Vergessener Genozid

2015 jährt sich zum hunderten Mal der Völkermord an den Armeniern – einer der ersten systematischen Genozide des 20. Jahrhunderts. Er geschah während des I WK unter Verantwortung der jungtürkischen, vom Komitee für Einheit und Fortschritt gebildeten Regierung des Osmanischen Reichs. Bei Massakern und Todesmärschen kamen je nach Schätzung zwischen 300.000 und mehr als 1,5 Millionen Menschen zu Tode. Der 24. April, der Tag, an dem 1915 die Deportation der armenischen Elite aus Konstantinopel begann, wird in Armenien als „Genozid-Gedenktag“ begangen. In einem gesellschaftlichen Portal unter meinen fast 400 Facebook-Freunden hat niemand den Völkermord erwähnt.

Unsere neue Autorin, Esther Schulz-Goldstein ist Psychoanalytikerin und beschäftigt sich seit dreißig Jahren mit der Gewaltproblematik in der türkischen Gesellschaft. Ihre Patienten aus Anatolien zwangen sie, die Geschichtslüge des türkischen Staates aufzuspüren, weil diese sich auch in der seelischen Struktur ihrer Patienten abbildete. In diesem Zusammenhang schrieb sie die vier Bände „Am Himmel blieb die Sonne stehen“ in der sie die Gewaltentbindung im Zusammenbruch des Osmanischen Reiches erforschte, die in den vier von den Türken verübten Völkermorden an den Armeniern Aramäern, Griechen aus dem Pontos und den Zaza aus Dersim in Ostanatolien mündeten. In Band drei verglich sie die Phantasmen der türkischen Henker mit denen der Deutschen der Nazizeit, die zu Auschwitz führten. In Band vier untersucht sie den Nahostkonflikt.

Wolfgang Gust war Redakteur beim Wochenmagazin des Spiegels und hat zusammen mit seiner Frau Sigrid Gust und etwas später mit dem IT-Ingenieur Vagharshak Lalayan alle Akten des Auswärtigen Amtes bezüglich der Völkermorde für das armenocide.net digitalisiert. Für Genozidforscher eine große Erleichterung ihrer Arbeit.

Esther Schulz-Goldstein

Laudatio

für Herrn Wolfgang Gust zu seinem 80. Geburtstag, in die seine Ehefrau Sigrid Gust eingeschlossen wird.

Mit Ossips Mandelstams Büchern „Die Reise nach Armenien“ unterm Arm fuhr ich 1975 in das von ihm so wunderbar beschriebene Bergland im Kaukasus. Als ich in Ēǰmiajin die im damaligen Sowjetreich übriggebliebene Kirche des „Papstes der Armenier“ besichtigte, wurde ich mit den Mitgliedern meiner Reisegruppe von seinem Sekretär zur Audienz gebeten.

Es stellte sich sehr schnell heraus, dass wir die falsche Delegation waren, weil sie verwechselt worden war mit einer aus der Kraftwerkunion des damaligen Westberlin, die wegen der Turbinen für den Sewansee erwartet wurde. Ich jedoch kam aus Westberlin aus einer psychotherapeutischen Beratungsstelle, in der ich auf die Traumata der II. Generation von Schoah-Überlebenden gestoßen war. Nach der Klärung dieses Missverständnisses fragte ich den Katholikos Vasgen, ob es besondere Rituale gäbe, die die armenische Kirche als Verarbeitungshilfe des Völkermords entwickelt habe. Auf das Mahnmal in Zizernakaberd hinweisend empfahl er, dass ich als künftige Psychoanalytikerin mich für die psychischen Schäden der Armenier interessieren sollte.

Sie, Herr und Frau Gust, haben in den neunziger Jahren, im Wochenmagazin der Spiegel eine Serie über Armenien und seine Literatur veröffentlicht. Seither haben die Armenier Sie auch nicht mehr losgelassen. Im Jahre 2000 beschäftigte ich mich mit den psychischen Spätfolgen der Massaker in Kleinasien und klickte im Internet auf die Dokumentensammlung aus dem Archiv des Deutschen Auswärtigen Amts zum Thema Völkermord an den Armeniern. Innerhalb von Minuten hatte ich das im Computer, was ein guter Freund im gleichen Archiv mühsam abgeschrieben hatte und sich schon zu 1/10 auf meiner Festplatte befand. Welche Erleichterung der eigenen Arbeit in der Wirklichkeitsrekonstruktion der damaligen Geschehnisse und welche Möglichkeit, die Völkermordleugnung der Türken ad absurdum zu führen. Dafür danke ich Ihnen beiden. Ihre gesamten Veröffentlichungen ermöglichten mir die Frage, warum die Türken bei einer solchen Quellenlage den Völkermord so vehement verleugnen können, sodass die Welt der Wissenschaft nur noch den Kopf schütteln kann?

Sie führte mich zu der Antwort, dass ihre Leugnung einen unbewussten Wunsch erfüllt die ihre Wahrnehmungs- und Denkidentität beeinflusst. D. h. wenn eine Wahrnehmung – real oder nicht –oder innerhalb der Konstrukte, die das Kollektiv anbietet, Bilder produziert, in der der Wunsch platziert werden kann, so wird er wenigstens vorübergehend erfüllt. Dieser Vorgang ist vergleichbar der Wunscherfüllung im Traum, die seinen latenten Inhalt mit Hilfe der Zensur so umformt, dass er das Gewissen passieren kann.

Um das zu verdeutlichen möchte ich Phantasmen bezüglich des „Türke-Seins“ aufzeigen, die den Wunsch nach innerer Entlastung erfüllen. Denn die Wahrheit der Vergangenheit im Untergang des Osmanischen Reiches und in der Gründung der Türkei scheint für das Selbstbild der deutungsmächtigen Türken nicht aushaltbar zu sein, sodass sie sich in der Verleugnung des Genozids den Wunsch nach Entlastung von dieser furchtbaren Bürde erfüllten.

Dazu erfanden die damaligen Deutungsmächtigen Bilder, die diese Entlastung bewirken sollen. Hinzu kommt, dass es: „heute noch nicht üblich (ist), den gegenwärtigen sozialen und so auch den nationalen Habitus eines Volkes mit dessen ,Geschichte’, wie man es nennt, und besonders mit dessen Staatsentwicklung zu verknüpfen. … In Wirklichkeit aber sind die gegenwärtigen Probleme einer Gruppe entscheidend mitbestimmt durch ihr früheres Schicksal…“ Diese Überzeugung von Norbert Elias teile ich und deshalb stelle ich kurz die Geschichte des Antichristianismus im Desaster des Untergangs des Osmanischen Reiches dar. Ich tue dies unter dem Blickwinkel der Psychoanalyse als Theorie unbewusster Konflikte, die sich hinter der Genozidleugnung verbergen.

Die Lebensweise der „Ungläubigen“ wird von vielen in Anatolien des ausgehenden achtzehnten Jahrhunderts als relativ autonom und heterogen beschrieben.

Ich jedoch gehe davon aus, dass eine Reparatur des Narzissmus der Muslime in der Entwürdigung der „Ungläubigen“ angelegt war durch die Herrschaftspraxis des Islam im Dhimmitut. Letzterer ist Status der Nicht-Muslime unter islamischer Herrschaft. Dieser inferiore Status der Christen wurde uns von Bernhard Lewis in seinem Buch „Die Juden in der islamischen Welt“ folgendermaßen übermittelt: Weder du noch die Muslime an deiner Seite sollten die Ungläubigen als Kriegsbeute behandeln und sie (als Sklaven) verteilen … wenn du die Kopfsteuer erhebst, gibt dir das kein Anrecht auf sie und kein Recht über sie. Hast du dir überlegt, was für die Muslime nach uns bleiben wird, wenn wir die Ungläubigen gefangen nehmen und als Sklaven zuteilen würden? Bei Allah, die Muslime würden keinen Menschen finden, zu dem sie sprechen und aus dessen Arbeit sie Nutzen ziehen könnten. Die Muslime unserer Tage werden sich zeit ihres Lebens (von der Arbeit) dieser Leute ernähren, und nach unserem und ihrem Tod wird für unsere Söhne das gleiche getan von ihren Söhnen und so fort, denn sie sind Sklaven des Volkes der Gläubigen, solange die Religion des Islam vorherrschen wird. Deshalb erlege ihnen eine Kopfsteuer auf und versklave sie nicht und lasse es nicht zu, dass die Muslime sie unterdrücken oder ihnen Schaden zufügen oder sich über das Erlaubte hinaus an ihrem Eigentum vergehen, sondern halte dich getreulich an die Bedingungen, die du ihnen gewährst und an alles, was Du ihnen gestattet hast.”

In der Auflösung der Millets – d.h. der Selbstorganisation der Nichtmuslime – in der Verkündung einer Verfassung im 19. Jahrhundert bekamen alle Bürger gleiche Rechte. Damit war das Überlegenheitsphantasma der Muslime, über die Nichtmuslime, nicht mehr aufrechtzuerhalten. Der Verlust des Überlegenheitsgefühls über die Christen hätte zu einer Veränderung des Selbstbildes und der Wahrnehmungsidentität der Muslime führen können. Diese konnte erfolgreich abgewehrt werden, weil islamrechtlich die Gleichberechtigung ein grober Verstoß gegen die Anwendung der Rechtsdogmen der Scharia war. Auf diesem Hintergrund entwickelte sich ein dem Antisemitismus vergleichbarer Antichristianismus.

In seiner Analyse verdeutlichte sich der tiefe abgrundhafte Hass im Antichristianismus vieler muslimischer Türken, der sich in den beginnenden Massakern 1885 an den Armeniern offenbarte. Ein Schreiber der Hohen Pforte in Istanbul 1886 notierte: „Die Armenier, seien besondere Wesen; um es offen zu sagen: eine schädliche Art von „nagenden Würmern”, die die Fundamente des Reiches untergraben. Wenn die Muselmanen die Armenier hart angefasst hätten, so sei das nur gerecht“. „Die Armenier seien notorisch raffgierige Wucherer, und die polnischen Juden“, schrieb er, „wirkten im Vergleich zu ihnen wie miserable Pfuscher“. „Der Hass, der die Muselmanen von den Armeniern trennt, hat keinen anderen Grund als diese maßlose Ausbeutung, die jener durch die Juden in Frankreich, England, Polen und Österreich-Ungarn gleicht. Die religiöse Frage hat damit nichts zu tun, dieser Kampf heißt in Europa Antisemitismus, in der Türkei heißt er die „Armenische Frage“ wie uns Philippe Videlier, in seiner „Türkische Nacht“ in Lettre übermittelte.

Er war sich seiner Argumentation so sicher, dass er den Europäern prophezeite, dass wenn eine ähnliche Bewegung sich in Europa wie im Osmanischen Reich mit den Jungtürken etabliere, „es wahrscheinlich keine Macht auf der Welt gibt, die die Ausrottung der Juden als gerechte Vergeltung für die seit hundert Jahren angehäuften Verbrechen verhindert“.

Der Hass aus dem gesellschaftlichen Unbewussten der Türken ausgelöst durch den Verlust ihrer Privilegien gegenüber den „Ungläubigen“ und die Angst vor dem Untergang des Osmanischen Reiches verwandelte sich in eine Tötungsbereitschaft gegenüber den Armeniern. Vor den Augen der muslimischen Bevölkerung war es in den Städten zum wirtschaftlichen Aufstieg der armenischen Dhimmis gekommen, während die Türken als Sunniten in der Bürokratie eines scheiternden Staates und dem inzwischen erfolglosen Militär und im Bauernstand ihre „Aufstiegschancen“ wahrnehmen durften. Man stelle sich vor, wie die ehemals inferioren christlichen Dhimmis mit dem von ihnen erwirtschafteten Reichtum ein Bildungsbürgertum etablierten und auf die, auf der Scholle festsitzenden Muslime blickten und umgekehrt.

Zwischen 1878 und dem Ersten Weltkrieg hat das Osmanische Reich 85 Prozent seines Territoriums und 75 Prozent seiner Bevölkerung verloren um Sie, Herr Gust, zitieren zu dürfen.

