Berlin liegt im Osten

Unter diesem Titel macht das Literaturbüro von Martin Jankowski ab und zu Veranstaltungen mit anderssprachigen Autoren, die in Berlin leben und arbeiten. Dh. schreiben. Im Rahmen des Projektes PARATAXE – die internationalen Literaturszenen Berlins fand am 23. November 2017 das Symposium “Ostpol Berlin – mittel-&osteuropäische Autor*innen in Berlin” statt. Literarisches Colloquium Berlin, Literaturport, die Berliner Literarische Aktion e.V. und zahlreiche Gastautor*INNen, Wissenschaftler*INNen und Literaturaktivist*INNen präsentierten Geschichte und Gegenwart der mittel-/osteuropäischen Literaturen Berlins.

Panel 1.

11.00 – 13.00: Fluchtpunkt Charlottengrad? Literaturenklaven gestern und heute. Mit Ekaterina Vassilieva, Alexander Filyuta, Boris Schapiro, Ekaterina Sadur, Grigorii Arosev. Moderation: Natalia Gagarina.
Featured Poet: Dora Kaprálová.

Panel 2.

14.30 – 16.00: Noch ist Kreuzberg nicht verloren. Literarische Grenzüberschreitungen. Mit Dorota Stroinska, Ewa Maria Slaska, Dorota Danielewicz, Brygida Helbig, Emilia Smechowski. Moderation: Arkadiusz Łuba.
Featured Poet: Ilia Ryvkin.

Panel 3.

16.30 – 18.00: Berlin liegt im Osten? Neue Literatur aus Berlin. Mit Irina Bondas, Dorota Kot, Dora Kaprálová, Radka Franczak, Kinga Toth, Marijana Verhoef. Moderation: Boris Schumatsky.
Featured Poet: Milena Nikolova.

Von links: Boris Schumatsky, Dorota Kot, Irina Bondas, Dora Kaprálová, Radka Franczak und ich als Übersetzerin für Radka (Foto Olga Horn)

Lesung

20.00: Die Sprache gibt den Löffel ab – multilinguale Lesung (Georgisch, Ungarisch, Russisch und Deutsch) mit Iunona Guruli, Orsolya Kalász und Julia Kissina. Moderation: Katerina Poladjan. Dt. Sprecherin: Nina West.



PARATAXE ist ein Projekt der Berliner Literarische Aktion e.V. und wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Die Parataxe Symposien finden in Kooperation mit dem LCB und Literaturport statt.


Wir waren dabei, wir Polinnen – Dorota Danielewicz, Radka Franczak, Brygida Helbig, Dorota Kot, Emilia Smechowski, Dorota Stroińska und ich (EMS), sowie ein Pole (ein einziger, es sei denn, es waren welcher im Publikum) – Arkadiusz Łuba. Darüber hinaus ein polnischer Imbiss vom Mr. P.


Aber wie es immer so ist, das Symposium war das eine und die Gespräche in den Pausen – das andere und vielleicht (sorry Martin! aber auch: danke Martin!) wichtiger :-). Gespräche, Vernetzung, Projekte, Bekanntschaften. Wie mit Boris Shapiro und seiner Frau!

Boris, ein russischer Dichter, schrieb für eine von uns (ach, leider, leider, nicht für mich, sonder für Dorota Kot – und wie neidisch ich bin!) ein wunderbares ad hoc Gedicht, an ihr leichtes und lustiges Paper Literatur to go anknüpfend.

Dorota publizierte dieses Foto auf dem Facebook mit einem Kommentar: Stało się. Es ist passiert. Niesamowite uczucie… Ein unglaubliches Erlebnis…

Wenn man sich fragt, was also “ist passiert”, lautet die Antwort: ein Dichter hat für Dorota ein Gedicht geschrieben. Nicht nur gewidmet – geschrieben!

Darunter schrieb der Dichter Boris Schapiro: Da ist die fertige Variante:

Für Dorota Kot

LITERATUR to go.
Das Leben to go.
Das Denken to go.
Nur du bist zu bleiben.
Was ist das „to bleiben“ und wo?

Das Wo to go.
Das Wann to go.
Das Jetzt to go.
Nur du bist für immer.
Ist das Immer to go?

Nein!
Du bist
das Go-to-immer.
Du bist.


Neidisch wie ich bin, kaufte ich mir das Buch von Boris Shapiro und verlangte eine Widmung. Die kam mit wunderbarer Anspielung an mein parallel laufendes Handy-Gespräch mit jemandem, der mir grad erzählte, in Polen bei einer Parlament-Sitzung fand  eine Offenbarung von Muttergottes statt, die bekannt gab, dass wir NARÓD WYBRANY sind – das auserwählte Volk.

Wir sind, glaube ich, ein Volk der Idioten, die sich aus dem Mittelalter hinüber ins 21. Jahrhundert gerettet haben, aber als Schlüsselwort für meine (MEINE!) Widmung tat die neuste polnische Offenbarung einen witzigen Wunder!

Boris Schapiro, geboren 1944 in Moskau, ist seit 1975 in Deutschland und lebt heute in Berlin. Er schreibt Russisch und Deutsch.

Blind wähle ich im Buch ein Gedicht, das ich hier abschreiben werde.

Seite 58. Geschrieben am 3. Juni 1996. Kein Titel.

DIE JUDEN sind kein Thema,
nur das Überleben,
der Glaube, das Irren, Atemnot,
das Lernen, die Geduld
und – Gott.

Na saksy 2 Die Reichen und die Geiziger

Text Łucja Fice / Übersetzung Małgorzata Behlert

BESUCH BEI DEN REICHEN

Ich irrte herum und fand die Strasse nicht. Ich blieb an einem Auto stehen, und fragte den Mann, der unter die Motorhaube guckte:
“Guten Tag! Wo ist Schubert Strasse?”
Er schaute auf und antwortete:
“Ich weiß nich. Ich arbeiten hier”, ich erkannte sofort diesen Akzent.
“Bist du aus Polen?”, lächelte ich süß. “Ich arbeite auch hier. Ach, wir Polen, wohin es uns doch überall verschlägt.”
“Ich bin erst zwei Wochen hier, als Arbeitstourist sozusagen. Ich kenne die Gegend nicht” , antwortete er auf Polnisch.
Er hatte eine kräftige, dennoch schüchterne Stimme. Mein Gott! Es war so schön, die Muttersprache hören zu können. Die Heimatliebe lugte hervor, von der ich nichts ahnte, wäre nicht der besagte Arbeitstourismus gewesen. Also identifizierte ich mich doch mit meinem Volk. Ich bin eine Polin und fühle das im jeden Blutstropfen. Ich verabschiedete mich und suchte weiter.

Im nächsten Haus reparierte ein älterer Mann etwas in der Garage. Ich fragte ihn auch nach der Adresse.
“Ach, ja! Ist es dieser Architekt? Dieser Millionär? Das ist das große Haus, das da zwischen den Buchen versteckt steht.” Er wies mit dem Finger darauf. Ich bedankte mich und war nach einem Augenblick an dem Haus angekommen. “Ein Millionär? Ist es ein Schimpfname oder etwa Tatsache?”, überlegte ich.

Das Gartentor stand offen. Ich erblickte eine grandiose Terrasse mit einem massigen Tisch und Sesseln. In der Ecke stand ein großer Grill. Die breite Terrassentür, die in die Wohnung führte, war auch offen. Ich ging auf Zehenspitzen hinein und blickte mich in dem Salon mit antiken Möbeln um. In einer Ecke stand ein geschnitzter Sekretär, in der Ecke gegenüber ein Ledersofa und mehrere Sessel. An einer Wand hingen Bilder im Stil Picassos, an der anderen im Stil Goyas. Alles in Allem sehr geschmackvoll. Die Gemälde machten mich neugierig.
“Goya? Picasso? In diesem Haus? Es sind bestimmt Kopien. Aber es ist ja nicht so wichtig”, dachte ich.

Als ich rein kam, saß die Familie steif am üppig gedeckten Tisch und allesamt, auch Ilona, sahen aus, als hätten sie sich für eine Filmaufnahme über leckere Fressalien vorbereitet.
Es roch nach Mittagessen. So hungrig, eigentlich so ausgehungert, wie ich war, sog ich diese Gerüche genüsslich ein. Ich schwöre, dieser Duft war schöner als der Beschauung des aufgetischten Fleischs, Käses und anderer Leckereien, Kuchen und Desserts. Der Anblick dieses voll gestellten Tisches wirkte auf mich wie Feuer auf Wachs.

Ilona erhob sich sofort als sie mich erblickte. Lächelnd bot sie mir einen Platz am Tisch an. Der Mann, den ich ungefähr auf fünfundsechzig schätzte, stand auf, reckte sich stolz und reichte mir seine Hand, die mir bei seinem starken Händedruck wie eine trockene Banknote vorkam. Er war groß und gut gebaut. Ein Kerl wie ein Baum. Sein Körper unter dem aufgeknöpften Hemd war fest wie eine biblische Eiche. Um diese Figur hätte ihn ein junger Bursche beneiden können. Nur seine Haare waren wie Holzsplitter. Intelligenter Gesichtsausdruck, regelmäßige Gesichtszüge, strahlende blaue Augen und ein sicherer Blick. Ich dachte an einen griechischen Gott, der mit einem Streitwagen auf der Erde ankam. Er strahlte ungewöhnlichen Reiz, Magnetismus und Energie aus. Die Zeremonie dauerte eine Weile.
“Nehmen Sie bitte Platz.” Seine Stimme klang freundlich.

Ich setzte mich hin und legte meine Hände auf die Knie. Erst da bemerkte ich eine elegante Frau. Sie trug eine Jeans, eine cremefarbene Seidenbluse und eine Goldkette mit einer Gemme. Ihr Haar war sorgfältig frisiert, ihr Gesicht dezent geschminkt. Ich betrachtete sie neugierig.
“Es ist Linda, Hugos Frau”, sagte Ilona.
Ich fand nicht den Mut, der Frau die Hand zu reichen. Sie schien es übrigens gar nicht zu erwarten. Ihre mattgrauen Augen bewegten sich unentwegt, sie schaute mich aber nicht ein einziges Mal an. Sie zappelte spastisch, als würden ihre Arme und Beine ein separates Leben führen. Sie hatte mollige Wangen und war hellhäutig. Eine gepflegte, ältere Frau eben. Bei ihrer Krankheit war es eine unheildrohende Schönheit.

“Setzen Sie sich an den Tisch, essen Sie mit uns zu Mittag, bitte.” Die Stimme der Kranken klang kalt und kreischend. Jedes Wort war ein Obsidianbrocken.
“Verdammt seien alle Gehirnschläge und Gehirnblutungen! Mein Gott! Behüte doch die Welt von diesen verfluchten Krankheiten”, diese Gedanken schwirrten in meinem Kopf wie Fledermäuse. Ich verglich diese Frau mit einem Blumenstrauß, der sich zur Sonne wendet, um die nötige Energie zu speichern und weiterleben zu können. Sie will bestimmt leben”, dachte ich.

Schönheit und Geld gehen doch nicht mit der Gesundheit einher. In Gedanken vertieft, schaute ich noch einmal auf den Tisch. Ich hatte einen Wolfshunger. “Mein Gott! Fleisch und Wurst vom Grill und so viel Kuchen!” Das muss begeistert geklungen haben, denn Ilona sagte mit einem spöttischen Lächeln: “Gabi, es ist nur Fraß und keine Schatztruhe.” Mir kam es vor, als säße ich an einer Hochzeitstafel. Ich wusste, dass ich mich satt essen kann, ich wurde direkt dazu angehalten. Es war so bunt, dass ich am liebsten nur die Farben und das reflektierende Sommerlicht (um nicht zuzunehmen) essen und dann vor Wonne zerfließen würde. Ich griff zum Teller und holte mir die besten Leckerbissen, ein bisschen Wurst, Schinken, kalten Fleischbraten und Käse. Ich bedankte mich bei dem Architekten mit einem Lächeln und er füllte mein Glas mit Wein. Erst da bemerkte ich die perfekt gepflegten Fingernägel. Scheinbar spielte Maniküre bei ihm die größte Rolle beim Achten auf die Figur. Er schaute mich recht merkwürdig an, dann lugte er vielsagend zur Ilona und sagte etwas, was mir Nachdenkstoff für meine abendlichen, einsamen Stunden bot. Auf alle Fälle knisterte es zwischen den beiden, das war nicht zu übersehen. Der Mann stellte dutzende Fragen zu meiner Arbeit als Pflegerin bei Frau Schultz und ich kramte nach höflichen Worten und gab mir Mühe, eloquent zu antworten. Er erzählte auch kultivierte Witze. Wir brachen immer wieder in Lachen aus. Ich beobachtete diesen kräftigen, lebensfrohen Mann mit Interesse. Wir unterhielten uns auf Englisch.

