nie pytaj się o apokalipsę – nastąpiła ona jak zwykle wczoraj dzisiaj budzi się jak zawsze w ruinach snu i jak pierwiosnek rozkwita w każdej szczelinie pamięci
wiersz
wiersz to bursztyn na fali czasu
życiorys polaka przeciętnego (od kolebki do usranej śmierci)
1. hydra 2. centaury 3. palenie wołomontowicz 4. obrona jasnej góry 5. sprzątanie stajni augiasza 6. uderzenie w kalendarz
sportnachrichten im kampf der minarette und nordmanntannen versus grotten mit feuchtgebieten stellen wir augenblicklich ein unentschieden fest peitsche als devotionalie einer vergangener epoche hängt an der wand heute ist die zeit der elekronischen fussfesseln und digitalen scheiterhaufen jetzt kämpfen die avatare die schlachten für uns auch liebe und hass werden virtuell und nur noch per knopfdruck
Reblog: Der Beruf des Fotografen ist gewissermaßen meine Mission
Die Personale „Chris Niedenthal“ im Warschauer Haus der Begegnungen mit der Geschichte zeigt 200 seiner Fotografien aus fünf Jahrzehnten.
Chris Niedenthal hat mehrere hunderttausend Fotos gemacht, doch eine seiner berühmtesten Aufnahmen „verdankt“ er dem Kriegsrecht, das am 13. Dezember 1981 in Polen verhängt wurde. Am Tag darauf fuhr der Fotoreporter mit einem Bekannten durch die fast menschenleeren und vom Militär patrouillierten Straßen Warschaus. Neben dem Kino Moskwa, auf dessen Fassade ein Banner mit der Reklame des Antikriegsfilms Apocalypse Now in der Regie von Francis Ford Coppola hing, stand ein Scott Panzer, aus dem Soldaten ausstiegen. Diese Fotografie von Niedenthal ist das wohl am meisten zitierte Bilddokument der damaligen Zeit, ihre düstere und zugleich tragikomische Metapher, über die der Autor schrieb:
„Für mich symbolisiert dieses eine Bild das ganze Kriegsrecht. Aber damals hatte ich keine Ahnung, dass ich etwas so Wichtiges mache: Eine Ikone für die Polen.“
Kolonialismus ist jetzt in aller Münde. Leider vor allem der “da weit weit weg”. Zeitlich und geografisch weit weg. So ist es viel bequemer. In einer Broschüre der BPP (Bundeszentrale für Politischer Bildung) zu diesem Mode-Thema (Informationnen zur politischen Bildung/izpb Nr. 336 vom 3/2018) schreibt die Autorin des Heftes, Prof. Dr. Gabriele Metzler wie folgt:
Der Schwerpunkt liegt dabei auf Westeuropa. Aus Gründen des Umfangs müssen die größen europäischen Kontinentalimperien Russland und die Habsburgermonarchie (…) ausgeblendet bleiben.
OK, BPB hatte keinen Zeit und Raum für dieses Thema. Schade. Hier auf diesem Blog lade ich ein, über Kolonialismus Russlands und Deutschlands IN EUROPA zu schreiben. Nicht nur wissenschaftlich. Prosa und Poesie, Film, Musik, Kunst sind gleichberechtigte Ausdrucksformen.
Ich werde versuchen ein Projekt zu diesem Thema zu starten, eine Aktion, eine Ausstellung, ein Buch.
Macht mit.
Redakcja / Ewa Maria Slaska
“ӨМӘ”
Ausstellung zu russischem Kolonialismus
Yiliia Katchypina
11.03. – 29.05.2023 Ort Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, Berlin-Kreuzberg
Öffnungszeiten So – Mi 10:00 – 20:00 Uhr Do – Sa 10:00 – 22:00 Uhr
Eintritt frei
Sprache(n):
Deutsch
Englisch
Veranstalter_in: neue Gesellschaft für bildende Kunst
In russland** leben Menschen aus 185 verschiedenen ethnischen Gruppen. Trotzdem gilt das Land, gerade im Westen, nach wie vor als „weiß“. Obwohl ethnische Minderheiten in der Geschichte russlands gewaltsam unterdrückt wurden und von ethnischen Säuberungen bis hin zum Genozid betroffen waren, wird Kolonialismus nicht nur vom russischen Regime, sondern auch von großen Teilen der Opposition im Land häufig als westlicher Import gesehen. An die Stelle einer Aufarbeitung der russischen Kolonialgeschichte tritt die Erzählung russlands als antikolonialer und antiimperialistischer Macht, die seit dem Überfall russlands auf die Ukraine auch zentraler Bestandteil der Kriegspropaganda ist.
