Frauenclub Begine. Projekt Irena Bobowska.

Sonntag, 07.05.2023 15:00 Uhr

Ausstellung, Diskussion, Performative Lesung und Buchvorstellung

Die Botschaft der Pol*innen lädt ein: zu einer Diskussion mit Anna Krenz, Ewa Maria Slaska und Monika Wrzosek-Müller über die Erinnerungskultur in den deutsch-polnischen Beziehungen aus feministischer Sicht, einer Ausstellung über Leben und Werk von Irena Bobowska, einer performativen Lesung ihrer Gedichte und einer Präsentation des Buches „Die fehlende Hälfte der Geschichte”.

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Frauenblick auf Frauenliteratur und Frauenleben

Monika Wrzosek-Müller

Tove Ditlevsen

Drei schmale Bändchen und so viel Erfahrung, so viel Wissen über das Leben von Menschen, über sich selbst, so viel Erlebtes darin, aber vor allem so viel Sensibilität und Gefühl für Worte, Sätze, Sprache. Und ein Leben voller Brüche, Wendungen, Leid und Hoffnung. Erstaunlich, erstaunlich, dass wir/ich sie nicht schon längst entdeckt haben. „Kindheit“, „Jugend“ und „Abhängigkeit“, so die Titel der drei Bände, erschienen zuerst 1967, dazu noch der Roman „Gesichter“, 1968 auch in Kopenhagen veröffentlicht.

Autofiktionales Schreiben, oder ist das eher biografisches Schreiben? Auf jeden Fall bringt Ditlevsen Erlebtes und Erfundenes zusammen, die Fakten, auch die sehr intimen, sind mit Fantasiesträngen durchflochten. War denn ihre Kindheit in wirklich sehr ärmlichen Verhältnissen daran schuld, dass sie psychisch labil geworden war und daran zerbrach, oder war ihr dritter Ehemann der eigentlich Schuldige? Schon als kleines Mädchen lebte sie immer in ihrer eigenen Welt, stellte sich ganz viel vor, schrieb auch ganz früh Gedichte. Sie las auch viel, doch ihren Wunsch, Schriftstellerin, Dichterin zu werden, musste sie geheim halten. Sie fragte ihren Vater: “´Was bedeutet Kummer, Vater´? Ich war bei Gorki auf dieses Wort gestoßen und liebte es. Er überlegte lange, während er über seine gezwirbelten Schnurrbartenden strich. ´Das ist ein russischer Ausdruck´, antwortete er dann. ´Es bedeutet Schmerz, Elend, Trauer. Gorki war ein großer Dichter`. Ich sagte fröhlich: ´Ich möchte auch Dichter werden`! Er runzelte die Stirn und erwiderte: ´Bild dir bloß nichts ein. Ein Mädchen kann nicht Dichter werden´. Ich zog mich gekränkt und betrübt wieder in mich selbst zurück, während meine Mutter und Edvin über meinen abstrusen Einfall lachten. Ich schwor mir, nie wieder jemand anderem meine Träume zu verraten und hielt mich meine ganze Kindheit daran.“ Doch sie kämpfte ihr Leben lang dafür und bekam auch ihren Platz in der dänischen Literaturgeschichte, im Kanon der Schullektüre.

Apropos Lesekanon: Nebenbei habe ich das gut recherchierte Buch von Nicole Seifert über den unpassenden Begriff Frauenliteratur gelesen. Erstaunlich für mich, was sie über Deutschland berichtet; nur Droste-Hülshoff hat es in den Kanon der Schullektüre geschafft, es gibt keine anderen „vorzeigbaren und würdigen“ Autorinnen. Da könnte Deutschland von seinem Nachbarland Polen viel lernen; ich bin mit so vielen Schriftstellerinnen aufgewachsen, dass ich sie gar nicht aufzählen kann. Hier nur die wichtigsten: Konopnicka, Orzeszkowa, Zapolska, Łuszczewska und natürlich die Königin der Trivialliteratur Rodziewiczówna, dann Pawlikowska-Jasnorzewska, Nałkowska. Folglich ist es wenig verwunderlich, dass gerade zwei Polinnen, Szymborska und Tokarczuk, in letzter Zeit den Nobelpreis bekommen haben.