Diese Tatsache stellte eine ungeheure Entwertung des muslimischen Herrenmenschenhabitus dar. Diese Entwertungserfahrung machten Sie in den veröffentlichten Aktenstücken aus dem Jahre 1909 für die von Muslimen angesteckten und geplünderten armenischen Dörfer und armenische Landgüter der Öffentlichkeit zugänglich: Konsul Tischendorf teilte mit, dass die Stimmung zwischen der mohammedanischen und armenischen Bevölkerung in der Umgegend von Alexandrette eine sehr gereizte sei, hervorgerufen durch das hochfahrende und anmaßende Benehmen der Armenier, und dass er Äußerungen von Mohammedanern vernommen habe, dass wenn die Armenier ihr Benehmen nicht ändern würden, keiner derselben am Leben gelassen werden würde.

Zusätzlich zur Entwertung kommt die Tatsache, dass die türkischen Eliten ihr einstürzendes Osmanisches Reich paranoid verarbeiteten. Sie erblickten in jeder Hand eines Armeniers einen Dolch, der den Rücken eines Türken zu suchen schien und begannen in ihrem Wunsch nach einer homogenen sunnitischen Türkei, die Christen Kleinasiens zu ermorden.

Zum tragischen Symbol dieses Zeitraums wurden die Armenier, weil die in ihrem Völkermord gemetzelten Aramäer und Griechen unter die „Armenische Frage“ subsummiert wurden. „Wenn die Türken sich selbst als den Phönix sehen, der aus der osmanischen Asche emporgestiegen ist, so stellen die Armenier die nicht willkommenen Spuren dieser Asche dar“, meint Taner Akcam ein Genozidforscher aus Amerika. Sie sind deshalb eine so unwillkommene Spur, weil in der Türkei die Schamkultur herrscht. Dominiert das psychische Scham- und nicht das Schuldsystem der Menschen innerhalb einer Gesellschaft, dann wird alles, was ein gutes Selbstbild eintrüben könnte, verleugnet, projiziert oder abgespalten, und ins gesellschaftliche Unbewusste verdrängt.

Auf diese Weise, Herr und Frau Gust, erschufen sich die Türken eine glorreiche Vergangenheit, die von keiner Blutspur durchzogen zu sein scheint. Dabei half eine nationale Identitätskonstruktion, die genozidale Vergangenheit ins gesellschaftliche Unbewusste der Türken zu verdrängen. Diese Identitätskonstruktion begann auf einer Tagung der türkischen Vereine, geleitet von Frau Afet, der Adoptivtochter Kemal Ata-Türks, am 23. April 1930.

Satzungsgemäß in §2 und 3 definierten sie sich als Bewusstseinsproduzenten über das „Türken-Sein“. Als politische Institution wollten sie das Selbstbewusstsein ihres durch den Untergang des Osmanischen Reiches schwer gebeutelten Volkes reparieren und verordneten als Therapeutikum eine gänzlich neue Theorie über das „Türke-Sein“.

Die Aktenstücke machen verständlich, dass die Türken ein neues Geschichtsbild brauchten. Die akademisch verbrämten Weihen in den „Türkischen Geschichtsthesen“, sind einer Selbstidealisierung geschuldet, die innerpsychisch scheinbar Not-wendig wurde. Es gründete sich auf der Tagung der Türkischen Vereine der Ausschuss zur Untersuchung dertürkischen Geschichte mit dem Zweck, die türkische Geschichte und Zivilisation mit wissenschaftlichen Methoden aufzuwerten. Das Prozedere war wie üblich, und seine 16 Mitglieder bildeten zugleich den Kern der noch heute existierenden Gesellschaft für türkische Geschichte.

Von Interesse ist noch, dass ein Großteil der Mitglieder des Ausschusses aus Parlamentsabgeordneten bestand, die zu dieser Zeit ‘par ordre du mufti’ von Mustafa Kemal zu Abgeordneten berufen wurden und mit dem Weltbild des Partei- und Staatschefs übereinstimmten. Deshalb repetierten sie die Auffassungen Mustafa Kemals von 1927 über das „Türke-Sein“, das er in seiner 7 Tage währenden Rede als Hobbyhistoriker mit frei flottierenden Größenwahn verkündet hatte.

Familie Gust, wir müssen festhalten, dass sich die türkische Geschichtsschreibung damals dem Weltbild Mustafa Kemals, dem späteren Atatürk, unterwarf. Wie die Kemalisten es geschafft haben, den in den Aktenstücken so gut dokumentierten Völkermord an den Armeniern in das gesellschaftliche Unbewusste der neuen Republik zu verdrängen, lehrt uns ihre neue Geschichtsschreibung. Dabei half der Ausschuss, als er Ende 1930 Die Grundzüge der türkischen Geschichte veröffentlichte. In dem 606 Seiten zählenden Buch nahmen die türkischen Geschichtsthesen Konturen an, die wie folgt zusammengefasst waren: „Von den früheren Zeiten der Geschichte an fanden aufgrund von Trockenheit und wirtschaftlicher Ursachen Wanderbewegung aus Zentralasien in Richtung Osten, Westen und Süden statt. Die Wanderer waren brachyzephalen und alpinen Typus’ und sprachen türkisch. Im Gepäck hatten sie eine fortgeschrittene Zivilisation. Sie, die Türken, waren es auch, die die Zivilisation in Mesopotamien, Ägypten, Anatolien, China, Kreta, Indien, Ägäis und Rom errichteten. Bei der Schaffung, Entwicklung und Verbreitung von Kulturen auf der Welt spielten diese türkisch sprechenden Menschen die Hauptrolle“.

Wie diese Thesen doch die eigenen Wurzeln vergolden, denn es gab in der damaligen Zeit keine Wanderer, sondern nur umherziehende Nomaden. Auch kommen die fortgeschrittenen Zivilisationen aus den Städten und nicht aus einem Nomadenzelt, doch das ist noch harmlos. Schwieriger wurde es mit den Verbrechen im Völkermord. Sie waren so unsagbar groß, dass sie hinter einer unsagbar großen Kulturleistung verborgen werden mussten. Hier wirkt ein psychischer Abwehrmechanismus,in der die Konstrukteure dieser Thesen unerträgliche affektive Bedeutungsinhalte in ihr Gegenteil verkehren. Damit sind sie ausgepolstert von den psychischen Abwehrmechanismen, im Besonderen der des ungeschehen Machens: Deshalb wirkt der Vortrag der Thesen wie ein magisches Abwehr Ritual, das den vom „Crimen Magnum“ ausgelösten Schamkonflikt verdecken muss. Konkret beseitigen die Geschichtsthesen vorangegangene Mordgedanken mit edlen Gedanken und kultivierten Handlungen.

In der Überschrift „Warum wurde dieses Buch verfasst?“ diktierte der Zeitgeist u. a. den Begriff einer Rasse:„Die türkische Rasse, die die größten historischen Strömungen herbeigeführt hat, hat, verglichen mit anderen Rassen, am meisten ihre Identität bewahren können. In den weiten Gebieten, die sie während ihrer Geschichte besetzt hat, sowie in Grenzgebieten hat sie die hier ansässigen Nachbarrassen geschützt. Da bei diesem Nachbarschaftsverhältnis im Hauptsächlichen kulturelle Beziehungen geknüpft wurden, hat sie ihre rassischen Besonderheiten bewahren können. Später jedoch integrierten sie sich in einige Mehrheitsgemeinschaften, sodass sie ihre Namen und Sprache nicht vor dem Verlust rettenkonnten. Die Sprache als das stärkste Geistesprodukt ging verloren“.

Auch hier ist die Verkehrung ins Gegenteil am Werke, denn die Türken hatten ihre Identität verloren, weil kaum ein Mensch in Anatolien des Jahres 1916 wusste, was ein Türke ist und in der Schule erstmals türkisch unterrichtet wurde. (…) „Wie man sieht, hat die türkische Rasse in der Geschichte stets eine Einheit dargestellt. Mit ihrer offenkundig organischen Eigenschaft, Sprachkultur und gemeinsamen Vergangenheit bildete sie eine große Gemeinschaft, die der heutigen Definition über die Nation entspricht. Es ist eine große Ehre, die vielen der gegenwärtigen Gesellschaften nicht zuteilwird, solch eine große Rasse auch als eine Nation zu erleben.“

Die Begriffe der Ehre, Gemeinschaft und Einheit werden hier wie ein Container benutzt. Sie bergen, die in ihr Gegenteil verkehrten gefürchteten, peinlichen und unangenehmen inneren Antworten auf die zerbrochene Außenwelt, die zerbrochenen Beziehungen, den zerbrochenen Lebensentwurf als hungernder Flüchtling in Istanbul.

Die daraus resultierenden Konflikte oder Wünsche werden auf die vielen gegenwärtigen Gesellschaften projiziert – die damit ehrlos werden, ohne dass die Kommission merkt, dass sie sich selbst beschreibt. All dies geschieht unbewusst, d.h. im Unbewussten laufen seelische Vorgänge ab, von denen man keine direkte Kenntnis gewinnt, die man nicht in voller Bewusstseinshelle registriert oder kritisch hinterfragen kann. Der Wunsch nach Entlastung von einer großen Schande steuert diese innerseelischen Prozesse.

Aussagen über vorgeschichtliche Epochen werden gemacht, für die keine Quellen angegeben werden. Sie bezeugen eine Selbstbesoffenheit, die naturgemäß von keiner Realitätsprüfung eingeschränkt wird. Auf diese Weise dienen die Geschichtsthesen als Heiligungsrezept für die Nation.

Der zweite Abschnitt ist wie folgt zusammengefasst:„Die türkische Rasse, die die größten historischen Strömungen herbeigeführt hat, hat am meisten ihre Identität bewahrt. Die gegenwärtig denkende Menschheit kann bei der Erklärung ihrer dunklen und rätselhaften Seiten nicht umhin, die türkische Rasse in den Mittelpunkt zu rücken. (…) Unsere These beabsichtigt keine Geringschätzung oder Verachtung irgendeiner anderen Rasse oder Nation“.

Lieber Herr und Frau Gust, dass die Türken sich zu Kreatoren der Zivilisation der Menschheit stilisieren, ist auf dem Hintergrund des Völkermordes verstehbar. Wir können jedoch ihre Geschichtsschöpfungen gleich eines magischen Gegenzaubers zum Völkermord deuten. Diese dunkle Seite oder ihr Schatten bringen sie projektiv in der Menschheit unter, damit diese sie modellgleich in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit stellen können. Zusätzlich wird der Verlust der türkischen Identität, während des 600 Jahre dauernden Osmanischen Reiches, durch die Selbstverliebtheit in die eigene Ethnie als ungeschehen erklärt.

Das Gleiche gilt auch für den Völkermord im folgenden Satz in den Grundzügen der türkischen Geschichte: „Die Liebe zur eigenen Nation und Respekt vor anderen Personen und Existenzen, das ist die Losung des Türken.“

Im dritten Abschnitt des Buches wird ein Selbstbild der Türken aus den Ländern China, Indien, über Ägypten, Anatolien, der Ägäis, Italien mit den Etruskern, dem Iran, Zentralasien über die Chaldäer, Elamiden und Assyrer extrapoliert, indem sie verkünden, dass deren Zivilisation und Kultur ursprünglich von ihnen erschaffen wurde. Auf diese Weise seien die Zivilisationen in China, Indien, Mesopotamien, Ägypten, Ägäis, Italien, Anatolien und Iran entstanden und von den dortigen Völkern weiterentwickelt worden.

Ein solches Geschichtsbild ist Ausdruck einer schweren Regression, in der es zu einer Wiederbelebung von Denkfiguren aus kindlichen Zeiten kommt. In ihnen hängte der Vater als Supermann auch schon mal den Mond an den Himmel, und auf diese Weise haben die türkischen Supermänner alle Kulturen der Welt erschaffen, in denen es harmonischer, vertrauter, und gemütvoller zugegangen ist.

