Talma Sutt und die Welt

Michał Talma-Sutt

Perpetuum Kontinuum

Kein Rondo heute, was es geben wird, wird aber kürzer sein.

Ich muss jedoch auf meinen letzten Artikel noch mal eingehen. Diejenigen, die ihn gelesen haben, werden zweifellos bemerkt haben, dass er ein kleines Theaterstück beinhaltete. Mit Elon Musk in der Hauptrolle und Kryptowährungsfans als (da)Nebendarsteller. Ich gehe irgendwie davon aus, dass Musk den Artikel nicht gelesen hat. Wer bin ich schon? Ein armer Komponist, der sich irgendwie nicht nur für Musik interessiert. Ich habe vor drei Wochen auch geschrieben, dass die ganze „Bitcoin und andere Coins“ Geschichte nicht so lala super ganz ökologisch ist.

Und Trallala, oder Hopsasa, kurz danach plagten Elon Musk Umweltbedenken, und Tesla auf einmal alle Zahlungen mit dem Bitcoin stoppte. Was auch bedeutet hat, dass der Aktienkurs von Bitcoin deutlich nach unten sank. Dass Tesla soviel Geld im letzten Quartal verdient hat, liegt nicht daran, dass seine Firma sehr viele E-Autos verkauft hat. Fast ein Viertel des Gewinns hat seinen Ursprung ganz woanders. Haben Sie richtig geraten von wohin? Sehr einfach, es waren die Spekulationen mit Kryptowährungen auf der Börse.

Also, ich komme irgendwie nicht umhin, das komische Gefühl zu haben, dass Elon Musk versucht meine kleine theatralische Spielerei (von vorher) gewissermaßen zu vertiefen, bzw. zu erweitern. Desto mehr, dass kurz nach der Trennung, seitens Tesla, von Bitcoin, hat Musk andere Kryptowährung hochgepriesen, den Dogecoin, der, nebenbemerkt, ursprünglich als eine Parodie auf Bitcoin von seinen Schöpfern (Billy Markus und Jackson Palmer) konzipiert wurde.

Also kann ich ganz sicher wiederum auch nicht sein, vielleicht hat er doch mein Artikel gelesen. Verdammt…

Beziehungsweise, hätte ich soviel Geld und Einfluss auf die Börse via Twitter, hätte ich auch wahrscheinlich auf irgendwelche Coins gesetzt. Ich verkaufe und twittere etwas, der Kurs fällt, ich kaufe und twittere was anders, der Kurs steigt, ich lasse es in schleife laufen – eine finanzielle Perpetuum Mobile, genial, oder?

Trotzdem, ich werde nicht unbedingt auf Mars fliegen. Obwohl ich Star Wars mag, letztendlich bin ich mit den Filmen aufgewachsen, die romantische Vorstellung, dass man von einem Planeten auf Anderen irgendwie fliegt, und alles Butter, überzeugt mich nicht ganz. In Wirklichkeit, jeder Planet hat doch andere Masse, andere Gravitationskraft, andere eigene Achsendrehung, andere Zeit seiner Sonne Umdrehung. Da kann es schon sein, dass man sich ganz anders fühlt, kann auch sein, dass es sich um ein Unwohlsein handeln könnte. Um die kosmische Strahlung nicht zu erwähnen. Neben bemerkt, ist sie noch 2,5-mal grösser als auf die ISS. Auf der Erde wir sind davon ziemlich gut geschützt, wegen des globalen Magnetfeldes, welches unser Planet besitzt, Mars hat sowas nicht.

Ob Elon Musk hat wiederum ein Sinn für Humor, ist mir unbekannt. Sein Kumpel, Jeff Bezos, jedoch hat ihn sicher, nach seinem charmanten Lächeln (beide treten, d.h. Jeff und sein Lächeln, auch in Nebenrollen in meinem Theaterstückchen auf) zu beurteilen. Er hat sich neulich eine Mega-Yacht für mehr als 500 Millionen Dollar gekauft. Funny, nicht wahr?

