Reblog: Universum oder…

Fortsetzung vom gestern

Miroslav Stimac

… Was, wenn die Menschheit vorher vernichtet wird?

Niemand kann sagen, wie wahrscheinlich es ist, dass wir vernichtet werden, bevor wir eine Welt simulieren können. Sehr wahrscheinlich aber liegt es in unserer eigenen Hand. Denn wir leben auf einem relativ stabilen, sicheren Planeten (sei er nun physisch oder in der Simulation so modelliert), dessen Sonne noch etwa eine Milliarde Jahre einen akzeptablen Energie-Output liefern wird.

Größere gefährliche Ereignisse wie Explosionen von naheliegenden Supernovae oder riesige Asteroideneinschläge innerhalb der nächsten Millionen Jahre sind unwahrscheinlich. Somit bleibt als wahrscheinlichste Möglichkeit der Vernichtung der Menschheit der Einsatz gefährlicher Technologien, insbesondere für militärische Zwecke.

Und wenn wir nicht simulieren wollen?

Im zweiten Szenario fragt Bostrom sich: Wie wahrscheinlich ist es, dass die Menschheit sich gegen die Erschaffung einer Simulation entscheiden würde – auch wenn sie möglich ist? Denkbar ist, dass es als uninteressant oder ethisch nicht akzeptabel eingestuft und durch Gesetze und hohe Strafen verhindert würde. Dies findet Bostrom zwar vorstellbar, aber basierend auf bisherigen Erfahrungen unwahrscheinlich.

Ahnensimulation, also die Simulation der geschichtlichen Entwicklung menschlicher Zivilisationen über kurze oder lange Zeiträume hinweg, ist sowohl für Geschichtswissenschaftler als auch für Unterhaltungszwecke interessant. Viele unserer modernen Videospiele basieren auf Settings und Simulationen vergangener geschichtlicher Epochen, sei es nun bei Strategiespielen wie der Total-War-Reihe oder in Abenteuer- beziehungsweise Rollenspielen mit geschichtlichen Settings wie Assassin’s Creed.

Auch die Simulation von sozialen Interaktionen kleiner Gemeinschaften und Freundeskreise ist beliebt, wie man an der Sims-Spielereihe sehen kann. Die Geschichte zeigt zudem, dass man den Einsatz von Technologie auf lange Sicht kaum verbieten kann.

Wahrscheinlich leben wir selbst in einer Simulation

Das dritte Szenario beschreibt eine Zukunft, in der solche Simulationen technologisch möglich sind und von der Menschheit durchgeführt werden. Wenn dem so sein sollte, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass einige der simulierten Welten selbst dazu fähig werden, neue Simulationen zu erschaffen und auszuführen. Folglich leben wir wahrscheinlich in einer Simulation, und die Erschaffer unserer Simulation leben vermutlich auch in einer Simulation. Es ist laut dieser Hypothese sehr unwahrscheinlich, dass wir in der einen, ursprünglichen, physischen, nicht-simulierten Welt leben.

Und weiter?

Nick Bostrom schlussfolgert daraus, dass entweder vor uns Zivilisationen Simulationen erschaffen haben und wir somit höchstwahrscheinlich in einer Simulation existieren – oder keine Zivilisation es zuvor geschafft hat, Simulationen auszuführen, weil sie sich davor wahrscheinlich selbst vernichtet hat, was in diesem Fall auch uns vermutlich passieren würde.

Sobald eine Zivilisation die Fähigkeit erlangt, Ahnensimulationen zu erschaffen, wird sie Bostroms Hypothese zufolge viele solcher Simulationen durchführen. Somit erschafft eine physische Zivilisation viele Ahnensimulationen, von denen manche sich selbst so weit entwickeln werden, eigene Simulationen erschaffen zu können.

Aus Sicht der Wahrscheinlichkeitslehre ist es nach dieser Hypothese somit unwahrscheinlich, dass wir in einer physischen Welt leben. Es ist nur dann statistisch wahrscheinlich, dass wir in einer physischen Welt leben, wenn alle oder fast alle physischen Zivilisationen den technologischen Stand, selbst Ahnensimulationen zu erschaffen, nicht erreichen, weil sie sich davor selbst vernichten, und es deshalb im Universum mehr physische als simulierte Zivilisationen gibt.

Die finale Schlussfolgerung: Wir existieren wahrscheinlich in einer Simulation oder werden uns wie andere Zivilisationen vor dem Erschaffen der Simulationen selbst vernichten. Die Möglichkeit, dass wir die Ersten sind, die Simulationen erschaffen werden, ist zwar nicht ausgeschlossen, aber sehr unwahrscheinlich.

Gab es unsere Geschichte und gibt es dunkle Materie?

Wir wissen nicht, ob es unsere Menschheitsgeschichte tatsächlich gab oder die Simulation zu einem späteren Zeitpunkt begann und unser Geschichtswissen samt archäologischer Funde auf festgesetzten Startdaten der Simulation basiert. Vielleicht ist ein Teil unserer Geschichte nur eine Illusion.

Wann unsere Simulation gestartet wurde und welchen Zweck sie hat, können wir kaum beurteilen. Die Erschaffer könnten sie aus wissenschaftlicher Neugier oder für Unterhaltungszwecke betreiben. Sie könnten eine Simulation zum Zeitpunkt des Urknalls starten oder erst im Mittelalter und die davor liegende Geschichte, also die Antike und frühere Epochen, als festgelegte Startdaten wählen, ohne dass die Simulation je die Antike durchlaufen hat.

Anm. der Administratorin: Es gibt auf Polnisch ein Fantasy-Buch – Inanna von Julitta Mikulska – das erzählt, wir, denkende Menschen, in der Zeit der alten Sumeren (also vor ca. fünf Tausend Jahren) erschaffen wurden, als Roboter dh. Wesen, dazu bestimmt, Arbeit zu verrichten. Deshalb halten wir die Arbeit für das Götliche. Und dann sind unsere Erschaffer verschwunden und wir blieben, ein so zu sagen, menschlicher Überbleibser, eine Art von alten Besen, die ununterbrochen die Wassereimer schleppen…

Des Weiteren wissen wir nicht, ob das Universum wirklich so ist, wie wir es messen. Wir können nicht sagen, ob es wirklich dunkle Materie und dunkle Energie gibt und ob das Universum so groß ist, wie wir bisher annehmen. Vieles kann simuliert sein, wenn unsere Wahrnehmung von Computerprogrammen beeinflusst wird.

Phänomene in der Quantenphysik werden plausibel

Die Unschärfe in der Quantenphysik (siehe zum Beispiel die Heisenbergsche Unschärferelation) wäre im Zusammenhang mit der Simulationstheorie plausibel. Denn selbst ein zukünftiger Supercomputer kann nicht unendlich schnell rechnen, um unendlich genau zu simulieren. Deshalb wäre eine Unschärfe im Mikrokosmos ein eleganter Trick.

Gleiches gilt auch für das Phänomen, dass Quanten sich erst zum Zeitpunkt der Messung für eine Ausprägung ihrer Eigenschaften wie dem Spin entscheiden: Der Computer muss diese Entscheidung erst treffen, wenn es jemanden gibt, der die Beobachtung durchführt und sich für das Teilchen interessiert. Das ähnelt prinzipiell der bereits erwähnten Technologie Occlusion Culling in Videospielen.

Auch die Begrenzung der Lichtgeschwindigkeit, die mit etwa 300.000 km/s im Verhältnis zum Radius des beobachtbaren Universums von etwa 46 Milliarden Lichtjahren sehr gering ist, ist danach plausibel. Denn so kann der Supercomputer die Datenrate bei Messungen von kosmischen Ereignissen durch Beobachter wie uns Menschen elegant begrenzen.

Und so weiter. Lesen Sie HIER

Reblog: Universum oder willkommen in Matrix

Miroslav Stimac

Woher kommen das Leben, das Universum und der ganze Rest?

Reblog vom 12. September 2019

Erst kam der Urknall, dann entstand zufällig Leben – oder es war alles vollkommen anders. Statt Materie und Energie könnten Informationen das Wichtigste im Universum sein, und vielleicht leben wir in einer Simulation.

Eine Aufnahme der Feuerrad-Galaxie, die 21 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt ist.

Das Standardmodell der Kosmologie beschreibt ein Universum, das aus dem Nichts mit dem Urknall entstand und seitdem expandiert. Die Biologie geht davon aus, dass in diesem Universum Leben aus nicht lebendiger Materie zufällig hervorging und sich gemäß der Evolutionstheorie von Charles Darwin weiterentwickelt. Und jede Religion hat ihre eigene Erklärung. Doch es gibt noch alternative philosophische Modelle, von denen zwei besonders für Informatiker interessant sind.

Sie basieren auf der Annahme, dass nicht nur Materie und Energie, sondern auch Informationen zu den Grundbestandteilen des Universums zählen. Demnach war die Entstehung von intelligentem Leben kein Zufall, sondern wird vom Universum selbst oder einer Intelligenz außerhalb des Universums begünstigt. Eines der Modelle könnte sogar zu der Schlussfolgerung führen, dass Informatiker vom Universum gewollt sind.

Das Standardmodell der Kosmologie

Beide Modelle sind aus der Auseinandersetzung mit einigen Aspekten des Standardmodells der Kosmologie entstanden, das ich deshalb zuerst kurz erläutern möchte. Zeit und Raum sind danach zugleich mit dem Urknall entstanden. Seither dehnt sich das Universum aus.

Normalerweise würde man wegen der Gravitationskraft erwarten, dass der Raum immer langsamer expandiert und es sogar zu einer Umkehr kommen kann: das Zusammenfallen aller Masse zu einem Zentrum, was man als Big Crunch bezeichnet. Alle Materie müsste demnach im Laufe der Zeit in schwarze Löcher fallen, die wiederum durch die Gravitationskräfte miteinander zu einem einzigen riesigen schwarzen Loch verschmelzen und die Gesamtmasse des Universums an einem Punkt verdichten. Denkbar ist, dass danach wieder ein neuer Urknall stattfindet und ein neues Universum geboren wird.

Beobachtungen deuten jedoch auf das Gegenteil hin: Der Raum selbst expandiert immer schneller, was durch die Rotlichtverschiebung von entfernten Galaxien beobachtet werden kann. Um diese Beobachtungen mathematisch zu erklären, wurde die dunkle Energie erfunden. Sie muss laut Berechnungen etwa 68 Prozent der Gesamtmasse des Universums ausmachen. Was genau dunkle Energie ist, ist jedoch unbekannt – direkt gemessen wurde sie noch nicht.

Neben der dunklen Energie gibt es die sogenannte dunkle Materie. Sie wurde ebenfalls mathematisch aus der Beobachtung abgeleitet, dass es bei Weitem zu wenig sichtbare Materie (Sterne, Sternennebel und so weiter) gibt. Denn diese erzeugt nicht genug Gravitationskraft, damit die äußeren Bereiche der Galaxien die Formen haben, die wir beobachten. Daher geht man von der Existenz der dunklen Materie aus, die so genannt wird, weil man sie schwierig oder gar nicht beobachten beziehungsweise messen kann.

Berechnungen zufolge besteht das Universum zu etwa 95 Prozent aus dunkler Materie und dunkler Energie. Alles, was wir sehen – die Galaxien, Sterne und auch die messbare Energie in Form von elektromagnetischen Wellen wie dem Licht – sind also nur etwa fünf Prozent des Universums.

Wieso der Urknall stattfand und warum es mehr Materie als Antimaterie gibt, kann mit dem Standardmodell der Kosmologie noch nicht erklärt werden. Die gewöhnliche Materie in unserem Universum besteht aus Atomen, deren Kerne elektrisch positiv geladen sind und um die sich negativ geladene Elektronen in bestimmten orbitalen Bahnen bewegen. Daneben gibt es auch freifliegende Elektronen und ionisierte Atome, die nur aus dem positiv geladenen Kern bestehen. Antimaterie ist im Universum sehr selten und besteht aus elektrisch negativ geladenen Kernen und positiv geladenen Elektronen, die man Positronen nennt. Antimaterie ist somit umgekehrt elektrisch geladen wie Materie.

