Nun sind wir in Palermo; die Stadt übertrifft sich und uns an Gegensätzen. Zwischen Schönheiten und ausgesuchten, wirklich fantastischen Kunstwerken türmen sich zwischen Ruinen Müll und Abfall. Neben Häusern und Kirchen mit wunderschönen Fassaden, sehr professionell restauriert in gepflegten, exotischen Gärten, gibt es Gegenden, wo das Vergammelt-Sein fast Programm zu sein scheint. Zum Glück schauen wir auf solch ein Viertel von oben, von unserer Dachterrasse aus, doch ab und zu müssen wir auch unten da hindurch. Einiges wird auch hier schon restauriert und bewohnbar gemacht, auch in gehobener Qualität; leider ziehen dann die Touristen in die schönsten Häuser, mit denen Airbnb und andere, vor allem ausländische Appartement-Vermittlungsfirmen ihr Geschäft machen. Straße für Straße wird gentrifiziert. Wo früher Renato Guttuso seine realistischen Monumentalwerke malte und die Künstler um sich scharte – in dem Viertel oder besser gesagt dem Markt Vucciria – sind jetzt vor allem Immobilienfirmen am Werk. Vielleicht wird auch dagegen protestiert, mit einer sehr einfachen, aber effektiven Methode, die ich auch schon in Syrakus beobachtet habe: am späten Abend wird Musik ganz laut aufgedreht, bis zwei oder drei Uhr morgens, ohne dass in der betreffenden Bar Leute wären; so kann man selbst im vierten Stock nur schwer schlafen. Das vertreibt vor allem die älteren Besucher sehr wirkungsvoll.
Künstliche Intelligenz ist ein großes Versprechen. Schon heute erzielt KI in vielen Bereichen Ergebnisse, die vor einigen Jahren undenkbar gewesen wären – in der Arbeitswelt, in der Bildung und bei der politischen Teilhabe könnte sie die Menschheit in ein völlig neues Zeitalter führen. Auch die großen Sprachmodelle (etwa ChatGPT) haben sich in kürzester Zeit in den Alltag vieler Menschen integriert, sind heute schon nicht mehr daraus wegzudenken und prädestiniert, den Horizont der Menschen um ein Vielfaches zu erweitern. All das ist faszinierend – und besorgniserregend. Thema Jobs: Arbeit garantiert den Menschen in diesem Land wirtschaftliche Unabhängigkeit und spendet im besten Fall Sinn und Identität. OpenAI, das führende KI-Unternehmen der Welt, schreibt jedoch in seiner Charta, dass sein Ziel ist: hochgradig autonome Systeme zu entwickeln, die den Menschen im Bereich Arbeit aus nahezu allen Bereichen verdrängen.
Schon heute sehen wir, dass ein breites Spektrum von Menschen betroffen ist. Vom Supermarkt über Rechtsanwaltskanzleien bis zu Programmierjobs beobachten wir, dass Arbeitsplätze wegfallen. Auch der Einstieg in den Arbeitsmarkt für junge Menschen wird schwerer, weil KI entsprechende Jobs übernimmt. Wir als FAIRNESS JETZT sorgen uns darüber, was es für die Menschen in diesem Land bedeutet, Wir sorgen uns, was es mit unserer Gesellschaft macht, wenn ungebremst und ungesteuert massenhaft Arbeitsplätze wegfallen. Es gibt in Deutschland historische Parallelen zu solch einer Situation, und sie mahnen. Wir sorgen uns auch um die Situation von Kindern und Jugendlichen. Schon heute sind tägliche Bildschirmzeiten von acht und mehr Stunden keine Seltenheit. Das lässt wichtige Entwicklungsschritte verkümmern und ist kein Zufall: Die großen Tech-Konzerne haben Social Media so designt, dass psychologische Abhängigkeiten entstehen. Wo jedoch Instagram, Facebook und TikTok bloß unsere Aufmerksamkeit wollen, gehen KI-Chatbots einen großen Schritt weiter: Sie wollen menschliche Bindung simulieren. Das tun sie schon heute, mit traurigem Erfolg: In den USA gibt es vermehrt Fälle, in denen sich junge Menschen auf Anraten einer KI erst von ihren Familien abwenden und dann suizidieren. Eine Abkehr von der