Übrigens, das Geschäft boomt, nur im ersten Quartal dieses Jahres wurden 222 Luxusyachten weltweit verkauft. Ein Jahr davor waren es vergleichsweise 106, 2019 nur 96. Was für Zeiten…

Aber letztendlich haben wir Pandemie, also die größte Weltkrise seit sehr, sehr langer Zeit. Für Manche, für Manche aber nicht. In letztem Jahr ist der Welt-Klub der Milliardäre kräftig gewachsen, um 660 Glücklichen (insgesamt sind jetzt 2755 Superreichen weltweit vorhanden). Das Vermögen dieser Bürger hat sich auch von 8 bis auf 13,1 Billionen Dollar aufgestockt, laut Forbes Magazine. Eine Krise? Welche Krise? Jeffs Lächeln ist berechtigt, und dabei so zauberhaft…

Außerdem sagen doch die Politiker immer: „we must grow“, oder nicht? Kein Wunder, dass Manche es ernst nehmen.

Wenn wir dann wieder bei der Politik landen, werde ich ein bisschen Regional bleiben. Falls man die Bertelsmann Stiftung dem Glauben schenken darf, es sieht so aus, dass die allgemeine Wechselstimmung deutscher Bürger/innen sich in Rekordhöhen befindet. Die aktuellen Trends ihres Demokratiemonitors sagen, dass über 60 % der Leute sich einen Wechsel der Bundesregierung wünschen, nur jede/r achte der Befragten denkt, dass es nicht gut wäre.

Es wundert mich nicht, nach 12 Jahre GroKo, wo die Kompromisse sich eher als Barrikaden auf der Weiterkommenstr. gestapelt haben, da kann man sich schon was anderes wünschen. Nach wie vor, denke ich, dass es die Grünen sein werden könnten, die diesen Wunsch der Leute nach etwas Neuen verkörpern.

Egal wer der Wahl gewinnt, die Aufgaben werden enorm sein, für jede Regierung. Vielleicht begreift die Welt der Politik endlich, dass wir tatsächlich in der Umbruchzeit leben. Nicht nur wegen Klima-Probleme, was natürlich als Priorität zu betrachten ist. Hauptsächlich jedoch, des Digitalen und Hochtechnologischen Zeitalters wegen, welches immensen Einfluss auf alles hat und dabei immer schneller wird, aber auch vielleicht uns retten kann. Die NASA hat auf Mars vor kurzem Kohlendioxid in Sauerstoff umgewandelt, was sie schon sicher auf unserem Planeten auch schon mal ausprobiert hat. Was daraus sich lesen liest; die Technologie ist da, sicher noch nicht so weit, aber…

Na ja, in Deutschland, mit dem Schulsystem (ich befürchte, Universitäten inklusiv), welches eher vor Gestern ist, wäre es schwierig, den Nachwuchs für NASA zu beschaffen, aber wer weiß?

Zeit für Wechsel, viel- und weitsichtlich, eigentlich die höchste Zeit.

Wie unsere Welt aussehen kann, falls wir nichts ändern werden, kann man in einem Buch lesen, den ich gerade als Lektüre habe. Es ist ein Thriller, über den ich noch vielleicht ein extra Artikel schreiben werde. Mit sehr starken Forecast–Elementen. Keine schöne Zukunft. Zur Beruhigung, das Geschehen geschieht im Jahre 2030, eher unwahrscheinlich, ich werde es auf Jahr 2050 schätzten…

Nun sollte es kurz Heute sein, also am Ende, ein kleines Zitat aus dem Terminator, einen Film mit Arnold Schwarzenegger (der neulich, auf Grund der „Cancel Culture“, seinen Namen auf Arnold Dunkeldunkelhäutige ändern musste): „ich komme wieder“.

English

https://www.linkedin.com/pulse/perpetuum-kontinuum-english-version-michal-talma-sutt


Polski

https://www.linkedin.com/pulse/perpetuum-kontinuum-polska-wersja-michal-talma-sutt/

1 thought on “Talma Sutt und die Welt”

  1. 500 melonen das sind 500 neue maybachs(12 CV), also keine schlechte flotte midestens für die europeische verhältnisse, wo man immer noch den fahrrad vergöttert , obwohl die hulajnoga angesagt ist – mars wita was!

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