Via Carpatia

Eine Lobende Erwähnung sprach die Jury des 14. filmPOLSKA für „Via Carpatia” aus, den Film von Klara Kochańska und Kasper Bajon, in dem „immer wieder erstaunlich beeindruckende Bilder der Beiläufigkeit die volatile Stimmungslage des europäischen Sommers 2016 sondieren“: „Ein beeindruckendes filmisches Experiment, das sich an den Wohlstandsängsten der ‚Festung Europa‘ abarbeitet“, so die Jury weiter.

Fotos: Via Carpatia_ 5©IKH Pictures Promotion.jpg

Anne Schmidt, die sich den Film während des Festivals angesehen hat, schrieb darüber:

Ich hatte zwar die Inhaltsangabe zu dem Film “via carpatia” bereits gelesen, bevor ich mir den Film anschaute, war aber dennnoch vom Inhalt und der Gestaltung überrascht.
Da ich nach der Vorführung des Filmes noch zum Gespräch mit dem Kameramann im Kino blieb, sehe ich alles nicht so subjektiv oder auch naiv, wie ich es ohne seine erklärenden Worte gesehen hätte.
Er und seine Frau führten die Kamera in diesem “roadmovie”, in dem ein befreundetes Ehepaar die Hauptrolle spielt.
Der Plot für den Film fußt auf Erfahrungen des Hauptdarstellers, dessen Vater aus dem Iran stammt.
In der Filmgeschichte überredet die polnische Mutter ihren Sohn, den syrischen Vater, der auf der Flucht aus Syrien in einem griechischen Flüchtlingslager steckengeblieben ist, dort zu suchen und nach Polen zu schmuggeln.
Die Schwiegertochter steht diesem Ansinnen von Anfang an sehr skeptisch gegenüber und die Spannung, die sich aus ihrem Missmut über den geplatzten Urlaub und seinem schlechten Gewissen ihr gegenüber ergibt, zieht sich durch den ganzen Film. Sie zeigt sich besonders in den Gesichtern der Beiden, die von der Kamera ständig eingefangen werden, weil sie direkt hinter ihnen im Van sitzt. Direktheit und Spontaneität sind die Ausdrucksmittel dieses Films, der trotz seiner scheinbar einfachen Machart eine hohe Professionalität in der Kameraführung und Regie aufweist.
Der unerwartete Schluss am Zaun eines leeren Flüchtlingslager war nicht vorgesehen, sondern ergab sich spontan.
Für die junge Frau, die sich einen Urlaub am Meer gewünscht hatte, kann jetzt der Urlaub mit mitgereister Schildkröte beginnen. Simple Gespräche von vorbeibummelnden Urlaubern holen das junge Paar und den Zuschauer in die banale Wirklichkeit eines scheinbar unbelasteten Urlaubs in Griechenland zurück.

Ein einfaches Film mit einfachen Mitteln gemacht und trotzdem eine großartige Geschichte – der erste (und bis jetzt der einzige) polnische Spielfilm, der sich mit dem Thema Flüchtlinge in Europa und insbesondere, Flüchtlinge in Polen auseinandersetzt.

 

7 uczuć / 7 Gefühle


Foto: 7emotions1©WFFiD

Aus der Pressemappe des Festivals:

Kategorie: Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel: 7 uczuć
Deutscher Titel: 7 Gefühle / 7 Emotions
Produktionsjahr: 2018
Dauer: 01:56:00

Regie: Marek Koterski
Drehbuch: Michał Koterski
Kamera: Jerzy Zieliński
Darsteller: Joanna Kulig, Michał Koterski, Gabriela Muskała, Cezary Pazura, Andrzej Chyra, Robert Więckiewicz, Katarzyna Figura, Marcin Dorociński, Sonia Bohosiewicz
Musik: Marek Koterski, Arkadiusz Grochowski

Marek Koterski ist ein Regie-Klassiker des polnischen Kinos wie seine Kult-Kunstfigur Adaś Miauczyński, die schon durch diverse Filme geisterte. Nach sieben Jahren kehrt der Vollzeit-Neurotiker wieder auf die Leinwand zurück. Von seiner Psychologin erfährt er, dass er unzufrieden mit seinem Leben sei, weil er als Kind nicht gelernt habe, mit sieben elementaren Gefühlen umzugehen: Angst, Wut, Trauer, Freude, Ekel, Eifersucht und Scham.

Also macht sich Miauczyński auf eine Gedankenreise in seine Kindheit, genauer in die Zeit der anbrechenden Pubertät. Was folgt, ist eine Reise in die Emotionen von Präpubertären, der seinen Koterski-typischen surrealistischen Einschlag dadurch bekommt, dass alle Rollen bis in die kleinsten Nebenfiguren mit Erwachsenen besetzt sind. Die grandios agierenden Schauspieler_innen erzeugen in einer beeindruckenden Ensembleleistung mit satirischen Überzeichnungen einen bestechenden emotionalen Realismus, den Koterski geschickt nahezu musikalisch auskomponiert.

Meine 7 Gefühle zu dem Film:

1.

Man muss unbedingt erwähnen, dass es Koterski gelungen ist, die besten (und auch berühmtesten) Schauspieler des heutigen Polen für seinen Film zu gewinnen. Somit ist eine Art des polnischen “Orientexpress” entstanden, ein Film in dem in den kleinsten und unbedeutensten Rollen die Stars spielen.

2.

Interessant scheint mir, dass in dem Film, in dem es um Gefühle geht, die wichtigsten in unserem Leben, gar nicht die Liebe erwähnt ist. Es sind, wie schon oben gesagt, Angst, Wut, Trauer, Freude, Ekel, Eifersucht und Scham. Die aus dem off sprechende Psychoanalytikerin erklärt dem protagonisten, dass es die Liebe gar nicht gibt und sie lediglich eine Mischung aus den anderen Gefühlen ist. Darüber kann man natürlich diskutieren, wenn man diese Liste dieser vermeintlich wichtigsten Gefühle selber analysiert. Wo ist die Begierde dann, wo die Geborgenheit, wo Anerkennung, wo der Andere als Projektionsfläche unserer Bedürfnisse, wo Vertrauen, Feundschaft, Wissensdrang?

3.

Ich finde, es ist ein guter Film, sehr guter sogar, werde ihm aber seinen Anspruch an Universalität der conditio humana nicht anerkennen. Es ist einfach ein lustiger, ironischer Film über die Welt unserer Kindheit in der komunistischen Polen, und dazu noch die Welt, wie ihn der Regisseur selber sieht.

4.

Ich muss aber gestehen, dass mir der Film etwas zum Nachdenken gab, obwohl wir, allzukluge Metropolis-Menschen, ungern gestehen, dass es noch etwas gibt, das uns zum Nachdenken verleitet. Im Vorspann seines Films schrieb Koterski einen Zitat von dem Psychotherapeut Andrzej Samson: Kindheit das sind 5000 Tage, davon erinnern wir uns an 400 Stunden. 

