Sportnachrichten. Wiersze na lato 2019 (24). Jagielski

Tibor Jagielski

sportnachrichten

im kampf der minarette und nordmanntannen
versus grotten mit feuchtgebieten
stellen wir augenblicklich ein unentschieden fest
peitsche als devotionalie einer vergangener epoche hängt an der wand
heute ist die zeit der elekronischen fussfesseln
und digitalen scheiterhaufen
jetzt kämpfen die avatare die schlachten für uns
auch liebe und hass werden virtuell
und nur noch
per knopfdruck

2013

Urlaubsbriefe / Listy z wakacji

Moin allerseits!

Was erwarten wir, zwei brave Helgoland-Reisende denn wohl, wenn wir zum x-ten Mal auf das sturmumtoste Eiland fahren?

Richtig: Eine Felskante, prall gefüllt mit Basstölpeln (Bilder 01 und 02), Trottellummen (Bild 03 – in der Bildmitte zwei Küken kurz vorm Lummensprung) und Möwen, die im Juni gefälligst mit ihrer Brut für Lärm sorgen.

Und jeder geneigte 7-Tage-Helgoländer weiß: Die viel bewunderten Sonnenuntergänge (Bilder 04 und 05) sind auch nicht zu verachten.

Ein glückliches Zusammentreffen ist es natürlich, wenn (Möwen-)Küken und Sonnenuntergang in einem Augenblick vereint sind (Bild 06).

Mit diesen sechs heftigst komprimierten Helgoland-Happen grüßen gewohnt fröhlich vom unerwartet warmen bis heißen Roten Felsen

Dagmar und Dieter

Hallo Wam Wszystkim!

Czego oczekuje człowiek, który po raz tysiąc siedemnasty udał się na wakacje na owianą wiatrami wyspę Helgoland?

O tak: spodziewamy się skalnej krawędzi, pełnej głuptaków (zdjęcia 01 i 02), nurzyków (zdjęcie 03 – pośrodku wylęgają się właśnie dwa pisklaki) i mew, które w czerwcu posiadają już potomstwo i dbają o odpowiednio hałaśliwą oprawę muzyczną.

Spodziewamy się też słynnych zachodów słońca (zdjęcia 04 i 05), które doprawdy są nie do pogardzenia.

Czasem szczęśliwy traf może zdarzyć, że trafi nam się i pisklę (mewy) i zachód słońca jednocześnie (zdjęcie 06).

Tak oto w sześciu skondensowanych kąskach przedstawiamy Wam Helgoland, przesyłając nadzwyczaj gorące życzenia z Czerwonej Skały.

Dagmar i Dieter

Lotte Laserstein und die Katzen

Ewa Maria Slaska

In der Berlinischen Galerie gibt es bis 12. August 2019 eine Ausstellung von Lotte Laserstein, eine von vielen vergessenen Künstlerinnen, die sich vor dem Kriege eine interessante Karriere aufgebaut haben, der die Hitlers Herrschaft, Krieg, Vernichtung und die dem Krieg folgende Teilung der Welt in Ost und West ein jähes Ende setzten.

Lotte Laserstein ist eine von denen, glücklicher als die anderen, als Julia Wolfthorn zum Beispiel, weil sie überlebt hat, aber, zugleich eine, die, wie viele Andere, wie Dodo, wie Jeanne Mammen oder Margarete Kubicki, oder gar Hannah Höch, in Unwichtigkeit oder gar Vergessenheit geraten waren. Welche Mühe, sie alle jetzt dem kunstinteressierten Publikum wieder zu präsentieren.

Lotte Laserstein (*1898 in Preußisch Holland im ostpreußischen Oberland; †1993 in Kalmar, Schweden) war eine deutsch-schwedische Malerin. Sie gilt als bedeutende Vertreterin der gegenständlichen Malerei der Weimarer Republik. 1937 emigrierte sie  nach Schweden. In Schweden war sie bis zu ihrem Tod als Porträtistin und Landschaftsmalerin tätig. Die in den 1920er und 1930er Jahren in Deutschland entstandenen Bilder stehen der Neuen Sachlichkeit nahe und gelten als der Höhepunkt ihres umfangreichen Schaffens. In Schweden war Lotte zwar immer noch als Malerin tätig, ihren Ruhm, den sie eine kurze Zeit in Berlin genossen hat, erlangte sie nie wieder.

Sie wird zwar der Neuen Sachlichkeit zugerechnet und tatsächlich war sie, was die Themen betrifft, eine moderne, emanzipierte Frau, aber in ihrem Schaffen war sie eine Traditionalistin. Sie war unglaublich stolz auf ihre künstlerische Bildung. Darauf, dass sie schon als junges Mädchen eine Kunstschülerin war. Sie und ihre Familie lebten in Danzig, wo Lottes Tante, Else Birenbaum eine Kunstschule leitete und selber dort lehrte. Lotte war als sehr junges Mädchen in der Ausbildung bei ihrer Tante und deshalb, wie uns unsere Kunstführerin erzähle, seit eh wusste, dass in der Kunst eine Frau einem Mann gleichberechtigt ist und sie die Kunst sowohl lehren als auch lernen kann. Als sie nach Berlin kam, war sie eine der ersten Studentinnen, die in der Königlichen Hochschule der Künste lernen dürfte. Mehr noch – sie dürfte gar die Aktmalerei studieren, darunter auch die Männerakte malen!

Lotte widmete sich der Staffelmalerei, dem Porträt und der Landschaft, und hielt nicht von der Moderne. In bester rembrandtschen Maniere malte sie verschiedene Stoffe so, dass man in einem Leinenkittel jede Falte sieht und in einem Katzenfell jedes Haar. So wie hier, in ihr Selbstbildnis mit einer Katze.

Das Bild ist exemplarisch für das Œuvre von Lotte Laserstein. Sie malte gern Porträts und darunter auch mehrere Selbstporträts. Sie schilderte sich oft als Künstlerin, als eine Malerin, die ihr Können gern zur Schau stellt, mit Attributen ihrer Zunft, was vor Kurzem nur den Männern erlaubt war. Sie liebte die Porträts mit dem Fensterblick im Hintergrund, wo man die Stadthäuser sehr genau wahrnahm. Und sogar die Katze war ein Beweis, dass sie alles kann, was sie sich vornimmt, weil die Katze musste doch sehr lange unbeweglich sitzen, wie jedes Modell auch (man munkelt, dass die Katze jeweils vor der Sitzung von einem guten Schluck Brandy betäubt wurde, aber ob es stimmt?)

