Für Dorota Kot mit dem Dank für ihr Geschenk zum Frauentag 🙂
128 ist das Magazin der Berliner Philharmoniker, entsprechend der Anzahl der Musiker des Orchesters. Das Magazin widmet sich aktuellen Debatten aus der Welt der Klassik, berichtet über die Berliner Philharmoniker und bespricht kulturelle Themen über den philharmonischen Kosmos hinaus. Es erscheint 4-mal pro Jahr in der Auflage von 15.000 Exemplaren.
Die Nr. 1 im Jahre 2015 wurde den Frauen in der Klassik gewidmet, Sängerinnen, Komponistinnen, aber auch Musikjournalistinnen. Eine von ihnen, Eleonore Büning, schrieb einen Text, der mich heute, ein Jahr später, als ich ihn gelesen hat, sehr stark getroffen hat. Online habe ich ihn nicht gefunden, ich fotografiere also, lasse durch OCR laufen und korrigiere. Eine Arbeit, sage ich Euch.
ES IST SCHON EIN PAAR JAHRE HER. Bei einem Beethoven-Symposion an der amerikanischen Ostküste lernte ich einen Armvoll neuer, verrückter Theorien kennen, die Musik betreffend, die ich liebe. Damals war der Begriff Genderstudies in Deutschland noch nicht in Gebrauch, aber in der Neuen Welt hatte Susan McClarys Buch ››Feminine Endings‹‹ längst Furore gemacht und eine Fülle an weiteren Grundlagenforschungen zum Sexismus in der Musik nach sich gezogen. Nur für die Praxis war dies vorerst noch folgenlos. Nach wie vor wurde das New York Philharmonic von einem kurzen, rundlichen und – streng gendermäßig sowie unter Vermarktungsgesichtspunkten doch eher unauffälligen – männlichen Dirigentenexemplar angeleitet; wohingegen die Person, die den Solopart des Beethovenschen Klavierkonzertes am Flügel bestritt, wie so oft weiblich, gertenschlank, höchst attraktiv und in Glitzerstoff verpackt war. Auch hierzulande gab es vorerst nur zwei weibliche Dirigenten, also etwa 0,1 Prozent, die es geschafft hatten, ein eigenes Orchester zu leiten. Sie hießen Pfund und Mounk. In Boston sagte man mir, Beethoven sei schuld an dieser beklagenswerten Quote.
Ein male chauvinist par excellence, habe Beethoven eine virile Instrumentalmusik geschaffen, die, postum weltweit durchgesetzt und zu einem Leitbild für andere Komponisten, ja, zur Alphatier-Musikform eines neuen Klassikzeitalters geworden, Ausdruck eben dessen sei: frauenfeindlich. Die Durchführung des ersten Satzes der Neunten wurde analysiert als die gewalttätigste Episode der Musikgeschichte überhaupt. In der Struktur der
Sonatenhauptsatzform, wie sie den meisten ersten Symphoniesätzen seit Beethoven zugrunde liegt, mit ihrem männlichen und weiblichen Thema, erkannte man den Reflex der hierarchischen Denkformen einer männlich dominierten alten Welt, welche demnächst dem Untergang geweiht sei. Und sogar die hehre Idee der absoluten Musik entpuppte sich, mit ihrer philosophisch unterfütterten Meinungsherrschaft, als ein verkapptes Unterdrückungsinstrument.
Natürlich konnte ich, nachdem ich zurückgekehrt war, Beethovens Neunte oder auch Schumanns Vierte nicht mit anderen Ohren hören als zuvor. Ich sah auch nicht plötzlich weniger Musikerinnen in den großen Symphonieorchestern herumsitzen, es wurden, im Gegenteil, nach und nach immer mehr. Hier hatten administrative Gleichstellungsmaßnahmen offenbar teilweise Erfolg. Es gibt mittlerweile Orchester, bei denen Probespiele hinter einem Vorhang stattfinden, womit die Fragen, ob Frauen emotionaler phrasieren oder Männer sich von Geigerinnendekolletés ablenken lassen, ebenso obsolet geworden sind wie die, ob ein Kontrabassist den Betriebsablauf stört, wenn er seine Tage hat. Geschlechtszugehörigkeit ist kein relevantes Kriterium mehr für die (Nicht-)Einstellung. Für die Beförderung aber mitunter doch noch.
Auch di Zahl der Dirigentinnen hat sich seither vervielfacht, in der laufenden Opernsaison haben zum Beispiel gerade drei neue junge Generalmusikdirektorinnen im deutschsprachigen Raum ihre Arbeit aufgenommen. Trotzdem ist die Quote hier immer noch mies. Was Führungspositionen anbelangt, hinkt der Musikbetrieb anderen Kulturbereichen mit kreativem Personal hinterdrein. Es gibt ganz selbstverständlich erfolgreiche Museumsdirektorinnen, Intendantinnen, Pilotinnen, Regisseurinnen. Wir haben eine Kanzlerin. Eine Verteidigungsministerin. Aber eine Wunschkandidatin für die Rattle-Nachfolge? Die ist so was von nicht in Sicht, dass ich mich selbst ein bisschen auslachen muss in dem Moment, da mir der Gedanke kommt und ich ihn aufschreibe.