Die Ausstellung Өмә ([öme]; baschkirisch für „kollektive Selbsthilfepraktiken“) macht deutlich, dass der aktuelle Krieg gegen die Ukraine wie auch die Annexion der Krim 2014 nicht isoliert von der Geschichte russlands betrachtet werden können, sondern die Fortsetzung einer historischen Kontinuität des russischen Imperialismus darstellen. Während seit Kriegsbeginn ukrainische Positionen zu Recht oftmals im Vordergrund standen, möchte Өмә daher nun dem antikolonialen Widerstand in russland mehr Platz einräumen.
Dazu versammelt die Ausstellung rund dreißig künstlerische Positionen von Mitgliedern indigener Gemeinschaften sowie von Künstler_innen mit multiethnischer und migrantischer Identität aus russland. Sie zeichnen das Bild russlands als Kolonialmacht, die sich nur durch Vertreibung, Zwangsassimilierung, Christianisierung, Russifizierung und Extraktivismus innerhalb ihrer heutigen Grenzen konstituieren konnte.
Da das Bild eines weißen russlands nicht nur vom Regime, sondern auch von der – ebenfalls mehrheitlich weißen – russischen Opposition aufrechterhalten wird, konnten sich dekoloniale Bewegungen, die nach dem Zerfall der Sowjetunion entstanden, nie durchsetzen. Nicht zuletzt deshalb möchte Өмә antihegemonialen Theirstories Gehör verschaffen und mit Methoden der Autoethnografie sowie durch die Aktivierung von Archiven ein komplexeres Russlandbild schaffen. Damit positioniert sich die Ausstellung im historischen und politischen Kontext andauernder kolonialer Expansion und Gewalt.
Ein Projekt der nGbK in Kooperation mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.
Künstler_innen: Altan Khaluun Darkhan, appak, Ars Kerim, BaderNisa, Balapan, Gilyana Mandzhieva, Gul Altyn, Gul Zeile, Insaya, iskandaria kukchachak, Keto Gorgadze, klöna, Ksti Hu, Medina Bazarğali, Neseine Toholya, norma, Patimat Partu, Polina Osipova, Ptuška, Sanjin Jirgal, sn, Tegryash, Qalamqas, qodiriy, Victoria Sarangova, YumKai, ᠰᠶᠦᠷᠧᠠᠯᠢᠶᠠ, MU collective, Never Odd or Even, un|rest group
nGbK-Arbeitsgruppe: FATA collective
** Mit ihrer Entscheidung, das Substantiv „russland“ und damit zusammenhängende Eigennamen nicht groß zu schreiben, wollen die Kurator_innen der Ausstellung ihre Unterstützung für die Menschen in der Ukraine zum Ausdruck bringen.
Was ich von der Ausstellungs denke? Es ist ANDERS. Das scheint mir das Wichtigste dabei. Es ist anders, es gibt viele sanfte Menschen, Frauen, Kinder, Musik. Es gibt Haus und Heimat, Essen, Kochen, Sticken, Nähen, Schlafen, Lieben. Textilien und nicht nur Texte. Und es ist so ungewöhnlich, plötzlich all diese Menschen zu sehen, von denen wir bis jetzt nichts wußten – Buryaten, Tschuktschen, Tschetschenen, Bashkiren, Kasachen, Tataren – alle diese Völker, die Mal von Russland eingenommen wurden und bis jetzt große, schweigende, vergessene Teile des russischen Imperiums sind. Wir sehen die größen Volker, größe Nationen – die Ukrainer, die Weißrussen und natürlich die Russen selbst. Die kleinen sind so weit weg, so marginalisiert und plötzlich sind sie alle da. So viele, so sanft und doch so hart.