“Was? Du kannst nicht mehr? Hau rein, bei deiner Hexe kriegst du so was nicht”, Ilona lachte laut und verschlang ihr Eis.
“Gabi! Morgen beginnt das Weinerntefest. Da ist erst was los! Der Event startet im großen Saal, im Zentrum, gleich neben dem kleinen Kaufhaus. Wir sind alle schon um neunzehn Uhr dort” , sagte sie. “Scheiße, ich muss dann wieder den Rollstuhl schleppen und die Alte zurechtmachen. Ich hab die schon so satt. Du denkst wohl, dass es in diesem Haus keine Arbeit gibt?” Ihr Ton verhieß nichts Gutes.

Ich schaute zu, wie sie aufstand, um die Frau vom Rollstuhl auf den Stuhl zu setzen, ich wollte wissen, wie sie das macht. Da war kein Geschick oder Mitgefühl für die gelähmte Frau zu bemerken, sondern nur Rumgeschubse und Gezerre, das konnte keinem entgehen.
“Vorsicht!”, rief ich.
“Misch’ dich nicht ein! Hier regiere ich! Wenn ich will, schmeiß ich sie auf den Boden und sage, sie ist mir entglitten. Die kranken Alten braucht ja sowieso keiner”, sie schaute mich nicht an, als sie das sagte.
“Setzt dich, du alte Kuh”, sagte sie gedehnt auf Polnisch. Gleichzeitig lächelte sie die Kranke an. Linda verstand nichts.
“Sie lebt doch nur für die Pharmaunternehmen, ganz sicherlich nicht für ihren Mann. Guck dir ihn doch an, ein echtes Prachtexemplar. Wo er doch sein ganzes Leben fremdging, wird er sich erst jetzt nicht für sie interessieren”. Sie sagte das in einem Ton, dass ich den Eindruck hatte, einem Computerausdruck zur Gesundheitszustand zuzuhören. Sie hüllte Linda in eine Decke uns streichelte ihre Wange.
“So, nun bleibst du so sitzen, bis der Abend anbricht!” Sie stand hinter ihr, strich ihr über den Kopf und lachte krächzend. Mir blieb die Spucke weg.

Mein Gott! Sie ist ja schlimmer als Judas. Ihre Haltung, ihre unverblümte Art, sich zu äußern, hatte etwas Kühles und Glitschiges. Ich stellte sie mir als eine gefahrlose Kreuzotter vor, die in dieses Haus hineingekrochen ist, und die, als sie hier heimisch wurde, in eine andere Haut schlüpfte und alles mit ihrem Gift verseucht. Dieses Kabarett war extra für mich gedacht. Ich stand steif und gerade da, as hätte ich einen Stock geschluckt. Ich konnte kaum fassen, dass das alles wirklich geschieht.

“Komm mit. Ich zeig’ dir die Bude”, lud sie mich mit einer Handbewegung ein. Auf ihrem Gesicht malte sich Zufriedenheit und Wohlgefühl. “Hugo”, wandte sie sich an den Ingenieur, der zum Sessel rüberwechselte, fernsah und uns keines Blickes würdigte. “Darf ich der Gabi das Haus zeigen?”
“Selbstverständlich. Warum nicht.”
“Möchtest du den Pool und die Sauna sehen?”, sie sah mir in die Augen, als wollte sie sich darin spiegeln.
Ich antwortete nicht, ich war immer noch darüber entsetzt, was ich sah und hörte. Ich bekam Angst vor dieser Außerirdischen aus Schlesien.

***
Ich steckte den Schlüssel ins Schloss und… es stellte sich raus, dass die Alte die Tür von Innen abgeschlossen hat und den Schlüssel stecken ließ.
“Was soll ich jetzt tun?”, fragte ich mich.
Ich ging zur Tür, die zum Hof führte und klingelte. Zu meinem Erstaunen öffnete sie mir. Ich war beunruhigt und fühle mich wie ein Teenager, das heimlich aus dem Haus geschlichen ist. Der Krach lag in der Luft. Ich täuschte mich nicht. Die Seniorin stand breitbeinig da und hielt ein Scheuertuch in der Hand.
“Momentchen. Was soll denn das?”
“Du bist auf Arbeit. Ich bezahle dich.”
“Das ist doch meine Freizeit. Es ist nach dreiundzwanzig Uhr. Um diese Zeit brauchst du mich nicht und dein Mann schläft bereits wie ein Engel”, wehrte ich mich.
“Deine Freizeit hast du auf deinem Zimmer zu verbringen, mit Lesen oder Fernsehen.”
“Die alte Kiste taugt nichts mehr.”
“Ich zeig dir gleich die alte Kiste!” Das Scheuertuch landete erneut auf meinem Nacken.

Das wurde mir zu viel. Wer bin ich denn hier? Ich konnte mich gerade noch beherrschen, Facon halten, aber der Strang drohte zu reißen. Ich fühlte, ich explodiere gleich wie eine Granate, wenn ich mich nicht in meinen Kabuff verziehen kann, wie ein geschundener Hund.
Ich lief nach oben. Ich dachte, das Alter hat den Vorteil, dass man sich gehen lassen kann. Ich schwoll regelrecht an vor Gram. Ich begann meine Vorgängerin zu verstehen, die diesen Drill dank Beruhigungspillen drei Wochen lang ausgehalten hat. Ich war schon vier Wochen hier.
“Wie soll ich es hier aushalten, ohne in tausend Stücke zu zerfallen?”, fragte ich mich. Die Frau hat Macht über mich und badet in Selbstzufriedenheit. Ich legte mich ins Bett. Ich wollte nur schlafen. Ich fühlte mich wie ein kleines, einsames Mädchen, das sich nach seiner Mutter sehnt. Ich rief verzweifelt nach ihrer Hilfe.

Ich wachte auf. Obwohl ich wieder in der realen Welt war, kam es mir vor, als ob ich immer noch in diesem Albtraum eingefangen wäre. Ich hielt die Augen geschlossen und schärfte mein Gehirn, wie mit einer Schleifmaschine. Ich wusste, wo ich bin. Ich wusste, wer ich bin und was ich hier tue. Ich bin eine Pflegerin, eine peanut für die Welt. Ich bedeutete hier rein gar nichts. Ich machte die Augen auf, griff nach einem Zettel und einem Kuli und schrieb TRAUM: “Ich bin inmitten eines transparenten Gefäßes. Ich glaube, es ist eine Flasche. Ich überlege, wie ich da raus kann. Ich habe kein Telefon, so versuche ich mich telepatisch bemerkbar zu machen. Jemand kommt, hebt die Flasche auf, trägt sie zur Brücke und legt sie aufs Geländer. Ich falle gleich runter! Vom Geländer aus sehe ich auf dem Bürgersteig, auf der gegenüberliegenden Seite, Flaschen herumliegen. Sie haben unterschiedliche Formen und Größen. Die darin gefangenen Menschen flehen um Hilfe. Über dem Fluss kreist ein riesiger Vogel. Ich wollte den gefangenen Menschen helfen. Wie komme ich nur aus dieser Flasche raus?”

Ich wachte auf. Das war vermutlich eine Botschaft, die von einer anderen, unbekannten Ebene die symbolische Deutung meiner und nicht nur meiner Lage verkündete.
“Mein Gott! Sieben Uhr dreißig.” Ich war spät dran. Ich zog mich schnell an und betrat hastig das Zimmer des alten Ehepaares.
“Es ist Sieben Uhr vierzig”, brüllte Elvira und kroch aus ihrem Bett.
“Das macht doch nichts, wir kommen ja nirgends zu spät”, antwortete ich ruhig. “Wir frühstücken doch um acht Uhr dreißig”.

Diesen deutschen Pünktlichkeitsdrang der älteren Menschen, denen die Uhrzeit doch nichts anhaben konnte, begriff ich nicht. Ich fühlte mich getadelt und unwohl mit mir selbst. Ich machte kleine Fehlgriffe bei Opas Morgentoilette. So wirkte sich eben die Mahnung für die paar Minuten Verspätung auf mich aus. Ich kniete vor ihm und rubbelte sein Bein mit dem Waschlappen ab. Anscheinend zu fest, denn ich hatte auf einmal seine geballte Faust vor meiner Nase. Er hat mich beinahe geschlagen. Ich hatte es satt. Ich beendete die Toilette, zog ihn an, setzte ihn in den Rollstuhl und brachte ihn in die Küche. Keine Verspätung1 ich war zufrieden mit mir. Der Senior schaute zur Uhr über dem Tisch. Sie tauschten Blicke aus.
Es stimmte alles. Leben nach der Uhr. Sekundengenau. Ich aß die mir zustehende Stulle und konnte kaum die Tränen beherrschen. Ich wollte nicht, dass diese Frau sich daran ergötzt.

“Das Leben. Ich liebe es sowieso über mein Leben. Geh’ noch nicht, ich habe noch nicht mit meinem Gewissen abgerechnet”, sagte ich laut auf Polnisch.

Nach dem Frühstück stand ich auf, räumte den Tisch ab, wusch ab, putzte, trocknete ab, bis alles glänzte. Plötzlich trat Elvira an mich heran, schubste mich und zeigte auf den Herd.
“Gabi! Du machst alles flüchtig. Der Herd glänzt nicht richtig.”
“Doch, er glänzt!”, erwiderte ich stolz, und in Gedanken fügte ich zu: “Wie dem Hund seine Eier.”
“Was ist das überhaupt für ein Vorname? Willst du uns hier die heilige Gabriele vormachen? Wer hat denn so einen scheußlichen Vornamen für dich ausgewählt?”
“Meine Schwestern”, diese zwei Worte enthielten meinen ganzen Stolz.
“Hätten sie dich nicht irgendwie polnischer nennen können?”
“Wie denn?”
“Ich weiß nicht, jedenfalls nicht Gabriela.”
“Gefällt dir mein Vorname nicht?”
“Er passt nicht zu dir. Er ist ungeeignet für eine polnische Pflegerin und Putzfrau.”
“Dann nenne mich, wie du willst.”
“Ich werde mir schon einen Vornamen für dich ausdenken. Und wieso hast du heute eigentlich ein Kleid an? Das ist keine angemessene Arbeitskleidung. Du bist alt und wirst auch bald sterben. Dieses Kleid macht dich auch nicht jünger”, neckte sie mich.
“Na klar! Und du lebst ewig, da der Tod sich nicht trauen wird, dir zu sagen, dass es dein Ende ist”, revanchierte ich mich gehässig. “Und dieses Kleid ist ein Arbeitskleid”. Ich modulierte meine Stimme, um ihren Vortrag zu unterbrechen, aber Elvira war wie aufgedreht.
“Meine Liebe, die Jugend ist trügerisch, wie transparente, feine Morgenwolken. Bevor du dich umgesehen hast, werden sie dunkel, ziehen sich zusammen und verdecken die Sonne.”
“Ich weiß, was du damit sagen willst!”, unterbrach ich sie.
Elvira nahm eine Haltung an, die darauf hindeutete, dass sie ihre senile, krumme Wirbelsäule aufrichten wollte, um mir damit ihre Lebenskraft zu beweisen.
“Nachmittags gehst du in den Garten! Bohnen und Gurken müssen gepflückt werden. Morgen wecken wir ein. Das ist Arbeit für vier Tage.”

Das war unerträglich, die unbegründeten Ermahnungen taten weh. Warum musste ich gerade diese Stelle erwischen?
“Ja, Gabi! Wir bekommen das, wovor wir Angst haben!” Diese Gedanken begleiteten mich während der gesetzlichen Pause. Ich fühlte mich hier wie in einem Gefängnis, und jetzt führte ich mich selbst Gassi, an einer unsichtbaren Leine. Na ja, eine Portion Euro, reich an Vitaminen der finanziellen Sicherheit.

Granada (Advents-Zeit Spendenzeit)

Hallo an ALLE! Helft uns!

Bei der Realisierung eines Doku-filmes – schreibt Dariusz Zalega aus Katowice/Chorzów:

Etwa 200 Einwohner aus Oberschlesien haben am Bürgerkrieg in Spanien teilgenommen. Diese Region war ein Dreiländereck und unter Polen, Deutschen und Tschechen geteilt, die Aktivisten haben  sich nicht auf eine nationalistische Propaganda eingelassen, sondern gemeinsam gekämpft – für Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Viele sind in Spanien gefallen und viele haben mit Bitterkeit die Niederlage erlebt. Wir sollten an sie erinnern, gerade jetzt wo sich über Europa dunkle Wolken des Nationalismus sammeln. Deswegen wollen wir über sie einen Dokumentarfilm machen und bitten Euch um Unterstützung.

