Expressionistische Märchen? (3)

Lidia Głuchowska

kinder1Das Leid der Kinder: Vera Hesse und Inge Denker

Inge Denker, o.T. (Arme Kinder), 1982

Missbrauchte Kinder
Verweinte in zahnlosen Kinderwagen
arbeitermondgezeugt
flüchtet eure Seele
ohne Betäubung entnommen
wie blutender Pflastersteinvogel
einer endlosen Demonstration
Scherbenenkel
Hinter einäugigen Gardinen
hügelt sich die blinde Großmutter
am Kellerloch eurer kranken Nierchen
pflanzt ein Pfarrer sich heiße Kartoffeln
aller Brüderchen Sonne
erstickt im Ställchen der Hinterhoftränefiut
Verbergt die uneheliche Fahne,
die rote!
Verlasst die schreckliche Tat!
Die Reichen verspeisen hier alles
Im Stadtteil der gepferdeten Hunde
verwest euer helles Aufgestütztsein
in dem nun gestohlenen Nischen
Neues aus Müll werdet ihr nicht
und später verloren
zwischen Mahnung und unbezahlter Rechnung
ist die Miete überfällig
der Strom abgestellt
das Hauptzollamt klagt gegen euch
auch die Krankenkasse
ein Prozess wegen Nichtbeachtung
des Betäubungsmittelgesetztes
steht euch bevor
der Offenbarungseid ist schon geleistet

fiuty
Vollstreckungsmaßnahmen angedroht
ebenso Strafe für Beförderungserschleichung
der Gedenkbibliothek schuldet ihr ein Buch
wieso hat auch Der Senator für Stadt-
ent
wicklung und Umweltschutz keine Freude an euch
Rechtsbehelfsbelehrung morgen
heute Verdacht des Verstoßes
gegen das Ausländergesetz
Die Staatsanwaltschaft bei dem
Landgericht Berlin mahnt
sehr geehrte…
der Bußgeldbescheid ist rechtskräftig
Tatort war das Stadtgebiet
Ihr habt die Polizeibeamten
Plaß und Vaders beleidigt
schreibt das Amtsgericht
und der Polizeipräsident bittet euch,
die Ausweispapiere mitzubringen,
die der Gerichtsvollzieher soeben
an eurer zwangsweise geöffneten Tür überprüft
Missbrauchte Kinder
die Lebenssechs auf allem Zeugnis
hat keine eigne Art berühmt zu werden
im Eimer eurer Hauswartseltern
bellt Doppelhund im fünften Stock
ums ferneweite, sanftbeschneite
Haushüttchen auf dem Land
Doch hier an jedem Abendhart
am tischleindeckdich Smog
ballt steingesammelt eurer Mutter Leid
frühkindlich grünts hier nie
Vom fünften Fliegenpilz der Kirche
gesättigt am Oranienplatz
der Kudammbodenheizung fliehend
heim, Stehgreifkiez des Ex und Hoff

Während zahlreiche Künstler sich so gern dem rein Ästhetischen, dem Privaten widmen, scheut sich Inge Denker nicht, selbst das Tabuisierte metaphorisch und doch untrüglich offen im Bild und Wort zum Ausdruck zu bringen. Dies tut sie besonders unmißverständlich in ihrer Dichtung wie in ihrer Serie von Federzeichnungen und Aquarellen, welche ein erst in letzter Zeit häufiger angesprochenes Verbrechen – den Kindesmissbrauch – zum Thema hat.

In einigen großformatigen, filigrangenauen Federzeichnungen, entstanden zwischen 2002 und 2010, setzt sie ein ein Mahnmal für die Opfer dieses Verbrechens, – das, wie es inzwischen deutlich wird – einen alarmierendes Ausmaß hat und was, da es von der Gesellschaft schweigend geduldet wurde, der öffentlichen Debatte so lange entzogen blieb. Noch in den achziger Jahren wurde die Künstlerin darauf  aufmerksam und malte teilweise schon zu dieser Zeit Aquarelle, die von einer verlorener Kindheit und einem davon für immer überschatteten Leben und dem daraus folgenden Glaubensverlust erzählen (Entkommen die Frommen?, 1988).

kinder4-poziom
Im Dialog mit ihren Zeichnungen hat Vera Hesse Gedichte verfasst. Zusammen wurden diese Werke 2012 aufgenommen in Federspurweisen – ein Kunstbuch, gestaltet in Bild und Wort. Inspiriert von der Federzeichnung Schmerzensgeld ausgeschlossen (2002) wurden folgende Verse verfaßt:

heischt unausthaltbar
Augenblicken wundem Jetzt
ohnmachterbeschwer

ward ein Erleben
in seinem Bildnis gefoltert
narbt Einst gellt Gegend

Wohnstadtfremden her
dauert Zwischenkunft besetzt
Zeitgrund haust langsam (S. 84, 85).

Und das erschreckende Bild des von etlichen Kirchtürme durchstochenen menschlichen Körpers (Missbrauch und Verletzung, 2010) wird von der Dichterin mit den folgenden Worten interpretiert:

lasset die Kinder
in dieser Welt daheim sein
vertraut und behaust

der Gottesschulen
Missbrauchswurzel Religion
veropfert Suchen

Erstaungrund gen Schaun
gilt tieferhellsam Weisheit
Alles hier finden (S. 86, 87).

kinder5-poziomAuch wenn gegenüber Ausmaß des Kinderschmerzes und des Leidens, welche aus dem Gedächtnis wohl nicht wegzuwischen sind, der Mensch sprachlos bleibt, wirken diese Bilder und Verse doch als notwendige Mahnzeichen und als eine beständige Warnung.

Federspurweisen. Federzeichnungen: Inge Denker, Haikutrios: Vera Hesse. Edition Hentrich, Berlin 2012. ISBN  978-3-89468-186-8

 

Expressionistische Märchen? (2)

Inge_Zuhaus7_8-kleinLidia Głuchowska

Inge Denker über das Heim und mütterliche Träume

Gewoben aus Traum, Wirklichkeit und Erinnerung erscheinen die großformatigen Federzeichnungen Inge Denkers, die sie den weiblichen Visionen von Zuhause, Familie und Mutterschaft gewidmet hat, minutiös angefertigt, doch sehr surreal. Ihre Grundlage waren Erzählungen zahlreicher Frauen, die der Künstlerin ihre intimsten Gedanken und Bekenntnisse anvertraut und ihr Schicksal erzählt haben.

Inge Denker hat zwei ganz unterschiedliche künstlerische Medien zu den ihren gemacht: das Aquarell [dem der vorige Beitrag über die Künstlerin gewidmet war – L.G.] und die Federzeichnung. Beiden ist gemeinsam die Zartheit und – verglichen mit den Dimensionen des Tafelbildes – das eher intime Format (wobei die Zeichnungen mit annähernd Folioformat sogar vergleichsweise groß sind). Sehr unterschiedlich ist dagegen der Entstehungsprozess: während die Federzeichnung in langwieriger Feinarbeit über Wochen, gar Monate hinweg entsteht, muss das Aquarell rasch und in einem Guss geschaffen werden. Dementsprechend sind die graphischen Arbeiten äußerst detailreich und erfordern ein konzentriertes, fast hingebungsvolles Betrachten – wohingegen die Aquarelle unmittelbar und emotional wirken.

Verena Krieger, Zur Kunst von Inge Denker. In: Inge Denker. Aquarelle. Federzeichnungen. Lübeck 2004. ISBN: 3-00-014400-5

Die besprochenen Federzeichnungsreihe ähnelt einer komplexen, mehrstimmigen Erzählung zum gleichen Thema: „Zuhause, Familie und Mutterschaft“, wobei sie auch in mehreren parallelen Varianten davon Zeugnis gibt.

