilometrem coraz bardziej cieszył się ze swojej nowej wolności.

Gold Coast zaskoczyło go nowoczesną architekturą i tłumami młodych ludzi z deskami surfingowymi pod pachą. W godzinę przed koncertem stał na scenie klubu i stroił gitarę. Z trudem opanował tremę. W kilka godzin później wiedział, że niepotrzebnie się denerwował. „Nie zapomniałem, co znaczy dobra muzyka. Tego po prostu nie można zapomnieć”, myślał wychodząc z klubu. Kiedy po północy wrócił do hotelu, był tak zmęczony, że zasnął w chwili, gdy poczuł pod policzkiem poduszkę. Z głębokiego snu wyrwało go głośne dobijanie się do drzwi. Na początku myślał, że ten hałas jest tylko częścią snu, kto miałby się do niego dobijać w mieście, w którym nikogo nie zna? W chwilę później zdał sobie jednak sprawę, że ktoś dobija się do jego drzwi na jawie, szybko wstał z łóżka, wciągnął dżinsy i podszedł do drzwi. Stała w nich nieznajoma kobieta. Stuartowi wydawało się, że widział ją już wieczorem w klubie. Pracowała tam i pomagała podczas koncertu. Teraz czekała w drzwiach, trzymając w ręku futerał od gitary, w którego wewnętrznej kieszeni Stuart przechowywał paszport i inne ważne dokumenty. Nieznajoma uśmiechnęła się: „Jak widzę, strasznie szybko chciałeś wrócić do hotelu”. „Jak mogłem go nie zabrać?”, pomyślał, popatrzył na kobietę z wdzięcznością i zaprosił ją do pokoju. Przedstawiła się, nazywała się Carlie, od pół roku organizowała w klubie koncerty i zajmowała się reklamą. „Z tobą miałam niezły orzech do zgryzienia”, przyznała „szef nie lubi ryzyka, nie potrafił zrozumieć, dlaczego od lat nie dałeś ani jednego koncertu. To ja uparłam się, żeby dał ci szansę. Widziałam kiedyś twój koncert w Melbourne i wiedziałam, że niewiele ryzykujemy. Warto było. A swoją drogą, skąd ta przerwa?” Stuart długo szukał odpowiednich słów na wytłumaczenie czegoś, czego sam nie potrafił zrozumieć. „Miałem inne priorytety”, odpowiedział lakonicznie.

Pożegnali się, kiedy za oknami hotelu zaczął wstawać świt. Zaczęli się regularnie widywać. Stuart przedłużył pobyt o dwa tygodnie, bo Carlie załatwiła mu dodatkowe koncerty. Z każdym dniem coraz bardziej przyzwyczajał się do jej obecności. Carlie była typem kobiety, jakiego do tej pory nie poznał, inteligentą i dowcipną kobietą-kumplem, osobą, z którą można było podzielić się każdą myślą. Dopiero podczas czwartego spotkania Stuart zauważył, że pod maską rezolutnego, wiecznie roześmianego klauna, który wszystko obraca w żart, ukrywała się niebrzydka, bardzo zraniona kobieta. Dowiedział się od Carlie, że przez dziesięć lat była menadżerką zespołu, któremu po latach udało się zrobić karierę i wyjechać do Europy. Opowiedziała mu o burzliwym związku z gitarzystą zespołu, związku wielokrotnie zrywanym i ponawianym, pełnym kłamstw, upokorzeń i zdrad. „On rekompensował brak sukcesów ilością kobiet w łóżku, a ja ciągle wierzyłam, że to się zmieni. To w moim życiorysie dziesięć spisanych na straty lat”, skomentowała. Po raz pierwszy od poznania Stuart wyczuł w jej głosie żal. W kilka dni później spędzili pierwszą wspólną noc w hotelu.

Carlie stała się częścią jego życia. Potrzebował jej obecności, nie wyobrażał sobie, że ich drogi mogłyby się rozejść. Cieszył się za każdym razem, kiedy w tłumie słuchaczy rozpoznał jej twarz. Jednego wieczoru zaproponowała, że mu pomoże w organizowaniu dalszych koncertów. „Mam sporo kontaktów ze starych lat, potrafię się targować, jeżeli chcesz to zostanę twoją menadżerką”. „Ale na razie nie mam ci z czego placić”, odpowiedział Stuart z zawstydzeniem. „Nie martw się, jak zaczniesz dzięki mnie zarabiać pieniądze, to podpiszemy umowę i sobie wszystko odbiorę”.