In dem Kapitel der Betrachtung der türkischen Kulturgeschichte in Zentralasien geht es jedoch um die eigenen Wurzeln: Die Geschichte der türkischen Rasse ist ein Resultat der geografischen Bedingungen Zentralasiens. Die Vertrocknung dieses Gebietes hat für das historische Schicksal der türkischen Rasse zu einigen wichtigen Konsequenzen geführt:
1.   „Ein Teil wurde gezwungenermaßen zu Nomaden. So wurde das Nomadentum zu einer Notwendigkeit. Unter günstigen klimatischen Bedingungen zeigten die Türken niemals eine Neigung zu Nomadentum.
2.   Die Tatsache, dass das Land teilweise zur Steppe wurde, teilte die Türken in zwei Gruppen, die sich in lebenswichtigen wirtschaftlichen Interessen voneinander unterschieden.
3.   Die schwierigen Lebensbedingungen auf den Steppen und das im Gegensatz dazu stehende Bevölkerungswachstum der Türken führte zu der Tendenz, in Richtung Westen und Süden zu ziehen und so neue Heimatgebiete zu suchen.
4.   Für Wanderbewegungen musste man organisiert sein. Auf diese Weise entstand bei den Türken Militär- und Ordnungsgeist. Das Bedürfnis nach Ordnung verwandelte die Türken zu einer staatstreuen Nation.
5.   Während der Eroberungszüge in Richtung Westen und Süden stellten die Steppentürken die vor ihnen liegenden fruchtbaren türkischen Ländereien unter ihren Gehorsam.
6.   Sie zwangen andere Bevölkerungen zur Teilnahme an diesen Eroberungszügen. Für den Erfolg war es nötig, auch von technischen Kenntnissen und Fertigkeiten der bereits kultivierten Türken zu lernen.
7.   So sah sich die fruchtbare türkische Zivilisation den wellenartigen Zügen der aus dem Norden kommenden Türken ausgesetzt“.

Nun, lieber Herr und Frau Gust, wir wissen aus der persischen Literatur von Firdausi und von den Orchoninschriften, dass die Türken ursprünglich Nomaden waren. Ein daraus sich entwickelnder Ordnungsgeist der Organisation einer Wanderbewegung entstammend, zeugt vom Unverständnis des Schreibers. Denn reichhaltige Viehweiden bestimmte das Nomadenleben und nicht ein abstraktes Ordnungsprinzip.

Da nach den türkischen Geschichtsthesen die Türken die Quelle aller Kulturen und Zivilisationen auf der Welt sind und alle Welt eigentlich türkischen Ursprungs ist, mussten die Türken selbst bei der Eroberung Armeniens „türkische Ländereien” besetzen. Wenn wir die alten Landkarten betrachten, sehen wir, das Ostanatolien das ursprüngliche Armenien ist. Dass sie Armenien zu türkischen Ländereien erklären, ist wiederum der Abwehr geschuldet. Sie radiert aus, dass einst Armenier dort gelebt haben, aber da, wo keine Armenier gelebt haben, können auch keine umgebracht worden sein.

Lieber Herr und liebe Frau Gust, wir sehen den Wunsch, ein edler, kultivierter, rücksichtsvoller, ordnungsliebender, staatstreuer, gehorsamer und ritterliche Türke zu sein, hat sich im neuen „Türke-Sein“ durchgesetzt, weil die türkische Massenregression im Dienste der Abwehr von Schuldgefühlen den Verstand und die Realitätsprüfung auf der Strecke ließen.

In jeder Nationen-Werdung sind vergleichbare Konstrukte zu finden. Schauen doch auch andere Völker, peinlich berührt, in die Kinderstube ihrer Nation, in denen es auch größenwahnsinnige Entgleisungen gab. Doch diese Entgleisungen haben die Völker in Europa überwunden, nur die Türken konnten mit ihrer institutionell abgesicherten Regression in der Militärdiktatur eine realitätsprüfende Selbsthistorisierung nicht erreichen.

Lieber Herr und Frau Gust, deshalb schlief der größenwahnsinnige Gestus, – in jeden Hinterhof Kreuzbergs einmal am Tag zu hören- dass „ein Türke mehr wert sei als tausend andere Menschen“, nicht ein.

Wenn sie die Website aus dem Jahre 2001 der türkischen Botschaft betrachten, dann stoßen sie in ihrer Selbstdarstellung auf eine 80 Jahre währende narzisstische Verzückung. Unter anderem werden dort die Türken als „ein 4000 Jahre altes Volk mit einer glänzenden Geschichte“ bezeichnet.

Man kann darüber streiten, ob sich hier nicht unbewusst die Pinkelolympiaden kleiner Jungens in den Text vorgedrängt haben. Es fehlen einfach 2600 Jahre, die dokumentarisch nicht belegt werden können, denn die heutigen Ursprünge der Türken lassen sich bis zum 6. Jahrhundert n u.Z. zurückverfolgen. In chinesischen Quellen tauchen die „T`u-küe” im Jahre 532 n.u.Z. das erste Mal auf.

Weiter heißt es auf der Website: „[…] Der türkische Gelehrte Ebu Reyhan el-Bīrūni machte diese Periode zu einer der wichtigen innerhalb der islamischen Kulturgeschichte und schrieb in dieser Zeit (1009) durch den Poeten Firdevsi das berühmte Werk Tehname.“

Abu I-Qasim Mansur Firdausi lebte um 940 in Tos bei Chorasan und später bis 1021 unter der Herrschaft der Buyiden, einem iranischen Herrschergeschlecht, deren Nachkommen die Zaza in Ostanatolien unter Befehl Atatürks 1937/38 in einem vierten Völkermord der Türken auszurotten versucht wurde.

Die persische Sprache war bereits seit dem 9. Jahrhundert zur dominierenden Kultursprache der Region geworden. Dazu gehört als eindrucksvolles Beispiel seine „Schahnama“. Es ist das persische Nationalepos mit 60.000 Doppelversen und das bedeutendste mittelpersische Werk. Firdausi ist unter dem Schutz der buyidischen Dynastie, als Retter der persischen Kultur, zum Retter der iranischen Sprache geworden. Er schreibt in einem Epos: „Im immerwährenden Kampf gegen den Erzfeind Turan kämpfen Heldengestalten unter Einsatz ihres eigenen Lebens für ihr Land.“

Sundermann übersetzte ins Deutsche:

Da lachte Nariman: Was schreist Du wie ein Narr?
Nicht Prahlerei gilt hier, hier gilt nur Kampfgeschick.
Ich werde Dein Gehirn, du Wicht von einem Feind
den Geiern in der Wüste werfen, vor zum Fraß.
Der Pfeil fand seinen Weg und schoss genau ins Ziel.
Er traf des Türken Haupt, der tot zu Boden fiel.

Nach dieser Faktenlage ist es zulässig zu behaupten, dass die Türkischen Geschichtsthesen die Selbstdarstellung der türkischen Botschaft beeinflussten, als sie den persischen Schriftsteller Firdausi und den persischen Wissenschaftlers El Bīrūni türkten. Dass das türkische Konsulat sich im Jahre 2001 auf eine Quelle bezog, in der die Türken als Inbegriff des dummen und großmäuligen Feindes gekennzeichnet werden, lässt vermuten, dass sie das Nationalepos nicht kennen.

Liebe Familie Gust, die türkische Botschaft offenbarte weiter ihr besonderes Geschichtsverständnis:

Die Herrschaft der Gökturken wurde im Jahre 745 durch die Uyguren beendet, die demselben ethnischen Stamm entsprangen. Auf diese Weise zerstreuten sich all jene Türken, die unter dem Banner der Gökturken zusammenströmten, unter dem der Uyguren. Das landwirtschaftliche Becken, in dem sie lebten, wurde als Turkestan bekannt. Im Jahre 1229 beendeten die Mongolen die Herrschaft der Uyguren; jedoch wurden die Uyguren ihre kulturellen und politischen Mentoren.

Der große Orientalist Joseph Hammer Purgstall schrieb in seiner „Geschichte des Osmanischen Reiches auf Seite 51, über das Jahr 1229.” Als Dschengis – Chan verheerend in das Land jenseits und diesseits des Oxus einfiel, flüchteten die Gelehrten aus den rauchenden Trümmern ihrer Bibliotheken und Akademien nach dem äußersten Westen Asiens zu Keikobad, bey ihm den Unterstand und Schutz suchend, den ihnen Chuaresm – Schah nicht mehr gewähren konnte, und die Literatur wanderte von den Ufern des Oxus an die des Ionischen Meer aus…

Martin – zitiert nach Gunnar Heinsohn, in seinem „Lexikon der Völkermorde“- beschreibt den Vorgang so: „In diesem Eroberungskrieg von Dschingis Khan spricht die Geschichtswissenschaft von 10 bis 15 Millionen Ermordeten… Seine Regel, nach einem Sieg niemals einen Feind in seinem Rücken zu belassen, führt zu einer ungeheuren Ausmordung auf seinem Einigungs- und Eroberungszug. Die Eliten der Gegner – und vormaligen Alliierten – wurden grundsätzlich umgebracht“.

Dass die Elite der Uyguren beim türkischen Botschafter 2001 zu den politischen und kulturellen Mentoren des Volkes seiner Mörder aufsteigen kann, geht auf das Konto der Verkehrung in ein Gegenteil und die Verwandlung des Türken in ein Opfer. Denn in der Wiederkehr des Verdrängten verwandeln sich die Opfer in einer Verschiebung in geistig Überlegene, was die Armenier auf Grund ihres Bildungsgrads ja auch waren. Gleichzeitig wird in der Darstellung der Botschaft die moralische Erbärmlichkeit der Täter in ihrer Grausamkeitsarbeit verharmlost.

Das bis dahin existierende Geschichtsbild in der Selbstdarstellung der türkischen Botschaft in Berlin verdeutlicht, dass die Türken den Zugang zur eigenen Geschichte verloren haben. Deshalb bietet Ihre Arbeit, Herr und Frau Gust, einen realistischen, wenn auch beschämenden Zugang, weil mit dem osmanischen Sprachentod der Weg zu den eigenen Wurzeln nicht mehr gefunden werden kann.

Dieser Sprachentod, seit der Sprachreform 1928, vom türkischen Militär überwacht, stand im Dienste der Verleugnung der Grausamkeitsarbeit der Hamidiye-Regimenter im Völkermord. Doch auch im – in Ankara entwickelten – Curriculum für den muttersprachlichen Unterricht türkischer Kinder in Berlin Kreuzberg oder Bottrop dominieren Grandiositätsphantasmen noch heute. Sie lernen, dass der große Sultan, den Griechen, den Bulgaren, Serben und Ungarn ein Land schenkte, als ob es keine Balkankriege, keinen Wiener Kongress, kein zusammengebrochenes Osmanisches Reich, keine Völkermorde und keinen verjagten Sultan gegeben hätte.

Deshalb konnte Präsident Erdogan unlängst einer staunenden Welt verkünden, dass die Türken die Entdecker Amerikas seien. Er bezog sich dabei auf den Kartographen Piri Reis, der 1521 eine Karte der Welt anfertigte, die das auf osmanisch beschriftete Kartenmaterial über Südamerika, das „Cülümbüs“ auf seiner Fahrt benutzte, mit einbezog. Diese hatte sein Vater als Pirat in einem geenterten Schiff des „Entdeckers Amerikas“ gefunden. Man könnte einfach sagen, dass der Stichwortgeber des Präsidenten der Türkei einen Bock geschossen hat. Jedoch der Präsident als reinkarnierter Sultan und damit „Beherrscher der Welt“ sich vorführend, konnte dies nicht kritisch hinterfragen, als er die türkische Entdeckung der „Neuen Welt“ verkündete, weil er in der Schule lernte und deshalb davon überzeugt ist, dass alle entscheidenden Kulturleistungen türkischen Ursprungs seien.