„Schreiben heißt, sich selbst auszuliefern“, sagte Ditlevsen in einem Gespräch, “sonst ist es keine Kunst. Man kann das verschleiern, aber letzten Endes schreibt man doch immer über sich selbst.“ All die kleinen aber feinen Momente aus ihrer „Seelenbibliothek“ schrieb sie irgendwann auf, zuerst in ihr Poesiealbum, später in ihr Tagebuch; da standen alle ihre Gedichte, Gedanken und Reflexionen, die sie fleißig notierte. Sie durfte nicht aufs Gymnasium, musste eine Stelle annehmen, obwohl sie sehr gerne weiter gelernt hätte. Trotz der vielen Widerstände beharrte sie darauf, ihren Weg zu gehen, zu schreiben. Darum hat sie auch ihren ersten Mann geheiratet, der zwei Jahre älter als ihre Mutter und dreißig Jahre älter als sie selbst war – um überhaupt einmal veröffentlicht zu werden und um mehr Bildung und an etwas mehr Wohlstand zu kommen. Irgendwann wollte sie auch ein Zimmer für sich allein, zum Schreiben haben; es hätte auch eine Dachkammer ohne Heizung gewesen sein können. „´Denk immer daran, dass es Schoffeur heißt´, sagt er, ´nicht Schafför, Französisch, nicht Kopenhagenerisch´. Die Bemerkung verletzt mich, und ich gerate in Wut auf meine Herkunft, meine Unwissenheit, meine Sprache, meinen völligen Mangel an Bildung und Kultur, diese Wörter, die ich kaum kenne.“

Tove Ditlevsen wurde 1917 in Kopenhagen geboren, starb 1976, erlebte schlimme Phasen der Alkohol-, und Medikamentenabhängigkeit. Sie nahm Drogen, wozu ihr dritter Mann sie verführt hatte. Er war Arzt und gab ihr Spritzen mit Pethidin, um sie an sich zu binden. Dabei war sie zu dieser Zeit eigentlich schon eine gestandene Schriftstellerin, die viel veröffentlichte und gut davon alleine hätte leben können. Doch die Wirkung der Drogen, die sie bekam, war für sie so entlastend, sie verlor sich in Träumereien, musste an nichts mehr denken, nichts mehr machen. Die Zustände nach den Drogeninjektionen versetzten sie in ein anderes Leben, sie hatte keine Schmerzen, keine Verantwortung, keine Verpflichtungen, sie beschrieb es so: „Schlapp und fern und selig sah ich zu, wie er Kaffee trank und Helle ihren Haferbrei zubereitete. Dann verabschiedete ich ihn ebenso dösig und glücklich, doch tief in meinem vernebelten Gehirn nagte eine leise Angst“. Sie wurde vollständig drogenabhängig und landete irgendwann in der Psychiatrie, im Krankenhaus. Dort eine Entwöhnungskur, die sie sehr ehrlich beschreibt. Das Buch endet positiv, sie trennt sich von dem Mann, findet einen neuen: „Ich war von meiner jahrelangen Abhängigkeit geheilt, aber noch heute erwacht die alte Sehnsucht manchmal ganz leise in mir, wenn ich mir Blut abnehmen lasse oder an der Apotheke vorbeigehe. Sie stirbt nie ganz, solange ich lebe“.

Im wirklichen Leben verlief das etwas anders, bereits neun Jahre nach Erscheinen der autobiografischen Romane starb sie an einer Überdosis an Schlaftabletten, doch schon zwei Jahre vorher hat sie einen Suizidversuch gemacht. Die Beziehung zu ihrem letzten, ihrem vierten Mann Victor Andreasen scheint die beste und glücklichste gewesen zu sein. Trotzdem war der Mangel an Geborgenheit und Sicherheit, die unendliche Einsamkeit seit der Kindheit stärker als ihr Erfolg, der Mangel führte zu Depressionen, zur Schlaflosigkeit, sie versuchte damit zu kämpfen, indem sie immer mehr Tabletten konsumierte, immer mehr Alkohol trank und letztlich Drogen nahm; geholfen hat ihr das alles nicht. In ihren Aufzeichnungen finden wir aufschlussreiche Sätze: „Mit niemanden kann man seine heimlichsten Gedanken teilen. Mit dem Wichtigsten auf der Welt ist man allein. Es ist eine ewige Bürde und eine leise Freude, dass dich niemand dort erreicht und du niemanden hereinlässt.“