Der Satz beschäftigt mich jetzt ununterbrochen. 5000 Tage sind ca. 14 Jahre, eine Zeitspanne, die in unserer Zeiten mit einer tiefen Zäsur endete – wir gingen aus der Grundschule in die weite Welt, ins Lyzeum, Technikum oder Hauptschule. Unsere Wege gingen auseinander, es hätte sein können, dass wir uns nie mehr im Leben treffen werden. Diese 5000 Tage sind ein klarumrissener Zeitabschnitt, an den ich mich sehr gut erinnern kann. Schlimmer geht es mir mit diesen 400 Stunden. Ich kann es nicht umhin, irgendwann werde ich meine Ereinnerungen auflisten und nummerieren müssen, um nachzuprüfen, wie es bei mir ist. Erinnere ich mich an 400 Stunden? Mal denke ich, ach Quatsch, man kann sich doch an viel mehr erinnern als die kümmerlige 400 Stunden, dann aber kommt ein nüchterner Gedanke, dass ich gar 100 Stunden nicht ansammle, geschweige denn 400, dass ich mich mein ganzes Leben lang, immer wieder Marcel Proust lesend, mich nur mit seiner Erinnerungsvermögen beschäftigt hatte und für mich keine eigene Methode entdeckt habe, mich an MEINER Kindheit zu erinnern. Zeitlang hasste ich meine Kindheit und fürchtete mich von ihr zugleich. Allein das Wort Kindheit – dzieciństwo – ist mir verhasst gewesen. Es hat sich geändert, jetzt bin ich 70 und mag meine Kindheit. Wann ist es passiert? Weshalb? Und was tatsächlich ist mir in Gedächtnis geblieben? 400 Stunden. Ich danke Marek Koterski für diese Inspiration.

5.

Die Tatsache aber, das Koterski seinen Film mit diesem Zitat von Andrzej Samson beginnt, bereitet mir einen mulmigen Gefühl. Der Andrzej Samson ist nicht irgendeiner, der ist Einer! Ein Mann, mit dem wir kontroverse, ach was! – ekelhafte Gefühle verbinden. Geboren 1947, gestorben 2009, war er einer der wichtigsten Psychologen Polens, einer der die Psychologie in die in Kommunismus verpönnte Psychotherapie und Psychoanalyse geführt hat. Eine Berühmtheit, einer, der behauptete, er kann mit seiner Methoden gar Autismus besiegen. Ein Gott, ein Besieger des Bösen, ein Meister… Und dann kam so ein Skandal, wie man ihm eigentlich im nüchternen polnischen Leben nicht vermutet, ein Skandal wie in einem amerikanischen Film, ein Fall des Ikarus von dem klaren Himmel in die Meerestiefe. Samson sollte die Kinder, die er betreute, misbrauchen. Er fertigte Pornofilme und -fotos mit seinen kleinen Patienten und verbreitete sie im Netz. Wohl wahr, es ist nie gerichtlich zweifellos bewiesen, dass er das alles tat, er selber hat nur (“nur”!) zugegeben, Pornografie mit seinen Patienten herzustellen, weil es ein wichtiger Teil seiner Heilungsmethode bildete. Die Presse nannte ihm Bestie und Monster…

Marek Koterski weißt, was er tut. Er weiß, wessen Satz (egal wie wundebar und klug) er seiner Filmgeschichte voranstellte. Was sagt er uns damit? Sind wir alle missbraucht worden in unserer Kindheit? Ist es der Grund, weshalb wir oft unsere Kindheit aus unserem Leben verbannen, sie hassen und uns an nur 400 Stunden erinnern, also ca. einen Monat aus den 14 Jahren?

6.

Die Filmkinder wollen sterben. Versuchen zu sterben. Es ist wahr. Es kann wahr sein. Ich weiss (dass ist eine Minute von dieser 400 Stunden), dass ich ja auch sterben wollte. War es nur damals so, oder ist es unzertrennlich von der Pubertät? Wieso weiß ICH gar nichts darüber? Wieso habe ich mich NIE dafür interessiert, ob meine individuelle Erfahrungen sich durch das allgemein Wissen erklären ließen?

7.

Der Film ist für mich Polnisch durch und durch und für alle Aussenstehende unzugänglich. Was verstehen die deutschen Zuschauern von ihm? Hat es Sinn, so einen Film bei einem Festival FilmPolska im Ausland zu zeigen?

 

 

 

 

Villa, Ausstellung, Filme, Brunch

Podlasie meets Berlin

 

 

 

 

Im Rahmen der Ausstellung veranstaltete am Sonntag 28. April filmPOLSKA den Festivalbrunch in der Villa Westend. Hier traf Kunst auf kulinarische und filmische Spezialitäten aus der Region Podlasie im Nordosten Polens präsentiert von den Kuratoren des Filmfestivals Żubroffka. Bei dieser Gelegenheit könnte man sich auch eine Ausstellung von 20 Künstlern – Studierende und Dozenten der Kunstakademie Stettin/Szczecin – anschauen.

Die Villa, die die Gabriele Fink Stiftung aus Hamburg zur Verfügung stellte, ist zum Abriss bestimmt. Das Thema der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Ort und dem Zeitgeist war „The End“.

Mehr oder weniger so viel fand man(findet man immer noch) in einer kurzen Beschreibung des Tages und des Events auf der Internetseite des Festivals. Dazu gibt es eigentlich nur ein Foto von der Villa, kein von Kunstobjekte, kein Wort über Filme, die während des Brunches gezeigt wurden, dafür aber… (Fotos Joanna Jakubiuk)

Schön arrangiert sind all die Würste auf den Fotos. Vielleicht sahen die Servierplatten tatsächlich so aus. Kann ich nicht sagen, weil ich sie nicht gesehen habe. Vor den Filmen sah die Wirklichkeit viel prosaischer aus, keine grüne Zweige, keine üppige Beerendolden, aber (zugegeben) viele schöne Äpfel. Wenn man in den Buffetsaal nach den Filmen kam, gab es zwar immer noch sehr viel Fleisch, Wurst, Gurken, Brot und Äpfel, aber von der Schönheit des Fleischfressens ist nix geblieben, es war eh eine Landschaft nach der Essschlacht. Oder (was ich leider vermute) gab es das Schöne nur fürs Fotografieren und das Bildliche stimmte mit dem Gegessenem überhaupt nicht überein. Genauso wie das einzige Foto von der Villa (oberes Foto unten) nicht das zeigte, was wir an diesem Sonntag gesehen haben.

Aber zum Glück war das, was wir sahen, viel schöner als das, was uns Festival-Portfolio anbietet. Dieses bemalte Haus machte schon Geschichte in Berlin und ganz viele Leute, die vom Festival und der Ausstellung gar nicht wussten, wussten doch, dass es am Ende der Stadt eine Villa gibt, die von den Kunststudenten aus Polen rot bemalt wurde…!

Ich versuche den knappen Bericht des Festivalsmachers ein Bisschen mit meinen eigenen Fotos und Impressionen zu ergänzen. Zuerst: kein Mensch hat verstanden, weshalb diese schöne fin de siecle Villa zu dem Abriss bestimmt ist. Jeder von uns dachte: aber wieso, wieso? Und die nächste Frage: Wenn sie schon weg ist, was wird hier entstehen? Noch ein Bürohaus? Ein Hotel? Eine Apartment-Siedlung für die Reichen? Es gab Zeiten, dass sich Berlin damit schmückte, arm aber sexy zu sein. Vorbei. Jetzt sind wir weiterhin arm, gar nicht sexy und an Reichen ausverkauft.