Lotte wusste sehr geschickt, wie sie sich positionieren soll, wie sie ihre Kunst selber fördern kann. Sie engagierte sich im Frauenbund, sie schickte ihre Bilder zu Wettbewerben und Ausstellungen. Sie gründete auch eine Malschule für Studenten der Akademie der Künste, die an ihrem Abschluss-Portofolio gearbeitet haben. Mit ihrer StudentInnen fuhr sie unter anderen nach Worpswede, wo eine der berühmten deutschen Künstlerkolonie entstanden ist. Dort ist ihre Bilderreihe Dorfkinder entstanden. Ob diese Katze wohl auch betäubt werden müsste, darüber schweigt man.


Berlinische Galerie

Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Stiftung Öffentlichen Rechts

Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

bg@berlinischegalerie.de

Lato 2019. Codziennie jeden wiersz (18). Jagielski (Gesundheitspfad)

Der Autor widmete sein Gedicht der Zeit des sog. Kriegzustands in Polen (13. Dezember 1981 bis 1983), ich jedoch hörte das Wort Gesundheitspfad das erste Mal im Juni 1976. Ende Mai war mein Sohn geboren, am 25. Juni begannen in Polen Streiks. Anlass zu den Protesten war die Regierungsabsicht innerhalb von vier Tagen Preise wichtiger Lebensmittel um 30 bis 100 % zu erhöhen. Die Streiks verliefen zuerst meist friedlich, aber in Radom, Ursus und Płock eskalierte die Situation. Insgesamt befanden sich 80.000 Werktätige aus 112 Betrieben im Ausstand, der teilweise von den Ordnungskräften mit brutaler Härte niedergekämpft wurde. Das erste Mal wurde bei dieser Gelegenheit im Radio Free Europa von den Gesundheitspfäden berichtet. Ich weiß es immer noch als ob es gestern wäre: Ich saß in meinem Zimmer, stillte meinen kleinen Sohn, hörte Radio und weinte.
Dies war der Moment, dass die rebellischen Intellektuellen in Warschau und anderen Städten Komitee zur Verteidigung der Arbeiter – Komitet Obrony Robotników (KOR) gründeten, eine Organisation ganz neuen Typus. Man versteckte sich nicht mehr, man war nicht im Untergrund, man sagte offen, dass man gegen den Staat protestiere. Und dass man es in Namen und mit den Arbeiter tut, die vielleich allein nicht imstande sind, ihre Proteste und Sorgen klar und eindeutig zu thematisieren und zu verbalisieren. Bis jetzt waren die polnischen proteste sozial geteilt – die Studenten waren 1968 bei ihren Potesten allein gelassen wurden, 1956 und 1970 hatten wiederum die Arbeiter allein gekämpft. Ausser Offenheit förderte also KOR die Solidarität zwischen Inteligentsja und Arbeiterklasse. Somit wurden die zwei wichtigsten Grundlagen der Solidarność geschaffen.

Tibor Jagielski

DER TUNNEL

in memoriam kriegszustand (1981-83)

ich erinnere mich kaum
der gesundheitspfad *)
der einzig richtige weg
in die leuchtende zukunft
das hängen der unterhosen und pullover
hinter den gittern
unterschriften
einmaliger passierschein
nr 5
die uniformen und kutten
die blinden über licht dozierend

ich erinnere mich
an ein mädchen am strand
und mond über dem baum
kuss der bitteren früchte

ich erinnere mich an den tunnel
und abschied von der jugend

——-
*) wie in der preussichen armee wurde ein spalier aus mit stöcken ausgerüsteten
menschen gebildet, durch das die gefangenen (diesmal auch frauen) laufen mussten.


Anmerkung der Red.: Ich kenne mindestens zwei wichtige Prosa Beschreibungen solches Vorgehens:

Ernst Hemingway, Wem die stunde schlägt
Stefan Heym, Ahasver


Anmerkung des Autors:

lato 1976 spędziłem przy budowie centrum zdrowia dziecka pod w – wą;
przydzielili mnie do brygady enerdowskiej; trochę mi było głupio, bo to byli wszystko specjaliści, a ja o budowie nie miałem pojęcia, tylko trochę o brechcie i böllu, no i  musiałem robic za hiwi (Uwaga Adminki: Hilfswilliger, wissenschaftliche Hilfskraft – pomocnik techniczny);
a ciągnęło mnie do brygady… frankofońskiej, gdzie w nocy słuchano radia (była olimpiada w montrealu) i w ogóle atmosfera była luzacka, nie trzeba było stawać na baczność i nie robiono żadnych apeli, tylko śpiewano, albo puszczano fajne piosenki;
no, więc strasznie się męczyłem, chyba cały miesiąc z tym odbieraniem rozkazów, aż dostałem zapalenia płuc (nosiłem tego dnia metalowe elementy z zimnych piwnic na rozżarzone górne piętra szpitala-pomnika (było wtedy tak samo gorąco jak teraz) i przycupnąłm jak ten idiota na zimnym betonie, aby odsapnąć i coś chwyciło mnie i zapadłem się w ciemność, a ocknąłem się na noszach (sic);
zaopiekował się mną chyba najlepszy wówczas team lekarski świata i rzeczywiście już tydzień później byłem zdrowy i tak zakochany, że w następnym roku pojechałem na wakacje pracować we francji.

1976 w Szczecinie był spokojny, bo robotnicy przyrzekli gierkowi, że mu pomogą
(w osobie jurczyka, w roku 1970), a młodzieży wydawało się, że jedynym sposobem protestu jest samobójstwo, albo śpiew,
w tamtym czasie, kiedy nie można było deptać trawników, w kraju podzielonym przez coca – colę i pepsi,
kraju w którym zbierałem młode pędy pokrzyw na sałatę na mierzei
zastanawiałem się w kim mi przyjdzie się zakochać?

sałata na lato

młodych  pokrzyw cztery dobre garście
mięty – jedna
oliwek czarnych (ale nie tych farbowanych) – jedna
papryczka mała (czerwona, typ jalapeno)
dwa ugotowane jaja
dobrze seru typu bryndza
polać sokiem jednej cytryny,
nie poskąpić dobrej oliwy
i składniki (po posiekaniu i posypaniu koperkiem i pietruszką)
raczej wstrząsać, niż mieszać.