Sie fand in den Kanon der Schullektüre in Dänemark, wird auch gelesen und von jungen Leuten besprochen. Inzwischen gilt sie als Wegbereiterin für viele Autorinnen und Autoren, so für Anni Ernaux, für viele englische, aber auch deutsche Schriftstellerinnen und ihr autofiktionales Schreiben. Inwieweit das Schreiben sie befreit hat, denn sie schrieb offen und direkt über ihr Leben; was die Ursache für ihren frühzeitigen Tod war, werden wir nicht erfahren.

I Bóg stworzył kobietę

Tabor Regresywny

Bóg stworzył kobietę, by była mężczyźnie pomocą. Wokół tej sprawy narosło wiele nieporozumień. Najwyższy czas sprawę wyjaśnić.

W pierwszej kolejności chodziło o jabłko. Gdyby nie pomoc kobiety mężczyźni do dziś by się zastanawiali, zerwać czy nie zerwać. A tak, dzięki kobiecie, mamy sprawę za sobą i dumnie kroczymy drogą postępu cywilizacyjnego, nie zdając sobie sprawy, że bez pomocy kobiet już dawno byśmy spoczęli na laurach.

Wymyśl coś, bo już nie mam siły nosić tych tobołków. I mężczyzna wymyślił koło.

Kolumb szybko by zawrócił i nie odkrył Ameryki gdyby nie awantura w domu.

Dziś, gdy widać wyraźnie, że nauka służy technice, a technika służy miernotom do inwigilowania, manipulowania i w końcu, okradania nas w majestacie prawa, czas na radykalną zmianę.

Coś mi są zdaje, że bez pomocy kobiet, bez ich determinacji a może i zbawiennej niefrasobliwości nie wyjdziemy z tej matni. Pozostanie nam tylko odpowiedzieć sobie na pytanie – po co nam to było?

Ogłoszenie:

Zatrudnię cztery kobiety, młode w każdym wieku.
Wynagrodzenie: 50% tego, co znajdziemy w drodze (bez szukania) + 50% tego, co ludzie dadzą (bez proszenia).

Chodzi o to, że Idea Marszu dla Odry w celu przyznania rzece osobowości prawnej jest bardzo konkretna, ale mogą wystąpić trudności. Nad organami wymiaru sprawiedliwości „Baratarii” ciąży klątwa, co czyni je niezdatnymi do użycia. Widać to gołym okiem.


Tak się złożyło, że Ewa Maria znalazła trzy pesos kubańskie i tradycyjnie przeznaczyła je dla mnie na honorarium autorskie Czując się odpowiedzialny za klątwę która wisi nad organami (Marek Włodarczak Klątwa) postanowiłem przeznaczyć to honorarium na realizację celów Marszu dla Odry.

Banknot o nominale trzy pesos kubańskie nie przedstawia jakiejś istotnej wartości nominalnej, ale ma potencjalną wartość magiczną. No i właśnie tę wartość magiczną chciałem przeznaczyć na cele marszu. Dobrze by było jeszcze podnieść tę wartość magiczną. Na notowania walut można wpłynąć spekulacjami. Podobnie jest z wartościami magicznymi, też można je podnosić spekulacjami.

Umówiliśmy się z Ewą Marią, że przekazanie honorarium nastąpi na jednym z mostów na Odrze między Brandenburgią a Ziemią Lubuską. By jeszcze bardziej podkręcić wartość, chciałbym tam przywędrować Taborem Regresywnym. Obecnie na Tabor Regresywny składają się trzy wozy. Sam ich nie uciągnę. I właśnie po to chcę zatrudnić cztery kobiety młode w każdym wieku. Zakwaterowanie po dwie w każdym wozie. WC, prysznic i kuchnia polowa jadą z nami. A przy sprzyjających wiatrach będzie się działo.


