My trzy w Polskiej Kafejce Językowej

Dziś, czyli wyjątkowo w drugi a nie w trzeci piątek miesiąca

Ewa Maria Slaska, Ela Kargol, Krystyna Koziewicz

Wojna. Kobiety. Utopia.

Co dzieje się po wojnie? Tak wiemy, po wojnie jest pokój, żyjemy, jesteśmy szczęśliwi. Ale jak pomyślimy głębiej, intensywniej, to pamięć podsuwa nam też inne obrazy. Ruiny, gruzy, zrujnowane kamienice, wyrwane szyny, przewrócone ciężarówki. Wychudzeni ludzie, kobiety w chustkach na głowie. Ale też kwiaty na ruinach.  Porozmawiamy o czasach po wojnie, Nie tylko po tej ostatniej, najlepiej nam znanej, z opowieści rodzinnych, filmów, książek, seriali, ale po każdej wojnie. O usuwaniu zniszczeń, budowaniu nowego życia. O utopii, która (być może) w dzisiejszych czasach powstaje dzięki kobietom. O Oldze Tokarczuk i jej heterotopii.

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Kairos. Am Meer. Frauenblick.

Monika Wrzosek-Müller

Zwei Romane

Gerade habe ich zwei Romane von zwei Schriftstellerinnen gelesen; ungleicher hätten sie für mich nicht ausfallen können, obwohl sich beide mit Leben einer Frau beschäftigen und durchaus autobiografische Züge tragen.

Es geht um Elisabeth Strouts „Am Meer“ und Jenny Erpenbecks „Kairos“, beide behandeln sie zwischenmenschliche Beziehungen, eher die zwischen Mann und Frau. Die Simplizität, fast Gedankenlosigkeit und Plattheit des Romans „Am Meer“ hat mich getroffen und verwundert. Strout erzählt das Leben einer älteren Frau, die sich als Schriftstellerin tapfer durchs Leben geschlagen hat (erfahren wir aus ihren Erzählungen); während der Pandemie landet sie, durch ihren Ex-Mann fast entführt, in einem einsam stehenden Haus am Meer in Maine. Während ich den Roman las, wartete ich eigentlich die ganze Zeit darauf, dass sich herausstellen würde, es handele sich um eine Parabel, die Szenen seien ironisch gemeint, oder es ginge um eine Satire auf das Leben während des Lockdowns. Doch weit gefehlt: Der Ernst der Lage, die Situation eine Familie mit zwei Töchtern und das eigene Leben während der Pandemie soll ganz ohne Ironie beschrieben werden. Übrigens handelt es sich um sehr wohlhabende Leute, die sich erlauben können, einfach aus der Stadt zu fliehen und andere dafür zu engagieren, dass sie die für sie unbequeme und vielleicht gefährlichen Dinge erledigen. Dabei wundert sich die Ich-Erzählerin dann noch, dass sie in Maine unangenehme Erfahrungen macht und die Unfreundlichkeit der örtlichen Bevölkerung erleben muss – so dass sie sich sogar gezwungen fühlen, ihre New Yorker Nummernschilder abzumontieren und andere anzubringen. Nur wirklich am Rande behandelt das Buch die Ereignisse nach dem Tod von George Floyd, der von einem weißen Polizisten de facto umgebracht worden ist. Das Sinnieren über die Demonstrationen danach wird eher in den Kontext der Angst vor Ansteckung und gefährlichen Kontakten gestellt und drückt die Sorge der Mutter um die Sicherheit ihrer beiden Töchter aus. Die Regierungszeit von Donald Trump wird im ganzen Buch auch nicht thematisiert, seine Existenz wird in einem Satz erwähnt, als die Meute in Washington das Capitol stürmt. Wie gesagt, die gutsituierten Menschen fliehen aus New York, die Schriftstellerin beschäftigt sich mit ihren Panikattacken und den menschenleeren Stränden und den kleinen Orten in Main.