Wenn man sie zusammenbringt, verwandeln sich beide in pure Energie, was Einstein mit der berühmten Formel E = mc² beschrieben hat. Ein Gedankenspiel: Würde man ein Gramm Antimaterie mit einem Gramm Materie kombinieren, würden etwa 1,8 x 10 hoch 14 Joule Energie freigesetzt werden. Das entspricht in etwa dem chemischen Brennwert von vier Millionen Kilogramm Erdöl. Deshalb wird in vielen Science-Fiction-Filmen Antimaterie als Energieträger für Raumschiffe verwendet.

Statistisch ist zu erwarten, dass nach dem Urknall gleich viel Materie und Antimaterie entstanden wären und diese sich gegenseitig aufgehoben, das heißt in pure Energie umgewandelt hätten.

Leben – einfach nur Glück?

Zum Glück für uns gab es aber anscheinend mehr Materie als Antimaterie, so dass wir in einem Universum leben, das Materie enthält – und dies ist wiederum eine Voraussetzung für die Bildung von Sternen, Planeten, Molekülen und somit Leben. Auch ein Glück ist, dass das Universum weder zu heiß noch zu kalt ist. Noch viele andere Faktoren sind so kalibriert, dass sie unsere Existenz ermöglichen, etwa die Gravitationskraft.

Es stellt sich die Frage, ob das Universum zufällig entstanden und zufällig so parametrisiert ist, dass sich intelligente Lebensformen entwickeln konnten, die über das Universum nachdenken können. Manche Wissenschaftler vermuten, dass es viele Universen gibt und die meisten dieser Universen kein Leben ermöglichen. Wir hätten demnach einfach das Glück, in einem lebensfreundlichen Universum zu existieren.

Der Philosoph und Astrophysiker Nick Bostrom ist mit dieser Erklärung nicht zufrieden. Er ist primär Philosoph, doch er studierte auch Astrophysik und hat einen Master im Themenbereich Computational Neuroscience am King’s College (University of London). Er hat eine Alternativhypothese entwickelt. Er ist der Ansicht, dass sie absichtlich geschaffen wurde – zu wissenschaftlichen Zwecken oder zur Unterhaltung. Seiner Hypothese zufolge leben wir in einer Simulation. Und sehr wahrscheinlich werden wir laut Bostrom selbst in der Zukunft Simulationen von Zivilisationen erschaffen.

Bostrom ist Professor an der philosophischen Fakultät der Universität Oxford. Schon im Jahr 2003 erregte er mit seiner Simulationshypothese Aufsehen. Zu den Anhängern dieser oder verwandter Simulationshypothesen zählen unter anderem Elon Musk, Mitbegründer von Tesla und Gründer von SpaceX, und Tom Campbell, Physiker, Bewusstseinsforscher und ehemaliger Mitarbeiter bei der Nasa. Ein aufgezeichnetes Gespräch mit Elon Musk über die Simulationshypothese gibt es hier. Tom Campbell erklärt in diesem Video, wieso er die Hypothese plausibel findet.

Mit Simulation ist gemeint, dass alles simuliert ist, also das Leben, unser Bewusstsein und alle Wahrnehmungen von der angeblich physischen Welt, die demnach nicht wirklich physisch existiert, sondern eben simuliert wird. Das leitet Bostrom als wahrscheinlichste Annahme her, indem er drei Szenarien durchspielt, von denen seiner Ansicht nach mindestens eines eintreten muss.

Simulation ist unmöglich oder wir werden davor vernichtet – unwahrscheinlich

Das erste Szenario spielt die Annahme durch, dass die Simulation des menschlichen Bewusstseins technologisch unmöglich sei oder die Menschheit vernichtet würde, bevor sie in der Lage wäre, eine solche Simulation zu erschaffen. Betrachtet man die rasanten Fortschritte der Computertechnologie und insbesondere von Videospielen sowie die Zeit, die uns bleibt, um sie weiterzuentwickeln, sieht es danach aus, dass dieses Szenario unwahrscheinlich ist.

Die ersten Videospiele wie Pong (1972 von Atari veröffentlicht) oder Space Invaders (erschienen 1978, programmiert von Tomohiro Nishikado und vertrieben von Taito) waren sehr simpel, weil wegen geringer Rechenleistung und Speicherkapazitäten komplexe Spiele nicht möglich waren.

Pong bestand aus nur drei Objekten, zwei Balken und einem Ball. Die Simulation des Bewegungsverhaltens des Balls erforderte nur wenige Inputvariablen wie den Einfallswinkel des Balls auf den Balken und die vertikale Bewegungsrichtung des Balkens. Im Vergleich dazu stellen moderne Spiele wie Elite Dangerous (erschienen 2014), das – für ein Spiel – relativ gelungen den Aufbau der Milchstraße simuliert und dessen Simulation etwa 400 Milliarden Sterne, Planeten und Monde umfasst, gigantische Fortschritte dar. Zwischen Pong und Elite Dangerous liegen nur 42 Jahre – sehr wenig im Vergleich zum geschätzten Alter des Universums von etwa 14 Milliarden Jahren.

Uns bleiben noch viele Millionen Jahre Zeit …

Unsere Sonne wird in etwa 5 Milliarden Jahren zum roten Riesen werden und die Erde verkohlen. Schon davor wird es zwar auf der Erde wegen der höher werdenden Leuchtleistung der Sonne ungemütlich werden, aber vermutlich haben wir noch etwa eine Milliarde Jahre Zeit, bis wir auf einen anderen Planeten umsiedeln sollten.

Das Mooresche Gesetz besagt, dass sich die Anzahl der Transistoren auf einem Chip bestimmter Größe alle 12 bis 24 Monate verdoppelt, was ungefähr auch zu einer Verdopplung der Rechenleistung führt. Doch auch wenn die Verdopplung etwas langsamer stattfindet, spielt das keine Rolle, angesichts von vielen Millionen Jahren Zeit. Es ist somit nur eine Frage der Zeit, wann die Rechenleistung von Computern ausreichen wird, um Simulationen des menschlichen Bewusstseins zu erschaffen.

Man schätzt, dass die Informationsverarbeitungsleistung des menschlichen Gehirns einer Rechenleistung von etwa 10 hoch 16 Rechenoperationen pro Sekunde entspricht, vielleicht auch 10 hoch 17 Rechenoperationen. Gemäß dem Mooreschen Gesetz wird diese Rechenleistung relativ bald mit Computern realisierbar sein, und wenige Jahrzehnte später wird die Rechenleistung ausreichen, um Milliarden Menschengehirne zu simulieren, also die gesamte Menschheit.

Ein Bewusstsein braucht keinen Körper

Die Annahme, dass die Menschheit simuliert werden könnte, beruht auf der Hypothese der Substratunabhängigkeit. Sie besagt, dass ein Bewusstsein kein bestimmtes Trägermedium benötigt, sondern austauschbar ist. Das heißt, es spielt keine Rolle, ob die Gedanken durch Aktivitäten in neuronalen Netzen eines biochemisch arbeitenden Gehirns oder in Computern entstehen. Dies beschreibe ich später noch ausführlicher.

Auch Objekte wie zum Beispiel einen Stein kann man beliebig genau simulieren. Zwar besteht ein Stein aus einer großen Anzahl von Atomen, und auch mit zukünftigen Supercomputern wäre es unmöglich, alle Atome der Erde in Echtzeit zu simulieren – aber das ist gar nicht nötig. Es genügt, die Atome erst dann zu simulieren, wenn jemand ein Objekt wie den Stein mit Instrumenten genauer betrachtet.

Wenn man den Stein gut genug simuliert, so ist er aus Sicht eines Beobachters nicht von einem echten Stein unterscheidbar. Zwar besteht ein echter Stein aus physischer Materie und ein simulierter Stein aus Informationen, aber ist für den Beobachter unerheblich, weil seine Beobachtung eine Informationsverarbeitung ist. Seine Sinne nehmen Daten auf und sein Gehirn, egal ob physisch oder simuliert, verarbeitet diese zu Informationen und Wissen.

Ansonsten genügt es, die aktuell optisch wahrnehmbaren Eigenschaften des Steins zu simulieren, wofür es wenig Rechenleistung braucht. In Videospielen wird dies bereits gemacht, beispielsweise mit der Technik Occlusion Culling: Man muss nur die Objekte präzise berechnen und rendern, die im Sichtfeld des Spielers sind.

Die Schlussfolgerung ist demnach, dass früher oder später die Simulation von Bewusstsein und somit von Zivilisationen möglich sein wird. Simuliert man Bewusstsein und dessen Wahrnehmungen von der Welt, kann man ganze Welten erschaffen. Wir könnten ganze Planeten und Galaxien in der Wahrnehmung des Bewusstseins simulieren, ohne diese kosmischen Objekte physisch erschaffen zu müssen.

Aber was, wenn die Menschheit vorher vernichtet wird?

Fortsetzung folgt morgen

Streifzüge durch Berlin: Gradiva

Heute vor 1940 Jahren

Ewa Maria Slaska

Fotos oben: Regine Lockot

Ich schlendere durch Berlin, habe Zeit, das Wetter ist schön, auf dem Mittelstreifen von der Kurfürstenstrasse sehe ich vom Weiten eine weisse antike Frauenfigur. Ich gehe hin, schaue mir eine schöne Skulptur an und denke, dass sie mich irgendwie an diese ebenso schöne Fresco von Flora in Stabie, Schwesterstadt von Pompei und Herkulanum erinnert. Diesselbe ungezwungene und fröhliche Atmosphäre, diesselbe schöne, sicher auftretende junge römische Frau.

Ich lese den Text auf der anderen Seite des Reliefs:

GRADIVA

Vom 25. Bis 27. September 1922 fand hier, in der Kurfürstenstraße 115/116, im „Haus des jüdischen Brüdervereins gegenseitiger Unterstützung” der 7. Internationale Psychoanalytische Kongress der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV) statt. Er war der letzte, an dem Sigmund Freud persönlich teilnahm.

Nach einer Blütezeit der Psychoanalyse im Berlin der 20er Jahre wurden ab 1933 alle jüdischen Psychoanalytiker durch die Nationalsozialisten aus Deutschland vertrieben. Die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft mußte 1938 aufgelöst werden.

Zum Thema „Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten in Psychoanalyse und Kultur heute” kamen zum ersten Mal nach dem 2. Weltkrieg wieder Psychoanalytiker der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung nach Berlin, um hier vom 25. bis 29. Juli 2007 den 45. Internationalen Psychoanalytischen Kongress abzuhalten.

Bis zu seiner erzwungenen Emigration 1938, hing ein Gipsabdruck der „Gradiva” neben Sigmund Freuds Couch in Wien. Seine Interpretation der Gradiva-Novelle von Wilhelm Jensen ist die erste größere psychoanalytische Untersuchung eines literarischen Werkes.

Sigmund Freud fand in London Exil.
Dort starb er am 23. September 1939.


Schöne Idee. Schöne Art einen Kongress und einen großen Mann zu erinnern. Im Internet finde ich auch das Buch.

Gradiva: Ein pompejanischen Phantasiestück
von Wilhelm Jensen
mit Vorwort von Sigmund Freund

Dresden/ Leipzig 1903

Beim Besuche einer der großen Antikensammlungen Roms hatte Norbert Hanold ein Reliefbild entdeckt, das ihn ausnehmend angezogen, so daß er sehr erfreut gewesen war, nach Deutschland zurückgekehrt, einen vortrefflichen Gipsabguß davon erhalten zu können. (…)  Ungefähr in Drittel-Lebensgröße stellte das Bildnis eine vollständige, im Schreiten begriffene weibliche Gestalt dar, noch jung, doch nicht mehr im Kindesalter, andrerseits indes augenscheinlich keine Frau, sondern eine römische Virgo, die etwa in den Anfang der Zwanziger-Jahre eingetreten. (…) Wo war sie so gegangen und wohin ging sie? (…) Um dem Bildwerk einen Namen beizulegen, hatte Hanold es für sich ›Gradiva‹ benannt, ›die Vorschreitende‹.

Der Relief weckt in einem jungen Archäologen, der sie als Abguss in seinem Arbeitszimmer stellte, endlich Mal, würde man sagen, das Interesse an lebendigen Frauen. Genauer gesagt an deren Gangart, denn  er Versuchte unter seinen Zeitgenössinen eine zu finden, die den Fuß so anmutig und fast senkrecht beim Gehen  hielt wie eben die Gradiva.
Dann träumte es ihn, dass er sich in Pompei befände, wo er einige Male zur Forschungzwecke schon weilte. Im Traum war es grade der 24. Augusttag des Jahres 79, der den furchtbaren Ausbruch des Vesuvs mit sich brachte. Der Himmel hielt die zur Vernichtung ausersehene Stadt in einen schwarzen Qualmmantel eingeschlagen, nur da und dort ließen durch eine Lücke die aus dem Krater auflodernden Flammenmassen etwas von blutrotem Licht Übergossenes erkennen.