Zuhaus3-4-kleinCharakteristisch dafür sind die Metaphern eines Heims, das einer auf einer sicheren Insel aufgebauten Burg gleicht (Auferstehung der Bäume, 1982). Diese, umkreist vom Meer mit großen Booten, die ebenfalls andere Häuser in sich beheimaten, ist durch weitere kleine Boote mit der Außenwelt und weiteren Inseln vernetzt, die teilweise bereits verlassen und verwüstet sind. Die Burg selbst, durch eine Reihe von Bäumen geschützt, scheint jedoch frei von Gefahr und nur vom Glück erfüllt zu sein. Zumindest für den Augenblick.
Positiv wirkt auch das Bild des Hauses auf einem Riesenkrug über die Welt erhoben (Bildnis einer Mutter, 1982) einerseits mit einem Blick nur auf den fast wolkenfreien Himmel, andererseits durch eine beschützende Wolke von der übrigen Welt abgesondert. Es ist kaum zu sehen, dass in der der Ferne ein ähnliches krugartiges Gebilde schimmert. Im Dialog mit diesem Bild schrieb Vera Hesse ein in seiner Aussage düsteres Gedicht:
Zuhaus1-kleinWolkenortsprache
Heimesfluchtenwind schüttelt
lautleises Wahren

aus seiner Ganzheit
spricht der zerbrochene Krug
trauneinsther randweit

raumweites Ahnen
einer Mutterbildbrücke
hortet noch Fragen

Zuhaus2-kleinaus: Federspurweisen. Federzeichnungen: Inge Denker,
Haikurtios: Vera Hesse. Edition Hentrich, Berlin 2012, S. 1-13.

Optimistisch-konstruktiv scheinen auch die dieser Federzeichnungsserie zugehörigen Darstellungen von Wohnstrukturen zu sein, deren Hauptbestandteil Bäume bilden. Eines davon – ein Riesenbaum auf einem Hügel, umrahmt von Unzahl seiner verkleinerten Kopien, heißt die Baummutter (1981). Ein anderer großer Baum, der in zwischen seinen Ästen eine Mehrzahl von Räumlichkeiten und in seinem Stamm einen beäugten, personifizierten Eingang hütet, wurde sogar Selbstbildnis (1982) genannt. Und in der Tat, nach einer genaueren Betrachtung entdeckt man, dass es versteckt in einem dichten Gewebe anderer palimpsestartig aufgebauter Details auch das Gesicht der Künstlerin in sich birgt.

Weitere zwei Häuser schwimmen auf den Meeresschiffen, wie bebäumte, bewegliche Inseln, denen jeweils ein entwurzelter und wohl hinter das Heck herausgeschmissener Baum angehängt wird. (Frauenarche, Die letzten Vier, beide 1981).

Inge_Zuhaus09kleinDie andere Gruppe von Darstellungen dieser Reihe wirkt etwas weniger ausgeglichen. Eine davon stellt eine Mühle auf einem Hügel dar, der sich über mehreren kleineren Hügeln erhebt, auf denen kleine Häuschen zu sehen sind. Die zierliche dekorierte Mühle gleicht somit etwa einer Dorfkirche, während im Hintergrund auf dem Himmel voller kleiner Wolken auf zweien davon wie andere solche Mühlen in die Ferne schweben (lieber Mühlen bauen, 1981).

Einer Mühle ähnelt auch ein verwüsteter Baum, der auf einem gestrandeten Boot wächst und in seinen Riesenästen ganz hoch ein kleines Palais und unten ein großes Haus beherbergt. Doch der Korpus des Hauses fällt gerade ins Wasser um die Insel herum, auf der sich das Boot samt seines Inhalts befindet. Vernachlässigung (1981) heißt das Bild, welches das Ende eines mühsam aufgebauten Glücks zu veranschaulichen scheint.

Inge_Zuhaus10kleinUnd schließlich trägt ein Engel mit dem gebrochenen Hals und den zum Gebet zusammengelegten Händen ein Boot, während er auf seinen Flügeln zahlreiche Bäume, mit den Wurzeln in den Himmel gerichtet stützt, während ein sich aus seinem Körper befreiender Turm ebenfalls Richtung Himmel erhebt. Dazu schrieb wiederum Vera Hesse:

Weltenchaosturm
entankerter Wohnstätten
reißt Behaustsein ein

waldsturzgeflügelt
kniet die Kopfgeburt Engel
Halturmenfügen

einsther kaumweit zeiht
erhandet her Notständen
jetztet Nahortspur (S. 74,75).

Zur Entstehungsgeschichte dieser Werke berichtet Verena Krieger:

Die Federzeichnungen entstanden hauptsächlich in den siebziger und frühen achtziger Jahren. Der Grund war zunächst sehr schlicht: es mangelte am Geld für teures Papier und Aquarellfarben. Zugleich ermöglichte die Technik ein langfristiges Arbeiten immer dann, wenn gerade einmal Zeit war in dieser Lebensphase, die von vielen Verpflichtungen neben der Kunst geprägt war. Doch neben solchen praktischen Aspekten eröffnete die Federzeichnung spezifische Gestaltungsmöglichkeiten, die Inge Denker in ihrem Sinne zu nutzen wusste. Ihre Zeichnungen haben eine Doppelstruktur: einerseits handelt es sich um ein „Gewimmel“ einer Vielzahl von Einzelmotiven, die sich nur bei längerer und genauerer Betrachtung erschließend ins Surreale tendieren. (…) Andererseits sind diese Motive in eine Metastruktur eingebunden, die, meist, symmetrisch aufgebaut, eher den Eindruck einer klaren Ordnung erzeugt. Reale Größenverhältnisse werden dabei spielend außer Kraft gesetzt. (s. 6-7)

Inge_Zuhaus11kleinDiese Visionen vom Zuhause sind nicht einfach zu deuten, bleiben oft unklar, geheimnisvoll, obwohl dem Betrachter immer durch symbolische Zeichen einen gewissen Zugang zu deren Inhalt gewährt wird. Die bildliche Erzählung von Familie und Mutterschaft wird hier – wie ein menschlicher Weg – mehrfach verzweigt und immer wieder vom Neuen begonnen. Zusammen scheinen die Bilder Inge Denkers im Dialog mit den Gedichten von Vera Hesse zur Konklusion der Unmöglichkeit eines stabilen Zuhauses zu führen, egal mit welch extremer Mühe frau dieses Gewebe von Traum und Wirklichkeit schafft. Ist es aber wirklich so? In den noch viel zahlreicheren Zeichnungen, die hier nur beispielhaft aufgeführt wurden,  gibt es nur einige wenige Analogien und Wiederholungen. Die  polyphone Vielfalt dieser berichteten und dann bildlich rekonstruierten oder eher neustrukturierten Erinnerungen ergibt keine eindeutige Aussage.

Und während der pessimistische Ton der Gedichte beinahe eindeutig bleibt, bringt die surreale Welt der Federzeichnungsreihe weit Ambivalenteres zum Ausdruck. Sie läßt durchaus etwas Hoffnung auf das Glück, das die Frau – mindestens zeitweilig – von der Welt schützen und wie ein Baum wachsen lassen kann.Und eine Auseinandersetzung mt diesen visuellen Rätseln ist einen nicht nur intellektuelle, sondern auch geistige Übung.

Siehe auch: http://www.ingedenker-aquarelle.de

Fortsetzung folgt in einer Woche

Expressionistische Märchen? (1)

Lidia Głuchowska

Berlin und andere Welten. Das hier und das ausserhalb davon… – Aquarelle von Inge Denker

Inge Denkers Werk ist poetisch und zart, von sensibler Einfindungskraft und liebevoller Hinwendung zur Natur und zur menschlichen Lebenswelt, zugleich aber hartnäckig insistierend auf die hinter der Idylle sich verbergenden Leiden. Zwischen leuchtender Strahlkraft und melancholischer Stimmung changierend, sind ihre Bilder auf keinen einfachen Nenner zu bringen. Auf den ersten Blick nehmen sie den Betrachter ihrer Schönheit wegen ein, dem zweiten Blick offenbaren sie untergründige Ambivalenz. Keine heile Welt wird gezeigt, aber eine Welt, die geliebt zu werden verdient, die des sorgenden Schutzes, ja der Rettung bedarf.

Verena Krieger, Zur Kunst von Inge Denker. In: Inge Denker. Aquarelle. Federzeichnungen. Lübeck 2004. ISBN:  3-00-014400-5.

Siehe auch: www.ingedenker-aquarelle.de

IngeAbb1Kleine Straße im Mondlicht, 1987

Verschwommene Farben, voll Licht, füllen Inge Denkers Bilder mit poetischen Gefühlen und einem Hauch von Nostalgie. Es sind Stadt- und Straßenansichten, flüchtige Erinnerungen aus unzähligen Spaziergängen – zumeist durch Berlin, manchmal durch Lübeck, seltener durch andere Orte. Gesehen, erlebt, festgehalten schaffen sie einen Gedankenraum für den Betrachter, der sie mit einem Blick erfassen und mit eigenen Gefühlen nacherleben kann.