Sie scheint auch nicht recht fähig, ihr Leben selbständig zu organisieren; sie leidet am Tod ihres zweiten Mannes; aber über ihr weiteres Leben bestimmt ihr Ex, ihr erster Mann, sie fügt sich allem ohne Bedenken und ohne eigene Initiative. Das Buch ist ganz aus ihrer persönlichen Perspektive geschrieben und so nehmen ihre gesundheitlichen Malaisen viel Raum in der Erzählung ein. Selten hat mich ein Buch so irritiert und aufgebracht – der „American way of life“, die Frau als Dekoration, durch den Mann chauffiert, untergebracht, „bemuttert“. Und doch ist sie eigentlich die Heldin und Hauptbezugsperson des Buches, meistens geht sie aber gedankenverloren spazieren und ihre Sorgen kreisen darum, dass sie immer mehr vergisst und vielleicht eines Tages auch verrückt werden könnte. Mich hat das Bild dieser Frau wirklich abgeschreckt – immer wieder durch ihre Männerbeziehungen relativiert, auf sich selbst bezogen, vielleicht durchaus ehrlich in der Darstellung, aber durch das Bild, das sie malt, doch so vereinfacht und banal. Manchmal ist diese vordergründige Ehrlichkeit, die ich schon bei Emmanuel Carrère („Yoga“) beobachtet habe, eher erschreckend, weil dahinter vielleicht purer Narzissmus steckt. Schon früher habe ich ein anderes Buch von Strout gelesen, „Mit Blick aufs Meer“, ebenfalls in Main verortet, fand es damals etwas deprimierend – wegen der Art der menschlichen Beziehungen, die hier beschrieben werden, deren Einsamkeit – und doch interessant und lesenswert. Jetzt das Thema Pandemie aufzuarbeiten, sich damit auch in der Literatur auseinanderzusetzten, dürfte eigentlich viele Menschen beschäftigen, wir sind ja noch lange nicht mit den Folgen fertig geworden.

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Das andere Buch hat mich wirklich fasziniert und bis zum letzten Wort in Spannung gehalten: Jenny Erpenbecks Roman „Kairos“. Eigentlich war ich nach der Lektüre ihres Romans „Heimsuchung“ ihr gegenüber eher negativ eingestellt – weil mich da manche Passagen irritiert haben, wie die über den Weg einer jüdischen Heldin aus Deutschland in das Warschauer Ghetto (meiner Meinung nach gab es so etwas nicht; es ging nur in die KZs…) und die in diesem Zusammenhang falsch geschriebenen Warschauer Straßennamen.

„Kairos“ aber hat mich von Anfang an elektrisiert; ich habe ziemlich schnell für mich festgestellt, dass Erpenbeck mit diesem wirklich grandiosen Roman mit der „Wiedervereinigung“, mit der DDR- Zeit abrechnet. Es ist auf vielen Ebenen ein großer Roman und es wundert mich, dass er erst durch den International Booker Prize den gebührenden Ruhm erfahren hatte. Der Satz: Erpenbeck „ist im Ausland berühmter als in Deutschland“, müsste uns zu denken geben.

Erzählt wird die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe zwischen dem mittfünfziger Intellektuellen Hans und Katherina, die gerade erst 19 geworden ist. Ein Mädchen, aber eins, das genau weiß, was es will. Sie begegnen sich Ende der 80er Jahre an einer Bushaltestelle in Ostberlin. Auch wenn sich die Geschichte manchmal verstörend liest, bringt sie unheimlich viel Leben, Einsichten, Schlussfolgerungen, Erkenntnisse über Liebe, Beziehung zwischen zwei Menschen, Mann und Frau, aber auch über die letzten Jahre der DDR. Alles oszilliert zwischen Hass, Gewalt, Obsession aber auch Liebe, Zuwendung und Hoffnung, zwischen Wahrheit (schöne Äußerungen dazu, zum Beispiel das Zitat von Lenin: „Die Wahrheit ist immer konkret“; an anderer Stelle: „Die Wahrheit muss sehr gut gemacht sein, damit man sie glaubt.“) und Lüge, in ihren individuellen Lebensgeschichten sowie in ihrem untergehenden Land. Das Leben passiert nicht einfach so, ohne Willen, ohne Plan, immer steckt eine bestimmte Anstrengung dahinter. Man kann diese Beziehung auf vielen Ebenen lesen, literarisch ist es eine Art Pingpong-Spiel; nicht, dass die junge Frau dem alternden Intellektuellen unterliegt. Mit allen ihren Katastrophen und Wirrungen lebt Katharina ein selbstbestimmtes, reiches Leben, wie sie einmal sagt: ihr Leben, von dem sich manche Frau im Westen eine Scheibe abschneiden könnte. Das ärgert auch vielleicht die westlichen KritikerInnen, dass sie so selbstbewusst und souverän auftritt und dass die DDR nicht als völlig degeneriertes und kaputtes Land dasteht. Zwar trägt die Beziehung der beiden kranke, krankhafte Züge und es wird an mehreren Stellen die Unzufriedenheit und Ratlosigkeit gerade dieser intellektuellen Eliten angesprochen, sie selbst sehen die Mängel und Schwächen des Systems, doch es ist eindeutig kein nur negatives Bild dieser letzten Jahre der DDR. Sie hatten ihr Leben, das war bunt, verrückt, mit vielen Freunden, Begegnungen, manche konnten auch durchaus reisen, es fehlte weder an Geld noch an Ideen. Die sog. Kunstszene verfügte in allen sozialistischen Ländern über mehr Freiheiten, mehr Möglichkeiten und nicht alle mussten dafür mit der Mitarbeit und Unterschrift und Loyalität gegenüber den allseits verhassten Organen bezahlen. Ich weiß, wie ich, während ich das Buch las, dachte, das ist es, da ist jemand, der sich der Überheblichkeit und Arroganz der westlichen Intellektuellen stellt und mutig sagt, ich brauch euch nicht. Sie, die Autorin, und Katharina erschienen mir so autonom, so souverän und brillant. Ihr Leben, denn – seien wir ehrlich – gewisse Parallelen gibt es im Buch schon zu den Leben einiger realer Personen, auch wenn es auf dem Buchumschlag heißt: „Dieser Roman ist ein Werk der Fiktion. Handlungen und handelnden Personen sind erfunden. Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen wären rein zufällig“. Schön, das Leben findet eben im hier und jetzt und in einer konkreten, spezifischen Situation statt.