Er träumte immer noch, als er plötzlich Gradiva sah. Und wie es  im Traum oft passiert, schien es ihn normal, dass die Skulptur aus seinem Arbeitszimmer hier als lebendige Frau voranschreitet, in Gedanken versunken und somit noch nicht ahnend, was ihr und der ganzen Stadt bevorsteht. Bis dahin hatte ihn kein Gedanke an ihr Hiersein angerührt, jetzt aber ging ihm auf einmal und als natürlich auf, da sie ja eine Pompejanerin sei. (…) Dann indes, ihn jählings überfallend, kam ihm zum Bewußtwerden, wenn sie sich nicht eilig rette, müsse sie dem allgemeinen Untergang mit verfallen, und heftiger Schreck entriß seinem Mund einen Warnruf. Den hörte sie auch, denn ihr Kopf wendete sich ihm entgegen. (…) Sie schritt jedoch weiter, noch bis zum Portikus des Apollo Tempels hinan, wo sie sich zwischen den Säulen legte, von der Schwefeldünsten des Vulkans erstickt. Hanold wachte auf und erst nach langer Weile erkannte er, dass er nicht wirklich vor fast zwei Jahrtausenden dem Untergang an der Bucht von Neapel beigewohnt habe.

Plötzlich, und zwar nich im Traum, sondern Diesseits, erkannte er eine junge Frau, die drunten auf der Straße ging (…) leicht elastischen Schrittes dahin. Sie hielt mit der linken Hand ihren nur bis zu den Knöcheln herabreichenden Kleidsaum ein wenig aufgerafft, und seinen Augen erregte es den Eindruck, als ob bei der schreitenden Bewegung sich die Sohle ihres nachfolgenden schmalen Fußes für einen Moment auf den Zehenspitzen senkrecht vom Boden aufrichte. Er lief ihr nach. Vergeblich.

Sie war nicht zu finden und ihm war es in Berlin ohne sie unerträglich geworden. Er reiste sofort ab. Zuerst nach Rom, dann nach Neapel und letztendlich nach Pompei. Egal aber, wo er sich befand, störte ihn sofort alles, bis er sich selbst zugeben müsste, daß er mißmutig sei, weil ihm etwas fehle, ohne daß er sich aufhellen könne, was. Und diese Mißstimmung brachte er überallhin mit sich. Alles war zweck- und sinnlos, er selbst: taub und blind (…) auch die Natur war außerstande, ihm zu bieten, was er um sich und in sich vermißte. Nicht Mal der Besuch in Pompeji half ihn, seinen Spleen zu lindern. Sogar hier bemächtigte sich seiner Augen und geistigen Sinne eine entschiedene Gleichgültigkeit. Ja, sogar Pompeji war nichts mehr als außerordentlich nüchterner Schutthaufen. Als die Touristen zum Tisch gingen und herr Hanold alleine in der toten Stadt blieb, herrschte dort plötzlich vollkommene Reglosigkeit. Alles stand still, nur über den Vesuv hing eine wie eine Pinie geformte dunkle Rauchwolke. Es war unheimlich still und heiß, alles badete in der Sonne, als ob sich der große Pan zum Schlafen hingelegt hat. (…) Dann aber löste die Sonne die Gräberstarre der alten Steine, ein glühender Schauer durchrann sie, die Toten wachten auf, und Pompeji fing an, wieder zu leben. Mit geöffneten Augen blickte Hanold die Straße entlang, doch war’s ihm, als tue er’s in einem Traum. Darin trat plötzlich (…) etwas hervor, und über die Lavatrittsteine, die vor dem Hause zur anderen Seite der Strada di Mercurio hinüberführten, schritt leichtbehend die Gradiva dahin. Ganz zweifellos war sie’s; wenn auch die Sonnenstrahlen ihre Gestalt wie mit einem dünnen Goldschleier umgaben, nahm er sie doch deutlich und genauso im Profil, wie auf dem Relief, gewahr. (…) Zugleich mit dem Anblick aber war’s Hanold hell im Gedächtnis aufgewacht, daß er sie schon einmal so im Traum hier habe gehen seh’n, in der Nacht, als sie sich drüben am Forum ruhig wie zum Schlafen auf die Stufen des Apollotempels hingelegt hatte. Und mit dieser Erinnerung zusammen kam ihm noch etwas anderes zum erstenmal zum Bewußtwerden: Er sei, ohne selbst von dem Antrieb in seinem Innern zu wissen, deshalb nach Italien und ohne Aufenthalt von Rom und Neapel bis Pompeji weitergefahren, um danach zu suchen, ob er hier Spuren von ihr auffinden könne. Und zwar im wörtlichen Sinne, denn bei ihrer besonderen Gangart mußte sie in der Asche einen von allen übrigen sich unterscheidenden Abdruck der Zehen hinterlassen haben. (…) Die Gradiva überschritt in ihrer ruhigen Hurtigkeit die Trittsteine und ging, nun den Rücken wendend, auf dem Trottoir der andren Seite fort (…) und begab sich in das Haus des Meleager.

Hanold wußte nicht, nicht ob er wache oder träume.

Er ging ins Meleagers Haus, das, da es Mai war, voller wilder blühender Mohnblüten war, wie alle Häuser in der Totenstadt. Träumte es ihm, als er – nur etwa fünf Schritte von ihm entfernt, in dem schmalen Schatten, den ein einzelnes, noch erhalten gebliebenes Oberstück des Saalportikus herabwarf, zwischen zweien der gelben Säulen auf den niedrigen Stufen eine hellgewandete, weibliche Gestalt sitzen sah, die mit leichter Bewegung jetzt den Kopf ein wenig emporhob? (…) Er hatte gefunden, wonach er gesucht, was ihn unbewußt nach Pompeji getrieben; die Gradiva führte ihr Scheinleben in der mittägigen Geisterstunde noch fort und saß hier vor ihm, so wie er sie im Traum sich auf die Stufen des Apollotempels niederlassen gesehn. Auf ihren Knien lag etwas Weißes ausgebreitet, das sein Blick klar zu unterscheiden nicht fähig war; ein Papyrosblatt schien’s zu sein, und eine Mohnblüte hob sich mit rotem Scheine von ihm ab.

Er spricht sie zuerst Griechisch und dann auch Lateinisch an. Und sie antwortete auf Deutsch. Es wunderte ihn aber keineswegs. So musste es gewesen sein. Dann aber stand sie auf, ging ein paar Schritte fort und verschwand. Die Mittagsgeisterstunde war vorüber.

Am nächsten Tag ging er wieder hin, diesmal aber heimlich, durch einen unbewachten Eingang, zu Mittagsstunde ins Meleagers Haus. Unterwegs sah er eine ganz mit weißen Glockenkelchen behängte Asphodelos-Blütenschaft, die er abbrach und mitnahm. Wenn die Mittagsstunde endlich kam, sah Hanold sie wieder zwischen zwei Säulen sitzend. Da fragte sie: Bringst du mir die weiße Blume?

Dann sprechen sie miteinander, und stellen fest, dass sie sich schon einmal, vor fast zwei Tausend Jahren gesehen haben müssten. Er erzählt ihr von seiner Suche nach einer Frau, die genauso einen Gangart hat als sie auf dem Relief in Rom. Nach einer Weile nimmt sie die Blume und geht in die Unterwelt zurück, sie vereinbaren aber noch ein Treffen am nächsten Tag. Diesmal lies Gradiva, die übrigens Zoë – Leben heissen sollte, ein kleines Skizzenbuch zurück, in dem Pompeji von heute abgebildet ist – Ruinen, Steine, wilde Blumen.

Hanold weiss, dass er krank ist, dass ihm entweder sein Kopf oder sein Herz Spielchen spielen. Er trink zu viel Wein, er läuft den ganzen Nachmittag hin und her, trifft einen alten vermeintlich leicht verrückten Zoologen, der Eidechsen fängt, und versucht nicht darüber nachzudenken, was ihm geschehen ist. Er wandert ziellos, kauft irgendwo eine pseudo-antike Spange, von der er denkt, sie gehörte Zoë vor zwei Tausend Jahren, ließ sich eine (damals unglaubwurdige sogar für einen Archäologen) Geschichte erzählen, dass man in Pompeji ein Liebespaar ausgegraben hat, zwei Leichen, die sich eng umschlungen um zusammen, in den Tod zu schreiten, und stellt sich vor, die junge Fraue wäre eben Zoë-Gradiva. Mit keinem Gedanken würdigt er die Tatsache, dass wenn er Zoë das zweite Mal sieht, trägt sie helle Lederschuhe und nicht Sandalen, wie auf dem Relief.

Weitere Nacht geht vorbei. Diesmal pflückt Hanold unterwegs ein paar rote Rosen und geht ganz normal, seinen Eintritt zahlend, in die Pompeji-Stadt. Erst als er wieder vor dem Eingang zur Casa di Meleagro steht, fällt ihn ein, die liebende Frau hätte Zoë sein können und dies hätte bedeuten müssen, sie hätte einen Liebhaber, den in diesem Moment Hanold regelrecht hasst. Sie ist jedoch allein gekommen, wie auch gestern und vorgestern. Er gibt ihr Rosen und ihr Skizzenbuch zurück, fragt auch, ob die antike Spange Mal ihr gehörte. Sie verneint aber. Überhaupt benimmt sie sich, als ob sie ein modernes Weib wäre. Sie teilen sich ihr zweites Frühstück, dass sie in Kleidertasche mithatte. Sie assen schweigend, bis die Gradiva sagte: »Mir ist’s, als hätten wir schon vor zweitausend Jahren einmal so zusammen unser Brot gegessen. Kannst du dich nicht darauf besinnen?«

Aber dann ist sie doch ganz gegenwärtig und dazu noch kennt sie seinen Namen. Du bist doch offenbar verrückt, Norbert Hanold, sagt sie und in denselben Moment kommen ins antike Haus ihre Bekannte.

Er flüchtet. Ihm ist es klar, dass er, völlig ohne Sinn und Verstand zu glauben versuchte, dass er sich seit drei Tagen mit einer wieder lebendig gewordenen jungen Pompejanerin traff.

Er flüchtet und daher ist nur der Leser und nicht auch Hanold, der erfährt, dass Zoë mit ihrem Vater, dem alten Zoologen, in der abgelegenen Albergo del Sole wohnt.

Da sehen sie sich wieder in einem anderem alten pompejanischen Haus. Ein leicht verrückter junger Archäologe und eine junge Dame vor Welt. Sie ist Tochter eines bekannten Zoologen Richard Bertgang und wohnt mit ihrem Vater in Berlin dem Haus, wo Hanold wohnt, schräg gegenüber. Sie kennt ihn also und zwar seit eh, er sie nicht mehr, weil er ein typischer Wissenschaftler geworden ist – zerstreut. Sie gesteht, dass sie, als sie entdeckte, was er im Kopf hat, mit ihm gespielt hat.

Daher also die Schuhe statt Sandalen. Und daher kennt sie seinen Namen.

Und am Ende werden sie heiraten!

🙂


Was der Freud darüber denkt? Lesen Sie HIER.

Reblog. Ist Venus die andere Erde?

Freitag, der Tag von Freia, in vielen anderen Sprachen – Venustag, daher ein passender Reblog

M. Darby Dyar, Suzanne E. Smrekar, Stephen R. Kane

Die Venus

Die Venus ist so groß wie die Erde und begann unter ähnlich lebensfreundlichen Bedingungen. Heute ist sie eine felsige Gluthölle. Forscher versuchen intensiv, die unterschiedliche Entwicklung zu verstehen – denn die Erkenntnisse weisen weit über unser eigenes Sonnensystem hinaus.