Starke Frauen vor 100 Jahren 1

Vergessen und nie wieder entdeckt… Heute wäre sie 160 Jahre alt.

Franziska Mann

Freude am heiligen Zorn

Und damit ist nicht Franciszka Mann, auch Franziska Mann, Franceska Mann, Franciszka Mannówna, Künstlername Lola Horowitz, gemeint, eine polnisch-jüdische Tänzerin, die nach Augenzeugenberichten angesichts ihrer kurz bevorstehenden Ermordung im KZ Auschwitz-Birkenau SS-Männer angriff, einen tödlich verletzte und einen weiteren verwundete. Sie wurde 1917 geboren, starb im Oktober 1943.

Nein, damit meine ich eine deutsche Schriftstellerin, am 9. Juni 1859 in Kolberg (heute: Kołobrzeg, Polen) geboren, wo ihr Vater, ein berühmter Mediziner, einen modernen Kurort aufbaute. Sie ist jedoch in Berlin aufgewachsen und auch später hier am 8. Dezember 1927 gestorben, inzwischen aber war sie drei Dekaden in Stettin ansässig. Sie war Schwester von Magnus Hirschfeld. Ihre Eltern waren der jüdische Arzt Hermann Hirschfeld und dessen Frau Friederike Mann. Die Familie ist nicht mit Thomas und Heinrich Mann verwandt. Franziska heiratete den 17 Jahre älteren Bruder ihrer Mutter also ihren Onkel. Sie zogen nach Stettin, wo sie zwei Söhne zur Welt brachte. Franziska schrieb ca. 20 Bücher, Romane, Essays, Kinderbücher, galt auch als wichtige Publizistin zum Thema Frauenwahlrecht. Sie engagierte sich im linken Spektrum der bürgerlichen Frauenbewegung und 1918 gemeinsam mit ihrem Bruder veröffentlichte sie eine Broschüre Was jede Frau vom Wahlrecht wissen muß.

Ihr Bruder, der Sexualforscher und -reformer Magnus Hirschfeld war als Jude und Sozialist, als unabhängiger Wissenschaftler, vermögender Unternehmer und Institutsbetreiber ein zentrales Feindbild der Nationalsozialisten. Sein Institut für Sexualwissenschaft wurde am 6. Mai 1933 geplündert und Teile der umfangreichen Bibliothek wenige Tage später auf dem Berliner Opernplatz verbrannt.

Ich habe ein Buch von ihr gelesen. Und auf kleine Bibliothek-Zettelchen (siehe unten) ein paar Zitate aufgeschrieben. Es ist ein kleiner Ratgeber für eine freie, emanzipierte Frau vom besseren Hause.

Franziska Mann, Den Erwachenden

Die Emanzipation der Frau muß von ihr selbst ausgehen. Die Frau, die ihre Seele wegwirft an Lappen, Bänder, Tand und entstellende Aufpfropfungen, darf nicht emanzipiert werden.

Je hygienischer wir denken lernen, desto bezwingeder wird unsere Lebenskraft sich entfalten.

Der Frauen neue Rechte bedeuten wenig, solange der Boden, auf dem sie sich entwickeln könnten, von den alten Ungerechtigkeiten unterhöhlt bleibt. Wir brauchen keine neue Freiheiten, wenn wir die alten erkennen und ausnutzen.

Aber auch:

Besiegte, Untergehende sind wir nur dann, wenn wir bleiben, die wir waren.

Es sind endlich Tage gekommen, dass der Elend nicht Schicksal sein muss, sondern Schuld. Berufsausbildung soll der Begabung entsprechen und nicht standesgemäß sein. Der Geldlohn ist nicht genug, man braucht auch Anerkenung, Unterstützung. Die werdende Mütte brauchen eine Bildung. Nur die modernen, freie Frauen können freie Bürger zur Welt bringen.

Du darfst nicht unethisch sein. Sei nicht launisch. Sei gerecht. Sei mutig, pünktlich, sei allen gegenüber gleichmütig. Sprich nicht über andere Klasse und Rasse mißbilligend. Hege keine Standesdunkel. Abstammung bedeutet nichts. Die Unrechte sind den Menschen schon vor ihrer Geburt getan.

Einst dachte ich, die Menschen müssen leiden, um stark zu werden. Jetzt denke ich, sie müssen Freude haben, um gut zu werden.

Wir brauchen aber auch Freude am heiligen Zorn.

Freie Selbstbestimmung junger Menschen gilt als erreicht, jetzt ist es die Aufgabe – man muss all seine befreite Kräfte für die Rechte der Anderen einsetzen. Der Weise fühlt die Leiden der Anderen und setzt sich gegen Vorurteile und soziale Bürden.

Man müsse neue öffentliche Meinung bauen, man braucht dazu Kühnheit und Einsicht.

Sei im Herzen stille gute Frau. Sei weniger “echtes Weib” als ein “ganzer Mensch”. Belächle die Frauen, die glauben, sie leisteten dem Staate etwas, nur weil sie das Wahlrecht gewannen. Wir müssen mit beispiellosen Zähigkeit den Glauben an Menschheit festhalten. Setze Vertrauen in die Menschheit!

Eine alte Erfahrung will lehren, Vernunft und Liebe hätten nichts miteinander zu tun, ich aber behaupte, dass gerade Vernunft die Liebe erzeugen könnte, welche der Welt fehlt. Glückliches Familienleben baut sich nicht auf blinden Gehörsam auf. Männer sollen lieber mit der Vernunft der Frau leben, als über Unkenntnis der Frau herrschen.

Soziale Probleme bestünden gar nicht, wäre jedermann bemüht zur Schaffung von Verhältnissen beizutragen, die es möglichst vielen Menschen erleichtern, gut zu bleiben.

Man muß unmittelbar zeigen, dass Gute und Gerechte das Selbstverständlicheist.

Eigentlich habe ich von Selbstverständlichen gesprochen. Aber ist nicht vielleicht der Grund all unseres heutigen Elends der, das Selbstverständliche nie zu Selbstverständlichen wurde?

