Frauenblick auf die Bäume

Monika Wrzosek-Müller

Der Harz und seine Fichtenwaldkatastrophe

Wir fuhren in den Harz, in das Mittelgebirge, das einst an der Grenze der zwei deutschen Staaten lag, wohin sich die Westberliner aus ihrer abgeschlossenen Insel immer wieder flüchteten. Vor Jahren war ich da einmal für längere Zeit, in Braunlage. Jetzt fuhren wir aus einem sehr schönen Anlass: unsere Nachbarin wurde 80 und wollte das entsprechend feiern; wir freuten uns auch, die Landschaft wiederzusehen. Leider war der erste Anblick, der der Vorläufer der höheren Hügel, fürchterlich, richtig grauenvoll, die gewaltigen Wälder, an die wir uns erinnerten, waren weg, abgestorben. Aus den nackten Wiesen ragten einzelne graue Skelette von Bäumen, viele waren umgefallen und lagen kreuz und quer herum. Die Szenerie erinnerte mich an den Elefantenfriedhof aus dem Film Der König der Löwen; überall graue Gerippe, graue ausgetrocknete Äste und Baumstämme in bizarrsten Stellungen. Rundherum Wiesen mit gelbem, schon jetzt ausgetrocknetem Gras. Ganz selten konnte man doch kleine Fichten erblicken, das war hauptsächlich an den Nordhängen, auf den südlich gelegenen wuchs nichts, sie waren der Sonnenstrahlung offensichtlich zu sehr ausgesetzt. Erst oben in St. Andreasberg gab es einzelne Bäume, auch nicht Fichten, sondern Laubbäume, und an manchen Stellen wurde jetzt auch Mischwald gepflanzt.

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Berlin im Siebdruck – Ausstellung in der Galerie Neurotitan

TIP Events

Die Ausstellung „Berlin im Siebdruck“ wird am 7. März um 19 Uhr in der Galerie Neurotitan eröffnet. Es werden die tipBerlin-Siebdrucke von ATAK, Jim Avignon, Nadia Budde, Flix, Jakob Hinrichs, Reinhard Kleist, Jason Lutes, Mawil, Kat Menschik, Christoph Niemann, Henning Wagenbreth und Barbara Yelin gezeigt. Dazu gibt es Livemusik der Bands Tango Bravo und Grateful Cat.


Seit 2014 gibt der tipBerlin eine limitierte Siebdruckedition heraus, die Arbeiten entstehen in enger Zusammenarbeit mit in Berlin lebenden Künstler:innen, die vor allem im Bereich Comic und Illustration arbeiten. Die Motive befassen sich mit Berlin. Nach zehn Jahren werden nun die gesamten tipBerlin-Siebdruckeditionen in einer Ausstellung in der Galerie Neurotitan im Haus Schwarzenberg präsentiert.  

Ergänzt werden die im Zentrum der Ausstellung stehenden Siebdruckeditionen mit weiteren Werken der beteiligten Künstler:innen sowie Arbeiten aus dem Umfeld des tipBerlin, darunter Cartoons von Hannes Richert („Comics für den gehobenen Pöbel“).
 
Vernissage: Freitag, 7. März 2025, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 8.3. bis 22.3.2025, Mo-Sa 12-20 Uhr

Galerie Neurotitan im Haus Schwarzenberg (Rosenthaler Str. 39, 10178 Berlin)

Eintritt frei, Spenden erbeten

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Mehr darüber:

https://www.radioeins.de/programm/sendungen/mofr1921/_/-berlin-im-siebdruck-.html

https://www.fluxfm.de/radio-arty-berlin-im-siebdruck

https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner_kultur/ausstellung-berlin-im-siebdruck-wo-bowie-und-zille-auf-das-marsupilami-treffen-13322365.html

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Die drei der TIP-Siebdrucken bei mir in der Wohnung, Alexander Platz von Barbara Yelin sowie Moabit und Kafka von Kat Menschik

7. bis 9. März

Letzte Chance! Für 5 Euro ganz kurz noch mal ins Pergamonmuseum

Reblog

Tickets sind ab sofort buchbar, und zwar hier: www.smb.museum


Das Pergamonmuseum ist eine Baustelle für mehrere Generationen. 2013 begann die Generalsanierung und wird voraussichtlich bis 2037 dauern 

Von Martina Hafner

Das Pergamonmuseum ist zwar noch Dauer-Baustelle, doch nun gibt es für Besucher die Möglichkeit, vom 7. bis 9. März Teile des Südflügels zu besichtigen, der Eintritt kostet 5 Euro. Der Ansturm wird gewaltig sein, denn es wird das letzte Mal sein für mindestens zwei Jahre.