IngeAbb3-4Erwachende Stadt, 1988 /Stadt unter der Nacht, 1987

Ein fester Bestandteil vieler Bilder ist Wasser – schon in der Textur vom Aquarell so sinnlich erlebbar, doch auch – mal als Regen, häufiger als Fluß oder die See – als das Element, das das Bild des Urbanen und der Landschaft belebt, das Natürliche, das die Festigkeit der Mauern durchbricht, das die Bewegung der Gedanken, der Schritte, des Winds in vielen Stadtecken spüren läßt.
In mehreren Ausführungen präsentiert die Malerin das Porträt einer Stadt (z.b. 1991), mit ihrem Großstadtfieber und ihrem Großstadtvulkan (1991, 1993), mit ihrem Tango-Boulevard (1996), ihrem Hohelied (1991) und ihren Engeln sogar – das facettenreiche Berlin – Berlin- grenzenlos (1993)…

Das gesamte Werk erweckt das Gefühl des Vertrauten, Bekannten und bleibt doch geheimnisvoll – fern von jedem journalistischen Dokument, gefiltert durch Fantasie und  subjektives Erleben.  Zum topographisch Konkreten tragen sprechende Titel bei, die die Routen der Malerin markieren, eine Stadt- und Landkarte mit Bildern und Schildern, ja Rufnamen, bestücken: die Rote Stadt (1987) und Stadt mit zwei Sonnen (1993). Doch es gibt hier auch den Kietz, den sie aus der Nahsicht betrachtet, wenn sie durch seine Straßen zieht und dort nicht selten anhält (z.B. Eckkneipe in Kreuzberg, 1995).

IngeAbb2-5Eckkneipe in Kreuzberg, 1995 / Müll im Hinterhof, 1995

Auf den ersten Blick scheint das Humane aus all den leeren Straßenzügen verschwunden zu sein, doch lüften diese Bilder den Atem der Malerin und des Betrachters, glühen mit deren Wärme und Sehnsucht, verzeichnen das Nachdenken, manchmal unbestimmte Hoffnung, ein anderes Mal wohl auch die Drohung des Beengtseins, und dann auch wieder einen hellen Traum. Wie eine Metapher menschlicher Gefühle wirken diese Häuser, offene Perspektiven weisen der Menschen Weg (Erwachende Stadt, 1988; Stadt in Erwartung, 1989; Trunkene Stadt; Toteninsel I und II, 1987).

IngeAbb6-7

Kleine Stadt am Wasser, 1996 / Nachtfassaden, 1996

Dem Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit verpflichtet, bleiben diese Werke doch sehr eigen und trotz des allgemein Zugänglichen darin – intim. Vorbilder Inge Denkers waren Ludwig Meidner und Werner Heldt, doch anders als in den Bilder des ersteren von ihnen – wie es Verena Krüger zurecht bemerkt – spiegeln ihre Aquarelle nicht die Apokalypse der Gegenwart, sondern das alltägliche Dasein.  Zuzugeben ist hier jedoch, dass der Alltag der Apokalypse doch manchmal bedrohlich nahe steht. Daher äußert auch ein Teil dieser Bilder Protest gegen die Armut, die Schichtarbeit, die Naturvernichtung, existentielle Unsicherheit. Mit dem nächtlichen Anblick von Schornsteinen, dem Tor der alten Fabrik, dem Menschenzug vor der Frühschicht (1987) oder Müll im Hinterhof (1995) verzeichnen die Aquarelle Inge Denkers ungeschönt und wachsam neben der Geburt der Ökologiebewegung auch noch vor kurzem zahlreiche Friedensdemonstationen, Hausbesetzungen und – Streik (1992).

Kontrapunkt dafür ist die Landschaft – offen, breitatmig, gnädig – eine Spur des Paradieses, eine Zuflucht, ein Ruhepol. Als subjektiv erlebtes Refugium – In der Bucht, Im Norden, Winterlandschaft oder Frühling in Rußland (1988-89), gleich wie die Wolken am Watt (2008) der Abend am Leuchtturm (2002) oder – schließlich – ein Blaues Boot (1995) – locken  sie den durch ihren Anblick leicht verträumten Betrachter auf eine Reise hinter den Horizont, hinter die Stadtgrenze – weg aus der Zeit.

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Winterlandschaft, 1988 / Boote am Ufer, 1988

Die neueren Aquarelle bringen Fassbareres mit herein – die in der Tinte getauchten Pastellstifte markieren unverwechselbar die Energiewege der Großstadtrhythmen, den genius loci unterschiedlicher Viertel, ihr Unverkennbares, ihre Anziehungskraft (so Berlin-Baustelle I, II, 1987; Altstadt am Wasser; Stadt der Männer, 1998, Stadt der Architekten, 2004 oder auch Klein Manhattan, 1994).

Geboren vor dem Kriege, in Düsseldorf (1936), von der Last des Nationalsozialismus geprägt, bis 1944 in Danzig-Langfuhr und Hilden, studierte Inge Denker Kunst in Düsseldorf und in Wiesbaden, dann reiste sie nach Paris, lebte in Lübeck. Jahrelang, im Berliner Kreuzberg, galt später ihre Zeit auch der Sozialarbeit, dem Großziehen der Kinder und daher dem Broterwerb. Empfindlich, empathisch, diskret veranschaulicht sie in ihrer Bilderwelt unermüdlich aufmerksam den Großstadtalltag in Geschichte und in Gegenwart. Selbst unsichtbar, Fassaden betrachtend, läßt sie in ihren Bildern auch andere sprechen und gleichzeitig – nachdenklich und vertrauensvoll – teilt sie dem Betrachter die eigene Erfahrung mit.

Fortsetzung folgt in einer Woche

Poesie / August von Platen

Weihnachten bei Avantgardisten. 1914

Dr. Lidia Głuchowska, unsere Fachfrau für Kunst überhaupt und für Kunst der Moderne und der Avantgarde insbesondere, stellt uns die Zeitschrift Die Aktion vor, eine von Franz Pfemfert von 1911 bis 1932 herausgegebene literarische und politische Zeitschrift, die dem Expressionismus zum Durchbruch verhalf und für eine undogmatische linke Politik stand. Die Aktion bereitete immer spezielle Weihnachtsseiten für jeweilige Dezemberausgabe vor. Mit viel moderner Graphik und Dichtung. 

In der Ausgabe vom Dezember 1914 finden wir unter anderem das Gedicht Christnacht von August von Platen (1796 – 1835),  der in Polen von allen wegen seiner Polenlieder sehr bekannt ist.

1914-3
1914-4
Christnacht

Der Engel der Verkündigung:

Seraphimsche Heere,
Schwingt das Goldgefieder
Gott dem Herrn zur Ehre,
Schwebt vom Himmelsthrone
Durchs Gewölk hernieder,
Süße Wiegenlieder
Singt dem Menschensohne!

Ein Hirte:

Was seh’ ich? Umgaukelt mich Schwindel und Traum?
Ein leuchtender Saum
Durchwebt den azurnen, ewigen Raum,
Es schreiten die Sterne des Himmels entlang,
Mit leisem Gesang,
Der seligen Scharen musikalischer Gang.

Chor der Hirten:

Die Engel schweben singend
Und spielend durch die Lüfte,
Und spenden süße Düfte,
Die Lilienstäbe schwingend.

Chor der Seraphim:

Wohlauf, ihr Hirtenknaben,
Es gilt dem Herrn zu dienen,
Es ist ein Stern erschienen,
Ob aller Welt erhaben.

Chor der Hirten:

Wie aus des Himmels Toren
Sie tief herab sich neigen!

Chor der Seraphim:

Lasst Eigentriebe schweigen,
Die Liebe ward geboren!

Der Engel der Verkündigung:

Fromme Glut entfache
Jedes Herz gelind,
Eilt nach jenem Dache,
Betet an das Kind!

Jener heißerflehte
Hort der Menschen lebt,
Der euch im Gebete
Lange vorgeschwebt.

Traun! Die Macht des Bösen
Sinkt nun fort und fort,
Jener wird erlösen
Durch das Eine Wort.

Chor der Hirten:

Preis dem Geborenen
Bringen wir dar,
Preis der erkorenen
Gläubigen Schar.