Im Film “Faust und Dynamit” (Dauer 45 min) wollen wir die Erinnerungen oberschlesischer Spanienkämpfer, sowie Archive und Filme, Lieder aus dieser Zeit und geschichtliche Szenen verwenden.

Warum: “Faust” – weil die Kämpfer nicht zurückschreckten sich dem Faschismus entgegen zu stellen; “Dynamit” – weil die meisten oberschlesischen Kämpfer Bergleute waren.

Dieser Film gehört zu einem erweitertem Projekt, um die Erinnerung an “die rebellische Geschichte Oberschlesiens”, einer industrialisierten Region vieler Nationen, zu erinnern. In diesem Rahmen haben wir bereits u. a. einen Film realisiert:

http://de.labournet.tv/video/6983/rebellisches-schlesien

Nach der Herstellung soll dieser Film auch über das Internet verbreitet werden als auch bei Aufführungen mit anschließenden Diskussionen. Es werden auch Versionen des Filmes mit deutschen, tschechischen, englischen und spanischen Untertiteln erhältlich sein.

Um den Film herzustellen und das Gedenken an diese Menschen zu bewahren brauchen wir Geld: 40.000 zł (10.000 €uro)

Helft uns!

Hier sind die Links zum Trailer und zum Verein:

www.youtube.com/watch?v=CPhjyviZzfM

www.spain-silesia.eu/

www.youtube.com/channel/UCVEoc_sb6_DtDy8jc-fjKiQ/videos

Überweisungen auf das Konto des Vereines sind in der EU gebührenfrei

Stowarzyszenie Grupa Twórcza Ocochodzi
Promenada gen.
J. Ziętka 7, 41-500 Chorzów
Bank account: PL71 1050 1357 1000 0022 9017 5872
BIC: INGBPLPW
Titel des Projektes: Spain-Silesia


Anm. d. Redaktion:

Es gibt ein wunderbares Gedicht von russischen Dichter und Drehbuchautor Michail Swetlow: Grenada. Meine Mutter kannte es auswendig. Das letzte Mal hörte ich sie es vor gefühlt 40 Jahren rezitieren, aber bis heute habe ich in Erinnerung ganz lange Passagen davon in genialer Übersetzung ins Polnische von unseren genialen Dichter Julian Tuwim. Seit ich den obigen Beitrag gelesen habe, liefen mir diese Gedicht-Fragmente stets durch den Kopf. Ich dachte, ich veröffentliche es hier. Zur Erklärung noch – die Ballade ist 1926 geschrieben, der Krieg von dem da die Rede ist, ist der russische Bürgerkrieg und nicht der spanische, aber bei den Kämpfen in Spanien wurde die Ballade von russischen Brigadisten gesungen.
Swetlow ist 1903 geboren, erste Gedichte schrieb er schon als 14-jähriger; er starb 1964 in Moskow. Auf Deutsch habe ich sein Gedicht nicht gefunden.

Мы ехали шагом,
Мы мчались в боях
И «Яблочко»-песню
Держали в зубах.
Ах, песенку эту
Доныне хранит
Трава молодая –
Степной малахит.
X
Но песню иную
О дальней земле
Возил мой приятель
С собою в седле.
Он пел, озирая
Родные края:
«Гренада, Гренада,
Гренада моя!»
X
Он песенку эту
Твердил наизусть…
Откуда у хлопца
Испанская грусть?
Ответь, Александровск,
И Харьков, ответь:
Давно ль по-испански
Вы начали петь?
X
Скажи мне, Украйна,
Не в этой ли ржи
Тараса Шевченко
Папаха лежит?
Откуда ж, приятель,
Песня твоя:
«Гренада, Гренада,
Гренада моя»?
X
Он медлит с ответом,
Мечтатель-хохол:
– Братишка! Гренаду
Я в книге нашел.
Красивое имя,
Высокая честь –
Гренадская волость
В Испании есть!
X
Я хату покинул,
Пошел воевать,
Чтоб землю в Гренаде
Крестьянам отдать.
Прощайте, родные!
Прощайте, семья!
«Гренада, Гренада,
Гренада моя!»
X
Мы мчались, мечтая
Постичь поскорей
Грамматику боя –
Язык батарей.
Восход поднимался
И падал опять,
И лошадь устала
Степями скакать.
X
Но «Яблочко»-песню
Играл эскадрон
Смычками страданий
На скрипках времен…
Где же, приятель,
Песня твоя:
«Гренада, Гренада,
Гренада моя»?
X
Пробитое тело
Наземь сползло,
Товарищ впервые
Оставил седло.
Я видел: над трупом
Склонилась луна,
И мертвые губы
Шепнули: «Грена…»
X
Да. В дальнюю область,
В заоблачный плес
Ушел мой приятель
И песню унес.
С тех пор не слыхали
Родные края:
«Гренада, Гренада,
Гренада моя!»
X
Отряд не заметил
Потери бойца
И «Яблочко»-песню
Допел до конца.
Лишь по небу тихо
Сползла погодя
На бархат заката
Слезинка дождя…
X
Новые песни
Придумала жизнь…
Не надо, ребята,
О песне тужить,
Не надо, не надо,
Не надо, друзья…
«Гренада, Гренада,
Гренада моя!»
Jechaliśmy stępa,
pędziliśmy w kłębach
I “Jabłoczko” – piosnkę
trzymaliśmy w zębach.
Ach, piosnkę tę dotąd
na pewno pamięta
Malachit stepowy,
murawa pomięta.
X
Lecz inną pieśń jeszcze,
o obcym narodzie,
Do siodła przytroczył
towarzysz w pochodzie
I śpiewał, choć rodak,
tutejszy jak ja;
– Grenada, Grenada,
Grenada majá!
X
Na pamięć tę piosnkę
Jak pacierz znał Pański,
I skąd do mołojca
Ten smutek hiszpański?
Kijowie! Połtawo!
Od kiedyż w te strony
Przybyły z Grenady
Hiszpańskie canzony?
X
Nie w twoimż to zbożu,
Ukrajno śród żniwa,
Tarasa Szewczenki
Papacha spoczywa?
Więc skąd, przyjacielu,
W piosence twej łka:
– Grenada, Grenada,
Grenada majá!
X
A chochoł-marzyciel
Po małej chwileczce
Powiada: “Grenadę
Znalazłem w książeczce.
Wysoki to honor
Tak piękne mieć imię,
Jest powiat grenadzki
W hiszpańskiej krainie.
X
Ja chatę porzucił
I walczyć szedł po tom,
Że ziemię w Grenadzie
Ja oddać chcę chłopom.
Żegnajcie, najmilsi,
Powrócę, Bóg da!”
Grenada, Grenada,
Grenada majá!
X
Pędziliśmy w znoju,
By poznać dokładnie
Gramatykę boju
I słowa armatnie.
Świt wstawał na niebie,
By znowu się schować,
I koń się utrudził
Po stepie cwałować.
X
Lecz “Jabłoczko” szwadron
Wciąż grał bez wytchnienia
Na skrzypcach epoki
Smyczkami cierpienia.
I gdzież, przyjacielu,
Podziała się ta
– Grenada, Grenada,
Grenada majá!
X
Na ziemię od kuli
Zwaliło się ciało,
Rozstało się z siodłem,
A nigdy nie chciało.
Nad trupem się księżyc
Potoczył jak łza,
I wargi martwiejąc
Szepnęły: „Grena…”
X
Daleko, za chmury,
Unosząc swa mękę,
Przyjaciel mój poszedł
I zabrał piosenkę,
I nikt już nie słyszał
Od tego dnia:
– Grenada, Grenada,
Grenada majá!
X
A szwadron kolegę
Bez żalu pogrzebał
I “Jabłoczko” – piosnkę
Do końca dośpiewał.
I tylko z niebiosów
Opadła nad nami
Łza deszczu maleńka
Na zmierzchu aksamit.
X
I cóż wy, najmilsi?
Za pieśnią tęsknicie?
Nie wolno! Pieśń nową
Złożyło nam życie!
I składa, i składa,
I naprzód nas gna!
– Grenada, Grenada,
Grenada majá!

Groby / Gräber 2017 (1)

Heut’ ist Buss- und Bet-Tag. Anne hatte letztens zwei Gräber besucht, ich noch eins…

Jutro dla czytelników polskich Ela Kargol z wpisem na podobny temat. I przysięgam – nie umawiałyśmy się, temat wisiał w berlińskim powietrzu

Anne Schmidt

Es gibt Gräber, die muss man suchen, wenn man sie besuchen will.

Sie wurden anonym angelegt, weil die dort begrabenen Personen mit ihren Geschichten zur Zeit ihres Todes als Aufrührer oder gar Verbrecher galten, deren Gräber keinesfalls zu Pilgerstätten werden sollten.

Andere wiederum wünschten sich schon zu Lebzeiten ein idyllisches Plätzchen an einem weltfernen Ort für ein ewiges Ausruhen nach einem ruhmreichen, turbulenten, selbstzerstörerischen Leben.

Zu den anonymen Gräbern gehörte das von Ulrike Meinhof, das jedoch inzwischen ihren Namen trägt und anlässlich ihres Geburtstages am 7. Oktober reichlich geschmückt wurde.

Foto Anne Schmidt

Es befindet sich in Tempelhof auf dem Friedhof der Heiligkreuz-/ und Passionskirchengemeinde an der Eisenacherstraße.

Christa Päffgen, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen “Nico”, hatte sich schon in noch unbeschwerten Jugendjahren den Waldfriedhof am Schildhornweg im Grunewald als letzten Ruheort ausgesucht. Dort findet man auf einem Grab unter dem Stein mit ihrem und dem Namen ihrer Großmutter ein gerahmtes Foto von ihr, das in ihrer glücklichen Zeit als Sängerin und Muse von Jim Morrison gemacht sein dürfte.

Wie lange man sie dort noch besuchen kann, ist der Wilmersdorfer Gemeinde überlassen, die den Friedhof aus Kostengründen schließen will.

Die russichen Selbstmörder, nach denen der Friedhof benannt ist, die vielen Toten einer Bombennacht im Jahre 1945 würden dann genau wie Nico und Rolf von Zukowsky umgebettet werden müssen oder dem Verfall preisgegeben werden.

Die Wildschwein rotten um den Friedhof herum warten schon jetzt auf ein Offenlassen der Pforte.

Foto Elżbieta Kargol

Ewa Maria Slaska

Noch ein Selbstmörder-Grab. Walter Leistikow, Maler. Wikipedia weißt zu berichten, dass:

Walter Leistikow erschoss sich am 24. Juli 1908 während eines Aufenthalts im Sanatorium Hubertus in Berlin-Schlachtensee im Endstadium seiner langjährigen Syphilis-Erkrankung. Nach einer großen ehrenvollen Trauerfeier im Berliner Secessionsgebäude wurde er auf dem Friedhof Steglitz beigesetzt. Sein Grab ist ein Ehrengrab des Landes Berlin. Der Grabstein – ein Werk Franz Seecks von 1909 – wurde zum 100. Todestag erneuert. Die Grabstätte befindet sich in der Abt. Ih – Erbbegräbnis 251.

Was man nicht zu berichten weiss, ist, dass man ihm zuerst nirgendwo begraben möchte, und erst nach langer Suche hat sich die Friedhofsverwaltung des Friedhofs Steglitz, bereit erklärt, ihn zu begraben.

Foto Wikipedia

Als man in Steglitz den 100. Jahrestag des Leistikows Todes feierte, am 24. Juli 2008 weilte Barack Obama, damals noch USA-Präsidenten-Kandidat, in Berlin. Die Organisatoren der Leistikows Feierlichkeiten luden Obama ein, nicht nur zur Siegessäule sondern auch nach Steglitz zu kommen, aber so viel Sinn für den (schwarzen) Humor bewies sogar Obama nicht. Schade, eigentlich.

“Na saksy” oder als Senioren-Betreuerin in Deutschland zu arbeiten

Saksy ist ein Kurzwort und bedeutete ursprünglich Sachsen. Dorthin fuhren im 19. Jh (oder gingen auch) Menschen aus den armen Gegenden Polens (es war ein Land, das es wohlbemerkt im 19. Jh gar nicht gab), um zu arbeiten. Na saksy, nach Sachsen. Wie viele andere Polinnen und Polen macht es auch unsere Autorin. In der modernen Version fährt sie schon seit Jahren na saksy. Sie hat darüber drei Bücher veröffentlicht. Małgorzata Behlert übersetzte ein paar Kapitel des letzten Buches ins Deutsche und schickte es zu Ullstein, Knaur, Piper, Fischer… Es kam noch keine Antwort.