Die Türkei macht sich auf diese Weise in der Welt ungeheuer lächerlich und beschämt ihre eigenen Bürger. Deshalb ist die Arbeit über den Völkermord an den Armeniern von Ihnen, Wolfgang und Sigrid Gust, so kostbar. Weil die Aktenstücke des Auswärtigen Amtes – inzwischen auf Türkisch erschienen –, von den Türken selbst gelesen werden können. Auf diese Weise kann die entsetzliche Blutspur des eigenen Volkes in den psychischen Haushalt integriert werden, und deren Verleugnung mit all den daraus resultierenden Kuriositäten aufgegeben werden. Damit können die Türken sich von den von mir dargestellten Phantasmen befreien, und Ihre Arbeit kann ihnen dabei behilflich sein.Auch die Großmütter helfen dabei, wenn sie auf ihrem Totenbett den Enkeln ihre armenische Identität offenbaren. Beide brauchen diese Wahrheit. Sie brauchen sie deshalb, weil das Trauma ihrer Großmütter unbewusst weitergegeben auch in ihrer Psyche haust und so tragen sie die Unerträglichkeit eines Völkermords in sich, der in der türkischen Gesellschaft geleugnet wird. Diese Leugnung stigmatisierte sie zu Verrückten. Dieser innerpsychische Spagat zwischen dem Gefühl der Minderwertigkeit, ohne Lebensrecht existieren zu müssen, und dem Grandiositätswahn in der Identitätspolitik der Kemalisten konnte von den Nachkommen der über einhunderttausend Großmütter nur neurotisch verarbeitet werden. Derzeit entsteht in der türkischen Gesellschaft ein schmerzlicher Prozess, an Stelle des alten Schmerzes. Er dient jedoch diesmal der Heilung der Spannung zwischen einer transgenerationell unbewusst weiter gegebenen armenischen, aramäischen und griechischen Identität und dem Konstrukt aus der türkischen Identitätspolitik. Dazu haben Sie, Wolfgang und Sigrid Gust, beigetragen und es wird ihnen gedankt werden, dass sie das ermöglicht haben.

Die Aktenstücke zu lesen war für mich schauderhaft, weil sie mich traumatisierten, mir bis heute den Schlaf rauben und mich bis in die Träume verfolgten. Ich kann mir vorstellen, dass es Ihnen nicht leichter von der Hand gegangen ist, sie zu lesen, um sie in den Einführungen zu den Aktenstücken richtig einordnen zu können. In diesen Abgrund der Barbarei zu schauen, verletzt die eigene Seele. Trotzdem diese Unterlagen der Forschung zugänglich gemacht zu haben, ist Ihr großer Verdienst. Denn sie erleichtern das Ringen um Anerkennung der armenischen Katastrophe als Völkermord. In der Konvention der Vereinten Nationen über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes aus dem Jahre 1948 wurde Völkermord als eigenständiges Verbrechenskategorie eingeführt und damit verkündet, dass jedes Volk ein Lebensrecht besitzt. Sie haben entschieden, dass Völkermord ein so großes Verbrechen ist, dass es die Weltgemeinschaft zwinge, das bedrohte Lebensrecht eines Volkes zu verteidigen. Die Deutschen als Verbündete, die Franzosen, die Italiener, die Engländer als Besatzungsmächte im Rumpfland der Osmanen, wie aus den von Ihnen digitalisierten Unterlagen des Auswärtigen Amtes hervorgeht, haben zugelassen, dass im Osmanischen Reich und in der Türkischen Republik Völkermorde geschahen. Damit konnten die Völker sich mit der genozidalen Politik in der türkischen Nationenwerdung identifizieren. Sie sind heute – moralisch durch die Konvention – gezwungen, die Verbrechen als Völkermord anzuerkennen. Sie müssen es deshalb tun, weil die Konvention keine Gültigkeit für die Zeit des Völkermordes an den Armeniern haben kann. Deshalb müssen die Parlamente der nationalen Gruppen das Lebensrecht der Armenier in der Anerkennung als Völkermord den Nachfahren zurückgeben. Die deutschen Parlamentarier verwiesen zwar 2005 in ihrer Resolution auf „zahlreiche unabhängige Historiker, Parlamente und internationale Organisationen, die Vertreibung und Vernichtung der Armenier als Völkermord“ bezeichnen, lehnten es aber selbst ab, ihn als solchen anzuerkennen.

Sie haben sich, vermutlich in Unkenntnis der Brisanz des Lebensrechts der Armenier, das sich hinter der Anerkennung verbirgt, Verhandlungsmöglichkeiten mit der türkischen Regierung nicht erschweren wollen. Für die Armenier ist ihr Lebensrecht nicht verhandelbar. Solange sie dies von den Nationen nicht gespiegelt bekommen, müssen sie fürchten, dass sich diese Geschehnisse wiederholen. Alle Völker, die das Lebensrecht durch die Anerkennung der armenischen Katastrophe als Völkermord nicht zurückgeben, binden die Nachkommen der Überlebenden zwanghaft an eine quälende Vergangenheit.

Jedoch haben Sie, Wolfgang und Sigrid Gust, diesen zwanghaften Mechanismus zumindest für die Deutschen mit Ihrem Lebenswerk durchbrochen. Dafür danke nicht nur ich Ihnen.

O życiu

Joanna Trümner

Serce do podarowania

„Serce do podarowania“ – to ogłoszenie rzuciło jej się w oczy w momencie, kiedy chciała odłożyć przeczytaną gazetę. „Jakie to proste, niepretensjonalne, może warto odpowiedzieć” – pomyślała.

Często później zastanawiała się nad tymi słowami. Nie wiemy przecież, co naprawdę stoi za słowami wypowiadanymi do nas przez innych ludzi – czy są to wielkie słowa dla małych uczuć czy też małe słowa wyrażające sprawy wielkie. Każdy z nas poznał słowa wracające latami jak bumerang, właściwe słowa we właściwym momencie i słowa pełne emocji, których nie da się już cofnąć, słowa za którymi nic nie stoi i słowa za którymi stoi zbyt wiele. Miała nadzieję, że są to szczere, ciepłe słowa, tak samo jak ona tęskniące za drugim człowiekiem.

Odpisała na podany numer skrzynki pocztowej „Moje serce też szuka nowego właściciela, może to Ty?” Wrzucając list do skrzynki minęła kiosk pana Jurka, rozmawiającego ze swoimi zwykle o tej popołudniowej porze już niezbyt trzeźwymi klientami. „Kiedy on ma wolne?” – pomyślała. Kiosk był otwarty codziennie – nawet w Wigilię i Sylwestra można było zobaczyć uśmiechniętego pana Jurka, czekającego na klientów. „Jaki on musi być potwornie samotny, jak dobrze, że ja mam dzieci, koleżanki, za kilka dni będę miała randkę”.

Odpowiedź przyszła po czterech dniach: „Proponuję spotkanie pod Neptunem w niedzielę o 12-stej, będę trzymał w ręku Twój list. Wiem, że się rozpoznamy. Na wszelki wypadek podaję numer komórki, jeżeli nie będziesz mogła, przyślij proszę SMS-a”.

Do niedzieli zostały trzy dni, które spędziła na farbowaniu włosów, maseczkach, sprzątaniu mieszkania i radości. Starała się nie wyobrażać go sobie, nie zastanawiać się nad tą wielką niewiadomą, nie zawsze udawało jej się jednak nadać myślom inny kierunek, uspokoić drzemiące od lat w głowie marzenia, schowane pod maską uśmiechu i problemami codzienności. „Jak pięknie jest znowu na coś czekać, cieszyć się. Może na tym polega cały sens życia?” – pomyślała.

Ostatni rok spędziła pracując jako opiekunka starszej pani, mieszkającej pod Kolonią, nieliczne wolne dni poświęcały cieszeniu się na wyjazd do domu. Układała sobie w głowie opowiadania o tych monotonnych dniach, starała się w każdym z nich doszukać czegoś pozytywnego, śmiesznego. Wiedziała, jak bardzo synowie na nią czekają, jak bardzo nie chcą słyszeć, że czuje się jak maszyna do zarabiania pieniędzy w obcym kraju. Nie będzie im opowiadała o samotności, o nieufności z jaką przyjęła ją córka pani Siebloch, o pokazywaniu kwitów, rozliczaniu zakupów: „Banany w Lidlu były o wiele tańsze, dlaczego ich tam Pani nie kupiła?” Siegrun na pewno nigdy nie robiła zakupów wioząc matkę przez miasteczko na wózku inwalidzkim. To przecież należało do zadań Anny: ledwie zamknęła drzwi, zorientowała się, że trzeba byłoby wrócić i zmienić pani Siebloch pieluchę, umyć ją i jeszcze raz przebrać. Właśnie dlatego nie poszła do Lidla na drugi koniec miasta, tylko do droższego sklepu za rogiem.

Czasami zastanawiała się, czy to rzeczywiście takie szczęście, że dzięki babce – Niemce, która do końca życia nie nauczyła się poprawnie polskiego i z uporem uczyła dzieci i wnuki niemieckiego, mogła rozumieć większość mówionych do niej zdań i wyczuwała tę atmosferę nieufności i niechęci Siegrun, dla której była złem koniecznym: „Dom starców tyle kosztuje, kto za to ma płacić?”

I tak miała szczęście. Pani Siebloch była wdzięczną pacjentką, po wylewie porozumiewała się tylko sylabami, z kolei mycie jej, karmienie i zmienianie pieluch nie były dla Anny po wieloletniej pracy pielęgniarki żadnym problemem. Przez rok przyzwyczaiły się do siebie, gdyby nie śmierć pani Siebloch na pewno by jeszcze tam pracowała. Co dwa miesiące jeździła na kilka dni do domu. Ten dom zaczynał się dla niej już podczas dwunastogodzinnej podróży autobusem do Gdańska. Autobus pełen opiekunek, sprzątaczek, robotników budowlanych wracających do siebie to był jej świat, jej ludzie, przedsmak domu. W końcu można było w swoim języku ponarzekać na wiecznie niezadowolonych mieszkańców tego bogatego państwa, w którym musieli zarabiać pieniądze, opowiedzieć o dzieciach i mężach, o kłopotach, planach i marzeniach w swoim języku.

Z Niemiec wróciła do domu z kilkoma tysiącami zaoszczędzonych euro, pomogła synom wyjechać do pracy do Anglii i postanowiła odpocząć kilka tygodni, zanim rozejrzy się za nową pracą. I pomyśleć w końcu o sobie.

To, że jej małżeństwo rozpadło się w tak dramatyczny sposób, nie znaczy przecież, że i jej nie spotka kiedyś szczęście. To było już tyle lat temu, nie pamięta nawet jak on wyglądał, niektóre z jego rysów poznaje w chłopcach. Często myśli o tym, czy i oni nie noszą w genach tego potwornego nałogu, przez który przeszła piekło. Zaczęło się od kilku piw po pracy z kolegami, z tygodnia na tydzień wynosiła z domu coraz więcej butelek, niedługo nawet jego śniadanie składało się z piwa. Stracił pracę, picie z kolegami odbywało się u nich w domu. Dzieci spały w sąsiednim pokoju, a Anna z trudem mogła się skoncentrować w pracy, myśląc o pijackich awanturach, których świadkami byli chłopcy. Kłótnie, szarpaniny, wizyty milicji, nocne ucieczki do matki z chłopcami prowadzonymi za rękę przez pół miasta. Horror rozwodu, powroty, obietnice, nadzieja, że coś się zmieni – „Pójdę się leczyć, zostań ze mną”. Nie poszedł na leczenie, po rozwodzie stracił kompletnie kontrolę nad swoim życiem i przed kilkoma laty zamarzł nocą na jednej z ławek w Parku Oliwskim.

Nic gorszego od tej historii nie może się przecież zdarzyć. Jakie szczęście, że miała dzieci – nie mogła się poddać, rozczulać się nad sobą, musiała zrobić wszystko, żeby na twarzach chłopców znowu pojawił się uśmiech, żeby zapomniały o tych podniesionych głosach w sąsiednim pokoju i nieprzytomnym ojcu śpiącym na podłodze w łazience.

Nie mogła się doczekać niedzieli. W końcu nadeszła i nadeszła dwunasta pod Neptunem. Podszedł do niej szpakowaty, przystojny mężczyzna z listem w ręku.

Posklejana historia ludzkości

Meine Lieben Deutschen Leser! Unten gibt es auch Beitragsteile auf Deutsch!