Die nächste Frage bereiteten uns die Filme. Wieso hat man sich für solch ein Motto entschieden: Podlasie atakuje (Podlasie greift an)? Das war schon 15. Festival der Filme aus Podlasie, in Berlin aber (glaube ich) das erste Mal gezeigt. Ohne Vorgeschichte fällt einem nicht ein, weshalb drei kurze Dokufilme (den vierten wollte man schon gar nicht mehr sehen, weil alle zum Buffet wollten), schön, ruhig, etnografisch-poetisch, plötzlich als Angreiferprodukte dargestellt werden sollen. Man hat sich sicher etwas dabei gedacht. Aber was?

Und letztendlich die Kunst. So lange man nicht wusste, dass das Thema der Ausstellung “The End” war, könnte man die 40 mit der Kunst “befallenen” Räume wirklich bewundern. Aber das Thema bereitet einem Kopfschmerzen vor. OK, die schönste Instalation (leider ist mir das Foto nicht gelungen) bildete einer auf dem Fussbpoden in einem Klo liegende Männeranzug, hergestellt aus der Klein-Fliesen-Matte, genauso einer wie die aus der Jahre zuvor der Fußboden gefertigt wurde. Der graue Anzug als der Überbleibsel von einem Mann, den es nicht mehr gibt, das Ende also.

Aber ein Kreis der Salzkristalle im Garten? Ein roter (lustig gefederter) Schnabeltier? Eine Glasflasche voller Wasser, in dem sich die Klänge der Umgebung angesammelt haben? Ein Raum voller Gegenstände, die nicht das sind, was sie darstellen (eine Fußmatte wie eine metallne Reibe, ein Mülleimer aus grünen Lutschbonbons, die Teller aus Pelz – vielleicht ein Hommage an Meret Oppenheim)? Symbolisieren sie “the End”? Keine Ahnung. Aber schön sind sie, keine Frage. Oder waren. Die Ausstellung ist nämlich zu Ende. Also “The End”.

Die Ausstellung gibt es nicht mehr, aber ich glaube die rote Villa kann man immer noch sehen, wahrscheinlich bis sie abgerissen wird. Es lohnt sich, hinzugehen, zumal es auch gegenüber eine schöne halbwilde Grünanlage mit Skulpruren gibt: Pillkaller Allee 2 in 14055 Berlin.

Weitere Filmberichten folgen.

Ułaskawienie / Begnadigung

Tekst po polsku poniżej

Ewa Maria Slaska

Aus der Pressemappe des Festivals:

Kolski ist einer der profiliertesten Autorenfilmer Polens. Seine Spezialdisziplin sind kleine, auf den ersten Blick unspektakuläre, parabelhafte Geschichten, die sich in der Provinz abspielen und gelegentlich autobiografische Züge tragen – genau wie „Ułaskawienie“. Der Regisseur entführt uns nach Popielawy, wo er bei seinen Großeltern seine Kindheit verbrachte. Sie sind die Helden seines ungewöhnlichen Roadmovies.

Das eigenwillige Paar, das nicht wie füreinander geschaffen wirkt und doch unzertrennlich ist, hat gerade seinen Sohn verloren, der als sogenannter verfemter Soldat nach dem Zweiten Weltkrieg im Untergrund die Kommunisten bekämpfte und vom Geheimdienst erschossen wurde. Sie haben gegen alle Vernunft eine dramatische Entscheidung getroffen, ihn heimlich in den Hunderte Kilometer entfernten Karpaten beizusetzen. Eine kreuzgefährliche Reise durch das Nachkriegschaos beginnt, in der es nicht nur um Überleben und Ankommen geht, sondern auch um die Wahrung der menschlichen Würde in Zeiten, in denen ein Menschenleben nicht viel wert ist.

***

Osadzona w realiach powojennej Polski historia zmagających się z żałobą rodziców, wyruszających ze swoim synem w ostatnią podróż, opowiedziana z perspektywy ich wnuka Jana. Syn Hanny i Jakuba, żołnierz AK Wacław „Odrowąż” Szewczyk, zostaje jesienią 1946 roku zastrzelony przez UB. Po serii upokorzeń doznanych ze strony nowej władzy, bezczeszczącej zwłoki ich dziecka, Hanna i Jakub postanawiają zapewnić synowi godny pochówek w oddalonej o 500 km Kalwarii Pacławskiej. Podróż rodziców przez wciąż pogrążoną w powojennym koszmarze Polskę staje się metaforyczną wyprawą w głąb ludzkiej duszy i próbą stworzenia na nowo definicji człowieczeństwa w świecie, w którym sąsiedzi zwracają się przeciwko sobie, a nieoczekiwanym sojusznikiem może stać się dotychczasowy wróg.

Polnischer Titel: Ułaskawienie
Deutscher Titel: Begnadigung
Produktionsjahr: 2018
Dauer: 01:40:00

Regie: Jan Jakub Kolski
Drehbuch: Jan Jakub Kolski
Kamera: Julian A. Ch. Kernbach, Jan Jakub Kolski
Darsteller: Grażyna Błęcka-Kolska, Jan Jankowski, Michał Kaleta
Musik: Dariusz Górniok

Zacznę może od informacji podstawowej, bo potem może umknie. Piękny film. Piękne krajobrazy, piękna praca kamery.

Polski film drogi. Tak w kuluarach festiwalu mówiło się o tym filmie. Przede wszystkim jednak “mówiło się” o prywatnych sprawach reżysera i jego byłej żony, która jest również główną aktorką w tym filmie, Jana Jakuba Kolskiego i Grażyny Błęckiej-Kolskiej, którzy kilka lat temu stracili córkę w wypadku samochodowym, oraz o chorobie głównego aktora, Krzysztofa Głobisza, grającego drugoplanową rolę chorego zakonnika. To rola, kolejna już w polskim teatrze i filmie, napisana specjalnie dla niego. W lipcu 2014 aktor doznał udaru mózgu. Po wielomiesięcznym leczeniu, w grudniu 2015 pojawił się w krakowskim Teatrze STU na krótkim, symbolicznym występie w “Hamlecie” jako król Klaudiusz. Od grudnia 2016, pomimo skutków udaru, gra główną rolę w napisanym z myślą o nim spektaklu Mateusza Pakuły “Wieloryb The Globe” wystawionym już w kilku teatrach w Polsce.

Rodzinna tragedia Kolskiego i jego, dziś już byłej żony, Grażyny Błęckiej, odcisnęła niezatarte piętno na nowym filmie Kolskiego, powodując, że jest w nim mniej tego dawnego Kolskiego, opiewającego piękną polską prowincję i że pojawia się tu dramatyczna nuta, tragiczne wątki, nie podmalowane, jak przedtem zawsze – ironicznym autodystansem. Opowiadając historię swoich dziadków, Kolski poniechał dotychczasowej franciszkańskiej wręcz pogody ducha i zarzucił gombrowiczowską groteskę. Jest boleśnie i żarliwie prawdziwie ludzki.