Łucja Fice

Hinter dem Kristalglas

Das Buch beginnt mit einer ziemlich ungewöhnlichen Danksagung.

DANKSAGUNG

Unendlich dankbar bin ich Frau Krystyna Kamińska für ihre wertvollen Bemerkungen, die ich mir sehr zu Herzen genommen habe. Bedanken möchte ich mich selbstverständlich auch bei meinem Mann, der meine häuslichen Pflichten übernimmt, damit ich mich dem Schreiben widmen kann. Des Weiteren bei den drei deutschen Damen, deren Eltern ich betreut habe: Angelika Fortmann aus Duisburg, Monika Kaufmann aus Hackenhaim, Helga Rauss aus Kapsweyer und ihrer ganzen Familie. Ich wurde bei ihnen mit Liebe und Verständnis behandelt. Ich weinte nicht, was darüber zeugt, dass ich mich in edler Gesellschaft befand und dass meine mühevolle Arbeit gewürdigt wurde. Es kam zwar vor, dass wir bei ideologischen Gesprächen nicht immer derselben Meinung waren, das macht aber nichts. Es geht ja darum, dass man sich “schön unterscheidet”. Ich begriff, dass wir alle Europäer sind. Dank der Achtung, die Ihr mir entgegengebracht habt und dank Eurer Geduld, mir die deutsche Sprache beizubringen, hat sich meine Meinung über Euch, die Deutschen total verändert. Und in der Vergangenheit war es unterschiedlich. Meine historisch zu rechtfertigende Abneigung stammte noch aus dem elterlichen Haus und aus der Schulzeit. Es sind alte Zeiten, die zum Glück nie wieder kommen werden. Heute beobachte ich die jungen, einander freundlich gesinnte Menschen und… ich finde es schön. So wurde ich auch und habe es Euch zu verdanken.

PROLOG

In Deutschland fühle ich mich wie in der Schule, wo man mir das Bügeln, Einräumen, Saubermachen, Putzen und Kochen aufs Neue beibringt, aber diesmal auf Deutsch. Die Häuser, in welchen ich arbeite, dienen mir als Vergrößerungsgläser, mit welchen ich die letzten Lebenstage meiner Schützlinge beobachte. Ich entdecke immer diesen Fremden in mir. In vielen Häusern fühlte ich mich wie ein Schatten, den die Familie einfach passierte, ohne ihn wahrzunehmen, jedoch habe ich überall die Spuren meiner Arbeit zurückgelassen. Momentan klettere ich immer noch nach oben und versuche, den Weg nicht zu verfehlen. Ich sehe mich um. Sehe Spuren vor mir und hinter mir. Nach fünf Jahren Arbeitstourismus in Deutschland fühle ich mich wie ein abgebranntes Stück Kohle. Meine Wärme schenkte ich den Alten, den Leidenden. Die Notwendigkeit, Geld für ein würdiges Leben zu verdienen, hat meinen Charakter geschliffen. Ich weiß! Meine Taten haben keine Bedeutung. Diese Reisen, um jemanden zu pflegen, waren auch Reisen ins UNBEKANNTE, denn ich bin immer nach etwas Neuem aus.

Meine Wanderungen durch die deutschen Länder, vom Norden nach Süden, sind wie das Suchen eines Brunnens am Ende der Welt. Ich möchte diese Welt bewundern. Reisen bilden nicht nur. Reise machen auch müde.

ILONA

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

Irgendwo, im Unterbewusstsein hatte ich das Gefühl, als ob Ilona wüchse, zu einer anderen Ebene emporschweben würde und als ob meine warmen Wangen ihre Sehnsucht zum Schmelzen gebracht hätten. Ich hatte den Eindruck, sie wolle mir das Glück stehlen, von dem ich selbst gar nicht so viel hatte.

“Von wem ist das?”, fragte ich neugierig, als ich wieder zu mir kam. Sie schien in diesem Moment viel älter, lebensmüde, ermattet, gealtert zu sein.

“Gabi! So belesen, wie du bist, schon nach den Büchern auf der Bank urteilend. Hast du nie von Goethe gehört?”

Ich war baff. Musste mich konzentrieren. Ich wusste nun nicht, was ich von dieser Frau halten soll, aber das schönste an Menschen ist für mich, dass ich sie jeden Tag neu entdecken kann und niemals erfahre, wer sie wirklich sind. Ich liebe dieses Geheimnisvolle an den Menschen und die Überraschungen, die in ihnen verborgen liegen. Womit wird mich wohl diese Frau noch überraschen?

“Ich kenne ein anderes Gedicht von ihm”, revanchierte ich mich.

“Na, sag schon! Welches?”, sie schaute mich wie hypnotisiert an.

„Glaube mir, in jedem Menschen liegt ein schönes Wesen verborgen. In einem Lehmklümpchen verstecktes Goldklumpen.”

“Von wem stammt das?”, fragte Ilona neugierig.

“Du kennst Goethe und diesen schönen Spruch kennst du nicht?“

Ilona dachte nach, als wäre sie mit diesem schönen Wesen, das sie in sich trug, eines geworden. Ich schubste sie.

“Das tut och weh!” Der starke Schubs, den ich ihr verpasst habe, hat sie auf die Erde zurückgebracht.

“Wir gehen zu Adolf.”

“Wer ist den dass?”, fragte ich.

“Das ist die Kneipe von diesem Kerl, von dem ich dir erzählte. Geschlafen habe ich noch nicht mit ihm, aber eines Tages, wenn ich mir einen ansaufe, werde ich ihn ran nehmen. Was soll’s? Ich hatte so viele Kolben in mir drin, dann verkrafte ich auch ihn.”

Ich entgegnete nichts, ließ es kommentarlos stehen. Ich begann, mich vor dieser Bekanntschaft zu fürchten, langsam bereute ich es, diese Frau überhaupt kennengelernt zu haben.

“Was liest du denn da, du Dussel? Hast du nichts Besseres zu tun?” Sie warf die Bücher um sich, als seien es verdorbene Fleischsstücke. Sie schenkte sich wieder ein und trank alles in einem Schluck, während ich nur nippte.

“Warum schleppst du diese dicken Wälzer mit? Erstens sind sie schwer und zweitens brauchen sie viel Platz.”

“Wieso? Magst du die dünnen, ballaststoffreichen lieber?”, fragte ich etwas gereizt.

“Nicht ganz. Aber ich ziehe den Inhalt der Form vor.”

“Also Krimis?”

“Also auch Schmöker”, lachte Ilona höhnisch, dann wurde sie aber ernst und korrigierte sich schnell.

“Da mag ich Dostojewski lieber. Ist wenigstens Schonkostliteratur und keine schweren, fetten Fosters, kein literarischer Brei.”

Meine Meinung über diese Frau schwenkte voll um. Wer ist sie? Jetzt war es die einzige Frage, die ich mir stellte.

Unerwartet ließ sie mich wissen, dass sie über großes Wissen verfügt und ich war verblüfft. Wo mag sie es denn gewonnen haben? In dem Augenblick, als ich traurig, stutzig und argwöhnisch war, sprühte sie vor Verachtung für alles. Irgendetwas Unerklärbares steckte in ihr.

“Trink doch, zum Teufel! Lass uns gehen!” Ihre schrille Stimme ging mir auf die Nerven.

Ich fühle mit allen Sinnen, wie ihre Aggression und Unduldsamkeit tosen. Mir schien, sie macht mich gleich zum Plasma. Manche müssen gar nicht sprechen, man erkennt schon an ihrer Denkweise, dass sie schrecklich lispeln.

“Ich gehe und sage der Omi, dass ich mit einer Freundin aus Polen ausgehe, vielleicht kann sie’s verstehen.”

Ich kam lächelnd zurück. “Ich hab’ eine Stunde!” Ich rieb mir vor Freude die Hände.

Ilona ließ ihr Rad vor dem Haus stehen. Ich lief ihr hinterher. Ihr dichtes, schwarz gefärbtes Haar war hinten mit Spangen und Haarklemmen festgehalten. Sie trug einen Top mit Nudelträgern und einen Minirock. Ihren Hals schmückten Perlen und Anhänger, die teils ins Dekolletee rutschten und teils auf ihrem Rücken landeten. Am rechten Unterarm klirrte eine Armreifenkollektion.

“Billiger Schmuck, billige Person”, dachte ich insgeheim. Woher kam die denn angeflogen? Diese Anhänger passten zu ihr, ungefähr wie der Sattel zu einer Kuh. Ich hätte beinahe laut losgelacht. Das Glas Wein hat mich erheitert.

Gut, dass es solche Menschen gibt, sie machen die Welt bunter. “Vielleicht bin ich auch anders, nur will ich das nicht zeigen? Ich achte auf Prinzipien und guten Ruf. Vielleicht bin unnatürlich, vielleicht täusche ich was vor, vielleicht möchte ich so hemmungslos sein, wie diese Frau”, spann ich meine Gedanken weiter.

Nein! So ist es nicht! Ich mag mich und auch wenn nicht alles echt ist, mag ich diese Trugbilder und ich werde mit diesen Trugbildern sterben. Ich latschte Ilona wie ein zahmes Lahm nach. Wir betraten das Lokal. An den Tischen saßen rund ein dutzend Personen, sie aßen, tranken und lachten laut, wie es die Deutschen halt tun. Wir setzten uns an einen freien Tisch. Ilona kramte einen Kamm hervor, löste ihr Haar auf und kämmte es. Die Spangen und Klemmen breitete sie auf dem Tisch aus. Es kam mir vor, als wolle sie auf diese banale Weise ihre Überlegenheit über die anderen Gäste zeigen. Ich sah die merkwürdigen Blicke, mit welchen der Barkeeper die Polin bedachte. Er hatte rotes, gekräuseltes Haar und blaue Augen, muskulöse, sehnige Arme und war nicht älter als fünfunddreißig. Er erinnerte mich an Nero. Um einen seiner Vorderarme wand sich eine Schlange. Mit diesem Tattoo sah er wie ein von einem Plakat heruntergekratzter Bodybuilder aus. Er machte keinen guten Eindruck auf mich. Er zog Ilona mit seinen betatschenden Blicken aus. Als sie so breitbeinig dasaß, wurde ihr kurzer Rock noch kürzer, so dass man ihren Slip sehen konnte. Sie schaukelte unbefangen auf dem Stuhl, zog ihren Rock noch höher und exhibierte ihre Oberschenkel. Dann zog sie ihre Bluse aus. Sie hatte ein schmuckes Korsett darunter, aus dem ihre großen, vanilleeisähnlichen Brüste hervorquollen. Durch den Wein ermuntert, wurde sie vom wilden Begehren gepackt. Sie schaute die Gäste an, als sei sie sicher, dass sie bewundert werde. Ich saß reglos da und wartete nur darauf, dass sie mir Referenzen über ihre Sexualität abverlangt. Ich schaute zum Barkeeper hin. Er stand wie hypnotisiert da und geiferte wie der Pawlowsche Hund.

“Zwei Bier bitte und Kaffee für mein Freundin und zwei Flaschen Wein, roten Wein.”

Der Barkeeper winkte ein junges Mädchen heran, das im Nu an unserem Tisch erschien.

“Ich zahle. Ich hab’ dem Alten fünfzig Euro abgerungen, fuck. Eigentlich wollte ich’s meinen Töchtern schicken, die sollen sich aber verpissen und selbst ihr Leben meistern, wie ich einst”, sagte sie auf Polnisch.

Sie begann von ihrer Jugend, von der kranken Mutter und vom Vater zu erzählen, der nie ausnüchterte. Sie sprach laut und brach immer wieder in Gelächter aus. Der Deutsche vom Tisch gegenüber schielte auch gierig unter ihren Rock. Die jungen Gäste grinsten vielsagend. Ich versuchte unverbal kenntlich zu machen, dass ich nicht dazugehöre, dass ich rein zufällig hier bin. Ilona war bereits volltrunken, sie schoss wie die Dicke Bertha mit fetten Wortgranaten umher, sie schimpfte auf das Leben und auf diesen ganzen Pflegescheiß, gestikulierte, krempelte ihren Rock hoch, entblößte ihren Busen. Es wurde peinlich. Nach den wenigen Weingläsern, die ich intus hatte, fühlte ich mich nicht betrunken, aber ich war schon angetütert und für mich war Ilona ein obszöner Regenwurm, an dem die Augen aller Kneipengäste kleben bleiben.

“Schau nur zu, Gabi, wie diese deutschen Psychos uns beobachten, als hätten sie nie eine besoffene und ausgezogene Frau gesehen, ha, ha, ha, ha… Ich will jetzt nur noch lachen. Saufen und lachen.” Sie stand auf und straffte ihren viel zu kurz geratenen Rock. Die Augen der Männer am Nebentisch waren voller wallender Begierde.