Engel mit Lilien
Stehn im Azur,
Fromme Vigilien
Singt die Natur.

Der den kristallenen
Himmel vergaß,
Bringt zu Gefallenen
Ewiges Maß!

Der Engel der Verkündigung:

Schon les’ ich in den Weiten
Des künft’gen Tages bang,
Ich höre Völker schreiten,
Sie atmen Untergang.

Es naht der müden Erde
Ein frischer Morgen sich,
Auf dieses Kindes “Werde”
Erblüht sie jugendlich.

Chor der Seraphim:

Vergesst der Schmerzen jeden,
Vergesst den tiefen Fall,
Und lebt mit uns im Eden,
Und lebt mit uns im All!

Munch, Przybyszewski, Głuchowska…

…or return of the Avantgarde into that blog after a long break and the end of so called Munch year 2013 on 12th of Dezember. 2013 we celebrate the 150th anniversary of Edvard Munch’s birth on 12th of December 1863. Munch is one of the most important artists of Modernism, and a number of cultural events with focus on his work was arranged all over the world in the Munch year.

01 munch stationTube Station Töyen, near to Munch-Museum in Oslo (Photo make by Lidia Głuchowska)

Anyway it is a wonderful story and I am sure you have never know, that – maybe, maybe – the most famous picture in the world was influenced by Polish writer!!!!

Lidia Głuchowska

Munch, Przybyszewski and The Scream

Munch recorded Stanisław Przybyszewski’s demonic physiognomy many times, not only in portraits but also in such figure compositions as In the Man’s Brain, Man’s Head in Woman’s Hair, Jealousy or Virgin Creeper. And not without reason; Przybyszewski was known in Berlin as the “king of Bohemia” and more ambiguously as the “German satanist” as well as (after Strindberg) “the ingenious Pole”.
His book from 1894 was also considered genial. It was the first monograph devoted to Munch, who at that time was appreciated by few.
Munch’s paintings and Przybyszewski’s monograph, which initiated the research on Munch, opened in 1893 the “expressionist epoch”, which was closed by Przybyszewski’s most distinguished novel – The Scream (1914–18) – and by his memoirs (1926), which contain a mythologized genesis of Munch’s most famous work and recount the writer’s visits to Norway.
This article will present how during this epoch several (pre)expressionist works in word and image were created, which confirmed both the transmedial career of Munch’s The Scream and Przybyszewski’s writings concerning the Norwegian artist’s oeuvre.

munchPhotographie d’Edvard Munch 1908-1909 musée Munch / Photo Annie Dalbéra

(…) The mystified genesis of the picture

In 1926, when recalling the circumstances of the creation of the “Psychical Naturalism” essay (which was the origin of his monograph The Works of Edvard Munch), Przybyszewski (re)interpreted it in the following way: When my study of Munch showed up, the whole literary fraternity was convinced that I’d lost my mind. Munch came up to me greatly moved: “I’m terrified that somebody is eavesdropping on me in my most secret, creative moments, but I’ve also eavesdropped on you.” The next day he showed me his famous painting, which I now constantly see in books on futurism: Skrig – The Scream. Przybyszewski thus described his friendship with Munch as a relationship in which they both considered each other as their alter ego.

In another passage in his memoirs, he even suggested that his rhapsody from 1893 anticipated and inspired Munch’s painting: “I can’t imagine that you could transform a literary work in color in a more powerful way – in this case Totenmesse [Polish: Requiem Aeternam, Requiem Mass].”

To read more, to see the pictures, to know captions of pictures and quotations – look here: Gluchowska-Munch-Przybyszewski

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One of the thousands marchendising items invented for the Munch Year, photographed in Munch Museum in Oslo: Skrik Kake.

Zdrój

Lidia Głuchowska

Zdrój  and the Poznań Expressionism

The periodical Zdrój. Dwutygodnik poświęcony sztuce i kulturze umysłowej (The Source. Bi-weekly dedicated to arts and intellectual culture), was the most efficient Expressionist publication and the first avant-garde magazine in Poland. It was published in Poznań, the capital of western Poland, prior to the state’s regaining its sovereignty after being divided for123 years between Prussia, Russia and the Austro-Hungarian Empire. Printed by the Ostoja Publishing House from April 1917 to December 1920, Zdrój made 68 issues in 13 volumes, which, though planned as a monthly, closed down in 1922 after the publication of one issue (as vol. 14). The print-run rose to 1,500 copies and thanks to representative offices in Warsaw, Kraków, and Lvov (Lwów, Lviv), it reached a nationwide readership. It had the most extensive international contacts among the early avant-garde Polish reviews; nevertheless, the term ‘Poznań Expressionism’ associated with it wrongly limits its impact to a local phenomenon.

The editor-in-chief of Zdrój, Jerzy Hulewicz was a printmaker, painter, novelist, and dramaturge. For over a year, however, the magazine was informally led by Stanisław Przybyszewski, the Nestor of the Polish avant-garde, who enjoyed ambivalent fame as a ‘genius Pole’ and Satanist in turn-of-the-century Berlin. Later, as the editor of the art magazine Życie, he transferred the ideals of German and Nordic modernism to Kraków. From mid-1917, first covertly and then openly, he exerted a powerful influence on the programme and structure of Zdrój. Each editorial was followed by poems, prose, translations, articles about art and philosophy, as well as ‘Miscellanea’, comprising reviews, correspondence with readers, and socio-political polemics. As a local cultural centre Zdrój held eight ‘matinées’ and ‘soirées’, musical concerts and open lectures, some of which were repeated in Warsaw and Lvov.

The art profile of the magazine evolved over distinct stages. During the first year, under Przybyszewski’s influence, the magazine was somewhat eclectic. It promoted the epigone stylistics of so-called ‘Young Poland’ and its ideals of ‘l´art pour l´art’. This was appropriate to the ‘unpoetic district’ of Poznań which, under German rule, was reluctant to adopt new trends and was regarded as provincial. Therefore, Zdrój initially asked for the cooperation of some older literary authorities like Wacław Berent and Jan Kasprowicz, while the magazine’s graphic design was dominated by Art Nouveau.

Zdroj KubickiThe heroic era of the magazine’s existence, and the second most intriguing stage of its history, was ushered in by the ‘palace revolution’ of April 1918, instigated by the Bunt (Revolt) group (1917-22). This consisted of the artists Władysław Skotarek, Stefan Szmaj, Jan Jerzy Wroniecki, August Zamoyski, the poet Adam Bederski, and the trio of Margarete and Stanisław Kubicki and the editor Hulewicz, who all three aired their views in texts and art works. The group published Zeszyt Buntu, which promoted early avant-garde tendencies, usually defined in Zdrój by the cover term ‘Expressionism’, first used in 1917.

Kubicki, the ‘spiritus rector’ of the group’s radical wing, proclaimed a collective declaration of the Bunt in his aphoristic credo, ‘Notes’:

I. Art has nothing in common with the concept of ‘beauty and goodness’ (kalokagathia) …. We are far removed from the aesthetic game …

II. The fight is on, not for images of aesthetic issues but for MAN and for our DAY  (it will come) against the sordidness of your day ….

III. WE are Art.

ZdrojKubickaThe group’s appeals affirmed activism and the identification of art and life, and as in other avant-garde manifestos, were of a performative character oriented towards interaction with the audience. Their main ideas were presented during meetings accompanying the first exhibition of the Bunt group, held amidst a moral scandal. The Jury of the Towarzystwo Przyjaciół Sztuk Pięknych (Society of Friends of the Fine Arts) had prohibited the exhibition of two ‘obscene’ works by Zamoyski and Szmaj. Residents of Poznań were ambivalent towards Expressionism. They associated it both with German art and also with the German occupation. For the Bunt group, a revolutionary movement operating without institutions, and emphasising the role of ethics rather than aesthetics, it was a pars pro toto of modernity, perpetuating a myth of a ‘new art’ for a ‘new man’.

The linocuts appearing in the magazine were shocking in their use of contrasting black-and-white surfaces and primitivist deformation. Apocalyptic in Skotarek’s prints, examples of organic abstraction by Jerzy Hulewicz, Kubicka, and Zamoyski or Kubicki’s geometrical abstraction were a complete novelty. The explosive synergy of word and image, typical of avant-garde periodicals, highlighted the programmatic attempt to ‘épater le bourgeois’.