Frauenblick. Petersburger Hängung

Monika Wrzosek-Müller

Sammlung Hoffmann

Es war die „Petersburger Hängung“; der Begriff ist ihr im Ohr geblieben. Da nahm ihre Aufmerksamkeit zu. Eine Freundin hatte die hohe Wand in ihrer Wohnung mit den unbeholfen aufgehängten Bilder betrachtet und, da sie freundlich sein wollte, sagte sie: Ach, Petersburger Hängung. Es war aber eigentlich eine bunte Mischung aus allen möglichen Bildern, die sie an diese Wand gehängt hatten, in unregelmäßigen Abständen, von verschiedener Couleur, Größe und Techniken, nicht immer zueinander passend, doch insgesamt irgendwie die Wand bedeckend. Sie wollte diese weißen, hohen Wände füllen, ihre Wohnung heimischer und gemütlicher gestalten.

Das zweite Mal hörte sie den Begriff: Petersburger Hängung kurz darauf in der Sammlung Hoffmann, während einer Führung, fast gleich im ersten Raum der neuen Installation von Joelle Tuerlinckx. Man stand in einem Raum, der von ausgeschnittenen Kartons verklebt war, die wiederum deutliche Spuren der roten Farbreste trugen, so als ob sie Schablonen für rote Bilder wären. Sie bildeten eine Art von Tapete, die die Wände bedeckten. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine umgestaltete Installation des Roten Zimmers handelte, die die Künstlerin für die Ausstellung in der Eremitage in Sankt Petersburg geschaffen hatte. Hier, für die Sammlung Hoffmann, hat sie die roten Kartons umgedreht; geblieben waren die weißen Flächen mit roten Rändern und Ausschnitten für die dort vorhandenen Gegenstände an den Wänden: Steckdosen, Lichtschaltern, Röhren, Heizung und offensichtlich auch irgendwelche Bilder. Sie hat es in Petersburger Hängung arrangiert. Die Fenster wurden mit roten Kartons von außen verklebt, so als ob das Rot das Licht am Eindringen in die Räume hindern würde. Der Raum übt eine starke Wirkung auf den Betrachter aus; eben politische Kunst, wie viel konnte man mit so einfachen Mitteln ausdrücken, wie viel hätte man in so einen Raum hinein interpretieren können.

Es ist eine Besonderheit der großen Städte, der Metropolen, dass man sich private Sammlungen anschauen darf. In Berlin sind gleich mehrere solche Plätze vorhanden: neben der genannten Sammlung Hoffmann, der Boros-Bunker, die Camaro-Stiftung, das Atelier der Malerin Jeanne Mammen und viele andere.

In die Sammlung Hoffmann gelangt man durch die Hackeschen Höfe, sie befindet sich in den Sophie-Gips-Höfen, in einer ehemaligen Fabriketage, sehr schön restauriert, nicht überrenoviert, sondern so, dass das Alte gerade noch herausgeholt und wohnlich gemacht wird. Die Sammlung nimmt die 3., 4. und Teile der 5. Etage ein. Man fährt mit dem Lift nach oben und landet in großen, lichtdurchfluteten oberen Räumen der Fabrik; die übergroßen Filzpantoffeln, die man über die eigenen Schuhe ziehen soll, erinnerten sie sofort an die Klassenausflüge in die Warschauer Museen, wo das früher immer der Fall war, man schützte die Böden und polierte sie zugleich, auch wurde wahrscheinlich so der Staub abgewischt. Damals versuchten wir mit den Filzpantoffeln über die Flächen, wie mit den Schlittschuhen zu gleiten, wer kam als erster an, wie weit konnte man mit Schwung rutschen.

Die Sammlung – das sind zugleich Ausstellungs-, Wohn- und Arbeitsräume der Familie. Für den Besuch muss man sich anmelden und eine Führung buchen, damit die Leitung der Sammlung auch den Überblick hat, wie viele Menschen darin unterwegs sind. Jedes Jahr wird die Ausstellung neu konzipiert und trägt jeweils einen interessanten Titel und wird unter einem Aspekt arrangiert. Die diesjährige läuft unter dem Titel „Zweifel“. Die Geschichte der Sammlung war für sie interessant; auch wenn man das meiste im Internet nachlesen kann, erzählte der junge Mann, der sie durch die Räume führte, Folgendes: Sie ist in den 60er Jahren entstanden. Da begannen Erika und Rolf Hoffmann Werke meist befreundeter Künstler zu kaufen. Nach dem Verkauf des Unternehmens, in den späten 80er Jahren, steigerten sie ihr Engagement für die Kunsteinkäufe deutlich. Mit der Wiedervereinigung wollten sie aktiv am Prozess der Einigung teilnehmen und es gab die Idee einer Kunsthalle in Dresden, sie sollte nach einem Entwurf von Frank Stella gebaut werden. Zum Glück für Berlin und zum Nachteil für Dresden wurde diese Idee nicht realisiert. 1994 fanden die Hoffmanns eine leer stehende Fabrik, die sich dem Ziel der Unterbringung der Sammlung und als Wohn- und Arbeitsräume eignete. Ab 1997 ließen sie an jedem Samstag auch die Öffentlichkeit an ihrer Sammlung teilhaben. Im März letzten Jahres hat Erika Hoffmann die Sammlung doch den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden geschenkt. Bis 2022 bleiben Teile der Sammlung mit immer wechselnden Ausstellungen zu verschiedenen Themen doch in Berlin zugänglich.

Der Titel „Zweifel“ erlaubt alle möglichen Formate der Kunst vorzustellen, zwingt jedoch den Betrachter noch mehr zum Nachdenken. Die Führung beschränkt sich jeweils auf ausgewählte Objekte und dauert meistens nicht länger als anderthalb Stunden. Der Eingang mit der umgedrehten roten Tapete wurde bereits erwähnt. Vieles weitere lässt zweifeln, manchmal lächeln oder gar schmunzeln, das ist hier auch Programm. Besonders herausfordernd fand sie einen Künstler der die Werke, Bilder oder Fotografien anderer Künstler einfach übermalt hat. Arnulf Rainer fordert den Betrachter sehr heraus, indem er z.B. im Bild „Schwarze Zumalung“ Selbst begraben einfach fast das ganze Bild schwarz übermalt, überlässt nur ein helles Zipfelchen des alten Werk sichtbar. Was kann uns mehr zum Zweifeln bringen, oder ein Werk von Bruce Nauman Hanging Cat – die plastische Nachbildung eines abgeheueten Tieres, die von der Decke hängt.