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Wo ist der Krieg?

https://www.stadtmuseum.de/veranstaltungen/wo-ist-der-krieg

Eine interaktive Performance und Diskussion zum Krieg in der Ukraine bei BERLIN GLOBAL

Preise
Regulär: 5 Euro
Ermäßigt: 3 Euro

Tickets können vor Ort an den Kassen im Humboldt Forum oder online erworben werden.

Ort
Raum „Krieg” in der Ausstellung BERLIN GLOBAL und Berlin Raum (Saal 5), 1. OG
Termin
05. Mär, 18:30 Uhr
Dauer
1 Stunde 45 Minuten

Was bedeutet Krieg für Sie?
Die Künstlerin Masha Pryven lädt im Rahmen der Ausstellung BERLIN GLOBAL das Publikum in den Raum „Krieg“ zu einer interaktiven Performance ein.

Pryvens Intervention geht von ihrer Feststellung aus, dass der Krieg in der Ukraine keinen Platz im Raum „Krieg” bei BERLIN GLOBAL findet, und dadurch eine Lücke entsteht. Diese Lücke sei gefährlich – einerseits, weil sie Raum für Fehlinformationen und Fantasie lässt, andererseits, weil sie die gesellschaftliche Verdrängung einer nahestehenden Katastrophe ermöglicht. Pryven sucht nach Möglichkeiten einer echten emotionalen Verbindung zwischen denen, die in Frieden leben, und denen, die im Krieg sind. Wie verändert ein Krieg in Europa das eigene Verständnis von Frieden? Kann eine kurze Berührung mit einer anderen Realität Ihre Weltanschauung verändern?

Die Performance basiert auf Pryvens fortlaufenden Kunstprojekt mit Menschen, die während des Krieges in der Ukraine leben. Dafür reist sie regelmäßig in ihre Heimat und stellt dort die Frage: Wenn Sie die Möglichkeit hätten, mit Menschen in Europa zu sprechen, was würden Sie ihnen sagen?

Das Berliner Publikum hat die Möglichkeit, Teil der Performance zu werden und auf die Abwesenheit des Themas „Krieg in der Ukraine“ in BERLIN GLOBAL einzugehen. 

Anschließend laden wir zu einer Lesung der polnischen Schriftstellerin Ewa Maria Slaska (Meine Kriege) und einer Diskussion über den Umgang mit zeitgenössischen Konflikten in Museen und Institutionen ein, an der Daria Prydybailo (Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin) und Daniel Morat (Raumkurator „Krieg”) teilnehmen.

Die Performance findet in englischer und in deutscher Sprache statt, die anschließende Diskussion wird in deutscher Sprache geführt. 

Performance und Moderation: Masha Pryven
Lesung: Ewa Maria Slaska
Sound: Don Philippe
Gesprächsteilnehmende: Daria Prydybailo, Daniel Morat

Von links nach rechts und von oben nach unten:
Masha Pryven (Foto: Philippe Kayser), Ewa Maria Slaska (Foto: Jacek Krenz), Don Philippe (Foto: Aya Schamoni), Daniel Morat (Foto: Deutsches Historisches Museum), Daria Prydybailo (Foto privat)

Der “Unrast” geht weiter

Der deutsch-polnische Literaturdialog UNRAST 2025 geht weiter …
>> Das Erbe des Krieges: Mikołaj Łoziński und Maxim Leo
Do, 20.02.2025, 19:30 Uhr, Literaturforum im Brecht-Haus


Die zwei Autoren Mikołaj Łoziński und Maxim Leo sprechen über ihre Familiengeschichten: Die Großväter beider Autoren waren während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich in der Widerstandsbewegung aktiv. Maxim Leo stammt aus einer deutsch-jüdischen Familie mit Wurzeln in der DDR, Mikołaj Łoziński aus einer polnisch-jüdischen Familie aus Tarnów. Wie stehen die nachfolgenden Generationen zu den Erfahrungen ihrer Großeltern? Im Mittelpunkt des Treffens stehen die Erinnerung, die Rolle des Kommunismus und die Auswirkungen des Kriegserbes auf die heutigen Generationen.

Es wird gelesen und diskutiert, es moderiert Dr. Agnieszka Wierzcholska.

In deutscher und polnischer Sprache mit Übersetzungen. Eintritt frei.