Demokratie, auch das erleben wir. Künstliche Intelligenz ermöglicht die massenhafte Erstellung von DeepFakes. Gerade antidemokratische Kräfte setzen diese ganz bewusst ein. Auch zeigt die USA, dass sich die Chefs großer Tech-Konzerne ohne zu zögern mit Präsident Donald Trump eingelassen haben – einem Mann, der unschuldige Menschen aus ihren Häusern zerren lässt, politische Gegner einschüchtert und der Welt mit Krieg droht. Doch auch für demokratische Kräfte ist Künstliche Intelligenz eine Verführung: Sie ermöglicht massenhafte Überwachung auf einem Niveau, das die freiheitlich-demokratische Grundordnung aushebeln kann. Dann ist da diese Gefahr, die klingt wie aus einem Sci-Fi-Film: Dass eine superintelligente KI die Menschheit auslöschen könnte. Ein Szenario, das viele führende KI-Wissenschaftler für möglich halten, unter anderem der KI-Nobelpreisträger Geoffrey Hinton – er hat sogar seinen gut bezahlten Job bei Google verlassen, um genau vor dieser Gefahr zu warnen. Nicht jedem Menschen in diesem Land ist all das bewusst, bei vielen herrscht Neugier und manchmal Aufbruchstimmung. Doch die wachsende Sorge, auch die nehmen wir wahr – im direkten Gespräch, in den Medien, in Umfragen. Künstliche Intelligenz ist nicht nur eine Technologie, sie ist eine gesellschaftliche Aufgabe, eventuell ein Epochenbruch. In solchen Momenten müssen wir als Menschen zusammenkommen. Wir müssen darüber sprechen, was wir wollen. Wir müssen Antworten finden auf die großen Fragen. Als FAIRNESS JETZT schlagen wir deshalb vor, dass Sie, Herr Bundeskanzler, einen „Bürgerrat Künstliche Intelligenz“ einberufen. Ihr verstorbener Parteikollege Wolfgang Schäuble sagte in Bezug auf Bürgerräte vor einigen Jahren: „Diese besondere Form der Beteiligung kann das Vertrauen in die Politik stärken und der repräsentativen Demokratie neue Impulse geben.“ Daran glauben wir auch. Wir glauben an die Macht des Zuhörens, des Austauschs und der Demokratie. Künstliche Intelligenz kann zu großem Unglück oder großem Fortschritt führen. Welchen Weg wir wählen, darüber sollten wir alle entscheiden – gemeinsam.
PS. Am 28. Februar gab es in Berlin schon eine Demo und eine Sitzung des Bürgerrats, aber sicher wird es weitere Veranstaltungen geben. Ich versuche Euch / uns am Laufenden zu halten.
Inzwischen passierte auch Weltboykott der Firma, die den ChatGPT macht. In 48 Studnen verlor sie 1,5 Mio Subskribenten! Mach mit! Macht unbedingt mit!
„Kleine Apokalypse“, Tadeusz Konwickis provokanter Roman aus dem Jahr 1979 – das war die erste literarische Assoziation, die mir bei der Lektüre des Texts des Nobelpreisträgers Krasznahorkai einfiel. Klar, es gibt viele Unterschiede.
Konwickis Roman war eine Satire auf die (ganz offensichtlich!) untergehende Welt des „real existierenden Sozialismus“ in Polen: Da steht der Ich-Erzähler, Schriftsteller und Dissident, vor dem Warschauer Kulturpalast und will sich aus Protest gegen das Regime öffentlich selbst verbrennen – nur dass er keine Streichhölzer dabeihat, weil auch daran in der öffentlichen Versorgung gerade Mangel herrscht. Die Absurditäten der gesellschaftlichen Wirklichkeit sind Konwickis Thema. Das Ende dieses Ancien Régime war absehbar; es kam ja in der Wirklichkeit auch schon ein Jahr später, mit der Solidarność-Revolution von 1980. Bei Krasznahorkai geht es aber um das post-sozialistische Ungarn, die Jahre um 2015 – Zeit der großen Flüchtlingsströme, die durch Ungarn gingen, Zeit der politischen Polarisierung zwischen EU-Gegnern und -Anhängern, zwischen (zum Teil antisemitischen) Neonationalisten und Liberalen. Aber warum sollte das auch eine „Endzeit“ wie bei Konwicki gewesen sein?