Die Sache mit der Zeit, der Titel Kairos: ein griechischer Gott des Moments, definiert als „die festgesetzte Zeit im Plan Gottes“. Es gab in der griechischen Kultur drei Götter der Zeit: Chronos, Kairos und Äon. Die Chronologie der Zeit mit Kirchenglocken kommt erst später, früher bestimmen die Ereignisse den Lauf der Zeit. Irgendwann wird Kairos, ähnlich dem Hermes, als Gott der Gelegenheit, des guten Moments, der Schnelligkeit dargestellt. Später, bei den Philosophen, verkörpert er ein intellektuelles Konzept von einer bestimmten Zeit. So ist es in dem Roman, alles geschieht in einem Moment, alles kann sich auch ganz schnell ändern, nichts bewegt sich in festen Bahnen, nichts ist Routine – angefangen von ihren kurzen Eintragungen in dem Kalender, den ihr Hans geschenkt hat, bis hin zu seinen Anmerkungen in einem Brief festhält, dem er den Titel „Notizen für eine Heilige“ gibt. „Katharina irrt durch das Niemandsland in der Zeit“, ihre gemeinsame Zeit ist immer gestohlen, hastig organisiert, vorläufig, spontan.

Für mich, für die ganz am Anfang ihres Lebens in der BRD ein längerer Aufenthalt in Köln stand, ist die Beschreibung von Katharinas Reise zu ihren Verwandten nach Köln wie ein Ausflug in die eigene Vergangenheit; sie weckt bestimmte Erinnerungen, die bei mir immer präsent waren. „Alles in dieser Welt, die Katharina vielleicht nur einmal im Leben zu sehen bekommt, muss angesehen werden, auf den Grund der Freiheit muss sie mit dem Sehen gelangen, und der Grund ist zweifellos hier: „Sexshop“ steht am Eingang zu Unterwelt, im Schaufenster sind Fotos spärlich bekleideter Frauen zu sehen…Wie blind ist sie einen Moment lang, bevor sie ins Sehen hineinstürzt…
Sieht Geschlechtsteile von Männern, aufgerichtete Glieder mit hervortretenden Adern, rosig, hell häutig, braun oder schwarz, mit glänzenden Kuppen, sieht, wie sie steif und prall in Spalten stecken, wie sie in Mündern stecken, wie sie zwischen Brüsten stecken, wie sie von Händen umklammert werden…. Die Freiheit richtet da unten ein Massaker an und macht, dass ihr schlecht wird. Katharina drückt die blickdichte Tür wieder auf und tritt hinaus ins Helle.“

Tja, das mit der Freiheit und der Demokratie ist viel schwieriger als wir alle gedacht haben.