Od nocnego spotkania w hotelu zaczął się bardzo szczęśliwy etap w jego życiu. Carlie rzeczywiście sprawdziła się jako menadżerka, dzięki niej małe kluby w prowincjonalnych miasteczkach zaczęły stopniowo zmieniać się w coraz większe sale koncertowe w coraz to większych miastach. W prasie coraz częściej pojawiały się wzmianki o jego koncertach. Stuart był szczęśliwy, że Carlie przejęła pertraktacje z organizatorami. Nieraz z niedowierzaniem i podziwem przysłuchiwał się prowadzonym przez nią rozmowom i warunkom, jakie stawiała organizatorom. „Nie brakuje jej tupetu. Rozmawia tak, jakby była menadżerką prawdziwej gwiazdy, a nie kogoś, kto w wieku prawie czterdziestu lat znowu stoi u progu kariery”, myślał i z każdym dniem był coraz bardziej wdzięczny losowi za to, że ją spotkał.

Była nie tylko dobrą menadżerką, dzięki której coraz bardziej zapełniała się teczka z napisem „referencje”. Była przede wszystkim doskonałym kompanem podróży, osobą, w której towarzystwie Stuart nigdy się nie nudził i z którą mógł rozmawiać o wszystkim. „Jak mogliśmy się do tej pory nie spotkać?”, zapytała Carlie po kolejnym udanym koncercie. Przytulił ją, zastanawiając się, dlaczego nie potrafi powiedzieć, że ją kocha. „Przecież taki związek, wspólne zainteresowania i plany i przyjaźń jest o wiele więcej wart niż jakieś dramatyczne, wielkie miłości”, pomyślał.

Cdn.

Ta nić czarna… / Der schwarze Faden…

Przybywajcie, facet dobrze śpiewa, a zarzeka się, że nigdy więcej! Jedyna taka okazja w życiu!

Ale te linijki poniżej i w tytule to nie nasz muzyk, to …

Cyprian Kamil Norwid

MOJA PIOSNKA

 POL. – I’ll speak to him again.
What do you read, my lord?…
HAM. – Words, words, words!
Shakespeare

Źle, źle zawsze i wszędzie
Ta nić czarna się przędzie:
Ona za mną, przede mną i przy mnie,
Ona w każdym oddechu,
Ona w każdym uśmiechu,
Ona we łzie, w modlitwie i w hymnie…

Nie rozerwę, bo silna,
Może święta, choć mylna,
Może nie chcę rozerwać tej wstążki;
Ale wszędzie – o! wszędzie,
Gdzie ja będę, ta będzie:
Tu w otwarte zakłada się książki,
Tam u kwiatów zawiązką,
Owdzie stoczy się wąsko
By jesienne na łąkach przędziwo:
I rozmdleje stopniowo,
By ujednić na nowo,
I na nowo się zrośnie w ogniwo.

Lecz, nie kwiląc jak dziecię,
Raz wywalczę się przecie.
Niech mi puchar podadzą i wieniec!…
I włożyłem na czoło,
I wypiłem, a wkoło
Jeden mówi drugiemu: “Szaleniec!!”

Więc do serca, o radę,
Dłoń poniosłem i kładę,
Alić nagle zastygnie prawica:
Głośno śmieli się oni,
Jam pozostał bez dłoni,
Dłoń mi czarna obwiła pętlica.

Źle, źle zawsze i wszędzie
Ta nić czarna się przędzie:
Ona za mną, przede mną i przy mnie,
Ona w każdym oddechu,
Ona w każdym uśmiechu,
Ona we łzie, w modlitwie i w hymnie.

Lecz, nie kwiląc jak dziecię,
Raz wywalczę się przecie;
Złotostruna nie opuść mię lutni!
Czarnoleskiej ja rzeczy
Chcę – ta serce uleczy!
I zagrałem…
…i jeszcze mi smutniéj.

Barataria 67 Mały krok czyli…

Lech Milewski

…żelazna stopa klasycznego baletu

Mała stopa? Czy to zapalony amator czy też przypadkowy gość w krainie klasycznego baletu już na wstępie natrafi na to nazwisko.

Sięgam po najbliższy przykład – na tym blogu, miesiąc temu, pojawił się wpis: Barataria 62 – balet bez Baratarii – KLIK. A tam, w pierwszych linijkach:
“Premiera: 26 grudnia 1869 w Wielkim Teatrze Moskiewskim (Bolshoi Theatre)
Nowe przygody Pana i Giermka czyli balet Don Kichot
Muzyka: Ludwig Minkus
Choreografia: Marius Petipa / Rudolf Nuriejew
Libretto: Marius Petipa, od 1900 roku Aleksander Górski…”.