© NASA/JPL (Ausschnitt)

Als 1982 die neu gewählte US-Regierung um Präsident Reagan umfangreiche Kürzungen bei der US-Weltraumforschung beschloss, gehörte die geplante NASA-Mission Venus Orbital Imaging Radar zu den Opfern. Doch die Abteilung für Planetologie am Massachusetts Institute of Technology griff zu unkonventionellen Methoden: Schnell kratzten die Wissenschaftler von anderen Missionen übrig gebliebene Teile zusammen und konstruierten daraus eine preiswertere Raumsonde. Nur noch 680 Millionen US-Dollar kostete der so konzipierte Magellan-Orbiter, der 1989 zur Venus startete.

Venus: Lange vernachlässigt, jetzt wieder ein Astrotrend (Hyperraum TV) – ein von der Medienwissenschaftlerin und Wissenschaftshistorikerin Susanne Päch betriebener Spartensender für Wissenschaft und Technologie.

1990 war er am Ziel. In den darauf folgenden fünf Jahren lieferten die Instrumente Radarbilder der gesamten Planetenoberfläche, Daten über Schwerkraftanomalien und eine topografische Karte der Venus. Magellan war die jüngste in einer langen Reihe sowjetischer und US-amerikanischer Missionen zu unserem Nachbarplaneten. Nachdem die Sonde 1994 planmäßig auf die Oberfläche der Venus gestürzt war, endete mit ihr allerdings auch das Interesse der NASA an weiteren Flügen zu dem erdgroßen Himmelskörper. Seither haben Planer gut zwei Dutzend Vorschläge für neue Missionen eingereicht – genehmigt wurde keiner. Die von Magellan gesammelten Daten liefern bis heute das beste Kartenmaterial.

In der Zwischenzeit haben die europäischen und japanischen Raumfahrtagenturen mit erfolgreichen Missionen zur Venus das Spielfeld betreten. Diese führten zu Durchbrüchen beim Verständnis der Atmosphäre und brachten zusammen mit neuen Analysen der Magellan-Messungen Erkenntnisse, auf Grund derer einige Lehrbücher umgeschrieben werden müssen. Die Venus scheint vulkanisch aktiv zu sein, und es gibt sogar Hinweise auf eine beginnende Plattentektonik. Solche Vorgänge halten viele Wissenschaftler für eine Voraussetzung für die Entstehung von Leben. Theoretische Modelle deuten auch darauf hin, dass die Venus relativ lange flüssiges Wasser auf ihrer Oberfläche gehalten hat.

Diese Erkenntnisse fallen mit einer weiteren erstaunlichen Entwicklung in der Astronomie zusammen: der Entdeckung von Tausenden von Exoplaneten in anderen Sonnensystemen. Viele sind etwa so groß und so weit von ihren Sternen entfernt wie die Venus. Alles, was wir über den Planeten nebenan erfahren, könnte das Verständnis solcher unzugänglich fernen Welten verbessern. Wenn wir herausfinden, ob und wann auf der Venus lebensfreundliche Bedingungen geherrscht haben, können wir auch die Chancen auf Leben auf den venusähnlichen Himmelskörpern in der übrigen Milchstraße besser einschätzen.
Die meisten der bisher entdeckten Exoplaneten wurden mit der Transitmethode gefunden. Dabei untersuchen Astronomen verräterische Helligkeitsschwankungen von Sternen, die auftreten, wenn Planeten vorbeiziehen. Die Technik liefert deren Größe, aber die allein sagt noch nicht viel aus. Würde ein außerirdischer Beobachter unser Sonnensystem mit der Transitmethode betrachten, erschienen Venus und Erde fast identisch. Dabei ist Erstere zumindest für uns bekannte Lebensformen völlig unbewohnbar, während die Erde seit rund vier Milliarden Jahren komplexe Ökosysteme beherbergt.

Wir können zwischen ähnlich großen Planeten näher differenzieren, indem wir ihre Abstände zu ihren Sternen messen. Die »habitable Zone« ist die Region, in der ein felsiger Planet zumindest theoretisch flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche haben könnte. Bei der Erde ist das offensichtlich der Fall. Doch auch die Venus befand sich früher in jenem Bereich – womöglich sogar eine ganze Weile. Die Grenzen der habitablen Zone verschieben sich mit der Zeit nach außen, weil die Sonne mit zunehmendem Alter intensiver leuchtet. Inzwischen liegt unser ungleicher Zwilling in der nach ihm benannten Venuszone. In dieser Region eines Sternensystems verursacht verdampfendes flüssiges Wasser einen »galoppierenden Treibhauseffekt«, der letztlich die Ozeane zum Kochen bringt und völlig verschwinden lässt.
Heißes Ende nach viel versprechendem Start
Ursprünglich entstanden Venus und Erde unter sehr ähnlichen Bedingungen. Wahrscheinlich brachten Kometen Eis auf die Oberflächen beider Planeten. Simulationen der frühen Venus zeigen, dass es hier wohl eher flüssiges Wasser gab als auf der Erde. Es könnte sich bis vor etwa einer Milliarde Jahren dort gehalten haben. Heute ist die Venus jedoch äußerst unwirtlich. Wie kam es dazu? Ist die Venus vielleicht sogar der Endzustand aller bewohnbaren Planeten dieser Größe, oder repräsentiert sie lediglich eines von vielen möglichen Schicksalen solcher Himmelskörper?

Unsere Suche nach Antworten wird zum Teil durch die dicke, nahezu undurchsichtige Atmosphäre des Planeten behindert. Hoch oben liegen Wolken aus Schwefelsäure, und am Boden ist der Luftdruck vergleichbar mit dem Wasserdruck einen Kilometer unter der Oberfläche irdischer Ozeane. Die weitaus überwiegend aus Kohlendioxid bestehende Atmosphäre ist hier so dicht, dass das Gas zu einem so genannten überkritischen Fluid mit Eigenschaften sowohl eines Gases als auch einer Flüssigkeit wird.

Im Gegensatz zu unserer Welt hat die Venus kein Magnetfeld als Schutz vor dem Sonnenwind. Dieser stete Strom energiereicher Teilchen dürfte über die Äonen hinweg das verdampfte Wasser des Planeten in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten haben. Der leichte Wasserstoff entwich schnell ins All. Gleichzeitig konnte sich mangels Oberflächenwasser das ständig aus dem Planeteninneren entweichende Treibhausgas Kohlendioxid nirgends lösen. Es sammelte sich darum in der Atmosphäre an. Heute sind die Temperaturen auf Grund des Treibhauseffekts durch das CO2 auf der Venus mehr als 400 Grad Celsius höher als auf der Erde.

Die einzigen Daten, die wir direkt von der Oberfläche der Venus haben, stammen von sowjetischen Venera-Lande­sonden aus den 1970er und 1980er Jahren. Diese überlebten unter den extremen Bedingungen nur wenige Minuten, aber in der kurzen Zeit übertrugen sie immerhin einige Informationen über die chemische Zusammensetzung ihrer Umgebung. Darüber hinaus beruht unser mineralogisches Wissen vor allem auf umstrittenen Interpretationen von Radarmessungen aus dem Orbit und auf Spekulationen über chemische Reaktionen zwischen den Gesteinen und den Gasen des Planeten bei den dort herrschenden Drücken und Temperaturen.

© Kevin Gill / JAXA/ISAS/DARTS/Kevin M. Gill / Venus – May 17 2016 / CC BY 2.0 CC BY (Ausschnitt)

Die Venus im ultravioletten und infraroten Licht | Betrachtet man unsere innere Nachbarin Venus im Teleskop, so zeigt sich der Planet dem Auge als grellweiße Sichel ohne jegliche weitere Merkmale. Die permanente Wolkendecke der Venus, die überwiegend aus konzentrierter Schwefelsäure besteht, reflektiert im sichtbaren Licht den größten Teil der auf sie treffenden Sonnenstrahlung zurück ins All. Fotografiert man die Venus dagegen im infraroten oder ultravioletten Licht, so enthüllt sich dem Kameraauge eine hochdynamische und wechselhafte Atmosphäre mit ausgeprägten Wolkenstrukturen und Stürmen. Dieses Bild wurde aus Daten der japanischen Raumsonde Akatsuki vom US-amerikanischen Amateurbildbearbeiter Kevin Gill zusammengesetzt. Es kombiniert Bildinformationen im ultravioletten (weiße und blaue Farbtöne) mit Bilddaten aus dem infraroten Spektralbereich (bräunliche Farbtöne). Die Kombination zeigt die Venus am 17. Mai 2016 und erlaubt einen Einblick in die Struktur der Venusatmosphäre.

Inzwischen fanden Forscher jedoch heraus: Es ist möglich, die Gesteine auf der Venus von der Umlaufbahn aus zu kartieren. Dazu muss man gewissermaßen durch geeignete Fenster im elektromagnetischen Spektrum schauen, bei denen Strahlung nicht vom Kohlendioxid in der Atmosphäre absorbiert wird. Glücklicherweise lassen sie gerade in Bereiche blicken, wo sich die für Vulkangestein typischen Minerale Olivin und Pyroxen bemerkbar machen. Vielleicht könnten wir so endlich die Zusammensetzung des Planeten genauer bestimmen.

Die europäische Raumsonde Venus Express, die von 2006 bis 2014 den Planeten untersucht hat, nutzte eines der Fenster. Damit erstellten Forscher für einen Großteil der Südhalbkugel die erste Übersicht der von der Oberfläche ausgestrahlten Wärme. Die Daten enthalten auch spektrale Informationen, das heißt charakteristische Ausschläge in den Intensitätskurven, mit denen sich Minerale im Boden identifizieren lassen.
Auf der Karte fallen zudem zahlreiche so genannte Hotspots auf. Solche Gebiete geben so viel Wärme ab, dass die wahrscheinlichste Erklärung dafür ein junger Vulkanismus ist. Die Venus ist also wohl noch geologisch aktiv, im Gegensatz etwa zum Mond, der in dieser Hinsicht seit langer Zeit ruhig ist, und zum Mars, wo Vulkanismus bestenfalls vereinzelt vorkommt.

Vielleicht zeigt die Venus gerade, wie Plattentektonik ihren Anfang nimmt
Auf der Erde hängt der Vulkanismus mit der Plattentektonik zusammen, also der Bewegung von Teilen der Kruste gegeneinander. Sie ist für die vielen geologischen Formationen auf unserem Planeten verantwortlich und hat außerdem langfristige Klimazyklen stabilisiert. Das hat höher entwickeltes Leben auf der Erde begünstigt oder gar erst ermöglicht. Tektonische Vorgänge bilden neue Kruste an den mittelozeanischen Rücken der Erde und schieben an anderen Stellen Teile zurück in den Mantel. Beide Prozesse erlauben es unserem Planeten, Wärme und chemische Verbindungen zwischen seinen inneren und äußeren Bereichen auszutauschen. Vulkanismus bringt Wasser an die Oberfläche, hält die Atmosphäre in einem gewissen Gleichgewicht und schafft Lebensraum oberhalb des Meeresspiegels. Aus diesen und weiteren Gründen ist die Frage, ob die Venus solche Phänomene aufweist – und warum oder warum nicht –, für viele Forscher so wichtig.

Spärlichen Daten zufolge begann die Plattentektonik auf der Erde vielleicht schon vor vier Milliarden Jahren. Nur wenige Spuren haben sich bis heute erhalten. Jedenfalls wissen wir nicht wirklich, wie ein mit Basalt und möglicherweise bereits mit Ozeanen bedeckter Planet zu einem komplizierten System beweglicher Platten übergeht. Eine Hypothese lautet: Heißes Material aus dem Inneren dringt nach oben, was die Kruste und den äußeren Mantel (zusammen Lithosphäre genannt) schwächt. Die Oberfläche bricht auf, und die unter Druck stehende Gesteinsschmelze kann zu heftigem Vulkanismus führen, wie er sowohl auf der Erde als auch auf der Venus vorkommt. Die Last des ausgetretenen Materials auf der gerissenen Lithosphäre kann die betroffenen Teile absinken lassen und eine Subduktion herbeiführen, wobei eine Schicht unter eine andere gleitet. Wenn der Prozess oft genug stattfindet, stößt das die Plattentektonik an.

Eventuell geschieht das gerade auf der heutigen Venus. Die Lithosphäre auf der Venus ist heiß und dünn – wohl wie seinerzeit bei der Erde. Gewisse Regionen erinnern frappierend an terrestrische Subduktionszonen. Ein Beispiel ist Artemis Corona, eine kreisartige Formation in der Nähe des Venusäquators. Ihre Größe entspricht etwa der des Aleutengrabens, einer Vertiefung des Meeresbodens vor der Küste Alaskas. Solche Merkmale könnten Stellen auf der Venus kennzeichnen, an denen Material aus dem Mantel an die Oberfläche steigt und auf die Kruste drückt. Auch Laborexperimente und Computersimulationen deuten darauf hin, dass es sich hier um Subduktionszonen handelt.