Ein Wohnzimmer mit der Nr. 17 hat ihr sehr gut gefallen; ein Triptychon von Sean Landers hängt an einer Wand und erzählt über Meerwasser, das sich den Gesetzen der Physik entzieht, und auf der gegenüber liegenden Wand seine zwei riesigen Ölwände mit den Titeln: The Ether of Memory und Looking für Mr. God Bar. Der Künstler schreibt seine Gedanken mit dem Pinsel dicht und erstaunlich gleichmäßig auf Englisch auf die Leinwand über seinen Zustand, Gedanken und Gefühle auf (das zweite Gemälde angeblich sehr erotisch). Sowohl die Bilder vom Meer als auch die mit seinen Notizen haben etwas beruhigendes, monotones fast meditatives in sich und zugleich zweifelt man an ihrer äußeren Schale; beim näheren Hinsehen wird klar, dass das Meerwasser und die Wellen nie so schlagen und die Notizen sehr aufgewühlte Zustände beschreiben, alles ist anders, als auf den ersten Blick erscheint…

Auch die mehr privaten Räume, wie das Wohnzimmer mit dem Kamin eigerichtet mit echten Mies van der Rohe Möbeln, Barcelona Sesseln und Liege, einem Glastisch und Vitrine sind wunderschön. Die Wand hoch ist mit Acryl-Farben von Katharina Grosse gesprayt und harmoniert wenigstens von der Farbgebung mit zwei großen Acryl-Gemälden. An der seitlich liegenden Wand ist ein Gebilde von Frank Stella zu sehen: Of Whales in Paint, in Teeth, in Wood, in Sheet Iron, in Stone, in Mountains, In Stars (Moby Dick Series) aus bemalten Aluminium; es sieht wie ein bunter, ästhetischer Drache aus. Im Esszimmer bestaunt man wunderbare Lampen (4) von Bauhaus und Esstisch mit Stühlen von Eero Saarinen und ganz feines Teegeschirr in einer Glasvitrine.

Eine andere Art von Kunst bringt das Projekt von Katarzyna Kozyra, einer polnischen Installationskünstlerin, die einen langen Film Looking for Jesus/Szukając Jezusa in Jerusalem gedreht hat, der sich hauptsächlich mit dem Thema oder dem Phänomen des Jerusalem-Syndroms beschäftigt. Den Film hat sie in der Sammlung leider nicht gesehen, doch Kozyra ist für sie eine so gute Künstlerin, dass sie sich sofort im Internet alles Zugängliche angesehen hat. Kozyra hat sechs Jahre lang immer wieder mit Menschen in Jerusalem und Umgebung gesprochen, die sich für Jesus halten, sie hat dann das Material zusammengeschnitten und auf 73 Minuten gekürzt. Die Menschen berichten von ihrem Leben, Glauben und dem Platz des Glaubens, der Religion in ihrem Leben und in der heutigen Welt von den Werten, die ihnen wichtig sind. In einer der Szenen, die auf dem Trailer zu sehen ist, hören wir folgenden Dialog: „Are you Jesus or you think you are Jesus?“ – „Yes, I am Jesus“- „So we have to follow you“, und wir sehen wie der Mensch flüchtet und die Künstlerin ihn verfolgt. Bei einigen Treffen mit polnischen Zuschauern erzählt Kozyra, wie sie ihre Helden gefunden hat und warum sich für sie dieses Projekt zu einem Mammut-Projekt entwickelt hat. Sie sagt, natürlich ist das nicht objektiv, sie filtert alles durch ihr eigenes Interesse und ihren eigenen Willen, eine Antwort zu finden. Doch das, was wir sehen, ist ein gewaltiges Bild und ein Dialog über Religion und Glauben. Im heutigen Polen, gerade jetzt, nach mehreren Filmen über die Katholische Kirche und Missbrauchsfälle in der Kirche, müsste es mit sehr großem Interesse verfolgt und aufgenommen worden sein. Leider hat sie nicht am Treffen zwischen Erika Hoffmann und Kozyra teilgenommen, das am 24.01. 2018 stattfand, als der Film zum ersten Mal in der Sammlung gezeigt worden ist. Da wäre ihr wahrscheinlich klar geworden, warum diese Installation unter dem Titel der Ausstellung „Zweifel“ läuft.

Viele Räume hat sie nicht gesehen und sie nimmt sich vor, sie beim nächsten Besuch doch zu betreten (wenigstens), was sie Allen empfiehlt. Bis 2022 haben wir noch Zeit!

Zjednoczone stany miłości

Jutro Morgen Jutro

Polnisches Institut BerlinPolnisches Institut Berlin

Film im Thalia Kino Potsdam-Babelsberg
03. 06. | 18. 00

ZJEDNOCZONE STANY MIŁOŚCI / UNITED STATES OF LOVE

Drama, R: Tomasz Wasilewski, PL 2016, 104 min, OdmU

mit Julia Kijowska, Magdalena Cielecka, Dorota Kolak u. a.

In diesem Drama stehen vier Frauen im Mittelpunkt, die jeweils auf ihre Weise im Frühjahr des Jahres 1990 versuchen, ihre Sehnsucht nach Liebe zu stillen. Agata erstickt in einer Ehe, die nur noch auf dem Papier existiert. Das Möchtegern-Model Marzena muss auf ihren Mann verzichten, der im Westen arbeitet. Ihre Nachbarin Renata – eine Lehrerin im fortgeschrittenen Alter – hat wiederum ein Auge auf sie geworfen. Deren Chefin Iza wiederum sucht ihr Liebesglück in einer Affäre. Das sind Ausgangspunkte für große Romanzen, aber das Glück gönnt Wasilewski seinen Heldinnen nicht. Es regiert klimatische und soziale Kälte, fotografiert ohne schnelle Schnitte, Musik, Schwenks, Fahrten oder Zooms. Doch die äußerliche Reizarmut kontrastiert lediglich die unterschwellig brodelnden emotionalen Vulkane.