Marius Petipa – to o nim tu mowa.
Don Kichot, Bajadera, Sen nocy letniej, Śpiąca królewna, Dziadek do orzechów, Jezioro łabędzie – lista jest długa. Praktycznie choreografia każdego liczącego się baletu klasycznego jest właśnie jego autorstwa.

Petipa – tak przywykłem do tego nazwiska, że nie zastanawiałem się nad jego pochodzeniem – Petipa, Mazepa – typowe nazwisko z rosyjsko-ukraińsko-polskiego pogranicza.

Dopiero kilka dni temu zerknąłem do wikipedii aby dowiedzieć się o nim czegoś więcej – KLIK.
Już pierwsze linijki postawiły mnie w stan alarmowy – “…urodzony w Marsylii francuski tancerz i choreograf“.

Francuz?
To zaowocowało drobną zabawą językową.
Peti-pa – toż to będzie po francusku petit pas – czyli tytułowy mały krok.

Uznałem, że warto zrobić większy krok i opisać wszystko po kolei…

Mariusz Petipa, a właściwie Victor Marius Alphonse Petipa, urodził się w Marsylii 11 marca 1818 roku. Jego ojciec, Jean Antoine Petipa, był jednym z najbardziej respektowanych w Europie baletmistrzów. Matka Mariusa, Victorina, była uznaną aktorką.
W 1824 roku rodzina przeprowadziła się do Brukseli, wówczas było to miasto w Królestwie Zjednoczonych Niderlandów, gdzie Jean Antoine został zaangażowany jako baletmistrz w Royal Theatre de la Monnaie.
6-letni wówczas Mariusz uczył się muzyki i próbował tańca. Początkowo niechętnie, ale wkrótce przekonał się do tej sztuki.
25 sierpnia 1830 roku w Brukseli wybuchła rewolucja. Jej rezultatem było utworzenie Belgii jako samodzielnego państwa. Skutkiem ubocznym było zamknięcie teatru, co dla rodziny Petipa oznaczało utratę pracy.

Petipa

Po dość długim okresie wyczekiwania przenieśli się do Bordeaux, gdzie Petipa senior znalazł pracę jako baletmistrz. W Bordeaux Marius zakończył swą edukację baletową i następnie został zatrudniony jako pierwszy tancerz w balecie w Nantes. Tam również stawiał swe pierwsze kroki jako choreograf.

W 1839 roku ojciec i syn udali się na występy do Stanów Zjednoczonych. Wyjazd był zupełnym niepowodzeniem – po pierwsze większość mieszkańców tego kraju nie wiedziała, co to jest balet, po drugie amerykański impresario zniknął z większą częścią zarobionych przez zespół pieniędzy.
Na szczęście artyści mieli wykupiony bilet powrotny do Nantes. Dobrze poinformowane źródła donoszą, że Marius tak oczarował pewną zamożną pasażerkę, że udało mu się dojechać w jej kajucie (i nie tylko) aż do Paryża.
W Paryżu wystąpił na scenie Comédie Française oraz w Paris Opera, gdzie jego starszy brat, Lucien Petipa, był pierwszym tancerzem.

W 1841 roku Marius wrócił do Bordeaux, gdzie też był zatrudniony jako pierwszy tancerz. Tam też zaczęła się jego kariera choreograficzna.

Kolejny etap to trzy lata pobytu w Hiszpanii, gdzie Marius Petipa znowu został zatrudniony jako pierwszy tancerz – w Królewskim Teatrze w Madrycie. Było to okazją do zaznajomienia się z hiszpańską muzyką i tańcem.
Kolejna oczarowana kobieta. Tym razem była to córka szlachetnie urodzonej damy. Tak niefortunnie się złożyło, że matka, owa szlachetnie urodzona dama, była kochanką hrabiego Lionela de Chabrillan i hrabia podejrzewał, że Petipa chce uwieść jego ukochaną.
Nie pomogły żadne tłumaczenia, hrabia wyzwał Petipę na pojedynek. Bezpośredni wynik pojedynku nie jest mi znany, pośredni wynik był taki, że pojedynki były w Hiszpanii zabronione i Petipie groziła sprawa sądowa. Szybko wrócił do Francji.

Nie na długo – Paryż – i déjà vu – kolejny romans – tym razem zdradzony mąż wyzwał Petipę na pojedynek.
Tego było już dosyć. Wyjście było oczywiste – wysłać kłopotliwego młodzieńca do Rosji.

Czerwiec 1847, Petersburg, to był doskonały czas – dyrektor Cesarskich Teatrów, hrabia Aleksander Gedeonow, poszukiwał właśnie tanecznego partnera dla primabaleriny Eleny Andreanowej. Wspólny występ w balecie Paquita zakończył się sukcesem.