Mehr dazu:
https://www.dpgberlin.de/files/2025/pressemitteilung-unrast-2025.pdf?v=1
https://www.facebook.com/UnrastBerlin

Die große kleine Welt (immer wieder)

Uwaga od Adminki: Przepraszam polskich Czytelników, ale już drugi raz się zdarzyło, że z przyczyn technicznych nie dotarł do mnie środowy wpis Romana Brodowskiego z cyklu Historia Ukrainy.

Monika Wrzosek-Müller

Max Cegielski, Prince Polonia

Nun ja, ich habe tatsächlich angefangen zu der „Schreibwerkstatt“ zu gehen. Irgendwie fühlte ich mich in einer Sackgasse. Immer schreibe ich über etwas, das an meinem tiefsitzenden und mich immer wieder aufrüttelndem Thema vorbeigeht. Vielleicht war auch das ganze Schreiben nur Vorübung, um mich auf das große Thema der Vergangenheit vorzubereiten. Die Treffen mit anderen Schreibenden helfen doch dabei zu bleiben, nicht nachzulassen.

Bei einem von diesen Treffen, im Sprachcafé schaute ich mich in der Bibliothek um und fand auf einem Regal mit Neuerscheinen ein dickes Buch; auf dem rot-orangenen Umschlag stand mit großen schwarzen Buchstaben Max Cegielski, sehr einprägsam. Es stellte sich heraus – das war der Autor; der Titel dagegen war mit deutlich kleineren Buchstaben gedruckt: Prince Polonia. Jemand hinter mir sagte: ein super Buch!

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Ihr Parlament. Ihre Erinnerungen.

Bei einem Besuch im Bundestag, gerade vor einer Woche, fand ich eine Postkarte mit dem folgendem Text:

Die Bundesrepublik wird 75 – und das Parlament feiert mit.
1949 trat in Bonn der erste Deutsche Bundestag zusammen. In einem geteilten Land. 1999, zehn Jahre nach der
Friedlichen Revolution in der DDR, zog das gesamtdeutsche Parlament nach Berlin – vor 25 Jahren.
Der Deutsche Bundestag und das Haus der Geschichte in Bonn laden Sie ein:
Bereichern Sie das Parlamentsjubiläum mit Ihren Erinnerungen!
Sie haben ein Foto der Klassenreise nach Berlin, eine Einlasskarte auf die Tribüne der Volkskammer 1990,
ausrangiertes Geschirr aus dem Bundeshaus in Bonn – oder einen anderen Gegenstand, mit dem sich Ihre
persönliche Erinnerung an das Parlament verbindet?
Erzählen Sie uns davon: Parlamentsgeschichte@hdg.de

***

Ich dachte, dass ich eine Geschichte zu erzählen hätte und schrieb einen Text, den man gleich unten findet. Den Link dazu habe ich an die o.g. Mailadresse gesendet. Es kam eine nette Antwort, dass die ganze Aktion schon längst vorbei ist. Und ich frage mich, wenn so, warum lagen die Postkarten immer noch in den Bundestag?

Der Text aber bleibt bestehen. Ich werde an ihn nicht basteln.

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Mariusz Kubielas, Bruno Schulz – Ghetto perdito – In Memoriam

27.01.-28.02.2025

Foyer der Karol-Lipiński-Musikhochschule in Wrocław / Foyer Akademii Muzycznej im. Karola Lipińskiego we Wrocławiu

Für Deutsch sehe unten

Od dwóch tygodni informujemy o specjalnym wydarzeniu z okazji 80. rocznicy wyzwolenia Auschwitz-Birkenau i publikujemy zapowiadające je filmy.

Wernisaż wystawy fotograficznej Mariusza Kubielasa „Bruno Schulz – Ghetto perdito – in memoriam” w foyer wrocławskiej Akademii Muzycznej stanowił kontrapunkt dla muzycznego upamiętnienia ofiar nazistowskiego reżimu – koncertu, którego organizatorem było Biuro Saksonii we Wrocławiu.

Film i Auschwitz 1 / Film i Auschwitz 2

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Frauenblick auf dies und das, zum Beispiel Ballett

Monika Wrzosek-Müller

Ballettaufführung von William Forsythe

Die gestrige Aufführung in der Deutschen Oper hat mich wirklich entschädigt für den martialischen Empfang an der deutsch-polnischen Grenze – durch eine junge deutsche Polizistin mit einer Maschinenpistole, in voller Rüstung. Da war auch ein Artikel von Konrad Schuller in der FAZ am Sonntag aus Anlass des 80. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz, der mich besänftigt hat. Alles letztens Anlässe, die zusammenwirken und sich verbinden und doch leider den Himmel über uns verdunkeln.

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