Eigentlich wollte ich über Cate Blanchett schreiben, die man letztens oft im Film sah, aber auch im deutschen Fernsehen. In einem Live-Interview der ARD saß sie der bekannten Moderatorin Sandra Maischberger auf dem Sessel gegenüber. Auch bei der Oskar-Verleihung fehlte sie nicht. Ich bewundere sie sehr, ihren Stil, ihre Anmut, Coolness und ihr professionell wirklich fantastisches Spiel – jetzt gerade wieder in dem langen Film Tár. Trotzdem gehen meine Gedanken nach dem Film in eine andere Richtung.
Immer öfter denke ich darüber nach, was für eine Welt wir uns aufgebaut haben, wie werden die Generationen nach uns leben müssen. Es geht mir sogar weniger um die Klimakatastrophe als um die Welt des Geldes, obwohl diese Welten erstaunlich eng zusammenhängen; es handelt sich eher um die Welt der Habgier, der horrenden Ungleichheit der Menschen in allen Lebensbereichen. Das haben wir alles selbst hervorgebracht, selbst gewollt, bei der Entwicklung zugesehen, sie zugelassen.
Warum komme ich gerade bei diesem Film (bei Tár) auf solche Gedanken? Eigentlich verbindet man die Kunst (im Film geht es um die Musik) nicht mit Ungleichheiten und Bevorteilung, sondern mit Talent, Hingabe, Fleiß und (etwas) Glück. Doch was mich beim Ansehen von Tár am meisten beeindruckt hat – neben dem hervorragenden Spiel von Blanchett – das war die Einsicht, wie abgehoben die Welt der Dirigenten und ihrer gottgleichen Stellung in der Welt der Musik ist; sie wird hier wie ein Epizentrum der Macht dargestellt. Wir erleben, wie eine relativ junge Frau als Chefdirigentin der Berliner Philharmonie berufen und damit mit Geld und Privilegien überhäuft wird. Sie fährt sofort einen grotesk großen Porsche, bekommt ein zweites Luxus-Appartement, wird eingekleidet von einem Herrenausstatter, bekommt maßgeschneiderte Hemden, einen Smoking; die Szenen bei dem „Maßschneider“ Egon Brandstetter in Berlin-Wedding sind sehr gelungen, er spielt sozusagen sich selbst. Vielleicht konnte er von diesen Szenen sogar als Werbung für sein Atelier profitieren. Lydia Tár, die Stardirigentin, fliegt im Privatjet nach New York, nur um am nächsten Tag bei der Orchesterprobe dabei sein zu können. Wohl ganz zu schweigen von der Gage, die sie monatlich bezieht. Was ihr dann zustößt, ist offenbar auch durch die Überhöhung ihrer Position sozusagen vorprogrammiert. Die Umstände formen die Menschen im Guten wie im Schlechten. Natürlich ist sie noch dazu so schön, so cool, aber lesbisch und zu scharf, und sie verlangt von anderen wahrscheinlich zu viel. Sie hat ihre ganz präzisen Vorstellungen von ihrer Interpretation der Partitur, ihre ganz eigene Sicht der Musik. Die Welt des Orchesters mit ihren Problemen existiert aber genauso, und sie ist für die Musik, die wir zu hören bekommen, vielleicht sogar noch wichtiger als die des Dirigenten.