“Na, ihr Guten? Noch nie Kleopatra gesehen?”, diesmal sprach Ilona Deutsch. “Eure Frauen, eure Geliebten und die dicken Berthas, die euch überhaupt nicht anmachen… Na, wer will mich denn? Ich lecke euch alle ab und… sie streifte das Korsett weiter runter und entblößte ihren Busen ganz. Das Verhalten Ilonas, ihre ganze Säufermanier, von ihren vulgären Sprüchen abgesehen, war einfach widerwärtig.

“Ilona! Ich muss jetzt nach Hause!”, sagte ich etwas verlegen. Ich fühlte nicht nur Scham, ich hatte auch Angst davor, was gleich passieren könnte. Außerdem fühlte ich mich öffentlich gedemütigt, am liebsten wäre ich zu einem Krümelchen zusammengeschrumpft. Ilona drehte sich betrunken um ihre eigene Achse, schrie etwas auf Polnisch und hielt ihre nackten Brüste mit den Händen zusammen. „Hört einmal zu, ihr deutschen Psychos, den wir, Polinnen, die Ärsche putzen, wenn ihr alt werdet, deutsche Scheiße einatmen und eure Buden sauber halten, ihr… ihr… deutschen Versager. Guckt euch meine Freundin an, eine Polin, sie tut wie eine Heilige und lässt sich von euren Landsleuten für schäbige tausend Euro manipulieren, … ha, ha, ha.”

“Soll ich das auch deutsch wiederholen?”, schrie sie aus voller Kehle Richtung Theke.

“Ilonka! Lass uns hier verschwinden, hab’ Erbarmen!”, flehte ich sie an.

“Wohin? Schlafen? Ich schlafe nicht, ich flattere über den Erdball, hin und her. Hört zu, ihr Deutschen! Diese Pflegerin muss zurück in irgendjemandes Haus, in ein Gefängnis”, schrie sie auf Deutsch. „Ich muss nichts, ich scheiße auf alles“. Sie setzte sich kurz auf den Stuhl, weil ihre Beine versagten, sie wankte. Sie benahm sich, als wolle sie unbedingt einen Skandal heraufbeschwören.

“Hei! Gabi!”, grölte sie. Die Gäste guckten erschrocken. “Diese Alten tun doch mit dir, was sie wollen. Du tust mir leid, dass du dich so herumkommandieren lässt. Mich wird keiner manipulieren. Ich tu, was ich zu tun habe und die Abende gehören mir.”

Ich schrumpfte regelrecht zusammen. Ich fühlte mich wie Plasma, übrig blieben nur Moleküle. Ich wollte hier raus. Ilona saß vor mir wie ein unheimliches Wesen aus dem Kosmos, wie ein Alien, lachend und gallebittersten Sarkasmus versprühend. So erschien sie mir jedenfalls. Ich nahm an, sie hat sowieso nicht alles gesagt. Während sie lachte und diesen dämlichen “Vortrag” hielt, analysierte ich im Hinterkopf die Lage und ordnete meine von ihr durcheinandergebrachten Gedanken. Eigentlich wollte ich nichts sagen, trotzdem schoss es aus mir heraus:

“Weißt du was? Du bis widerwärtig. Du hast den Deutschen zu verstehen gegeben, dass du eine Spermabüchse bist und eine Fotze anstatt Gehirn hast. Wir gehen nach Hause!”

“Ach so! Und deine alte Fotze ist ein Geschwür. Keiner zeigt Interesse für dich!”, zischte sie wie eine Schlange, die zufrieden ist, dass sie ihre Beute lahmlegen konnte.

“Noch ein Wort und ich verpasse dir eine perfekte Tracheotomie”, ich sparte auch nicht mehr mit Worten.

Diese wenigen Worte waren ein genialer taktischer Zug, denn obwohl sie mich mit einem Lurchblick anschaute, habe ich mein Ziel erreicht. Sie schrak auf. Trotz der Demütigung warf ich ihr einen besorgten Blick zu und schaute mich im Raum um. Das Blut wich langsam von meinem Gesicht. Ich spürte die Spannung der Gäste. Bis Ilona meiner Bitte folgte, vergingen etwa zehn Sekunden. Ich schaute zum Barkeeper. In seinen Pupillen lag keine wallende Begierde mehr, sie sprühten vor Zorn. Er rief jemanden vom Handy an. Sicherlich die Polizei. Ich wusste nicht, ob ich bleiben oder fliehen soll, bis ich begriff, wie hoffnungslos die Lage war. Ich verachtete diese Frau, obwohl ich vermutlich dem kläglichsten Augenblick ihres Lebens beiwohnte.

Ich lief ihr nach. Sie hielt eine Weinflasche unterm Arm, zappelte und zitterte merkwürdig am ganzen Körper. Ich lief ihr hinterher. Plötzlich fiel die Flasche auf den Boden und rollte klirrend die Treppe herunter. Ich drehte mich um und breitete meine Arme aus. Ich wollte die Deutschen auf diese Weise wissen lassen, dass ich keine Schuld trage. Ilona taumelte und fiel gleich hinter der Tür hin. Sie hielt sich am Geländer fest, versuchte ihren Körper hoch zu hieven und sich aufzurichten. Das Geräusch reißenden Stoffes machte mich sofort frisch. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass meine Sprache oder mein Gang verraten, dass ich auch angetrunken bin. Ich bemühte mich also, auf der Treppe stramm zu stehen. Der Adrenalinspiegel in meinen Venen war so hoch, dass er den Schmerz Ilonas hätte lindern können. Ein Junger Deutscher trat aus der Kneipe und brüllte:

“Ruft die Polizei! Wer ist denn diese Frau?”

Ich versuchte, Ilona festzuhalten, aber sie entglitt meinen Händen wie ein Spulwurm. Das, was da drin geschehen ist, war Beleidigung pur, für mich und für alle Anwesenden. Ein wenig an das Verhalten meiner Landsleute im Ausland gewöhnt, fasste ich mich wieder und sah Ilona nach einem Augenblick nicht als einen Vampir an, sondern als eine Frau, die ihre Ängste mit Alkohol zu heilen versuchte, die im Trinken nach Halt suchte. Ich begriff, dass ihr Auftritt, dieses Schauspiel, Selbstverteidigung war. Oder vielmehr eine Verteidigung vor sich selbst. Ilona stand auf. Ihr Rock war zerrissen, ihr Knie wund. Das schäbige Schauspiel war vorbei.

“Wie kommst du jetzt nach Hause? Du kannst doch nicht aufs Rad steigen!”, ich bemühte mich, meine Aggression im Zaum zu halten und ruhig zu sprechen.

“Belehre mich nicht, blöde Kuh!”

Ich schwieg. Ich hatte Angst, etwas zu sagen. Ich erklärte es mir so, dass die dunklen Aspekte des Lebens verschiedene Reaktionen hervorrufen. Ein Glück, dass sie mich nicht anzubellen begann. Ich lächelte zaghaft und wusste, dass das Trinken einen unendlichen Schmerz dieser Frau lindert. Wir bogen in eine Gasse ein. Ilona konnte sich kaum auf den Beinen halten. Die Gegend sah um diese Uhrzeit nicht besonders verlockend aus. Ich fasste sie am Arm. Sie begann abwechselnd zu quasseln und schweinische polnische Lider zu singen. Für mich klangen alle Laute, die aus ihrer Kehle kamen wie pures Lallen. Ich sagte nichts. Nur so konnte ich ihren Angriff vermeiden. Wir waren angekommen. Ich sah Elvira am Fenster stehen. Sie schrie: “Ich lasse dich nicht rein. Alle Türen sind abgeschlossen.” Ich sah, wie sie von diesem rot beleuchteten Fenster auf die betrunkene Ilona herunterschaut, als sähe sie den Teufel selbst. Ilona stieg auf ihr Fahrrad und fuhr im Zickzack weg. Und mir gelang es, irgendwie in den zweiten Stock zu schleichen.

Am nächsten Morgen, beim Frühstück sagte Elvira höhnisch: “Das Säufergeschrei war fürchterlich, zum Erschrecken. Super Freundinnen hast du da.”


Während einer Buchpräsentation (auf Polnisch) spielten Schauspielerinnen vom Osterwa-Theater in Gorzów (Landsberg an der Warthe) eine kurze Szene aus dem obigen Kapitel. Bogumiła Jędrzejczyk als Gabriela und Beata Chorążykiewicz als Ilona. Gorzów, 7. November 2017.

Reblogi na cztery nogi czyli Gurlitt i Siemiradzki…

Newsweek

Nie tylko Siemiradzki. Jak wygląda walka o odzyskanie słynnych polskich obrazów?

“Taniec wśród mieczów” – Henryk Siemiradzki

Obraz zaginiony od II WŚ nagle się pojawił na aukcji wystawiony przez niemieckiego kolekcjonera…// Dieses herrliche Gemälde von bekanntem, polnischen Maler, Henryk Siemiradzki war seit dem II WK in Polen verschollen… Jetzt wird es plötzlich von einem deutschen Sammler zum Kauf angeboten… Beutekunst?


Marta Grzywacz 10.11.2017

Ministerstwo ma tylko trzy tygodnie na zablokowanie sprzedaży w Londynie zaginionego w czasie wojny obrazu Siemiradzkiego „Taniec wśród mieczów”. Prywatny niemiecki kolekcjoner chce go sprzedać za kwotę od 80-120 tysięcy funtów czyli 400-600 tysięcy złotych. Siemiradzki był celebrytą – Sienkiewicz zainspirowany jego „rzymskimi” obrazami napisał „Quo Vadis”.

***

Lato 1939 r: Warszawiacy tłumnie zmierzają do Zachęty na wystawę dzieł Henryka Siemiradzkiego, ulubionego malarza Polaków i Rosjan. I jedni i drudzy uważają go za swojego. Rosjanie, bo urodził się jako syn Hipolita Siemiradzkiego, carskiego oficera w Charkowie, Polacy – bo jego matka, Michalina z Prószyńskich, wychowywała go w tradycji własnego kraju, a poza tym sam Siemiradzki chętniej przyznawał się do polskich korzeni.

Na wystawie prezentowany jest między innymi „Taniec wśród mieczów” – scena ze starożytnego Rzymu, namalowana przez Siemiradzkiego już po jego osiedleniu się we Włoszech.

Siemiradzki stworzył cztery wersje tego obrazu, które różnią się rozmiarem i drobnymi szczegółami, ale temat jest ten sam: naga kobieta na tarasie willi tańczy pomiędzy sześcioma wbitymi w ziemię krótkimi, rzymskimi mieczami, przygrywa jej kobiecy tercet, obserwujący taniec mężczyźni piją wino, a w tle widać zatokę, którą otaczają łagodne, górskie szczyty. Najmniejsza rozmiarem wersja „Tańca…” widziana jest wówczas publicznie w Polsce po raz ostatni. Wkrótce obraz zaginie w niewyjaśnionych okolicznościach. Zniszczony wybuchem bomby? A może zagrabiony przez Rosjan lub Niemców,

Nie byłoby w tym nic dziwnego. Grabili i jedni i drudzy z tym, że naziści byli do tego wyjątkowo dobrze przygotowani. Na kilka lat przed wojną do Polski przyjeżdżali niemieccy i austriaccy historycy sztuki i muzealnicy, którzy pod pretekstem współpracy z polskimi kolegami po fachu katalogowali cenne dzieła, żeby potem łatwo je było zlokalizować i wywieźć. Kiedy więc we wrześniu 1939 r. do Polski wkroczyła regularna niemiecka armia, tuż za nią podążały zastępy wykształconych złodziei gotowych kraść wszystko, co wpadnie im w ręce.

Siemiradzki w Londynie: To ten sam!

Kilka tygodni temu Ministerstwo Kultury i Dziedzictwa Narodowego dostało informację, że „Taniec…” Siemiradzkiego pojawił się na aukcji Sotheby’s w Londynie. Prywatny niemiecki kolekcjoner chce go sprzedać za kwotę od 80-120 tysięcy funtów czyli 400-600 tysięcy złotych. Dzieło otrzymał od rodziców, którzy mieli je kupić w 1960 r. Aukcja zaplanowana jest na 28 listopada, Ministerstwo podjęło więc kroki, żeby ją zablokować i odzyskać obraz. Jesteśmy niemal pewni, że to ten sam, który był wystawiony w Zachęcie w 1939 r. i należał do polskich zbiorów – mówi rzeczniczka MKiDN Monika Pętas-Kurek, i liczy, że to się uda, bo Sotheby’s nie odmawia współpracy z polskim MKiDN.