In dem Roman scheinen auch so viele Kultstätten des alten Ostberlin auf; bestimmte Cafés, das Restaurant Ganymed, seine Speisen, seine Kellner und Routinen mit den Gästen, die Theater nebenan oder auch etwas weiter weg, wo auch Katharina arbeitet.

Vielleicht am schwächsten fällt die Beschreibung der gemeinsamen Reise nach Moskau aus, die wie ein Abschied von dieser alten Welt klingt. Sie besuchen weder das Lenin-Mausoleum, noch gehen sie zum Hotel Lux oder dem Metropol, meiden die Lyubyanka (erstaunlich geschrieben: Lubjanka eigentlich) – der Platz und das Gebäude Synonym für den KGB und seine Verhaftungen, Folterungen und Hinrichtungen. Halten aber an den Heroen der sozialistischen Zeit, an dem von Vera Muchina geschaffenen Denkmal „Arbeiter und Kolchosbäuerin“, das „Im Vorspann einer jeden Mosfilm-Produktion“ über die Leinwände flimmert. Dabei fällt ein interessanter Satz: „Nur die Amerikaner sind genauso größenwahnsinnig, …, Amis und Russen sind sich im Grunde genommen zum Verwechseln ähnlich. Und eben auch in ihrer Liebe zum Kitsch.“ Zwar zeigt ihr Hans eher die positiven Seiten, Bauten (die Metro) von Moskau und zitiert Lenin: „Kommunismus, das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“, doch sein Nachdenken darüber, bis zu welchem Punkt die revolutionären Machthaber berechtigt sind, weitere blutige Taten zu begehen, beginnt so: „Welche Sache würde je wieder so groß sein, dass die Opfer wie Täter unter einem Herzschlag vereint? Dass sie sogar aus Tätern Opfer macht und aus Opfern Täter, so lange, bis keiner mehr sagen kann, wer er selbst eigentlich ist? Verhaften und verhaftet werden, schlagen und geschlagen werden, verraten und verraten werden, bis Hoffnung, Selbstlosigkeit, Trauer, Scham, Schuld und Angst in jedem einzelnen Körper unentwirrbar ineinander verbissen sind.“ Er hat Zweifel, ihm kommen immer mehr Fragen, zum Beispiel nach der Lektüre der Protokolle des Schauprozesses gegen Bucharin 1937/38. Trotzdem soll der Aufenthalt in Moskau ein Lichtblick in ihrer Beziehung bedeuten. Erstaunlich für mich die Erkenntnis, dass die Kunst in den Zwischenräumen, in der Reibung entsteht. Was wäre heutzutage die zeitgenössische deutsche Literatur ohne die DDR-Autoren oder die post-DDR-Autoren?

Das Buch endet mit einem Epilog. Nach Hans‘ Tod arbeitet sich Katharina mutig durch die Stasi-Akten der Gauck-Behörde. Sie findet heraus, dass Hans unter dem Decknamen Galilei als IM geführt wurde. „In aller Stille werden hier allen möglichen Bürgern eines Landes, das nicht mehr existiert, die Schädeldecken geöffnet und man darf hineinsehen. … Zu besichtigen ist die Hoffnung, dass es wenigstens unter vier Augen noch eine gemeinsame Sache gäbe“. Und es kommt ein Vorwurf, eine starke Frage, für mich sehr gut nachvollziehbar: „Und warum werden die Seelen der Osthälfte Deutschlands bis in ihre verborgenen Tiefen offengelegt? Warum wurde es nach der Nazizeit in ganz Deutschland nicht genauso gemacht?“ Die Figur von Hans, voller Wiedersprüche, auch wirklich ekelhaften Verhaltensweisen, ist aber zugleich auch sehr menschlich. In den Akten enden die Einträge über und von Hans kurz bevor sie sich kennenlernen. Katharina versteht, dass sie damals ihrerseits unter Beobachtung der Stasi gestanden haben. „Hätte ich damals gewusst, dass ich dein Spiegelbild war… Aber er kann sie weder sehen noch hören, und kann ihr auch keine Antwort mehr geben.“

Barataria – wyspa za ukradzione pieniądze

Ewa Maria Slaska

Film Zwei zu eins (Dwa do jednego)

Mojej siostrze Kasi – kiedyś tam byłyśmy 🙂

Film ZWEI ZU EINS pojawi się w kinach niemieckich 25.7.2024.