Vor ein paar Jahren hatte Tomasz Wasilewski mit der Coming-Out-Story „Tiefe Wasser“ schon einen Film in die deutschen Kinos gebracht. Für den Nachfolger „United States of Love“ gewann er 2016 einen Silbernen Berlinale-Bären für das beste Drehbuch.

Tomasz Wasilewski ist Regisseur, Drehbuchautor und Produzent sowohl von Spiel- als auch Dokumentarfilmen. Er absolvierte die Filmhochschule in Łódź und die Film- und Fernsehakademie in Warschau. Seine Karriere begann mit dem preisgekrönten Spielfilm „W sypialni / In a Bedroom“. Wasilewski wirkte u. a. bei Lars von Triers „Antichrist“ mit und war Regieassistent für Małgorzata Szumowskas „33 Szenen aus dem Leben“.

Veranstalter: Polnisches Institut Berlin in Kooperation mit dem Polnischen Filmclub der Uni Potsdam und dem Programmkino Thalia

Veranstaltung auf Facebook

Ort: Thalia Filmtheater, Rudolf-Breitscheid-Str. 50, 14482 Potsdam-Babelsberg
http://www.thalia-potsdam.deTytuł zdjęcia

Aus der Pressemappe:

1990 in der polnischen Provinz. Nach Jahrzehnten des Sozialismus weht ein neuer politischer Wind durch das Land. Freie Wahlen, Neoliberalismus und westliche Gepflogenheiten halten Einzug ins still gestandene Polen. Mittendrin vier Frauen, deren Sehnsüchte und Gefühle vom Umbruch übergangen und verraten werden.

Gast: Ewa Maria Slaska (Schriftstellerin und Journalistin in Berlin)


©Foto: film I Väst, TVP, PIST, Manana

ZUR ERINNERUNG – DER FILM IST NUR FÜR VOLLJÄHRIGE GÄSTE GEEIGNET! (FSK 18)

Wycieczka do Tübkego / Zum Tübke

Zdjęcia: Ania, Netz i komórka Adminki
Wstęp: Adminka
Teksty: Sieć
Uczestniczki: Dorotek, Ania, Ewa (Adminka), Ela
Tübke (duchem)
Golf Touran (piękny)
Maj (piękny)
Kwiaty, trawa, drzewa (piękne)
Język: słubfurcki / Beitrag verfasst in der Slubfurter Sprache (Erklärung siehe TU)

Wstęp
Przed wielu wielu laty Dorotek obiecała, że na urodziny zabierze Adminkę (dalej: Ewę) na wycieczkę dokądś (Ewa nie zapamiętała dokąd, ale wiedziała, że gdzieś na południe od Berlina), aby jej pokazać panoramę namalowaną przez Tübkego. Dorotek zakładała, że Ewa wie, dokąd i co tam będzie, bo istnieje pewne (nie do końca uzasadnione, ale też nie całkiem nieuzasadnione) przekonanie, że Ewa wie (wszystko). Kilka razy w ciągu minionych lat Dorotek i Ewa uzgadniały nawet pewne terminy (w środę za tydzień od tego słupka), ale z przyczyn najróżniejszych, znanych ogólnie jako Vis Maior, wycieczka nie dochodziła do skutku, zmieniając się powoli w mityczną opowieść o krainie, w której jest piękna pogoda, piękna sztuka i piękna panorama Tübkego i do której “się” kiedyś dotrze.

Sprawa była mityczna już kilka lat temu, w październiku 2015 roku, gdy Dorotek i Ewa były wspólnie w Lipsku. Dorotek prowadziła tam lekcje niemieckiego, a ponieważ Ewa zna już niemiecki, mogła robić, co chciała. Poszła więc zwiedzić Bibliotekę Narodową, a potem odwiedziła Pomnik Bitwy Narodów, o czym napisała TU. Ponieważ, mimo tak ambitnych planów i ich realizacji, Ewa wciąż miała dużo czasu do końca lekcji, to z przyzwyczajenia poszła na cmentarz, który był tuż obok (Südfriedhof), gdzie przeczytała na tablicy (zawsze czyta), że jedną z osób, które są tam pochowane jest Tübke. Znalazła grób, sfotografowała i po lekcjach oznajmiła, że już wszystko w porządku, temat Tübke został odhaczony i już nie trzeba w ogóle jechać do Bad Frankenhausen.

Aż tu nagle, w maju 2019 roku temat powrócił. Dorotek kupiła nowe auto (piękne) i obiecała Ani, że zabierze ją tym autem na przejażdżkę. Na wyprawę została jeszcze zaproszona Ela, której Dorotek obiecała nie wiadomo co, ale na pewno coś.

I tak to w pewną majową sobotę pojechałyśmy we cztery “do Tübkego”.


Werner Tübke gehört zu den bedeutenden und gleichzeitig umstrittensten Maler des 20.Jahrhunderts und zur sogenannten Leipziger Schule.

Tübke wurde vor allem durch das Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen populär. Das gigantische Rundgemälde von 14 Metern Höhe und 120 Metern Umfang mit mehr als 3000 Figuren war ein Auftragswerke des DDR-Kulturministeriums. 1976 begonnen, dauerte die Vollendung 11 Jahre.
1997 schuf er einen Flügelaltar für die St. Salvatoris-Kirche in Clausthal-Zellerfeld.
Zwischen 1970 und 1973 gestaltete er das Wandbild „Arbeiterklasse und Intelligenz“, es befand sich im Hauptgebäude der Karl-Marx-Universität Leipzig und lagert derzeit im Depot des Museums der Bildenden Künste Leipzig.
1972 wurde er zum Professor ernannt, von 1973 bis 1976 war er Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Er hinterließ neben tausenden von Zeichnungen mehr als 500 Aquarelle und 353 Gemälde.
Sein Lebenswerk stiftete Tübke testamentarisch dem Germanischen Nationalmuseum, ausgestellt wird es in einer Dauerausstellung in seinem ehemaligen Haus mit Atelier, der Villa Tübke in der Leipziger Springerstraße 5.


Pewnego (pięknego) majowego dnia wyjechałyśmy więc z Berlina, przejechałyśmy 300 kilometrów, dojechałyśmy na parking, wysiadłyśmy z auta (pięknego) i poszłyśmy (piękną) drogą wśród (pięknych) tzw. okoliczności natury…

I tak sobie szłyśmy, aż doszłyśmy.