Siemiradzki – celebryta

Henryk Siemiradzki jest po Tamarze Łempickiej najdroższym polskim malarzem. Od jego śmieci w 1902 r. minęło w sierpniu 115 lat, tymczasem w latach 2002-2012, pięć jego obrazów sprzedało się za kwotę 7 mln dolarów.

Tryumfalna kariera Siemiradzkiego rozpoczęła się w Rzymie, gdzie malarz osiedlił się w 1872 r. Nie miał zamiaru opuszczać na zawsze Warszawy, chciał tylko zobaczyć Wenecję, Weronę, Florencję i wybuch Wezuwiusza w Neapolu. Ale gdy odwiedził Rzym, nagle poczuł, że dotarł do kresu podróży. Jak wspomni po latach jego córka Wanda: „Oprócz Rzymu nic się już nie liczyło, to był jego świat. Jego powołanie jako artysty”. Malarza od początku fascynował antyk i życie Rzymian w czasach wczesnego cesarstwa. I to właśnie ten okres pokazał w serii czterech obrazów „Taniec wśród mieczów” (1897-1880), w „Antoniuszu i Kleopatrze”, czy „Pochodniach Nerona”. W swoich pracach sięgał też do tematyki starożytnej Grecji, mitologii, motywów biblijnych.

Siemiradzki mieszkał początkowo w samym centrum Rzymu, przy Placu Hiszpańskim, ale dwa lata później, już po ślubie ze swoją 18-letnią kuzynką Marią Prószyńską, wybudował willę na przedmieściach, przy położonej na wzgórzu ulicy Via Gaeta, skąd miał widok na dachy rzymskich kamienic i Góry Albańskie, widoczne na wielu jego obrazach. Uznanie jakim darzyli go wielbiciele sztuki sprawiło, że stał się celebrytą swoich czasów. Jego salon odwiedzały słynne postaci epoki: Ignacy Jan Paderewski, królowa Włoch Małgorzata, brat cara Rosji, wielki książę Paweł czy Henryk Sienkiewicz, który, zainspirowany „rzymskimi” obrazami malarza, napisał „Quo Vadis”. Koronowane głowy przychodziły też na wystawy Siemiradzkiego w stolicach Europy, akademie sztuk pięknych przyznawały mu honorowe członkostwa, a międzynarodowe wystawy sztuki obsypywały nagrodami.

Nigdy nie stracił więzi z Polską

W 1879 podczas krakowskiego jubileuszu Józefa Ignacego Kraszewskiego ofiarował „narodowi polskiemu” swój monumentalny obraz „Pochodnie Nerona”, inicjując tym samym utworzenie Muzeum Narodowego w Krakowie. 15 lat potem Teatr im. J. Słowackiego w Krakowie dostał od niego kurtynę – olejny obraz na płótnie rozciągniętym na drewnianym blejtramie, który do dziś otwiera i zamyka przedstawienia. Teraz jest szansa, że do Polski wróci kolejne dzieło mistrza – utracony w czasie wojny „Taniec wśród mieczów”.

Gigantyczna skala grabieży

Ministerstwo Kultury i Dziedzictwa Narodowego, które gromadzi dane na temat dzieł sztuki zaginionych podczas II wojny światowej szacuje, że na skutek zniszczeń i grabieży straciliśmy około 500 tysięcy bezcennych zabytków, w tym takich mistrzów jak Rafael, Breughel, van Dyck, Matejko, Malczewski, Kossak i Wyspiański. Ich wartość sięga 11,4 mld dolarów.

O ich odzyskanie zaczęto walczyć już w czasie wojny. W Londynie, przy Ministerstwie Prac Kongresowych powstało Biuro Rewindykacji Strat Kulturalnych, którym kierował polski historyk sztuki Karol Estreicher. W oparciu o własną wiedzę, a także raporty muzealników, bibliotekarzy i archiwistów przesyłanych do Londynu za pośrednictwem AK opracował „Katalog Strat Kultury Polskiej pod okupacją niemiecką 1939-1944”, który miał stanowić podstawę przyszłych polskich roszczeń. On też uporczywie poszukiwał cennych dzieł zrabowanych przez nazistów. W efekcie, 30 kwietnia 1946 r. do Krakowa, w 26 wagonach przyjechały odnalezione w Niemczech polskie zabytki, wśród nich ołtarz Wita Stwosza, obrazy Canaletta, czy „Dama z gronostajem” Leonarda da Vinci. Po powrocie do kraju Estreicher odbył jeszcze kilka podróży rewindykacyjnych, zawsze przywożąc ze sobą zagrabione dzieła, ale wraz z opadaniem żelaznej kurtyny rewindykacja stawała się coraz trudniejsza. W końcu, w latach 50 uznano, że jego biuro nie ma już racji bytu i zlikwidowano je.

Do sprawy grabieży dzieł sztuki wrócono w 1992 r. W MKiDN powstał wówczas zespół nazwany Wydziałem Strat Wojennych, który na powrót zaczął poszukiwania, w myśl przepisów, że grabież dóbr kultury się nie przedawnia.

Jak szukać?

Jednak jak szukać zagrabionych dzieł kilkadziesiąt lat po ich zaginięciu? Obserwować rynek sztuki – odpowiada MKiDN. Każdego dnia pracownicy Wydziału Strat Wojennych sprawdzają obiekty wystawione na sprzedaż w 4500 domach aukcyjnych w 72 krajach, które tylko w ubiegłym roku wystawiły na sprzedaż 938,000 dzieł sztuki. Analizują też uważnie wszystkie informacje napływające od muzealników, konserwatorów, historyków i pasjonatów sztuki. A przede wszystkim próbują zaangażować w poszukiwania zwykłych obywateli. Dlatego w maju 2016 r. powstała aplikacja telefoniczna ArtSherlock, która umożliwia automatyczne rozpoznawanie dzieł sztuki z dziedziny malarstwa, rysunku i tkaniny, zrabowanych z polskich zbiorów podczas II wojny światowej. Obiekty można weryfikować w dowolnym miejscu i czasie.

Czasem jednak, żeby trafić na ślad zaginionego dzieła potrzeba trochę szczęścia albo dobrej woli ze strony obecnego posiadacza. Jak w przypadku żony amerykańskiego dyplomaty, która zwróciła kupioną kiedyś przez męża martwą naturę gdy dowiedziała się, że jest to strata wojenna. W efekcie obraz „Bukiet kwiatów” holenderskiego malarza Jacoba van Walscapelle od 2001 r. znowu wisi w Muzeum Narodowym w Warszawie.

Biurko z pałacu w Wilanowie dostrzegli pod koniec 2014 r. uczestnicy projektu badawczego „Daphne” poświęconego m.in. inwentaryzacji eksponatów. Prowadziły go Państwowe Zbiory Sztuki w Dreźnie. Uwagę badaczy zwróciły ślady papierowych etykietek na meblach, nawiązali więc kontakt z Muzeum Pałacu, a gdy własność dzieła się potwierdziła, w lutym 2016 r. land Saksonii zwrócił je Polsce.

Aresztować ten obraz!

Bywa i tak, że dzieło trzeba „aresztować”. Pewnego dnia ktoś zadzwonił do Muzeum Narodowego w Warszawie z informacją, że chciałby pośredniczyć w sprzedaży obrazu. Z nadesłanych zdjęć wynikało, że może to być zaginiona w czasie wojny „Pomarańczarka” Aleksandra Giermyskiego.

Wydział Strat Wojennych przez jakiś czas prowadził z ewentualnym pośrednikiem korespondencję, ale po jakimś czasie kontakt się urwał. Polska strona poprosiła o pomoc policję, jednak interwencja nie poskutkowała. Tymczasem obraz pojawił się na aukcji, w małym, prowincjonalnym miasteczku Buxtehude pod Hamburgiem, gdzie niezależnie od siebie zauważyło go kilku prywatnych kolekcjonerów sztuki. Dom aukcyjny, a raczej antykwariat, nie chciał jednak negocjować z polskim MKiDN twierdząc, że posiadaczka obrazu odziedziczyła go po babce, która w 1948 r. wyszła za mąż za przemysłowca i kolekcjonera z Duesseldorfu. Do aukcji pozostały dwa dni. Polska strona zwróciła się więc do niemieckiego adwokata Petera Raue, który specjalizował się w szybkim zajmowaniu mienia i natychmiast uzyskała decyzję sądu niemieckiego o zatrzymaniu sprzedaży. „Pomarańczarka” wróciła do Polski w 2011 r.

Trudno było też o zwrot dwóch obrazów Juliana Fałata „Naganki na polowaniu w Nieświeżu” i „Przed polowaniem w Rytwianach” zrabowanych w czasie II wojny światowej z Zachęty i wystawionych w 2006 r. na aukcji w Nowym Jorku. MKiDN udało się powstrzymać ich sprzedaż, ale żeby obrazy zwrócono Polsce, trzeba było prosić o pomoc federalną agencję dochodzeniową Immigration & Customs Enforcement. ICE przejęła oba dzieła i dopiero gdy zakończyła dochodzenie w ich sprawie, decyzją amerykańskiego sądu, w 2011 r. obrazy wróciły do Polski.

Meklemburska klempa

Z upływem czasu odzyskiwanie zagrabionych dóbr kultury jest więc coraz trudniejsze. Powodzenie w dużej mierze zależy od tego czy dane dzieło znajduje się w zbiorach publicznych jakiegoś kraju, czy w rękach prywatnych. W tym pierwszym przypadku negocjacje odbywają się na szczeblu rządowym. MKiDN przygotowuje wniosek o restytucję, w którym musi udowodnić, że zabytek należał do polskiej kolekcji, i przedstawić w jakich okolicznościach został utracony. A potem czekać na decyzję władz strony przeciwnej. Jeśli posiadacz dzieła jest osobą prywatną, sprawa jest jeszcze trudniejsza. Kilkadziesiąt lat po wojnie nie ma już tych co kradli, są tylko ich spadkobiercy, albo osoby, które kupiły dany zabytek na rynku i często nie chcą go zwrócić.

Na początku roku syn Otto Wächtera gubernatora dystryktu krakowskiego, Horst Wächter zdecydował się oddać Polsce trzy dzieła wywiezione pod koniec wojny przez jego rodziców: akwarelę Julii Potockiej przedstawiającą Pałac Potockich pod Baranami, XVIII-wieczną mapę Rzeczypospolitej Obojga Narodów, a także rysunek renesansowego Krakowa. Podczas okupacji Krakowa, jego matka Charlotte Wächter – nazywana przez krakowian złośliwie „meklemburską klempą”, przychodziła do Muzeum Czartoryskich w nocy, żeby nikt jej nie przeszkadzał i przyświecając sobie latarką, wyszukiwała co cenniejsze dzieła do dekoracji swojego mieszkania w kamienicy „Pod Baranami”, a przed końcem wojny zabrała je do Niemiec.

W latach 2011-2016 udało się zakończyć 24 postępowania restytucyjne i odzyskać 23 dzieła. To znakomity wynik – mówi MKiDN. Do Polski wróciły m.in. „Murzynka” Anny Bilińskiej-Bohdanowicz, „Św. Iwo wspomaga biednych” – dzieło Jacoba Jordaensa, rokokowy stolik z kolekcji Stanisława Augusta w Łazienkach i obraz Francesco Guardiego „Schody Pałacowe”, zrabowane przez gubernatora części okupowanych ziem polskich Hansa Franka w Warszawie.

Utracony Rafael?

To wszystko mało – stwierdza Najwyższa Izba Kontroli w swoim raporcie z 2016 r. I wylicza, że wartość odzyskanych dzieł sięga 7,3 mln zł, a koszty poniesione w związku z ich odzyskiwaniem – czyli pensje prawników, delegacje, zewnętrzna obsługa prawna, koszty pozyskania dokumentacji czy odbitek fotograficznych wyniosły 1,16 mln.

To bardzo niewielka kwota – mówi rzeczniczka MKiDN, Monika Piętas – Kurek, tym bardziej, że rachunek ekonomiczny nie może nas powstrzymać przed próbą odzyskania dzieła, bo oprócz wartości materialnej zabytki mają znaczenie dla kultury, artystyczne i historyczne. Piętas-Kurek podkreśla przy tym, że MKiDN nigdy nie wykupuje dóbr kultury, które zostały zagrabione wskutek wojny. Dlatego starania o zwrot niektórych zabytków trwają wiele lat. W nielicznych skrajnie niekorzystnych sytuacjach wypłacana jest rekompensata kosztów konserwacji lub ułamek kwoty, za którą nabywca dokonał zakupu. Zanim jednak rekompensata zostanie wypłacona, polska strona musi mieć pewność, że posiadacz dzieła kupił je w dobrej wierze, nie wiedząc, że pochodzi z kradzieży. Kwotę rekompensaty pokrywają sponsorzy.