Und noch ein weiterer Unterschied. Ob Konwickis Held, der Schriftsteller und bekennende Dissident, sich am Ende wirklich selbst verbrennt (wie sein Vorbild Jan Palach in Prag im Januar 1969), bleibt letztlich offen. In Krasznahorkais Roman aber tritt die Apokalypse wirklich ein: Die ganze Kleinstadt, nahe an der ungarisch-rumänischen Grenze gelegen, geht letztlich unter, in einem unerklärlichen, sicher nicht menschengemachten Feuersturm, jüngstes Gericht. Warum?
Um die Sache noch mehr zu verwirren: Krasznahorkai bettet seine chaotischen und grotesken Erzählungen (die in Sätzen ohne Punkt aneinandergereiht werden) in historisch nachprüfbare Tatsachen ein. Ja, es gab wirklich eine fränkisch-habsburgische Adelsfamilie Wenckheim, mit einem berühmten ungarischen Zweig, und dieser hatte sein Stammschloss im südostungarischen Szabadkígyós, offenbar der Handlungsort des Romans. Was dann aber dort in der Romanhandlung passiert, ist eine mehr als verwirrende Fiktion. Beschrieben wird eine periphere Kleinstadt in rapidem Niedergang. Neben den ebenso inkompetenten wie machtbesessenen städtischen Potentaten und Honoratioren hat auch eine rechtsradikale, gewalttätige Bürgerwehr hier die Macht übernommen. Die öffentlichen Institutionen (Gesundheitswesen, Polizei, Bahn etc.) funktionieren nicht mehr verlässlich und stellen am Ende ihre Leistungen ganz ein.
Kurz zuvor kommt die vermeintliche Hoffnungsbotschaft, dass der letzte Spross der Adelsfamilie Wenckheim aus Südamerika zurückkehren und die Stadt mit seinem unermesslichen Vermögen beglücken wird. Aber das erweist sich als eine Radio-Erevan-Geschichte. Der heimkehrende Baron hat, weil er in Argentinien alles verspielt und letztlich von der österreichischen Familie (zum Schutz der Familienehre) „ausgelöst“ werden musste, keinen Groschen. Dennoch beginnt in der Kleinstadt nach seiner Rückkehr eine Art Endkampf um das vermeintliche Vermächtnis. Niemand siegt dabei und niemand kann auch den durch vielfältige Zeichen angekündigten Untergang aufhalten. Die Stadt unterliegt dem „Jüngsten Gericht“.
Was also? Ich weiß am Ende nicht, was die Botschaft ist. Verstanden habe ich, dass Krasznahorkai als Ungar (nach Staatsbürgerschaft) und Slowake (nach ethnischer Herkunft) einen eher distanzierten Blick auf die ethnisch-kulturellen Befindlichkeiten und die entsprechenden politischen Optionen im heutigen Ungarn hat. Aber: so what? Meint er, dass die westliche Zivilisation gerade untergeht, in Ungarn, in Europa oder auch überhaupt? Bestimmt hat er Antworten darauf. Ich wäre gespannt.