W muzeum (bilety po 8 euro, ulgowe po 7!). Kolejne zdziwienie, bo nie wszystkim z nas udało się w kawiarni dostać zamówioną kawę (no ale cóż, nie wszyscy uczciwym życiem zasłużyli sobie na kawę z widokiem, a widok był niezwykły; na szczęście oglądało się go również bez kawy i zasług).

W muzeum nie wolno fotografować słynnej panoramy. Also wenn ihr sehen wollt, wie es dort drinne ist, schaut HIER. Oder – fährt HIN.

PS. Potem jeszcze pojechałyśmy do Erfurtu. I też było przyjemnie, a kelnerki przyniosły kawę i/lub herbatę 🙂

Konwój

Sylwester Gołąb! autor przygotował ten wpis dla Ciebie w podziękowaniu za książkę Nomada!

Tibor Jagielski

Wiersze

jackowi kaczmarskiemu
in memoriam
I

obława na wilki okazała się być skuteczna
psy inkwizycji merdają ogonami, awansują i dostają ordery
powściągliwość, kochanie,
powściągliwość i praca

najpierw było powstanie helotów, pamiętasz?
anna walentynowicz na dźwigu
jak marusia na rudym
a anarchiści całego świata kupowali rozmówki polskie
i stali w kolejkach przed konsulatami w oczekiwaniu na wizy
do mekki zwanej gdańskiem
do nowej missolounghi

mamy misję, stara,
nareszcie ją mamy

a psy uwięzione na smyczy czekały

II

kiedy zaczął się ten powiew wolności?
latem roku siedemdziesiątegoósmego, nie?
a skończył dokładnie trzy lata później
jakiś pies strzelił nam w trzewia

nie bójcie się…

tak, tak, stanęliśmy znowu na nogi
jak ogłuszony po knockoucie bokser
ale to był dopiero początek
cóż, stara, potem ścieżka zdrowia, krypteia

III

wiesz, w gruncie rzeczy nie jesteśmy nikim innym
jak żydowską sektą
semiccy do szpiku kości,
który czasem buntuje się ponuro pogromem

modlimy się do chrystusa
a w skrytości duszy tęsknimy za mahometem
(harem, kredyt bez procentu, fatamorgana)
i boimy się
o jakże się boimy, kochanie,
rzuceni w głębiny kosmosu
w którym jedynym azymutem
jest samotna gwiazda serca

lato, 1988

brzydcy, szesnastoletni

dla romka i marka

czasami zazdroszczę wam
samobójstwa
poprosiliście o zwolnienie z lekcji historii
(niektórzy nazwą to dezercją)

pozostały nieme gitary
sztambuchy – niezapisane
nierozwiązane zadania maturalne

czasami zazdroszczę wam cholernie
że mieszkacie już na champs d´elysees
a nie na skrzyżowaniu
marszałkowskiej z wall street
albo wałów jagiellońskich z jp II

nigdy was nie zapomnę
brzydkich, szesnastoletnich…
a gdy nadejdzie mój kres
poproszę o rozgrzeszenie
ale bez spowiedzi.

10

Pamięci pokolenia staszka pyjasa

twoje pokolenie
spadło ze schodów
w wieku lat 24

wczoraj
– po wielokrotnych denuncjacjach i inwigilacjach,
wiwisekcjach i ekshumacjach –
ogloszono na fesjsbuku:

było pijane
i samo sobie winne.

xxxxxxxxxxxxxxxxxz cyklu: “wizje tylko lokalne”

11/2

haloween

nieciekawe czasy
nazwijmy je eufemistycznie
feministycznymi
ani wielkiej wojny, ani rewolucji,
tylko potyczki
przeważnie out of area

niekiedy eksploduje list
i urywa nos sekretarce
albo adjunkt dostaje amoku
i wbiega do auli z siekierą…

powiedzmy szczerze: jest nudno
bohaterem takich dni
jest akuszerka
no i sprzątaczka

gdy dochodzi do zmiany rekwizytów
(co czasami się zdarza)
to pierwsza odlatuje na miotle
a druga idzie z torbami.

X 10

do sindbada

świetny pomysł
poproś o azyl mocarstwo dobra
tam gdzie krawężniki ze złota, gołąbki do gąbki i zniewieściali mężczyzni
mdlejący na widok twoich obnażonych ramion

wypełniając wniosek
nie zapomnij wspomnieć o diable morskim
o tym
jak prześladował ciebie przez całe życie
(dzieki temu urzędnik przybije szkarłatną pieczątkę)

należy ci się willa w obrębie murów
i sto sztuk srebra miesięcznie
żyć nie umierać

spisz wspomnienia
wystąp z serią odczytów
ale tonuj twoje wypowiedzi o złym

mocarstwo dobra
pragnie obecnie
pokojowej koegzystencji

heroina alladyna

cios trafia w sklepienie nieba
mózgi chmur stają w ogniu jak sterowce
heroina alladyna

tych
którzy umarli ze śmiechu
przebija się osinowym kołkiem

przywala głazami na bagnach
lży się ich i nienawidzi
czosnek zdobi powały chat

heroina alladyna
przybywa do nas z orientu podświadomości
na grzbietach komet pędzonych batem przemytnika

jeżeli jej zażyjesz
nie podchodź do zwierciadła egzystencji
obudzisz śpiący w trzewiach śmiech

(z cyklu: „nowe bajki”, 1984)

noc listopadowa

szaleństwo jest naszym cicerone
mroczne labirynty ulic
larwy honoru w zgniłym mięsie listopada

nie istnieje toskania
nie ma łąk irlandzkich
metalowe oko satelity
ślizga się po stryczku równika

za rogiem rozdaje się karabiny
kobieta we frygijskiej czapce
woła nas na barykady

trzask zamykanych okiennic
bieg w samotności i osłupieniu
bieg do belwederu

reflektory unosza się nad planem
pijany jahwe z tubą w ręce
pałka księżyca uderza w gong nocy
– jeszcze tylko jedno ujęcie, ostatnia klatka –

kobieta we frygijskiej czapce
poprawia szybko i zręcznie makijaż
patrzymy na nią wstrzymując oddech

oto ona
nasza miłość
największa miłość statystów

(z cyklu: „nowe bajki”, 1984)

wilk

drapieżne godziny czają się na gzymsach
pojazdy mechaniczne wdzierają się do hal targowych
ambra, mirra i magiczny proszek padają ich łupem
oszołomione ptaki pożerają się wzajemnie

zapach rui w powietrzu
dziewczynka w kapturku
stoi w elektrycznym lesie
z łonem pełnym wiktuałów

podchodzisz powoli
na łapach obolałych od ucieczek i pogoni
rzucasz pytanie
ciężkie od tysiącletnich deszczów żądz
twoje wielkie oczy twoje długie zęby

uryna oznakowała terytorium
wyjesz u sinych zwłok poranka
znak dla twoich braci
jesteś i trwasz