Die bislang vorliegenden Bilder haben eine zu geringe Auflösung, um das sicher zu beurteilen. Aber anscheinend befindet sich die Tektonik auf der Venus im Anfangsstadium ihrer Entwicklung. Die Magellan-Bilder zeigen keine Hinweise auf miteinander verbundene Platten – vielmehr sehen wir vereinzelte Stellen, an denen die Subduktion beginnt, jeweils um solche kreisförmigen Regionen mit aufsteigendem Material. Doch warum kam es nicht früher dazu, und wie wird es weitergehen?

Sofern sich die Venus im Lauf der Zeit abkühlt, können die jetzt entstehenden Verwerfungen überdauern, und der Planet durchliefe vielleicht den gleichen Übergang zur Plattentektonik wie damals die Erde. Möglicherweise sind dieser Prozess und die damit verbundene Stabilisierung der Atmosphäre nicht nur in unserem Sonnensystem üblich, sondern auch bei Exoplaneten. Es gibt also gewichtige Gründe für weitere Missionen zum Nachbarplaneten. Mit genaueren Bildern und Spektren könnten Wissenschaftler zentrale Fragen zum Vulkanismus und zur Plattentektonik der Venus beantworten.

Die NASA entscheidet im Rahmen ihres Discovery-Programms regelmäßig über kleine, verhältnismäßige kostengünstige Missionen. Zwei von uns (Smrekar und Dyar) sind an der Planung einer vorgeschlagenen Raumsonde namens VERITAS beteiligt (Venus Emissivity, Radio Science, InSAR, Topography, and Spectroscopy). Sie würde die Oberfläche viel detaillierter erfassen und hätte neben einer Kamera auch ein Spektrometer an Bord. Weitere Arbeitsgruppen erstellen ebenfalls Konzepte. So könnte eine neue Generation von Planetologen die Chance bekommen, besser zu verstehen, warum unsere Nachbarin einen so anderen Weg gegangen ist als die Erde, und mehr über die Entwicklungen in Erfahrung zu bringen, die solche Himmelskörper lebensfreundlich machen.

Reblog z siebie samej: Grób psa

Jak zwykle podczas wakacji. Autorzy się “opuszczają” (Czytelnicy zresztą też), człowiek wyjeżdża tam, gdzie nie ma dostępu do sieci, a tu ambitne zadanie narzucone sobie samej lata temu, że co noc, w minutę po północy MA być nowy wpis – wszystko to powoduje, że latem niekiedy rebloguję własne wpisy. Tym razem przypominam przy okazji zamierzchłe czasy zobowiązań z okazji 22 lipca (wiem, to było wczoraj, ale wczoraj był inny temat). Ta data nieodmiennie kojarzy mi się ze wspaniałym rysuneczkiem Mrożka – idzie pochód z transparentami ku czci, a obok biegnie człowieczek z małym napisem: “d. E. Wedel”. Jakby ktoś potrzebował odświeżenia wiadomości na ten temat, niech zajrzy TU.

Ewa Maria Slaska

… i inne groby

Cmentarze interesowały mnie „od zawsze“, i nie jest wykluczone, że to właśnie spowodowało, że wybrałam studia archeologiczne. Oczywiście osoba w wieku dobrze „zaawansowanym” nie do końca jest w stanie odtworzyć przyczyny młodzieńczych fascynacji, wiem jednak na pewno, że w archeologii nie interesowało mnie „szukanie skarbów”, co z reguły fascynuje dzieci i młodzież, lecz – odkrywanie życia innych, tych którzy żyli przed nami. Przedmiotem moich zainteresowań był przede wszystkim świat myśli ludzkiej, rozwój idei, a nawet wcześniej – ich rodzenie się, a więc wychodzenie człowieka ze stanu bytu zwierzęcego ku człowieczeństwu. Dlatego też jako archeolożka specjalizowałam się w badaniach epoki kamienia. Można by powiedzieć, że archeologia straszej epoki kamienia – paleolitu – dostarcza niewielu materiałów miłośnikowi cmentarzy. A już na pewno żadnych w Polsce. Przypominam tym, którzy mogą tego nie wiedzieć, że teren Polski poza niewielkimi skrawkami u podnóża gór, najczęściej po prostu w jaskiniach, był w całości pokryty lodowcem, a pierwsze gromady ludzkie dotarły na ziemie polskie dopiero w środkowej epoce kamienia czyli mezolicie. A więc, mówiąc w skrócie, nie 5 milionów lat temu, tylko 10 tysięcy. A to oczywiście kolosalna różnica.

Mezolit jest jednak dla archeologa i antropologa kultury fascynującym okresem Wielkiej Zmiany, prawdziwej Dobrej Zmiany. Kończyła się gospodarka łowiecko-zbieracka, powstawała gospodarka wytwarzająca. W miejsce jednolitej kultury starszej epoki kamienia pojawiło się wiele kultur różniących się pomiędzy sobą.

Przy okazji dodam, że nawet Wikipedia informuje, iż najważniejszym stanowiskiem archeologicznym badającym zagadnienia z tego okresu – kulturę komornicką – jest Smolno Wielkie (niedaleko Zielonej Góry) – a ja tam od początku pracowałam jako studentka, a potem pisałam o Smolnie pracę magisterską.

W Niemczech, gdzie mieszkam na stałe, pojawił się kilka lat temu plakat z lekko zmodyfikowanym biblijnym cytatem: Am Anfang gab es Himmel und Erde, den Rest haben wir gemacht. Na początku były niebo i ziemia, resztę zrobiliśmy my. Była to naprawdę inteligentna, acz lekko samochwalcza, reklama… Izby Rzemieślniczej.


Ja na własny użytek sformułowałam to przesłanie tak: Ziemia była błotnistą kulą pełną komarów, to my, ludzie, zrobiliśmy z niej świat pełen cudów wytwórstwa, sztuki, architektury, myśli. To „moi” ludzie w środkowej epoce kamienia ten proces zapoczątkowali. Oczywiście zbieractwo, łowiectwo, rybołówstwo nadal stanowiły podstawę utrzymania człowieka mezolitycznego, zaczęło się już jednak proste rolnictwo, nastąpiło udomowienie owcy i świni. „Moi” wynaleźli siekierę, łuk, czółno, zaczęli budować „domy” – były to oczywiście dość prymitywne szałasy – wydobywali krzemień pasiasty w Krzemionkach i Orońsku, i handlowali nim.


Zamiast topornych narzędzi paleolitycznych, tzw. pięściaków, pojawiły się delikatne, filigranowe wręcz ostrza, rylce, noże, sierpy. Były one łatwiejsze w transporcie, nie trzeba ich było porzucać, lecz wyruszając na wędrówkę można je było zabrać ze sobą. Usprawniło to polowania, a przeto również zaopatrzenie w żywność. Zmniejszyła się śmiertelność noworodków – nastąpił pierwszy w historii ludzkości wyż demograficzny, który po kilku tysiącach lat spowodował, że ok. 4 tysiąclecia przed naszą erą człowiek wytępił doszczętnie mamuty. Był to pierwszy akt konstruowania życia ludzkiego kosztem dekonstrukcji natury, wyjście z naturalnego obiegu życia i śmierci, a zatem niejako jej pokonanie. Pokonanie poprzez odsunięcie. Jest to zatem również pierwszy udowodniony naukowo moment, kiedy technologia wymyślona przez człowieka zaczęła zmieniać świat. Na gorsze, no tak, oczywiście, ale przecież i na lepsze…

Pojawiły się kosze i tkaniny! Ludność mezolityczna wciąż jeszcze koczowała, ale nie była to już codzienna wędrówka, lecz przenosiny z letnich osad otwartych do jaskiń dających schronienie przed zimą.

Kształtowanie się cywilizacji mezolitycznej odbyło się poza ziemiami Polski. Do nas dotarła już gotowa kultura.

Na ziemiach polskich znanych jest kilka pochówków mezolitycznych. Najbardziej znany jest grób z miejscowości Janisławice w województwie łódzkim, osady, która dała nazwę jednej z głównych kultur mezolitycznych na naszych ziemiach – kulturze janisławickiej. Jest to odkryty w roku 1937 grób mężczyzny w wieku między 30 a 40 rokiem życia bogato wyposażony, zawierający ponad 50 wyrobów kościanych i tyleż wyrobów krzemiennych. Ciało posypano hematytem (ochrą). Prawdopodobnie czerwona barwa miała symbolizować krew – życie. Zmarły został ułożony w pozycji siedzącej z wyprostowanymi nogami i plecami opartymi o ścianę jamy grobowej. W rękach trzymał łuk i kołczan ze strzałami, z których zachowały się jedynie groty. Pochowano go z narzędziami z krzemienia czekoladowego, naszyjnikiem z zębów jelenia i wisiorkami z kłów dzika.

Dodam na marginesie, że do niedawna grób z Janisławic był uważany za najstarszy pochówek w Polsce. Dopiero kilka lat temu, a dokładniej w roku 2011, odsłonięto w Jaskini Borsuk w Jurze Krakowsko-Częstochowskiej grób dziecka sprzed 27 tysięcy lat, a więc zdecydowanie grób paleolityczny i jak dotąd najstarszy w Polsce. Dziecko miało 1,5 roku, z jego ciała zachowało się tylko 6 zębów mlecznych, ale dziecię wyposażono na drogą pośmiertną we wspaniały naszyjnik ze 150 zębów zwierzęcych. Rodzice przybyli z dzieckiem z południa, byli typowymi przedstawicielami ludu wędrownego i… jaskiniowego.

Na zakończenie dwie już nie mezolityczne, ale jednak archeologiczne opowiastki o grobach.

Wśród studentów archeologii istniał w czasach, kiedy studiowałam, obowiązek, aby pierwszy znaleziony przez młodego naukowca grób nazywać imieniem swojej… dziewczyny. Oczywiście świadczyłoby to o tym, że zwyczaj był stosunkowo dawny i wywodził się z czasów, kiedy kobiety jeszcze nie studiowały archeologii. Albo w ogóle nie studiowały… Mój kolega ze studiów nazwał swoje pierwsze znalezisko “grobem Ewy”. Było to nieco zagadkowe, gdyż na roku liczącym dziesięciu studentów (i studentek) były cztery Ewy – Ewa to było imię pokoleniowe a nie indywidualne. Na dodatek żadna z nas nie była jego dziewczyną. Musiałyśmy odkrywcę trochę “przydusić”, żeby wyznał, o którą z nas chodzi, i czy w ogóle o którąś z nas, czy może o jakąś zupełnie inną Ewę. Przyparty do ściany delikwent powiedział, że to ja. Teraz mi przychodzi do głowy, że mógł to być wykręt, ale trudno, stało się… W wieku 19 lat “dostałam” grób i może dlatego przez całe życie twierdzę, że nie chcę mieć grobu, o czym już TU zresztą pisałam…

I druga opowieść o czasach studenckich (najwyraźniej starzeję się i chętnie wpominam czasy, gdy byłam młoda) – niezwykła opowieść o grobach psów. Miałam na studiach starszego kolegę, już asystenta, Tadzia Makiewicza, który postawił sobie za cel udowodnienie, że w Polsce byli Celtowie. Ten niezwykły lud, dziś znany przede wszystkim z Francji, Anglii i Irlandii, zasiedlał pierwotnie tereny południowych Niemiec i Czech, a Tadzio był zdania, że żyli oni również w Polsce. Zrobił dla tych Celtów polskich bardzo wiele, ale chyba nie udało mu się zmienić zadawnionych przekonań, bo dziś nadal twierdzi się powszechnie, że były to tylko wpływy kulturowe (zobaczcie choćby TU). W roku 1970 pojechaliśmy z Tadziem na wykopaliska do Janikowa, kopać osadę z okresu rzymskiego, gdzie Tadzio spodziewał się właśnie Celtów. On był kierownikiem wykopalisk, my jak to my – do pomocy. Już chyba w pierwszym tygodniu prac w narożniku jednej z chat odkryliśmy szkielet psa. I kawałek miski! Radości nie było końca. Grób psa! I to z darami. Dowód na celtyckość naszej osady, bo Celtowie nagminnie praktykowali składanie ofiar zakładzinowych. Tadzio cieszył się oczywiście jak dziecko, ale, świadomy powagi swej kierowniczej funkcji, próbował nas pouczyć, że to nie grób i że trzeba rozróżnić grób i ofiarę, ale nic to nie pomogło, grób to grób. W kilka dni później znaleźliśmy drugi “grób”. Atmosfera robiła się coraz gorętsza, a wtedy ktoś z nas wpadł na prześmiewczy pomysł, że podejmiemy zobowiązanie na 22 lipca. Pamiętacie, jak to było? Zakłady pracy zobowiązywały się przekroczyć normę. No to my też! Usiedliśmy któregoś popołudnia przy stole i z namaszczeniem wykonaliśmy na arkuszu brystolu plakat – zobowiązanie. Z okazji Narodowego Święta Odrodzenia Polski zobowiązywaliśmy się, że wykopiemy jeszcze pięć grobów psów!