Diesmal schaue ich mir viele Wettbewerbe im Eiskunstlaufen an. Vor Jahren, wirklich vielen Jahren, noch in Polen, in Warschau, trainierte ich selbst Eiskunstlaufen in einer Eiskunsthalle, jetzt Arena COS Torwar genannt. Leider war meine Wirbelsäule lädiert und für „große Sprünge“ hat es nicht gereicht. Doch die Faszination für diese Sportart blieb mir über all die Jahre erhalten. So wurde ich vor etwa drei Jahren auf einen Eiskunstläufer aufmerksam, der die Grenzen des auf dem Eis Möglichen wirklich sprengte; ich meine Ilja Malinin. Dass er dieses Jahr nicht mit einer Goldmedaille nach Hause fährt, kann passieren. Er ist erst 21 Jahre alt und hat schon mehrere Goldmedaillen zu Hause liegen. Natürlich wird unterstrichen, dass er als einziger Eiskunstläufer einen vierfachen Axel vorführt, aber für mich ist das Wichtigste, wieviel Energie, Schwung, Grazie und Begeisterung für die Bewegung dieser Eiskunstläufer auf dem Eis aufbietet, auch wieviel Lebenslust daraus entsteht. Seine Programme, seine Kür ist immer ein Ereignis, auf das Viele warten. Im Unterschied zum Kurzprogramm, in dem bestimmte Elemente gezeigt werden müssen, sind die Eiskunstläufer bei der Kür in der Zusammenstellung der Elemente freier. Also, Ilja Malinin wählte kräftige jugendliche Musik zu seinen Programmen und lief sie mit einer Begeisterung, die sich auf den Zuschauer übertrug, die für Gänsehaut-Momente sorgte. Ich schaute immer wieder die Weltmeisterschaften und seine Auftritte nahm ich besonders wahr; er steht in der Tradition der russischen Eiskunstläufer und wurde von den Eltern trainiert. Ich denke, daher kommt die enge Verbindung zur Musik und zur Körperbewegung, vielleicht dem Ballett, um so exakt synchron mit der Musik zu laufen. Bei ihm habe ich wirklich das Gefühl: dieses Eiskunstlaufen ist sein Leben und es gibt nichts anderes, es gibt keine andere Option.
7. Februar, voller Saal im „Heimathafen“, Berlin-Neukölln. Dank Bekanntschaften hatte ich eine Eintrittskarte. Die Kraft der Fans ist schon ungeheuer; Stunden vorher steht eine lange Schlange vor der nassen, dunklen, aber doch belebten Karl-Marx Str. 141 in Berlin und die Stimmung ist ausgelassen. All die Mädchen, die einfach so einem Künstler hinterherfahren, sind dabei und versuchen ihren Star zu stärken, indem sie, ihm nachempfunden, ein besonderes Barett tragen, und eine, die ich bemerkt habe, hat sich das Gesicht nach seinem Vorbild weiß geschminkt. Ich habe den Eindruck, dass die ganze Italian Community, nicht nur aus Berlin, sondern aus allen Ecken Deutschlands gekommen ist, aber auch einfach Paare, die sich etwas Gutes tun wollen und die sich gegenseitigen die Eintrittskarten geschenkt haben; sie freuen sich auf das Konzert. In der Schlange machen auch Erzählungen von dem gelungenen Konzert in Zürich die Runde, dort aber viel teurerer Karten, in Wien und in Warschau, wo er am Tag zuvor ein Konzert im Klub Proxima gegeben hat. Weiter geht die Tour durch Europa, nach London am 10. 02., dann Luxemburg, Amsterdam, am 13.02, weiter nach Paris am 15.02.26. und da endet die Tour; das klingt erst einmal bombastisch, tatsächlich kann ich mir kaum vorstellen, wie man diesen Marathon an Reisen und Konzerten verkraftet.
Ich hege eher mütterliche Gefühle für diesen dünnen, kleinen Jungen, der wirklich schön singt und sich so unverfälscht und authentisch gibt, und, was für mich wahrscheinlich noch wichtiger ist, die Maremma in seinen Liedern besingt (auch HIER habe ich schon über Maremma geschrieben), und nicht zu vergessen: die schönen Bilder von seiner Mutter auf die Covers seiner Platten bringt. Überhaupt spielt eben die Region, die Familie, in der er aufgewachsen ist, eine große Rolle. Vor dem Konzert habe ich mit sehr vielen jungen und mittelalten Leuten gesprochen und sie alle sind von Lucis ESC-Song begeistert, kennen aber nur selten andere Lieder. Ehrlich gesagt, gefallen auch mir die lyrischen, ruhigeren Balladen, die Lucio selbst begleitet mit der Mundharmonika viel besser – besser als die sehr laute Band-Musik, bei der man kaum die Worte hört, geschweige denn versteht. Natürlich habe ich auch inzwischen vergessen, dass man bei solchen Konzerten immer steht, manchmal auch mittanzt; nach drei Stunden war ich fix und fertig.