Film o enerdowskich pieniądzach. O tym jak kapitalizm potrafi nadać wartość temu, co już tej wartości ponoć nie ma. I co można z tym zrobić. Dziennikarze mogli obejrzeć film wcześniej. Materiały prasowe, jakie otrzymaliśmy przed pokazem, to pięć enerdowskich banknotów 500-markowych. Możliwe, że to podróba, ale, po obejrzeniu filmu, można zadać sobie pytanie, czy to jednak nie jest prawdziwy pieniądz – porządnie wyprany i wyprasowany. Tak czy owak dla zwykłego człowieka wartości całkowicie bez wartości. I znowu, po obejrzeniu filmu, można sobie zadać pytanie, czy aby na pewno, po 34 latach zupełnie bez wartości.

Może wciąż jeszcze można je spożytkować, tak by przyniosły zysk.

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Zornige Frauen

Kultur Schmuggel e.V. präsentiert:

Die letzte Vorstellung vor der Sommerpause.

Dienstag, den 18. Juni 2024, 20:00 Uhr

„Zornige Frauen“ von Maja Staśko
Übersetzung ins Deutsche von Andreas Visser

Drei Schauspielerinnen erzählen von der Schlampe aus dem Plattenbau; der alten, hässlichen oder schwangeren Frau im Bus (wie man möchte); der Studentin, die sich kein Zimmer leisten kann. Frauen miteinander, gegeneinander, untereinander, übereinander; Foodtruck und Emanzipation; Barbie macht Karriere und Frauen machen Müll; Mütter, Töchter, Freundinnen, artig, fleißig, traurig, hochnäsig, lustig und belästigt. Die polnische Autorin und Frauenrechtsaktivistin Maja Staśko zeichnet in diesem Szenenreigen Frauen, denen wir täglich begegnen oder auch nicht oder wir begegnen uns selbst. Eine Show für drei Schauspielerinnen mit überbordender Spiellust – berührend, witzig und provakant.

Es spielen: Beo Yalçin, Celina Muza und Kati Thiemer

Regie: Andreas Visser
Kostüme nach Entwürfen von Anna Molga

Ort:  Acud Theater, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin

Karten: 15,00 / 10,00 EUR, https://www.acud-theater.de/programm/5469-zornige-frauen.html
oder Anmeldungen an: info@kultur-schmuggel.org  

Fotos © Gabriella Falana

Maja Staśko, polnische Autorin, Literaturkritikerin, Journalistin, und feministische und soziale Aktivistin. Publiziert in Krytyka Polityczna, Ha!art, Wakat, Codziennik Feministyczny und Gazeta Wyborcza. Für ihre publizistischen Arbeiten wurde sie 2019 für den Medienpreis „Feder der Hoffnung“ von Amnesty International Polen nominiert. An der Adam-Mickiewicz-Universität Posen promoviert sie am Institut für Polnische Philologie.  Die Autorin veröffentlichte das Buch „Gwałt to przecież komplement – Czym jest kultura gwałtu (Die Vergewaltigung ist doch ein Kompliment – Was ist Vergewaltigungskultur)“ und fürs Theater die Stücke: „Zornige Frauen“ und„Amazon Burns“.

Mehr Informationen unter: info@kultur-schmuggel.org

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Weitere Hinweise:

Mittwoch, 03. Juli 2024, 20:00 Uhr

Konzert: Dorota Wasilewska & The family

„Bębnił palcami po białym obrusie /
Fingertrommeln auf weißem Tischtuch”

Einlass: 19:00 Uhr, Spenden: 10,00 EUR

Anmeldungen: info@pol-in.eu   

Ort: Jazzclub Schlot, Invalidenstraße 117, 10115 Berlin

Kultur-Schmuggel e.V.

https://www.facebook.com/Kulturschmuggel/

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Nogi Becketta (i Czechowa) po niemiecku

BECKETTS BEINE

Ein szenischer Versuch über die Absurdität der menschlichen Existenz, die zwischen der Suche nach einem Sinn und dessen Ausbleiben besteht.

Hier trifft Beckett auf Tschechow, Absurdität auf Melancholie – und es entsteht eine sentimentale Groteske… ein groteskes Sentiment über den Schmerz des Menschen; über seine Einsamkeit, aber auch seine Liebe zum Leben und sein zuweilen hoffnungsloses Verlangen nach Glück.