Like the Berlin periodicals, Die Aktion and Der Sturm Zdrój engaged in publications, exhibitions, lectures, music events, and the production of a series of postcards. It also included translations from Die Aktion and undertook joint publishing and exhibition projects, inspired by the Kubickis. The Zdrój artists expressed their ideas in an international visual language, and the parallel publications of their poetry and manifestos in Poland and Germany overcame the differences in literary idiom. For Kubicki, an author of Polish and German revolutionary-biblical poetry who came to terms with the utopia of a ‘new society’, the bilingual and international character of art was a matter of course.

Fragments of the article published with footnotes as:

Lidia Głuchowska, Poznań and Łódź: National modernism and international avant-garde. Zdrój (1917-22); Yung-Yidish (1919); and Tel-Awiw (1919-21) (Kap. 51). In: Brooker, Peter/ Thacker, Andrew/ Weikop, Christian/ Bru, Sascha u. a.  (Hg.): Modernist Magazines: A Critical and Cultural History. Vol. 3, part 2: Europe 1880-1940, Oxford University Press 2013, S. 1208-1233.

Per aspera ad astra!

Some months ago dr Lidia Głuchowska wrote here about Yiddishland; last week she wrote again about that topic – see Tel-Awiw. Today her next text about jewish avant-garde in Poland after 1918. And the next one, about Expressionist publication Zdrój on coming Monday.

Young Yiddish. Songs in word and image

Mir yunge, mir – a freylekhe tsezungene khalyastre
Mir geyen in an umbavustn veg,
In tife more-shkhoyredike teg
In nekht fun shrek:
Per aspera ad astra!

We young, we – a joyful, singing khalyastre –
We go an unknown way
In the deep days of melancholy
In the nights full of fear
Per aspera ad astra!

Ing_Idysz BraunerMoyshe Broderzon’s poem ‘Tsu di shtern’ (To the Stars) from the second issue of the Łódź magazine Yung-Idish. Lider in vort un tseykhenung (Young Yiddish. Songs in word and image) is in many respects representative of the entire periodical. It was written originally in Yiddish, a relic of a world that receded into the past with the Holocaust. Thanks to its emotive rhetoric it once appealed not only to readers in Łódź or Poland as a whole, but in most of Central Europe.

The style of the poem ‘Tsu di shtern’ published in Yung-Idish, is characteristic not only of texts from this first magazine of the Yiddish avant-garde, but of the entire literature of a community that survived the atrocities of World War I, and a history of pogroms and revolutions. The result was a literature less of beauty than of horror.

That the poem by Broderzon, a co-founder of the Yung-Idish group and magazine, also opened  the inaugural issue of the Warsaw almanac by Peretz Markish entitled Khalyastre  [Chaliastre] (The Gang) in 1922 symbolized the deliberate creation of a genealogy and the concerted efforts of the Yiddish avant-garde in Central and Eastern Europe and the USA. Warsaw thereby acquired the status of the European centre for Yiddish literature, with Paris and Berlin serving as its satellites.

In Khalyastre Broderzon’s text appeared next to an Expressionist linocut by Itzhak Brauner (Yitskhok/Vincent Broyner), artist connected with Ing-Idish. The avant-garde integration of word and image was best reflected in the Albatros almanac. In Yung-Idish there were more illustrations than texts, an unprecedented practice in the Jewish avant-garde periodicals in Eastern Europe or America which respected the biblical ban on images.

Yung-Idish was the mouthpiece of Yiddishism and the generation following haskalah (the Jewish Enlightenment), which accompanied the nationalisation of modernism in Europe’s ‘new states’, established mainly after the collapse of the Austro-Hungarian Empire. The genesis of the periodical is reconstructed from different perspectives by literary and art historians, who see either the poet Broderzon or the artist Jankel Adler as assuming a dominant role. Adler arrived earlier to join his colleagues, later the founders of the Yung-Idish magazine and associated group, in exhibitions of the Towarzystwo Artystów i Zwolenników Sztuk (Society of Artists and Art Lovers) in 1918. In April the venue exhibited works by Dina Matus, V. Brauner, Bartschinsky (Barciński), and Szwarc, and in December by Adler. The group was subsequently joined by the women artists Ida Brauner, Zofia Gutentag, and Pola Lindenfeld and by Broderzon’s ideological opponent, the classicist Itzhak Katzenelson, as well as Yekheskl Moyshe Nayman (Neuman), Salomon Blat and Henryk Kohn.

The elegant graphic design and layout of Yung-Idish , the vertical format of its pages and the stylised Hebrew font rivet attention from the start. The evocative subtitle of the periodical, which in direct translation means ‘songs in word and image’, highlights the demand for a synergy of  media and deviates from the biblical prohibition of creating images, evoking at the same time a communication with the sacred in pointing to the mystical objective of art. Moreover, the presence of figurative art, subject to Expressionist deformation, points to its being the manifesto of a generation. For here a cultural code was re-defined and extended into the zone of the taboo, allowing Yung-Idish to express a programme merging the tradition of Yiddish and modernism.

More in the whole version of this essay (with footnotes) published as:

Lidia Głuchowska, Poznań and Łódź: National modernism and international avant-garde. Zdrój (1917-22); Yung-Yidish (1919); and Tel-Awiw (1919-21) (Kap. 51). In: Brooker, Peter/ Thacker, Andrew/ Weikop, Christian/ Bru, Sascha u. a.  (Hg.): Modernist Magazines: A Critical and Cultural History. Vol. 3, part 2: Europe 1880-1940, Oxford University Press 2013, S. 1208-1233.

Tel-Awiw

Monday. A day for history of art stories by 4c_Tel_Awiw_3_August_1919_vignette_Szyk

Lidia Głuchowska

From: Lidia Głuchowska, Poznań and Łódź: National modernism and international avant-garde. Zdrój (1917-22); Yung-Yidish (1919); and Tel-Awiw (1919-21) (Kap. 51). In: Brooker, Peter/ Thacker, Andrew/ Weikop, Christian/ Bru, Sascha u. a.  (Hg.): Modernist Magazines: A Critical and Cultural History. Vol. 3, part 2: Europe 1880-1940, Oxford University Press 2013, S. 1208-1233.

Tel-Awiw – “A Hill of Spring”

The vision of a ‘new world’ and a ‘new man’ which underpinned the myth of the avant-garde and the rhetoric of its manifestos opened the first issue of the monthly Tel-Awiw in 1919. However, the periodical was traditional both in its literary style and graphic design.The Tel-Awiw publishing house, through its periodicals and books, the organisation of lectures and exhibitions, organised also outside of Łódź, aspired to be the pivot of a new culture, serving the ‘cause of the Jewish nation’. The first editorial declared openly: ‘A rebirth of the nation concerns the body, but … first and foremost the spirit. Therefore we will assign a privileged place here to Jewish thought, poetry and arts … Representatives of tomorrow can be found in the ranks of the young generation. Therefore … the Jewish youth will be assigned an equally privileged position.’

Youth and the future are other typical components of the manifestos of the time. A ‘new world’, the great spiritual generational project, located outside the here and now, integrated the tradition of all the countries of the Jewish diaspora: ‘first and foremost, however, the land of fathers and sons, a land of an immortal past and of the future’. The magazine was to be a foundation stone for the construction of a new world – Tel-Awiw (‘A Hill of Spring’) – which would be settled by a ‘new man’ – a ‘New Jew’.

Today, when leafing through Tel-Awiw (1919-21), issued in Łódź by Zygmunt Bromberg-Bytkowski from a branch office in Warsaw, readers may find it exotic or foreign. For here is an unknown world, which ceased to exist not only in Poland, but throughout Central Europe at the conclusion of World War II. The very dating of Tel-Awiw reflects a telling yearly division in line with the Jewish calendar rather than with the universal calendar. Thus issues 1 to 4 came out in 1919; issues 5 and 6 in 1920, and subsequent issues – 1 to 8 – in 1921, including double issues 3-4 and 7-8.

The cover of the penultimate issue of Tel-Awiw featured the information that this was the only Jewish monthly in the Polish language. While this language is a bridge to a better understanding of the magazine’s content, it frequently fails to communicate the reality recorded in its 12 issues and 600 pages across such a historical and ideological distance. In the national culture the Jewish language was used both by assimilated Jews and Zionists, who did not always know the elitist Hebrew language. Polish-Jewish literature (that is to say, Jewish literature published in Polish) was disseminated through education, which was the cornerstone of cultural integration. In turn, the participation of assimilated Jews in the development of Polish literature was unprecedented among Poland’s national minorities.