Sehr gut fand ich die Location, der „Heimathafen“ in Neukölln, Berlin ist wirklich einmalig und sehr angenehm. Beide Bars funktionieren tadellos und sind nicht überteuert; alles funktioniert, ist menschenfreundlich und direkt, vielleicht bis auf das Warten draußen vor der Tür, das hätte vielleicht kürzer ausfallen können. Mir scheint, dass es ein wunderbarer Raum für alle möglichen Veranstaltungen sein könnte. Es gibt da Theateraufführungen, Diskussionen zu verschiedenen Themen, Unterhaltung, Konzerte, Performances. Als Veranstaltungsforum existiert der „Heimathafen“ seit 2007, damals fand alles in einer Eckkneipe an der Richardstr./Karl-Marxstr. statt. Dann 2008 gab es ein größeres Programm in der alten Post an der Karl-Marx-Straße 97. Erst im April 2009 wurde alles in den Ballsaal des Saalbaus Neukölln, in das frühere Vergnügungsviertel Rixdorf verlegt. Als Volkstheater bekam die Spielstätte später mehrere Finanzspritzen über verschiedene Förderprogramme, doch ursprünglich wurde sie wirklich nur mit privatem Startkapital betrieben. Es gibt Platz für 800 Personen bei Konzerten (im Stehen) und 400 Sitzplätze für Theateraufführungen. Die Themen der Abende schöpfen vor allem aus der unmittelbaren Umgebung; in Neukölln, aus Neukölln und für Neukölln. Das Programm gliedert sich in vier Bereiche: Theater, „Amüsemang“, Tacheles und Musik. Im Mittelpunkt des Programms steht die Wirklichkeit des Neuköllner Lebens, also Migrationskonflikte, Jugendgewalt, Arbeitssituation; Prekariat, Gentrifizierung oder auch Ost-West-Konflikte. Das sieht man gleich am Eingang an den Plakaten zu den einzelnen Veranstaltungen. Die aktuelle kritische Debatte widmet sich dem Einfluss von KI auf künstlerisches Leben, wieviel Maschine verträgt der Mensch; die Inszenierung eines Jugendtheaters „Wie kann ich dir helfen, Habibi?“ beschäftigt sich damit.
Ich habe gerade ein Berlin-Buch, ein Kreuzberg-Buch, ein Feminismus-Buch gelesen und war begeistert. Das, was Autorin beschreibt, ist die Geschichte eines langsamen Aufstiegs und dann eines Niedergangs aller unseren Idealen. Und wie wahr ist diese Beschreibung, wie gut, und wie lustig dazu… Es geht, wie die Autorin es formuliert, um »Geburt eines Mythos«. Ich bin sehr zufrieden, dass ich dabei war!
Hier nun eine Leseprobe. Der Beginn des Buches. Der 1. Mai 1987 in Krezuberg. Ich war ja auch dabei.
zaprezentują w Polskiej Kafejce Językowej wystawę Odważne kobiety
Wystawa jest pokłosiem projektu Ewy Marii Slaskiej i Anny Krenz, zorganizowanego w Berlinie od grudnia 2023 roku do czerwca 2024 roku.
Polki w cieniu gilotyny
Autorki projektu od wielu lat próbują uzupełnić historię polsko-niemiecką poprzez przypomnienie kobiet, zapomnianych bohaterek wymazanych z kart historii, Polek, które od ponad 100 lat walczyły o swoje prawa razem z kobietami w Niemczech, były konspiratorkami podczas wojny i jej ofiarami. Niektóre z nich działały lub zmarły w Berlinie.