Mich hat das immer wieder abgestoßen und verwundert: die Erzählungen über die Unverschämtheiten von Dirigenten wie Karajan, Barenboim oder anderen und wie alle das ausgehalten und still hingenommen haben. Wieviel Raum, wieviel Macht darf so ein Genie bekommen, vielleicht auch ausnutzen, davon handelt der Film. Von einem Bekannten, selbst Orchestermusiker, hörte ich aber auch, dass gut eingespielte Musiker die DirigentInnen wenig bis gar nicht brauchen, kann das denn stimmen? Im Film wird die Erinnerung an diese männlichen, patriarchalischen Dirigenten in den Szenen festgehalten, in denen das Vorspielen der KandidatInnen für einen Platz im Orchester hinter einem Vorhang stattfindet. So kamen damals auch die Frauen zu einer Einstellung, vielleicht auch Ausländer. In Tár wird die Bedeutung des Vorhangs heruntergespielt, gar verlacht, denn der Vorhang ist zu kurz und man sieht deutlich die Schuhe des Kandidaten; also doch durchschaubar, wer gerade vorspielt. Und siehe da: die junge, coole, exzellente Dirigentin macht sich das zunutze.
Jemand hat mir gesagt, das sei ein Film über Aufstieg und Fall von Stars in künstlerischen Berufen, über ihren Platz, ihre Privilegien und manchmal auch ihren Anteil an Macht; es könnte sich genauso um ArchitektInnen, MalerInnen oder gefeierte SchriftstellerInnen handeln. Doch ich denke, die Stellung eines Chefdirigenten ist schon etwas besonders. Er herrscht über andere KünstlerInnen, soll ein absolutes Gehör haben und, was wahrscheinlich noch wichtiger ist, ein Charisma, das ihm eben erlaubt über die anderen zu herrschen – um der Musik willen. Das ist hier wirklich die große Frage.
Erstaunlich unterschiedliche Meinungen hörte ich zu dem Film, aber zugleich immer und wirklich immer wieder die große Begeisterung für das Spiel von Cate Blanchett. Manche sahen sie als Inbegriff des Bösen, Überheblichen, andere als Opfer der komplizierten Welt der Musiker, der Musik, des Kampfs um Machtpositionen. Auf jeden Fall wird ihr Abstieg, ihr Fall richtig schockierend dargestellt; ihre Verbissenheit, fast Besessenheit, mit der sie sich in der Welt der Musik zu behaupten versucht, weckt aber auch Bewunderung. Andererseits, was sonst blieb ihr übrig? ihr Elternhaus existierte nicht mehr, sie stammte aus sehr bescheidenen Verhältnissen und arbeitete sich allein durch Disziplin und harte Arbeit hoch. Manche fanden gar, dass sie verrückt geworden sei und dass die letzten Szenen aus Asien sich vielleicht in ihren Träumen abgespielt hätten. Hinweise auf ihre übergroße Sensibilität für Geräusche finden sich in vielen Szenen, ebenso wie auf ihre übermäßige Nervosität.
Der Film zeigte deutlich, wie schwer es für eine Frau ist, in der ehemaligen Welt der Männer zu bestehen, sich zu positionieren und eine Stellung zu behaupten, daneben eine Beziehung zu pflegen, ein adoptiertes Kind als Mutter-Vaterfigur zu betreuen. Es wird schließlich erwartet, dass eine Frau sich anderer Mechanismen bedient, um an der Macht zu bleiben. So etwa lautete die Frage der deutschen Journalistin, doch darauf antwortete Blanchett sinngemäß: warum glaubt man, die Frau müsse mitfühlender, toleranter, besser, sanfter und anders agieren als der Mann? Sie wolle doch auch ihre Rolle, ihre Karriere, ihre Machtposition behaupten.
Auf jeden Fall finde ich den Film sehenswert, die kontroversen Meinungen, Sichtweisen darüber zeigen deutlich, dass er einen Nerv getroffen hat und uns auf vielen Ebenen berührt.
In April & Mai wird sich die BEGiNE in die Botschaft der Polinnen verwandeln. Dieses künstlerische Konzept wurde für das Kollektiv Dziewuchy Berlin als Alternative zur realen polnischen Botschaft geschaffen, die seit der Machtübernahme der PiS in Polen ein unzugänglicher Ort für Menschen geworden ist, die nicht der Ideologie der Partei anhängen. Alle Menschen können Botschafter:innen polnischer Frauen* werden – unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Nationalität oder ihrem Alter. Die Botschaft ist mobil, hat keine feste Adresse und tritt in verschiedenen Konstellationen und an unterschiedlichen Orten in Erscheinung.