I wykopaliśmy! W sumie odsłoniliśmy osiem pochówków psów, z czego sześć zakopano w jednym rzędzie nieopodal budynku słupowego, uznanego potem przez Tadzia za obiekt kultowy.

Tadzio odwołał się tu do Owidiusza, który w poemaci „Fasti” pyta:

Dlaczego to pies z Larami?
Jeden i drugi chroni dom
Jeden i drugi byli wierni swemu panu…
Czujne są psy i czujni są Larowierowie.

Bo, moi mili Czytelnicy, archeolog dzieli znaleziska na należące do kultury materialnej i duchowej, po czym uściśla i zawęża te kategorie, a co mu się nie zmieści w żadnej konkretnej szufladce – zapisuje pod hasłem: obiekt kultowy!

Tytuł pracy doktorskiej Tadzia, ukończonej w roku 1976 brzmiał Osadnictwo kultury przeworskiej w rejonie Jeziora Pakoskiego. E tam, osadnictwo. Nasze groby psów!

Nie mam i nie znalazłam w sieci zdjęcia grobu psa z Janikowa. Ale wiem, że jest też inny obiekt tego typu, odkryty w roku 2012 na stanowisku kultury rzymskiej koło Grudziądza. Są miski!

Etnologia jest dyscypliną

Irena Kabat
Organizatorka zjazdu napisała do nas w mailu:

100 lat etnologii na uniwersytecie w Poznaniu celebrowaliśmy w dniach 8-14 kwietnia 2019 roku. Program obejmował ogólnopolską konferencję naukową, wystawę fotograficzną w przestrzeni miasta, zajęcia dla licealistów, debatę wokół transformacji roku 1989, wieczór projekcji filmów z naszego archiwum oraz Zjazd Absolwentek i Absolwentów Studiów Etnologicznych. Na tę okazję powstały jubileuszowe gadżety, specjalne wydawnictwo, a także wystawy “Nasi w mediach” oraz “Pozdrowienia z terenu”. Świąteczny tydzień wypełniała muzyka: od Szamotulan i ich wieloosobowego wesela, poprzez muzykę dudziarską,  jazzowe standardy po specjalny, multimedialny koncert Kapeli ze Wsi Warszawa. Staraliśmy się bardzo, by było godnie, różnorodnie, radośnie i głośno. Mamy szczerą nadzieję, że udało nam się pogodzić powagę z zabawą, a wszystkim uczestnikom wydarzeń zapewnić wspaniałe przeżycia. Dziękujemy, że byliście z nami!

Zdjęcia: absolwentka Etnologii UAM , Zosia Kędziora https://drive.google.com/drive/folders/1WkZwb2Qh8xrU58M27eUL3_NWZ37hh8qR?usp=sharing

Film: http://etnologia.amu.edu.pl/studenci/czym-jest-dla-ciebie-etnologia-film-przygotowany-z-okazji-100-lecia-etnologii-uam/


Było miło i wesoło, ale było też poważnie, bo etnologia jako dyscyplina znika właśnie z krajobrazu nauki polskiej wskutek decyzji ustawodawcy. Ustawa 0.2, produkt biura ministra Gowina (PiS), zakłada wpakowanie wszystkich nierentownych a obdarzonych potencjałem buntu nauk humanistycznych, jak religioznawstwo czy etnologia, do wspólnego worka, nazwanego “nauka o kulturze”.  Spowoduje to zlikwidowanie, a co najmniej, jak się słyszało w wystąpieniach, zamazanie profilu tej nauki. I to akurat w czasach, gdy rola antropologii kulturowej i socjologii etnologicznej wzrosła tak niepomiernie, iż uważa się ją za kluczową dyscyplinę w procesie integracji społecznej i międzykulturowej.

Przedstawiam Czytelnikom aktualnie się rozgrywający i w opinii publicznej niemal nie zauważany protest etnologów, który, zgodnie z zasadami political corectness, jest napisany tak, żeby nie szarpać i nie złościć ponad miarę. Zapewniam jednak, że to co słychać było z trybuny i w kuluarach Piątego Zjazdu Etnologów Uniwersytetu im. Adama Mickiewicza w Poznaniu (13-14 kwietnia 2019) było ostre, bezpardonowe i budziło szacunek. Gdy się zobaczy ten protest w proeuropejskim kontekście politycznym, okazuje się, że tytułowe hasło to takie współczesne Ah! Ça ira.

To my – na stulecie.

Marcin Skupiński
Instytut Etnologii i Antropologii Kulturowej na Uniwersytecie Warszawskim
Zdjęcie pod tekstem:
Tomasz Białecki
II rok studiów, Instytut Etnologii i Antropologii Kulturowej na Uniwersytecie im. Adama Mickiewicza w Poznaniu

Kilka słów o proteście…/A few words about the protest…

Etnologia, albo Antropologia Społeczno-Kulturowa (dawniej zwana w Polsce również Etnografią), to naukowe, empiryczne studia ludzkiego zróżnicowania społecznego i kulturowego. Jako odrębna dyscyplina naukowa wykształciła się pod koniec wieku XIX i na początku XX, przy znacznym udziale polskich naukowców takich jak Maria Antonina Czaplicka czy Bronisław Malinowski. Niestety w czasach PRL-u antropologia została uznana za „burżuazyjną naukę”. Pozostawiono jedynie etnologię, zmarginalizowaną jednak jako naukę pomocniczą historii. Nawet w tym trudnym czasie polskie etnografki kontynuowały studia społeczności ludzkich, tworząc interesujące teorie w oparciu o francuski strukturalizm czy rosyjską semiotykę. Transformacja ustrojowa oznaczała dla polskiej etnologii nowe wyzwania: jak powrócić do globalnej sieci wymiany naukowej? Jak zacząć dialog z badaczami z „Zachodu” na równych zasadach? A przy tym wszystkim nie stracić z pola widzenia zachodzących na bieżąco ogromnych zmian społecznych i kulturowych? Ostatnie trzy pokolenia polskich etnografek i etnografów włożyły ogromny wysiłek w podniesienie poziomu tej dyscypliny w kraju i za granicą. Odnieśli sukces. Dziś polska Etnologia jest rozpoznawalna na całym świecie a w centralnej Europie stanowi jeden z głównych ośrodków nauk etnologicznych i antropologicznych. Najlepszym dowodem niech będzie tegoroczny Kongres International Union of Anthropological and Ethnological Sciences, który odbędzie się w Poznaniu.

Niestety cała ta praca polskich etnolożek i etnologów może pójść na marne za sprawą jednego rozporządzenia ministra*. Etnologia nie jest już rozpoznawalna w Polsce jako oddzielna dyscyplina naukowa. Zostanie włączona do dość rozmytej kategorii „nauk o kulturze i religii” – kategorii, która nie funkcjonuje w żadnym kraju poza Polską. Wraz z tym ruchem, z trudem odzyskana autonomia etnologii/antropologii kulturowej w polskim systemie akademickim zostanie dalej ograniczona a sama dyscyplina – wraz z kulturoznawstwem – zepchnięta do najniższej kategorii uniwersyteckiej „kosztochłonności”. Proces ten zagraża kontynuowaniu w przyszłości przez polskich badaczy długotrwałych badań terenowych – stanowiących od ponad stulecia o specyfice dyscypliny.

Idąc w ślad listów protestacyjnych jakie z całego świata napłynęły do Ministerstwa Nauki i Szkolnictwa Wyższego, oraz studentów/ek i wykładowców/czyń z Poznańskiego Instytutu Etnologii i Antropologii Kulturowej, którzy swoją symboliczną akcją zaczęli protest, sprzeciwiamy się stanowczo wymazaniu etnologii i antropologii z polskiej nauki. Jesteśmy studentami/tkami, wykładowcami/czyniami i absolwentkami/ami. Studiujemy, pracujemy i wykładamy w różnych miastach: Poznaniu, Warszawie, Krakowie, Łodzi, Cieszynie, Wrocławiu, Toruniu czy Gdańsku. Protestujemy jednak teraz solidarnie, by powiedzieć NIE wykreślaniu i marginalizacji studiów nad człowiekiem w polskiej nauce!

Zachęcamy wszystkie adeptki i adeptów etnologii i antropologii kulturowej, oraz wszystkie osoby którym na sercu leży dobro polskiego dorobku naukowego do poparcia naszej walki o utrzymanie dyscypliny. Szczegółowe informacje odnośnie akcji protestacyjnych w konkretnych miastach będą pojawiały się na tej stronie – https://www.facebook.com/Og%C3%B3lnopolski-Protest-Etnologii-2290095344591377/

Zapraszamy do jej uważnego śledzenia!


* Chodzi o tzw. ustawę 2.0 o nauce i szkolnictwie wyższym Jarosława Gowina z lipca 2018 roku.

Reblog (po 10 latach): Rok Darwina

Wczoraj miałby urodziny

 Stefan Rieger

Tekst z 25/01/2009

Nie było zapewne w ludzkiej myśli większego przełomu. Nawet przewrót kopernikański był łatwiejszy do przełknięcia, gdyż wstrząsnął jeno dogmatami o naszym miejscu w Kosmosie, podczas gdy darwinowska rewolucja uderza w samą istotę naszego jestestwa: Kim jesteśmy? Skąd się wzięliśmy? Gdzie w tym sens?… Do dzisiaj mało kto to przełknął: jedni się udławili nienawiścią, innym zaś tylko się zdaje, iż liznąwszy coś z teorii ewolucji załatwili sprawę i mogą wrócić do codziennych zajęć i zabobonów. Jest podwójna okazja, by wziąć się do przepierki.

2009 jest w dwójnasób Rokiem Karola Darwina: urodził się 200 lat temu, 12 lutego, a 150 lat temu ukazało się jego wiekopomne dzieło O powstawaniu gatunków drogą doboru naturalnego. Dla niektórych to najważniejsza księga zachodniej cywilizacji, obok Biblii. Czy one się wzajem uzupełniają, czy raczej wykluczają? Każdemu wedle jego sumienia, acz sumienie naukowca, jakim był Darwin, rozstrzygnęło spór za niego: gdy pojął mechanizmy ewolucji, stracił wiarę.

Uniwersalny wróg

W roku swego jubileuszu nieboszczyk, paradoksalnie, bronić się będzie musiał na dwóch frontach. Jak przystało na szanującego się geniusza atakowany jest bowiem przez zajadłe pitbule z dwóch przeciwstawnych stron. W krajach flirtujących z teokracją (od USA demokratycznie, przez Polskę zaściankowo, po imperium islamu, wojowniczo) rywalizuje, odpowiednio, z Bin Ladenem, sodomitą i Georgem Bushem o tytuł Wroga Publicznego Numer Jeden, przeciw któremu wytacza się ciężkie działa kreacjonizmu, lub w najlepszym razie – lżejsze armatki intelligent design.

W krajach o postępowym werbalnie dryfie, jak Francja, wali się z grubej rury w wynalazcę cynicznej walki o byt, z której najsilniejsi wychodzą zwycięsko, co prosto wiedzie – drogą darwinizmu społecznego i socjobiologii – do nazizmu wczoraj, a neoliberalizmu dziś.

Kanonada się zaczęła i jeśli czegoś można sobie życzyć w roku 2009, to tego, by nieuniknionemu przekleństwu kryzysu gospodarczego towarzyszył wreszcie dorodny, zdrowy kryzys umysłowy, zwiastun przełomu. Nie robię sobie większych złudzeń, gdyż siły regresji, mimo Obamy, rosnące mają zaplecze. A poza tym – na co przysięgał Obama, gdy przejmował władzę?