PS od Adminki:

Pierwsze enuncjacje na temat tego, co to jest Tabor Regresywny znalazły się na tym blogu TU. Zainteresowanych zachęcam jednak do poczytania – kolejno lub na chybił trafił – również innych wpisów Marka Włodarczaka, który wytępuje tu również jako właśnie Tabor Regresywny. Są więc dwa tabory – tabor ksywka i tabor wozy-łodzie, wędrujące po Europie, a poruszane siłą mięśni człowieka, często samego Marka. Ale są też i inne osoby, które prowadziły tabor z domu w świat i ze świata do domu.

Wiosenne przebudzenie

Teresa Rudolf

***

Kwiaty prawie już otwarte
na razie ślepe,
wciąż w pąkach, boją się
pokazać światu…

…człowiek czyha 
na ich piękno, 
by kraść im 
zapach
kolor…

…i zdobić
się nimi.

***

Jeżyk mały
świeci nagością,
bezbronny na dotyk
nim obronią go kolce.  

Nie pozna 
nigdy pieszczoty
przytulenia,
ale też i bólu?

***

Źrebak stoi już
na świeżo urodzonych,
do galopu silnych nogach,
niecierpliwie wyczekanych…

… o medalach
dużym biznesie,
marzy “stwórca” koni.

***

***

Słychać krzyk
przyjścia na świat
człowieczego dziecka, 

ach, ach, ach,

będzie lekarzem 
księdzem, piłkarzem
adwokatem, piosenkarzem…

…każdym.

Świat czeka na niego,
a on ciekawy świata,

zrobi ze sobą i z nim
co zechce…

…jest wolny 
do codziennego 


…błysku,
samoobrony…
też i…
zagłady…

i samozagłady.

***

Już wiosna,
opętana zapachem
odurza, obiecuje,

uwodzi grzechem
zapominania
o odejściu.

I odejdzie
jak przyszła, 
(wybije jej dzwon)

rozrzucąjąc 
obietnice zmian
jak liście…

zmuszone
umrzeć 
dla jesieni.

Albatros

Anna Dobrzyńska

Nad wielkim, spokojnym bez fal oceanem
Słoneczko się budzi i świeci nad ranem
Odbija się, błyska w kropelkach i w toni
Powoli czas płynie, nie nagli, nie goni

Na wodzie – pływa albatros ospale
I choć lataniem nie zmęczył się wcale
Podziwia widnokrąg i niebo w tej przerwie
Gdy wiatr znów zawieje do lotu się zerwie

Nagle – horyzont gwałtownie się chmurzy
Chyba już dawno nie było tu burzy…
Szarawo się robi i ciemno dokoła
Albatros spokojny, on burzy podoła

Fale wzrastają, obłędnie kołyszą
Wiatr hula a ptaki to czują i słyszą
Dla albatrosa to czas by w przestworza
Wzbić się leciutko, oderwać od morza

Prostuje swe skrzydła olbrzymie, strzeliste
I z góry spogląda na wody faliste
Przy mocnej nawale i silnym podmuchu
On leci bez trudu, zastygły w bezruchu

Gdy wieje, albatros się czuje wspaniale
I dziobem się wbija pod ogromną falę
Swym żółtym i mocnym, jak hak zgiętym dziobem
Kalmara w lot chwyta, wypływa nad wodę

Albatros w locie oczy przymyka
Zasypia w powietrzu, kalmara połyka
Dla niego podniebie to wolność i życie
Usiądzie na wodzie gdy znów będzie ciszej

Gender in der Kirche

Für alle in und aus Polen, die wissen, was die Polnische Katholische Kirche aus diesem Wort macht, nämlich Sünde und Schande, wird dieser Text hier reprinted, um zu ziegen, dass selbst Katholische Kirche mit dem Thema anders umgehen Kann: Offen!

Sera Renée Zentiks

Was bedeutet Gender überhaupt?