Dziewuchy Berlin ist ein polnisches feministisches Kollektiv, das am 02.04.2016 im Rahmen einer Mobilisierung gegen die Maßnahmen der konservativen polnischen Regierung und der Partei Recht und Gerechtigkeit gegründet wurde. Also feiern wir am 01.04.23 auch in den Geburtstag rein!
Im Jahr 2018 wurde das Kollektiv vom Frauenrat der Partei „Die Grünen/90“ für sein Engagement im Kampf für Frauenrechte mit dem Green Pussyhat Award ausgezeichnet und im Jahr 2021 erhielten sie den renommierten Clara-Zetkin FrauenPreis. 2022 haben die Dziewuchy Berlin beschlossen, ihre eigenen Preise an Aktivist:innen zu vergeben, die sich für die deutsch-polnische Schwesternschaft einsetzen – die Siostry* Preis.
Bei Dziewuchy Berlin wird Widerstand in einem dynamischen Prozess durch kreative Aktionen ergänzt – nicht nur im Bereich der Kunst (bildende Kunst, Performance, Musik), sondern auch durch die Schaffung von Realität. Denn es reicht nicht aus, dagegen zu sein.
Die Ausstellung präsentiert die Aktionen des Kollektivs Dziewuchy Berlin in den letzten sieben Jahren, die unter anderem über wegweisende Ereignisse wie den Schwarzen Protest (3.10.2016), die Aktion Global Scream oder #IchStreike (8.3.2019) oder die Veranstaltungsreihe Blutige Wochen (Herbst 2022) berichten. Sie besteht aus Originalobjekten (z. B. Transparenten von Demonstrationen) sowie aus Plakaten mit Beschreibungen, Grafiken und Fotos von Fotograf:innen: Wojtek Drozdek, Oliver Feldhaus, Gabriella Falana, Sabrina Gröschke, Liam Hayes, Camilla Lobo, Patrycja Makucewicz, Maciej Soja und Dorota Szpajda, Marzena Zajączkowska.
Bei der Eröffnung der Ausstellung werden Dziewuchy über ihre Aktivitäten berichten und es wird ein deutsch-polnisches Feministisches Quiz geben!
Foto: „Global Scream” in der Botschaft der Polinnen, Oliver Feldhaus.
Autorin und Kuratorin der Ausstellung ist polnische Artivistin Anna Krenz, Gründerin der Gruppe Dziewuchy in Berlin und des Projekts und Vereins Ambasada Polek – Botschaft der Polinnen, Initiatorin des Global Screams.
kto jest bohaterem naszych czasów? dziewczynki z zapałkami, które wyciąga się za uszy z bajki demokracji
lato 2011
whats up
(piosenka a’la gangstarap; co zdanie padają słowa niecenzuralne więc ich tutaj nie zamieszczam)
miliardy puszeczek pandory o nazwie smartfon 24/7 włożonych do kolebki nowemu pokoleniu; little sister is watching u und facebook&twitter sind unsere hirten a europa to ziemia obiecana gdzie radykalna feministka i proboszcz (albo pastor, rabin, imam etc) spotykają się na ukwieconym skwerze i dyskutują, elegancja francja, o metodach zapładniania jak i przerywania ciąży, a na koniec kiwają do siebie przyjaźnie i rozchodzą się do swoich owieczek; a na linii elektronicznego frontu harcują hakerzy, spamerzy, hejterzy i ich przeciwnicy; alleluja i utopia! to nie traktory a ajfony zdobywają niepewne jutro
lato 2015
ciężarówka w drodze do europy
czterdzieści osiem metrów sześciennych przestrzeni siedemdziesiąt jeden martwych ciał
orzech jest nagi syte wrony podskakują na oziminie pod sinym niebem niesie wiatr zapach dymu i mrozu mgła gruba jak kożuch na mleku plam, plam… topnieją sople na okapie ale zima dopiero zasypia
a wiosną tak znowu pójdę w las zrywać młodą koniczynę
*
nussbaum ist nackt die satten krähen hüpfen auf dem wintersaat unter dem violleten himmel trägt der wind geruch von rauch und frost das nebel ist so dick wie saum auf dem milch plam, plam… die eiszapfen tauen auf dem zims winter fängt erst einzuschlafen
doch in frühling ja werde ich in den wald gehen um junges kleeblatt zu pflücken
rabe und fuchs/ilustration wachskreiden auf papier/1999/ alle rechte vorbehalten/ t.j.