W następnym roku do syna dołączył ojciec. Ich wspólne produkcje – balety Satanella, Giselle, Korsarz – sprawiły, że Cesarskie Teatry odzyskały dawny blask.

W 1850 roku Mariusowi Petipie urodził się syn – Marius Mariusowicz. Owoc nieformalnego, krótkotrwałego związku – matką chłopca była Marie Thérèse Bourdin.

Surowszczikowa

W 1854 roku Marius ożenił się z baleriną Marią Sergiejewną Surowszczikową. Mieli dwoje dzieci – Marię Mariusowną i Jeana Mariusowicza.

Mimo dużych sukcesów jako tancerz i choreograf Petipa przez długie lata nie mógł się przebić na pozycję baletmistrza. Stanowisko to piastowali kolejno Jules Perrot i Arthur Saint-Léon, który stał się jego głównym rywalem.
Pewien przełom nastąpił w roku 1862 – premiera przygotowanego przez Petipę baletu Córka Faraona była kolosalnym sukcesem. Petipa został mianowany drugim baletmistrzem.
Dopiero w 1871 roku, po zakończeniu kontraktu Arthura Saint-Léon, Petipa uzyskał należną mu pozycję pierwszego baletmistrza.

Wtedy też rozpoczął się złoty okres rosyjskiego baletu. Kompozytorem Cesarskich Teatrów został Ludwig Minkus – autor wspomnianego na wstępie Don Kichota.
W 1875 roku Petipa rozstał się ze swą żoną i poślubił o 36 lat od siebie młodszą balerinę Lubow Leonidowną Sawicką. Mieli sześcioro dzieci.
W 1881 roku nowy dyrektor Cesarskich Teatrów, Iwan Wsiewołożski, przeniósł siedzibę cesarskiego baletu z Wielkiego (Bolszoj) Kamiennego Teatru (nie mylić z Teatrem Bolszoj w Moskwie) do Teatru Maryjskiego.

To były najlepsze lata kariery Mariusa Petipy. Wsiewołożski zlecił mu opracowanie nowych choreografii do wcześniejszych baletów jak Paquita, Giselle, Coppelia, Córka źle strzeżona (La Fille mal gardée), Jezioro Łabędzie. Jednocześnie przyciągnął do współpracy Czajkowskiego, czego wynikiem były balety Śpiąca Królewna i Dziadek do orzechów.

Przy okazji napomknę, że w tym okresie na scenie pojawiła się znana nam już ze wspomnianego na początku wpisu – Matylda Krzesińska. Petipa doceniał jej umiejętności taneczne, ale prywatnie nie lubił jej, nazywał ją paskudną małą świnią. Być może uważał, że wykorzystuje ona swe dobre kontakty z otoczeniem cara.

Początek XX wieku.

Petipa

Mimo swych 82 lat Petipa nie zwalniał tempa pracy. Zmierzch kariery przyspieszyła jednak nominacja Władimira Teljakowskiego na stanowisko dyrektora Cesarskich Teatrów. Nie lubił on Petipy i starał się ograniczyć jego działalność.
Przełomowym momentem był balet Romans róży i motyla, w którym Petipa obsadził 14-letniego wówczas Wacława Niżyńskiego. Dwa tygodnie przed premierą Teljakowski odwołał przedstawienie, nie uprzedzając o tym Petipy. Jako powód podał wojnę rosyjsko-japońską.

Rozgoryczony Petipa zakończył pracę i w 1907 roku przeniósł się na zasłużony odpoczynek do Gurzuf na Krymie. Wiele czasu spędzał ze swoimi licznymi wnukami.
Zmarł w 1910 roku. W jego pogrzebie w Petersburgu uczestniczyło wielu wybitnych przedstawicieli rosyjskiego baletu. Dyrekcja Cesarskiego Teatru nie wysłała żadnego reprezentanta.

Ale skąd ta żelazna stopa w tytule?
Oczywiście google zaprowadziło mnie na anglosaskie manowce.

Wkrótce po podboju Anglii przez Normanów, rok 1066, nazwisko Petipa zostało wprowadzone na Wyspy jako właściwe dla osoby niezmordowanej w chodzeniu lub dla żołnierza, który utracił stopę na wojnie. Petipa to angielska wersja francuskiego słowa pedefer, lub pied de fer, czyli żelazna stopa“.
Po więcej szczegółów proszę kliknąć w poniższy obrazek.

Petipa

Źródła:
The Marius Petipa Society – KLIK.