Ewa Maria Slaska

…czyli pisanie z doskoku i cytatami o śmierci na morzu, trzęsieniu ziemi, upadku imperiów i zamykaniu bram

Gdy pisałam wypracowania, Mama zawsze mi radziła, żebym jak najczęściej korzystała z cytatów. Bo wtedy, mówiła, przynajmniej część tego, co napiszesz, będzie dobrze napisana. Po latach, już w Niemczech, odkryłam, że Walter Benjamin poważnie rozważał projekt napisania książki złożonej z samych cytatów. Nie pamiętam, do czego jemu miałoby to służyć, ale ja, jego czytelniczka po pół wieku, zobaczyłam w tej metodzie sposób na obejście raf i barier języka niemieckiego. Wycinałam cytaty z gazet Die Zeit (czas) i Der Spiegel (lustro) i chciałam ułożyć opowieść o życiu polskiej imigrantki w Niemczech w latach 80. Miała się nazywać W lustrze czasu. Estetycznie efekty były niezłe, i oczywiście z daleka pachniały anonimowym donosem, i to było dobre, chciałam być anonimem, który donosi na Niemców. Ale opowieść sklejana z cytatów nie mogła mnie zaprowadzić tam, dokąd chciałam dojść, bo autorom, z których wycinałam fragmenty zdań brakowało doświadczeń, o których jako emigrantka chciałam napisać. Na przykład nikomu z nich nie pobrano odcisków palców. W każdym razie nie pisali o tym. Gdy zgłosiłam się na policję, aby złożyć podanie o azyl polityczny (był rok 1985) wykonano mi zdjęcie en face i z profilu oraz pobrano odciski palców. Może gdzieś jeszcze są, bo jeśli 30 lat temu Niemcy uznali, że imigranci muszą zostać zarejestrowani jak więźniowie, to musiała im przyświecać myśl o tym, że jeszcze kiedyś okażemy się podejrzani. A takie prawdopodobne kiedyś nigdy się nie kończy.

Wtedy chciałam napisać o tym, że gdy kolejka mija nieczynne, czarne stacje na terenie NRD, do pociągu wsiada policja zachodnioberlińska i sprawdza dokumenty pasażerów. Ale nie wszystkich, niektórych. A ja, mimo iż moje dokumenty są zasadniczo w porządku, choć niezbyt wysokiej jakości, oddycham z ulgą, gdy się okazuje, że kontrola dotyczy tylko pasażerów o ciemnej skórze. A potem pluję sama na siebie, gdy pomyślę, że tak to musiało wyglądać w czasie wojny, gdy aryjscy panowie świata wyłapywali tylko Żydów. Uczucie ulgi, a potem dojmujący wstyd. A może tylko uczucie ulgi.

Jest jeszcze gorzej. Minęło 30 lat, piszę te zdania w pociągu z Warszawy do Berlina. Mijamy granicę, wsiada niemiecka policja graniczna i kontroluje paszporty pasażerów o ciemnej skórze. Mam papiery w najlepszym porządku i mój status na ziemi niemieckiej jest w najlepszym porządku (a wtedy przed 30 laty nie był, a w każdym razie ja nie byłam tego pewna), nie muszę oddychać z ulgą, pozostaje tylko dojmujący wstyd. Bo ta policja szuka imigrantów z Afryki i Azji, tych nieszczęsny biedaków, którzy od południa i wschodu szturmują mury twierdzy zwanej Europą. Czasem przypływają statkami, czasem toną, właśnie utonęło ich 800, w tym kobiety i dzieci. Czasem docierają do nas przez Bałkany, czasem z Rosji, czasem zostają w Polsce, ale większość z nich podąża dalej, do tajemniczego kraju zwanego ألمانيا, ਜਰਮਨੀ, જર્મની, o którym zapewne gdzieś daleko starcy opowiadają legendy, a młodzież śpiewa pieśni.

To ci sami, którzy przed wiekami przychodzili do równie tajemniczego Rzymu, podchodzili do granicy na Dunaju, stali tam i pokornie czekali, aż ktoś im powie, że mogą wejść. I póki ów Rzym ich wpuszczał, póki mogli się osiedlać w jego granicach, zarabiając na swój udział w bogactwie i przywilejach, póty był spokój, Imperium dostawało legionistów, a osiedleńcy wysyłali wici do pobratymców, że tak, że tu jest dobrze i każdy ma pełną miskę prosa, i żeby przybywali. Aż kiedyś Rzym nie wpuścił Wizygotów za limes, bo skąd mógł wiedzieć, że tam, ze Wschodu już naciera Atylla wódz Hunów, który wybił co do nogi Ostrogotów, i przed którym Wizygoci zdecydowali się uciec. A Rzym ich nie wpuścił za Dunaj, co zamieniło pokojowe wędrówki w rzeź i podbój, i od momentu, gdy 24 sierpnia 410 roku Wizygoci siłą wdarli się do Rzymu po podboje Longobardów w latach 552-567 już nic innego nie było, tylko rzeź i mord.

Czasem zresztą to nie wojna tylko kataklizm wygania przybyszów z ich krajów, tak jak trzęsienie ziemi w Nepalu, gdzie po kilku dniach zaczęły się bójki o wodę, a po tygodniu polowanie na niewolników.

Wydaje mi się, że właśnie tu się znajdujemy, że Państwo Islamskie i Putin to tylko flanki tego, co już ruszyło na Europę, i wystarczy jedna nieopatrzna decyzja, a zaleje ją i zmieni na zawsze. Poprzednie wędrówki ludów, te sprzed półtora tysiąclecia, zniszczyły wszystko, co stworzyła starożytność i trzeba było tysiąca lat, żeby przemóc czarne wieki i wrócić do świata wysublimowanej kultury, eleganckich obyczajów, dobrego jedzenia, skutecznej nauki, efektywnej gospodarki i rozumnej władzy, a przede wszystkim do myśli społecznej, która głosiła, że zadowolony niewolnik pracuje lepiej niż głodny i katowany.

statekuciekinierzyKażda wiadomość może się w symbolicznym sensie okazać ostatnia.
Libię opanowała mafia przemytników, zajmująca się przerzutem arabskich uchodźców do Europy. Uciekinierzy na kutrach, łodziach i pontonach płyną w kierunku Włoch i przybyło ich tam w ostatnich tygodniach 11 tysięcy. W połowie kwietnia jeden z takich statków zatonął, zabierając w ostatnią podróż 800 uciekinierów.

Módlmy się za nich, módlny się za Nepalczyków i módlmy się za nas! Albo może wyślijmy pieniądze na budowę szpitala lub na telefon, który mógłby im uratować życie.

Nepal Help
Das Erdbeben in Nepal hat eines der ärmsten Länder der Welt getroffen. Zehntausende Menschen haben ihr Obdach verloren, sind in großer Not und Verzweiflung. Sie brauchen schnellstmöglich Hilfe.Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende für Nothilfe und den anschließenden Wiederaufbau!

Spenden
Was haben wir mit den Toten im Mittelmeer zu tun? Nichts. Sie sind weit weg. Sie sind selbst Schuld. Andere sind schuld, an ihrem Tod. Die Menschen, die übers Meer wollen, und mehr wollen, sind fremde Verdächtige.Die Angst schlägt Wellen. Die Ängstlichen haben das Sagen, versperren die Grenzen und die Herzen, mit Leichenbittermine.Ein Mittelmeer und keine Mittel mehr um Menschen zu retten.Die einen ertrinken im Meer, die anderen im Überfluss. Beiden kann geholfen werden.Wenn das Boot voll ist, bringen wir es zum sicheren Ufer, und alle werden gerne aussteigen.

Es gibt nur eine Menschheit. Auch die, die weit weg sind, sind uns ganz nah,

in ihrem Streben nach Glück und nach Leben

und in ihrer Verletzbarkeit.

Europa soll kein Friedhof sein, sondern eine Hoffnung, eine neue Heimat für die, die alles verloren haben, Warmherzigkeit.

Eine Schleife, schwarz und blau, stecken wir uns an, als Zeichen:

Die im Mittelmeer ertrinken, sind nicht „die Anderen“. Es sind unsere Toten.

Wir trauern um sie.

Anne Frisius und Sabine de Martin

Die Schleifen verschicken wir gegen Spende. Ihr könnt sie euch auch selbst machen, mit zwei Schleifenbändern, schwarz für Trauer, blau für Mittelmeer, ca. 6 mm breit.
Bitte verbreitet diese Mail und die Schleifen. Danke!
Und liebe Grüße von uns.

Bestellung: mittelmeerschleifen@freenet.de
Spenden an:
Sabine de Martin, Stichwort: Mittelmeer Schleifen
Ktonr. 2041 6716 00
BLZ 4306 0967 (GLS Bank)
BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE41 4306 0967 2041 6716 00
Nach Abzug der Material-/Versandkosten geben wir die Spende weiter an das Alarm Phone
Die Alarm-Phone-Initiative hat eine Hotline für Flüchtlinge in Seenot eingerichtet http://www.watchthemed.net/

Szczeciniacy wszystkich pokoleń łączcie się!

MichalRembas_malyDziś o godzinie 20 pierwsze spotkanie w Regenbogenfabrik z cyklu “Szczecin dla berlińczyków”, zorganizowane przez Stowarzyszenie Partnerstwo miast ze Szczecinem.

Michał Rembas

będzie opowiadał o tajemnicach Pomorza, a my pokażemy tu kilka zdjęć z jego najnowszej książki o Szczecinie:

Krasnolud – ul. Piłsudskiego 37, rok 1896
Ponury krasnal pojawia się w roli Atlasa podtrzymującego świat. Według mitologii nordyckiej cztery karły podtrzymywały sklepienie niebieskie, które powstało z czaszki zabitego praolbrzyma Ymira i rozpościerało się nad Midgardem (Śródziemiem), światem zamieszkanym przez ludzi. Nordri czuwał, aby nie zawaliło się niebo nad Północą, Sudri był strażnikiem Nieba Południowego, Austri – opiekunem Wschodu, a Westri – stróżem nieba nad Zachodem.

dziecko-krasnoludDziecko w powijakach – ul. Jagiellońska 44, połowa lat 30 XX wieku

Projektant szpitala dziecięcego (obecnie szpital MSW) inspirował się XV-wiecznym szpitalem niewiniątek czyli przytułkiem dla podrzutków we Florencji. Tę słynną renesansową budowlę zdobią medaliony z wizerunkami niemowląt, dłuta Andrei della Robbii. Niemal identyczny motyw widzimy na szczecińskim szpitalu. Dzieci przedstawione na fasadzie szpitala są obandażowane niczym egipskie mumie. Od starożytności aż po XVIII wiek maluchy ściśle krępowano powijakami czyli długimi płóciennymi bandażami, praktycznie uniemożliwiającymi ruchy. Zwyczaju tego zaniechano dopiero w XVIII stuleciu.

17 orzelOrzeł – ul. Śląska 38, widok od pl. Grunwaldzkiego, rok 1895

Orzeł jest symbolem siły, waleczności i szybkości, jest także ptakiem heraldycznym. Orzeł z ulicy Śląskiej stoi na wiązce strzał i ma na głowie koronę, jest więc z pewnością godłem Prus. Warto zwrócić uwagę na perfekcyjne oddanie upierzenia ptaka.

2.naukaNauka – Zakład opiekuńczy „Bethanien”, ul. Wawrzyniaka 7 g, rok 1880

Centralną postacią medalionu Nauka jest dziewczyna, która przędzie wełnę. Chłopiec po lewej uczy się rachunków – na tabliczce zapisane zostało działanie „6×6=36”. Dziewczynka po prawej szyje lub wyszywa. Na drugim planie płonie kaganek. Artysta ukazał najdrobniejsze szczegóły, nawet sznurowadła butów chłopca czy zdobienia taboretu, na którym siedzi prząśniczka. Udało mu się także przekazać atmosferę spokojnego, pracowitego domu.

regulatorobrotowRegulator obrotów – ul. Sikorskiego 37, rok 1900

Elewację dawnej Królewskiej Szkoły Budowy Maszyn (obecnie Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny) zdobi koło zębate i pieczołowicie oddany odśrodkowy regulator obrotów zwany regulatorem Watta. Kompozycji dopełniają gałęzie lauru.
– Regulator Watta wykorzystuje siłę odśrodkową do stabilizacji obrotów, a zastosowano go po raz pierwszy w 1788 roku w maszynie parowej – tłumaczy Agnieszka Zakrzewska, fizyk.
– Widoczne na fasadzie urządzenie to regulator grawitacyjny, umożliwiający uzyskanie tylko jednej wartości prędkości obrotowej maszyny. Aby ją zmienić, należało maszynę zatrzymać i wymienić kulki na mniejsze lub większe, ewentualnie, jeśli mechanizm to umożliwiał, przesunąć kulki w dół lub w górę. Umieszczenie tych mechanizmów na fasadzie jest dowodem, jak ważną rolę odgrywały w mechanice.

Książkę Michała Rembasa Cuda na fasadach można będzie dziś kupić podczas spotkania w Regenbogenfabrik.

„Podhalem” na Śródziemne (2)

Zbigniew Milewicz tekst2-winieta

Trzeci dzień podróży, niedziela.