Spośród zarejestrowanych w bazie danych 63 tysięcy zaginionych w czasie wojny dóbr kultury, udało się odzyskać 360 obiektów. Jednak większości z nich już nigdy nie zobaczymy, bo nie zostaną odnalezione – zostały zniszczone lub ukryte, albo też nie będziemy mieć wystarczających dowodów, że pochodziły z polskich kolekcji. Zachowane opisy są często zbyt fragmentaryczne, aby udało się nam udowodnić nasze racje – mówi rzeczniczka MKiDN.

Symbolem tych utraconych i wciąż nie odzyskanych dzieł stał się “Portret młodzieńca” Rafaela Santi, także wywieziony przez Hansa Franka z Krakowa, z Muzeum Czartoryskich. Twarz młodego mężczyzny w czarnym berecie widnieje na stronie Wydziału Strat Wojennych, w informatorach muzealnych, w aplikacji ArtSherlock, na widokówkach. „Portret młodzieńca” jest jednym z najbardziej znanych obrazów w polskich zbiorach, choć większość z nas nigdy go nie widziała. MKiDN wciąż ma nadzieję, że to się kiedyś zmieni.


Die andere Seite der polnischen Bemühungen bildet Cornelius Gurlitt (1932–2014), ein quasi “normaler” Deutsche, der sich während des Kriegs eine riesige Kunstsammlung der entartete Kunst zugelegt hat.

Seine Sammlung wird gerade in der Bundeskunsthalle Bonn und in Kunstmuseum Bern  gezeigt. 2014 vermachte Gurlitt  testamentarisch seine Sammlung dem Kunstmuseum Bern. Bei der Ausstellung werden rund 250 Werke gezeigt, die man auch online mit detaillierten Fotos und ausführlichen Provenienzangaben, die den aktuellen Stand der Forschung angeben, betrachten kann (Datenbank Gurlitt). Die Kuratoren der Ausstellung in Bonn sind Rein Wolfs und Agnieszka Lulińska, eine Polin.


Agnieszka Lulińska jest kuratorem wystaw w jednym z najważniejszych niemieckich muzeów. Polka na takim stanowisku to wielka rzadkość.

Agnieszka Lulińska w jej bońskim muzeum

Agnieszka Lulińska jest piękną, elegancką kobietą około czterdziestki. Mimo, że większą część życia spędziła za granicą, mówi przepiękną, literacką polszczyzną.

Jej pasją od najmłodszych lat była historia sztuki. I zawsze jak sięgnie pamięcią, chętnie chodziła na wystawy. Dziś organizuje je w jednym z najważniejszych niemieckich muzeów – Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland w Bonn.

więcej


 Aber zurück zu Gurlitt.

Als im November 2013 bekannt wird, dass die bayrische Staatsanwaltschaft die Kunstbestände von Cornelius Gurlitt (1932–2014) beschlagnahmt hat, ist das öffentliche Aufsehen groß. Denn die 1500 Kunstwerke, die der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig: Handelt es sich um Raubkunst aus der Zeit der national-sozialistischen Gewaltherrschaft?

Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren. So konnten bislang vier Werke an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden.


Ja, vier… Vier Werke aus der Fülle von 1500 Stück. Vier Werke in vier Jahre. Bedeutet es, man würde 1500 Werke aus der Gurlitts kollektion in 1500 Jahre richtig einordnen können? Man gibt doch zu, dass bei 200 von 255 Werken, die in Bonn gezeigt werden, besteht nach früheren Angaben der Kuratoren ein NS-Raubkunstverdacht. OK, Papierkramm ist zu erledigen. Aber ein Bild in einem Jahr?

Jetzt aber Ausstellung!
Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen:

Die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern präsentieren in zwei zeitgleichen Ausstellungen eine Auswahl aus diesem umfangreichen Nachlass. Unter dem Titel »Entartete Kunst«– beschlagnahmt und verkauft liegt der Schwerpunkt der Berner Ausstellung auf der von den Nationalsozialisten verfemten Moderne, während Bonn den Fokus auf den NS-Kunstraub und die Folgen legt. Eingebettet in den historischen Kontext, zeichnet diese Ausstellung den Werdegang Hildebrand Gurlitts nach. Gurlitt, obwohl ein leidenschaftlicher Verfechter der Moderne, stieg er zu einem der wichtigsten Kunsthändler im nationalsozialistischen Deutschland auf. Nach dem Krieg konnte er ungeachtet der Schuld, die er auf sich geladen hatte, weitgehend problemlos an seine Vorkriegskarriere als Museumsdirektor anknüpfen. Parallel zu Gurlitts Lebensweg werden exemplarische Biografien von Zeitgenossen vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Schicksalen der verfolgten, meist jüdischen Künstler, Sammler und Kunsthändler, die dem NS-System zum Opfer fielen.

Die Ausstellung Bestandsaufnahme Gurlitt – Der NS-Kunstraub und die Folgen zeigt somit nicht nur eine Auswahl an Kunstwerken, die – von Dürer bis Monet, von Breughel bis Beckmann – ein breites Spektrum der Kunstgeschichte abbilden und jahrzehntelang dem Blick der Öffentlichkeit entzogen waren. Indem die Herkunft jedes Kunstwerks thematisiert wird, eröffnet sie auch einen spannenden Blick in die Geschichte der Objekte.

Bundeskunsthalle Bonn 3. November 2017 bis 11. März 2018

Kunstmuseum Bern 2. November 2017 bis 4. März 2018

und demnächst auch in Berlin. Für Herbst 2018 wird eine weitere Ausstellung zum Thema angesagt, im Martin-Gropius-Bau. 

Szopa w salonie 13

Łukasz Szopa

Dzieci

Czytam ja sobie dziś gazetę z weekendu, artykuł o intelektualnym i rozwojowym „zostaniu w tyle“ dziesiątek milionów dzieci w środkowych Chinach. No fakt, problem jest, i to smutny.

Smutne i problematyczne jest jednak również to, że w owej niemieckiej gazecie jako główny negatywny skutek tej sytuacji – szczególnie z perspektywy przyszłości – wskazany jest… zaniżony produkt krajowy brutto (PKP) Chin za kilka-kilkanaście lat. Co ja mówię, „główny negatywny skutek“ – doczytawszy do końca dwustronicowego artykuł stwierdzam, że autor nie podaje aż do kończącej kropki żadnego innego „negatywnego efektu“. Ani słowa o szansach życiowych tych dzieci, intelektualnych, ekonomicznych, kulturowych, ani słowa o tym, że niestety raczej niemal żadne z nich nie podyskutuje za kilka-kilkanaście lat na temat Kanta, nie będzie konstruktorem mostu, nikogo nie wyleczy, czy nie zaprogramuje jakiejś praktycznej aplikacji. Nie wspominając o tak „banalnych“ kwestiach jak dobre samopoczucie, spełnienie, czy po prostu szczęście tych dzieciaków.

Bo dzieciaki chińskie, ale autor niemiecki – i przypomniało mi się, jak często w Niemczech raziło i razi mnie takie „ekonomiczne“ podejście do dzieci i ich przyszłości. Nie, nie tylko w mediach, ale w powszechnych rozmowach. Mówi się często i chętnie (czasem ze szczerą troską) o „przyszłości naszych dzieci“.

Tu pytam się zawsze, od kiedy to wszystkie dzieci są „nasze“. Kolektywne prawa rodzicielskie czy co?

Niemniej dziwi mnie i irytuje, że wspomina się tylko ich „przyszłość“ – jakby pomijając fakt, że dla dziecka najważniejsza jest – teraźniejszość! Tu i teraz, czy z rodzicami, czy z rówieśnikami, zabawa, jedzenie, gry, przytulanki, czytanki, wrzaski. No właśnie, może właśnie przez te wrzaski. Bo o ile Niemcy lubią mówić o „przyszłości“ „naszych“ dzieci – czasem nie lubią ich obecności, czyli teraźniejszości, w przestrzeni publicznej – czy to kawiarni, czy nawet placów zabaw i roznoszących się stamtąd decybeli.

Innym powodem, iż tak chętnie w tym kraju przywołuje się „przyszłość dzieci“, to właśnie wspomniana ekonomia. Albo też, mówiąc krócej – emerytury. Gdyż to właśnie ma większość z nich na myśli, w sumie szczerze troszcząc się o tychże dzieci przyszłość – czyli o swoje emerytury, które ktoś będzie musiał opłacać, a co się z tym wiąże – na nie zarabiać. Oto cała „miłość“ do dzieci, dlatego są one „nasze“, i oczywiście słowo „dzieci“ brzmi ładniej niż „demografia“, czyż nie?

Może w powyższych słowach aż za bardzo „jadę“ po Niemcach. Gdyż wcale nie sądzę, iż są mniej szczerzy, mniej pazerni i mniej egoistyczni niż inne ludy. Ale wydaje mi się, że dlatego tak często i otwarcie „troszczą się“ o te dzieci, że wierzą jeszcze w… emerytury. W system emerytalny. Podczas gdy ani Rosjanin, ani Amerykanin, ani Polak czy Brazylijczyk w takie obiecanki-cacanki wierzy albo dużo mniej, albo wcale.

Pamiętam, jak uczono mnie zarówno w polskim socjalizmie, jak i austriackim „socjal-wolnorynkizmie“ o „zacofanych Afrykańczykach“, którzy „rodzą tyle dzieci“, wierząc, że im ich więcej, tym większe szanse, że ich te dzieci na starość utrzymają.

Czy jednak „troska demograficzna“ Niemców jest mniej zacofana? Jakby nie chcieli wiedzieć, że liczyenie PKB ma sens, jeśli się go liczy nie jako sumę całej gospodarki, lecz „na głowę“? Jakby nie chcieli zauważyć, że adenauerowski system emerytur i rent to nic innego, jak dofinansowana od dziesięcioleci miliardami (i dlatego tylko nie waląca się) piramida finansowa? Jakby nie zastanawiali się nad tym, że może technologia i tak wykluczy fakt, że – czy będzie tych Młodych (a za kilkanaście i więcej lat – dorosłych) więcej czy mniej, to drugorzędne. Bo liczyć się będzie to, czy będą mieli miejsca pracy i dochód, by na Starych płacić.

Na koniec, co wkurza mnie najbardziej. Nie to, co opisałem powyżej, że ktoś „troszczy się“ o „nasze“ dzieci – a myśli o pewnej i słodkiej emeryturze. Wkurza mnie podtekst takich „życzeń“. Albowiem, tłumacząc to na prosty język, oznacza to proste hasło rzucone w kierunku młodych rodziców: „Do łóżka! Kopulować! Zapładniać się! (i tak dalej… aż do…) Wychowywać! Niech dorastają, uczą się, by potem móc zarabiać! Dla gospodarki, dla systemu emerytalnego, dla nas!“

Sorry, ale jak idę z kimś do łóżka, i ewentualnie zdarzy mi się kopulować, to nie mam ochoty mieć przed oczyma ekonomicznych i demograficznych wykresów, czy też wizji obecnie 30-50 letnich sąsiadów w wieku emerytalnym.

Podobny tekst w języku niemieckim dla pisma „der Freitag“ sprzed czterech lat:

https://www.freitag.de/autoren/lukasz-szopa/werden-es-unsere-kinder-besser-haben

Barataria 40 Teneryfa / Teneriffa

Tekst / Text: +/- Wikipedia

Teneriffa (span. Tenerife) ist die größte der Kanarischen Inseln und gehört zu Spanien. Die Insel ist 83,3 Kilometer lang, bis zu 53,9 Kilometer (Ost-West-Ausdehnung) breit und hat eine Fläche von 2034,38 Quadratkilometern. Sie ist mit etwa 888.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel Spaniens. Die Hauptstadt ist Santa Cruz de Tenerife. Die Einheimischen werden Tinerfeños genannt.

Teneriffa ist eine Vulkaninsel. Sie gehört – wie alle Kanarischen Inseln – topografisch zu Afrika, liegt 288 Kilometer vor der Küste Marokkos und der Westsahara und ist 1.274 Kilometer von der Südküste des spanischen Mutterlandes entfernt. Teneriffa und die benachbarte Insel Gran Canaria werden aufgrund verschiedener Landschaftsformen und mehrerer dort auftretender Klimazonen oft als Miniatur-Kontinent bezeichnet (Schon vor ein paar Wochen behauptete ich, dass die Fantasy-Territorien eigentlich immer eine interessant gebaute Insel sind – Anm. d.Red. EMS).