Piszę o tym, bo w Polsce wszyscy o tym wiedzą, wszyscy wiedzą, że to matka prowadziła samochód, i że to, co się zdarzyło odcisnęło piętno i na filmie, i na niej jako aktorce, i na Kolskim jako autorze scenariusza i reżyserze. W filmie cały czas tkwi pod powierzchnią nieme, raz tylko głośno wyrażone, a i to w kłótni, oskarżenie o winę rodziców za śmierć dziecka… To okrutne, i w filmie, i w życiu i w tym, co piszę. Jednak młody człowiek z Instytutu Polskiego, który wprowadzał nas, polskich i niemieckich widzów w Berlinie, w to, co mamy czy możemy myśleć o tym filmie, powiedział, że w Polsce wszyscy to wiedzą, wszyscy wiedzą, że to prywatna rodzinna tragedia Kolskich została przepracowana w Ułaskawieniu. Bo o to właśnie chodzi, o ułaskawienie, o zdjęcie z barków ciężaru winy, nawet jeśli niezawinionej. Tak niezawinionej jak niezawiniona jest wina człowieka w greckiej tragedii. Urodziłeś się, jesteś więc winny.

Zdjęcia Łukasz Bąk

Kolejne recenzje za kilka dni. Festiwal wczoraj się skończył, nie ma więc gorączkowego pośpiechu festiwalowej nocy.  W przyszłym tygodniu jeszcze wrócę do tych filmów, bo “dały mi do myślenia”.

Fuga / Fugue

Uwaga, jak się poszuka, znajdzie się też króciutką opinię o filmie po polsku – niebieską 🙂

Aus der Pressemappe des Festivals:

Kategorie: Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel: Fuga
Deutscher Titel: Fugue
Produktionsjahr: 2018
Dauer: 01:40:00
Festivalausgabe: 2019
Regie: Agnieszka Smoczyńska
Drehbuch: Gabriela Muskała
Kamera: Jakub Kijowski
Darsteller: Łukasz Simlat, Zbigniew Waleryś, Halina Rasiakówna, Gabriela Muskała, Małgorzata Buczkowska
Musik: Filip Míšek

W Berlinie dziś jeszcze do obejrzenia / Heute noch im Kino
19:00 / Wolf Kino

Pressetext:

Nach ihrem gefeierten, furiosen, bunten Horror-Trash-Musical Córki dancingu/ Sirenengesang/ The Lure überrascht Smoczyńska mit einem ernsten Psycho-Kammerspiel, zu dem die Hauptdarstellerin Gabriela Muskała das Drehbuch schrieb. Sie verkörpert eine Frau mit einem doppeltem Knick in ihrer Biografie: Vor zwei Jahren war die brave Mutter aus der Gegend von Wrocław plötzlich verschwunden und hatte sich ohne jegliche Erinnerung in Warschau neu erfunden. Als starke, selbstbewusste Frau hat sie sich durchs Leben geboxt, bis eine TV-Sendung ihre Identität offenlegt. Nun ist sie zurück in den Armen ihrer Familie und könnte sich dort kaum fremder fühlen.

In dunklen Bildern und mit mutigem Sounddesign entblättert die Regisseurin das zerrissene Innere ihrer Hauptfigur, der sie stets dicht auf den Fersen bleibt. Dass diese nicht zwingend sympathisch, aber stets nachvollziehbar bleibt, ist neben einem gekonnten Schnitt vor allem der grandiosen Leistung der Hauptdarstellerin zu verdanken, welche Blicke tief in die Seele ihrer Figur zulässt, ohne sie vollständig zu enträtseln.

Ela Kargol napisała:

Pomiędzy flizą, płytą, kaflem jest fuga. Większa mniejsza, szersza, węższa, trwała, krucha….
Fuga wypełniona pewną masą łączy części w całość. Zabrakło w filmie spoiwa wypełniającego fugę. Może się wykruszyło, tak jak pamięć głównej bohaterki, a może z powodu zaniku pamięci nie da się już nic scalić i fuga zostaje pusta.
Mój tata miał takie widzimisię, że kładł fugi kolorowe, potem blakły, tak mi się tylko przypomniało…


Jetzt werden hier Texte von drei weiteren Frauen folgen. Wir trafen uns alle im Kino, aber wir haben nicht miteinander über den Film gesprochen. Das, was wir über den Film denken, trifft sich erst hier.

Ewa Maria Slaska

Ich lese solche Texte stets erst nachdem ich den Film gesehen habe. Ich versuche, mich vor den Spoilern zu schützen. Ich hasse es, schon vorher belehrt zu werden, was ich zu denken habe. Besonders in der deutschen Kritikpraxis ist es eigentlich gang und gäbe, dass einem der Inhalt, das Ende und der Sinn des Filmes von den Rezensenten gnadenlos enthüllt werden. Ist es die unterbewusste Überzeugung, dass der Rezipient keine Ahnung hat und Auslegung braucht, ist es der Wunsch des Publikums, oder ist es blosse Machtlosigkeit der Kritik, die selber nichts weiß und doch über irgendetwas schreiben muss?

Dies aber nur am Rande. Ich bin also ins Kino gegangen ohne jedwede Vorkentnisse. Ich ließ den Film auf mich wirken und… und der ließ mich unberührt. Mir hat der Film nicht gefallen. Vielleicht bin ich aber nur die Einzige im Kino, die das dachte, weil ich vermute, von den Zuschauerinnen (es waren überwiegend Frauen im Kino) bei dem Weggehen kleine Anerkennungssätze zu schnappen.

Ich kann aber nicht anders. Auch wenn alle andere anders denken. Die Geschichte scheint mir unlogisch und voller Lücken konstruiert zu sein. Und damit meine ich nicht den künstlerischen Anspruch der Regisseurin und der Drehbuchautorin, ihre Protagonistin geheimnisakzeptierend und nicht entblössend darzustellen. Nein, ich meine Konstruktionsfehler des Films selber, das Ignorieren der Tatsachen und Prozedern, das Weglassen der nüchternen Fakten. Nichts in der Geschichte von Alicja könnte so gewesen sein, wie es im Film gezeigt ist. Alles stimmt nicht, alles ist nur bloßes Fantasieren um ein Frauenschicksal herum, unterlegt mit frecher Gewissheit der Filmmacherinnen, dass wenn es Frauengeschichte ist, wird sie aufgenommen sein, weil 2019 Frauengeschichten einfach aufgenommen werden und niemand wird sie hinterfragen.

Die Geschichte entwickelt sich nicht, sie dreht sich nur rum. Man weißt nicht, weshalb etwas im Film gerade gezeigt wird, es ist wurscht und egal, was die Menschen im Film machen und weshalb gerade jetzt. Die einzelnen Szenen sind lose nacheinander geworfen. Irgendwas. Irgendwie. Irgend… Ich fühle mich als Zuschauerin regelrecht verarscht und hab’ Gefühl, die große Worte des Pressetexts wollen mich nur einschüchtern, damit ich es doch nicht tue, was man (frau) sich nicht wünscht: nicht frage.

Auch die große schauspielerische Leistung der Hauptprotagonistin, die im Pressetext hochgepriesen ist, scheint mir ein Humbug zu sein. Frau Muskała verfügt, meiner Meinung nach, nur über zwei Gesichtausdrücke – entweder ist sie weit weg vom Hier und Jetzt und somit traurig oder hat einen delikaten fast unmerkbaren Lächeln parat, der sicher ihre Stärke ist, wird aber so oft und so sinnlos eingesetzt, dass es schon gar nichts bedeuten kann.

Also bei der Frage Hit oder Kitt, sage ich Kitt, obwohl mir sehr bewusst ist, dass der Film beste Chancen hatte, den Filmfestivalpreis zu bekommen. Und weisst der Kuckkuck, weshalb er ihn nicht bekam?