W soboty o 22 i w niedziele o 13 czasu Greenwich z kościoła św. Elżbiety w Gdańsku nadawane są na falach krótkich msze święte dla polskich marynarzy i rybaków będących poza krajem. Nabożeństwa te, od czterech lat transmitowane, przez Polskie Radio, stanowią jedyną okazję do wspólnej modlitwy dla wiernych – ludzi morza, rozproszonych po wodach całego świata. Ilu z tej możliwości korzysta? Chyba sam Pan Bóg tylko wie, bo kościołów na każdym statku jest tyle, ilu jest praktykujących katolików. Każdy z nich w czterech ścianach swojej kabiny tworzy własny, odrębny kościół i fakt jego istnienia zachowuje najczęściej dla siebie. Dlatego trudno tutaj o statystykę.

Płyniemy przez Cieśniny Duńskie, morze nadal spokojne. Dopiero za Skagen, kiedy wychodzimy na Morze Północne, zaczyna trochę kołysać. Powoduje to martwa fala, która bierze „Podhale” pod boki i zrazu delikatnie, a później coraz gwałtowniej przegina go w poprzek, raz na lewą, raz na prawą burtę. W poniedziałek po południu siła wiatru wzrasta raptownie do 7, a następnie do 8 stopni w skali Beauforta, co znaczy, że wieje on z szybkością od 17,2 do 20,7 metrów na sekundę. To już jest prawie sztorm. Wcześniej zarządzona przez chiefa pokładowego kontrola sztormowa statku wykazała, że wszystko jest należycie zabezpieczone – beczki z olejem i paliwem między ładowniami powiązane, bulaje na dolnym i głównym pokładzie pozamykane, podobnie jak włazy do ładowni i drzwi magazynków na baku. Tylko skrupulant cieśla – Michał Bussler, którego wiecznie widać krzątającego się przy różnych pracach na pokładzie, raz jeszcze idzie sprawdzić, czy rzeczywiście wszystkie pomieszczenia na dziobie są dostatecznie dobrze uszczelnione przed dostępem wody. Nie podobają mu się tylko kluzy kotwiczne, niezbyt dokładnie przykryte metalowymi pokrywami. Poprawia je i wraca do swojej kabiny, po drodze rozglądając się jeszcze, czy któryś z marynarzy pracujących przy konserwacji pokładu i pokładowych urządzeń, na tzw. dejmance, nie zostawił jakiegoś kawałka łańcucha, stalówki, albo narzędzia pracy, bo porwane przez falę mogłyby narobić dużo szkody. Te czynności sprawdzające należą do obowiązków cieśli Busslera. Inna sprawa, że dobrze zdaje on sobie sprawę z tego, jak silne potrafi być morze, jak bezbronnym wobec niego bywa wówczas statek i człowiek.

statkizbycha (1)Rodzina na nabrzeżu

W dużym sztormie fala potrafi na przykład wyrwać z pokładu stalowy pal polera do obkładania lin, o rozmiarach najgrubszego zderzaka kolejowej cysterny, i cisnąć nim jak pudełkiem zapałek w mostek. U nas na szczęście jeszcze nie jest tak źle, po kilku godzinach sztormowania „Podhale” ma na razie tylko trochę wgnieciony prawy reling na głównym pokładzie. Żywioł napiera na statek od strony dziobu i prawej burty. O 23 kierujący wachtą na mostku III oficer, Ryszard Prusik, wpisuje do dziennika okrętowego: „Podczas wachty silne przechyły boczne statku, fala i bryzgi fal zalewają pokład i pokrywy ładowni”. Żyropilot – „michałek” w takich warunkach zawodzi, trzeba sterować ręcznie. Marynarze Jan Śwityj i Sławomir Eljaszewicz zmieniają się przy sterze co godzinę, podobnie pełnić będą następne wachty ich koledzy. Jeden przy sterze – pilnuje kursu, który podał mu dowódca, drugi „na oku” – przez lornetkę obserwuje morze, czy jakiś statek nie zbliża się do nas od strony dziobu, albo z boku i nie grozi kolizja, zaś oficer to samo sprawdza na ekranie radaru. Wyjątkowo bowiem mroczna jest ta noc. Nie widać dalej niż na 3-3,5 mili i bez sprawnie działającego radaru statek płynąłby przed siebie jak ślepiec. Coraz więcej wolnych miejsc przy stolikach w messie. Sztorm daje się we znaki kolejnym pasażerom, podobno choruje również ktoś z załogi. Radiooficer, Stanisław Sacharuk, wszystkich pociesza, że tylko patrzeć , jak pogoda się poprawi, że takie są aktualne, radiowe prognozy meteorologiczne. Sprawdza się to, co mówi, bo już przed południem morze się trochę uspokaja.

Około 12 kapitan przekazuje mi otrzymaną z Polski za pośrednictwem „Szczecin-Radio” wiadomość, że nagle zmarła moja matka. W tej sytuacji postanawiam przerwać dalszą podróż i wrócić do kraju pierwszym polskim statkiem, który będzie nas mijał na kursie. W praktyce okazuje się to jednak niewykonalne. W godzinach popołudniowych kpt. Rzeczewskiemu, który zapowiada, że zrobi wszystko, co tylko można w mojej sprawie, udaje się wprawdzie przez radiostację znaleźć taki statek, są to „Gliwice II”, ale po rozmowie z kapitanem oznajmia, że niestety nie mogę tam przejść. Przyznaje, że jest już po sztormie, ale morze nadal wzburzone i z tego powodu nie zaryzykuje opuszczenia szalupy. Nie może nakazać swoim ludziom aby przewieźli mnie na inny statek, bo jest odpowiedzialny za ich bezpieczeństwo. Poszedłby na podobne ryzyko tylko wówczas, gdyby zachodziła potrzeba ratowania czyjegoś zdrowia lub życia, a przecież w moim przypadku – zaznacza – taka sytuacja nie ma miejsca. Dowiaduję się też, że na pewno dodatkowo zapłaciłbym za powrót „Gliwicami II” do kraju, bo przecież jest to firma zarobkowa a nie dobroczynna.

Ponieważ w cenie biletu na statek mieści się także dostarczanie pasażerom rozrywki, więc cztery dni poźniej „pierwszy po Bogu” wydaje w oficerskiej messie wieczór kapitański z tańcami, na który także i ja otrzymuję zaproszenie. Za taktowność najwyraźniej kapitanowi nie płacą, ale z ciekawości uczestniczę w oficjalnym otwarciu imprezy. Wypełnia je krótka mowa powitalna do pasażerów oraz pokaz kultury towarzyskiej przy tradycyjnej lampce wina, kawie i ciastku. Nazajutrz mój współmieszkaniec, 61-letni pan Staszek z Krakowa, szczegółowo relacjonuje mi część artystyczną wieczoru. Mówi, że się dobrze bawił. Statek jest jak dom. W jednym mieszkaniu jest nieszczęście, w drugim wesoła zabawa, w trzecim, czwartym i dziesiątym nie dzieje się nic szczególnego.

Kiedy człowiekowi, w jego domu na lądzie coś nie odpowiada, to zawsze może z niego wyjść. Na statku, w morzu, jest to niemożliwe i pod tym względem bardziej on przypomina więzienie. To prawda – zamieszkiwane dobrowolnie, bywa, że luksusowe i przyjemne dla oka, ale więzienie. Największą jego dolegliwością jest odcięcie od najbliższych. Pierwszy elektryk Andrzej Czepulowski i jego żona Anna mają wieloletni staż małżeński, ich córeczka Klaudia chodzi już do trzeciej klasy, a Szymon ma sześć lat, jednak dopiero po raz drugi, płyną tak sobie razem.
– Czy to firma nie pozwala zbyt często zabierać żony w rejs? – pytam.
– Raczej życie – odpowiada pan Andrzej. – Owszem armator ma w tych sprawach głos decydujący, bo liczy się opinia jaką pracownik ma w przedsiębiorstwie i to, czy statek, na którym pływa, może przewozić pasażerów. Bywa też, że chętnych na zabranie rodzin w rejs jest zbyt wielu i trzeba swoje odczekać w kolejce. Głównie jednak inne sprawy decydują, że człowiek pływa zwykle w pojedynkę – dom, który żona musi sama prowadzić. Dzieci – albo są zbyt małe, by brać je na morze, aIbo już chodzą do szkoły i nie mogą przerywać nauki. Wreszcie sprawy finansowe, ale to już zupełnie odrębny temat. Pani Ania nie widzi powodu, żeby go przemilczeć. Jako żona członka załogi płaci za każdy dzień pobytu na statku 500 zł, za Klaudię połowę tej sumy. Szymon (sześciolatek) płynie za darmo. Mieszkają oczywiście w kabinie męża. Koszt miesiąca rejsu „Podhalem” wynosi dla nich ponad 20 tysięcy złotych. Jest więc trzykrotnie większy od podstawowej, miesięcznej pensji taty, oficera nawiasem mówiąc.
Mąż wspomniał o domu i dzieciach – mówi pani Anna. To zrozumiałe, że wszystkie obowiązki domowe i związane z wychowaniem dzieci spadają na mnie, kiedy mąż jest w morzu… Na początku, w pierwszych latach naszego małżeństwa było mi niełatwa samej radzić sobie z nimi, o wszystkim samodzielnie decydować, ale później jakoś okrzepłam. Do samotności można się przyzwyczaić, co nie znaczy, że się za mężem nie tęskni. Chyba najbardziej jednak tęsknią dzieci. Wprawdzie staram się, aby za bardzo nie odczuwały braku ojca, ale przecież zastąpić go nie potrafię. W zamyśleniu stwierdza, że dziwne jest to ich życie. Nie ma chłopa te dwa-trzy miesiące, później znów jest, taka huśtawka. Pan Andrzej słucha wywodów żony z wyraźnym zadowoleniem, co nie umyka jej uwadze. Aby więc zbić go trochę z tropu, zwierza mi się żartobliwie, że kiedy on schodzi ze statku na urlop, to na początku dom staje się za ciasny. Później jednak znów wszystko biegnie swoim torem – dodaje skwapliwie, widząc, że osiągnęła zamierzony cel.

Jak wygląda taki marynarski urlop? Dla p. Ewy Jasińskiej – żony chiefa pokładowego – pobyt męża w domu oznacza święto. Wtedy zapraszają przyjaciół, chodzą z dziećmi na spacery, do kina, w gości. W tym czasie pani Ewa nie wykonuje w mieszkaniu żadnych cięższych prac, inwestycji, przemeblowań, bo tym zajmuje się, kiedy mąż jest w morzu. Nie obarcza go również żadnymi sprawami z dziedziny tzw. „sztuki załatwiania”, bo przecież nie poradziłby sobie. Pani Ewa podziela tu popularną opinię, że ludzie morza, nawet bardzo dobrzy w swoim rzemiośle, często nie potrafią radzić sobie choćby z najprostszymi problemami życia na lądzie.

Pan Mundek, marynarz pokładowy z „Podhala”, nie przepada specjalnie za życiem towarzyskim. Jest typowym domatorem. Większość czasu na urlopach spędza w kręgu najbliższej rodziny, swoich książek i myśli, które przelewa na papier. Zanim został marynarzem, był nauczycielem i jeszcze paru innych zawodów się imał, ale zawsze ciągnęło go pisanie. Nie nazwałby tego twórczością literacką, są to tylko jego refleksje o życiu, zapisywane w formie chyba najbliższej esejowi. Wiele stron poświęcił życiu na statku i jeżeli chcę – proponuje – to możemy spotkać się kiedyś w Szczecinie i pokaże mi te teksty.