Die Begriffe Gender bzw. Gender Studies werden immer öfter gehört und gelesen, aber was bedeuten diese Begriffe überhaupt?

Gender Studies analysieren das Geschlechterverhältnis respektive die Geschlechterverhältnisse als strukturierte wie strukturierende Bedingungen menschlicher Gemeinschaften und Gesellschaften. Dabei unterscheiden sie zwischen dem biologischen Geschlecht (sex) und dem gesellschaftlich-Kulturell konstruierten Geschlecht (gender).
Der Fokus liegt auf Fragen nach der Geschlechterhierarchie, das heißt der Ungleichheit der Geschlechter oder der Geschlechterdifferenz, der Geschlechterrollen und -stereotypen, mithin der Geschlechtsidentität(en), wie sie sich unter verschiedenen soziokulturellen und historischen Bedingungen ausformen oder eben ‚konstruieren‘. Gender Studies betrachten also nicht allein die Rolle der Frau bzw. von Frauen in der patriarchalen Gemeinschaften/Gesellschaften, sondern untersuchen die Rollen beider Geschlechter in dem jeweils vorherschenden Normensystem. das die unterschiedlichen Rollen, Positionen, Młglichkeiten und die Macht bestimmt, die jedem Geschlecht zuerkannt wird. Mittels der Sozialisation werden verschiedene Rollen und Normen eingeübt und verinnerlicht. Durch gesellschaftliche Praktiken (z.B. Verhaltensweisen, Gewonheiten) werden die Geschlechtsidentitäten und Geschlechtszugehörigkeiten immer wieder hergestellt.

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Migawki losu człowieka 

Teresa Rudolf

***

Jedna ręka w chmurach,
druga w dalekiej pamięci,
jedna noga już w marszu,
druga wciąż na progu domu.

***

Czymż jest tęsknota?
Co i ile w sobie mieści?
Zbliża, czy może oddala?
A do kogo, za czym, po co?

***

Odwracasz się wstecz, 
widzisz ślady własnych stóp,
a  gdy do przodu patrzysz, 
gęstą jak jogurt grecki mgłę.

***

Wiosna 
wpada na chwilę,
szeleści zieloną 
suknią
budząc cieniutką 
nadzieję, 
przez byle wiatr 
dziurawą.

***

Jutro znów
porankiem
się otworzy,

godzinami
wystukane

ciemnym
wieczorem
zamknie.

Słychać już
przesuwanie
paciorków

liczydła
życia…

na…
wczoraj.

Do you ear me?

Or how to meet your themes on metro?

Ewa Maria Slaska

I saw her in metro. She had flowers in a paper matching her jacket.

We started to speak with each other. We had only three minutes. I had to go out on the next stop. She show me her feministic earings.

I am doing it. It is me. I am from Paris. Living now in Berlin. Do you know any shop interested in selling it? I am on Instagram.

https://www.doyouearme.fr/ https://www.instagram.com/doyouearme_fr/

Well. Me too.

It is very easy.

So, do I know any shop interested in selling / buying feministic earings?

Spotkania ze sobą

Teresa Rudolf

Kiedy sobie siedzę na takiej ławeczce, nad rzeką płynącą spokojnie, wtedy my obie wiemy, że bywa też inaczej; może się nagle wszystko zmienić; ona może wyjść z brzegów, lub odwrotnie może też całkiem zniknąć, wysuszona na kamień.

A człowiek?
Podobnie, też ma swoje brzegi, lub okresy suszy…
Musi się bronić, lub poddać walkowerem.
I tak oto obie sobie płyniemy…

Piękny kwiat potrafi udekorować 
nawet najbardziej surowe podłoże;
stare mury, stare domy, skały, brzegi rzek, kamienie, piasek…
Rzadko przebije się  jednak przez betony miast… Smutne.

Natura wie instynktownie wszystko
o pięknie koloru, formy, zapachu…
Wie i chętnie dzieli się…
Jest absolutnie bezkonkurencyjnie
“wielowymiarowa” i wielkoduszna.