Monika Wrzosek-Müller

Irgendwie beschäftigen sich übermäßig viele Filme des diesjährigen Neuen Polnischen Kinos mit psychologischen Problemen, wenn nicht Anomalien. Schon die Titel weisen daraufhin: 7 Gefühle, Panikattacken, Fugue, Over the Limit. Ich habe nun den 2018 von Agnieszka Smoczynska gedrehten Film Fugue gesehen. Eigentlich könnte man bei diesem Film von der Illustration eines dissoziativen Phänomens, nämlich der Dissoziativen Fugue, auch psychogene Fugue genannt, sprechen. Die Hauptdarstellerin Gabriela Muskała, die übrigens auch das Drehbuch schrieb, spielt hervorragend; doch der Film war für mich an manchen Stellen künstlich und überzogen.

In der Klassifikation nach ICD-10 der psychischen Störungen wird Dissoziative Fugue unter der Nummer F44.1 aufgelistet. Zu den Symptomen gehören eine unerwartete, desorientierte Flucht aus der gewohnten Umgebung (Zuhause, Arbeitsplatz), teilweise Amnesie in Bezug auf Teile der Vergangenheit, Verwirrung über die eigene Identität, manchmal die Annahme einer neuen. Die Störung kann von ein paar Stunden bis zu mehreren Monaten dauern. Nun im Film dauert sie zwei Jahre, die Frau nimmt eine neue Identität an und kämpft sich an einem neuen Ort, in Warschau, durchs Leben, bis sie durch eine TV-Sendung erkannt wird. Der Vater ruft die Moderatorin an und entschlüsselt ihre Identität.

Es folgen berührende Szenen, in denen die ganze Familie und besonders der Vater versuchen, sie wieder an ihre Vergangenheit heranzuführen. Doch alle Versuche scheitern, sie scheint sich an nichts zu erinnern. Man sieht nur, dass all das sie quält und ihr unangenehme Gefühle bereitet.

Eigentlich stellt sich für mich in dem Film als wichtigste Frage, warum sie das getan hat, warum sie „geflüchtet“ ist. Das erfährt der Zuschauer peu à peu, in kleinen Schritten – bis er erfährt, dass sie einen Autounfall im Wald hatte. Sie wollte vor ihrem Mann fliehen, der ihr gedroht hatte, sich scheiden zu lassen und ihr den Sohn wegzunehmen. Nach dem Unfall dachte sie, ihr Sohn sei dabei gestorben, und daraufhin, aus Entsetzen über die eigene Tat, wäre sie von der Unfallstelle geflohen und hätte das Geschehene vergessen. Doch ihr Psychotherapeut spricht von dissoziativer Fugue und hilft ihr dabei, ihre wahre Identität zu finden. Aber ihr früheres Leben, in dem sie sich gar nicht mehr zurecht findet, stellt für sie keine Alternative für eine Fortsetzung dar. Am Ende des Films verlässt sie ihren Mann und ihren Sohn. Die Sentenzen, die Szenen mit ihrem Sohn, einem Jungen von 5 oder 6 Jahren, sind sehr berührend: das Kind ist klug und mein Herz zog sich regelrecht zusammen, als ich sah, wieviel der Junge von der Situation auf sich übertrug und wie ihn das direkt betraf. Insofern eine Warnung an alle Eltern, wie direkt ihr Leben das ihrer Kinder betrifft.

Doch letztendlich verdankt der Film seine ganze Wirkung dem enormen, perfekten und mutigen Spiel der Hauptdarstellerin. Trotzdem habe ich den Saal mit einem Gefühl des leisen Missmuts verlassen.

Anne Schmidt

Liebe Ewa,
Der Titel des Films Fuga beschäftigt mich, seitdem ich mir diesen Film angeschaut habe.
Leider konnte ich nicht bis zum Gespräch mit der Hauptdarstellerin und Drehbuchautorin bleiben, denn sie hätte mich vielleicht darüber aufgeklärt, ob die musikalische Fuge oder die handwerkliche Fuge gemeint ist. Vielleicht hast Du die Gelegenheit Gabriela Muskala nach der Bedeutung des Titels zu fragen.
In der Anfangsszene des Films kraxelt eine zierliche junge Frau in Stöckelschuhen über den Schotter einer unterirdischen Bahntrasse (Fuge), bis sie in einem unterirdischen Bahnhof ankommt. Dort zieht sie sich mühsam zum Bahnsteig hoch, taumelt unter den Augen der indigniert schauenden Passagiere ein paar Schritte vorwärts, hockt sich nieder, lupft ihren seriösen Trenchcoat und uriniert auf den Bahnsteig.
Ich frage mich, ob sie damit den Ruf nach der Polizei und einem Arzt provozieren wollte, denn in der nächsten Szene sehen wir sie in einer psychiatrischen Klinik. Sie wird dort zwei Jahre lang als Frau ohne Gedächtnis unter dem Namen Alicja von einem sehr engagierten Professor behandelt bis dieser auf die Idee kommt, sie im Fernsehen der Öffentlichkeit vorzustellen. Sofort nach der Ausstrahlung meldet sich ein Mann, der sie als seine Tochter, die vor zwei Jahren verschwunden ist, erkannt hat.
Ab jetzt wird die Geschichte kompliziert, denn Kinga, wie Alicija richtig heisst, reagiert auf ihre “Heimführung” in ihr ehemaliges Zuhause mit Mann und Kind aggressiv und ablehnend. Auch ihr Mann wirkt weder erfreut noch erleichtert darüber, dass seine Frau wieder zurück ist. Der kleine Sohn scheint sie nicht als seine Mutter wiederzuerkennen und fühlt sich mehr zu einer ehemaligen Kollegin von ihr hingezogen.
Die Frage, was stimmt in dieser Familie nicht, wird erst zum Schluss beantwortet.
Die Frage, hat Kinga wirklich ihre Vergangenheit vergessen, bleibt bis zum Schluss bestehen, denn manche Dinge kann sie seltsamerweise richtig zuordnen.
Nachdem ihr ihr Ehemann den letzten Tag ihres alten Lebens ins Gedächtnis zurückgerufen hat, zieht sie daraus eine unerbittliche Konsequenz. Ob sie damit ihrem Kind das verlorengegangene Gleichgewicht wiedergibt und ihrem Mann ein glückliches Leben ermöglicht, sei dahingestellt.
Aber was wird aus ihr? Kann sie ohne ihren Psychiater nicht mehr leben? Hat er aus ihr eine Kurwa gemacht?
Wie beurteilst Du ihr Verhalten und ihre Zukunftsaussichten, Ewa?
Mich haben die Geschichte und die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin sehr beeindruckt.
Die Tatsache, dass sie die Verwirklichung ihres Drehbuches über mehrere Jahre verfolgt hat, deutet meiner Meinung nach auf ein starkes persönliches Interesse an diesem Stoff hin. Leider kann ich sie nicht nach den Gründen für ihre starke Ambition fragen, aber Du hast vielleicht noch diese Chance.

Ewa Maria Slaska

Liebe Anne, ich glaube Fuga ist hier als lateinsches Wort Flucht gemeint. Mit Bach und seiner berühmten Fuge (fliehende musikalische Motive geben der Fuga ihren Namen her) hat die Geschichte wohl wenig zu tun. Ob es damit aber (auch) die handwerkliche Fuge gemeint ist, also ein Spalt zwischen den Kacheln, die man zusammenbinden muss, damit sie nicht auseinander geraten? ich weiß es nicht. Möglich wäre es. Man sieht, dass in dieser Familie etwas fehlt, dass hier alle auseinander geraten. Monika meint, die Fugue ist der Name einer psychischen Krankheit.