Unlike in the former Soviet Union (where traditional and new Hebrew literature was hardly tolerated) in Poland the individual components of the tripartite linguistic poly-system of Jewish culture went unscathed. Although in the two decades between the world wars the centre of Hebrew literature moved from Eastern Europe to Palestine, in Poland it served as a reference point for those Jews who were considering migration. 80% of the Jewish population spoke Yiddish, a language of instruction in an extensive network of cheders, yeshivas and Bejs Yankev (schools for girls) – religious educational institutions – and in the secular high schools. By 1939 a total of 1,500 titles accounting for around two-thirds of all Jewish periodicals were issued in Yiddish. Since 1908 this language was treated on a par with Hebrew as a national language. At one time over 150 magazines with a total print-run of at least 350,000 copies were issued in Yiddish. These were dailies, weeklies, and monthlies, including specialist publications, representative of all political factions and ideologies. Moreover, there were many literary magazines and literary and arts periodicals, including Yung-Idish, whose authors cooperated with the editorial board of Tel-Awiw and which were therefore extensively discussed in the latter magazine. After Poland regained national sovereignty 1918, the Jewish press resumed its activity with redoubled energy and soon enjoyed a principal position among the titles issued by national minorities. In Łódź alone the Jewish press was published mainly in Yiddish (in for example Lodzer Togblat, Lodzer Morgnblat, Folsksblat, Nayer Folksblat, Oyfgang), even if there were also periodicals in Polish (such as Republika and Głos poranny).

Bromberg-Bytkowski’s personality had a powerful impact on the ideological profile of the Tel-Awiw magazine. He was one of the few Polish Jews, in whom a high European culture and a profound dedication to Polish culture co-existed with a commitment to Jewish culture and its Enlightenment heritage. He was a sophisticated European literary scholar, translator, and aesthete, a supporter of Polish Romanticism, the founder of a Palestine colony, and an active promoter of Zionism. He managed to persuade the most prominent intellectuals of his own generation and the next to publish in Tel-Awiw. The magazine offered articles by the renowned historians Majer Bałaban and Maksymilian Bienenstock, the ideologist Max Nordau, and the writers Sholem Asch and David Ben Gurion, the future first Prime Minister of the Israeli government.

Bromberg-Bytkowski stressed the role of culture in the magazine but also reacted strongly to events like the act of San Remo or the foundation of the Clarté organisation, both key events in the implementation of Zionist ideas. Tel-Awiw regularly introduced its readership to politicians and men of letters, such as Herzl, Anski and Heinrich Heine, Yosef Hayim Brenner, Chayym (Hayim) N. Bialik and Shaul Tchernichowsky, the dramaturge A. Vayter (Ayzik Meyer Devenishski) and the precursor of Yiddishism, Yitshok Leybush Peretz. The literary preferences of the editor were the polar opposite of avant-garde – critical of Naturalism and modernism but a defender of Romanticism whose renaissance was observable in the works by Knut Hamsun. The literature section of the magazine is memorable thanks to translations of new Hebrew and German poetry by Bialik, Tchernichowsky, and Heine. In addition, the literary texts included folk songs, prose by Ben Gurion, and Asch, as well as texts by the poet Jakób Kahan. The ‘Song of Songs’ came out in excerpts, posthumously considered to be Bromberg-Bytkowski´s master-work in translation.

Initially there were few articles about the visual arts. Marek Szwarc’s article ‘Sztuka a Żydzi’ (Art and the Jews) was published in November 1919.

In January 1921 Tel-Awiw published an article by Moshe Broderzon, another representative of Yung-Idish. Entitled ‘Al kidusz ham’ (At the Altar of the Nation), it was an homage to An-sky the author of the legendary Dybbuk, the founding father of Jewish ethnography and the main writer of the post-haskalah (the Jewish Enlightenment) epoch.

In May and June the magazine published reviews of the exhibition written by Bromberg-Bytkowski. Launched on April 3 in the rooms of the Merchant Society, the show is said to have attracted especially big audiences.

The review judged Szyk, the author of the vignette of the magazine (as well as another for Bytkowski´s translation of ‘The Song of Songs’) the major artistic personality of the show and saw his calligraphic style as referring to traditionally Jewish techniques of miniature and metalwork. In Szyk, Wilhelm Wachtel, and Jerzy Merkel Bytkowski found too an Eastern and Jewish propensity for fairy-tale visions. He praised the Palestine landscapes by Haneman, whose print he had reproduced in Tel-Awiw, and singled out the older artists Józef Budko and Henryk Glicenstein, along with the Warsaw-based artists Regina Mundlak and Adam Herszaft.

The Salon of the Futurists, Cubists, and Primitivists containing works by the artists associated with Yung-Idish (except Dina Matus) were unfavourably assessed.

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The initiative taken by Bromberg-Bytkowski, then, not only resulted in a representative display of current Jewish arts but also provided a powerful impetus for similar projects and the integration of Jewish cultural elites domestically and abroad. The last page of Tel-Awiw included information about the back copies and issues scheduled to be published. In December 1921 the names of collaborators were included and a subscription for the following year was announced. However, in the era of Polish hyperinflation, the situation of little periodicals promoting radical modernist ideas and aesthetics, such as Zdrój or, of those which also represented  national minorities, such as Yung-Idish or Tel-Awiw, was in many ways difficult. Tel-Awiw failed to appear in 1922 and Bromberg-Bytkowski died on March 13, 1923.

Circus Europe

Tak, Kochani, Renia wyjechała na wakacje. Trochę to dziwne – po tylu miesiącach, kiedy najpierw pojawiała się co niedzielę jako Perska Żona, a potem co poniedziałek jako Renata, teraz jej nagle nie ma… Na szczęście dokładnie w tym samym czasie wychynęła z niebytu intensywnej pracy naukowej Lidia Głuchowska, aby podzielić się z nami od czasu do czasu swoimi opiniami o współczesnych artystach. Tym razem o fotografii Marka Lalki. Tu prezentujemy fragment jej najnowszego tekstu, reszta – zaniedługo czyli u nas prapremiera – w zielonogórskim kwartalniku kulturalnym ProLibris.

Circus Europe i inne kontynenty

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Bez podpisu, często także bez daty…

Fotografie Marka Lalki posortowane są wprawdzie w cykle, prezentuje je on jednak bynajmniej niechronologicznie. Także w obrębie serii prac pod wspólnym tytułem pojawiają się zdjęcia zdradzające różną topografię ukazanych scen. Roczna czy dzienna data ich powstania nie jest zresztą istotna. Automatycznie wyczuwa się tu aktualność, a mimo to przypadkowe z pozoru ujęcia zdają się ponadczasowe. Nie jest to bowiem reportaż – doraźna rejestracja faktów z pierwszych stron gazet – lecz wizualna refleksja snuta wokół banalnych z pozoru zdarzeń, spostrzeżeń czy odczuć. Te składają się na doznanie kontaktu z otaczającą rzeczywistością i oswojenie obcości – faktycznej czy pozornej – z tym, z czym zderza się każdy, skrecając w nieznany zaułek, wysiadając z pociągu czy samolotu.

cyrk2Pod względem komunikacji wizualnej są to scenerie przejrzyste, a jednak zwykle nie dostrzega się ich w pośpiechu codziennej bieganiny. Marek Lalko – podróżnik – potrafi się jednak zatrzymać. Pokonując odległość, nie tylko oswaja nieznane, lecz i zdobywa dystans wobec tego, co zostawia za sobą. Zyskuje świeżość spojrzenia. Wyznacznikiem tego jest w pewnym sensie wybrana technika. Wydaje się obiektywna, nosi jednak i znamię antykwaryczności, świadomie zresztą eksponowanej. Monochromia – zwykle czerń i biel analogowych średnioformatowych ujęć (6/7 cm) – to pierwszy sygnał swoistego anachronizmu znamionującego poetycką, a nie reporterską pasję. Jest tu i estetyzm, i wola poznania, lecz nie „interesowna”, dziennikarska wścibskość, śledząca sensację i bezkarnie epatująca bólem,  intymnością innego. I czas – zaobserwowany i zainwestowany w podróż – choćby tylko mentalną, tuż za róg ulicy. A potem jeszcze w proces techniczny – tradycyjny od początku do końca. W tej fotografii jest zatem czas. Czas – najcenniejsze, co mamy…

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Więcej zdjęć na stronie artysty

Artifex doctus

Stanisława Kubickiego (1889-1942) nie trzeba na tym blogu przedstawiać. Nie wiadomo, czy wie już o nim cały świat, jak to mu się na pewno należy, ale nasi Czytelnicy znają go znakomicie.