Projekt wystawy w Polskiej Kafejce Językowej, podobnie jak poprzednie wydarzenia o tej tematyce, ma na celu zainteresowanie historią młodego pokolenia, które porusza się w wirtualnym świecie i mediach społecznościowych. Poprzez popkulturowe i intersekcjonalne podejście autorki pokazują, jak historia i dziedzictwo kulturowe mogą być żywe i dostępne dla wszystkich, niezależnie od wieku, narodowości, niepełnosprawności czy płci.
Ten oddolny projekt jest elementem społecznego dialogu obywatelskiego na temat miejsc pamięci w Berlinie w kontekście kobiet i z perspektywy kobiet, jest też wkładem do polsko-niemieckiej i polskiej debaty o historii w odniesieniu do teraźniejszości. Jak wiele możemy się nauczyć z historii i jak o niej rozmawiać? Kim były te kobiety, odważne Polki, które walczyły o wolność? Jak możemy zachować pamięć o zapomnianych bohaterkach? W jaki sposób wspólne debaty historyczne i sztuka mogą przyczynić się do głębszego zrozumienia i pozwolą uniknąć powtórzenia historii?
Podczas poprzednich projektów o odważnych Polkach w Berlinie, Anna Krenz tworzyła plakaty i portrety prezentujące te kobiety, a Ewa Maria Slaska formowała, uzupełniała i rozwijała projekt online polkopedia.org, virtualna encyklopedia Polek, które żyły i działały poza granicami Polski.
Wystawa prezentuje prace Anny Krenz oraz teksty, które pod kierunkiem Ewy Maria Slaskiej podczas warsztatów powstały dla portalu polkopedia.
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O Autorkach:
Ewa Maria Slaska (rocznik 1949, w Polsce mieszkanka Gdańska i Poznania) jest pisarką, dziennikarką, blogerką i organizatorką projektów. Emigrantka posolidarnościowa; od roku 1985 mieszka w Berlinie. Założyła i prowadziła w ramach tzw. Kanału Otwartego telewizyjny Magazyn Wyspa – Inselmagazin (1986) i była założycielką i wydawczynią antologii literackiej WIR. W roku 2003 otrzymała Polsko-Niemiecką Nagrodę Dziennikarską. Na blogu “Ewa Maria and Friends” od roku 2012 publikuje wraz z 300 innymi autorami i autorkami codziennie jeden wpis o tematyce kulturalnej, politycznej, społecznej lub historycznej. Założyła online portal Polkopedia, encyklopedię Polek za granicą. Jej powieść “Amerykański sen. Pokolenie Solidarności” ukazała się w roku 2025 w Berlinie i Szczecinie. https://ewamaria.blog https://polkopedia.org
Anna Krenz (ur. 1976 w Polsce) jest artystką, autorką i architektką mieszkającą w Berlinie. Studiowała architekturę na Politechnice Poznańskiej oraz na studiach magisterskich w Architectural Association w Londynie. W swojej praktyce artystycznej pracuje z rysunkiem, malarstwem, tkaniną, instalacjami przestrzennymi i wideo. Jej projekty łączą badania artystyczne z refleksją nad architekturą i naturą, kulturą pamięci, historią oraz narracjami transnarodowymi, ze szczególnym uwzględnieniem kontekstu polsko-niemieckiego. Krenz jest założycielką berlińskiej inicjatywy Dziewuchy Berlin (2016) – ruchu obywatelskiego na rzecz praw kobiet.
Liebe Menschen, die uns in den letzten Jahren tolle Vorschläge geschickt haben!
Die diesjährige Suche hat begonnen und vielleicht schicken sie uns wieder einen Vorschlag?
Kennen Sie Menschen oder Gruppen, die sich aktiv für Gerechtigkeit einsetzen, gegen Rassismus kämpfen und Verantwortung übernehmen? Dann geben Sie ihnen die Anerkennung, die sie verdienen – für ihr Engagement und ihre Zivilcourage! Das Bündnis für Mut und Verständigung ehrt engagierte Menschen und Initiativen aus Berlin und Brandenburg – für langjähriges ehrenamtliches Wirken oder mutiges Eingreifen.