(z cyklu: „nowe bajki”, 1984)

Tłumaczenia

Hans Magnus Enzensberger

Wskazówki dla Syzyfa

To co czynisz jest beznadziejne.
No dobrze:
pojąłeś to, przyznaj,
ale nie spocznij na laurach
mężczyzno z kamieniem.
Nikt
ci nie podziękuje. Kredowe linie,
deszcz je liże znudzony,
wyznaczają śmierć. Nie ciesz się
za wcześnie, beznadzieja
nie jest karierą. Z własną
tragiką witają się bękarci,
strachy na wróble, augurowie. Milcz,
wymień słowo ze słońcem,
w czas gdy toczy się kamień, lecz
nie rozstrząsaj twojej bezsilności,
tylko zwiększ o centnar
gniew w świecie tym, o gram.
Brakuje mężczyzn
co beznadziejne czynią milcząc,
rwąc nadzieję jak trawę,
ich śmiech, przyszłość toczący,
toczy ich gniew na szczyty.

Rose Ausländer

Zdziwieni

Kiedy stół pachnie chlebem
truskawki wino kryształ

myśl o przestrzeni z dymu
dymu bez ksztaltu

Jeszcze nie zrzucona
sukienka z getta

siedzimy wokół pachnącego stołu
zdziwieni
że tutaj siedzimy

Ewa Lipska

Die Sturzflut hat mich nicht gerettet
obwohl ich tief am Boden lag.

Die Feuersbrunst hat mich nicht gerettet
obwohl ich viele Jahre brannte.

Die Katastrophen haben mich nicht gerettet
obwohl Autos und Züge über mich hinrollten.

Die Flugzeuge, die mit mir in der Luft explodierten
haben mich nicht gerettet.

Es stürzten auf mich
Die Mauern großer Städte.

Die giftigen Pilze haben mich nicht gerettet
und auch nicht die Salven der Exekutionskommandos.

Der Weltuntergang hat mich nicht gerettet
dafür hatte er keine Zeit übrig.

Nichts hat mich gerettet.

ICH LEBE.

Julian Kornhauser

Eine Frau

Eine Frau gebiert
wird eine Blume
führt den Mann an der Hand

Eine Frau schließt die Augen
berstet explodiert

Frauenleib
empfängt
dürstet

Eine Frau geht nicht
sie schwebt

wenn sie spricht
sprechen ihre Augen und Brüste
Haut und Finger

Eine Frau liebt keinen
sie gib sich hin

Wie ich Joachim Zinsky kennenlernte.

Michael Müller

Oder: Wem gehört der Kiez?

Auf dem Rückweg vom Schlosspark Charlottenburg nach Hause ist mein Dackel immer schnell. Er zieht mich zielstrebig die Sophie-Charlotten-Straße entlang, um, ohne weiteren Umweg zuzulassen, in unseren Torweg einzubiegen. Heute steht uns auf der Sophie-Charlotten-Straße aber ein Mann im Weg, der kopfschüttelnd das Werbeplakat eines Bauunternehmens betrachtet – Zinsky, wie ich später erfahre.

Fahrig gleitet sein Zeigefinger über eine Computersimulation des Gebäudekomplexes mit Luxus-Eigentumswohnungen, der hier gerade gebaut wird, und er fragt mich: „Wo ist denn da jetzt was?“ Als ich ihm zu erklären versuche, dass das nur eine Simulation ist und wie die inzwischen halbfertigen Rohbauten in das Bild passen werden, ist er empört. „Wie jetze“, sagt er, „die jibt et noch jar nich? So ne Schweinerei!“

Dabei ist er eigentlich kein Miesmacher. Er will nur verstehen, wer da was in seinem Kiez macht und was das für ihn bedeutet. Er wohnt in der Pulsstraße, in einem Hochhaus aus den 70ern, im 6. Stock, Blick auf den Schlosspark – schön, obwohl es angeblich unerträgliche Nachbarn gibt. Aber der Parkblick interessiert ihn eigentlich weniger als das Gelände auf der anderen Seite, das jetzt bebaut wird. Bis 2014 waren da die alten Gebäude der „Puls-Klinik“ und es gab Bäume. Jetzt ist das alles weg und stattdessen dröhnen die Baumaschinen. Seine Sorge: Da kann man jetzt nicht mehr wie früher die Autos parken – obwohl er selbst kein Auto hat.

Was ihn wirklich beunruhigt, sind die vielen gleichzeitigen Veränderungen. Die unerträglichen Nachbarn in seinem Wohnblock sind ehemalige Patienten der Psychiatrie aus der Schlossparkklinik. „Und jetzt bauen sie da einen neuen Psychiatrietrakt, bald fertig…“ Was entsteht da vor seinen Augen? Die fehlenden Parkplätze werden das geringste Problem sein. Aber was wird mit seiner vertrauten Nachbarschaft?

Er beginnt, mir zu erklären (ohne Anlass), dass er eine Tagespflege hat – einmal in der Woche, „nein, oder zweimal. Sie war gestern, am Montag, da, als ich gerade…“ Dann fällt ihm wieder mein Dackel ein. Ja, er hat auch mal einen Hund gehabt – einen Schäferhund, der besonders wachsam war und einmal ein Kind im Kinderwagen gerettet hat, oder umgekehrt. Irgendwie scheint der Schäferhund auf tragische Weise ums Leben gekommen zu sein, schon in Zinskys Kindheit oder später.

Wir verabschieden uns irgendwann. Ich erkläre ihm, dass ich auch gleich um die Ecke wohne, also auch Nachbar bin. Meine Adresse, Mollwitzstraße, sagt ihm aber offenbar gar nichts. Er winkt mir nur im Weggehen zu – „Joachim Zinsky, nich verjessen!“