Jeśli w solidnym, po mieszczańsku ustabilizowanym Poznaniu szukamy artystycznych cyganów, bulwersujących atmosferę sytości i zadowolenia z siebie, to Kuba powinien się znaleźć na jednym z pierwszych pomiędzy nimi miejsc, pisał przed laty poznański kronikarz Tadeusz Kraszewski.

Był spiritus rector grupy Bunt, a jego prace wyróżniały jednolity styl i precyzyjna kompozycja. Na łamach Zdroju właśnie w odniesieniu do jego twórczości po raz pierwszy programowo pojawił się termin ekspresjonizm. Z kolei wystawione w 1917 r., zaginione dziś obrazy – Kwiaty, Dom i Miasto – w Kurierze Poznańskim żartobliwie określono jako trzy kubiki Kubickiego.

Potem na lata słuch o Kubickim zaginął… Powrócił do świadomości społecznej dopiero na początku lat zerowych, kiedy to jego prace pojawiły się na wystawach w Brukseli, Los Angeles, Monachium, Berlinie, Wrocławiu… Charakteryzowano go jako najwybitniejszego przedstawiciela ekspresjonizmu i pierwszego konsekwentnego abstrakcjonistę w Polsce, a jego dokonania zaczęto zaliczać do najciekawszych zjawisk środkowoeuropejskiej awangardy. Andrzej Turowski widzi w nim prekursora generacji budowniczych świata, uwikłanych w społeczne i artystyczne utopie, zmuszonych do konfrontacji z systemami totalitarnymi.

11111Gdy w roku 2008 Autoportret VII Kubickiego z roku 1922 trafił na ekspozycję Muzeum Narodowego w Poznaniu, Lidia Głuchowska napisała o nim artykuł. Uczony, jak to u naszej Lidii w zwyczaju.

Lidia Głuchowska

Artifex doctus – autoportret Stanisława Kubickiego a kod wizualny klasycznej awangardy

Stylistyczne i ikonograficzne metamorfozy autoportretu Stanisława Kubickiego dokumentują jego poglądy na temat statusu artysty i ambiwalentny dialog z awangardową utopią „nowego człowieka”.

Przebrania, pozy, autostylizacje – to echo artystycznych mitologii dwudziestolecia międzywojennego. W coraz to nowych rolach notorycznie przedstawiali siebie choćby Witkacy czy Bruno Schulz. Jest to tyleż wyrazem narcyzmu co obsesji autoanalizy i rozważań nad statusem artysty. Clown, święty, dandys, rewolucjonista czy konstruktor świata – to tylko niektóre z ówczesnych autodefinicji twórców, dokumentów raczej introspekcji niż rzeczywistej fizjonomii. Wizerunki własne Kubickiego – do dziś przetrwało ich dziewięć – wpisują się w tę tradycję.

Pierwszy z nich – elegancki, po Gauginowsku postimpresjonistyczny obraz z 1911 r., z wyrazistym czarnym konturem i niemal bezwalorowym modelunkiem  to praca z czasów nauki w berlińskiej Königliche Kunstschule – udana, lecz daleka od rzeczowego, zdyscyplinowanego stylu artysty z pogranicza figuracji i abstrakcji, jaki w przyszłości będzie tak charakterystyczny dla Kubickiego. Młodzieńcze dzieło namalowane organiczną płaską plamą, zawiera jeszcze elementy dekoracyjności – kwiat w barwie indygo pojawiający się w tle kolorystycznie współbrzmi ze strojem w stylu dandy. Niebawem już ów dekoratywizm wyparty zostanie przez antyestetyzm. Drugi autoportret, rysunek piórkiem, stworzony około roku 1917, wykonany wyrazistą lecz oszczędną kreską, antycypuje już dojrzały konstruktywistyczny styl artysty, choć modelowana za pomocą łukowatych linii i szrafowań twarz emanuje liryzmem, a geometryzacja kompozycji nie jest jeszcze konsekwentna. Stylistycznie dzieło to utrzymane jest w duchu narcystycznych autoportretów z epoki.

Najczęściej reprodukowany Autoportret IV Kubickiego – znany już tylko z kart Zdroju i Die Aktion z 1918 r. – to jedno z najwybitniejszych osiągnięć polskiej grafiki ekspresjonistycznej. Chronologicznie poprzedza go dużo czytelniejsze ołówkowe studium. W samym linorycie rysy twarzy zaznaczone zostały sumarycznie, za pomocą ciężkich, kanciastych plam, akcentujących głębokie oczodoły, trójkątny zarys linii włosów i dłoń podpierającą głowę. Geometryzacja i wręcz abstrakcyjny charakter tego wizerunku decydują o jego wyjątkowości – inni Buntowcy i Formiści rzadko realizowali tak konsekwentnie koncepcję portretu ekspresjonistycznego, umieszczając zwykle realistycznie potraktowaną twarz na stylizowanym tle. (…) Czerń – szyfr transcendencji, nicości i pustki, oznacza transgresję w saturniczny wymiar egzystencji

Brak indywidualnych cech fizjonomicznych i naturalistycznie traktowanego wizerunku sugeruje świadomy odwrót od estetyzującej imitacji zewnętrznego świata. Kanciasty zarys twarzy przywodzi na myśl czaszkę czy może maskę w sztuce prymitywnej, inspirację awangardy, konotowaną jako obiekt magiczny.

Głowa i dłoń w schemacie ikonograficznym Melancholii rodem ze sztychu Dürera (…) są symbolem nobilitacji artysty. W przeciwieństwie do palety i pędzla – utensyliów malarskich z konwencjonalnego autoportretu, akcent pada tu na intelektualny, a nie rzemieślniczy aspekt procesu twórczego

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Ów schemat Kubicki wykorzystał również w linorytach Autoportret VI i La pensée z 1919 r. opublikowanych w monachijskim piśmie Der Weg. Ręka i głowa – pars pro toto intelektualnej autodefinicji artysty – pojawiają się tym razem w osobnych pracach, jak hieroglify z przecinających się linii, eksponując dualizm kondycji twórcy – rzemiosło i intelekt, disegno i ingenio. W abstrahującej alienacji od zmysłowej, ludzkiej natury Kubicki nigdzie nie posunął się dalej niż tu. (…)

Uporczywie aktualizowany wzorzec obrazowy portretu artysty-myśliciela Kubicki wykorzystał też w drugiej wersji pracy La pensée z 1919 r, kolażu alternatywnie tytułowanym Czytający, znanym jedynie z relacji żony. Był on drugim stadium tzw. eksperymentu dadaistycznego, zainspirowanego twórczością Raoula Hausmanna i Georga Grosza oraz francuskich kubistów.

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Poprzedzał go obraz Wchodzący, przedstawiający artystę wkraczającego do Café des Westens, zwanej kawiarnią Mania wielkości (Großenwahn). W tle dostrzec tu można tytuły wolnej prasy odbijające się na wprawionych w ruch szklanych drzwiach, symbole wymiany myśli i nerwowego rytmu życia metropolii. Wchodzący nie odzwierciedla rysów twarzy modela lecz milieu, które go determinuje (…). Nowoczesna metropolia staje się (…) częścią autocharakterystyki. To sygnał ryzykownej próby integracji obcych impulsów, stanowiących zagrożenie dla suwerenności jednostki, czego optyczną oznaką jest fragmentaryzacja ciała, rozpraszanego jakby w rytmie miasta.