Cienie na niektórych zdjęciach,
to jakby sytuacyjnie towarzyszące “duszki”,
pozostawiające po sobie 
zniekształcone, ale piękne  odciski.

Każdy przypadkowo “napotkany” dom
otoczony ogrodami, drzewami, sezonową przyrodą,
może być dla kogoś równie przypadkowego inspiracją
do napisania bajki, powieści (romansu, lub kryminału), wiersza
lub do namalowania obrazu. 

Obcość tego objektu może być
fascynującą tajemnicą, zachwytem, czasem wzruszeniem, różnie… 
Połączenie dzieła jednego człowieka, z fantazją innego.

Ach, tymi schodkami prosto przez góry, do nieba!
A kiedyś dawno temu, przypomina mi się,
że  pojechał ktoś “windą do nieba”…

Frauenblick auf Tár

Monika Wrzosek-Müller

Gedanken zum Film Tár

Eigentlich wollte ich über Cate Blanchett schreiben, die man letztens oft im Film sah, aber auch im deutschen Fernsehen. In einem Live-Interview der ARD saß sie der bekannten Moderatorin Sandra Maischberger auf dem Sessel gegenüber. Auch bei der Oskar-Verleihung fehlte sie nicht. Ich bewundere sie sehr, ihren Stil, ihre Anmut, Coolness und ihr professionell wirklich fantastisches Spiel – jetzt gerade wieder in dem langen Film Tár. Trotzdem gehen meine Gedanken nach dem Film in eine andere Richtung.

Immer öfter denke ich darüber nach, was für eine Welt wir uns aufgebaut haben, wie werden die Generationen nach uns leben müssen. Es geht mir sogar weniger um die Klimakatastrophe als um die Welt des Geldes, obwohl diese Welten erstaunlich eng zusammenhängen; es handelt sich eher um die Welt der Habgier, der horrenden Ungleichheit der Menschen in allen Lebensbereichen. Das haben wir alles selbst hervorgebracht, selbst gewollt, bei der Entwicklung zugesehen, sie zugelassen.

Warum komme ich gerade bei diesem Film (bei Tár) auf solche Gedanken? Eigentlich verbindet man die Kunst (im Film geht es um die Musik) nicht mit Ungleichheiten und Bevorteilung, sondern mit Talent, Hingabe, Fleiß und (etwas) Glück. Doch was mich beim Ansehen von Tár am meisten beeindruckt hat – neben dem hervorragenden Spiel von Blanchett – das war die Einsicht, wie abgehoben die Welt der Dirigenten und ihrer gottgleichen Stellung in der Welt der Musik ist; sie wird hier wie ein Epizentrum der Macht dargestellt. Wir erleben, wie eine relativ junge Frau als Chefdirigentin der Berliner Philharmonie berufen und damit mit Geld und Privilegien überhäuft wird. Sie fährt sofort einen grotesk großen Porsche, bekommt ein zweites Luxus-Appartement, wird eingekleidet von einem Herrenausstatter, bekommt maßgeschneiderte Hemden, einen Smoking; die Szenen bei dem „Maßschneider“ Egon Brandstetter in Berlin-Wedding sind sehr gelungen, er spielt sozusagen sich selbst. Vielleicht konnte er von diesen Szenen sogar als Werbung für sein Atelier profitieren. Lydia Tár, die Stardirigentin, fliegt im Privatjet nach New York, nur um am nächsten Tag bei der Orchesterprobe dabei sein zu können. Wohl ganz zu schweigen von der Gage, die sie monatlich bezieht. Was ihr dann zustößt, ist offenbar auch durch die Überhöhung ihrer Position sozusagen vorprogrammiert. Die Umstände formen die Menschen im Guten wie im Schlechten. Natürlich ist sie noch dazu so schön, so cool, aber lesbisch und zu scharf, und sie verlangt von anderen wahrscheinlich zu viel. Sie hat ihre ganz präzisen Vorstellungen von ihrer Interpretation der Partitur, ihre ganz eigene Sicht der Musik. Die Welt des Orchesters mit ihren Problemen existiert aber genauso, und sie ist für die Musik, die wir zu hören bekommen, vielleicht sogar noch wichtiger als die des Dirigenten.