Pan Konrad z maszyny, jest miłośnikiem wędkarstwa, amatorsko pisuje wiersze teksty piosenek, gra na gitarze, śpiewa, którymi to zajęciami można znakomicie wypełnić wolny czas zarówno no na morzu, jak i podczas urlopu na lądzie, pod warunkiem, że człowiek nie ma większych zmartwień. Niestety od kilku lat pan Konrad przeżywa poważne kłopoty rodzinne, związane ze starszym synem. Zaczęło się od wypadku, długo po nim chorował. Później zaimponowało mu towarzystwo szpanującej młodzieży, złapał styl i szkoła, dom przestały się liczyć. Matka robiła, co mogła, żeby wyrwać lekkomyślnego chłopaka z tego kręgu. Podobnie ojciec, ale będąc nim jedynie „z doskoku”, miał praktycznie niewielki wpływ na syna. – Parę miesięcy temu – mówi pan Konrad – wdał się z kolegami w chuligańską rozróbę i teraz ma sankcję prokuratorską. A ja jestem w morzu, nie wiem, jak na bieżąco toczy się sprawa i gryzą mnie różne myśli. Jedno panu powiem, w zawodzie marynarskim nie powinni pracować ludzie, którzy mają żony oraz dzieci zwłaszcza dorastające. Za rozłąkę z rodziną płaci się bowiem prędzej lub później haracz. To są rodziny w swoisty sposób rozbite, a takie nie mogą być w pełni szczęśliwe.

Żona chiefa pokładowego, która ma jeszcze małe dzieci, póki co nie nastręczające kłopotów wychowawczych, przedstawia mi sprawę rozłąki w rodzinie marynarskiej bardziej optymistycznie. Uważa, że takie przerwy w byciu razem cementują małżeństwo. Nie grozi mu nuda, jak winnych stadłach. Minusem życia z mężem, który pływa jest natomiast to, że nigdy niczego nie można zaplanować. Na przykład – wyjazdu z całą rodziną gdzieś na urlop.

Mam więc dwa różne punkty widzenia tego samego problemu. Fakt, że większość ludzi pracujących na morzu stanowią mężczyźni żonaci i posiadający dzieci, świadczy jednak o tym, że przyjmuje się tu rozłąkę z najbliższą rodziną, z wszelkimi wynikającymi z niej konsekwencjami, za mniejsze zło od samotności. Na „Podhalu” wszyscy członkowie załogi są żonaci. Najkrótszy staż małżeński posiada Sławek Eljaszewicz – sympatyczny marynarz z pokładu, liczący 23 lata i prawie dwa metry wzrostu, którym zapracował sobie wśród załogi na pseudonim „Maluśki”. Jest świeżo po wojsku, ma rocznego syna Adriana i mimo młodego wieku – bardzo poważny stosunek do życia, który jego zdaniem wynika z twardej szkoły życiowej, jaką otrzymał w Liceum Morskim w Szczecinie. Ma ambicje w miarę szybkiego osiągnięcia wysokiego standardu bytowego. Jego rękojmią w rodzinie marynarskiej – twierdzi – jest dobra żona, a taką właśnie ma, więc wierzy w powodzenie swoich planów.

Ryszard Prusik, III oficer pokładowy, z którym pełni wachty „Maluśki”, przyznaje rację swojemu podkomendnemu: – Dobra żona właściwie zagospodaruje pieniążki, człowiek nie roztrwoni ich na lądzie i przynajmniej jest szansa, że razem dojdą do czegoś. Dlatego większość ludzi naszego fachu żeni się dosyć młodo, aby wcześniej osiągnąć ten cel. Poza tym im człowiek jest starszy, tym mniejsze ma szanse na znalezienie dla siebie odpowiedniej partnerki życiowej. Mówi się później, że „marynarz szuka żony”, a na takie hasło wiadomo nie zawsze idą najporządniejsze panie. „Trzeci” uważa, że do mitycznego obrazu marynarza – wolnego ptaka, który ,,w noc się bawi”, rzuca forsą w portowych tawernach i nie dba o jutro, pasuje niewielu. Przeważają rozsądni ciułacze i on chyba też do nich należy. Takie życie.

Z życia poetki

Joanna Szubstarska

Promień niebieski

Ludzkie życie
Ochraniane błoną
Zabliźnia się,
Powoli zrasta
Ze skórą świata
I promieniem niebieskim.
Niekiedy
Lepkie palce obcych
Spragnione tchnienia
Obmacują fragmenty
Połyskującej powłoki ciała.


Mgła

Ciemna moc nie przeniknie
Finezyjnych ruchów mgły,
Nie podrze jej we wzlocie.
Z natury rozproszona,
Co jest oznaką chwiejności,
Mgła ciągnie swój koniec od początku.


Dzień wybucha brzękiem,
powietrze przesuwa pięciolinię nut
między skrzydłami trzmiela.
Pobrzękują perełki wody
we współczującej ciszy,
w krzyżykach dni.
Słuchacze odkrywają nutę losu.


Pranie w deszczu

Rozciągnięta lina
Przewieszone płótno
Ekran lśni bielą.
Parujący od news’ów,
Zużytych pasaży,
Obmyty powtórnie
Wodą z nieba.


Dzień

Obramowanie dnia,
W świergocie ptaków.
Kłębią się opary ranków,
Pierścionki ciepłych obłoków
W południe tulą się do ziemi.
Wieczór zrywa liście
I w porywach chłodu ciska o bruk;
Mokre plamy trotuarów tężeją
Pod okiem księżycowego pyłu,
Ciężki oddech gasi latarnie.


 

Sady Pradziadka i majowe okolice

Andrzej Rejman

Dziś Trzeci Maja, wszędzie widać flagi, dzień podniosły, ale spokojny, majowy. W mieście cisza, wszyscy na majówce, słońce dopisuje, choć dosyć zimnawo, prawdziwa wiosna powoli, trochę nieśmiało zaznacza swą obecność.

Zrobiłem kilka zdjęć.

maj_3maj_2 maj_1***

Wieczór. Ruch duży. Powroty z majówki.

Wciąż 3 maja, refleksja nad Polską, ale bez przesady – żeby nie wpaść w nadmierne rozmyślania. Po prostu – w razie czego – działać.

Trochę tak, jak w dzisiejszych czytaniach: “…nie miłujmy słowem i językiem, ale czynem i prawdą! …” (1 J 3)

***
No to zobaczmy co działo się kiedyś w maju:

Babcia moja – Małgorzata Doktorowicz-Hrebnicka (1890-1975) pisze: (zapiski codzienne w “Kalendarzu Marjańskim” 1922-1939, nie publikowane, styl i pisownię zachowuję bez zmian)

maj (1926)

Deszczyk majowy, to jak łzy dziecięce, porosił, popłakał i nie płacze więcej.

12-go – Piłsudski następuje na Warszawę, zamach stanu.

14-go – siedzimy siedem godzin w piwnicy w czasie nawiększej kanonady, brania lotniska i wystrzałów karabinów maszynowych po Rakowieckiej.

W dom nasz trafiło osiem kul.

maj (1928)

13-go obchód 35-lecia ślubu Stankiewiczów, na spółkę z rodziną kupiliśmy im lampę.
Oprócz tego kupiliśmy im różową azalię – sobie – białą.

17-go byliśmy z Julcią w kinie na “Wróbelkach” z Mary Pickford.

20-go były dzieci u Julci na czekoladzie.

25-go byłam u p. Kowalczykówny* w sprawie Julci. Zgodziła się ją przyjąć do swojej szkoły.
Nadzwyczaj sympatyczna.

* szkoła żeńska J.Kowalczykówny i J.Jawurkówny w Warszawie (dop. mój)

maj (1929)

Czytam “Świat Kobiecy” Marii Grossek Koryckiej
Niezmiernie mi się podoba, jest mądra, poetyczna, i cudownie prawdziwa

3-go w ogrodzie zoologicznym z Kazikiem

8-go u Jasiów

10-go Baniewiczowa,

Określenie marnotrawstwa – “Hulki, hulki, potem bez koszulki”.

maj (1930)

Byliśmy na dźwiękowym filmie “Moralność Pani Dulskiej”
Ładne melodie Różyckiego. Batycka jest wspaniała.

Potem byliśmy na filmie “Wołga Wołga” – śliczny, doskonały.

Kupiliśmy węgla pół tony = 500kg za 30 złotych.

Jedna miara kartofli kosztuje 1 zł. 20 groszy, jaja po 15 groszy.

maj (1931)

10-go Byliśmy (dzieci i ja) na przedstawieniu “Za siedmioma górami” w teatrze “Jaskółka”.
Dekoracje bardzo prymitywne, stylizowane w stylu ludowym. Takie sobie.

9,10,11 – robiłam wywiady (kolonie dla dzieci), w jednej rodzinie poczęstowali nas wódką!!!!
Musiałam wypić pół kieliszka, by nie obrazić biedaków.
Zrobiłam 26 wywiadów. Bolą nogi.

maj (1932)

6-go został zabity prezydent francuski Paul Doumer

maj (1933)

8-go wybory nowego Prezydenta. Został wybrany ponownie prof. Ignacy Mościcki.

maj (1934)

1,2,3 Śliczna pogoda. Trwa gorąco. Strasznie sucho.

3-go byliśmy u Aliny.

5-go z Kazikiem u dr Korsak, zapisała phosphit z żelazem, jak najlżej ubierać.

6-go byłam z Kazikiem, Zosią i Haneczką na przedstawieniu klasowym i loterii. Julcia wygrałą brudną, podartą, jedwabną chusteczkę, Kazik – obsadkę i tenisówkę.

9-go byli Jasiowie.

12-go Julcia była na wieczorku u pp. Morozewiczów, do domu wróciła o 4-tej.

13-go niespodzianie przyszła c. Misia, która zatrzymała się na jeden dzień w Warszawie, jadąc do Lipna do swojej kuzynki Woyczyńskiej. Jeździłyśmy z nią na Żoliborz, ale ani Mani Mickiewicz., ani Baniewiczowej nie zastałyśmy w domu.

Małpa-szympans – Jędrzejewicz nareszcie wyleciał z premierostwa, może teraz kryzys zacznie maleć, oswobodzony z pod jego cięzkiej łapy. Premierem jest prof Kozłowski, na koniec człowiek wysoce inteligentny, a do tego archeolog-geolog. Hurrrrra!!!

maj (1935)

1-go Oziębiło się bardzo

2-go Zima w całej pełni, zawieja śnieżna przy1 śniegu nawaliło moc, biedne bzy zginają się pod ciężarem, śnieżne okiście i podwiędłe liście zwieszają się smutnie z kasztana, tulipaniki pogrążają się stopniowo w puch śnieżny

12 maja – umarł Marszałek Józef Piłsudski. Byliśmy w Alejach Ujazdowskich w czasie eksportacji zwłok z Belwederu do Katedry. Było już prawie ciemno. W nocy z 16 na 17 go chodziliśmy do Katedry, ale już nie trafiliśmy gdyż o 12 tej zamknęli. W nocy lał deszcz.

17-go patrzeliśmy z góry Instytutu na uroczystości żałobne na Polu Mokotowskim.

W czasie defilady ostatniej przed Marszałkiem na Polu Mokotowskich niebo pokryło się złowrogimi chmurami, a zaraz po ukończeniu salw armatnich rozległ się grzmot i rozpętała się burza. Wkrótce po uroczystościach zmarł na udar serca wiceprezydent Warszawy – Zawistowski, inż Balcerski, który zawiadywał urządzeniem Pola Mokotowskiego – spadł samolotem w Ameryce w czasie nabożeństwa żałobnego p Marszałku.

maj (1936)

12-go Warszawa w głębokim nastroju obchodziła rocznicę śmierci Marszałka.
Dzień też był całkiem żałobny, pochmurny i płaczący.

13-go Kazik jeździł z wycieczką szkolną do Modlina statkiem, wrócił do domu o pierwszej w nocy.

20-go Byłam z Kazikiem u laryngologa w klinice na Litewskiej.

28-go z Kazikiem u laryngologa Szymańskiego (Lecznica Nowy Świat 21)

w końcu maja kot Puk wyszedł z domu i więcej nie wrócił!

maj (1937)

7-go u dra Fisza.

8-go u okulistki, były p. Moszczyńska z córką Wandzią

14-go C. Ola wyjechała do Ostroga. Boleś sprzedał dom.

22-go byli “Rafułkowie”, Władek, Mickiewiczowa, potem Budelcia.

23-go umarła Piotrowska, żona woźnego z chemii.

25-go przyjechał Ignal

30-go byliśmy w Wawrze

maj (1938)

1-go była p. Olga, a potem my oprowadzając ją w Waszkańcach.

7-go wyjechałam z Raju i przyjechałam do Warszawy.

11-go przyjechał Dziadunio Adam Hrebnicki – Profesor

13-go wyjechał

20-go byłam u okulistki

21-go …u d-ra usznego (przepłukiwanie uszu)

znalazł się cudownie pierścionek z granatem, którego szukałam rok cały.