Interesujące uzupełnienie obrazu stanowi autobiograficzny rysunek Dokąd? – punkt dojścia eksperymentu dadaistycznego – z odniesieniami do chaosu po upadku rewolucji listopadowej w Niemczech. Dezintegracji osobowości odpowiada tu rozpad świata. Wchodzący powstał rok po tym jak Kubicki wyjechał z Poznania do Berlina, by (daremnie) szukać realizacji awangardowej utopii „nowego człowieka“ i „nowej wspólnoty“, poprzez włączenie się w życie artystyczne i wir zdarzeń politycznych. Stąd też być może w centrum klarownej geometrycznej kompozycji, na przecięciu linii napięć, artysta umieścił głowę, a wokół niej napisy, sugerujące natłok piętrzących się wrażeń.  (…)

Autoportret VII Kubickiego z 1922 roku to surowa linearna kompozycja, złożona ze statycznych, płaskich form, reprezentująca dojrzały, abstrakcyjno-konstruktywistyczny styl artysty. Ledwie rozpoznawalna, geometrycznie opracowana twarz niknie w mozaikowym tle. Geometria ludzkiego wizerunku wywołuje efekt obcości. (…)

Geometryczny raster to formalny wyznacznik międzynarodowego języka konstruktywistycznej awangardy. Na tle typowych prac w tym stylu, zwykle utrzymanych w kontrastowych barwach, dzieło Kubickiego wyróżnia jednak dyskretna gradacja tonów. Uderza „konkretność“, „rzeczowość“ wizerunku, pozbawionego niemal identyfikujących modela elementów i aury antropomorfizmu. (…)

Kubicki unikał narracyjnych formuł. (…) Dopiero przy wnikliwszym oglądzie Autoportretu VII, w tle zidentyfikować można lewitujące w próżni, pozornie izolowane formy jako wyobrażenie głowy i dłoni – kanoniczne składniki obrazowego kodu konotującego intelektualny potencjał artysty. (…)

…wymowa Autoportretu VII Kubickiego w jedyny właściwy sobie sposób wyraża napięcie pomiędzy wybujałym indywidualizmem twórcy a jego dążeniem do uniwersalizmu. To etykietka przynależności twórcy do awangardowej formacji (…). Nie wiadomo jaki tytuł nadał tej pracy sam autor. Inne swe kryptoportrety nazywał Samotnik, Czytający czy Wchodzący. Czy – w nawiązaniu do tej samej konwencji – tym razem wykonał wizerunek twórcy per se – jego rozdarcia między autodestrukcja i autodeifikacją? Czy znajdujący się za głową krzyż to sygnał autoironicznej identyfikacji artysty z Chrystusem – figurą outsidera? Co oznacza enigmatyczna forma przypominająca promień, a może raczej ostrze przecinające głowę? W czasie twórczego i osobistego kryzysu, już krótko po namalowaniu obrazu, Kubicki pociął go nożem. Zniszczone płótno żona nakleiła na deskę i starannie odrestaurowała, tak iż ślady łączeń trzech jego fragmentów są dziś ledwie widoczne. Niezależnie od aktu autoagresji wymierzonego właśnie w ten autoportret, Kubicki niewątpliwie go cenił. Dziesięć lat później uczynił go elementem jednej z najważniejszych swych kompozycji zatytułowanej Święty i zwierzęta z 1932 r.

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Ów kryptoautoportret pod postacią świętego Franciszka to synteza koncepcji kosmologicznej Kubickiego wypracowana w obliczu kryzysu wartości cywilizacyjnych i narastającego faszyzmu. Ewokowana tu alternatywna rzeczywistość symbolizuje mit antycywilizacyjny i (niespełnione?) marzenie twórcy o samorealizacji i życiu w harmonii z naturą. On, który nigdy nie przedstawił siebie w otoczeniu innych ludzi, zdefiniował tu przeduchowione królestwo zwierząt jako preferowane otoczenie. Warunkiem adaptacji była rezygnacja z identyfikowalnej fizjonomii.

Brak ludzkiego wizerunku i brak ciała to typowe aspekty wizualnego kodu awangardy. Eskapizm wyraża kryzys utopii „nowego człowieka“ i „nowej wspólnoty“ oraz negację realnego otoczenia – wypalonej ideowo awangardy, rozproszonej zresztą wraz z objęciem władzy przez Hitlera.

***

Przed ledwo co ukończonym obrazem Święty i zwierzęta sfotografował Kubickiego w jego berlińskim atelier ex-dadaista Raoul Hausmann Podejmując rodzaj intertekstualnego dialogu z dorobkiem przyjaciela, za pomocą efektów światłocieniowych odtworzył jego linorytniczy autoportret z 1918 r. – ową posępną prymitywizującą maskę – ekspresjonistyczne memento mori.

Co jest wspólnym mianownikiem wizerunków własnych Kubickiego? Symptomatyczne jest, iż nigdy nie ukazał się w otoczeniu innych ludzi. Jednocześnie postępująca redukcja identyfikujących fizjonomię elementów jest tu wypadkową introspekcji, pasji zgłębiania absolutu i uniwersalizacji kodu wizualnego.

Tylko sporadycznie, jak choćby w obrazach Wchodzący czy Święty i zwierzęta, Kubicki w tle umieścił atrybuty stanowiące zalążek narracji. W tych wyjątkowych sytuacjach odniósł się do dwu determinant egzystencji i sztuki nowoczesnej – natury i kultury. O ile początkowo jego autocharakterystykę dopełniał obraz miasta, o tyle z czasem wraz z negacją kultury i cywilizacji oraz izolacją od naporu aktualności pojawia autoportret z idyllą natury w tle. Zwykle jednak siła jego prac tkwi w syntezie osoby, w redukcji wizerunku do przedstawień twarzy, i to ujętej zaledwie w ogólnych zarysach. Odniesienia do czasu i przestrzeni ograniczone są do absolutnego minimum.

Autoportrety Kubickiego nie ułatwiają wyśledzenia biograficznej anegdoty. Przeciwnie –cechuje je wyjątkowa rzeczowość i matematycznie koncypowana klarowność, która, niezależnie od ewolucji stylistycznej, pozostaje konstantą. Ów ład wizualny sugerować mógłby wewnętrzną harmonię artysty. Jego podszyte groteską i ironią teksty, jak choćby fragment wiersza Zwątpienie, przynoszą jednak odmienny komunikat:

…I stoję przed Tobą / pogardy pełen / dla siebie / (dzieła twojego)
koślawy / oplwany / śmieszny/ idiota
(człowiek któ
ry Twojej szukać / szedł prawdy).

Jak postrzegali go współcześni? Ich świadectwa mają charakter ambiwalentny. Gina Markowa, żona rzeźbiarza Marka Szwarca z łódzkiej ekspresjonistycznej grupy Jung Idysz, w książce Le Choix relacjonuje wizytę w atelier Kubickich z 1920 r.: Drzwi otworzyły się z hukiem ukazując ociężałe, lekko wygięte zjawisko. Spod wyrazistych brwi spoglądał zza mgły, jak ślepiec.

Z kolei August Sander na zdjęciu do słynnego cyklu Ludzie XX wieku – manifeście nowej rzeczowości i panoramie nowoczesnego społeczeństwa z 1929 r. – uwiecznił Kubickiego na ogrodowych schodach. Kubicki – Malarz wygląda tu raczej jak arystokrata niż przedstawiciel bohemy czy filozof. Tadeusz Kraszewski, który spotkał artystę dziesięć lat później, zapamiętał go jako postać charyzmatyczną: …miał wygląd bardzo reprezentacyjny. Starszy pan o pięknej pociągłej twarzy, wyrazistych rysach, siwej czuprynie (nawet w największe mrozy nie nosił nakrycia głowy), trzymający się bardzo prosto – czasem zakładał monokl – budził respekt i poważanie.

***

Przebrania, pozy, stylizacje… – artefakty świadomie reżyserowanej strategii autokreacji. Spośród wizerunków własnych Kubickiego żaden nie jest sygnowany ani datowany, jakby artysta świadomie pozbawiał je osobistych odniesień, zacierając ślady biografii. Nie dokumentują one fizjonomii – natury ludzkiej – lecz poszczególne stadia krystalizacji stylistycznego profilu twórcy, jego intelektualnego uniwersum. Dzieło pojawia się zamiast artysty, jako pars pro toto jego istoty – abstrakcyjna aktualizacja tematu artifex doctus.

Tekst jest skróconą wersją fragmentów książki Lidii Głuchowskiej Avantgarde und Liebe. Margarete und Stanislaw Kubicki 1910-1945, Gebr. Mann-Verlag, Berlin 2007, nagrodzonej przez Stowarzyszenie Historyków Sztuki