Fotos: FUGUE_Stills_2_4_6 © Alpha Violet

Weitere Filmkritiken folgen

Atak paniki / Panic Attak

Liebe Ewa, schreibt mir die Autorin, als Erstes möchte ich meine Entrüstung darüber bekunden, dass ich weder in der Berliner Zeitung noch im Tagesspiegel
einen einzigen Hinweis auf das polnische Filmfestival gefunden habe.

Inzwischen habe ich mir zwei Filme angesehen, u.zw.
Atak paniki und Fuga.

EMS: Zu der Bemerkung, dass es in der Berliner Presse keine Info über das Festival gab, kann ich mich nicht äussern. Aber in der Stadt ist das Festival doch sehr schön präsent. Wir wohnen nicht weit voneinander, die Autorin des Texts und ich. Bei mir in der U-Bahn-Station gab es Festivalplakats in der Vitrine (Wartezeit ist doch Werbezeit), aber ich fahr’ ja U-Bahn oder S-Bahn und die Autorin Auto oder Fahrrad :-), da sieht man die Plakate nicht so oft…

Anne Schmidt

Der Film “Atak paniki” beschäftigt mein Hirn immer noch, obwohl seit seinem Genuss einige Tage vergangen sind.
Dank der Hinweise im Progammheft wusste ich, dass ich mich auf eine Montage gefasst machen musste,
aber dennnoch verwirrten mich die Namen der Personen so sehr, dass ich die Konstellationen der Gruppen zueinander nicht unbedingt sofort erkannte und immer noch nicht alle Puzzleteile korrekt zuordnen kann.
Die verschiedenen zeitlichen Ebenen, die kommentarlos ineinander übergehen, machen meinen Erkenntnisprozess nicht leichter, aber genau das will ich, erkennen und deshalb denke ich immer wieder darüber nach, ob der Tierpsychologe im Flugzeug der Vater von dem jungen Selbstmörder und den bekifften Jugendlichen ist oder ob der neben ihm sitzende Fluggast der Vater von beiden oder nur einem der beiden ist. Ein junger Spielsüchtiger, der seinen Job als Kellner bei einer exklusiven Hochzeit aufs Spiel setzt, zwingt seine ahnungslose, tierliebende Mutter, sein Spiel am heimischen Computer fortzusetzen, damit er nicht von einem geheimnisvollen Anrufer vernichtet wird.


Drei junge Frauen, von denen eine ein Baby hat und mit diesem irgendwann bei
der Hochzeit auftaucht, scheinen die Töchter der Tierschützerin und Schwestern des jungen Kellners zu sein.
Die todschicke Hochzeitsgesellschaft lauscht verständnislos den Erklärungen der schönen, schwangeren Braut zur Wassergeburt ihres Babys, lässt sich aber nicht durch das Fehlen des Bräutigams vom Schmausen und Feiern abhalten.
Ist der Bräutigamer etwa der Typ, der sich zu einem letzten Abendessen mit seiner Nochfrau getroffen hat und der er vor ihrer letzten Verführungsattacke von seiner schwangeren Braut erzählt?
Bei der Frühgeburt mitten im Festsaal scheint er dann doch zugegen zu sein, obwohl er gerade noch in einer leidenschaftlichen Sexszene mit seiner Ex zu sehen war.
Geburt und Tod liegen in diesem Film nahe beieinander, wenn auch nicht zeitlich. Der finale Schuss, mit dem sich der junge Musikredakteur ins All katapultiert hat, scheint zeitlich parallel zum Flug seiner Eltern von Ägypten nach Polen stattzufinden. Noch wissen sie nichts von seinem Tod, werden aber mit dem Tod als Phänomen konfrontiert, weil ein Sitznachbar von ihnen während einiger Turbulenzen des Flugzeugs einen plötzlichen Herzstillstand erleidet. Sein Tod wird nicht gemeldet, damit der Ankunftstermin in Warschau nicht verzögert wird.


Während die drei Jugendlichen nach ihrem Drogenkonsum in Panik verfallen, einer der Drei verzweifelt seinen Bruder telefonisch zu erreichen versucht (wahrscheinlich der junge Selbstmörder), rücken die zwei Töchter, die von ihrer tierlieben Mutter nie erwähnt wurden, der Schwester, die dem spielsüchtigen Kellner als arbeitsames Vorbild vorgehalten wird, auf die Bude. Diese schöne junge Frau, die gerade bei der Arbeit, Telefonsex, war, fühlt sich von ihren aufdringlichen Schwestern und dem Kleinkind einer der beiden äußerst gestört; in letzter Minute gelingt es ihr, ihre Arbeitsmaterialien, u.a. eine Wasserpistole, unter ihrem Bett zu verstecken, als ihre Schwestern sie mit der Nachricht von dem Selbstmord des jungen Musikredakteurs überfallen und sie daran erinnern, dass sie während der Schulzeit mit ihm befreundet gewesen sei. Die junge Frau kann sich offensichtlich nicht an ihn erinnern, gerät aber dermaßen in Panik darüber, dass ihre Schwestern ihren wahren Broterwerb erkennen könnten, dass sie sie
aus ihrem Appartement drängt und anschließend mit einer vollgestopften Reisetasche fluchtartig die Wohnung verlässt. Am Flughafen nimmt sie den erstbesten Flug nach Südamerika, zerrt Pullover, Felljacke und ähnlich warme Kleidung aus ihrer übergewichtigen Tasche und zieht sie sich übereinander an; nicht nur diese Szene ist lustig, auch andere wirken eher komisch als traurig.
Wenn ich den Film noch nicht gesehen hätte, würde ich ihn mir anschauen, nicht nur wegen der Rätsel, die er mir aufgibt, nicht nur wegen der Komik, sondern auch wegen der vielen schönen Menschen und Dinge, die kaum Raum für die hässliche Ralität lassen.


Aus der Pressemappe:

Panic Attak
Film nominiert für den Wettbewerb

Der Episodenfilm erzählt Geschichten von Menschen, die auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben: Zwei Teenager verpassen sich beim ersten Kiffen gleich eine Überdosis. Ein Noch-Ehepaar versucht im Restaurant, gesittet seine längst fällige Scheidung zu organisieren. Eine Internet-Porno-Queen bekommt mitten in den Dreharbeiten ungebetenen Besuch. Fluggäste schlagen sich mit unbequemen Sitznachbarn herum. Eine Braut muss ihre Hochzeitsfeier hochschwanger hinter sich bringen. Und ein Kellner versucht, moralische Spielschulden zu begleichen.

In seinem gefeierten, meisterhaft montierten Debüt webt der Regisseur in vorerst getrennten Erzählfäden, die er später geschickt und auf überraschende Weise miteinander verknüpft, ein Bild von gewöhnlichen Menschen, die in alltäglichen Situationen unvermittelt aus der Bahn geworfen werden. Wie sie sich mit allen Kräften gegen ihr grausames Schicksal wehren, ist tragisch und saukomisch zugleich, vor allem aber zutiefst menschlich. Denn in jedem von ihnen erkennen die Zuschauer_innen ein Stück von sich selbst wieder.