Mich hat das immer wieder abgestoßen und verwundert: die Erzählungen über die Unverschämtheiten von Dirigenten wie Karajan, Barenboim oder anderen und wie alle das ausgehalten und still hingenommen haben. Wieviel Raum, wieviel Macht darf so ein Genie bekommen, vielleicht auch ausnutzen, davon handelt der Film. Von einem Bekannten, selbst Orchestermusiker, hörte ich aber auch, dass gut eingespielte Musiker die DirigentInnen wenig bis gar nicht brauchen, kann das denn stimmen? Im Film wird die Erinnerung an diese männlichen, patriarchalischen Dirigenten in den Szenen festgehalten, in denen das Vorspielen der KandidatInnen für einen Platz im Orchester hinter einem Vorhang stattfindet. So kamen damals auch die Frauen zu einer Einstellung, vielleicht auch Ausländer. In Tár wird die Bedeutung des Vorhangs heruntergespielt, gar verlacht, denn der Vorhang ist zu kurz und man sieht deutlich die Schuhe des Kandidaten; also doch durchschaubar, wer gerade vorspielt. Und siehe da: die junge, coole, exzellente Dirigentin macht sich das zunutze.

Jemand hat mir gesagt, das sei ein Film über Aufstieg und Fall von Stars in künstlerischen Berufen, über ihren Platz, ihre Privilegien und manchmal auch ihren Anteil an Macht; es könnte sich genauso um ArchitektInnen, MalerInnen oder gefeierte SchriftstellerInnen handeln. Doch ich denke, die Stellung eines Chefdirigenten ist schon etwas besonders. Er herrscht über andere KünstlerInnen, soll ein absolutes Gehör haben und, was wahrscheinlich noch wichtiger ist, ein Charisma, das ihm eben erlaubt über die anderen zu herrschen – um der Musik willen. Das ist hier wirklich die große Frage.

Erstaunlich unterschiedliche Meinungen hörte ich zu dem Film, aber zugleich immer und wirklich immer wieder die große Begeisterung für das Spiel von Cate Blanchett. Manche sahen sie als Inbegriff des Bösen, Überheblichen, andere als Opfer der komplizierten Welt der Musiker, der Musik, des Kampfs um Machtpositionen. Auf jeden Fall wird ihr Abstieg, ihr Fall richtig schockierend dargestellt; ihre Verbissenheit, fast Besessenheit, mit der sie sich in der Welt der Musik zu behaupten versucht, weckt aber auch Bewunderung. Andererseits, was sonst blieb ihr übrig? ihr Elternhaus existierte nicht mehr, sie stammte aus sehr bescheidenen Verhältnissen und arbeitete sich allein durch Disziplin und harte Arbeit hoch. Manche fanden gar, dass sie verrückt geworden sei und dass die letzten Szenen aus Asien sich vielleicht in ihren Träumen abgespielt hätten. Hinweise auf ihre übergroße Sensibilität für Geräusche finden sich in vielen Szenen, ebenso wie auf ihre übermäßige Nervosität.

Der Film zeigte deutlich, wie schwer es für eine Frau ist, in der ehemaligen Welt der Männer zu bestehen, sich zu positionieren und eine Stellung zu behaupten, daneben eine Beziehung zu pflegen, ein adoptiertes Kind als Mutter-Vaterfigur zu betreuen. Es wird schließlich erwartet, dass eine Frau sich anderer Mechanismen bedient, um an der Macht zu bleiben. So etwa lautete die Frage der deutschen Journalistin, doch darauf antwortete Blanchett sinngemäß: warum glaubt man, die Frau müsse mitfühlender, toleranter, besser, sanfter und anders agieren als der Mann? Sie wolle doch auch ihre Rolle, ihre Karriere, ihre Machtposition behaupten.

Auf jeden Fall finde ich den Film sehenswert, die kontroversen Meinungen, Sichtweisen darüber zeigen deutlich, dass er einen Nerv getroffen hat und uns auf vielen Ebenen berührt.