Nur, was kann Beethoven dafür? So durchgeknallt, wie mir diese Frage einst vorkam, ist sie vielleicht doch nicht. Einerseits wird der Kanon des Orchester-Repertoires, dieser großartige erfolgreiche Fortsetzungsroman der Symphonie, von Überwältigungsmetaphern und antagonistischen Prinzipen geradezu durchwuchert. Überall tummeln sich Helden. Fast alle groß besetzten, öffentlichen Instrumentalmusiken des 19. und 20. Jahrhunderts berichten von Märschen, Kämpfen, Opfern, Krieg und Sieg, Überwindung und Apotheose, das reicht von Beethoven über Mahler bis Schostakowitsch. Gewiss ist das genuin kein Genderproblem, eher ein wie auch immer gebrochener Spiegel der realen Zeitläufte, und betroffen sind von solchen politischen und sozialen Erschütterungen Männer, Frauen und Kinder gleichermaßen. Allerdings werden Kriege nicht von den Krankenschwestern geführt, sondern von Generälen. Auch in diesem gesellschaftlichen Bereich ist Gleichberechtigung noch lange keine Selbstverständlichkeit.
Dagegen herrscht sie in der Vokalmusik zu fast hundert Prozent, zumal in der Gattung Oper schon seit über vierhundert Jahren (oder, enger gerechnet, wenigstens seit die letzten Kastraten, immerhin auch eine Art Mann, haben abtreten müssen). Madrigalkomponistinnen reüssierten in der Renaissance. Operndiven regierten die Barockoper, und sie gaben diese Führungsrolle auch nicht auf in der französischen Revolutionsoper, in der Grand Opéra, im Belcanto, bei Rossini, Donizetti, Verdi und Wagner, wo die stärkste Figur, die am Ende fackelschwingend übrig bleibt, Brünnhilde heißt, nicht Siegfried.
Dieser Siegfried ist ein Kindskopf, Wotan impotent. Von der Oper lernen, heißt siegen lernen. Möglicherweise war es also doch kein Zufall, dass ausgerechnet Beethoven, der Held der absoluten Instrumentalmusik, nur ein einziges Werk zu dieser zukunftsträchtigen Gattung hat beisteuern können, und das auch noch unter heftigen Wehenschmerzen. Doch drückte er dabei, und das war gut so, der Frau die Pistole in die Hand.
















a w godzinę później:







Pierwsze w Polsce w latach 70. Chcałam zostać dziennikarką, taką lepszej klasy, i obsyłałam różne konkursy. Głupi był to pomysł i nie przyniósł żadnych widomych efektów, ale wtedy tego nie mogłam wiedzieć. Wysłałam więc recenzję na jakiś konkurs zorganizowany przez Kobietę i życie. To informacja bez znaczenia, ale ponieważ pamiętam, to napiszę, że była to autobiografia Stanisława Makowieckiego Mamałyga czyli słońce na stole. Dostałam wyróżnienie i przysłano mi jako nagrodę kilkanaście książek. Dopiero po jakimś czasie odkryłam, że wszystkie były napisane przez kobiety. Przyznaję, że do dziś myślę z uznaniem o tej peerelowskiej redakcji.
Gdy przyjechałam do Berlina przez kilka miesięcy sprzątałam, nie dlatego, żebym specjalnie lubiła sprzątanie, ale dlatego, że to w latach 80 robiły tu wszystkie Polki. W domu profesorostwa G. na Frohnau odkryłam, że na stoliku nocnym pana profesora leżą eseje filozoficzne i polityka, a u pani profesorowej książki napisane przez kobiety.
Ona sama, napisał Ojciec o Mamie, bardzo pilnowała, by nazywać ją po prostu Irena, bez żadnych zdrobnień czy odmian. W czasach, kiedy nasz dom, o czym później będzie więcej, pełnił funkcję Bazy, Bogdan Polakiewicz, jedna z najważniejszych postaci i osobowości tego okresu, zaczął wołać na Irenę: Ej, Artiste. Był to wyłącznie jego przywilej, reszta przyjaciół używała spolszczonej formy, i to w rodzaju męskim: Artysta. To określenie charakteryzowało ją chyba najlepiej. Wyznaczało nie tylko pozycję, jaką zajmowała wśród nas, ale także, a może nawet przede wszystkim, sens jej życia.