Kategorie: Neues Polnisches Kino
Polnischer Titel: Atak paniki
Deutscher Titel: Panic Attak
Produktionsjahr: 2017
Dauer: 01:40:00
Festivalausgabe: 2019
Regie: Paweł Maślona
Drehbuch: Aleksandra Pisula, Bartłomiej Kotschedoff, Paweł Maślona
Kamera: Cezary Stolecki
Darsteller: Dorota Segda, Magdalena Popławska, Artur Żmijewski, Małgorzata Hajewska-Krzysztofik, Nicolas Bro, Grzegorz Damięcki, Julia Wyszyńska, Bartłomiej Kotschedoff
Musik: Radzimir Dębski

Fotos: PanicAttack©New Europe Film Sales

Weitere Filmkritiken folgen

Film Polska 2019

 

 

 

14. Polnisches Filmfestival filmPOLSKA (24.04.-01.05.2019)

Das spannendste Kino in Europa

Mit über dreißig Filmen zeigt vom 24.04.-01.05.2019 das größte polnische Filmfestival außerhalb Polens, was die zeitgenössische polnische Filmkunst zu bieten hat. Die Filmemacherinnen und Filmemacher Polens reflektieren in ihren Werken wichtige gesellschaftliche Themen und halten dem Publikum einen Spiegel vor. Festlich eröffnet wird filmPOLSKA 2019 am Abend des 24.04. im Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz.

Seinem Alter entsprechend zeichnen den 14-jährigen Festivaljüngling Frische und Frechheit aus – vor allem durch Filme in der Sektion Neues Polnisches Kino. Im Fokus des Wettbewerbs stehen Werken des polnischen Regienachwuchses, darunter „Werewolf“ (Regie: Adrian Panek), „Nina“ (Regie: Olga Chajdas) und „Fugue“ (Regie: Agnieszka Smoczyńska). Im diesjährigen Kurzfilmprogramm wird mit einer Auswahl an Kurzfilmen unterschiedlicher Formate und Genres das Produktionsstudio Munk Studios aus Warschau vorgestellt, die als Schmiede junger Talente große Anerkennung erlangt hat.

Die diesjährige Retrospektive widmet sich dem Filmschaffen des  Altmeisters Krzysztof Zanussi. Anlässlich seines 80. Geburtstags eröffnet filmPOLSKA am 26.04. im Zeughauskino in Anwesenheit des Regisseurs eine Werkschau mit seinen Filmen aus den 70er Jahren, die zum „Kino der moralischen Unruhe“ zählen. Zanussis Filme spannen eine philosophische Welt auf und widmen sich den großen Fragen der Aufklärung und Menschheit.

Gelten in Zanussis Betrachtung der Welt noch Verhaltensregeln und Moral, zerbrechen sie bei Wojciech Smarzowski. Der Regisseur geht kritisch und radikal mit aktuellen sozialpolitischen Themen um (z.B. „Haus der Finsternis“, „Die Hochzeit“, „Klerus“). Seinem besonderen Blickwinkel auf die Welt, die aus den Fugen geraten ist, ist die Hommage „Die Welt nach Wojciech Smarzowski“  gewidmet.

Dieses Jahr wird filmPOLSKA von der Ausstellung „Krzysztof Komeda. Meine süße europäische Heimat“ begleitet. Bereits ab dem 16.04. sind in der Galerie des Polnischen Instituts Noten, Partituren, Fotografien und Filmetüden mit Musik des außergewöhnlichen Jazzmusikers zu sehen und zu hören. Zu seinen bekanntesten Stücken zählt „Rosemary‘s Lullaby“ aus Polańskis einst gefeierten Streifen „Rosemary’s Baby“ (1968).

Krzysztof Komeda – Lullaby – (Rosemary’s Baby – 1968), gesungen von Mia Farrow


Über die Vergabe des filmPOLSKA 2019-Filmpreises werden die Kamerafrau Bernadette Paassen, der Filmkritiker Patrick Wellinski und die Filmemacherin und Kuratorin Dorothee Wenner entscheiden. Sieben Filme gehen im Wettbewerb ins Rennen. Der Gewinner wird am 01.05. um 21 Uhr im Filmclub K18 Berlin gezeigt.

Die zur Wahl stehen folgende Filme: Fuga / Fugue von Agnieszka Smoczyńska, Wilkołak / Werewolf (R: Adrian Panek), Nina (R: Olga Chajdas), Atak paniki / Panic Attack (R: Paweł Maślona), Córka trenera / A Coachs’s Daughter (R: Łukasz Grzegorzek), Over the Limit (R: Marta Prus), Via Carpatia (R: Klara Kochańska und Kasper Bajon).


14. filmPOLSKA – 24.04.-01.05.2019 – www.filmpolska.dewww.facebook.com/filmpolska.berlin

Veranstalter:
Polnisches Institut Berlin, Burgstraße 27, 10178 Berlin, Tel.: 0049 30 24 75 81 0
berlin@instytutpolski.org, www.polnischekultur.de


Heute:

  1. filmPOLSKA Festivaleröffnung: Eröffnungsfilm und Gäste

Filmkritikerin Margarete Wach für ihr Engagement für das polnische Kino geehrt

 

 

Am 24. April wird der Auftakt des größten Festivals des neuen polnischen Kinos außerhalb Polens gefeiert. Im Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz werden Małgorzata Bochwic-Ivanovska (Polnisches Institut Berlin) und Kirsten Niehuus (Medienboard Berlin-Brandenburg) das 14. filmPOLSKA eröffnen. Im Rahmen der Eröffnungsgala werden Jury-Mitglieder Bernadette Paassen, Patrick Wellinski und Dorothee Wenner vorgestellt. Die Filmkritikerin und Journalistin Margarete Wach wird für ihr Engagement für das polnische Kino und die deutsch-polnische Filmvermittlung gewürdigt. Im Anschluss feiert der Film 7 Uczuć / 7 Gefühle / 7 Emotions von Marek Koterski in Anwesenheit des Produzenten Włodzimierz Niederhaus, des Stardarstellers Robert Więckiewicz und des Komponisten Arkadiusz Grochowski seine Berlinpremiere.

Der Film 7 Uczuć / 7 Gefühle bekommt seinen Koterski-typischen surrealistischen Einschlag dadurch, dass alle Rollen bis in die kleinsten Nebenfiguren mit Erwachsenen besetzt sind. Die Hauptfigur, Adaś Miauczyński, erfährt von seiner Psychologin, dass er unzufrieden mit seinem Leben sei, weil er als Kind nicht gelernt habe, mit sieben elementaren Gefühlen umzugehen: Angst, Wut, Trauer, Freude, Ekel, Eifersucht und Scham. Miauczyński macht sich also auf eine Gedankenreise in seine Kindheit, in die Zeit der anbrechenden Pubertät.

Siłaczki / Starke Frauen / Die Frauen der ersten Stunde

Ein Film über Frauenemanzipation in Polen vor 100 Jahren. Im Programm Treffen mit den Autoren des Films: Marta Dzido und Piotr Śliwowski. Bitte, komm’ verkleidet.
Film auf Polnisch mit deutschen Untertiteln.

Film o emancypacji Polek przed stu laty. W programie spotkanie z autorami filmu – Martą Dzido i Piotrem Śliwowskim. Przebierzcie się za emancypantki!