l.h. sagte, nach dem tod seiner mutter – jeder tod ist ein mord an einem menschen – aber in den ofen zu schmeissen ist doch schlimmer? – es gibt keinen unterschied.
Englischkurs mit Hexen
Englisch greift ja bekanntlicherweise immer weiter um sich. Daher gibt es nachfolgend ein kleines Lernprogramm,
das vor allem die Aussprache und die sprachliche Koordination fördert
Englisch für Anfänger (for beginners):
Drei Hexen schauen sich drei Swatch Uhren an. Welche Hexe schaut welche Swatch Uhr an? und nun das Ganze in englischer Sprache!
Three witches watch three Swatch watches. Which witch watches which Swatch watch?
Englisch für Fortgeschrittene (advanced english):
Drei geschlechtsumgewandelte Hexen schauen sich drei Swatch Uhrenknöpfe an.
Welche geschlechtsumgewandelte Hexe schaut sich welchen Swatch Uhrenknopf an? .. und das Ganze wieder in englischer Sprache!
Three switched witches watch three Swatch watch switches. Which switched witch watches which Swatch watch switch?
Englisch im Endstadium: (at the end): Drei Schweizer Hexen-Schlampen, die sich wünschen geschlechtsumgewandelt zu sein, schauen sich Schweizer Swatch Uhrenknöpfe an. Welche Schweizer Hexen-Schlampe, die sich wünscht geschlechtsumgewandelt zu sein, schaut sich welche Schweizer Swatch Uhrenknöpfe an?
Das Ganze in Englisch:
Three swiss witch-bitches, which wished to be switched swiss witch-bitches, wish to watch three swiss Swatch watch switches. Which swiss witch-bitch which wishes to be a switched swiss witch-bitch, wishes to watch which swiss Swatch watch switch?
Am 3. März kündigte ich an, dass Don Quijote nach Barataria geht, weil er dorthin gehört. Interessant, dass es nicht leicht ist, sein Lieblingsthema zu verbannen. Am Morgen des 6. März ging ich in die Stadt, um Besorgungen zu machen. Es hat geschneit, es war windig, es war kalt. Nach einer Polnischen Redewendung ist es im März wie in einem Topf. Mal heiß, mal kalt. Es war nass.
Auf einer nassen Bank lag …
Ich habe bereits zwei weitere Exemplare dieses Kinderbuchs, das in den 1950er Jahren von Erich Kästner als Teil der Reihe Nacherzählungen geschrieben wurde. Das erste habe ich von Ela Kargol bekommen, das zweite – vor kurzem! – von Tibor Jagielski, und jetzt ist das dritte eingetroffen. Illustrationen – Horst Lemke.
Es ist eine sehr schöne Geschichte, und sie beginnt so:
Neulich fragte eine Illustrierte ihre Leser: »In welchem Zeitalter hätten Sie am liebsten gelebt?« Und die Antworten waren bunt wie ein Blumenstrauß Ein Kolonialwarenhändler aus Sehweinfurt teilte der Redaktion mit, dass er am liebsten, etwa um 500 vor Christi Geburt, ein alter Grieche gewesen wäre, und Zwar, wenn sich’s hätte einrichten lassen, Sieger bei den Olympischen Wettkämpfen. Statt mit Lorbeer ‘gekrönt’ zu sein, müsse er nun in seinem Geschäft Lorbeer in Tüten verkaufen, für fremde Suppen, und das gefalle ihm viel weniger.