22-go imieniny Julci, moc bzu, konwalii, niezapominajki, maczki pomarańczowe i żółte, białe i różowe. Moc ciastek, 7 osób gości, dwoje dzieci z nimi.

27-go byłam z Julcią na majowym nabożeństwie, lodach włoskich i na filmie “Wrzos” wg Rodziewiczówny.

30-go Staś wyjechał na letnie roboty.

maj (1939)

1-go wyjechał Ojciec Profesor, byli Krzyżkiewiczowie z psem. Krzyżkiewicz przyniósł Julci czekoladki wygrane i robił fotografie.
P. Marychna całowała się i ściskała z Dziaduniem, mówiąc, że ma śliczne oczki.

7-go byliśmy z Krzyżkiewiczami na “Hamlecie”.

8-go była c. Misia, Tyszkiewicz i Łaszkiewicz z Tomkiem.

9-go był Władek, Krzyżkiewiczowie wyjechali

12-go byłam u Baniewiczowej

13-go byłam w kuratorium i dowiedziałam się, że Kazika szkoła jest zlikwidowana.

18-go byłam u Baniewiczowej i razem z nią w kinie na “Banicie”.

19-go byłam u Aliny. Kazik zaczął korepetycje z uczniem IV klasy gimnazjum im. Żeromskiego.

22-go na imieniny Julci była MM z kwiatami, p. Zosia i p. Jadzia.

28-go byłam z Kazikiem na filmie ….. i z p. Wardęską na filmie “Wielki Walc”, śliczny, Strauss i jego walczyki.

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Ileż to się działo w maju!!!! Nawet śnieg był!!!

Solidarność. Dzenkujeme vam bardzo :-)

Jana Stoklasa przysłała maila:

Ahoj evicko,

Toto jest i dla tebie. Posluchaj do tej piesnicky.
Dzenkujeme vam bardzo 😉

Srdecne jana

Bardzo mi się spodobała owa piesnicka. Słowa znalazłam na stronie Karaoke.teksty.cz.

karaokeKliknij na słowo Solidarność poniżej, żeby posłuchać piosenki

Solidarność

It’s hard to be alone
And that is true
The village waits for you
Village waits for you
Waiting for the few
Real pros
To chase the rats away
Chase the rats away
Men who know how to score
Together now
They always shoot to kill
Always shoot to kill
Let’s find out who’s the best
In danger zone
He will stay alive
He will stay alive

Solidarnosc
Dzienkuje bardzo
Solidarnosc
Bardzo dzienkuje
Byc moze
Solidarnosc
Dzienkuje bardzo
Solidarnosc
Bardzo dzienkuje

You like to be alone
Just hit the road
Leave your friends behind
Leave your friends behind
To saddle up the horse
And ride away
Right on track
To saddle up the horse
But you must turn around
And face the heat
And feel the pain
You must turn around
One man who bites the dust
He came for gold
As he was told
What would be his take

Solidarnosc
Dzienkuje bardzo
Solidarnosc
Bardzo dzienkuje
Byc moze
Solidarnosc
Dzienkuje bardzo
Solidarnosc
Bardzo dzienkuje

Die kleine große Welt (8)

Monika Wrzosek-Müller

Italien, Apulien, Lecce

Schauen Sie sich die Bücher von Gianrico Carofiglio an, besonders die Krimis, in denen Giudo Gurrieri, ein Rechtsanwalt, den Schwachen und Verfolgten in der Hauptstadt von Apulien, Bari, hilft. Er beschreibt die Verhältnisse und zwischenmenschliche Beziehungen in der Region sehr einfühlsam und wahrheitsgemäß: Reise in die Nacht, Im freien Fall oder Das Gesetz der Ehre.

Dass Italien ihr Land war, wusste sie spätestens, seitdem sie aus Florenz nach Kleinmachnow, in den „Speckgürtel“ von Berlin, umgezogen waren. Wieviel unbeschwerter lebte es sich da in den Hügeln von Settignano, über Florenz, mit dem weitem Blicken auf den Duomo und den Arno, mit dem schönen Wetter, der Helligkeit und den Farben. Selbst wenn man die Sprache nicht so gut konnte und immer wieder bei den Konjunktiven stolperte – auch mit einer gewissen sprachlichen Oberflächlichkeit lebte sich einfach leichter, zugegeben: vielleicht nur für eine Zeitlang. Jetzt, in Deutschland, versuchte sie krampfhaft, sich an die Reisen nach Italien zu klammern und die Sonne, die Harmonie und die Ausgeglichenheit für sich zu tanken. Das gelang ihr eher mäßig; dafür aber lernte sie Italien Stück für Stück kennen, entdeckte immer neue, interessantere und schönere Orte für sich.

So kam es, dass sie Apulien für sich entdeckt haben; der Absatz und das Ende des Stiefels und die Zusammenkunft beider Meere: der Adria und des Ionischen Meeres, zog sie magisch an. Sie fuhren vier Jahre in Folge dahin, besuchten ausdauernd alle kleinen, großen und mittelgroßen Städte, Städtchen und Dörfer, lernten Leute kennen, auch hörten sie dem apulischen Dialekt zu, verstanden manchmal wenig – und stellten fest: auch da unten war Italien unbeschreiblich schön, lieblich, liebenswert. Die Menschen waren noch offener, zugänglicher, kontaktfreudiger als in der Toscana, die alten Städte manchmal noch älter als alt; die Kontraste zwischen dem Schmutz an den Straßen, Schnellstraßen und den oft schön erhaltenen alten Stadtkernen enorm, die Weine kräftiger, aber keinesfalls schlechter als in anderen Teilen von Italien. Und dann kamen die endlosen Olivenhaine, Wälder muss man fast sagen, ganze Hügel regelmäßig bepflanzt mit Olivenbäumen, kilometerlang, die im Wind mal silbrig-grau, mal dunkel grün waren; es gab Jahrhunderte alte Bäume und junge Neuanpflanzungen. Ganz Apulien schien im Takt dieser Bäume und des Windes sich zu bewegen und zu schwingen; die Winde kamen ab und zu sehr kräftig durch dieses flache, selten etwas gewellte Land und fegten alles weg, was sie auf ihrem Weg fanden.

Ein ganz anderes Grün hatten dann die Weinberge, sie waren eher klein, mit Netzen und dunklen Plastikfolien zugedeckt, wegen der Vögel oder der Sonne; irgendwie konnten sie das nicht herausfinden. Interessant fanden sie, dass der Rotwein manchmal in zwei Stärken angeboten wurde und zwar 14 und 18 Prozent; der 18-prozentige war ein ganz dunkler, schwerer Rotwein und nach einem Glas drehte sich alles im Kopf.

Apulien teilt sich in mehrere Regionen; die wildeste und am meisten beeindruckende für sie war Salento: ganz flaches Land mit geraden Straßen, auf denen man ganz schnell von einem Meer zum anderen gelangt. Auf dem Weg die Masserien, alte adlige Gutshöfe, die wie Festungen aussehen und das auch waren; sie dienten der Verteidigung gegen die Sarazenen, die arabischen Piraten, die vom Meer ins Land stürmten, dann auch gegen herumziehende Banditen. Zu einer Masseria gehörten neben dem Wohngebäude, den Ställen und den Scheunen auch ein Taubenturm, eine Kapelle und ein tiefer Brunnen. Bei einer Masseria gab es einen Gemüsegarten und einen weiteren, größeren Garten mit Mandel- und Johannisbrotbäumen, auch riesigen blühenden Oleanderbüschen. Manchmal lagen auch Olivenhaine innerhalb der Mauern, öfters aber schon außerhalb; ein Weinberg oder mehrere gehörten auch dazu. Ihr erschienen diese Masserien so, wie sie sich die Anwesen der polnischen Magnaten in den Kresy, den östlichen Ländern des alten Polen, vorstellte: Wehranlagen, fast Burgen, gegen die Feinde, die regelmäßig das Land überfielen – nur dass sie hier viel ärmlicher, manchmal ganz arm aussahen. Die Masserien hatten einen unwiderstehlichen Charme, zeugten von einer Verbindung der europäischen Architektur mit der arabischen; die Grenzen zwischen den Stilen waren fließend, es gab romanische Ornamente auf barocken Formen und umgekehrt, viele waren ganz weiß getüncht, manche aber auch dunkelrot. Dazu gab es griechisch-orthodoxe Kirchen in den Felsengrotten mit wunderbaren Fresken und Mosaiken. Das alles machte das Land geheimnisvoll, interessant und verlockend, eben exotisch und aber vertraut.

Bei jeder Apulien-Reise wechselten sie ein Bisschen den Standort und zogen um ihren jeweiligen Wohnort immer größere Kreise mit den Besichtigungen, so dass am Ende nicht ein einziger Ort blieb, an dem sie nicht gewesen wären, kein Café auf einer Piazza oder Piazzetta, wo sie nicht einen Kaffee getrunken hätten. Sie sprachen auch immer wieder mit den Menschen; die Kellner erzählten von ihrer Zeit in Deutschland, die Fremdenführer von ihren Versuchen, woanders Arbeit zu finden. In vielen Ortschaften wurden auch aus verschiedenen Anlässen Feste veranstaltet, an denen sie auch teilnahmen, und sie stellten erstaunt fest: die meisten Teilnehmer dieser Feste waren schon in ihren jungen Jahren weit gereist, viel weiter, als sie gedacht hätten, sei es durch den Job, wegen des Kriegs oder wegen Familienangelegenheiten. Immer wieder fiel ihnen ihre Offenheit und Bereitschaft auf, über alles Mögliche zu sprechen.

Ein etwas anderes Publikum erlebten sie allerdings in einer märchenhaften Stadt – einer Stadt, die jedem im Gedächtnis bleiben musste. Sie ist aus einem besonderen Stein gebaut, Tuffstein, der nach dem Abbau ganz weich und formbar ist und dann erst erstarrt. Daher war die Stadt geschmückt mit steinernen Girlanden, Blumenkörben voll von Obst, unheimlichen Figuren, Säulen, allen möglichen Ornamenten. Lecce, die Hauptstadt der Provinz Salento, mit ihren barrocken Fassaden zog Touristen aus aller Welt an, auch Studenten in ihre Universität. Die Gesichter der Menschen waren hier ganz anders, nachdenklich, oft verschlossen, manchmal unausgeschlafen und unzufrieden, eben westeuropäisch. Sie schlenderten verschiedene Male durch die Altstadt, aßen die berühmten pasticciotti, ganz köstliche, feine, süße Küchlein mit einer leichten weißen Creme darin, die dunklen nannte man, nach der Wahl von Barack Obama zum Präsidenten eben obama; sie tranken wunderbaren Kaffee und bewunderten erstaunt die übertrieben geschmückten Fassaden. Man lief mit den Augen nach oben gerichtet, um alles zu sehen, aufzunehmen, noch bizarrere Formen zu entdecken.

Man konnte sich in dieser Vielfalt verlieren, unsichtbar machen; es war übertrieben, aber es hob die Stimmung, der Stein war ganz hell, die Formen meistens friedlich ruhend, rundlich; die Stadt schien wie aus einem Guss gebaut, hell auch die Straßen und die Plätze, die Trottoire und die Häuser auch die Kirchen, Klöster und Repräsentationsgebäude.

Wir saßen gerne in den Cafés, auch länger, und sprachen über dieses und jenes, meistens ohne auf die Menschen rundherum zu achten. Und irgendwann hörte ich Deutsch mit Italienisch gemischt, die Stimme kam mir bekannt vor, aber wenn man die Person gar nicht an dem Ort erwartet, oder man sie aus ganz anderen Umständen kennt, ist es ganz schwer die Tatsachen zu verbinden. Hinter uns saß ein Paar, sie sprachen abwechselnd italienisch und deutsch, beide Sprachen perfekt, und… ich kannte ihn, ich erkannte ihn; es war mein Italienischlehrer aus Berlin; und ich erinnerte mich, er hatte uns, der Italienisch-Klasse, auch erzählt, dass er eine Wohnung in Lecce hatte und eine italienische Frau, die aber perfekt deutsch sprach. Irgendwie dachte ich mir, es gibt kein Entkommen, deine deutsche Wirklichkeit holt dich ein, du musst dich mit ihr versöhnen.