Szkocki prysznic

Francja wita Rok Darwinowski wydawniczym fajerwerkiem swych sprzeczności. Nicolas Witkowski z oficyny Seuil oferuje wreszcie francuskiemu czytelnikowi pełną wersję Autobiografii Darwina, przywracając krytyczne wobec religii akapity, które jego bogobojna żona wolała ocenzurować. Źle nawiedzony historyk André Pichot przypuszcza w kolejnym już, nienawistym dziełku – Źródła rasistowskich teorii. Od Biblii po Darwina – frontalny atak na domniemanego wynalazcę naukowej teorii rasizmu, inspiratora eugenizmu, darwinizmu społecznego Spencera, socjobiologii Wilsona i nade wszystko – hitlerowskiego delirium.

Nie zasługuje to nawet na zmarszczenie brwii, lecz uznał za konieczne pośrednio zareplikować, w książce Efekt Darwina, filozof Patrick Tort, kierujący we Francji Instytutem Darwina. Eugenistyczno-rasistowski dryf w XX wieku, kult „czystości rasy”, „nadczłowieka” albo „siły” – najzupełniej były obce twórcy teorii ewolucji.

Dekalog natury

Darwin odczekał 12 lat, gdyż wiedział, że jego teoria to dynamit. Dopiero w 1871 roku, w dziełku O pochodzeniu człowieka, rozszerzył uniwersalny algorytm ewolucji, wypróbowany na ziębach z Galapagos i potwierdzony na innych gatunkach, na homo sapiens sapiens.

Na przekór swym złym uczniom, którzy zdążyli już wyssać złą krew
z rewolucyjnej teorii – jak Herbert Spencer, prorok społecznego triumfu silnych nad mięczakami, czy jego własny kuzyn Francis Galton, który oprócz genetyki uznał za stosowne odkryć eugenikę, przyszły fetysz nazistów – sędziwy czarnoksiężnik nie omieszkał zadbać o przywrócenie, czy raczej gruntowne odnowienie standardów humanizmu.

Dobór naturalny nie faworyzuje jeno silniejszych, gdyż słabość może być czynnikiem lepszej adaptacji. Selekcji podlegają nie tylko korzystniejsze warianty morfologii, kły
i muskuły, lecz również instynkty, począwszy od „sympatii”, „altruizmu” czy „solidarności”. Ich niezrównane, adaptacyjnie korzyści natura odkryła na długo przed tym, zanim małpa zeszła z drzewa i wykuła je koślawie, z mnóstwem błędów, na kamiennych tablicach.

Znikąd donikąd, byle mądrze

Wbrew interesownym egzegetom darwinowskiego przewrotu, widzącym w nim zachętę do eliminacji słabszych, sam Darwin – dowodzi Patrick Tort – oceniał poziom cywilizacji wedle tego, jak słabych chroni: biednych, kobiety, wariatów, kaleki, więźniów, homoseksualistów, mniejszości takie i owakie… – to już inwentarz naszej ery, w półtora wieku później, lecz kryteria są te same.

Dopóki władzy teologów nie zburzy wiedza o naturalnych źródłach moralności, a władzy ideologów wiedza o wyższej nad ich interesowne fantazmaty, zrodzonej z chaosu mądrości natury, dopóty trwać będziemy w śmiercionośnych objęciach podwójnego fałszu. Darwin i jego kontynuatorzy wskazali drogę wyzwolenia z klinczu, nie ma wciąż jednak wielu śmiałków, gotowych wybrać się w podróż znikąd donikąd, jak polski mikrobiolog i genetyk, Władysław Goldfinger-Kunicki, ujął celnie sens naszego losu.

Reblog: Vampirengrab

Franziska Fleischer

Ausgrabungen in Italien: Archäologen legen “Vampirbegräbnis” frei

Auf dem “Friedhof der Babys” in Italien haben Archäologen ein sogenanntes “Vampirbegräbnis” entdeckt. Sie fanden das Skelett eines zehnjährigen Kindes, welches daran gehindert werden sollte, von den Toten wieder aufzuerstehen. Die Menschen hatten vermutlich Angst davor, dass es das Böse über die Lebenden bringt.

In der italienischen Gemeinde Lugnano in Teverina sind Archäologen auf ein sogenanntes “Vampirbegräbnis” gestoßen. Forscher der Universität von Arizona, der Stanford Universität und Archäologen aus Italien haben das Skelett eines zehn Jahre alten Kindes auf einem antiken römischen Friedhof gefunden. Das schreibt die Universität von Arizona auf ihrer Presseseite.

Das Alter des Schädels konnte anhand der Zahnentwicklung bestimmt werden, allerdings nicht das Geschlecht.

Im Mund des Kindes fanden die Archäologen einen Stein. Sie glauben, dass dieser bewusst dort hineingelegt wurde, um zu vermeiden, dass es von den Toten wieder aufersteht. Außerdem vermuten sie, dass das Kind womöglich mit Malaria infiziert war und das Ritual die Ausbreitung der Krankheit verhindern sollte.

Mitte des fünften Jahrhunderts starben viele Babys und kleine Kinder in der Region an Malaria. Deswegen heißt die Stätte auch “La Necropoli dei Bambini” – oder “Friedhof der Babys”.

“Ich habe so etwas vorher noch nie gesehen. Es ist extrem unheimlich und seltsam”, sagt der Archäologe David Soren auf der Seite der Universität von Arizona. Er beaufsichtigt seit 1987 Ausgrabungen in der Region. Sie nennen es den “Vampir von Lugnano”. Solche Bestattungen werden häufig als “Vampirbegräbnisse” und die Betroffenen als Vampire bezeichnet, weil sie mit dem Glauben in Verbindung gebracht werden, dass die Toten wieder auferstehen könnten.

Bei früheren Ausgrabungen waren die Archäologen bereits auf Kleinkinder und Säuglinge gestoßen, neben denen Gegenstände wie Rabenkrallen, Krötenknochen und Überreste von Hundewelpen gefunden wurden. Diese Dinge werden häufig mit Hexenkunst und Magie in Verbindung gebracht.

Außerdem wurde vor einiger Zeit das Skelett eines drei Jahre alten Mädchens gefunden, welches in ihrem Grab an Händen und Füßen mit Steinen fixiert wurde. Eine Praxis, die die Verstorbenen in ihren Gräbern halten sollte. “Wir wissen, dass die Römer sogar zu Hexerei gegriffen hätten, um das Böse – was auch immer den Körper verunreinigt – daran zu hindern, heraus zu kommen”, so Soren.

Das “Böse” könnte in diesem Fall Malaria gewesen sein. DNA-Tests der ausgegrabenen Gebeine unterstützen diese Theorie. Die Knochen des zehnjährigen Kindes wurden bisher aber noch nicht auf Malaria untersucht.

Bisher waren die Archäologen davon ausgegangen, dass auf dem Friedhof vor allem Säuglinge, Kleinkinder und ungeborene Kinder beigesetzt wurden. 50 Gräber haben die Forscher bereits entdeckt. Der Fund des zehn Jahre alten Kindes zeigt, dass der Friedhof wohl auch für ältere Kinder benutzt wurde.

“Es gibt immer noch Abschnitte auf dem Friedhof, die wir noch nicht ausgegraben haben, also wissen wir nicht, ob wir noch andere ältere Kinder finden werden”, sagt Bioarchäologe Jordan Wilson, der die Skelettreste analysiert hat.

Entdeckungen wie diese können Forschern dabei helfen, mehr über die verheerende Malaria-Epidemie in der Region Umbrien vor beinahe 1.500 Jahren zu lernen – und wie die Menschen damit umgegangen sind. Die Archäologen werden im Sommer 2019 wieder an die Ausgrabungsstätte zurückkehren.

Verwendete Quellen:

Barataria 73: baratarystyka

Do Wesela poety Antonia Skármety wrócimy, obiecuję, ale wciąż mam w Berlinie tylko kartki po hiszpańsku i egzemplarz po niemiecku, a polski, już zakupiony w bydgoskiej szperalni, czeka na lepsze czasy. Te zaś nastąpią pod koniec miesiąca…

Ewa Maria Slaska

Baratarystyka czyli co jest czym czego?

Jeden z blogowych autorów, Lech Milewski, zwany też Pharlapem, został przeze mnie mianowany baratarystą. Autor tytuł przyjął, ale wyraźnie miał wątpliwości, bo zapytał mnie niedawno, jak się właściwie szuka, a raczej – znajduje Baratarię. Odpowiedziałam coś od ręki, nie było to jednak jasne, bo odpowiedź brzmiała, że trudno mi jakoś trafić do Baratarii

Mnie właściwie też. Przypominam jednak, że baratarystyka jest nauką młodą, powstała zaledwie przed rokiem i jej założenia metodologiczne mogą, a nawet muszą z biegiem czasu ulec / ulegać zmianie.

Przyznam też, że choć to ja wymyśliłam baratarystykę, sama nie zawsze wiem, jak ją rozumieć i w jakim kierunku ma się rozwijać. W ciągu minionego roku poszliśmy co najmniej dwukrotnie tropami, które prowadziły do nikąd.

Przypomnijmy więc, że Barataria jest czymś w rodzaju nowożytnej Atlantydy, o ile jednak Platon poświęcił Atlantydzie całe ustępy dwóch swych ksiąg, Kritiasa i Timajosa, o tyle Barataria została przez swego wynalazcę, Miguela Cervantesa de Saavedra, wspomniana zaledwie raz – w części II Don Kichota. Sprawa zaczyna się jednak już na samym początku wędrówki Rycerza i giermka. Don Kichot bowiem od razu uprzedza Sancho Pansę, że nie będzie mu płacił pensji, ale przy nadarzającej się okazji, gdy walcząc z wrogami w obronie pięknych księżniczek, zdobędą jakąś wyspę, Sancho zostanie jej gubernatorem.  Ta wyspa pojawia się w całej książce, a również i w filmie właściwie bez końca i nawet wydaje się to dziwne, że do realizacji obietnicy dochodzi dopiero w II części, która przecież mogła w ogóle nie zostać napisana. W II części księżna i książę wycinają giermkowi paskudnego psikusa, ofiarowując mu ową wyspę, gdzie wszyscy i wszystko sprzysięgają się przeciwko niemu. Ale wyspa nazywa się wszak Barataria, co po hiszpańsku oznacza Oszustwo, a już samo jej położenie zapowiadało Wielkie Łgarstwo, bo była to wyspa na lądzie.

To jest zatem pierwszy i najważniejszy przedmiot badań baratarystyki – donkiszotowska Barataria.

I od razu kolejny przedmiot badań – różne wyimaginowane (a i prawdziwe) krainy oszustów. Najchętniej na wyspach. Tu, przypominam, znajduje się też dobrze w miądzyczasie zbadana wyspa San Escobar.

Oczywiście nie ma mowy, żeby badacze księgi rycerskiej o Don Kichocie nie próbowali zlokalizować miejsca, gdzie wielki pisarz umieścił ową wyspę na lądzie. Kolejnym zadaniem są więc poszukiwania Baratarii na mapie Hiszpanii.

Przygotowując giermka do objęcia funkcji gubernatora wyspy, Don Kichot wyjaśnił mu, jak ma wyglądać idealne państwo i jak ma się zachowywać idealny władca, a to kieruje nas oczywiście od razu ku wszelkim utopiom państwowotwórczym od Platona i Morusa poczynając, po nowe miejsca idealne, które teraz już przestały się nazywać utopiami, a zostały określone mianem dystopii. Znaleźliśmy w ciągu minionego roku wiele dystopii literackich, jedna z nich nazwana została nawet Baratarią.

Okazało się też, że niektóre dystopie ktoś gdzieś zrealizował i uzyskał  p o z y t y w n e  wyniki, tworząc samowystarczalne komuny lub zamieniając pustynie w kwitnące ogrody. Oczywiście prawdziwe Baratarie są nader ważnym przedmiotem badań baratyrystyki.