Katz salami

Ewa Maria Slaska

Wspomnienia z Nowego Jorku

Nie wiem, czy wiecie, ale są ludzie, którym nie sposób kupić prezentu, bo nic nie chcą i nic ich nie ucieszy. Mam takich również w rodzinie. Czasem próbuję obejść problem dookoła i, korzystając z nowoczesnych środków komunikacji, znienacka zadaję pytanie: Co przywieźć? Zadałam je pod koniec pobytu w NY. Odpowiedź była lakoniczna, co mnie nie dziwi, bo sama też jestem nader lakoniczna: Nie wiem. Katz salami?

Katz salami? Katzsalami… katzsalami…

Pytam przyjaciół. Nie wiedzą. Katzsalami. Katzsalami? No, salami.

Jedziemy do sklepu, przy okazji pytamy w dziale mięsnym. Katzsalami? No idea.
E tam, mówi przyjaciółka. Kup salami. Nie ma nic takiego, jak kacsalami…

O nie! Jeśli człowiek trudny do obdarowania udziela odpowiedzi, to znaczy, że dobrze wie, czego chce i po prostu muszę znaleźć Katz salami. Szkoda, że zapytałam tak późno, bo zotały mi już tylko dwa dni do wyjazdu.

Siadam do komputera i rozpoczynam research. To moje ulubione zajęcie, a internet jest niezwykłym narzędziem, wymyślonym na pewno tylko po to, żeby mi sprawić przyjemność, ułatwiając poszukiwania odpowiedzi na pytania, które zadają mi inni i które zadaję sobie sama. Taki odwrócony paragraf 22 (i to jest takie zdanko, absolutnie bez związku z czymkolwiek, które tu wam podrzucam, po to, żebyście teraz wy się pogłowili nad tym, co autorka miała na myśli? Jak odgadniecie, to dostaniecie nagrodę.)

Research potrafi człowieka zaprowadzić do niezwykłych światów. I tak też było z Katz salami.

Zacznę od końca. Pamiętacie taką słynną scenę filmową. Dziewczyna i chłopak, którzy nie są parą, idą do restauracji, rozmawiają o życiu, ona publicznie odgrywa orgazm, a pani przy sąsiednim stoliku mówi do kelnera – poproszę to samo, co ona.

No? No? No jasne, Kiedy Harry poznał Sally, choć wszyscy i tak znają ten film jako Harry i Sally. Grają Billy Crystal i Mag Ryan. Autor wpisu w polskiej Wikipedii był niewątpliwie smętnym idiotą. Opowiada beznadziejnie treść filmu i NIE zauważa tej jednej sceny, TEJ, którą wszyscy lepiej pamiętają, niż fakt, że film dostał oskara i całą furę złotych globów.

To szyld, który wisi w restauracji, gdzie miała miejsce TA scena.

Zdanie I’ll have what she’s having weszło do historii kina i na liście najsłynniejszych cytatów filmowych zajmuje 33 miejsce. Podobno na pokazie przedpremierowym wszystkie kobiety się śmiały, a mężczyźni skonsternowani milczeli.

No już dobrze, dobrze… Już wyjaśniam:

To ta restauracja. Ta, w której miała miejsce TA scena. Katz Delicatessen albo jak mówią mieszkańcy NY – Deli. Katz deli. Salami z delikatesów Katza. Ale tak naprawdę Katz słynie przede wszystkim z kanapek z pastrami.

Reszta jest historią, którą znaleźć można na polskiej stronie Pastrami Deli, bo, pastrami ma swoje miejsce w historii kultury i, jak się okazuje, kanapki z pastrami uważane są za najsłynniejszy sandwicz na świecie. Pastrami to marynowana wołowina. Zabrałam moją przyjaciółkę do delikatesów Katza i przyglądałam się z zainteresowaniem jak zjada pół takiej kanapki. Już ta połówka jest pokaźnych rozmiarów, a mięsa ma tyle, że wystarczyłoby na obiad dla sporej rodziny. Ale tak się to właśnie je w Katz’s Deli. Góra marynowanego czerwonego mięsa wołowego na kromkach chleba żytniego, dokładnie takiego, jaki jedliśmy codziennie w PRL-u i nigdy nam się nie znudził. Pewien niemiecki tłumacz (nie podam tu nazwiska, bo każdy z nas ma prawo się pomylić lub czegoś nie wiedzieć) przetłumaczył tę nazwę jako Pastrami auf Roggen, pastrami na życie (co po polsku brzmi już doprawdy najśmieszniej pod słońcem).

Katz`s Delicatessen to restauracja, bar szybkiej obsługi i sklep, który od momentu założenia w roku 1887, mieści się w tym samym miejscu – na rogu East Houston i Ludlow. Była to początkowo niewielka masarnia. Sussman Volk, żydowski rzeźnik z Litwy, sprzedawał tam między innymi pastrami, potrawę, na którą dostał przepis od przyjaciela, emigranta rumuńskiego. W rok później Volk przekształcił masarnię w niewielką resturację. W 1903 roku kolejny emigrant, tym razem Żyd rosyjski, Willy Katz, został wspólnikiem Volka, a potem właścicielem restauracji. Do roku 1988 lokal znajdował się w rękach rodziny, choć linia dziedziczenia nie zawsze przebiegała prosto z rodziców na dzieci i czasem przeskakiwała na szwagra czy zięcia. 30 lat temu restaurację odkupili od Katz’ów polscy Żydzi, bracia Fred Austin i Alan Dell.

Podczas drugiej wojny światowej Katz wprowadził zwyczaj wysyłania salami walczącym na wojnie żołnierzom. Pojawił się slogan „Send a salami to your boy in the army”, wymyślony przez żonę ówczesnego właściciela delikatesów. Ich dwóch synów przebywało na froncie. Zwyczaj się przyjął, po czym stał się tradycją. Delikatesy zaczęły produkować salami w wielkości dostosowanej do wielkości przesyłek na front. Tradycja, jak to tradycja, trwa do dziś. Salami Katza dociarało również  do Iraku i Afganistanu.

Salami produkuje się w trzech wielkościach i może ważyć dwa funty, trzy lub cztery. Firma do dziś nie stosuje żadnych środków przyspieszających produkcję. Kiełbasy powoli dojrzewają, wisząc w sklepie ponad głowami sprzedawców. Jeśli jeszcze nie dojrzały, nie będzie można ich kupić i już. Tak było, gdy dotarłam do Katza. Jedyne salami, jakie akurat było dojrzałe, ważyło cztery funty, i wiedziałam, że po prostu nie mogę zabrać ze sobą takiej ogromnej kiełbasy. Musiałam się zadowolić salami pokrojonym na plasterki, ucięte z wielkiej (dojrzałej) kiełbasy.

Są dwie odmiany salami Katza – miękka i twarda. Ale nie mam pojęcia, czym się różnią. Zapewne tym, że jedna jest miękka, a druga twarda :-).

PS. Dwie uwagi dla tych, którzy postanowią odwiedzić delikatesy Katza. Pierwsza – płaci się tylko gotówką! Druga – przy wejściu dostaniesz niepozorny świstek, na którym kelnerzy i sprzedawcy będą notowali, co kupujesz. Biada, jeśli ów bilecik zgubisz, bo wychodząc zapłacisz 50 dolarów kary.