Eine gewisse Frau Brinkmann aus Lübeck schrieb, schon als Konfirmandin habe sie sieh sehnlichst gewünscht, im 18. Jahrhundert gelebt zu haben, und zwar als Hofdame in Frankreich, mit weißgepuderter Frisur und in weiten seidenen Reifröcken. Dann hätte sie den schönen Marschall Moritz von Sachsen geheiratet und nicht Herrn Brinkmann. Und Paris und Versailles seien viel hübscher als Lübeck und Travemünde. Sie könne das beurteilen, denn sie habe im vorigen Jahr eine achttägige Gesellschaftsreise nach Paris mitgemacht.
So hatte ein jeder Leser seinen eignen Kopf. Einer hätte gern als schwedischer Reitergeneral im Dreißigjährigen Kriege gelebt, ein andrer als chinesischer Mandarin, ein dritter als Mundschenk der Königin Kleopatra von Ägypten. Nur Herr Pfannenstiel aus Barmen-Elberfeld schrieb:
»lch, der Endesunterfertigte, möchte Herr Pfannenstiel aus Barmen-Elberfeld, Krumme Straße 7, Vertreter für Rasierklingen, sein und bleiben. Hochachtungsvoll Ihr sehr ergebener Willibald Pf.«
Willibald Pf. war mit seinem Los zufrieden. Er war eine Ausnahme. So selten wie eine seltene Briefmarke.
Don Quichotte nun, dessen Abenteuer ich euch gleich erzählen werde, war ein armer spanischer Edelmann, der für sein Leben gern ein Ritter gewesen wäre. Ein Ritter in voller und blitzender Rüstung, mit Lanze, Schild und Schwert und auf einem feurigen Hengst. Obwohl es zu seiner Zeit, vor etwa dreihundertfünfzig Jahren, solche Ritter schon lange nicht mehr gab! Nun hätte das keinerlei Aufsehen erregt, wenn Don Quichotte seine Ritterträume hübsch für sich behalten und zu Hause im Lehnstuhl geträumt hätte. Doch so bequem machte er es sich und den anderen nicht! Er dachte nicht: Ach, wäre ich doch ein tapferer Ritter! Ach, könnte ich doch den Schwachen und Bedrängten helfen! Ach, hätte ich doch verwegene Feinde, um sie zu besiegen! Nein, er hielt gar nichts von Wäre und Könnte und Hätte! Sondern er erhob sich aus seinem Lehnstuhl, schlug mit der Faust auf den Tisch und rief blitzenden Auges: »Ich bin ein Ritter! Ich habe Feinde! Und ich werde den Schwachen helfen!« Dann holte er die eiserne Rüstung seines Urgroßvaters vom Boden, putzte und kratzte den Staub, die Spinnweben und den Rost weg, reparierte den Helm und das Visier, kletterte in die Rüstung hinein, band den Heim fest, zog sein Pferd aus dem Stall, das so dürr war wie er selber, stieg ächzend hinauf, setzte sich Zurecht und ritt davon. Die Abenteuer, die er erlebte, hat Miguel de Cervantes aufgeschrieben, und er hat in dem Buch behauptet, schuld an Don Quichottes seltsamen Taten wären die zahllosen Ritterromane gewesen, die damals Mode waren und die er allesamt gelesen hätte. Das kann schon sein. Kürzlich wurde auf einem Münchner Standesamt ein junges Paar getraut, das dreihundertsieben Wildwestfilme gesehen hatte. Sie kamen Zu Pferde, mit Colts und Lassos, in Cowboytracht, und der Standesbeamte fiel in Ohnmacht. Immerhin wussten die jungen Eheleute noch, dass sie eigentlich Bachmayer hießen und dass der Herr Gemahl wochentags nicht über die Prärie reiten, sondern in Schwabing die Gaszähler prüfen musste. Bei Don Quichotte lag das anders. Er war beim Lesen übergeschnappt! (Na euch kann das ja nicht passieren).
Bye By Don Quichotte, ich habe deinetwegen eine schlechte Note bekommen. Lieben tue ich dich weiter. Trotzdem.