Już w tym samym XVII wieku, gdy Cervantes opisał Baratarię, nazwę tę nadano wyspie i zatoce w Zatoce Nowoorleańskiej. Geografia, przyroda i historia wyspy Barataria to oczywiście konieczny temat, jakim baratarystyka musi się zajmować, a który, przyznajmy, wciąż jeszcze traktujemy po macoszemu, zwłaszcza w zakresie botaniki, zoologii i geografii. Na szczęście historia wyspy była tak ciekawa – była ona siedzibą słynnego szelmy – pirata Lafitte’a, że poświęciliśmy jej już sporo uwagi. Pirackie historie o Baratarii pozwoliły nam też poznać dwie opowieści dla dzieci i młodzieży, związane z geograficzną Baratarią. W obu nie widać, by autorów w ogóle interesował literacki pierwowzór Baratarii.

Nauka nasza poszła jednak nie tylko tropem geografii i postdonkiszotowskich dystopii geograficznych, bo zajęła się też problematyką władzy – idealny władca Baratarii to przecież Książę Macchiavellego czy Dworzanin Górnickiego. Również tu poszukujemy dalszych wzorów idealnego systemu władzy. Tak miejsca jak władcy idealni okazali sią w większości przypadków wzorami antyidealnymi, bo w międzyczasie okazało się przecież, że systemy idealne prowadzą do totalitaryzmu, co udowodnił przede wszystkim Stalin. Idealnym władcą był na przykład Król Mrówek, o którym opowiedział nam Zbigniew Herbert.

Sancho Pansa stawia czoła wymaganiom, jakie ciążą na gubernatorze, nie daje się omamić dworakom, wykonuje swoje zadania w sposób inteligentny i skuteczny, w sprytny sposób oszukując sprytnych oszustów. Rozsądzanie spraw – tak, to wielki temat baratarystyki, a wzorem oczywiście sam Król Salomon.

Przygody pana i giermka, które zawiodły ich do Baratarii, są same w sobie tematem baratarystycznym, wykorzystywanym wielokrotnie w literaturze i filmie, co objaśniliśmy sobie szczegółowo na przykładzie dwóch literackich opowieści przygodowych: Rękopisu znalezionego w Saragossie i Przygód Sindbada Żeglarza. A więc baratarystyka literacka – nader ważny przedmiot badawczy. Zajęły nas jednak również opera, balet, muzyka wojskowa (jaka lekka, jaka radosna), jazz, teatr, film… Kultura po-cervantesowska okazała się pełna kulturowych Baratarii. Tym niemniej, tak dziś to oceniam, fałszywym tropem okazało się dokładne przypominanie przygód książkowych awanturników “w stylu” Cervantesa. Trzeba o nich czytać i tam też, do źródła, odsyłać Czytelnika. Cóż jednak, był rok Leśmianowski i tak wyszło…

Ale i sam Sancho Pansa jest figurą literacką realizującą dwa tropy literackie – po pierwsze jest to szelma i prześmiewca jak Zagłoba, Falstaff czy wojak Szwejk, bohater umożliwiający krytykę, ba, rozsadzanie sztywnych systemów społecznych nie tylko w literaturze ale i w rzeczywistości. Ale, po drugie, jako gubernator wyspy, przez kilka dni giermek nasz był figurą Karnawałowego Króla, postaci właściwie już mitologicznej, znanej od starożytności, której niezliczone odmiany znaleźć można w barokowym malarstwie, ale która istnieje zawsze. To ten, który cieszy się wolnością błazna, igra z losem, wciąż naraża się na śmierć, a władztwo jego trwa krótko…

Sancho Pansa uwielbiał przysłowia tak bardzo, że sam stał się przysłowiem, podobnie jak i jego pan. I dał tym samym asumpt do opierania różnych opowieści o przysłowia, czego przykładem był Teatr Dworski Barataria, zapomniane dzieło literackie, które tak chętnie bym przywróciła nam współczesnym (szukam sponsora!).

Sancho Pansa wydaje się osobą bardzo jednolitą, jak uciosaną z jednego prostego i swojskiego kawałka pnia. Gada co mu ślina na język przyniesie i wciąż troska się o rzeczy materialne. A tymczasem… A tymczasem Sancho osiąga niewiarygodną wielkość, gdy dobrowolnie rezygnuje z władzy i porzuca gubernatorowanie, gdyż uważa, że nie stanął na wysokości zadania! Naszym światem rządzą ludzie żądni władzy i dałby Bóg, żeby nauczyli się od prostego giermka, jak odejść, gdy się widzi, że się źle i niegodnie rządzi… Nota bene mistrz Kaczmarski też sugeruje, że można zrozumieć i Don Kichota i Sancho Pansę całkiem na odwyrtkę…

I uwaga, niezależnie od tego, którą gałęzią baratarystyki chcemy się zająć, pamiętajmy, że jest to nauka zobowiązana celem nadrzędnym do odkrywania wędrówek po kulturze, w czym doprawdy celuje wspomniany już na początku tego wpisu Lech Milewski, mianowany pierwszym baratarystą! Ale też, przypomnijmy, że u źródeł baratyrystyki leży niewielka powieść Krzysztofa Lipki, Pensjonat Barataria, która beztrosko chodzi sobie po rupieciarni mitów, motywów i motywacji kulturowych, czerpiąc z niej pełnymi garściami, w celu uzyskania radosnej, dowcipnej i ironicznej opowieści. Bo ironia, i jej siostra bliźniaczka syjamska, autoironia, wydaje się tu niezbędną cechą wytrawnego baratarysty.

Szukamy też oczywiście wszystkich miejsc, które ktoś kiedyś nazwał Baratarią, próbując zarazem dociec, co go do tego skłoniło i czy linia przyczynowo-skutkowa doprowadzi nas do Don Kichota czy do piratów na Karaibach, bo to są dwa główne ciągi inspiracji. Tu dużą pomoc okazał Mieczysław Węglewicz, odnajdując i Bar Barataria w Warszawie, i poemat teatralny Gałczyńskiego Noc cudów czyli babcia i wnuczek. Sam zresztą też napisał wiersz, w którym Barataria to rym do… Ewa Maria! No, że też sama tego wcześniej nie odkryłam!

Istnieje oczywiście motyw ogólniejszy, szerszy niż Barataria, jak na przykład mistyka wysp, o której wspominał między innymi prawdziwy, choć zapewne, w przeciwieństwie do Lipki, nieświadomy baratarysta – Piotr Wojciechowski w kultowej swego czasu powieści Czaszka w czaszce. Niestety przyznaję, że zwiedziona należącą w pełni do baratarystyki mistyką wysp, przez jakiś czas skoncentrowałam się na wyspach w ogóle i w szczególe. To jeden z tych tropów, które prowadziły w niesłusznym kierunku. Udało mi się wprawdzie na tej błądnej trasie stworzyć (lub zreblogować) parę wcale smacznych kawałków, jak Wyspy Bożego Narodzenia i Wyspa Wielkanocna, ale generalnie zwykłe wyspy geograficzne, bez dodatkowego powodu, nie mogą być przedmiotem zainteresowania baratrystyki. Nie zapominajmy jednak, że powód się zawsze znajdzie.

Paweł Kuczyński 2015

Nie umiem tego udowodnić, ale jestem zdania, że przypadek i zbieg okoliczności, deja vu i koincydencja, skrawki i strzępki też mieszczą się w granicach baratarystyki. To sienkiewiczowskie prawo alibo pozór. Proszę bardzo, częstujcie się…

Na zakończenie prolegomeny do wstępu do baratrystyki przypomnę pewną regułę, o której pisałam już przed rokiem, a której trzymam się od zawsze, od czasów, gdy po raz pierwszy ułożyłam dwa zdania koło siebie, tak by miały sens, i kiedy to wcale jeszcze nie słyszałam o Baratarii. To reguła opowieści w duchu Zen: zacznij gdziekolwiek, a i tak kiedyś opowiesz cały świat. I to jest właśnie Barataria – cały świat

My Polacy / Wir, Polen

Patrzą na nas naukowcy / Die Wissenschaftler schauen uns an

Ważna sprawa, napisała w mailu referentka: sytuacja najnowszych migracji z Polski do Niemiec! 

Poprosiłam ją o kilka słów od siebie o tym, co bada, czym się zajmuje, o czym pisze:

W wioskach i miastach, na obrzeżach, ale już coraz częściej w popularnych dzielnicach mieszkają Polki i Polacy. Mieszkają lub pomieszkują, jeżdżą w te i we wte albo nie jeżdżą już wcale do Polski właśnie, bo na jesieni długo się jedzie, pociągi się psują i łatwo spóźnić się do pracy w Niemczech.
A pracują wiele. Niemieckie statystyki podają, że najczęściej ponad 40 godzin tygodniowo, i w soboty też. Pracują w nowych formach zatrudnienia, czyli takich, które nie dają długotrwałego bezpieczeństwa socjalnego. Ale co tam. Wspaniale się zintegrowali. Pracują ładnie. Są zawzięci. Byle spłacić następny kredyt, byle posłać córkę na studia. A co z ich zaangażowaniem społecznym i politycznym? A co z równym traktowaniem? Czy mają równe prawa jako obywatele Unii Europejskiej? Kto się przejmuje ich losem, gdy nie mają na utrzymanie? Czy komuś zależy, żeby ich włączyć w społeczeństwo przyjmujące? Co to w ogóle oznacza? Czy niemiecka polityka ma odpowiedzi na potrzeby tych współczesnych podróżników pomiędzy dwoma krajami, których połączył w 1991 roku Traktat, co to teraz jednak niekiedy dzieli? O meandrach niemieckiej i polskiej oraz europejskiej polityki wobec polskich migrantów mowa będzie w następny wtorek w ramach Colloqium Klausa Zernacka.

Klaus Zernack Colloquium, 17. Oktober 2017

Vortragsreihe Migrationsprozesse und Kulturtransfer. Deutsche und polnische Kontexte

Prof. Dr. Michael G. Müller und Prof. Dr. Robert Traba laden gemeinsam mit Prof. Dr. Igor Kąkolewski ein
zum Vortrag von

Dr. Kamila Schöll-Mazurek
Integrations- und Poloniapolitik.  Erfüllen sie ihre Funktion für polnische Neuemigranten in Deutschland?

Kommentar:
Prof. Dr. Magdalena Nowicka (Berlin)

Dienstag, den 17. Oktober 2017, 19:00 Uhr

Bibliothek des Zentrums für Historische Forschung Berlin

der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Majakowskiring 47

13156 Berlin-Pankow

783 085 polnische Immigranten leben derzeit in Deutschland, weitere suchen hier eine Perspektive. Gleichzeitig kamen viele Flüchtlinge nach Deutschland. Deshalb verschiebt sich der Fokus der deutschen Politik. Neben diesen aktuellen Herausforderungen bekommt die Integration der länger hier lebenden Migranten, vor allem aus der der Türkei und den nordafrikanischen Ländern, mehr Aufmerksamkeit. Die polnischen Zuwanderer werden auch als Strebermigranten oder unsichtbare Migranten bezeichnet, die sich hervorragend integriert haben. Was ist das eigentlich für eine Integration? Sind die Instrumente der Integrationspolitik für diese Gruppe angepasst? Wie ist diese Politik konstruiert und für wen?

In ihrem Vortrag stellt Dr. Kamila Schöll-Mazurek die Überzeugung infrage, dass die polnischen Immigranten in Deutschland hervorragend integriert sind. Sie zeigt, dass in einer Situation, wo die Politik auf viele Herausforderungen reagieren muss, die Grenze fließend ist.

Die Grenze zwischen Integration als Selbstläufer, wie sie sich in den Biografien zahlreicher polnischer Migranten zeigt, und einem verborgenen Scheitern, bei dem polnische Arbeitsnehmer zwar äußerlich integriert wirken, sich aber durch Schwarzarbeit um ihre Rente bringen, ihre Kinder bei den Großeltern aufwachsen lassen und durch ständiges Pendeln in beiden Gesellschaften den Anschluss verlieren.

Dr. Kamila Schöll-Mazurek forscht am Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien an Europa-Universität Viadrina. Sie promovierte 2010 über die rot-grüne deutsche Außenpolitik gegenüber Polen. 2017 erscheint ihre Monografie über die Situation der Neu-Immigranten aus Polen in Deutschland in ausgewählten Lebensbereichen (K. Schöll-Mazurek, Między polityką integracyjną a polityką polonijną. Status najnowszych polskich migrantów w Niemczech wybranych obszarach po 2011 roku, Księgarnia Akademicka, Kraków 2017).