Einer Legende nach, ist Teneriffa die Überreste der verlorenen Atlantis. Bei dem spanischen Schriftsteller Miguel de Unamuno ist sie die Barataria von Cervantes! Natürlich ist es metaphorisch gemeint, aber dies ist eben das, was mich fasziniert – das Leben der Metapher.

Teneryfa – należąca do Hiszpanii wyspa na Oceanie Atlantyckim, u północno-zachodnich wybrzeży Afryki, zaliczana do Makaronezji. Jest największą i najludniejszą wyspą w archipelagu Wysp Kanaryjskich i najludniejszą wyspą hiszpańską. Teneryfa, choć geograficznie leży w północnej Afryce, jest integralną częścią Hiszpanii i Unii Europejskiej. Obowiązującą na wyspie walutą jest euro, a językiem urzędowym język hiszpański.

Santa Cruz de Tenerife jest największym miastem na wyspie i zarazem jej stolicą oraz prowincji Santa Cruz de Tenerife. Jest też, wspólnie z Las Palmas de Gran Canaria, stolicą autonomii Wysp Kanaryjskich.

Teneryfa oraz sąsiednia wyspa Gran Canaria jest często nazywana kontynentem w miniaturze ze względu na kilka typów krajobrazu i kilka stref klimatycznych na nich występujących (Nie będę się przechwalać, ale już kilka tygodni temu twierdziłam, że to właśnie takie wyspy o interesującej budowie geograficznej są pierwowzorem wszystkich terenów z opowieści fantasy – EMS). Na Teneryfie znajdują się dwa obiekty wpisane na Listę Światowego Dziedzictwa Kulturowego i Przyrodniczego UNESCO: wulkan Teide, który jest parkiem narodowym, oraz zabytkowe miasto La Laguna.

Legenda głosi, że Teneryfa jest pozostałością zaginionej Atlantydy. Hiszpański pisarz Miguel de Unamuno widzi w niej i Atlantydę, i Baratarię!!! Oczywiście to metafora, ale w tym serialu to właśnie najbardziej mnie fascynuje – długie i szczęśliwe życie metafor!

Fotos/y: Anne Schmidt

Anstelle des Unabhängigkeits-Marsches

oder Zamiast Marszu Niepodległości

Seit ein paar Jahren schon “kämpfen” die Polen verschiedener politischen Weltanschauungen untereinander darum, zu wem der Unabhängigskeitstag (ein Polnischer Nationalfeiertag) gehört. Es ist einer der wichtigsten Jahrestagen in der Geschichte Polens. An diesem Tag, nach 123 Jahren der Teilung und der politischen Nichtexistenz, rief der Marschall Joseph Piłsudski die Unabhängigkeit Polens auf. Dass auf diesem Tag in Compiegne in Frankreich der 1. Weltkrieg beendet wurde, war mehr oder weniger ein Zufall.

Leider wird gerade dieser festliche Anlass zu einer radikal-nationalistischer Demonstration der politischen Macht der extremen Rechtgruppierungen Polens umfunktioniert. Und leider geniessen diese Parteien und Organisationen nicht nur immer stärkeren Zugang der Anhänger, sondern, und dies ist geradezu erschreckend, die Unterstützung der katholischen Kirche und der PiS-Regierung.

Seit Jahren gehen an diesem Tag in die Welt die erschreckende Nachrichten aus Polen. Die Wikipedia auf Deutsch schreibt z.B.: Während Tausende Polen in der Hauptstadt Warschau und anderen Städten des Landes überwiegend friedlich ihren Unabhängigkeitstag feiern, kommt es in den letzten Jahren wiederholt zu Ausschreitungen, bei denen sich Nationalisten bei den Kundgebungen heftige Auseinandersetzungen mit den Einsatzkräften der Polizei liefern. Vor allem in Warschau kommt es zu heftigen Ausschreitungen mit Festnahmen bei “Unabhängigkeitsmärschen” von Nationalisten und Rechtsradikalen.

Ein schrecklicher Tag für Polen. Ich habe gar keine Lust, darüber nachzudenken. Vergessen wir es, hoffen wir, dass es irgendwann vorbei ist. Ich  lade stattdessen zu einer Ausstellungeröffnung ein.

***

Dzisiaj 11 listopada. Od kilku lat ohydny dzień i myślę, że nie muszę moim Czytelnikom tłumaczyć – dlaczego. Ohydny. A najgorsze jest to, że ta obrzydliwa polska gęba ma wsparcie Kościoła i polityki. Nie chcę o tym nawet myśleć. Zamiast na demonstrację, zapraszam na wernisaż…

***

Es ist eine sehr originelle Veranstalltung, und wenn man in Berlin diese Adjektiv benutzt, bedeutet es wirklich was. Seit 6. Oktober gibt es schon in Kungerkiez eine Fotoausstellung

Sela5/2 – FRAMES. AND THE SPACE BETWEEN.

Die Ausstellung dauert zwei Monate und zeigt im Hauptraum die Werke von elf Fotografen, und in einem Nebenraum werden jede Woche die Fotos von einem der teilnehmenden Fotografen gezeigt. Ich weiss nicht, ob ich es besser erklären kann, aber auch nirgendwo, weder im Katalog noch auf der Fanpage, finde ich eine entsprechende Beschreibung des Vorhabens von Karsten Hein, der eine der Kuratoren ist und jetzt eben am 11. November in dem Gallerie-Nebenraum seine Fotos ausstellt (er steht ganz recht im Bild unten). Seine ungewöhnliche Foto-Projekte habe ich hier (und woanders) schon ein paar Mal vorgestellt: Fiktive Fotografen, Fotos für die Blinden oder Mode für die Blinden. Manchmal mache ich bei seinen Projekten mit.

Karsten Hein

KungerKiezInitiative e.V.
Karl-Kunger-Str. 15
12435 Berlin

U-Bahn Treptower Park und dann zu Fuß… Oder Schlesiches Tor und ebenfalls zu Fuß (beide – ziemlich lang :-)).

Ich fand nirgendwo, um welcher Uhrzeit diese Teilausstellungen eröffnen werden. Ich nehme an, 19 Uhr ist ein schöner Termin. Kommet alle hin!

***

Und noch bis 5. November im Martin-Gropius-Bau, Berlin > Der Luthereffekt > Raum 15 – 19 Karsten Heins Tansaniabilder… mehr

Hilferuf / Wołanie o pomoc


Celina Muza
Drodzy Przyjaciele, Liebe Freunde,

dzisiaj, troszkę weekendowo, piszę do was w zupełnie innej sprawie.

Byłam w połowie października na Kaszubach w regionie, przez który przeszła w nocy z 11 na 12 sierpnia nawałnica niszcząc hektary lasów i wiele domów, przede wszystkim tych starszych i biedniejszych. Pojechałam tam razem z 7-osobową silną grupą męską z firmy SchoPa, w której pracuje mój małżonek. Dowiedzieliśmy się od przyjaciół, że w dalszym ciągu potrzebna jest tam pomoc. Aktualnie brakuje nie tylko materiałów, ale przede wszystkim fachowców: murarzy, elektryków, malarzy, dekarzy… Po prostu ich tam nie ma, a jeżeli są, to stawiają takie warunki finansowe, że zatrudnić ich mogą tylko najbogatsi (ale akurat te domy najmniej ucierpiały).

heute schreibe ich Euch – ein wenig in Wochenendstimmung – in einer ganz anderen Sache.

Mitte Oktober war ich in der Kaschubei, in der Region, in der in der Nacht vom 11. auf den 12. August ein schlimmer Sturm gewütet hat, der ganze Hektar von Wäldern und viele, vor allem ältere und ärmere Häuser zerstört hat. Ich bin zusammen mit einer 7-Mann starken Gruppe von der Firma SchoPa, bei der mein Mann arbeitet, dorthin gefahren. Wir hatten von Freunden erfahren, dass dort weiterhin Hilfe gebraucht werde. Aktuell fehlt es dort nicht nur an Baumaterial, sondern vor allem an Handwerkern: Maurern, Elektrikern, Malern, Dachdeckern… Es gibt sie einfach nicht, und wenn welche da sind, dann stellen sie solche finanziellen Forderungen, dass nur die Reichsten es sich leisten können, sie anzustellen (deren Häuser jedoch am wenigsten unter dem Sturm gelitten haben!).

Nie sądziłam, że na dwa miesiące po tragedii zastanę tam taki obraz nędzy i rozpaczy! Załączam kilka zdjęć, ale uwierzcie mi, żadne nie oddaje nawet w przybliżeniu rozmiarów zniszczeń. Stałam na drodze pomiędzy dwiema wsiami w gminie Brusy i zwyczajnie płakałam patrząc na to co zostało po pięknych lasach.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich zwei Monate nach der Tragödie ein solches Bild des Jammers vorfinden würde. Ich füge einige Fotos hinzu, aber glaubt mir bitte, keines der Bilder kann auch nur annähernd die Ausmaße der Zerstörungen widergeben. Ich stand in der Gemeinde Brusy auf der Straße zwischen zwei Dörfern und weinte einfach beim Anblick dessen, was dort von den wunderbaren Wäldern übriggeblieben ist.

Nasi wolontariusze pracowali przez cały weekend w trzech wsiach, w trzech gospodarstwach, które do tego czasu nie miały jeszcze w ogóle dachu. I natychmiast po powrocie do Stargardu oznajmili, że muszą pojechać na Kaszuby jeszcze raz aby położyć poszkodowanym elektrykę i podłogi. Z nadzieją, że uda się tym rodzinom, które otrzymały tylko dotacje na zakup desek na dach i ewentualnie nowego pieca grzewczego (ale nie wszyscy), spędzić Święta we własnym domu.

Unsere Freiwilligen haben das ganze Wochenende über in drei Dörfern gearbeitet, in drei Bauernhöfen, die bis dahin überhaupt keine Dächer hatten. Und sofort nach ihrer Ankunft in Stargard erklärten sie, sie würden sofort wieder in die Kaschubei fahren müssen, um den Geschädigten noch die Elektroleitungen und die Fußböden zu legen. Mit der Hoffnung, dass es diesen Familien, die nur eine Zuwendung für den Kauf von Brettern für das Dach und eventuell für einen neuen Heizofen erhalten hatten (es waren nicht alle), gelingen wird, Weihnachten im eigenen Haus zu verbringen.

Ale kiedy już uda się w miarę odbudować dom, zaczną się kolejne problemy. Po wichurze lało przez kilka dni i domy bez dachów zalane były doszczętnie. W pośpiechu przenoszono dobytek do stodół przykrytych plandekami i niedługo okaże się, że na przykład poduszki przemokły, pościel zgniła, odkurzacz już nie działa, produkty chemiczne są nie do użytku… ubrania do wyrzucenia. Najbiedniejsi w okolicy stracili wszystko.

Aber nachdem sie ihr Haus einigermaßen wiederaufgebaut haben, werden weitere Probleme beginnen. Nach dem Sturm hatte es mehrere Tage geregnet und die dachlosen Häuser wurden völlig überschwemmt. In aller Eile wurde das Hab und Gut in mit Planen bedeckte Scheunen gebracht, und bald wird sich herausstellen, dass zum Beispiel die Kissen nass geworden sind, die Bettwäsche vermodert ist, der Staubsauger nicht mehr funktioniert, chemische Produkte nicht mehr zu gebrauchen sind, und die Kleidung weggeworfen werden muss. Die Ärmsten in der Gegend haben alles verloren.

Moich przyjaciół mieszkających w Polsce zachęcam do wsparcia Komitetu Społecznego Przymuszewo po nawałnicy. W każdy weekend grupa wolontariuszy pracuje na budowach.

https://www.facebook.com/search/top/?q=przymuszewo%20po%20nawa%C5%82nicy

Społeczny Komitet Przymuszewo po nawałnicy

BGŻ BNP PARIBAS: 83 1600 1462 1832 3260 4000 0001

IBAN: PL83160014621832326040000001

BIC: PPABPLPK

Moich przyjaciół mieszkających w Niemczech chciałam poinformować, że 3 listopada zostanie przeze mnie założone specjalne konto w Berliner Volksbank, na którą będę zbierać darowizny na rzecz 3 rodzin w gminie Brusy.

Meine Freunde, die in Deutschland leben, möchte ich informieren, dass ich am 3. November ein SonderSpendenKonto bei der Berliner Volksbank einrichten werde.

Zastanówcie się proszę czy, jaką sumą i w jakim miesiącu w ciągu najbliższych miesięcy moglibyście włączyć się do pomocy?

Bitte, überlegt ob Ihr helfen könnt den 3 Familien ein normales Leben wieder führen zu können? Wenn ja, mit welcher Summe und wann in den nächsten paar Monaten?

Liczę na Was!

Ich zähle auf Euch!

Pozdrawiam serdecznie… viele Grüße

Celina