Sartre sagte:

„Alles hat man herausgefunden, nur nicht, wie man lebt.“ 


Und bei Tschechow heißt es:

„Wozu wir leben, wozu wir leiden … wenn man es nur wüsste, wenn man es nur wüsste!“

(Olga, „Drei Schwestern“)

Namen und Zeit spielen hier nur bedingt oder gar keine Rolle. Es geht um die pure Wahrnehmung der Existenz, um menschliche Sehnsüchte und wie sie im Laufe des Lebens entstehen, sich verändern und schließlich vergehen. Die namenlosen Figuren nehmen im Laufe des Stückes verschiedene Identitäten an. Ganz gleich, ob man die literarische Provenienz der Figuren erkennt oder nicht, sie werden zu Archetypen, zu Urformen des Seins.

Vielleicht ist die Frage nach dem Sinn überflüssig…
Vielleicht wird das Leben gerade durch das Stellen dieser Frage absurd…?

Premiere war am 14.03.2024.

Dauer: ca. 60 Minuten

Tickets: 15,- / 10,- (erm.)

Kommende Aufführungen: Freitag 28.06. & Samstag 29.06., jeweils um 20:00 Uhr  

Es spielen: Bożena Baranowska, Justyna Pawlicka, Jacek Głaszcz

Off-Stimme: Christian Koerner, Katarzyna Makowska-Schumacher

Idee, Dramaturgie, Regie: Katarzyna Makowska-Schumacher

Bühne: Andre Putzmann

Musik: Bardo

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Ewa Maria Slaska

Byłyśmy na Beckecie z Elą Kargol już jakiś czas temu. Nie na premierze, ale wkrótce po. Ela napisała na FB:

„Becketts Beine“ (Nogi Becketta) w teatrze ACUD W Berlinie.
O życiu, miłości, trwaniu i przemijaniu i o… czekaniu.
Dziękuję aktorom, reżyserce, realizatorom i wszystkim, którzy przyczynili się do powstania spektaklu.
Ponieważ temat „nogi“ jest ostatnio bardzo ważny dla mnie, tym bardziej zaintrygowały mnie nogi Becketta, a ich absurd w sztuce szalenie mnie rozbawił.

A tu impresje fotograficzne Eli i Gosi Cieśli:

Scena:


Aktorzy:

Ewa i Beckett (Jacek Głaszcz); na prawym zdjęciu również Gosia.


Ela (ja jej towarzyszę, ale ja tu nie jestem w ogóle ważna, ważna jest tylko Ela) na scenie (po spektaklu) wymachuje kulami z radości, że mimo wszystko nie tylko dotarłyśmy do teatru (daleko), ale i weszła na 17 piętro ( no może trochę niżej, ale wysoko):

Freiheit Gleichheit Solidarność – neue Freifläche bei „Berlin Global“

Monika Wrzosek-Müller

(Eine ganz persönliche, subjektive Betrachtung)

Das ist eigentlich die Geschichte einer gefühlten Fremdheit, oder einer Leidenschaft, und deren Stationen im Leben von Menschen, die sich für die intensive, wirkliche und alltägliche Verständigung zwischen den Mitmenschen, vielleicht aber doch speziell zwischen Polen und Deutschen einsetzen und eingesetzt haben.

Auf jeden Fall durchbricht diese Freifläche bei Berlin Global, die am Freitag eröffnet und mächtig gefeiert wurde, die gewaltige steinerne Fassade des Kolosses Humboldt-Forum, eines Riesen, der immer noch nicht seinen Platz und seine Aufgabe gefunden hat. Die Ausstellung macht den Ort lebendig. Zur Eröffnung strömen vor allem junge Polen aus allen Richtungen, aber auch ein paar Veteranen der deutsch-polnischen Verständigung, ein paar Deutsche Freunde, Interessierte, Verlorene. Sie alle lassen sich das Konzept erklären, sind von der Farbigkeit und der gelungenen Inszenierung fasziniert. Sie lassen sich die Orte in Berlin vorführen, die mit Polen, der polnischen Geschichte, den polnischen Menschen verbunden sind, die Videos auf großen Bildschirmen mit Gesprächen, Aussagen von mehrheitlich Polen zu den Themen wie: Fremdheit, gefühlte, erlebte, Eingewöhnung, deutsch-polnische Beziehungen, Solidarność versus Solidarität im Leben, seit dem Krieg in der Ukraine und auch vorher…

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